28. September 2017

Wochenbett – Das Schöne und das Andere

Denn ich hatte ja keine Vorstellung… Was ist das Wochenbett denn nun wirklich? Kennenlernzeit, Kuschelzeit, Heilzeit oder einfach nur viel Zeit daheim, weil ohnehin im Mutterschutz?

Ich dachte: letzteres. Bisschen viel stillen, bischen wenig Schlaf, bisschen rumhumpeln, weil zwischen den Beinen noch alles etwas lädiert ist. So in etwa. Nun, fast. Als ich gemerkt habe, dass die Realität für mich ziemlich anders aussah, habe ich das gemacht, was ich immer tue: recherchieren. Wieso? Weil mir das Sicherheit gibt und ich damit einschätzen konnte, wie normal oder schlimm es tatsächlich war. Und was ich teilweise tun konnte (oder auch nicht), um die Situation zu verbessern.

Mir ist bei meinen Recherchen vor allem ein Satz im Kopf geblieben. Nämlich der, dass sich junge Mütter/junge Familien keine Vorstellung davon machen, wie das Wochenbett wirklich ist, weil man so gut wie keine authentischen Berichte dazu findet. Die meisten laufen gefühlt vor eine Wand, wenn sie sich vorstellen, wie das das süße Neugeborene im Stubenwagen schlummert, man ihm beim Stillen verträumt den glatzköpfigen oder auch flaumigen Schädel streichelt und es in die niedlichen Miniklamotten packt – und dann kommt die Realität. In der all das stattfindet. Vielleicht. Aber eben eher… nicht nur und wenn es nicht ganz so toll läuft, auch eher nur am Rande. Mit der Wand zum Dagegenlaufen habe ich also auch Bekanntschaft gemacht. Mehrfach.

Und deshalb schreibe ich für euch hier mal zusammen, wie das Wochenbett eben tatsächlich ist bzw. sein kann. Allgemein und speziell auch bei uns. Denn mir hätte es unglaublich viel geholfen, vorher zu wissen, was mich da erwartet. Aber ich wusste es eben nicht. So viel man zu Schwangerschaft und Geburt findet, so wenig zu der Zeit unmittelbar danach. Ich bin jetzt etwas über 4 Wochen post partum, das Thema ist somit noch nicht durch, aber das Bedürfnis darüber zu schreiben war in der letzten Zeit einfach sehr hoch, drum gibt es den Artikel jetzt.

Wieso gibt es so wenige Berichte?

Ich habe meine Gynäkologin gefragt. Sie meinte: „Weil Ihnen das niemand sagen kann. Es ist unglaublich unterschiedlich.“ Das haben auch weitere Recherchen ergeben. Von total romantisch super toll mit Anfängerbaby, das die ganze Zeit schläft, wenn es nicht alle 3 oder 4 Stunden mal gestillt werden will, bis hin zu einem totalen Zusammenbruch der Eltern, weil ihr Baby nur schreit, ist alles dabei. Nun, trotzdem hätte ich das gern gewusst. Ich wusste ja auch dass Geburten von „Och, also so schlimm war das nicht, ich kann direkt noch ein Kind kriegen!“ bis hin zu Not-OPs und schlimmen Komplikationen mit irreversiblen Schäden reichen. Ich wusste, dass Schwangerschaften vom glücklichen Glow bis zu 9 Monaten Bettruhe alles mitbrigen können. Wieso wird das also nicht über das Wochenbett gesagt? Nur, weil es so unterschiedlich ausfallen kann? Nein. Nicht nur.

Man vergisst sehr viel

Eine Antwort, die mir viele gegeben haben. Ähnlich wie bei der Geburt, verschwindet wohl vieles der Anfangsstrapazen wieder in der geistigen Versenkung, wenn es erst mal geschafft ist. Ich bin jetzt beim Schreiben noch mittendrin und sage: Ist auch gut so! Das brauche ich nicht dauerhaft als Teil meiner Identität. Aber für jetzt, für den Moment hätte ich es eben gern gewusst. Ich schreibe also für euch auf, bevor ich vergessen sollte.

Schönfärberei

Auf der anderen Seite steht, dass es einfach auch zum guten Ton gehört, nur mit verliebt verklärtem Blick über die Ankunftszeit des Babys zu sprechen. Wievielen Accounts bin ich nach der Geburt des Kindes entfolgt, weil ich das ständige Gesäusel unerträglich fand (das war vor Merle schon so und auch jetzt mit eigenem Kind kann ich mir das nicht gut geben). Wenn wirklich alles so regenbogen-herzchen-heititei ist: Hey, herzlichen Glückwunsch! Ehrlich! Euer kleines Wunder ist für euch genau das und das ist super.

Dazu kommt natürlich, dass Social Media auch fast immer nur die schönen Seiten hervorheb. Besonders deutlich auf Instagram, wo auch nur schöne Bilder gezeigt werden, selbst wenn in der Bildunterschrift dann mal ehrlichere Worte gefunden werden. Mache ich auch so, im Übrigen, meistens. Eine gewissen Authentizität halte ich mir schon zu Gute. Aber so hatte ich eben auch vor allem Bilder im Kopf von niedlichen Babys schlummernd in schnuffeligen Deckchen und Müttern, die in der Woche nach dem Heimkommen aus der Klinik mit dem Kinderwagen durch den Park oder um den See spaziert sind. Gern auch mit der Aussage: „Jetzt können die Schwangerschaftspfunde endlich runtergelaufen werden und das Stillen hilft dabei ja auch super!“

Guter Witz

10 frischgebackene Mütter wurden gefragt, was sie in ihrer Freizeit am liebsten tun. Sechs verstehen die Frage nicht, eine fängt an hysterisch zu lachen und drei schlafen ein.

So oder so ähnlich habe ich mal einen Witz von einer Freundin zugeschickt bekommen, die selbst schon einen Sohn hat und die mir augenzwinkernd damit sagen wollte, was mich da erwartet. Da ich über Erwartungen ja schon mal in meinem Artikel „Wie stellst du dir ein Leben mit Kind vor?“ geschrieben hatte, sei dazu gesagt: Dieser Artikel bezieht sich nicht auf das Wochenbett sondern auf die Zeit danach. Aber alter Falter, alle „Drohungen“ oder nennen wir sie doch positiver lieber nur „Warnungen“, die man so an mich herangertragen hatte bezüglich Leben mit Kind haben sich bei mir im Wochenbett bewahrheitet. Okay, fast alle. Wie ihr seht, kriege ich es irgendwie hin hier zu schreiben. Wie ich das genau mche ist mir eigentlich selbst nicht so ganz klar…

Das Schöne

Oh ja, da ist ein neuer Mensch, ein kleines Wunder und ja, es stimmt, Babys riechen echt gut (außer so um die Windel herum): süßlich, karamellig. Es ist irre diesen kleinen Körper zu streicheln, die weiche Haut, das kleine Näschen. Hände, die nur einen Finger greifen können, weil sie so klein sind. Und wenn sie nicht grad schreien, geben die Kleinen auch wirklich goldige Geräusche von sich (okay, sie schnarchen und grunzen auch beim Trinken). Es ist irre zu spüren, welche Verantwortung man trägt und das kann einen ganz schön stolz machen. Viele sprechen von der „Babyblase“, also einer wirklich verklärten Welt, in der die Zeit stillzustehen scheint, weil plötzlich alles egal ist. Dann die Gewissheit: Es ist geschafft. Mama hat ihren Körper zurück (weitestgehend, stillen ist ja noch ein Thema), man kann wieder die Dinge essen, die in der Schwangerschaft verboten waren und innerhalb von wenigen Tagen ist der Handyspeicher voll mit zuckersüßen Babyfotos. Ein Baby das gut, im Sinne von länger, schläft, wird dann schon freudig erwartet: Wann wacht es auf? Oh, dann kann ich es hochnehmen und knuddeln, es stillen und selbst die Stinkewindel ist dann ein kleines Event. Verliebtheit. Große Liebe. Das Gefühl von Familie. Geborgen und warm und rosig. So kann es sein.

Das Andere

Und auch wenn vieles dann doch anders ist, einiges vom Schönen ist auch bei den nicht ganz so perfekten Versionen von Wochenbett oft dabei. Zum Glück. Wie ich selbst oft gesagt habe: Macht schon Sinn, dass die so süß sind, die Babys…!

Das Wochenbett ist bei uns eingeschlagen wie eine Bombe. Laufen wie eine 90-jährige ohne Rollator, das Gefühl haben, der Beckenboden ist ein ausgeleiertes Trampolin und wenn man husten oder niesen muss, fällt bestimmt gleich der gesamte Verdauungstrakt unten raus (Allergiker unter euch, macht euch schlau, was ihr tun könnt, wenn eure Entbindung in eure Hauptallergiezeit fällt!), wundgebissene Brustwarzen und selten mehr Schlaf als 2 Stunden am Stück. So ging es los. Und als dann der Hormoncocktail der ersten Tage abgeflacht war „die Käseglocke sich lüftete“, da habe ich erst mal geheult. Vor Erschöpfung. Fand ich sehr angemessen. Zum Glück wurde es dann besser. Sehr langsam, aber es wurde und wird besser.

Allgemeine Tipps: Wichtig ist, die Minifortschritte zu sehen und sich vor Augen zu führen, dass sie für ein Neugeborenes alles andere als mini sind. Die ganzen großen und kleinen Furchtbarkeiten machen sich schon von selbst mehr als wichtig genug, deshalb schaut darauf, was besser wird und sei es scheinbar noch so klein. Heilung. Ein paar Minuten mehr Schlaf. Baby macht unterschiedlichere Geräusche. Baby macht regelmäßig die Windel voll. Unspektakulär, aber eben doch eigentlich ganz schön groß.

Dammschnitt/Dammriss

Muss nicht sein, kommt aber oft vor. Das wird genäht und sowohl die Wunde als auch die Naht können meist ziemlich garstig sein. In den ersten Tagen ist Sitzen großes Kino. Und Toilettengänge auch.

Tipps: Viel trinken, denn das verdünnt den Urin = weniger Brennen. Viele Ballaststoffe essen (Chiasamen oder Leinsamen sind da echt toll!), damit Stuhlgang ohne drücken funktioniert. Gefrorene Wöchnerinnenvorlagen in den Netzschlüppi packen (eine Mullkompresse oben drauf, Erfrierungen wollt ihr ja auch nicht). Die Kühlung hilft gegen die Schwellung. Die Vorlagen macht ihr dafür einfach ein bisschen nass und packt sie in eine Vorratsbox ins Eisfach. Viele schwören auf Multimamkompressen. Abtrockenen nach dem Duschen nicht mit den Handtuch sondern mit Klopapier. Tupfen! Falls alles brennt, nach dem Stuhlgang untenrum mit der Duschbrause abspülen, dann trocken tupfen. Setzt euch gerade ab. Beide Arschbacken gleichzeitig auf einen festen Stuhl. Nicht von links nach rechts wackeln. Langsam und gleichmäßig absetzen. Die feste Unterlage beugt der Ödembildung vor (Schwellung) bzw. wirkt entgegen. Versucht viel zu liegen und wenig zu sitzen. Wenn ihr stillt, lernt schnell im Liegen zu stillen. Das ist sowieso ziemlich praktisch.

Ich dachte der Spaß wäre nach einer Woche grob mal überstanden. Meist dauert es aber 2-4 Wochen bis die Naht wirklich Ruhe gibt und nur noch etwas nervt, aber nicht mehr grob einschränkt.

Stillen tut weh

Auch hier wieder: Muss nicht sein, ist aber meistens so. Wie lange es weh tut, ist individuell unterschiedlich, hängt auch davon ab, wie das Baby trinkt, wie angelegt wird und wie der Milcheinschuss anläuft. Aber auch geübte Mütter, die schon mehrere Kinder haben, sind davor nicht gefeiht, es ist also nicht nur eine Frage der Stilltechnik (aber zu großen Teilen). Manche Mütter sind auch einfach an den Brustwarzen empfindlicher als andere. In der Regel sind die ersten 3 Tage besonders fies, danach fließt die Milch normalerweise besser und das Stillen entspannt sich. Wie lange die Brustwarzen empfindlich sind und vor allem die ersten Züge des Babys schmerzen, ist wieder unterschiedlich und kann von einigen Tagen bis zu gut drei Monaten andauern. Danach ist es für die meisten endlich entspannter. Am fiesesten sind wohl so die ersten 2-4 Wochen. Auch der Milchspendereflex kann ganz schön zwiebeln und auch das, geht in der Regel, von selber wieder weg, aber wieder kann einem da keiner genau sagen wann außer: „mit der Zeit“.

Tipps: Stillberatung! Die meisten Krankenhäuser bieten das direkt auf den Wöchnerinnenstationen an. Durch das richtige Anlegen und Positionswechsel, lässt sich viel lindern, das muss man aber erst mal lernen und da helfen die Profis sehr. Stillberater können auch zu euch nach Hause kommen, einige Städte haben sogar Stillambulanzen und fast überall lassen sich Stillgruppen/Stillkreise finden, um sich auszutauschen und Hilfe zu suchen. Besprecht mit ihnen ob ihr mehr Helferlein braucht wie Lanolin (Wollfett), Stillhütchen, Abpumpen oder Zufütterung. Eine gute Stillberatung zielt immer darauf ab, euch möglichst beim Vollstillen zu unterstützen, keine Saugverwirrung des Babys zu riskieren und dabei die Mutter vor all zu kaputten Brustwarzen zu bewahren – und auch davor das Stillen dann vor Schmerz letztlich ganz abzulehnen.

Abgesehen von diesen Tipps leider erneut etwas, was euch im Wochenbett noch ständig begegnen wird: Durchhalten. Es wird besser. Vielleicht nicht unbedingt immer schön, aber besser. Durchhalteparolen sind nicht so motivierend, wenn man grad in die Nippel gebissen wird, aber: one day at a time. Eine Brust nach der anderen. Und: Es gibt Lösungen. Man muss sich nicht blutig beißen lassen, aber ja, doch, auch das passiert. Auch ohne Zähne beim Kind. Bevor ihr euch aber am „Durchhalten! Durchhalten! Durchhalten!“ festklammert, fragt um Rat. Das Internet weiß nicht alles und es weiß noch weniger, wenn ihr vielleicht noch nicht mal genau wisst, wonach ihr googeln müsstet und dann nur in einem Forum nach dem anderen aufschlagt, in dem Frauen ebenfalls ihr Leid klagen und Hilfe suchen. Das ist eine mühsame Art der Recherche. Fragt immer auch eure Nachsorgehebamme, dafür ist sie da.

Clusterfeeding

Nie gehört vorher, konnte ich also auch nicht (siehe oben) googeln. Diese Art des Stillens bedeutet, dass das Baby nicht, wie man vielleicht dachte, all 3-4 Stunden angelegt werden mag und zwischendurch ein paar Windeln füllt und sonst friedlich schlummert. Es bedeutet, dass viele Babys über eine ganze Tageszeit hinweg fast ständig trinken wollen. Grad abgelegt, will es wieder ran. Der Fachmann zählt die Intervalle von Anlegen bis Anlegen. So gut wie jede normale Frau zählt aber eher von Ablegen bis Anlegen. Was also bei „alle zwei Stunden“ noch relativ human klingt, wird fies, wenn Baby 45min trinkt, dann gewickelt werden muss und dann wieder nach der Brust verlangt. Dann ist nur knapp eine Stunde dazwischen. Und beim Clustern wollen einige Babys stündlich oder sogar noch öfter. Manche clustern nachts, manche tagsüber. Manche mehrmals am Tag, manche regelmäßig, manche heute so, morgen so. 8-12x stillen am Tag als Richtwert, was so sein sollte bzw. im könnte, im angeblichen Durchschnitt, das fand ich schon heftig. Beim Clustern geht man locker auch mal über 15-20 Mal. Wer dann noch kaputte Brustwarzen hat, der mag dann einfach nur noch heulen. Macht mal. Da fließt die Milch gut. Kein Witz. Aber weniger weh tut es damit auch nicht.

Tipps: Hebamme fragen! Stillberatung! Abklären lassen, ob Baby genug Milch bekommt (nicht selber wiegen, lasst das die Profis machen, die Ungenauigkeiten könnt ihr nicht gut interpretieren bei so einem winzigen Wesen), und ob es richtig trinkt. Auch den Kinderarzt bei den U-Untersuchungen drauf ansprechen. Bei einigen Kindern kann es auch anatomische Probleme geben, die sie beim Saugen behindern so wie ein verkürztes Lippen- und/oder Zungenbändchen. Mimi Ikonn hat letztes Jahr davon erzählt, da es ihre Tochter Alexa betraf und sie mit 10-12 Stunden schmerzhaftem Dauerstillen fast wahnsinnig geworden ist. Dieses Problem mit dem Lippen- bzw. Zungenbändchen lässt sich rasch vom Arzt lösen. Also. immer nachfragen. Das ist das Video von Mimi dazu.
Ansonsten: Durchhalten. Wenn durchhalten nicht mehr geht (ja, es gibt Grenzen, jeder jat seine eigenen) mit Hebamme und Stillberatung über Zufütterung sprechen. Da könnt ihr dann abpumpen, Becherfütterung machen, Spritzenfütterung, Pre-Milch… klärt das für euch individuell. Wenn die Mutter vollkommen erschöpft ist, fließt meist auch die Milch nicht mehr gut, das gibt dann einen kleinen Teufelskreis. Wenn das Clustern noch aushaltbar ist, weiter anlegen. Das Baby bestellt damit die Milchmenge der Folgetage und dadurch sollte es dann bald wieder besser werden, weil mehr fließt. Sonst kann es auch sein, dass das Baby „nur“ Nähe will, gar nicht unbedingt trinken. Stillen heißt aber nicht umsonst stillen. Es beruhigt das Kind. Nahrung ist nur ein Aspekt davon. Bedenkt, wenn ihr Zufüttern in Erwägung zieht, dass wenn es nicht um die Milchmenge geht, sondern um Nähe und Nuckeln, ihr dann eventuell  trotzdem weiter clustert, nur eben mit Fläschchen und das wird dann richtig aufwändig. Besprecht das also individuell. Jetzt wisst ihr zumindest, dass es das gibt, dass es normal und gar nicht so unüblich ist und dass es dafür Hilfe gibt, die ihr für euch abwägen könnt.

Schlafentzug

Geht gern mit dem Clusterfeeding einher. Selbsterklärend. Wer ständig anlegt, kann nicht schlafen. Im Übrigen kann die Mutter dann auch nicht in Ruhe mal duschen, Essen wird nebenher beim Stillen erledigt und man braucht dafür einen Helfer, der das Essen in Reichweite bringt. Wer nicht schläft, kann kaum außerdem heilen. Ein kompletter Schlafzyklus hat 90 Minuten. Soviel solltet ihr dringend mal am Stück schlafen können, besser 3 Stunden für zwei Zyklen. Immer nur hier und da eine Stunde wird auf Dauer zum blanken Horror. Mal, für ein zwei Nächte, ist das auszuhalten und schon furchtbar genug, aber danach braucht ihr Hilfe, damit ihr schlafen könnt.

Tipps: Papa packt das Kind in den Kinderwagen und fährt eine Runde um die Häuser. Zum Beispiel. Wenn ihr durch sehr ausgedehntes Clustern gar nicht zum Schlafen kommt, aber euer Baby nach Bedarf weiter an der Brust haben möchtet, beobachtet euch selbst gut, wie viel ihr wirklich schafft. Ihr bekommt keine Tapferkeitsmedaille fürs Nächtedurchmachen. Das Baby mit im Bett oder im Beistellbett schlafen zu lassen, macht das nächtliche Anlegen einfacher, weil ihr das Kind nur ranziehen müsst und wenn es dann nicht (mehr) schmerzhaft ist, könnt ihr dabei zumindest dösen, eventuell schlaft ihr mit Baby auch wieder ein. Bei einer total übernächtigten Mutter kann Zufüttern ebenfalls eine Option sein, um der Mutter einen längeren Schlafintervall zu bescheren, in der dann jemand anderes das Baby mit der Flasche (dem Becher/der Spritze…) füttert. Manchmal braucht man diese Hilfe auch nur temporär. Diese Thematik wird gern schon beinahe wie eine Religionsfrage diskutiert und Fläschchengeber versuchen Stillmütter zu bekehren und umgekehrt vielleicht sogar noch mehr. Versucht sowohl auf euren Kopf als auch euer Bauchgefüh zu hören. Wägt ab. Macht euch nicht fertig, dass seid ihr so schon genug.

Schreien lassen und Schlaftraining insbesondere für Neugeborene wie in „Jedes Kind kann Schlafen lernen“ gelten mittlerweile als veraltet und die meisten Mütter, die nur ein bisschen recherchiert haben, kriegen bei Erwähnung dieses Buches schon das große Zähneknirschen, wenn nicht das Bedürfnis Bücherverbrennungen wieder einzuführen. Die meisten haben es auch im Gefühl, dass das irgendwie nicht gut sein kann, das Baby weinen zu lassen. Stichwort hier auch Urvertrauen. Dennoch absolut verständlich, dass man in der Verzweifelung einer übernächtigten Mutter (oder als übernächtigtes Elternpaar) auch nach diesem Strohhalm greift und sich versucht schlau zu machen und bei dem Titel, das Buch in die Hände nimmt. Ich persönlich halte absolut nichts von den Methoden, mir läuft es da auch ziemlich kalt den Rücken bei hinunter. Ich erwähne es hier deshalb, weil man in der Verzweifelung durch Schlafentzug beinahe gezwungenermaßen darüber stolpern wird. Zwischen 100% Attachement Parenting und diesem Buch liegen aber noch viel, viele Graustufen.

Schreibabys

Da ich bei den oben genannten Wochenbettdramen schon überall wohl zu enthusiatsich den Arm gereckt habe, um das auch mitmachen zu dürfen, bin ich doch echt froh, dass dieser Kelch an uns vorüber gegangen ist. Denn Schreibabys schreien. Fast ständig, außer sie trinken oder schlafen. Und manche schreien auch beim Trinken zwischendurch.

Tipps: Hier bin ich keine Instanz. Klärt das ärztlich ab, dass es dem Baby körperlich an nichts fehlt. Nähe ist meist das Mittel der Wahl und… manchmal auch Nähe plus Oropax für die Eltern, weil auch auf dem Arm weiter geschrien wird und die Dämpfung die Nerven schont. Von allen möglichen Schwierigkeiten ist dies die größte. Deshalb hier um so dringender: holt euch schnell Hilfe. Hebamme, Kinderarzt, Osteopath –  wen ihr kriegen könnt!
Manche Babys lassen sich einfach nur nicht ablegen, dann weinen sie. Wenn dem so ist, also mit Nähe geholfen werden kann, nun, dann habt das Baby bei euch. Es ist eigentlich ganz normal, dass es Körpernähe möchte. Das hatte es ja sein ganzes 40-wöchiges Pre-natal-Leben bisher. Tragen und Tragetücher helfen da enorm dann nicht an der Couch festzuwachsen oder eine Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk zu bekommen. Macht eine Trageberatung, wenn ihr unsicher seid, mit welcher Trageart ihr glücklich werden könntet. Ich habe mir aber sagen lassen dass „echte“ Schreibabys auch mit diesen Methoden nicht zu beruhigen sind.

Babyblues / Wochenbettdepression

Muss nicht sein und ist auch eher selten, wenngleich emotionale Achterbahnfahrten durchaus die Regel sind. Allein schon vor Erschöpfung. Eine gute Hebamme wird euch immer fragen, wie es euch auch abseits von Körperlichkeiten geht. Seid ehrlich. Ein bisschen heulig zu sein und tageweise auch mal etwas mehr, ist völlig normal: Schlafentzug, Plazenta weg und damit rapide Hormonumstellung, Sorgen alles richtig zu machen, eigener Schmerz, Überforderung… und so weiter. Gründe gibt es im Wochenbett genug, um sich auch emotional richtig miserabel zu fühlen. Eine echte Wochenbettdepression bedarf aber einer besonderen (ärztlichen) Behandlung und da die Übergänge auch hier meist fließend sind, ist es wichtig sich selbst gut im Auge zu behalten.

Tipps: Thematisiert eure Gefühlswelt auch mit der Nachsorgehebamme und mit euren Vertrauten. Gerade die Hebamme hat schon viele Frauen in eurer Situation gesehen und kann gut einschätzen helfen, wie schlimm es ist. Schmerz – auch emotionaler – ist subjektiv, somit macht deutlich, wenn es euch schlecht geht, ihr euch aber nicht ernstgenommen fühlt. Die Tage erst habe ich einen Artikel auf mama-razzi.com gefunden, der sich mit Wochenbettdepressionenen und Startschwierigkeiten im Wochenbett allgemein befasst: Mami Talk: Babyblues / Wochenbettdepression.
Davon ab finde ich es wichtig zu erwähnen, dass es durchaus normal ist, wenn ihr euer Kind nicht 24/7 nur lieb habt, wenn es euch grad mit Erschöpfung in den Wahnsinn treibt. Auch muss man nicht mit noch geburtsnassem Baby auf der Brust sofort vor Liebe bersten. Freut euch, wenn ihr euch sofort verliebt, das ist wundervoll. Wenn nicht: Lernt euch kennen und verliebt euch dann. Ist vermutlich nicht grob anders als beim Verlieben in den Partner: Manchmal schlägt der Blitz der Liebe auf den ersten Blick ein, manchmal wird man erst Freunde und dann Liebende und Freundschaft braucht auch ein bisschen. In meinem persönlichen Fall mag ich sagen, dass ich einige Tage gebraucht habe, um von Faszination zu Verliebtheit zu kommen. Wie schon im Geburtsbericht gesagt: Es war alles sehr krass und ich war erst mal erleichtert, dass an mir und am Baby (noch) alles dran war.

Kein Anspruch auf Vollständigkeit

Denn was ich noch nicht mal kenne, kan ich auch kaum bis gar nicht googeln. Je nach Geburtsvorgang und persönlichen Gegebenheiten kann noch viel mehr im Wochenbett warten. Starkes Schwitzen, Inkontinenz, Ängste, Beziehungskrise … das fällt mir so noch ein. Aber sowohl was die Probleme, als auch die Tipps angeht, ist da noch Luft nach oben. Leider und Gott sei Dank.

Zwischen Glückseligkeit und Wahnsinn

Bisher habe ich keine Situation erlebt, die dermaßen ambivalent war, wie das Wochenbett. An sich ist es wie eine echt ungesunde Beziehung: Man kann nicht miteinander aber auch nicht ohne. Ablehnung und bedingungslose Aufopferung sind nicht nur nah, sondern zeitgleich. Erschöpfung und Dankbarkeit. Mitleid und totales Genervtsein. „Nimm du sie mir ab!“ und „Gib sie mir, ich weiß besser, was gut für sie ist!“ im selben Moment.

Tipps: Annehmen und loslassen. Ebenfalls eine Ambivalenz also. Denkt an das, was ich ganz oben schon schrieb: Es wird besser. Jeden Tag ein bisschen und wenn auch das nicht, dann zumindest im groben Schema von zwei Schritte vor und einer zurück. Und seien es noch so kleine Schritte. Entscheidet euch diese Schritte zu sehen und lasst zu, dass sie für einen Moment die Strapazen verdrängen. Das erste Lächeln ist für die meisten ein wirklicher Meilenstein. Bis dahin ist aber auch das Engelslächeln (Baby lächelt nicht bewusst, grinst aber) ein kleiner Trost.

Und da wären wir. In dem von nun an recht alltäglichen Wahnsinn. Bevor ich ende, mag ich noch mal betonen, was mir besonders wichtig ist:

Bevor ihr euch an Durchhalteparolen klammert, sucht Hilfe!

Hebamme, Stillberatung, Kinderarzt, Gynäkologe, Eltern, Partner, Freunde. Gerade beim Thema Schlaf und beim Clusterfeeding findet man online fast ausschließlich Durchhalteparolen. Hätte ich ausschließlich auf die gehört und hätte nicht die Profis gefragt, ich wäre jetzt vermutlich ein verheultes Wrack mit zerbissenen Nippeln und/oder würde nur noch Flaschennahrung geben, weil ich dann kapituliert hätte. Flaschennahrung ist genuso wenig der Teufel wie ein Kaiserschnitt. Ich verstehe die Bevorzugung von natürlicher Geburt und Vollstillen und hätte beides auch gern für mich gehabt. Was die Geburt betrifft, hat geklappt. Beim Stillen: leider nein, aber es ist ein kleines „Leider“ für mich. Ich für meinen Teil lebe bedeutend besser mit der Entscheidung die Dinge so zu sehen: Ich bin dankbar dafür in einer Zeit und an einem Ort zu leben, der mir diese Möglichkeiten bietet. Für alles rund um Schwangerschaft, Geburt und nun Wochenbett hat sich das als doppelt und dreifach gut für mich erwiesen, natürliche Wege zu bevorzugen und offen zu sein für schulmedizinische/künstliche Helferlein. Was man als künstlich empfindet, ist ja auch Ansichtssache und sehr dehnbar: Die Naht nach einem Dammriss oder -schnitt ist auch nicht natürlich, aber ebenfalls in meinen Augen sinnvoll. Ist eine Geburt nicht mehr natürlich, wenn Frau eine Flüssigkeitsinfusion bekommt? Das alles eher als Möglichkeiten und Graubereiche zu sehen, macht mich offener, flexibler und mich dadurch sehr viel gelassener, weil es mehr als einen Weg gibt.
Jetzt gucken wir, wie sich unsere Situation entwickelt und ich versuche das Vollstillen wieder zu bekommen, wenn sich die Umstände ändern. Sollte das nicht passieren, nun, dann ist das auch so. Ich fühle mich dadurch genauso wenig als Versagerin, wie ich mich mit einem Kaiserschnitt als Versagerin gefühlt hätte. Ich bin dankbar für die Hilfe. Aber mein Ziel ist es immer, ohne Hilfe etwas selbst zu können. So auch hier.

In diesem Sinne: Ich hätte all das gern gewusst, bevor ich selbst im Wochenbett gelandet bin. Die härteste Wand, vor die ich gelaufen bin, war nämlich nicht die des Schlafentzugs oder der Schmerzen, es war die des völligen Überfordertseins, weil ich nicht wusste, dass das so sein könnte und zwar nicht nur als diffuser Vielleicht-vielleicht-Konjunktiv, sondern mit einer nicht unerheblich hohen Wahrscheinlichkeit. Nicht zu wissen, dass mein Erleben völlig normal ist, hat mich und auch Benedict enorm gefordert, fühlte sich doch alles falsch und schrecklich an. Was es ein Stück weit auch war, aber es wurde so um so mehr dadurch, wie wir für uns die Situation bewertet haben: eben als Ausnahmezustand, als erschreckend und „das kann doch nicht normal sein“. Doch, kann es. Annehmen und loslassen. Und um Hilfe fragen. 🙂

Oft wird es auch laut meiner Hebamme nicht leichter, sondern einfach nur anders.
Ich bin etwas mehr im Fitnesssprech unterwegs und sage:

Es wird nicht leichter, aber ihr werdet besser.

Das gilt für Eltern und Baby. Einen Monat nach der Geburt kann ich das für mich und auf jeden Fall sagen: Wir sind so viel besser geworden. Und seit ein paar Tagen wird es auch richtig schön und ähnelt dem, was ich mir in meiner Blauäugigkeit noch vor wenigen Monaten vorgestellt hatte. Das Wochenbett ist noch nicht vorbei. Wir sind also gespannt, was uns noch erwartet, sind aber endlich angekommen und fühlen uns den Aufgaben nun gewachsen. Ich hoffe, mit diesem Text dazu beizutragen, dass auch andere Mütter sich etwas schneller finden und nicht so schockiert sind, wenn die neue Situation über sie hereinbricht. Denn neben all dem anderen ist es eben auch trotzdem sehr schön.

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60 Kommentare

  1. Liebe Heike,
    dein Artikel gefällt mir, so schön klar und ehrlich. So manches Mal musste ich schmunzeln, als ich mich erinnert habe… Was du beschreibst ist das, was die Leute meinten, mit: „Du wirst dich noch umgucken.“ Ein blöder Spruch. Und er ist daneben. Aber auch weiterhin ist es mit Kindern so. Nicht so wie im Wochenbett. Aber so eine Sache mit Vorstellung und Realität. So eine Sache mit von außen Auschnitte sehen oder Dinge darüber hören und von innen alles ganz erleben. Aber: Man wächst so viel und entwickelt sich so viel an diesen Erfahrungen! Man wird so stark und kann so stolz auf sich sein. Finde ich. Und zwischendurch hat man all diese wunderbaren Augenblicke… <3
    Viele Grüße und ich wünsche dir viel Kraft für die Aufgaben, die dir bevorstehen aber auch, dass du die schönen Momente genießen kannst!
    Deine Ayula

    1. Huhu Ayula!
      Oh ja, ich habe jetzt auch schon eine gute Vorstellung davon, dass es einen enormen Unterschied macht, ob man selbst Kidner hat oder nicht. Wobei ich beide Standpunkte sehr schätze, wenn es um Problemlösungen geht, zumindest möchte ich mir diese Einstellung dazu erhalten. Mit Kind ist man selbstverständlich viel tiefer drin, kennt all die kleinen Details und Konsequenzen. Ohne Kinder hat man aber glaube ich dann aber oft eine ganz angenehme Draufsicht, die zwar neben nur einen Ausschnitt zeigt, aber die durch den Abstand eventuell andere Möglichkeiten sieht, als jemand,d er so zief im Thema steckt, ass er/sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. 🙂 Ich mag mir auf jeden Fall Offenheit gegenüber Rat und Tat von Kidnerlosen erhalten. Letztlich entscheide ja ich, aber ein Perspektivwechsel zeigt mir dann, ob ich mich wirklich wohl mit meiner Position fühle, oder ob ich vielleicht etwas eventuell sogar offensichtliches übersehen habe.
      Viele liebe Grüße,
      Heike

  2. Schöner Text. Ganz viel Wahrheit.
    Bei uns war es ganz ganz anders. Ich hab nämlich mit all dem gerechnet, was dir passiert ist. Ich habe mir das Wochenbett so unendlich schlimm vorgestellt. Ich dachte, stillen würde wochenlang unfassbar wehtun, ich würde nie schlafen und nur mit heulendem Baby durch die Wohnung tapern. Und ich dachte auch ich könnte mich null bewegen. War dann aber nicht so. Baby schlief oder trank (viel! oft!). Ich kam damit aber irgendwie gut zurecht, weil ich es mir so viel schlimmer ausgemalt hab. Dass sich ein Baby nicht ablegen lässt, war mir irgendwie klar. Meine fast 6 Monate alte Tochter schläft auch heute noch tagsüber nur (!) im Tuch, auf dem Arm oder an der Brust ein und lässt sich quasi nicht ablegen. Es geht nie ohne 20 bis 30 Minuten Gehampel bis sie denn schläft. Find ich okay, stört mich nicht. Im Tuch kann ich mich dann ja bewegen.
    Ich glaube, wir kriegen da ganz viel beschönigtes durch Medien und durch die Zeit, als man Kinder nach Uhr stillte und schreien ließ.
    Ich habe vorletzte Nacht 4 Stunden am Stück geschlafen – das war geil. Aber große Ausnahme. Klar gibt es Babys die schon früh länger schlafen, die meisten aber eben nicht. Und wenn man sich darauf einstellt, dann freut man sich auch mal über 3 Stunden Schlaf am Stück. Hab ich auch jetzt noch richtig richtig selten.
    Egal, ich schweife ab 😀 dir weiterhin alles alles gute, ihr schafft das!

    1. Da hast du so sehr Recht. Mit allem. Da hätte ich eben gern getauscht, also lieber vorher etwas Bammel gehabt vor der SItuation und sie dann besser annehmen können. Aber mit so 3-4 Wochen Akklimatisierung haben wir das glaube ich noch ganz gut gewuppt. 🙂 Merle wird von Tag zu Tag pflegeleichter. Schlafenlegen ist noch Kino, aber finde ich total normal. Und ooooh ja, 3-4 Stunden Schlaf und man ist ein neuer Mensch. Da hätte ich vor ein paar Monaten ja nur drüber gelqcaht. Ich bin ja eigentlich ein Vielschläfer mit gern 8-9 Stunden. Höhö. Da bin ich gespannt, wann es die wieder geben wird. Vermutlich werde ich dann von selbst wach, weil ich mich frage, warum das Kind nicht fordert. 😉

      1. Haha, das ist mir tatsächlich mehrfach schon passiert, dass ich dann wach lag und Emma neben mit friedlich schnorchelte.
        Ja, ihr scheint wirklich gut angekommen zu sein. Ab jetzt wird es leichter. Und so so schön! Wenn dann das erste Lächeln kommt, das erste Lachen (ich hab bei beidem fast geheult vor Liebe). Ich konnte das früher nie verstehen mit dem „aber wenn sie dich dann anlächeln ist es das alles wert.“ Aber es ist so. Egal wie kacke die Nacht war, wenn sie mich morgens anstrahlt ist die Welt einfach nur richtig, genauso wie sie ist.
        Mir hat wie schon mal erwähnt sehr geholfen nicht auf die Uhr zu gucken oder zu zählen. Ich kann dir nicht mal annähernd sagen wann und wie oft ich gestillt habe letzte Nacht. Das nimmt Druck raus. Und spätestens wenn sie in die Pubertät kommen, kann man wieder durchschlafen 😀

        1. Ich schaue auch nur noch selten auf die Uhr. Das Zählen habe ich glaube ich Anfang Woche 2 aufgegeben. Ein paar Zahlen habe ich dennoch einfach im Kopf, weil sie jetzt regelmäßig kommen. Und diese Regelmäßigkeit ist schon super.
          Merle istg erade so an der Schwelle zwischen Engelslächeln und willkürlichem Lächeln, das ist auch schon ziemlich süß. Sie übt wie verrückt Mimik, das ist total toll.

  3. Danke für diesen ehrlichen, persönlichen Bericht! Es freut mich, dass ihr so viele gute Lösungen für eure individuellen Fragestellungen finden konntet. Und ja, wir brauchen mehr Transparenz darüber, was das Wochenbett bedeutet und wie man es sich positiv gestalten kann.

    Mir ging es ähnlich wie einer der Vorschreiberinnen, ich hatte mir das Wochenbett extrem schlimm vorgestellt und war dann positiv überrascht. Bei mir kommt dazu, dass ich eine chronische Krankheit habe, bei der es im Wochenbett ein sehr hohes Risiko für eine akute Phase gibt. Daher hatte ich sogar schon recherchiert, welche Klinik mich mit Neugeborenem aufnehmen würde. Gott sei Dank hatte ich keinen Rückfall, darüber bin ich bis heute sehr froh.
    Mein Mann hatte zwei Monate Elternzeit, die er komplett mit uns daheim verbracht hat, das hat vieles erleichtert. Die ersten Tage und Wochen habe ich fast nur gelegen, auch wegen einer sehr heftigen Geburtsverletzung.

    Was die mediale Vermittlung des Wochenbetts betrifft, kannte ich durch das nfp-forum, wo ich aktiv bin, einige sehr authentische und ehrliche Berichte, so dass ich schon von allen möglichen Problemen gehört hatte. Die Begriffe „Clusterfeeding“ und „High Need Baby“ waren mir gut vertraut. Darüber hinaus habe ich das Wochenbett meiner Schwester hautnah miterlebt (ist zwar eine Weile her, aber wir haben damals im selben Haushalt gelebt).

    Was ich übrigens jedem empfehlen kann, der jemandem im Wochenbett helfen will: Bringt essen mit. Heute war ich bei einer Freundin, die vor fünf Wochen ihr zweites Kind bekommen hat, und habe uns eine gesunde und leckere Mahlzeit aus frischen Zutaten gekocht. Also klar, immer erst fragen, ob so eine Hilfe gewünscht ist – in diesem Fall kam es sehr gut an 🙂

    Ich wünsche der frisch gebackenen Familie eine schöne weitere Kennenlernzeit, viel Unterstützung von Familie und Freunden und die richtige Portion Zuversicht für den weiteren Weg!

    1. Schön geschrieben! Und klar, wenn man in einem ähnlichen Sektor schon unterwegs ist, kennt man dochs chon mehr so wie du über NFP. Ich kenne dann eben über das LHN (du ja auch) den postpartalen Haarausfall, den lernen viele Frazen ja erst kennen, wenn es sie persönlich betrifft.
      Und ich bin echt so happy, dass Merle jeden Tag entspannter und zufriedener wird und fröhlicher. Das ist so süß. Ich habe ja erst echt nicht gedacht,d ass das mit dem Ablegen noch mal was werden könnte. Geht jetzt aber sehr gut. Tatsächlich mag sie ihr Babybay. Nicht zum drin schalfen unbedingt, aber um als Stubenwagen dann damit herum geschoben zu werden und mit in der Küche oder sonst wo sein zu können. Wenn da erzählt und gemacht wird, ist sie glücklich und schaut und lauscht. Hätte ich wie gesagt echt nicht gedacht. aber mal gucken, was aus der Trage noch wird. 🙂

      1. Das hört sich so schön an <3
        Man merkt, dass Merle immer mehr bei euch "ankommt" und dass ihr euch aufeinander einspielt. Ist ein wenig wie tanzen lernen, wenn man Eltern wird. Am Anfang ist jeder Schritt eine kognitive Leistung, irgendwann bewegt man sich von alleine und entwickelt immer mehr Freude dabei. Auch jetzt, mit einem 13 Monate alten Kind, gibt es jeden Tag neue "Schritte" zu lernen… manchmal im wahrsten Sinne des Wortes 😀

      2. Wenn Merle jetzt an dem Punkt ist dass sie es genießt in Gesellschaft zu sein und dem Stimmengemurmel zu lauschen ist das schon schön und angenehm. Zu dieser Zeit haben wir uns immer mehr aus unserem Babyschneckenhaus herausgewagt und viel unternommen. Das hat sehr oft ganz toll funktioniert. Wenn Gäste da waren oder wir mit ihr unter Menschen waren hat sie sich immer von ihrer Schokoladenseite gezeigt. Selbst bei Gesprächen in Wirtshaus- oder Konzertsaallautstärke schlief sie oder war einfach nur zufrieden aufmerksam und schenkte einfach jedem ein Sonnenscheinlächeln. Manchmal war sie dann besser drauf als in der Zeit in der wir allein mit ihr zu Hause waren. Leider waren solche Tage dann auch manchmal etwas zu aufregend, abends gab es dann abends Reizüberflutungsalarm und sie kam nur schwer wieder zur Ruhe, aber mit der Zeit bekamen wir ein Gefühl dafür wieviel „Abenteuer“ wir ihr täglich zumuten können. Wenn es Dir jetzt auch zeitgleich gesundheitlich wieder besser geht könnt ihr Euch jetzt öfter mal wieder kleine Unternehmungen gönnen. Vielleicht öfter mal ein kurzer Besuch bei Freunden oder ein kleiner Cafe- oder Restaurantbesuch oder ein paar Leute zum Brunch einladen (natürlich am besten die Sorte die selbst etwas mitbringt und hinterher beim Aufräumen hilft ;-)).

        1. Ja, das ist der Plan. 🙂 Ich habe hier zwei Freundinnen, die ich fußläufig gut erreichen kann, da mag ich mich demnächst mal rantrauen sie zu besuchen. 😀
          Mele liegt gern in der Küche, wen da Essen gemacht wird. ich glaube die Kombination aus wir unterhalten uns, es gibt noch andere Geräusche und es riecht spannend, gefällt ihr gut. Und warm ist es dort ja meistens auch. Gut, dass das Babybay nicht breiter ist, so können wir sie grad noch so dort hinein legen. Unsere Küche ist ja eher schlauchig.

  4. Liebe Heike,

    vielen Dank für den ausführlichen und persönlichen Bericht. Ich bin noch ein Weilchen davon entfernt, selbst Kinder zu haben, nichtsdestotrotz ist es für mich sehr interessant zu lesen. Einerseits als Vorbereitung, andererseits zum… Verarbeiten. Meine Mutter war mit mir so dermaßen überfordert (und ist es immer noch – das ist ein tieferliegendes Problem, bzw. ziemlich angeknackste Psyche mit schwierigem Kind und keiner Einsicht, dass man vor der eigenen Tür kehren muss), dass es massive Schäden an meinem Urvertrauen hinterlassen hat – dein Bericht hilft mir sehr, in die Sache reinzugehen und weiter reinzukommen, weil er die andere Seite (d.h. nicht meine Gefühlswelt) beleuchtet. Vielen Dank dafür! Und es nimmt mir zu einem gewissen Grad auch die Angst davor, es selbst so zu verbocken – ich weiß, wie beschissen ein kaputtes Urvertrauen ist, das will ich niemandem antun. Einfach zu wissen, was auf einen zukommen kann und vor der eigenen Türe zu kehren, ist so so so wertvoll. Vielen vielen Dank!

    LIebe Grüße,
    Katja

      1. Oh, das klingt nach einer heftigen Geschichte. Aber mach dich dann damit nicht verrückt. Ich bin der festen Überzeugung, dass Eltern auch Fehler machen dürfen, wenn insgesamt die Linie stimmt. Klar, manche Sachen sind tiefgreifend und besonders schwer wieder auszubügeln, aber ich glaube daran, dass man immer eine Wahl hat. Auch du später jetzt noch. Es ist schwerer, wenn etwas schief gelaufen ist, aber nicht unmöglich. 🙂 Alles Liebe, für dich und für die Zukunftsversion, wie auch immer die dann aussehen mag. 🙂

  5. Hallo Heike

    Schön, dass ihr jetzt die ersten Klippen umschifft habt und zunehmend etwas mehr Sonnenseite genießen dürft. Die ersten richtig guten Tage kennen zu lernen waren für mich unglaublich wichtig, denn jedes Mal wenn es später einige schwierigere Momente, Stunden oder Tage gab wusste ich: es gibt auch gute und sehr gute Tage und die kommen auch wieder. Oft schneller, länger und einfacher als gedacht.

    Ohh ja, der Duft, hmmm, Milch und Honig. Das erste Lächeln ist toll, das freut einen wahnsinnig und es freut mich heute noch jedes Mal. Ist schon ein super Gefühl wenn dein Kind dich ansieht als wärst du die unübertroffen tollste Sache der ganzen Welt…(na ja bist Du ja momentan auch…seiner Welt). *Sülz*

    Was mich hingegen total überrascht hat weil ich damit nicht so früh gerechnet hatte war das erste Weinen, also nicht das unpersönliche Babyschreien, sondern das richtig menschliche Weinen mit Dackelblick, Schnute, Zitterkinn und Tränchen… da war ich baff, das hat mich anfangs total fertig gemacht.

    Warum man im Internet kaum Hinweise findet wie hart das Wochenbett werden kann? Ich weiß es nicht. Ich kann mich auch daran erinnern während der Schwangerschaft hauptsächlich Ratschläge und Erfahrungsberichte für die Geburt bekommen zu haben aber nur wenige für die Zeit danach…
    Allerdings gab es vorab einige „Hinweise“ die uns haben hellhörig werden lassen
    – Der Vorgesetzte meines Mannes ging bei Mitteilung der Schwangerschaft automatisch davon aus dass mein Mann im ersten Lebensmonat Elternzeit nehmen würde und meinte mit einem Augenzwinkern „das machen fast alle Väter so, in der Zeit werden sie zu Hause am dringendsten gebraucht“
    – Meine Mutter bot sich an sich für die erste Zeit in unserem Gästezimmer einzuquartieren und „ein bisschen zu helfen“ (> absolute Lebensrettung!)
    – Eine Bekannte aus Marokko erzählte mir in ihrer Heimat sei es üblich dass eine frischgebackene Mutter den ersten Monat bei ihrer Mutter (oder einer anderen weiblichen Verwandten) wohnt bzw. diese bei ihr einzieht und von ihr umsorgt wird.
    – Kurz vor der Geburt verabschiedeten sich einige Freundinnen die bereits Kinder hatten sinngemäß nach dem Motto „wir werden uns jetzt ja ein paar Wochen nicht sehen, denn wir wollen Euch erstmal nicht mit Besuchen oder Anrufen belästigen. Ihr meldet Euch dann einfach wenn wir kommen sollen…“
    – Wir bekamen während der Schwangerschaft beim Gyn einen Flyer und in der ersten Woche pp von der Stadt eine umfangreiche Broschüre mit wertvollen Tipps nach dem Motto „Babys können sehr anstrengend sein, aber sie dürfen ihr Baby keinesfalls…“ und Kontaktdaten für jeden erdenklichen Notfall inklusive Schreiambulanz

    Ähnlich wie windgetrieben und Alba war ich bezüglich möglicher Stillprobleme, fehlendem Schlaf und eventuell auch der Überlastung geschuldeten Streitigkeiten vorgewarnt und hatte es mir schlimmer vorgestellt. Was mich jedoch auch sehr unerwartet überrascht hat und alles noch schwerer gemacht hat waren die Schmerzen und die allgemeine körperliche Schwäche.

    Es gab auch relativ viele Tipps und Tricks über die ich bei meinen Recherchen nicht gleich gestolpert bin, oder die zunächst vollkommen wertlos für mich waren aber im Laufe der Zeit zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Beispiel: „erst wickeln dann Stillen, denn beim Stillen schlafen sie ein und ein frisch gestilltes Baby erbricht beim wickeln häufiger“ > hat in den ersten Wochen nie funktioniert, da durch den gastrokolischen Reflex nach jeder Mahlzeit die Windel wieder voll war. Oder „wenn dein Baby schreit und nicht einschlafen will bade es, das hilft“ > am Anfang war eher das Gegenteil der Fall, Baby hat es gehasst, erst beim dritten oder vierten Versuch fand sie es erträglich und heute gibt es nichts Schöneres für sie.

    Also wenn es einen Tipp gibt den ich geben kann dann ist es der: Tipps und Tricks die beim ersten Versuch Flops waren eventuell später nochmal ausprobieren.
    Wünsche weiterhin gute Erholung und eine schöne Zeit.

    Liebe Grüße
    CaMaMia

    1. Meine Mama war diese Woche auch zu Besuch hier, weil benedict nun wieder rbeiten musste. Und es war so, so gut! Großartig!
      Schreiambulanz, sehr gut! kannte ich gar nicht. Wenn ich gleich nicht wieder sofort zum Stillen zitiere werde (Bettchenzeit, Merle ist bisher eine Nachteule), editiere ich das noch in den Artikel. Finde ich sehr wichtig.
      DFie Tipps zum Wickeln und Stillen haben wir hier auch bekommen. Fürs Clistern dann als stillen-wickeln-stillen, um sie beim letzten Stillen dann sauber zu haben und aufs Einschlafen hoffen zu dürfen. Klappt vor allem nachts sehr gut. Nur Wickeln und Stillen macht sie nicht satt genug, da kommt sie dann zu oft an und wir können beide zu wenig am Stück schlafen.

      Vor den ersten Tränchen habe ich auch Respekt. Eine lief schon mal, aber bisher nicht noch mal.
      Liebe Grüße!

      1. Ach, im Nachhinein betrachtet war das mit dem Weinen gar nicht so schlimm. Es hat mich nur furchtbar erschreckt und ich habe viel zuviel hineininterpretiert: Ich dachte ernsthaft sie weint weil sie traurig und unglücklich ist und hatte natürlich Angst etwas falsch gemacht zu haben. In Wirklichkeit war es aber so dass für kurze Zeit das Weinen das Bedürfnisschreien abgelöst hat und die Ursache meistens einfach nur Hunger oder der Wunsch nach einer neuen Windel war. Das hat auch nicht lange gedauert dann wurde das Weinen abgelöst durch ein leises Grunzen und Quengeln. Heute schreit oder weint sie nur noch wenn sie erschrickt, etwas wehtut oder es ihr zulange dauert bis ich ihre Wünsche erfülle 😉 (Ich lasse sie natürlich nie warten, aber die Wünsche werden auch immer komplexer mit der Zeit und manchmal dauert es ein wenig bis die Mama kapiert was sie machen soll…).

        1. Oh ja, das mit dem Wünscheerfüllen, das haben wir hier auch. Wir füttern ja zu und Fläschchen parat machen dauert länger als Brüste auspacken, da wird dann schon übger unsere „Unpünktlichkeit“ 😉 geklagt. Ich fidne es aber schon spannend, dass wir in Woche 4 bereits raushören konnten, welches Bedürfnis sie hatte. Das Quengeln und Rufen unterscheidet sich je nach Bedürfnis: hunger, nass, zu warm, Blähung, ich bin allein (beim Aufwachen, wenn wir die Gelegenheit genutzt haben mal schnell ins Bad zu huschen). Das ist ganz angenehm, weil man dann nicht alles durchkontrollieren muss, was es sein könnte. Wir haben so eine etwa 90%ige Trefferquote im Raushören, was sie will. Wenn es nicht passt, sind es dann meist mehrere Bedürfnisse.

  6. Als erstes: herzlichen Glückwunsch, die Kleine ist zuckersüß! 🙂 Schön, dass so weit alles gut ist.

    Ich kann direkt mit einstimmen in „ich hätte gern vorher gewusst, dass Stillen wehtut“. Aaah, diese Nächte, in denen man kaputt und fertig aus dem Schlaf gerissen wird, null Widerstandskräfte hat und weiß, jetzt kommt auch noch gleich dieser Schmerz! Uaaah.

    Warum man vorher nichts davon erfährt – hm, ich wusste schon einiges, und es war dann doch anders. Was man eben schwer vermitteln kann, und was dann oft mit „du wirst dich noch umgucken“ zusammengefasst wird, ist diese total andersartige Beziehung („ungesunde Beziehung“ finde ich eine sehr gute Umschreibung.) Man kann das Kind halt nicht, wenn man genervt ist, abgeben und einfach mal was anderes tun. Ich hatte das Kind schon manchmal abgegeben, aber schlafen, entspannen oder so – Fehlanzeige. Statt dessen habe ich mir Sorgen gemacht und mit erhöhtem Adrenalinspiegel auf jedes Geräusch gehorcht. Das fand ich mit am anstrengendsten, diese Gewissheit, dass ich jetzt immer, immer an dieses Wesen gebunden und zuständig bin, ohne Pause, und ohne dass es aufhört.

    Ein Tipp, den wir bekamen und der sich ja vielleicht noch nutzen lässt: Wenn Leute fragen, was sie euch mal schenken können, wünscht euch Gutscheine – für einmal Essen machen, einmal das Kind eine Runde spazierenfahren, Wohnung putzen oder was enem so einfällt. Wir bekamen von einem lieben Menschen ein ganzes Gutscheinheft, das war genial.

    1. Ach, und was ich für mich einen guten Lerneffekt fand: Ich habe mein Leben lang meinen Schönheitsschlaf geliebt und hatte vor dem Kind schon immer leichten Frust, wenn ich mal zwei! Nächte hintereinander nur! sieben! Stunden geschlafen habe. Das war sehr interessant, wie man durchgehenden Schlaf von überhaupt einigen wenigen Stunden plötzlich als Luxus empfindet, und wie fit man sich danach fühlt.

      1. Und die letzte Anmerkung: Allen die sagten „genieß die Zeit“, hätte ich direkt eine reinzimmern können (sorry), wenn ich gefragt wurde, ob nun auch direkt das nächste Kind käme, habe ich die Frage nicht verstanden (wie in dem Witz…), und wenn ich von Leuten hörte, die nach dem ersten direkt das zweite Kind planten, hatte ich völliges Unverständnis und fragte mich, ob die irgendwie – die Grenzerfahrung suchten oder so.

        1. 😀 😀 Der letzte Satz ist großartig! 😀 😀 Grad sehr gelacht. Genau so! Oh Mann.
          Ich habe ein paar Freundinnen, die auch „in nächster Zeit“ Kinder planen. Ich hab denen schon angekündigt, dass ich ihnen ein Care-Paket schnüren werde. Gutscheine sind da auf jeden Fall mit drin. Mir haben hier auch Freunde die Küche geputzt, Energiebällchen gerollt und da wir ja zufüttern freu ich mich immer, wenn jemand adneres mal die Fütterung übernimmt. Sind nur wenige Leute, die dafür in Frage kommen, ist ja auch für Merle etwas intimes, aber meine Lieblingsmenschen dürfen das und es tut mir gut. Mal sehen, wie das ist, wenn merle fremden sollte, aber soweit denke ich jetzt noch nicht. 🙂
          Oh ja, der Schlaf… Ich fühle mich ja grad schomn wie neugeboren, wenn ich ml 4h am Stück nachts kriege. Man wird genügsam, ich hätte es nicht gedacht.

  7. Sehr ehrliche Worte! Mich wundert es allerdings ein bisschen, dass du doch so überrascht wurdest? Hast du wenig Freunde/Bekannte, die vor euch Babys bekommen haben? Ich bin ja selbst noch kinderlos, aber bis auf das Clusterfeeding war mir bereits alles bekannt. Und dass weder die Geburt, noch das Wochenbett ein leichter Spaziergang sind, ist mir auch schon sehr lange klar und deshalb genieße ich momentan auch irgendwie noch die Zeit, in der wir als Paar für uns sind, spontan etwas unternehmen und reisen können, ausschlafen etc. 😉

    Wünsche dir weiterhin alles Liebe! Deine Tochter sieht auf den Fotos wirklich sehr bezaubernd aus 🙂

    1. Ich bin tatsächlich in meinem engeren Freundeskreis die erste mit Kind. Im bekanntenkreis sind ein paar, aber die sind nicht nah genug, als dass ich das mitbekommen habe. Und meine Mama und meine Schwester haben beide gesagt,d as es bei ihnen mit den Kindern nicht so war. Da war es klischeehaft: füttern, ablegen, Kind schläft und ist zufrieden und süß.
      Geniße die Zeit zu zweit wirklich! Allein sein geht hier ab und an, indem der eine dem adneren ein paa Minuten verschafft. Aber wir beide zusammen Zeit für uns zu haben ist aktuell fast unmöglich bzw. auf wenige Minuten beschränkt. Ein gemeinsames Durchatmen.

  8. Gut geschrieben. Ich erkenne mich in vielen Punkten wieder. Mich hat das Wochenbett auch kalt erwischt. Und das obwohl ich viele Babys im nahen Umkreis hatte. Aber das alles selber zu erleben ist nochmal ne ganz andere Hausnummer. Ich bin mir immer nicht ganz sicher, wieviel man davon wirklich jemand erklären kann, der es (noch) nicht in diesem Ausmaß erlebt hat. Und ich schwanke immer zwischen „ich will einen realistischen Bericht liefern“ und „Ich will dir keine Angst machen“ wenn ich jemandem vom Wochenbett erzähle. Dein Artikel schafft nen guten Mittelweg.
    Es freut mich, dass du doch hin und wieder Zeit für dein(en) Blog findest. Nicht nur, weil ich gerne von dir lese, sondern auch, weil ich glaube, dass du das ja gerne machst. Und so bisschen Abwechslung von wickeln-stillen-babykuscheln tut ja manchmal ganz gut.

  9. liebe heike,

    ich bin seit langer zeit nur eine stille mitleserin, aber nun möchte ich mich doch auch mal zu wort melden und dir sagen: danke für das, was du hier tust!
    ich selbst habe keine kinder, und sobald auf blogs, die eigentlich ein anderes thema hatten, die freudige nachricht auftaucht, dass die schreiberin ein baby erwartet, seufze ich meistens eher in mich hinein und stelle mich darauf ein, dass zukünftig nur noch herzchenfreudiger rosaroter baby-content erscheint. was ich verstehen kann. und man freut sich ja auch für die betreffenden, aber nun ja – wenn man nicht gerade selbst im thema drin ist, ist der informationsgehalt solcher beiträge für den leser ja doch eher gering, um es mal so auszudrücken 😉
    zumal es ja leider in den meisten fällen wirklich weniger realitätsnahe infos, tipps und berichte, sondern eher schwärmerische erzählungen sind.
    umso toller finde ich, wie du uns als leser von anfang an mitgenommen hast, vom beginn deiner schwangerschaft bis jetzt. ich bin nun auch schon 30, hatte nie den unumstößlichen kinderwunsch, sondern eher so eine „na ja, mal sehen, was ich von der idee halte, wenn ich in dem alter bin“-einstellung… und zack, jetzt bin ich in dem alter und weiß immer noch nicht so recht. mir kamen die glücksstrotzenden erzählungen und sätze wie „hinterher erinnerst du dich gar nicht mehr an das schlechte, weil alles sooo toll ist“ schon immer etwas suspekt vor, und ich bin stets davon ausgegangen, dass es in wahrheit bestimmt viel schlimmer ist, als alle einem weismachen wollen – eine art zweckpessimistische vorsichtigkeit, sozusagen 😉 das (zusammen mit der tatsache, dass ich nicht den starken kinderwunsch habe, der mich für alles entschädigen würde) hat für mich die vorstellung einer schwangerschaft und geburt bisher natürlich nicht besonders attraktiv gemacht 😀
    deshalb finde ich es umso toller, wie du alles erzählst. die schrecklichen sachen, die peinlichen sachen, die ekligen sachen, die ungeschönte wahrheit. wenn du erzählst, dass etwas wundervoll oder gar nicht so schlimm ist, dann kann man sich sicher sein, dass es wirklich so ist, weil man weiß, dass du keine scheu hättest, die wahrheit zu schreiben, wenn es anders wäre. man kann es dir glauben. und das beruhigt so ungemein! selbst wenn du im gleichen atemzug sagst: „ja, es gibt auch die schrecklichen seiten, damit müsst ihr rechnen“ – aber es zeigt, dass auch die guten seiten keine verklärten märchen sind. und dass man die blöden dinge vielleicht wirklich vergessen kann, wenn du es auch kannst, obwohl du sie vorher noch als schlimm bezeichnet hast.
    es wäre so schön, wenn mehr (werdende) mütter so offen über alles berichten würden wie du! du kannst dich da wirklich als ein vorbild fühlen und stolz auf dich sein. hör bitte nie auf, so authentisch zu sein, und halte uns auf dem laufenden über die höhen und tiefen eines lebens mit baby – denn auf deine art ist es wirklich interessant und informativ und eine bereicherung für uns leser 🙂
    ich wünsche dir und deiner kleinen familie alles gute und besonders dir viel kraft für den teils nervenzehrenden alltag 🙂

    liebe grüße,

    mari

    1. Oh wow, Danke schön! Ich finde deinen Kommentar erst heute bei mir in der Moderation, aber er erreichtn mich genau zum richtigen Moment, habe ich hier heute doch auch ejamdnen dabei gehabt, der meine ARtikel sehr anders aufgefasst hat. Leider. Aber so sind menschen eben verschieden.
      Auf jeden Fall ist das ein Riesenlob, dass du mir da aussprichst! Mir geht es ja auch mit den meisten Muttiblogs so, bzw. mit Blogs, auf denen dann das Babythema dazu kommt. Schnarch! Ich bin auch nach wie vor keine Frau, die sich zum Muttersein bestimmt fühlt. Ich sage immer: „Ob ich Kinder mag? Genauso ja und nein, wie ich Hunde mag oder Menschen allgemein. Viele sind echt ötzend, die meisten sind mir egal und es gibt ganz wudnervolle Exemplare, die mich sehr glücklich machen.“ Ich habe meinen Hund geliebt, aber deswegen mag ich noch lange nicht alle Hunde und lebe nur für Hunde. Ich finde meine Tochter ziemlich super, kann sie bewundern und abknutschen und sagen wie sie ich sie liebe im nächsten Atemzug sagen: „Aber Babys an sich sind nicht so meins.“
      Ich bin wenn üebrhaupt eher eine Kindermama. Ich fand und fidne schon imemr Kinder so im Kindergartenalter bis frühe Grundschule am tollsten. Sagen wir so bis präpubertär. Ich liebe ihre Neugier, die Abenetuerlust, kreativität und ihre Ehrlichkeit. Sie sind auf naive Art furchtlos und wissen genug von der Welt, um sie für sich zu verstehen, aber noch wenig genug, um den Schrecken noch nicht voll wahrzunehmen. Zumindest in einer friedlichen, Umgebung, in einer glücklichen Kindheit. Ich hatte so eine. Und da freue ich michd erbe drauf, die auch für Merle zu erschaffen. Dass ich da jetzt durch die Wickel- und „Ich schlafe nicht durch!“-Vorhölle für muss, nun, das stand im Kleingedruckten. 😉

  10. Liebe Heike,
    auf diesen Artikel war ich sehr gespannt – auf Instagram hat man ja schon etwas mitbekommen, aber mich hat sehr interessiert, wie du als sehr informierte und vorbereitete Mutter diese Zeit empfindest. Ich erinnere mich auch nach 12 Jahren daran, dass ich die erste Zeit mit Baby als ziemlich furchtbar erlebt hatte. Allerdings war ich 22 und hatte in meinem Umfeld niemanden, der mich auch nur im entferntesten darauf vorbereitet hat. Ich hatte vor allem mit Unverständnis in meinem Umfeld zu kämpfen – das ist wahrscheinlich besser, wenn man schon ein paar Muttifreundinnen hat. Inzwischen bin ich große Verfechterin eines Besuchsverbotes in den ersten 6 Wochen, bringe jeder frisch gebackenen Mutter einen großen Topf Stillsuppe und Kuchen und finde man sollte seinen Körper feiern, dass er nacheinander unglaubliche Torturen durchmacht. Deinen Begriff „Heilzeit“ finde ich sehr, sehr treffend. Auch wenn früher sicher wenig besser war, glaube ich, dass der Zeitraum des „Wochenbetts“ eher wörtlich genommen und den Frauen auch wirklich zugestanden wurde.
    Was ich mich immer frage: wie machen Frauen das, die kein stabiles Umfeld haben, vielleicht keinen Partner, der sich unterstützt oder zusätzliche Krisen. Ich kann mir vorstellen, dass Durchdrehen dabei möglicherweise eine Option ist.
    Um noch Mut zu machen: beim zweiten Kind habe ich das Wochenbett bzw. die Babyzeit generell wirklich sehr genossen. Vielleicht weil man weiß, dass das alles vorbeigeht. Und der Körper heilt. Und man irgendwann auch wieder 7 Stunden am Stück schlafen kann (was sich nach monatelangem Schlafanzug plötzlich anfühlt wie zwei Wochen Urlaub…).
    Kinder zu haben, ist harte Arbeit. Und Grenzgang. Und zehrend. Und so wichtig das ist, manchmal kann man seine Batterien nicht so aufladen wie es eigentlich nötig ist, um man selbst zu sein. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und natürlich viel Freude an Merle. Diese Liebe kann weit tragen. (Und dann pubertieren sie und sagen so großartige Sätze wie: „Entschuldige, dass ich lebe“. ;))
    Alles Liebe!
    Doro

  11. Liebe Heike,

    zunächst herzlichen Glückwunsch euch dreien! Merle sieht auf den Fotos sehr süß und zumeist auch sehr zufrieden aus. Das liegt sicher auch daran, dass du/ihr recht entspannte Menschen seid – zumindest wirken deine Blogbeiträge so.

    Mein Wochenbett ist erst wenige Monate her (mein Sohn ist Ende März geboren) und ich kann mich dennoch kaum noch an Details erinnern. Es sind eher Gefühle, die noch nachwirken (Vielleicht hätte ich Tagebuch schreiben sollen?).

    Nach der Geburt war ich unglaublich erschöpft, glücklich und auch ängstlich, weil ich eine Frühgeburt hatte (6 Wochen). Die erste Woche verbrachte ich daher mit Baby im Krankenhaus und dort leider getrennt voneinander. Das finde ich nachwievor traurig, da kuscheln und stillen/füttern zwischen Wärmebettchen und anderen Eltern und dazu nur auf einem unbequemen Stuhl stattfinden konnten. Keine Intimität, nichts kuschliges. Und das arme Würmchen war auch noch verkabelt. Die Nachricht, dass wir nach Hause dürfen hat dann alle Dämme brechen lassen und ich habe geheult wie ein Schlosshund.

    Das restliche Wochenbett zu Hause war auch geprägt von verschiedensten Gefühlen – wahrscheinlich sich durch die lieben Hormone: pures Glück (er ist so süß! schau die Füßchen!), Verzweiflung (er will nicht trinken und wog doch so wenig), Schmerzen (die Brustwarzen; wobei der Milchstau, den ich
    Wochen später hatte noch schlimmer war), unendliche Müdigkeit (ohne Worte), Ratlosigkeit (ist das viele Spucken normal? Ist seine Körpertemperatur in Ordnung?), Stolz, Hilflosigkeit (warum klappt das Stillen nicht?), Hunger (wann genau ist zwischen stillen, wickeln, Milch abpumpen, füttern usw. noch Zeit?), Überforderung (das Kind in der Öffentlichkeit mit Essen oder frischen Windeln versorgen), mehr Glück, etc. pp. Gottseidank konnte uns die Hebamme bei vielem helfen.

    Durch deinen tollen Beitrag bin ich an einiges wieder erinnert worden. Ich wäre froh gewesen, es hätte ihn schon vor sechs Monaten gegeben. Wobei ich sagen muss, dass wir im Geburtsvorbereitungskurs auch sehr viel über das Wochenbett geredet haben. Wichtigster Hinweis damals: es heißt nicht umsonst »WochenBETT«. Über jede Art der Entlastung war ich froh.

    Inzwischen nach sechs Monaten sind wir natürlich eingespielt und Baby und Eltern haben sich aneinander gewöhnt. Das Stillen hat dann auch irgendwann geklappt und ich google inzwischen auch nicht mehr jede ungewöhnliche Beobachtung, die ich bei meinem Sohn mache. *hüstel* Müde bin ich natürlich immernoch.

    Grüße
    Kat

    PS: Ein Tipp für alle Dammriß geplagten: https://shop.hebammenblog.de/shop/hausmittelchen/regenerations-spray-damm-motherlove/ Das Spray hat mir super geholfen.

    PS2: Sorry für die Rechtschreibung. Ich tippe gerade mühsam auf dem Handy.

    1. Bei mir muss sich niemand für Vertipper etc. entschuldigen solange hier aus Rindergehacktes kein Kindergehacktes wird. 😉 Ich hab ja selbst oft Fehler drin, in letzter Zeit noch mal mehr, weil ich einen Korrekturlauf einfach mal eingespart habe… und in den Kommentaren bin ich ziemlich wüst, da tippe ich und schicke ab sonst komme ich nicht hinterher. 🙂

      Was du erzählst oh ja, das passt. Einiges steht uns ja noch bevor, so wie die Versorgung der Kleinen mal draußen/unter Leuten und die Sorgen um ein Frühchen hatten wir zu Glück auch nicht, aber oh ja… jajaj, es ist heftig.

      Danke für den Link zum Hebammenblog! Den schätze ich auch sehr. Mein leidiger Dammschnitt ist jetzt GOTT SEI DANK endlich dabei sich gänzlich zu beruhigen. Nächste Woche guckt die gyn noch mal drauf, davor ahbe ich Angst, an sich hätte ich gern einen Keuschheitsgürtel aus keine Ahnung… Stahl? Damit da keiner dran geht, aber nun denn.

      Wir kämpfen uns hier auch jeden Tag näher an eine Routine. Es sind so Kleinigkeiten, die dann oft einen Unterschied machen, so wie doch andere Kleidung für sie zum Schlafen. Sie schläft mit Abstand am schlechtesten in Schlafsäcken. Blöd, wenn man dann als Eltern meint, die müssen sein, weil sagen einem ja alle. Nun, jetzt ist es doch eine Decke. Eine fixierte, damit sie sie sich nicht über den Kopf zieht. Man lernt und wird besser. Auch wenn sich manche Tage anfühlen, als würde man für immer an die Couch gefesselt sein und als hätte man seine Identität kompett eingetauscht gegen…. die einer Fütterungsstation.

      1. Das Schlafsack Problem hatten wir hier auch. Der Kleine hat des erste halbe Jahr nur mit Decke geschlafen und zum Mittagsschlaf / tagsüber gab’s nie etwas anderes. Seitdem er aber in der Nacht durchs Bett turnt gibt’s Schlafsäcke mit Füßen. War gut und wirklich eine Offenbarung, da er die endlich akzeptiert hat.

      2. Wir hatten zu Beginn auch Probleme mit dem Schlafsack. Allerdings lag das mehr an mir, weil ich meinen Sohn einfach nicht vernünftig zum Stillen anlegen konnte, wenn er im Sack steckte. Deshalb kam der Schlafsack erst zum Einsatz, als wir mehr Übung hatten. Inzwischen würde es ohne Schlafsack auch gar nicht mehr gehen. Er strampelt alles weg und würde immer ohne Decke da liegen, was sicherlich inzwischen recht frisch wäre.

        So erging es uns bei einigen Dingen. Manches klappe erst beim 4., 8. oder 15. Versuch und manch liebgewordene Sache mussten wir wieder ablegen, weil das Kind sie plötzlich doof fand – er mag z. B. nicht mehr auf meinem Bauch schlafen *schnüff*.

        1. Merle schläft afu/an m ir ein, wenn wir im sitzen gestillt haben. Aber im Liegen auf mir drauf? Eher nicht. Sie schläft am besten mit Kontakt ein, aber sie schläft besser durch, wenn sie für sich liegt, so auf Ärmchenkontrollänge am besten. Ab und zu mal meinen Bauch oder meine Brust anfassen. Ja, Mama ist da. Super. Schnarch. aber wehe ich bin zu nah. Vielleicht bin ich ihr auch einfach zun warm. 🙂

  12. Ein wunderschön ehrlicher Artikel ( den ich mit Baby an der Brust schmunzelnd gelesen habe ).
    Es wird besser und man wächst mit seinen Aufgaben. Mit zwei Kindern frage ich mich auch immer, warum ich früher nie Zeit hatte…

    1. Ooooh ja! Warum hatte ich früehr keine zeit für dieses und jenes? Ich kenne die ANtwrt: Verzettelt, zu viel gewollt. Jetzt ist alles dermaßen durchpriorisiert. Ich hätte nicht gedacht, dass da noch Luft nach oben ist, denn ich oirganisiert und sow eoiter war ich vorher auch schon, aber hui, wenn die nicht-kindgebundene zeit so knapp ist, wird man irre effektiv und nichts, aber auch gar nichts, was nicht irgendwie wichtig wäre kommt dazwischen.

  13. Ganz ehrlich?
    Was mich wirklich wütend macht ist die Arroganz und Ignoranz mit der du darauf reagiert hast, als man dich fairer Weise über dein zukünftiges Leben als Mutter vorbereiten wollte. Man hat dich mehrfach, wie du selbst schreibst, darauf hingewiesen, dass sich dein Leben mit Baby grundsätzlich ändern wird. Das wolltest du nicht hören, du hast dich gefühlt als wolle man dir „einen reinwürgen“. Dann wunderst du dich, wie es nun wirklich gekommen ist?

    „Denn mir hätte es unglaublich viel geholfen, vorher zu wissen, was mich da erwartet. Aber ich wusste es eben nicht.“
    „Tatsächliche Missgunst, Freude daran jemanden scheitern zu sehen. In diesem Fall mich.“
    Wie kannst du einerseits so drauf reagieren, wenn jemand dir die WAHRHEIT über ein Leben mit Kind klar machen will, und dich anschließend beschweren, man hätte dich nicht gewarnt? Dass so wenig über die erste Zeit mit Kind geschrieben wird? Dass du komplett überwältigt warst?

    „Ich vermute, dass viele vor allem Mütter einfach von ihrer Realität dermaßen überwältigt sind, dass sie sich nicht vorstellen können, dass es für anderen Mütter (oder gar für sie selbst) auch anders gehen könnte.“
    Hältst du dich für so Besonders, dass du die jahrtausendelange Erfahrung anderer Mütter mal eben so wegwischst, nach dem Motto: Hey, ihr fühlt euch überwältigt, aber bei mir wird das ganz anders klappen?
    Und ganz ehrlich, es ist NICHT normal, dass man nach einer natürlichen Geburt 5 Wochen nicht laufen kann, sich von seinem Mann und Freunden bekochen lassen muss und sonst gar nichts mehr schafft. Was meinst du wie es Mütter mit mehreren Kindern machen, die dann auch noch die anderen Kinder in Schule und Kindergarten bringen und versorgen müssen? Was denkst du wie es Mütter in Ländern machen, in denen es keine Babynahrung zum Zufüttern gibt oder es jahrtausendelang gemacht haben?

    „Wenn das Baby erst mal da ist, wirst du nicht mehr zum Schlafen kommen.“
    „Der Klassiker. Ich sage aber: Doch, das werde ich.“
    „in den letzten Wochen muss ich allein einmal nachts zur Toilette“
    Wie kannst du von Dingen reden von denen du keine Ahnung hast/hattest? Es ist ein Unterschied, das weißt du jetzt selbst, ob man zwei Mal nachts aufsteht weil man nicht schlafen kann, oder ob man nachts stundenlang wach sitzt weil man ein Baby zu versorgen hat!

    „Mit Kind kannst du so einen ordentlichen Haushalt gar nicht aufrechterhalten.“
    „Wieso nicht? Alle Dinge für Merle haben ihren Platz und wenn sie dreckig sind, dann kommen sie in die Wäsche“

    Du wirst dich wirklich noch sowas von umschauen! Denkst du ein herumkrabbelndes bzw. herumlaufendes Kleinkind bestaunt die Wohnung und kullert friedlich auf der Krabbeldecke? Babys und Kleinkinder öffnen die Schränke und verteilen alles in der Wohnung, so schnell kannst du gar nicht gucken. Aber hey, du weißt es ja besser als Millionen von anderen Müttern, sogar bevor das Kind auf der Welt ist.

    „Selbstaufopferung ist nicht das, was ich für mich will“
    So ist das aber mit Baby/Kind, da du nicht bereit bist zurückzustecken beschwerst du dich nun.

    Es ist übrigens auch nicht normal, dass man die ganze Schwangerschaft mit Kotzen verbringt und sonst nichts mehr gebacken kriegt. Als ich das gelesen hab war mir klar: Das wird nichts mit Baby.

    1. Es tut mir leid, dass du offensichtlich solche Wut empfindest, dass du diverse AUssagen so anders aufnimmst, als ich sie gemeint habe.
      Beispiel: Wie schon geschrieben: Mein erster Artikel bezog sich nicht auf das Wochenbett sondern auf die Zeit danach. Und nein, mich hat niemand vor dem Wochenbett vorgewarnt, wie es sinnführend gewesen wäre. Niemand helfen Verallgemeienrungen wie „Du wirst dich noch umgucken.“ Es ist eine leere Aussage die nur eines macht: Angst. Konkrete Aussagen wurden nicht an mich herangetragen sowas wie: „Es kann sein, dass du dein Kind nicht wirst ablegen können“ oder „Es kann sein, dass du durch Geburtsverletzungen nicht in der Lage sein wirst, dein Kind selbst anzulegen.“ Mit „Du wirst dich noch umschauen“ kann man sich nicht vorbereiten. Mit konrketen Aussagen, was sein kann, dagegen schon.
      Wie das andere Frauen woanders unter schlechteren Lebensbedingungen machen? Wie schon erwähnt: ich bin sehr dankbar genau in so einer Situation nicht zu sein. Und böse gesagt: An anderen Orten und/oder zu anderen Zeiten, nun da überleben auch nicht alle Kinder und auch nicht alle Mütter, oder sie tragen bleibende Schäden davon. Auch hier nicht alle, aber doch die meisten. Und das macht mich dankbar für Medizin, Pharmazie, ein soziales Netz, unterstützende Menschen und eben auch Flaschennahrung.

      Ich stehe nach wie vor zu meinen Aussagen im ersten Artikel und zitiere mich mal selbst, denn das bringt es auf den Punkt:
      „Ich vermute, dass viele vor allem Mütter einfach von ihrer Realität dermaßen überwältigt sind, dass sie sich nicht vorstellen können, dass es für anderen Mütter (oder gar für sie selbst) auch anders gehen könnte. Und so viele, wie da in einer sehr wesentlichen Aussage konform gehen, ist zumindest eines schon mal sicher: Leichter wird es mit Kind nicht! Dass man erschöpft nicht gut umstrukturieren kann, ist klar. Und mit Herzchen in den Augen auch nicht unbedingt. 😉 So oder so: Ich verstehe total, wieso das so kommuniziert wird. Trotzdem will ich diese Wahrheit nicht zu meiner machen.“

      Es geht also nicht um mangelndes Verständnis, was du mir ja durchweg unterstellst, es geht darum,d ass es sehr verschieden sein kann und dass es immer eine Möglichkeit gibt etwas anders zu machen. Was für ein Kampf das ist, das erfahre ich im Moment sehr deutlich.
      Es geht nicht um Arroganz, es geht darum, dass ich nicht bereit bin mich von vornehrein in einer Rolle einzurichten, die mich handlungsunfähgi macht als „Ist eben so mit Kind.“ Irgendwas geht immer. Manches shwerer ls anderes und ja, manches fühlt sich unmöglich an, manches ist es auch und erfordert dann einen Umweg. Mich stört die negative, unkonstruktive Kommunikation einerseits, dass Mütter sich dann „umschauen werden“ genauso wie die Tatsache, dass es ´wenig konkretes hilfreiches gib, um sich auf das vorzubereiten, was denn da zu umschauen ist. Das hat mir nämlich keine der Kommentatoren gesagt. Da gab es dann nur ein wissendes, süffisantes Grinsen. Das finde ich nicht in Ordnung, und dafür habe ich beide Artikel geschrieben.

      Ich finde es wie gesagt wirklich schade, dass du mit solcher Wut reagierst und komme nicht umhin zu fragen: Wie kommt denn das? Ich schätze, weil du die Situation selbst (oder direkt im Umfeld) ebenfalls erlebt hast und sie als genau so eine Grenzerfahrung wahrgenommen hast. Agression ist eine Möglichkeit damit umzugehen. Aber nicht meine.
      Ich denke, damit ist alles gesagt.

    1. Jemand, der noch nie bei mir kommentiert hat, geht immer erst durch die Moderation. 🙂 Das hat nichts mit dem Inhalt zu tun. Wie du siehst, habe ich veröffentlicht und geantwortet. Ich habe nichts gegen deine Meinung Sie ist völlig legitim und zeigt einfach wie unterscheidlich Kommunikation aufgenommen werden kann und wie unterschiedlich Menschen Situationen bewerten. Dass du eben so wütend dabei bist, das fidne ich schade, aber das sagte ich eben schon.

  14. Schön mal einen realistischen Beitrag zum Thema Wochenbett zu lesen. Hätte vor gut 1,5 Jahren auch brauchen können. Da steckte ich selbst mittendrin. Mir half es zu wissen, dass es jedem so geht und das es okay ist das man sich manchmal das Baby zurück in den Bauch wünscht. Da hatte es schließlich genug zu essen und man konnte mal eine Stunde am Stück schlafen.
    Vielleicht als kleiner Tipp, falls du da nicht sowieso schon bist, schau mal im Nfp Forum vorbei. Ich denke da findest du viele gleichgesinnte und für die Mamis da ist clustern kein Fremdwort.

    1. Ah wie witzig! Immer wenn man etwas gerade zum ersten Mal gehört hat, begegnet es einem danach irgendwie ständig. 😀 Bist nicht die erste, die mich auf ads Forum verweist. Ist notiert. Muss etwas gucken, ob ich das aktuell unterbringe. Das Stillen und Tragen Forum hatte man mir auch empfohlen, aber das ist mir uch schon zu massiv aktuell. Aber es ist gut zu wissen, wo ich suchen muss/kann, wenn ich will. 🙂 Danke dir!

  15. Liebe Heike, nach den eben gelesenen Kommentaren möchte ich Dir gerne den Rücken stärken und hoffe, Du lässt Dich von übergriffigen Kommentaren über Deine Schwangerschaftsübelkeit und Deinen Heilungsprozess nach der Geburt nicht verunsichern. Wer hier schon eine Weile mitliest und ein bisschen guten Willen aufbringt, versteht Dich gut und weiß bei allem, was Du schon hinter Dich gebracht hast, Deine Erfolge, Deine Schwierigkeiten und auch Deine Offenheit sehr zu schätzen und einzuschätzen. Vielen Dank immer wieder dafür!
    Zu Deiner Einstellung, auch mit Kind in Bereichen, die Dir am Herzen liegen, handlungsfähig zu bleiben, hier eine kleine Anekdote aus meinem Leben: In meinem Beruf gilt ein gewisses Gejammer als Standard, es wird sogar behauptet, man könne nicht auf die Toilette gehen! – In meinen ganzen Berufsjahren ist mir das nie auch nur annähernd so gegangen, wenn ich muss, dann muss ich. Und sorge dafür, dass ich auch gehen kann! So ähnlich stell ich es mir mit vielen Dingen vor und ich wünsche Dir, dass Du recht bald wieder so viel von dem tun kannst, womit Du Dich wohl und mit Dir fühlst, dass Du alles andere auch gut packst.
    Liebe Grüße,
    die Mitleserin

    1. Danke dir! 🙂 Nein, verunsichern lasse ich mich da nicht, ich bin dann eher etwas erstaunt, wie eben meine Artikel so unterschiedlich aufgenommen werden können. Aber so ist das eben. 🙂
      Ich sehe das so wie du: Wenn ich muss, muss ich. Ich hab mir bisher auch jeden Tag weiter artig die Zähne geputzt. Das ist finde ich ein sehr gutes Beispiel für etwas, was einfach so sehr Routine ist, dass es nicht hintenüber fällt. Und jetzt, da meine eigene Heilung so weit fortgeschritten ist, dass ich mich körperlich kaum noch eingeschränkt fühle, jetzt läuft es hier tatsächlich auch echt gut. Natürlich hat das auch was damit zu tun, dass Merle mehr angekommen ist, aber ich bin einfach happy, dass es eben geht. Mit Essen, Duschen, Haushalt, Rückbildung, ganz viel Baby und wie man sieht auch ein bisschen Blog. Und das Bisschen wird nach und nach wieder mehr. 😀

  16. Ein sehr schöner und ehrlicher Artikel. Auch wenn er durch seine Sachlichkeit sicher auch eine geschönte Version der tatsächlichen Realität abbildet. Ich hoffe, dass er vielen weiterhilft, besser vorbereitet zu sein!
    Vieles hat mich an mein eigenes Wochenbett erinnert. Auch wenn ich nicht all die Schwierigkeiten hatte, die du erleben musst. Aber trotzdem ist es eine Grenzerfahrung, die man sich vorher einfach nicht vorstellen kann. Vielleicht hat mir da einmal mein Pessimissmus geholfen, da ich mich auf das Schlimmste eingestellt habe und dadurch nicht so überrascht wurde. Auch die Einsicht (schon vorher), dass ich einfach nicht so der Babymensch bin. Und den Leuten, die daraufhin meinten, mich belehren zu müssen von wegen „beim eigenen Kind ist alles anders und plötzlich nur noch blümchenrosa“, denen hab ich (zum Glück) einfach nicht geglaubt. Ich hab nämlich so einige Zeit gebraucht um mich in mein Kind zu „verlieben“ und bin da auch immer noch dabei, das war kein zack bumm und plötzlich nur noch Herzchenaugen. Trotzdem ich auf das Schlimmste gefasst war (und es quasi erwartet habe, ich hab fast mit einer Wochenbettdepression gerechnet und war dann froh, dass dieser Kelch an mir vorüberging) bin ich körperlich und emotional an meine Grenzen gekommen. Vor allem, dass Stillen so eine Wissenschaft ist, hat mich doch monatelang immer wieder überrascht. Da ging bei mir aber auch alles nur durch „learning by doing“ oder vllt eher „learning by failing“. Ich hab allerdings auch schon in der Schwangerschaft wahrscheinlich ein Bisschen mehr Infos zum Wochenbett gefunden als du (hauptsächlich online oder von der Hebamme, meine Freunde mit Kindern haben sich dazu leider eher ausgeschwiegen). Oder zumindest Tipps, was man unbedingt für die Zeit des Wochenbetts braucht (und sich daraus dann ableiten kann, welche Schwierigkeiten auf einen zu kommen könnten).
    Sehr schön finde ich deinen letzten Satz „Es wird nicht leichter, aber ihr werdet besser“. Was mich im Wochenbett nämlich extrem frustriert hat, waren die Versprechungen meiner Hebamme, dass es nach so und so vielen Wochen auf jeden Fall besser wird und wenn die Zeit abgelaufen war, hat sie mir eine neue Deadline genannt, bis dahin ist auf jeden Fall das und jenes besser. War aber eben nicht so, manches (wie die Schmerzen beim Stillen) haben bei mir einfach seeehr viel länger gedauert und da haben mich solche leeren Versprechungen nur fertig gemacht.
    Ich könnte noch mehr schreiben, aber mein müdes Baby fordert mich jetzt. Alles Gute dir weiterhin!
    LG, Annie

    1. Dann auf zu klein J. 🙂 Merle schläft grad und ich genieße das Arbeiten am Stück hier. Wundervoll!
      Ich glaube, ich war einfach aus meinem Umfeld verwöhnt durch echt sehr unkomplizierte Babys. Und das ist auch alles schon ein paar Jahre her, vielleicht habe ich da auch nicht alles mitbekommen Auf jeden Fall wusste ich nur von eienr Freundin, dass ihr Kleiner partout nicht mal ein paar Stunden am Stück schlafen wollte, aber sonst? Freundliche Babys, die zufrieden auf der Krabbeldecke bzw. im Stubenwagen lagen und einfach nur mit im selben Raum sein wollten. Nun denn. 🙂 Aber oh ja, Stillen ust echt ne Wucht. Wir versuchen gerade wieder von den Stillhütchen wegzukommen. Wenn Merle nicht immer einen festgebissenen Nippeltwister als Abschluss servieren würde, dann würde es schon gehen.
      Ah. Wenn man von spricht. Baby wird wach. War ja heute auch schon fast zu gut. 😉

  17. Vielen Dank für diesen ehrlichen, offenen Artikel. Er war für mich als kinderlose insofern informativ, dass ich eine Situation vor ein paar Jahren neu bewertet habe. Als ich damals kurz nach der Geburt meine Nichte kennenlernen wollte habe ich die ablehnende Haltung meiner Schwägerin persönlich genommen, jetzt kann ich das besser verstehen.

    Generell fand ich den Artikel interessant zu lesen, weil das Wochenbett ziemlich tabouisiert wird. Das Schamgefühl scheint da doch ziemlich ausgeprägt zu sein, was dann wiederum zu Fehlkommunikation führt.

    1. Ich gaube, es ist noch nicht mal unbedingt Scham. Es ist einfach derbe Üebrforderung und man will nichts, nichts, nichts zusätzlich um sich haben, was nur einen Funken Energie abziehen könnte. Aber doch, vielleicht auch Scham rückblickend, wenn Frau dann ment, sie wäre einfach nicht gut genug gewesen. Zu wenig belastbar oder so.
      Auf jeden Fall sehr schön, dass du jetzt wohlwollender auf die Situation damals zurück blicken kannst. 🙂

  18. Liebe Heike,
    vielen Dank für diesen ehrlichen Bericht. Und es freut mich zu lesen, dass Dein Netz greift und Du Dir Hilfe holen kannst, wenn es nötig ist.
    Dass es einem im Wochenbett den Boden unter den Füßen weg ziehen kann, habe ich selbst erlebt. Vielleicht kannst Du Dich an meinen Kommentar zum „Haarausfall vorbeugen Artikel“ erinnern. Da hatte ich darauf hingewiesen, dass Haarausfall nicht das drängendste Problem nach der Geburt sein wird. Du hattest dann erklärt, dass Du ein Netz hast und dass man über persönliche Dinge wie Wochenbettdepression nicht gern öffentlich schreibt.
    Ich glaube, aus diesem Grund gibt es so wenig ehrliche Berichte über das Wochenbett. Man schreibt nicht gerne öffentlich darüber, weil da für viele – jedenfalls für mich – ein Gefühl des Versagthabens mitschwingt. Das soll aber nicht sein. Mir tat es damals so gut, als mir die Hebamme in einer Apotheke (meine Nachsorgehebamme war leider nicht sehr hilfreich) sagte, dass diese Schwierigkeiten normal sind und dass man es als Mama nicht allein schaffen muss. Zumal mein Mann in dieser Zeit so gut wie keine Unterstützung leisten könnte.
    Daher mein Tipp für alle, die Unterstützung im ersten Jahr brauchen (Ich fürchte, es ist nach dem Wochenbett noch nicht ausgestanden, liebe Heike 😉. Ich sag nur 3-Monatskoliken): Der gemeinnützige Verein Wellcome. Es geht darum, dass es der Mutter wieder gut gehen soll (well). Er wurde von einer Frau gegründet, die ebenfalls die gleichen Probleme nach der Geburt des ersten Kindes hatte und nun andere Mütter unterstützt. Da kommt dann eben einmal in der Woche jemand, der das Baby herum trägt oder fährt, dass Mama mal 2-3 Stunden am Stück schlafen kann. http://www.wellcome-online.de

    Weiterhin alles Gute für euch!
    Liebe Grüße

    1. Oh das ist ja eine super Einrichtung! Vielen Dank für den Link! 🙂 Auf jeden Fall ahb ich grad auch ndere Prioritäten als meine Haare. Ich kann sie eigentlich erst jetzt erst wieder besser pflegen, da Merle und ich beide entspannter sind und da ist Schlaf echt das Stichwort.
      Das anstregendste für mich im WOchenbett war die Kombi aus eigener körperlicher Abgeschlagenheit und neuen Aufgaben. Jetzt ist die Heilung bei mir so weit, dass ich mich wieder (fast) wie ich selbst fühle und ich endlich auch nicht mehr eingeschränkt bin beim Laufen und Heben. Ich konnte Merle ja am Anfang gar nicht selbst anlegen, bzw nur sehr, sehr schlecht. Dadurch ist jetzt einfach alles leichter. Mein Körper ist keine Zusatzbelastung mehr, sondern wieder ein liebgewonnenes Vehikel, um mich durch meinen Tag (und die Nacht) zu tragen. So gesehen habe ich weniger Respekt vor den 3-Monatskoliken (okay, ich kenne sie noch nicht, also abcke ich lieber kleine Brötchen. 😉 ) als davor, was ist, wenn ich mal krank bin. Oder wenn es uns beide erwischen sollte. Irgs. Drum bin ich wieder sehr, sehr sehr hinter einer gesunden lebensführung her. Hab mir eben direkt das Gemüse für den Tag geschnibbelt. z.B.
      Liebe Grüße!

  19. Liebe Heike,

    erstmal Glückwunsch zu eurer kleinen Merle 🙂 Christoph ist am Tag auf die Welt gekommen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe hast du da auch Geburtstag^^
    Ein schöner Artikel, das erste Kind ist einfach eine Riesenumstellung. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wie es bei Pauline war, aber auch ich musste bei ihr genäht werden, hatte im Vorfeld Angst, dass ich nicht genug Milch haben werde (zum Glück unbegründet) und wunde Brustwarzen.
    Jetzt bei Kind Nummer drei muss ich sagen, läuft das Wochenbett eher nebenher, das war auch schon bei Raphael ein bisschen so, aber jetzt ist es noch krasser. Und man hat natürlich den Vorteil, dass man vieles schon weiß bzw. gerade das Stillen dann kein Problem mehr ist weil man das Anlegen schon drauf hat und sich nicht mehr selbst so viel Stress macht 🙂
    Ich wollte dich noch auf dieses Buch aufmerksam machen
    https://www.amazon.de/Das-Wochenbett-diesen-wundersch%C3%B6nen-Ausnahmezustand-ebook/dp/B0196J3H5A/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1507289180&sr=8-3&keywords=wochenbett
    Ich habs mir jetzt nicht mehr angeschafft obwohl ich als ich davon erfahren habe durchaus in Versuchung geführt wurde 😉
    Und – weil ich ihn erst die letzten Tage gelesen habe dieser Blogbeitrag zum Clusterfeeding:
    http://lotte-lieke.com/in-5-schritten-deinem-baby-brustnuckeln-abgewoehnen/

    Ein noch sehr empfehlenswertes Buch zu den „Eigenheiten“ von Babys, das das Ganze evolutionsbiologisch erklärt und vielleicht deswegen auch für dich besonders interessant ist:
    https://www.amazon.de/Kinder-verstehen-Evolution-unsere-Vorwort-ebook/dp/B00907ABFS/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1507289375&sr=8-4&keywords=born+to+be+wild

    Ganz liebe Grüße und weiterhin gutes Umgewöhnen (ich finde es krass, nach wie kurzer Zeit man sich gar nicht mehr an sein Leben vor den Kindern erinnern kann)

    Anne

    1. Danke für die Buchempfehlungen! Vor allem das letzte reizt mich ja. Und ich bin gespannt, wann der Moment kommt, ab dem ich mir gar nicht mehr vorstellen kann je ohne Kind gewesen zu sein. Aber jetzt in Woche 6 verblasst tatsächlich auch schon der große Anfangskampf der ersten drei Wochen. Hat sich die Natur schon was bei gedacht. Zumindest Frauen wie ich würden sonst ganz sicher nicht mehr als ein Kind bekommen wollen.

  20. Hey, vielen Dank, dass du es in Worte fasst wie es so vielen Mamas geht. Ich finde mich absolut in deinen Zeilen wieder, dachte mir zwischenzeitlich in unserer Wochenbettzeit, was hab ich nur getan, was ist das nun für ein Leben. Was du mit dieser Ambivalenz beschreibst ist für mich absolut zutreffend. Als meine Kleine noch nicht da war, meinte meine Hebi zu mir, das Anstrengende sind nicht die praktischen Dinge die mit dem Baby daherkommen, das schafft man schon, die wirkliche Herausforderung ist die 24/7 Aufmerksamkeit, auch wenn man es zwischendurch mal nicht möchte und abgibt, so ist das Gefühl da sein zu müssen aber auch da sein zu wollen, auch wenn man nicht mehr kann, ständiger Begleiter.

    1. Ja es ist schon krass, wie sehr man gedankloch an dem Kind hängt. WObei es dann wirklich wieder individuell ist. Wie ja irgendwie alles. 😉 😀 Für mich war wirklich die körperliche Belastung das heftigste und ich bin derzeit nur froh, dass das überstanden ist. So gesehen graut es mir vor allem davor was ist, wenn ich mal krank werden sollte. Nun, muss ja nicht bald sein. 😉

  21. Liebe Heike,

    Lese schon lange in Deinem tollen Blog mit, hab aber noch nie einen Kommentar geschrieben. Unter anderem, weil ich schon sehr viel älter bin und hab auch „drüben“ im Langhaarforum bis auf 2 kurze Kommentare nur mit gelesen habe. Du mich also gar nicht kennst.

    Ein Grund für meinen jetzigen Kommentar ist einmal die Geburt Deiner entzückenden und niedlichen Tochter. Selten so einen niedlichen Zwerg gesehen! Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Euch drei!

    Der andere dieses unsägliche Buch: „jedes Kind kann schlafen lernen“, dass Du erwähnst :0 (. Denn dieses ist meines Erachtens nicht nur sehr veraltet, sondern eine Form der Kindesmisshandlung. Ich bin ganz erschrocken, dass es immer noch auf dem Markt ist, bzw. überhaupt so einen Boom erfahren hat!

    Denn mein Kind wurde Anfang 1980 geboren. Sogar damals war schon bekannt (und erforscht), dass ein Kind mit 6 Monaten ja weder Zeit- und Raumgefühl hat, noch in der Lage ist, seine Eltern zu manipulieren und „Nähe zu erzwingen“. Somit auch gar nicht wissen KANN, dass die Eltern ja „drüben“ sitzen und es nicht „allein“ ist. Selbst damals vor fast 40 zig Jahren war all dies schon bekannt und wie schädlich es ist, dass Kind schreien zu lassen. (Zerstörung von Urvertrauen; Ausbildung von Traumata).

    Das schlimme an dem Buch ist, dass es einen ganz normalen Vorgang pathologisiert und suggeriert, dass „jedes“ Kind, das mit 6 Monaten noch nicht durchschläft, „krank“ ist und „Schlafstörungen“ hat. Sich gleichzeitig aber auch noch einen wissenschaftlichen Anstrich gibt, da es ja von einer Psychologin und einem Kinderarzt geschrieben wurde. Und vermutlich deshalb geschafft hat, Millionen von jungen Eltern auch 1996 (Erscheinungsdatum) bis HEUTE zu verunsichern. Es zudem auch noch so tut, als ob man dem Kind Schaden zufügt, wenn man diesen angeblichen „Schlafstörungen“ NICHT energisch entgegen wirkt.

    Die Methoden, die dort für „JEDES“ Kind ab spätestens 6 Monate propagiert werden, waren ursprünglich von Dr. Ferber für Kinder ab 1 Jahr mit tatsächlich schweren Schlafstörungen gedacht und nicht für Kinder ab 6 Monate, die all dies noch nicht begreifen können. Wobei ich der Meinung bin, dass man auch ab 1 Jahr noch nicht von „schweren“ Schlafstörungen reden kann und darf. Es sei denn, die Familie an sich hat „schwere“ psychische Probleme und das Kind ist DAVON traumatisiert und hat zb. sein Urvertrauen verloren.

    Genau DAS kann aber leider auch passieren, wenn man ein so kleines Baby einfach einfach schreien lässt!

    Die Dame schreibt zwar mehrfach: „man solle sein Baby nicht schreien lassen“, widerspricht sie sich aber ein paar Seiten später selber sagt genau DAS („schreien lassen“) und sogar: „falls es sich vom Schreien erbricht, in Ruhe sauber machen und mit dem Programm konsequent fortfahren. Damit das Kind nicht lernt, dass es damit was erreicht“.

    Wie hysterisch vor Angst muss ein kleines Baby sein, dass es erbricht? Und wie brutal von einer Frau, zu empfehlen: „trotzdem“ mit dem Programm fortzufahren, weil sonst das Kind „nie“ lernen wird zu schlafen? Man also DAMIT dem Kind Schaden zufügen würde? .. .

    Bis etwa 1970 rum hiess es: „schreien lassen kräftigt die Lungen“ und „das Hochnehmen verweichlicht das Kind nur“…(und stammt vermutlich noch aus der Zeit des Naziregimes).. ..Dieses Buch ist quasie eine Fortsetzung davon, indem es behauptet: „ein Kind werde NIE schlafen lernen und man füge dem Kind Schaden zu, wenn man dem Kind nicht konsequent genug dabei „hilft“, das Schlafen zu lernen“.

    Selten so einen Schwachsinn gelesen, denn das genaue Gegenteil ist der Fall: JEDES Kind wird von sich aus lernen zu schlafen, wenn es genug Liebe und Urvertrauen von seinen Eltern und Umfeld erhalten hat und alt genug dafür ist. Es sei denn, es ist krank.

    Ich denke, dass man mit der Zeit selber lernt, was richtig für das Kind und einen selber ist.

    Als ich meinen kleinen Wurm damals auf den Arm hatte, war für mich logisch, dass er nicht allein schlafen wollte. Weil: auch ich selber als Erwachsene schlafe ja lieber neben meinem Liebsten, als allein. Und wenn er nicht da ist, ich nicht die Nähe und den Atem spüre, dann fehlt mir etwas. Wie soll ein so kleiner Wurm es dann nicht wollen? Der zudem auch noch weder Zeit- noch Raumgefühl hat und gar nicht verstehen KANN, dass die Eltern ja nebenan sitzen?

    Warum schreibe an Dich? Weil Du einen super tollen Blog schreibst, den sicher ganz viele Frauen genau so gerne lesen, wie ich. Weil ich es traurig finde, dass auch 2017 junge Mütter noch genau so wenig ehrliches über die Zeit des Wochenbettes finden (und die Zeit generell mit Baby), wie ich damals. Denn das waren auch damals schon genau meine Themen: es ist nicht nur superschön ein Baby im Arm zu haben und man hat beileibe nicht nur „Herzchen“ in den Augen. Und in der Regel schon drei mal nicht sofort nach der Geburt. Ist ja eigentlich ein Fremder, den man erst mal kennen lernen muss. Und vor allem ist die erste Zeit in der Regel auch verdammt hart, anstrengend und ambivalent. Manchmal könnte man vor Wut und Anstrengung einfach … . Und gleichzeitig…

    Du beschreibst das sehr gut und ehrlich („eigentlich wie eine ungesunde Beziehung..usf“). .. .

    Ich freue mich, dass Du so ehrlich über diese Zeit schreibst! Bin aber gleichzeitig erschrocken, dass Du fast vierzig Jahre nach meinem „Zwerg“ immer noch eine „Vorreiterin“ bist. Das ist sehr schade, hatte doch sehr gehofft für all die jungen Mütter, dass sich da mehr tut, in dieser langen Zeit. :0 (

    Zb hab ich meinen „Zwerg“ auch damals schon im Krankenhaus mit ins Bett genommen. Nicht nur, um den Zwerg kennen zu lernen, gemeinsam von den Strapazen erholen und die wichtige Bindung aufzubauen (war direkt nach Geburt auch nur k.o. und mehr erstaunt: „so siehst Du also aus?“), aber auch, weil es einfach praktischer ist: „Nachthemd auf und gut“ und man eventuell sogar zusammen wegdösen kann. (Das war wunderschön!). Ich hab mir damals schon die fortschrittlichste Klinik ausgesucht, denn auch Rooming-In war damals nicht selbstverständlich. Die Ärzte haben dazu nur gegrinst und gemeint: „genau richtig so“ und „sie verraten nicht“, denn die Schwestern haben ein Theater gemacht! Da waren „unverantwortlich“ noch die nettesten Worte. Nicht, weil mich auf den Wurm legen könnte (bin auch überzeugt, dass man ja instinktiv spürt, da liegt was neben mir. Ausnahme evtl wenn man Schlafmedis nimmt o. krank ist) , sondern weil „der Wochen Fluss ja so infektiös sei“. (Augenverdreh).

    Aus Deinen Worten entnehme ich, dass es auch heute noch nicht in allen Kliniken selbstverständlich ist, dass man das Baby einfach mit ins Bett nimmt. Denn ich bin mir sicher, dass genau DAS für beide gerade in den ersten Tagen so sehr wichtig ist, um zu heilen und um die Bindung aufzubauen. Die Geburt war ja für beide sehr anstrengend.

    Ich hab mir früher nie Gedanken über den Begriff „Wochen-Bett“ gemacht. Denke aber jetzt auch: er ist wörtlich zu verstehen. Damals haben die Menschen wahrscheinlich respektiert, dass Mutter UND Kind eine Weile zusammen im Bett liegen. Um von den Strapazen und Verletzungen zu heilen, die Bindung aufzubauen und nicht sofort eine Trennung zu vollziehen. Sondern sanft und langsam. Denke, das ist beide, Mutter und Kind sehr wichtig.

    Leider hat es in der Zeit von meiner Geburt damals bis Heute offensichtlich und auch dank dieses unglaublichen Buches von Frau Knast-Zahn (hier wohl Nomen est Omen) sogar Rückschritte gegeben. :0)).

    Da Du so herzerfrischend ehrlich bist und so viele junge Frauen mit Deinem Blog erreichst, würde ich mir halt wünschen, Du würdest Dich noch deutlicher von diesem Buch distanzieren. Denn es ist das schlimmste, was ich jemals gelesen habe und das schlimmste, was man sich und dem Baby antun kann. Leider aber eben mit dem pseudo-wissenschaftlichen Anstrich daher kommt und gerade damit viele Eltern erreicht, die ja logischerweise nur das Beste für ihr Kind wollen. Gerade beim ersten aber noch völlig verunsichert sind, was das wohl sein könnte. Auch, weil bis heute leider so wenig ehrliches über die Zeit des Wochenbettes und danach gibt.

    Deine Haare sind jetzt einfach nur wunderschön und freue mich so sehr für Dich! Meine fallen wegen einer Krankheit leider, seit einigigen Jahren schon, aus. Da ich auch schon immer lange Haare hatte, hab damals sooo gut verstehen können, wie sehr es Dich belastet.

    Es ist aber nicht gesagt, dass sie nun ausfallen werden. Abwarten und Tee trinken! Bei mir war es damals umgekehrt. Ich hab in der Schwangerschaft bestimmt 2/3 der Haare verloren, tlw richtige Büschel und sie bis etwa Taille zurückschneiden müssen. Seufzzz. Aaaber DANACH sind sie dichter nachgewachsen, als sie jemals zuvor waren und auch so geblieben. (Bis jetzt zur Krankheit). Sogar mit ein paar Wellen, zuvor waren sie glatt.

    !Es ist also alles möglich und nichts zwangsläufig!

    Nun habe ich soviel mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte. Wer sich über das Buch „jedes Kind kann schlafen“ näher informieren möchte, kann dies zb gut in den Rezensionen bei Amazon. Dort wird teilweise sehr gut erklärt, (wesentlich besser, als ich es kann), warum das von ihr Propagierte nicht nur falsch ist, sondern schwere Traumata beim Baby erzeugen kann (Verlust von Urvertrauen).

    Ich bin sicher, dass wir alle wieder erlernen sollten, auf unser eigenes Herz und unseren eigenen Instinkt zu hören. Ob sich dies nun auf Nahrung, Sport, Arbeit, Babies oder was auch immer bezieht. Der Rest ergibt sich ganz von allein.

    Und wünsche Dir alles Gute für Dich, Baby Merle und natürlich den heiß ersehnten Meter!

    Lieber gruss
    Yemaya

    1. Liebe Yemaya!
      Ich editiere den Artikel gleich meiner Antwort hier noch mal. Denn du hast Recht, von den Schlafenlernmethoden muss ich mich noch mehr abgrenzen. Das sind wieder solche Textpassagen, in denen ich dachte: „Hmmm, nur kurz erwähnen, damit ich nicht in den Kommentaren genau darauf noch gestoßen werde“, aber das fass ist doch zu groß, dass ich damit aufgemacht habe. Also schauen wir einmal etwas tiefer hinein.
      Auf jeden Fall, vielen, vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag. Ichw erde genau darauf im Arikel verweisen, denn du hast es ja wudnerbar erläutert.
      Danke auch für die Glückwünsche! Merle wird grad vom Papa in der Trage durch die Wohnung geschleppt. Ziemlich niedlich. 🙂
      Liebe Grüße, Heike

  22. Ps:

    Liebe Heike (und alle anderen jungen Mütter),

    Ich wollte damit nun nicht sagen, dass man sein Baby mit ins Bett nehmen MUSS. Sondern: immer auf den eigenen Instinkt und die eigenen Grenzen hören. Wenn man nicht mehr kann, Lösungen suchen. Genauso, wie Du es beschreibst: „Annehmen und Loslassen“. Sowohl die eigenen Gefühle und Grenzen, als auch die Situation an sich. Es IST so, wie es IST.

    Und nicht zusätzlich fertig machen: „ist das jetzt noch normal?“.

    Denn genau deswegen aber halte ich dieses Buch für so gefährlich: weil es suggeriert, das ein ganz normaler Vorgang Pathologisch sein soll und den Eltern einreden will:

    „DAS was ihr erlebt, ist falsch und ungesund“.

    Ich möchte nach Möglichkeit nicht hier als Kommentar veröffentlicht werden. Gerade, weil ich selber nicht so gut mit Worten erklären kann wie Du, warum ich dieses Buch nicht nur für Schwachsinn halte, sondern gefährlich erachte. Da es die natürliche Bindung zum Kind (und dessen Urvetrauen) sogar zerstören kann.

    Eigentlich möchte ich nur eine Anregung geben, eventuell noch mal noch kritischer über dieses Buch zu schreiben.

    Denn jedes gesunde Kind wird schlafen lernen. Genauso wie es in seinem Tempo reden und laufen lernen wird. Man muss nur auf sein eigenes Herz hören und seinem Instinkt folgen und einen gemeinsamen Rhythmus finden. Sowie auch Vertrauen in das Baby haben, dass es selbst von sich aus lernen wird und selber weiß, was wann das richtige für es ist.

    Ganz lieber Gruss an Euch!
    Yemaya

    1. Oh jetzt bin ich verwirrt… Also soll ich deine Kommentare doch lieber unsichtbar lassen? Hab sie ja gerade mit der Moderation freigegeben. Und ich fand du hast das gut beschrieben.

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