25. April 2015

But I want…! / Ich will aber!

Ich komme mir vor, wie ein trotziges kleines Kind. Ich will aber!
Mein Projekt-Monat geht auf sein Ende zu und was meinen Umgang mit meiner Zeit angeht, bin ich nun ein großes Stück weiter.
I feel like a stubborn child: But I want!
My project month is coming to an end and concerning my time managing habbits I could make some big steps forward. 

Ich will zu viel.
Und das ist erst mal doof.
Mich haben schon immer viele Themen interessiert, ich war schon immer in vielen Bereichen gut und – mit Verlaub – auch in vielen Bereichen so gut, dass nicht nur ich der Meinung war: Das kannst du auf keinen Fall drangeben, bau das aus!
Ich will gutes Essen, ich will in der Sonne liegen und entspannen, ich will meine Freunde treffen und Zeit für sie haben, ich will Fotos machen, ich will Blogposts schreiben, ich will zeichnen, ich will die Wohnung und den Garten umgestalten, ich will Sport machen, ich will lesen und mich weiterbilden, ich will in allem besser werden…. ich will. Ich will um acht Uhr Abends eigentlich nichts mehr davon machen, außer auf der Couch sitzen mit dem guten Gefühl Dinge geschafft und erschaffen zu haben.
Könnt ihr euch denken, dass das nicht klappt. Vor allem nicht, weil ich EIGENTLICH noch zwei Großprojekte habe, die ich vor mir herschiebe, wie Mammuts, weil sie einfach nicht in meinen Tagesablauf passen. Aber EIGENTLICH träume ich schon so lange davon.
I want too much. And this is annoying at first sight. I have always been interested in many things and I have always been good in many areas and, yes, also so good, that not only I thought by myself that I should cling to that and improve even more. 
I want good food, I want to lie in the sun and relax, I want to meet my friends and have time for them, I want to take photos, I want to blog, I want to draw, I want to renovate the flat and the garden, I want to exercise, I want to read and learn, I want to improve in all of these areas… Actually I want to lie down on my couch at 8pm and do nothing of theses things but relax with the good feeling of having checked many thing and having created others. You see, that does not work. Especially not as I ACTUALLY have two big projects pending, which I kick the road, like big mammoths, beccause they simply don’t fit in my schedule. But ACTUALLY I am dreaming of them for such a long time!

Der Punkt ist es immer wieder, dass ich mich nicht einfach für Dinge entscheiden kann (denn das wären viele!), sondern dass ich mich dann auch gegen andere entscheiden muss.
It is simply everytime again: I cannot simply make the decision to do certain things, but that this always meens at the same time, that I have to decided which things I refuse to do in the same time. 

Gesundheit ist für mich das höchste Gut. Okay, zweithöchste, Integrität kommt noch davor, aber das traue ich mich kaum zu sagen. Wer mit dem Wort um sich wirft, weckt große Erwartungen und ich weiß nicht, ob ich die (schon) erfüllen kann. Gesundheit auf jeden Fall. Weil alles andere sowieso auf der Strecke bleibt, wenn das nicht gegeben ist. Somit sind für mich Essen, Schlafen, Sport und Entspannung unantastbar. Ich knappse keine Zeit von meinem Schlaf ab, um in einer Nachtschicht noch etwas zu erledigen. Das mache ich wirklich nur ab und an für sehr wichtige Dinge, aber auf keinen Fall gewohnheitsmäßig. Ich esse keinen Junk, nur weil der schneller geht (ja, der geht schneller, wenn man nicht immer nur rohes Obst und Gemüse essen will). Und die Pausen, die habe ich mir so hart erkämpft (weil ich früher davon immer die Zeit für die anderen Ich-will-abers! genommen habe), und sie sind so, so gut und wichtig, die stehen auch nicht zur Debatte. Denn – und somit kommen wir zum Punkt! – nur in den Pausen finde ich nämlich überhaupt erst heraus, was ich wirklich will. Man muss gar nicht dafür meditieren (kann man aber). Aber einfach mal anhalten und so lange warten, bis der Geist von selbst wandert und nicht plant, strukturiert, checkt, grübelt oder wie im Autopilot von einer zur nächsten Aufgabe hechtet…
In diesen Pausen sitze ich nun da mit meinem Tee, schaue in meinen immer weniger struppigen Garten und etwas kommt mir in den Sinn (es kommt zu mir, versteht ihr?): Ich will zu viel. Und die alles entscheidende Frage ist dann nämlich die…:
Health is my highest merit (value?)  – okay, let’s say the second highest as integrity comes first, but well, integrity is such a big word and I have the impression that I have to be causious using this as it reveals big expectations which I might not be able to fullfill (yet). So health, yes. Because without health anything else becomes impossible. So eating, sleeping, exercising and time to relax are untouchable. I won’t cut short on my sleep just to fit in a new project. I make no nightshifts. I do so every once in a while for special occasions, but definitely never ever as a habbit. I won’t eat junk, just because it is faster (yes it is faster, when you want to eat something more than just raw fruits and veggies). And the pauses are holy too. I battled hard against myself to get them, as I tend to cut short on time to relax when I want to work on something else. But in fact these breaks are the most important to find out what I really want to do. My mind needs time to wander, to let go of my work, of planning and thinking, of doing the autopilot for me navigating me through my routines. In theses breaks I sit down with a tea, look in my less and less shabby garden and there comes something to my mind (it comes to me, you got it?): I want too much. And that leads to the one question…:

Liegen lernen. Mein Wölfchen weiß immer ziemlich genau, was es wirklich will. In diesem Fall: Dabeisein, Sonne genießen, liegen und wissen, dass es zu Hause Abendessen gibt.
Simply lie down and live. Thge little wolf always knows pretty well what his true desires are. In this case: being part of the team, enjoying the sun, lieing in the gras and knowing that when we return home there will be a bowl of food waiting for him.

Was will ich mehr?

Einen Großteil der Antworten habe ich euch schon gegeben. Ich will essen, schlafen, entspannen und Sport machen. Denn so fühle ich mich gut. So kann ich mehr leisten. Bleibt da noch Zeit übrig?
Ja, aber nicht viel. In diese kleine Lücke klemme ich bisher Blog, Zwischenmenschliches, Haushalt, Papierkram, Hund, Zeichnen, Renovieren, Gärtnern, Lesen… alles eben. Das ist nicht schlimm, denn wie gesagt für Pausen und Auftanken ist gesorgt. Einzig, die Lücke ist zu klein für all meine Ich-will-abers. Sport hat das Zeitfenster so verkleinert, dass meine anderen Liebhabereien und eben auch Großprojekte nun für meinen Geschmack zu kurz kommen.
What do I want more? I already gave to you the biggest part of my answer. I want to eat, sleep, relax and do my sports. Because like this I feel well. Likle this I am powerful and efficient. But, is there still time left? Yes, but not much. In this rest of time I cram everything else: blog, realtionships, household, paerpwork, dog, drawing, renovating, gardening, reading… everything. That is nothing bad as I already have my time safe for relax, sports, sleep, food and workout. But this interval is simply too small to fit in all of my But-I-want!s. Exercising made this interval that small, that I am now at the point that I have the feeling of not having enough time for my other passions and dreams.

Die Lösung
Mehr Pausen. Klingt paradox, ist aber so. Denn wie ich schon sagte: Nur da finde ich überhaupt die Antworten auf meine Prioritäten, auf meine Wünsche, mein Glück und meine echten Ziele. Niemand sonst kann mir diese Antworten geben, nur ich selbst.
Das ist eine schöne Lösung. Ich hatte zu Anfang des Monats nämlich damit gerechnet, dass es einfach auf Effizienz! Effizienz! Effizienz! hinauslaufen würde und im Kleingedruckten steht da nämlich ganz viel Stress. Tatsächlich könnte es kaum anders sein.
The solution sounds really paradox: more breaks. Because as I already said: only when I pause I get the answers I need about my true priorities, my whishes, my happiness, my true goals. Nobody else can answer this for me. 
This is a really nice solution. Because at the start of April I was expecting this time project to turn out as something about efficiancy, efficiancy,  efficiancy! Which reads in the subline: stress, stress, stress! In fact it could not be more different. 

In diesem Sinne: Es ist Wochenende. Macht Pause. Also echte Pause. Und horcht. Was wollt ihr wirklich?
With this in mind: It is weekend. Take a rest. A real rest. And listen. What do you really want?

14 Kommentare

  1. Ich find die Konsequenz mit der du an deinen Zielen und Prioritäten arbeitest echt bemerkenswert. Ich ordne mich zwar auch eindeutig zu den zielstrebigen und konsequenten Personen ein, aber ich lass mich in manchen Bereichen hin und wieder richtig gehen. Es ist nicht, dass ich deswegen Deadlines verpenne oder gar nicht zu Potte komme – Nein, es gibt einfach Tage an denen ich den ganzen Tag Blogs lese oder vor mich hindöse, obwohl ich eigentlich an meiner Thesis weiter machen muss. Die Pausen müssen sein, sonst hat man bei den wirklich wichtigen Dingen einen Durchhänger.

  2. ….Das könnte ich geschrieben habe.

    Als Studentin hatte ich irgendwie so viel mehr Zeit für… so viel mehr Dinge.
    Und jetzt ist da so viel Wollen und so wenig Zeit!

    Aber ich mache grade auch Pause. Und liege auf der Couch… 😉

  3. Viele interessante Gedanken… ich entdecke mich großteils wieder… Das Schöne ist, dass Du Deine Vorhaben ja zeitlich strecken kannst. Vorfreude ist auch schön. Und wahrscheinlich wirst Du, wie ich, auch selten echte Langeweile verspüren, wenn es so vieles gibt, was Dich interessiert und Du anpacken willst. Bei mir ist's der Faktor Kraft, der mich immer wieder ausbremst. Aber gut, mit manchem muss man sich arrangieren. Also: Schönes Leben weiterhin! Liebe Grüße von der Langhaarfreundin

  4. Kraft war bei mir auch lange der begrenzende Faktor. Deswegen habe ich auch soviel Zeit und Energie darauf verwendet eben diesen bereich fit zu machen. Womit ich schon wieder bei Essen und Sport wäre. Kraft und Ausdauer sind bei mir immer noch stark ausbaubar, aber ich bin jetzt schon stärker als ich es überhaupt irgendwann im letzten Jahrzehnt war. Schönes Leben zurück! 😀

  5. Ich muss gestehen, ich hatte im Studium weniger Zeit als ich jetzt habe. Ich arbeite aber auch nicht vollzeit. Die zeit im Studium war nur flexibler einteilbar. Aber insgesamt stand ich dort unter wesentlichg rößerem zeitdruck, es gab viel mehr Nachtschichten und viel öfter das Problem das mehrere Wichtigkeiten parallel auftraten und ich nicht wusste, wie das in meine sagen wir mal 16 Stunden Wach-Zeit reinpassen soll. Das ist von Studium zu Studium sicherlich unterschiedlich, aber für mich war der Berufseinstieg eine chte Erleichterung was den Stresspegel anging. Ich hab aber auch einen schönen Job. 🙂 Vollzeit sähe das aber definitiv anders aus.

  6. So Rumgammeln mag ich auch ab und zu haben. Wobei ich mit Pausen ehrlich meine, dann auch nicht im Internet zu surfen, nicht zu lesen, nicht zu telefonieren oder dergleichen. Sondern wirklich nichts zu tun. Nur sitzen/liegen und schauen und horchen. Mir reichen da oft 10min, dafür dann aber lieber 2-3x täglich statt einmal 30min.

  7. Liebe Heike, mit deinem Post sprichst du mir aus der Seele und hast im selben Atemzug mir einige Antworten geliefert, die ich schon einige Zeit unbewusst suchte. Das Pausen auf meinen stressigen Alltag vielleicht die Lösung sein könnten, darauf wäre ich nicht gekommen. Vielen Dank und inspiriere mich bitte weiter. Alles liebe Katjamaria

  8. Eigentlich unterscheidet sich mein Alltag gar nicht so sehr vom Studium.
    Morgens ins Labor, Abends zurück 😉
    Jetzt Fallen Vorlesungen weg, und Seminare… von denen hatte ich aber nicht so viele.

    Vorträge vorbereiten muss ich trotzdem, statt Protokollen schreibe ich Paper 😉
    Aber die Verantwortung ist mehr geworden. Ich betreue eine Studentin bei ihrer Abschlussarbeit, dass ist sehr Zeitintensiv.

    Ich liebe meinen Job total, aber da mein Partner quasi das gleiche macht habe ich quasi nie Pause davon. Probleme werden halt wenn es sein muss auch abends zum 10 noch diskutiert 😉 Dazu arbeite ich oft am Wochenende oder auch an Feiertagen, weil die Versuchsplanung das nicht anders zulässt… Manchmal hätte ich gerne einen "aus" Schalter für mein Gehirn.

  9. Vielleicht klingt es an den Haaren herbeigezogen, aber ich glaube, diese "Ich will aber alles und das sofort!"-Mentalität, unter denen ja ganz viele Leute leiden (mich eingeschlossen) ist durchaus eng mit dem heutigen Warenüberflusskapitalismus verknüpft. Irgendwie auch mit dem Internet. Wir sind es einfach gewohnt, dass wir alles haben können, und das auch sofort. Wir brauchen uns nicht mehr nach einem Fernsehprogramm richten, wir streamen nach Lust und Laune sofort. Wir können uns auch sehr viele materielle Wünsche sofort oder ohne lange sparen zu müssen erfüllen. Meine Mutter hat ihr erstes Gehalt für eine(!) Langspielplatte ausgegeben. Für was geben wir unser erstes (zweites, drittes, …) Gehalt aus?
    Egal wohin wir blicken, es gibt überall diese Powerfrauen, die einfach alles machen. Kinder großziehen, 40h-job, Vintage-Einrichten als Hobby (jeder weiß, dass da unglaublich viel Zeit draufgeht!), bloggen, alles selber kochen, viel Sport… Zumindest scheint es so. Wer weiß, was da hinter den Kulissen wirklich abläuft.
    Wie du weißt, fühle ich mich ja der Minimalismusbewegung zugehörig und ich muss sagen, mir hat der Minimalismus wirklich viel Seelenruhe bereitet. Es geht ja nicht nur darum, nur zu besitzen, was man wirklich braucht und gut findet und sich damit auseinanderzusetzen, was man im Leben persönlich eigentlich wirklich braucht und will. Es bleibt nicht am Materiellen stecken, es geht weiter zu Hobbies, Bekanntschaften und Beziehungen, Verpflichtungen, Erwerbsarbeit, Kindererziehung und allen anderen Themen des Lebens.
    Pausen sind wichtig, aber vermutlich reichen die nicht. Wenns danach genauso hektisch mit "ich will das, und ich will das, und das auch, und zwar lieber jetzt als später" weitergeht.
    Eigentlich weiß man das eh irgendwie, aber es ist schön, diesen Gedanken hier nochmal ausformuliert zu lesen: http://oliveremberton.com/2014/if-you-want-to-follow-your-dreams-you-have-to-say-no-to-all-the-alternatives/
    Ich habe über die letzten Jahre einige Hobbies reduziert oder bleiben lassen. Ich muss nicht aus Sentimentalität, oder weil das Equipment so teuer war oder halt noch daheim ist, ein Hobby weitermachen. Ich muss nicht ein Hobby weitermachen, nur weil alle anderen das im Freundeskreis machen – ich kann ja trotzdem weiterhin mitreden (die Erfolge der anderen beobachten und kommentieren etc.). Ich muss auch nicht alles gleichzeitig machen. Ich seh immer wieder im Netz, dass Leute Monatsthemen haben. Wenn man zum Beispiel neue Sachen lernen will, dann hat man vielleicht im März den Backmonat (und macht sonst fast nix von den anderen Hobbies), im April den Häkelmonat, im Mai konzentriert man sich auf das Bedürfnis, endlich mal Elektrogeräte auch selbst reparieren zu können, etc.
    Kali von The nife en l'air (http://the-nife.blogspot.co.at/) versucht, diesem Problem mit ihrem Level Up Projekt entgegenzutreten – orientiert an Videospielen.
    Aber ich glaube, der Kern des Problems ist eben die "ich will alles und das sofort"-Mentalität. Ohne Hobbies zu reduzieren oder wenigstens aneinanderzufädeln statt parallel zu machen, helfen auch die entspanntesten Pausen nicht.

  10. Hach, ich mag deine Kommentare immer so! Und danke für die Links. Da werde ich gleich mal reinschauen. Du hast sehr Recht! Hätte für mich jetzt aber etwas den Beitrag gesprengt, da auch noch drauf einzugehen. Was nämlich auch eine etwas unangenehmere Wahrheit in dem Kontext ist, ist nämlich das, was du ja schön mit Kapitalismus beschreibst und was ich für mich "First-world-problems" nenne. Sich solche Gedanken machen, kann man auch nur mit einem an sich schon ziemlich abgesicherten Hintergrund. Und diese Powerfrauen, die zeigen natürlich auch nur das was glänzt UND (man muss dafür noch nicht mal scharf beobachten, es ist sehr eindeutig) sie haben in der Regel entweder viel Geld oder viele Helfer oder viel Geld und dadurch viele Helfer. Will heißen Haushälterinnen, Nannys… etc. Wenn ich Leute für die Digne bezahlen könnte, auf die ich am wenigsten Lust habe, damit ich die Sachen mehr tun kann, die ich wirklich will, dann wäre ein Großteil des Problems behoben. Aber besonders bei diesen übererfolgreichen jungen Müttern mit Bikinifigürchen und perfektem Kleiderschrank, da sagt oft die Bildsprache schon aus, dass Geld einfach nie der begrenzende Faktor ist und da dementsprechend wohl auch eine gute Betreuungssituation erkauft werden kann, von denen Lieschen Müller und Erika Mustermann nur träumen können.
    Dinge parallel machen ist immer Mist. Ich glaube das war eine der wichtigsten Erkenntnisse des letzten Jahres, das ich definitiv nicht produktiver werde, indem ich mehr gleichzeitig tue. Ich schaffe dann evtl mehr, das dann aber schlechter und mache es im Zweifel dann doppelt. Mal davon ab wie unbefriedigend das ist.
    Von Minimalismus bin ich wohl weit entfernt, aber ich habe sehr viele Ansätze aus diesem Bereich übernommen, was für mich als jemand der einen gewissen Hang dazu hat schöne Dinge um sich haben zu wollen und auch immer mal wieder neue, sehr viel vereinfacht und entspannt hat. Ich habe kein Stück das Gefühl weniger zu besitzen als vorher, auch wenn dem deutlich (!) so ist. Ich habe jetzt eben bloß noch die Dinge, die ich wirklich will und die zu Recht eine Präsenz in meiner Wohnung und in meinen Gedanken haben. Bis auf ein paar Ausnahmen natürlich,. 😉 Es gibt ja immer was zu tun.
    Und du hast sehr Recht. Dieses Aufräumen und auch Loslassen beschränkt sich bei Weitem nicht auf Objekte. Hobbys und Zwischenmenschliches machen da fast noch mehr aus. Aber den Bereich finde ich schwerer anzugehen als den dinglichen.
    Wie gesagt, es gibt immer was zu tun. 🙂

    Ganz liebe Grüße (und ich hab den Farbtypbeitrag nichtv ergessen!),
    Heike

  11. Du Schmeichlerin 😀
    Minimalismus steht ja nicht im Widerspruch mit schönen Dingen, ganz im Gegenteil. Im Zusammenhang mit japanischer Blumenkunst hab ich mal wo (sinngemäß) gelesen: Wie kann man der Schönheit einer Blume huldigen? Doch nicht, indem man sie in einen üppigen Strauß steckt, in dem viele Blumen um die Aufmerksamkeit des Betrachters wetteifern.
    Ich sehe Minimalismus als Werkzeug, das man in dem Ausmaß und in den Lebensbereichen anwendet, wie es einem weiterhilft. Aber es ist nur eine der vielen Ausprägungen von bewusstem Leben und sagt eben nicht jedem zu. Manche Minimalisten mögen auch die gleichnamige Kunstrichtung/Architektur, ich mag sie nicht so. Es gibt glaub ich so viele Ausprägungen von Minimalismus, wie es Menschen gibt, die sich dem zugehörig fühlen. Jeder Mensch hat sein eigenes persönliches Wohlfühlminimum/maximum. Der Kern der Sache ist genau das, was du schreibst: Nur Dinge besitzen, die ihren Zweck erfüllen – wenn man sich jeden Tag über ein Dekoding freut, weil es so hübsch ist, dann hat es auch seinen Zweck erfüllt. Es geht ja nicht um Askese.
    Aber man weiß nie, ob man Hobby X oder Gegenstand Y wirklich braucht, schätzt und mag, wenn man nicht mal testweise drauf verzichtet.
    Hobbies sollen Entspannung und Flow sein. Sie haben den Sinn, einen Ausgleich zu Erwerbs- und Reproduktions/Subsistenzarbeit zu bieten. Es hat weniger mit Minimalismus, als mit Vernunft und Selbstliebe zu tun, in diesem Bereich Stress zu vermeiden. Wenn Pausen nicht helfen, dann hilft halt nur Reduktion. Hamsterräder haben wir in der Welt da draußen schon genug, lass sie doch nicht auch noch in dein Privatleben rein!
    Man will ja nur das Beste für seine Lieblingsblogger 😀

  12. 🙂 Du bist süß! Ich meine den letzten Absatz. Mti den Hobbies, die keine Hamsterräder sien sollen wird es im Moment für mich deshalb schwierig, weil sie gleichzeitig auch meine Erwerbsarbeit sind und ich diesen Bereich deshalb auch ausbauen möchte.

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