31. Juli 2017

Der Papa – Post – Benedicts Sicht auf meinen Bauch und das Leben darin

Hallo – richtig, heute ist es nicht Heike, die etwas schreibt, sondern ich: Benedict – der Papa in spe. Von Anfang an schon habe ich versprochen einen Artikel zu verfassen.
„Wie fühlt es sich an Vater zu werden“. Der letzte Schwangerschaftsmonat ist angebrochen, also dann mal los!

Ich muss euch gestehen, dass ich zu Beginn der Schwangerschaft sehr euphorisch war, gleichzeitig jedoch auch besorgt. Ich habe mich riesig über das zukünftige Glück in unserem Leben gefreut, aber auch vor der neuen Verantwortung geängstigt. Mir gingen und gehen auch jetzt noch so viele Szenarien durch den Kopf:

Wie kann ich mich al Papa auf die Schwangerschaft und das Kind vorbereiten?
Wie sieht die finanzielle Seite aus? Was ist bürokratisch zu regeln?
Wie sieht das Gleichgewicht zwischen Elternsein und Beziehung aus? Wird die Schwangerschaft unsere Beziehung verändern und wenn ja wie?

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25 Kommentare

  1. Hallo Benedict!

    Ein sehr gelungener Artikel.
    Ich finde es total spannend, auch mal die Seite des werdenden Papas zu lesen, die hast du offen und ehrlich (und mit Humor – ich musste mehr als einmal herzlich lachen) geteilt.
    Du wirst ein großartiger Papa, davon bin ich überzeugt!

  2. Hallo Benedict,

    schöner Artikel – es ist sehr interessant auch mal die andere Seite zu lesen. Mich würde auch ein Folgeartikel interessieren, wenn Merle dann da ist – was waren die Erwartungen an den Alltag, wie gestaltet er sich konkret, sowas.

    Hallo Heike,

    du hast normalerweise ein ganz tolle aufrechte Haltung (auf Fotos, in RL kann ich das ja nicht beurteilen). Auf Fotos mit Benedict machst du dich immer kleiner – die Haltung ist dann ja an sich ganz knuffig-mädchenhaft, aber der allergrößte Teil deiner Fotos und dein Schreibstil sind eben nicht knuffig-mädchenhaft (dein Kommentar über Papa to Go ist es ja auch nicht – und gerade diese Ehrlichkeit mag ich ja so an dir, dieses nicht Knuffig-Mädchenhafte, dieses Ernstzunehmende), deswegen kommt mir die Heike auf den Pärchenbildern immer etwas… fremd vor. Mensch, ihr führt eine Beziehung auf Augenhöhe. Wortwörtlich. Ich finde, da kann man stolz drauf sein und das auch zeigen 🙂

    Liebe Grüße,
    Katja

    1. Ich habe es ihm ausgerichtet. 🙂
      Und… wo du Recht hast, hast du Recht! Das ist noch so ein Überbleibselan jugendlicher Unsicherheit. Ich hab ja einfach auch jahrzehntelang im Kopf gehabt, dass Frau bitte kleiner zu sein hat als Mann. Hat für mich auch nach wie vor etwas mit Attraktivität zu tun, so viel zum Thema Ehrlichkeit, da kollidiert also meine mittlerweile sehr aufrechte und gleichberehctigte meinung mit… ja was denn? Veraltet Vorstellungen und sexuellen Schlüsselreizen?!
      Gewöhne ich mir ab. So.
      Ich trage ja auch wieder hohe Schuhe, weil ich sie schön finde. Eine zeit lang hab ich mir die verboten weil dann größer als er. Schwachsinn. Aber das ist dann wohl mein kleines noch nicht emanzipuertes Päckchen, was ich noch mit mir rumtrage.
      Das mag ich ablegen.
      Danke für den Hinweis. Mir fällt das gar nicht so auf, ist einfach so drin.
      LG, Heike

      1. Gerne 🙂

        Ich würde aus eigener Erfahrung sagen, dass die Sehgewohnheit zumindest einen Anteil hat. Wenn man sich die statistische Größenverteilung anguckt, sind zwischen den jeweils zweiten und dritten Quantilen (naja, pi-mal-Daumen-Quantilen) 15cm Abstand, d.h. 15cm und mehr sieht man eben am häufigsten. Insofern würde ich schätzen, dass sie deutlich reinspielt. (Daten von hier: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rpergr%C3%B6%C3%9Fe#Statistik:_K.C3.B6rpergr.C3.B6.C3.9Fe_der_Bundesb.C3.BCrger – die Grafik daneben ist mit ganz ganz großer Vorsicht zu genießen, weil zwischen Bins interpoliert wurde.)
        Dazugehörenwollen kann auch sein, war bei mir jedenfalls ein großer Punkt.

        Liebe Grüße,
        Katja

        1. Ich hab letztens (haha vor Monaten, deswegen finde ich den jetzt nicht mehr) noch einen Artikel gelesen da ging es auch um Größenverteilung. 12cm ist weltweit der Durschnittsgrößenunterschied wohl zwischen Mann und Frau. Benedict und ich haben 7cm. Da er aber bedeutend krummer steht als ich, sind wir optisch gleichgroß bzw. viele halten ihn sogar für kleiner. Ihm ist das ziemlich gleich, mir nicht so, kann mich da schwer von frei machen, werde aber immer besser. Er ist außerdem ein „Sitzzwerg“, weil er einfach ewig lange Beine hat bzw ich bin eine Sitzriesin mit (sehr) langem Oberkörper. Bei mir denken ja imemr alle ich hätte so lange Beine. Habe ich auch, also absolut in Zentimetern, aber proportional gar nicht so. Sitzen wir nebeneinander bin ich tatsächlich 5-10cm größer als er. Auch wenn wir uns beide gerade halten. Ist mir besonders bei unseren Hochzeitsfotos aufgefallen, bei denen, wo wir im Standesamt sitzen.

          Ich hab allgemein aber eine Vorliebe für sehr große Männer, da kann ich nicht ganz aus mir raus. Ich mag optisch Größenunterschiede von einer Kopflänge am liebsten, also sie so mit dem Scheitel auf seiner Schulterhöhe.
          Manchmal simulieren wir das beim Rolltreppefahren. Ist dann aber immer wieder gut, wenn wir unten bzw. oben angekommen sind. Das ist zwar irgendwie ganz kuschlig, aber meine Güte, gibt das Genickstarre! 😀 Ist auch im Alltag einfach ewig praktisch: Spiegel auf einer Höhe, Autofahrersitz muss fast nicht verstellt werden, wir können uns ein Fahrrad teilen, Küchenarbeitshöhe passt für uns beide und so weiter. Kostengünstig sozusagen. 😀

          1. Das klingt so, als könnte Benedict für Fotos einfach mal gerade stehen, anstatt dass ihr beide krumm rumhängt ;P

            Probleme mit Nackenstarre hatte ich nur bei einem Freund, der gute zwei Meter groß war (ich bin 1,64m). Da freut man sich über jede hohe Bordsteinkante xD
            Herr Freund ist laut unserer Ausweise 16cm größer, das kann man aber noch gut ausgleichen, finde ich: Er steht leicht gegrätscht und ich auf den Fußballen/Zehenspitzen, das geht noch sehr gut ohne den Nacken beim Küssen zu verrenken 😉 Es ist auch zumindest zum Tanzen mein Lieblingsgrößenunterschied, sonst bin ich hinsichtlich der Größe nicht so wählerisch – von 1,72 bis 2,02 war eigentlich alles dabei.

            Achja, die Vorlieben – bei mir sind’s lange Haare (wobei Herr Freund wirklich nicht der Typ dafür ist – den finde ich mit 2cm auch super). Ich muss dir ja nicht sagen, in welchen Situationen die unpraktisch sind – das wird bei zwei Leuten auch nicht besser *lacht*

            Liebe Grüße,
            Katja

          2. Hihi, ja, die langen Haare! Benedict hatte auch mal lange Haare und tatsächlich seinerzeit meist in dem, was sich heute Man-Bun schimpft. Sah gut aus, aber das war vor meiner Zeit. Seit wir uns kennen hat er nie längeres Haar als 20cm gehabt und da auch nur Oberkopf und Ponybereich, also immer im Nacken kurz. 5mm kenne ich an ihm auch. Muss jetzt nicht sein finde ich, aber nun denn.

            Und ja, er sollte mal gerader stehen. Weniger wegen mir, als für seinen Rücken. Aber wenn ich davon auch was habe, dann ist das ja auch nicht schlecht. 🙂 Ich hab einen 2m-Mann im Freundeskreis, der sich ab und an einen Spaß damit erlaubt zur Begrüßung oder Verabschiedung so zu umarmen, dass man an ihm halb erstickt wird. Hat was. Nicht. 😀 Da kollidiert bei mir dann auch Vorstellung und Realität ähnlich eindrücklich wie auf der Rolltreppe.
            Aber ja, das mit dem Geradestehen, das ist so ein Ding. kriegen wir beide hin. Ich für mein emanzipatorisches Ego, er für seinen Nacken. 🙂 Beides gute Beweggründe.

  3. Sehr gelungene Premiere (?). Da lernt man auch mal den Mann hinter den Kulissen kennen. Ich empfehle euch mal das Buch „Das Wochenbett: Alles über diesen wunderbaren Ausnahmezustand“ von Stern und Gaca. Ich fand das Buch angenehm vernünftig und rationell. Außerdem gibt es da auch einen Vater-Teil.

  4. Hallo Benedict 🙂
    Einen tollen ersten Blogbeitrag hast du geschrieben. Sehr sympathisch und kann mich gut mit dir identifizieren 😀 Muss mich da mal mit Heike noch näher unterhalten, aber ISFJ ist sehr wahrscheinlich! Kurz gesagt: ich ticke echt ähnlich wie du und kann deine Gedanken sehr gut verstehen. Die Sorge der Änderung, die ungewisse Zukunft dann vorbereitend zu klären, besprechen, mögliche Szenarien planen und sich schonmal gedanklich darauf vorbeiten. Voll mein Ding!
    Was ich so von dir weiß, was nun nicht die Welt ist, und was man so in dem Blogpost liest, wirst du ein toller Papa sein 🙂 Heike hat hier sicher auch nen super Riecher und natürlich einen super zukünftigen Papa geheiratet 😉
    Ich freu mich tierisch für euch und wünsche euch eine wunderschöne Zeit mit der kleinen Merle. Ihr werdet sie sich sehr intensiv und gut nutzen!
    Alles Liebe weiterhin und ich freu mich schon auf Fotos von der Kleinen!

  5. Lieber Benedict,

    vielen Dank für deine Sichtweise! Ich würde mich freuen, auch in Zukunft von dir lesen zu können.

    Ich plane aktuell kein Kind, aber mit diesem Satz konnte ich mich gut identifizieren:
    „Trotz aller Vorfreude auf unser Kind, ist das auch beinahe ein bisschen „bedrohlich“ für jemanden wie mich, der gern seine Ich-Zeit genießt.“

    Es ist schon nicht schlecht, dass es ja eine doch recht lange Zeit braucht, ein Kind „auszubrüten“. Das gibt allen Beteiligten Zeit, sich an die neuen Gedanken zu gewöhnen und sich auf die neue Situation vorzubereiten.

    Heikes Kommentar hat mich sehr zum Lachen gebracht 😀
    „Benedict hier ist einfach zu nett für einen Verriss direkt in seinem ersten Artikel.“

    1. Benedict sagt: Danke schön! Wenn sich ein Thema ergibt, sehr gern.
      Ich-Zeit ist super wichtig! Wir haben die Wohnung jetzt auch extra so umstrukturiert, dass auch mit Kind es gut möglich ist sich zurückzuziehen. Heike und ich haben von Anfang an gesagt,d ass es uns beiden wichtig ist, dass wir uns gegenseitig Auszeiten verschaffen können. Und du hast ganz Recht: Es ist sehr gut, dass die Schwangerschaft so lange dauert. Man(n) ist auch im Kopf mitschwanger und das braucht etwas Zeit, um in der neuen Situation anzukommen. Es ist auch jetzt noch ab und zu unwirklich, dass da bald ein neuer Mensch sein soll.

      Heike sagt: Eine musste es ja aussprechen. 😀 😀 😀 Also dass das Buch grauenvoll ist.
      „Bauen wir da dann trotzdem den amazon-Link ein?“
      „Nein!!!“
      😀

  6. Erstmal auch von mir ein dickes Lob für den Artikel und an den werdenden Papa! Als bald zweifache Mutter (sind fast „gleich weit“) weiß ich, wie emotional belastend und doch wundervoll die Schwangerschaft auch für den Vater ist. Ich glaube zum Beispiel auch, dass die Geburt an sich für meinen Mann wegen der fehlenden Hormone traumatischer war als für mich, ich kann mich ja an fast nichts mehr erinnern…

    Eine kleine Anmerkung zum Elterngeld/Elternzeit: ich denke, ihr wisst es selber und es ist nur undeutlich formuliert, aber ich bekomme immer wieder die selbe Frage von schwangeren Arbeitskolleginnen und Freundinnen:
    Elternzeit und Elterngeld sind nicht dasselbe. Elternzeit kann man bis zu einem gewissen Alter des Kindes (ich glaube 8) bis zu 3 Jahre nehmen. Das Elterngeld ist auf 14 Monate (28 bei Elterngeld plus) beschränkt.

    Ich wünsche alles gute für die restliche Kugelzeit 😉

    1. Korrekt, Elterngeld und Elternezit sind nicht dasselbe. Aber Elterngeld kann man nur in der Elternzeit bekommen. Hab dazu ja in dem anderen Artikel mich breiter ausgelassen. Oh ich bin so froh, wenn das endlich zu den Akten gelegt ist 🙂
      Lob richte ich aus! ich fänd es auch toll, wenn er noch mal etwas schreiben würde. 🙂

      1. „Heike und ich haben hierüber ausführlich geredet und sind zum Schluss gelangt, die maximal möglichen 14 Monate Elternzeit zu nehmen“

        Ich wollte das nur klarstellen, falls es da Verwirrung gab.

        Liebe Grüße!

  7. Sehr schöner Artikel… Nur das mit dem Buch, da können wir nicht ganz zustimmen. Mein Mann hat „Papa to go“ gerne gelesen und mir auch immer wieder Stellen draus vorgelesen. Ich glaub da braucht man einen bestimmten Humor für das Buch, wir haben uns auf jeden Fall köstlich amüsiert 😀 .
    Ich wünsche euch beiden auf jeden Fall noch einen ganz tollen Endspurt und dann eine möglichst schöne Eingewöhnungszeit (aka Veränderungsschock)!
    Wir feiern heute schon halben Geburtstag :-O und warten jeden Tag auf den ersten Zahn…
    LG, Annie

    1. Ui, jetzt wirklich? Ich fand das Buch entsetzlich. Eins der schlechtesten, das ich seit langem in den Fingern hatte. Und einfach absolut frauenverachtend. Das kann ich auch nicht mit Humor schönreden.

      Wahnsinn, ein halbes Jahr schon. Bei Zähnen hätte ich etwas Sorge dann, wie es mit dem Stillen weitergeht…

  8. Lieber Benedict
    Wie schön auch mal den werdenden Papa kennenzulernen…und es ist schön zu lesen, wie er reflektiert !
    Ein toller Papa !
    Zitat: „Ein kleines Kind , dass aus uns beiden gemacht worden ist“
    Ja, sichtbar gewordene Liebe !!!
    Alles Gute für Euch Drei !

    Gruß, Inga

  9. Hallo Benedict,

    schön von dir zu hören -zu lesen- bitte mehr davon! Es gibt unzählige Blogs, aber auf einem von beiden zu lesen, das find ich sehr spannend. Durch Heikes Berichte aus den letzten Monaten freu ich mich auch schon darauf von der kleinen Amsel zu lesen!
    Ihr werdet tolle Eltern, alles Gute für die Zukunft.
    Liebe Grüße, Josepha

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