7. März 2013

Märzlänge

Vor lauter Eingangsposts und Layoutbearbeitung habe ich einen meiner Standards vergessen: den monatlichen Längenpost mit Verlauf.
Also dann jetzt, auch wenn schon eine Woche um ist.
Märzlänge: 98,5cm
Zuwachs von etwa 2cm.
Damit bin ich natürlich sehr zufrieden, zumal es ein kurzer Monat war. Wenn es so weiter geht, habe ich vor dem Ostertrimm den Meter wieder.

98cm mit Duttknicken.

Verlauf 2013. 100,5cm zu 98,5cm

Mich freut, das die Haare am Oberkopf richtig schön glatt und glänzend sind. Der Eisenmangelneuwuchs reicht größtenteils bis in den Schatten des Duttknicks und plustert somit nicht mehr aus Frisuren raus, das ist schon mal super.
Die Spitzen liegen zwar schmaler, aber man sieht finde ich gut, dass sie dichter sind als auf dem Januar-Bild. Auf dem Januar-Bild finde ich sowieso, dass sie zwar schön glatt sind, aber ich mag das nicht so, wenn die so parallel den Rücken runter liegen, lieber etwas gefächert und dann zu den Spitzen hin wieder schmaler.

I almost forgot the monthly length-post! So here it is: better later than never. 
I have now 98,5cm, that means my hair grew about 2cm the last month. And February was short! 🙂
I am quite happy to see, that compared to the January-picture my hair at the crown is straight and silky. The regrowth is now long enough to blend in smoothly. Even though my ends lie more V-shaped on the actual photo, you can see that the bigger cut did its job: the ends look thicker.

6. März 2013

Wildberry

Wie jetzt, das soll ab Donnerstag wieder kälter werden? Habe ich da kein Vetorecht?
Na schade.

Eigentlich wollte ich euch einen Top-Knot/Bloggerdutt/Berlin-Bun… also diesen etwas wuscheligen Dutt zeigen, den gefühlt die Hälfte aller Mädchen und locker 80% der Hipster-Mädchen seit grob ein bis zwei Jahren trägt.
Ich bin wohl nicht hip genug. Sah ziemlich beknackt aus. Noch dazu sind dabei die Glätzchen-Fotos entstanden, sodass ihr auf den ersten Versuch nun verzichten müsst. Der Dutt als solcher ist ganz hübsch, aber die Position auf dem Kopf… eher eine Oster-Motto-Frisur: „Guck mal, ich hab ein Nest gebaut!“

Deshalb nur ein schnöder LWB, denn nach diesem Fail war keine Zeit mehr für irgendwas Aufwändigeres.
Ich finde die Kombi Ficcare und Schal reißt es dann raus. 🙂

LWB mit Ficcare Border Wildberry, Größe M

Haare nach hinten und nicht nach oben gebürstet ist wesentlich netter zu meinen wiedergewonnenen Problemzonen. :-/

Actually I wanted to show you the top-knot/blogger-bun/Berlin-bun. I mean thas hairstyle almost every girl is wearing since about one or two years, especially if it is a hipster-girl… Maybe I am not hip enough: my first attempt looked ridicolous. The bun itself is quite nice, but with the position on top of your head… looks like an Easter-joke: „Look, I have made a nest on my head!“
So no photos of that, especially because it were these photos where the areas of sparse hair showed up. Here we have an easy LWB. Styling the hair rather backwards than upwards covers the tiny baldnesses much better.

5. März 2013

Hallo Glätzchen…

*seufz*
Ich habe mich wohl nicht geirrt, was einen erneuten Shed angeht. Heute habe ich die 100 Haare-pro-Tag-Marke geknackt. Shit.
Und ich habe beim Frisieren etwas wiedergesehen, was ich eigentlich dachte nicht mehr wiedersehen zu müssen: lichte Stellen an den bei mir prädestinierten Haarbereichen:

Schräg über und hinter den Ohren, außerdem  die Geheimratsecken.
Rechts stärker ausgeprägt als links.

Ich bin echt geknickt. Ich meine klar habe ich das Haarwasser auch deshalb wieder angesetzt, weil ich genau das eben nicht ausschließen konnte. Aber ich hatte doch gehofft, dass es nur das Shampoo war. Oder die Heizungsluft. Saisonaler Fellwechsel. Ach Mist. Etwa ein Monat bis zur wahrscheinlichen Sheddingphase. Etwa nochmal so lang bis zur ersten Besserung. Und noch mal so lang, bis das wieder abgestellt sein sollte.
Dreck.
Ich fühle mich grad etwas vom Schicksal für dumm verkauft, so kurz nachdem ich nun den Blog hier aufgemacht habe.
Soll schön spannend bleiben oder was?
Mir sagen so viele ich wäre so toll gelassen bei dem Thema. Hm, ja, nee, später vielleicht wieder. Jetzt grad bin ich hauptsächlich enttäuscht.

Es ist noch nicht dramatisch. Ich kann das noch wegfrisieren und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Von den fast genau 100 Haaren, die ich verloren habe, waren nur etwa 20 länger als 8cm. Es ist also nicht diffus, sondern geht „gezielt“ an die neuen kurzen Haare.
Eigentlich sollte ich mich darüber freuen, denn das heißt, dass sich an der Dichte der Länge nichts ändern wird, auch nicht am Zopfumfang. Außerdem heißt das, dass ich gesund bin, das wichtigste (zumindest ist das so einfach sehr wahrscheinlich, dass es kein Mangel oder etwas anderes ist, was alle Haare angreifen würde). 20 lange Haare pro Tag, das ist praktisch optimal. Aber wenn die kleinen Flusen fehlen, wird es leider von vorn bald nicht mehr so leicht sein anständig zu frisieren. Schauen wir mal wie lange der Neuwuchspony vom AGA letztes Jahr stehen bleibt, oder ob ich ihn gänzlich wieder abwerfe. Ein Monat bis zur Sheddingphase. Wird wohl ein Ostergeschenk… :-/

Letzte alternative Erklärung: meine Kopfhaut zickt. Genau diese Stellen jucken auch vermehrt. Ich habe in letzter Zeit einige Shampoos durchgetestet, das werde ich wieder hübsch sein lassen. Und cremene, cremen, cremen. Hoffentlich ist es nur das. Denn dann würde sich das Ganze deutlich schneller beheben lassen als erst nach drei Monaten telogener Wartezeit.

*sigh*
Looks like it IS a new shed. You can spot the areas where my hair already is sparse so you can see my scalp. Today I have shed 100 hairs, the demarcationline is crossed. I am really upset now, I feel taken for a fool, so close after I opened this blog. 
My only hope is, that it is something with my scalp which itches right at the thinned areas. I have experimented with my shampoos in the last time. I will stop that immediately und cream my scalp, and cream, and cream and care for it.
If it is not the scalp, well, then in about a month the big shed will come. My personal Easter present. :-/ And another month until it starts to get better. And another till it is over. And half a year to cover the nearly bald areas. Shit.
Keep your fingers crossed for me that it is just my scalp.
I really don’t feel like embracing a new shed. Realy not.

Abschied vom Winter

Diese Bilder sind von letzter Woche in der trüben Endphase eines gefühlt ewigen Winters. Mit Licht war da leider nicht viel.
Da ich den Wollpulli jetzt aber eigentlich nicht mehr anziehen mag, um meine Frühlingslaune nicht zu vermiesen, schieße ich keine Fotos mehr bei besserem Licht nach.
Ich mag es, wenn Haarschmuck und der Rest des Outfits zusammen passt.

Und ich benutze nicht dies fürchterlichen Minischwämmchenapplikatoren… ich habe Pinsel. Die liegen da noch drin, weil… ich sie offensichtlich noch nicht weggeworfen habe.
Ficcare Corvy 2Tone Pink
Ja, schon wieder ein Centerheld… ich verspreche ich mache demnächst auch mal andere Frisuren.
Ist eben mein Everydaybun.
Und rosa Stiefel habe ich auch. 🙂

Da die Bilder ja wirklich sehr grau sind, hab ich mal gekramt und diese hier vom letzten Sommer rausgesucht.

Na sieh an! Zwar auch ein Centerheld, aber ein Cinnamon, kein Flechtdutt.
Ja, ich hab einiges in Rosa. 🙂

My dearest followers, I finally managed to translate every post (at least in brief)! As I posted so much in my first week, I postponed this „little“ job, but now it is finished. 🙂 Of course I am no interpreter and of course there are passages where you see, that my mothertongue is German, but I did my best.

Here you see parts of my wardrobe matching to my hairtoys. Or is it the other way round? 🙂 As the pictures from last week are so dark and dull, I added another sequence from last summer where the colour of my ficcare and my clothes and so got better caught.

4. März 2013

Sonnenwoche

Na, ich hoffe doch! Samstag gab es ja schon mal einen schönen Vorgeschmack auf den angekündigten Frühling.

Zu Besuch bei Mama.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf Licht und Luft, nicht mehr so dicke Jacken und gerne auch offene Haare in der Sonne, weil endlich der Mantel mit der fetten Kapuze nicht mehr so oft gebraucht wird.
Wobei ich ja extra auch einen Wintermantel ohne Kapuze habe, damit ich auch im Winter gut offen tragen kann, wenn ich will. Das ist ein Kaufkriterium gewesen, ohne Witz.

Noch etwa 5-7cm Dip Dye Reste. Was sich nicht verwäscht, wird rausgetrimmt.
Dünnes Haar wirkt leider oft trockener als es ist. Zumindest bei mir.

Such die Pupillen…! 🙂

Noch Fragen, warum Sonne so toll ist?

The forecast says there will be a lot of sun this week. I hope so! Saturday we got a little foretaste of spring, when I was visiting my mother. Can’t wait for winter to be over. No more long coats, no more hoods. 
But in fact I have a wintercoat without a hood, because I want to have the possibility to wear my hair down, even if it is winter. I really took this into consideration as I bought this cloth.

3. März 2013

Extra für mich!

Im Langhaarnetzwerkt gibt es einige wirklich begnadete Haarschmuckkünstlerinnen. Eine davon, BlackRaven, hat mir eine Forke angefertigt, die wirklich wie Faust aufs Auge zu mir passt: Gold und Perlmutt, ein bisschen schnörkelig aber nicht zu viel, ein bisschen Vintage, aber nicht zu gewollt. Ich bin schwer begeistert! Stabilität und Handhabung sind vergleichbar mit meiner zweizinkigen Norsi von Senza Limiti, auch wenn hier nicht geschmiedet wurde.

Dieses Schmuckelement nennt sich Cabochon, wie ich jetzt weiß. 🙂

Senkrecht gedrehter LWB.

Und ja, ihr habt richtig gesehen: ich habe kleine Kämmchen als Ohrringe. Gab es mal bei Six, kann man aber auch jetzt noch in unterschiedlichen Designs über Dawanda beziehen, folgt einfach dem Link.


One of the girls from the LHN – BlackRaven – made this wonderfol hairfork for me. 🙂 I love that vinatge look with pearl and golden ornament. And it fits to my earrings, I think. I had to buy these tiny combs.

2. März 2013

Haarausfall Klappe die… fünfte? Fünfte??? Fünfte! Oder doch nicht?

Haarwasser zur Behandlung von androgenetischem Haarausfall bei Frauen.

Haarausfall ist auf jeden Fall mein größtes Handicap auf dem Weg zu langem Haar.
Um es kurz zu fassen, ich hatte schon öfter mit dem Thema zu tun.
1. In der Oberstufe. Massiver HA, Ursache unbekannt. Vermutlich Stress (Teenagersein war nicht so meins). Hörte mit Biotintabletten irgendwann auf. Ob es an den Tabletten lag oder sich selbst regulierte, weiß ich nicht.
2. 2008-2009. Mäßiger HA, dafür lang anhaltend. 80-120 Haare jeden Tag, hat mich schon gar nicht mehr gewundert. Außerdem kriechend langsames Haarwachstum. Ich war in vielerlei Hinsicht unfit. Nachdem die Ursache gefunden und behoben wurde, verschwand auch das verstärkte Shedding.
3. Sommer 2011. Massiver Eisenmangel, massiver Haarausfall. Eisensubstitution brachte den gewünschten Erfolg.
4. Frühjahr 2012. Androgenetischer Haarausfall. Früh erkannt, schnell interveniert und somit zum Glück relativ wenig Haarverlust.

Und nun, 2013, sieht es so aus als hätte ich einen neunen Schub androgenetischen HAs. Oder vielleicht auch nicht? Ich verliere doppelt so viele Haare wie im November. Im November habe ich angefangen das Haarwasser gegen den androgenetischen HA ausschleichen zu lassen. Die Zeitspanne, seitdem ich wieder mehr Haare in der Bürste finde, passt zu den 12 Wochen Ruhezeit, die ein Haar durchläuft, bevor es ausfällt. Ich bin so gesehen in Woche 16 und seit ein paar Wochen ist erstens mehr in der Bürste und zweitens, das was da mehr drin ist, sind zu 80% sehr kurz Haare von 5-8cm Länge, was dem Neuwuchs vom androgenetischen HA 2012 entspricht.

Links: tägliches normales Shedding im November: etwa 15 Haare pro Tag. Optimal.
Rechts: zum Vergleich 75 Haare (von 3 Tagen im November, es schwankt also immer etwas)
Aktuell verliere ich etwa so viele Haare wie rechts – aber an einem Tag.
Nicht dramatisch, aber deutlich mehr als gewöhnlich.

Ich bin nicht gewillt mehr Haare zu lassen, als unbedingt nötig. Deshalb werde ich das Haarwasser ab heute wieder nehmen – auch wenn ich es erst seit zwei Wochen nicht mehr nehme (ich habe ausschleichen lassen und nicht von heute auf morgen komplett abgesetzt). Nach etwa 5 Wochen sollte die Sheddingphase mit noch mal deutlich mehr Haarverlust einsetzen. Ist das der Fall, dann kann ich das Haarwasser also nicht absetzen und auch nicht so stark reduzieren. Zumindest jetzt nicht. Tritt keine Sheddingphase ein, dann war es falscher Alarm und es handelt sich um saisonale Schwankungen oder mehr Kurzhaarverlust durch Kratzen. Andere Möglichkeiten schließe ich aus, mein Blutbild ist recht aktuell und ist das beste, das ich seit Jahren hatte.
Dann also lieber 5 Wochen länger als nötig das Haarwasser verwenden als einen neuen HA zu provozieren.
Wobei es auch sein kann, dass es androgenetischer HA ist und ich keine Sheddingphase bekomme, weil jetzt noch alles okay ist (wir reden von noch stabil unter 100 Haaren am Tag, das ist nicht besorgniserregend. Ich bin nur übersensibel bei dem Thema). Ich bin etwas unschlüssig. Aber ausharren und nur zugucken werde ich nicht.

Die beiden kurzen Ponysträhnen sind Teile des Neuwuchses vom androgenetischen HA. Diese Haarlänge fällt derzeit vermehrt aus. Das, was da in ziemlich fetten Strähnen bis Mundwinkel/fast Kinn reicht, das ist der Neuwuchs nach dem Eisenmangel. Und das ist nur der Frontbereich, das ist am ganzen Kopf so. Das merkt und sieht man enorm, wenn diese Haarmenge fehlt. Das will ich also auf jeden Fall vermeiden, dass mir diese Haare wieder abhanden kommen

Blöd ist das doch. An sich möchte ich das Haarwasser nicht wieder nehmen. Vielleicht liegt es ja doch am Jucken (hab etwas zu oft das Shampoo gewechselt in letzter Zeit, gab so tolle Probiergrößen…). Das wäre die einfachste Lösung.
Okay, also zwei, drei Tage kann ich jetzt auch noch warten und erst mal meine Kopfhaut cremen und pflegen und vielleicht ist es dann ja doch wieder gut.
Aber nach der Auflistung oben mit meinen Erfahrungen mit Haarausfall ist es denke ich verständlich, dass ich sehr dafür sensibilisiert bin. Ich habe keine Panik, ich bin nur schon hellhörig. Eine gewisse Grundparanoia lässt sich bei dem Thema auch nicht wegdiskutieren. Eben nicht, nachdem sich schon viermal meine Sorgen als berechtigt erwiesen haben.

Hairloss is my biggest handicap on my way to long hair. I guess and hope that the ironthing is over now, but the androgenetic alopecia is something that can flare up every once in a while. I started to reduce my medication in November so now the three months of telogen hair are over. In fact I am in week 16 since I started to reduce. And there are more hairs in my TT now. Not drastically many, but remarcably.  And there are really a lot of shorter hairs of about 5-8cm length, which fit to my AGA-regrowthlength. Do I shed my regrowth?
As I am pretty paranoid after that neverending shedding story of the last two years, I decided to take my hair lotion again. Maybe the increased number of shed hairs is just seasonal, but what if maybe not? I rather be a bit overcareful.
We will see.

Warten auf den Meilenstein

Seit ich angefangen habe Dutts zu tragen, warte ich auf einen Moment: nämlich den, ab dem man den Dutt auch von vorne sieht. Okay, also von vorne wird ewig dauern bzw. wohl nie passiern, es sei denn, ich dutte oben auf dem Kopf, aber zumindest im Halbprofil würde ich gern was vom Dutt sehen.

Die schönste Bildbearbeitung der Welt… zur Veranschaulichung, was ich meine.

Na, immerhin ragt schon die Federseite der Ficcare hervor. Aber vom Dutt ist da noch nichts zu sehen. Der müsste vermutlich noch 1-2cm mehr Durchmesser bekommen.

Und ich mag die Abstimmung von Harrschmuck mit Schmuck und Kleidung.
Ficcare Border Grey im etwas eierigen Centerheld.

Waiting for the milestone
Since I started growing my hair and wearing the thypical updos I waited for my buns to show uo behind my head, when I look in the mirror. Well there is still some time to wait. But at least the ficcare is showing. 🙂 Maybe sooner and not later the bun will become visible.

1. März 2013

Dos & Don’ts

Das musste ich grad erst mal nachschlagen, damit ich das richtig apostrophiere… sieht komisch aus, obwohl es sich doch so gut spricht…

Also.  
Das Langhaar-Einmaleins.
Selbst blutigsten Anfängern wird etliches bekannt vorkommen – manches aber eben auch nicht. Sieht erst mal viel aus, lässt sich aber gut zusammenfassen, ist alles logisch und somit auch leicht zu merken.

Hier geht es um den richtigen Umgang mit langem Haar oder Haar, das lang werden soll. Dass das mit einigen konventionellen Stylingvorlieben kollidiert, muss ich eigentlich nicht noch mal extra erwähnen, denke ich. Eigentlich. Deswegen tue ich es trotzdem.

Goldene Regel 1:
Es ist VIEL wichtiger, was du mit deinen Haren nicht machst, als was du mit ihnen machst.
Die beste Pflege nützt nichts, wenn du deine Haare (zu sehr) strapazierst.Was „zu sehr“ ist, ist individuell sehr unterschiedlich. Geh im Zweifel lieber von empfindlicheren Haaren aus.

Goldene Regel 2:
Handle with care!
Bedenke wie lange deine Haare auf deinem Kopf bleiben müssen, damit sie lang werden. Jahre! Viele Jahreunter Umständen! Dann denk daran wie dünn ein einzelnes Haar ist. Und nun denk an deine Klamotten, wie die aussehen, wenn du sie ständig trägst und wäschst.
Also: Vorsicht bitte. 🙂 Wenn du keine Lust auf Vorsicht hast und noch dazu empfindliches Haar, dann wird das mit dem Traum von langem Haar schwierig bis unmöglich.

Goldene Regel 3:
Sei geduldig.
Haar wächst langsam. Wenn du lange Haare willst, dann musst du das jahrelang wollen. Das schöne ist: das heißt nicht, dass du dich nicht verändern kannst. Lange Haare sind so ziemlich die vielseitigste Frisur, die man tragen kann, ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung darüber.

Und nun im Detail:

Vermeide mechanische Belastungen
* Kein grobes Durchkämmen oder Bürsten, kein Reißen. Nicht sofort vom Scheitel in die Spitzen kämmen, sondern die Haare zu einen Zopf greifen (bei dickerem Haar eine gut kämmbare Strähne nehmen) und erst die unteren zehn Zentimeter glatt kämmen. Vorsichtig. Knoten einzeln per Hand entwirren. Dann die nächsten zehn Zentimeter, bis ihr oben am Ansatz seid. Bei gesundem Haar geht das sehr schnell, selbst bei verhedderten Haaren. Der gegriffene Zopf verhindert, dass ihr Haare ausreißt, wenn ihr auf einen Knoten trefft, den ihr übersehen habt. Haar aus dem Dutt oder Zopf habe ich nach einer halben Minute entwirrt. Offenes Haar nach zwei, drei Minuten. Offenes Haar nach Wind und Regen ist dagegen ein Geduldsspiel.
* Achte auf hochwertige Bürsten und Kämme. Es dürfen keine Grate oder Pressnähte vorhanden sein. Bei Holz darf keine Faser abstehen. Grate auf Haar haben einen ähnlichen Effekt wie Schere auf Kräuselband. Empfehlenswert sind hochwertige Horn- und Holzkämme, Holzbürsten, am besten ohne dickere Köpfchen an den „Borsten“ und viele schwören auf den Tangle Teezer, auch wenn er eine Plastikbürste ist. Ich liebe ihn auch. Eine Naturborstenbürste dient nicht zum Entwirren, sondern eher zum glätten oder reinigen.
* Kein Schmuck mit scharfen Kanten. Typischer Billigschmuck, wie man ihn in Drogerien, Accessoire-Shops und bei den einschlägigen Modehäusern bekommt, ist in der Regel haarunfreundlich. Hier gilt dasselbe, wie für Bürsten und Kämme: keine Pressnähte, keine Grate und bei Spangen: keine Metallspangen, die das Haar knicken. Patentspangen sind echte Haarbruchproduktionswerkzeuge. Selbes gilt für die Knickclips, die man häufig bei kleinen Mädchen sieht. Keine Metalverbindungen an Haargummis.
* Nasse Haare sind empfindlicher als trockene. Wenn du partout nicht darauf verzichten kannst deine Haare nass zu kämmen, sei NOCH vorsichtiger, als wenn sie trocken sind. Die Haare sollten auf keinen Fall gedehnt werden  und das passiert schnell bei nassem Haar.
* Vermeide Reibung. Sind die Haare lang genug, um sich zwischen Rücken und Sitzlehne einzuklemmen, räum sie aus dem Weg (sprich: nimm sie nach vorn oder wirf sie über die Lehne). Manche Kleidung reibt stärker als andere. Jedes Langhaar kennt den Effekt von schnell verfilzendem Haar auf Fleece oder Wolle. Das hat man bei glattem Textil nicht so ausgeprägt. Idealerweise steckt man die Haare hoch, dann hat sich das Reibungsproblem erübrigt. Die meisten Langhaars tragen wesentlich öfter ihre Haare hoch als offen. Schonung ist ein Grund dafür.
* Achte auf deine Nachtfrisur. Pass auf, dass du nicht auf deinen Haaren liegst und sie somit zwischen dir und der Matratze filzen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten zwischen Zöpfen, Dutts, Seidenkissenbezügen, Schlafhauben und Zopfschonern. Etliches davon sieht ziemlich lächerlich aus, erfüllt aber seinen Zweck. Muss man wissen, ob es das einem wert ist. Sehr langes und dazu schweres Haar lässt sich je nach Bettgestell über das Kopfende werfen und somit aus dem Weg schaffen, ohne eine eigene Frisur zu brauchen.
* Kein Toupieren! Wirklich nicht. Beim Toupieren wird gegen die Schuppenschicht des Haares gekämmt, das reißt Schuppen ab, öffnet die Haarstruktur und macht das Haar damit sehr anfällig. Immer nur mit der Wuchsrichtung kämmen.
* Vermeide Haarspray, -lack, -schaum und Gel. Spray und Gel kleben die Haare zusammen. Beim Ausbürsten können Haarschuppen mit abgerissen werden und somit die Schuppenschicht es Haares beschädigen. Willst du nicht drauf verzichten, wasche lieber vorsichtig aus, statt auszukämmen.
* Die wenigsten Haare müssen täglich gewaschen werden. Überleg mal, wie dein Lieblingspulli aussehen würde, wenn du ihn täglich waschen würdest. Also: so wenig wie möglich, so oft wie nötig waschen. Was nötig ist, hängt von vielen Faktoren ab. 

Vermeide chemische Belastungen
* Kein Blondieren! Langes Haar und Blondierung funktioniert nicht – zumindest nicht, wenn man mehr als Taillenlänge möchte. Es gibt extrem wenige Ausnahmen, bei denen es dennoch klappt, aber das benötigt sehr widerstandsfähiges, gesundes Haar und/oder viel Pflegeknowhow. Für empfindliches Haar ist eine Blondierung ein Todesstoß, und selbst für durchschnittliches Haar bedeutet eine Blondierung, dass man extrem viel pflegen muss, um Länge zu erhalten. Es wird Haarbruch geben, es wird Spliss geben, die Haare werden trockener und verlieren massiv an Glanz. Wenn ihr draußen langes blondiertes Haar rumlaufen seht, könnt ihr sicher sein, dass es zu 99%iger Wahrscheinlichkeit entweder Extensions sind oder noch nicht sehr lange blondiert wird, die Haare also unblondiert auf die Länge gekommen sind, bevor man sie aufgehellt hat. Mittelfristig wird sich die Länge nicht halten lassen, zumindest nicht in schön und dicht. Der restliche eine Prozent sind eben diese privilegierten Menschen, die alles mit ihren Haaren machen können. Aber ich denke nicht, dass ihr dazu gehört, sonst würdet ihr wahrscheinlich nicht hier lesen, weil sowieso alles einfach funktioniert. 🙂
* Obacht bei anderen chemischen Farben. Dunkler färben ist nicht so heftig wie aufhellen, da keine eigenen Pigmente zerstört werden müssen. Für empfindliches Haar kann aber auch eine chemische Färbung schon sehr belastend sein. Meist merkt man es hier eher an einem Verlust an Glanz und dafür mehr Trockenheit. Das führt zu einem kleinen Teufelskreis: die Farbe wirkt frisch gefärbt satt und glänzend, dann verblasst sie und wird matt, also färbt man wieder. Und da haben wir den Kreis auch schon.
* Keine chemische Strukturveränderung: keine Dauerwelle, keine chemische Glättung. Das hat einen ähnlichen Effekt auf das Haar wie eine Blondierung. Wer schon mal Blondierung oder auch Dauerwellenchemikalien gerochen hat, der kann sich vorstellen, dass das Zeug mit Sicherheit nicht pflegend ist, egal wie oft der Friseur von einer Kur danach spricht oder die Werbung suggeriert, dass das Haar schon beim Färben genährt wird.
* Achte auf Shampoos und Pflege, die zu deiner Kopfhaut und deinen Haaren passen. Es sollte nicht austrocknen, es sollte nicht jucken oder schuppen. „Mild“ ist hier das Stichwort. Eine konkrete Empfehlung kann ich hier so knapp nicht geben, das ist ein eigenes Kapitel für sich und individuell extrem unterschiedlich.

Vermeide thermische Belastungen
* Kein Glätteisen! Der Dampf, der dort aufsteigt, steigt auch auf, wenn die Haare vorher trocken waren. Glätten entzieht massiv Feuchtigkeit und macht das Haar damit angreifbar. Starke Hitze kann außerdem zu Hitzeschäden durch Verschmelzungen oder Verbrennungen führen. Da Haare ja schmerzfrei sind, ist man geneigt der Illusion zu glauben, es mache ihnen nichts aus. Lockenstäbe und Heißwickler sind genauso tabu, wenn doch, dann nur für absolute Ausnahmefälle. Sehr empfindliche Haare verzeihen auch keine Ausnahmen. Eine Ausnahme ist eine Hochzeit. Oder ein runder Geburtstag. Weihnachten. Der Discobesuch am Wochenende ist keine Ausnahme in diesem Sinne.
* Kein Föhn! Wenn es schon sein muss, weil es nun mal Winter ist, man einfach sonst zu spät kommt oder, oder, dann bitte auf der Kaltstufe, eher Wind als Sturm (wegen der Knoten, die sich sonst bilden) und mit einem Abstand von grob 30cm mindestens zum Haar. Und nicht trocken föhnen, bis die Haare wirklich trocken sind. Etwas Restfeuchte sollte bleiben. Die Haare sollten sich nach dem Föhnen kühl anfühlen, vielleicht noch minimal strähning. Das verfliegt innerhalb von Minuten von selbst.
Haare sind Handwäsche und keine Kochwäsche. Abgesehen davon mag die Haut das auch lieber, wenn man sie nicht abbrüht.

So. Diese lange Liste enthält also die Verbote. Das, was man mit den Haaren nicht tun sollte.
Und nun die kleine überschaubare Liste dessen, was man ihnen Gutes tun kann.

Die richtige Pflege:
* Das Shampoo sollte auf die Kopfhaut abgestimmt sein. Gesunde Kopfhaut produziert gesundes Haar. Vereinfacht gesagt.
* Shampoo gehört nur auf den Kopf! Die Längen werden nicht mit eingeschäumt! Das was an Schaum später noch drüber läuft reicht. Oder Conditioner.
* Spülung/Conditioner nur für die Längen. Auf dem Kopf wird es schnell pappig. Spülung hilft sowohl die Längen zu reinigen, als auch sie zu pflegen und gut kämmbar zu machen. Die beschriebene Verwendung von Shampoo und Spülung gilt für die Waschmethoden WC und CWC, die verbreitetsten Methoden.
* Öle sind deine Freunde. Wasser allein spendet keine Feuchtigkeit. Öle helfen diese im Haar zu binden.
* Verwende Öle und/oder Conditioner ruhig lange vor der Wäsche, z.B. über Nacht. Verlängerte Einwirkzeit erzielt meist eine bessere Wirkung.
* Pflege deine Kopfhaut. Hier sind Öle vor der Wäsche das Stichwort.

Und sonst:
* Gesunder Lebenswandel. Haare braucht der Körper weniger als… so ziemlich alles andere. An ihnen wird zuerst gespart. Ohne gesunde Ernährung läuft gar nichts. Dass Zellgifte wie Alkohol und Nikotin nicht förderlich sind, sollte klar sein. Haare sind langsam. Ihnen sieht man Veränderungen und somit auch Schäden von innen sehr spät erst an. Aber wer nach einer durchzechten Nacht oder einem verrauchten Abend morgens in den Spiegel guckt, der sieht schon an der Haut ganz gut, was da im Körper passiert ist.
* Trage haarschonende Frisuren: hochgesteckt mit hochwertigem Schmuck.
* Habe Spaß an der Sache. 🙂 Suche dir Vorbilder, probiere Frisuren, tausche dich aus. Am Anfang erscheinen ein, zwei oder drei Jahre, vielleicht sogar noch länger, bis zur Wunschlänge wie eine Ewigkeit. Aber Zeit hat die Angewohnheit zu vergehen. Und warum es sich nicht so schön wie möglich dabei machen? Jeder Wegabschnitt hat seine Besonderheiten. Es wartet sich viel besser auf Weihnachten, wenn man Plätzchen backt, dekoriert und das Essen plant (und die Geschenke), als wenn man einfach nur den Kalender anstarrt. Mit dem Warten auf eine bestimmte Länge verhält es sich genauso.

In diesem Sinne: ich hoffe, dass mein Blog für euch eine Art „Plätzchenbacken“ ist.

So viel für heute,
bis bald und gute Nacht,
Mai
(die mit einem Zopfschoner schläft. Ja ich bin schon in der Haarnerdprofiliga…)

Only a short summary as this post as already pretty long.
Three golden rules for long hair:
1. It is more important what you don’t do with your hair, than what you do with it!
2 Handle with care!
3. Be patient!

Prevent mechanical damage:
* always be careful 
* no rubbing
* no pulling
* no hard brushing
* only use good materials foir your brushes and combes as well as for your hairtoys

Prevent chemical damage:
* no bleaching
* better no dyeing
* no perm
* mild shampooing

Prevent damage from heat
* no blow dryer
* no flatiron
* no curler

In additon:
* live a healthy life
* wear your hair up
* have fun! 🙂

The last point is important as we know you need a lot of patience. If you are motivated, growing your hair will be much easier.

28. Februar 2013

FOTD

Das muss eigentlich noch mit ins Glossar: Frise of the Day.
Eine Wortkreation, wie sie schöner kaum sein könnte… nicht von mir, aber mittlerweile etabliert.

Centerheld mit Parandi und Flexi8 in M.

Parandis gehören zu den besten Entdeckungen des letzten Jahres für mich. Diese Zopfverlängerung und -verdickung, lässt sich sehr gut selbst herstellen und ist leicht einzuflechten. Der Effekt ist gerade für dünnes Haar enorm. Ich habe hier auf meine Pulloverfarbe abgestimmt (ich habe mehrere Parandis in unterschiedlichen Farben).


Hairstyle of the day: braided centerheld with parandi and a large-sized flexi8. I really love my parandi (I have severeal colours here to fit my clothes). Halps a lot to fake hairstyles which look better on thicker hair.