13. April 2015

March: fitness – April: take your time

„Was du dir immer für Gedanken machst!“,
sagte der Mann zu diesem Thema. Er ist die Ruhe selbst, ein Mensch, dem man nicht sagen muss, dass Erholung wichtig ist, sondern für den Luftholen, den Kopf frei machen und dann wieder frisch zurück an die Arbeit gehen so selbstverständlich sind, wie für andere Leute (mich) Zähneputzen oder meine Frisure fotografieren.
Worum geht es? Um die Zeit. Die, die man hat, die, die man sich nimmt, die, die man braucht und die, die einem vielleicht auch fehlt.
„You are thinking too much!“,
said the man to this topic here. He is always calm, a person who has no need to be told to realx, to take a breathe and to let your mind wonder before you go back to work, refreshed. For him this is just normal, like for others (me)  brushing their teeth or taking photos of hairstyles.
What am I talking about? About time.  Time you have, time you take, time you need and maybe also time you lack.

Wie bereits gepostet, verlief das Sporteln im März echt super, wenn auch nicht voll nach Plan. Ich (wir) werden auf jeden Fall dabei bleiben, auch wenn Sport – seien wir ehrlich – voll aufs Zeitkonto geht. Und damit sind wir im Thema. Gut trainiert bin ich zwar den restlichen Tag über leistungsfähiger und kriege mehr gebacken, aber eine Stunde Sport plus umziehen, plus duschen, plus danach erst mal ausruhen und essen, das zieht locker 2-3 Stunden vom Tag ab. Ja, eine Stunde sind nur 4% von 24 Stunden, bla, „no excuses“ alles schon mal gehört. Aber mal ehrlich: Ich penne 8 Stunden. Ich arbeite 8 Stunden. Bleiben nur noch 8 Stunden übrig. Und davon dann sagen wir mal 2 Stunden abzuziehen sind eben lockere 25% und nicht bloß 4%, also mal geschmeidig das Sechsfache (für eine Stunde Sport, nicht zwei! Wegen besagter Erholungsstunde.).
Ich bleibe trotzdem dabei. Weil es gute Zeit ist. Weil ich die Zeit lebe und nicht abrackere. Und weil mich die Ergebnisse überzeugen. Optisch, gesundheitlich, mental. Platt gesagt: Es macht Spaß und die Ergebnisse können sich sehen lassen.
As I already postet before, my fitness month March was a real success even though we did not follow the plan strictly. I (we) will cling to our training, but – BUT! – to be honest: workouts are an enourmous time consumer. When I am well trained I work more effective in the time inbetween workouts, I am more productive, focussed and creative, but still: one hour of exercise plus changing clothes before and after, plus shower and relaxing and eating afterwards, that substracts around 2-3 hours of my daytime. Yes, one hour of exercise daily is only 4% of 24 hours, no excuses and so on, but let’s be honest and calculate realistic: I sleep 8 hours, I work 8 hours. So there are only 8 hours remaining. And as I said it is not 1 hour for exercise that counts but 2 with preparation and recovering. And 2 of 8 hours, that makes 25%. That looks much different tahn 4%, doesn’t it? Its six times more if you calculate like I do. A quarter of my freetime.
But I (we) still want to cling to our new workout habbits. Because it is good time, good 25%. Not time I work down but time I live, I enjoy, real lifetime. And the results are too good to let go of them: I have fun, I am productive and I like what I see in the mirror. Enough reasons for me.

Nun also die Frage, wie war das mit den Monatsprojekten? März ist durch, aber Sport soll bleiben. Ist da überhaupt noch Platz für ein weitere Projekt? Muss man denn immer ein Projekt haben?
Man vielleicht nicht, ich aber schon. 🙂 Es gibt zu viele Dinge, die ich gern tue, die mich reizen, die ich ausprobieren möchte. Um das aber in Angriff nehmen zu können, brauche ich eins wieder: Zeit.
And now there is the question: What about my monthly projects? March is over but fitness is supposed to stay. Do I have time for another project? Do I need a new project?
Well everybody does not need (monthl) projects, but I do. 🙂 But to face these new projects I need a certain resource: time. And so we are right on topic.

Zeit haben alle gleich viel. Aber es kommt darauf an, was man damit macht. April ist also mein Zeitmonat. Oh und denkt jetzt bitte nicht an Stoppuhren oder an die Grauen Herren aus Momo! Wobei Momo eigentlich ganz gut ist, um das Paradox der Zeitersparnis zu verstehen…Zeitumgang hat viel mit Effizienz und Organisation zu tun, aber noch viel mehr mit Bewusstsein. Wer nur durch den Tag hechelt, hat vielleicht viel geschafft, aber nichts erlebt, geschweige denn gelebt. Ich habe bewusst nicht „Zeitmanagement“ geschrieben, denn da sind wir doch dann gleich im durchgetakteten Terminkalenmder, in Eile, im Multitasking, im Hetzen und im kalten Verneinen. Genau das, was ich eben  nicht will. Im April möchte ich an meiner Priorisierung arbeiten, an meiner Konzentration, an meiner Effizienz und ganz viel auch an der Achtsamkeit für den Moment. Ich will meinen Sport nicht abhaken, ich will Dinge nicht erledigen, ich will sie wirklich leben und erschaffen. Erfüllt, nicht überfüllt. Gelassen und stetig, statt gestresst und hektisch.
Fitness hatte ich mir für den März ausgesucht, um mich körperlich für alles besser aufzubauen, was ich noch gern tun möchte. Jetzt kommt eine Runde Mentalhygiene.
Everybody has the same amount of time. It only depends on what you (have to) do with it. April is supposed to be my time month. Oh and please, don’t think about stoppwatches or the Grey Men from Momo. But… Momo is quite good for the start to understand that it is impossible to „save“ time. 🙂
Using time has a lot to do with efficiancy and organisation but even much more with awareness. Who is speeding through his/her day may have accomplished a lot, but what has he or she really experienced or lived? I did not use the words „time management“ purposely because this immediately sounds like hurry, hectic, stress and a schedule much too full of obligations. Which is exactly the opposite of what I want! I don’t want to tick off what I do, I want to live what I do, I want to experience and to create. Fullfilled not overfilled. Calm and steady, not stressed and hectic.
I chose fitness for March to prepare my body for bigger goals in the future. Now it is time for some mental cleaning. 🙂

Es wird viel geatmet, viel Tee getrunken – und viel aufgeräumt und priorisiert. Sachlich wie auch im übertragenen Sinne. Dinge zu tun hat immer etwas damit zu tun andere Dinge dafür nicht zu tun, es ist eine Frage der Entscheidung. Und dann kann der Mai kommen. 🙂
Dream big!
I breathe a lot, I drink a lot of tea – and I organize and clean. Es well the things around me as also between my ears. To do things, alsways means not to do otther things. It is always a question of decision. And when I manage to really internalize this attitude, then May and new projects may come! 🙂
Dream big!

8 Kommentare

  1. Liebe Heike,
    ich arbeite zwar nur sieben Stunden, aber ich kenne das Gefühl zu gut, dass nach erledigten Pflichten und z.B. Sport nicht mehr viel vom Tag übrigbleibt. Mit Mitte 20 hatte ich ständig das Gefühl irgendwie nur die Hälfte mitzubekommen und zu wenig Zeit für alles zu haben. Mittlerweile bin ich viel entspannter. Die Getriebenheit von früher ist so gut wie weg, ich erledige eventuell nur das allernotwendigste – wofür Routine echt hilfreich ist – und hole den Rest nach, wann's gerade passt. Ich habe eine Menge überflüssiger Ansprüche aussortiert, habe z.B. mein Handy abgeschafft, und zu Erledigendes immer mehr reduziert. Auch das ist eine Form der Routine und ich hab mich – gewohnheitstiermäßig – auch super schnell daran gewöhnt, mir meine eigenen Prios zu setzen und die nicht als unverrückbar anzusehen. Kind und Katzen haben fleißig mit am selben Entzerrungsstrang gezogen, vielleicht hilft ja bei dir auch der Hund…
    Alles Gute und danke für die Denk(- und Handlungs-)anstöße, die ich hier regelmäßig finde,
    Juttutschka

  2. Ich kenne das Dilemma von Vollzeitjob und täglichem Sport und fühle mich vorallem in den Sommermonaten etwas gehetzt, weil ich dann ja auch raus in den Garten will! In der Sonne Abendessen oder im Garten arbeiten. Nur wann Sport machen? Nach dem Essen ist doof, also muss man das vorher erledigen, aber dann wirds spät und die Sonne ist schon fast untergegangen. Und eigentlich soll man ja nicht so spät essen!?
    Da muss ich jetzt wieder umdenken und mir einen anderen Tagesablauf überlegen. Vllt nehme ich dein Thema auf und poste selber noch was dazu. Beschäftigt mich selber schon seit 2 Wochen, wo der Frühling endlich loslegt. 😉

  3. Hallo Juttutschka!
    Ja, letztendlich läuft es eben auch immer wieder darauf hinaus: entweder ich kann vieles nur ein bisschen oder weniges und das dafür intensiver. Doof wenn man viel und intesiv will… So eine rechte Lösung habe ich für mich da noch nicht. Weil mir einfach so vieles wichtig ist. Also nicht nur, dass ich etwas will, sondern, es bedeutet mir auch viel. Die Frage ist bei mir nicht: "Was will ich wirklich?" sondern "Was will ich mehr als das andere?" Und selbst das ist schwer. Mal sehen, wo ich Ende des Monats stehe.

  4. Danke. 🙂 Wobei mir bei aller Optimierung immer wichtig ist, dass das Menschliche dabei auf keinen Fall auf der Strecke bleibt. Ich bin keine Maschine, an der ich schraube und poliere. Diese Selbstoptimierung ist ja durchaus ein Trend der letzten Jahre. Oberflächlich betrachtet finde ich das gut, um zwei Ecken geschaut muss man da immer aufpassen sich entweder nicht zu verheizen oder sich von sowas zu sehr unter Druck setzen zu lassen im Sinne von: Die und die /der und der kann das doch auch, warum ich nicht?!
    Mir geht es darum, dass ich selbst besser werde. Ich mnöchte gute Arbeit leisten, auf die ich stolz sein kann. Ich möchte meine Werte leben (und das ist echt am schwersten!) und ich möchte damit ich das kann mir eine Gesundheit aufbauen, von der man mir bald ein Jahrzehnt lang gesagt hat, dass ich sie nie haben werde -und siehe da, es stimmt nicht. 🙂

  5. Und ich arbeite ja noch nicht mal vollzeit. Aber mit Wegstrecke und Pause dort sind es eben trotzdem 8 Stunden, die wegfallen. Das mit dem späten Essen nervt mich auch. Wobei das nicht so schlimm ist, ich hab schon immer ein Nachtmahl nach dem eigentlichen Abendessen gebraucht. Von daher ist das glaube ich eher Kopfsache bei mir, dieses ewige Mantra abzustellen, dass einem von überall eingeimpft wird: Nicht zu spät noch so viel essen! Ich muss ja auch nicht So früh aufstehen, da geht das dann trotzdem mit dem intermittierenden Fasten. 11 Stunden bin ich idR schon ohne Mahlzeit nachts.

  6. Stimmt an die Wegzeiten hab ich noch gar nicht gedacht! Beruhigt mich, dass du dir da weniger Sorgen machst wegen spätem Essen. Da ich auch immer erst um 9-10 Uhr im Büro frühstücke, komme ich locker auf über 12 Std. fasten 🙂

  7. Huhu 🙂
    Ich habe mit zwei Kindern rund um die Uhr viel weniger Freizeit. Habe ich mir auch selbst so ausgesucht, von daher ist das OK, auf der anderen Seite fehlt mir manchmal wirklich Zeit für mich. Aktuell freue ich mich nun aber über ein paar Änderungen: Ich habe einen Abend, an dem ich nun auch Sport mache, seit Februar, und das tut echt gut und macht Spaß. Zwar zwacke ich da ein paar Stunden von meinem Schlaf ab, aber das ist es mir wert 😉 Und mein großer Sohn geht nun in den Kindergarten, das wird zeitmäßig mit Sicherheit auch einiges entspannen, da bin ich mal gespannt, wie sich das entwickeln wird (bisher ist er noch in der Eingewöhnung). Als Plan habe ich da im Moment eher Ordnung und Ausmisten (in größerem Sinne als die Küche aufzuräumen also) im Kopf, ich denke, das ist es aktuell, was mir guttut und (endlich) machbar ist.
    Generell finde ich es aber auch (zumindest in den meisten Fällen) mit Kindern möglich, einen gelassenen und stetigen, statt einen gestressten und hektischen Alltag zu leben – um es mit deinen Worten auszudrücken 🙂 An diesem Ziel arbeite ich auch: Besonders Ablenkungen aus dem Weg zu räumen finde ich wichtig (im Alltag benutze ich kein Smartphone, nur auf Reisen); ich nehme mir lieber eine Aufgabe weniger vor, aber die arbeite ich dann auch konzentriert ab,… Und Pausen sind wichtig! Achtsamkeit geht damit teilweise einher, aber es ist dennoch das, was mir häufig am schwersten fällt: Ich habe zu viel Ablenkung im Kopf und grübel dann auch mal gerne… Das lässt sich am schwersten "abschalten". Das wird dann also nochmal eine weitere "Aufgabe". Schritt für Schritt…
    Viele Grüße!
    Ayula

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.