21. Juni 2019

1 Jahr Meditation mit Headspace

Meine liebste Meditationsapp verdient einen eigenen Artikel. Sowas von!

Unbezahlte Werbung / Empfehlung

Über Meditation und auch über Headspace als unterstützende App habe ich schon hier und da geschrieben, auf Instagram empfehle ich es ständig. Damit du all meine Informationen dazu gesammelt wiederfinden kannst, habe ich diesen Artikel für dich geschrieben.

Warum bin ich so begeistert?

Viele gute Gründe. Zuallererst wohl deshalb, weil Meditation mir den Verstand gerettet hat – und mit Sicherheit auch das Herz – in einer Situation, die für mich subjektiv die Grenzen des Aushaltbaren an Stress und Erschöpfung niedergetrampelt hat: 15 Monate Schreibaby waren ein Verlassen der Komfortzone und mehr als einmal direkt rein in den gedanklichen Panicroom. Meditation hat mich aus der Panik in die Wachstumszone geholt. Das war immer noch eine Wucht an Herausforderung, aber Medittion war das wichtigste Backup vor allem dann, wenn die Zeit bis zur nächsten handfesten Unterstützung noch weit war (Kinderschlaf, Mann kommt von der Arbeit, Oma hilft aus, die Unendlichkeit, bis Fremdbetreuung ein happy ending bzw. happy beginning fand).

Davon ab liebe ich Andy Puddicombes Stimme, ich mag das Augenzwinkern, mit dem er bei den Impulsen, die er gibt, über menschliche Fehlbarkeit redet, die dadurch überhaupt nichts Schlimmes mehr an sich hat. Und die Grafikerin in mir freut sich jedes mal so sehr, wenn es eine neue Animation gibt, denn diese lehrreichen Trickfilmchen sind einfach herzallerliebst.

Headspace gibt es seit einigen Monaten auch auf Deutsch, noch nicht völlständig, aber es kommt immer mehr. Und auch die deutschen Sprecher machen einen guten Job, auch wenn ich mich glaube ich einfach schon sehr auf Andy konditioniert habe.

Meditation für Anfänger

Definitiv mit Headspace möglich. Ich habe damit begonnen und hatte damit die ersten geführten Meditationen entdeckt, die für mich gepasst haben. Ganz in Stille bin ich immer zu sehr abgeschweift und war dann frustriert, dachte, ich könne das nicht (mehr dazu in meinem Artikel Meditation für Anfänger). Headspace vermittelt sanft und nachvollziehbar ohne jeglichen Druck die typischen Techniken rund um Bodyscan, Atemfokus, verschiedene Visualisierungen (je nach Thematik), Bemerken und Loslassen (noting) und Fragestellungen.

Meditation für Fortgeschrittene

Auch das. Es gibt extra Pakete für Fortgeschrittene und tatsächlich muss man auch nicht sehr viel gelernt haben, denn der „Beginnergeist“ ist sogar sehr hilfreich. Gerade für Fortgeschrittene. Es bedeutet die Neugier zu erhalten und nicht zu glauben, man wisse und könne nun schon alles. Kann man nie.

Themenschwerpunkte

Headspace bietet neben den Einführungs- und Fortgeschrittenenpaketen vor allem eine wunderbare Auswahl an Meditationspaketen zu verschiedenen Themen. Darin liegt meines Erachtens nach die größte Stärke. Je nach Thema werden unterschiedliche Techniken in der Hauptmeditation angeleitet, vorher und nachher gibt es aber von Andy (bzw. den Sprechern) Impulse zum Thema, die so vor und nach der meditativen Übungen natürlich besonders guten Eingang in das bewusste und unterbewusste Denken und Empfinden haben. Die Impulse haben sehr oft etwas mit einem Perspektivwechsel zu tun und damit am Beispiel der verschiedenen Themen zu zeigen, dass Achtsamkeit und Mitgefühl, Liebe und Bewusstsein intrinsische Qualitäten sind, auf die jeder Zugriff hat bzw. haben kann. Oft geht es um Paradoxe und Gegenpole (Loslassen durch Annehmen, akzeptierter Widerstand, gemeinsam einsam und so weiter).

Die Pakete sind unterscheidlich umfangreich ausgelegt und es macht auch Sinn, dass man zwischen den Sessions schläft. Manche Pakete haben 10 Sessions, andere 30. Headspace geht dabei also sehr in die Tiefe, ohne zu jedem Thema eine Bibliothek in die Köpfe der Nutzer zu pressen.

Ich habe mittlerweile sehr viele Pakete durch und freue mich jedes Mal, wenn ich ein neues beginne darauf, was mir wohl diesmal begegnen wird. Und selbst wenn ich mich nicht freue, sondern vorsichtig um die Ecke äuge ist da immer etwas, was meine Neugier weckt.

Meine liebsten Pakete: Heikis Favourites

1. Mit Abstand das Restlessness-Paket.

Weil es mich völlig damit ausgesöhnt hat, dass ich eben Typ Kirmes im Kopf bin (auf instagram habe ich letztens etwas zur Scannerpersönlichkeit geschrieben, hier und hier) und das überhaupt keinen Widerspruch zur Meditation darstellt. Das ist sehr spezifisch für meine Persönlichkeit, es kann gut sein, dass du damit wenig anfangen kannst. Ich empfehle es aber allen, die der Meinung sind, sie könnten den Fokus ohnehin nicht lang genug halten, und wenn doch, dann wäre ads nervig und mache keine Freude, deshalb könnten sie sowieso nicht „richtig“ meditieren. Doch, geht. Geht sogar gut.

2. Kindness und Generosity.

Diese Pakete tun einfach nur gut. Sie sind durchweg positiv und echte Kraftquellen ohne im Morast der inneren Dunkelheit zu wühlen.

3. Acceptance.

Das für mich schmerzhafteste Paket. Was habe ich geheult! Was aber deutlich macht, wie wichtig es war, dahin zu schauen und die Blockaden zu lösen. Denn im Akzeptanz-Paket habe ich gelernt, dass ich meine Widerstände ansehen und akzeptieren muss, damit sie gehen können. Ich dachte, ich würde lernen mich mit etwas zu arrangieren. Mich abzufinden mit Unabänderlichen. Aber darum ging es so gut wie gar nicht. „Who or what do you resist most right now?“ Es war das erste Paket, das ich mit der Fragestellungstechnik gemacht habe und die Antworten, die ich bekommen habe, hatten es in sich. Manche kommen auch immer noch wieder hoch, aber dann kann ich sie bemerken und ziehen lassen. Dieses Paket hat ganz viel in mir befreit. Dass ich so geweint habe, zeigt gut, wie hässlichda vieles war. Absolut verständlich, dass ich einen hohen Widerstand hatte mich mit Akzeptanz zu beschäftigen (erkennt ihr das Paradox?), denn vorher musste ich da ja nicht hinsehen. Ich habe es doch gemacht, weil einer Freundin, die ebenfalls mit Headspace meditiert, es mir dringend empfohlen hat. Sie hatte so Recht. Hat sie eigentlich immer. 🙂

4. Patience.

Zu verstehen, dass Geduld unendlich ist, Ungeduld nur dadurch entsteht, dass wir glauben, dass sie endlich sei, weil wir sprachlich auf dünne Geduldsfäden getrimmt sind und wir diesen dämlichen inneren Beeiler in uns tragen. Der von außen kommt. Nicht aus uns. Der Zeit und dem Leben ist es egal, ob wir geduldig sind oder ungeduldig. Wenn wir im Jetzt sind, sind wir geduldig. Und wir haben ja nur das Jetzt, alles andere ist bloßer Gedanke. Und weil es immer nur jetzt ist, ist Geduld unendlich. (Sich daran zu erinnern, wenn der innere Antreiber übernimmt, ist dann noch mal was anderes 😉 )

5. Relationships.

Mit 30 Tagen ein Brocken. Aber musste auch sein. Beziehungen beginnen immer mit uns selbst. Ich empfehle das Kindness-Paket vorher. Hier wird eine Metta-Meditation angeleitet (dass das so heißt, weiß ich nicht von Headspace sondern von schon erwähnter Freundin, die schon länger meditiert), was kurz gefasst die Fokussierung auf eine andere Person ist, die man sich immer glücklicher vorstellt. Die „Liebevolle Güte Meditation“ aus der klassischen buddhistischen Meditation ist aus derselben Kategorie. Geübt wird aufbauend zuerst im visualisierten Fokus auf uns selbst, dann auf jemanden, den wir gern haben, dann auf eine neutrale Person (z.B. der Postbote) und schließlich auf jemandem, mit dem wir einen Konflikt haben. Diese Meditation ist unheimlich transformierend, was Nachsicht mit anderen angeht, Akzeptanz von anderen Lebensentwürfen, Mitgefühl und Vergebung. Es ist eine der wenigen Meditationen, bei denen ich tatsächlich im Alltag an Andys Rat denke, mir zwischendurch Momente zu nehmen und die Visualisierung in Kurzform ablaufen zu lassen. Weil es schön ist. Und so gut tut.

6. Anger.

Eines meiner ersten Pakete, denn da brannte die Hütte. In Erschöpfung war ich innerlich so sauer und durfte das vor meinem schreienden, um Ruhe flehenden Kind ja nicht rauslassen. Wäre sehr kontraproduktiv gewesen. Und ich war ja praktisch permanent in ihrer sicht- und Hörbweite, da war mit Ventilieren sowieso kaum was. Die Momente, in denen ich ein Wandtrittventil gebraucht habe oder tatsächlich laut geworden war, haben sehr deutlich gemacht, WIE kontraproduktiv das war. Der Nachhall ging über Tage. Von wegen Kinder sind so robust… Das Anger-Paket hatte vor allem sehr wertvolle Atemtechniken für mich. Und Mitgefühl. Es hat Druck rausgenommen, sowohl in der Theorie als auch im Verhalten.

7. Sadness.

30 days of sadness. Ein weiteres großes Paket und das letzte, was ich bisher abgeschlossen habe. Spannend ist, dass ich gar nicht mehr genau sagen kann, wie die Meditation lief, obwohl ich erst vor 2 Wochen fertig geworden bin. Ach ja, doch, jetzt weiß ich es wieder. Es ist ein Visualisierungspaket, Lichtvisualisierung. Sehr friedlich. Sehr sanft. Auch die Impulse sind sehr sensibel und haben sich sehr, sehr kleinteilig angefühlt. Was denke ich sehr wichtig ist, bei einer so schweren Thematik.

Ich habe es gewählt, weil ich eben NICHT traurig war. Von meinen dunklen Gefühlen kenne ich vor allem die Wut, die hat sich ja auch nie wegdrücken lassen. Ich hatte sie zwar meistens im Zaum, aber mir hat mal ein sehr lieber Mensch gesagt, dass er niemanden kenne, der so wütend sei wie ich. Da war ich doch sehr irritiert bis schockiert. Ich bin weder cholerisch noch aggressiv handgreiflich. Ich kann mich gut aufregen, das ja und ich kann unter Stress recht garstige verbale Spitzen austeilen, für die ich mich sehr schnell entschuldige. Aber sonst? Da sie ein sensibler Mensch ist und ich ihrer Wahrnehmung traue, habe ich da viel darauf herum gedacht. Und bin dann darüber gestolpert, dass ich zwar viel Wut empfinde (auch deshalb das Anger-Paket so früh, denn der Stress war ja groß, und meine Strategien die Wut zu zügeln waren an ihrem Limit angekommen) dafür aber kaum Trauer, außer in zwei sehr bestimmten Situationen. In anderen Verlustsituationen (wo also die passende Emotion Trauer wäre), war ich wütend. Die Vermutung lag also nahe, dass ich auch deshalb so viel Wut zu bändigen habe, weil das Gefühl darunter, die Trauer, gesehen werden wollte.

Kathrin Borghoff hat mal gesagt, Wut sei immer eine sekundäre Emotion. Was so nicht ganz stimmt. Wut gehört mit Freude, Überraschung, Angst, Ekel und Trauer zu den sechs primären Emotionen. Die Gesichtsausdrücke dazu sind z.B. auch universal auf der ganzen Welt verständlich. Wut kann aber in einem anderen Kontext sekundär sein, als dass sie eine Schutzreaktion ist: Fight or Flight, Kampf oder Flucht. Für die Flucht ist die Angst zuständig. Für den Kampf die Wut. Wut ist damit kanalisierte Angst, handlungsfähiger schon als pure Angst (siehe unten Anxiety). Wut kann aber auch bearbeitete Trauer sein, nämlich wenn ich etwas verloren habe oder verloren glaube und mir so sehr wünsche, es ändern zu können. Angst und Trauer bleiben in der negativen Emotionen. Wut ist immer noch negativ, dabei aber schon weiter oben, da sie aktiv wird. Negativ hier im Sinne von dunkel, belastend und potentiell zerstörerisch. Jede Emotion ist erst mal was sie ist: eine Reaktion und ein Signal. Keine sollte abgelehnt werden, sie alle wollen gesehen werden, damit sie die Botschaft überbringen können, wofür sie da sind und wir entsprechend handeln können.

Gefühle sind zum fühlen da

Auch habe ich mich gefragt, ob ich Merle dann überhaupt korrekt Trauer und Wut zurück spiegeln kann. Nehme ich ihre Trauer war oder missverstehe ich sie und denke, sie sei wütend (Enttäuschung als Mittelding ist spannend, um zu gucken, auf was man eher anspringt). Mein geliebter Protagonist Jakob ist ein sehr trauriger Mensch. Was bedeutet, dass ich als Autorin sehr viel davon in mir haben muss. Ich weiß von der Skala des Bewusstseins (war Thema in der RUSU, Schaubild findest du hier bei Laura Malina Seiler), dass Trauer unter Wut liegt. Wer viel trauert, arbeitet sich in der Regel über die Wut hoch. Wut hatte ich gut bearbeitet (und tue es noch, alles ist Übung), und hatte schon deutlich gespürt, wie befreiend es war. Ich weiß nun schon lange, dass ich dahin gucken sollte, wohin ich nicht schauen mag, wo ein Widerstand (siehe Akzeptanz-Paket) ist. Und auch „Ach, das brauche ich eh nicht!“, ist so ein Widerstand. Also war es an der Zeit eine Ebene tiefer zu gehen.

Ich habe bei der ersten Sitzung geweint. Obwohl da nichts, nichts, nichts schlimmes gesagt wird. Nichts! Allein, dass ich meinem Unterbewusstsein signalisiert habe, dass ich bereit bin hinzusehen, hat das Tor geöffnet.

Da ich schon wusste, dass negative Glaubenssätze (Das Kind in dir muss Heimat finden) richtig weh tun können, habe ich mir mehr als 30 Tage Zeit gelassen und vor allem die letzten Tage eingebettet in ein positives Mindset durch sehr gezielte Dankbarkeitsübungen (und Yoga und Affirmationen und und und… mein Rpertoire ist mittlerweile groß). Dennoch habe ich enorm gespürt, wie die niedrigen Energien der Traurigkeit Einfluss hatten auf meinen Alltag. Gar nicht in Trauer als solche. Sondern in bedeutend weniger Energie. Und ich hatte bemerkenswert viel Durst, ganz körperlich konnte ich spüren, dass sich etwas gelöst hat und rausgespült wurde. Bzw. hat mir mein Körper dieses Feedback gegeben. Auch habe ich gespürt, dass ich sehr viel Kraft aufwenden musste, um mich auf Freude anderer einzuschwingen.

You attract what you are.

Der Mangel, der an der Trauer klebt, der war spürbar. Deshalb das Einbinden in die Dankbarkeit. Und der sehr liebevolle Umgang dabei mit mir selbst. Immer fest im Glauben: Ich mache diese mehr als unbequeme Arbeit, ich wende diese Kraft auf, weil es danach leichter ist. Zwischendurch wollte ich abbrechen. Nicht, weil ich eben so viel geweint oder gegrübelt hätte. Sondern weil es mich irre müde gemacht hat, schwer-mütig.

Jetzt, da das Paket durch ist, weiß ich: Oh ja, dahinter ist es so viel leichter. So viel! Ich kenne mich wieder ein Stück besser. Und bin dadurch wieder freier und leichter. Und ja, ich kann Wut und Trauer jetzt so viel besser trennen.

Aktuell: Finding-Fokus und Anxiety

parallel zur dritten Runde RUSU, um vor allem den Anxietypart, der bei mir der Schlüssel zum Finding-Focus ist, liebevoll einzubetten und mit Energie zu versorgen. Anxiety, also Ängste, sind ebenfalls eigentlich nicht meine Themen. Aber. Uneigentlich eben schon.

fight, flight or freeze

heißt es eigentlich komplett. Und wir sehen, die Angst arbeitet hier nicht nur in der Flucht, Einfrieren ist auch eine Option, sich tot stellen. In Überlebenssituationen ganz wörtlich zu nehmen. Wenn ich nicht fliehen kann und auch nicht kämpfen, dann ziehe ich zumindest so wenig Aufmerksamkeit wie mögloch auf mich (um nicht gefressen zu werden). In modernem Kontext sind Flucht und Einfrieren versteckter. Prokrastination ist eine Form davon.

Nach so viel Arbeit an meiner menschlichen Kompetenz als liebevolles Ich, mag ich nun weiter gehen und mich meinem Traum widmen: meiner Romanreihe. Über die ich immer nur rede, habe ich das Gefühl. Ich schreibe auch. Aber es ist nach wie vor nichts konkretes öffentlich, nur ganz viele Teaser. Warum? Weil ich Angst habe. Zu scheitern. Abgelehnt zu werden. Nicht gut genug zu sein. Und vielleicht habe ich auch Angst vor dem eigenen Erfolg, denn der würde viele Veränderungen bedeuten und so sehr ich die will, so sehr sind sie eben auch einfach das Veränderungen. Fremd. Ich weiß gut von mir, dass ich ein Typ Mensch bin, der sich darüber zwar sehr freut, der aber in mehreren großen Veränderungssituationen schon SEHR zu kämpfen hatte. Das iost übrigens auch typische für Hochsensibilität. Die Anpassung verläuft weniger reibungslos als bei normal sensiblen Menschen.

Ich weiß das alles, weswegen ich EIGENTLICH ja jeden Tag an den Romanen arbeiten will, uneigentlich ist es aber auch jetzt!!! schon wieder nach 22 Uhr und ich habe es nicht gemacht. War wichtigeres zu tun. Tatsächlich? Immerhin schreibe ich an diesem Riesenartikel, kann also nicht ganz stimmen.

Wissen udn Lernen sind ein Unterschied. Wissen findet nur in meinem Kopf statt. Was ich wirklich gelernt habe, das führt ins Handeln. Mein Wissen und Verständnis ist also da, aber ich spüre diese Blockade für die Anwendung. Also brauche ich etwas anderes als weiteres Wissen, um über selbige gehen zu können (und idealerweise auch so, ohne dass es so richtig weh tut). Ich brauche den Support meine Unterbewusstseins. Ich brauche einen Glaubenssatz, der störker ist als mein „Ich bin bin nicht genug“, dass sofort wieder übernimmt, wenn meine 5% Bewusstsein mit was anderem beschäftigt sind und der 95% unterbewusste Autopilot mich durch den Tag navigiert.

Zurück zur Skala des Bewusstseins: Was liegt unter der Trauer? Die Angst.

Und somit wirklich genug Argumente. Das Wissen ist da, jetzt wende ich es an. So, wie ich das mit all den anderen neuen Wissenesgebieten auch getan habe. Also auf, noch eine Eben tiefer ins Dunkel. Jetzt wird es spannend, denn meine Trauer, von der habe ich immer gewusst, dass sie da ist und mich bloß gewundert, dass ich sie so selten empfinde (außer in eben bestimmten Situtaionen und im Schreiben). Meine Angst aber, die habe ich ewig geleugnet. Sie war völlig unsichtbar für mich, bis ich Anfang des Jahres begriffen hatte, wie dieser gemeine Glaubenssatz aus „Ich bin bin nicht genug“ funktioniert. Und den schaue ich mir nun näher an. Ich habe mehr als genug Wissen und Tools, die ich dazu brauche. Hier habe ich mein „nicht genug“ also schon unterworfen bzw. befriedet. Ich habe genug Wissen. Ich habe genug Techniken. Vorher hatte ich nicht genug davon, um mich an die Angst zu wagen. Doch, hatte ich auch schon, aber das ist ja der Knackpunkt. Man muss es sich selbst glauben und zwar so richtig. Deshalb ist Wissen Macht. Es schafft Verständnis. Viele neue Gedanken erschaffen neue Einstellungen und Überzeugungen und erst dann komme ich dorthin, wo meine Wahrnehmung von dem, was Realität ist, entsteht. Ich habe etwas Angst vor der Angst. Aber nicht so sehr, wie ich mich auf das freue, was dahinter liegt. Und weil das so ist, weiß ich, dass ich das kann.

Wir sehen uns auf der anderen Seite!

Alles Liebe,
deine Heike

15 Kommentare

  1. Liebe Heike, vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel! Ich möchte so gern auch regelmäßig meditieren. Aber ich bin ja schon froh, wenn ich regelmäßig Yoga mache, was mir von der Priorität eben nochmal wichtiger ist. Ich habe die wenigen kostenfreien headspace Pakete schon vor ein paar Monaten gemacht und war auch begeistert davon, und gleichzeitig auch erstaunt, denn zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, meditieren könne eben auch etwas für mich sein. Was mich wahnsinnig interessiert: Wie bindest du all das in deinen Alltag ein? RUSU, headspace, dann noch so große Brocken wie „Das Kind in dir muss Heimat finden“ bzw. die Arbeit an diesem Thema. Schaffst du all das plus Haushalt, Einkauf, Normaloprogramm wie duschen etc. vormittags, wenn Merle bei der TaMu ist? Ich kann mir das nur schwer vorstellen. Und wie soll das gehen, wenn man zusätzlich noch arbeitet? Unsere Tochter ist nun 17 Monate alt. Seit Kurzem geht sie dan ganzen Vormittag alleine in den Kindergarten. In der Zeit habe ich nun erstmal viel Liegengebliebenes erledigt, was vorher einfach auf der Strecke geblieben war, und mache endlich wieder etwas mehr Yoga und lerne endlich Italienisch. Ich kann mir schon vorstellen, dass ich morgens zusätzlich zu Haushalt, ToDos, Yoga, Mittagessenvorbereitung,..noch meditieren einbinden kann, wenn sie eben 3h fort ist und ich noch nicht arbeite. Aber spätestens dann stelle ich es mir schwierig vor. Du gehst zwar noch nicht arbeiten im erwerbstätigen Sinn, doch du magst ja an deinem Roman arbeiten. Magst du mal beschreiben, wie deine persönliche Routine ausschaut? Mir ist natürlich klar dass ich die so auch nicht übernehmen kann, jedes Leben, jeder Alltag sieht ja anders aus, aber eventuell würde mir das für eine eigene Routine helfen. Die RUSU würd ich zB gern absolvieren, aber ganz ehrlich, ich glaub das schaffe ich zeitlich nicht?! Hm. Manchmal frage ich mich auch, ob ich einfach zu viel will? Geht dir das auch so?

    Was ich noch sagen mag: Hab keine Angst davor, deine Romane zu veröffentlichen! Ich bin mir sicher, dass sich viele darauf freuen und all deine Zeichnungen und Textpassagen haben doch bislang super Anklang gefunden. Und davon ab-letztlich machst du es ja für dich! Aber ich glaub, das weißt du auch :). Zweifle darf man ja trotzdem mal. Ich glaub, ich bräuchte so ein Headspace-Zweifel-Paket..

    Liebe Grüße und viel Erfolg für deine Romane, Nadine aka @mllenanni

    1. Hallo liebe Nadine,
      aaaach gut dass du den Instanamen noch dazu geschrieben hast! Jetzt weiß ich sofort, wer du bist. 🙂
      Also: Headspace-Zweifel-Paket mache ich in dem Sinne gerade. Zweifel ist eine Spielart von Angst (Angst nicht gut genug zu sein, nicht perfekt genug, fähig genug, vorbereitet genug…), deshalb habe ich mir das Anxiety-Paket rausgesucht.
      Meditation und somit Headspace und/oder RUSU sind bei mir sehr hoch priorisiert. Ich schrieb das auf Insta schon mehrmals: 5% dessen, was wir täglich tun und entscheiden unterliegen unserem Bewusstsein. 95% laufen aus dem Unterbewusstsein gesteuert ab. Autopilot, Routinen. Wenn ich die 95% in Einklang bringe mit dem, was meine 5% wollen, dann läuft alles sehr sehr viel leichter ab, weil ich meine kostbaren 5% nicht mehr aufwenden muss, um mich für etwas zu disziplinieren. Das heißt, ich investiere da gerade recht viel der Tagesressourcen an Zeit, Energie und Aufmkerksamkeit, bekomme das aber bereits mittelfristig mehr als zurück.
      Wenn du morgens 3h Zeit hast, ist es aber tatsächlich eng, wenn du das noch on top machen magst. Ich habe kinderfrei 3-4x die Woche von 9:00 bis 14:30, also 5,5h. Tatsächlich brauche ich auch ziemlich genau 3h, um das zu tun, was eben getan werden muss: mich duschen, ernähren, einkaufen (seit kurzem ist das nichts mehr, was ich gern mit Merle mache, nur noch, wenn es sich nicht vermeiden lässt), putzen, Papierkram, Blogpflege/Instagram (das ist mein Tor zur Welt und letztlich auch meine Platform, um das tun zu können, was ich tun will, wenn ich mit putzen und Co durch bin, deshalb gehört das für mich in die hohen Alltagsprioritäten).
      Für Meditation, Yoga, solche Späße wie Minimalcountdown und auch größere Blogarbeiten und Romanarbeit bleiben somit etwa 2×3,5=7h in der Woche. Das ist nicht viel. Es wäre mehr Zeit, hätten wir eine Reinigungskraft (haben wir nicht), würde ich weniger aufwändig kochen (mache ich ab und zu, aber generell gehört das zu meinen Säulen, die ich nicht umstoße, genauso wenig, wie ich am Schlaf kürze). Aktuell entzerrt es sich dennoch, weil ich mittlerweile einiges an Kochen und Haushalt mit merle zusammen machen kann. Das ist anstrengend, aber machbar. Schreibtischarbeit geht nur in ihrer Abwesenheit, drum bereite ichd as Abendessen jetzt nicht mehr in meienr Vormittagszeit vor, auch wenn das entspannter wäre, denn das geht auch, wenn sie da ist. Schreiben nicht.
      Was du zum Liegengebliebenen sagst: I feel you! Da habe ich bestimmt auch 3 Monate für gebraucht, um da überhaupt wieder Grund rein zu kriegen und was Papierkram angeht sieht es immer noch nicht komfortabel aus.
      Persönliche Routine in Kürze:
      6:30-7:00 aufstehen. Mich und Kind kleiden und verköstigen. Sollte sie noch einen Moment schlafen, mache ich dann allein mein Yoga oder vielleicht sogar meine Meditation. Aber eher selten. Im Bad spreche ich meine Affirmationen und meine Dankbarkeiten. Einige affirmationen spricht Merle sogar schon teilweise mit.
      8:30-9:00 Ankunft bei der Tagesmutter.
      8:45-9:30 Aufbruch dort. Wir quatschen gern miteinander. Wäre das keine professionelle Ebene, wären wir vermutlich befreundet. Tut mir gut. Erwachsene Gespräche gehen mir sonst auch über den Tag sehr ab.
      Im Anschluss direkt Post oder Einkauf.
      Zurück zu Hause Haare waschen, meditieren, wenn noch nicht gemacht, selber frühstücken (ich esse nicht mit Merle zusammen, weil ich intervallfaste). Dann ist es 10:00 bis 10:30.
      Es folgen die Dringlichkeiten rund um wäsche, Staubsaugen, größerer Einkauf, aktuell ist der Garten intensiver (Kirschernte), Secondhandverkäufe einstellen, beantworten, verpacken.
      Dann ist es rund um 12 Uhr. Mittagspause mit Essen und Instagram, falls ich das noch nicht gemacht habe.
      12:30 bis 14:30 verfliegt ind er Regel mega schnell. Hier mache ich größere Aktionen. Wie den Minimalcountdown. Fenster putzen. Kühlschrank putzen, Emails beantworten, Papierkram, Blogposts schreiben, Romane bearbeiten, Energiebällchen o.ä, nachproduzieren, etwas nähen. Kannst du dir denken, dass da für die Romane an sich gar nicht so viel Zeit stehen bleibt. 🙂
      14:30 los Kind abholen. 15:00 sind wir zurück. Nachmittagssmoothie o.ä für Merle und mich. Nachmittagsplaydate so ab 4, oder Spielplatz oooder es wird laaang bis 17:00, wenn Benedict etwa nach Hause kommt. Merlezeit auf jeden Fall, so ziemlich ausschließlich.
      Gegen 17:00 fange ich an Abendessen zu machen. meist essen wir dann kurz vor 18:00. Dann kommt noch mal ein Schwung Spielen mit Kind, Wäsche, Badezimmerzeit und nach 19:00 geht es an die Einschlafroutine. Die teilen sich Benedict und ich nun. wenn ich raus bin, meditiere ich, gieße Blumen, mache Yoga, bin am Blog, räume auf (Küche!!!), falte Wäsche. Gegen 20:30-21:00 sind wir dann meist mit allem fertig. Dann kommt entweder noch mal Roman/Blog/Instagramzeit oder ich daddel nur doof rum oder man schaut einen hakb Film. 22:30 bis 23:00 geht es ins Bett.
      That’s it.
      Ich war nicht arbeiten im regulären Sinn, aber der Tag ist voll. Voll mit ganz viel Gutem, aber wenn mal die betreuung ausfällt fange ich nach einer Woche an zu schwimmen, das haut immer richtig rein.
      Ich hoffe, das hilft dir so nun weiter. 🙂
      Ach ja, Hörbücher höre ich im AUto auf dem Weg zum und vom Einkaufen, beim Wäsche falten und beim Kochen. Nicht immer, aber oft.

      Ganz liebe Grüße, Heike

  2. Danke für die ausführliche Rezension. Was du über die einzelnen Blöcke schreibst ist sehr hilfreich. Die Headspace Meditation klingt so, als würde man auf Freunds Couch liegen und sich mit seinen psychischen Blockaden auseinander setzen. Ich verstehe trotzdem nicht so recht wann ich mir z.B. das Trauer Programm reinziehen soll. Wenn ich gerade Trauer bewältigen muss? Oder gerade dann nicht, damit man weiß wie man es das nächste Mal besser tut?!
    Ich hab über Headspace nachgedacht, aber als ich gesehen habe dass es ein Abo ist, hat sich der Gedanke quasi schon verabschiedet. Ich brauche mein eigenes Tempo und ich kann absolut nicht entspannen, wenn mein Geld ständig irgendwo hinfließt und ich das Angebot nicht so intensiv nutze. Das ist übrigens auch eines der Gründe, wieso ich heute noch CDs kaufe statt zu streamen.
    Nach gut einem Monat geführter Meditation mit CD weiß ich noch nicht, ob es etwas für mich ist. Die ersten zwei Wochen mit 5-Minuten Atemmeditation klappte es gut, die 10-MInuten-Übungen empfinde ich eher als Last. Manchmal drücke ich mich bewusst davor ohne zu wissen, was mich eigentlich daran stört. Sind mir die 10 Minuten bewusste Ruhe einfach zu viel für mich? Finde ich keine angenehme Körperhaltung? Habe ich das Gefühl, dass sich einfach nix bewegt? Das selbe Problem hab ich mit der PMR. Komischerweise hab ich problemlos eine 20 minütige Traumreise machen können… Tja schön wenn ich wüsste was los ist.

    1. Oh Meditation ist keine Therapie. Sie kann therapeutisch wirken, das ja, aber wenn du etwas hast, wo du Begleitung suchst, dann sollte es auch genau das sein. Mediation ist dann wunderbar unterstützend. Keine App der Welt kann einen echten Menschen ersetzen! Deine Frage zum Traueroaket kann ich dir damit also nicht beantworten, das kannst nur du für dich entscheiden.
      Traumreisen sind für die meisten Menschen einfacher, weil der Fokus geführt wurd und fließt. Der Atemanker ist dagegen vergleichsweise statisch und der Geist langweilt sich schneller und schweift ab. Dadurch die Atemfokus enorm schulend und dadurch hilfreich für sehr vieles, aber eben doch eine gewisse Art von Arbeit. Was die Zeiten angehen: Hocharbeiten. Liebevoll. Ohne Ziel. Einfach beobachten. Mir kamen am Anfang 10min eeeewig vor. Jetzt mache ich immer 15min, weil ich merke, dass mir 10 zu kurz sind. mal sehen, wann ich in den bereich komme, dass ich gern 20min machen würde. Bei Traumreisen bin ich dauch schon.
      Du musst nicht wissen, was bei dir los ist, dass es ist, wie es ist. Es ist einfach. Du bist du und du bist ja auch jeden tag anders drauf und trotzdem du selbst. Das reicht schon um ganz eigene Erfahrungen mit Meditation zu machen. Wenn Traumreisen dein Ding sind, mach sie. Ich finde das sind die gemütlichsten, wärmsten Meditationen. So richtig auftankend. Headspace arbeitet da abstrakter. Abstrakter kann man für mehr einsetzen ist aber eben auch etwas schwerer greifbar zumal am Anfang.
      Liebe Grüße, Heike

  3. Liebe Heike
    Eine schöne Zusammenfassung hast Du da geschrieben. Kann mich Deinen Empfehlungen erneut anschließen. Kürzlich durfte ich auch mein Einjähriges bei Headspace feiern und nutze es wirklich jeden Tag.

    Meine persönliche Hitliste würde wohl ähnlich aussehen.
    Definitiv ganz vorne mit dabei wären auch bei mir Kindness und Generosity, wobei ich hier unbedingt noch das Happiness-Paket mit dazunehmen würde. Happiness beinhaltet viele Punkte die auch in den anderen Paketen vorkommen aber durchweg positiv gehalten, bewusst und absichtlich an der Oberfläche arbeitend, nicht grabend nach Problemen/Ursachen/Lösungen forschend, sondern spielerische Heiterkeit, Freundlichkeit, Zuversicht und Leichtigkeit vermittelnd. Dafür bin ich zur Zeit sehr empfänglich. Nach fast jeder Sitzung scheint einem richtig die Sonne aus dem…

    Das zweitwichtigste Trio der 10er-Pakete war für mich die Kombination Restlessness, Patience und Balance.

    Bei den großen 30Tage-Themenblöcken habe ich mit self esteem/Selbstachtung (empfehle ich dem relationships-Paket vorausgehend) ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du mit Sadness. Begonnen habe ich ganz unbedarft, eigentlich davon überzeugt das mir nicht übermäßig an Selbstbewusstsein oder Selbstachtung mangelt… aber da war ich meiner Selbst wohl doch nicht bewusst genug, denn letztlich hätte ich mir somit eigentlich das halbe Anger-Paket und einen Teil der übrigen Pakete auch sparen können ;-), ist für die großen 30-Tage Blocks meine Nummer 2 und empfehle ich auf jeden Fall auch für den Anfang.

    Was in deinem Artikel noch nicht explizit angesprochen wird aber auf jeden Fall einen Blick wert ist sind die Singles, hier habe ich mit einigen ganz tolle Erfahrungen gemacht, z.B. die ganze SOS-Gruppe aber auch die Rough day, unwind oder sport singles.
    Ein ganz persönliches Lieblingsfeature und für mich fast schon Suchtfaktor sind die Soundscapes und Sleepcasts. Wer empfänglich dafür ist durch Geräusche- und Geräuschkulissen zu entspannen oder ein Faible für ASMR-Trigger hat, der wird es genießen.

    Liebe Grüße
    CaMaMia

    1. Ach wie toll zu lesen, dass du da auch so glücklich ist! Selfesteem habe ich noch nicht gemacht, ich glaube der Fisch spricht mich nicht an. 😀 😉 😀 Auch mit den Singles habe ich bisher kaum gearbeitet. Ich mag noch die Everyday-Headspacedinger sehr gern, da sind auch schöne Impulse bei, zumal es da auch 3-Minüter gibt, wen mal echt so gr kein größeres Zeitfenster da sein will. Bei den Sleepcasts höre ich eigentlich immer Doze für 20min und bin da hängen geblieben. Wobei ich ds nur nutze, wenn ich nachts wach werde und nicht wieder einschlafen kann. Ansonsten habe ich jeden (!) Abend beim Einschalfen die Selbstliebehypnose aus der RUSU auf den Ohren. Ich hab die mal weggelassen und der Effekt war frappierend. Mit bin ich auch nachts total liebevoll und sanft mit Merle, selbst wenn ich Füße ins Gesicht bekomme und sie x-mal stillt. Ohne werde ich dann doch bedeutend schneller grumpy, wenn sie mich so oft weckt.
      Self-Esteem ist also notiert.
      Vhange fand ich auch noch ziemlich super, fällt mir grad ein. Ich glaube Balance hatte ich auch… weiß ich aber schon nicht mehr.
      Mindful Eating hab ich angefangen und übertargen auf Mindful consuming. Das ging auch echt gut. Ist das einzige Paket, das ich tatsächlich zwischendurch nicht weiter fortgeführt habe, weil ich das gefühl hatte, dass es seine Aufgabe für mich erfüllt hat.
      So.
      Alles liebe und vielleicht meditieren wir ja mal sogar gemeinsam ohne es zu wissen. Da gibt es ja jetzt diese Groupmeditations seit neustem Hab ich auch noch nicht probiert. We will see. 🙂
      Hab einen schönen Abend oder Tag!

  4. Liebe Lila (irgendwie funktioniert für mich der Antworten-Button gerade nicht)

    Beim Trauerpaket dreht es sich tatsächlich darum sich ganz bewusst mit einem konkreten Verlust auseinander zu setzen und ich habe es als lindernd und hilfreich empfunden. Begonnen habe ich einige Wochen nach dem eigentlichen Schicksalstag, und es mit Abstand von einigen Monaten noch einmal wiederholt. In der unmittelbaren Akutphase hätte ich mich vermutlich nicht richtig darauf einlassen können. Es ist keinesfalls ein adäquater Ersatz für die Unterstützung durch Familie und Freunde oder in bestimmten Fällen auch professionelle Hilfe wie z.B. ein Kriseninterventionsteam oder im weiteren Trauerprozess auch längere psychologische oder seelsorgerische Unterstützung, aber ich finde es kann durchaus eine gute Ergänzung sein.

    Das Thema Abo hat mich zunächst auch eher abgeschreckt. Ich hatte zu Beginn einige Wochen nur das kostenlose Probepaket bevor ich mich entschlossen habe mir das Abo zu leisten, ich mag es eigentlich auch nicht permanent Häppchenweise zu bezahlen, entweder ganz oder gar nicht. (wer die App während der „Probezeit“ täglich nutzt bekommt eine Ermäßigung für das erste Jahr des Ganzjahresabos angeboten, also zumindest war das im letzten Jahr so, ich weiß nicht ob die das immer noch machen…). Ich bin immer noch dabei und zwar täglich und für das nächste Jahr bezahle ich gerne und aus Überzeugung den vollen Preis.

    Liebe Grüße
    CaMaMia

    1. Ah wie witzig! Findest du wirklich, das das Sadnesspaket für einen konkreten Trauerfall/Verlusztfall ist? Das kam bei mir gar nicht so an. Da ging garantiert bei uns beiden etwas jeweils ganz anderes in Resonanz. Ich hab das ja bespielt für etwas unterschwelliges. Etwas, was ich subtil wahrgenommen habe, was aber keinen jetzigen Auslöser hatte. Und es hat auch wunderbar für mich funktioniert. 🙂

  5. Nein Heike. Da hast du etwas falsch verstanden. Trauer und Traurigkeit ist nicht das gleiche. Es gibt sowohl ein Sadness-Paket, als auch ein Grieving-Paket, von dem war hier die Rede. Und Grieving ist tatsächlich trauern, dieses Paket wurde aber noch nicht ins Deutsche übersetzt, deshalb ist es dir vermutlich entgangen. Lg

    1. Aaaaah! Das Grieving habe ich tatsächlich bisher vergeblich gesucht. Na dann gucke ich mir das vielleicht auch noch mal an. Ich bin aber in der App immer Englisch unterwegs, Deutsch hatte ich nur für ein Paket mal getestet, um davon berichten zu können.

  6. @Heike:
    Vielen Dank! Ich finde das Loslassen am Meditieren am schlimmsten: Es hat wirklich Wochen gedauert, bis ich akzeptieren konnte, zehn Minuten nichts zu tun und nicht daüber nachzudenken, nichts zu tun. Ich werde es noch eine Weile mit den kürzeren Meditationen ausprobieren. VIelleicht schaffe ich es, sie so in meinen Alltag zu integrieren dass ich keine Anleitung brauche. Für ne Traumreise braucht man leider wesentlich mehr Zeit, was an den meisten Tagen einfach nicht klappt.

    @CaMaMia:
    Mein Beileid. Es ist aber schön zu hören, dass dir das Paket in der schweren Zeit geholfen hat. Mein Anspruch an solch ein Paket wäre auch keine vollständige psychologische oder kirchliche Trauerbegleitung sondern eher eine Hilfe, seine Gedanken zu sortieren, um sich zu sammeln und neu anzufangen.
    Mein Problem mit Abos ist nicht der Preis, sondern eher die „innere Verpflichtung“ das Angebot ständig nutzen zu müssen. Mir tut Druck nicht gut und das fängt leider schon bei so kleinen Dingen an. Das ist auch eines der Gründe wieso ich mich z.B. bewusst gegen Spotify entschieden habe, obwohl ich in den meisten Jahren locker 50-100€ für Musikalben ausgebe. Bei einer einmaligen Anschaffung habe ich die Datenhoheit oder einen Gegenstand, der alleine mir gehört und mit dem ich tun kann was ich will. Das kann ich dann auch konsumieren wo und wann ich will ohne es zu brennen, Software herunterzuladen oder ständig im Internet zu sein. Ich bin da so wie ein Drache, der auf dem Schatz herumsitzt haha 😀

    1. Oh, es gibt auch kurze Traumreisen. Bei Moodpath (Meditationsapp soeziell für Depression und Burnout eigentlich) gibt es auch 8-15min Traumreisen. Innerer Garten und Schutzort, meine ich.

  7. Liebe Heike,
    irgendwie funktioniert der „Antworten“ Button oben nicht, daher ein neuer Kommentar.
    Super vielen Dank für deine ausführliche Antwort und die Beschreibung deiner Tagesroutine! Es ist wirklich interessant mal genau zu erfahren, wie eine andere Mama den Tag wuppt, vor allem da du ähnliche Interessen nachgehst wie auch ich und auf ähnliches nicht „verzichten“ magst, also Yoga, Sport, Meditation, gesunde Ernährung, etc. Ja, noch geht Karina „nur“ den Vormittag in den Kindergarten, aber das wird noch mehr irgendwann. Noch isst und schläft sie bei uns zuhause, insofern sie nicht schon bei einem Kindergarten-Spielplatzausflug im Buggy einschläft (ganz doof! dann schafft sie es später nämlich nicht mehr, daheim zu schlafen). Aktuell fühlen sich die drei kinderfreien Stunden schon nach unfassbar viel an. Bei mir kommt dazu, dass mein Mann beruflich sehr viel weg ist, also tagelang am Stück fort, dafür im Anschluss mehrere Tage zuhause-wie auch immer, daher fällt es mir schwer, eine Routine zu entwickeln. Ich brauche quasi zwei Routinen: eine für die Zeit, in der ich tagelang mit Kind -und Hund- alleine bin und eine, wenn wir vollzählig sind. Ich denke, das wird sich für mich nun alles langsam herauskristallisieren…
    Ein Tag sieht bei uns meist so aus:
    6/6.30 Aufstehen
    6.30-7 ins Bad, frühstücken
    7-8 mit Kind und Hund in die Hundezone
    8-8.30 nochmal nach Hause, Hund heimbringen, Sachen für den Kindergarten holen
    8.30-9 Kind im Kindergarten abgeben
    9-12 30-45 Min Yoga oder Joggen, duschen, Erledigungen wie Post/Haushalt/Lebensmittel einkaufen etc., Mittagessen vorbereiten, Italienisch lernen oder Telefonate führen
    12- 15 Kind abholen, Mittagessen, Küche aufräumen, Mittagsschlaf, in der Schlafzeit meist Kuchen backen, Pläne verfolgen (bei uns zB Immobilienkauf etc.)
    15-17.30 Spielplatz, Spieldate, mit Hund raus
    17.30-18.30 Kochen und Abendessen
    18.30-20 Abendroutine mit Kind, ähnlich wie bei euch
    ab 20 Uhr was Entspanntes wie lesen, Film sehen (recht selten und dann auch nur ein Halber, so wie ihr, haha), Zeit mit dem Partner haben
    22/23 Uhr schlafen gehen

    Ich denke, ich könnte schon noch einiges an meiner Routine verbessern, indem ich gewisse Dinge zB an bestimmten Tagen erledige (Wäsche waschen, Boden putzen, Bad putzen etc) und so eine Routine daraus mache, oder indem wir eben auch mal eine Putzhilfe holen (was wir spätestens dann tun werden, wenn ich arbeiten gehe). Noch ist es so, dass ich auftanke-das heißt, viele kleine Zeitfenster gehen auch tatsächlich fürs Träumen, am Handy daddeln, in die Luft gucken dahin :D.

    Hoffentlich war das Beschrieben meiner Routine nun auch für dich und andere Leser interessant. Ich habe noch einen Blogthemenwunsch. Und zwar wünsche ich mir einen Artikel darüber, wie es dir damit geht, dass Benedict zur Zeit der Alleinverdiener ist und du von ihm quasi finanziell abhängig bist. Ihr also das klassische Modell lebt: er arbeitet, du bist für Merle da und Haushalt, Einkauf etc. So ist es bei uns auch (noch) und ich tue mir damit sehr schwer.

    Liebe Grüße, Nadine aka @mllenanni

    1. Oh das war auf jeden Fall sehr spannend für mich zu lesen – vor allem, weil du einen Hund hast und ich ab und an damit liebäugel, auch wieder einen zu uns zu holen. Aber bisher ist meine Antwort: Nein, dam könnte/möchte ich nicht gerecht werden im Moment.
      Themenwunsch ist notiert, wann ich dem nachkommen mag, muss ich sehen. Ich verstehe aber sehr gut, was du meinst. @langsam.achtsam.echt hat dazu ich glaiube gestern oder vorgestern was Gutes geschrieben. Wie schwer es da ist, sich zu finde, sowohl gesellschaftlich als auch ganz individuell privat. Mein Knackpunkt ist der,d ass ich sehr gern arbeiten möchte, aber Benedicts Arbeit höher priorisiert werden muss als meine, da er Alleinverdiener ist. Will heißen, es ist sehr schwer meine ARbitszeit durchzusetzen, weil ich ja zuhause bin, er aber nicht. Meine Überstunden sind quasi unsichtbar. Was die Absicherung angeht. da haben wir vorher alles so geregelt, dass mir finanziell (Rente) keine Nachteile entstehen, weil ich die Care-Arbeit übernehme. Genauso wenig wie Benedict eine Famlie haben könnte ohne mich genauso wenig könnte ich diese Familie so verosrgen, wie ich es tue ohne sein Einkommen. Was es uns vereinfacht ist, dass wir schon Phasen hatten in denen ich Alleinverdienerin war. Das schafft viel Geduld und Verständnis auf beiden Seiten.

  8. Nanu, bist du gerade dabei die Website umzugestalten? Ich hab hier auf dem Desktop mit aktueller Version von Firefox eine Art Mobilversion *grübel* Ist nicht wild, wunderte mich nur ^^

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