6. Mai 2019

Auf zu neuen Längen! – 95cm in 2019

Rapunzel, Rapunzel! Ein Jahr (!!!) nach dem letzten Längenupdate ist es Zeit für ein ebensolches.

Es war einmal, vor langer Zeit, da war das hier ein Haarblog. Geblieben ist der Name, ganz viel älterer guter Content zum Thema und nach wie vor sehr gerne Fotos, auf denen man die Haare sieht, auch bei all den vielen neu dazu gewonnenen Themen. Schön lang bitte nach wie vor. Meine Liebe zu sehr langem Haar ist eine echte Konstante in meinem Leben. Wer hätte das gedacht (Ich!).

Längenupdate

Ich habe im letzten Jahr die Länge bei rund 90cm plus minus 2cm gehalten und ab und zu die Spitzen getrimmt. Wie immer habe ich selbst geschnitten, hier könnt ihr sehen wie ich das mache. Aktuell bin ich bei 93cm und ziele nun auf die 95, da sich Dicke und Qualität dafür geeigent anfühlen.

Zopfumfang

Der postpartale Haarausfall hatte mich kurzzeitig wieder unter 6cm Umfang  (5,7cm um genau zu sein) geschickt, mittlerweile wächst und dickt es seit rund einem Jahr nach und ich bin bei 6,4cm Umfang, was tatsächlich sogar etwas mehr ist, als ich vor der Schwangerschaft hatte (nämlich 6,1 bis 6,3cm). Da wird noch mehr kommen, denn der Neuwuchs von letztem Jahr ist noch nicht vollständig im Zopf, plus es gibt einen weiteren großen Schwung neuer Haare, die nun etwa 8cm lang sind und ziemlich genau zu der Wachstumszeit passen, die vergangen ist, seit das große Schreien bei uns zur Geschichte wurde. Oder auch seit ich intensiv meditiere. Beides fällt zusammen. So oder so:

Weniger Stress, mehr Haar.

Das ist doch mal eine weitere Motivation, gut zu sich zu sein, oder?

Qualitätsupdate

Ah, da würde ich jetzt gern sagen, dass ich ja 20 Monate mit Kind nur hochgesteckt getragen hätte und deshalb alles super geschont wurde, aber dem ist nicht so. Tatsächlich habe ich mit den heftigsten Spliss und Haarbruch seit ich aufgehört habe zu färben (vor Ewigkeiten… 2007?). Autsch.
Wieso?
Stress. 15 Monate lang hab ich hier mit Krebsklammerdutts und Flechtzopf „gearbeitet“, damit sich Baby auch nicht an Forken oder Schnabelspangen piekst und ich es so schnell als irgendmöglich bequem hatte. Ich habe fast gar nicht gekurt, dafür eine komplette Kälteperiode über geföhnt, weil ich jederzeit sofort das Haus verlassen können wollte, um draußen zur Beruhigung zu tragen. Dazu dann viel Mütze und Schal und damit Nackenfilz und wenn man das Bett neben dem endlich, endlich schlafenden Kind nicht verlassen kann, weil es sonst aufwacht oder man ein halbes Jahr fast nur auf der Couch oder in besagtem Bett gesessen und gestillt hat, dann war da VIEL Reibung an Hinterkopf und Zopf.

Stillhaare

Als ich das auf Instagram (Stories) erwähnt habe, dachte ich noch, das wäre mein persönlicher Spaß, es scheint aber tatsächlich sehr verbreitet zu sein, vielleicht sogar typisch für diese hormonelle Phase: Das Sebum (Kopfhautfett) war bei mir in der Stillphase vor allem im ersten Jahr extrem hartnäckig. Sehr wachsig und damit enorm schwer auszuwaschen. Dafür brauchte es tatsächlich ziemlich scharfes Shampoo, definitiv tägliche Haarwäschen (Scalp-Wash – dieser Artikel könnte mal eine Neubearbeitung vertragen, aber die Infos sind drin)) und vor allem auch eher heißes als warmes Wasser. Habe ich es nicht ausgewaschen bekommen, hat es zusammen mit Shampoorückständen und Kleidungsflusen einen extrem klebrigen Belag gebildet, der das Kämmen sehr erschwert hat und ich habe mir öfter richtige Knotennester in die Haare gezogen, was mir vorher noch NIE passiert ist. Das hat sich mittlerweile etwas entspannt, wenn ich aber nur lau wasche und kurz ausspüle oder ein mildes Shampoo verwende (leider passiert mir das auch bei so ziemlich jedem Shampoobar, sodass ich immer mal wieder zwischendurch mit konventioenellem Naturkosmetik-Shampoo wasche), dann habe ich sofort wieder die ganze Bürste voller klebriger Rückstände. Noch stillen wir, wird also spannend, wie sich das entwickelt, wenn die Stillzeit zu Ende ist.

Pflege und Wiederaufbau

Da liegt also ordentlich S&D (Search & Destroy, Splisschnitt) und Pflegearbeit vor mir. Aktuell habe ich meinen Seidenzopfschoner wieder in Gebrauch und bin was die Pflege angeht noch eher faul. Da nehme ich vor allem mein LPC-Treatment oder ein Haaröl. Primär müsste aber echt erst mal der Spliss rausgeschnibbelt werden. Beizeiten.

Ziele

Wie der Titel schon sagt: Ich mag dieses Jahr die 95cm erreichen und dann wieder halten. Spliss ist zwar großzügig vorhanden, aber insgesamt ist das Zopf- und Spitzenvolumen nun so weit angestiegen, dass ich mich da nun sehr gern dran wage. Nach wie vor möchte ich meinen geliebten Meter Rapunzelhaar wieder haben, nach wie vor ist das für mich aber ein Kompromissweg zwischen Länge und Dichte. Deshalb will ich nicht direkt auf 100 runterzüchten. Auch die 95cm habe ich nicht vor jetzt sofort in einem Rutsch wachsen zu lassen, sondern ich werde trimmen, wenn es mir sinnvoll erscheint. Ob ich dann in drei Monaten schon auf 95 trimme oder erst am Jahresende von 94 auf 95cm wachsen lasse, ich mir nicht wichtig. Hauptsache schön und eben sehr gern wieder ein Eckchen länger.

Meilensteine

Tatsächlich, da gibt es zwei:
Zum Einen kann ich meine Dutts nun ganz leicht von vorn sehen, wenn ich den Kopf drehe (also ich sehe dann hinter meinem Kopf die Wölbung des Dutts hervorblitzen) und zum anderen – und das ist super genial! – ist mein Flechtzopf nun so weit nachgedickt, dass er zum ersten mal seit 2011 wieder ein auf dem Rücken spürbares Gewicht hat. Ein Flechtzopfbild, das fehlt mir doch leider aktuell. Mal sehen, wann ich das nachliefern kann.

So viel für heute. Fazit dieses Posts:

Lang Haar will Weile haben.

Vor allem empfindliches. Ganz, ganz viel Geduld. Und bitte keinen Stress. 🙂

Happy growing,
deine Heike

 

3 Kommentare

  1. Wow Wahnsinn, du hast ja super schönes langes Haar! Meine Haare sind aktuell ca. 70 cm lang und das finde ich schon super lange. Mittlerweile ist mein kleiner Schatz bereits 2 Jahre alt, aber dennoch trage ich meine Haare meistens zu einem Zopf gebunden oder geflochten. Das ist mit Kind einfach praktischer:-) Das mit dem Stillen und Sebum habe ich persönlich nicht so erlebt. Aber so eine Geburt ist schon eine riesige hormonelle Umstellung für den gesamten Körper.
    Ich wünsche dir alles Gute für dein Rapunzelhaar und das du deine Haar-Ziele 2019 erreichst.
    Liebe Grüße aus Österreich, Michaela

    1. Danke dir! 😀 Ich habe im Alltag meine Haare auch im Zopf oder hochgesteckt. Mit dem Stillen und dem Sebum ist ja längst nicht bei allen so, tatsächlich aber doch gehäuft. Wohl ähnlich wie mit dem postpartalen Haarausfall: der betrifft auch nicht alle, aber viele.
      Viele liebe Grüße nach Österreich,
      Heike

  2. Ich beneide dich so um deine Haare!
    Seit ich meine Pflege umgestellt habe fallen sie beim Waschen nicht mehr, aber richtige Fortschritte sehe ich bis heute nicht. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es keine optimalen Pflegeprodukte für meine Haare gibt. Entweder geht es meiner Kopfhaut oder meinen Haaren gut, aber nie beidem. Das größte Problem ist, das es keine Spülung oder Kur gibt, die ich gut vertrage. Ich hab gefühlt alle Formeln durch die man auf dem Markt kriegt vom Afro-Shop bis zu handgeseihter Naturkosmetik… und bin immer noch ahnungslos.
    Wie hast du es eigentlich geschafft eine regelmäßige Dichte heranzuzüchten? Ich kann immer noch keinen Zopf machen, weil ich am Kopf sehr viel mehr Haare habe als am Nacken… Es scheint als würden sie extrem langsam wachsen oder ständig brechen. Das Föhnen werde ich leider nicht los. Meine Haare verknoten sich sonst extrem. Ich hab im Winter viel hochgesteckt, aber die Enden gehen trotzdem kaputt. Weil ich ein Kapuzenmensch bin.
    Das nächste Meditationsbuch liegt auf dem Schreibtisch. Und weißt du was? Ich kam immer noch nicht dazu! >.<

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