10. September 2013

Rezension – William Davis: Weizenwampe

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung da Markennennung.

Und zurück zu den Büchern.
Eine Bekannte aus dem Forum, die ebenfalls mit Verdauungsproblemen zu tun hatte, riet mir letztes Jahr zu einer glutenfreien, laktosefreiene Diät. Unter Paleo war ich da ja sowieso. Und als ich dann anfing Getreide wieder in meinen Speiseplan zu integrieren, ließ ich die glutenhaltigen Sorten (Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel…) weg. Einzig bei Hafer bin ich inkopsequent, der enthält Gluten, stellt aber eine Sonderform dar. Warum habe ich bisher noch nicht ganz verstanden. Hafer war aber immer sehr gut bekömmlich für mich, darum esse ich ihn – in Maßen – auch wieder.
Da es mir ohne Gluten so gut ging und geht, wollte ich wissen, weshalb. Das Internet wiederholte, was mir die Bekannte bereits berichtet hatte: Menschen mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa) einer Divertikolitis oder dem diffusen Reizdarmsyndrom profitieren sehr oft davon, wenn sie Gluten und Laktose meiden. Oft besteht eine „Glutensensitivität“, was quasi die kleine Schwester der ausgewachsenen Zöliakie darstellt. Da Foren und Erfahrungsberichten ja das Eine, saubere, wissenschaftliche Quellen aber definitiv was anderes sind, wollte ich Fachliteratur.
Darum habe ich mir

Weizenwampe von Dr. med. William Davis

 

gekauft. Damit bin ich definitiv im populärwissenschaftlichen Sektor geblieben, das heißt, das Buch ist so aufgearbeitet, dass man es ohne wissenschaftliche Vorkenntnisse versteht. Die Quellen erachte ich aber für seriös wissenschaftlich. Radomisierte Doppelblindstudien etc.
Davis liefert sowohl Studien als auch Fallbeispiele aus seiner Praxis. Für mich besonders interessant waren aber die Hintergründe. Weshalb macht Gluten so viele Probleme?
Weizen ist eine ganz ähnliche Pflanze wie Mais oder Soja: universal, überzüchtet, manipuliert, in Monokulturen in Massen produziert und weit, weit weg von dem, was man ein natürliches Lebensmittel nennen könnte. Weizen wurde so überzüchtet und dabei wurde vor allem der genetische Teil der Pflanze durch Manipulation oder Auslese stark beeinflusst, der für das Gluten zuständig ist. Vor noch 60 Jahren hätten wir nicht so fluffige Kuchen backen können wie heute, denn dafür braucht es das Gluten wie es heute ist, das Klebeeiweiß. Das erklärt auch, weshalb man daran so viel rumgezüchtet hat: man schätzt die Backeigenschaften. Wer ursprünglichen Weizen essen möchte, bekommt im Bioladen Einkornmehl angeboten. Wer glutensensitiv ist, sollte das aber auch eher lassen.
Davon ab geht Davis auch auf andere glutenhaltige Getreide ein, Weizen ist sein Stellvertreter für alle glutenhaltigen Getreide, weil es das verbreitetste ist. Gluten ist Hauptthema, aber nicht nur. Am Ende gibt es außerdem ein paar Rezepte ohne Gluten, was auch ganz nett ist (ich liebe die Blumekohlpizza!). Liest sich flüssig und macht wirklich Spaß.
Nichts desto Trotz, über dieses Buch habe ich schon heftig diskutieren müssen. Weizen ist das Grundnahrungsmittel bei uns. Klar, dass sich da die wenigstens das Brot unter der Wurst nehmen lassen wollen… Und dann auch noch wieder ein so provokanter Titel. Klingt nach Verteufelung und Crashdiät. Gar nicht! Es ist wie immer auch die Masse, die uns krank macht. Vermutlich hätten wir ein ähnliches Problem, würden wir alle Unmengen an Erdnüssen essen, ebefalls mit hohem Allergiepotential. Überlegt mal, worin überall Weizen enthalten ist: Brot, Kuchen, Kekse, Nudeln, Bulgur, Couscous, Pizza, Döner, Burger, nahezu jedes Fertiggericht, gefühlt die Hälfte aller Süßigkeiten ist glutenhaltig, enthält Weizen, Mais, Soja oder eine Mischung der drei. Vegetarische und veganer Ersatzpprodukte bestehen teilweise aus fast reinem Gluten: Wheaty heißt das dann.
Warum Weizenwampe? Weil es nicht nur die Menge an Kohlenhydraten ist, die den Bauchumfang erhöht, sondern auch der Effekt, der allgemein als Bierbauch bekannt ist: Weizen bzw. Gluten bildet vor allem Bauchfett. Und  Bauchfett hat neben der zumeist unerwünschten Ästhetik einen weiteren Nebeneffekt: es ist nicht nur einfach da, es stört den Hormonhaushalt, wirkt selbst ähnlich wie eine Hormondrüse.
Nicht umsonst misst der Arzt auch den Bauchumfang, um das Diabetesrisiko abschätzen zu können.
Und noch so viel mehr Argumente: Auswirkungen auf sämtliche Schleimhäute, den Darm vorneweg, außen gut sichtbar durch unreine, sensible, picklige Haut (Ach! Sieh an!), auf das Nervensystem, ganz massiv auf den Insulinspiegel. Weizen bzw. Gluten hat einen höheren glykämischen Index als Haushaltszucker, man soll es kaum glauben. Diabetikern sollte also laut Davis eher geraten werden, keine Teigwaren mehr zu essen, statt den Zucker durch Süßstoff zu ersetzen. Natürlich ist auch der Zucker wichtig… Weizen und Gluten wirkt sich auch neuronal aus: die schlimmsten Heißhungerattacken, den übelsten Futtersuchtsdruck macht nicht Zucker, sondern Weizen (siehe glykämischer Index). Die neuronalen Auswirkungen gehen bis hin zu Kopfschmerzattacken und Davis spricht sogar von Verbindungen zu Epilepsie.

Mein Fazit: Die Eliminationsdiät hat gezeigt, dass ich glutensensitiv reagiere und zwar deutlich! Den ersten Warnschuss gibt mir dabei immer meine Haut: Pickelalarm! Zucker wegzulassen hat ja schon viel gebracht, aber Gluten zu eliminieren war und ist weit wirkungsvoller. Ab und an ein bisschen Schoki verzeiht mir meine Haut. Einen Keks aber nicht. Einen! Und wenn ich auf meine Haut nicht höre, meckert als nächstes wieder die Verdauung, was zwar nicht so blöd im Spiegel aussieht, aber weitaus unangenehmere Konsequenzen nach sich zieht. Was die neuronalen Auswirkungen angeht, kann ich nur zustimmen. Sowohl was den Heißhunger, den Suchtdruck nach Kohlenhydraten!!!, meine generelle Leistungsfähigkeit und meine Kopfschmerzen angeht. Noch Fragen, warum ich das nicht mehr essen mag? Also: ich lasse Gluten weg.

Mein Freund hat im Übrigen seinen Glutenkonsum ebenfalls drastisch runtergefahren. Er ist nicht so offensichtlich glutensensitiv wie ich, aber auch er profitiert deutlich. Sein Ergebnis bisher nach nicht ganz 3 Monaten: zusammen mit Sport und an sich einer gesunden Ernährung (nicht vergessen! Ess ist immer ein Zusammenspiel von vielen Faktoren! Manche haben mehr, manche weniger Gewicht!) hat er bisher vergleichsweise wenig Masse verloren (Muskelaufbau, deutlich sichtbar) nämlich nur 3kg. Der Bauchumfang ist allerdings enorm geschrumpft: nämlich um 7cm. Und an sich ist der Bauch der Bereich, der bei ihm am hartnäckigsten ist. Ein, zwei andere Zipperlein, die er immer für „ist halt so“ hingenommen hat, sind auch weg. Er ist da nicht so streng wie ich, sein Fußballbierchen lässt er sich nicht nehmen, genauso wenig wie ab und zu den Kuchen aus der Verwandtschaft, aber sonst: Brot, Nudeln, Kekse? Die muss man hier wirklich suchen.
Mit freundlicher Genehmigung von Herrn G. 🙂 Du siehst toll aus! Immer!

Und, wie sieht es mit euch aus? Wollt ihr mal eine Woche ohne Gluten probieren? Ihr habt absolut nichts zu verlieren. Und selbst wenn ihr euch bereits fit und gut fühlt, vielleicht fühlr ihr euch ohne sogar noch besser.
Ich habe mich immer für wach und aktiv gehalten. Seit ich anders esse und lebe, hat sich das aber noch mal wirklich enorm gesteigert. Ich hätte dieses Level an Enrgie überhaupt nicht für möglich gehalten. Gluten ist da nicht die einzige Wahrheit aber ein großer Teil davon.

Liebe Grüße,
Mai

P.S.: Es heißt Gluteeeen, Betonung auf der zweiten Silbe. 🙂

EDIT: Danke für’s drauf aufmerksam machen: Die eine Woche ist bitte nicht als fixes Zeitfenster zu verstehen. Sie ist für den Anfang überschaubar. Normalerweise empfehlen gesundheitlich ausgerichtete Diäten eine Phase von einem Monat, um die Ernährung durchzuziehen und dann weiter zu sehen. „30 Tage Challenge“ nennt sich das bei Attila Hiltmann, „Whole 30“ bei Paleo und ich habe ein anderes Buch, das zumindest einen „21 Day Cleanse“ empfiehlt. Das ganz übliche Dasten dauert auch 44 Tage. Die Woche ist wohl doch zu wenig. Meine eigene Erfahrung war ja, dass ich fast 14 Tage brauchte, bis der Suchtdruck nach Teigwaren verschwand. Was ich damit eigentlich sagen wollte: probiert es mal aus und gebt dem eine Chance. Schaden wird es nicht.

Hello Readers!
After the list of films I recommand, when you want to inform yourself about food, I come back to the books. Today I talk about a book that is originally in English, so you can read it too:
„William Davis: Wheatbelly“
Mainly it is about the benefits of a glutenfree diet. Davis describes, how gluten works in your body and why you should avoid it or at least consume it very seldom.
There a some people who don’t tolerate gluten at all: they have celiac disease. But even withopu celiac disease you can be more or less gluten sensitive – that is what I am: more sensitive. It is a bit similar to lactose: some people tolerate it, but many profit of a diet withput dairy.
So what is bad with gluten?
Gluten can be found in various grains but as our western diet is so focussed on wheat, wheat makes the biggest problem as it can be found in almost every processed food (like soy and corn). And wheat is – like soy and corn – a plant which has been manipulated a lot during the last decades. In fact our grandparent’s cakes and bread were quite different from ours today. Many recipes today turn out so nice because of the high amount of gluten in our wheat flour. That makes cakes and bread more fluffy, less sticky or crumbly.
But the last 60 years meant a bigger evolution to wheat than the last so and so many thousand years. When it comes to the genes, wheat today compared with wheat 60 years ago has less in common than a homo sapiens with a chimpanse.
If you want to go „back to the roots“ than einkorn can be a solution for you. That’s the old form of wheat. It still contains gluten, but is not that manipulated. If you are already gluten senistive einkorn is no choice too.
Okay, it’s manipulated (mostly by breeding, but sometimes even genetically), but what does it do?
It afflicts many things: you gain weight easily, espacially around your waist, that’s the wheatbelly Dacis is talking about. Fat around your waist is different from other fat in your body: it harms your hormonell balance and increases your risk for diabetes. That is wy doctors measure your waist, when it comes to diabetes. Talking of diabetes we ar at the topic of insulin. Wheat causes more damage concerning your blood sugar levels than normal sugar. Its glykaemic index is even higher.
So if you have diabetes or a high risk of developing it, if your hormones are imbalanced or maybe if you simply find it hard to loose weight around your middle: skip wheat and gluten, says Davis. I say: give it a try even though you have none of this problems. Maybe you feel nice now, but maybe you can feel even better. Give it a week, that’s not to difficult.
As you see, I have no wheatbelly. But gluten harms me elsewhere: all mucosa get harmed by gluten, at first of course those in contact with your food. But the others follow. You can see that, when your skin becomes dotty and irritated. There are even neuronal effects: maybe we all know already that sugar works like a drug. Slat und fat are similar. But wheat is even worse. The biggest cravings come not from the chocolate on your cookie: it’s from the cookie. With the high insulin peaks you get the counterpart too, something I call „Zuckerloch“, sugarwhole, because it feels as if you will fade if you did not eat immediatly. Needless to say, that your concentration is down than and you are thinking about one thing: food! You feel weak and tired.
As I am gluten sensitive I don’t eat it any longer.
But my fiance too profitates too and he is not that sensitive – to gluten. 😉 He still drinks his beer when watching football with the guys, he still likes cake when he visits his family. And maybe there are some cookies. But only few. But pasta, bread, or something like that? Nope. And his wheatbelly shrinks visibly, though he is not losing much weight as he as very disciplined with his workouts by the time. More muscles, less fat. That’s normal when you do sports, right? Yes, but normally his waist is the part which won’t melt or  at least melt at last. Thistime it works much better.
With kind reagrd’s to Mr. G. 🙂 Thank you for sharing that with my readers.

So, how about you? One week off gluten? Maybe? There is nothing for you to lose.

7. September 2013

Food-Films

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung da Markennennung.

Nach der Lektüre von Duves „Anständig essen“ war ich ziemlich aufgekratzt und hochmotiviert mein Konsumverhalten weiter zu ändern, besonders natürlich das Essen.
Immer wieder erwischte ich mich bei dem Gedanken:
„Aber du hast es doch immer gewusst! Du hast es doch verdammt noch mal gewusst! Wie um Himmels Willen konntest du das JAHRELANG einfach so wegschieben?“
Ich denke, ihr kennt die Antwort. Sie ist die gleiche, wie auf die Frage, warum man auf der Couch hocken bleibt, statt Sport zu treiben: es ist so einfach, so bequem und so gewohnt.

Nun, hier habe ich mehr Informationen und möchte meinen auch Motivationen für euch, bei denen ihr zunächst sogar auch auf der Couch sitzen bleiben könnt:

Food Inc.
Globale Zusammenhänge in der Massenproduktion von Lebensmitteln. Bezieht sich sowohl auf tierische, als auch auf pflanzliche Produkte. Die Omnipräsenz der Megakonzerne wird gezeigt, die Perversion von Massenproduktion egal ob bei tierischen oder pflanzlichen Nahrungsmitteln. Dagegen steht die Ohnmacht staatlicher Behörden angesichts des Lobbyismus und der Tatsache, dass in den Gremien die Leute sitzen, die eigentlich kontrolliert werden sollen.
Hervorragend aufgearbeiteter Film, super Drehbuch, keine Blutrünstigkeit (okay, minimal, aber da kommt man beim Thema Schlachtung auch nicht drum rum), tolle Grafiken (damit hab ich es ja ein bisschen) und besonders die Hintergrundmusik hat es mir als altem Soundtrackjunkie (instrumental bitte) angetan. Auf eine zumeist ruhige, unaufdringliche Art wachrüttelnd, dabei kein Stück langweilig.  
Müsste ich EIN Buch oder nur EINEN Film hier empfehlen, es wäre dieser hier.
Etwas mehr als eine Stunde muss man sich dafür Zeit nehmen, mehr nicht. Nur etwas mehr als 2 Minuten dauert der Trailer:


Mein Fazit: Jetzt lese ich nicht nur die Zutatenliste, sondern auch das Kleingedruckte Label des Mutterkonzerns. Mit Mais und Soja soll man mir vom Hals bleiben, zumindest aus konventioneller Bewirtschaftung. Fleisch aus konventioneller Haltung ist nicht nur moralisch verwerflich (mehr als aus Bio-Haltung, sofern man zwischen Töten und Töten unterscheiden möchte), sondern auch einfach widerlich. E. Coli im Burgerpatty? Ungezählte Schweine pro Frikadelle, weil alles zusammengeschmissen wird? Säurebäder, um Herr über die Bakterien zu werden? Guten Appetit.
In diesem Film hörte ich das erste Mal von Monsanto (ja, ich lebe hinter dem Mond…) und es sollte bei Weitem nicht das letzte Mal gewesen sein.
Hier geht’s zum Film bei YouTube. Englische Version. Deutsche Version ist auch dort zu sehen, aber in Einzelteilen. Der Link führt zum ersten Teil.

Forks over Knifes (Gabel statt Skalpell)
Gesundheitliche Argumentation bezüglich einer veganen Ernährung. Sehr interessant, sehr aufschlussreich, ist aber nicht ganz so offen, wie Food Inc,: Der Film ist monothematischer und lässt ein paar andere Einflüsse neben der veganen Ernährung außen vor. Nichts desto Trotz: wer wie ich von der gesundheitlichen Seite her kommt, der erhält dort Anreiz, sich mehr mit der Materie auseinander zu setzen. Die genannten Krankheiten kennen wohl alle. Jeder hat jemanden in der Familie (möchte ich leider jetzt einfach mal so behaupten), der unter einer der aufgeführten Zivilisationskrankheiten leidet. Der Film zeigt exemplarisch an Einzelfällen und anhand von Studien, dass eine Ernährungsumstellung hin zu einer veganen (oder zumindest vegan ausgerichteten) Diät viele Medikamente überflüssig machen kann (auch im Film unter ärztlicher Kontrolle!) und Krankheiten ausheilen, zum Stillstand bringen oder gar nicht erst entstehen lassen kann.
Hier ist der deutsche Trailer.
 
Mein Fazit: Dass Ernährung Krankheitsbilder beeinflusst, war mir schon sehr lange klar. Wie deutlich die Auswirkungen sind fand ich dann aber doch erstaunlich. Der Film hat mnich darin bestärkt meine Küche als meine Apotheke zu nutzen.

Food matters (Du bist, was du isst)
Hier geht es rein um gesundheitliche Argumentation. Ernährungslehren und Pharamzie werden auf den Prüfstand gestellt. Rohvegan wird mehrmals erwähnt, aber nicht näher ausformuliert. Gleich zu Anfang wird die Kernaussage des Films formuliert: Lasst eure Nahrungsmittel eure Heilmittel sein. Es wird gezeigt, wie mächtig die Pharamindustrie ist und wie man eigentlich vergleichbare Ergebnisse mit bestimmter Ernährung und Vitaminen erzielen kann.
Mein Fazit: Den Film kann ich nur eingeschränkt empfehlen, da er mir streckenweise zu effekthascherisch ist. Krebs ist ein sensibles Thema, da ist es geradezu fahrlässig nur von einer Seite aus zu argumentieren. Krebspatienten sind verzweifelt, sie greifen vielleicht nach jedem Strohhalm und der Film suggeriert eine Lösung zu haben, die mir so zu wenig belegt ist. Grundsätzlich fehlt leider nämlich die komplette Gegendarstellung. Es kommen nur die Befürworter zu Wort. Ich habe danach zu meinem Freund gesagt: Und wer jetzt ganz verzweifelt ist, der fliegt nach Kuba wegen dieses Films. Das kann es irgendwie nicht sein.
Dennoch gibt es einige sehr interessante Ansätze, was die Macht einer gesunden Ernährung im Vergleich zur ebenfalls potenten aber nebenwirkungsbelasteten Pharmazie angeht. Außerdem eine wie immer wichtige Kernaussage: Obacht bei dem, was wir essen. Wo kommt es her, was hat es gegessen, worauf ist es oder sein Futter gewachsen? Und so weiter.
Hier geht’s zum ersten Teil des Films (englisch) auf YouTube.

Unser täglich Gift
Lief letztens auf Arte. Über chemische Rückstände in Nahrungsmitteln insbesondere Rückstände aus Kunststoffen. Sehr gut belegt, sehr ausführlich. Leider sehr trocken (im Vergleich zu den anderen Filmen hier auf jeden Fall, aber dennoch fesselnd. Hier gibt es keine großen Bilder, sondern hauptsächlich Wissenschaftler im Interview, die ein paar Fotos und Grafiken zeigen. Der Inhalt ist allerdings echt erschreckend. Und fällt in die Kategorie: hab ich doch schon immer befürchtet.
Mein Fazit: Ich kaufe mehr Lebensmittel vom Markt. Am besten lose. Für die Arbeit habe ich mir eine schadstofffreie Wasserflasche gekauft, bin da aber noch nicht so ganz sicher, ob das der Weisheit letzter Schluss ist. Spätestens wenn es um Tupperdosen geht, wird es für mich schwierig.
Link zu YouTube

Sugar: The bitter truth / The Skinny on Obesity
Stammt noch aus meiner Paleo-Recherzeit. Es gibt sowohl die Rohfassung von Dr. Lustig, der auf einem unheimlich verpixelten Video einen Vortrag hält, als auch einen aufgearbeitetn Mehrteiler bei YouTube. Wenn man mich fragt, hätte man es bei dem bittere Wahrheitstitel belassen sollen… Inhaltlich bin ich aber dacord mit Lustig. Er nimmt auseinander, was der enorme Anbau von Weizen und Mais für uns bedeutet, insbesondere der daraus hergestellte Glukose-Fruktose-Sirup (High -Fructose-Cornsirup). Der Film ist Öl in die Feuer der Paleos und all derer, die weder was von Zucker, Massenproduktion oder Genmanipulation halten. Lustig erwähnt die Paleos sogar explizit im Vortrag.
Lustig argumentiert sowohl gesundheitlich, als auch vorwiegend über die Bekämpfung von Übergewicht, was aber eher ein Nebeneffekt einer gesünderen Ernährung wäre. Er macht deutlich, dass Low Fat nicht nur nicht funktioniert (außer über eine hypokalorische Diät auch besser bekannt als Hungern) sondern der damit meist einhergehende gesteigerte Kohlenhydratkonsum schädlich ist.
Basiernde auf Lustigs Forschungen hat der Spiegel im letzten Jahr etliche Titelstories veröffentlicht. Unter anderem:
Zucker, die süße Droge
Mein Fazit: Ich verstehe jetzt den Unterscheid zwischen Fruktose und Glukose und weshalb Fruktose in gewisser Weise schädlicher sein soll bzw. ich sage jetzt mal ist. Ich halte mich dabei aber an Lustigs eigene Aussage: Fruktose aus frischem Obst ist in Ordnung, da das Obst uns gleichzeitig sehr viel andere positive Nährstoffe mitliefert. Und Ballaststoffe. An meiner Ernährung hat sioch nichts geändert, da ich industrielle verarbeitete Nahrungsmittel sowieso nicht esse und Zucker grundsätzlich meide. Bloß Agavendicksaft ist eben auch keine Alternative für mich (da sehr reich an Fruktose). Der Film hat mir weiter Atgumente gelifert, weshalb Fertigprodukte, Fastfood und generell stark verarbveitete Lebensmittel gemieden werden sollten.

Earthlings
GRAUSAM! Habe ich nicht zu Ende schauen können. Gezeigt wird der menschliche Umgang mit seinen Mitlebewesen. Der Film ist in Kapitel unterteilt und steigert sich. Ich habe den Abschnitt über Haustiere gesehen und den ersten Teil über Nahrungsmittel. Dann konnte ich nicht mehr. Es kommen noch Tiere zu Unterhaltungszwecken, in der Bekleidungs- und der Pharmaindustrie. Bekannte haben mir von den Szenen erzählt, die ich nicht gesehen habe und ich bin froh, dass ich manche Bilder gar nicht erst wieder aus meinem Kopf bekommen muss. Wer den Film kennt: ich sage nur Polarfuchs. Mir hat allein die Schilderung schon gereicht, das möchte ich nicht sehen, wirklich nicht.
Earthlings ist ein Film, dem ich denjenigen empfehle, die immer noch der Meinung sind, dass es doch für alles staatliche Kontrollen gibt und dass doch nicht so schlimm ist mit den Tieren und so. Ist eben so. Denen, die das, was man normalerweise in den Medien an Schlachthausszenen vorgesetzt bekommt, nicht berührt. Wer von Earthlings nicht erschüttert ist, der… ich weiß es nicht. Dem möchte ich eigentlich nicht begegnen. Für alle anderen: Wenn ihr das sehen wollt, tut das. Aber: nicht allein, nicht im Dunkeln, am besten auf dem PC-Bildschirm und so, dass ihr jederzeit wegklicken könnt. Je nach dem wie sensibel ihr seid. Ich persönlich würde dem Film ein FSK 18 aufdrücken. Die Bilder sind unglaublich brutal. Und wahr. Das macht sie mehrfach schlimmer.
Mein Fazit: Siehe oben. Ich kann kein echtes Fazit geben, da ich noch nicht mal eine Viertelstunde durchgehalten habe. Mir wurde schlecht, ich musste weinen und meinen Hund ganz lange streicheln. Nach dem Film habe ich mich gefragt, wie es Menschen geben kann, die diese Jobs ausüben. Und wäre es nicht besser, niemand „müsste“ diese Jobs machen? Zum Jobthema empfehle ich aber wieder Food Inc…

Das waren meine Filme.
Auf meiner Liste, noch ungesehen, stehen:
Plastic Planet
Taste the Waste und
We Feed The World.

Und vermutlich wird die Liste immer mal wieder erweitert.
So viel für heute,

liebe Grüße,
Mai

After I read Duve’s book „Anstänbdig essen“ I was thrilled to learn more. Many friends supported me with information and links to films easy availbale on youtube. Some of them are in my bookshelf now. 
(For all links, look above in the German oart of the post. All films are originally in English.)

Food Inc
My top recommandation. It gives you an overview. It is not about being vegetarian, not about health in general. It simply shows you were we are today when it comes to food. Multinational enterprises hold almost monopols in many aspects. This film is almost subtil in its brutalyty. Very entertaining to watch, full of information. 
If you have time for only one film of my list: chose this one.

Forks over Knifes
How you can work on common deseases without pharamceuticals but with what you eat. This film is about a vegan diet. Maybe not as objective as I wish it would be, but anyhow: a good film to think about what you take as medication and what you eat. If you change one thing, you can change the other. Unfortunately most people prefer to take their pill and cling to fast food…

Food matters
I cannot recommand this film in general. It talks about how your diet (raw vegan is recommanded here) can help you overcome certain deseases with the help of vitamins. I agree that the pharma industry is not the only one, who pretends to have aswers to cancer, but espacially cancer is as sensitive topic. You can get some good inspiration thrugh this film, but please stay critical. Many things are worth trying, but when it comes to severe illness, I don’t want to be the one who told you to stop your chemo!

Unser täglich Gift
Only available in French and German, I guess. About chemicals in our food or at least in our food wrapping. Rather dry and scientific but nevertheless something that holds your attention. Bisphenol A is maybe something you have heard of before.

Sugar: The Bitter Truth / The Skinny on Obesity
Here you learn the difference between sugar and suger: fructose and glucose. Lustig MD refers about how the change in diet during the 1980s (low-fat, more carbs, especially carbs from corn and wheat also known as high-fructose-corn-sirup), afflicted our health. It’s much about obesity but also much about the common deseases cominge along with a western lifestyle: diabetes, heart deseases and so on.

I am not yet done with my research. There are more films I want to watch, such as „Plastic Planet“, „We feed the world“ and „Taste the waste“. 

That’s it for today. Please be patient with me and my translations, this mega posts are a real pain in the ass to write down, translate and correct.  As most of my readers are German, I spend more effort on the German part here, but I try to keep you up to date.

Best wishes,
have a nice weekend,
Mai

4. September 2013

Rezension – Karen Duve: Anständig essen

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung da Markennennung.

Und somit möchte ich anfangen mit dem ersten Buch, welches mich dazu gebracht hat, nicht nur nach der Gesundheit zu gucken, sondern auch nach dem moralischen Ansatz beim Thema Essen.
Während ich das las, habe ich weiterhin schon fleißig an meiner Ernährung geschraubt und ganz langsam wieder mehr Kohlenhydrate in Form von Hirse, Reis und Haferflocken mit aufgenommen, mich also langsam von Paleo verabschiedet. Langsam, weil ich nicht schon wieder eine so deutliche Haarausfallreaktion heraufbeschwören wollte, wie ich sie durch AIP hatte.

Karen Duve also. Warum sie?
Nun, manch einer mag es wissen, ich arbeite beim Harenbergverlag. Dort bearbeiten wird die SPIEGEL-Bestsellerlisten. Genau, die orangen Plakate, die in den Buchhandlungen hängen und zeigen, was in der letzten Woche besonders gut verkauft wurde. Und jede Woche gibt es Bücher, die ich so gern auch lesen würde, aber man muss ja etwas selektieren…
Duves Buch war mir 2012 schon aufgefallen und ich hatte mich an einer Leseprobe festgelesen. Die Schreibe hat genau meinen Nerv getroffen und die Thematik interessierte mich ja ohnehin. Im frühjahr diesen Jahres schaffte ihr Buch es dann von meiner Vorgemerkt-Liste in mein heimisches Regal.

Hier habe ich euch hier noch den Klappentext dazu gegeben. Denn der bringt es auf den Punkt.

Duve lebt 70km von Berlin entfernt auf einem hofähnlichem Grundstück (sie hat ein Pferd, ein Maultier, einen Maulesel, Katzen, einen Hund und Hühner) und als sie ihre Ernährungsexperimente beginnt, ist sie dort außerdem in menschlicher Gesellschaft von Kerstin, ihrer Mitbewohnerin, die sie Jimminy Grille nennt, so wie die Heuschrecke bei Pinocchio, der das Gewissen des Holzjungen sein soll. Jimminy ermahnt Duve, als diese mal wieder „Qualfleisch“ kauft – eine Tiefkühlhähnchenpfanne. Und weil Duve bei all ihrer Bequemlichkeit nicht leugnen kann, dass ihre Mitbewohnerin einfach die besseren Argumente hat und sie von sich doch immer dachte ein gebildeter, cleverer Mensch zu sein, beschließt sie aus dem Unterfangen „moralisch korrekte Ernährung“ ein Buchprojekt zu machen. Denn dann hängt ihr ja der Verleger im Nacken, wenn sie es nicht ordentlich macht und nicht abschließt.
Jeweils zwei Monate lang erprobt und erlebt sie verschiedene moralische Ernährungsansätze, recherchiert sie nach und zieht am Ende ihr Resumee. Dabei arbeitet sie sich von gemäßigt bis hin zu vergleichsweise extrem vor: so lebt sie zwei Monate lang nur von Lebensmitteln mit Bio-Siegel, zwei Monate danach vegetarisch, also ohne Fisch oder Fleisch, zwei Monate folgen dann vegan ohne sämtliche Tierprodukte – okay und dann noch mal zwei Monate vegan, weil vegan eine sehr weitreichende Umstellung ist, die sich schwerlich mit dem Tellerrand begrenzen ließe. Abschließend wagt sie sich auf das Territorium der Frutarier, die nur das essen, was die Pflanzen freiwillig hergeben, was man also nehmen kann, ohne dass die Pflanze selbst dabei stirbt.

Ich liebe das Buch. Duve ist enorm pragmatisch. Nichts nervt mehr persönlich bei dem Thema ja mehr als lebensfremdes Gesäusel über Friede, Freude, Eiersatzkuchen. Das Leben ist kein Ponyhof. Das es auch kein Schlachthof sein sollte, ist das andere…
Duve beleuchtet die Themen von so vielen Seiten, dass es so zu eben viel mehr wird, als nur ihrem persönlichen, eigenbrödlerischen Experiment: So hat sie zum einen Jimminy, die sie moralisch unterstützt, zum anderen ihre Familie und Freunde, die oft mit Unverständnis reagieren. Sie stellt fest, dass sie als Haustierbesitzer mit zweierlei Maß misst, wenn es um den Wert tierischen Lebens geht. Sie liest die einschlägige Literatur, trifft Befürworter und Gegner, führt Interviews mit Ministern oder auch ganz bodenständig einfach mal im Supermarkt. Sie liefert die Zahlen, die man einfach mal gelesen oder gehört haben sollte, um wirklich zu begreifen, welche Schrecknisse in der Lebensmittelindustrie tagtäglich mit einer Selbstverständlichkeit geschehen, dass es einem schlecht werden sollte. Ihre Logik ist unbestreitbar und dennoch fühlt man sich nie vorgeführt. Und wie der Klappentext schon sagt: auch sie mag Fleisch eigentlich echt gern.
Ihr persönliches Resumee möchte ich euch nicht vorweg nehmen. Ich selbst hatte mit etwas anderem gerechnet, aber Duve hat das getan, was sie das ganze Buchg über durchgezogen hat: sie war ehrlich und schonungslos. So auch dann am Ende zu sich.

Mein persönliches Fazit:
„Will ich nicht wissen“ gilt nicht mehr. Und: Ich möchte sogar noch mehr wissen. Und ändern. Es war an der Zeit meine Ernährung auf ein neues Level zu heben. Wie ihr wisst, habe ich nicht sofort voller Ekel alle Eier aus dem Fenster geworfen. Aber ich konsumiere seit der Lektüre doch schon deutlich anders. Auch wenn ich bei meiner ja sehr langsamen und unvollständigen Umstellung weiter weg von Tierprodukten (noch?) keine großen körperlichen Auswirkungen spüre, bzw. nur diffuse, die aber auch auf andere Faktoren zurück zu führen sein können (ich spreche von Verbesserungen!), fühle ich mich doch mit weniger Tier im Kühlschrank deutlich besser. Und allein dafür war es das schon wert.
Ich empfehle das Buch uneingeschränkt jedem. Vollkommen egal ob Omnivor, Vegetarier, Veganer, Rohköstler, Paleo, Vollwertanhänger oder oder oder. Es ist keineswegs zwingend nach der Lektüre nur noch gramgebeugt über dem Mittagsschnitzel zu meditieren.
Allerdings wird man sich wohl schon die ein oder andere Frage ein bisschen öfter stellen, wenn man im Supermarkt den Wagen befüllt. Ein bisschen so, als hätte man seine eigene Jimminy Grille.

Today I wrote for you a summary of  Karen Duve’s book „Anständig essen“ („Eat decently“ might be a translation). She made an experiment testing the most common morally inspired diets to see how it feels to walk in the shoes of someone who only buys organic food, than of a vegetrian, than of a vegan person and at last she even tries the habbits of frutarian people. Normally she really likes meat and she counts herself to the lazier guys who feel comfortable with instant dinner from the fridge. But alo she thought of herself of a smart and concious person so at a certain point there wer no arguments left not to try.  To motivate herself and as a writer, she made a bookproject out of it. Her publisher would be angry if she did not perform properly.
It was really fun reading and full of important and interesting information.
As this book is only available in German I recommand another book, if you speak english: Jonathan Safran Foer: „Eating Animals“. This should be available in even more languages.
I haven’t read this book yet, but friends of me told me, that it is quite similar to Duve’s – but less funny and more cruel.
My personal summary: „I don’t want to know that!“ is no longer an argument. But: „I want to know more!“ For me it was time to put my diet on the next level after I had finished the book. As you see I did not throw all eggs out of the window, but I consume really different now. Evene though it made no big change for my body (yet?) I feel better now.

2. September 2013

Grow Green – Ein Monat schönes Haar von innen

Ihr Lieben, das Gesundheits- und Ernährungsthema  ist mir nach wie vor sehr wichtig und wenn ich eurem Feedback glauben darf, so geht es euch ähnlich. Mit einigen von euch stehe ich so bereits im Austausch, aber ich möchte auch alle anderen teilhaben lassen.
Ich habe einen wirklich GIGANTISCHEN Artikelzu diesem Thema verfasst – der diesen Blog zum Endlosscrollen verdammen würde.
Deswegen werde ich mein Textungetüm splitten. Und euch die Informationen hübsch portioniert in Tageshäppchen servieren. Und dieses Intro bleibt immer dann leider noch ziemlich riesig.
Aber keine Sorge, natürlich gibt es noch Frisuren und Schmuck und anderen Haarkrams zu gucken.

For those who don’t speak German:
I have written a GIGANTIC post about health and nutrition which I want to split and talk about part by part during September. As it is so much text my translations will be rather short, but I will do my best. For today: scroll down; I have been really hard working on this post.

Somit fange ich doch einfach mal direkt an, wie so oft bei etwas heiklen Themen mit einer Art

Disclaimer
Meine Ansichten und Ratschläge bezüglich Ernährung und Gesundheit hier zu lesen, ist das Eine, sich selbst eine Meinung zu bilden das Andere. Deshalb mag ich euch in diesem Monat auch darlegen, auf welchem Wege ich mich informiert habe.
Vorweg: bitte bedenkt immer, dass ich hier meine Erfahrungen wiedergebe. Menschen sind enorm individuell. Überlegt mal, wie lange manche suchen müssen, um das perfekte Shampoo zu finden. Und das ist eine äußerliche Anwendung an nur einer Körperregion. Was wir Essen, nehmen wir in uns auf. Viele Organe sind direkt beteiligt, alle indirekt. Eigentlich doch klar, dass man keine Pauschallösungen für jeden anbieten kann.

Ich bin Haarnerd, Grafikdesigner, Vielleser, selbst Betroffene, interessiert kritische und vor allen Dingen autodidaktische … Bloggerin. Ich habe mal naturwissenschaftslich was „anstudiert“ (Wissenschaftsjournalismus), stelle aber keine wissenschaftliche Instanz dar. Somit weiß ich vielleicht vieles ein bisschen besser als der Durchschnittsbürger und bin sehr bemüht immer noch mehr zu lernen, ich habe aber keinerlei Legitimierung, die mich zur Professor Doktor Haarfutter macht.
Bitte bleibt also selbst immer interessiert, kritisch und informiert. Ich gebe gern mein begrenztes Wissen weiter, aber wie gesagt, dies ist nur ein Teil.

Nachdem das gesagt ist noch ein paar anderen Grundsätzlichkeiten, wenn es hier um das Thema Essen und Gesundheit geht:

Meine Motivation war und ist wie gesagt vor allem gesundheitlich bedingt. Essen lässt sich aber natürlich noch von anderen Seiten beleuchten: der Seite des Genusses und der Kochkunst, der Seite der Ethik und Moral, der finanziellen Seite, der auf Gewichtsreduktion abzielenden Seite. Ich habe bestimmt schon an dieser Stelle etwas vergessen. Wer versucht moralische, gesundheitliche und finanzielle Argumente gegeneinanader aufzuwiegen, wird schnell feststellen, dass man sich bei einem Vergleich ähnlich wie dem von Äpfeln und Birnen wiederfindet.
Dennoch sind das alles Argumente, die für mich wichtig sind (auch der, der sich auf Gewichtsreduktion bezieht, denn das sind für mich dann eher Gegenargumente) und ich arbeite nach wie vor an einem Konsumverhalten (denn es beschränkt sich nicht nur aufs Essen), das all meinen Ansprüchen so gerecht wie möglich wird. Manches schließt sich aus, anders geht wunderbar Hand in Hand. Gerade dann, wenn etwas miteinander im Konflikt steht, gerade dann wird es spannend und man merkt, was einem wirklich wichtig ist.
Somit also vorweg: ich habe mich für den gesundheitlichen Ansatz entschieden, möchte aber, dass das nicht auf Kosten anderer Lebewesen (ich weiß, dass Pflanzen auch Lebewesen sind, beziehe mich hier aber auf Tiere) oder auf Kosten des Geschmacks läuft. Auf Kosten des Geschmacks muss es definitiv nicht gehen. Bei meinen moralischen Ansprüchen weisen Wunsch und Wirklichkeit aber noch deutliche Diskrepanzen auf. Ich habe also noch ordentlich vor der eigenen Türe zu kehren. Aber ich bin dabei. 🙂

Wo komme ich her und was mache ich hier überhaupt?

Warum mir Gesundheit so wichtig ist, erklärt sich leicht, wenn man meinen „diätetischen Werdegang“ kennt.
Als Kind hat meine Mutter für mich gekocht. Vorbildlich, wie ich mittlerweile finde. Damals empfand ich es meist als öde: zu gesund, zu viel Gemüse und warum hatten alle anderen Kinder ganze Schränke voll Süßkram und ich hatte… Zartbitterschoki und Studentenfutter? Ganz so asketisch war es wohl nicht, aber es kam mir so vor. Als Teenager habe ich gegessen wie fast alle in meinem Alter: fettig, salzig, süß, bunt und „ist mir doch egal, ob das gesund ist oder nicht“. Zugenommen hab ich ja sowieso nicht, das war also mein Freibrief. Bis meine Verdauung kurz vor dem Abitur die Segel strich und ich mich in den folgenden Jahren gezwungener Maßen zu meiner eigenen Diätassistentin ausbildete. Schmerz ist ein unheimlich starker Motivator. Wer also denkt, ich wäre da so super diszipliniert, der… irrt nicht ganz, aber ich habe wie gesagt nicht nur ein sprichwörtliches Zuckerbrot Honigbrot, äh, nee, auch nicht also, nicht nur ein sprichwörtliches Kokosmakrönchen vor der Nase, sondern auch die Peitsche im Nacken. Die neue Diät schloss rigoros chemische Lebensmittelzusatzstoffe aus, ebenfalls Rohmilchprodukte und lange Zeit auch Hülsenfrüchte. Dazu kamen diverse Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten, die sich nur schwer voneinander abgrenzen ließen. Wunderte mich nicht, ich war ja sowieso Allergiker. Es gab ein Jahr Vegetarismus, mit dem ich nicht klar kam (Mangelerscheinungen), aber ich war auch zu schlecht informiert. Wer Fleisch weglässt und stattdessen einfach nur mehr Nudeln isst, der muss sich nicht wundern. Vor nun über drei Jahren hatte ich das Glück, auf einen Arzt zu treffen, der über den Tellerrand seines Fachgebiets hinaus sehen konnte, was letztlich dazu führte, dass ich nach einem weiteren Jahr nahezu medikationsfrei war. Vorher hatte ich diverses geschluckt – und das immer so hingenommen. Das war eben so. Man wird nicht jünger, ich bin eben eher fragil, ich war eben die, die noch mal die Treppen hochgerannt… na, seien wir ehrlich: hochgekraxelt ist, um den vergessenen Tablettenblister aus der anderen Handtasche zu holen, weil ich ohne diesen doch immer etwas Sorge unterwegs hatte.
Plötzlich war alles an Medikation überflüssig. Bis auf ein paar akute Helferlein, denn manchmal blieb die Schulmedizin einfach die potentste Antwort auf verschiedene Situationen.
Dass mir hier keiner einfach seine Medikamente absetzt! Sowas gehört IMMER unter ärztliche Aufsicht und die hatte auch ich. Das war kein purer Selbstversuch!
Nur die Pille war geblieben. Aus Ekel vor all der Chemie, die ich jahrelang in mich eingeworfen hatte, beschloss ich auch diese letzte Tablette abzusetzen.
Ich habe es nie bereut. Allerdings habe ich mit deutlich schlechterer Haut dafür bezahlt. Die Teenagerakne kam zurück, die Pickel, die sich auch damals nur mit Pille hatten eindämmen lassen, sie waren wieder da: hauptsächlich auf dem Rücken, was ja in gewisser Weise nicht ganz so schlimm ist, wie die Dinger im Gesicht. Da ich aber nicht gewillt war, die Pille wieder zu nehmen (und sich die Haut auch nach über einem Jahr nicht von selbst beruhigt hatte, sondern eher immer leuchtendere Blüten trieb), fing ich an zu recherchieren. Ich stellte meine Pflege um. Leichte Verbesserung. Ich suchte eine Kosmetikerin auf. Erstens Aua und zweitens Naaaaja. Effekt hielt so fünf Tage vielleicht an, dann war es doch nicht mehr als rausgeworfenes Geld.
Ich hatte schon öfter gemerkt, dass ich schlimmere Pickel bekam, je mehr Zucker ich aß, also ließ ich ihn dann weg. Nach weiteren Recherchen veschwanden Milchprodukte, Weißmehl, Weizen und letztlich Gluten von meinem Speiseplan. Die Haut war schon DEUTLICH besser geworden, nichts desto Trotz war das immer noch Akne. Nur eben keine 20 Mörderpickel mehr, sondern sieben. Über die Recherchen war ich auf Paleo und auf AIP gestoßen. Paleo eliminiert Milchprodukte, Getreide und Hülsenfrüchte. Außerdem natürlich Zucker und industriuell aufbereitete Nahrung. So der Idealfall, wenn man streng nach Paleo isst. Ich war ja schon fast da, also flogen die letzten Getreide raus, Hülsenfrüchte waren für mich schon immer schwer bekömmlich, die haben mir nie gefehlt, das war also für mich eine sehr leichte Umstellung.
Eine Unterernährungsform von Paleo ist AIP, das Autoimmun Protokoll, das war für mich in vielerlei Hinsicht interessant. Zusätzlich zu den Regeln von Paleo, elimiert AIP Eier, Nüsse, sämtliche anderen Pflanzensamen und -kerne, Hefe und Nachtschattengewächse. Am besten man schält auch alles.
DAS war enorm hart. Und ich hätte mir mehr Vorbereitungszeit lassen sollen, denn ich nahm recht viel ab. Der Bruch war wohl auch zu deutlich, die Quittung habe ich mit dem Haarausfall drei Monate später bekommen. Nichts desto trotz: meine Haut war fast so schön wie vor meiner Pubertät, alles heilte. Ich hatte rosige Wangen! Ohne Rouge! Einfach so. Meine Verdauung war so perfekt, dass ich gar nicht mehr sagen kann, wann die jemals so unkompliziert gewesen wäre. Ich hatte kurz vor der Umstellung wieder heftige Beschwerden gehabt, die ich normalerweise nur mit monatelanger Cortisontherpie eindämmen kann. Mit AIP verschwanden die Symptome innerhalb von 3 Tagen. Ich war völlig konsterniert.
Warum bin ich nicht dabei geblieben?
Es war sehr schwer auf meine Kalorien zu kommen, ich war sehr oft SEHR hungrig. Und ich verlor Gewicht und zwar schnell und viel. Also habe ich nach einem Monat wieder auf normales Paleo zurückgeschwenkt. Weiterer Gewichtsverlust war schlicht indiskutabel. Meine Haut war nie wieder so wunderbar wie unter AIP, das lässt sich nicht leugnen, aber zum einen bekam ich wirklich ein moralisches Problem und zum adneren wisst ihr auch, was dann passierte:
Dann kam nämlich der Haarausfall (der nicht nur an der die Diät lag, aber zu einem großen Teil).
Und ich habe
Haarausfall natürlich heilen von Brigitte Hamann 
gelesen. Volle Rezension dazu findet ihr hier.
Hamann geht sehr stark auf das Säure-Base-Gleichgewicht im Körper und somit auch bei der Ernährung ein. Die meisten Menschen haben einen Säureüberschuss, schreibt sie. Sauer verstoffwechselt werden nach dieser Theorie tierische Produkte, süße Lebensmittel (Zucker vorneweg) und Getreide. Tierrisches ist aber mit Abstand der stärkste Säurebildner (mehr zum Säure-Base-Thema findet ihr hier und hier das hatte ich schon mal auseinandergenommen). Aha, dachte ich und fand ein Gesundheitsargument gegen Fleisch. Was mir sehr recht war. Unter Paleo und noch mehr unter AIP war mir diese MASSE an Fleisch und Fisch zuwider. Nicht geschmacklich. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die Fleisch wirklich sehr lecker findet und das kann ich auch nicht weg reden. Gewissen hin oder her, ich ekle mich nicht vor wohlgemerkt „gutem“ Fleisch. Gut heißt für mich: aus natürlicher Haltung mit natürlicher Fütterung. Ich sage bewusst nicht „artgerecht“, denn das ist für mich so ein politischer Schönredereibegriff, der Spaltenböden mit ein bisschen Stroh drauf plötzlich legitimiert.
Dazu kam, dass ich mit dem deutlichen Low Carb unter Paleo offenbar auch nicht gut zurecht kam. Also  nahm ich wieder Hirse und Hafer mit in meine Ernährung auf (auch säurebildend, aber nicht so stark wie Fleisch) und reduzierte dafür die Fleischmengen. Um das mal in Zahlen zu fassen: mit Paleo habe ich am Tag sicherlich 200g totes Tier gegessen. Mit AIP eher mehr.
Immer noch so viel Fleisch. Und wer schon ein gut abzustellendes Gewissen hat, der frage mal sein Portmonee. Das ist teuer! Ich hatte den Anspruch für mich, dann doch zumindest Bio-Fleisch zu kaufen, aber bei den Mengen, riss das solche Löcher in die Haushaltskasse, dass ich doch auch oft  auf Fleisch aus konventioneller Haltung zurück griff. Das ist ja auch sehr leicht. Liegt sauber abgepackt in der Kühltheke und sieht gar nicht böse aus… so rosa.
Ich wusste aber für mich, dass das nicht in Ordnung ist. Nicht für den Teil in mir, der gern ein Gewissen haben möchte. Man weiß das ja. Jeder weiß das (oder sollte das zumindest heute wissen), dass Tiere aus konventioneller Haltung kein schönes Leben haben (welch Euphemismus!) und jeder weiß auch wie unheimlich leicht es ist, diese Tatsache zu verdrängen. Es geht mir hier nicht um Missionierung (okay, doch, ein bisschen schon). Das sind Tatsachen, das wissen auch die Omnivoren (zu denen ich ja auch zähle!).
Jede ernsthafte, gesundheitsorintierte Diät weist aber darauf hin, dass der Mensch das letzte Glied in der Nahrungskette ist. Wenn das Tier, welches wir essen, vorher mit Medikamenten vollgestopft wurde und kein natürliches Futter bekommen hat, dann wirkt sich das auf die Qualität des Fleisches aus. Ist im Übrigen bei Pflanzen und den Böden ganz ähnlich, nur dass dort nicht so viel geschrien und gelitten wird. Und wenn doch, dann anders. Die meisten Gesundheitsdiäten empfehlen auch ganz klar eine sehr gemüselastige Ernährung. Paleo stellt nur auf den ersten Blick eine fleischlastige Ausnahme dar. Aber die Paleodiskussion würde hier den Rahmen dieses Artikels sprengen.
Ich habe das Glück in einen Freundeskreis integriert zu sein, der sich ebenfalls viel mit moralischem Konsumverhalten auseinandersetzt und somit habe ich mit meinem Bedürfnis nach Austausch bei vielen offene Türen eingerannt.
Ich bekam so viele Links, Buch- und Filmempfehlungen, dass ich für Wochen komplett beschäftigt war.

Und an diesen Informationen, die dazu geführt haben, dass ich lebe, wie ich lebe, esse, was ich esse, mich nach wie vor informiere und ja, die letztlich auch dazu geführt haben, dass es mir so gut geht wie lange, lange Zeit nicht mehr, diese Informationen möchte ich also diesen Monat mit euch teilen. Ich wollte das nach und nach hier einfließen lassen, aber das Thema ist mir zu wichtig und ich werde zu oft danach gefragt, als dass ich das so kleckerweise zwischen Frisuren und Co untergehen lassen wollen würde
Ich denke, es auf einen Monat aufzuteilen ist nicht verkehrt. Den üblichen Haarkram, zwischendurch als Erholung für die Leseaugen (und als Erholung für meine Tippfinger), den bekommt ihr ja dennoch.

Bis also schon ganz bald,
Mai

 

So here we are, translation please… uff.
Basically I talk about where I come from and why I am that much intersted in nutrition and diet. There is already I long journey I have traveld till now.
It is one thing to take advice from me with my personal point of view and my personal experiences but another to see where I got my information from. That’s important, because I can be an example how it could work (or not), but I have no „perfect pill“ for everyone here. We are all too different. So I want to help you to inform yourself, stay critical and always curious. Because this topic is so important to me I decided to make a whole „healthy September“ to post what I already know. Of course I will stay on topic and  there will still be lots of hairstyles and accessoires as you are used to it, so don’t worry there won’t be only boring texts here.
At first: I come from the healthy side of view. But food has more aspects than only health: moral and delight as well as it’s costs and the oppurtunities to lose or gain weigth. Don’t compare one aspect with another. That would be something like comparing apples with pears (German proverb).
So I chose the healthy side. But still I want my food to be delicious (definitely possible!), not too expensive (more difficult) and I don’t want animals to suffer for it. Und that last point is for me the hardest part, there is still work to do for me, as you know that I am highly interested in veganism, but still don’t feel at ease going the straight vegan way. But I am on my way and I improve. So we will see, where my path will lead me.

Before I start to give you an overview where I got my information from (films, books and of course also the internet) I want to tell you my own story of diet and nutrition, the path I have come from till now.

As a child it was my mother who made food for me of course. Today I think she did an almost perfect job, but used to I found it boring and „too healthy“. All my friends had whole drawers full of sweets and I… had dark chocolate and some nuts. Meh. No it was not that hard, but it felt like that. As an „immortal“ teenager who didn’t gain weight I ate all crap available – as almost everyone in my age. Until close to my Abitur, when my digestion decided to hiss the white respectively the red flag. After hospital I was forced to become my own diet and nutrition assistance to live and eat without pain. Pain is a superstrong motivator! It was not only that I wanted to be not hungry on a delicious way, it was, that I tried my best not to suffer from horrible cramps and other.
My new diet eliminatetd all chemical foodadditives, raw milk and almost all legumes. That „worked“ for a long period of time. „Worked“ means, that I lived an almost normal life like my mates, but still I was the girl with the purse full of blisters. That was my normality and I didn’t question it, as my doctors said the same: „Be happy with what you have it could have been so much worse.“
Luckily years later I met another doctor who did not agree with his fellows, asked some simple but right questions, sent me to the right collegue and one year later I was almost medication free. No mircale, no esoteric stuff, we are still in the range of normal modern medicine. We simply found something that had been overlooked for almost my whole life. I felt awsome! After I could stop taking all those pills there was only one pill left: the pill, the hormones I swallowed as contraceptive and against my teenage acne.
I was so disgusted from all that chemical crap, that I decided not to take this pill any longer. A decision I never ever regretted. Even though the angry acne hulk came back.
And here we are againbat my diet. I started research and found, what I already knew: less (no) suger for better skin. So I eliminated suger. Dairy as well is not the kind of food you should eat, if you want to calm down skinproblems. And than we came to white flour, wheat and gluten. My skin startetd healing! Still there were big dots, but no longer 20 but only around a third of it.
Than I found the paleo diet which eliminates all grains, legumes and dairy. I was almost there already, and so I dropped the last grains and cheese and my skin became even better.
A subform of paleo is called AIP, the autoimmune protocol. That was highly interesting for me and I gave it a try. AIP is based on paleo but additionally eliminates nighshades, all seeds and nuts, yeast, eggs and it would be better to peel all fruits and veggies. THAT was hard! I was trained in elimination dieting for years, but AIP was tough. But it worked! I had digestion problems before I startetd it but all symptomy vanished after three days. Normally I have to deal with several month of prednison, if I have problems like that, but that time it healed out of myself. That was astounding. My skin cleared up within few weeks. My cheeks turned rosy without makeup. Something I have never ever experienced before.
But, the flipside of the coin, I was on a super low carb diet, which means ketosis. And also my caloryintake was too low. I should have given me more time to inform myself, but I was so thrilled… I lost weight. A lot and fast. That was unworthy discussion. So I switched back to normal paleo. That still worked, but my skin was never again that clear as with AIP. That’s a fact. But is is also a fact that I started shedding like crazy three month after my AIP experiment. We know the story. Step by step I added more carbs to my diet.
And after I read Brigitte Hamanns Haarausfall natürlich heilen (How to cure hairloss naturally), a book in which she stresses the importance of a balanced acidic-alcaline level of our nutrion, I added more grains (but only without gluten) to my diet and reduced the meat. I was happy to have arguments against meat as with paleo and even more with AIP I ate herds of animals. Obviously my body liked that somehow. But my soul felt so ashamed. All that death caused by my diet! And even though I tried to buy only meat from organic working farms… it was too expensive for me. So there was also conventional meat on my plate. It is so easy to deny the suffering, when you go through the supermarket and the chicken breasts are all babypink and clean in their plastic wrapping…
But I knew it was no good. Everybody knows that or at least should know that, but it is the decision you have to make to let this knowledge come concious.
From that point on I reactivated my research and luckily I have so many friends who supported me with links, books and recommandations.

And these informatioon which I want to share lead me where I am now: not yet vegan or even vegetarian but in love with the idea of it. No paleo and not raw but nevertheless the happiest and healthies person I have been for many, many years. there are still (again) some skin issues to solve, but there are other hints, that my body feels comfortable with what I do. 
So I have a lot to share and we will read as very soon again.
If you like,
Best wishes,
Mai

13. August 2013

[Jäger] & Sammler

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung da Produktplatzierung.

Samstag war doch Vegan Street Day.
Ein für mich sehr gelungener Tag mit Freundinnen, gutem Essen und viel zu gucken – sowohl an den Ständen als auch einfach so bei dieser Menge an interessanten Menschen.
Leider musste man für etwas zu Essen unglaublich lange anstehen. Aber ob ihr es glaubt oder nicht: ich habe ein Eis gegessen! Selbstverständlich laktosefrei, ohne Zucker, ohne Carragen. Nach Süßstoffen habe ich vergessen zu fragen, aber ich habe es gut vertragen und es war UNGLAUBLICH lecker.

Darf ich vorstellen? Eine der Weltverbesser-Freundinnen.
One of my „all organic save the world“-friends.

Von den ganz harten Ständen mit brutalster Massentierhaltungsaufklärung bis hin zu sehr cleanem, modernen Raw-Vegan-Chic, von handgemachten (überteuerten…) Roh-Pralinen bis zu großen Marken war alles vertreten. Manches in meinen Augen besser als anderes, aber auf jeden Fall eine gute Mischung. Es ging lange nicht nur um Essen, wenn auch natürlich hauptsächlich. Es gab Informationen zu Tierversuchen, es gab die obligatorischen Message-Shirts und -Jutebeutel aber auch Stände, die die Ökoschiene mit bedient haben, wie zum Beispiel den aus Unna, der neben veganem Tierfutter und Shirts auch Wandfarben und Wandputze anbot. Da ist vegan dann eher nebensächlich, aber die Produkte sind schadstoffrei und ökologisch abbaubar. Preislich absolut vergleichbar mit normaler Baumarktfarbe. Ich denke, wenn das Arbeitszimmer hier mal wieder fällig ist, dann werde ich da mal vorbeifahren und einen Sack Pigmente kaufen.

Meine Entdeckung des Tages waren Erdmandeln. Weil sie so lecker (nussig mild) sind, kann ich euch auch leider kein Foto einer vollen Tüte mehr zeigen. Ich hab die bisher so gegessen wie Nüsse, habe mir aber schon sagen lassen, dass man sie für zwei Tage in Wasser einlegen soll. Angeblich schmecken sie dann wie Popcorn.
Erdmandeln sind Knöllchen an den Wurzeln einer Grasart, also prima für alle, die mit Hülsenfrüchten auf dem Kriegsfuß stehen und bei denen vielleicht eine Nussallergie vorliegt.

 

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Abseits des Vegan Street Days zerkratze ich mir grad gerne Hände und Unterarme beim Sammeln von Brombeeren. In den Dortmunder Parks wachsen genug davon. Wir haben bereits ein gutes Kilo eingefroren und würden uns noch mehr bevorraten, wenn uns da die Größe unseres Frostfachs nicht limitieren würde.
Innerstädtische Beeren sollten gewaschen werden, wegen des Feinstaubs, aber ich denke, die sind sauberer als manch andere kultiviert herangezogene Beeren, wo auf dem Acker nebenan gespritzt wird. Ich pflücke nur die, die höher wachsen als der größte Hund der größte Mann pinkeln könnte.

Brombeeren sind die größten heimischen Beeren (Erdbeeren sind keine Beeren im botanischen Sinne, sondern Nüsse, aber das weiß glaube ich mittlerweile auch fast jeder… muss ich hier also gar nicht so altklug daher kommen). Auch sind sie angebelich sehr reich an Antioxidantien, aebr auch hier kann ich grad nur mit Halbwissen glänzen. Aber sie kosten nichts und sind lecker. Von daher: greift zu!
EDIT: Meine lieben Leser haben mich darauf hingewiesen das Himbeeren und Brombeeren auch keine Beeren sind, sondern „Sammelsteinfrüchte“. Wieder was gelernt.

Brombeerblätter kann man auch zu Tee weiterverarbeiten, aber dazu muss man sie fermentieren. Habe ich noch nie gemacht und somit habe ich mich auf die Früchte beschränkt. Angeblich  wurden Brombeerblätter früher auch als Haarfärbemittel herangezogen, aber nur zum leichten Abdunkeln. Sagt das Internet. In den Foren ist mir noch niemand untergekommen, der das macht, obwohl wir definitiv genügend „Kräuterhexen“ online haben, die das bestimmt wüssten. Aber im Färbethema bin ich auch nicht so drin.

In diesem Sinne verbleibe ich ein bisschen unwissend, aber defintiv gut verköstigt,
eure… Heike aka. Mai

Heike Mai ist ein selten dämicher Doppelname…

Saturday was Veggie Day. Vegan Street Day, I talked about it. It was really interesting and I found vegan icecream I could eat: without sugar, without soy and so delicious! 
Besides tons of flyers and stickers I took a bag of „Erdmandeln“ (can’t find a translation for that) home with me. These little nodules grow at the roots of a certain grass. They taste like hazelnuts or almonds. Really nice if you are allergic to real nuts or have difficulties with legumes. 
But there was not only food, also stalls with other organic products could be found. So I saw someone who sold organic wall paint. Maybe I would consider that when it comes to my „homeoffice“ to get new colours.

When I am not on events like the veggie day 😉 I enjoy walking with the dog and gather blackberries. They are ripe now and can be found in almost every park in the city. Only pick those hanging higher than the biggest dog can pee…!
Blackberries are rich in antioxidants. We started to store them in the fridge, but space is limited there. So eat them now as long as they are fresh.
I also read on the internet that people used to dyed their hair with blackberry leafes, but I have never heard of that before in the forums… So maybe it’s not all true. I am not so firm in this dying subject.

And so I say, read you soon, 
yours not all knowing but definitely well fed Mai. 
Or Heike. 
As you like.

 

3. August 2013

„Du bist Veganer, oder?“

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung da Markennennung.

Neulich wieder:
„Du bist vegan, oder?“
„Nein.“
„Aber dann doch Vegetarier?“
„Nein…“
Erstaunen im Gesicht des Gegenübers.

Vielleicht hat die Situation auch etwas mit der Folgenden zu tun:
Vor ein paar Tagen erst erzählte ich meinen Kolleginnen etwas von solitär lebenden Bienen, was ich von einer meiner „Weltverbesserer-Freundinnen“ hatte. Es wurde gelacht. Ich wäre doch selber so eine!
Ich hab das mal als Kompliment genommen. 🙂

Aber dennoch antworte ich auf die Frage nach Veganismus und Vegetarismus mit einem Nein. Warum? Zumeist folgt dann diese Ausführung meinerseits:
Ich vertrage weder Milch, noch Weizen, noch chemische Zusatzstoffe, noch Soja. Andere glutenhaltige Getreide meide ich, weil es mir ohne ebenfalls besser geht. Ich esse keinen Industriezucker und bei Getreiden und Hülsenfrüchten vertrage ich nur geringe Mengen gut. Wovon sollte ich satt werden ohne Fleisch und Eier? Woher mein Eiweiß beziehen ohne Gluten, mit nur wenig Hülsenfrüchten? Fleichersatzprodukte vertrage ich ebensowenig wie andere Ersatzprodukte – mal davon abgesehen, dass ich sie eklig finde. Satt werden von Gemüse, Obst und Öl, aufgepeppt mit ein paar Samen und Nüssen? Das geht, bestimmt. Ich habe das auch probiert, aber so Leid es mir tut, das ist die Art von Verzicht, die mir dann zu weit geht. Und ich gehe auch davon aus, dass ich mich dann nicht mehr wirklich ausgewogen ernähren kann, außer ich führe jeden Tag penibelst Buch über mein Futter und dessen Zusammensetzung. Ich habe mich gegen diesen Weg entschieden. Auch weil mir mein Körper sehr eindeutige Signale gegeben hat, dass er mit Fleisch besser fährt. Es ging mir persönlich nie so gut wie mit Paleo – was aber nicht heißt, dass es andere Menschen gibt, die super gut mit Vegetarismus oder Veganismus leben. Oder mit Rohkost. Oder vollwert. Nicht zu vergessen die Stahlmägen, die eine solche Toleranz gegen das haben, was sie verzehren, dass sie kaum Unterschiede merken – außer geschmacklich – egal, was sie in sich reinschaufeln. Wobei ich da immer skeptisch bin, wenn das jemand von sich behauptet… Auf jeden Fall tolerieren wir alle wohl unterschiedliche Lebensmittel auf unterschiedliche Art, genauso wie wir unterschiedlich profitieren.
Ich vermute auch stark, dass sich die Liste der Dinge, die ich nicht vertrage immer weiter einkürzen wird. Denn das hat bereits begonnen. Vieles, was mir noch vor ein, zwei Jahren Probleme gemacht hat, ist ganz normal auf meinen Speiseplan zurück gekehrt. Meine Allergien verschwinden. Egal ob auf Pollen, Lebensmittel oder Hausstaub. Es ist faszinierend. Und somit schaue ich weiter zu und hoffe, dass auch die Hülsenfrüchte nach und nach zurück kehren werden, denn sie sind es zusammen mit den bereits gennanten Gruppen von Obst,. Gemüse, Öl und Samen, die ich brauche, um meinen Fleischkonsum weiter runterzuschrauben.

So Leid es mir also tat und tut, zumindest vorerst wird aus mir und dem Veganismus nichts.
Aber das heißt wie gesagt nicht, dass dieses „mir bekommt Fleisch aber einfach besser!“ für mich der Freibrief dafür wäre, das Thema komplett an den Nagel zu hängen.
Es gibt keinen Ablassbrief für getötes Leben. Und jedes „Aber“ ist an sich eine Farce. Moralisch argumentativ verliert mein Ansatz immer. Das einzige Argument, das wirklich auf meiner Seite steht ist: es gibt nicht nur schwarz (moralisch verwerflich) und weiß (moralisch rein). Allein dadurch, dass wir hier in dieser Gesellschaft leben, ist niemand von uns schneeweiß, das lässt unsere Gesellschaftsstruktur überhaupt nicht zu. Und somit entscheide ich mich für ein möglichst helles Grau.

Flyer meines Lieblingsmarktstandes

Ich esse keine Kuhmilchprodukte (und Ziegenmilch äußerst selten), ich beziehe meine Eier von einem Hof mit freilaufenden Hühnern und die Fleisch- und Fischwaren, die ich kaufe, sind allesamt aus dem Bioladen. Ich kaufe auf dem Wochenmarkt regionales, saisonales Biogemüse und hole meinen Honig vom örtlichen Imker, der mit seinen Bienenvölkern auch nur die Umgebung bereist. Derzeit stelle ich meine pflegende und dekorative Kosmetik um von Naturkosmetik aus der Drogerie um die Ecke (was ja auch schon weiter war, als zuvor die konventionelle Kosemtik) auf Selbstgemachtes (von mir, Bekannten oder kleinen Manufakturen) – natürlich tierversuchsfrei und vegan (außer bei Honig. das Honigthema ist aber wirklich sehr zweischneidig, von daher möchte ich das an dieser Stelle damit bewenden lassen, dass ich eben regionalen (Bio-)Honig kaufe). Haushaltschemikalien sind ein weiterer Aspekt, bei dem ich schon mal bei biologisch abbaubar angekommen bin, aber auch da gibt es noch viel zu lernen. Und wenn ich vom Essen über die Chemikalien dann zu weiteren Konsumgütern übergehe, dann sehen wir weiter. Müllvermeidung ist so wichtig. Kleidung ist ein ganz großes Thema… denn ich halte es z.B. auch nicht für die richtige Lösung statt Leder Lederimitat zu verwenden. Aus Kunststoff. Der in Jahrtausenden nicht zerfällt… mir graust es ehrlich gesagt etwas vor dem Thema. Aber „Das will ich eigentlich gar nicht wissen“, das zählt für mich nicht mehr.

Ich bin lange nicht ohne Fehl. In meinem Kühlschrank sind immer noch ein paar unkorrekte Sachen zu finden – und das nicht nur, weil ich hier nicht allein wohne. Ich schaffe es bisher nicht, alles biologisch und regional zu kaufen. In letzter Konsequenz müsste ich wohl selbst anbauen. Und spätestens da hört es dann auf. Selbst wenn ich den Acker hätte, ich hätte nicht die Zeit, da ich anderweitig arbeite, um mir ein Leben zu ermöglichen, das mir diese Wahl lässt.
Aber es wird immer hellgrauer. Und das freut mich. Und hoffentlich ändert sich unsere Gesellschaft noch mehr, sodass man in immer mehr Bereichen nicht mehr vor die Wahl gestellt wird: entweder hübsch oder korrekt. So wie ich gern ein „grünes“ Brautkleid gehabt hätte. Aber… die fand ich einfach alle nicht schön.
Gesellschaftsveränderung fängt aber immer bei einem selbst an. Also dann!

Um noch eine Nuance blasser zu werden, werde ich nächsten Samstag hier in Dortmund mit meinen „Weltverbesserer-Freundinnen“ über den Friedensplatz (wie passend) tingeln und mir anschauen, was der

für Menschen wie mich zu bieten hat, die weder Weizeneiweiß vertragen noch mit Soja warm werden, noch, noch, noch… siehe oben. Es gibt immer Anregungen.
Mandelmuß und gepuffter Amaranth waren meine letzten Entdeckungen. Erfüllt alle für mich wichtigen Kriterien, ist saulecker und ist gut für mein Eiweißkonto.

Ich bin also gespannt, was es jenseits der obligatorischen Tofubratlinge noch geben wird und habe nebenbei besonderes Interesse an allem Veganen, was man nicht isst, sondern anderweitig konsumiert.

Vielleicht sehen wir uns ja?!

I have been asked so often: 
„Are you vegan?“
„No.“
„But at least vegetarian?“
„No…“
But obviously I seem to be vegan. Not the worst thing, I guess. 🙂 
I really pay my highest respect to vegan people. But how comes I am not vegan, if I like this philosophy so much?
Well because I have some health issues and therefore difficulties with wheat (and other grains containing gluten), I don’t consume milk, I am not at ease with soy. And grains and legumes are all a bit difficult for me. So what to eat without meat and eggs, you see? Vegetables, fruits, oils and seeds? Yes, but that’s not the form of diet I want to life from. And I don’t think that this would be healthy. That is why I am still a meat-eater. But I am reducing the portions, as my health improves (and it does!). I go into the vegan way concerning everything else than food. And I buy organic as much as I can. Animal products are all organic in my fridge. Nevertheless there is still a lot to learn and to do, to get cleaner hands.
Next saturday the Vegan Street Day will take place in Dortmund. And I am courious what there will be for a person like me: highly interested in being vegan, but still someone who can’t deal with soy, wheat and meat substitutes.

23. Juli 2013

Food – Grüne Smoothies

Hallo zusammen!
Ihr wollt mehr Futter? Ihr kriegt mehr Futter!
Und da es so heiß ist, gibt es dazu etwas passendes. Ich habe zwar noch ein Rezept für vegane, glutenfreie, Paleo-Schoko-Torte (*anfix*), aber die ist so dermaßen mächtig, die spare ich mir für kühlere Tage.

Wie schon mal erwähnt, trinke bzw. esse ich derzeit viele grüne Smoothies. Ich kann euch noch nicht viele ausgegorene Informationen dazu geben, was genau daran jetzt besonders toll sein sollte, also gibt es mehr subjektive Eindrücke und nur ein paar Rechercheanrisse.

Mai Glöckchens Basis-Rezept für grüne Smoothies
vegan / roh / paleo / laktosefrei / glutenfrei
 

1/2 bis 1 Blattsalat (Kopfsalat, Pflücksalat, Lollo Bianco, Salatherzen)
1 Mango oder 1/2 Melone (Gallia, Cantaloupe oder Honig)
großzügiger Schuss Zitronensaft bzw. 1/2 bis 1 ausgepresste Zitrone (Limette geht auch)
1/2  bis 1 kleine scharfe Chilischote
handvoll Blätter frischer Basilikum
5x an der Pfeffermühle gedreht
Prise Salz
1-4 TL Honig oder Zuckerrübensirup (je süßer die Melone bzw. die Mango, desto weniger ist hier nötig)
optional: bei heißem Wetter gern Crushed Ice.

Die Menge reicht für 2-3 große Gläser. Wer keinen Standmixer hat, dem hilft auch erst mal ein Pürierstab weiter, ist nur etwas mühsamer. 

Für Fortgeschrittene

Statt Salat bzw. zusätzlich: Lollo Rosso, Rucola oder frischer Spinat.
Je dunkler der grüne Anteil, desto potentiell besser, so die Theorie, aber auch desto geschmacksintensiver und das kann besonder zu Anfang eher zum Abgewöhnen schmecken.
Ihr könnt auch Erdbeeren einmixern. Mache ich gern mit denen, die schon ein bisschen angedetscht sind. Aber das, was ihr dann als Ergebnis habt, ist nicht hübsch kräftig grün oder grüngelb, sondern ekelgrünbraun.

Grundsätzlich könnt ihr zusammenwerfen worauf ihr Lust habt. Säure und Schärfe aber nicht vergessen, sonst wird es schnell muffig. Chilli ist hier viel besser als Pfeffer. Banane ist süß, aber schleimig. Beeren hinterlassen ihre Kerne im Smoothy und färben wie gesagt eher schlammig. Besonders bei Himbeeren habt ihr dann ziemlich körnigen Bodensatz. Stört mich nicht, aber ich wollte es nur gesagt haben. Wenn es euch nicht flüssig genug ist, streckt mit etwas Saft der Wahl. Ich mag Orangen-Saft. Apfel geht auch gut, ebenso Grapefruit oder Maracuja. Wenn ihr drauf achten möchtet, dann natürlich am besten Bio, Fairtrade und ohne Zuckerzusätze. Idealerweise habt ihr selbst gepresst, aber wir fangen ja alle meist erst mal klein an. 🙂

Benefits

* Mit einem solchen Smoothie könnt ihr sehr viel Gemüse und Obst auf einmal essen. Ihr kommt also viel leichter auf die empfohlenen Tagesrationen oder vielleicht sogar auf mehr.
Quelle 1: 5amTag, Quelle 2: Deutsche Gesellschaft für Ernährung
* Ich habe an vielen Stellen (Internet! Keine sauberen, vorzeigbaren Quellen! Praktisch ausschließlich alternativmedizinisch. Muss nicht schlecht sein, aber ich hätte gern eine wissenschaftliche Stellungnahme) gelesen, dass vor allem sehr grünes Gemüse durch das mitgebrachte Chlorophyll sehr gut sein sollen. Für diverses. Also etwas undifferenziert. Ich versuche mich aber immer daran zu halten möglichst bunt zu essen und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber grün gab es bei mir bisher nicht so oft. Einfach weil rote, gelbe und blaue Pflanzen oft schmackhafter sind. Finde ich. Mit den Smoothies bekomme ich mein Grün gut untergebracht.
* Ein Smoothie ist roh. Gut für die mitgebrachten sekundären Pflanzenstoffe und Nährstoffe. Rohkost interessiert mich sehr, aber da stehe ich noch ganz am Anfang meiner Recherchen. Hier einfach mal ein flüssiger Titel aus der FAZ dazu.
* Zusammen mit etwas Chili, Zitronensaft und Honig ist man bei typischen Detox-Empfehlungen (auch hier bin ich noch sehr unbelesen, kann mir aber nicht vorstellen, das Chili, Zitronensaft oder Honig schlecht für mich sein sollen, also esse ich sie gern). Leider keine Quelle bisher, die ich euch nennen wollte.

Gibt’s auch Kritik?

Abzüge gibt es in zwei Punkten: ein Salat aus den Zutaten wäre sicherlich noch besser. Denn der wird gekaut und bleibt somit länger im Mund, was ja schon der erste Verdauungsschritt ist, das sollte man nicht vergessen. Es wird ja bei den alternativen Ernährungsweisen fast immer über die Natürlichkeit argumentiert. Ein Mixer ist wohl nicht natürlich, kauen muss man an sich schon selbst. Speichel wird ja auch nicht nur produiziert, damit man flüssiger (haha…) sprechen kann.
Zweitens wird durch den Mixer das Gemüse geschreddert, es wirken hohe mechanische Kräfte ein, was die Beschaffenheit laut einiger Quellen so verändert, dass der Wert des Gemüses leidet (auch hier, tut mir Leid, das ist schon sowas wie „Hören-Sagen“, zu lange her und ich finde nichts Sinnvolles mehr dazu). In welcher Art? Weiß ich nicht. Logisch finde ich aber, dass man den Smoothy auf jeden Fall sofort frisch konsumieren sollte. Der Mixer zerlegt die Pflanzen in sehr kleine Teilchen. Kleine Teilchen bedeutet: mehr Oberfläche im Verhältnis zum Volumen. VIEL mehr Oberfläche. Viel Oberfläche fördert immer Stoffaustausch und chemische Reaktionen. Der Mixer bringt außerdem Luft und damit auch Sauerstoff mit ein. Luft plus viel Oberfläche gleich sehr schnelle Oxidation. Und das wollen wir ja nicht, die Antioxidantien möchte wir ja essen. Also, mixern, eingießen, und runter damit. Nicht im Kühlschrank lagern.

Was Detox angeht, habe ich mir zwei Bücher bestellt. Dummerweise waren beide im ersten Anlauf nicht lieferbar. Ich versuche es nochmal und wir werden sehen. Das ganze Entgiftungsthema hat einen dermaßen schlechten Ruf, was aber auch einfach viel mit dem Begriff der „Schlacken“ zu tun hat. Am Wochenende habe ich erst wieder bei den Schwiegereltern eine Doppelseite zum Thema Detox gelesen. In der Fernsehzeitung. Noch oberflächlicher kann man ein Thema kaum ankratzen. Außer vielleicht auf so einem Blog im Internet, ihr versteht…
Also übt bitte Nachsicht. Mich interessiert das, ich informiere mich und dann mal gucken. Auf jeden Fall sind die Smoothies lecker, ich esse viel frisches Obst und Gemüse dadurch, also finde ich sie von der Grundidee nicht schlecht – auch wenn es sicherlich sinnvoller wäre, selbst zu kauen. Aber Essen iust ja nicht nur Gesundheit, es soll ja auch Spaß machen und lecker sein. Von daher sei das Bisschen Zubereitung verziehen. Zumindest sehe ich das bisher so.
Einen Smoothie aus der Kühltheke am besten noch in durchsichtiger Plastikflasche halte ich dagegen für Augenwischerei. Das ist nicht frisch, siehe besagter Oxidationsprozess. Und dann noch mit Lichteinwirkung… Dann doch wirklich besser eine Banane.

Lasst es euch schmecken.
Oder auch nicht. Die sind ja schon etwas speziell, die Smoothies…

This time I want to give you my basic recipe for green smoothies. 
Take a green leafy salad, half a melon or a mango, add a small chili, some leafs of basil, a bit of salt and pepper, some teaspoons of honey and some lemonjuice and put it all together in a mixer. If you need extra refreshment on days like these (it’s incredibly damp and hot here), you can pimp your smoothie with crushed ice or cooled orange juice. 
If you want to go advanced, try a smoothie made of dark green vegetables like spinach or rucola. But beware, that’s really a special taste. I recommand to have a first try with simple green salad. 
With these smoothies it is very easy to eat you five portions of vegetables and fruits per day. And in my case it is easier for me to eat my green. Normally I prefer red, yellow and blue fruit. Green is often a bit bitter. So it is easier for me to have a really colourful mix.
A smoothie is raw for all of you who are interested in this topic (as I am, but I am not well informed – yet!). And the chlorophyll could be helpful for your health too, but I am still researching this. 
So just have a try. It is a nice variety if you are  a bit tired of your summer salad.

9. Juli 2013

Food – Bunte Hirsepfanne – oder doch Hirsesalat?

Hallo ihr Lieben!

Ich freue mich sehr, dass mein erster Food-Beitrag so großen Anklang gefunden hat. Ihr habt mir ja sogar geschrieben, dass ihr nachgekocht habt! Da war ich dann schon ein bisschen stolz auf meinen Frühstückspfannkuchen.

Heute gibt es eher was für den Mittag oder den Abend.
 
Hirsepfanne
vollwertig / vegetarisch / vegan / glutenfrei / laktosefrei

Das Gemüse
Alles, was ihr habt! Je bunter, desto besser. Der Sommer ist dafür ja gerade perfekt. Bunt ist wörtlich zu verstehen. Je unterschiedlicher das Gemüse, desto mehr verschiedene Pflanzenstoffe nehmt ihr auf. Und ich achte ja immer (okay, fast immer…) darauf möglichst gesund zu essen.

In meiner Pfanne sind:
Tomaten
Paprika
Champignons
Möhren
Frühlingszwiebeln
Zucchini
Aubergine

Alles schön klein schneiden, Möhren und Paprika zuerst in die Pfanne geben (mit Olivenöl oder einem anderen guten Öl), die brauchen nämlich am längsten. Pilze und Tomaten zum Schluss, die sind sehr schnell gar.

Die Gewürze
Auch hier gilt: mehr ist mehr. Nur beim Salz nicht. Alles, was getrocknete Pflanze ist, rein damit. Abschmecken übt sich. An meinem Bild könnt ihr schon sehen, dass ich mit Gewürzen nicht geize. Nehmt auch deshalb eher mehr, weil hinterher ja noch die Hirse dazu kommt, die wieder viel Geschmack aufsaugt.

In meiner Pfanne sind:
Salz (derzeit noch das übliche vom Discounter, wenn das leer ist gibt es nur noch welches ohne Rieselhilfe und ohne Zusatzstoffe, dafür mit jodreichen Algen aus dem Bioladen)
bunter Pfeffer, frisch aus der Mühle gemalen, viel!
Knoblachgranulat (Bio. Erstens sowieso und zweitens ist das so viel intensiver. Drittens könnte man eigentlich aber frischen nehmen…)
getrocknete Kräuter, viel! Nicht streuen, kippen! (Da bin ich ja doch faul. Ich hab die Salatkräutermischung von Netto aus dem Schraubglas)
Brennnesselsamen, auch hier kann ich viel nehmen, da ich auch sonst viel würze. Die Samen muss man aber sonst etwas vorsichtig dosieren, sonst hinterlassen sie einen bitteren Nachgeschmack (eine der bekannteren Haarfutterpflanzen, guckt mal hier im Thread im LHN , meine Samen habe ich bei ebay bestellt. Das geht natürlich auch besser in Bio, aber nun habe ich sie schon mal)
Kurkuma, ebenfalls ein sehr potentes Gewürz. Ihr kennt es wohl am ehesten als einen Bestandteil aus Curry. Anticancerogen und mit noch diversen anderen positiven Eigenschaften. Kurkuma ist eine Knolle, ähnlich dem Ingwer

Was Kräuter angeht, bin ich leider noch ein ziemlicher Dilettant und ganz am Anfang meiner Kochrecherchen. Deswegen mag ich auch Mischungen so gern. Wenn ihr einen eigenen (Balkon-)Kräuergarten habt und frische Kräuter nehmen könnt, um so besser. Kräuter und Gewürze haben in der Regel eine sehr hohe Nährstoffdichte – nur isst man davon ja nicht ganze Mahlzeiten, sondern eher Tee- oder Esslöffelportionen. Wenn ein Gericht also viel Gewürz verträgt: immer ran damit. Je mehr Kräuter ihr einsetzt, desto weniger Kochsalz braucht ihr außerdem letztlich.
Oh, und bitte, bitte lasst die Finger von Maggi, Fondor, Brühwürfeln und wie sie alle heißen. Glutamat hat als Zusatzstoff im Essen nichts zu suchen. Wenn ihr davon Blähungen und Pickel kriegt, ist das vielleicht noch ein geringes Problem. Glutamat per se ist nicht schlecht, es ist natürlich auch in Eiern und Tomaten enthalten (weswegen ihr auch gut Tomatenmark zum würzen verwenden könnt, das bringt euch im Zweifel deutlich weiter), aber hier macht ganz klar wieder die Dosis das Gift. Und Glutamat in Würzmitteln ist immer viel zu hoch dosiert. Außerdem überdeckt es eigentlich alle anderen Geschmacksnuancen, dafür ist das schöne Gemüse echt zu schade. Glutamat heißt auch: Mononatriumglutamat, Hefeextrakt, Würze oder Würzmittel. Besonders fies ist das Hefextrakt, weil diese Bezeichnung vorgaukelt, dass es kein künstliches Aroma wäre. Ist es ja auch nicht. Aber das ist mehr so eine Spitzfindigkeit. Wer auf Glutamat reagiert, sollte Hefeextrakt auch weglassen. Und wie gesagt, die Dosis. 

Die Hirse
In Salzwasser kochen. Dabei stehen bleiben! Hirse kocht ähnlich ein wie Milchreis und brennt schnell an. Im Idealfall ist das Wasser so dosiert, dass ihr weder abschütten müsst, noch dass es anbrennt. Da muss ich noch üben. Mir passiert in der Regel entweder das eine oder das andere. Also immer schön umrühren. Kochdauer ähnlich wie Reis.
Hirse ist ähnlich wie die Brennnesselsamen ein sehr beliebtes Lebensmittel unter Haarzüchtern. Viel Eisen, Kieselsäure und diverse andere Nährstoffe, die ich gerade nicht parat habe.
EDIT: Guckt mal in den Kommentaren, da steht, wie man Hirse ohne Anbrennen gar kriegt. 🙂 Danke meine lieben Leser, ich hab es m,ittlerweile schon einmal nach eurer ANleitung nachgekocht, es hat funktioniert. 🙂

Und zum Schluss…
halbe bis ganze Dose Kokosmilch über das Gemüse (optional)
2-3 TL Zuckerrübensirup, um die Süße des Gemüses etwas mehr rauszukitzeln
Hirse drauf, umrühren, fertig

Ihr könnt das Essen auch genauso zubereiten und nur den Schritt mit dem Erhitzen in der Pfanne weglassen. Dann auch die Hirse etwas abkühlen lassen und ihr habt ein wunderbares Sommeressen. Eigentlich ist das so wie Bulgursalat, nur eben ohne Weizen.

Manchmal esse ich lieber warm, manchmal lieber roh. Rohkost hat viele Vorteile, was die Nährstoffe angeht, besonders was Obst und Gemüse betrifft. Bei Getreide verhält es sich ein bisschen anders. Aber Getreide ist sowieso ein anderes Thema.

Wenn ihr viel Gemüse schneidet, habt ihr definitiv einen besseren Geschmack am Essen und auch mehr Nährstoffe für euch (und die Haare! vergesst die Haare nicht! 😉 ). Aber auch mehr Menge. Schnibbeln kostst immer Zeit, aber meine Pfanne, so wie ich sie hier gemacht habe, reicht für 2 Personen für zwei Tage. Damit macht man dann den Aufwand wieder wett.

Ich hoffe es schmeckt euch.

Und zum Schluss-Schluss

Betonung auf „grow“, das ist in also in Arbeit, ich werde nicht von jetzt auf gleich alles umstellen.
Und was soll das heißen? Vegetarisch? Vegan? Rohkost?
So ähnlich.
Ich recherchiere nun seit einigen Wochen sehr intensiv, denn ich möchte nicht nur für mich und meine Haare gesundheitlich, sondern auch verantwortungsbewusst gegenüber anderen Lebewesen die beste Ernährung finden, eigentlich geht es da sogar um Kosum grundsätzlich, nicht nur Ernährung. Ich bin immer noch in der Informationssammelphase, setze aber bereits einiges um. Grob gesagt wird sich meine Nahrungsmittelauswahl in Zukunft an drei großen Haupternährungsphilosophien orientieren, nämlich roh, vegan (hier die gesundheitsorientierte Strömung) und paleo. Bei allen drei Diäten gibt es einen sehr großen Überschneidungsbereich der da heißt: Gemüse, Gemüse, Gemüse! Am besten grün (bzw. bunt), am besten roh und natürlich bio. Außerdem kein Zucker und was die Verwendung von Weizen angeht, sind sich auch alle drei zwar nicht einig, weisen aber doch in die selbe Richtung. Andere Bereiche scheinen erst mal nicht kompatibel, vor allem natürlich die Frage nach dem Fleisch.
Dem Ganzen werde ich aber einen eigenen Post in Zukunft widmen, denn ich möchte euch meine Quellen verlinken (oder falls nicht möglich, doch zumindest bibliografieren), damit ihr euch selbst eine Meinung bilden könnt.
Und wer sich weiter nur für die Haare interessiert, keine Sorge, es wird auch in Zukunft um Haare gehen. 🙂

I am so happy (and a bit proud) that you liked my first post about food so much. So I do what you aks me for and add another recipe for you. Of course all healthy and very good for your hair.
It’s all about vegetables, spices and millet. You can prepare it hot in a pan or fresh and raw (besides the millet) as a colourful summer salad.
Take all the vegetables you like, the more colorful the better. Cut it and prepare it in a pan with oliveoil und spices. I like it with curcuma (anticancerogenic), stinging nettle seeds (one of the favorated seeds among longhairs, for excample because of the iron), lots of dryed herbs, pepper, garlic and only few salt.
Add the cooked millet and serve warm or cool, as you like.

And in addition I want to make a statement:  I will go on a new journey: 
Mai Glöckchen eats greener, as to say: Mai Glöckchen grows green.
I would be happy, if you want to join me on me quest through, raw, vegan and paleo in search of my personal way of eating as healthy a spossible and in addition to that act responsible concerning the lifes of other animals and the planet as such. 

But don’t be afraid,  after all this will stay a hair blog. 🙂

18. Juni 2013

Neue Kategorie – Food

Hallo ihr Lieben!

Ich bin definitiv kein Foodblogger, aber wer mich kennt, der weiß, dass Ernährung in meinem Leben eine wichtige Rolle spielt (was sie in unser aller Leben tun sollte, wie ich finde).
Gesundes, volles Haar braucht gute Fütterung und schon sind wir auch zurück beim eigentlichen Thema.

In dieser Kategorie möchte ich gern ein paar Rezepte sammeln, mit denen ihr euch und im speziellen euren Haaren etwas Gutes tun könnt. Da viele von uns aus unterschiedlichen Gründen bestimmte Lebensmittelgruppen meiden, werde ich immer versuchen die Rezepte so kompatibel und flexibel wie möglich zu gestalten.

Fangen wir an mit meinem Lieblingsfrühstück:

Früchtepfannkuchen
paleo / vollwertig / laktosefrei / vegetarisch / vegan / glutenfrei

Basisrezept

Der Teig
1/4-1/2 Dose Kokosmilch pro Pfannkuchen
1-2 Eier pro Pfannkuchen
Haferflocken
Hirseflocken
geriebene Mandeln
1TL natives Kokosfett für die Pfanne

Gebt so lange trockene Zutaten hinzu, bis eine breiige, zähflüssige Masse entstanden ist. Dann lasst ihr den Teig ein Weilchen stehen, damit er quellen kann, während ihr die Früchte putzt und schneidet. Kokosfett erhitzen und den Teig in der Pfanne eventuell noch etwas ausstreichen.

Die Garnitur
Erdbeeren
Himbeeren
Blaubeeren
Bananen
Ananas
Mango
Äpfel
Datteln…

Da seid ihr völlig frei. Aktuell ist Beerensaison, das ist natürlich perfekt. Gefällt euch nichts vom saisonalen Obstangebot, helfen Trockenfrüchte (ich bin ein großer Fan von Datteln) oder Tiefkühlobst aus. Ich mische immer zwei bis drei verschiedene Fruchtsorten. Einfach in den noch nicht ganz festen Teig einstreuen und dann warten bis der Pfannkuchen gar ist.

Optional
1-2 TL Zuckerrübensirup oder Honig

Das gibt noch etwas mehr Süße, vor allem, wenn ihr eher saures Obst wie zum Beispiel Johannisbeeren erwischt habt. Locker über den Früchten verteilen.

Aufwand
Am Anfang etwa 20 Minuten pro Pfannkuchen, geübter reichen knapp 10 Minuten.

Vollwertig, laktosefrei und vegetarisch ist der Pfannkuchen so schon.
Paleo: Hirse und Hafer weglassen und bei geriebenen Mändeln bleiben.
Vegan: Ein Ei entspricht etwa 1-2 EL Sojamehl. Einfach dementsprechend ersetzen.
Glutenfrei: Wer eine echte Zöliakie hat, sollte den Hafer weglassen. Hafer ist, was Gluten angeht, nicht ganz eindeutig, also im Zweifel lieber nicht.

Mit diesem Frühstück habt ihr schon alle wichtigen Nahrungsbestandteile einmal auf dem Speiseplan gehabt: gutes Fett, langsam zu verstoffwechselnde Kohlenhydrate, Proteine, Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe.

Habt ihr Interesse an mehr solcher Rezepte?
Nehmt ihr sie einfach so mit, wenn ihr hier lest?
Oder hat das eurer Meinung nach auf einem Langhaarblog nichts verloren?

Guten Appetit,
eure Heike

I want to introduce a new categorie to you: food.
As you need to treat your body nice, when you want and maintain long hair, you need to eat healthy. So I want to collect some recipes here which can help you with that job.
I start with my favourite breakfast: pancakes with fruits.
You need  1-2 eggs per serving, 1/4-1/2 cans of coconutmilk per serving, 1 teaspon of native coconut oil for the pan, almonds, oat and millet flakes. On top you take which fruit ever you desire. At the moment it is time for berries, so have a try! On top you can add some  sugar beet syrup or honey for more sweetness if your fruits are rather sour.
If you want this meal to be paleo, cut out millet and outs and cling to almonds.
If you want it to be vegan, replace the eggs by soy flour. 1-2 tablespoons of flour for each egg.
If you want or have to avoid gluten, leave out the oats.
Enjoy your meal! 🙂

22. März 2013

Natürliche Schönheit von innen

Das war doch mal ein Werbeclaim, von… ja von was denn noch mal? Ich habe es vergessen.

Süßkartoffel / Maniok / Champignons / Butternutkürbis / Gemüsezwiebeln / Äpfel / Möhren / Kochbananen / normale Banane / Honigmelone / Mangos / Avocados
Ein Teil dessen, was in meiner Küche so rumliegt. Die Menge auf dem Bild reicht für uns zwei personen etwa für 2 Tage. Wobei ich davon den Großteil esse.

Du bist, was du isst
Dieses Thema ist mir sehr wichtig und sollte es auch für euch sein, wenn ihr wirklich schönes Haar haben wollt. Insbesondere gilt es für Personen wie mich, die schon mit Haarausfall zu kämpfen haben, aber jeder Mensch sollte sich mit seiner Ernährung und Lebensweise auseinandersetzen.
Wenn die Motivation dafür Schönheit oder in diesem Fall langes Haar ist, ist das genauso recht und billig, wie der Wunsch nach langem Leben oder einem Beitrag zu einer besseren Welt.

Zur Haarmotivation:
Haare sind ein Luxus. Sie sind Schmuck, der Körper braucht sie vergleichbar wenig bis fast gar nicht. Deswegen wird am Haar als erstes gespart, wenn irgendwo ein Mangel auftaucht. Also müssen wir unseren Körper ausreichend mit Nährstoffen versorgen.
Und damit kommen wir zum ersten wichtigen Punkt:
Ausreichend ist nicht gleich optimal!
Ausreichend ist schulisch eine 4,0. Damit geht es grad so noch. Wollt ihr geht-grad-so-noch-Haare oder wollt ihr wunderschöne 1er Haare? Deshalb: wenn ihr euch trotz Junkfood und schlechtem Lebenswandel noch gut fühlt, dann heißt das lange nicht, dass es euch gut geht. Es heißt, dass eure Gewohnheiten noch keine 5 verdienen, aber wie knapp sie dran vorbei geschrammt sind, das wisst ihr nicht.

Was also grundsätzlich für euren Körper gut ist, das ist auch gut für eure Haare. Egal welche Ernährungsweise (ich meine keine Diäten zum Abnehmen, ich meine grundsätzliche Essgewohnheiten und Prinzipien) man aus welchen Gründen auch immer bevorzugt: Vegan, Vegetarisch, Vollwertkost, Rohkost, Bio, Paleo, Glyx…

…beinahe alle Diäten lassen sich auf ein paar Grundregeln zusammenfassen:
* trinke ausreichend. Wasser!
* iss frisch. Sowohl frisch im Sinne von nicht lang gelagert, als auch im Sinne von frisch zubereitet
* iss abwechslungsreich: dann ist es unwahrscheinlicher einen Mangel zu entwickeln
* bevorzuge regionale Lebensmittel: sie werden reifer geerntet. Die CO2-Bilanz ist ein netter Nebeneffekt
* iss saisonal. Erdbeeren im Winter haben eine weiter Reise hinter sich und sind definitiv nicht wirklich reif geerntet worden.
* keine Crashdiäten
* meide Industriezucker. Leere Kalorien sind da fast noch das geringste Übel
* meide Weißmehlprodukte. Siehe Industriezucker
* meide chemische Lebensmittelzusatzstoffe
* meide Fertiggerichte (siehe die vorangegangenen drei Punkte)
* kein Alkohol!
* die Dosis macht das Gift

Ich halte mich auch nicht immer an alle Regeln, aber ich passe mich daran an. Bananen esse ich trotzdem, auch wenn sie nun wirklich alles andere als regional sind.
Für Haare besonders interessant ist eine ausreichende Versorgung mit Eisen, den B-Viatminen, Zink und anderen Spurenelementen, außerdem eine gute Aminosäureversorgung, also gute Eiweiße.
Was für euch besonders gut ist, könnt ihr recht leicht an eurer Haut ablesen, sie reagiert schneller auf Umstellungen als Haare. Bei Haaren kann es Monate dauern, bis ihr eine Veränderung zum Positiven oder zum Negativen feststellt.

Und immer dran denken: Essen ist nicht nur dafür da euch mit allem lebensnotwenidgem zu versorgen. Es ist ebenso Genuss und Geselligkeit. Wenn ihr euch durch eure Diät dauerhaft (eine Umstellung ist am Anfang nie leicht) gestresst fühlt, dann läuft etwas flasch. Eine gute Diät wird euch mehr Lebensqualität geben, nicht weniger.

Your are what you eat
This is a highly important subject, not only for growing hair but in general. 
If you want beautiful healthy hair, you have to nurish your body with everthing it needs. Remember: hair is something of the lowest importance for your body. If you are lacking something your body will stop the supply of your hair at first. 
And here we come to a very important point:
Sufficiant is not optimal!
Sufficiant in school means that you just managed not to fail but it does not mean, that you were good. That’s the same with nutrition. If you still feel at ease with junkfood and bad habits, that does not mean, that everthing is super. It means, that you body manages not to fail. How far away from failure you are, that is something you do not know.

Almost every diet (and I mean the way you are eating in general, not specifically a diet to reduce weight) is based on some fundamental rules:
* drink al lot! And I mean water!
* eat fresh. Fresh as fresh prepared and fresh as not old, long stored food
* eat varied. The risk of a deficiancy can be reduced by that
* eat regional. The food is fresher and as a sideeffect it is better for the environment, concerning CO2
* eat seasonal. So the food is ripe and fresh
* no chrashdiets!
* avoid industrial sugar. Empty calories are the smalles part of the problem
* avoid white wheat
* avoid chemical additives in your food

* avoid fastfood, junkfood and instantmeals
* no alcohol
* the dose makes the poison

I don’t follow every rule strictly. For example I love my bananas, even though they are in no case regional.
For your hair it is of high importance to be well supplied with iron, zinc, B-vitamins and other trace elements. Also have a look at your protein intake.

Hair replies very slowly to changes, but if you watch your skin it will give you hints, what is better for you.

And always remember: eating is more than supplying your body with what it needs. It is delight and  social activity too. If you feel stressed with your diet, something went wrong. A good diet will give you a higher lifequality not a lower.