25. März 2017

Haare im März – plus ein Pflege Update

Mit neuer Haarlänge und auch sonst irgendwie ganz anderem Leben, ist es dringend mal wieder an der Zeit für einen Artikel zur Haarpflegeroutine. Außerdem habt ihr euch schon so oft einen gewünscht. Hier ist er nun.

Nach dem großen Schnitt im Januar ist jetzt so gut wie alles an dünnen, kaputten Enden weg. Ich hab immer noch für meine Verhältnisse mit knapp 6cm ZU dünnes, aber nicht mehr sehr dünnes Haar, aber es ist gesund. Neuwuchs auf allen Längen von 8-10cm bis kurz vor den Spitzen ergibt zusammen mit meiner welligen Struktur (2c, meist ausgekämmt zu 1c) ziemlich schnell Frizz, was leider schnell trocken und stumpf aussieht, selbst wenn die Haare weich und seidig sind. Aber: dafür gibt es Pflege. Und zwar in meinem Fall viel Pflege. Ich bin pflegefaul, aber wer schön sein will, muss fleißig sein. Oder zumindest diszipliniert. Ich sehe das ein bisschen wie Zähneputzen. Muss sein, ist auch keine erfüllende Aufgabe, trotzdem erledige ich sie sehr gewissenhaft (auch weil Zähne, anders als Haare, nicht nachwachsen).

So sieht der Status Quo aus

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12. Februar 2017

Haarlänge im Februar – danach!

Na, da haben Wuscheline und ich ja ganz schön was angestoßen mit unseren großen Rückschnitten. Wird Zeit, dass ich darauf Bezug nehme.

Tatsächlich war mir gar nicht bewusst, dass Wuscheline ebenfalls geschnitten hat, bis ihr mich hier in den Kommentaren drauf gestoßen habt. Wow. Und wie viel! Aus ganz anderen Gründen als ich, wenn auch auf den ersten Blick wir beide einfach eine Menge Frust vor uns hergeschoben haben. Ihre Artikel findet ihr hier und hier.

Bei mir selbst habt ihr kommentiert wie nur was (ich glaube ich habe euch allen geantwortet 🙂 ) aber was ich aber erst seit ein paar Tagen weiß, ist, dass es sogar im Langhaarnetzwerk einen Diskussionsthread gibt, der nach Wuschelines und meinen Artikeln eröffnet wurde. Ich habe nicht alles gelesen, aber sagen wir mal so 70%. Und ich finde es spannend, wie unterschiedlich Menschen sind und was es ausmacht, in welchem Bereich ich mich bewege.

Bereich? Ja genau:

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20. Januar 2017

Schneidegedanken

Ich bin es Leid. Das Gedankenkarussell: Schneiden oder nicht schneiden? Mehr Länge oder endlich nicht mehr optisch so dünnes Haar? Warten? Oder nicht?
Aber eins ist heute sicher: Scrollen lohnt sich!

„Ich bin es Leid“, hat eigentlich alles gesagt. Oder wie Luise nicht müde wird zu betonen: „Heiki, du hast so viele andere Themen!“ Im Sinne von: Ich brauche nicht zwingend langes Haar. Niemand braucht das. Und auch meine Identität nicht.

Vor allem aber brauche ich besagtes Karussell nicht im Kopf. Und das stört mich mittlerweile mehr, als die Haare an sich. Geschnitten habe ich noch nicht, denn ich möchte, dass das jetzt nach JAHRELANGER!!! Geduld kein Mord im Affekt wird. Deswegen lasse ich euch an meinen Gedanken teilhaben, denn ich weiß, dass sehr, sehr viele Langhaarige sich mit ähnlichen Schneidegedanken tragen.

Ich rede nicht von der Ungeduld, dass die Länge, die man schon erreicht hat, noch nicht das ist, was man will und man dann doch lieber ganz was anderes probiert, statt weiter zu züchten. Nein.
Ich meine das, was Langhaarige oft nach ein paar Jahren des Züchtens überkommt und mein Eindruck ist, je mehr sie sich mit ihrem langem Haar identifizieren, desto größer ist der innere Konflikt: Wenn das Bild, das man von sich im Kopf hatte mit langem Haar einfach nicht mit dem übereinstimmt, welches man im Spiegel sieht. Wenn man sich eingestehen muss, dass das eigene Haar von der Struktur, Fülle, von der Gesundheit oder der genetischen Terminallänge einfach nicht zu dem passt, was man sich doch erzüchten wollte. Wenn man eigentlich schon lange weiß, dass man nicht angefangen hat langes Haar zu züchten, um es dann ständig im Dutt zu tragen, die Wäsche möglichst lang heraus zu zögern und auf die Wunschhaarfarbe zu verzichten, um es zu schonen und so ein paar Zentimeter mehr rauszuschinden. Wenn man sich alte Fotos anguckt und sich denkt: Also irgendwie war das zwar viel kürzer, aber es sah einfach… besser aus?!

An diesem Punkt stehe ich. Schon lange. Und ich hasse kaum etwas mehr als Stillstand. Und ich wollte nie, nie, nie eine von denen sein, die ich immer schon wahrgenommen habe, seit ich mich im Langhaarnetzwerk angemeldet habe und die… mir immer irgendwie Leid getan haben in einem fast schon verzweifelten Versuch jeden Zentiemeter mehr Länge zu retten und sei er noch so… ja… noch so ausgedünnt. Kaputt. Ich weiß nicht. Ich rede nicht von Fairytaleends oder einfach lang nicht geschnittenem Haar. Ich denke, ihr wisst, was ich meine. Von Züchterinnen, die an etwas festhalten, einer Idee, einem Traum, der ihnen auf eine unterschwellige Art weh tut, weil sie sich genau das nicht eingestehen. Ich rede nicht von den Züchterinnen, die ihr in meinen Augen nicht schönes Haar lieben und es hegen und pflegen. Denn ich finde es toll, wenn jemand, sich selbst so liebevoll betrachten kann, ehrlich und offen und warm. Was bedeutet da mein Urteil, dass es mir nicht gefällt? Nichts. Ich finde es schön, wenn andere sich schön finden, denn diese Selbstliebe sieht man immer.

Was ich meine ist das stille und manchmal auch jammernde Leiden. Und tatsächlich kenne ich keinen anderen Bereich, auf den das so zutrifft wie auf lange Haare. Es ist ein Körperteil und damit keine Sache, von der man sich so einfach trennt. Es ist ein Teil vom Ich und dann doch der, der als einziger so körperlich schmerzfrei verändert werden kann. Aber… die, die ich meine können nicht. Und ich meine eben auch mich. Und ich will mich nicht mehr dazu zählen. Aber vielleicht erkennt sich die eine oder andere wieder.

Ich schreibe das hier für mich. Aber ich veröffentliche es für euch. Für euch, die ihr euch jetzt angesprochen fühlt. Und für die anderen, die vielleicht nicht ganz verstehen, was das ist, worauf man da so rumdenkt und warum es so schwer ist. Für uns alle drei: mich, die anderen in meinem Boot und die anderen außen schreibe ich das, weil ich weiß, dass es besser anders ist. Das Leben ist zu kurz und auch echt viel zu schön und auch viel zu schrecklich, um sooooo lange über ein paar Haarsträhnen nachzudenken. Ehrlich.

„Heiki, du hast so viele andere Themen!“

Und ich bin sicher, ihr auch.

Bestandsaufnahme Haar

An dem Punkt bin ich also schon seit Langem und auch wenn ihr nicht müde werdet mich bei der Stange zu halten mit „Wow, so viel Geduld!“ und „Du hast unglaubliches Durchhaltevermögen!“ denke ich mir nicht erst seit gestern: „Tja, aber wofür? Es ist nicht das, was es in meinen Augen sein sollte und es ist sehr fraglich, ob ich das, was ich mir wünsche jemals werde erreichen können.“
Drum mein erster Tipp, wenn es euch ähnlich geht, seid mal so richtig ehrlich zu euch und beantwortet euch folgende Fragen:
Ist mein Haar dünn?
Hat mein Haar starken Taper (egal wodurch), wird also zu den Spitzen hin signifikant dünner?
Verliere ich täglich viele Haare oder habe ich sogar Haarausfall?
Ist mein Haar empfindlich (wenn ihr jahrelang züchtet, wisst ihr das), muss ich es also schonen, damit es lang bleibt und länger wird?
Wächst mein Haar rund 1cm im Monat oder sogar weniger?
Ist mein Haar geschädigt oder strapaziert?
Bin ich groß/sehr groß, brauche ich sowieso länger für lange Längen als andere?

Je mehr Fragen ihr mit Ja beantworten könnt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Traum von sehr langem und dabei vollem Haar für euch nicht so realisierbar sein wird, wie ihr euch das vorstellt.

So. Ich kann ALLE Fragen bis auf eine (Wachstumsgeschwindigkeit) mit Ja beantworten. Autsch. Sacken lassen. Okay. Eigentlich sollte hier dann schon der Punkt sein zu sagen, gut, war einen Versuch wert. Bin jetzt klüger und nehme einen anderen Weg. Aber wir alle sind doch solche Fans von „eigentlich“, nicht wahr?

Bestandsaufnahme Drumherum

Welche Gesichtsform habe ich? Passt meine Standardfrisur dazu?
Anders gefragt: Wenn ich immer Dutt und ordentliche (nicht messy) Zöpfe trage, schmeichelt das meiner Rückansicht?
Und erst recht: Was ist mit der Frontansicht?
Wie ist das Verhältnis von Kopfgröße/Gesichtsgröße zum Oberkörper? Kleiner Kopf auf breitem Körper braucht mehr Volumen für ein harmonisches Verhältnis zueinander. Je länger das Haar (südlich von Bob- bis Schulterlänge), desto schwieriger wird die Sache mit dem Volumen.
Möglicher Ausweg schon hier: Falls euer Haar das hergibt, einfach mal anders frisieren statt eine andere Frisur durch einen Schnitt zu machen. Ich bräuchte für das, was ich will, Hitzestyling und da bin ich dann sofort mit meiner jetzigen Haarlänge disqualifiziert und auch mit kürzerem Haar würde sich das sehr schnell sehr rächen. Schon probiert, weiß ich.

Ich habe ein recht volles Gesicht mit präsenter Nase, dazu zwar keine hohe Stirn aber einen hohen Haaransatz, außerdem bin ich groß. Das heißt: Wer mit mir auf Augenhöhe oder kleiner ist als ich, sieht mein Gesicht und bei zurück genommenen Haaren nur noch einen schmalen Streif Haar darüber, das absolute Gegenstück zu Ansatz- oder Oberkopfvolumen. Ein Vollpony macht mein Gesicht unvorteilhaft breit (hatte ich schon, hab ich am Tag des Schneidenlassens schon versucht wieder wegzufrisieren), ein einfacher Mittelscheitel tut nichts für mich, macht den Oberkopf platt, am besten wäre ein Schrägpony oder doch zumindest ein tiefer Seitenscheitel.
Dutts stehen mir von hinten sehr gut, da ich einen schlanken langen Hals habe. Von vorn verschlimmern sie das eben beschriebene Problem mit dem geringen Volumen. Auch seitlich am Kopf nehmen sie mir das Volumen. Ich gucke aber Menschen dann doch lieber mit dem Gesicht an, statt ihnen meinen Hinterkopf zu zeigen – außer meinen Followern, denen zeige ich lieber meine Schokoladenseite. Aber mit denen rede ich ja dann grad nicht.
Ich bin sehr groß, aber dabei schlank. Das Kopf- Oberkörperverhältnis ist damit noch okay, dennoch könnte es besser sein. Stärker schminken hilft mir, ungeschminkt sein zeigt mir recht eindrücklich, dass meine Haare nichts für mich tun, wenn ich sie im Dutt trage. Was ich meistens tue, denn sie sind so flusig, wenn ich sie ein paar Minuten offen trage. Das weiß ich, weil ich das täglich tue, um sie trocknen zu lassen nach der Wäsche. Ich packe sie dann lieber wieder weg…

Noch mehr Fragen

Bin ich bereit meine Haare den Großteil der Zeit zu schonen für seltene Momente, die dann so sind, wie ich mir das vorstelle?
Nein. In meinem Fall finde ich meine Haare zu 99% der Zeit so mäh. Der verbliebene eine Prozent sind seltene Goodhairdays und vor allem fast ausschließlich auf mein digitales Ich beschränkt. Meine Haare sind vergleichsweise fotogen, aber sobald die dritte Dimension dabei ist, ist es damit vorbei. Ich liebe viele meiner Fotos wirklich, wirklich sehr. Fotos, die ich anschaue und immer etwas ungläubgi denke: Ehrlich? So hübsch kann das sein? Kann ICH sein?!? Und dann gucke ich mir die 70 anderen Fotos aus der Reihe an und weiß wieder, ja, doch für ein zwei Momente, war es wirklich hübsch und Benedict hat ein begnadetes Händchen dafür, diese Momente einzufangen. Was mich hübsch macht, ist der Spaß im Moment des Fotografierens. Was mich hübsch macht, sind sehr, sehr sekundär meine Haare – es sei denn ich trage Extensions, die sind mega fotogen.
Ich halte mich mit hübschen Bundrops bei der Stange. Aber so in der Realität ist es mir unangenehm, wenn ich meinen Dutt in Gesellschaft neu machen muss oder noch übler, wenn ich die Extensions rausnehmen muss (weil sie eben doch irgendwann echt ziepen). Ich bin selbstbewusst genug, um das zu überspielen, aber mich selbst veräppeln kann ich nicht. Und ich mag mich selbst auch genug, um in diesen Momenten innerlich zu seufzen und zu wissen: Ja mein Gott, dann hatte ich jetzt grad keine schönen Haare. Aber ich mag mich so ganz allgemein, da ist genug an mir, was ziemlich prima ist, sodass es eben nur ein Seufzen und kein Verzweifeln ist.
Ich freue mich dennoch nach jedem kleinen Haarschnitt, dass es jetzt ein bisschen besser ist als vorher. Aber in den ca. 90 Tagen zwischen den Schnitten schaue ich mir das wieder an und denke mir: Boah und beim nächsten Schnitt wieder nur so eine kleine Verbesserung? Nerv. Wie lang dauert die Ewigkeit? So lange wie es dauert 100cm Haar nachwachsen zu lassen. So in etwa.

Die Vergleicheritis

Instagram und Pinterest sind voll von Bildern, die ich wundervoll finde, auch was dünneres Haar angeht, Feenhaar. Aber das sind in der Regel Hochglanzfotos oder so ein paar Momentaufnahmen, die ich von meinen eigenen Fotos wiedererkenne und weiß: das war DER Moment. Vorher und nachher war nix. Dann all die tollen dicken Zöpfe, gesundes dichtes Haar und wer’s nicht hat, benutzt wie ich ja auch Extensions. Ein gewisser Realitätssinn geht verloren. Gleichzeitig weiß ich aber auch: Ich kann dünneres sehr langes Haar schön finden. In leider absoluten Ausnahmefällen. Lady Amaltheas Haar ist einfach ein Traum. Aber… dann fällt mir auch schon nicht mehr viel ein an anderen Beispielen. Und ihr Haar ist traumhaft, weil so gesund und seidig, kein starkes Ausdünnen, sondern gaaaanz gleichmäßiger natürlicher Volumenverlust bei auch nicht sehr dünnem Haar sondern einfach etwas unterdurchschnittlichem Seidenhaar. Es sieht nicht dünn aus, das ist der Punkt. Es fühlt sich auch nicht so an und fällt auch nicht so. Und von der Farbe habe ich in dem Kontext noch gar nicht geschwärmt.

Ich schaue online, ich schaue auf den Straßen, ich schaue immer: den Leuten auf die Köpfe. Auch auf vieles anderes, ich bin generell ein totaler Augenmensch, aber bleiben wir bei den Haaren. Was ich schön finde, ist volles, sehr langes Haar. Beides kann ich nicht haben, nicht natürlich. Solches Haar sehe ich an jungen Mädchen, in der Regel 10-20 Jahre jünger als ich oder an Frauen mit einer anderen Ethnie (osteuropäisch oder südländisch in der Regel). Bin ich nicht. Ich sehe Hipster-Schönheiten auf Instagram, die doch scheinbar spielend leicht so tolles Haar… na, da zeigt mir der Algorithmus, was ich like und gibt mir mehr davon. Auch im Übrigen in der Regel jünger als ich, andere Ethnie und/oder Extensionsträger.
Ich denke daran, wie mir früher, als ich so in der Oberstufe war und fast hüftlanges Traumhaar hatte (hatte ich wirklich, wusste ich nur damals nicht, weil etwas vernagelt) andere, ältere Bekannte oft einen erzählt haben von wegen „Früher hatte ich auch so langes Haar!“ und ich sie mir angeguckt habe mit ihren in der Regel etwas flusigen vergleichsweise kurzen Haaren und „Aha, ehrlich?“ gesagt habe und gedacht habe „Ja sicher! Was du nicht sagst. Never!“. Mittlerweile weiß ich, dass sie wohl nicht verklärt in die Vergangenheit geblickt haben, sondern dass das einfach den meisten passiert, wenn sie älter werden. Auch wenn wir bei „älter“ nur vom Sprung aus der Adoleszenz ins nicht mehr ganz so junge Erwachsenenalter sprechen.

Ein realer Vergleich

Wie sehen denn Frauen aus mit meiner Ethnie, in meinem Alter? Was haben die für Haar? Sehr selten länger als BSL. Sehr selten gesund und voluminös. Gibt es ja, ist aber dann auch echt ein Hingucker. Die meisten haben durchschnittliches bis dünnes Haar mit Färbe- oder Hitzeschäden, gern im Topknot weggewurschtelt. Klar, je älter wir werden desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass wir schon durch Stress, Krankheit, Ernährungsfehltritte, what ever Haarausfall hatten. Je älter wir werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass wir Kinder bekommen haben und auch dadurch verlieren die meisten auch erst mal einen Schwung Haare.
„Komischerweise“ habe ich ja viele Freundinnen meines Alters und meiner Ethnie mit ganz tollem Haar. Tja, die kenne ich aber auch durch das Haarhobby. Das verschiebt das Ganze dann deutlich. Und macht mich natürlich erst mal etwas unglücklich, weil ich unterbewusst denke, dass es doch gehen muss. Nein. Müssen tut gar nichts. Das große Ganze in der Stadt und am Bahnhof zu beobachten, ist besser für mich und rückt die Realität etwas gerade.

Und dann kommt der eigentlich wichtige Schritt: aufzuhören mit anderen zu vergleichen, sondern einfach nur an anderen zu sehen, was geht und was gefällt und was eher nicht. Und zwar an denen, die WIRKLICH vergleichbares Haar haben. Also auch so zerbrechlich und auch so dünn und auch so flusig durch viel Neuwuchs. Damit lässt sich arbeiten. Konstruktiv. Und nicht mehr rumheulend „Hätte, hätte Fahrradkette“.

Der Grat zwischen Inspiration und Neid und Frust ist ein ganz schmaler.

Positiv!

Da war doch was mit Vorsätzen. Positiver sein. Mehr lieben, weniger meckern und rummähren. Und tatsächlich ist es jetzt das, was mich meine Haare schneiden lässt, statt sie weiter mit Mikroschnitten vielleicht ein bisschen nachzubessern. Ich wünsche mir jeden Tag, dass sie anders sein sollen, als sie sind. Aber das können sie nicht sein. Mir fehlt in den Längen mehr als 2/3 meines früheren Volumens, am Oberkopf fehlt immerhin noch etwas mehr als ein Drittel, von dem fraglich ist nach über einem Jahr mit identischem Zopfumfang, ob es je wieder nachwachsen wird. Und: Kann ich bitte meine Wünsche auf was Konstruktives richten? Ja? Mein Buch zum Beispiel? So langsam mag ich mich packen und schütteln.

Was tut am meisten für mich?

Ich habe das Thema schon so oft mit so vielen Freundinnen durchgekaut, hier auch abschließend noch mal: Das Dilemma ist folgendes: Die schmeichelhaftesten Längen sind für mich Platz eins eindeutig Steißlänge, der Meter, und Platz zwei ein tiefes U auf ca. BSL, kürzeste Haare ca. APL.  Da sind sich alle einig. Alle. Zwischen BSL und Steiß ist ein grooooßes Niemandsland an „Gääääähn, sie hat eben Haare.“ Nicht besonders lang, nicht besonders schmeichelhaft, nicht besonders dicht oder sonst was. Haare eben. Immerhin. Das ist ja schon mal was. Und das meine ich hier und heute endlich mal ganz ernst nicht mehr abwertend. Also ohne „Gähn“ und ohne „eben“.

Ich kann meine dünnen Haare auch vergleichsweise gut tragen, auch darin sind sich alle einig. Ich habe das Glück, dass ich figürlich und vom Typus her Feenhaar noch recht gut abfangen bzw. sogar in meinen Typ integrieren kann. Aber, auch da sind sich alle einig: Ich habe knappe 6cm Zopfumfang am Oberkopf. Das ist Feenhaar, das ist dünn, aber hübsch dabei, das kann ich gut tragen, sieht stimmig aus und niemand kommt auf die Idee, dass ich früher so viel mehr Haar hatte. Aber so ab… nicht ganz BSL endet der Neuwuchsblobb und meine Längen dünnen dramatisch aus. Das ist nicht einfach dünnes Feenhaar, das ist leider vor allem sehr dünner Haarausfallschaden. Für mein digitales Ich kann ich das mit richtigem Licht, richtiger Klamotte und liebevollem Drapieren in etwas verwandeln, das wirklich hübsch aussieht. Für die Dauer eines Fotos oder vielleicht auch einer kleinen Fotoserie. Dann war’s das.

Ich bin die, die die Farb- und Figurtypen liebt, weil sie dazu dienen das Beste aus mir (und anderen) herauszuholen und mir das Leben einfacher und schöner zu machen.

Ich bin die, die Minimalismus liebt und jeden Tag weiter in diese Richtung geht, vor allem, weil er Energien freisetzt und ich weniger Themen im Kopf habe.

Und da ist dieses eine Thema, bei dem es sowas von an der Zeit ist loszulassen. Auch trotz dieses mittlerweile so großen Blogs, der doch als Basis immer Haare hatte und noch… hat er das noch? Auch trotz Instagramaccount mit 10,5k Followern, die lange Haare gucken. Ja und? Für zwei, drei sponsored Posts im Jahr? Hm, ich glaube nicht. Aber aus einem Gefühl von Verpflichtung heraus sicherlich. Ich kann doch nicht… Was denkt ihr denn dann? Mittlerweile halte ich euch für wesentlich cleverer und reifer, denn meine übrigen Themen sind das auch. Ich glaube ihr bleibt. Auch deshalb ist heute der Tag für diesen Post. Weil ich weiß, dass ihr toll seid. Toller, als Leute, die nur Haarfotos gucken (obwohl ich das natürlich auch gern dürft, das mache ich ja auch so gern! Weil es schön ist. Einfach so.), nämlich Menschen, die richtig viel zu sagen haben. So viel, dass ich in den letzten Wochen stundenlang Kommentare beantwortet habt. Das seid ihr. Ihr wärd noch da, hätte ich Glatze. Auf Insta vielleicht nicht, aber hey, ich glaube schöne Fotos, Haarfotos und Portraits werden es weiter sein. Und vielleicht sogar… ein Stück weit freier.

Meine Haare… Sie sind nicht optimal für mich und können es auf der Länge, die ich trage auch gar nicht sein. Ich habe länger dran gekaut als gut ist, aber es ist noch verschmerzbar. Haare sind langsam. Ein Jahr habe ich ihnen Zeit gegeben noch nachzudicken, aber am Oberkopf tut sich nichts mehr. Ein Jahr habe ich die Länge gehalten und ja, es ist besser als vorher aber immer noch meilenweit von dem weg, was ich eigentlich will. Haare sind langsam. Man sollte ihnen auch etwas mehr Zeit geben als anderen Entscheidungen, zumindest wenn man langes Haar will. Aber nun ist es genug. Alles wurde gesagt und das sogar mehrfach. Und Hilfe, allein dieser lange Artikel… Wieviel hätte ich jetzt für meine Lektorin vorbereiten können?

Es muss sein.

Endlich. Nach monatelangem Hin-und-Her ist es nun genug. Meine Frisur ist nun nicht optimal für mich und mein digitales Ich hat einstecken müssen – vielleicht. Vielleicht entwickelt es sich auch bloß weiter. Aber meine realen Haare sind nun besser für mich als sie es seit über 3 Jahren haben sein können.

Ich züchte mir nie wieder dünne Längen. Allein schon damit ich nie wieder so lange Blogposts schreibe, über ein Thema, das meinen Kopf dermaßen verstopft. Ich züchte weiter langes Haar, das schon. So lang, wie ich kann. Und ja, ich habe nun wirklich keine besondere Länge mehr. Aber ich habe Haar, um das ich mir keine Gedanken mehr mache, wenn andere es sehen. Das war nötig.

Lass gehen, was dich nicht glücklich macht.

Und da habe ich also geschnitten. Zwischen Beginn des Artikels und Veröffentlichung habe ich geschnitten. Nach noch 4 Nächten darüber schlafen. Es war kein Mord im Affekt. Es war ein Loslassen und ein Einschlafenlassen. Mein Wunsch nach langem Haar ist damit nicht beerdigt, sondern nur wieder ein Traum.

Hallo Schlaf, ich habe gehört du sollst so heilsam sein.

1. Dezember 2016

Hairlength in December: 94,5cm

Neuer Monat neue Länge, neuer Post zum Thema, ich bleibe mir treu.

Und siehe da, nach dem Schnitt sind meine Haare 1,5cm gewachsen! Vielleicht sogar ein bisschen mehr, wenn man das allerletzte Haar misst. Na, 1,5cm klingt sowohl prima als auch realistisch, 2cm wären fast zu gut um wahr zu sein. Unterdessen ist mein Zopfumfang wieder auf 6,2cm „geklettert“, also im Vergleich zum Vormonat 1mm mehr. Das bedeutet letztlich, dass ich seit bald einem Jahr nun konstant bei knapp über 6cm liege. Ich lauere ja immer noch, ob sich da noch was tut.

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4. November 2016

Hairlength in November: 93,5cm

Ein kurzes Lebenszeichen von mir hier: Ich habe meine Haare geschnitten.

Ferien. Urlaub. Zur Ruhe kommen. Das steht aktuell ganz oben auf meiner Prioritätenliste. Deswegen liegt der Blog derzeit etwas brach, beziehungsweise sind meine Updates viel seltener als üblich. Aber es kommen bald wieder andere Zeiten. Nur jetzt tanke ich erst mal auf.

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4. Oktober 2016

Hairlength in October: 96cm

Schon wieder ein Monat um! Wow! Gott sei Dank.

Tatsächlich, Zeit vergeht. Und aktuell ist mir das sowas von recht, auch wenn es natürlich stimmt: Kein Tag kommt je zurück und somit ist es ein bisschen bitter die Tage zu Zählen. Aber jetzt sind es nur noch knapp 2 Wochen, bis ich meine Arbeitszeit von 5 auf 3 Tage Bürojob pro Woche reduziere und wer bei Instagram nicht nur guckt, sondern auch liest, der weiß: es ist ein echter Endspurt für mich und am liebsten würde ich mich irgendwo hinlegen und darauf warten, dass mich jemand auf einer Karre durchs Ziel schiebt. In der Regel ist dieser Jemand man selbst…
Another month has passed! Wow! Thank God…In fact, time passes. And this is something I am grateful for momentarily. Somehow bitter as it is so true: no day will ever return, so counting the days is nothing worth striving for. But now there are only 2 weeks left till I reduce worktime from 5 to 3 days per week at the office. Who is not only watching but also reading on Instagram knows that this is really a final sprint. And in fact I would really like to lie down and wait for somebody to carry me over the finish line. Usually you are this somebody yourself…

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6. September 2016

Hairlength in September: 95cm, Hiplength!

Hüftlänge erreicht, es geht auf zum Meter!

95cm habe ich zum Monatswechsel erreicht und hatte somit wieder ein Wachstum von 1,5cm in den letzten 31 Tagen, was überdurchschnittlich gut ist. Yay! Mein Zopfumfang liegt weiterhin bei 6,2cm und ist somit seit Ende der kleinen Haarausfallepisode anfang des Sommers konstant. Natürlich lauere ich, ob es noch mal etwas aufwärts gehen wird.
Hiplength reached, let’s head for the meter! So I reached 95cm when August hit September and this means that I again had a growthrate of 1,5cm in 31 days which is over average. Yay! My ponytailcircumference still is at 6,2cm which means no increase or decrease since the end of my small hairloss episode earlier this summer. But of course I lie in wait for some extra volume.

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5. August 2016

Hairlength in August: 93,5cm

Ein kleines, unspektakuläres Längenupdate. Aber muss sein, finde ich. Ich mag ja meine Timelines. Und wow, das sind mal Locken, oder? Da ich in den Längen ja nur einen Bruchteil der möglichen Dichet habe, versuche ich im Kopf gerade das Bild zu kompletieren: mit dem Doppelten an Volumen sähe das echt schick aus. Und realistsich ist sogar für die Längen das Dreifache.
A little unspectacular length update. But I think I have to. Commitment, you know? And I really like my timelines. And wow, these are curls, aren’t they? As I have only a fractional amount of volume in my length I start imagining this with doubled thickness. Would look great in my phanatsy! And to be honest even three times more volume is pretty realistic for the length.

93,5cm und somit 1,5cm Wachstum im Juli, Zopfumfang unbekannt da nicht gemessen, aber irgendwo über 6cm. Ich gebe zu, ich würde gern schneiden, zu viele meiner Langhaarfreundinnen haben jetzt ihre Ziellängen und trimmen sich Kanten zurecht, bei denen ich ein bisschen schmachten muss. Beziehungsweise lassen sich Kanten schneiden. Von mir. Man sollte meinen, da hätte ich dann genug geschnibbelt. Ja ja. Aber ich will den Meter. Wie gesagt, das sind Mädels mit Ziellänge, die habe ich noch nicht. Ich freue mich schon auf den nächsten Spitzenschnitt im Oktober, wenn es dann auf 94cm runtergehen wird. Vier Schritte vor, zwei zurück.
So well, here I am with 93,5cm which means I had a growth of 1,5cm in July. Ponytailcircumference is unknown as not measured but somewhere above 6cm. And I’d really love to cut as too many of my longhaired friends have reached their goallengths and trim for hemlines I can’t help but admire. I mean, I trim their hair. You should think that my urge to cut should be satisfied by that. Oh well. But I want the meter. As mentioned, the girls have their goallengths, I am not yet at that point. So I am really looking forward to my next trim in October back to then 94cm: four steps forward, two steps back.

Zwei Monate noch. Und ab Oktober wird sowieso alles geiler. Und erst recht ab November. Sonntag mehr. 😉
Two months left. And from October onwards life will become way greater than before. Not mentioning the amazing November. Sunday you will know more! 😉

5. Juli 2016

Hairlength in July: 92cm and good news!

Schnell, lasst mich mit der Tür ins Haus fallen: Mein Haarausfall ist vorüber! Uff! Geschafft. Vor drei Wochen fing es an sich zu beruhigen, dann gab es noch mal ein paar kleine Ausreißer und seit 10 Tagen ist es safe. Es ist vorbei!
Quickly, let me scream out the breaking news: My hairloss is over! Ouf! Done. Three weeks ago it finally started to slow down, only some minor peaks inbetween. For 10 days now it is safe. It is over!

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2. Juni 2016

Hairlength in June: 93cm

Mal wieder ein Längenbild direkt nach der Komplettwäsche und somit mit meiner natürlichen, noch nicht ausgekämmten Haarstruktur. Löckchenspitzen. 😀
After a long time here is again a length pic of my hair right after complete wash so with its natural hair structure with the curly ends. They disappear after combing and styling.

Und mit dieser Wachstumsrate von erneut 1,5cm im Monat sind es dann tatsächlich nur noch 7cm bis zum Meter. Und schon wieder drei Zentimeter länger als nach dem letzten Schnitt Anfang April.
So viel zu den guten Neuigkeiten.
Die schlechten: ich verliere derzeit bedeutend zu viele Haare, etwa die 4-5fache Menge dessen, was für mich normal ist (was auch nie wirklich wenig ist). Das beudetet leider auch, dass mehr Längenwachstum erst mal schwierig werden könnte. Solange mir noch so stark Haare ausgehen, werde ich aber weder schneiden noch Zopfumfang messen. Beides kommt dann, wenn sich die Sache beruhigt hat. Wie hier schon geschrieben, vermute ich arg, dass es die Rache der Grippe ist, die meinem Rapunzeltraum grad ein Bein stellt. Aber aufstehen, Krone richten, weitermachen. Wie immer.
Wow and with this growth rate of 1,5cm per month I am in fact only 7cm away from my goallength of 100cm. I gained 3cm since my last cut early April. So much for the good news.
The bad: I shed significantly too much hair this times. Approximately 4-5 times more than I shed normally on a daily basis (which still is not few). Unfortunately this means that my length goals could again become difficult. But as long as I shed hair I won’t cut and I won’t measure my ponytailcircumference. There is enough time for that when the hairloss is over again. As I mentioned here before I guess that it is the revenge of the flue which trips me up now. But get up, adjust your crown, smile and go on. As always.

Lichtsituation drinnen mal wieder so meeeh. Erdgeschoss eben. Heller wird’s nicht.
Monatsvergleich. Ausgekämmt vs. Löckchen.
Light situation again is so meeeh. Ground floor flat, it won’t get any lighter.
Monthly comparison. Combed vs. naturally curly.

Diese Woche geht es deshalb zum Arzt, Blutwerte kontrollieren lassen und ich denke, dann wird es eine neue Runde Eisenspritzen geben. Gesund brauche ich die nicht mehr und kann mein Level halten, aber ich war Anfang des Jahres ja über beinahe zwei Monate wirklich krank, das soll wohl sein, dass mich das mehr gekostet hat als ein paar Kilos.
Also dann: Drückt mir die Daumen! 🙂
This week I have a docotor’s appointment to check my bloodlevels again and I have that certain feeling that this will lead to new iron injections. When I am healthy I don’t need this supplementation any more but as I have been really sick for about two months this spring it is not that unusual, that this cost me more than only a few kilos. 
So well, keep your fingers crossed for me! 🙂

Der Moment, wenn die Sonne hinter einer Wolke verschwindet. Aber je länger ich das Bild angesehen habe, desto weniger hat mich das gestört. Im Gegenteil.
That moment when the sun is swallowed by a tiny cloud. But the longer I looked at this photo the less I disliked that. On the contrary.

 

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