28. Dezember 2014

Küchenliebe

Kein Sponsoring oder ähnliches, dennoch Werbung, da Markennennung.

Sie ist fertig! Und ich bin glücklich und auch ein bisschen stolz euch nun unsere fertige, neue Küche präsentieren zu können. Unseren Futtertempel. Liebe!
It is done! Our kitchen is now completely installed and I am happy and proud to present our new food temple. I love this kitchen!

Zweimal Weihnachtskater und viel weiß mit Eiche.
Two times christmas hangover and a lot of white with oak.

Ich dachte, ich sammle mal ein paar Tipps, für alle, die vielleicht auch über eine neue Küche nachdenken. Ich hätte ein paar davon gern gehabt, als ich mich an die Planung begeben habe. Gerade weil ich sowas noch nie gemacht hatte, immer irgendwo gewohnt habe, wo schon eine Küche (oder etwas Vergleichbares 😉 ) vorhanden war und weil Geldausgeben in der Preiskategorie einer Küche für mich definitiv nicht alltäglich ist. Da wollte ich so gern sicher sein, dass dann auch alles passte.
For all of you who are thinking about a new kitchen in the near future I have collected some advice that really helped us to make the final right decisions. Especially when you are planning a kitchen for the first time in your life (like we did), it feels really tricky and difficult because it is so expensive and such an important place in a home.

Ihr glaubt gar nicht, wie lange man nach schönen, bezahlbaren Stühlen suchen kann. Diese hier sind von ebay. Lichterkette war ein Geschenk und der Schnee, der fiel einen Tag nach Weihnachten. Ist er nicht toll?
Chairs can be such an expensieve thing if you like design… these were found on ebay. The lights are from dawanda (birthday present this summer) and the snow fell one day after christmas. Isn’t it beautyful?

 

Meine Tipps für eine neue Küche

1. Inspiration, Inspiration, Inspiration!
Ihr wisst erst, was ihr wirklich wollt, wenn ihr euch viel angesehen – und im Idealfall auch ausprobiert! – habt. Fragt bei Freunden (vor allem solchen, die gern bzw. ähnlich kochen wie ihr), schaut in Zeitschriften, in den Untiefen des Internets (Pinterest, solebich.de…), geht in Küchenstudios und zu IKEA.
Inspiration first! You only know what you really want when you have ssen a lot of different styles, rooms, manners. And maybe you even had the opportunity to try them out which would be best. Ask friends and family, take the internet (Pinterest…) and magazines to make up your mind. Visist kithen stores or IKEA.
2. Geht von der Traumküche aus!
Erst das Ideal entwerfen und dieses dann an die Gegebenheiten anpassen. Umgekehrt startet ihr sonst sofort mit Kompromissen. So merkt ihr außerdem besser, was euch wirklich wichtig ist und was nur ein nettes Extra wäre. Nette Extras kann man wegkürzen – aber vielleicht muss man das doch nicht?! So merkt ihr außerdem besser, was euch die Dinge wirklich wert sind. Startet ihr andersrum, vom Budget aus (was wir erst gemacht haben), verrennt ihr euch schnell in „Eh zu teuer!“. Räumliche Gegebenheiten muss man aber natürlich trotzdem miteinbeziehen, so oder so, gerade bei Mietwohnung, wo man nicht mal eben mit dem Vorschlaghammer um die Ecke kommen kann.
Start dreaming of your perfect kitchen! Don’t start looking on your budget. Of course that works too, but the other way round it works better. Like this you find out what you really love and what things are really worth for you. We startet from the point of budget and endet up all frustrated. „Bah, too expensive!“, a solution seemd impossibly far. We had to switch the point of view and restart, than we found a way. 

Der Hundeschrank. Nahezu unbezahlbar im Küchenstudio, beim Tischler aber kein Problem und sogar günstiger als ein normaler Unterschrank, da so ja weniger Material nötig war.
Alle Griffe verlaufen waagerecht, auch die von Schrankklappen. Dadurch sind die Linien ruhiger und man kann (wenn man will) überall Handtücher drüber hängen. In erster Linie geht es aber um die Linien. 😉
Dogshelter. Horribly expensive in a kitchen store, but even cheaper than a normal kitchen cupboard at the carpenters as it needed less material.
All handles are installed horizontally, those of normal cabinet doors too. Like this the design is calmer and cleaner. And you can put towels over them, if you like. But basically it is about the lines. 😉

3. Betretet die weniger ausgetretene Pfade!
Schaut mal jenseits von IKEA und Küchenstudios! Vielleicht landet ihr wie wir bei einer guten Tischlerei (Tischlerei freiformat, Dortmund), vielleicht stellt ihr fest, dass ihr Lust habt eine Modulküche zu nehmen, vielleicht etwas Gebrauchtes neu aufzuwerten (Farben, Lacke, Griffe und vielleicht eine andere Arbeitsplatte können selbst aus Eiche-Rustikal enorm viel rausholen, auch hier empfehle ich wieder Pinterest, die Makeover dort sind großartig!).
Take the paths less travelled by! There is more than just the kitchen studio and IKEA. Maybe you come to a carpenter like we did or you decide to take something second hand, or – and that is really interesting – you decide to spend less money but more time and do a lot yourself. Even old oak kitchens can get a real great makeover with only some colour and creativity. Again: visit pinterest and have a look at the amazing makeovers you find there.
4. Seid kreativ und individuell!
Das geht zugegebenermaßen bei Küchenstudioküchen nur sehr begrenzt, aber wenn ihr handwerklich etwas geschickter seid oder eben eine Tischelerei beauftragt geht oft viel mehr, als man meint. So wie bei unseren – Tada! – Hundeschrank! Manchmal braucht es auch gar keine „echten“ Küchenmöbel, sondern etwas anderes.
Be creative and individual! Okay, if you decided to buy your kitchen in a conventional store that might be difficult to impossible. But with some DIY or some flexible helpers you can integrate many things, that are special for you. Like we did with our dogbed.  

Awwwwww…!

 5. Behaltet die Praktikabilität im Blick!
Verbaut euch nicht die wichtigsten Arbeitswege und – plätze. Habt ihr genug Stauraum? Passt die Arbeitshöhe? Ja? Sehr gut.
Finally, stay practical. Keep the surfaces free of stuff and don’t block the most important working ways in your kitchen. Enough storage?  Fitting height? Yes? Very well!  

Nischenverkleidung aus Eichenfurnier mit Glasspritzschutz und Massivholz Arbeitsplatte, ebenfalls Eiche. Granitspüle ist kleiner als üblich (77cm), dafür ist das Kochfeld mit 80cm größer.
Ouf, kitchentermini translation… Well: oak panel headboard and full oak board. Slightly smaller than usual stone sink and an a bit larger cooking area.

 

 

Ihr könnt euch vielleicht nicht vorstellen, wie schön so ein Ausblick für uns ist. Ein Baum. Wir haben etwa 10 Jahre in der Innenstadt gewohnt und auf parkende Autos, Wände und das zugemüllte Flachdach vom Netto mit dahinterliegendem Parkplatz geguckt, wo Leute ihren Sperrmüll nachts abgeladen haben…
You can’t imagine how great it is for us, to look out of the window and see… this! A tree. We lived about ten years in the city and mostly looked on parking cars, walls and on the parkinglot behind the supermarket where people tend abandon their old furniture…

 

Sieht gut aus, oder?
Und wisst ihr, was das größte Einsparpotential hatte? Die Hängeschränke. Die haben wir erst mal komplett gestrichen. Sie wären nett gewesen, aber nicht zwingend nötig. Es gibt aber bereits einen Entwurf dazu, sodass wir, wenn wir möchten, Hängeschränke dann später mal nachrüsten können.
Davon ab, haben wir uns um sämtliche Elektrogeräte selbst gekümmert. Dabei ließ sich eine vierstellige Summe einsparen.
Looks nice, doesn’t it?
And do you want to know how we stayed within our budget? We decided not to take hanging cabinets. Because they would have been nice as extra storage but they were not absolutely neccessary. But we already have a sketch of a kitchen with hanging cabinets so we can go for them whenever we want in the future. Besides that we organzied all electronic devices (fridge, oven…) on our own instead of the carpenters. Like this we could safe over a thousend Euros.

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12 Kommentare

  1. Wow, was für eine Küche! Die gefällt mir echt gut, vor allem die weißen Fronten und als Kontrast die dunkle Wand mit Gold.
    Außerdem finde ich es sehr beruhigend, dass man auch ohne Hängeschränke auskommen kann – ich abgebrochener Meter muss bei meinen Eltern auf den Küchenstuhl klettern, wenn ich was von weiter hinten oder vom oberen Regalbrett brauche. Wenn sich das in der eigenen Wohnung irgendwann vermeiden ließe, wäre es traumhaft…
    Liebe Grüße, Lisa

  2. Hach hach hach! Ich weiß gar nicht, was mir am besten gefällt… Doch! Der Hundeschrank! Die Wandfarbe! Die Spiegel! Alles alles alles! Wundervoll!
    Wann kommst du und machst meine Küche ;-)?
    LG
    Nickike

  3. Ich bin verliebt! Die Küche ist der Wahnsinn! Die Farben würde ich vielleicht anders machen, aber sonst gubts echt nix zu meckern! Und da kann ich mir viel abschauen, wenn unsere Küche mal neu gestaltet wird. Toll!

  4. Jein. Wir hatten mischen lassen, aber sämtliche Farben, die wir für die ganze Wohnung haben anmischen lassen waren leicht bis wirklich grob fehlerhaft. Ich habe alle nachgemischt. Das Petrol war z.B. leider ziemlich neonfarbig, wie Textmarker. Der Sandton, den wir fürs Wohnzimmer genommen haben, war am schlimmsten. Statt blassem hellem gelbgeige haben wir ein lilastichiges Fliedergrau bekommen, da war ich richtig sauer. Ich malere ja oft und gern und würde sagen: die Zeitersparnis, die ich mir vom Anmischenlassen erhofft hatte ist marginal verglichen mit dem Ärger, dem man sich sparen kann, wenn man es von vorherein selbst macht.
    Kann aber auch einfach sein, dass wir Pech mit den Farben hatten und das Mischgerät nicht kalibriert war.

  5. Danke. 😀 Ich bin an sich kein Freund von bis zur Decke geschlossenen Schränken. Weder in der Küche noch im Schlafzimmer oder sonst wo. Das geht finde ich nur bei wirklich luftigen, großen Räumen, sonst erschlägt das einfach total. Aber Geschmacksache. Und in der Küche ist Stauraum und Arbeitsfläche ja oft einfach der begrenzende Faktor.

  6. Wenn es soweit ist bei euch, sag Bescheid. 😀 Und rat mal, wo ich mir die Wandfarbe abgeguckt habe. 😉 (-> für andere Leser: Nickikes Wohnzimmerwand hat eine Farbe, die ich im Kopf als Vorlage hatte.)

  7. Die Farbe ist natürlich sehr mächtig, das muss man schon mögen. Aber res gibt so zwei drei Farben, die ich mir nie leid sehe und Petrol gehört dazu, deswegen fiel die Entscheidung leicht. Und es ist letztlich ja nur die Wand. Wenn mich der Teufel reiten sollte, dann wird eben wieder gestrichen. Anfangs hatte ich nämlich auch mit helltürkisen Küchenfronten geliebäugelt. Aber das wäre dann echt Schiet, wenn man sich die leid sieht.

  8. Der Hundeschrank ist wirklich sowas von toll!!! Klasse Idee! Ich glaube unsere Katzen fänden sowas auch toll…nur lieber 2-3 Etagen höher 😀 Ich bin doch erstaunt wie ähnlich sich unsere Küchen sind. Wir haben uns unsere vor 2 Jahren gekauft. Problem bei uns allerdings: "Gerümpel und Tinneff". Heißt Dinge die irgendwie immer rumstehen, aber auch nicht sinnvoll wegzupacken sind (Gewürze, Tee, Tassen etc). Eine Frage stellt sich mir jedoch: wie schafft ihr das ohne Hängeschränke?! Wo sind die ganzen Teller, Schüsseln und Tassen versteckt? 🙂

  9. Ah, das sieht man auf den Fotos tatsächlich kaum, aber auf der Zeichnung. 🙂 Wir haben noch zwei Regalböden über der einen Schrankseite, da stehen Tassen und Gläser. Ist mir da aber auch etwas zu voll. 😉 Teller, Schüsseln und Töpfe, die wir sehr oft benutzen sind alle utnergebracht in den Unterschränken. Für Backformen, Tortenglocken und Sektgläser und sowas haben wir im Wohnzimmer noch einen Schrank, der diese Digne beherbergt. Ohne den ginge nichts. Aber den brauchten wir in dern alten WOhnung dafür auch schon und dahtten wir Hängeschränke. Der Wohnzimmer-Küchernerstz-Schrank soll aber auch noch mal ausgemistet werden. Vieles braucht man echt einfach zu selten. Ichc brauche z.B. nicht wirklich Sektgläser, Weingläser, Biergläser, Whiskeygläser, Pintchen, große und kleine Trinkgläser. Haben wir aber. Zumeist geschenkt bekommen. Nun ja. Wie gesagt, die könnten gern weg. Ich brauche nur große Trinkgläser und bin damit glücklich. 🙂

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