1. Januar 2018

Vorsätze für 2018: 365 mal ein bisschen besser

Und in Überschallgeschwindigkeit sind wir ins neue Jahr gerauscht. Zumindest kam es mir auf den letzten Metern so vor.

Na, schon ausgeschlafen? Wenn ihr mögt, ist hier der unvermeidliche Post zu meinen Neujahrsvorsätzen, denn klar habe ich auch welche. So wie ich auch immer Monatsvorsätze, Wochenvorsätze und Tagesvorsätze habe (letztere nicht immer, aber meistens). Die Jahresvorsätze sind dabei der drittgrößte Posten. Ich habe nämlich auch 5-Jahres-Vorsätze (oder Wünsche 😉 ) und auch 10-Jahres Wunschvorsätze. Moment! Lebensvorsätze habe ich auch. Also. Auf einmal ist ein Jahr gar nicht mehr so lang.

Halten wir es kurz und tabellarisch heute, denn das Wichtigste vorweg: Frohes neues Jahr, ihr Lieben! Was auch immer das alte Jahr für euch parat hatte und was auch im neuen Jahr kommen wird: Ihr seid jetzt hier und das allein ist schon mal bei genauerer Betrachtung echt großartig. Und unselbstverständlich. Würdigen wir einmal den Moment.

Und nun schauen wir mal:

2017er Vorsätze und was aus ihnen wurde

  • Oberste Priorität hat meine Gesundheit. Für das Baby und für mich.
    -> Ich sage mal: Das habe ich wirklich gut hinbekommen. Ich war mit Abstand die fitteste im GVK, habe die ganze Schwangerschaft über bis auf die Kotzizeit gesportelt (Yoga primär) und habe mich nach der Geburt und dem Monsterwochenbett ebenfalls wieder mit der für mich üblichen Stehaufmännchenmentalität daran begeben, mich wieder aufzumöbeln. Bin dabei. Läuft. Die Erschöpfung Anfang des Jahres war unschön, aber temporär. Wochenbett und Monsternächte waren und sind temporär. Und das so wahrnehmen zu können, geht auch nur deshalb, weil ich fit genug bin, um immer wieder rasch zurück auf die Füße zu kommen.
  • Ein guter Mensch sein. Hier eine Sammlung an Adjektiven, die ich Ende 2016 niedergeschrieben habe, die ich sein wollte: „wohlwollend, nachsichtig, freundlich, lachend, helfend“.
    -> Auch das finde ich, ist mir gelungen. Dass das tatsächlich mein Vorsatz war, hatte ich schon vergessen. Ist mir noch nicht mal bei meinem Artikel zu Healthy Mindset wieder eingefallen.
  • Meine Bücher…
    -> Nun, das hat nicht geklappt. Rückblickend auch kein Wunder. Großes, großes Leider. Aber: Nicht aufgeben. Tue ich nie.

2018er Vorsätze

  • Fitness wiederherstellen. Ab dem 15. Januar mache ich mit beim #bbg2018. Den möchte ich das ganze Jahr durchziehen. Außerdem möchte ich mich im Bereich mit Yoga und Pilates verbessern. Ende des Jahres möchte ich wieder fest und trainiert sein. Schlank bin ich ja immer noch trotz 5kg mehr. Aber an sich mag ich die wieder weg haben. Ich habe zu viele schöne Klamotten im Schrank, in die ich derzeit nicht reinpasse. Ich möchte einen Handstand können und einen Klimmzug. Außerdem einen wirklich sauberen Forwardfold. Und ich möchte mit einer Freundin bouldern gehen. Einfach so. Als Ziele. Zum Spaß. Weil ich es können möchte.
  • Bücher… Dazu aber mal dann was gesondert. Ich sagte ja: Ich gebe nicht auf. Und seit es Merle gibt, gebe ich noch mal weniger auf.
  • Eine schöne Alltagsfrisur finden. Derzeit ist mir das einfach zu platt und langweilig vor allem von vorn. Mit Schmuck bekomme ich ja Dutts von hinten ja sehr gut aufgewertet, aber ich brauche  etwas, was mehr Haar rund ums Gesicht bringt.
  • Ein besserer Mensch werden, weiterhin. Merle hat mich dabei schon Ende 2017 bedeutend nach vorn gebracht, aber ich merke, dass der Schwung noch anhält und nehme ihn dankbar mit. Ich habe da konkret einige Bereiche vor Augen, zwei davon folgen hier nun als Vorsätze, die ich mit euch teilen mag:
  • Heiki goes pesci-vegetarian. Ja genau, richtig gelesen. Testphase ist schon durch. Auch dazu gern demnächst mal was gesondert. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, denn dass das überhaupt möglich ist, hat viel damit zu tun, dass ich ENDLICH Hülsenfrüchte vertrage. Hat mehrere Gründe. Wie gesagt dazu mal was gesondert.
  • Ein weiterer moralischer Vorsatz betrifft mein Konsumverhalten und ich sehe das folgende Jahr als Experiment: 90% meiner Kleidung möchte ich Second Hand kaufen. Die übrigen 10% fallen auf Unterwäsche, Sportkleidung und gaaaaaanz vielleicht (denn eigentlich nicht) auf eine neue passende Jeans, sollte ich nicht in meine alten zurück sporteln.

Keine Haarlängenvorsätze? Nein. Das ist zu unberechenbar. Natürlich hätte ich gern den Meter und rein rechnerisch ist das möglich. Aber noch muss ich erst mal das Ende des postpartalen Haarausfalls abwarten. Und dann sehen wir weiter. Bis dahin will ich auf jeden Fall etwas haben, was mir gefällt, wenn ich in den Spiegel gucke. Von vorn. Ohne Handspiegel für die Rückansicht.

Generell liegt mein Fokus nicht auf meiner Haarlänge, sondern auf persönlicher Entwicklung, aber um im Haarjargon zu bleiben: Ich würde gerne weise werden, bevor ich weiß werde. 😉 Das muss nicht 2018 passieren, aber jeden Tag ein bisschen besser und 365 mal ein bisschen besser macht schon viel aus. Das hat wenig mit der von vielen ja seeehr skeptisch beäugten Selbstoptimierung zu tun, bei der sich auf das Ausmerzen von vermeintlichen Makeln gestürzt wird, sondern damit, klarer zu sehen. Es ist ein bedeutend meditativerer Ansatz denn ein aktiver.

Best nine 2017

Weil das letztes Jahr schon Spaß gemacht hat, habe ich auch dieses Jahr mir wieder ausspucken lassen, welche meiner Instagrambeiträge am beliebtesten waren.

Hier einmal für @haselnussblond:

War klar, dass Nessa dort mit auftauchen würde (oben links), ihr Haar ist und bleibt anbetungswürdig (Habt ihr ihr neues Haarschneidevideo gesehen? Schmacht!). Und auch ein Elasticbraid hat es wieder in die Liste geschafft, die Brautfrisur, die ich Anfang des Jahres zaubern durfte. Ansonsten eins, zwei, dreimal Heiki mit Extensions, meine liebe Nickike posiert mit mir 5er-verzopft mit Hurley und auch Andrea ist dabei. Sie wird vermutlich auch mitmachen beim BBG, dieses Jahr, da freue ich mich schon drauf, da eine Mitstreiterin zu haben. Mein persönliches Lieblingsbild ist oben rechts, der rosa Babybauch.

Und hier für @haselnussheike

Acht von neun mal Merle oder zumindest mit Merle. Plus ein Sportposerfoto. Von letzterem hoffe ich 2018 dann richtig gute machen zu können. Gar kein Foodie. Damit hätte ich tatsächlich nicht gerechnet.

Hier ist die Website, über die ich die best nine habe generieren lassen.

Was den Blog hier angeht: Ich finde, er hat sich 2017 deutlich weiterentwickelt, Instagram aber auch. Und das wünsche ich mir für 2018 ebenfalls. Das wünsche ich mir für mich als Ganzes. Und somit – wie könnte es anders sein? – auch für euch. 🙂

30 Kommentare

  1. Die eigene Ernährungsart in eine passend benannte Schublade zu stecken ist gar nicht leicht, finde ich 😀 So wie ich dich kenne wäre pesci-vegetarian nur teils richtig, oder? Weil Michprodukte isst du ja weiterhin nicht.
    Aber ich weiß worauf es hinausläuft und bin schon sehr gespannt was du dazu noch bloggst und erzählst. Und ob es dir gelingt! Du hast es ja schonmal probiert. Freue mich aber, dass du Hülsenfrüchte endlich verträgst. Ich liebe ja Linsen, Kichererbsen und Co – und ohne wäre es als sportliche Fleischverzichterin echt schwer.
    Mit den sportlichen Zielen schließe ich mich 2019 an 😉 Da möchte ich auch Unterarmstand, Handstand und mal Richtung Klimmzug trainieren. 2018 wird mein Motto „möglichst gesund und glücklich überleben“ sein 😀 Das erste halbe Jahr betreffend den riesigen Bauch und Folgebeschwerden dadurch – und das zweite Halbjahr natürlich Wochenbett und 2 Kinder trotz Schlafmangel lieb haben 😉
    Wünsche dir auf jeden Fall ein wundervolles Jahr 2018 und dass du deine Ziele verwirklichen kannst!

  2. Ich finde Ernährungsumstellungen, bei denen die Lebensmittelauswahl kleiner wird, für Schwangere und Stillende immer gewagt. Du steckst aber so tief im Thema drin, dass ich dir zutraue, das ohne gesundheitliche Abstriche zu schaffen. Ich wünsche dir alles Gute für all deine Ziele!

    1. In meinem Fall wurde die Auswahl ja sogar deutlich größer. 🙂 Im eliminier nur Fleisch und Geflügel (also Fleisch, ist es ja beides). Fisch bleibt. Dazu kommen SEHR viele Hülsenfrüchte, die ewig nicht gingen.
      Hülsenfrüchte mit anzutesten ist auch aus dem Gedanken entstanden, dass ich ja jetzt schon merles Geschmacksvorlieben mit präge. Und dabei eine so vielseitige Nahrungsmittelgruppe komplett auszuklammern, ist dann eben so eine Sache. Aber nach wie vor gilt für mich: was ich nicht vertrage, das esse ich nicht, auch wenn es nett wäre für das Baby. Das bekommt sie dann eben erst, sobald Beikost soweit möglich ist.
      Aber wie gesagt: dazu demnächst noch mal mehr.

  3. Liebe Heike,

    ein frohes Neues!

    Zum Thema Haare ums Gesicht: Wäre es eine (babysichere) Option, die Haare an den Schläfen und über den Ohren aus dem Dutt zu ziehen? Alternativ finde ich über den Kopf gelegte Zöpfe eine ganz gute Variante – zwei Engländer, festpinnen, fertig. Es gibt auch geflochtene Haarbänder, die wie Zöpfe aussehen, falls selbst flechten zu viel Aufwand oder zu instabil sein sollte. Allgemein würde ich noch hängende Ohrringe oder einen Pony empfehlen, aber ich glaube, die Ohrringe sind mit Kind keine gute Idee und du schriebst irgendwo mal, dass Ponys dir nicht stünden.

    Auf das pesci-vegetarisch bin ich gespannt – auch wie du an qualitativ vertretbaren Fisch kommst. Freut mich jedenfalls, wenn das was wird. Und auch auf die Secondhand-Klamotten bin ich gespannt, im Sinne: Umsetzbarkeit. Ich werde so selten in dem Bereich fündig, dass ich es inzwischen aufgegeben habe. Aber wir haben auch ganz andere Farb- und Figurtypen – deswegen bin ich mal gespannt, wie sich das bei dir gestaltet.

    Hm, und nochmal hier. Ich hatte es vorhin schon auf Instagram geschrieben, aber ich glaube, dass antworten hier bequemer ist: Ich würde mich sehr über weniger Babythemen freuen. Ich schätze an deinem Blog und deinem Instagramaccount die Themenvielfalt, bzw. habe geschätzt, weil es in den letzten Monaten (absolut verständlicherweise!) fast nur noch Baby gab. Ich denke, dass sich das mit der Zeit gibt, wenn Merle größer wird, aber ich hätte es einfach lieber gerne früher als später.
    Und gerade wegen Instagrams wollte ich fragen, ob du nicht einen eigenen Account für Merle anlegen könntest? Ich würde gerne deinen Inhalten und Themen (nicht nur Merle) folgen, aber im Moment ist der Preis dafür, dass mein Instagramfeed und die zufälligen Vorschläge zu nicht unerheblichen Teilen aus Babybildern bestehen, was ich nicht möchte. Entfolgen und am Laptop kucken ist für mich auch nur eine Teillösung, weil ich mir Instagram angeschafft habe, um genau das nicht machen zu „müssen“.

    Liebe Grüße,
    Katja

    1. Haare an den Schläfen habe ich fast keine (mehr), nur noch so 1-3cm Fusseln, vor den Ohren ebenfalls. Das sind die, die immer als erstes ausfallen. Pony steht mir nicht bzw für einen schönen müsste ich sehr viel Haar abteilen, da ich eben durch keinen Schläfenbewuchs viel vom Oberkopf nehmen muss, damit da überhaupt ein Pony ist. das wiederum dünnt alles an Längen wirklich zu stark aus.
      Ohrringe und sogar Ohrstecker gehen mit Baby nicht, leider. geflochtene Haarbänder zum Kaufen, die habe ich und ja, die sind eine Option. Aus eigenem Haar geht das nicht, dafür habe ich zu weniug Haarmenge. Ein Zopf allein ist nicht lang genug, und aus zwei Zöpfen sind die Zöpfe so dünn, dass ich sie nicht feststecken kann.

      Vertretbarer Fisch: Nun, erst mal gibt es einfach denselben Fisch wie vorher auch. Der ist nicht mehr und nicht weniger vertretbar dadurch. Nur zumindest habe ich schon mal Säugetiere und Vögel vom Teller.

      Second Hand Klamotten: Für mich geht wirklich ebay sehr gut, außerdem Mamikreisel und Kleiderkreisel. Dann haben wir hier noch einen rehct guten Second Hand Laden in Dortmund und in Hamm gibt es den Second Hand mode Markt mehrmals im Jahr. Da war ich früher öfter und könnte ich mir auch wieder vorstellen. Der war wirklich gut. Was Kindersachen angeht, sind babybasare wirklich ungeschlagen was die Preise angeht. Wobei da wie bei allen Flohmärkten gilt: der frühe Vogel fängt den Wurm. Sonst ist nur noch Quatsch übrig.

      Themenvielfalt: schon auf Insta geantwortet. Kommt. Zumindest hier auf dem Blog auch wieder schneller. Für Insta gibt mein Alltag derzeit fast nichts anderes her als Babyfotos. Ich selbst bin wenig vorzeigbar, die Jahreszeit ist dunkel und schon immer schwierig gewesen, jetzt mit Baby noch mal mehr, weil ich in den Lichtstunden dann nicht wirklich gut dazu komme, Fotos machen zu können bzw. der Mann dann auch arbeiten ist.
      Kann ich totalv erstehen, dass das für dich grad eher unpassend ist, mir ging es auch schon öfter mit anderen Blogs/Accounts so, aber ich verstehe mittlerweile absolut, wieso da dann entweder fast vollständig auf Mamicontent umgestellt wird oder das große Schweigen den Raum erfüllt. Kommt immer sehr aufs Baby und das Drumherum an, aber ja, es iist MEGA schwierig. Dagegen ist bloggen neben der Bachelorarbeit easy peasy. Selbst bloggen neben Vollzeitjob.

      Aber: Kommt. Ich hab viele Themen und bin selbst ja nicht bereit, mich völlig auf das maisein runterzureduzieren. Wenn es nch mir geht, kommt das auch alles eher früher als später, besser gestern als heute, aber es geht eben leider nicht nach mir. Leider.
      Demnächst kommt erst mal der BBG, der liefert zumindest Spiegelselfies. Oh Mann. Man wird genügsam…

      1. Schade mit den Haaren. Dann hoffe ich, dass der mit den Haarbändern was wird, eventuell kannst du auch holländisch um den Kopf herumflechten? Ich brauch dafür relativ lange, aber prinzipiell ist es eine Option. Mir fallen gerade auch noch diese Clips oder Bobbypins mit Steinchen drauf ein.
        Ich drücke dir die Daumen, dass sich was findet.

        Ich meinte beim Fisch die Qualität/Herkunft/Fangmethoden, nicht was ethisch vertretbarer zu essen ist. Letzteres kann man nicht so recht nach Tiergruppen unterscheiden, weil es innerhalb der Gruppen zu viele Unterschiede gibt (lies als: Weiderind gegenüber Massentierhaltungsrind) – und selbst wenn man es generell für falsch hält, Tiere zu essen, gibt es immer noch Abstufungen zwischen falsch und falscher.

        Second Hand Kleidung: Da kann man (bis auf die Second Hand Läden) nirgendwo was anprobieren oder umtauschen, oder? Ich komm ums Anprobieren leider nicht rum.

        Jo, ich glaube, mich stört im Moment die positive Verstrahltheit, mit der du über das Thema schreibst sehr. Das, was Line unten mit „Merles Mama“ anspricht. Du bist nicht bereit dich auf’s Muttersein zu reduzieren, du tust es aber. Massiv. Ich kann ja verstehen warum, absolut. Besonders nochmal mit einem sehr anspruchsvollen Kind.
        Es ist nur: Ich hab bei Selbstdarstellung immer die Wahl, was ich daraus mache. Ich kann Merles Mama sein oder Heike mit ganz viel Merle. Es ist bei dir auch so ein enormer Kontrast, weil du vorher den Dingen normalerweise viel kritischer gegenübergestanden bist, bzw. das mehr kommuniziert hast. Das ist im Moment zumindest in der Darstellung vollständig von einem unkritisch-verstrahlt-rosaroten Junge-Eltern-Glück verdrängt worden.
        Aber ja, ich freue mich wieder auf andere Themen 🙂

        1. Ich verstehe total, wenn der Babycontent nicht das ist, was einen interessiert! Ich denke aber, dass diese positive Verstrahltheit wichtig und hilfreich ist, um die anstrengenden ersten Monate als schön und positiv wahrzunehmen. Am Anfang ist bei vielen zwangsweise das Leben aufs Muttersein reduziert und Heike schreibt doch schon immer sehr persönlich aus sich heraus, was sie bewegt. Krampfhaft was anderes darzustellen als man eigentlich gerade ist, um Blogleser besser zu bespaßen, fände ich nicht toll. Lieber die Verstrahltheit genießen, die einen über die anstrengende Zeit bringt statt sie wegzurationalisieren. Dauert ja nicht lang bis Kinder wesentlich weniger Raum einnehmen und Normalität mit Hobbies, anderen Themen und co. einkehrt.

          1. Hallo Magdalena,

            ich stimme dir ja auch zu, dass die Verstrahltheit sehr wichtig für’s Ankommen im Elternsein ist, ich sehe nur grundlegend anders, wie man das nach außen tragen kann/sollte. Aber ich glaube, da kommen wir auf keinen grünen Zweig, weil unsere Ansichten davon, was ein Blog sein sollte recht verschieden sind.

            Liebe Grüße,
            Katja

        2. Mich beschäftigt gerade die Wortwahl und die Haltung einiger hier und auf Instagramm.
          Ich empfinde das als sehr kraß.
          Wortwahl wie „Du tust.., unkritisch-verstrahlt…“.
          Und (Erwartungs-)Haltung nach dem Motto: „kannst Du das Baby nicht mal ausblenden.“
          Das kommt sehr urteilend rüber in meiner Wahrnehmung.

          Bei mir kommt auch Heikes Art, mit der Situation umzugehen, ganz anders an.
          Ich höre da:
          sich wehren hilft nichts, das macht alles noch schlimmer. Sich einlassen und akzeptieren, daß es JETZT grade so ist, hilft. Immer mit der Hoffnung und dem Vertrauen, daß es wieder anders wird.

          Mit sich reduzieren (hört sich so an wie aufgeben, wer man ist) hat das für mich gar nichts zu tun.
          Wie ich schon geschrieben hatte, man bleibt sich selber. Das geht nicht verloren. Auch wenn der Großteil dessen, was sich sonst in vielen Facetten ausdrücken konnte, derzeit ruht und nicht nach außen kommt.. Es ist weder weg noch verloren. Es kommt auch wieder zum Tragen. Aber eben nicht JETZT.

          Ich finde es unfair, sich darüber ein Urteil anzumaßen.
          Besonders wenn es damit zu tun hat, daß die eigenen Erwartungen gerade nicht erfüllt werden, u.a. welche Inhalte auf dem Blog und Instagramm sein „sollten“. Dann sind sie es halt mal nicht.
          Man ist ja nicht auf der Welt, um die Erwartungen anderer Menschen zu erfüllen.

          Das wollt ich nur mal in den Raum stellen.

          Liebe Grüße,
          Jessica

          1. Das Thema wirkt immer noch nach in mir..
            Hab grad mit meinem Mann in seiner Mittagspause drüber gesprochen, u.a. was der Grund ist, daß ich auf das Wort „reduzieren“ so angesprungen bin.
            Es hat was damit zu tun, daß ich das als genau anders herum empfinde. Da findet eine Erweiterung statt, keine Reduktion. Und das Neue nimmt erstmal ganz mächtig viel Raum ein. Das kann sich auch schnell übermächtig anfühlen. Aber es ist etwas, das dazukommt, nicht etwas, das etwas wegnimmt. Alles andere ist immer noch da, das wird auch später wieder mehr Raum einnehmen.
            Und ich seh das auch so, daß in unserer Gesellschaft allgemein Muttersein zu wenig gewürdigt oder gewertschätzt wird. Daher mag ich auch das „nur“ nicht. „Nur“, als ob es nicht wichtig genug wäre. Das würdigt all die Liebe und Zeit und Hingabe viel zu wenig, finde ich.

          2. Ich danke dir. Das fasst vieles zusammen, was mir derzeit auch im Kopf herum geht.
            Die Thematik ist ganz schön umfassend und heftig und ich muss gestehen, dass sie mich auch zu einem zeitpunkt hier erwischt hat (bzw, ich dann die Kommentare hier gelesen habe), der für mich sehr unglücklich war. Aber das gehört eben dann zur Kehrseite der Medaille, wenn man bloggt. Mit sowas muss ich ab und zu rechnen. Was ich in Zukunft daraus mache, wird sich zeigen.

          3. Liebe Jessica,

            es tut mir Leid, dass dir mein Kommentar so sauer aufgestoßen ist, ich möchte nochmal versuchen, das etwas aufzudröseln, weil ich gerade viel radikaler rüberkomme, als ich möchte und als ich es meine.
            Ich finde das, was Heike momentan als Mutter leistet absolut bewundernswert. Um es nochmal zu betonen: Das ist eine riesige Leistung und ich habe da höchsten Respekt vor. Ich verstehe auch absolut, warum momentan „annehmen und loslassen“ die beste Herangehensweise ist.
            Nochmal: Für sich selbst finde ich das absolut ok.

            Jetzt lass mich versuchen, meine Kritik versöhnlicher auszudrücken. (Ich habe drei große Punkte und einen Disclaimer, und trenne der Übersichtlichkeit halber mit Zahlen.)
            0) Disclaimer: Ich verstehe Blogs nur teilweise als Onlinetagebuch, gerade Heikes Blog habe ich immer eher als eine Sammlung von Artikeln zu persönlichen Interessen, die von der Qualität her aber auch abgedruckt werden könnten, wahrgenommen. Ich lege den Fokus also sehr stark auf den Inhalt.
            1) Wenn meine beste Freundin ein Kind bekäme, und mehrere Monate lang ihr Kind fast das einzige Thema wäre, würde ich sie irgendwann auch darum bitten, den Themenkreis mal wieder ein bisschen zu erweitern. Und wenn sie das nicht möchte oder kann, mich aus der Kommunikation soweit zurückziehen, bis wir beide wieder glücklich damit werden (damit meine ich nicht zwangsläufig vollständig zurückziehen). Versteh‘ mich bitte richtig: Wäre der Fall andersrum, wäre ich ihr nicht böse, wenn sie das gleiche täte. Es ist ja auch nicht, dass ich gar nichts über ihr Kind hören wollen würde, meine Kritik besteht nur darin, dass es das einzige Thema ist, wir vorher aber über eine recht breite Palette geredet haben. Natürlich ist meine Hemmschwelle für „zu viel“ bei Themen, die mich mehr interessieren, deutlich höher, aber sie ist auch vorhanden und wird durchaus erreicht. Das heißt nicht, dass ich die Leistung meiner Freundin weniger würdige.
            Mit Heike treten wir durch die Blog und Instagram auch in eine Art von Kommunikation, weswegen ich es in Ordnung finde, darum zu bitten, mal wieder über etwas anderes zu schreiben (wenn dir das „bitten“ sauer aufstößt, lies bitte den letzten Absatz meines ersten Kommentars hier). Ich finde es auch ok auszudrücken, dass eine Erwartung nicht erfüllt wird (so wie du ausdrückst, dass deine Erwartung an zwischenmenschlichen Umgang nicht erfüllt wird), solange (sic) man dem anderen die Option lässt, seine eigene Entscheidung damit zu treffen. Wenn Heike nur noch Babycontent machen wollen würde, würde ich die Entscheidung respektieren, ob sie mir jetzt gefällt oder nicht. Ich nehme mir dann aber auch heraus, den Blog eben nicht mehr zu lesen.

            2) Das mit der positiven Verstrahltheit: Zunächst mal meine ich das nicht so negativ, wie es anscheinend angekommen ist ^^, Ich habe mir die Formulierung für eine Antwort auf Heikes Kommentar herausgenommen, weil ich mich generell sehr unverblümt ausdrücke und es mir das Kommentarschreiben deutlich erleichtert (im Sinne von: ich bin an diesem Kommentar über eine Stunde, eher anderthalb gesessen, weil ich mich sehr um die Formulierungen bemüht habe), wenn ich nicht versuche, alles so vorsichtig wie möglich zu formulieren, UND weil ich hier schon länger kommentiere und immer den Eindruck hatte, dass Heike sich davon nicht vor den Kopf gestoßen fühlt. (Das ist immer noch so, hoffe ich? Wenn nicht tut es mir leid, ich wüsste es nur gerne, weil ich es schwierig finde, geschrieben den richtigen Ton zu treffen.) Wenn ich wüsste, dass es anders wäre, würde ich es selbstverständlich anders machen. Deswegen schreibe ich hier nochmal: Ich hab den Eindruck, dass meine Position wegen meiner Wortwahl nicht angekommen ist. Wenn wir uns inhaltlich nicht einig werden, ist das für mich vollkommen ok, ich möchte nur nicht, dass aufgrund meines Tons eine Misskommunikation passiert.

            3) Zum Sich-Reduzieren: Ok, ich möchte nochmal betonen, dass ich Heikes Rolle als Mutter bewundere und nicht die Aufgabe, sondern die Selbstdarstellung kritisiere. Ich beziehe mich an der Stelle fast ausschließlich (das hätte ich deutlicher machen können) auf die Selbstbezeichnung auf Instagram als „Merles Mama“. Das fällt für mich in die gleiche Kategorie wie „Viktors Frau“, „Ninas Oma“, „Charlottes Nichte“ oder „Frau Müllers Schülerin“ – man definiert sich über eine andere Person. Das ist je nach Situation vollkommen normal (auf einer Party „Hi, ich bin Katja, eine Kommilitonin des Gastgebers“), ich finde es nur dann problematisch, wenn man selbst dabei komplett rausfällt. Wenn ich Heikes Instagramaccount gerade jetzt zum ersten Mal fände, wüsste ich, zwar dass sie Merles Mama ist, aber nicht ihren Namen. „Wenn Tochter Merle schläft, schreibt Mama Heike über…“ würde zum Beispiel schon ganz anders klingen, ohne die Verbindung zu Merle zu verlieren.
            Wenn das in dem Fall schwer zu verstehen ist, spiel das bitte mit verschiedenen Versionen durch – ich finde es mit „Viktors Frau“ oder „Frau Müllers Schülerin“ sehr deutlich.
            Nochmal: Meine Kritik besteht nicht in der gewaltigen Aufgabe als Mutter, sondern in ihrer öffentlichen Selbstdarstellung. Ich spreche das an, weil Heike sich immer wieder mit feministischen Themen auseinandersetzt und insbesondere die klassische Mutterrolle (insbesondere Selbstaufgabe im Kind) kritisiert, was in meinen Augen aber in einem sehr starken Widerspruch zu einer alleinigen(sic) Selbstbezeichnung als „Merles Mama“ steht. Um da eine Sache zu verdeutlichen: Ich möchte hier nur die öffentliche (sic) Selbstdarstellung auf Instagram kritisieren, nicht die bewundernswerte Hingabe im Privaten.

            So, um nochmal zusammenzufassen: Ich möchte nicht Heikes Hingabe im Privaten kritisieren, ich dachte, ich hätte das Verständnis, das ich für ihre aktuelle Situation habe, deutlich genug gemacht, dem ist aber anscheinend nicht so. Ich wollte ausdrücken, dass ich mit dem momentan sehr eingeschränkten Themenfeld unglücklich bin und ich Heikes Selbstdarstellung als „Merles Mama“ auf Instagram vor ihrem feministischen Hintergrund problematisch finde. Was Heike daraus macht, ist ihre Entscheidung – die ich respektiere, ob sie mir nun gefällt oder nicht. Es tut mir Leid, dass meine Wortwahl für mehr Aufruhr gesorgt hat, als ich wollte, ich hoffe, dass ich es hiermit ausgeräumt habe.

            Was die Wertschätzung der Eltern- und vor allem Mutterschaft angeht, ja, da haben wir ein Problem. Ich vermute aber, dass es daran liegt, dass man ziemlich wenig vom tatsächlichen Ausmaß der Aufgabe mitbekommt, bis man selbst damit konfrontiert wird. Das ist änderungswürdig, mir fällt auf die Schnelle aber auch keine elegante, spannende und empathische Lösung ein, mit der man Leute schon früh erreicht.

            Liebe Grüße,
            Katja

          4. Liebe Katja,

            ich schaffe es derzeit absolut nicht, die Diskussion hier adäquat zu moderieren und selbst darauf einzugehen. Aber: du hast da einen Nerv getroffen und ich habe viel über das Thema nachgedacht, sodass ich hoffe es in Zukunft noch mal außerhalbd er Kommentare in einem eigenen Arzikel bearbeiten zu können.
            Nur zwei Gedanken gebe ich schon mal mit:
            Der Blog hier ist noch sehr thematisch gemischt. Ja, es gibt viel Babycontent, aber ich habe noch wie vor Haarcontent, Rezepte und sogar solche Großartikel wie die beiden Eiweißartikel.
            Instagram ist ziemlich arg monothematisch, das ist wahr.
            Zum anderen: „Merles Mama schreibt über ihr leben mit Baby. Und ihr Leben wenn Bayb schläft. schreiben / essen / bbg2018“ ich dachte das Augenzwinkern bzw,. die Erweiterung meienr selbst über das Baby hinaus wäre im zweiten Satz „Und über ihr Leben wenn Baby schläft“ erkennbar gewesen. Und die Utnerzeile macht es ja dann eigentlich sogar explizit deutlich, dass ich da noch mehr habe.
            Nichts desto trotz, das Thema ist groß und ich verstehe, was du aus feministischer Sicht meinst. Darauf habe ich am meisten rumgedacht. Und bin zu einem anderen Ergebnis gekommen wie du. Wie gesagt das muss ich hier jetzt sehr kurz fassen aber: Egal wie ich mich label, wenn es keine Aufzählung ist, ist es immer in diesem Label eine Reduzierung. Egal ob ich meinen Beruf nenne, mein Hobby, meinen Familienstand oder meine Lieblingsfarbe. Ich habe als mit „Merles-Mama“ das label gewählt, was derzeit meinem Lebensalltag am ehesten entspricht. Und das ist genau das. Merles Mama sein. Ich habe meine Profilbeschreibung auf Insta immer dem angepasst, was vorherrschendes Thema derzeit war. Feminismus heißt ja nicht, dass Frau nicht gern Mutter sein darf und das nicht nach außen tragen darf. Feminismus geht um Selbstbestimmung der Frau. Eigentlich um Selbstbestimmung beider Geschlechter, aber historisch begründet macht es sehr viel Sinn es auf den femininen Teil zuerst zu beziehen.
            Muttersein ist kein Rollenklischee per se, sondern es kann zu einem gemacht werden.
            Zu bemängeln, dass ich schreibe, dass ich die Mutter von bin, aber nicht schreibe, was ich sonst bin (was ja aber tue!) ist eigentlich genauso komisch, als würdest du sagen,wenn ich schreiben würde, dass ich Bloggerin bin, dass das eine Redktion auf mein Hobby wäre und meinem Kind nicht gerecht werden würde. Berufsbezeichnung als Identitätslabel sind aber gesellschaftlich anerkannt, Familienstand nicht.
            Ich evrstehe absolut, wie deine Gedanken gekommen sind, denn es hätten auf weiten Strecken bis letztes Jahr auch meine sein können. Ich bewerte erst jetzt vieles anders und damit neu.
            Dass ich mich als „Merles Mama“ sehe, sowohl für mich als auch nach außen, hat auch etwas damit zu tun, dass ich Muttersein jetzt, da ich es selbst bin viel weniger als schlichtes Attribut meiner Vita betrachte, sondern es wirklich ein Job ist. Und zwar der härteste, den ich je hatte. Bei aller Liebe, oh ja, ich bin verflucht stolz drauf, dass ich das grad hinkrieg ohne ab und zu mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen. Ich verstehe erst jetzt mit eigenem Kind wirklich was Frauen da leisten. Dieses Kind hat mich dermaßen viel Respekt und Demut gelehrt, zwar gefühlt mit dem Vorschlaghammer, aber wirklich… es ist die beuwsstseinserweiterndste Erfahrung, die man sich vorstellen kann. Die zumindest ich mir vorstellen kann.

            Nun ist es doch länger geworden. Der Mann versorgt grad das Baby. Zeit gut genutzt, finde ich. Trotz wie immer vieler Vertopper. Korrekturlesen ist derzeit so gar nicht drin.

          5. Liebe Heike,

            ganz kurz, weil mir aufgefallen ist, dass ich oben einen faktischen Fehler gemacht habe und ich das nicht so stehen lassen will: Natürlich erfährt man auf Instagram deinen Namen, ich bin nur anscheindend mit so einem Tunnelblick an die Seite rangegangen, dass ich es überlesen habe. *autsch*

            So, damit schließe ich von meiner Seite jetzt auch die Diskussion.

            Liebe Grüße,
            Katja

          6. Äh, und natürlich auch das, was du in deinem Kommentar schreibst. Entschuldigung, ich bin grad auch nicht mehr auf der Höhe.

          7. Liebe Katja,

            Danke Dir für die ausführliche Antwort.
            Das relativiert das Ganze für mich.
            Ich verstehe jetzt auch besser, wo Du stehst und wie Du es gemeint hast.
            Und das kann ich gut stehenlassen.

            Ja, natürlich ist es OK auszudrücken, wenn eine Erwartung nicht erfüllt wird. Wie Du schreibst, hab ich das ja auch getan.
            Es tut mir leid, wenn ich Dir das Gefühl vermittelt habe, daß ich Dir das nicht zugestehen würde. Das war nicht meine Absicht.

            Bitten, Anregungen, konstruktive Rückmeldungen, Wünsche etc. machen das hier ja auch so lebendig und wertvoll für alle Beteiligten.

            Inhaltlich kann ich grade auf nichts eingehen, ich bin immer noch am Verarbeiten von gestern, dazu kommen dann die neuen Beiträge.
            Ich habe jetzt seit ca. zwei Stunden versucht, etwas dazu zu schreiben, aber es fühlt sich nur anstrengend an. Gestern ging es leichter, obwohl das für mich ähnlich zeitintensiv war.
            Ich muß das erstmal sacken lassen und für mich selbst klarer sortiert bekommen, bevor ich dazu weiter kommunizieren kann.

            Es fällt mir generell nicht so leicht, mich auszudrücken.
            Ich habe ein sehr komplexes Innenleben. Und wenn das Thema, auf das ich reagiere, auch komplex ist (wie dieses), dann wird das Kommunizieren noch schwieriger für mich.
            Es gibt so viele vernetzte Ebenen und diese zu sortieren, von meiner Wahrnehmungsart in Sprache zu “übersetzen” und noch linear darzustellen, fällt mir nicht besonders leicht.
            Das dauert sehr lange und erschöpft mich oft sehr.

            Die Wortwahl war tatsächlich ausschlaggebend für mich (und fürs Mißverständnis).
            So, wie Du es jetzt formuliert hast, kann ich was damit anfangen, auch wenn ich inhaltlich z.T. andere Ansichten habe.

            Deswegen ein besonderes Dankeschön, daß Du Dir soviel Zeit genommen hast für Deine Antwort und Deine Wortwahl (auf Kosten Deiner Spontanität).

            Liebe Grüße,
            Jessica

          8. Liebe Katja,

            bevor ich zu ein paar inhaltlichen Punkten was sage, noch etwas vorneweg:

            Du wirkst auf mich sehr ehrlich darin, Dich verständlich zu machen, Dein Gegenüber nicht verletzen zu wollen und andere Entscheidungen und Meinungen zu respektieren.
            Das kommt aus einem guten Herzen.

            Ich hab auch gesehen, daß Du von der Persönlichkeit her ganz anders bist als ich.
            Von der Art her eher unbekümmert drauflos und falls es bildlich gesprochen Scherben gibt, dann entschuldigst Du Dich und kehrst die auf.
            So eine Herangehensweise würde mir des öfteren auch mal guttun.
            Ich bin eher vorsichtig, beziehe auch viel mit ein und wäge ab, halte mich dadurch aber auch manchmal zu sehr zurück.
            Hat beides Vor- und Nachteile.

            Disclaimer für mein Geschriebenes:

            Es ist mir bewußt, das das, was ich da ausdrücke alles meins ist – meine Sicht, meine Werte, meine Empfindungen – und daß andere eine andere Sicht haben. Das ist auch gut so. Das macht das Leben vielfältig.
            Ich bitte darum, das in diesem Licht zu lesen.

            Zu 0):

            Alle Artikel zu Geburt, Wochenbett, Stillen und Leben mit Baby sind sehr reflektiert und so verfaßt und aufbereitet, daß sie nicht nur persönliche Erfahrungen enthalten, sondern auch für andere von Wert sind. Von der Qualität her könnten sie gut in einem Buch veröffentlicht werden.

            Unabhängig davon, ob man den Blog als Online-Tagebuch oder Sammlung von Artikeln betrachtet: es ist Heikes Blog und ihre Entscheidung, was sie dort mit uns teilen möchte.
            Daß sie ihre Leser sehr mit einbezieht, Wünsche erfüllt, Anregungen aufgreift und ausführlich auf Feedback eingeht, ist in meinen Augen ein Geschenk und nicht etwas, auf das man ein Recht hat.

            Wie ich schon geschrieben hatte, natürlich ist um andere Themen bitten ok. Das macht es u.a. hier auch so lebendig.
            Mir fehlt dabei nur in dieser bestimmten Situation die Verhältnismäßigkeit (siehe auch zu 1).

            Zu 1):

            Das kann ich gut nachvollziehen und die Eigenverantwortung darin mag ich.

            Meine Sicht:

            Wie Heike selbst schon geschrieben hat, sind auf dem Blog nicht nur Babythemen, da gab es auch die Eiweißartikel, Rezepte und Haarthemen.

            Heike hat sehr reflektiert mitgeteilt, wie es ihr geht mit dieser großen, tiefgreifenden Veränderung.
            Jede Wandlungszeit ist gleichzeitig eine sehr sensible Zeit, da ist man verletzlicher als sonst.

            Dazu kommt noch, daß man nicht nur die eigene Situation incl. aller Gefühle, Gedanken etc. verarbeitet, sondern auch das, was von außen dazu herangetragen wird oder zu dem Thema “in der Luft” liegt (Rupert Sheldrake nennt das morphogenetisches Feld).

            Ich bin der Ansicht, daß nicht nur Babies ein geborgenes Umfeld brauchen, sondern auch frischgebackene Mamas (unabhängig davon, ob es das erste, zweite, dritte… Kind ist).
            Und ich finde in der Situation unterstützen wichtiger als kritisieren.

            Ich selbst würde daher meine Wünsche in dieser Situation bewußt zurückstellen und warten.
            Weil ich das so empfinde: wenn es eh schon schwierig ist, mag ich nicht noch unnötig obendrauf laden.

            Aber wie gesagt, das ist meine Sicht.

            Und andere sehen und machen es eben anders. Ist ja auch ok.

            Es löst in mir trotzdem ein “könntet ihr in der Situation nicht bitte ein bißchen sanfter sein” aus.

            Ich bewundere Heike sehr, wie sie mit all dem Feedback hier umgeht.
            Das könnte ich wohl nicht so.

            Zu 2):

            Ich hab das verstanden, daß Du das nicht “negativ” gemeint hast.

            Für mich war das “unkritisch verstrahlt” trotzdem sehr schmerzhaft zu lesen.
            Weil es sehr abwertend klingt. Worte sind mächtig und können tief treffen, auch wenn das nicht gewollt war.
            Und weil es meiner Wahrnehmung nach auch an der Realität total vorbeigeht.
            Ich habe Heike ganz anders wahrgenommen, in keinster Weise unkritisch oder auf rosa Wolken schwebend, sondern genauso reflektiert wie bei allen anderen Themen auch.

            Zu 3):

            Heike hat ja selber schon viel dazu geschrieben.

            Und meine Meinung dazu steht auch schon in den beiden anderen Kommentaren.

            Ich glaube, in dem Punkt reden wir aneinander vorbei.

            Sich zurücknehmen ist nicht gleich sich selbst aufgeben. Das sind zwei ganz verschiedene Dinge

            In meinen Augen wird es Heike nicht gerecht, wenn Du sagst, die “Selbstdarstellung” würde im Widerspruch zu ihrem feministischen Hintergrund stehen.

            Ich sehe hier eine Frau, die gut für sich sorgt, sie selbst ist und in der ihr eigenen Weise mit der neuen Situation umgeht.
            Sehr selbstbestimmt.

            Was das “änderungswürdig” bezüglich der Wertschätzung angeht:
            wir können das nur selber ändern, indem wir unser Denken und unsere Perspektive ändern.

            Und da leistet Heike gerade einen großen Beitrag dazu, indem sie uns hier teilhaben läßt und uns die Möglichkeit gibt, hinzuschauen, nachzudenken und neu zu bewerten.
            Das empfinde ich als unglaublich bereichernd.
            Hier an dieser Stelle auch nochmal ein riesiges Dankeschön dafür.

            Jetzt würde ich Dich gerne einladen, Dein Bild (bzgl. Selbstdarstellung etc.) mal auf den Kopf zu stellen und auseinanderzunehmen.
            Und dann ganz spielerisch und in Deinen Worten “elegant, spannend und empathisch” neu zusammenzusetzen. Und mal zu gucken, was dabei herauskommt ;-).

            Ein schönes Wochenende und liebe Grüße von

            Jessica

          9. Liebe Jessica,

            ich möchte Dir von Herzen danken, dass Du Dir die Zeit genommen und die Mühe gemacht hast, so detailliert und empathisch auf meinen Kommentar einzugehen. Es ist so schwierig diese Unterhaltungen zu führen und Menschen zu finden, mit denen man sie führen kann, deswegen möchte ich meine Wertschätzung hiermit ausdrücken. Vielen Dank!
            Ich finde es bewundernswert, wie eindrücklich Du diese Dinge von der Gefühlsebene aus schilderst. Das ist, leider Gottes, eine absolute Schwachstelle von mir und es hat mich ehrlichgesagt sehr erschreckt, meine eigene Position (mit nur minimal abweichenden Details) nochmal in empathischeren Worten zu lesen, weil es mir sehr sehr eindrücklich vor Augen geführt hat, wie minimal unser Abstand in Bezug auf unsere Meinung eigentlich ist, wie groß er aber erscheint, weil wir uns ganz anders ausdrücken.
            Ich möchte Deiner Einladung gerne folgen und ein paar Dinge auf den Kopf stellen. Mit der Selbstdarstellung werde ich mich noch eine Weile beschäftigen müssen, um unseren Unterschieden wirklich auf den Grund gehen zu können, aber ich wollte doch zumindest versuchen diese Antwort mehr aus der Gefühlsebene heraus zu schreiben. Und mit Rücksicht auf Heike, möchte ich es das Thema mit einem herzlichen und riesengroßen Danke an Dich für deine Mühe, deine Geduld und Einfühlsamkeit und Heike für ebendas, die Plattform und das Teilhabenlassen (das ist für mich nämlich auch unheimlich wertvoll – es tut mir Leid, dass das bisher nicht so rauskam) von meiner Seite aus schließen.
            Es würde mich sehr freuen, die Unterhaltung irgendwann fortzusetzen, wenn es besser passt.

            Ebenfalls ein schönes Wochenende und liebe Grüße,
            Katja

          10. Liebe Katja,

            wir können gerne zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal weitersprechen.
            Am besten über ein anderes Medium.
            Ich habe dafür einen Account eingerichtet: polarbear11@openmailbox.org
            Du bist mir jederzeit willkommen, Dich dort zu melden, wenn Du magst.
            Dann bekommst Du von dort aus meine richtige E-Mail-Adresse.
            Leider bin ich auf diese Lösung nicht früher gekommen.
            Und ganz lieben Dank für Deine Rückmeldung. Ich war ganz überrascht und berührt und hab mich sehr gefreut darüber!
            Deinem Dank an Heike schließe ich mich in allen Punkten an.
            Liebe Grüße,
            Jessica

  4. Liebe Heike,

    ich wünsche dir viel Erfolg für das neue Jahr. Den Vorsatz mit der Second-Hand-Kleidung habe ich mir letztes Jahr auch gesetzt. Bei mir sind es letztes Jahr aber eher 50% geworden. Noch nicht perfekt- aber immerhin ein Anfang. 2018 möchte ich daran weiter arbeiten.

    Der Kommentar über mir (der von Katja) hat grad genau das ausgedrückt, was mir auch seit einigen Monaten bei deinem Blog & Instagram-Account Bauchschmerzen bereitet.
    Ich habe deinen Account bei Instagram auch deaboniert. Wegen des dominierenden Baby-Contents.
    Besonders „schockiert“ hat mich die Änderung deiner Instagram-Beschreibung in „Merles Mama schreibt über..“. Ich finde es ganz grausig, wenn sich Frauen in erster Linie nicht mehr als individuelle Persönlichkeit wahrnehmen, sondern als „Mutter von X“. Ich weiß, dass Babys großartig sind und man am liebsten der ganzen Welt dieses Glück zeigen will, aber für die Außenwelt ist das schon recht anstrengend. Auch ich bin Mama und musste mich grad in der Anfangszeit echt zusammenreißen.

    Ich hoffe du findest im kommenden Jahr wieder mehr zu dem zurück was DU bist und was ich in den letzten Jahren so an deinem Blog geliebt habe. Und ich wünsche dir, dass du wieder mehr die großartige und inspirierende „Heike“ wirst, und weniger „Merles Mama“. (du bist und bleibst natürlich beides. Ich hoffe aber dass ersteres bald wieder mehr überwiegt)

    Vielleicht gibt sich das ja, wenn Merle etwas größer wird. Und bis dahin wüsche ich euch eine tolle Kuschelzeit und schicke die abgedroschenen Aussage hinterher: Genieße die Babyzeit- Sie werden soo schnell groß! 😉

    Liebe Grüße

    1. Ja… ihr sprecht da auch etwas an, was für mich eine super harte Nuss ist. Es gibt derzeit fast nichts anderes in meinem Leben. Das ist einfach so. Ich habe mich monatelang dagegen gewehrt und das hat es schlimmer gemacht. Ich habe immer gesagt: Alles steht und fällt mit Merle. Sie ist kein Projekt sondern ein Mensch, der absolut im jetzt lebt. Und ich habe in ihr eine wunderbare, sehr wache Tochter, die viel spielt und lacht, aber die gleichzeitig sehr SEHR fordernd ist. Hier wurde ma das thema „High need baby“ angeprochen und wir bewegen uns sehr nahe wenn nicht in diesem Bereich.
      Das heißt, ich definiere mich nicht nur als Mama. Eigentlich. Uneigentlich macht es für mich keinen Sinn zu leugnen, dass von mir nicht mehr viel mehr übrig ist. Es entspannt sich erst seit grob 4 Wochen ein bisschen. Und um damit umgehen zu können, gibt es für mich nur einen einzigen gangbaren Weg: Annehmen und loslassen. Und abwarten. Ich habe meine Themen noch, aber sie sind in gewisser weise eingemottet.
      Ich fand das früher auch immer furchtbar wenn Frauen nur noch Mutter waren, und in gewisser Weise finde ich das immer noch (und es ist schon mehr als einmal passiert, dass ich deswegen ein heulendes Elend war, weil ich einfach das Gefühl habe mich selbst zu verlieren), aber ich kann jetzt verstehen, woher das kommt. Und eben nicht nur aus überschwenglicher Liebe und dem Sinn- und Lebensinhalt nur im Baby. Es gibt manchmal keine andere Wahl.
      ich würde mir auch entfolgen, wäre ich die kinderlose Heike von vor einem Jahr und früher. Habe ich oft genug auch bei anderen Accounts gemacht.

      Es ist etwas, was mich wirklich umtreibt, aber womit ich eben eine für mich möglichst gesunde Lösung finden muss. Und mich dafür als „Merles Mama“ zu sehen, mehr als Vollzeit, nämlich 24/7 rund um die Uhr, nun, das ist meine Lösung. Alles rund um Hilfe annehmen etc. ist schon längst ausprobiert bzw. ausgeschöpft.
      Das wird sich wieder ändern. Aber jetzt eben nicht, weil es jetzt nicht möglich ist. je mehr ich es versuche, desto schlimmer wird die Situation sonst. Je mehr ich sie annehme, desto schöner. Und ich kann einfach nichts in meinem Leben im Moment behalten, was mir auch nur einen Mü mehr Kraft raubt als unbedignt nötig.
      Blog und Instagram sind eine Möglichkeit für mich das auch zu verarbeiten und Schönes aus dieser Situation zu ziehen, zu lernen und zu wachsen. Täte ich das nicht, ich würde wohl ziemlich verzweifeln. Deshalb ist es jetzt erst mal so. Glaube mir, ich versuche jeden Tag mir kleine Auszeiten abzuringen. Und es werden mehr. Gaaaanz langsam. Viel langsamer als ich erwartet hätte und auch viel langsamer als gut für mich wäre, aber eben genau in dem Tempo, das Merle gehen kann.
      Die ALetrnative wäre wirklich das große Schweigen hier auf dem Blog und auf Insta, den es gibt einfach kaum etwas anderes in meinem Leben als Mamasein. Und das, was es noch gibt, ist nichts, was ich zeigen könnte oder wollte.

      1. Ich muss ehrlich sagen, ich finde die Entwicklungen hier und auf Instagram vollkommen legitim und nachvollziehbar. Ein Blog ist immer auch soetwas wie ein Online-Tagebuch, kaum jemand beschränkt sich zu 100% auf sachliches und fachliches. Der Leser konsumiert immerhin auch das Leben eines anderen Menschen (übrigens etwas das mir persönlich ziemliches Bauchgrummeln bereitet hat als ich damit begann gelegentlich Blogs zu lesen).

        Man führe sich doch bitte nur einmal als Kontrastprogramm die Themen Haare, Fitness und Ernährung hier vor Augen. Jedem aufmerksamen Leser dürfte klar sein dass hier schon immer viel Hingabe und persönliches Herzblut und vor allem Echtzeitleben dringesteckt hat. Heike, Du warst auch bisher Heike und nicht die-mit-dem-Haarausfall oder die-mit-den-schönen-Smoothies. Du schreibst eben über das dich gerade beschäftigt, und Du beschäftigtest dich bisher mehr mit dem Haarthema als so manch anderes Langhaar, mehr mit dem Thema Fitness als so manch anderer Hobbysportler, also wieso jetzt nicht mehr mit dem Babythema als so manch andere Mutter? Es gab ja seit Beginn der Schwangerschaft trotzdem noch genug haariges und andere Themen hier, nur haben sich jetzt die Schwerpunkte ein wenig verschoben, was solls?

        Ja, ein Kind ist mehr als nur ein Projekt, mehr als nur ein Thema, aber vor allem ist JETZT die Babyphase und die wird nicht ewig dauern. Das eigene Selbst oder zwanghaft irgendwelche anderen halbherzig bearbeiteten Themen ausgerechnet in dieser Zeit wenn das Baby gerade am Ankommen ist in den Mittelpunkt zu stellen macht wohl kaum eine Mutter. Dein Selbst wird in dieser Zeit schon nicht verloren gehen und wenn Du es gefühlt mal für kurze Zeit aus den Augen verlierst kannst Du es bald genug wiederfinden.

        (Volles Verständnis hier von meiner Seite. Ich war auch stolz wie sonst was als ichs nach ein paar Wochen wieder geschafft hab mir ein paar mehr Ich-Felder zurückzuerobern, aber es ist trotzdem nicht das gleiche wenn Du im Fitnessstudio nur an dein Kind denkst 😉 …also erstmal in Ruhe ankommen und dann weitersehen)

        1. Liebe Heike,

          ich schließ mich CarMaMia an. Von außen betrachtet empfinde ich Dich als jemanden mit einem stabilen, vielfältigen, heilen Kern. Der geht Dir nicht verloren.

          Übrigens finde ich das Selbstoptimieren schön. Eins der Dinge, die ich sehr schätze hier auf Deinem Blog. Mir ist das auch wichtig. Ich glaube, daß alles Lebendige sich weiterentwickelt und damit auch vervollkommnet. Das bewußt zu tun empfinde ich als angenehm.

          Auf mehr zum Ernährungsthema bin ich schon gespannt.

          Ein frohes neues Jahr und alles Liebe,
          Jessica

  5. Frohes Neues!
    Wow, das sind krasse Vorsätze ich aber ich bin mal gespannt. Dass du wieder Hülsenfrüchte verträgst, muss gefeiert werden!

  6. Schöne Vorsätze, vor allem der second-hand Part (sagt die Nachhaltigkeitswissenschaftlerin).
    Zu der ganzen „Merles Mama“ Diskussion – ich kann verstehen, dass es einige stört, hab mir aber aus Interesse mal meinen eigenen Account angeguckt und siehe da: als Emma 5/6 Monate alt war, wurde es „besser“. Am Anfang kommt man einfach wirklich kaum zu was anderem. Ja, ich hab mal genäht oder gebastelt, aber auch das meist fürs Kind. Das wird anders!
    Seit Emma 6 Monate alt ist, geh ich an 3 Vormittagen arbeiten, hab samstags vormittags „frei“ und kann sie allgemein viel besser in den Alltag integrieren. Ich war mit ihr zum Besprechen meiner Masterarbeit beim Prof und auch in Seminaren. Ich kann sie in ihren Hochstuhl setzen und was in der Küche machen und abends bringe ich sie ins Bett und habe dann ein paar Stunden (2 bis 4 meist) komplett frei. Ich kann Serien gucken, Bücher lesen, mit dem Mann kuscheln, basteln, baden, Sport…
    Trotzdem freu ich mich mittlerweile wahnsinnig auf die Zeit, wenn meine 20 Stunden Stelle anfängt und ich Emma täglich für 5 Stunden zur Tagesmutter gebe. Ab da werde ich nochmal weiter mehr „ich“ zurück kriegen. Und das wird bei dir genauso sein.
    Ich dachte früher immer „Ach, wenn der Papa nach Hause kommt, kriegt er das Kind und ich hab erstmal frei“ – darüber lache ich heute herzlich. Trotzdem bin ich immer noch ich und du bist immer noch du. Man nimmt sich eben nur zum Wohl eines kleinen Menschen ein ganzes Stück zurück. Aber das ist absehbar, das geht vorbei. Was sind schon ein Jahr oder zwei, bezogen auf das ganze Menschenleben, was darauf folgt und wenn man bedenkt, was für einen wichtigen Grundstein man damit legt!

    1. Ich könnte dich grad wieder umarmen! Ich finde das so toll bei dir ein bisschen in eine für mich und uns mögliche nahe Zukunft blicken zu können.
      „Ach, wenn der Papa nach Hause kommt, kriegt er das Kind und ich hab erstmal frei“ – darüber lache ich heute herzlich.
      Haha, oh ja, das unterschreibe ich!
      Ich warte ja sehnlichst auf die Zeit, in der Merle endlich mal zu „normalen“ Uhrzeiten schlafen geht. Hier geht ja vor 23-24Uhr nichts und danach mache ich auch nichts mehr.

      1. Ach, das freut mich. Ich finde auch, es hilft zu gucken, was in ein paar Monaten sein könnte. Das entspannt, weil man ja wirklich oft denkt „oh gott, das wird jetzt für immer und ewig so bleiben!“
        Ich weiß noch, dass ich im September dachte, ich werde niemals nie wieder jemals irgendwann nen Abend für mich haben. Und gestern brachte dann der Papa das Kind gegen 18 Uhr ins Bett, um 21 Uhr stillte ich nochmal und ging dann um um 23 Uhr selbst schlafen. Auch heute war der Papa wieder erfolgreich mit dem einschlafen. Das war noch vor 3 Wochen undenkbar!

  7. Liebe Heike,

    ich bin schon seit 2013 „stille Mitleserin“ deines Blogs und mag vor allem die Art und Weise, in der du verschiedene Themenbereiche aufarbeitest, für die du selbst dich interessierst. Vieles davon spiegelt auch meine eigenen Interessen wider, anderes ist für mich persönlich weniger relevant, aber ich lese alle Artikel vor allem deshalb gerne, weil deine authentische Art zu schreiben wirklich erfrischend ist. Genauso ist es auch mit deinen Einträgen über Merle – ich finde es total faszinierend, deine Entwicklung als Mutter so mitverfolgen zu dürfen. Ich bin selbst Mama einer 9 Monate alten Tochter und erkenne in deinen Artikeln oft meine eigenen Gedanken wieder. Anderes wiederum empfinde ich einfach als interessanten Denkanstoß. Und was ich dir eigentlich sagen wollte: Ich glaube, wenn es so weit ist, dass Merle dir wieder ein wenig mehr Freiraum lässt, dann wirst du erstaunt sein, wie viel Zeit und Energie du auf einmal für andere Themen hast. Ich merke an mir selbst, dass ich jetzt um einiges fokussierter und konzentrierter jedes Fitzelchen Zeit nutze, das mir meine Tochter an Freiraum lässt, und dadurch trotz „Mamadasein“ viel produktiver bin als vorher (dabei dachte ich immer, ich würde meine Zeit gut nutzen 🙂 ). Im Kontrast zu dem, was diese süßen Zeitfresserchen uns abverlangen, erscheint der Rest unseres Alltags bald fast wie in Zeitlupe zu vergehen… Ich glaube, alle Mamas schießen schneller als ihr Schatten! 😀 Oder schreiben… Jedenfalls bin ich sicher, dass du keinen Grund zu Selbstzweifeln hast oder irgendwie die Ausrichtung deines Blogs „anpassen“ musst, wenn sich das nicht natürlich anfühlt. In wenigen Monaten sieht alles schon wieder ganz anders aus. Dann bist du vielleicht traurig, dass du nicht noch mehr Merle-Baby-Fotos aus der jetzigen Zeit gepostet hast oder dass du ein anderes Thema nicht für später aufgehoben hast, für das du jetzt eigentlich nicht richtig den Kopf hast, aber das du später gerne weiter ausarbeiten würdest, weil du auf einmal so furchtbar viel freie Zeit hast… 🙂 Bin schon sehr gespannt auf deinen 6-Monate-Merle-Artikel!

    Liebe Grüße
    Johanna

  8. Liebe Heike,
    ich wünsche dir noch ein gutes neues Jahr, ganz viel Gesundheit und alles was du dir selber noch so wünscht. 😉 Deine guten Vorsätze habe ich gerne gelesen und bin vor allem in Sachen Ernährung gespannt, weil ich selbst gern in diese Richtung würde, es mir aber sehr sehr schwer fällt. 😉
    Ich lese gerne hier auf deinem Blog und ich finde, du kannst schreiben was du magst. Das Baby-Thema ist für mich nicht akutell, weil meine beiden schon größer sind. Aber ich finde es völlig ok, wenn du vom Muttersein schreibst. Gerade in der ersten Zeit gibt es nicht viel anderes im Leben, weil die Kleinen einfach viel Zeit beanspruchen und man nicht das für sich machen kann was man gerne wollte. Ich war total gerne Vollzeitmama und Hausfrau und jetzt merke ich, es ist an der Zeit, ein bisschen loszulassen und mir selbst einen langgehegten Traum zu erfüllen.
    Alles Liebe, Susanne

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