9. Oktober 2013

Dünnes Haar lang und schön! – Basics

*please scroll down for translation*

Ihr Lieben, die letzten Wochen waren bei mir unglaublich voll gepackt. Vielleicht erinnert ihr euch? Ich arbeite im Verlag. Und was ist diese Woche? Buchmesse. 🙂 Außerdem haben die Kollegen und ich einen neuen Prospekt auf den Weg gebracht, aber das wäre dann eher was für den Mai-Gloeckchen-Artwork-Blog. Beizeiten.

Nun bin ich also „wieder da“ und kann ein paar liegen gebliebene Dinge – und somit auch Blogposts – angehen.

Starten wir also endlich mit dem Monatsthema:
Dünnes Haar lang und schön! 

Some of you might already know this pic: It was taken last year with a ponytailcircumference of around 6 to 6,5cm.
Though the lengths were thicker than, than they are now.
It’s one of my favourite „thinhair pics“. And you might recognice the place from the last post’s photo. 🙂

Zu Anfang möchte ich ein paar Basics und allgemeine Tipps zusammenstellen, die helfen können mit diesem nicht ganz einfachen Haartyp besser zurecht zu kommen.

Begriffsklärung
Feines Haar: Das einzelne Haar ist sehr fein und zart im Gegensatz zu rauem bis grobem dickem Haar.
Lichtes Haar: Der Kopf ist nicht (mehr) dicht bewachsen, man kann die Kopfhaut durchsehen.
Dünnes Haar muss weder fein noch licht sein. Es bedeutet, dass der Zopfumfang, das Gesamtvolumen geringer ausfällt.

Was man individuell als dünn empfindet, kann sehr variieren. Nur grob: in unseren Breiten hat der durchschnittliche Pferdeschwanz  etwa einen Umfang von 7cm, wenn man dem LHN glauben darf. Typische Probleme mit dünnem Haar treten bei Zopfumfängen ab etwa 6,5 bis 6cm und darunter auf. Wer starken Taper hat, hat zwar das Transparenz- und Kantenproblem, Pflege und Frisierbarkeit werden davon aber nur wenig beeinträchtigt.


Typische Probleme bei dünnem Haar
* Die Schnittkante braucht häufigere Trimms, um stabil zu bleiben, wenn man sich für eine ebensolche Kante und gegen Fairytaleends entscheidet.
* Die Frage nach „mehr Länge oder mehr Kante“ stellt sich wesentlich früher, also bei kürzeren Längen als bei dickerem Haar.
* Die Längen wirken schnell transparent, will heißen man kann die Kleidung darunter durchscheinen sehen. Besonders bei hellen oder kontrastreichen Kleidungsstücken.
* Am Oberkopf entstehen bei nicht sehr ordentlichem Frisieren schnell Kopfhautblitzer.
* Nicht mehr taufrisch gewaschenes Haar lässt sich praktisch nicht kaschieren. Das geht bei dickerem Haar noch bedingt, weil das Deckhaar oft noch fluffig ist, obwohl die Unterwolle schon nicht mehr ganz so schön ist. Bei dünnem Haar gibt es praktisch keine Unterscheidung zwischen Deckhaar und Unterwolle.
* Der Oberkopf wirkt schnell platt.
* Bei kürzeren Haarlängen (BSL und kürzer) können die typischen Langhaarschmuckstücke selbst in den kleinsten Größen zu groß sein. Beispielsweise fertigen viele Hersteller nur Stäbe und Forken regulär ab 5″. Kürzere Längen sind Spezialanfertigungen, Custom Orders.
* U-Pins sind für Dutts oft zu lang.

Aber: hey!Sollte man dünnes Haar deshalb lieber abschneiden? Unsinn. Denn dann hat man immer noch dünnes Haar. Nur eben kurzes, dünnes Haar. Wobei es natürlich stimmt, dass die Schnittkante dann voller ist. Wer darauf viel Wert legt, kann somit tatsächlich von kürzeren Längen profitieren.

Macht das Beste draus! – Tipps:
* Was an Dicke fehlt kann durch Länge kompensiert werden. Je länger das Haar, desto größer die Dutts. Man braucht aber SEHR viel mehr Länge, um Volumen aufzubauen. Dünnes Haar hat „nicht mehr kleine“ Dutts bei Haarlängen ab Taille bis Steiß etwa, je nach Haar und Taper.
* Kugelige Dutts wie Kelte und LWB werden vergleichsweise klein bei dünnem Haar. Vorteilhafter sind flächige Frisuren wie ein Centerheld oder ein Braided Beehive.
* Tricksen! Duttkissen, Parandis, Tressen, Perfect Pony… es gibt mehr als man meint. Für Tressen empfehle ich Lilith Moon, die aus ihrem ansonsten sehr fedrigem Haar mit ihren Clip-ins wirklich grandiose Frisuren zaubert.
* Wenn ihr föhnt, föhnt über Kopf. Das gibt mehr Stand (aber bitte vorsichtig und nicht heiß!)
* Flechtwellen werden bei feinem Haar schnell wie gekreppt. Parandiwellen dagegen sind schön groß und weich.
* Einfarbig dunkle Kleidung aus einem glatten Material ist euer bester Freund. Darauf liegen die Haare am besten und wirken am vollsten (siehe Foto oben).
* Wenn Dutts wegen noch zu wenig Länge/Volumen nicht halten wollen, probiert es noch mal mit Basiszopfgummi.
* Wenn die U-Pins zu lang sind, kneift sie einfach ab! Ein paar Nagellacktröpfen auf die Enden und fertig. Damit habe ich sehr lange, sehr gut friseren können. Und manchmal nehme ich die jetzt noch.

bobbypin / shortened U-pin / normal U-pin / scroo (screw)
With thin hair you better work with the first  and second guy.

* Überpflegt eure Haare nicht. Leichte Öle sind besser, damit nichts schwer und pappig wird: Arganöl oder Brokkolisamenöl sind zwei gute Beispiele. Von Olive und Avocado würde ich abraten, es sei denn, ihr habt nicht nur dünnes sondern auch SEHR pflegehungriges Haar (zum Beispiel, weil ihr blondiert habt).
* Wascht so oft es nötig ist. Herauszögern ist bei dünnem Haar fast unmöglich. Um die Haut nicht zu stark zu reizen, verwendet milde Shamppos und wascht eher lau als heiß. Sollte tägliches Waschen die Haut zu stark beanspruchen, könnt ihr sie vor der Wäsche cremen oder ölen.
* Friseure schneiden gern Stufen „für mehr Volumen“ in dünnes Haar.  Damit erreicht ihr einen leichten, fedrigen Look, das platte Herunterhängen wird dadurch abgemildert. Aber natürlich büßt man dadurch Haarmasse ein. Für Freunde von Dutts und Zöpfen ist so ein Haarschnitt bei dünnem Haar daher gar nichts. Und natürlich auch: je mehr an den Seiten oder am Deckhaar weg geschnitten wird, desto weniger kommt unten an, wenn es um mehr Länge geht. Nicht umsonst hassen viele Haarzüchter ihre Stufen regelrecht und sehnen den Tag herbei, wenn sie endlich raus getrimmt sind. Ich bin da nicht so. Wenn es ums Offentragen geht, finde ich Stufenschnitte meist sehr schön. Ich würde aber selbst aus gerade genannten Gründen keinen haben wollen, weil mir so ein hübscher Look für offenes Haar meine geliebten Frisuren versauen würde. Ich habe selbst quasi „natürliche“ Stufen durch den Haarausfall und die sind schon nervig genug. Aber manchmal eben auch ganz nett, wenn es um ein paar neckische herausbaumelnde Haarsträhnen geht. Aber der Gart ist schmal zwischen „neckisch“ und „Frizzkopp/-zopf“.
* Ein weiterer Friseurtipp: toupieren oder über Rundbürsten föhnen. Funktioniert, keine Frage. Allerdings ist dünnes Haar meistens auch gleichzeitig sehr empfindlich. Heißes Föhnen und toupieren würde ich keinem Haartyp empfehlen, wenn es um langes Haar geht, aber am allerwenigsten jemandem, der schon so fragiles Haar hat.
* Blonde Highlights sind ebenfalls gern empfohlene Friseurmaßnahmen. Auch hier: ja, das bringt den erwünschten Effekt: durch die Highlights bekommt das Haar optisch mehr Tiefe, zudem plustern sich blondierte Haare ein bisschen auf (weil sie aufgeraut sind) und man erhält dadurch mehr Volumen. Ist das Haar außerdem sonst sehr glatt, wird es griffiger. Bei „griffig“ schrillen bei mir allerdings sämtliche Alamrglocken. Das ist eignetlich immer mit einer Beschädigung der Haaroberfläche verbunden. Bei kurzem bis halblangem Haar ist eine sanfte Blondierung eine Option, sehr empfindliches Haar kann daran aber schon scheitern. Wollt ihr langes Haar länger als APL oder BSL, so stellt Blondieren keine wirkliche Option dar. Seid ihr dagegen mit kürzeren Längen zufrieden, dann passt das. Es gibt wenige Ausnahmen, die langes Haar ab Taille abwärts auch über Jahre erhalten können, obwohl sie blondieren. Aber ich kenne nicht eine Ausnahme dabei, die von Natur aus dünnes Haar dabei hätte.
Föhnen, toupieren, blondieren, ansprayen: das bringt alles einen gewissen kurzfristigen Effekt. Mittel- bis langfristig macht man sich damit aber die Haare kaputt.
* Volumen vorzutäuschen ist eine Möglichkeit. Eine andere ist, den Haartyp noch zu betonen. Das beste, was man aus dünnem, langen Haar machen kann, ist ein ästherischer Look. Finde ich. Zart und elfenhaft. Etwas, was mit dickem Haar nur sehr schwer bis gar nicht zu erzielen ist. Also macht eure Schwächen zu euren Stärken. Kombiniert zarten Schmuck, Kleidung mit Chiffon oder Spitze, lasst ganz bewusst Haare locker aus der Frisur fliegen.
Dünnes Haar ist in vielerlei Hinsicht etwas anspruchsvoller im Handling, aber nicht per se weniger hübsch.

Wie ihr also vielleicht schon bemerkt habt, bin ich gar kein „echtes Dünnhaar“. Durch meinen Taper sehen die Haare in den Längen ziemlich dünn aus, aber am Oberkopf ist es noch guter Durchschnitt. Nichts desto trotz weiß ich ganz gut, wie man mit wirklich dünnem Haar umgehen kann, hatte ich nach dem schlimmsten Haarausfall doch eine längere Zeit mit nur 5cm Zopfumfang zu hadern. Und das ist dünn. Der Zopfquerschnitt entspricht dem eines 1ct-Stücks.

Der nächste Post zum Thema wird nicht so lange auf sich warten lassen, wie dieser hier.
Liebe Grüße, Mai

So here we are to start with this month’s topic:

Thin hair, long and beautyful!


At first, what is thin hair?
Don’t be mistaken: fine hair is not automatically thin. Thin describes the overall volume, the ponytailcircumference. Fine describes the thickness of one single hair. You can have thick hair even though your single strands are finde.
What you consider to be thin is very individual. But don’t cry over an average ponytail, please. 🙂 Here in middle Europe the average ponytailcircumference is about 7cm if we can trust the LHN surveys.
Typical thinhair problems occur at 6,5 to 6cm and lower. I fyour hair tapers a lot, you might regard it as thin too and you have similar problems concerning transparency and your hemline, but when it comes to care and styling, taper is not such a big deal.

Which problems are typical for thin, long hair?
* Your hemline needs to be trimmed more often if you decided not to have fairytale ends.
* You will be confronted much earlier with the question „More length or neat hemline?“ than those with thicker hair.
* Lengths become transparent very easy, especially with white or contrasting clothes.
* When styling your hair not super neat there will easly occur some extra parts on your head, where you can see the scalp.
* There is almost no way to hide hair that is not freshly washed.
* The crown area looks flat very quickly.
* With shorter lengths around APL or BSL even the shortest hairtoy sizes can be too large. For example, the most hairstick brands sell sticks not shorter than 5″. If you want less length you need to make a custom order.
* U-pins are often too long for buns.

But hey, let’s make the best of it! Here are my tips:
* If you lack volume, more length can help. The longer the hair, the bigger the buns.
* Ball-like buns look rather puny, but something flat like a braided beehive or a centerheld can form great hairstyles.
* Feel free to add some extravolume with helping gadgets: donuts, parandis, clip-ins, perfect pony… there is much you can use. I highly recommand Lilith Moon who shows on her YouTube channel what you can make with rather short and feathery thin hair, when you work with clip-in-extensions.
* Blow dry overhead. If you blow dry at all. That gives more volume at the roots. But please: no heat! Only warm air.
* Braidwaves can look crinkled on thin hair. Better use a parandi to create bigger, smooth waves.
* Wear dark smooth (I mean slippery like leather or silk) clothes, when you wear your hair down. See picture at the start.
* If your buns don’t stay in place, because they are to small to have a firm hold, add a scrunchie at the base. Usually that helps a lot.
* Don’t overdo it with your haircare. Use light products. Brokkolissed- or arganoil are good choices but better stay away from olive- or avocadooil, they are much to heavy for thin hair. Except your hair is thin AND needs a lot of carre. E.g. because your hair is bleached or so.
* Wash as often as neccessary. There is almost no way in prolonging your washingcycle. If your scalp doesn’t like daily washing, take care of it with pre-wash oils or creams. And wash with only warm and not hot water.
* Many hairdressers recommand a layerd haircut. They are right and wrong at the same time. Layers create a feathery, light look, something beautyful with thin hair, if you ask me. But of course layers create no volume, they cut it away. So if you like buns and braids, layers can be really annoying. And when you want to grow your hair to longer lengths, layers deminish the amount of hair, that can reach down to the end. So layers are very ambivalent. I like the look of layered hair, worn down, but layerd hair in a braid is nasty. A thin braid becomes superthin when you add  (substract…) layers.
* Many hairdresser also recommand teasing your hair or blow drying it over round brushes. Please, no teasing! It damages you hair a lot and you won’t be happy with it very long. Same for hot blow drying and styling. That’s something for the special occasion but nothing for every day.
* Blonde highlights are something similar to layers: they look good and work fine on thin hair. Highlights create more texture and the bleached blonde hair is  more volumous than the rest. Because… it is damaged. So for the moment blonde highlights look great. On the long run, they can ruin your hair. Only very few longhairs have bleached blonde hair and can maintain it over years. And I remember none of them who have bleached blonde thin hair. So you might consider that when you aim for APL or BSL. But longer length are hard to impossible to archieve with thin, bleached hair.
* To create more volume is one thing. The other is to embrace your natural hairtype and to make the best of it as it is. Thin, long hair can look ethereal, fragile and elvenlike. Maybe this is something for you? In combination with fabrics like silk, chiffon or lace you can create a look thickhair-heads can only dream of.

Next time you read me, I will come with some examples.

But you already see: I am no „real thinhair“. My hair tapers a lot due to my hairloss history, but on my head my hairthickness is average. Nevertheless I have enough experience with really thin hair after the biggest shed, when my circumference was at its lowest with only 5cm. That was really thin but I learned to deal with it.

Best wishes,
Mai

15. September 2013

Flechtwerk – Unsere Pflegeroutine

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung da Markennennung.

Neuer Monat, neues Thema!
Heute zeigen wir euch mit Flechtwerk, wie wir unsere Haare pflegen. Wir, das sind Nessa (sehr dickes, kräftiges, glattes Haar auf Mitteoberschenkel-Länge in hellbraun), Zoey (lockig-welliges, dickes, fast schon drahtiges Glänzehaar auf klassischer Länge mit Hennalängen bei mitteltoniger Naturhaarfarbe), Bobbly  (hüftlange mitteldicke Wellen in Hennarotbraun), Lenja (glattes, feines, naturblondes Seidenhaar mit geringem Zopfumfang und Fairytalenends auf dem Weg zum Steiß), Wuscheline (klar definierte, dichte Locken bei weichem Haar etwa auf BSL in natürlichem Rotbraun) und ich (mitteldichtes, durch Haarausfall stark ausgedünntes blondbraunes Haar mit unentschiedener Struktur zwischen noch glatt und schon wellig).

Und, Mai Glöckchen, machst du viel Bohei?
Ich finde nicht, aber ich vermute Erika Mustermann würde einmal stöhnen ob das Aufwandes, den ich für meine Haare betreibe.
Während meiner nun etwa dreieinhalb jähreigen „Züchterkarriere“ habe ich etliches an Pflegepridukten durchgetestet. Einiges klappte gut, andres weniger.

 

Was ist neu, was ist geblieben?

 

Neu bei mir zu Haus sind Shampoo-Bars. Da reite ich wohl auf der allgemeinen Welle rund um dieses selbstgemachten Shapoostückchen mit. Meine sind von Princess aus dem LHN. Ich verwende Hairtlicious (das ist das grüne, kräuterige Shampoo) habe aber noch Creamy und Almond Kiss hier. Letztere noch nicht verwendet, da sie reichhaltiger sein sollen und selbst Hairlicious für meine Feen manchmal schon zu schwer ist, wenn ich zum Beispiel vorher gekurt habe.
Diese Shampoo-Bars verwende ich nun bei 90% der Wäschen. Überzeugt hat mich, dass ich damit saubere Haare habe aber keinen Frizz. Normalerweise habe ich entweder das eine oder das andere, wenn ich mit normalen Shampoos aus Drogerie, Supermarkt oder Apotheke wasche. Und am wichtigsten: meine Kopfhaut ist entspannt. Die zickt und juckt ja leider sehr schnell. Wichgtig bei den Bars ist aber auf jeden Fall das Ausspülen. Bitte gründlich, sonst bleibt gern ein leichter Belag. Die eine Minute mehr nehme ich mir morgens aber gern.
Mir gefällt außerdem, dass ich ein handgemachtes Produkt verwende mit hochwertigen pflanzlichen Inhalststoffen ohne Plastikmüll drum herum. Das nur am Rande.

Für die übrigen 10% der Wäschen habe ich noch ein paar alte Flaschen mit diversen Shampoos hier. Am liebsten verwende ich nach wie vor mein Bübchen Kindershampoo. Mild, aber reinigt gut. Gegen eine Ölkur kommt der Hairlicious bei mir nämlich nicht an.

Bei Conditionern bin ich nicht so wählerisch. Hauptsache er überpflegt nicht  und es riecht gut. Derzeit habe ich verschiedene Garnier Ultra Doux /Garnier natural beauty Condis hier und brauche auf. Den Vanille-Condi kennt ihr schon, er ist allein schon vom Geruch her einer meiner Lieblinge. Wenn der Condi mal nicht reichhaltig genug wasr, gibt es danach ein Leave-in und alles passt wieder.

Leave-ins verwende ich vier verscheidene, je nach Bedarf. Zum Einen pures Öl (da wechsle ich zwischen Monoi Tiare Vanille, alverde Haaröl und normalem Kokosöl), das kommt rein am Tag vor der Wäsche, dann können sich die Haare schön vollsaugen und sind nach der Wäsche weniger trocken.
Zum Anderen eine Mischung aus Rosenwasser, Orangenwasser Monoi-Tiare-Vanille-Öl und Vanille Condi. Damit glätte ich störrischen Frizz und mache Flechtzöpfe geschmeidig. Und es duftet!
Dann wäre da noch das Maiglöckchen Bodyspritz von Heymountain. Es ist meine Sofortlösung bei offenem Haar, das fliegt und trocken wirkt.
Und zu guter Letzt: Moroccan Oil, eine Mischung aus Arganöl und Silikonölen. Ich verwende es, wenn ich vorsätzlich offen tragen möchte, also zum Beispiel bei Forentreffen oder auf Feiern. Damit lassen sich die Haare hinterher VIEL besser auskämmen. Und sie liegen länger geschmeidig.

Kuren besitze ich keine fertigen. Ich rühre selber an aus Öl, Condi und etwas Wasser oder auch Aloe Vera. Ordentlich einmatschen, einflechten und über Nacht einwirken lassen.Am nächsten Tag mit einer CWC-Wäsche ausspülen. Kein Extrashampoo für die längen nötig.

Unumgänglich ist für mich Kopfhautpflege. Ich verwende nach wie vor jeden Abend mein Antihaarausfalltonikum, das mit viel Isopropanol nicht gerade hautfreunlich ist. Somit habe ich zum Einen meinen selbstgerührten Kopfhautbalsam, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn die Haut wirklich empfindlich ist, zum Anderen eine von einer lieben Blogleserin angerührte Probe einer Kopfhautbutter (Danke noch mal dafür!), die ich ab und an verwende, wenn ich meine, es könnte auch einfach mal wieder mehr Pflege auf die Haut. Und dann ist da noch mein basisches Haarwasser, das ich immer dann verwende, wenn die Kopfhaut Talggriesel ausbildet. Nach Anwendung lösen sich die Griesel leicht und das Jucken hat nahezu sofort ein Ende.

Allgemeines
Waschfrequenz: Ich wasche jeden oder jeden zweiten Tag, je nach dem, wie es so aussieht. Seltener geht nicht wegen des Haarwassers, das wird pappig und unangenehm. Unter der Woche mache ich Scalpwash, am Wochenende wird komplett gewaschen, meistens in der Badewanne, einfach weil ich gerne bade. Klar kommt dann auich ds Badewasser an meine Längen und die dümpeln da auch ziemlich lang drin rum, aber das müssen sie abkönnen. Meine Wochenendwanne lasse ich mir nicht nehmen. Und wenn ich meine, das die Haare da nicht drin rumschwimmen sollen, drehe ich mir einen Dutt mit meiner Corian-Forke und wasche dann erst am Ende.
Waschmethode: Scalpwash: Shampoo only, Komplettwäsche: CWC
Rinse: immer kalter Abschlussguss. Saure Rinsen trocknen bei mir aus, Glanzspülungen überpflegen und strähnen.
Leave-in: nach Bedarf und immer vor der Wäsche
Kopfhautpflege: nach Bedarf
Kuren: selten, nach Bedarf
Sonst so: selten S&D, da kaum nötig, Zopfschoner für Nachts (das ist echt für Fortgeschrittene, schön ist anders. Es soll schon Männer gegeben haben, die angesichts von Häubchen und Co. geglaubt haben die Beziehung neige sich dem Ende zu – und ein bisschen kann ich das verstehen), vorsichtig kämmen, schonende Frisuren

Das alles ist für mich so eine Routine geworden, dass es mir sehr unaufwändig erscheint. Hier einmal runtergeschireben ist es aber doch echt viel.
Die wichtigste Weisheit lautet auch für mich aber immer noch:

Es ist nicht so wichtig, was du mit deinen Haaren machst.
Wichtiger ist, was du nicht mit ihnen machst.

Ich föhne seltenst (und wenn dann auf niedrigster Stufe mit viel Abstand), glätte nicht, färbe nicht, reiße nicht, toupiere nicht, verwende nur hochwertigen Haarschmuck und gut verarbeitete Werkzeuge, benutze nur sehr selten Haarspray und bin auch sonst vorsichtig mit meinen Haaren.

Die beste Pflege nützt mir aber nichts, wenn meine Haare ausfallen. Die, die ich habe, sind weich und schön. Aber ich habe eben viele verloren. Deshalb beschäftige ich mich kaum mit meiner Pflege, die läuft so nebenher. Wichtiger ist für mich, meinen Körper so fit zu machen, dass er keinen Grund mehr hat, sein Haupthaar abzuwerfen.

Nächsten Monat wird es verwunschen: 
Im Oktober  werden wir Mädels uns ins Zeug legen und euch 
Märchenfrisuren 
präsentieren.

Klar, dass wir alle Rapunzel lieben, aber die Gebrüder Grimm, Disney, die guten alten Tschechen und Co. haben noch viel mehr schöne Prinzessinnen mit tollen Haaren im Angebot. Nur Disneys Schneewittchen, mit der wird hier wohl keine mehr warm… 😉

New month new Flechtwerk-topic!
This time, Nessa, Zoey, Wuscheline, Lenja, Bobbly and I talk about our haircare routine.
For me it is really a routine, I don’t think much about it. It matters more to me to prevent future hairloss, because without hair there is nothing to care about, right?:)
Nevertheless I am involved in hair care too of course. As my hair has thinned a lot and is rather  fragile, it is important to nurish it but not to overdo it because it easily becomes flat and somehow oily even if it is freshly washed.
The most important wisdom right at first:
Nothing of what you do with your hait is as important as what you DON’T do with it.
That means: handle with care, be nice, don’t use chemicals or heat and protect your hair from damage.

Okay, what do I do, what do I use?
At the moment I am part of the LHN-hype about solid shampoo bars. Mine are from Princess, thank you darling! 🙂 They work pretty nice for me: soft, clean hair but no frizz and best ingredients. What do I want more? They are a bit different to the handling you might be used to from liquid shampoos, but that’s a question of routine.
If I want a deeper cleanse I still cling to my Bübchen Kindershampoo, e.g. for washing out an oil treatment.

Conditioners vary. At the moment I have different sorts of Garnier Ultra Doux here and I simply decide from the fragarance. Cnids have to be light for my hair. If they are too light I fix that with a bit of leave-in afterwards.


As a leave-in I use different oils, a selfmade mixture of rosewater, orangewater, vanilla-coconut-oil and condi (the smell is perfect!) or even a silicon hairoil when I want to wear my hair down.

For deeper treatments I am still very happy with my mixture of oil, condi and water or aloe-vera).

As I use my anti-hairloss tonic daily and with isopropanol in it this is not very friendly to my skin, I have to care for my scalp. Mostly with my aloe balm or with my alcaline hairtonic.

I do almost daily scalp wash and once per week I wash completely following the CWC routine. I rinse afterwards with cold water and before every complete wash I give my length an extra oiltreatment.

So that’s it. Much ado about nothing? Maybe. But for me it is all routine, as I already said. And it is neccessary. Without that my hair would be much shorter and probably even much thinner than it actually is due to more hairloss and brakeage. So it is longer than average even though its condition is not the bes,  I think I did a good job till now. 🙂

Next month Flechtwerk will go enchanted:
On October 15th we will present
faiytale hairstyles
to you.


So read you soon, best wishes, 
Mai

15. Juli 2013

Flechtwerk – Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung da Markennennung.

Hallo zusammen!
Neuer Monat, neues Flechtwerk-Thema. Und nun auch zum ersten Mal mit vergrößerter Runde.
Folgt den Links, um zu den Beiträgen von haartraumfrisuren, growbeyondyourlimits, Nixenhaar, Wuscheline, und Waldelfentraum zu gelangen.

In meinem Fall sehenh die fünf unverzichtbarsten Dinge so aus.
Mein Bübchen Kinder Shampoo geht einfach immer. Ich habe noch andere Shampoos mit denen ich abwechsle, aber das Bübchen Shampoo ist jetzt seit über 2 Jahren das einzige, welches ich wirklich regelmäßig nachkaufe, weil es für mich funktioniert. Allergikerinfo: Gibt es im Übrigen seit Neustem (oder zumindest seit einer Weile) auch ohne Kamille.
Bei Conditionern bin ich ehrlich gesagt gar nicht so wählerisch. Da könnten auch drei, vier andere auf dem Tisch liegen. Der Vanille-Condi ist es deshalb geworden, weil er einfach so unheimlich gut riecht. Und weil er eben auch zu denen gehört, die tolle Haare machen. Ein eher leichter Condi, also schön für alle, die ihre Haare nicht zu sehr beschweren wollen, aber trotzdem in den Genuss von Glanz, Glätte und guter Kämmbarkeit kommen möchten.
Bei beiden, Shampo und Spülung hätte ich aber in entsprechende kleine Fläschchen umgefüllt, um nicht das ganze Gewicht der (fast) vollen Flaschen tragen zu müssen.
Das Pumpfläschchen, das aussieht, als wäre es leer, enthält tatsächlich Haaröl. Schön klein, gut zu dosieren. Bei Ölen mag ich am liebsten das Monoi Vanille, auch wieder wegen des Geruchs und weil es gut einzieht (was ich nicht für die Urlaubstasche wählen würde, weil es fest ist und ich die Dosierung von festen Ölen immer etwas sauig finde). Brokkolisamenöl istz ebenfalls ganz weit vorn und das, was tatsächlich in dem Fläschchen ist, ist derzeit einfach das alverde Haaröl, was eine Mischung aus verschiedenen Ölen ist. Funktioniert, ist günstig und leicht zu beziehen, bei Pflege bin ich ja gerne bequem.
Dann noch ein schwarzes (passt zu allem) sehr elastisches Haargummi, das nicht zu dick ist. Damit kann ich sowohl eine Zopfbasis machen als auch einen Flechtzopf abschließen.
Und meine wasserfeste Forke aus Corian. Realtiv schlicht und unaufdringlich, passt zu fast allen Farben im Kleiderschrank und ist wie gesagt wetter- meer- und poolfest. Corian ist ein sehr strapazierfähiges Material aus dem sonst auch Küchenarbeitsplatten hergestellt werden. Meine habe ich von der lieben Copperwaves (LHN) bzw. Aries (NagaiKami), die mittlerweile auch einen eigenen Dawanda-Shop für ihre Forken hat.

Nur fünf Sachen auszuwählen war wirklich sehr, sehr schwer, aber so sieht man dann doch auch ganz gut, was uns wirklich wichtig ist. Tatsächlich komme ich nicht unter zehn Dingen davon.
Denn es fehlen auf dem Bild noch mein Haarwasser gegen den androgenetischen Haarausfall, ohne das gehe ich nirgendwo hin, Absetzen kommt derzeit ja einfach nicht in Frage. Dann fehlt noch mein Zopfschoner für die Nacht, aber das ist tatsächlich für wenige Nächt zu verkraften 😉 und es fehlen ein paar Pins, mindestens ein Silikonhaargummi und eine Ficcare in einer neutralen Farbe (Honey Marble in der Regel), weil das Türkis des Corians ja nicht zu allem passt.

Die gezeigten fünf sind aber die absolute Grundausstatten. Für den Fall von überstürzten Abreisen, Treckingtouren, wo jedes Gramm zählt, plötzlichen Krankenhausaufenthalten oder ähnlichem.
Wenn ich noch weiter reduzieren müsste, würden wohl nur Shampoo, Spülung und Forke übrig bleiben.
Aber da ich bisher nicht vor hatte den Jakobsweg zu gehen oder etwas in der Art zu unternehmen, werde ich wohl auch in Zukunft eher 10 bis 15 statt 5 Haardinge mit in den Urlaub nehmen.

Wir bleiben der Zahl 5 treu, sodass ihr euch im August auf folgendes Thema freuen dürft:

5er-Zopf-Variationen

Ein Klassiker unter Langhaarzüchtern, möchte ich behaupten. Ich freu mich schon. Mein letzter 5er-Zopf ist lange her.

New month, new Flechtwerk.
This time it is about our 5 must-haves when we go to holidays – or elsewhere. 🙂
To pick only 5 pieces was the hardest part. In my case I never leave the house overnight with less than 10 hairrelated items. But here we are, my 5 things af highest importance.
My Bübchen Kindershampoo, as it always works for me. The vanilla conditioner because it makes my hair all nice and has such a nice scent. A tiny bottle of hair oil. This time it is the cheap but always working version from the drugstore, alverde hair oil. Then a black elastic for braids and a waterproof hair fork from my fellow longhair Copperwaves from the LHN (or Aries as you might know her from NagaiKami).
That’s it. 

No it is not. As I already said, infact I „need“ more. My silk tube for my sleeping braid, at least one or two ficcares, my hairtonic and so on. But okay, we said „take 5“ and so I chose 5.

We cling to this number so that I can introduce next month’s topic to you: 
5stranded braid variations. 
That’s somehow classical among longhairs I would say.

27. Juni 2013

Inspirationen für feines bzw. dünnes Haar

Motivation ist alles. Beim Sport, im Job, beim Aufräumen – beim Haarezüchten.
Ich bin schon länger bei Pinterest und sammle dort auf verschiedenen Pinnwänden Inspirationen zu verschiedenen Themen. Eine meiner Pinnwände

 „fairy hair

ist nur für eher dünnes, feines Haar gedacht.
Schöne Haarbilder schauen ja eigentlich alle Langhaarzüchter gerne an. Überdurchschnittliche Längen beindrucken, Big-Hair-Volumen macht viel her. Mit eher dünnem Haar wird es aber sofort schwieriger. Nicht nur das Styling, sondern eben auch gute Inspirationen zu finden ist nicht so einfach. Klar, mit mehr Haar hat man es leichter, wenn man auf Länge gehen möchte: es kommen ja einfach mehr unten an.
Aber dünnes Haar ist nicht per se schlechter. Es hat eigene Ansprüche, aber oft auch eine ganz eigene zarte Ästhetik, die ich – mittlerweile! – sehr schätze. Manchmal bin ich klar neidisch auf die vollen Mähnen, die man so findet. Aber für solche Momente habe ich mir diese besagte Pinnwand angelegt, um mir (und euch) zu zeigen, wie schön auch sehr feines, um nicht zu sagen dünnes Haar sein kann.
Growing your hair long when you have a thick, helathy mane is easy. The best a d simplest advice is: just don’t cut it. But if your hair is rather thin (and I mean really thin, about 5 to 6cm ponytailcircumference, not thin compared to hairstyles you see on TV or advertising), growing your hair is much more difficult. You will probably need much more time, because trimming is needed, when you don’t want a fairytaleend look, but a  neat hemline. To make thin hair look good there are some tricks and advice I want to share with you. And, I have a pinterest board for you, if you look for inspiration. 

Kurze Begriffsklärung: 
Feines Haar bezieht sich auf das einzelne Haar, wie zart es ist. Mit feinem Haar, kann man dickes Haar also einen dicken Zopf  haben, wenn man sehr viele davon hat.
Dünnes Haar bezieht sich auf das Gesamtvolumen, also ein dünner Zopf. Das geht sowohl mit feinem, als auch mittlerem, als auch dickem Haar.
Mir geht es hier hauptsächlich um dünne Haare, also wenig Volumen. Die allermeisten dünnen Schöpfe sind aber gleichzeitig auch fein und leicht, deswegen verwende ich hier beide Begriffe. 
Thin hair and fine hair is a difference. Fine hair means th thickness of one single hair. If your hair is fine but you have a lot of it, you can still have a thick braid. Growing long is rather easy.
Thin hair means, that your braid is thin. Most thin braids are at the same time made of fine hair, but there are also people with thick hairstrands and a thin braid.
Here I talk aboput thin hair, so thin braids, because that is what makes all the difference. 

Meine eigenen Haare Sommer 2014 mit 80cm Länge und knapp über 5cm Zopfumfang

Wenn man selbst (sehr) dünnes Haar hat, helfen ein paar Dinge, um das Beste rauszuholen.

Setzt euch realistische Ziele!
Mit vollem, kräftigem Haar ist das Langzüchten vergleichsweise einfach. Wachsen lassen und nicht (zu oft) schneiden reicht da bei vielen. Mit solchem Haar kann man gern von Steißlänge oder dem Klassiker oder  sogar noch mehr träumen. Dünnes Haar braucht mehr Trimms, um beim Wachsen die Schnittform und Kantendicke zu halten. Dadurch dauert das Wachsenlassen länger. Ihr könnt auch so runter wachsen lassen, aber das wird sehr schnell transparent und nicht alle mögen diesen „Fairytaleends-Look“.
Setzt euch deshlalb lieber kleine Ziele: Erst mal BSL. Oder erst mal: 5cm mehr als jetzt! Wenn ihr dann mehr schafft, dann freut ihr euch um so mehr. Wenn ihr aber direkt auf Hüftlänge oder mehr abzielt und es einfach nicht klappen möchte, kann das sehr frustrieren. Für die meisten Trägerinnen mit sehr dünnem Haar ist APL eine wunderbare Länge, die sie gut erreichen und erhalten können. Gut gepflegt geht auch BSL meistens noch. Taille dann noch, wenn das Haar nicht stark tapert. Und eben mit viel, viel Geduld. 🙂
Be realistic!
If you grow your hair online you see so many gorgeous superlong manes, thick  and volumous. Don’t compare with them. Superlengths are really difficult for thin hair. Better reach for a nice APL or BSL look and than be happy when you even reach waistlength or hiplength. That feels much better than being disappoited, because clissic length doesn’t look as you wanted it too.

Vielen Dank an Thari! Ihr Haar ist etwas über 90cm lang bei einem Zopfumfang von 6-6,5cm.

Macht eure Haarstruktur nicht zu einer Schwäche, sondern zu einer Stärke!
Filigranes Haar wirkt filigran gestylt noch besser. Es gibt süße Haarspangen, die wie Blättchen oder Zweige aussehen. Lasst absichtlich ein paar lose Strähnen heraushängen, macht Dutts und Zöpfe nicht so fest, sondern leichter, lockerer, sodass die Härchen das Licht einfangen können. Stylt luftig und locker (ich bin da selbst nicht so die Könnerin, aber wenn man kann, dann sieht es echt toll aus!), gern etwas fedrig.
Embrace your hairstructure!
Well yes, thick hair is wonderful. But thin hair has it’s own beauty a thick mane never can have. Thin hair is ethereal and fragile, braids are intricate. Maybe you can style your hair a bit messy to catch the light in the thin strands floating around your face.

Ein bisschen schummeln schadet nicht!
Wenn ihr euch nicht bei diesem filigranen Typen wiederfindet oder das einfach nicht euer Ding ist: versucht mit Clip-ins, Duttkissen, Parandis oder anderen Haarteilen etwas nachzuhelfen, um mehr Volumen aufzubauen. Bitte nicht toupieren, zarte Haare verzeihen das nicht gut.
Feel free tot cheat a bit!
You won’t hurt anybody. 🙂 If you don’t feel like loving that fragile look or maybe that is really not matching to your overall appearance, then try to pimp your volume. Why not? There are parandis, bun donuts, clip-ins or other extensions. But always use hairfriendly methods. Thin hair is fragile and needs to be pampered.

Besten Dank an Lady Amalthea (LHN). Wunderschönes, naturblondes Seidenhaar  auf Steißlänge rund um den Meter bei 6,5cm ZU.

Vielleicht eine andere Haarfarbe?
Wieso? Na, siehe oben. 😉 Gerade helles Blond wirkt sehr ätherisch, rotblond ebenfalls, kräftige Rottöne machen die Haare zu etwas Besonderem. Blondttöne sehen per se immer etwas volumiger aus, als dunklere Töne, besonders wenn sie leicht gesträhnt sind, da dies optisch Struktur verleiht. Außerdem sieht man bei hellem Haar Kopfhaublitzer nicht so schnell. Dunkle Töne wie Braun, Schwarz oder manche (insbesondere in kühlen Nuancen gfärbte) Rottöne sind schwieriger, da die Kopfhaut schneller sichtbar wird.
Dünnes Haar ist im Vergleich zu vollen Mähnen oft eher unscheinbar. Eine auffälligere Farbe kann da aber wahre Wunder bewirken, um sich etwas „sichtbarer“ und eben besonderer auf dem Kopf zu fühlen.
Also blondieren?
Nicht unbedingt. Bei relativ kurzen Längen kann der Effekt sehr schön sein, wie gerade beschrieben. Bei längeren Längen ist eine Blondierung aber besonders für zarte Haare nicht empfehlenswert, ähnlich wie beim Toupieren. So zerbrechliches Haar verzeiht das nicht. Hier muss man also für sich nach einem Kompromiss suchen aus optimaler Länge und optimaler Farbe, wenn man von Natur aus – so wie ich – eher einen mittleren oder dunkleren Ton bekommen hat, der für sich genommen nun weder besonders hell, noch wirklich besonders ist. Ich habe mich entschieden nicht zu blondieren, da ich hoffe, irgendwann wieder mehr Länge erreichen zu können, außerdem mag ich mein haselnussblond ja doch recht gern. Hätte wohl kaum sonst den Blog danach benannt. Sollte ich aber irgendwann mal einen Rappel kriegen, schließe ich helleres Blond für mich nicht aus. Eben auch aus besagten Gründen.
What about another haircolour?
The darker the colour the easier you see the scalp peek through. So lighter colours especially the real blondes are often better for really thin hair. Besides that, extremer colours like brilliant browns, bright reds or light blondes make a rather unimpressive (because thin) hairstyle look much better. That is why many thinhaired girls wear blonde: it looks thicker especially when there are highlights and lowlights to give texture, it is lighter and therefore more visible and it prevents scalp see throughs. 
So bleaching is an option? Well yes and no. It is, but with bleached blonde hair most thin hairtypes won’t grow long. Even thicker hair has severe problemes with bleaching, so keep in mind  that the artificial blonde  is something for shorter lengths. I personally really love blonde ob my head, but bleached I cannot grow it. And I like my own hazelnutblonde. 😉 But blonde would really be an option for me if I decided to maintain on a shorter length.

Besten Dank an Lenja von waldelfentraum.blogspot.de. Sie hat mittlerweile knapp Steißlänge mit Fairytaleends bei einem Zopfumfang von 5cm.

Fairytaleends oder Schnittkante?
Gerade, wenn ihr beschließt das Filigrane zu unterstreichen, könnte eure Frisur sehr von  Fairytaleends (dem Gegenteil einer harten Schnittkante, nämlich spitz zulaufenden Haarsträhnen, schaut mal hier, wenn ihr nicht wisst, was ich meine) profitieren. Das Haar fällt natürlich, weicher und fedriger. Wenn ihr dagegen gern so viel optisches Volumen wie möglich aus euren Haaren heraus holen möchtet, schneidet lieber eine stumpfe Schnittkante. Von Stufen ist bei sehr dünnem Haar abzuraten, da es nur ausdünnt. Bei leicht unterdurchschnittlich dickem Haar geht das noch, da die obere, kürzere Stufe leichter wird und dadurch lockerer liegt und mehr Volumen bringt – optisch – aber bei dünnem, und vor allem gleichzeitig sehr glattem Haar ist eine Stufe dann einfach nur ein Bereich, ab dem noch mehr Haar fehlt. Wenn ihr gern flechtet fällt das besonders auf. Also vorsichtig mit Volumenschnitten! Die sind meist für mehr Haar gedacht und/oder für recht kurze Schnitte geeignet. Dass sie füpr dünnes Haar empfohlen werden. liegt daran, dass die meisten Frisöre (und wohl auch die meisten Kundinnen!) selnbst durchschnittlcihes Haar als dünn empfinden. 7er und 8er Umfänge. Zum Vergleich: ein 5er Umfang ist nur etwa ein Drittel an Haarmenge. 7er und 8er Umfänge werden nur als dünn empfunden, weil die meisten von uns zumindest unterbewusst die Wallemähnen aus Film und Werbung als Maßstab nehmen. Tröstet euch, das sind Extensions, Photoshop und seine digitalen Freunde und eine Armada an Helfern, die dafür sorgen, dass die Haare für wenige Sekunden perfekt aussehen. Tut euch den Gefallen und vergleicht euch nicht damit.
FTEs or hemline?
A hemline makes thin hair look fuller as all the hair reaches down to the tips. Fairytaleends underline the ethereal look. And longer lengths become possible. Don’t go for a „volume cut“. Layered hair is nothing for thin hair. Only exception: when your hair is short, than you can go for it. With longer, thinner hair layers make your braid even thinner and your ends more transparent. Layered looks add visible volume on average or thick hair. In a braid it is all the same: thinner and much more difficult to style.

Lieber einmal öfter waschen und leicht pflegen
Dünnes Haar lässt sich nicht unterteilen in Unterwolle und Deckhaar. Wenn die Kopfhaut fettet, geht das durch. Um locker und fluffig zu fallen, muss dünnes Haar öfter gewaschen werden als dickes. Dickes Haar saugt oft sogar Ölkuren regelrecht weg. Bei dünnem Haar bilden sich praktisch sofort Strähnen. Achtet also auf leichte Pflege, Spülungen, die nicht beschweren und wenn ihr ölen möchtet oder meint zu müssen, dann kurt lieber vor der Wäsche als danach. Leave-ins sind schwieriger bei dünnem Haar. Für mich sind sie die Königsdisziplin bei meiner Haarpflege und wirklich schwer zu treffen. 
Just wash more often.
With thin hair there is no difference between crown hair and deeper layers. If your scalp tends to be greasy your hair will be too in a moment. Thicker hair often somehow absorbs sebum or oiltreatments. But most thin hair doesn’t. The crown is immediately greasy, when the rest started to be no longer fresh. No way of hiding (and especially not with braids like classics! A super no-no for thin hair!).
So I decided to wash on a daily basis or at least every other day, because otherwise my hair is really flat und you can see it become darker with every hour.

Fazit

Dünnes Haar kann also wirklich schön sein, in den meisten Fällen braucht es aber einfach mehr Aufmerksamkeit, um lang zu werden, als durchschnittliches oder dickes Haar.
Im LHN haben wir den Inspirationsthread für dünne Umfänge bei Haarlängen von Taille und länger, da könnt ihr auch gern reinschauen. Ist vielleicht auch noch mal was anderes „echte Menschen“ zu sehen, im Vergleich zu den Profifotos auf Pinterest, die ja doch vornehmlich Models zeigen. Vermutlich. Auch deshalb habe ich ein paar der Mädels aus dem Forum gefragt, ob ich Bilder von ihnen hier einbinden darf. Noch mal besten Dank an euch! Weiter so!
Wie immer: Macht das Beste draus! Habt Freude an euren Haaren. Denn dafür sind sie da. Ein natürlicher Kopfschmuck, wie schon Omas Kreuzworträtsel wussten. Kein natürliches Ärgernis.
Auch ein Bad-Hair-Day sieht besser aus, wenn ihr darunter lächelt. 🙂
Finally:
Thin hair has it’s own beauty and yes, you can grow it long. But you need to be even more careful, more patient and more realistic as those of us have to be who grow average to thick hair. 
Best advice at the end:
The baddest hair day looks much better when you smile. You are more than just your hair. Even your face is much more than the strands around it.
Enjoy your hair! That is its real purpose.

21. Juni 2013

When it’s summertime…

Na, zumindest wenn der Sommer bei uns mal kurz reinschaut, bevor er mit einem „Ätsch, Sommer heißt Gewitter!“ wieder von dannen zieht, dann ist es gut sich zu beschatten.
Mir geht es dabei weniger um Haarschonung (aber wenn das für euch wichtiger ist dann passt das ja auch), als um Hautschutz. Ich finde langes sonnenglänzendes Haar einfach wunderschön. Aber wer einmal einen Scheitelsonnenbrand hatte, der weiß, dass dem Sonnenposieren Grenzen gesetzt sind, und zwar zeitliche.

Zopf mit 2 Tressen.
Braid with 2 clip-ins.

Somit gibt es bei mir im Sommer Hüte. Denn wenn man einen Scheitelsonnenbrand erst mal hat,  braucht man spätestens dann sowieso einen Hut, weil man tagelang weder waschen noch richtig kämmen kann und stattdessen die lädierte Haut mit Salben gepampert werden will. Und auch dann fürchtet man noch, wenn das vorbei ist, mit einer strichförmigen Glatze aus dem Ganzen heauszugehen. Von letzterem habe ich noch nie gehört, dass das tatsächlich passiertaber schmerzhaft bleibt das Ganze dennoch.

When the sun is shining I like to wear hats. Not because of hairprotection (but you can do so too, if you want) but because of skinprotection. I once had a sunburn at my part – and than I had to wear hats over days, because it was such a pain. I could not wash or comb and had to treat my poor scalp with tons of creams and ointments. You can imagine how that looked when I put the hat off.
But after sunshine, there will be rain or so, you know… German summer mostly only does as if it is summer. For a few days.
 

Unter dem Hut seht ihr einen kleinen Teaser hervorblinzenln: ich habe mir Amla gekauft. Die ein oder andere mag die indische Stachelbeere bereits aus der Haarpflege kennen. Ich gedenke aber sie zu essen.
Under the hat you see a little teaser for a coming post: it is amle. Some of you might now this fruit already from haircare. But I want to have a try eating it.

10. Juni 2013

Basische Haar- und Hautpflege

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung da Markennennung.

Hallo zusammen!

Wie ihr hier und hier nachlesen könnt, habe ich mich in den letzten Wochen mit Entsäuerung, dem Säure-Base-Gleichgewicht und basischer Haarpflege allgemein und speziell bei Haarausfall beschäftigt.
Nachdem nun also einige Wochen verstrichen sind, möchte ich euch an meinen Erkenntnissen teilhaben lassen.

Kleiner Teaser am Anfang, damit ihr auch bis zum Ende lest: es gibt wieder selbstgemachte Haarpflege:

Aber zunächst zum kritischeren Bereich, der die Hintergründe betrifft.

Der pH-Wert misst im Bereich von 0 bis 14, ob etwas sauer, neutral oder alkalisch/basisch ist. Der neutrale pH-Wert liegt bei 7,0, das ist der pH-Wert von reinem Wasser. Werte größer als 7 sind basisch, Werte unter 7 sauer. Die Skala ist logarithmisch, das bedeutet: ein pH-Wert von 6 ist zehnmal saurer als der von 7. Ein pH-Wert von 5 ist 100 mal saurer und ein Wert von 4 ist 1000 mal saurer als der von 7. Gleiches gilt für die andere Richtung zum Basischen hin.

Problem 1: Es gibt keine seriös wissenschaftlich medizinische Seite, die die Idee der ach so guten Basen und des bösen „Säureschutzmantels“ der Haut unterstützen würde. Wenn ihr eine Quelle habt: her damit, dann arbeite ich mich da gern noch mal durch. Die einzigen Quellen, die ich gefunden habe, sind Seiten wie diese: 1. 2. 3. usw. Ausschließlich heilpraktische Seiten, esoterische Seiten und/oder Seiten, die basische Haarpflege verkaufen. Das senkt ganz enorm die Glaubwürdigkeit.

Problem 2: Die Kausalzusammenhänge, die auf den heilpraktischen Seiten aufgestellt werden, sind nicht schlüssig.

Argument 1: Der Mensch  wächst 9 Monate im Mutterleib in basischem Fruchtwasser heran. Nie wieder ist Haut so zart und weich, wie nach der Geburt. Deswegen ist eine basische Umgebung für die Haut optimal.
Gegenargument: Die Haut ist auch nie wieder so empfindlich (außer sie wird krank). Besonders bei Babypflege wird ausdrücklich pH-hautneutrale (pH 5,5) Kosmetik/Pflege empfohlen, um die Haut nicht auszutrocknen. Im Mutterleib atmen und essen wir auch nicht. Trotzdem sind das Dinge, die man unbedingt machen sollte, wenn man geboren worden ist. 😉 Auch das Argument, dass ja das Meer basisch wäre, als Ursprung allen Lebens, lässt sich spätestens ab dem Moment nicht mehr halten, ab dem uns einfällt, dass wir kein Salzwasser trinken.

Argument 3: Vor 50 Jahren noch lag der durchschnittlich Haut-pH-Wert bei 6,2 und nicht wie jetzt bei 5,5. Gleichermaßen haben Allergien und Hauterkrankungen zugenommen. Unsere zivilisatorische Lebensweise hat zu einer Übersäuerung geführt.
Gegenargumente: Ein pH-Wert von 6,2 ist immer noch lange nicht basisch. Das ist „weniger sauer“ als heute, das ist korrekt. Vom gesunkenem Haut-pH aber auf mehr Allergien und Hauterkrankungen zu schlussfolgern ist zu leicht. Das ist so, als würde man sagen: im Sommer sind mehr Menschen allergisch als im Winter, das liegt an den gestiegenen Temperaturen. Falsch. Es liegt daran, dass im Sommer die allergenen Pflanzen blühen. Und ja, das tun sie weil es wärmer ist, dennoch ist der Kausalzusammenhang falsch, zu stark vereinfacht. Außerdem hätte ich dazu echt gern die Studie gesehen. Auch hier gilt wie bei Babyhaut: besonders kränkelnde Haut sollte pH-hautneutral gepflegt werden. Quellen: 1. 2. 3 (Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.).
Dass die zivilisatorische Lebensweise zu mehr Allergien und Hauterkrankungen geführt haben soll, das will ich dagegen nicht abstreiten. Allerdings das auf den pH-Wert, der sich dadurch ergibt, zu beschränken, ist wieder zu leicht. Man ist gestresster, schläft weniger, isst unausgewogener etc. Wegen mir verursacht dies mit das Abfallen des pH-Werts. Aber den pH-Wert allein zu nennen, ist falsch.

Argument 4: Der Säureschutzmantel ist eine Erfindung der Kosmetikwerbeindustrie, um uns weiterhin saure Kosmetik unterzujubeln.
Gegenargumente: Wer das behauptet, basische Pflege propagiert und in der Sidebar basische Cremes verlinkt, um sie zu verkaufen, der hat seine Glaubwürdigkeit leider völlig verwirkt. Das ist Messen mit zweierlei Maß. Man darf nicht behaupten es gäbe den Säureschuitzmantel, um saure Kosemetik zu vertreiben? Aber das Basische hoch zu loben, um Basisches zu verkaufen, das soll dann okay sein? Sehr zweifelhaft.
Außerdem: Warum sollte die Kosemtikindustrie das tun? Ein Produkt basisch zu machen, ist wirklich nicht schwer und auch nicht teuer. Ich vermute sogar, dass es eher umgekehrt läuft und viele Produkte im nachhinein saurer gemacht werden, damit sie verträglicher sind. Wenn das Basische so genial wirken würde, ich bin mir sicher, Procter & Gamble würde alles daran setzen, sich daran eine goldene Nase zu verdienen.

Argument 5:  Es gibt keinen Säureschutzmantel, das saure Mileu entsteht nur, weil der Körper verzweifelt versucht Gifte über die Haut zu entsorgen. In sauren Mileus gedeihen nur Pilze und Bakterien, das macht uns krank.
Gegenargumente: Falsch. Pilze mögen keine saure Umgebungen. Bakterien dagegen schon. Klingt ja auch hübsch eklig: Bakterien und Pilze. Fakt ist, wir müssen die Hautflora unterteilen in erwünschte und unerwünschte (pathogene) Keime. Auch andere Körperregionen sind besiedelt und das ist auch gut so. Am bekanntesten ist diese Mikrosymbiose aus dem Darm. Probiotische Getränke und Speisen machen sich dieses Phänomen werbewirksam zu Nutze (ob das nun wirkt, ist wieder ein anderes Thema). Es gibt auch Medikation, die genau auf soetwas abzielt, wenn die Flora aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Retardkapseln mit E.Coli für den Darm, Kapseln oder Zäpfchen mit Milchsäurebakterien für die Vaginalflora und für die Haut wird darauf geachtet, dass ein pH-Wert gewählt wird, der die guten Keime nicht zerstört. Jeder, der schon mal mit einer Pilzinfektion – egal ob Fuß, Kopfhaut, Körper oder sonst wo beim Arzt gesessen hat, wird gehört haben, dass übertriebene Reinlichkeit hier absolut Fehl am Platz ist, weil man die Hautflora zerstört und Platz macht für die Pilze.

Das war so das Wichtigste. Ich möchte aber noch auf ein paar weitere Punkte eingehen, um das Bild zu vervollständigen.

Behauptung 1: Der Haarboden ist basisch und sehr mineralstoffreich. Er fungiert als Feuerwehr, wenn es irgendwo im Körper brennt. Dann hilft er zu entgiften und leert sein Mineralstoffdepot, um wichtigeren Organen zu helfen. Das wiederum verursacht Haarausfall, weil für die Haare nicht mehr genügend Mineralstoffe da sind und zudem die Kopfhaut übersäuert.
Anmerkung: Der Haarboden ist nicht basisch. Er ist weniger sauer (pH 6 bis 6,2), das ist korrekt. Behaarte Körperregionen sind die am wenigsten sauren Regionen, das stimmt. Was das Mineralstoffdepot angeht, habe ich nichts gefunden. Aber haarige Körperregionen dienen tatsächlich der Entgiftung. Es sind die Regionen mit den meisten Schweißdrüsen. Wenn der Schweiß nicht gut verdampfen oder abfließen kann, dann müffelt es, denn haarige Regionen haben noch etwas gemeinsam: sie sind die am dichtesten mit Keimen besiedelten Hautoberflächen (die Kopfhaut wird nur noch getoppt von den Achselhöhlen). Wenn dort das Mikroklima dann nicht stimmt, dann vermehren sich die Pathogene und das, was da stinkt, das sind die Stoffwechselendprodukte der Bakterien. Was im übrigen auch Buttersäure ist. Und, erinnert ihr euch an den Chemiunterricht? Das stinkt! Und es ist sauer. Aber eine Säure, die nicht direkt von uns kommt, sondern von unsere Mikrosymbionten und -parasiten.

Behauptung 2: Nahrungsmittel können unterteilt werden in säurebildend und basenbildend. Der moderne Mensch isst viel zu viele Säurebildner, übersäuert deshalb und um die Säuren abzutransportieren, bedient er sich auch der Haut.
Anmerkung: Nach wie vor fällt es mir schwer nachzuvollziehen, warum nun manche Lebensmittel Säure bilden und andere nicht. Fakt ist: die Ernährung, die nach Säure-Base optimal ist, deckt alles ab, was andere auf Gesundheit ausgerichtete Ernährungsweisen ebenfalls propagieren.
Viel Wasser trinken, um den Körper zu reinigen. Keine industriell aufbereiteten Lebensmittel. Viel Gemüse, dann Obst und gute Fette, Getreide und Hülsenfrüchte nur mäßig, wenig Milchprodukte (und da am besten auch nur spezielle), wenig Eier und am wenigsten Fleisch und wenn Fleisch dann bitte von Tieren, die vorher so gelebt haben, wie es die Natur für sie vorgesehen hat und nicht, wie es am profitabelsten für den Bauern war. Kein Alkohol, keine Medikamente (Obacht! Keine überflüssigen Medikamente! Dass mir hier keiner plötzlich seine Medikation absetzt ohne Arztrücksprache!).
Kommt uns doch alles schon sehr bekannt vor, oder? Dass das besser ist, als Fastfood ist klar. Und dass es auch besser ist als die übliche Ernährung, die dabei rumkommt, wenn man nach dem Motto lebt: ich koche zwar für mich, aber es muss schnell gehen, deshalb sind es meistens Nudeln mit Soße oder Tieflkühlpizza, das dürfte mittlerweile auch jedem klar sein.
Was die Entgiftung über die Haut angeht: das ist in Ordnung. Fraglich, ob es tatsächlich Säuren sind, die damit abgegeben werden (bzw. das kann ich so nicht nachprüfen), aber dass die Haut wie alle Körperoberflächen dafür da ist Unerwünschtes aus dem Körper auszuschleusen, das ist bewiesen. Körperoberflächen dienen dem Stoffaustausch. Manches soll rein, manches soll raus. Je mehr Mist man isst, desto mehr haben die Organe zu tun, die dafür verantwortlich sind, dass wir auf Klo müssen, denn das ist der wichtigste Weg, um sich unserer Abfälle zu entledigen. Die Haut und Lunge wird da gern noch heran gezogen, um gewisse Entgiftungsprozesse zu beschleunigen. Jeder kennt das: wer gesoffen hat, der hat eine Fahne und der Schweiß stinkt. Ebenso, wenn man krank ist. Und der Gestank nach einer Narkose oder Chemotherapie, also der vollen chemischen Keule, ist fast durch nichts zu toppen.

So. Das ist der Hintergrund.
Nun kommen wir zu meinen eigenen Erfahrungen und Experimenten. 
Ich habe mir pH-Teststreifen gekauft (Apotheke, 2-3€ oder so) mich außerdem im Reformhaus mit ein paar Produkten eingedeckt, die angeblich für einen guten Säure-Base-Haushalt wichtig sind und habe losgelegt. Darunter Jentschuras Meine Base, der 7×7 Kräutertee und Probiergrößen von Wurzelkraft Würzig und Wurzelkraft Fruchtig, ebenso wie dem Morgenstund Frühstücksbrei. Und ein Shampoo von Schoeneberger, basisch, mit Coffein und dem auf mich wohl sehr werbewirksamen Beinamen „Extra Hair“.

Meine Base: Ein Vollbad in basischem Wasser (pH 8,5) soll helfen den Körper zu entschlacken. Ich bade sowieso gern und da ich die Probe hatte, hab ich es mal getestet. Es war ein angenehmes Bad. Wie alle Bäder. Andere VerwenderInnen sprechen von grauen Schmierrändern an der Wanne danach. Kann ich nicht bestätigen. Das Wasser war hinterher etwas trüb, aber nicht grau oder sonst wie. Einfach nicht mehr ganz so durchsichtig. Haut war angenehm, aber auch nicht anders als sonst.
Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht. Billiger geht es mit Totes Meer Salz und Natron. Mit pH-Streifen kontrollieren und gut ist’s. Die in Meine Base feinvermahlenen Edelsteine halte ich für bloße PR. Heilsteine. Nun denn. In dem ganzen Bad ist noch nicht mal 1g Stein drin. Wenn man schon dran glauben will, kann man sich lieber gleich schöne Steine kaufen und sie sich unters Kopfkissen legen. Kommt billiger und ist im Zweifel hübsche Wohnungsdeko.

Bis hier hin, alles sehr ernüchternd.
Und nun. So ganz wollte ich mich von der Idee noch nicht verabscheiden, dass das vielleicht doch irgendwas dran sein könnte. Ich erinnerte mich außerdem an viele Berichte aus dem LHN, dass dort etliche mit basischer Pflege so gut zurecht kommen und für einige mit angezickter Kopfhaut war eine Natronwäsche das Nonplusultra. Und wenn es was Basisches in der Kosmetik gibt, dann eine Natronwäsche.
Ganz so mutig war ich nicht, denn viele andere, die Natronwäschen ausprobieren, berichten von wüsten Filzbällen danach auf dem Kopf. Das wollte ich nun nicht provozieren.

Also habe ich mir ein leicht basisches Haarwasser gemixt.
Rosenwasser (Bio) und eine Messerspitze Natron dazu. Dann solange Rosenwasser nachgekippt, bis der pH-Wert etwa bei 8 bis 8,5 lag (Teststreifen verwenden! Ich hatte zunächst eine viel stärkere Lauge und musste noch gut verdünnen. Besser aber erst mal weniger Natron nehmen. Wenn die Verdünnung nicht stimmt, braucht ihr immer 10x mehr Flüssigkeit, um einen pH-Schritt gutzumachen, wegen der logarithmischen Skala. Mischt ihr 100ml seid ihr also sehr schnell bei einem ganzen Liter.
Das Haarwasser habe ich mir morgens nach der Wäsche auf den Kopf pipettiert. Es waren etwa 5 Pipetten voll, vielleicht auch 6 oder 7.

 

Kaisernatron aus der Drogerie, Rosenwasser von basic, Pipette recyclet vom Haarwasser gegen AGA, braunes Glasfläschechen ebenfalls wiederverwendet von einem alten Apothekenmitbringsel.
Pipette und Glasflasch gibt es somit im Zweifel in der Apotheke.

Und der Kopf war friedlich. Kein Jucken. Aber da war dieses Bedürfnis durch die Haare zu fahren. Und ich bin ständig an etwas hängen geblieben.
Langer Rede kurzer Sinn: mein Kopf hat Zeug abgesondert, das war fast unglaublich. Die ganze Haut war belegt und griesig. Was ich da runter geholt habe, war extrem viel. Abends war ich dann nach über einer Stunde Kratzen „fertig“, sodass sich die Haut sauber anfühlte. Meine Hände dagegen waren schon echt eklig.
Ich habe gebürstet, weil die Haare total pappig danach waren.
Was dabei raus kam, war zum Einen ein riesiger Haarball (nicht anders zu erwarten nach der Kratzerei) und, was erstaunlich war, wirklich wunderschöne Haare am Kopf. Nicht fettig, nicht pappig. Glänzend, flauschig, schön.
In dem Haarball, den ich rausgebürstet hatte, steckten aber ganze Brocken von Dreck.
Als ich das Knäul aus der Bürste geholt habe, war der Tangle Teezer auch so haarlos extrem versifft. Jede einzelne Borste war von oben bis unten umwickelt mit klebrig graubraunem Schmodder. Ich hab das rausgefieselt und hatte am Ende ein Dreckpalett von etwa 5ct-Stück-Größe im Waschbecken.

Direktlink zum Bild, da eklig.

Ich war gelinde gesagt entsetzt.Wo kam das her? Ich hatte keine 12 Stunden vorher gewaschen! Ich wasche meine Haare jeden Tag. Das basische Haarwasser war klar, das konnte es auch nicht sein. Es musste also aus der Haut gekommen sein.
Zunächst war ich nicht sicher, ob ich das nun gut oder schlecht finden soll. Ich habe auch lange überlegt, ob ich das hier schreiben und zeigen möchte, weil es nun mal die Ekelgrenze deutlich überschreitet.

Mittlerweile finde ich es gut.
Seit dem Tag ist das Kopfjucken weg. Es schuppt und grieselt nicht, höchstens mal ganz vereinzelt. Und: es fallen wesentlich weniger Haare aus. Nicht nur in den nächsten zwei Tagen (was sich dadurch erklärt hätte, dass ich am Abend so einen dicken Haarball rausgezogen hatte), sondern bis jetzt, mit nur einem einzigen Ausnahmetag.

Meine Erklärung: Das basische Haarwasser hat tatsächlich einiges an Dreck aus den Poren und auch aus den Folikeln heraus gelöst. Danach konnte die Haut wieder besser atmen, war sauber, porentief, wie man so schön sagt. Dadurch kann sich jetzt wieder das natürliche Milieu einpendeln, denn die Talgdrüsen und Folikel sind frei. Talg und Keime können so abgegeben werden, wie sie es sollen. Es bilden sich keine Grieskörner mehr und keine Entzündungen.
Um dieses Mileu aufrecht zu erhalten, verwende ich nun pH-hautneutrals Shampoo. Sobald ich merke, dass es wieder anfängt zu grieseln, wechsle ich zu basischem Shampoo oder dem angemixten Haarwasser. Permanent so stark reinigen will ich nicht, denn ich vermute, dass es die Haut dann wieder belasten wird. Außerdem könnte es mein Haarwasser gegen den AGA beeinträchtigen, da es dann die Wirkstoffe mit ausschwemmt.

Nun habe ich auch eine Erklärung dafür, wehalb viele in den Foren davon berichten, dass sie nicht lange bei einem Shampoo bleiben können. So gesehen reinigt basische Kosmetik besser, saure Kosmetik pflegt besser. Aber nur eine saubere Haut kann gepflegt werden. Kennen wir alle von Silikonschichten auf dem Haar. Das muss erst runter, bevor man pflegen und nähren kann.Wer mal bei der Kosmetikerin war, der weiß auch: zuerst werden die Poren geöffnet, dann wird gelöst, dann ausgereinigt (idR mit milden Tensiden, also schwachen Basen und auch mechanisch, will heißen mit Peeling, Bürsten oder auch bei großen Unreinheiten klassisch durch Ausdrücken), dann kommt ein Tonic (welches sauer ist und die Poren wieder schließt) und dann die Pflege. Evtl auch erst Pflege und dannTonic. Kann man zu Haus auch nachempfinden.

Kosmetisch geht es also um eine Ballance und da werde ich versuchen das optimale Gleichgewicht zwischen Ausreinigung und Pflege zu finden.
Das Wichtigste ist aber, dass sich im Inneren des Körpers gar nicht erst so viel Mist ansammelt, dass die Haut Probleme mit dem Abtransport bekommt.
Es ist eigentlich so leicht: guckt euch einen bunten Salat an, eine Gemüsepfanne, eine Obstschale. Dann den Inhalt einer Chipstüte, einen Fertigkuchen etc. Woraus möchtet ihr, dass ihr besteht? Wofür ist eure Körper wohl ursprünglich gemacht? Eigentlich reicht es, die Augen auf zu machen und ein paar Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. Man muss nicht wissen, ob etwas sauer oder basisch ist.

Du bist was du isst. Wenn es einen Leitsatz gibt, dem ich absolut treu bleibe, dann diesem.

///////////////////////////////////////////////////////////////////////////

Mein Bandbreitenproblem lässt sich nicht so leicht lösen. Photobucket akzeptiert meine Paypalzahlung bisher nicht. Ich kümmere mich bereits, aber es kann sein, dass ich es jetzt nicht mehr rechtzeitig schaffe und meine Bilder kurzzeitig verschwinden werden. 

Das tut mir sehr Leid, aber gegen technische Probleme, die vom Bilderhost und Photobucket ausgehen kann ich nichts unternehmen, außer mit dem Support telefonieren und das habe ich schon getan.

I experimented with basic haircare. A topic which can cause hot discussions, because some really believe in this theory about acids and bases in the human body, in nutrition and in skincare. Others say it is all esoteric. I came to something in between. Basic haircare can work – if there is a lot of „dirt“ in and on your skin. But after that depp cleansing you should go back to pH skin neutral care, I recommand. 
The nutrition is of higher importance. Whether you call it acid-base or simply healthy and varied – you come to almost the same result. 
Even though there are many arguments against basic haircare I gave it a try and tested an alcaline hairtonic, pH 8 to 8,5.
What can I say? I have never ever seen before so many greasy filth coming out of my scalp. The days after that deep cleansing my hairloss abruptly decreased to a close to normal level, only slightly higher shedding.

It would say, it is worth a try, but it is no miracle cure. The best advice I can give you is to take care of what you eat and what else you put on your skin, so that there is not so much inside you, that needs to be secreted outside again. Every now and than a deep cleansing can be helpful to give your scalp more air, but I doubt that this is something for every day, because a pH of 8,5 ist 1000 time more basic than the normal skin pH of 5,5. And still 100time more alcaline, than the highes pH I found at my research, that can be possible for healthy skin (6,5).

Another problem: I have almost exceeded my bandwidth at photobucket. I already tried to go advanced with a plus account, but photbucket does not accept my paypal transfer at the moment,
So I do my best, but I cannot guarantee, that there will be not short intervall when all my images will be down for a while.

 

8. Juni 2013

Review – Dhathri ayurvedisches Haaröl

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung da Markennennung.

Da ich ja auf einige sehr verbreitete Nahrungsmittel verzichte (allen voran Weizen, Milchprodukte und Industriezucker), kaufe ich gern beim Inder um die Ecke ein: viel Obst und Gemüse, das man sonst nur im Feinkostgeschäft bekommt – aber so viel billiger!
Ein Haarpflegeregal haben sie dort natürlich auch (oh ja, die indischen Zöpfe, wer kennt sie nicht) und vor einigen Wochen stand ich davor und kam nicht umhin besagtes Haaröl von Dhathri einzupacken. 100% natürliche Inhaltsstoffe laut Etikett (naja, fast, aber dazu weiter unten mehr) und etliche davon erkannte ich bereits aus den Foren als gute Haarpflege wieder. Außerdem warb das Etikett mit einer Anti-Haarverlust-Formel, ich war also praktisch gezwungen es auszuprobieren. 😉

So sieht das aus. Im Inneren der Schachtel befanden sich nicht nur die Shampooproben, sondern auch ein richtiger Beipaclzettel, der die einzelnen Pflanzen näher erklärte und außerdem einige „Studien“ angab, laut derer das Haaröl so einiges Tolles wohl bewirken kann:
So soll das Öl gut sein für bzw. gegen diverse Haarprobleme und Problemchen:

Also soll das Haar weicher und seidiger und die Haarfarbe besser werden, frühzeitiges Ergrauen soll aufgehalten werden und Haarausfall reduziert werden, es soll gute Auswirkungen auf den Schlaf haben und es soll Eigenschaften haben, wie ein Conditioner.
Hm.
Weicher? Das kriegt man mit fast allen Ölen hin. Eine sattere Haarfarbe resultiert aus besser gepflegtem Haar, auch das geht mit so ziemlich allen Ölen. Frühzeitiges Ergrauen stoppen? Kann ich nicht nachprüfen.
Haarausfall, siehe unten. „Good effect of sleep“, wenn man das so sagen will! Das Zeug hat einen sehr intensiven Geruch, ätherisch, das hält die Atemwege frei, das glaube ich. Zumal die Empfehlungen lauten eher großzügig mit dem Öl umzugehen.
Conditioning, auch das erzielt man mit fast allen Ölen.

Haarausfall und Ergrauen sind also die Punkte, die das Öl besodners machen. Deswegen gab es dazu dann auch Extrastatistiken.

Zum Haarausfall:

 

Bis zu 80% Verbesserung nach 16 Anwendungswochen. Das sind fast 4 Monate. Es sei deshalb dazu gesagt, dass in dieser langen Zeit natürlich auch einiges anderes passiert sein kan, was den Haarausfall zum Stillstand gebracht hat. Ich habe nachrecherchiert (siehe weiter unten, Inhaltsstoffe) und tatsächlich aber an mehreren Stellen Hinweise darauf gefunden, dass das Haaröl eine ähnliche Wirkung entfaltet wie Minoxidil (Wirkstoff von Regaine). Und zwar komplett: mit Sheddingphase, mit Verbesserung – und mit der Tatsache, dass der HA zurück kommt, wenn man absetzt. Die Sheddingphase spricht dabei ganz eindeutig gegen einen Placebo.

Hier das wirklich schreckliche Diagramm bezüglich der Wirkung gegen Ergrauen beziehungsweise für einen dunkleren Haarfarbton:

Und noch eins, was explizit die  Abdunklung der Haarfarbe veranschaulichen soll:

Es geht also darum, dass das Haar dunkler aussieht. „Improvement“, also Verbesserung heißt hier, dass die Haare schwärzer werden. Indigo ist Bestandteil des Öls, möglich ist das also. Interessant aber, dass für die meisten Inder Haare schöner sind, je schwärzer sie sind, wohingegen hier ja hauptsächlich heller und goldener angestrebt wird. Aber das nur am Rande.

Inhaltsstoffe

Neela Amari (Indigoferra tinctoria): Indigopflanze

Kayyunyam (Eclipta alba): False Daisy (keine deutsche Übersetzung gefunden, „falsches Gänseblümchen“) „A study in rats showed that petroleum ether extracts of Eclipta prostrata decreased the amount of time it took for hair to begin regrowing and to fully regrow in shaved albino rats. The result of treatment with Eclipta prostrata were better than the positive control, 2% minoxidil.[5]“ (wikipedia)

Kattarvazha (Aloe barbadensis): Aloe Vera

Bramhi (Bacopa monnieri): Kleines Fettblatt. Gibt es auch als Kapseln zur Nahrungsergänzung. Multiple Anwendungen. Zellerneuerung, Erfrischung

Chemparathi (Hibiskus roasinensis): Hibiskus. Mehr innere Anwendugen, als Tee bekannt.

Kaidarya (Berga koenigii): Currybaum, wichtigste Passage aus wiki: „Haare: Gegen vorzeitiges Ergrauen wird die gleiche Mischung auf die Haare aufgetragen, zusätzlich zu einem reichlichen Verzehr von Curryblättern. In Kokosöl gekochte Blätter werden als Haarwuchsmittel verwendet.“

Karimbu (Saccharum officinarum): Zuckerrohr

Ummam (Datura metel): Stechapfel. Diverse heilende Verwendungen, hauptsächlich gegen Asthma.

Uzhinga (Cardiospermum halicacabum): Ballonrebe. „Vor allem in der Homöopathie wird die Ballonrebe zur Behandlung ekzematischer Haut eingesetzt. Hierzu wird aus den blühenden Pflanzenteilen eine Urtinktur hergestellt. Diese wird auch zu Cremes und Salben weiterverarbeitet.“ (wiki)

Naruneendi (Hemidesmus indicus): Sarsarparilla. Diverse Verwendungen.

Nelikka (Emblica officinale): Amlafrucht, indische Stachelbeere. Diverse Anwendungen.

Kadukka (Terminalia chebula): Myrobalanen. Diverse Anwendungen. Antibakteriell, antimykotisch, anticanerogen.

Thannikka (Terminalia bellerica): Bastard Myrobalan

Puranakittam (Ferrous oxide): Eisenoxid. Okay, soviel zum thema 100% natürlich… Ob das Eisen wohl durch die Haut zur Haarwurzel durchdringen soll, um einem Mangl entgegenzuwirken? Weiß ich nicht. Bei Eisenmangel gibt man Eisen-Komplexe und kein Eisenoxid. Letzteres ist nämlich schnöder Rost.

Manchatti (Rubia cordifolia): Färberwurzel. Diverse Anwendungen vor allem für die Haut.

Muthanga (Cyperus rotundus): Zypergräser.

Jadamanchi (Nardostachys jadamansi): Indische Narde. Diverse Verwendungen.

Erattimadhuram (Glycyrrhiza glabra): Süßholz. Diverse Anwendungen.

Karpoor (Cinnamomum camphora): Kampferbaum, Kampferlorbeer. Diverse Verwednungen, vor allem für die Atemwege.

Coconut oil (Cocos nucifera). Nein, das musste ich nicht googlen. Kokosöl.  Dient hier als Trägersubstanz und ist außerdem eins der verträglichsten und wirksamsten Haaröle.

Und Milch. Wozu auch immer.

Und noch ein paar Links zu dem Öl komplett.
Die Geruchserfahrungen decken sich mit den meinen…

http://uae.makeupandbeauty.com/dhathri-hair-care-herbal-oil-review/

http://shinedine.wordpress.com/2012/09/10/830/

http://forums.longhaircommunity.com/showthread.php?t=21791

Die L H C kennt es also auch.
Ich habe noch mehr Foreneinträge gefunden.
Die Erfahrungen decken sich: es wirkt ähnlich wie Minoxidil (inklusive der Sheddingphase!), und wirkt nur gegen HA, wenn man es dauerhaft verwendet.
Da es so wirkt (wirken soll…) wie Minox, hilft es auch längst nicht allen Benutzern. Wäre ja auch zu schön. Gegen einen Mangel-Haarausfall kann es also nicht anstinken.
Keine wissenschaftliche Quelle hierzu!

Und nun? Wie waren denn nun meine Erfahrungen?

Bei Zimmertemperatur fest, bei Hauttemperatur flüssig, hellgrün und mit winzigen schwarzen Einsprengseln.

Also: das Öl gehört auf die Kopfhaut, nicht primär ins Haar, das nur vorweg! Wer das Öl in die Längen einarbeitet, kann nicht erwarten, dass die Haarwurzel davon etwas mitbekommt und weniger Haare ausfallen oder das Haar später erst ergraut. 🙂

Geruch: Der war fies. Es riecht ätherisch, schwer, etwas wie altes, gemähtes Gras, das bereits anfängt zu verrotten. Mein Freund antwortete auf die Frage, ob ich sehr stinke mit: „Es geht. Du musst dich ja nicht neben mich setzen.“
Der Gestank war wirklich brutal. Vor allem, am Anfang. In Woche zwei war das Öl evtl. schon so weit abgestanden, dass es nicht mehr so intensiv war. Vielleicht hatte es mir aber auch einfach schon die Nase betäubt.

Konsistenz: Die Basis ist Kokosöl. Dementsprechend ist das Öl bei Raumtemperatur fest und muss erst angewärmt werden, um flüssig zu werden. Da die Flasche schwarz ist, aknn man sie auch bei kühleren temepraturen einfach kurz in die Sonne stellen. Ansonsten auf die Heizung legen. Draufsetzen tut’s auch, wenn weder Sonne da ist, noch geheizt wird. Undaufgewärmt wird es fast unmöglich das Öl aus der Flasche zu bekommen, zumal wenn die Flasche nicht mehr ganz voll ist.

Farbe: Hellgrün mit winzigen schwarzen Einsprengseln, ähnlich ganz feiner Bourbon Vanille. Im Haar farblos.

Effekt: Kein Frizz mehr am Oberkopf, aber eher schon das umgekehrte Problem: etwas platt und wenn ich nicht sehr gewissenhaft ausgwaschen habe (normale Shampoowäsche), wurde es schnell klätschig.
Nach nur 2 Wochen konnte ich keinerlei Auswirkungen feststellen, was Haarausfall und/oder Haarfarbe anging. Aber meine Kopfhaut wurde immer zickiger.
Bei den vielen verschiedenen Pflanzenstoffen hatte ich das fast befürchtet, dass ich gegen eine davon allergisch sein könnte. Ich vermute, das war auch der Grund, weswegen ich Probleme bekam.

Empfehlung: Sehr eingeschränkt. Das, was das Öl tun sollte, nämlich Haarausfall eindämmen, konnte ich nicht testen, weil ich vorher abbrechen musste. Haarpflege war aber auf jeden Fall gegeben. Eine Farbveränderung konnte ich in der Zeit nicht feststellen. Und da ich genau ein graues Haar bisher habe, war auch diesbezüglich kein Effekt zu sehen.
Da das Öl Indigo enthält, welches als Pflanzenhaarfarbe für Schwarz genommen wird, würde ich das Öl auch tatsächlich nur Dunkelhaarigen empfehlen, die gern dunkler werden möchten bzw. nichts dagegen haben, wenn die Haare abdunkeln.

Fazit: War einen Versuch wert, mit knapp 5€ war es auch kein zu großer Verlust. Hat eben nicht geklappt. Ich bin zurück bei meinem Kopfhautbalsam auf Aloe-Basis und fahre damit gut (bzw. ich habe mein selbst angerührtes Programm noch erweitert, aber dazu demnächst mehr).
Es war interessant mir die unterschiedlichen Pflanzen anzusehen und zumindest mit der False Daiy werde ich mich noch mal eingehend auseinander setzen, da es eben wirken soll wie Minoxidil.

Translation in brief:
As you see, I tested Dhathri ayurvedic hairoil. As the photos of the instruction leaflet show the English texts, you can see, what this oil is supposed to do: anti hairloss, anti premature graying, improvement of haircolour, conditioning, soft und silky hair. I checked the ingredients and found severel very intersting aspects which could explain how the oil (the oils in fact) work: indigo is also known as a natural haircolour for dark brown and black. False daisy could prevent or cure hairloss similar to minoxidil. 
I had to stop my experiment in week 2, unfortunately, because I got an allergic reaction. With a treatment consisting of so many ingredients that was probable. *sigh* So I cannot tell you whether it works against hairloss or makes your hair darker. But I can tell you that it makes your hair soft und silky – something you can achieve with almost any oil. I would only recommand it to people with dark hair, because of the indigo. And be warned: it smells like hell!

********************************************************
Heute ist det letzte Tag, um an meinem Gewinnspiel teilzunehmen 
und damit vielleicht ein eigenes Langhaarportrait zu gewinnen!
Morgen wird ausgelost!
Viel Glück!
 
********************************************************

 

16. April 2013

pre-wash conditioner oil treatment

Über Haarpflege schreibe ich ja verhältnismäßig wenig – was nicht etwa heißt, dass ich wenig Aufwand betreibe, leider nein, sondern dass ich schlicht nicht zu den Pflegejunkies gehöre. Viel Pflege zählt für mich mehr zu den notwenigen Übeln. An sich bin ich faul und kann all dem Cremen und Ölen und Shampoonieren und Spülen und so nicht viel abgewinnen. Ich hätte gern ein Shampoo, eine Spülung und Feierabend. Für diesen eitlen Wunsch lachen mich meine Haar aus. Mein Haar ist empfindlich und will am liebsten die ganze Zeit umsorgt werden. Nun denn. Ich will es lang, also entspreche ich seinen Ansprüchen.

Heute zeige ich also eine meiner liebsten Anwendungen: wie der Titel schon sagt, eine Kur aus Conditioner und Öl, die vor der Wäsche angewendet wird. Sehr einfach, günstig und kaum Aufwand für einen guten Effekt.

I don’t talk much about haircare – not because I won’t do a lot, no, unfortunately not. It is simply that I am no haircare junkie. Haircare is necessary and that’s it. I am a lazy guy when it comes to oiling, and creaming, and rinsing and conditioning… and would be very happy with one shampoo one conditioner and then go. My hair laughs at me and my naive daydream about that. It is fragile, it wants to be pamperd all the time. Well, I want it long, so I do what it wants from me.
Today I show you one of my favourite treatments: as the titel anounces it is a pres-wash treatment made of conditioner and oil. Pretty simple, cheap and does its job.

 

Einen Klecks Conditioner mit etwas Wasser verrühren, bis die Flüssigkeit homogen ist.
Ein Schlückchen Öl dazu geben. Es muss kein Olivenöl sein, aber Olive klappt gut und eigentlich jeder hat es zu Haus. Von allen Haarölen gehört es außerdem zu den günstigstens.
Wieder verrühren, bis die Flüssigkeit glatt und gleichmäßig ist. Bei genauem Hinsehen seht ihr winzig kleine Öltröpfchen.

Mix conditioner with water till it is homogenous.
Add the oil and mix again. The liquid looks all smooth and even. With a closer look you see tiny, tiny oildrops.

Warum nicht einfach nur Öl oder nur Conditioner?
Nein, die Frage müsste lauten: Warum nicht einfach nur Wasser?
Es geht darum Feuchtigkeit ins Haar zu bekommen. Feuchtigkeit ist Wasser. Nur vom Wasser allein werden die Haare aber nicht weniger trocken, ist einmal alles verdunstet.
Nur Öl macht das Haar zwar geschmeidiger, aber Feuchtigkeit bringt es nicht mit.
Nur Conditioner reicht für sehr gesundes um nicht zu sagen für nicht so langes Haar. Conditioner hat sowohl leichte reinigende Wirkungen (wesentlich schwächer als Shampoo aber i.d.R. genügend, um eine Ölkur auszuwaschen), als auch pflegende. Wir kennen das: mit Conditioner ist das Haar nach der Wäsche viel besser kämmbar als ohne.
Der Conditioner dient hier als Emulgator. Er verbindet Öl und Wasser (nicht vollständig, man sieht immer noch kleine Fettäuglein). Öl und Wasser können somit zusammen ins Haar einziehen, was einen wesentlich besseren Effekt erzielt als nur das eine oder nur das andere.

Why not use only oil or only conditioner?
Wrong question. Better: why not only use water? 
What you want is moisturing your hair and water is the pures moisture you can get. But we all know that with only water your hair will be as dry as before (or even dryer) when all dampness evaporated.
Only oil makes the hair softer but not moist.
Only conditioner maybe sufficiant for very healthy as to say not so long hair. Conditioner does both: a soft cleansing and smoothing care. You know: your hair is much easier to comb after wash, when you have used conditioner.
Here the conditioner serves an an emulsifier. It mixes oil with water (not everything because there still remain tiny droplets of oil), so water and oil can draw into the hair together which makes a much better effect than both components alone.

Ich wende diese Kur einmal pro Woche an. Jeweils am Vorabend vor der Komplettwäsche (an den anderen Tagen mache ich Scalp-wash)  tränke ich damit das gesamte Haar ab Ohrhöhe abwärts. Am nächsten Morgen wasche ich ganz normal mit einer kompletten CWC-Wäsche aus.
Das ist eine Kur für mäßig strapaziertes Haar. Zum Beispiel einfach für sehr langes und somit altes Haar, das auch ab und an mal offen getragen wird. Für sehr gesundes Haar kann die Kur zu viel sein. Für sehr strapaziertes und/oder sehr grobes Haar kann das bei weitem nicht ausreichen. Ihr könnt das an eure Bedürfnisse anpassen, indem ihr die Menge von Öl und Condi variiert. Je mehr Öl, desto reichhaltiger und pflegender, aber eben auch umso höher die Gefahr von strähnigem Haar.

I do this treatment once a week in the evening before my weekly complete hairwash (the other days I do scalp wash) and soak my hair with it all the length from my ears downwards. The next morning I do a normal CWC-wash.
You can vary how rich this treatment should be depending on the needs of your hair. The more oil you add, the richer it gets. Coarse hair, hair with damage and very long hair (because it is old) needs more oil, than shorter, healthier and/or finer hair.

Merken

10. März 2013

selbstgemacht: Kopfhautbalsam

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung da Markennennung.

Und damit eröffne ich eine neue Kategorie: selbstgemacht.
In diesem Fall: selbstgerührt.
Ich bin ein großer Freund von bequemen Lösungen und schätze somit fertige Shampoos und Conditioner in Flaschen sehr – einfach aus Faulheit. Manche Produkte rühre ich mir aber mittlerweile lieber selber an, einfach weil ich damit individueller auf die Bedürfnisse meiner Haut und meiner Haare eingehen kann.

We start with a new label: „selbstgemacht“ which means: DIY. In this case it is my personal skin- and scalptreatment.

Was ich euch heute zeige, ist mein heiliger Gral der Hautpflege.
Ich habe sehr empfindliche Haut, die auf alles, was ihr nicht passt, mit Rötungen oder Jucken oder Pickelchen oder Schuppen oder Spannungsgefühl oder einfach ungesundem Aussehen reagiert. Gern auch eine Kombination aus allem. Besonders empfindlich sind dabei mein Gesicht, mein Rücken und – meine Kopfhaut.
Und nur eine gesunde Kopfhaut ist eine gute Kopfhaut. 🙂 Schließlich soll dort das geliebte Haupthaar sprießen. Meine Haut fettet eher schnell und somit muss ich normalerweise alle zwei Tage Haare waschen, für die Optik sogar besser täglich. Wenn ich das Haarwasser verwende – so wie jetzt – muss ich täglich waschen, weil es pappt. Um der Haut Feuchtigkeit zurück zu geben und auch um das Haar am Ansatz extra zu pflegen (das Haarwasser pappt zwar an, aber Isopropanol als Trägersubstanz ist sehr scharf und austrocknend), verwende ich diesen Balsam, den ich auch für alle anderen empfindlichen Hautpartien nutze und der sich auch schon bei allergischen Reaktionen und Sonnenbrand bewährt hat.

I have very sensitive skin and this balm is my ultimate answer to every inconvenience. It helps against red spots, itching, allergic reactions, sun burn and/or dandruff. But actually it is just a very simple back-to-the basics moisturizer.

Was ihr braucht:

Aloe Vera Gel –  40 Pumpstöße / 40 times pressing on the dispenser of aloe vera gel
Öl der Wahl – ca. 15 Tropfen / 15 drops of your preferred oil
Propolispulver – ca. 4 Spatel (ganze bis halbe Spatelspitze bedeckt) / 4 whole spatulas of propolis
Dexpanthenollösung – ca. 10 Tropfen / 10 drops of dexpanthenol solution

Außerdem:
mindestens eine Pipette, besser zwei
Spatel (ein kleiner Löffel tut es auch)
leere Cremedose (in meiner war mal eine Baleaprobe)
Mörser (nicht zwingend, geht aber besser mit)

Gibt es alles in der Apotheke zu kaufen. Der Mörser ist mit 6-8€ dabei das teuerste.
Einfach alles verrühren, fertig.

Everthing availabel at the pharmacy’s or in a supermarket or drugstore. Just mix all ingredients and it is done.

40 Pumstöße Aloe Vera Gel

Aloe Vera Gel verwende ich schon lange. Es ist super bei Hautreizungen, kühlt, beruhigt und spendet viel Feuchtigkeit. Mein Aloe Gel ist von dm. Nicht 100% rein, aber leicht zu beziehen, günstig und erfüllt für mich voll seine Zwecke. Aloe Gel allein angewendet, hinterlässt einen leicht klebrigen Film, auch deswegen ist es besser, es mit Öl anzumischen.
Aloe vera is a super moisturer. I have bought mine at the drugstore.

ca. 15 Tropfen Öl. Bei trockener Haut mehr, bei fettiger weniger. Im Winter mehr als im Sommer.

Distelöl ist mein Hautöl der Wahl. Ich habe etliche Sorten durchprobiert und bin bei der Distel aus mehreren Gründen hänge geblieben: es riecht praktisch nicht, es ist sehr flüssig und leicht (im Gegensatz zu sehr klebrigem Rizinusöl zum Beispiel oder zu eher dickem Olivenöl oder sogar bei Raumtemperatur festem Kokosfett). Außerdem ist Distelöl fast ganz klar, hat also keinen Gelb- oder Grünton. Damit ist es hervorragend zum Abschminken oder Reinigen zu verwenden (Stichwort Oil Cleansing Methode), da man wenn man es auf ein Wattepad gibt und damit die Haut abreibt, gut sieht, ob noch Schmutz und Talg abgeht, weil das Pad vorher nur mit Öl weiß bleibt und nicht schon durch das Öl gefärbt wird.
Das Öl pflegt die Haut und hilft die Feuchtigkeit aus dem Aloe Vera Gel einzuschließen. Es ist wichtig, da ich ja so oft wasche und damit die Kopfhaut entfette.
Mein Distelöl ist von Mazola, gibt es in schon kleinen Fläschchen und in jedem größeren Supermarkt.
My favourite oil is thistleoil, bought at the supermarket. It is light and clear and not smelling.

ca. 10 Tropfen Dexpanthenollösung

Dexpanthenol ist den meisten wohl von der Bepanthen-Salbe bekannt. Die Lösung, die ich verwende, ist auch von Bepanthen, da gibt es aber noch Mitbewerber, die auch in Frage kommen. Dexpanthenol ist in etlichen Hautpflegeprodukten enthalten, auch in Shampoos.
Ich zitiere mal aus wikipedia, da ist es schön zusammengefasst:

Dexpanthenol (auch als Pantothenol, D-Panthenol oder Panthenol bezeichnet) ist einechemische Verbindung die zu den Polyolen  und Amiden zählt. Die Verbindung wird seit langem als Wirkstoff arzneilich in der topischen Behandlung von Erkrankungen der Haut und Schleimhäute und kosmetisch in der medizinischen Hautpflege verwendet. Dexpanthenol wird im Körper zuPanthtensäure umgewandelt. Pantothensäure ist ein Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine (Vitamin B5).
Pantothensäure ist ein Bestandteil des Coenzyms A und spielt damit eine wesentliche Rolle im Hautstoffwechsel. Dexpanthenol wird in Wasser-Öl-Emulsionen gut von der Haut aufgenommen und reichert sich am Anwendungsort an. Es erhöht das Feuchthaltevermögen der Haut und hat somit pflegende Eigenschaften und verbessert die Elastizität der Haut. Es unterstützt die Neubildung der Hautzellen und trägt so zur Regeneration bei. Darüber hinaus hat Dexpanthenol auchjuckreizlindernde, entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Eigenschaften.“
Quelle: Wikipedia-Artikel Dexpanthenol

Die Lösung, die ich verwende, hat leider noch andere Bestandteile wie z.B. Natriumbenzoat, was wiederum für Allergikerhaut eigentlich nicht so berauschend ist, aber ich werde mich nach einer neuen Bezugsquelle umsehen, um reineres Dexpanthenol aufzutreiben. Die Lösung ist also eingeschränkt empfehlenswert. Für mich hat sie gut funktioniert, ich habe sie eine Zeit lang pur verwendet, als meine Kopfhaut ganz schlimm war und ich merkte, dass ich mit Bepanthensalbe eine Linderung erzielen konnte. Salbe in den Haaren ist natürlich Mist, drum ging ich in die Apotheke und kam mit dieser Flüssigvariante wieder raus. Sie erfüllte ihren Zweck.
Allein angewendet ist die Lösung aber wesentlich weniger wirksam als in Kombination mit meinem Balsam. Außerdem komme ich so mit wesentlich weniger Wirkstoff aus.

Die Dexpanthenollösung ist also ein Bonus, muss nicht zwinged in den Balsam, hat sich aber für mich bewährt.

Dexpanthenol is a bonus. It helps to heal wounds and calms the skin. It is most commonly known as the ointment „Bepanthen“. As ointments are too sticky for the application on your scalp I chose to take the solution.  My solution is not perfect as it contains some other ingredients, which I would better like not to be in my balm, but I am looking for another source of supply.

Etwa 4 Spatel voll Propolispulver.
Diese Menge habe ich diesmal verwendet. Ein bisschen weniger tut es auch.
Mein Propolis ist verklumpt, deswegen brauche ich den Mörser.

Auf Propolis bin ich gekommen, weil ich bei der Kosmetikerin mal eine Propolismaske bekommen habe und meine Haut das ganz offensichtlich super fand: Haut war entspannt und weich, Rötungen gingen schnell zurück. Propolis wirkt antiseptisch und heilungsfördernd. Es ist ein Bienenprodukt (für die Veganer und Bienenstichallergiker eventuell interessant) und wirkt in der Kosmetik antiseptisch und wundheilungsfördernd. Ich habe mein kleines Döschen direkt beim Imker auf dem Mark gekauft.
Vertragt oder möchtet ihr kein Propolis, wäre Ringelblumenextrakt eine Alternative für euch. Habe ich aber noch nicht getestet.
Gemörsert fügt sich Propolis besser in die Creme ein. Größere Stückchen, wie sie ungemörsert ab und an dazwischen bleiben, sehen im Gesicht sonst schnell aus wie Sommersprossen (auf der Kopfhaut kein Problem). Kann man zwar wegreiben, aber ohne ist natürlich angenehmer.
Propolis färbt! Nicht dauerhaft, aber nach Auftragen der Creme solltet ihr darauf achten, dass ihr nichts unter den Fingernägeln hängen habt, sonst werden die Nagelspitzen gelblich.

Propolis is a bee-product. It is antiseptic and helps to heal wounds. I have made great experiences before with a cosmetic skintreatment, that is why I decided to try this on my own. You can buy propolis directly from the bee-keeper or via internet.
If you are allergic or vegan, you can switch to marigoldextract, but I haven’t tried that until now.

Umrühren, fertig! 🙂

 

Der Balsam bekommt eine ockergoldene Farbe im Tiegel. Es bleibt gelig, nicht cremig. Vermutlich durch die Hilfsstoffe aus der Dexpanthenollösung ist die Zugabe eines Emulgators nicht nötig. Öl und Gel verbinden sich.

Am Finger immer noch gelblich, aufgetragen dann aber farblos. Also keine Sorge, wegen des Abfärbens. Nur auf die Fingernägel achten, sonst passiert da nichts. Im Zweifel hilft einfach auch etwas Seife, wenn nicht alles mit nur Wasser runter gehen sollte.
Wenn ihr alle Zutaten neu kaufen müsst seit ihr mit etwa 20€ dabei – ohne Mörser, Spatel und Pipetten. Allerdings ist das Aloe Gel das einzige, was ihr öfter nachkaufen müsst und das ist praktischerweise der günstigste Inhaltsstoff. Mit allen anderen Zutaten kommt über locker über ein Jahr aus. Propolis, was das Teuerste an der sache ist, wird noch länger halten. meins ist über ein jahr alt und noch zu mehr als einem Drittel voll.

The finished balm is ochregolden and remains a gel from its texture. I guess because of the other ingredients in my dexpanthenol solution there is no further emugator needed to mix oil and gel. On the skin there remains no colour, but better be a bit careful with your fingernails. Check if there are no remnants, after creaming, the propolis tend to colour the white of yopur nails yellowish if you forget to clean it away.
If you have to buy all ingredients to start all new, you will have to spend about 20€. As you only have to buy the aloe vera gel more frequentely that is not so expensive, as it sounds. All other ingredients last vor over a year.

Merken

Merken