16. Dezember 2016

Projekt Pax – Endlich Platz im Schrank

Wegen Überfüllung geöffnet – wenn das auch für euren Schrank gilt, habe ich Tipps für euch: sowohl um mit dem alten Möbel besser zurecht zu kommen, als auch das richtige neue zu finden.

Wir haben einen neuen Kleiderschrank und er heißt Pax. Ein sehr treffender Name, denn endlich habe ich wieder meinen Frieden mit dem Schlafzimmer.
Eigentlich bedeutet Minimalismus ja primär weniger Themen zu bespielen und weniger zu besitzen. Aber ich bin mal ehrlich: Was meine Kleidung angeht, da habe ich das jetzt lange genug versucht. Da werde ich kein Minimalist, da will ich auch keiner sein. Kleidung erfreut mich. Und deshalb hat sie auch einen angemessen Platz verdient, kein Stopfen und Quetschen, bis sich die Nägelchen von der Schrankrückwand lösen… Da ich nun zwei Monate mit Aussortieren, Recherchieren und letztelich zwei Tagen davon mit Aufbau und Neusortierung verbracht habe, habe ich doch einiges dabei gelernt, was auch für euch hilfreich sein kann.

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21. November 2015

Marie Kondo: The lifechanging magic of tidying

New York Times Bestseller zum Thema Aufräumen und Entrümpeln – komm zu Mama!
So in etwa lief der Bestellvorgang.
Marie Kondo ist also der neuste Stern am Ausmisthimmel und ich wollte dann natürlich auch wissen, was dran ist am Hype, zumal ich ja knietief drin stand in meinen Rumpelkisten. Und ihr vielleicht gerade auch? So nach meinen letzten Beiträgen? (Less is more 1, Less is more 2)
Meinen Aufräummotivationsliebling von Karen Kingston erwähne ich ja praktisch in jedem Beitrag zum Thema, aber natürlich gibt es da noch andere Ansätze. So wie eben die KonMari-Methode.
The New York Times Bestseller for all around tidying and decluttering – come to Mama!
This is how you can imagine my book order. Almost. Marie Kondo is the newest star on the decluttering sky and me too I wanted to know what this hype around her was all about. Especially as I was standing kneedeep in my decluttering boxes by that time. And maybe you too at the moment? I mean just after my recent articles? (Less is more 1, Less is more 2) I mention my decluttering favourite Karen Kingston practically in every article to this topic but of course she is not the only one. So here we are with Marie Kondo and her KonMari method.

Ich mag für euch hier ihre wichtigsten Ausmist- und Aufräumprinzipien zusammenfassen.
I like to summarize her most important decluttering and tidying instructions.

1. Erst ausmisten, dann aufräumen. Und zwar wirklich 100% aufräumen (siehe Punkt 2). Sonst räumt ihr einfach Krempel von A nach B und verzettelt euch.
1. Discard first, storing and arranging follows after that. And discard completely, 100% (see tipp number 2). Otherwise you start carrying things from A to B and get lost in that.

2. Macht es einmal richtig. 100%ig. Perfekt. Dieser Impact ist so stark, dass ihr nie wieder zum alten Zustand zurück wollt, sagt Kondo. Wenn ich hier Wow-Effekt schreibe, spricht sie von „lifechanging magic“. Wie man es auch nimmt, ich mag hier zustimmen. Nichts hält sich leichter in Ordnung als etwas, was von Grund auf her Ordnung hat. Und nichts zieht mehr Gerümpel an, als anderes Gerümpel und sei es auch nur eine winzig kleine Ecke. Es ist geradezu magnetisch… Dieses einmal in einem Rutsch alles Ausmisten führt Kondo als Hauptgrund dafür an, weswegen ihre Klienten nie rückfällig Kramhorter werden.
2. Do it right, do it 100%. Perfect. The following impact is so strong that you will never ever want to get back to your old way of living and storing, Kondo says. What I call „wow-effect“ she calls „lifechanging magic“ but no matter how you name it, I want to agree with her. Nothing is easier to keep tidy than things which are already tidy. On the other hand nothing attracts clutter more than other clutter. It is almost magnetic… This once and for all technique is the reason why Kondo’s clients don’t fall back to old hoarding habits, she says.

3. Behaltet nur die Dinge, die dich erfreuen. Genauer gesagt „things, which spark joy“, was ja noch etwas kräftiger im Englisch ist, als „erfreuen“ auf Deutsch. Dieser Rat ist wunderbar, muss aber etwas abstrahiert werden. Manche Dinge erfreuen mich natürlich nur, weil sie praktisch sind (Putzlappen), andere, weil sie mir Sicherheit geben (wohlsortierte Aktenordner mit wichtigen Papieren). Dass ich da nicht glücklich werde, wenn ich die Dinge anfasse, ist klar. Aber es geht um das Grundgefühl. Habe ich eine positive Verbindung zu einem Ding? Oder ist es eher so mehhhhh oder gar richtig ätzend? Das ist Kondos Maß dafür, ob man Dinge behalten soll oder nicht.
3. Only keep things, which please you, literally: „which spark joy“. This advice is wonderful but needs a bit subtext. Because some things only please me because they are useful (cleaning cloth) others because they give me security (well organized papers, contracts and polices). That I don’t burst in happiness when I touch them, is obvious. But it is about the basic feeling. Do I have a positive relation to a certain object? Or is it more like mehhhh or even nasty? This is Kondo’s way of deciding between things which may stay and things which should be discarded.

4. Nehmt jedes Ding in die Hand und entscheidet dann, welche Gefühle ihr ihm gegenüber habt. Angucken allein reicht nicht, nein, bitte anfassen, jedes einzelne. Sehr gut geeigenet zum Einstieg ist Kleidung. Hier sind die Emotionen meist sehr eindeutig. Tipp von mir: Holt euch jemanden dazu, der euch vielleicht beobachtet. Gerade bei Dingen, bei denen der Verstand noch nicht sicher ist, ist die Körpersprache oft schon sehr eindeutig wissend.
4. Take every object in your hand and then decide from your feelings towards it. Looking at it is not sufficiant. Touch it. Every single one. Try this at first with clothing. Usually your emotions will be obvious here. My tipp: ask another person to help you, just by watching your process. When it comes to unshure things, when the mind has not yet made a clear decision often the body language already knows and shows.

5. Geht kategorienweise vor, nicht raumweise/schrankweise. Hervorragender Tipp! Bisher hatte ich es immer andersherum gemacht – ich bin sicher, ihr auch! Aber nach Kategorien ist viel besser. Weil ihr dann wirklich mal seht, wo ihr überall Klamotten bunkert und wie viele das wirklich sind. Gar nicht nur der übervolle Kleiderschrank. Hier noch eine Box Handschuhe, da noch eingemottete Wintermäntel und da noch ein Anzug oder ein Ballkleid, Schuhe, Stiefel, Accessoires… das streut. Alles auf einem Haufen zu sehen, ist erschreckend. Ich bleibe mal wieder bei mir/ uns und sage nur: Verlängerungskabel und Werkzeug. Es war einfach überall. Wie eine Plage.
Kondo empfiehlt dann in logischer Konsequenz beim Aufräumen die Dinge auch kategorienweise zusammengefasst zu lassen und sie nicht wieder zu streuen. Begrenzt machbar, je nach Wohnung, aber die Richtung sollte stimmen.
5. Sort by categorie, not by location. Genius advice! Until then I always did it the other way round – I am shure you did too. But sorting by categorie is much better. Because you just realize on how many places you stored your clothes. Overall the house! And how many they are! Much much more than in the bursting wardrobe. Here a box of gloves, there some stored winter coats, an evening gown or a suit, shoes, boots, accessoires… that’s spread! Seeing all this on one big heap is frightening. Talking abolut me again I can only just refer again to cables and tools. It was everywhere. Like a plague.
Kondo recommands for storing the objects after the finsihed discarding process in only one place, don’t spread them again. Depends on your home if this is possible, but aim for it at least.

Mein Haarschmuck. Alles auf einen Blick. Ich dachte mir, das solche Schubladen für euch am interessantesten sein würden.
My hairaccessoires, all at one glance. I thought by myself that drawers like this are the most interesting for you.

 

Dekorative Kosmetik und ein bisschen Haarpflege.
Make-up and a bit of haircare.

 

Kleine Helfer – aber viele. Haargummis, klammern, Pins und Co. Nicht optimal, da die Behälter rund sind. Eckig ist besser.
Little helpers – but many of them. Elastics, clips, pins and Co. Not optimal as the containers are not rectangled.

Das sind die Grundpfeiler. Und die finde ich sehr, sehr hilfreich. Im zweiten Teil des Buches geht es um möglichst organisiertes Aufräumen der Dinge, die man behalten mag. Ich sage jetzt mal… da reicht es die Überschriften zu lesen, es sei denn, es ist für euch eine bahnbrechende Neuigkeit, dass man Kleidung besser faltet, statt sie auf einen Haufen zu werfen oder in Fächer zu stopfen. Ich persönlich brauchte keine seitenweise Anleitung zum Falten. Aber Kondo hat da wohl ein Fable für.
Nützlich ist noch der Rat möglichst nicht zu stapeln, sondern die Dinge so anzuordnen, dass man immer an alle heran kann, immer alle sehen kann. Aufrecht in Schubladen idealerweise, das Pendant zu einer Hängekartei quasi. Ich habe zwar immer noch nicht ganz den Denkfehler gefunden, der sich bei „store vertically“ verbirgt, denn ihr System ist für mich horizontal, stapeln geht ja in die Höhe und ist vertikal… aber ich kann das auch auf sich beruhen lassen.
These are the main principles I consider to be very, very helpful. In the second part of the book, Kondo talkes about how to store and organize the things you now want to keep. I would say… well it is sufficiant to read the chapters‘ headlines. Just go into deep when it is really something new for you, that it has certain advantages to fold your clothes instead of piling or stuffing them. I personally did not need pages after pages of instructions for folding clothes. But Kondo seems to be keen on that. Nevertheless the advice for sorting upright and next to each other, not piled on top of each other is very good. Like this you can always see everything  and take everything out easily. Best in drawers. The pendant of hanging files, if you like. Very practical. But I don’t understand, why she calls it „vertically storing“. Because it is horizontal in my eyes… piling is vertical. But okay, I can leave her with that.

Ah! DAS hat einen Unterscheid gemacht. Büromaterialien. VIEL besser als gestapelt.
Ah! That made a difference! Office supplies. MUCH better like this than piled.

Und? Buchempfehlung?
So halb. Marie Kondo ist zwar Japanerin, schreibt aber ganz im Stil amerikanischer Ratgeberliteratur, also mit viiiiielen Wiederholungen. Soweit, so gut, bin ich gewohnt. Schleift sich ja dann ein. Etwas anstrengend ist, dass sie wirklich sehr, sehr viel einfach von sich und ihrer Aufräumerei erzählt. Kapitelweise. Und das meiste davon hat zu Menschen in anderen Lebessituationen als der ihren einfach keinen Bezug und somit kaum Mehrwert. Ist ja schön, dass sie in der Schule schon gern aufgeräumt hat. Aber nach der vierten Wiederholung ist das einfach etwas nervig.
Die erste Hälfte des Buches finde ich dennoch empfehlenswert wegen der oben angeführten Eckpfeiler ihrer Strategie. Die zweite Hälfte ist wirklich Aufräumen für Anfänger. Etwas ermüdend.
Da das aber so ein Bestseller ist, frage ich mich ein bisschen, ob das an der PR-Maschinerie liegt oder ob sie hier tatsächlich den Nerv der Menschen getroffen hat, für die es eine Offenbarung ist, wenn ihnen jemand aufschreibt, wie man Strumpfhosen ideal zusammenlegt und in den Schrank sortiert. Hm.
Would I give you the advice to read this book too? Well, yes and no. Marie Kondo is Japanese but she writes in the style of American coaching books, which means with tons and tons of repetitions. So far so good, I am used to reading such books. Repetions make you learn things… But for me it was a bit tiring that she writes about herself and her tidying carrier from childhood onwards really chapterwise. And most of her story is not comparable with other people’s life so there is nothing you can extract from that only just coming to know Kondo better. Nice for her, that she was obsessed with tidying already in her school time. But after the fourth repetion I really got that. 
The first half of the book nevertheless is something I can recommend reading because of the above mentioned main principles of her tidying. The second half is storing for beginners and a bit boring. As her book is such a bestseller I can’t help but asking myself whether her success is based on well placed marketing or if she indeed hit a nerve of people for who it is a revelation, when someone tells them how to store their tights in a cupboard. Hm.  

Und so bleibt der Schreibtisch frei. Hier war ich sehr rigoros mit dem Ausmisten.
And like this my desk stays clear. I discarded rigorously here.

Ich bleibe bei Karen Kingston. Ob das nun Feng Shui oder KonMarie heißt, ist mir ja egal. Ich brauche Motivation und Realitätsbezug. Und beides bekomme ich besser bei Kingston. Außerdem hat sie Humor. Marie Kondo hat vor allem sich selbst.
So I stay with Karen Kingston as my favourite. Whether you call things KonMari or Feng Shui, this does not matter much to me. What I need it motivation and advice for real life. Both is much better from Kingston. Besides that she has humor. Whereas Marie Kondo mostly has herself.

Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.
Summary: You can read that, but you don’t have to.  

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9. November 2015

Less is more! – 6 more tipps for decluttering

Die neue weiße Couch. Ich liebe sie. Und mein gutes altes, unvollständiges Canon-Logo ist auch immer noch da. Yes we can!
The new white sofa. I love it. And my good old incomplete Canon-logo is still there. Yes we can!

Und wie versprochen folgt heute der zweite Teil meiner Ausmiste-Tipps. Den ersten Teil findet ihr hier. Also, Ärmel hoch und ab dafür!
And as promised here comes the second part of my decluttering tipps. The first part can be found here. So roll up you sleeves and let’s do it!

6. Das kann man noch verkaufen! – Kann schon, aber bringt es das?
Die meisten Ratgeber empfehlen verschiedene Kategorien fürs Ausmisten: behalten, spenden, wegwerfen und je nach Quelle gibt es noch eine Vielleicht-Kiste (also meine Kellerkisten hier). Ich habe mich immer gewundert, weshalb keine Verkaufen-Kiste dabei war! Ich sage euch weshalb.
Ich bin echt gut unterwegs bei ebay. Aber. Bei solchen Ausmistaktionen behaltet im Kopf, was ihr damit bezwecken wollt: primär jeden Euro rauszuschinden oder euch von Rumpel zu befreien, um mehr Zeit und Freiraum zu gewinnen? Ich wollte letzteres. Und damit war alles raus, was bei ebay oder auf dem Flohmarkt unter 10 Euro Gewinn (kommt ja noch Versand und Provison in die Rechnung) gemacht hätte. Dafür setze ich mich nicht hin, fotografiere, vermesse, bearbeite, betexte, behalte die Auktionen im Auge und verschicke. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Ein Flohmarkttag wäre eine Möglichkeit gewesen, wenn genug Dinge dafür zusammengekommen wären. War aber nicht so.
Also: Verkaufen-Kiste ist nur sehr eingeschränkt zu empfehlen. Sie bringt das Entrümpeln massiv ins Stocken und kann den Prozess sogar zum Abbruch bringen.
6. But you can sell this! – Yes you can, but is it worth it? Most coaches and guidebooks advice three boxes for decluttering: keep, donate and throw away and depending on the coach there might be a maybe-box too (which is my cellar box). I have always been wondering why there was no sell-box! Now I tell you why.
I am really active on ebay. But. Keep in mind why you are decluttering, what you are aiming at: hunting every Euro or freeing yourself of clutter to get more time and space? I wanted the last mentioned. And therefore I won’t sell things which promise under 10 Euro profit (costs for shipping, provision and packaging comes on top). Because for this tiny amount of money I don’t sit down, take photos, edit them, measure the objects, write a description, watch the auction, answer questions and prepare for shipping. My time is worth more than that. A day on the fleamarket might have been an option if there were enough objects, but this was not the case. So in the end: use the sell-box rarely if at all. It will slow down the decluttering process terribly and you might stop because of this filling box.

7. Emotionaler Wert
Erinnerungsstücke sind so eine Sache. Emotionaler Wert wird gern vorgeschoben, wenn man sich doch nicht recht von Zeugs trennen mag. Obwohl man nichts damit macht, es in Kisten verrottet oder man es sogar eigentlich hässlich findet. Dieser Punkt ist für mich relativ einfach, ich weiß aber aus dem nächsten Bekanntenkreis, dass er der ist, der die meisten Diskussionen übers Ausmisten erzeugt.
„Das kannst du doch nicht wegschmeißen! Das ist doch von Person XY!“
Doch, ich kann. Ich will nämlich Person XY nicht mit Plunder in Verbindung bringen, sondernm ich möchte etwas von ihr haben, was mich positiv stimmt. Selbes gilt für Urlaubsmitbringsel. Eins reicht (okay, sind wir mal großzügig und sprechen von einer Handvoll). Und oft tun es auch einfach Fotos. Und auch von denen braucht ihr keine ganze Festplatte voll mit immer wieder demselben Sonnenuntergang.
7. Emotional value. Mementos and souvenirs are tricky. Emotional value is often an excuse when you don’t want to part with something. Even though the thing is useless, it rots in boxes or you even think it is ugly. This point is relatively easy for me, but I know from friends and relatives that this can cause the biggest discussions about letting go of things. „You just can’t throw this away! It is from person XY!“ Oh yes, I can. Because I want to keep person XY in mind positively and not connected with clutter. Same goes for holiday souvenirs. You don’t need that many. And often photos are sufficiant. As we are talking about photos: keep the best and toss the rest. You don’t need to clog your harddrive with series of always the same sunset.

Platz! Man sieht endlich auch wirklich was von der goldenen Wand. Sie ist nicht mehr so zugestellt (niedrigeres Sidebaord, IKEA Besta, wen es interessiert, ein Reagl weniger).
Space! Finally the golden wall can really shine because there are less and smaller furnitures blocking it (lower lowbaord, haha, which is IKEA Besta if you are interested, one shelf is gone)

8. Horten für Dritte – oder gar die Nachkommen
„Das könnte man noch mal gebrauchen!“ Konjunktive sind ziemlich eindeutig. Sie sagen klar: Eventuell, vielleicht, vielleicht auch nicht, könnte „MAN“ dieses und jenes noch brauchen. Aha. Und wer ist „man“? Wirklich ich? Oder jemand anderes? Horte ich gar für eine dritte Person? Aufheben bis zum Beinahezerfall für noch nicht mal existente eventuell zukünftige Kinder ist unter Leuten meines Alters sehr verbreitet… wir sind doch alle so hippe Nostalgiker. Nun, ich verkünde keine rasende Neuigkeite wenn ich sage: Wenn Kinder dann mal da sind, dann vermehrt sich Gerümpel exponentiell. Also sicher, dass ihr all die Boxen mit alten Büchern und retro 80er-90er-Jahre Spielzeug noch braucht, nur damit das Kind sicher etwas analoges zu Gesicht bekommt? Das kriegt ihr auch ohne die Mottenkisten hin, die ihre jahrzehntelang durch diverse Umzüge mitschleift, da glaube ich ganz fest an euch!
8. Hoarding for third persons. „Maybe eventually you could use this here one day.“ Sure? And who is „you“? Reall you? Or another person? Am I even hoarding for another person already? Hoarding for not yet existing future children is something I found very often among people my age… you know, we are all those crazy nostalgic hipsters, aren’t we? But maybe I am not the first person to tell you this: if you have children, the amount of clutter will rise exponentially. So are you really shure that you want this boxes full of retro 80s-90s stuff just to offer your offspring some analogous toys? I guess you can manage that also without tons of boxes you keep over decades and moving from home to home (cellar to cellar). I firmly believe in you!

9. Kompletter Neustart – zumindest gedanklich
Was jetzt? Echt, alles weg und ganz von vorn? Nein. Das kann man machen, ist aber wirklich… Ausmistprofiliga, denke ich. Uns hat es aber enorm geholfen uns vorzustellen, wir hätten eine leere Wohnung zu bestücken. Welche Dinge dürften wieder mit einziehen? Wie würden wir einrichten, was würden wir anschaffen wollen, wenn wir ganz von vorn anfangen würden? Es ist nämlich echt schwer sich gedanklich von all dem Krempel zu lösen, der da ist, weil man ja weiß: Hölle, ich muss in das Zimmer aber irgendwie noch  zwei Schränke reinkriegen, denn wo kommen denn sonst all die Sachen rein?
Stellt euch vor, die Sachen wären nicht da. Richtet euch ein. Und füllt gedanklich die Schränke. Die, die ihr überhaupt noch aufstellen wollen würdet. Was bleibt liegen? Das sind gute Kandidaten für die Abschussliste. So war uns schnell klar, dass wir drei Regale zu viel hatten, die wir eigentlich gar nicht mehr wollten. Vom unsäglichen Inhalt gar nicht zu sprechen. Wer käme denn auf die Idee bei einem Neustart erst mal 15 Verlängerungskabel in die Kommode zu stopfen? Kabel, die älter sind als ihre Besitzer noch dazu…
9. Complete new start – at least imagine it. Really a full new start right from nothing is… possible but something for the minimalist professionals in my eyes. Nevertheless it was a helpfull mind game to imagine a completely empty flat which we could fill again. Which things will move inside (again)? How did we want to arrange, to style, to store – to live? It is really hard to let go even only mentally of all your possesions because you know: hell, I need to fit in this other wardrobe too into this room because where would I store all my belongings if not there? Imagine there were no belongings. And then first furtinute your home. Then fill the drawers. What is left? These are the candidates which most likely end on the discarding pile. Like this we quickly realised that there were three shelves which were simply to much for our flat. Not to mention the horrible clutter in the shelves… Who would try to store 15 cables in an open shelf first after a newstart?! Cables which were older than their owners, by the way…

Wie war das mit Dinge kommen zu einemn, wenn man sie braucht? Der aktuelle SPIEGEL-Wissen hat meinen Nerv natürlich voll getroffen. Meinen Kuscheldecken-Nerv ganz offensichtlich übrigens auch (Decke wurde von Mama selbstgestrickt).
What did I say about thing finding their ways to you when you need them? The SPIEGEL-Wissen is titles „Less is more“ and really hit a nerve. Obviously also the nerve for cozy knittd blankets (made by my mom, by the way).

10. Full House – Das Brabbeln der Dinge
Wenn ich mir diese Kisten so angeschaut habe, wie sie sich auf dem Sofa getürmt haben, wie sie an den Wänden gestapelt waren oder wie da auch diese Regale rumstanden und einfach Platz verdrängten, habe ich mir vorgestellt, wieviele Menschen stattdessen diesen Raum einnehmen könnten. Hui, da kam eine kleine Party zusammen! Und wir alle wissen, wie gedrängt sich Räume anfühlen können, wenn sie voller Personen sind. Zeug ist da nicht viel anders. Zwar in der Regel statisch (aber dafür weichen sie einem auch nicht aus, wenn man durch will), aber bloß weil sie die Klappe halten, heißt das nicht, dass sie nicht permanent mit uns kommunizieren würden. Die Botschaften sind: Räum mich auf! Nimm mich in die Hand. Magst du mich? Du magst mich nicht, oder doch? Nein? Ich bin schmutzig! Wo gehöre ich eigentlich hin? und ganz trivial: Beachte mich!
Also. Weg damit. Ich mag Dinge haben, die sagen: ich bin da und das ist gut so. Ich bin nützlich. Ich bin schön. Komm und erschaffe etwas mit mir. Erfreue dich an mir. Ich bin für dich da.
Ich will Dinge, die anbieten, nicht Dinge, die fordern. Okay, das Putz-mich bleibt nicht ganz aus… Aber man kann es kleinhalten.
10. Full House – the noise of things. When I looked at my boxes how they were piled on the floor, how they occupied the couch or even how the shelves just stood there, consuming space, I imagined how many people could take their place instead. Gosh, I got a little clutter party in my house! And we all know how crammed rooms full of people can feel. Stuff is not that different. Okay, objects are static (but this also means, that they don’t step aside, when you want to pass) but only because they are not talking this does not mean, that they are not communicating with you all the time. Their messages are: Tidy me up! Pick me up! Do you like me? You don’t like me, don’t you? No? I am dirty! Where do I belong? and almost trivial: Look at me! 
See? Better make your party smaller, more private. I like to have things around me which tell me: I am here and this is fine. I am useful. I am beautiful. Come on, create! Enjoy! I am there for you. I want things which serve, not things which demand. Okay, the „clean-me“ won’t go a way completely… but you can minimize it.

11. Was ist euch der Krempel wert?
Und da waren sie dann: 17 Kisten, die ja auch wieder irgendwo hin mussten. In den Keller, war der Plan. Und da dann einfach wieder stapeln und man kommt nirgends dran? Also brauchen wir ein Regal.
Jetzt ernsthaft? Will ich ein Extramöbelstück anschaffen, um meinen Plunder zu verstauen? Schlimm genug, dass ich schon einen ganzen Raum mitmiete für das Zeug!
Und noch mal in die Kisten geschaut, reduziert, weggeworfen. Das war wirklich der übelste Teil. Diese Kisten, die man ja sowieso schon für so minderwertig deklariert hat, dass sie in den Keller gewandert waren (aus den Augen aus dem Sinn…), die dann noch mal durchzugehen. Deswegen beachtet auf jeden Fall den Rat Nummer 4 und behaltet eure Vielleicht Kisten im Auge. Sonst habt ihr schnell einen Vielleicht-Schrank oder gar einen ganzen Vielleicht-Keller.
Kann eventuell ganz heilsam sein, das dann so geballt zu sehen. Aber ich behaupte, die meisten erschrecken sich dann einmal und gehen schnell raus aus dem Keller, um nicht zur glotzenden Salzsäule zur erstarren.
Unser Keller ist immer noch Herberge für Kram. Aber zumindest mussten wir kein Regal kaufen. Und das Regal, das wir haben, hat sogar nun Platz für etwas, was ich wirklich gern im Keller habe: Vorratsgläser mit Muttis Marmeladen und Chutneys, Kürbisse und Kartoffeln. Die esse ich nämlich wirklich und horte sie nicht nur bis sie schlecht werden.
11. How much are you willing to pay for your clutter? And here they were: 17 boxes with stuff which had to be stored elsewhere. In the cellar, that was the plan. But but what to do there? Stockpiling and again no way of getting hold of something from a lower box? So we needed a shelf. Ehm, really? Buying extra furniture to store my clutter? Bad enough that I pay the rent for a whole room dedicated to this stuff. So we sorted the boxes again, reduced, tossed. This really was the most annoying part. To sort through those boxes again which were already declared to be filled with stuff I did no longer want to have up in the flat. Therefore definitely keep in mind tipp number 4 to use the maybe-boxes sparingly. Otherwise you end up with a maybe-shelf or even a whole maybe-cellar. Eventually it can be curing to see all this clutter in one place. But I guess most people are shocked for a moment by the sheer amount and than quickly close the door of the cellar and that’s it. Our cellar still is home for clutter. But we did not need to buy new shelves, we just moved some of the no logner neede shelves downstairs. And I now have space for things I really want to store in my cellar: shelves for apples, marmelade, chutney, pumpkins and potatoes.

Und wie geht es weiter?
Fast sieben Wochen haben wir gewütet. Wirklich. Mit teils schon erschreckender Energie. Wo kam die her? Alle schreiben immer, die wäre vorher in dem Gelörre gebunden gewesen und dann frei geworden… Trotz diverser Ausmistaktionen vorher schon (und die waren auch schon immer recht enthusiastisch), sind BERGE an Kram abgetragen worden.
Die ersten drei Wochen haben den größten Ruck gegeben. Dann sind wir bereits übergeangen in die zweite Phase: Neustrukturierung. Denn unser erklärtes Ziel war ja ein ansprechendes Arbeitszimmer.
Sieben Wochen sind ein sehr kurzer Zeitraum. Selbst wer in einem halben Jahr ganz mit dem Entrümpeln durchkommt (also wirklich vollständig!), der ist immer noch schnell.
Somit sind wir auch noch nicht perfekt fertig, aber fertig genug nun, um erst mal die neu geschaffene Ruhe zu genießen. Diese stellte sich tatsächlich bereits nach den ersten drei Wochen allmählich ein. Und das, obwohl vor allem das Arbeitszimmer wirklich ausgewaidet aussah. Nicht harmonisch. Aber offener. Leerer. Heller. Bereits nach drei Wochen kam die Ahnung von dem auf, von dem ich so geträumt hatte. Von Harmonie in den Räumen. Von einem Ruhepol. Von einem Ort, der mich nicht mit endloser Hausarbeit erwartet, sondern der mich aufnimmt. Meine Ladestation.
Es war genial. Und ist es noch.
Review and preview – How will we proceed? There were almost seven weeks in which we rocked this decluttering topic. Really. It was almost frightening sometimes with how much energy we worked. Where did it come from? Everybody writes about energy freed from the clutter which is discarded. Even though we did some decluttering rounds before over the last years (and these also were pretty enthusiastic) this time we really moved mountains. The first three weeks made the biggest change. After that we already transitioned to the second phase: rearranging. Because this was the declared goal: to create an inspiring, motivating workspace. Seven weeks is a very, very short time for a complete decluttering. If you need around half a year (to really come to the ground!) you are still pretty quick. So we are not yet perfectly done, but we are done so that we can now really enjoy the peace and the new space we created in our home. In fact this peaceful silence became“visible“ already after three weeks of tidying. Even though the office still looked slaughtered and terribly untidy. But there was space, light and air. Such a difference! So already after three weeks I got an impression of what was comeing: a home which embraces me calm and friendly. A place which does not wait for me with housework but with that warm feeling of home. My homebase really. It was such a pleasant experiemnce. And still is.

Und noch so ein Ding. Ein kleines Heftchen, das einer alten Ausgabe eienr Flow beigelegen hatte. Habe ich auch beim Ausmisten gefunden und tatsächlich über die Wochen dann gefüllt. Jeden Tag stehen Fragen darin, um für sich selbst herauszufinden, was man wirklich will und wie man dahin kommt. Nettes kleines Selbstanalysespielchen. Und hat mich sehr in all meinen Vorhaben bestätigt.  Aufräumen im Kopf sozusagen.
Another object which found me. A littel leaflet which was part of an older issue of Flow magazine. I found it while I was tidying and in fact I filled it over the weeks. Every day you get a question, to find out for yourself, what you really want and how to get there. It confirmed me with everything I was and am up to. Nice littel self analysation game. Tidying up in your head, if you like.

Also ja und nein, es geht weiter.
Ja, aber nicht jetzt. Denn Nein, ich möchte mich jetzt erst mal um ein paar ander Dinge wieder kümmern. Die für die ich die Aktion nämlich angefangen habe. Meine anderen Projekte. Tätsächlich habe ich aber nicht vor den finalen Schlag, das wirklich auf Null fahren, das 100%ige was das Ausmisten angeht auf eine zu lange Bank zu schieben. In grob zwei Monaten habe ich noch mal ein Zeitfenster dafür reserviert (Termine mit sich selbst zu mahchen ist gut für  alle möglichen Projekte, egal ob Ausmisten oder etwas anderes). Denn ich habe auch hier noch einen weitern Post für euch, mal wieder eine Buchvorstellung.
Marie Kondo: The life changing magic of tidying.
Und ich nehme nicht zu viel vorweg, wenn ich sage, dass sie zwar mein Lieblings-Feng-Shui-Buch nicht vom Thron gestoßen hat, sie mich aber auf jeden Fall mit einem Grundpfeiler ihrer Herangehensweise komplett überzeugt hat. Und der besagt eben: Mach es einmal richtig. Richtig richtig. Fertig fertig. Miste einmal wirklich perfekt aus. Denn dann wirst du nie wieder ausmisten müssen, es wird von selbst so bleiben.
Ich bin jetzt schon nah genug dran, um zu wissen, dass sie Recht hat.
Also dann
Wir lesen uns bei Marie Kondo.
Oder natürlich auch einfach die Tage wieder mit Haarcontent und was leckerem zu Essen.
So yes and no, we continue. Yes, but not now. Because no, I want to tackle other projects now. Projects which I had in mind, when I started this great decluttering, projects which I wanted to do but felt unable to fit in all my time- and spaceclutter. But actually I don’t want to postpone the final strike to really come down to the perfect base, to my 100% of clutterfree, I don’t want to postpone that too far. In around two month I schedule a time for this (making assignments with yourself is very helpful to tackle any projects not only those concerning decluttering). Because I have another article planned for you, a book review again! Marie Kondo: The life changing magic of tidying. And I don’t spoil to much when I say, that maybe this book did not push my alltime favourite Feng-Shui book from its poleposition but that it convinced me with its main priciple: Do it once and do it perfect. Clear your home of clutter once and for all. Perfectly. 100%. Done. Done done. Because like this you will never ever have to tidy on a larger scale again. It will stay clear almost on its own. 
And I am close enough already to know, that she is right. 
So well, we will read us at Marie Kondo’s!
Or of course pretty soon with hair- and food-content.  

Die Couch ist IKEA Kivik. Bezüge sind abnehm- und somit waschbar. Wir hatten ja vorher auch eine kleine weiße Couch und haben die trotz Hund nicht eingesaut, somit haben wir uns das jetzt einfach getraut.
The sofa is IKEA Kivik. You can wash the pillowcases. We had a small white Couch the year before and did not mess it so we just we brave and bought what we thought was most beautiful: white.

Vorher-Bilder könnt ihr hier finden: Zeig doch mal dein Wohnzimmer!
Before-pictures can be found here: Just show us your livingroom!

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5. November 2015

Less is more! – Decluttering complete!

Und fertig! „Perfekt“ wäre das Bild mit nur noch weißer Bettwäsche und ich dürfte natürlich keine Socken anhaben, sondern am besten nur so ein neckisches Oversizeshirt, nackige Beine und gaaaanz vielleicht noch Grobstrickstrümpfe… Ähm ja. Nein. 😉
And done! This pic would be „perfect“ with only plain white bedding me sitting on it with such a cuty-cute oversize shirt, naked legs and mayb, maybe knitted stockings… Ehem, yeah. No. 😉

Entsetzen! Ja, ich glaube Entsetzen beschreibt es ganz gut, was ich streckenweise empfunden habe, als ich wirklich mal ALLE Schränke und Kisten geöffnet und geleert und aussortiert habe. Oh. Mein Gott. So viel Zeug! SO VIEL!
Aber der Reihe nach.
Bis Ende Oktober wollte ich mir Zeit geben räumlich für Ordnung zu sorgen im Sinne einer möglichst optimalen Umgebung für mehr Ordnung im Kopf und dadurch dann auch wieder mehr Kreativität aus demselbigem heraus.
Horror. Yes, I guess I want to call it horror what I experienced from time to time while I was sorting my possessions. When I open every cupboard an every box and looked at EVERYTHING. Gosh, all that clutter. All these… things!
But let’s begin at the start.Until the end of October I wanted to give me time to make space. To tidy and to structre aiming for space and structure in my head to get creative and productive (again).
Entstanden aus dem bedrängenden Gefühl von „Viel zu viel, alles viel zu viel!“ in einer akuten Stresssituation heraus, ist aus der Ausmistaktion schnell ein Selbstläufer geworden. Und ein Projekt. Ihr wisst, ich liebe Projekte. Und Holla, das hier hat wirklich gerockt! Dass es so krass werden würde, hätte ich zu Anfang nie erwartet.
This action was born out of the surpressing feeling of „Too much, all much too much!“ in an urgent stressfull situation, but it quickly turned into a no-brainer (oh nice translation here! In German this is a „self-runner“). It turned into a project. And you know how much I am on fire for projects! And gosh, this here rocked! I never ever would have thought, that it could turn out to something big like this now.

Dinge finden sich. Diese alte Flow habe ich beim Ausmisten gefunden und den Arzikel dann noch mal gelesen.
Things find you. I found this old Flow while I tidyed up and read the article again.

Und deshalb zuerst ein Blick auf unsere Ergebnisse. Richtig, unsere. Nicht meine. Herr Blond und ich haben das zusammen gemacht und allein wäre es auch ungleich schwieriger geworden, schließlich leben wir zusammen. Würde er sehr an Dingen klammern, wäre das bei weitem nicht so gut gegangen. Aber ich war wohl ziemlich ansteckend, übrigens auch nicht nur bei ihm. Die halbe Familie ist infiziert und auch im Freundeskreis werden Müllsäcke voller Zeug zum Wertstoffhof gekarrt.
So first let’s have a look on our results. Yes, correct, our results. Not mine alone. Mr. Blond and I rocked that together. And to be honest: if I had to do this on my own or even worse against him, this would have been very much harder. Because: we live together. We share our possesions as well as the storage. But it seemed as if I have been really contagious, not only concerning him. Half of our family is involved by now and also our friends drive around with cars full of bin bags to the recycling yard.

Also, Fakten: 
Das ist weggekommen:
Stand 31.10., denn ich habe die Deadline mit dem Monatsende gehalten
3 Touren zum Wertstoffhof
30 Müllsäcke voll Krempel weggeworfen (jeweils 20 Liter, teils Wertstoffhof, teils einfach über die normale Müllabfuhr)
4 IKEA-Tüten voll Papier zum Container gebracht (das meiste waren prähistorische Zeichnungen und Kartons)
9 Müllsäcke zur Kleiderspende
8 Möbel verkauft (eine Bank, zwei Sofas, zwei Regale, zwei Schreibtische und ein riesiger Teppich)
17 Kartons voll Zeug aus der Wohnung in den Keller umgezogen, davon dann aber wieder 6 Kisten entsorgt
20 ebay-Päckchen
2 große momox-Pakete
45 GB Festplattenmüll entsorgt (ca. 800 Fotos und ein paar offene Grafikdaten)
2 Zimmer getauscht (Arbeits- und Schlafzimmer – eine Offenbarung!)
Our results: What is all gone (by October 31st, as I held my deadline)
3 tours to the recycling yard, 30 bin bags (20 liter) full of clutter were discarded (recycling yard and normal garbage), 4 IKEA bags of paper went to the container (mostly prehistoric drawings and boxes), 9 bin bags with clothes for donation, 8 pieces of furniture sold (a bench, two sofas, two desks, two big shelves and a giant carpet), 17 boxes full of clutter transitioned from the flat down in the cellar – but 6 boxes of them got dismissed later in the process, 20 items sold via ebay, 2 big packages to momox (they buy used books and DVDs), 45 GB of harddrive clutter deleated (around 8000 photos and some graphic data) and 2 rooms were switched (work space and sleeping room – such a revelation!).

Selbes Zimmer, fast selber Winkel. Das war nicht die Situation vor sieben Wochen oben, aber vom Sommer und… muss ich noch mehr sagen?!
Same Room almost same angle. The picture from above older than seven weeks but it is from thsi summer and… do I have to say more?

Neu angeschafft: eine Couch und zwei Schreibtische, hier wurde also endlich ausgewechselt. Außerdem ein Sideboard als kleinerer, hellerer und vor allem nicht mehr offener Ersatz für die Regale.
Drei Regale sind außerdem in den Keller gewandert, um dort nicht mehr alles in Umzugskartons gestapelt zu haben, sondern gut sichtbar archiviert und bevorratet.
We also bought some new furniture: a new couch and two desks, so here we just changed. Besides that we have a new sideboard now to replace the large dark shelves with something smaller, white and finally with doors and drawers. Three shelves found their way down in the cellar to organise the things there so that they are easy to find and no longer stockpiled in boxes over boxes.

Was hat das mit mir/uns gemacht:
Ich habe glaube ich noch nie so schnell so einen Motivations- und Energieschub lostreten können. Nicht mit dem Essen, nicht mit dem Sport, nicht mit einer anderen Leidenschaft. Und ich bin ja nun wirklich begeisterungsfähig. Das anfängliche schon beschriebene Entsetzen ist mittlerweile absoluter Begeisterung gewichen. Und ab und zu auch Sprachlosigkeit. Das Arbeitszimmer… ihr erinnert euch vielleicht, dass es schon in der alten Wohnung von uns den Titel „Zimmer der Schande“ bekommen hatte. Und auch nach dem Umzug letztes Jahr wurde es hier wieder zum Stiefkind. Jetzt nicht mehr. Und es ist… tja, erschreckend und begeisternd wie anders es sich nun arbeitet. So viel leichter.
What this did to me/us:
I think I never ever was able to kick off such a boost in motivation and energy  before. Not even with food, sports or with any other passion. And you now I am really easy to ignite! The before mentioned first horror left for total excitement. And every now and then we were really speechless. The office, our workspace… Maybe you remeber that already in our older flat this room had the telling title of „chamber of horrors“. And even after we moved last year the office again became the room we liked least. No longer now. And it is, well yes, horrifying how differnet working is now. So much easier.

Davon ab halten sich alle unsere Räume nun quasi von selbst aufgeräumt. Es gibt keine Rumpelecken mehr, die anderes Zeug magnetisch anziehen und dort gerinnen lassen. Mein wöchentlicher Wohnungsputz braucht nur noch grob 1/3 der Zeit, verglichen mit noch Anfang September. Manchmal stehe ich tatsächlich da und überlege, ob ich etwas vergessen habe, weil ich schon fertig bin. Ich weiß, wo all meine Dinge sind. Sogar im Keller. Alle.
Besides that all of our rooms seem to stay tidy on their own now. There are no more cluttering spots which seem to attract other clutter magnetically. My weekly tyding and cleaning routine consumes only 1/3 of the time I was used to just by early September still. Sometimes I just stand there and wonder if I have forgotten to clean/tidy something, because I am already done. And I know now where all my possions are. I mean really all of them.
Und ich weiß, es klingt etwas „speziell“, aber es atmet sich anders in der Wohnung. Ich hatte das so oft gelesen, und tatsächlich ist es so. Freier. Tiefer.
Ich entspanne zigfach besser. Ich habe wirklich rangeklotzt für dieses Projekt, aber wie gesagt hat der Prozess so viel Energie freigesetzt, dass es dennoch nicht ermüdend war. Aber jetzt, da ich durch bin, kann ich etwas, was mir schon immer mit am schwersten gefallen ist: ab und zu einfach mal nichts tun. Und zwar von selbst. Nicht als Vorsatz, als Tagesordnungspunkt, an den ich mich erinnern muss, weil Pausen wichtig sind. Nein. Die Räume atmen Ruhe. Und geben mir damit immer genau das, was ich brauche: Ruhe, um runterzukommen oder die Weißfläche, um zu schaffen.
No kidding, it is a different breathing in our home now. I read about this phenomenon a lot, and I can just confirm: it is the case. You breath easier. Deeper. And I relax many times easier. For this project I worked pretty hard but the process freed that much energy, that it was not tiring. Now, that I am done I can easily do what is one of the hardest to-dos for me: I can do nothing. And I can just make this happen without effort. It is no longer something on my list which is necessary to fit in my daily schedule as it is important for me and my health. I just do it naturally. The rooms breath silence. They calm me down or smile at me like a blank page which I can fill with what ever I want. Just as I need it.
Und damit zum Wichtigsten: Das Hauptziel habe ich erreicht, ich bin bedeutend kreativer und produktiver. Nicht, dass ich sowas wie eine Schreibblockade gehabt hätte, aber ich war glaube ich gedanklich einfach so okkupiert, dass auch im Kopf nicht so viel Platz für schaffende Gedanken war. Hat natürlich aber auch was damit zu tun, dass ich nicht nur Dinge geräumt habe, sondern auch dafür Sorge getragen habe, dass sich mein Zeitgerümpel reduziert hat – was zigfach schwerer war als den materiellen Berg zu bewältigen.
Mit allem, wovon ich mich getrennt habe, bin ich jedes Mal ein Stück näher zu mir gekommen. Freigelegt sozusagen. Eine kleine Metamorphose.
And this leads to the most important change: We reached our maingoal. My maingoal to get more creative and productive again. Not that I had a writer’s block or something like that, but I guess I was so occupied mentally with too many things, that I just had not enough room for my creative thoughts. Of course feeling freer no has also a lot to do with the fact that I also cleaned up my time clutter (much, miuch harder than cleaning material clutter!) and made not only space but also time for myself again. 
Finally I can only stress again that with every thing I tossed I came closer to myself. It was like digging to the ground, a little metamorphosis.

Arbeitszimmer vorher (jetzt Schlafzimemr, s.o.) und jetzt (ehemals Schlafzimmer). Die Schreibtischsituation vorher war schlicht untragbar. Das ist schon peinlich, wenn ich mir das jetzt so angucke. Wobei es auf Fotos immer noch mal schlimmer aussieht als in echt. Also macht mal Bilder von euren Räumen, dann springen euch die Schandflecken förmlich an. 😉
Office before (now bedroom, see above) and now (former bedroom). The workspace situation was unbearable before. The pics are almost embarrassing, when I look at them now. But on pics it always looks even worse than in reality. So just take pics of your rooms and the eyesores will literally jump at you. 😉

Ihr ahnt schon, was jetzt kommt: Der Aufruf an euch, das auch zu tun natürlich!
You can already tell what is following now: the call-up to you to go and clean your clutter too of course!

Und ich habe bereits während der Aktion immer wieder an diesem Artikel geschrieben, um meine wichtigsten Tipps für euch zusammenzustellen. Heute bekommt ihr Nummer eins bis fünf. Sechs bis elf werden folgen, aber sonst ufert das hier wieder so aus. Also:
Already in the decluttering process I collected my experiences and most usefull advice in this document here. Today you get five tipps from me, six more will follow soon. But I want to split here as this post is already a giant again.

Wichtigste Tipps fürs Ausmisten

Vorwort:
Es geht hier explizit ums Ausmisten, nicht ums Aufräumen. Wenn ich eins gelernt habe, dann dass Aufräumen erst dann wirklich Sinn macht, wenn man vorher alles Überflüssige entfernt hat. Natürlich räumt man immer wieder zwischendrin etwas von A nach B, das ist ja auch keine Aktion, die man an einem Nachmittag wuppt. Aber grundsätzlich: zerbrecht euch keinen Kopf über Stauraum, solange ihr noch aussortiert. Fangt nicht an Kisten, Ordner oder gar Schränke zu kaufen, das könnt ihr hinterher noch machen. Sonst habt ihr eher am Ende Kisten und Ordner übrig, die ihr aussortieren müsst. Und das tut ihr dann vielleicht nicht, weil sie ja noch so neu sind.
Most important tipps for decluttering. Prolog: Explicitely I talk about decluttering, discarding here. If I learned one thing than that it is of highest importance to discard first everything unnecessary before you start tidying, storing or even arranging. Of course you have to move things from A to B as such a project is nothing you do overnight but in general: don’t rack your brains about storage as long as you are still in the discarding process. Don’t start buying boxes, folders or even cupboards. Otherwise you most likely end up with excess boxes or shelves and tossing them is even harder as they are brand new.

1. Arbeitet in großen Schwüngen
Das geht wie gesagt nicht alles in einem Rutsch, aber immer nur hier mal 30min und da mal eine Viertelstunde frisst eure Motivation auf ohne antreibendes Ergebnis. Ihr enthaltet euch den Wow-Effekt vor und der ist es, der den echten Unterschied macht und euch zeigt, dass der Kraftakt es wert ist. Wenn ich lange aussortiere, dann sortiere ich außerdem rigoroser weg. Einfach, weil ich sehe, wie sich die Kellerkisten füllen und ich denke: Boah, nä, da will ich nächstes Jahr nicht schon wieder in das ganze Gelörre gucken. Weg damit. Nehme ich mir Schublade für Schublade vor, mit Pausen, behalte ich wesentlich mehr in der Wohnung.
1. Work with big efforts. As I said you won’t master the whole situation at one day but here 30min and there a quarter hour is nothing you should aim at, basically because it consumes your motivation and won’t give you the boost of a big wow-effect afterwards. And this wow-effect is what  will preward and push you, which shows you, that all this effort is worth it. In addition to that, when I spend a longer time in a row with sorting and discarding, throwing things away becomes much, much easier. Simply because I see how my cellarboxes fill and I think by myself: Oh girl and next year you will sort this stuff again?!  So away with it. Because everything in the cellar must be sorted twice. At least.

Na, seht ihr es? Oben, das war schon aufgeräumt! Kisten nach Farben sortiert und so… Aber SO VIEL!!! Jetzt reicht uns diese Kommode, um den Bürokrempel, den wir wirklich immer zur Hand haben wollen, im Raum zu haben. Und mir gefällt die symbolische Verbindung von Herrn Blonds und meinen Themen.
Do you see it? The shelves on the top picture were already tidyed! Boxes sorted by colour… But SO MUCH stuff! By now this dresser is sufficiant for all of our working material which we really want to have right at hand. And I like the symbolic connection of his and mine themes.

2. Was macht den größten Effekt? – Das zuerst!
Im Sinne dessen, was ich gerade beschrieb. Ihr braucht den Wow-Effekt. Der setzt dann wieder neue Energien frei weiterzumachen. Also eben nicht die Unterwäschenschublade, sondern knöpft euch das vor, was den größten Unterschied verheißt. In unserem Falle war das die überzählige alte Couch, die wir endlich abgegeben haben. Danach ließ sich die Mammutaufgabe „Arbeitszimmerregale“ wesentlich besser stemmen.
Prädestiniert sind also überzählige Möbel, zugemüllte Oberflächen (Schreibtische, Arbeitsplatten, Sideboards) und alles, was Engstellen verursacht, weil man z.B. eine Tür nicht richtig öffnen kann. Wenn ihr ganz am Anfang steht: Sind alle Fenster unverstellt, alle wichtigen Wege hindernisfrei begehbar? Gut. Dann knöpft euch als nähstes die Fußböden vor und räumt sie frei.
2. What promises the biggest effect? – Do this first! Just in the sense of what I just described: you need that wow-effect because this will release new energy to continue working. So don’t start with your panty drawer, but start with the project which will show the biggest positive change afterwards. In our case it was this second sofa we kept over a year beause… well somehow because. After the couch vanished the mammoth project of tidying the office shelves could be tackled much easier. So predestined are excess furniture, surfaces vanished unter clutter and everything which results in constrictions like when you cannot fully open a door. When you are really, really at the very start: are all windows free? Are all mainroads in your flat negotiable without obstacles? Fine. Then continue with the floors and free them.

3. Habt (Vor-)Freude beim Räumen!
Ganz wichtig: behaltet im Blick, dass ihr euch nicht permanent gegen etwas entscheidet, sondern für etwas anderes. Ihr entrümpelt ja auch, um die Dinge, die ihr liebt, die euch erfreuen wirklich in den Fokus zu rücken. Das, was bleibt (oder endlich neu kommen kann!) soll euch erfreuen. Freut euch also darauf in einen Schrank mit Lieblingskleidung zu blicken (oder zumindest in einen ohne doofe Klamotten). Freut euch auf (in unserem Fall) ein Arbeitszimmer, dass motivierend, inspirierend und strukturiert auf euch und euer Schaffen wirkt.
3. Enjoy the tidying process – or at least face the future tidyness with a thrill of anticipation. Very important: always keep in mind that you don’t permanently decided against certain object but for something else. You declutter to focus on the things you really love. That what is staying (or which will come!) is meant to please you. Look forward to a wardrobe only filled with favourite clothes (or at least without unwanted clothes). Look forward to (in our case) a workspace which is acts upon us and our work as motivating, inspiring and well structured.

4. Vorsicht mit den Vielleicht-Kisten
Behaltet die Kellerkisten im Auge. Da muss man dann ja noch mal ran. Und es ist ja sowieso schon nur Zeug drin, das halb auf der Abschussliste steht. Also, doch besser weg damit? Nutzt diese Kisten nicht, um Entscheidungen aufzuschieben, sondern vor allem für wertigere Dinge. Beispiel: Es ist okay noch mal die tollen Lampionketten für die Gartenparty einzumotten, weil vielleicht nächstes Jahr doch endlich die Gelegenheit dafür kommt. Leere Parfumflakons oder die dritte rote Strumpfhose sollten nicht in diesen Kisten mumifiziert werden…
4. Be carefull with the use of the maybe-box. Keep an eye on this box / these boxes. Because you will have to go through this stuff a second and maybe even a third or more time. And the boxes are already filled with stuff which did not get a clear „Yes, it will stay!“. Don’t use these boxes to postpone decisions but only for things of a higher value which might be unlucky to throw away. Example: It is okay to keep this light garlande for a gardenparty which did not take place this year but maybe next year. Empty parfum flacons or the third red pair of tights are not meant to be mumified in theses boxes. 

5. 20-20-Regel
Ich liebe sie! Sie war eine Erleuchtung! Diese Regel hilft euch enorm, wenn ihr nicht nur an der Wegwerfentscheidung knabbert, sondern vor allem an der Frage: Kellerkiste oder nicht? Die 20-20-Regel wird gegen „Könnte man ja vielleicht noch mal Brauchen“-Plunder eingesetzt. Alles, was man bei Lichte betrachtet für unter 20 Euro (Dollar) in maximal 20 Minuten wiederbeschaffen könnte, wird jetzt ausgemistet. Diese Vorratshaltung staut nämlich nur die Ecken voll und betrachtet die Zukunft als etwas, was von Mangel gekennzeichnet sein könnte. Wertvollere, schwerer zu beschaffende Gegenstände/Ersatzteile darf man behalten. Deshalb eben pro Lampionkette, contra Strumpfhose, contra 20 Ersatzglühbirnen und aber leider hier auch pro doofes Papierarchiv, das wichtig und sehr schwer wiederzubeschaffen ist.
Diese Regel war der Todesstoß für meine absoluten Hasskisten (ja, Plural!): die Kabelkisten, die Computerzubehörkisten, die Werkzeugkisten und die Glühbirnenkisten. Ich hasse diese Kabel, wie sie da wie ineinanderverknotete Eingeweide in ihrer Kiste klemmen und man nie nur eins rausziehen kann, wenn man doch mal eins sucht. Und immer hat man nur Verlängerungskabel mit genau zu vielen oder zu wenigen Steckerplätzen. So viele Nägel und Schrauben, wie wir besaßen, da hätte ich zwei Boote draus bauen können. Oder so. Bah, näh, weg! Wobei es hier schwer wurde mit dem Mann zu kooperieren, Werkzeug und Technik, ihr könnt es euch denken… aber wir sind uns einig geworden. Im übrigen: Wenn ihr etwas innerhalb von 20min bestellen könnt, dann gilt das auch. Die Lieferzeiten zählen hier nicht mit. Außer vielleicht Überseeverschiffungen, aber ich denke, ihr habt das schon gut genug verstanden, um zu sehen, was Ausnahmen sind und was Ausreden. 🙂
5. 20-20-Rule. I LOVE it! Such a brainwave! This rule helps enormously if you are not only fighting the decision to throw things away but at first place you always ask yourself: cellerbox or not? The 20-20-rule is used against „This might be usefull someday“-stuff. Everything which can be gotten back  for under 20 Euro (Dollar) within maximum 20 minutes of effort, is discarded. Because this stockpiling clutters too many corners, boxes, shelves, drawers… and additional it regards the future as something which is labeld with shortage. Things of higher value or things which are much more difficult to get back may stay. This is why: pro light garlande, contra tights, contra 20 replacement light bulbs but unfortunately pro boring stupid paperarchive as theses papers are important and hard to get back. This ruel was the killing stroke for my absolute hate-boxes (oh yes, hate! Strong word her…): the cable boxes, the tool boxes and the replacement bulb boxes. A harder part to cooperate here with the man, you know, tools and devices… but we could arrange. Besides: if you can order something within 20min this counts as well. The postal way time is not included in this calculatzion. Except for oversea shipping maybe. Maybe. But I guess you got the point already.

Und könnt ihr das Kleingedruckte lesen? – „And do less of what doesn’t“
And can your ead the mouseprint? – „And do less of what doesn’t“

 

Da dieser Post so schon wie gesagt gignatisch ist, gönne ich euch und mir an dieser Stelle eine kleine Verschnaufpause.
Den zweiten Teil mit meinen Tipps 6-11 und einer weiteren Aussicht, den gibt es dann am in vier Tagen am 09.November.
Well you see, this article is a real giant. So a little breathing pause for you and me here. The second part of my Less-is-more series will follow at November 9th and come with 6 more tipps to declutter as well as a foresight what will happen from now onwards. 

Und ich bin ehrlich gespannt, wie viele von euch mir bald schreiben, dass sie nun auch losgelegt haben.  Ich zähle auf euch, Jungs und Mädels!
And I am really excited how many of you will comment here pretty soon, that they started decluttering too. I count on you ladies and gents!

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Clean your clutter with Feng Shui Part 1 
Clean your clutter with Feng Shui Part 2
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1. Oktober 2015

Verborgene Schätze

Wie ich euch neulich erzählt habe, miste ich aus! Und zwar sehr, sehr großzügig. Ich habe sowas schon öfter gemacht, aber diesmal bin ich mit bedeutend größerer Wucht dabei. Bis Ende Oktober habe ich mir Zeit gegeben, um mich durchzuarbeiten, aber schaut mal, was mir auf meinem Weg begegnet ist:
As I told you recently I am cleaning my clutter! And I do this rigorously. I did that several times before already but this time we work with much higher impact. I gave myself time until the end of Ocotber to finish the decluttering process but hey, just have a look what I was stumbeling upon:

Diese Kette, die ich an meinem Abiball getragen habe. Ich wusste schon gar nicht mehr, wo sie war. Und wie ihr seht, habe ich jetzt andere Verwendung dafür. Ich bin ganz verliebt…
This necklace was my Abiball jewellery (Abiball is the prom night at the end of the German Gymnasium „Abitur Ball“). As you see I use it now differently. I am in love!

Kunstzopfhaarband und drei eigene geflochtene Zöpfe im Nacken, herumgewickelt und festgepinnt.
Braided headband of fakehair and three low own hair braids wrapped around it and pinned in place.

Und noch anderer verschollener Kleinkram ist wieder aufgetaucht („auftauchen“… beachtet das Wort. Da gibt es also eine Masse, die sich verhält wie Wasser, dass sie Dinge zuschütten kann und man sie wortwortlich wieder an die Oberfläche holen muss. Bah. Krempel!). Ein Objektivdeckel, Blumendraht und noch mal Schmuck und zwar echter (Dinge, die ich echt lange gesucht habe zwischendurch!)…
And also other long lost objects finally found their way back to the surface (look at the words: „come back to surface – this means that there are in fact so many things, that they act like water and can cover other things up completely so that it is an effort to bring them back up – uuh, I don’t like clutter, really…): a lense cap, florist’s wire and other jewellery – things I was really searching for for long!

Unscharf, aber ich mag das Bild so.
Out of focus but I still like this pic a lot.

Ich bin gespannt, was uns noch so vor die Füße fällt.
I am courious what I will find until the end of October.

27. Januar 2015

Willkommen! – Flur und Farbe

Der Eingangsbereich, sagt „man“ (also mal wieder so nette Wohnzeitschriften, Entrümplungsratgeber und dergleichen), der Eingangsbereich, sagt man, heißt Gäste willkommen. Oder eben auch nicht. Je nach dem, wie er aussieht: einladend oder eher rauswerfend?
Mal davon abgesehen, dass man sich so ja auch selbst willkommen heißt, wenn man nach Hause kommt.

Das Malerfilz ist super! War zwar einmalig teurer als die übbliche dünne Plane, aber dafür haben wir es jetzt schon x-mal verwendet. Es hat sich amortisiert und Streichen ist damit viel entspannter, da weniger rutschig.

Wie die wohl allermeisten Flure in der deutschen Wohnarchitektur ist auch unserer innenliegend, fensterlos und somit dunkel.
Ein schöner Tipp, über den ich gestolpert bin: wenn der Flur sowieso dunkel ist, versuch nicht ihn auf Biegen und Brechen hell zu bekommen. Wozu denn? Für das Reh im Scheinwerferlicht? Natürlich hell genug, um sich beim Jackeanziehen noch mal im Spiegel kontrollieren zu können, aber der Flur ist kein Ort an dem man sich schminkt, man schreibt oder liest, von daher darf der ruhig auch etwas gedämpfter ausfallen.
Joah, dachte ich, dann hab ich jetzt nen Freibrief für die richtig geilen Farben!
Aktuell mögen wir gern satte, kräftige Töne, darauf wirken Bilder in weißen oder goldenen Rahmen immer so toll. Der Mann wollte ja eigentlich im Wohnzimmer schon eine blaue Wand haben, aber da ging das ja nicht, wollten wir nicht gefühlt in einem Kühlschrank sitzen. So haben wir nun Blau im Flur.
Und weil uns Gold im Wohnzimemr so gut gefiel, naja… da haben wir dem Flur auch noch was gegönnt.

Ich bin wirklich kein Fan der Fliesen. Aber sie sind nun mal da. Und wenn ich euch jetzt nicht so drauf stoßen würde, würden sie euch vermutlich auchgar nicht so übel auffallen.

Noch ein Tipp: Macht euch wirklich Farbpaletten! Unser Flur war sehr schwer farbig zu gestalten, weil wir hier sehr viele Gelbtöne haben, die an sich nicht harmonieren: graulichbeiger, kühler Fußboden, darauf etwas dunklerer auch eher kühler beiglicher Teppich der schon fast einen Tacken Grünanteil hat und wieder die sehr orangen Türzargen (und davon flurtypisch ebens ehr viele!). Erst dachten wir hier an einen Rotton, dann an Braun, aber erst die Kombi aus besagtem satten Blau mit Gold hat alles verbunden.
Palette ausgedrukt zum Baumarkt und Glück gehabt, die Farbe gab es schon ferti: „Deep“ von Schöner Wohnen ist es geworden. Die deckt auich anständig und man muss nur zweimal drüber.

Joah.
Das ist dann also der Flur.
Noch nicht fertig, aber schon mal ganz nett.
Besser als vorher – und das ist immer am meiten wert. 🙂


The entry is the place to welcome guests and therefore it shows how welcome they are. So say many books about interior design or organizing your home. I guess they are right. 🙂 And don’t forget, that the entry not only welcomes your guests, it also welcomes you, when you return from work or alike. It feels that much better to be embraced by home than by a battlefield of shoes and stuff. 
As most entries in German home architecture, ours is in the middle of the flat and therfore without windows and rather dark. But I found a really helpful advice, when I was looking for inspiration: don’t try too hard to make it a bright light room. Make it comfortable and light enough to see everything your need, that’s sufficiant. You don’t usually do your make-up in the entry, nor do you write or read there.
Well I thought, nice to know, let’s head for the saturated, darker colours! Mr. G. really wanted a dark blue in the livingroom but as I told you, that was no point, if we did not want to sit in a room feeling as cool as a the inside of a fridge. But we decided to take blue for the entry. In fact this sort of blue was the only colour which made a perfect match with the difficult shades auf beige we have on the floor (rather cool and greyish) and the deep warm orange tone of the doors. We made palettes with red and brown tones too, but only this slightly greenish blue combined with golden accents made the match. Luckyly we found exactly this coulour in the property market. Colour palletes are really helpful as I mentioned already before. 🙂

And here you are: our entry. Not yet completely finished, but that much better than before. And that is what counts most for me. 🙂

18. Januar 2015

Zeig doch mal dein Wohnzimmer!

 Und wie man Gelb schön macht, wenn man Gelb eigentlich nicht mag.
Ein paar Worte zum Farbkonzept.

Tatsächlich haben mich ziemlich viele von euch nach einem Blick in unser Wohnzimmer gefragt. Ein bisschen was hat man ja auf den Silvesterbildern gesehen, aber da ihr gefragt habt, tue ich euch gern den Gefallen und etabliere dann 2015 auch gleich eine neue Kategorie: home. Hatte ich auf einem meiner alten Blogs schon mal und tatsächlich macht mir alles rund um Wohnen, Einrichten und Handwerkern nach wie vor enorm viel Spaß. Und ganz doof stelle ich mich dabei wohl auch nicht an.
Da ich aber schon ziemliche viele Kategorien jenseits der Haare habe, habe ich beschlossen auch dieses „Offtopic“ mehr zu integrieren. Eigentlich ganz einfach, oder? 
Hier also unser Wohnzimmer status quo.

Couch, Regale und Kissen: IKEA / Lampe: näve via Westwing / Bilder: selbstgemalt, Öl auf Leinwand / Kommode und Stühle: antik, Erbstücke

28 Quadratmeter und damit wie ich finde schon recht groß. So haben wir nun auch endlich einen richtigen Essbereich. Es gibt eine gemütliche Sofeecke, einen Fensterbank, auf der man sitzen und nach draußen schauen kann (mein Zweitlieblingsplatz) und ich habe mir einen lang gehegten Traum erfüllt und einen Schaukelstuhl ins Haus geholt – was dann der Lieblingsplatz wäre. Wir haben eine neue Couch (was mit Abstand der größte Rechecheaufwand war, um was das angeht ans Ziel zu kommen. Gern dazu ein andern Mal mehr) und das alte Sofa ist nun Gästebett und steht zwei Räume weiter.

Farbkonzept
Basisfarben sind Weiß, Creme, Gold, Honigtöne und dunkles Holz – Wände, Fußboden, Türezargen und die großten Möbel. Kontrastfarben nur bei den Accessoires.

Ui, da haben wir lange dran geschraubt. Unsere alte Couch war ja rot (Erbstück) und wir hatten in der alten Wohnung dann alles daran angepasst, sodass wir auch jetzt noch viele rote Wohnaccessoires haben. Die werden grad noch sukkzessive ersetzt oder anderweitig untergebracht. Denn an sich ist Rot jetzt nicht ganz so meins. Womit ich schon bei einem wirklich wichtigen Tipp fürs Einrichten wäre:

Wenn ihr eine Gegebenheit nicht ändern könnt, versucht nicht dagegen an zu gestalten, sondern integriert sie. 
Egal ob das der Fußboden ist, der partout eine Farbe hat, die ihr euch nie ausgesucht hättet, ob es eine Ziegelwand ist, die ihr nicht wolltet, Balken an der Decke oder eben ein teures Möbel, das sich nicht so flott ersetzen lässt und das somit noch eine ganze Weile den Raum dominieren wird. Versucht nicht drum herum alles so herzurichten, wie ihr das ideal gern hättet, ignorierend, dass es nicht zu besagtem Subjekt passt. Fügt es ein. Sonst seht ihr das, was euch stört noch viel mehr, weil es immer ein Fremdkörper bleibt.

Ich hätte mir auch nie selbst einen so gelben Holzboden ausgesucht. Ich mag lieber ganz helle oder ganz dunkle Böden. Aber ausgerechnet gelb…? Vorteil des honigfarbenen Bodens ist allerdings seine Wärme. Das Licht im Wohnzimmer ist von sich aus ein sehr kühles, der Raum ist geradezu schattig. Selbst die vielen roten Accessoires und die Couch UND der Boden zusammen mit zwei sandfarbenen Wänden konnten das Licht  nicht gemütlich machen. Welche Wandfarbe also? Der neue Pantone-Ton „Marsala“ war noch kurz im Rennen, der auch gut zur bisherigen Couch gepasst hätte und eben Gold. Dann hatten wir bei Pinterest dieses Bild gesehen und waren angefixt mit Gold und eben mit diesem Blattmotiv… Den Werdegang wollte ich für euch dokumentieren. Aber… das sah wirklich nicht aus. Für so eine Wandgestaltung hätte der Raum noch größer, heller, lichter, die Wand glatter und das Mobiliar minimalistischer sein müssen. War es nicht, wird es auch nicht werden, also drüber gestrichen. Und dann waren wir sehr erleichtert. Aber war schon schade drum…

Da ist sie, die goldene Wand. Die Farbe ist „Glamourgold“ von signeo. Sehr schöne Farbe, aber deckt schlecht. 3x drüberstreichen ist Pflicht. Wenn ihr eine andere Farbe als weWeiß als Untergrund habt, streicht weiß vor, sonst schlägt das immer durch. Wir haben 8x (!!!) streichen müssen, um die Blattstruktur darunter zu verdecken. Man kann sie aber immer noch erahnen…

Also Farbkonzept. Warm war uns wichtig, warm und ruhig. Der Boden gibt mit seinem Honigton einen sehr dominanten Gelbton vor, den wir mit der goldenen Wandfarbe aufgegriffen haben. Bei Gelb hätte ich tatsächlich gestreikt, auch bei Terracotta, und das Rot hatte ich echt Leid… aber so ein Goldgelb, das war nicht nur ein Kompromiss, das war eine Lösung.

Auf Wunsch noch mal die Lampe im Detail. Sie ist sehr bunt, wenn ausgeschaltet. Eingeschaltet dagegen verbinden sich die Lichtfarben zu einem sehr natürlichen weißen Licht. Na, wer hat in der Schule aufgepasst? 🙂 Ist ja logisch dass viele bunte Lampen dann wieder weißes Licht machen, nicht wahr. 🙂
Ansonsten noch unser oller Küchentisch, der noch einen Generalüebrholung bekommen soll, die schon erwähnten antiken Stühle, meine Bilder, ein Flohmarktbesistelltischchen und – unvermeidlich – IKEA. Hier in Gestalt des Teppichs.

 Und somit sind wir bei den Grundfarben: Weiß, Honig, Gold, sanfte Naturtöne und bis hin zu sehr sattem, dunklen Braun. Vor diesem ruhigen Hintergrund lassen sich dann sehr schön einzelne Farbakzente setzen, wie wir es mit dem großen Bild und der dazu passenden Lampe sowie den Sofakissen gemacht haben. Diese bunte Palette zitiert sich aber wiederum selbst, um auch bei den bunten Akzenten keine Unruhe entstehen zu lassen. Gelb so zu integrieren, das ich es mag war bisher das schwierigste Farbkonzept, das ich in einer Wohnung umsetzen „musste“. Ein paar Kleinigkeiten sind noch nicht ganz passend, aber für zwei Monate nach dem Einzug finde ich das doch sehr vorzeigbar.

Ein Schaukelstuhl, ein Schaukelstuhl! Meine neue Lieblingsecke! Auch hier trifft wieder IKEA (Hemnes)  auf Flohmarkt bzw. Erbstück. Der Schaukelstuhl schließlich ist ein altes IKEA-Modell (Lillberg), welches wir bei ebay Kleinanzeigen gefunden haben.
Die schöne Wolldecke ist von Mama selbstgestrickt. 🙂

Tja, das war er, der Werdehgang unserer Blätterwand. Im Stadium rechts haben wir dann beschlossen, dass es uns an unserer Wand einfach nicht gefällt. In einem hohen, lichtdurchfluteten Loft oder ähnlichem mit nur wenigen Möbeln hätte das gut werden können. Aber mit unserer Einrichtung davor war das Muster einfach total erschlagend.

Wenn ihr bei eurem Farbkonzept Hilfe braucht, kann ich euch folgende Websites empfehlen, da könnt ihr wunderschöne Farbpaletten finden:

www.colourlovers.com
Hier findet ihr paletten jeglicher Art, von grell bis soft, von bunt bis monochrom. Ihr könnt mit Suchbegriffen nach Paletten suchen. Zum Beispiel „Winter“ oder „Goldfisch“, wie ihr mögt.

www.design-seeds.com
Hier findet ihr sehr natürliche Paletten. Viele entstehen auf Basis von Naturfotografie. Ich persönlich bin großer Fan der Kristall-Serie. Insgesamt ist hier alles sehr harmonisch. Und ihr könnt hier nach Paletten suchen, die einen bestimmten Farbwert schon beinhaltet. Leider ist der Farbregler ein RGB-Regler, das macht es etwas schwierig. CMYK wäre hier leichter gewesen. Oder einfach ein Farbfeld…
Wer viel bei Pinterest ist, dem werden die Paletten sehr vertraut sein. Ich finde sie dort ständig, selbst wenn ich nicht nach Farben suche.

Und mein Zweitlieblingsplatz auf der Fensterbank über der Heizung mit Blick in den Garten.
Ich fand, es war mal wieder Zeit für einen Waterfallbraid. 🙂


Many of you asked me to show pics of our new living room. So here we are! For the first time, since I am no longer living at my mom’s I have a real dining room now. We used to squat on the couch, eating in front of the television. Not because we liked to, but we had to. Making a new room feel at home and cozy can be rally difficult, especially, when the setting is completely different compared to what you come from. In our old flat our livingroom was much smaller, with dark brwon floor, a red couch and it was a really light room. Here we have more space, a honey yellow floor and the light is much darker and cooler. Most important to us was to create a room in which we feel warm and comfortable, calm and relaxed. Therefore many colours for the wall and the new couch were no-nos as they would have made the light even darker, cooler and some were simply missfitting the yellow and orange wood colour of the floor and the doors. After such a long time with a red couch we really felt for something new, but as already mentioned grey or soft shades of blue or turquoise would have made the room even more chilly. We thought about the new pantone colour „marsala“ , but… a red again? No. To make the room calm we needed a perfect warm match to the yellow floor. Well and there we were: yellow, orange, terracotta? No. Really no.
But that’s maybe the best advice I can give to you when it comes to a room with a difficult colour concept: if there is something you can not alter (or which would be very difficult and/or expensive) don’t try to make a perfect styling around this subject. The trick is to integrate it. Otherwise the subject will always stay foreign. 
I am really no lover of yellow wall paint. Okay, to be honest: yellow is not my colour at all. But for our living room which demanded yellow as a match we found the perfect solution: gold! I love gold and we have many golden interior accessoires. So why not painting one wall golden? So we did. At first we wanted to draw a huge leafe pattern, but that really did not work for our room so we painted the whole wall with a white frame.  Like this the room became what we wanted it to be: warm, cozy, calm and a perfect place to relax. The colours are now based on yellow: white, yellow, orange, gold, soft natural tones of beige and brown and dark brown. With this calm background we could add our personal note with some colourful accessoires. There are still some mismatches, but I think: hey we live here for two month now. And for such a short time, the result is really nice, isn’t it?

The furniture we have are basically IKEA, ebay, flea market, family heritage and westwing finds.

28. Dezember 2014

Küchenliebe

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Sie ist fertig! Und ich bin glücklich und auch ein bisschen stolz euch nun unsere fertige, neue Küche präsentieren zu können. Unseren Futtertempel. Liebe!
It is done! Our kitchen is now completely installed and I am happy and proud to present our new food temple. I love this kitchen!

Zweimal Weihnachtskater und viel weiß mit Eiche.
Two times christmas hangover and a lot of white with oak.

Ich dachte, ich sammle mal ein paar Tipps, für alle, die vielleicht auch über eine neue Küche nachdenken. Ich hätte ein paar davon gern gehabt, als ich mich an die Planung begeben habe. Gerade weil ich sowas noch nie gemacht hatte, immer irgendwo gewohnt habe, wo schon eine Küche (oder etwas Vergleichbares 😉 ) vorhanden war und weil Geldausgeben in der Preiskategorie einer Küche für mich definitiv nicht alltäglich ist. Da wollte ich so gern sicher sein, dass dann auch alles passte.
For all of you who are thinking about a new kitchen in the near future I have collected some advice that really helped us to make the final right decisions. Especially when you are planning a kitchen for the first time in your life (like we did), it feels really tricky and difficult because it is so expensive and such an important place in a home.

Ihr glaubt gar nicht, wie lange man nach schönen, bezahlbaren Stühlen suchen kann. Diese hier sind von ebay. Lichterkette war ein Geschenk und der Schnee, der fiel einen Tag nach Weihnachten. Ist er nicht toll?
Chairs can be such an expensieve thing if you like design… these were found on ebay. The lights are from dawanda (birthday present this summer) and the snow fell one day after christmas. Isn’t it beautyful?
Meine Tipps für eine neue Küche

1. Inspiration, Inspiration, Inspiration!
Ihr wisst erst, was ihr wirklich wollt, wenn ihr euch viel angesehen – und im Idealfall auch ausprobiert! – habt. Fragt bei Freunden (vor allem solchen, die gern bzw. ähnlich kochen wie ihr), schaut in Zeitschriften, in den Untiefen des Internets (Pinterest, solebich.de…), geht in Küchenstudios und zu IKEA.
Inspiration first! You only know what you really want when you have ssen a lot of different styles, rooms, manners. And maybe you even had the opportunity to try them out which would be best. Ask friends and family, take the internet (Pinterest…) and magazines to make up your mind. Visist kithen stores or IKEA.
2. Geht von der Traumküche aus!
Erst das Ideal entwerfen und dieses dann an die Gegebenheiten anpassen. Umgekehrt startet ihr sonst sofort mit Kompromissen. So merkt ihr außerdem besser, was euch wirklich wichtig ist und was nur ein nettes Extra wäre. Nette Extras kann man wegkürzen – aber vielleicht muss man das doch nicht?! So merkt ihr außerdem besser, was euch die Dinge wirklich wert sind. Startet ihr andersrum, vom Budget aus (was wir erst gemacht haben), verrennt ihr euch schnell in „Eh zu teuer!“. Räumliche Gegebenheiten muss man aber natürlich trotzdem miteinbeziehen, so oder so, gerade bei Mietwohnung, wo man nicht mal eben mit dem Vorschlaghammer um die Ecke kommen kann.
Start dreaming of your perfect kitchen! Don’t start looking on your budget. Of course that works too, but the other way round it works better. Like this you find out what you really love and what things are really worth for you. We startet from the point of budget and endet up all frustrated. „Bah, too expensive!“, a solution seemd impossibly far. We had to switch the point of view and restart, than we found a way. 

Der Hundeschrank. Nahezu unbezahlbar im Küchenstudio, beim Tischler aber kein Problem und sogar günstiger als ein normaler Unterschrank, da so ja weniger Material nötig war.
Alle Griffe verlaufen waagerecht, auch die von Schrankklappen. Dadurch sind die Linien ruhiger und man kann (wenn man will) überall Handtücher drüber hängen. In erster Linie geht es aber um die Linien. 😉
Dogshelter. Horribly expensive in a kitchen store, but even cheaper than a normal kitchen cupboard at the carpenters as it needed less material.
All handles are installed horizontally, those of normal cabinet doors too. Like this the design is calmer and cleaner. And you can put towels over them, if you like. But basically it is about the lines. 😉

3. Betretet die weniger ausgetretene Pfade!
Schaut mal jenseits von IKEA und Küchenstudios! Vielleicht landet ihr wie wir bei einer guten Tischlerei (Tischlerei freiformat, Dortmund), vielleicht stellt ihr fest, dass ihr Lust habt eine Modulküche zu nehmen, vielleicht etwas Gebrauchtes neu aufzuwerten (Farben, Lacke, Griffe und vielleicht eine andere Arbeitsplatte können selbst aus Eiche-Rustikal enorm viel rausholen, auch hier empfehle ich wieder Pinterest, die Makeover dort sind großartig!).
Take the paths less travelled by! There is more than just the kitchen studio and IKEA. Maybe you come to a carpenter like we did or you decide to take something second hand, or – and that is really interesting – you decide to spend less money but more time and do a lot yourself. Even old oak kitchens can get a real great makeover with only some colour and creativity. Again: visit pinterest and have a look at the amazing makeovers you find there.
4. Seid kreativ und individuell!
Das geht zugegebenermaßen bei Küchenstudioküchen nur sehr begrenzt, aber wenn ihr handwerklich etwas geschickter seid oder eben eine Tischelerei beauftragt geht oft viel mehr, als man meint. So wie bei unseren – Tada! – Hundeschrank! Manchmal braucht es auch gar keine „echten“ Küchenmöbel, sondern etwas anderes.
Be creative and individual! Okay, if you decided to buy your kitchen in a conventional store that might be difficult to impossible. But with some DIY or some flexible helpers you can integrate many things, that are special for you. Like we did with our dogbed.  

Awwwwww…!

 5. Behaltet die Praktikabilität im Blick!
Verbaut euch nicht die wichtigsten Arbeitswege und – plätze. Habt ihr genug Stauraum? Passt die Arbeitshöhe? Ja? Sehr gut.
Finally, stay practical. Keep the surfaces free of stuff and don’t block the most important working ways in your kitchen. Enough storage?  Fitting height? Yes? Very well!  

Nischenverkleidung aus Eichenfurnier mit Glasspritzschutz und Massivholz Arbeitsplatte, ebenfalls Eiche. Granitspüle ist kleiner als üblich (77cm), dafür ist das Kochfeld mit 80cm größer.
Ouf, kitchentermini translation… Well: oak panel headboard and full oak board. Slightly smaller than usual stone sink and an a bit larger cooking area.

Ihr könnt euch vielleicht nicht vorstellen, wie schön so ein Ausblick für uns ist. Ein Baum. Wir haben etwa 10 Jahre in der Innenstadt gewohnt und auf parkende Autos, Wände und das zugemüllte Flachdach vom Netto mit dahinterliegendem Parkplatz geguckt, wo Leute ihren Sperrmüll nachts abgeladen haben…
You can’t imagine how great it is for us, to look out of the window and see… this! A tree. We lived about ten years in the city and mostly looked on parking cars, walls and on the parkinglot behind the supermarket where people tend abandon their old furniture…

Sieht gut aus, oder?
Und wisst ihr, was das größte Einsparpotential hatte? Die Hängeschränke. Die haben wir erst mal komplett gestrichen. Sie wären nett gewesen, aber nicht zwingend nötig. Es gibt aber bereits einen Entwurf dazu, sodass wir, wenn wir möchten, Hängeschränke dann später mal nachrüsten können.
Davon ab, haben wir uns um sämtliche Elektrogeräte selbst gekümmert. Dabei ließ sich eine vierstellige Summe einsparen.
Looks nice, doesn’t it?
And do you want to know how we stayed within our budget? We decided not to take hanging cabinets. Because they would have been nice as extra storage but they were not absolutely neccessary. But we already have a sketch of a kitchen with hanging cabinets so we can go for them whenever we want in the future. Besides that we organzied all electronic devices (fridge, oven…) on our own instead of the carpenters. Like this we could safe over a thousend Euros.