17. Februar 2018

Heiki goes (fast) pesci vegetarian

Jawohl! Richtig gelesen. Frau Paleofriendly hat das Fleisch vom Speiseplan gestrichen. Wie, wieso und überhaupt? Und auch: Was mache ich denn dann jetzt mit meinem Beikostbaby?

Zunächst einmal: Wieso?

Aus moralischen Gründen. Ich war schon mal aus Überzeugung ein Jahr vegetarisch unterwegs und ich habe mich rund um 2013/2014 auch viel mit Veganismus auseinander gesetzt, um nicht nur einsieitig die Paleosichtweise zu betrachten. Der moralische Ansatz hat für mich, was vegetarisch/veganes Essen angeht, schon immer gewonnen, die Umsetzung hat sich für mich aber schwierig gestaltet. Dazu gleich mehr unter „Wie?“. Dass ich mich nicht für einen vegetarischen Lebensstil entschieden habe, hat immer an mir genagt und ich habe diesen Konflikt gepflegt wegignoriert, denn ich bin im inneren Zwiegespräch einfach nicht vor und nicht zurück gekommen.

Ein weiteres Wieso, nämlich das „Wieso jetzt?“ ist Merle. Eben weil ich hier einen moralischen Ansatz vertrete. Ich möchte ihr ein Vorbild sein und seit bei uns die Kinderfrage im Raum stand, frage ich mich ernsthaft, wie ich einem Kind – meinem Kind – das klarmachen möchte, dass wir einerseits Tiere streicheln und liebhaben und Tiere die Protagonisten in Kinderbüchern sind… und wir sie andererseits essen. Ich für mich habe das Thema wie gesagt eine Weile wegignoriert. Aber Merle wird irgendwann fragen. Und ich brauche darauf vorher schon eine Antwort, die nicht nur aus Worten besteht, sondern aus Vorleben, denn bis zu diesem Tag X aufzuschieben, an dem sie fragen wird, finde ich für mich heuchlerisch. Eine Art Galgenfrist der Art „Na, noch kapiert sie es ja nicht!“ aber ich eben sehr wohl. Dass ich sehr gesundheitsbewusst esse, Whole Foods an erster Stelle, das ist ohnehin unsere Basis und ich bin sehr froh, dass wir ihr das also sehr leicht werden vorleben können. Ich vertrete zudem den Standpunkt, dass der Mensch an sich ein Omnivor ist, was wiederum Fleisch mit einschließt. Ein Omnivor der besonders anpassungsfähigen Sorte allerdings. Solange es abwechslungsreiche Whole Foods sind, lassen sich sehr viele verschiedenen Ernährungsweisen finden, mit denen ein Mensch gedeihen kann, es gibt mehr als genug Belege rund um den Globus. Manche mit mehr Fleisch, manche mit weniger oder gar keinem, manche mit mehr oder weniger Getreiden oder Milchprodukten. Einzig Gemüse streicht keine gesunde Diät vom Speiseplan. Soviel einmal zur ganz groben Einordnung, was dabei unser Fundament bleibt.

Es geht also hier deutlich um mich und darum was ich esse und wieso, aber ja, Merle ist für mich eine Motivation dazu und natürlich wirkt sich meine Entscheidung auch auf sie aus.

Wie?

Das Wie war bisher der Grund, weswegen ich mich so sehr im Kreis gedreht habe. Ich bin ein Eiweißtyp, wenn es um die Stoffwechseltypen geht und ich habe lange Zeit mit Hülsenfrüchten nicht arbeiten können, weil ich stark auf sie reagiert habe. In dem Kontext erwähne ich noch mal meinen Darm mit Colitis Ulcerosa, ich bin da also absolut individuell zu betrachten. Gluten ist nach wie vor für mich raus, mit kleinen Dinkelausnahmen. Damit waren mir lange die primären pflanzlichen Eiweißquellen aus Hülsenfrüchten nahezu unzugänglich und auch mit Getreiden konnte ich fast per se nicht viel abfangen. Die Mengen, die ich an grünem Blattgemüse hätte essen müssen, um das aufzuholen, fleischlos, das wäre theoretisch zwar möglich, praktisch aber kaum umsetzbar gewesen. Ich hätte wohl nur noch gegessen und mit Nüssen den Eiweißbedarf zu decken, hätte sogar meinen vergleichsweise hohen Kalorienbedarf gesprengt.

Der aufmerksame Leser hat die teilweise Vergangenheitsform in meinen Sätzen entdeckt. Denn es ist so, das habe ich in den letzten 3 Moanten hinlänglich noch mal gegengetestet: Hülsenfrüchte sind für mich mittlerweile bekömmlich. Sogar gut! Es hat nur eine kurze Eingewöhnungsphase von grob 3-4 Wochen gebraucht, jetzt ist es wirklich einfach entspannt, sogar ohne nennenswerte Blähungen. Ich hatte das in der Schwangerschaft bemerkt und mich da ja schon mit Freuden auf Linsen und Kichererbsen gestürzt (bis ich Kichererbsen dann zu oft erbrochen hatte und die lange Zeit für mich deshalb ein rotes Tuch waren). Im Wochenbett gab es eine Phase, in der ich wieder sehr empfindlich auf Hülsenfrüchte reagiert habe und mir eingebildet habe, dass auch Merle dann mehr Blähungen gehabt hätte, aber das eine ging vorbei und das andere war wohl mehr Einbildung. Merle pupst mit und ohne Hülsenfrüchte auf Mutters Speiseplan. Der Darm eines so kleinen Kindes ist noch unreif, da ist das mehr oder weniger normal und ganz ehrlich: jeder Mensch pupst. Kommt eben drauf an, ob es weh tut oder viel wird. Und das war bei Merle nur signifikant bei der Pre-Milch so. Weniger mit dem Vollstillen und da tatsächlich unabhängig von dem, was ich selbst an Blähendem gegessen habe. Noch mal weniger einfach je älter sie wird. Das Internet ist voll von Listen mit „verbotenen Lebensmitten“ in der Stillzeit, weil angeblich blähend und es ist schwer zuverlässigere Quellen dazu zu finden, ob das nun stimmt. Ich habe es dann einfach ausprobiert. Und es lief rund. Linsenkohleintopf mit Zwiebeln und Chlli? Kein Problem. Für keinen von uns.

Nudelvegetarier…

Vor 12 Jahren (das war grob mein vegetarisches Jahr)  war ich genau das. Vor 12 Jahren hatte ich einfach auch nicht so viel Ahnung von Ernährung und studentisch ein ziemlich knappes Budget. Dass es mir also mit vegetarischer Ernährung auf Basis von Nudeln, Reis, Brot, Tomatensoße (okay seien wir ehrlich, es war Ketchup), Käse und Bananen nicht so wahnsinnig gut ging, ist eigentlich auch nicht weiter verwunderlich. Zumal diese Zeit auch mit meinem Burnout zusammengefallen ist, fragt sich, was da was begünstigt hat…

Good Bye Colitis

Dass es mir damals so schlecht mit der Ernährungsweise ging, war also für mich lange Grund genug es nicht noch mal versuchen zu wollen. Aber jetzt weiß ich mehr und ich vertrage mehr. Meine Colitis Ulcerosa ist nun seit fast 4 Jahren in Remission, was die längste Zeit ist, die ich je schubfrei war. Mit grooooßem Abstand. Ich hatte schon mal den Unterschied zwischen Heildiät und Dauerdiät erörtert und ich denke, da wird nun auch für mich erneut ein Schuh draus. Paleo oder gar AIP (autoimmune protocol) sind für mich die Ernährungsweisen, wenn ich merke, dass bei mir Darm, Haut oder Lunge (Allergien) schwächeln, weshalb auch immer. AIP ist für mich absolut keine Dauerdiät, sondern ein Notfallprogramm, Paleo hat sich also als moderatere Heildiät für mich bewährt und ist auch variabel genug, um eine Dauerdiät sein zu können. Von 100% Paleo bin ich schon lange weg, da ich schon seit längerem wieder glutenfreies Getreide esse und ich auch um Erdnüsse keinen Bogen mehr mache, ganz im Gegenteil.

Sei es nun die Schwangerschaft oder einfach die lange Ruhephase meiner Colitis, Hülsenfrüchte vertrage ich derzeit wirklich gut und damit war der Entschluss dann endgültig gefallen.

Das letzte Hindernis, meine Gesundheit, die ich höher priorisiert habe als meine Moral, stand nicht länger im Weg.

Probezeit überstanden

Nach nun drei Monaten bin ich sicher sagen zu können: Es läuft. Ich habe keinerlei Fleischgelüste und absolut keine Beschwerden von den Hülsenfrüchten. Im Gegenteil. Ich habe derzeit sogar eine ähnlich gute Haut wie zu AIP-Zeiten. Wobei bei der Haut mit Sicherheit meine Stillhormone noch ein großes Wörtchen mitzureden haben.

Pesci…? Warum denn nicht ganz?

Warum also behalte ich Fisch auf der Speisekarte? Fische sind auch Tiere! Weil ich Fisch sehr gut vertrage. Sehr, sehr gut. Und weil ich das jetzt als ersten Schritt betrachte. Wenn möglich, wird es auch weniger Fisch und vielleicht auch gar keinen Fisch mehr bei mir geben. Ich habe jetzt bei Säugetieren und Geflügel angefangen, ohne dieses Fleisch durch Fisch zu ersetzen. Sollte ich merken, dass es gut läuft, wird auch die Fischmenge reduziert. Es ist hier also ein langsames Annähern und kein echter Cut. Was ich für mich persönlich auch immer als besser bekömmlich erlebt habe, wenn ich etwas an meiner Ernährung gedreht habe. Meine Verdauung mag nicht von jetzt auf gleich komplett umgestellt werden.

Zusätzlich behalte ich Fisch auch deshalb auf der Speiskarte, weil er gesundheitlich mit seinen Fetten sehr gut punkten kann (da gibt es aber mit z.B. Leinöl gute pflanzliche Alternativen, vor allem eben wieder dann, wenn man pflanzlich sehr abwechslungsreich isst) und auch das Jod aus ihm gut für mich ist, da ich künstliche Jodsupplemente nicht gut vertrage. Algen wären da eine pflanzliche Alternative.

Auch hier bleibe ich ehrlich mit euch: Der Cut von fast paleo auf komplett vegetarisch ist mir zu hart. Und ja, jeder Vollblutvegetarierer und Veganer muss jetzt einmal stark sein: Ich unterscheide innerlich sehr zwischen Landtieren und Fischen. Das ist eine rein emotionale, halb unterbewusste Entscheidung. Keine löbliche, was die Moral angeht, aber den Fisch zu behalten und die Kuh zu verschonen, fällt mir moralisch bedeutend leichter als umgekehrt. Aber wie gesagt. Schauen wir mal, wohin ich gehe.

Und was soll das „(fast)“?

Das bedeutet, dass ich mir Ausnahmen erlaube. So wie ja auch der Fisch schon eine Ausnahme ist. Ausnahmen mache ich für hochwertiges Bio-Fleisch. Nicht Discounter-Bio. Diese Ausnahmen sollen sich aber wirklich auf Feiertage beschränken und nicht die wöchentliche oder monatliche Ausnahme sein, das wäre dann doch sinnfrei. Es ist letztlich ein Hintertürchen.Aber ich mag diese Hintertür haben, damit sich ein „Ausrutscher“ nicht wie ein Totalversagen anfühlt, dann würde ich es vielleicht wieder ganz lassen. In den drei Monaten hatte ich 3x Fleisch. Zweimal geplant und einmal als Ausrutscher. Geplant war das Reh zu Weihnachten, das meine Mama schon besorgt hatte, bevor ich ihr von meinen vegetarischen Plänen erzählt hatte. Das Festtagsmahl also. Ebenfalls geplant war eine Hühnersuppe mit Bio-Hühnchen vom Demeterhof, als ich hier drei Tage eine kleine Erkältung bebrütet habe und das Hühnchen hatten wir noch da, wurde also auch nicht extra gekauft. Der Ausrutscher war eine Alnatura-Mini-Salami an einem Tag, an dem ich nicht zum Kochen gekommen bin und mir sogar meine Energiebällchen zum Halse raus hingen. Auch die kleine Salami war noch ein Restbestand und wurde dann gekillt.

Große Ansage und dann doch wenig dahinter?

Kann man als echter Vegetarier oder Veganer so sehen. Für mich ist es aber ein großer Schirtt in eine Richtung, die sich für mich einfach richtiger anfühlt. Vom Vielfleischesser zum fast nur noch Fisch- und Eier-Tierprodukt-Esser. Milch ist bei mir schon lange raus, bis auf ganz selten mal Ziegenkäse. Und wie gesagt: Wir werden sehen, wohin der Weg führt. Ich finde: Jedes Tier, das ich nicht esse, ist ein Gewinn (und jedes, das ich esse im Umkehrschluss natürlich ein Verlust). Vom moralischen Standpunkt her ist diese Entscheidung wirklich nur die Spitze des Eisbergs, der neben Essensentscheidungen auch noch viele weitere Konsumentscheidungen beinhaltet, vor allem unter der Oberfläche, aber für mich ist es eben doch ein großer Schritt. Und einer, den ich, das muss ich ganz ehrlich dazu sagen, nicht gegangen wäre, hätte ich die Wahl zwischen für mich optimaler Verträglichkeit und Tierleben gehabt… Denn da habe ich die letzten Jahre auch schon zu meinen Gunsten entschieden.

Und Merle?

Die Quellenlage zu vegetarischer Ernährung von Kindern ist mir nicht eindeutig genug, als dass ich da etwas an meinem Baby ausprobieren wollen würde. Merle wird somit omnivor ernährt, allerdings nach den für mich generell üblichen Maßstäben: Whole Foods (also sogenanntes Clean Eating – gibt es dafür eigentlich nicht eine passende deutsche Entsprechung? Echte Lebensmittel?), deutlich (!!!) vorwiegend Pflanzen und bei den Pflanzen achte ich darauf, die nährstoffdichteren Varianten zu bevorzugen. Fleisch bekommt sie erstmal etwa einmal die Woche, genauso wie Fisch. Sollte sie Heißhunger darauf haben, dann öfter, ich werde sie viel entscheiden lassen, im Rahmen der sinnvollen Möglichkeiten bei einem Baby. Dazu gern mal gesondert etwas zum Thema Beikost (wenn ich es schaffe, wenn es passt…).

Interessant in dem Kontext ist eine Studie, die Renz-Polster in seinem Buch „Kinder verstehen“ (Seite 87 ff) beschreibt, über Kinder, die ihr Essen selbst auswählen durften. Ein kleiner Junge hat gern Leber und Orangensaft gefrühstückt… Milchgetreidebrei war ziemlich abgeschlagen und Gemüse auch nicht wirklich beliebt… Generell mag ich hier anmerken, dass die Quellenlage zum Thema Beikost und Babyernährung gar nicht so einfach ist. Renz-Polster erklärt das recht gut in „Kinder verstehen“, dass das auch dadurch bedingt ist, dass man heute viele Studien, die man gern aus Neugier machen würde, einfach aus ethischen Gründen nicht machen kann, weil Babys keine Versuchsobjekte sind. Fakt ist laut ihm, dass es sehr viele verschiedene Beikost- und Kinderernährungsformen auf der Welt gibt, die oft mehr mit Tradition als mit allem anderen zu tun haben.

Zurück zum vegetarischen Titelthema

Merle hat ja nicht nur mich als Beinahe-Vegetarierin mit langer Paleokarriere als Vorbild, sondern auch noch andere Menschen um sich herum, mit anderen Essgewohnheiten. Von konventionell gutbürgerlich omnivor über vollwertig bio omnivor, „Teilzeitveganer“ bis zu sehr clean vegan ist alles dabei. Sie hat somit viele verschiedene Ansätze um sich herum, und wird sich daraus selbst ein Bild machen können, wenn sie soweit ist. Was ich sehr gut finde, dann damit lernt sie vor allem eben eins: Viele Wege führen ans Ziel. Essen braucht keine Dogmen, aber ein paar Überlegungen dann doch. Ich werde ihr sagen, dass Fleisch bedeutet, dass es von Tieren kommt. Das wissen ja die meisten Kinder. Das Thema Bauernhof kommt ja sehr früh für die meisten. Wenn auch die Verknüpfung von Fleckvieh auf der Weide und Steak auf dem Teller für die meisten Kinder doch eher abstrakt ist. Ich traue mir das auch zu ihr kindgrecht und untraumatisierend zu erklären, das Menschen Fleisch essen. Oder auch eben nicht, wenn sie das nicht möchten. Und dass man nur Milch bekommen kann, weil die Kuh eigentlich ein Kälbchen hat, das die Milch trinken soll. Es geht mir also darum, dass ich in dem, was ich sage und was ich tue, konsistent bin, nicht darum, ihr etwas vorzuschreiben.

Generell ein brisantes Thema: Kinderernährung mit welcher Form von Eliminationsdiät auch immer. Aber deshalb finde ich so einen Artikel in diesem Kontext eigentlich auch wichtig. Denn es ist ja gar kein Ganz-oder-Gar-nicht. Zumindest  für mich nicht. Aber das Darübernachdenken, das halte ich für sehr wichtig. Sich bewusst werden, was man lebt und somit vorlebt. Dazu gehört auch für mich, dass ich Dinge tue, die nicht perfekt sind. Für heute ist es aber erst mal: Heike goes (fast) pesci vegetarian.  🙂

Und Merle isst Whole Foods. Omnivor. Und wenn Mama es nicht sieht, wird sie wohl irgendwann irgendjemanden breitschlagen lernen, der ihr die Smarties gibt. Wenn sie Fleisch möchte, wird sie niemanden breitschlagen müssen. Bis dahin:

Eat more plants, do more yoga.

 

***

Wenn ihr euch zum Thema Babykost, Beikost und Kinderernährung weiter informieren wollt, das hier waren meine drei Hauptquellen:

Herbert Renz Polster: Kinder verstehen

Loretta Stern und Eva Nagy: Einmal breifrei bitte

FKE (Forschungsinstitut für Kinderernährung) in Dortmund, wobei ich mich mehr nach dem intuitiveren baby led weaning wie von Renz Polster und Stern/Nagy beschrieben orientiere, als nach dem Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr des FKE. Die Broschüre dazu ist derzeit leider nicht mehr zu beziehen.

Außerdem Gespräche mit Familienhebamme und Kinderärztin, einer befreundeten Oecotrophologin, die ihren Doktor zum Thema Beikost bei Kindern am FKE gemacht hat und selbst Veganerin ist und ich bin in der glücklichen Lage zwei Ärztinnen meine Freundinnen nennen zu dürfen, die ebenfalls gerade Kinder in Merles Alter haben. Vielen lieben Dank euch allen!

14 Kommentare

  1. Ein wunderbarer Artikel!

    Darf ich noch fragen (?): Wird sich Merles Fleischkonsum auf Demeter-Qualität „beschränken“ (eig. das falsche Wort)? Würde es dich stören, wenn sie auf Familienfeiern o.ä. bspw. Discounter Salami essen würde (wenn ja, wie könnte man sowas kommunizieren, ohne den Anderen zu pikieren (Aaaah, ich bin so im. Zwiespalt)?
    Deine Meinung würde mich sehr interessieren!

    Liebe Grüße

    1. Ich denke, da sind wir noch reeeelativ entspannt (man könnte auch sagen inkosnequent). Ich kaufe Biofleisch, aber nicht nur Demeterqualität. Ich kaufe auch beim Genüse und Obst nicht alles Bio, versuche da aber das Diryt Dozen bio zu bekommen. Ich verfahre da so: Was für mich gut genug ist, ist es auch für sie bzw umgekehrt esse ich auch nichts, was ich meinem Kind nicht geben würde.
      Sie wird woanders anderes Essen bekommen. Das werde ich kommentieren, wenn ich meine, dass das nötig ist. Bei Fleisch wäre das der Fall. Ich kann da recht weich sein, wenn es um Ausnahmen geht bei festen und es immer noch nur um Lebensmittel geht, die nicht optimal sind. Hat werde ich sein, wenn es um chemische Zusatzstoffe (Farbytsoffe, Geschmacksverstärker etc.) geht. Das möchte ich nicht, dass sie das isst. Will heißen Tante Sowieso darf ihr gern mal ein Stück Schokolade geben, das ich jetzt nicht ausgesucht hätte. Aber bitte keine Chips. Ein normale Bratwurst ohe Zusätze, wenn auch nicht Bio wäre damit für mich auch wengier „dramatisch“ als eine Bärchenwurst.
      Ich bin gespannt, wie das wird. 🙂

  2. Hallo Heike,
    ich habe mir gerade zwei Dokumentarfilme angesehen, in denen es um den gesundheitlichen, statt dem moralischen Aspekt einer veganen Ernährungsweise geht und musste wegen der Paleo-Ernährung an dich denken. Und dann guck ich bei dir vorbei und lese, dass du Vegetarierin geworden bist 😀
    Mich würde jetzt interessieren, was du zu den Dokus „What the health“ und „Forks over knives“ sagst (falls du mal Zeit hast, sie dir anzusehen)?

    Ich selbst bin nur 1/3 vom Jahr bewusst vegan und den Rest des Jahres bin ich Omnivore. Mein Mann ist dagegen, dass ich Veganerin werde, weil er diesen Lifestyle zu einschränkend findet. Nun versuche ich, ihn wenigstens dazu zu bewegen, die beiden Dokumentarfilme anzusehen und mich dann vielleicht sogar dabei zu unterstützen, auch wenn er für sich selbst eine andere Ernährungsweise wählt.

    1. Ooooh, dsa schaffe ich jetzt nicht, heir auf alles einzugehen. Forks over Knifes kenne ich, den anderen Film nicht. Kurzgefasst: Bei paleo war ich ja schonr echt tief in der Materie. Der Witz ist, dass gesundheitlich argumentierende Veganer und Paleos oft die selben Argumente (und Teils auch Quellen!) verwenden, sie nur anders auslegen. Sowohl Paleo als auch vegan können zwei sehr gesundheitsbewusste Ernährungsweisen sein, nicht jede passt aber zu ejdem zu jeder Lebensphase. Mit der Colitis z.B. wäre Vegan für mich wohl echt schlimm gewesen getreide und Hülsenfrüchte (bei Paleos ja raus) waren einfach so schlecht bekömmlich für mich . Ich persönlich kenne sowohl Menschen, die vegan total aufblühen als auch solche, die egan wirkich welken Beides die gesundheitsbewussten Veaner, nicht die Nudelveganer. 😉
      So viel in Kürze. 🙂

  3. Genau so sollte jeder daran gehen =) was bedeutet das eigentlich und wieviel möchte man/ich aktiv und bewusst verantworten?
    Find ich prima!

    Wobei ich zu dem Thema „Fisch“ nochmal die extremen Faktoren Weltmeere, Artenschutz (auch bei sogenannten nachhaltigen Sorten) und Klimaschutz ins Gedankenspiel schmeißen will. Auch die Zuchtfischhaltung ist bei diesen Faktoren sehr, sehr bedenklich.

    1. Auf jeden Fall, da hst du Recht! Fische haben noch ganz eigene Problematiken. Ich bin da argumentativ auf jeden Fall noch sehr am Anfang. Leider ausgerechnet nun jetzt in einer Zeit, in der zeit so rar ist… Aber kommt kommt. 🙂

  4. Hallo Heike,

    mich wundert, dass dir die Quellenlage zur vegetarischen (sic) Kinderernährung nicht eindeutig genug ist. Selbst von der DGE gibt’s kein Abraten bei einer ausgewogenen vegetarischen Ernährung. „Entscheiden Eltern oder Kinder sich für eine ausgewogene und abwechslungsreiche ovo-lacto-vegetarische Ernährung – ohne Fleisch und Fisch, aber mit Eiern und Milchprodukten – so kann diese als Dauerkost empfohlen werden.“ [1] (bei veganer sieht die Lage anders aus)
    Über die Frage, wie man „whole foods“ übersetzen kann, würde ich auf Vollwertkost stoßen. Das ist keine gute Übersetzung, weil das Gedankengebäude dahinter sich unterscheidet, aber in dem Bereich gibt es langjährige Erfahrung mit vegetarischer, ausgewogener Kinderernährung. Ich weiß, dass die Betreiber des vollwert-blogs[2] ihre Kinder vegetarisch und vollwertig ernähren (vielleicht haben die mal was ausführlicheres dazu geschrieben). Die Hilfsorganisation Salem [3] gibt es seit 1957, wobei das besondere daran ist, dass die (beispielsweise in ihren Kinderheimen) vegetarisch und vollwertig kochen. Eventuell gibt es dazu eine Langzeitstudie. (Ich komme drauf, weil für eine Doktorarbeit in der Familie ein Teil der Probanden aus so einem Kinderheim kamen (ging um Darmflora).)
    Ansonsten würde ich es mit „vollständige Lebensmittel“ übersetzen, bzw. einfach „unverarbeitete Lebensmittel“ benutzen – das ist freier, trifft den Sinn mMn aber besser.

    Davon ab, würde ich mir zusätzliche Gründe für Vegetarismus oder Veganismus zu Mitleid mit Tieren zulegen oder mich breiter mit der Materie befassen. Ich kann nachvollziehen, dass es der entscheidende Faktor ist, aber wenn man nicht sehr gut aufpasst, entstehen massive Inkonsistenzen wie hier mit den Fischen: Man hat mehr Mitleid mit Säugetieren als mit Fischen, weil sie uns als Spezies näher sind und (gerade) die Jungtiere ein Kindchenschema ansprechen, weswegen es als nicht vertretbar empfunden wird Reh zu essen (das im angestrebten Idealfall einen sehr schnellen, relativ stressfreien Tod hat), aber Fische, die beim Fang über einen längeren Zeitraum ersticken(sic), das entgegen älterer Meinungen auch merken, und zusätzliche Tode von Meereslebewesen durch Beifang verursachen, sind vertretbar.
    (Wobei ich betonen möchte, dass die Kritik nur die Inkonsistenz der Argumentation basierend auf Mitleid betrifft. Bei Verträglichkeit und langsamer Umstellung stimme ich vollkommen zu.)

    (Jessica, falls du das liest: Ich hatte dir eine Mail geschrieben.)

    Einen schönen Montag,
    Katja

    [1] https://www.dge.de/uploads/media/DGE-Pressemeldung-aktuell-02-2011-Vegetarier-Kinder.pdf
    [2] https://vollwert-blog.de/
    [3] https://www.saleminternational.org/index.php?seite=ueber-uns

    1. Vielen liebe Dank für die Links und Quellen! Du siehst, ich bin mal wieder rasant spät dran (ich kann jetzt antworten, weild er Mann Elternzeit hat). Wann ich zum Nachlesen komme steht noch in den Sternen…
      Bezüglich vegetarischer Kidnerernährung bin ich ganz bei dir, bei Babyernährung hatte ich mich mit dem FKE auseinandergesetzt und mich da mit einer Freundin/Bekannten, die selbst leidenschaftliche Veganerin auseinandergesetzt und beraten. Sie meitne auch, es deutet alles darauf hin, dass es machbar ist, aber echte Langzeitstudien sind rar. Ich habe ihre Aussage so angenommen und nicht weiter nachgeprüft. Ihre Expertise war mir erst mal genug. Dr. Oecotropholgin mit Doktorarbeit zu Beikost am FKE, das hatte für mich schon Gewicht.
      Aktiuell habe ich zu viele Themen im Kopf und auf der Agende, Vegetarisch/VEgan ist nur eines davon und somit wird es da wohl nur langsam weiter gehen. Dank deiner Links aber schneller, als gedacht. Somit noch mal danke!

      1. Ganz kurz: Ich denke, wenn es um Babyernährung geht, findest du mit etwas Glück bei den Salem-Leuten was. Meines Wissens nach haben die (zumindest in den 70ern/80ern, als hier die Doktorarbeit dazu geschrieben wurde :D) auch Babys nach vollwertig-vegetarischen Prinzipien ernährt. Ist ganz interessant 🙂

        Klar, kann ich verstehen 🙂 Was Veganismus angeht, hab ich zuletzt in Peter Singers „Ethics in the Real World“ ein paar interessante Essays zu dem Thema gefunden. Möchte ich hier kurz anmerken, weil er – Gott sei Dank – nicht nur (aber für meinen Geschmack noch viel) über Mitleid argumentiert.

  5. Liebe Heike,
    auf deinen Blogpost zu diesem Thema habe ich mich gefreut, seit du ihn zum Jahreswechsel angekündigt hast 🙂

    Selbst ernähre ich mich auch seit vielen Jahren pesci vegetarisch, vor allem aus moralischen Gründen.
    Die Zustände in der heutigen Massentierhaltung sind einfach unglaublich schlimm, es geht nur noch um den wirtschaftlichen Aspekt – möglichst billig produzieren ohne Rücksicht auf die betroffenen Lebewesen.
    Nicht zu vergessen der gesundheitliche Aspekt, denn der heutzutage übliche teils sehr hohe Fleischkonsum ist mitverantwortlich für viele Krankheiten, vor allem den rasanten Anstieg an Herzerkrankungen, Verfettung der Arterien, usw…

    Was mich wirklich zum Umdenken bewegt hat, war folgendes das ich vor langer Zeit mal gelesen habe (ich gebe es mal sinngemäß wider):
    Es bringt uns nicht um auf Fleisch zu verzichten, der Mensch kann auch sehr gut ohne Fleisch überleben da es genug Alternativen gibt. Es ist somit in der heutigen Zeit sowas wie ein „Luxus“ auf den man gut verzichten kann (sofern gesundheitlich nichts dagegen spricht natürlich).

    Ich MUSS also keine Tiere essen, sondern komme auch ohne wunderbar zurecht. Und es geht mir prächtig.
    Vor allem an meiner Haut habe ich das sehr deutlich gemerkt – seit dem Verzicht auf Fleisch vor einigen Jahren habe ich sehr reine Haut, keine Probleme mehr mit Unreinheiten oder sonstiges.
    Wenn man bedenkt wie es um unseren Planeten steht, vor allem in Bezug auf Treibhausgase ist es absolut notwendig dass noch soo viel mehr Menschen umdenken und ihren Fleischkonsum zumindest reduzieren.

    Interessant aber auch die Reaktion von „Fleischessern“ wenn sie mitbekommen dass man sich vegetarisch ernährt 🙂 Viele rechtfertigen sich gleich dafür dass sie Fleisch essen oder betonen dass sie ja nur Bio-Fleisch essen ohne dass man überhaupt danach gefragt hat. Auch schon gehört habe ich den Spruch „wie du isst Fisch, das ist ja auch Fleisch! Also dann bist du ja nicht besser als ich…“ Dabei würde ich nie jemanden verurteilen für die Art wie er sich ernährt.

    Wie du bereits schreibst, ist jedes Tier dass wir nicht essen ein Gewinn und ein Schritt in die richtige Richtung. Es muss ja nicht immer ganz oder gar nicht sein! Und ich würde es auch überhaupt nicht als Versagen oder als inkonsequent ansehen, wenn man zwischendurch eben doch mal Fleisch isst (aus welchen Gründen auch immer). Was zählt ist, dass es eben genau das bleibt – eine Ausnahme – und nicht alltäglich wird.

    Wichtig ist, sich überhaupt darüber Gedanken zu machen und dann für sich selbst eine bewusste Entscheidung zu treffen. Und diese Entscheidung mit Weitblick, dann auch wenn WIR nicht ewig leben werden so sollte uns doch nicht egal sein was aus unserem Planeten wird oder wie mit den Lebewesen auf der Welt umgegangen wird. Wir können mit unserem Handeln maßgeblich dazu beitragen diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Für uns und für unsere Kinder.
    Sehr pathetisch, ich weiß 😉 Aber das ist ein Thema, das mir wirklich am Herzen liegt und ich hätte noch soo viel dazu zu sagen. Aber das würde den Rahmen sprengen 🙂
    In diesem Sinne – super dass du diese Entscheidung für dich getroffen hast! Ich drücke dir feste die Daumen dass dein Bäuchi auch weiterhin mitspielt vor allem was dir Verträglichkeit von Hülsenfrüchten angeht.

    Ganz liebe Grüße!

  6. Hallo liebe Heike,
    Es freut mich zu lesen, dass du einem Traum näher kommen kannst der vor gar nicht langer Zeit noch unerreichbar schien, was wohl heißt, dass es insgesamt aufwärts geht , auch wenn was ich da von letzter Nacht bei insta lese sich ganz furchtbar ließt. Das hat mich gerade richtig berührt auf insta über eure Horror Nacht zu lesen , und ich schicke ganz viel Energie rüber.
    Vielen Dank auch für die Info zu den Ordnungsbüchern auf insta vor ein paar Tagen. Bin seit dem am Lesen. Du hast sie ja schon auf dem Blog mehrfach angesprochen aber erst der letzte insta Post hat mich neugierig gemacht. Lachen musste ich als ich im Buch las, dass viele kurz vor einer Prüfung oder einem Abgabetermin sich auf einmal mit aufräumen befassen , denn genau in dieses Muster passe ich! Ich dachte Feng Shui sei für Spinner und ordnungsbücher würden zu einer seelenlosen Wohnung aufrufen , und ich stimme absolut nicht mit allem überein was ich da so lese, aber es sind interessante Ansätze dabei! Ist doch gleich was anderes ob ich mir einrede die beziehungecke zu pflegen oder aufraffen muss den Abwasch wegzuräumen ; – )
    Danke also mal wieder für die kurzweilige Lese Empfehlung!

    Zum Vegetarismus kann ich nicht viel schreiben, aber wenn es dir wichtig ist, wünsche ich dir ganz viel Erfolg und Verständnis und Unterstützung aus der Umgebung dafür!!

    Euch wünsche ich heute einen ruhigen entspannten sonnntag mit viel Erholung nach der Horror Nacht! Hier scheint es ein toller kalter sonniger Tag zu werden, ich hoffe dass es bei euch ähnlich ist und die Schneeglöckchen dich genauso erfreuen wie mich.

    Ganz liebe Grüße

    1. ich danke dir, wenn auch jetzt erst so spät. 🙂 Die positive Energie ist denke ich angekommen. 🙂 Ja, mit feng Shui ist das witzig. Ich nehme das nicht bierernst, aber wie du schon sagst: es ist einfach ein biosschen andres vom gefühl her zu sagen, dass man die Beziehungsecke aufräumt, statt, die Akten zu sortieren oder den Abwahsc bzu machen doer was auch immer. 🙂

  7. Hallo Heike,

    ich finde es toll das du den Entschluss gefasst hast. „Nur“ fast? Was heißt denn nur? Für jemanden der oft und gerne Fleisch gegessen hat ist das ein großer Schritt. Und jedes Tier das man nicht isst ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Ich bin Vegetarierein. Also kein Fleisch, kein Fisch, keine Meeresfrüchte. Rein moralisch würde ich gerne vegan essen aber das ist mir zu krass. Ich kann und will nicht auf Milch, Käse, Eier und Honig verzichten. Kaufe diese Produkte aber im Bioladen. Den Honig beziehe ich von einer Hobby Imkerei um die Ecke. In Restaurants und Co esse ich aber auch nicht Bio Milchprodukte.

    Mein Mann ist, so wie du, (fast) Pesci. Und das finde ich großartig! Als wie uns kennenlernten stand täglich Fast Food in Form von Fleisch und Wurst auf seinem Speiseplan. In seinem Kühlschrank lagen nur Discounter Wurstsorten und Feriggerichte. Schnell hat er aber die Vorteile meines bewussten Kochens und Essens am Geschmack und voralkem am eigenen Körper (fitter, reinere Haut, normale Verdauung) bemerkt. Schnell schmeckte ihm das Fast Food gar nicht mehr. Aus moralischen Gründen hat er dann (zu meiner Überraschung) vor kurzem Fleisch von seinem Speiseplan gestrichen (aber auch er hat sich ein Hintertürchen offen gehalten. Sprich hin und wieder Fleisch auf Feiern. Er ist viel geschäftlich auf Reisen und nutzt gerne Mittagstischangebote von Biomärkten, da nimmt er hin und wieder auch gerne ein Gericht mir Fleisch).
    Aber bei Fisch fehlt ihm die Empathie. Versteh ich. Geht mir ähnlich, auch wenn ich trotzdem darauf verzichte. Darf man wohl eigentlich nicht laut sagen aber ich habe größeres Mitgefühl zu Säugetieren als zu Geflügel. Wiederum mehr Mitgefühl zu Geflügel als zu Fischen und bei Meeresfrüchten wird’s dann echt schwer mit der Empathie. Ist das nicht menschlich? Wie stehst du denn zu Insekten? Ich denke das wäre ein guter Ersatz für Fleisch. Leider ist der Bezug in Deutschland noch sehr schwer. Ich hoffe das sich das bald ändert. Mein Hund bekommt jedenfalls Futter auf Basis von Insektenprotein. Es schmeckt ihr (sie ist extrem mäkelig), sie ist gesund und wohl genährt mit glänzendem Fell.

    Wie steht denn dein Mann zu dem Thema? Zieht er mit? Oder muss separat gekocht werden? Je länger ich selber kein Fleisch mehr gegessen habe, desto mehr ekelte mich der Anblick und vorallem der Geruch. Daher ist es für mich so gut wie unmöglich Fleisch zuzubereiten ohne Würgereiz. Ich weiß nicht ob ich für mein Kind Fleisch braten (und abschmecken) könnte. Ich denke eher nicht (habe keine Kinder und musste mich dem Problem daher noch nicht stellen).

    Ich wünsche euch alles Gute.
    LG,
    Sabrina

    1. Oh das liest sich auch nach einem spannenden Werdegang. 🙂
      Benedict und ich kochen zusammen. Das heißt Fisch und Tofu und Co isst er so mit und macht sich kein Extrafleisch. da er als lehrer ind er Schule mitisst hat er dort die Wahl für Fleisch. Und bei Abendbrot oder Zwischendurchsnack mag er gerne Wurst. Ich mag Fleisch nach wie vor gern, ich mag den Geruch und ja. Für Merle schmecke ich es auch ab. Ich meide es ja weder gesundheitlich begründet noch aus Ekel. Das, was ich für merle da habe, habe ich also sowieso da. Wenn sie etwas übrig lässt, dann isst Benecict das auf oder eben auch ich. Das Huhn ist sowieso für Merles Essen gestorben, so wird es wenigstens optimal genutzt und nicht weggeworfen.
      Insektenprotein finde ich sehr spannend. Habe mich aber noch nicht weiter damit auseinander gesetzt. Heuschrecken und mehlwürmer sind da glaube ich recht weit vorn. Ein Problem hätte ich damit nicht. Muscheln doer Scampis sind finde ich eigentlich auf der selben Ekelstufe. Finde ich.
      Empathie abstufung von Säuger zu Geflügel zu Fisch zu Meeresgetier habe ich auch genau so. Ich denke, es ist einfach die Ähnlichkeit, die das bedingt.

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