25. August 2016

Schokobananen-Marmorkuchen

Klätschig. Das ist das Stichwort für diesen genialen Kastenkuchen. Was sonst als Abwertung für nicht mehr taufrisches Haar dient, ist hier ein höchstes Lob für ein Backwerk, das das absolute Gegenteil von dröge und fad ist.

Eigentlich wollte ich einen Bananenkuchen nach einem vor Ewigkeiten in den Tiefen des Internets aufgestöberten Rezept backen. Uneigentlich musste ich feststellen, dass das Rezept, warum auch immer, nicht mehr online war. Da ich aber schon alle Zutaten daheim hatte und ich mich schon so auf Bananenkuchen eingeschossen hatte, habe ich eben improvisiert. Ergebnis: besser als die Vorlage (die ich letzten Sommer gemacht hatte)! Und damit auf jeden Fall Zeit mit euch zu teilen.

Zutaten

3 sehr reife Bananen
300g gemahlene Mandeln
4 Eier
5 gehäufte EL Buchweizenmehl
Schluck Ahornsirup
4 EL Xylit/Birkenzucker (oder noch mal Ahornsirup)
1/4 Dose Kokosmilch (100ml)
3 EL geschmolzenes Kokosöl
1 TL Backpulver
1/2 TL Vanille
4 gehäufte EL Kakaopulver
optional Beeren oder Kirschen

Bei 140-15°C ca. 70 Minuten bei Umluft backen. Die Dauer variiert je nach dem, ob und wieviel Obst ihr mit einbackt.

 

Zubereitung

Alle Zutaten bis auf den Kakao und die Beeren im Mixer vermengen damit auch die Bananen zu Brei werden. Da sie aber wirklich sehr reif sein sollten, könnt ihr im Zweifel aber auch alles mit einer Gabel (oder einem Stößel, wie man ihn für Caipirinha benutzt, wenn ihr habt) zerdrücken oder ihr nehmt Einmalhandschuhe (oder auch nicht 😉 ) und zerknetet alles mit den Händen. Nehmt die Hälfte des Teiges ab und rüht in die andere Hälfte den Kakao ein.
Nun schichtete ihr abwechselnd den normalen und den Schokoteig in eine mit Backpapier ausgekleidete Kastenkuchenform. Nehmt wirklich das Backpapier, auch wenn die Ecken dann etwas knüllig werden, denn der Teig löst sich nicht gut, auch nicht aus beschichteten Formen. Nach jeder Schicht streut ihr eure Beeren ein. Da das Ergebnis um so schöner wird, je mehr Schichten ihr machen könnt, empfehle ich nicht zu schütten, sondern mit einem Esslöffel den Teig einzuträufeln.

Ihr backt bei 140-150°C ca. 70 Minuten lang, bevor ihr zum ersten Mal mit einem Holzspießchen testet, ob der Kuchen durch ist. Dafür stecht ihr mit dem Stäbchen hinein und wenn nach dem Herausziehen kein klebriger Teig (Krümel sind erlaubt) mehr haften bleibt, holt ihr den Kuchen aus dem Ofen. Je mehr und wässriger euer eingebackenes Obst ist, desto länger kann da Backen dauern. Oder auch, wenn ihr wie ich die Johannisbeeren aus dem Eisfach verwendet, denn die müssen ja dann auch erst noch hochgeheizt werden. Längste Backzeit war bei mir mal bei zwei Stunden.

Hebt den Kuchen mit dem Backpapier aus der Form, pellt ihn vorsichtig heruas und lasst ihn auf einem Kuchengitter fertig auskühlen. Zu diesem Kuchen schmeckt wunderbar Marmelade aus dem selben Obst, wie dem, das ihr eingebacken habt. Oder natürlich pur. Und ich bin ja immer großer Fan davon Kuchen auf meine Smoothies zu dekorieren.
Und sonst bleibt natürlich noch zu sagen, dass man auch gar keinen Marmorkuchen muss und einfach alles zusammen rührt, Beeren und Kakao auch gleich dabei. Schmeckt auch super und sieht dann eben einfach nach Schokokuchen aus.

Wenn euch der Kuchen mit den 300g Mandeln etwas arg teuer sein sollte, könnt ihr auch bis 200g der Mandeln durch Hafermehl (Haferflocken in den Mixer geben) ersetzen. Je größer der Mandelanteil aber, desto leckerer das Ergebnis.
Guten Appetit!

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10 Kommentare

  1. Ich plane den am Sonntag nachzumachen! Für Bananen bin ich immer zu haben und das „ohne Mixer“ ist ein hervorragendes Argument 😀 Bananen sind schon nahe am matschig sein und Buchweizenmehl hab ich gerade nochmal nachgekauft. Ich bin gespannt!

    Und deine Seite finde ich so immer noch super 🙂 Einfach übersichtlich und hübsch. Perfekt! Mir würde allerdings noch so ein Icon für die Browserleiste fehlen, da wird mir ein leeres Kästchen angezeigt.

    Liebste Grüße!
    Anna

    1. Hallo Anna,
      da sagt du was, das Favicon muss ich noch generieren. Kommt in den Productivity Planner fü+r diese Woche. 😉 Nee, ehrlich. Ist schon auf der To-Do-Liste, nur irgendwie immer wieder runtergefallen. Gutes gelingen mit dem Kuchen! 😀 Liebe Grüße, Heike

  2. Dieser Kuchen sitzt gerade bei mir im Ofen. Ich backe echt selten, aber der hat mich so angelacht, den mußte ich jetzt ausprobieren. Ich habe nur noch ein klein wenig Salz hinzugefügt – Salz betont Süße und gibt (für mich) einen angenehmen Kontrast (bei mir kommt an alles Süße auch immer ein bißchen Salz, und umgekehrt geht es auch, an Herzhaftes ein klein wenig Süße). Ich habe keine frischen Beeren bekommen, also tiefgefrorene direkt eingestreut. Meine Teigmasse ist vielleicht auch etwas zu fest und klebrig geworden (ich hatte Schwierigkeiten beim Verteilen in der Form), dann schadet die Zusatzfeuchte aus den gefrorenen Beeren vielleicht nichts. Bin gespannt wie der Kuchen wird 🙂

    1. Extrem lecker ist er geworden! Fast schon ZU lecker… ich war satt, aber ein Stück mehr ging doch noch… 😉 Die TK-Früchte haben ganz gut funktioniert, ich mußte den Kuchen vielleicht ein bißchen länger im Ofen lassen, aber insgesamt überhaupt kein Problem oder gar feuchter Matsch. Danke für das schöne Rezept!

      1. Hey rebecca, das freut mich, dass das Rezept gelungen ist und auch geschmeckt hat! Ich habe für dieses Wochenende auch den Kuchen mit TK-Johannisbeeren gemacht. braucht 15-20min mehr Backzeit am Ende bei verminderter Temperatur, aber ging sonst wirklich gut. Liebe Grüße, Heike

    2. Ah, das mit dem Salz ist gut! das vergesse ich oft, obwohl es für den Geschmack viel bringt, weil ich generell kaum zusätzliches Salz beim Kochen verwende. Ich würze hauptsächlich mit Kräutern oder Tomatenmakrk. aber bei Süßkram hast du recht, da tut das richtig viel. 🙂

  3. Liebe Heike, das sieht ja superlecker aus! Muss ich mal nachmachen. Ich sag jetzt einfach mal: Happy Birthday to you!! Ich kann mich daran erinnern, dass du irgendwann Ende August Geburtstag hast. Alles Liebe und Gute für dein neues Lebensjahr, vor allem wünsche ich dir, dass deine Wünsche nach mehr „Quality Time“ in Erfüllung gehen. LG, Nadine 🙂

    1. Hallo Nadine!
      Vielen lieben Dank! Du hast Recht, ich hatte gestern Geburtstag und will gerade den Artikel dazu schreiben. 🙂 Es war ein toller Tag. Wenn das der Auftakt für das nächste Lebensjahr sein sollte, dann kann es nur gut werden.
      Liebe Grüße, Heike

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