23. Januar 2018

Wenn ich noch mal schwanger wäre – Top 10 Tipps (und mehr) für meine Freundinnen

Denn hinterher ist man ja immer schlauer. Das war schon bei der Hochzeit so und ist jetzt mit Baby nicht anders. Manches muss man erlebt haben, um zu wissen, was wirklich gut war – und was nicht.

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„Und wenn ich dann schwanger bin, dann schreibst du mir das sowieso alles noch mal auf!“, hat eine Freundin zu mir gesagt seinerzeit als ich noch schwanger war und ich davon erzählt habe, was grad so los ist.

„Ja klar, hab ich gesagt!“

Et voilà! Versprechen gehalten.

Ich freue mich ja immer noch so sehr mit meiner lieben Freundin Lenja. Sie erwartet nach langen Jahren des Kinderwunsches Zwillinge! Irre, oder? Einfach toll. Ich habe so mitgefiebert. Und da sie nicht die einzige ist, der ich ein bisschen was mitgeben kann, kommt heute dieser Artikel. Natürlich total subjektiv, denn direkt vorweg: Jede Schwangerschaft ist anders, jede Mutter, jedes Kind. Klingt nach Phrase, ist aber, wie ich mittlerweile finde sehr, sehr wahr. Aber wenn ich noch mal schwanger wäre, dann würde ich manches genau so wieder machen – und manches auch nicht.

Ach ja. Noch mal meine herzlichsten Glückwünsche! An alle unter euch, die ich nur via Instagram oder Blog kenne und noch mal mehr an meine Lieben im realen Leben. Da gibt es aber durchaus Schnittmengen. 😉 So oder so, ich freue mich mit euch!

Ich habe hier mal wieder einen gigantischen Text herunter geschrieben, deswegen gibt es meine Top 10 Tipps direkt zu Anfang UND dann am Ende noch mal. Damit man sie nicht vergisst. 🙂

Top 10 für den Schnellstart

1. Hebamme sofort suchen, wenn ihr wisst, dass ihr schwanger seid
2. „Kinder verstehen“ lesen. Ist mein Liebling unter den drei vorgestellten Babybüchern
3. Maminetzwerk knüpfen. Entsprechende Kurse besuchen (auch wenn man eigentlich nicht so der Typ dafür ist…), Sportkurse für Schwangere bieten sich an, siehe Punkt 7.
4. Formalitäten rund um Elternzeit und Elterngeld so schnell als möglich abarbeiten.
5. Ganz viele tolle Erinnerungen schaffen. Die Dickbauchzeit ist endlich. Jede Woche ist einzigartig und absolut nicht reproduzierbar. Fotos, Videos, Kuschelstunden, Gespräche. Schreibt euch auf, was ihr für Erkenntnisse gewinnt, denn es werden einige kommen. Nicht nur der Körper ist 40 Wochen schwanger, auch der Geist und das Herz.
6. Trageberatung wünschen und dann im Wochenbett machen. Dann erst die Trage kaufen, die zu euch und eurem Baby passt.
7. Fit bleiben so gut es geht. Ehrlich! Disziplin üben bei gleichzeitig großer Nachsicht mit euch selbst werdet ihr noch in anderm Kontext brauchen.
8. Hilfe für die ersten zwei Monate besser drei Monate organisieren. Elternzeit entsprechend legen. Großeltern um wochenweise oder tageweise Hilfe bitten. Oder auch mahlzeitenweise. Geschwister, Freunde… Hilfe. Nicht Besuche. Im Wochenbett wollt ihr niemanden bewirten, ihr wollt bewirtet werden.
9. Kein falscher Ehrgeiz. Ihr seid schwanger und nicht krank. Das missverstehen aber viele Frauen doch so, als müssten sie eigentlich noch dieselbe Arbeitsleistung schwanger erbringen, wie unschwanger.
10. „Ich nehme an und lasse los.“ Kein anderes Mantra hat mich so durch die Schwangerschaft und erste Babyzeit begleitet wie dieses hier. Und tut es noch. Es ist aktiver und bejahender als „In der Ruhe liegt die Kraft“, was für mich immer wie eine kleine Drohnung klang, ich müsse doch jetzt bitte die Ruhe selbst sein. Ich nehme an und lasse los. Die ruhigen Momente, die üblen, die stillen, die lauten, die müden und ja auch die schönen. Alles zieht vorbei. Mit diesem Mantra würdigt man das Schöne mehr und geht so entspannt als möglich durch den Stress.

Vorbereitung auf die Schwangerschaft

Der Drops ist für meine jetzte schwangeren Lieben gelutscht, aber hier lesen ja durchaus mehr Menschen mit, die aktuell nicht schwanger sind. Also. Wichtigste Tipps:

  • Grundcheckup beim Hausarzt und auch beim Gynäkologen. Einmal großes Blutbild plus großen Vitamin- und Mineralstatus. Dann schon vor der Schwangerschaft auffüllen, was nicht optimal ist. Am besten via Ernährung, aber wenn es schneller gehen soll (und das ist bei bestehendem Kinderwunsch der Fall) in Absprache dann supplementieren. Insbesondere den Eisenwert checken lassen, der wird euch die ganze Schwangerschaft über besonders begleiten und es macht schon Sinn, dass der vom betreuenden Frauenarzt bei Schwangeren mitbestimmt wird. Also vorher schon mal gute Voraussetzungen schaffen.
  • Macht Sport! Jedes Bisschen Fitness, das ihr mit in die Schwangerschaft, Geburt und Zeit danach ziehen könnt, ist Gold wert. Sucht euch am besten etwas, was ihr auch gut daheim machen könnt, denn es kann sein, dass ihr zumindest bald mit Kind für eine Weile nicht groß dazu kommen werdet Vereine oder Studios zu besuchen.
  • Unternehmt, was ihr schon immer unternehmen wolltet. Vor allem die Dinge, die eben nicht mit Kind oder Baby gehen oder nur schwierig (wenn ihr meint, ach das wird schon gehen mit Kind: Macht es trotzdem. Es ist nicht gesagt, dass es geht. Und wenn dem so ist, könnt ihr euch einfach freuen).
  • Genießt eure Zeit als Paar. Damit meine ich nicht nur Intimitäten, aber auch. Schwangerschaft macht vieles anders, ein Baby auch. Sowohl körperlich, als auch ganz einfach zeitlich. Also. Spaß haben, romantisch sein, Kino oder Konzert. Was auch immer. Ich persönlich hätte gern vorher noch mal einen schönen Urlaub mit Benedict gehabt.
  • Recherchiert einmal, welche Zeiträume für euch bezüglich Elterngeld berechnet werden. Besonders, wenn ihr Berufseinsteiger seid und/oder eine selbstständige Nebentätigkeit habt, kann es für euch unter Umständen einen Unterschied von einigen 100 Euro im Monat ausmachen, wenn ihr dann vielleicht doch noch mal ein paar Monate mit der Familienplanung wartet. Oder auch: Lieber nicht mehr aufschiebt und doch etwas früher loslegt.
  • Ein paar längere Gedanken zum Thema „Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kind“ habe ich in folgenden beiden Artikeln zusammengetragen. Sie haben immer noch Gültigkeit. Einmal zum Thema persönliche Beweggründe und einmal rund um „Geld, Gesellschaft und ein bisschen Glück“.

Hier ist also eigentlich fast alles so gelaufen, wie ich es wieder machen würde. Bis auf den Urlaub. Generell sind das Tipps für Planer, also Menschen wie mich (wenn ich noch mal schwanger wäre…). Wer dadurch extra Druck aufbaut, sollte das vermutlich eher lassen und nach „Mach einfach, wenn es sich richtig anfühlt!“ handeln. Jeder das, womit er sich wohler fühlt. Der Vorteil des Planens ist eine gewisse Absicherung, der Nachteil ist, dass eben auch Druck entstehen kann. Vorteil des Aufsichzukommenlassens ist eine entspannte Grundhaltung, die für alles, was nach der FamilienPLANUNG kommt, einfach nur super ist. Nachteil ist, dass eben ein paar Dinge sich in schwanger schlechter nachholen lassen oder vielleicht auch gar nicht mehr machbar sind. Den Punkt mit den Blutwerten würde ich egal wem immer anraten. Genauso den Sport. Da hat man sowieso was von, egal ob mit oder ohne Kind.

Jippie, wir sind schwanger! Und nun?

Es hat also geklappt, geplant oder nicht, das kleine Wunder ist auf dem Weg. Jetzt tauchen bald ein paar Fragen auf, beinahe unvermeidlich. Und einige davon haben es in sich.

Wie stehst du zum Thema Feindiagnostik?

Ein hochsensibeles, ethisch äußerst schwieriges, komplexes Bauchwehthema. Ich würde mich auf jeden Fall wieder mit möglichst vielen Leuten darüber austauschen, Befürwortern und Gegnern. Wichtig für mich war, zu sehen, dass sich meine Einstellung zu dem Thema während der Frühschwangerschaft geändert hat, das ist also nun wirklich etwas, was sich aus der Erfahrung raus anders anfühlt, als noch vorher ohne Baby und Schwangerschaft. Damit zu rechnen, dass man in der Situation vielleicht nicht mehr so reagieren kann, wie geplant, ist also gar nicht so verkehrt. Egal in welche Richtung man da vielleicht umschwingt. Wenn man schon grob 3 Monate eine Beziehung zu dem neuen Leben aufgebaut hat, dann treffen sich Entscheidungen nicht mehr so rational, wie vorher. Oder auch wenn es wengier als 3 Monate waren, in denen man vom Baby wusste. Allein zu wissen, dass da ein Leben entstanden ist. Es gibt gewisse Dinge, die würde ich einfach immer gern vorher wissen, damit ich bei der Geburt des Kindes nicht erschrecke. Zum Beispiel würde ich wissen wollen, ob es eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte hat. Das ist mittlerweile wirklich nichts mehr, wovor man sich fürchten muss. Aber was gruselig aussehen kann, wenn man nicht damit rechnet. Auch den Organultraschall würde ich machen lassen, denn je nach Befund kann dann der Entbindungsort danach ausgesucht werden, ob dort direkt eine Weiterversorgung gewährleistet ist. Der wirklich heftige Teil ist aber für die meisten Eltern der, wenn es um die Frage nach (schweren) Behinderungen geht. Dort gibt es in der Regel aber nur Wahrscheinlichkeiten und keine definitiven Aussagen. Um diese Entscheidung zu fällen, muss man sich immer die Frage stellen: Egal was bei der Untersuchung rauskommt, was wäre die Konsequenz? Wie gehe ich dann weiter vor? Wenn es keine Konsequenz hätte, kann man sich den Test auch sparen. Es sei denn eben man möchte einfach vorbereitet sein. Aber das ist dann auch wiederum nur Vorbereitung auf ein „Vielleicht“.

Ihr seht, hier schreibe ich viel „ich“. Denn das Thema ist wirklich mit das brisanteste in der Schwanegrschaft und ich kann das hier wirklich nur anreißen und dazu anhalten sich das sehr gut zu überlegen und da es dabei um so, so viel geht, was es zu bedenken gibt: Hört auch auf euren Bauch. Eure Intuition ist gar nicht so dumm. Wenn ihr nicht mehr weiter WISST, dann FÜHLT weiter. Ganz ausblenden werdet ihr das Thema nicht können, die Frauenärztin/der Frauenarzt werden euch darauf hinweisen, denn es gibt nur ein bestimmtes Zeitfenster dafür. Mich hat diese Zeit sehr gestresst, obwohl ich vom Bauchgefühl her immer sicher war, dass alles gut ist. Ich wollte mich so wenig wie möglich damit beschäftigen, aber selbst dieses „So wenig wie möglich“ war viel, heftig und auch beängstigend. Ich bin unendlich dankbar, dass ich nicht tiefer in die Materie eindringen musste, denn das Anreißen hat mir echt gereicht. Das war das erste mal in der Schwangerschaft, dass ich wirklich das Gewicht der Verantwortung für ein Menschenleben richtig körperlich gespürt habe.

Würdest du das Geschlecht wissen wollen?

Jetzt wird es etwas leichter bekömmlich, die bittere Pille haben wir jetzt schon geschluckt, machen wir es uns wieder nett. Wäre ich noch mal zum ersten Mal schwanger, dann ja. Denn die Neugier war einfach soooo groß! Wir wollten unser Baby mit Namen ansprechen können. Wäre ich jetzt noch mal schwanger, ich würde das Geschlecht tatsächlich nicht wissen wollen. Denn ich habe gemerkt, wie viel das ausmacht, sich dann doch darauf einzuschießen, dass es eben ein Mädchen ist. Ich würde dem Baby gern die 40 Wochen geben, in denen es einfach nur das sein darf: ein Baby, ein Mensch, ein werdendes Leben. Denn tatsächlich wich das etwas dahinter zurück, als wird wussten, „was es wird“.  Wir hatten ja auch erst die Ansage „Ein Junge!“ und dann doch „Ein Mädchen“, und ja es hat vom Gefühl einen Unterschied gemacht. Drum würde ich es nicht noch mal wissen wollen, aber beim ersten Mal, oh ja, einfach aus Neugier ganz dringend unbedingt. 🙂 Es ist einfach so aufregend!

Noch etwas, was du bei der Frauenärztin anders machen würdest – oder genau so wieder?

Ich habe ja meinen Frauenarzt in der Schwangerschaft gewechselt und würde das auf jeden Fall wieder tun, wenn die Situation identisch wäre. Die Chemie muss stimmen. In der Gynäkologie finde ich sowieso noch mal mehr als in anderen medizinischen Fachbereichen, aber in schwanger noch mal mehr. Wichtig ist, immer selbstbestimmt sein zu können und ich habe mich bei meinem alten Frauenarzt nicht mehr wohl gefühlt…  Das war auch eine Entscheidung aus dem Bauch heraus und es war die richtige für mich.

Ansonsten habe ich alle Vorsorgeuntersuchungen machen lassen, von Toxoplasmose bis Diabetes und würde das auch wieder tun. Wichtig in meinem Fall war, den Eisenwert engmaschig zu überwachen und meine Supplemente anzupassen. So von dem, was ich im Geburtsvorbereitungskurs mitbekommen habe, ist das aber wohl etwas, was generell nicht verkehrt ist. Eine sehr kluge Aussage meines (alten) Gynäkologen war:
„Es geht bei den Untersuchungen immer darum von allgemeinen Wahrscheinlichkeiten und Risiken auf individuelle Wahrscheinlichkeiten und Risiken zu kommen.“
Dass ich mit meiner Eisenmangelvorgeschichte also besonderes Interesse an diesem Bereich hatte, war nur logisch. Wegen dieser Individualität wird auch so viel aus der Familienhistorie abgefragt.

Für euch wichtig zu wissen: Ihr müsst überhaupt nichts davon machen lassen. Keine Blutabnahme, keinen Ultraschall. Es kann aber durchaus sein, dass eure Frauenärztin/euer Frauenarzt euch dann nicht weiter betreuen möchte, da er oder sie das dann nicht guten Gewissenes für sich tun kann. Niemand wird hier aber gezwungen ein CTG zu machen, einen Ultraschall oder sonst was. Wenn ihr also etwas nicht wollt, besprecht das. Teilweise habe ich das Gefühl gehabt, ich würde ständig zum Aderlass gebeten und alles wurde überwacht. Das war mir eigentlich zu viel. Ich brauchte guten Austausch mit meiner Gynäkologin, um da einzuwilligen, weil ich verstanden hatte, dass ich einen Vorteil darin für mich und mein Baby sehen konnte. Hätte ich den nicht gesehen, ich wäre bedeutend seltener hingegangen. Es war anstrengend, nervig und es ist einfach ja auch jedes Mal intim.
Aber wie gesagt: Man muss gar nichts. Wer sein Kind ohne Kontakt mit dem medizinischen System zur Welt bringt, macht sich nicht strafbar. Wäre ich nich mal schwanger (um zurück zum Titel zu kommen), ich würde aber schon die Schulmedizin mit ins Boot holen, das war denke ich schon deutlich. Aber vielleicht nicht mehr ganz so umfassend.

Wie würdest du dich in der Schwangerschaft auf die Geburt vorbereiten?

  • Fit bleiben so gut wie möglich. Ich war gelinde gesagt entsetzt, als im Geburtsvorbereitungskurs Frauen in Woche paarunddreißig zum ersten Mal Kontakt mit ihrem Beckenboden aufgenommen haben… Und ich zitiere gern noch mal den Gynäkologen bei der Geburt: „Yoga war gut!“
    Wenn in der Schwangerschaft nichts geht an Fitness, nun, dann gehen wir einen Absatz zurück. Dann war es gut vorher etwas getan zu haben. Alles, was ihr an Kraft in Geburt und erste Zeit mit Baby rüberretten könnt, ist sowas von Gold wert. Jedes Fitzelchen. Und wenn es nur ein Spaziergang ist, den ihr am Tag schafft. Besser als nur Couch (bitte natürlich nicht, wenn der Arzt Ruhe verordnet hat!).
    Ich habe hier ein Workoutvideo für euch für das dritte Trimester gemacht.
  • Ich würde mich auch wieder sehr belesen und mich informieren. Nur so war mir Selbstbestimmung überhaupt möglich. Und oh ja, ich würde bedeutend mehr über das Wochenbett recherchieren, aber dazu gleich.
  • Sobald der positive Schwangerschaftstest da ist: Hebamme suchen! Sofort! Es ist echt schwer eine zu finden. Und dann auch rechtzeitig gucken, welcher Entbindungsort passt.
  • So schnell wie möglich alle Formalitäten rund um Elterngeld und Co. abhaken. Ihr wisst nie, ob ihr nicht doch bald durch Übelkeit lahmgelegt werdet, total erschöpft nur noch schlaft oder am Ende vor Rückenweh nicht mehr am Schreibtisch sitzen könnt. Abhaken und bereitlegen. Was weg ist, ist weg.
  • Wenn ihr einen Entbindungsort habt, unbedingt ein Geburtsgespräch dort führen (gegen Ende der Schwangerschaft) und dann die Einverständniserklärung für PDA und Kaiserschnitt mitgeben lassen. Zu Hause in Ruhe lesen und verstehen und ausfüllen. Selbst, wenn ihr sie eigentlich nicht wollt. So habt ihr sie für den Fall. Glaubt mir, die wollt ihr nicht unter der Geburt ausfüllen. Ich hätte es schlicht nicht gekonnt. Wirklich. Ich hätte einfach alles unterschrieben, egal was. So hatte ich es vorher ausgefüllt und mit den entsprechrnden Anmerkungen ergänzt.
  • Ich habe eine Patientenverfügung und Versorgungsvollmacht ausgefüllt. Für den Fall, dass ich was auch immer nicht würde selbst entscheiden können, hatte Benedict damit alle Rechte bei sich. Das ist ein bisschen mehr als wohl üblich, ich persönlich habe mich damit aber sehr gut gefühlt. Zeigt ganz gut, dass ich trotz Ruhe einen Heidenrespekt vor der Geburt hatte. Diese Schriftstücke haben es für mich entspannt. Ganz Planerin eben mal wieder.
  • Versucht schon in der Schwangerschaft ein Maminetzwerk aufzubauen und sei es nur ein kleines. Für mich war der GVK diesbezüglich ein Schlag ins Wasser, aber ich habe hier eine Nachbarin, deren Tochter gleichalt ist wie Merle, das war und ist so gut. Das hätte ich nicht gedacht, WIE viel das wert ist. Nochmal schwanger würde ich wohl Schwangerschaftspilates oder -yoga besuchen und zwar möglichst nah an meinem Wohnort. Mit Baby später muss eigentlich alles erst mal fußläufig erreichbar sein, zumal, wenn man einfach nur nette Menschen sehen will.

Wie würdest du dich auf das Wochenbett und die erste Babyzeit vorbereiten?

  • Mit dem schlimmsten rechnen und sich dann freuen, wenn es gegenbenfalls besser läuft. Ich empfinde das Wochenbett immer noch als Hölle und bin froh gerade aus dem Inner Circle rauszuseien und nur noch ab und an im Fegefeuer zu schmoren.
  • Mich schon in der Schwangerschaft belesen, was eben das Wochenbett angeht, ganz wichtig Babykörpersprache und Babybedürfnisse.
  • Ich würde NOCH MEHR vorkochen und einfrieren.
  • Ich würde mir Flyer von sämtlichen Lieferservices, die etwas führen, was ich essen kann, rauslegen.
  • Hilfe organisieren. Ich würde alles daran setzen, dass ich im Wochenbett auf keinen Fall allein bin! Das heißt: Elternzeit für den Vater mindestens auch im ersten Monat, besser in den ersten beiden Monaten. Der erste ging bei uns komplett für Pflege drauf, ich war ja lange total eingeschränkt mobil und konnte kaum laufen, geschweigedenn Merle allein richtig anlegen. Erst ab dem zweiten Monat hatten Benedict und ich überhaupt die Chance dieses kleine Wunder auch zu genießen. Babyflitterwochen? Scherz! Es war echt die Hölle. Ich würde mir zur Geburt bzw. Babyparty nur Hilfe für die erste Zeit wünschen. Essen, das vorbei gebracht wird, mal dass jemand kommt und staubsaugt oder die Wäsche macht, sowas. Kaufen kann ich Dinge selbst, zumal seit es das Internet gibt 😉 . Aber Zeit… die ist endlich, zumal eben im Wochenbett.
  • Sehr konkret würde ich dringend dazu raten gemütliche Jogginghosen und große Unterhosen zu Hause zu haben.
  • Außerdem bequeme Cardigans, vor allem jetzt im Winter, denn die sind super statt Schlafanzugoberteil. Stilltop und Strickjacke und damit kann man nachts stillen und mit Baby unter einer Decke liegen ohne selbst am Oberkörper zu frieren. Das ist besonders dann spannend wenn das Baby den Schlafsack ablehnt.
  • Richtet euch eine wirklich bequeme Ecke zum Stillen ein mit genug Ablagefläche in einfachster Reichweite für eine Menge Kram: Wasser, Essen, Stilleinlagen, Spucktuch, eventuell Stillhütchen, Fernbedienung, Ladegerät, Bücher… Am besten so, dass ihr die Beine hochlegen könnt (entlastet den Beckenboden und den Damm) und auch so, dass ihr den Kopf anlehnen und dort einschlafen könnt. Bei Couches mit niedriger Rückenlehne ist das unter Umständen tricky. Ideal sind Ohrensessel mit Höckerchen zum Füßehochlegen. Oder gar Schaukelohrensessel (feststellbar), das wäre mein persönlicher Traum gewesen.
  • Schafft in jedem Raum des Hauses/der Wohnung, eine Möglichkeit das Baby abzulegen. Sei es ein dickes Kissen, von dem es nicht herunterrollen kann (manche Stillkissen lassen sich dafür gut zusammenbinden), ein Stubenwagen, eine Wiege, ein Beistellbettchen, ein Laufstall oder tatsächlich das Bett oder Sofa, das kinderrunterollsicher ist. Ein Neugeborenes im Winter legt ihr nicht so einfach nur auf Teppich oder dicke Decke, es ist auf Bodenniveau doch recht kühl… Eine Wohnung, die geräumig genug ist, dass ihr den Stubenwagen immer schön mitrollen könnt, ist da dankbar. Wozu das Ganze? Tragen geht doch auch? Ja, aber selbst in der Trage könnt ihr einige Sachen nicht machen, spätenstens im Bad wird das überdeutlich. Wir haben einen Mittelweg: Ich habe im Wohnzimmer Merles Kinderbett, welches wir als Laufstall bzw. bodenferne Spieldecke benutzen, im Schlafzimmer ist das große Bett mit Rausrollschutz und am Anfang hatte ich den Stubenwagen in der Küche und die Babywippe im Bad. Aus dem Stubenwagen ist sie rausgewachsen, sodass ich jetzt nur noch die Wippe für Küche und Bad nehme. Da muss ich dann immer dran denken die hin und her zu tragen, während Merle noch woanders wartet. Aber warten ist oft nicht Babys Stärke. Baby bei sich tragen ist mein Favorit, aber besonders für nur mal kurze Handgriffe brauche ich diese Ablegemöglichkeiten. Das ging bei Merle lange Zeit gar nicht, also wirklich die ersten Monate war das etwas von höchstens ein paar Sekunden, mittlerweile ist sie so geduldig, dass ich duschen kann, wenn sie mir dabei zuschauen kann und ich dabei für sie singe. Sicht- und Hörbweite sind ihr nun oft genug. Das ist aber etwas, was man von einem Neugeborenen noch nicht erwarten darf. Reißt der Körperkontakt da ab, ist die Bezugsperson quasi weg, je nach Baby wird dann sofort gerufen oder eine Weile die Situation auf sich einwirken gelassen. Wenn ihr so eine kleine Klette habt: ist normal. Geht vorbei. Gefühlt erst nach Jahrzehnten, aber es wird.
  • Ich würde mich mit Hörbüchern eindecken bzw. ein entsprechendes Streamingangebot auswählen, damit ich mich bei nächtlichem und/oder schmerzhaftem Stillen ablenken kann, ohne das Baby abzulenken und wach zu halten. Das unterbricht auch schön die giftige Gebetsmühle im Kopf: „Es schläft. Ich muss jetzt auch schlafen. Nur jetzt habe ich die Chance dazu!“
  • Thema belesen noch mal, da habe ich euch ja schon einige Bücher vorgestellt („artgerecht“, „geborgen wachsen“, „Kinder verstehen“). Nicht direkt eine Buchempfehlung aber eine Rechercheempfehlung. Hier sind ein paar Schlagwörter, die hilfreich sein können:
    Clusterfeeding (seeeehr häufiges Stillen)
    Co-Sleeping / Familienbett, Rooming-in
    der Mensch ist ein Tragling / Trageberatung
    24h-Baby / High Need Baby
    Dreimonatskoliken / Schreiambulanz
    Wellcome (Hilfe bei Überforderung)
    windelfrei / windelwenig
    breifrei / babyled weaning
    Stillberatung / La Leche League / IBCLC
    Da ihr schnell in zig Foren rauskommen könnt, empfehle ich zum googeln „Renz Polster“ mit in die Suchmaske einzugeben oder auch „Stillen und Tragen“. Das führt meiner Erfahrung nach zu besseren Treffern in einem Internet voller Halbwissen.
    Ich bin jemand, der gern und viel liest und recherchiert, aber viele dieser wirklich sehr sehr hilfreichen Schlagwörter sind mir teilweise erst extrem spät begegnet.

Wie würdest du die Schwangerschaft für dich gestalten?

  • Wieder gaaaanz viele Fotos machen. Und ganz viel Tagebuch schreiben (oder Blog. 😉 ).Es ist irre, was die Hormone mit mir gemacht haben. Ich bin nicht grad dumm, aber Vergesslichkeit ist ein Euphemismus für das letzte Jahr. Das ist nett im Kontext Geburt, weil der Schmerz irgendwann nur noch ein Wissen und kein Nachfühlen mehr für mich war (tatsächlich jetzt schon!), aber schade, wenn ich mich daran erinnern will, wie die 40 schwangeren Wochen so waren. Ich bin irre froh Blog und Instagram zu haben und so zurück blättern zu kommen. Etliches ist in meinem Kopf tatsächlich schon verschwommen. Meine Freundin meinte letztens noch „Ich weiß noch genau, wie du mir gesagt hast, dass du schwanger bist!“ Und ich merkte wie der Stein der Erkenntnis in mir fiel: Ich hatte es komplett vergessen. Sie musste es mir noch mal erzählen und da kam die Erinnerung ganz diffus aus dem Nebel zurück.
  • Ich bin nicht so der Typ Bauchgipsabdruck, aber generell würde ich einfach jede Form von schöner Erinnerung mit Babybauch mitnehmen. Das geht von Ultraschallfotos bis zu Schwangerschaftsshootings bei mir vor allem visuell. Ich mag diese Scherenschnittfotos sehr gern, die habe ich nicht gemacht, die hätte ich aber gern gehabt. Ich bin froh um meine doofen Spiegelselfies und hätte mir gewünscht sie wirklich immer in derselben Kleidung vor einer weißen Wand wöchentlich gemacht zu haben für eine schöne Timeline. Hab ich dann aber wegen der Übelkeit nicht mehr gemacht. Und dann war es so. Wir haben trotzdem viele Babybauchfotos und ich LIEBE sie.
    Ich habe zum Beispiel diese wundervollen Fotos mit Tanja Weber gemacht, dann noch diese hier zur Halbzeit im Blütenmeer mit meiner lieben Cordula und das schwarz-weiß-Foto, das ich hier eingebunden habe, hat Cordulas Mann, @photo_zett gemacht. Ich LIEBE es! Sagte ich schon. Und all die vielen andern Bilder, die Benedict gemacht hat. Oder Luise. Ich möchte keines missen.
  • Schwangerschaft ist eine Übergangszeit. Das ist tatsächlich etwas, was mir erst jetzt so wirklich bewusst geworden ist. Es ist die ideale Zeit, um noch mal für euch euer Leben und eure Einstellungen zu hinterfragen. Denn bald ist da ein kleiner Mensch, der vor allem durch euer Vorbild zunächst lernen wird. Es ist also die Zeit zu überlegen, was ihr weiterhin sein wollt und was vielleicht auch nicht mehr. Die ersten Wochen oder gar Monate mit Baby sind ebenfalls eine Übergangszeit. Da werdet ihr dann noch mal in euch gehen und schauen, ob das so passt. Zumindest war das bei mir so. Ich hätte mich mit dem Punkt tatsächlich aber gern (noch) mehr beschäftigt.
  • Platz und Zeit für das Baby schaffen. Denn mit „Ich gehe dann ja nicht mehr arbeiten!“ ist es vermutlich nicht getan. Wäre ich noch mal schwanger, würde ich darauf abzielen die letzten Wochen wirklich viel Leerlauf zu haben. Denn ist das Baby erst mal da, schafft es sich diesen Platz und diese Zeitlücke, egal, ob ihr die schon vorbereitet habt oder nicht. Ich denke, das ist ein großer Unterschied bei Frauen, die sich auf ein Baby als neue Lebensaufgabe freuen und Frauen wie… naja, mir… Ich wollte einfach AUCH ein Baby. Eine Familie. Zusätzlich. Dass ich dafür andere Sachen weniger machen muss, war mir sehr wohl klar, aber nicht in diesem Umfang. Darauf würde ich mich, wäre ich noch mal schwanger, besser vorbereiten. Soweit das möglich ist. Es bleibt ein Sprung in kaltes Wasser. Und Effektivität ist damit also nicht gemeint sondern Reduktion und gaaanz viel Geduld und Gelassenheit.
  •  In diesem Sinne: Minimalisieren. Ich würde noch rigoroser ausmisten, als ich es schon getan habe. Der Nestbautrieb und Putzwahn der späten Schwangerschaft macht schon Sinn. Alles, was so rum fliegt, ist tendentiell ein Teil zu viel.

Must haves und praktische Helferlein

Gibt es das überhaupt? Must haves? Für Schwangere und Babys? Na, so halb vielleicht. Aber ich habe schwanger alle jungen Mütter (und auch ältere Mütter) um mich herum gefragt, was sie mir als wichtigsten Tipp mitgeben würden. Und ich habe tatsächlich sehr oft eher materielle Antworten bekommen. Ich plädiere generell für mehr Zeit statt Zeug (eine Überschrift aus „artgerecht“), siehe Top 10 Tipps, aber doch ja, es gibt ein paar Dinge, die haben sich auch für mich bewährt. Die folgende Auflistung enthält nur Links zu Dingen, die wir selbst gekauft haben, nichts ist gesponsort. Vieles bekommt ihr Second Hand sehr gut. Links zu Amazon sind Affiliatelinks, das heißt, wenn ihr darüber dann etwas kauft, ist für euch alles wie immer, ich bekomme eine kleine Provision. Bei den anderen Links ist nichts dahinter, außer eben das, was ich euch zeigen wollte.

  • Babybay/Beistellbett. Und zwar die Stubenwagenversion. Nachts kann das Baby damit am Elternbett schlafen oder – wie bei uns – es liegt im Familienbett und das Babybay fungiert als Rausfallschutz und „Babybalkon“ also eher Ablagefläche für Stilleinlagen, Spucktuch und Co. Mit diesem Bettchen könnt ihr gut testen, ob das Baby besser direkt bei euch am Körper schläft oder nur in der Nähe oder tatsächlich in einem anderen Zimmer. Letzteres gibt es zwar, aber ist nach all meiner Recherche tatsächlich eher die Ausnahme.
  • Ein breiteres Bett, wenn ihr die Familienbettvariante anstrebt. Vielleicht strebt auch ihr sie nicht an aber euer Baby. 😉 Info also im Kopf haben und dann anpassen. Pi mal Daumen lässt sich sagen, dass 160cm Bettbreite echt Schmerzgrenze sind, wenn es ums Co-Sleeping geht. Für uns ist es zu schmal, wir haben gerade aufgestockt auf 2m. Je niedriger die Betten desto familienbettfreundlicher (Thema Rausfallschutz bzw. späteres Drüberklettern), ich mag so niedrige Betten aber ü-ber-haupt-nicht. Also brauchen wir eine Mauer aus Rausrollgittern. Die weißen aus Holz sind hübsch, aber eher niedrig… Etwas höher und optisch noch grad so okay sind diese hier von Abus. Wir überlegen da bald was selbst zu bauen.
  • Männerboxershorts, die engen. Perfekt fürs Wochenbett, wenn man dann die Netzschlüppis wegsortiert. Auch, wenn ihr zu geizig seid neue Unterhosen zu kaufen für vielleicht einen oder zwei Monate, in denen euch eure nicht passen, weil ihr so rund (und im Wochenbett zu wund…) seid. Sollte das Gewicht dann nicht runtergehen, wie ja doch bei vielen, dann könnt ihr immer noch neue Schlüppis kaufen. Vorteil bei Männerboxern ist auch, dass sie schön groß sind und da nichts klemmt. Rund um die Geburt ist sowieso mehr oder weniger end of sexyness bei den meisten Frauen.
  • Gymnastikball. Weniger für Sport, aber darauf könnt ihr euer Baby (eventuell) prima in den Schlaf hopsen, ohne euch total fertig zu machen mit Märschen durch die Wohnung. Kind auf dem Arm, auf den Ball, leicht hüpfen und ein bisschen summen oder singen. Geht wie gesagt auch ohne, ist mir aber seeeehr viel bequemer.
  • Wie schon erwähnt (lange, große) Cardigans als Oberteile für die Nacht.
  • Gerade bei kleinen Brüsten sind Bustiers (Skiny passt mir meist ganz gut) oder die Stilltops von H&M (die von zalando waren so gar nichts…) bedeutend komfortabler als Still-BHs. Zu den Bustiers dann einfach ein Bauchband anziehen, damit der Rumpf warm bleibt, wenn ihr den Pulli oder das Shirt hochrollt, um dann das Top aufzuklappen bzw. das Bustier hochzuschieben.
  • Babytrage, die auch für Neugeborene geeignet ist. Gerade die Fullbuckle-Tragen (also die mit Clips, wie Treckingrucksäcke) sind oft etwas derb für die ganz kleinen Winzlinge. Wünscht euch eine Trageberatung zur Geburt! Ist vom Preisrahmen ein schönes Geschenk und definitiv eins, von dem ihr viel habt. Dann könnt ihr mit eurem Baby ausprobieren, was für euch passt. Mir war das Geknote mit Tuch am Anfang zu viel und ist es ehrlich gesagt immer noch, zumal ich durch den Dammschnitt so bewegungseingeschränkt war. Wir haben eine Meitai-Trage (Mysol von Girasol, Farbe Tulum), also ein Tuch-Trage-Hybrid. Ist alles zum Knoten und nichts zum Klipsen, aber es sind keine komplizierten Schlingen nötig und der Sitz für das Baby ist vorgearbeitet.
  • Kombination aus Schwangerschafts- und Tragejacke oder -mantel. Ich liebe meinen mamalila Mantel. Er kommt mit zwei Einsätzen: Einmal eine Baucherweiterung und einmal eine Babyerweiterung. Letztere kann sowohl vorn als auch auf dem Rücken eingesetzt werden, damit man das Baby vor dem Bauch als auch auf dem Rücken tragen kann. Nicht ganz billig, selbst in gebraucht, aber hat sich sehr bewährt. Zum Vergleich: Ich bin 179cm groß, habe über die Schwangerschaft und Babyzeit bis jetzt zwischen Anfang 60 und Anfang 70 Kilo gewogen. Konfektionsgröße in derselben Zeit zwischen 36 und 40. Mir passt der Mantel in Größe S perfekt.
  • Ich empfehle an dieser Stelle noch mal das „artgerecht“-Buch oder auch die anderen beiden Bücher, die ich hier schon rezensiert habe: „geborgen wachsen“ und „Kinder verstehen“. Das kann einem ersparen dann vor einige sprichwörtliche Wände zu laufen.
  • Blackroll. Das ist eher was für die Schwangerschaft. Damit habe ich mir selbst den Rücken rollen können (am Türrahmen) und mich damit über die letzten beschwerlichen Wochen ohne Schmerzmittel bringen können, denn bei mir war der Brustwirbelbereich ganz schön verspannt von den wirklich weit aufgedehnten Rippen (Unterbrustumfang ist bei mir um über 10cm hochgegangen – das ist wohlgemerkt ein knöcherner Bereich!).
  • Flache, trittsichere Schuhe zum Reinschlüpfen. Die klassischen Birkenstocks (und deren Imitate) für den Sommer und weite Ankleboots für den Winter. Schwanger könnt ihr euch schlecht bücken und mit Baby in der Trage ist das auch schwierig.
  • Farbig zueinander passende Babykleidung. Nicht wichtig, aber nett und ein sehr typischer Heiki-Tipp. Wenn alles zusammen passt, müsst ihr nie überlegen. Und gerade am Anfang wollt ihr einfach nur fertig werden. Ich Augentier hab es trotzdem gern schnuckelig, deswegen war das für mich klar, dass Merle möglichst in einem Farbschema eingekleidet wird. Bei uns ist das Weiß, Natur, Grau und kühle gedämpfte Töne, allen voran Rosa, weil man Rosa einfach immer bekommt. Ich habe auch ein paar kräftigere Sachen für sie, aber ich merke dann tatsächlich, dass das beim Anziehen manchmal schwierig ist, weil genau das, was passt, grad in der Wäsche ist.
  • Ein Wäschetrockner. 4 Wochen haben wir ohne geschafft und es war nur stressig. Eine Freundin hat immerhin 3 Monate geschafft und ist jetzt auch nur froh einen zu haben. Vor allem jetzt über den Winter trocknet der Kram einfach zu langsam auf der Leine. Alternativ braucht ihr SEHR viel Babykleidung. Gebraucht ergattert, lieben Dank an meine Mama, die ja jetzt eigentlich nur noch Oma heißt. 🙂
  • Ein Staubsaug-Roboter. Haben etliche Mamas aus meinem Bekanntenkreis, und schwören darauf und ich kann es so, so, SO verstehen. Ist derzeit auf meiner Wunschliste. Zumal mir schon alle sagen: Spätestens wenn das Baby krabbelt kannst du dir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. Ähnliche Kategorie wie der Trockner, wenn man ein Speikind hat. Speien ist optional. Krabbeln nicht.
  • Ein Portraitobjektiv, wenn ihr schon eine gute Kamera habt oder spätestens dann: eine gute Kamera. Ich habe die Sony alpha 77II mit 1.8er Blende 50mm Festbrennweite. Das ist beides nicht wirklich günstig, aber ich liebe, liebe, liebe die Dinger und habe sie fast täglich in Gebrauch. Sie erschaffen die Erinnerungen, die bleiben.
  • Eine externe Festplatte. Ich kann gar nicht so schnell gucken, wie wir hier Daten produzieren. (Denkt ans Aussortieren…!)

Was meiner Meinung nach eher überbewertet wird

  • Kinderzimmergestaltung. Da haben wir uns auch so ausgetobt, letztlich schläft Merle aber doch bei uns im Schlafzimmer und wird wegen der möglichst kurzen Wege dort auch gewickelt. Besser also: Babyeckengestaltung. 🙂
  • Im selben Atemzug: Kinderbett. Würde ich nicht kaufen. Wenn ihr feststellen solltet, dass euer Baby besser allein schläft, (was gerade am Anfang eher unwahrscheinlich ist, aber kommt vor) dann könnt ihr das auch erst mal mit dem Kinderwagen oder dem Babybay testen. Dann könnt ihr immer noch ein Kinderbettchen anschaffen.
  • Primär niedliche Babykleidung, nicht unbedingt praktisch, weil oh wie süüüüß…! Kauft praktisch, vor allem für die allererste Zeit (farblich könnt ihr euch ja trotzdem austoben). Wir hatten zuerst ganz viele Strampler, weil die schnell an und wieder auszuziehen waren und wir Merle nichts über den Kopf wurschteln mussten. Alle die schnuffeligen Sachen, die aber mit strammen Knöpfchen und viel Gekrempel daher kamen, haben wir höchstens einmal angerührt.  Seit wir Merle abhalten, bevorzugen wir Zweiteiler, damit die Hosen schnell aus sind. Ob Wickelbody oder Über-den-Kopf-zieh-Body, ist wohl Geschmacksache. Ich bevorzuge die Wicklevariante für ein Baby, das den Kopf noch nicht gut halten kann. Seit Merle gut und bequem auf dem Bauch liegt, sind die Über-den-Kopf-zieh-Bodys einfacher in der Handhabung. Vor allem aber wenn ihr euer Baby nicht abhaltet, dürft ihr euch auf recht regelmäßige „Windelunfälle“ einstellen, also ein Baby, dass sich so vollkackt, dass es am Rücken aus der Windel rauskommt und durch alle Schichten sifft. Wenn ihr diese Schichten dem Kind dann über den Kopf ziehen müsst, könnt ihr es gleich im Anschluss auch noch baden. Vermutlich schreit es aber schon, weil es im eigenen Kot lag und Umziehen sowieso oft erst mal doof ist. Drum meine Aussprache hier für Wickelbodys. Und fürs Abhalten.
  • Babybadewanne. Hebammen sind irgendwie total scharf darauf das Baby zu baden, habe ich den Eindruck… Viele Babys mögen das auch. Andere… nicht. Eine Wäschewanne tut es auch bzw. die ganz Kleinen passen auch prima in ein Wasch- oder Spülbecken (ist auch rückenfreundlicher für die Eltern) und bis die Kleinen so groß sind, dass sie dann mit in die große Wanne können, dauert es gar nicht so lange. Und man kann ein Baby auch wunderbar nur waschen. Mit Wasser. Ohne alles. „Grobschmutz“ geht ganz gut nur mit Kokosöl o.ä. ab. auch wieder prima, wenn man da keine oder kaum Windelunfälle hat.
  • Kinderwagen. Wenn ihr mehr tragt als schiebt. Tragen ist erstens babyfreundlicher (und bringt noch eine Menge Vorteile mit sich rund um besserer Babyschlaf, bessere Hüfhaltung des Babys, bessere Milchproduktion, besserer Wärmehaushalt…), zweitens wesentlich mobiler (mit Kinderwagen ist man gerade in der Stadt ähnlich behindert wie mit Rollstuhl) und drittens auch viel günstiger. Wie eine Leserin auf Instagram so schön sagte: Der Kinderwagen ist manchmal einfach ein sauteurer Einkaufswagen, den man mit sich schiebt, während das Baby glücklich in der Trage ist. Dementsprechend würde ich da nicht in ein High-End-Vehikel investieren, sondern gebraucht kaufen, neue Matratze rein und gucken, wie ihr damit klar kommt.  Seit ich tragen kann (ging anfangs schlecht wegen extra Druck auf den Bauchraum und damit auf den Beckenboden und damit auf die Dammnaht), bevorzuge ich Tragen mit Abstand. So sehr ich die Babyfreundlichkeit dabei liebe, tatsächlich ist für mich der Hauptaspekt: es ist dermaßen viel bequemer. Und auch weniger anstrengend. Schieben kostet mich mehr Kraft als meinen kleinen 8kg Brocken ergonomisch korrekt mit mir rumzutragen. Schieben geht auf die Handgelenke. Schieben hat keine Hände frei. Wenn der Kinderwagen dann doch euer Favorit sein sollte (oder – ganz wichtig – der desjenigen, der euch öfter entlastet!), dann könnt ihr  immer noch in einen investieren.

Und da wären wir.

Da das sooo viel war hier wie versprochen noch mal:

Top 10 zur Erinnerung

1. Hebamme sofort suchen, wenn ihr wisst, dass ihr schwanger seid.
2. „Kinder verstehen“ lesen. Ist mein Liebling unter den drei vorgestellten Babybüchern
3. Maminetzwerk knüpfen. Entsprechende Kurse besuchen.
4. Formalitäten rund um Elternzeit und Elterngeld so schnell als möglich abarbeiten.
5. Ganz viele tolle Erinnerungen schaffen. Die Dickbauchzeit ist endlich.
6. Trageberatung wünschen und dann im Wochenbett machen. Dann erst die Trage kaufen, die zu euch und eurem Baby passt.
7. Fit bleiben so gut es geht.
8. Hilfe für die ersten zwei Monate besser drei Monate organisieren. Elternzeit entsprechend legen. Großeltern um wochenweise oder tageweise Hilfe bitten. Oder auch mahlzeitenweise. Geschwister, Freunde…
9. Kein falscher Ehrgeiz. Ihr seid schwanger und nicht krank. Das missverstehen aber viele Frauen doch so, als müssten sie eigentlich noch dieselbe Arbeitsleistung schwanger erbringen, wie unschwanger.
10. „Ich nehme an und lasse los.“ Kein anderes Mantra hat mich so durch die Schwangerschaft und erste Babyzeit begleitet wie dieses hier. Und tut es noch.

11. Weil es mir noch einfiel: Wenn je der richtige Zeitpunkt für eine Haushaltshilfe ist, dann in der ersten Babyzeit (somit schwanger zu organisieren) und wenn es je einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt gibt für einen Umzug oder Hausbau, dann ebenfalls in der Zeit rund um das Wochenbett, besser also deutlich vorher erledigen oder auf Eis legen.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die das hier lesen eine schöne Schwangerschaft und Babyzeit. Egal ob jetzt oder später oder vielleicht auch „nur“ als begleitende Person. Das ist wirklich ein „Nur“ in Anführungsstrichen. Denn ihr seid sehr viel wichtiger, als ihr vielleicht denkt. Sehr!

Ganz viel Liebe, meine wunderbaren Freunde!

36 Kommentare

  1. Vielen lieben Dank für diesen wunderbaren Artikel! Generell zehre ich sehr von deinen Artikeln, selbst im Berufsalltag.

    Ich mag deine (Schreib-)Stil wirklich sehr🙂.

    Eine langjährige Leserin.

  2. Liebe Heike,

    so ein schöner und informativer Artikel 🙂

    Nach einer Haushaltshilfe sollte man meiner Beobachtung nach eher früher als später suchen. Mitunter braucht es ein bisschen, bis man jemanden gefunden hat, bei dem die Chemie stimmt 😉

    Ach, zum Staubsaugeroboter hab ich eine kleine Anekdote 😀 Ein Vater im Bekanntenkreis hat riesigen Spaß damit gehabt, den Roboter so zu platzieren, dass er früher oder später auf das Baby getroffen ist. Sein Sohn fand es seinen Aussagen nach total spannend dabei zuzukucken, wie er (der Roboter) sich bewegt, und von den Bürsten gekitzelt zu werden. 😀

    Ich mag mal noch versuchen eine möglichst einfühlsame Ergänzung zum Thema Pränataldiagnostik abzugeben. Aus der Sicht von jemandem, der viel Mist erleben musste, weil Mama nicht mit ihm klarkam und sehr unglücklich war (auch wenn die Gründe nichts mit Feindiagnostik zu tun hatten).
    Ja, Diagnostik führt zur Entscheidung über Leben – aber nicht nur, ob ein Kind überhaupt auf die Welt kommen darf, sondern auch darüber, wie sein (frühes) Leben und das seiner Eltern (in groben Zügen) aussehen wird. Ich würde einfach ganz ganz tief und ehrlich in mich reinfühlen, ob ich einem Kind mit einer schweren Behinderung eine gute Mutter sein kann. Und will. Das klingt in manchen Ohren egoistisch, aber ich finde es unendlich wichtig bei gravierenden Entscheidungen wirklich alle Möglichkeiten durchzufühlen. Und mir klarzumachen, dass es überhaupt eine Entscheidungsmöglichkeit gibt und nicht nur Ohnmacht, mir klarzumachen, inwieweit meine Wünsche für mein Leben mit den Anforderungen, die mein Kind an mich stellen wird, verbunden werden können.

    Ganz liebe Grüße,
    Katja

    1. Da hast du auf jeden Fall Recht. Diese Überlegungen sollte man anstellen und da auch sehr ehrlich mit sich sein. Auch wenn man sicherlich mit seinen Aufgaben wächst. Beides mag bedacht werden.

      Ich kenne Videos von Babys, die mit dem Saugroboter durch die Wohnung cruisen Das ist auch ziemlich genial! 😀

  3. Ein toller Artikel, bei dem ich vieles unterschreiben kann. Auch wenn für mich (persönlich) die meisten Must-Haves eher in die Braucht-man-nicht-Liste gehören. 😃 Außer eine gute Babytrage und Schlupfschuhe. 👍🏿 Und wenn _ich_ noch ein Baby bekommen würde, würde ich mir ein Au-Pair holen. Nicht weil ich die großen Kinder abschieben möchte, sondern weil es für alle Beteiligten ein unwürdige Situation ist, wenn man einem Kind den Hintern abputzt, während man ein anderes stillt.
    Aber ist es nicht toll, was man alles lernt mit so nen Baby. Und wie man sich weiterentwickelt.

  4. Sehr schöner Artikel! Man liest deine persönliche Geschichte sehr stark heraus, denn du schreibst es ja selbst: Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (und auch alles danach) ist extrem individuell! Ich hatte ja kn den ersten Monaten auch mal kurz drüber nachgedacht einen Blog zu starten um genau diese Tipps aus meinen ersten Monaten mit Baby weiter geben zu können, habe das dann aber wieder verworfen, weil mir schreiben nicht so liegt… ZB hätte ich bei den Must-haves definitiv unsere BabyBjörn Wippe aufgezählt. Spätestens als Klekn j mit 4 Monaten raus hatte sich selbst an zu schubsen war es der optimale „Ablageort“ für ihn. Unseren Kinderwagen möchte ich anders als du (es war ein neuer und teurer, von den schwiegereltern gesponsort) anders als du nicht missen. Aber wir könnten auch wegen Blockaden am Hals erst ab dem 3. Monat tragen und seit er so an die 10kg wiegt schiebe ich bedeutend lieber als zu tragen, vor allem im Winter und draußen.
    Und trotz aller Individualität hast du einige sehr wertvolle Tipps zusammen getragen. Manches davon hätte ich auch schon gern in der Schwangerschaft gewusst!
    LG, Annie

    1. Stimmt, die Wippe haben wir auch. Die ist wirklich super, wenn auch boah wie teuer… Haben wir gebraucht gekauft und war immer noch ganz schön happig… aber wird man ja auch wieder gut los.
      ich trage im WInter jetzt besonders gern, lieber als im Sommer. Da fand ich den Wagen ganz angenehm. Im Winter habe ich tragend weniger Sorge, dass es Merle zu kalt sein könnte und im Sommer hat sie mehr Luft an sich, wenn sie rollt. Das Gewicht ist ein Argument. Jetzt mit über 8kg merke ich das auch schon deutlich. Bisher schreckt es mich aber noch nicht ab. Ich finde schieben asntrengender. Kann aber daran liegen, dass es hier teils schon regelrecht bergig ist und bergauf ist der Kidnerwagen einfach nur schwer.

  5. Danke für den sehr lesenswerten Artikel!

    Aber wenn ich ehrlich bin, werde ich da etwas panisch. Ich leide schon unter PMS, was ist, wie ist denn da erst das Wochenbett, wenn eine so positive, planende Macherin dies so beschreibt…..

    Hattest Du Benedict die ersten zwei Monate tatsächlich bei Dir? Weil hier dauert der Vaterschaftsurlaub einen Tag. That’s it. Ich

    Ich wüsste, dass wenn ich ein Baby hätte, ich die Zeit nach der Geburt alleine wär. Komplett (Familie funktioniert nicht, arbeiten selber/sind im Ausland/zu senil). Das mit dem Job steht in den Sternen, wenn man Glück hat, darf man länger wie 14 Wochen pausieren.

    Wenn ich so einen ehrlichen Beitrag lese, insbesondere zu Wochenbett etc, sehe ich nicht, wie das bei so Rahmenbedingungen funktionieren kann.

    Von dem her würde mich ja sehr interessieren, wie es dem Papa und mit dem Papa dabei erging, weil hier werden Väter gesellschaftlich ausgeklammert (Frau an den Herd und so) und das ganze Kinderding ist Frauensache und wird politisch so zementiert.

    1. Das habe ich leider schon öfter gelesen, dass das in der Schweiz noch mal wesentlich heftiger ist. Und ich finde es ganz ehrlich echt ein Unding. Als wären Schweizerinnen nicht auch toll ausgebildete Frauen, klug und in mehr Aspekten wertvoll als dem als Mutter. So, wie du das beshcreibst, steht Frau ja da wirklich vor der Wahl: Vollzeitmama und wohl auch für länger, weil der Job nicht freigehalten wird oder Kind und dann sehr schnell Nanny oder gar kein Kind. Und für die Väter finde ich das auch übel. Für den Bindungsaufbau ist das Käse… Sage ich.
      Benedict wareinen Monat nach der Geburt daheim, dann war meine Mama noch mal eine Woche da und dann waren es nur 2 Wochen, bis wieder Herbstferien waren (er ist Lehrer), aber die 2 Wochen waren schon hart. Er hat einen weiteren Monat Elternzeit im Frühjahr. Bald. 🙂

      Bezüglich Wochenbett und Vergleich PMS: Ich kenne das auch, glaub mir, das ist nicht vergleichbar und da musst du dir keinen Kopf machen. Es ist irre anders und anders als PMS ist das Wochenbett eine einmalige Sache. dauert länger, ist härter, aber du tust es ja dann weil du ein Kind hast und musst es nicht aushalten mit Blick auf „Na toll, nächste Woche wieder bluten!“ und nächsten Monat den ganzen Spaß noch mal. Da kann ich dich denke ich beruhigen. Es ist so doer so total anders, da lohnt es überhaupt nicht, sich von langer Hand vorher den Kopf zu zerbrechen.

      Noch mal zurück zur Situation in der Schweiz mit kaum Vaterurlaub und keiner Familie, die helfen könnte. In dem Fall wäre wirklich eine Haushaltshilfe etwas, was ich dringend anraten würde. Zumindest für die ersten Wochen. Im Wochenbett allein zu sein ist sicherlich irgendwie machbar, aber das Irgendwie mag ich mir auch lieber nicht zu genua vorstellen.

      Wie läuft das denn bei Bekannten? Ich habe keine anderen Schweizer, die ich fragen könnte. Wie machen die das,also die Familien, bei denen es dann funktioniert? Oder funktioniert es nicht ist einfach nur schlimm und keiner redet drüber?

  6. Liebe Heike,

    ein ganz wunderbarer Artikel, vielen Dank dafür!
    Noch ganz was anderes: auf dem „unscharf aber glücklich“-Foto siehst Du so weich und lebendig und glückstrahlend aus, wunderschön, das find ich genauso toll wie das schwarz-weiße von Euch beiden.

    LG Jessica

    P.S. Ich hoffe, es ist ok für Dich, wenn ich das hier bei Dir schreibe, ich hab auf Lenjas Blog schon öfter versucht zu kommentieren, aber es klappt nicht:
    Liebe Lenja, falls Du das hier zufällig lesen solltest, ich freu mich ganz narrisch für Euch!

    1. Hallo liebe Jessica!
      Zufällig guck ich immer gerne bei Heike, was die Leute so schreiben. 😉 So entging mir jetzt dein Kommentar zum Glück nicht! Sehr ärgerlich, dass du bei mir nicht kommentieren kannst 🙁 Ich weiß nur leider nicht wieso. Einstellungen sind alle offen und ohne Beschränkung. Hast du mal versucht in einem anderen Browser? Ich kann zB vom Arbeits-PC aus bei Heike nie im Firefox Browser kommentieren, muss immer den Windows öffnen. Während ich daheim nur Firefox nutze ohne Probleme….
      DANKE auf jeden Fall 🙂

      1. Das freut mich, daß Du meine Glückwünsche gefunden hast. Dann liegt das Problem vielleicht am Browser oder am Betriebssystem, ich hab Firefox (Betriebssystem Linux). Alles Liebe Euch.

  7. Liebe Heike,

    schöner Artikel 🙂 Gerade auch der Teil zur Pränataldiagnostik, den du kurz angerissen hast – mir scheint es in meinem Umfeld schon etwas in die Richtung zu gehen, dass (fürs maximale Sicherheitsgefühl oder so…?) mehr oder minder unreflektiert praktisch alle möglichen frühschwangerschaftlichen Diagnosemöglichkeiten auch in Anspruch genommen werden, ohne sich vorher eingehend mit der Frage zu beschäftigen: was wird es mit mir machen, wenn dabei etwas Auffälliges herauskommen sollte? Wird es mein Handeln beeinflussen? Glücklicherweise wurde bislang niemand in meinem Bekanntenkreis mit einer Auffälligkeit konfrontiert, aber die Frage nach dem „Und warum machst du das, wenn es keine Auswirkungen auf dich gehabt hätte, wenn was bei rausgekommen wäre…?“ Die Fragestellung scheint mir bissel kurz zu geraten. Daher schön, dass du das Fass zumindest einmal als Denkanstoß aufgemacht hast – umfassende Erörterung wäre in diesem Rahmen vermutlich auch fehl am Platze 🙂

    Sehr interessant übrigens, dass du aus heutiger Sicht sogar sagst, du hättest das Geschlecht vorher lieber nicht erfahren! Mir schienen deine Artikel während der Schwangerschaft tatsächlich so, als sei das ein für dich recht wichtiger Punkt gewesen (Stichwort mit Namen ansprechen), bei dem ich echt nicht vermutet hatte, dass du das im Nachhinein auch nur einen Funken bereuen würdest 😀 Ich kenne aus meiner Generation in der Tat keine einzige Person, die nicht im Vorfeld das Geschlecht erfahren wollte. Scheint ja mittlerweile gefühlt der Standard zu sein, dass Leute bei Schwangeren schon nach Untersuchungen um die 13. Woche herum ganz ungeduldig nachfragen, ob man denn schon wüsste, „was es wird“ O_O Sehr interessante Entwicklung. Also dass Menschen, die es sich nicht sagen lassen, quasi als Exot*innen gelten 😉 Und auch, dass die Nachfragen von Außenstehenden schon so wahnsinnig früh losgehen…! Falls du Zeit und Muße hast – vielleicht magst du den Gedanken bei Gelegenheit ja noch in ein paar Sätzen ausführen?

    Und rein interessehalber: was genau meintest du im Artikel mit „eine Hebamme suchen“? Geht es dabei um Beleghebammen (bzw. sogar um eine Hausgeburtshebamme) oder um Hebammen für Geburtsvorbereitungskurs, Rückbildung und Nachsorge…? Ersteres kann ich gut verstehen, für letzteres hab ich aus zweiter Hand eher die Erfahrung, dass sehr früh Schwangere sich noch gar nicht anmelden konnten, sondern erst ab Woche x – wie genau da die Antworten waren, weiß ich leider nicht, aber wer sich hier versucht, sich direkt nach dem positiven Test irgendwo anzumelden, wird meist scheinbar eher abgewimmelt…? (Und das in einem großstädtischen Ballungsgebiet mit großer Metropolregion, also quasi das Paradebeispiel, das immer angeführt wird für frühzeitige Suche 🙂 ) Also – wie gesagt, Beleghebamme – glaub ich aufs Wort, dass die sich am besten gefühlt schon vor der Schwangerschaft gesucht gehört xD Aber bei den „Standard-Kassenleistungen“ hab ich eher gegenteilige Tipps gehört. Da haben es viele Hebammen wohl gern, wenn zumindest das erste Trimester bereits abgeschlossen ist vor Anmeldung, weil ganz schlicht ein relativ großer Teil sich wegen Fehlgeburten wieder abmelden müsste bei sehr früher Anmeldung.
    Ich vermute mal, dir ging es aber weniger um hebammengeleitete Kurse, auch nicht um Hausgeburtshebammen, eher um Nachsorgehebammen, oder…? Vielleicht magst du das einmal präzisieren? Denn die Tätigkeiten einer Hebamme gehen ja doch recht weit auseinander, und je nachdem, wofür jemand eine Hebamme sucht, ist es vielleicht weder notwendig noch hilfreich, so sehr früh anzufragen…

    LG!
    Julia

    1. Ich kommentiere mal hier deinen Instagram Post bzgl des Betten-/Ablageproblems: wie wäre es denn, wenn ihr die Bilderleiste runternähmt und stattdessen über die gesamte Breite ein Regal anbringt…? Das ließe sich sowohl hübsch dekorieren (und eure Bilder könnten natürlich auch dort wieder drauf) als auch als Nachtschrank nutzen. In einer vernünftigen Höhe werden weder die Köpfe daran gestoßen noch müsstest du aufstehen, um dranzulangen 😉 Dann könnte das Bett vielleicht doch an die Wand? Wäre zwar asymmetrisch, aber das ließe sich per Deko recht gut ausgleichen.

    2. hebamme: Ich meine tatsächlich die normale Nachsorgehebamme. Bleghebammen sind hier so gut wie gear nicht zu bekommen und selbst die normalen Nachsorgehebammen haben mich am Telefon öfter mit den Worten enttäuschen müssen: „Die meisten Schwanegren melden sich mit positivem Schwangerschaftstest bei uns. WIr sind schon voll.“ Oder auch. „Oh, das ist im Sommer, da haben wir Urlaub.“ Ich habe in Woche 5 angefangen zu suchen und es wurde schon echt eng und hat einige Wochen gedauert, bis ich meine Hebamme hatte.

      Bezüglich Geschlecht: ich bereue es nicht für das erste Kind. Gar nicht. Ich wollte es eben ansprechen können und das war für mich zu dem Zeitpunkt wichtiger. Das jetzt anders zu sehen liegt einfach daran, dass ich jetzt jemand anderes bin. Ich hätte bei einem zweiten Kind diesen Druck für mich nicht mehr, diesen Neugierdruck. Und ich finde meine Position jetzt auch durchaus reifer. Aber reife muss ja irgendwo herkommen. Dafür brauchte ich den Lerneffekt es eben mit Merle anders gemacht zu haben. 🙂

      1. Pränataldiagnostik war bei uns auch ein wichtiges Thema. Toxoplasmose habe ich weggelassen – wir haben keine Katze und an der Ernährung ändert ein positives Ergebnis nichts. Was man wegen Toxoplasmose weglässt, fällt ja schon wegen Listeriose weg. Auf das Ersttrimesterscreening haben wir auch verzichtet. Trisomien können extrem unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Info hätte uns nix gebracht. Abgesehen davon, dass auch bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:3 immer noch die Mehrheit der Kinder mit demselben Befund _keine_ Trisomie hat. Wenn das Kind so schwer geschädigt wäre, dass es nicht überlebensfähig ist und schon im Mutterleib Schmerzen hätte, sähe man das auch bei dem zweiten umfangreichen Ultraschall, den die Kasse zahlt. Ebenso, wenn das Kind noch im Mutterleib operiert werden müsste oder man sich als Eltern auf ne Schädigung vorbereiten müsste (Stichwort stillen bei Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte). Wenn aber beim Ersttrimesterscreening rauskommt, irgendein Risiko ist „erhöht“, tritt man dem Kind und der Schwangerschaft nie wieder unvoreingenommen gegenüber. Deshalb muss man das wirklich sehr gut abwägen.

  8. Hallo liebe Heike!
    Ich versuch auch mal meine Gedanken zu deinem Blogpost nieder zu schreiben.
    – Hebamme suchen
    Das ist scheinbar echt mega regional und abhängig von Einwohnerdichte. Ich hab auch überall gelesen, dass man sich vorallem bei Zwillingen früh eine suchen soll. Hab ich dann auch früh gemacht, aber als ich anrief in ca. SSW8 wurde ich eher nett abgewimmelt, ich soll mich später nochmal melden. Genauer gesagt sollte ich mich erst ca. 2 Wochen vor dem geplanten Mutterkindpass-Hebammen-Gespräch melden (Tel dann SSW15).
    Aber ich wohne sehr ländlich, da gab es genug Hebammen zur Auswahl die vermutlich alle noch Zeit hatten.
    – Bücher schon in der Schwangerschaft lesen würde ich auch immer wieder empfehlen. Da hat man am ehesten Zeit, als dann wenn es mal auf der Welt ist.
    – Maminetzwerk
    hihi Mir kommt vor das hängt auch stark davon ab, ob man extrovertiert oder introvertiert ist. Ob man dann wirklich viel nach Austausch und Gesellschaft von Gleichgesinnten hungert, oder gerne mit sich und den Kindern alleine ist. Ich bin gespannt wie es mir also Intro dann gehen wird – fällt mir doch mal die Decke am Kopf oder reichen meine kurzen sozialen Interaktionen wie bisher? Ich tendiere ja eher zu der Vorstellung oder Sorge, dass mich die Zwillinge so vereinnahmen und soziale Energie ziehen, dass ich dann erst recht alleine sein möchte um wieder Energie zu kriegen und mich Besuch dann noch mehr auslaugt.
    Aber sich mit Gleichgesinnten austauschen ist egal ob Intro oder Extro sehr hilfreich. Ich habe hier wohl den Vorteil, dass ich im Freundes- und Familienkreis der Nachzügler bin. Meine Beste wartet seit 3 Jahren, dass ich auch endlich schwanger bin und wir uns noch mehr unterhalten können. Und meine Schwägerin wohnt einen Katzensprung entfernt und unsere Kinder werden sogar in die selbe Klassenstufe gehen – da hab ich plus dir gleich 3 sehr enge Freundinnen, mit denen ich eigentlich all meinen Austauschbedarf gedeckt habe.
    – Thema fit bleiben
    Hier würde ich auch ohne die Geburt schon erfahren zu haben IMMER empfehlen schon vor einer Schwangerschaft Sport zu machen, Beckenboden zu stärken und eine gute Kondition aufzubauen. Gestern sagte mir meine Gyn, dass man in der Schwangerschaft den Beckenboden nicht mehr kräftigen soll, sondern erhalten (also schon immer wieder etwas anspannen soll) und auch dehnen und lockern soll für die Geburt. Spricht nochmal mehr für: vorher vorher vorher!!!
    – Minimalisieren und ausmisten ist noch so ein Ding, dass ich jetzt in der Frühkarenz bald erledigen muss. Gibt einige Stellen die ich ausräumen und gleich mal Kindersicher machen will. Wäre zwar erst notwendig, wenn es krabbeln kann und die unteren Schubladen erkundet und ausräumt 😀 Aber momentan hätte ich ja massig Zeit – fehlt nur noch die Lust dazu hihi
    – Überbewertung Kinderzimmergestaltung
    hihi ja das beobachte ich bei vielen werdenden Eltern. Das einzige was wir vorbereitet haben (schon vor dem 1. IVF Versuch) waren 2 große Kleiderschränke je Kinderzimmer – weil irgendwann sind sie notwendig und derweilen hübscher Stauraum für Gäste, die in den KiZi schlafen dürfen. Ansonsten gibt es wie du weißt auch bei uns Familienbett-Upgrate.
    – Kinderwagen
    Ich hab sogar erst zu meinen Mann gesagt „wir brauchen keinen KW, ich will viel tragen“. Aber dann fiel uns wieder ein, dass es ja Zwillinge werden 😀 und wir noch nicht wissen ob ich gut gleich zwei tragen kann. Deshalb haben wir uns für einen gebrauchten um echt wenig Geld entschieden. Das war ein guter Kompromiss.

    Liebste Grüße! 🙂

    1. Oh Maminetzwerk und Intro-Extro: Bitte, ich lege es dir nochmal ans Herz. Eine meiner engsten Maifreundinnen ist ein sehr ausgeprägter Intro und sie sagt, für sie ist das Netzwerken fast noch wichtiger, weil sie ja ohnehin Schwierigkeiten hat auf Menschen so zuzugehen und da eigentlich nicht so das Bedürfnis nach hat. Mit Kind braucht sie aber dann doch Austausch mit anderen Müttern und da wäre es so, so viel leichter gewesen vorher ein zumindest klitzekleines Netz aufzubauen, damit sie als Intro diese kostbare und für sie ja schwer zu mobilisierende Energie nicht aufbringen muss, wenn das Baby schon da ist. So als Nachzügler wird es dir da sicherlich aber besser ergehen. Trotzdem ist es einfach Gold wert jemanden zu haben, der gerade durch die selben Phasen und Schübe geht, wie man selbst.

      Kinderwagen für Zwillinge finde ich ist gaaaanz was anderes als für einenn Einling.

  9. Liebe Heike.

    da mein Instagram spinnt und ich dort seit längerem schon nicht mehr kommentieren kann (viele schon formulierte Kommentare sind im Nichts verschwunden, sehr Ärgerlich) schreibe ich dir hier (eine Lösung suche ich natürlich parallel, wenn ich die Zeit finde).

    Ich finde es so wunderbar, wie ehrlich du uns an deinem Leben teilhaben lässt. Welch eine große Hilfe du für Schwangere, noch nicht Schwangere und auch Mamis bist.
    Du inspirierst! Ganz ehrlich!

    Ich muss lächeln wenn ich sehe, dass auch du zur bedürfnisorientierten Erziehung gefunden hast. So, wie ich schon früher lächeln musste, wenn du ein Thema, das grade ganz aktuell für mich war, hier auf dem Blog aufgegriffen hast.
    Überhaupt, der Blog – das ist ja fast schon ein Lebenswerk. Könnte man prima als Buch binden, finde ich ;).

    Eine Frage habe ich an dich:
    Du nennst ganz explizit dein Kamera Modell. Wir suchen auch grade eine. Ist deine Recherche dazu aktuell, bzw würdest du heute eine Andere kaufen? Ich bin unsicher wie viel es sich „lohnt“ auszugeben…

    Viele liebe Grüße aus Bochum

    Agnes

    1. Ach wie doof mit den Kommentaren, das habe ich in letzter Zeit auch öfter. Vor allem bei langen Kommentaren. Das ist dann echt ärgerlich.
      Kamera: Ich würde mich an deienr Stelle noch mal Richtung Canaon umscahuen. Schau mal bei NEssa auf dem Blog, sie hat ihr Modell glaube ich auch verlinkt. Das Teil ist absolute Sahne! Unsere Sony ist ebenfalls toll, aber an sich bin ich Canonliebhaber. Das ist aber meist so, dass man das, womit man beginnt, am meisten mag. Nikon oder Canon ist ja schon fast so eine Frage wie Mac oder PC. 😉 Die Sony ist ein bisschen günstiger und bisschen besser bewertet gewesen seinerzeit vor…. ich glaube 4 Jahren. Ich bevorzugae aber die Menüführung von Canon.

      1. Vielen lieben Dank :)!
        Ich finde Canon auch sympathischer, aber Nikon hat im Moment scheinbar mehr Leistung fürs gleich Geld :/.
        Na mal sehen ;)!

  10. Ich finde den Hinweis auf Pränataldiagnostik sehr wertvoll – nicht alle Ärzte klären darüber gut auf, da kommt gern nur „machen Sie mal“. Da sollte man dann genau wissen, was die einzelnen Tests überhaupt hergeben, was man erfahren möchte und was man daraufhin tun würde.

    Wäschetrockner haben und hatten wir nicht, ging auch gut ohne. Staubsauger-Roboter desgleichen. Angenehm ist das bestimmt, keine Frage.

    1. Das geht auf jeden Fall. Wir haben als Paar auch 7 Jahre ohne Spülmaschine überlebt, aber der Unterschied ist echt enorm, die Erleichterung riesig.
      Ja, mache Ärzte… da geht es dann mehr ums Geld denke ich. Zumindest eben auch… Schwierig. Man muss mündig sein, darauf läuft es immer wieder hinaus.

  11. Ich finde deinen Tragemantel zwar sehr schön, aber ich würde ehrlich gesagt nie Geld für ne Tragejacke ausgeben. Wir haben einen Kumja. Den habe ich in der Schwangerschaft genutzt und den nutzen wir nun beide zum Tragen. Ein Adapter für meinen Mantel und einer für die Jacke meines Partners. Ratzfatz gewechselt, extrem viel günstiger und (mindestens) zwei Personen können damit tragen. Und dafür wurde kein extra Kleidungsstück hergestellt, das bald aussortiert wird, sondern nur ein Stück Stoff.

    Ähnliches Thema ist für mich Stubenwagen/kleines Beistellbett. Da wachsen manche Kinder mit drei Monaten raus. Wir haben ein Laufgitter mit Rollen, das überall mit hin kann. Und wir haben ein normales Babybett zum Beistellbett umfunktioniert. Das ist zurzeit auch nur Rausfallschutz. Da passt das Kind aber rein, bis es drei Jahre alt ist.

  12. Hallo Heike

    Schöner Artikel. Das mit dem Sport kann ich nur unterschreiben. Jede Einheit hilft, während der Schwangerschaft und danach, vielleicht sogar davor. Da unser Kinderwunsch anfangs nicht sofort erfüllt wurde mutmaßte meine Gyn sogar meine gesteigerte sportliche Betätigung im Vorfeld könnte die Empfängnis begünstigt haben. Bezüglich der Einkaufsliste für die Erstausstattung muss ich sagen: da gehen die Erfahrungen manchmal weit auseinander. Aber es hängt auch oft von der Familie und der Gesamtsituation (Platz, Wohnsituation, Familie, Arbeit, Jahreszeit) ab welche Anschaffung/Maßnahme sich bewährt oder nicht.

    Natürlich braucht ein Baby kein komplett hergerichtetes Kinderzimmer, aber ich für meinen Teil war froh dass wir den kompletten Raum vorher ausgeräumt, frisch gestrichen und mit einem krabbelgerechten Boden ausgestattet haben. Nach der Geburt hätte ich keinen Nerv mehr dafür gehabt. Wir haben keine Möbel gekauft bis auf einen Wickelaufsatz für eine bereits vorhandene Kommode und ein großes Gitterbett wie Chagrineuse aus unbehandeltem Naturholz mit Rollen das man bis übers zweite Lebensjahr verwenden und auch als Beistellbett umfunktionieren kann. Allein schon einen Platz zu haben wo man all die Dinge unterbringt die man braucht oder noch nicht braucht aber bereits gekauft/geschenkt/geliehen bekommen hat ist Gold wert.
    Eine der besten Anschaffungen war das Stillkissen, das war schon während der Schwangerschaft im Einsatz und dient jetzt als Bettschlage/Rollschutz. Obwohl wir ebenfalls mit einer kleinen Nestflüchterin gesegnet sind die früh mit dem Krabbeln begonnen hat kommen wir ohne Bettgitter am Familienbett (2x2m) aus.
    Wippe war bei uns anfangs absolute Lebensrettung, ein Erbstück, schön einfach und leicht zu tragen.
    Einen einfachen Kinderwagen würde ich ehrlich gesagt auch nicht kaufen. Anfangs war es bei uns ein toller Schlafplatz, das Frühlingsbaby hat den ganzen Sommer darin gern geschlafen aber auch oft wach viel geguckt, nach 4-5 Monaten versuchen die Mäuse aber darin aufzustehen und dann hat sich alles wo man rausfallen kann sowieso erledigt. Wir haben uns ein Kombisystem geleistet mit passendem Stecksystem für die Babyschale (in der natürlich so wenig Zeit wie möglich verbracht werden sollte) mit umsteckbarem Kinderwagen- und für später Buggyaufsatz. So kann man das Teil mindestens 3 Jahre lang nutzen. Parallel wird auch hier supergern mit Tuch/Trage getragen, ich möchte auf keins von beidem verzichten. Tragekleidung haben wir auch nicht gekauft, wir haben allerdings ein Frühlingsbaby. Im Sommer gings ohne, jetzt im Winter wird mit Einsätzen ergänzt.

    Die restliche Liste könnte ich glaub ich soweit auch unterschreiben. Eine stimmige Sammlung mit vielen guten Anregungen.

    Liebe Grüße

    1. Einen guten Kinderwagen haben wir auch. Und im Hochsommer war ich sehr froh darüber. Ich hab unter der Flut von Stillhormonen ohnehin viel geschwitzt. Mit Tuch und Kind am Körper ging teilweise einfach nicht. Zumal mein Körper die Wärme ans Baby weitergegeben hat, was sich dadurch auch aufheizen. Je nachdem, was man mit dem Kiwa vor hat, kann man aber sicher auch einen einfacheren nehmen als wir. Bei uns war von vornherein klar, dass er Schnee schaffen muss und Wald, aber trotzdem wendig genug für kleinere Geschäfte sein sollte. Wir haben ihn aber gebraucht gekauft. Er war nur zwei Jahre alt und wurde von allen für neu gehalten, weil er so gut erhalten ist. Muss also nicht zwangsläufig ein neuer sein.

      1. Da hast Du recht. Eigentlich gibt es für jeden Geldbeutel einiges an Auswahl, sowohl neu als auch gebraucht. Mit „einfachem Kinderwagen“ hatte ich allerdings nicht die Preisklasse gemeint, sondern dass man eben nicht zum Buggy umbauen kann sondern wirklich „nur“ einen Kinderwagen (Baby liegt flach und sieht nicht viel und nach ein paar Monaten ist er nicht mehr zu gebrauchen) hat. Da sind die Einsatzmöglichkeiten schon etwas begrenzt, wobei wir später auch manchmal mit guckendem Baby in Bauchlage gefahren sind. Ist natürlich etwas anderes wenn man wie Heike den Kinderwagen als Familienerbstück übernimmt. Wer neu oder gebraucht kaufen möchte muss viel recherchieren, da war ich auch froh das schon während der Schwangerschaft erledigt zu haben. Ist natürlich auch immer die Frage ob man etwas behalten oder weitergeben möchte, auch je nachdem wieviele Kinder in den nächsten Jahren im direkten Umfeld noch erwartet werden 😉

        1. Ohja, die Kinderwagenrecherche! Die hat sich bei uns auch ewig gezogen. Bin ich froh, dass ich das nie wieder machen muss. : D

          Hab dein „Einfach“ tatsächlich falsch aufgefasst. Finde Modelle, die sich zum Sportwagen umbauen lassen, auch praktischer.

  13. Die Aufstellung kann ich in großen Teilen nachvollziehen, manche Dinge sehe ich anders – so ist’s halt bei uns, zum Glück verschiedenen, Menschen.

    Ein Tipp jedoch zu „Windelunfällen“:
    Die Bodys (nicht Wickelbodys) haben oben extra die übereinanderlappenden Schichten an den Schultern, damit man den Body auch von oben nach unten ausziehen kann – damit bleibt zumindest das Kopf waschen erspart 😉

    Und zur Babybadewanne: unser Zweijähriger badet noch immer am liebsten im (inzwischen recht großen) Wäschekorb. Da sitzt er sicher, kann rumplanschen und je nachdem steht der Wäschekorb in der Dusche (ebenerdig) oder in der großen Badewanne.

    Schöne Schwangerschaften und alles Gute allen hier!

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