23. März 2013

Einfach nur ein hübsches Bild

Dadurch, dass ich nie weiß, wie lange mir meine Haare erhalten bleiben (dreckiger, mieser, fieser Haarausfall…!), ist es mir wichtig sie einfach offen tragen zu können, wenn mir danach ist. Solange das eben (noch?) geht. Viele Langhaarzüchter vergessen das ein bisschen. Bei dem ersten HA-Schub habe ich dann gemerkt, wie schade es doch war, das schöne Haar, was ich hatte, nur hochgesteckt getragen zu haben. Denn dann war es fort und es ging sehr lange nichts anderes mehr als Hochgestecktes.

Because of the risk to shed again so many hairs that wearing my hair down could become impossible it is very important to me to wear it down, whenever I want to. When I had my first hairloss, I was very sad as I noticed that i had worn my beautyful hair up all the time and nobody had seen its length. Because then I had to wear it up for a very long time as there was some hair left but only few beauty…

17. März 2013

Prinzessinnentreffen

Kurz war ich ja versucht „Irrentreffen“ zu schreiben, aber nein! 😉
Die Langhaarnetzwerkler treffen sich ja mehr oder weniger reglemäßig in regionalen Gruppen. Die NRW-Truppe gehört zu denen, die sich sehr oft (alle ein bis zwei Monate) sehen, sodass wir uns mittlerweile tatsächlich schon recht gut kennen: gefühlt eine Mischung aus Weiberabend und Vereinsstammtisch.
Üblicherweise bringt jede etwas zu essen und Haarschmuck mit und dann wird einen Nachmittag lang durch gequatscht, geflochten, ausprobiert, gegessen und Fotos gemacht.
Ich liebe die Treffen! Wirklich! Sie sind immer Highlights, auf die ich mich schon Wochen vorher freue.

Gestern war ich Gastgeberin und da das Wetter draußen eher ungemütlich vor sich hin winterte, sind wir drinnen geblieben, auch für die Fotos. Dafür mussten wir das Gruppenbild eben in mehreren Durchgängen machen.
Alle Teilnehmerinnen waren einverstanden damit, dass ich die Bilder hier poste. Ein paar wollten aber lieber aber ohne Namen bzw. Nicknamen bleiben.
Ihr dürft mich also suchen! Und vielleicht erkennt ihr ein, zwei andere ja auch so. Louisa Roseful zum Beispiel oder Eva.
Und ihr seht: mann muss keine meterlangen Haare haben, um ein Langhaar zu sein. Viel wichtiger ist der Spaß an den Haaren an sich, an Pflege und Frisuren und dem Austausch darüber. Aber natürlich sind da schon ein paar, die über die Zeit wirklich superlange Mähnen bekommen haben.

Ich habe noch viele Fotos mehr, aber die wollen noch bearbeitet und zsuammengestellt werden. Es gibt also viel Blogfutter für die nächsten Tage. 🙂

Yesterday the LHN-NRW-group met at my house. Spending a whole afternoon with other hair-nerds, eating selfmade delicacies, trying on hairtoys, brainding, making photos and of course  – we are all gilrs! – a bit of gossiping: that’s a higlight I always look forward to for weeks. 
As the weather was still winterly nasty, we decided to stay inside to make our photos. Everybody agreed with posting them here, but some  wanted to stay unnamend. 
So have a try: who am I? And maybe you even recognize somebody else. Louisa Roseful for example, or Eva
And you see: beeing a longhair does not depend on your hairlength. It depends on having fun with long hair, care and styles. And of course there are some, who already reached superlong lengths.

There are a lot more photos, so stay alert, as there is pretty much to blog here for the next days. 🙂

Die Gruppenbilder noch mal im Detail: / Groupphotos in detail:

Wir haben uns nicht abgesprochen. Aber Petrol gehört zu den dankbarsten Kleidungsfarben, wenn es darum geht offenes Haar zu präsentieren. Der Kontrast ist immer gut und selbst dünnes Haar wird optimal in Szene gesetzt.
Teal is one of the best colours to wear your hair down.
The contrast is always high and your hair looks fuller than on lighter colours.
Das sind auch für Forenverhältnisse SEHR lange Haare.
Goldmarie und Schneewittchen (nicht, dass sie wirklich so hießen)
These are VERY long manes even if you compare it to forum’s hairlengths.
Goldilocks and Snowwhite. Not that they are really called like that.
Tip für schönere Fotos: der Kamerablitz ist ein Freund. Damit bekommt man im Nu Glanz wie aus der Pantene-Werbung. Und glaubt mal nicht, dass die Werbefilmer das nicht wissen..
Tip for better photos: use the flash of your camera. Your hair will look that much shinier, just like in a pantene-ad. And be shure those commercial-guys know of this fact. More light, please!

8. März 2013

3000?!

Ihr seid ja völlig irre!
Wahnsinn! Damit hätte ich nicht gerechnet.
Seit einer Woche ist der Blog nun bekannt und es waren bereits über 3000 Besucher hier. Irgendwann heute Nacht habt ihr die 3000er-Marke überschritten.
Ich schätze also mal, dass ich das hier gar nicht so schlecht mache. 🙂

Als Dankeschön bekommt ihr einen Extra-Post von mir mit Poserfotos. 🙂 Die Bilder sind zwar nicht ganz tagesaktuell, aber ich denke, das stört nicht.

Reste von Flechtwellen plustern etwas auf. Kann man mögen, kann man doof finden, ich stehe da recht neutral zu. Mehr Volumen finde ich grundsätzlich nicht falsch, aber je glatter, desto seidiger natürlich. So wirkt es schnell etwas trocken.
Familienfotos. Haare von vorn gehen nicht ganz bis zum Gürtel, aber fast

Yor are totally crazy! It must have been during the night when you hit the 3000-visitors-mark. My blog is just aboput one week old, I am really astonished.
Thank you so much! I guess that means, that I am doing a good job here, hm? 🙂
As a Thank-You here is an extra-post with some posingphotos. They are some days old, but I don’t thinks, that matters, does it?
The remnants of my braidwaves give my hair both: more volume but also a bit dry look. That’s okay for me, normally you can’t have both: thick looking and at the same time supersilky hair. I like both as it is easy for me to switch from one look to the other.

7. März 2013

Märzlänge

Vor lauter Eingangsposts und Layoutbearbeitung habe ich einen meiner Standards vergessen: den monatlichen Längenpost mit Verlauf.
Also dann jetzt, auch wenn schon eine Woche um ist.
Märzlänge: 98,5cm
Zuwachs von etwa 2cm.
Damit bin ich natürlich sehr zufrieden, zumal es ein kurzer Monat war. Wenn es so weiter geht, habe ich vor dem Ostertrimm den Meter wieder.

98cm mit Duttknicken.

Verlauf 2013. 100,5cm zu 98,5cm

Mich freut, das die Haare am Oberkopf richtig schön glatt und glänzend sind. Der Eisenmangelneuwuchs reicht größtenteils bis in den Schatten des Duttknicks und plustert somit nicht mehr aus Frisuren raus, das ist schon mal super.
Die Spitzen liegen zwar schmaler, aber man sieht finde ich gut, dass sie dichter sind als auf dem Januar-Bild. Auf dem Januar-Bild finde ich sowieso, dass sie zwar schön glatt sind, aber ich mag das nicht so, wenn die so parallel den Rücken runter liegen, lieber etwas gefächert und dann zu den Spitzen hin wieder schmaler.

I almost forgot the monthly length-post! So here it is: better later than never. 
I have now 98,5cm, that means my hair grew about 2cm the last month. And February was short! 🙂
I am quite happy to see, that compared to the January-picture my hair at the crown is straight and silky. The regrowth is now long enough to blend in smoothly. Even though my ends lie more V-shaped on the actual photo, you can see that the bigger cut did its job: the ends look thicker.

4. März 2013

Sonnenwoche

Na, ich hoffe doch! Samstag gab es ja schon mal einen schönen Vorgeschmack auf den angekündigten Frühling.

Zu Besuch bei Mama.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf Licht und Luft, nicht mehr so dicke Jacken und gerne auch offene Haare in der Sonne, weil endlich der Mantel mit der fetten Kapuze nicht mehr so oft gebraucht wird.
Wobei ich ja extra auch einen Wintermantel ohne Kapuze habe, damit ich auch im Winter gut offen tragen kann, wenn ich will. Das ist ein Kaufkriterium gewesen, ohne Witz.

Noch etwa 5-7cm Dip Dye Reste. Was sich nicht verwäscht, wird rausgetrimmt.
Dünnes Haar wirkt leider oft trockener als es ist. Zumindest bei mir.

Such die Pupillen…! 🙂

Noch Fragen, warum Sonne so toll ist?

The forecast says there will be a lot of sun this week. I hope so! Saturday we got a little foretaste of spring, when I was visiting my mother. Can’t wait for winter to be over. No more long coats, no more hoods. 
But in fact I have a wintercoat without a hood, because I want to have the possibility to wear my hair down, even if it is winter. I really took this into consideration as I bought this cloth.

27. Februar 2013

3 Jahre Züchten

Happy Anniversairy to me!

Wie ihr seht, habe ich den Blog nicht erst am 28.02. online gestellt, aber dieser Tag ist der Tag, an dem ich ihn öffentlich mache.

Ich freue mich auf neue und bekannte Gesichter, über Kommentare und Feedback. Es steht euch jederzeit frei zu fragen. Da wir ja aber keinen Thread wie im Forum haben, werde ich die Fragen sammeln und sie regelmäßig in der Rubrik Q&A beantworten.
Und wie es so einem Jahrestag gebührt, habe ich einen Vergleich für euch. 🙂
Februar 2010 mit 73cm (natürliche Struktur) // Februar 2013 mit 98cm (mit Duttwellen)
 103cm waren angestrebt, hätte ich auch haben können, aber ich habe mich ja letztens dann doch lieber für einen Schnitt und eine dichtere Kante entschieden, als auf Biegen und Brechen 30cm in 3 Jahren zu schaffen.
Man sieht den Rest Dip Dye immer noch…
Bilder in Halbjahresabständen
In den ersten beiden Jahren  ging es also auf Länge, dann habe ich mehr oder weniger nur noch die Länge gehalten, um den Haarausfallschäden Herr zu werden. Eine Weile werde ich meiner jetzigen Länge rund um Steiß noch treu bleiben, dann geht es aber auf weiter nach Süden.
Steißlänge ist etwa Ende des Pullis. Die Wellen kürzen minimal ein.
Und sie glänzen schön. Deswegen mag ich das Foto so sehr.
Three years of growing online: looking back. 
In my first year I gained length and learned a lot about haircare and styles. I was really happy.
My second year started pretty nice – and turned out really bad, as my hairloss took away more than the half of my hair. 
My third year was the year of recovering from that massive shed.
Now I have reached tailbonelength, the meter, and trimm and maintain at this length to help my regrowth catch up with the lengths.
26. Februar 2013

Online-Züchten

In meinem ersten Jahr habe ich es direkt über mein Langzeitziel Taille hinaus geschafft. Alles lief rund. Ich lernte enorm viel über Pflege und Frisuren, über flechten mit mehr als drei Strängen, Dutts mit Haarstäben und Forken (bei denen ich zu Anfang nur sehr wenige hübsch fand), ich lernte meine Haare selbst zu schneiden und natürlich auch, wie man das Ganze dokumentiert.

2010
Anmeldung im LHN im Februar, deshalb fehlt das Januarbild.
Start mmit 73cm SSS, Abschluss müssten 81 oder 82cm sein.
Mein zweites Jahr (2011) fing sehr gut an – und ließ dann sehr stark nach. Die Haare waren voll und geschmeidig, ich war auf dem Weg zum Hosenbund. Ein Längenziel, welches ich bei Anmeldung im Forum für unerreichbar gehalten hatte. Klar hatte ich da auch noch was zu meckern (Merke: die Spitzen sind IMMER zu dünn und die Haare sind IMMER zu kurz 😉 ), aber an sich hatte ich sehr schönes Haar. 
2011
Haarausafll in den Sommermonaten.
Von 82cm SSS auf knapp über 90cm.
Ende des Frühjahrs fing der Ärger an. Wegen des Wunsches keine Tabletten mehr zu schlucken, hatte ich im Februar die Pille abgesetzt. Bald darauf fettete die Haut wie verrückt, die Kopfhaut juckte und entzündete sich, eine neue Pflege musste her. Und irgendwie gingen immer mehr Haare aus. Das Hautproblem ließ sich regeln, sodass es nur noch fettig, aber sonst friedlich war und gegen Fett kann man ja bekanntlich waschen. Aber obwohl es nicht mehr juckte, fielen die Haare immer weiter aus. Und immer mehr. Im Hochsommer dann so massiv, dass ich bei 300-400 Haaren am Tag war, sich die Schläfen lichteten, vorn sich ein umgekehrter Witwenspitz bildete (also ein Bereich am Stirnansatz, dort wo der Scheitel ist, der wurde kahl) und ich beim Frisieren gefühlt mehr Haare in der Bürste als noch auf dem Kopf wiederfand. Mein Schmuck wurde zu groß, alles wirkte löchrig. Obwohl ich mich sehr beeilte zu Ärzten zu kommen, dauerte es zu lange, um meinen Schopf zu retten. Ich hatte massiven Eisenmangel und bis der wieder so weit aufgefüllt war, dass der Haarausfall aufhörte, hatte ich über die Hälfte meiner Haare verloren. Die Bilder hier vom Verlauf sind SEHR vorteilhaft, aber zum Haarausfall komme ich wann anders noch mal genauer.
Ich hatte mit Hängen und Würgen Hosenbundlänge erreicht, aber das, was da ankam, war ein Trauerspiel.
Zu meinem Glück ließ sich der Eisenmangel rasch beheben und schon im Oktober konnte ich ersten Neuwuchs sehen. Der katastrophale Zustand der Haare besserte sich sehr rasch. Auch wenn die Dicke natürlich nicht von heute auf morgen wieder da war, so sahen die Haare doch wieder gesund aus – nur eben sehr dünn. Unter dem Mangel waren sie einfach nur grässlich gewesen.
Ich schnitt ein wenig ab, ansonsten trug ich die Haare fast ausschließlich im Dutt. Der war zwar auch klein, sodass ich fast sämtlichen Haarschmuck gegen zwei Nummern kleineren austauschen musste, aber ich schaffte es, mit der neuen Haarsituation mich so zu arrangieren, dass ich immer noch hübsche Frisürchen tragen konnte. Hätte ich radikal abgeschnitten, ich hätte kurze dünne Haare statt langer dünner Haare gehabt. Damit hätte ich nichts kaschieren können.
2012
Erreichen des Meters im Sommer, ab dann Zuwachstrimmen.
Dip Dye im November, im Dezember schon verwaschen, aber bis dato noch ganz leicht sichtbar.
Mein drittes Züchterjahr fing blöd an und hörte dafür umso besser auf. Im Frühjahr konnte ich wieder einen vergrößerten Zopfumfang feststellen. Die Hare wuchsen schnell und gut, ich hatte den Hosenbund mit 92cm erreicht und war auf dem Weg zum Meter, Steißlänge. Und dann fielen die Haare wieder aus. Glücklicherweise habe ich das sehr schnell bemerkt, denn nach dem großen Shed vom Vorjahr hatte ich immer ein Auge auf den Füllstand meiner Bürste. Wieder zum Arzt, alles abgeklopft und schließlich stand die Diagnose: androgenetischer Haarausfall. Ich habe ein Haarwasser dagegen bekommen und das Problem ließ sich damit lösen. Meine Haare wurden dabei nicht dünner, sondern haben die Dicke gehalten. Der Eisenmangelneuwuchs wuchs so massiv nach, das von ihm genug da war um aufzufüllen, obwohl der androgenetische HA wieder Umfang geklaut hatte. Als der dann aufhörte stieg der Zopfumfang wieder. Ich kam von 5cm August 2011 und habe mich bis heute wieder auf 7,5cm vorgearbeitet und es fehlen immer noch Haare, die nicht im Zopfgummi sind.
Den Meter habe ich erreicht und nach einem größeren Schnitt vor drei Wochen derzeit wieder knapp unterschritten (98cm jetzt). Insgesamt habe ich seit Erreichen des Meters schon 13,5cm gekappt, um nun die Dicke aufschließen zu lassen. Seit dem behobenen Eisenmangel fallen nur noch sehr wenige Haare aus. Außerdem war mein drittes Züchterjahr auf jeden Fall das mit dem schnellsten Haarwachstum von 1,5-2cm pro Monat.
Ja und nun bin ich hier und starte in mein viertes Jahr mit meiner eigenen Langhaarseite.  Einen Post speziell zu mir gibt es noch, dann habe ich mich genügend vorgestellt und es geht an die Basics des Züchtens und das Tagesgeschäft. ;).

Three years of growing my hair online. 
2010 was all nice: I reached my longtermgoal waistlength and learned a lot about haircare and style, I even learned to cut my hair on my own.
2011 started so good and turned out so horrible. In spring my hair looked perfectly smooth, thick and healthy. Of course I used to think, that it was to thin, but a hemline is NEVER thick enough. 😉 Compared with what was coming, I had really beautyful hair. Late spring, early summer I started to shed my hair. Even though I was really fast at the doctor’s, it was too late to save my mane: severe irondeficiancy stole more than the half of my hair. As I got supplements the hairloss stopped. But more than 50% of my thickness was gone. I recoverd really fast and pretty soon my hair started to look good again – thin, of course, but again shiny and smooth. Under the deficiany it always looked terrible. 
2012 I started with almost hiplength and grew till tailbonelength, the meter in my case. I reached this goal in summer and since then I am trimming and maintaining. In spring I had a new shed: this time caused by androgenetic alopecia. But I quickly saw the doctor and the problem could be fixed and bigger damage could be prevented.
Now 2013 after a bigger cut auf 5,5cm I am at 98cm and still maintaining around the meter. The thickness is growing downwards, but I still need a lot of patience. I came from 5cm ponytailcircumference in summer 2012 and am now again at 7,5cm.

Die Anfänge des Wahnsinns


Nach drei Jahren gut protokollierter Züchterei, habe ich bereits eine recht beachtliche Strecke hinter mich gebracht auf dem Weg zu langem Haar. Ich hatte zweimal mit Haarausfall zu kämpfen, einmal davon wirklich massiv, sodass ich nicht so weit bin, wie ich es hätte sein können. Insgesamt habe ich die Rückschläge aber gut überstanden, sodass ich jetzt wieder an einem Punkt bin, an dem ich meine Haare sehr mag, auch wenn immer noch Schäden deutlich zu sehen sind – wenn ich will, dass man sie sieht. Sonst nicht. 
Wie alles begann: Kleinkind bis Grundschüler
Geboren mit dunklem Haar, das dann ausfiel, wuchs mir alsbald ein honigblonder Schopf mit leicht gewellten Spitzen, der aber rasch abdunkelte und zu etwas geschnitten wurde, was als praktischer Topfschnitt bekannt ist, auch geläufig als Prinz Eisenherz oder euphemistisch: Pagenkopf. An der Länge tat sich nicht viel, denn „Schneid ab, dann wachsen sie schneller!“.  Ihr seht, ich habe mir mit einer Gardine geholfen, um ein bisschen wie Rapunzel zu sein. Ein schwarzes Tuch zum Schneewittchensein gab es auch.
Teenager von etwa 12 bis 15.
Mit Beginn der Pubertät hatte ich mich genug emanzipiert, um meine Haare wachsen zu lassen. Auch der Pony sollte verschwinden. Als ich zum Angleichen ging, verpasste man mir wieder einen Longbob, statt des gewünschtes V-Cuts und ich weiß jetzt noch, wie ich mich im Wohnzimmer auf der Couch gewälzt und geheult habe, wegen dieser unterschiedlichen Interpretation von „Bitte einmal den Pony zum Rest angleichen!“  Wie man mir den abgeschnittenen Pferdeschwanz noch vorgehalten hat und ich so sprachlos war (etwas, was bis heute selten vorkommt), dass das große Geheule erst zu Hause angestimmt werden konnte. Nun, es wuchs nach und mit konsequentem Nichtschneiden hatte ich zur Konfirmation (drittes Bild) immerhin wieder etwas, was die meisten Menschen als lange Haare durchgehen lassen.Dass ich oft langweilig mit meiner Frisur aussah, lag wphl weniger an den Haren an sich, als vielmehr an meiner fraglich Vorliebe für beige T-Shirts.
Auf dem Weg in die Volljährigkleit, Ziellänge klar definiert.
Seit ich denken kann, habe ich mir Haare bis zur Taille gewünscht. Und nach dem Malheur des Ponyangleichenlassens war ich vorsichtig geworden und ging nur noch sehr selten zum Frisör. Was gut funktionierte. Meine Haare waren gesund, schon damals habe ich nur selten geföhnt, brav Shampoo nur für den Kopf und Spülung für die Längen verwendet und Olivenöl hab ich auch ab und zu reingematscht. Auch damals habe ich schon mit der Bastelschere (!) am Schreibtisch in der Sonne gesessen und mir den Spliss einzeln rausgeschnitten. Welch Aha-Erlebnis, als ich vor 3 Jahren das LHN fand und dort ein ganzer Haufen Leute war, die das auch taten und dafür sogar einen Namen hatten : S&D (Search&Destroy).  Ebenfalls schon damals habe ich meine Haare gemessen, allerdings mit einem Lineal, das ich am Hinterkopfscheitelwirbel angesetzt habe und dann mit einer Haarsträhne dran hochgehalten habe. War ein erhebendes Gefühl vom 30cm Standardlineal auf das 50cm Megateil zu wechseln.
Ich war ebenfalls schon irre gnug, um meine Mutter um Längenbilder vor und nach dem Frisör zu drängen (endlich ein V-Cut, wie ich ihn haben wollte! Ertse beiden Bilder).
Mein Traum waren taillenlange Locken zum Abiball. Und ich wusste ja, dass Locken einkürzen. Also habe ich wachsen lassen. Leider kam meine liebe Freundin auf die glorreiche Idee mein ach so ödes Straßenköterblond (!!! Hallo? Wie toll sehen die Haare denn bitte auf den vorher-nacher-Bildern aus? Wo sind die langweilig? Okay, Jahrtausendwechsel, ja, ich verstehe schon. Es waren bunte Technofrisuren in…) aufzupimpen und schenkte mir zum 17. Geburtstag blonde Strähnchen aus der Drogerie. Wir haben Haubensträhnchen gemacht. Eine der schlimmsten Torturen, die ich meinen Haaren je unterzogen habe. Ich habe bitter bereut.
Abiballhaare. Gibt leider keine großen Bilder davon.
Obwohl die Strähnchen (eigentlich fast das komplette Deckhaar) bald anfingen unten nur so wegzubröseln, dass ich mit meinen Splissschnitten gar nicht mehr hinterher kam, habe ich es geschafft bis zum Abiball knapp Hüftknochenlänge zu erreichen, was gelockt immerhin Midback ausmachte.
Anfang des dritten Lebensjahrzehnts: Studentin
Dann war das Ziel erreicht, das Studium und ein neuer Lebensabschnitt begannen und die Haare wurden auf APL bis BSL gekürzt und durchgestuft, gesträhnt (diesmal von jemandem, der das konnte) und für die nächsten Jahre war ich glücklich mit unterschiedlichen Strähnchen und/oder Undercolor rund um APL bis BSL eben. Mal blonder, mal brauner, mal rötlicher. Einen Pony habe ich auch angetestet, weil ich den immer an anderen so schön fand, aber wie ihr seht, war das nicht so das Wahre. Meine Frisörin hat ihn mir aber schnell wieder angepasst. 
Willkommen zurück Naturhaarfarbe, auf zu mehr Länge!
Dann kam der Wunsch nach langem Haar wieder. Also nach Taillenlänge. Und es war klar, dass ich nur eins haben konnte: gefärbte und blondieret Haare oder längere Haare. Also habe ich über eineinhalb Jahre immer wieder die Haare angleichen lassen bis ein so weicher Verlauf entstanden war, dass ich rauswachsen lassen konnte.
Damals noch stark angeschrägte Seiten, die ich aber sehr mochte. Es gab noch ein Tönungsintermezzo mit braun, das mich zu blass machte, aber ansonsten schön war und dann war es auch schon 2010 und auf der Suche nach Tips bin ich im web am LHN hängen geblieben. Und hab mich festgelesen. Was ein bisschen so war, als würde man plötzlich seine Familie finden. So viele Leute, die Spliss einzeln rausschnitten und ihre Haare vermessen hatten. Ich war fasziniert und hochmotiviert. Mit 73cm nach SSS meldete ich mich an und es sollte sehr bald Erfolge zu verzeichnen geben.

Here you see my personal hair-history before I found the onlinecommunities to grow my hair with.
I always wanted long hair, but as a child I was not allowed to. Shorter hair was easier to manage – for my mom. Later I grew it out and felt much better with it. Once I had an accident at the hairdresser’s, as I wanted to have my bangs fit to the length. I meant an U- oder V-cut, but what I got was a bob. That was a lot of crying. Than I let my hair grow till the end auf school as I wanted long locks at promnight. A goal I reached. 🙂 With the beginning of my life as a student I made a cut to APL or BSL and let my hair dye with highlights and lowlights and an undercolur. I stick to this hairstyle for a few year and than I started growing again, longing for waistlength. I had a good hairdresser who helped me bring my dyed hair in line with my natural hair colour as I already knew that I could not have both: length and dyed hair. The last picture shows my hair pretty close before I joined the langhaarnetzwerk. Somehow BSLish, healthy and layerd. I liked the look and still do.