9. September 2017

Willkommen Merle! – Geburtsbericht

Und damit willkommen zum vermutlich spannendsten, anstrengendsten und abgefahrendsten Tag meines Lebens. Und mit Sicherheit einem der längsten.

Merle Annabelle Gerkrath

Geboren 2017, am 28.08. um 0:08 Uhr
2886g schwer (paar Millimeter mehr Nabelschnur und wir hätten noch eine 8…)
54cm lang
33,5cm Kopfumfang

Damit ist unser Töchterchen lang und schlank, aber kein Stück schwach. Ich habe ja gegen Ende der Schwangerschaft schon die ganze Zeit gesagt: „Die kommt raus und kann laufen!“. Nun, das nicht, aber ihren Kopf hat sie schon ganz gut im Griff und, da die Stillberaterin ihr den Spitznamen „Schnappschildkröte“ verpasst hat, könnt ihr euch denken, was da sonst noch mit richtig viel Power funktioniert. Aua für mich, aber läuft und ist ein anderes Thema. 🙂

Wie alles begann. Donnerstag.

Also mal abgesehen davon, dass wir uns entschlossen haben schwanger werden zu wollen und es dann 40 Wochen waren. Die Geburt hat sich am Donnerstag, den 24.08. angekündigt mit monströsen Kopfschmerzen und Erbrechen. Ist nicht ungewöhnlich, wie ich jetzt weiß. Ich hatte damit so null gerechnet. Meine Hebamme schickte uns ins Krankenhaus zum Abklären. Dort wurden wir mit unauffälligem CTG und geschlossenem Muttermund zurück nach Hause geschickt. Ich war erleichtert. Mit Kopfschmerzen ein Baby zu gebären war eine meiner absoluten Horrorvorstellungen. Und jetzt rückblickend sage ich auch: das wäre nicht gegangen, das wäre ein Kaiserschnitt geworden.

Freitag

Ein Tag Ruhe und Kräfte sammeln. 2 Tage vor ET war das meine oberste Prämisse. Nach den Monsterkopfschmerzen wollte ich wie gesagt nur eins: bloß nicht wieder solche Kopfschmerzen und dann unter der Geburt. Es wurde ein schöner, ruhiger Tag.

Samstag

Ein Tag vor ET, ein Tag vor meinem Geburtstag. Und nachmittags begannen die Wehen und das auch rasch regelmäßig und eindeutig als solche zuerkennen. Aber gut zu veratmen und noch mit grob 20min Abstand. Ich habe mir eine Wehen-App (Contracker) installiert und dann eben getrackt, wie es sich entwickelt. Spannend war das. Gut aushaltbar. Ich musste schon womit auch immer ich gerade beschäftigt war aufhören, aber an sich war es wie Regelschmerzen oder so, wie wenn man eine eigentlich zu schwere Hantel hebt. Mit der Gebärmutter. Ein Muskelschmerz.

Abends wurde die Intensität etwas höher, aber die Abstände immer noch zu unregelmäßig und zu groß. Wir haben einen Film geguckt (American Ultra mit Jesse Eisenberg und Kristin Stewart, die erste Rolle, in der ich sie gut fand). Benedict hat dann im Baby-Gästezimmer geschlafen, ich habe die Nacht im Schlafzimmer verbacht. Wehen alle 20min, so dass ich nicht schlafen konnte, auch nicht liegen. Also hinlegen, dösen, Wehe, aufstehen, veratmen, bisschen vertonen. Warten, dass die Abstände kleiner wurden.

Sonntag. Happy Birthday to me

Sonntag früh morgens habe ich Benedict geweckt als die Wehen regelmäßig unter 8min waren. Immer noch aushaltbar, wenn auch fies. Ich habe mich auf die Geburt gefreut. „Das“, so habe ich gedacht, „also das ist echt aushaltbar. Damit komme ich klar. Das wird gut!“

Im Krankenhaus angekommen Wehen wieder unter 20min und unregelmäßig. Muttermund bei nur 1cm. Ich war… gelinde gesagt gefrustet. 14 Stunden Wehen und dann das? 1cm? Wir wurden wieder nach Hause geschickt. Und ich beschloss „Scheiß drauf!“ zu denken, habe meine Freunde angerufen, denen ich schon für meinen Geburtstagsbrunch abgesagt hatte und hab sie gefragt, ob sie doch kommen wollen. Sie wollten. Und so haben wir zusammen Waffeln gegessen, gelacht, gequatscht – und alle 12-20min bin ich auf den Flur gegangen, Wehen veratmen und bald auch vertonen. Ich habe dann dabei gesungen. Hatte ich von einer Bekannten gehört, dass sie das so gemacht hat und ich muss auch sagen: gute Technik. Schön gleichmäßiges Ausatmen und positiv dabei. Mit den Tonhöhen und -tiefen sowie dem Rhythmus ließ sich für mich wirklich sehr gut atmen.

Mit steigender Wehenintensität haben mir meine Freunde und vor allem Benedict dann die Zeit angesagt: 5 Sekunden, 10, 15… und so weiter. Eine Wehe dauerte zwischen 45 und 90 Sekunden und so wurde das Ziel, die nächste Erholungsphase, immer greifbarer.

Abfahrt

Gegen Mittag/frühen Nachmittag haben sich unsere Freunde verabschiedet und Benedict und ich haben allein weiter gezählt und gesungen und beobachtet, wie sich gaaaanz langsam die Wehenabstände verkürzten. Wir wollten keinen neuerlichen Fehlalarm riskieren und haben gewartet. Gegen 16 Uhr wurden die Wehen so heftig, dass ich mich teilweise nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Anruf im Kreißsaal und ja, wir sollten kommen, trotz immer noch Wehenabständen deutlich über 8min. Wieder während der Fahrt weniger Wehen als daheim. Ich hatte schon Sorge, wieder zurück geschickt zu werden. Vor dem Krankenhaus eine Wehe noch auf dem Beifahrersitz und ich hätte das Auto auseinandernehmen wollen.

Rushhour

So unsicher, ob es das jetzt ist, hoch zu den Kreißsälen und…es war als wäre ich vor eine Wand gelaufen. Es war so… voll. Nix Kreißsaal. Vorwartebereich mit etlichen anderen. Eine meiner Worstcase-Szenarien: irgendwo auf einem Flur keine Ruhe haben und da wehen. Ich habe ziemlich deutlich „What the Fuck!“ von mir gegeben. Ich hoffe die anderen dort haben das nicht auf sich bezogen, sondern darauf, dass ich bestimmt Schmerzen hatte. Benedict wusste sofort, wem und was der Fluch gegolten hatte. Lange mussten wir aber nicht warten.

Kreißsaal 1 – So hatte ich mir das nicht vorgestellt

Wir wurden abgeholt, von einer Hebamme, die mich direkt auf dem falschen Fuß erwischt hat. Ich war noch so pissig, weil es so unruhig und voll war, ich hatte mittlerweile stärkere Schmerzen und war so lange wach, dass mir extrem zum Heulen zu Mute war. Nun noch dieser winzige Kreißsaal, der kleinste der drei verfügbaren, ich kannte ihn von der Besichtigung. Der Raum war okay, aber… klein. Kein Hocker, keine Wanne, noch nicht mal ein Ball. Nur das Bett und das Tuch darüber. Das war in der Situation schlimm für mich, weil die Auststattung und das Ambiente der Kreißsäle für mich große Auswahlkriterien für die Klinik gewesen waren. Alle haben immer gesagt: „Das ist dir egal, wenn du da bist.“ Ich wusste, dass es mir das nicht sein würde. Ich bin ein Augentier. Immer. Und so war es auch. Der Raum war modern und schön und liebevoll im Rahmen seiner medizinischen Möglichkeiten. Aber klein. Und einfach nicht der, den ich gern gehabt hätte. Die Hebamme hat mich gefragt, ob ich gerade Wehen hätte, weil ich so Schnappatmung hatte. Nein. Ich war wie gesagt sehr gereizt. Müde. Frustriert. Wieder unregelmäßig Wehen, „falscher“ Kreißsaal, ich habe mich nur unwohl gefühlt. Sie meinte, ich müsse runterkommen und aufhören zu hyperventilieren, die Pausen nutzen zum Kraft tanken. Ich hab dann geheult und weggeguckt und getrotzt. Unschöner Charakterzug in dem Moment. Habe versucht zu artikulieren, was los war, aber es nicht richtig hinbekommen. Nun, das Krankenhaus beschäftigt wohl glücklicherweise Profis. Die Hebamme ging, ich habe sie nie wieder gesehen. Es kam eine andere. Wellenlänge stimmte sofort und alles wurde gut. Der kleine Kreißsaal war okay, ich hab mich verstanden gefühlt. CTG angelegt und ich hatte ein paar Vorzeigewehen. „Schön schmerzhaft“ und schön dicht hintereinander. Muttermundcheck und ja, bei 4-5cm. Wir dürfen bleiben, trotz großer Zeitintervalle.

Kreißsaal 2 – Alles wird gut

Kurze Zeit habe ich noch im kleinen Kreißsaal verbracht mich selbst an der Wand geigelballt, Benedict war unterwegs die Kliniktasche aus dem Auto holen. Dann kam Tanja, meine Hebamme, wieder und ich durfte in einen der größeren Kreißsäle umziehen, der war frei geworden. Luise kam an. Sie hatte mit mir ja den Geburtsvorbereitungskurs besucht. Und so haben wir zwei Stunden lang weiter Wehen ausgezählt und weggesungen. Später dann weggebrüllt. Zeit für Luise wieder zu gehen, als wir dachten die Fruchtblase sei geplatzt. War dann doch nicht so, dennoch war der Schmerz so intensiv, dass wir den Bereich erreicht hatten, über den wir vorher abgesprochen hatten, dass ich den nicht mit ihr teilen mag, sondern nur mit Benedict, da zu intim.

36 Stunden wach

Ah, verzählt, ich dachte, es wären mehr, aber 36 Stunden, vielleicht 38, kommen hin. Mittlerweile war es dunkel und ich hatte Wehen im 2-3-Minutentakt, teils öfter. Und… ich war gar. Gegen 21Uhr habe ich um eine PDA gebettelt. Muttermund bei 7-8cm. Ich hab gebrüllt, so hatte ich mich selbst noch nie gehört. Nachdem ich über 24 Stunden lang Wehen im abgestützten Sumosquat und Vierfüßlerstand bewältigt hatte, haben meine Beine und Arme gezittert und ich war mental so weichgekocht, dass ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Dass ich mit Yoga eine gute Atemtechnik beherrsche, war da Gold wert, musste ich dadurch nicht viel daran denken, ich konnte so passend mitatmen, aber nicht mehr immer. Und falsch zu atmen hat es verschlimmert. „Ich bleibe jetzt einfach liegen“, habe ich gesagt. Was schlicht nicht ging. Immer wieder auf. Entscheidung der Hebamme: Ja, PDA. Damit ich ruhen kann. Einfach zu lange wach. Ihre Aussage sinngemäß: „Das sollte die starken Schmerzspitzen nehmen und es bleibt nur der Druck. Dann kannst du vielleicht so 1,5h ausruhen und dann kommt dein Baby mit den Presswehen.“ Einverstanden. Ich wollte nur, dass es aufhört. Angst hatte ich beim Legen der PDA zu wehen, denn man muss ja stillsitzen, aber es klappte. Keine Wehe in der Zeit. Und dann das Nachlassen. Kribblige Füße und ja, Schmerz, den ich immer noch deutlich vertonen musste, aber ich habe nicht mehr um mein Leben geschrien. Meine PDA war so dosiert, dass ich mit Hilfe noch hätte laufen können.
„Wenn die Schmerzen stärker werden, können wir nachspritzen, dann sagen Sie einfach Bescheid.“
Die Anästhesistin war noch nicht wieder weg, als ich wieder anfing zu brüllen.
„Wirkt das noch nicht?! Ist was schief gegangen?!“, habe ich gekeucht.
„Nein, das müsste jetzt wirken.“
Tanja kam zurück und auch ihre Kollegin Sventlana. Ein tolles Team: eine etwas mütterlicher resoluter (Svetlana), eine forsch, positiv und einfach mein Typ Mensch (Tanja).

Eine Wehe von mir abgewartet. Und dann:

„Bei der nächsten Wehe schiebst du jetzt mit.“

Ich hab gedacht ich höre nicht richtig. War nicht der Deal, dass ich eineinhalb Stunden Pause bekommen würde? Nun, es gab keinen Deal. Benny war wieder da, den sie für die PDA rausgeschickt hatten, er war wohl auch mittlerweile etwas weiß im Gesicht vom Zugucken und Zuhören… Also, 10min nach der PDA kamen die Presswehen, gegen 22:30 Uhr muss das gewesen sein. Und sie waren furchtbar und gleichzeitig aushaltbarer als die Wehen der Eröffnungsphase. Richtig reingeatmet ließ sich der Schmerz stark dämpfen. Habe ich einen Atemrhythmus verpasst, hat es mich dagegen zerrissen.

„Pavel kommt jetzt zum Kristellern!“

Die beiden Hebammen unter sich. Ich war entsetzt. Von derTechnik kannte ich ausnahmslos nur Horrorgeschichten. Der Arzt schiebt dabei mit seinem Gewicht das Kind vom Oberbauch aus nach unten, liegt also halb auf der Gebärenden. Wie sich herausstellen sollte, hatte ich absolut Glück mit meinem Gynäkologen. Es war fies, aber es war eine sehr große Hilfe. Er und die beiden Frauen haben sehr genau darauf geachtet, wann meine Wehen kamen, es wurde immer nur mit meinem Körper gearbeitet, nie gegen ihn. Nur ich hab mich selbst ab und zu verpasst. Naja, weniger Erfahrungen, nicht wahr? 😉

Schnipp

Davon habe ich nichts gemerkt. Nie, na nichts. Ich habe Merles Kopf gespürt, ich hatte Schmerzen im Becken, der Druck vom Kristellern war groß und und und und. Aber den Dammschnitt habe ich nicht gemerkt. Benedict hat mir gesagt, dass er das letzte war, was passierte und dann war Merle da. Ein nasses, vollständiges, laut brüllendes Kind, mit einer Nabelschnur, die aussah wie ein Korkenzieher.

Wahnsinn

Laut Benedict mein Wort des Tages. Hab ich wohl nach fast jede Wehe gesagt und dann mit anderer Betonung mit Merle auf dem Arm. Acht Minuten nach zwölf. Glaubt mir, ich habe alles gegeben, um sie an meinem Geburtstag zur Welt zu bringen, auch wenn ich das ja nicht wollte. Damit war ich über 40 Stunden wach. Über 32 Stunden Wehen. Aber ich habe gefragt: Der eigentliche Geburtsprozess wäre bei mir mit grob 7-8 Stunden veranschlagt worden, nämlich etwa ab dem Moment, in dem ich dann auch im Kreißsaal war. Erstgebärende brauchen in der Regel deutlich länger. Nun, es kam mir auch so schon lang vor. Tanja vermutlich auch. Sie hat für mich Überstunden gemacht. Eigentlich hätte sie um 22:00 in demn Feierabend gehen können. Sie ist geblieben, bis alles fertig war: Ich, das Baby und die Formalitäten.

Runterkommen und ankommen

Ich durfte meine Plazenta angucken (Riesenteil!), weder Benedict noch ich wollten die Nabelschnur durchtrennen, wir haben nur dieses Kind angeschaut, das da nun auf mir lag. Er mit Tränen in den Augen ich einfach nur fertig. Wahnsinn eben. Zwei Stunden Bonding mit Baby auf der Brust und dann auch schon angelegt (Himmel, hat die einen Zug drauf!). Wundversorgung mit Nähen und der Gynäkologe sagte nur: „Yoga war gut. Sie haben gut mitgeholfen.“ „Ehrlich?“ (Ich denke ja immer, dass da alle gelobt werden, weil das auch so sein soll, gehört zum Job). Doch, ehrlich. War ich ja dann schon etwas stolz. Benedict hat geweint vor Erleichterung und Rührung über unser Kind, ich… ganz ehrlich, meine Rührung kam erst Tage später. Ich war einfach nur erleichtert, dass der Schmerz und die Anstrenung vorbei war. Nix Herzchen in den Augen. Dafür viele Blutergüsse im Gesicht vom Pressen. Aber auch da sagte man mir später: „Oh also 2 Stunden Austreibungsphase mit Kristellern? Dafür sehen Sie aber wirklich gut aus!“ Da platzen wohl ganz gern Äderchen im Auge, sodass das Augenweiß rot wird. Ähnlich wie bei Würgemalen.

Fast zwei Wochen später

Ich schreibe mittlerweile sogar teils beim Stillen. Like a pro! 😀 Naaa, geht so. Wir sind zu Hause und lernen damit klarzukommen, wenn ein Baby 18x am Tag und öfter trinken will. Rekord bei derzeit 8h… aber das ist ein anderes Thema. Wir sind glücklich und müde. Und zwischendurch einfach nur fertig und müde. Also ziemlich normal.

Rückblickend: Was war gut?

Yoga und Sport generell. Wie der Gynäkologe zweimal wiederholte: Yoga war gut. Ich war dadurch in der Lage fast die gesamte Eröffnungsphase im abgestützten Sumosquat zu bewältigen, was eine wunderbare Position ist, da sie die Schwerkraft mitnimmt und das Becken im Hüftbereich schön öffnet. Außerdem kenne ich die Yoga-Atemtechniken seit Jahren und musste keine bis nur wenig Energie darauf verwenden, mich in den Wehen daran zu erinnern, wie ich jetzt noch mal atmen soll. Das war sehr viel wert, vor allem gegen Ende, als ich einfach auch mental dermaßen erschöpft war, dass ich nicht mehr geradeaus denken konnte als: „Ich will dass das aufhört.“ Schlussendlich in der Austreibungsphase konnte ich sehr weit grätschen und den Oberkörper sehr nah zu den Oberschenkeln bringen, was ebenfalls ein paar Millimieter an Öffnung für mich gebracht hat. Meine Bauchmuskulatur war stark genug, um ordentlich zu pressen.

Wie ich selbst in den Tagen nach der Geburt immer wieder gesagt habe und es noch sage: Ich war und bin dankbar für jeden Squat, jede Liegestütze und überhaupt jedes Workout und jeden Stretch, den ich in den letzten Jahren gemacht habe. Geburt ist ein Kraftakt. Und jetzt Bisschen an Kraft hat mich und Merle nach vorn gebracht (meine Schwangerschaftsworkoutroutine findet ihr hier).

Zeit zählen bzw. zählen lassen. Eine Uhr mit Sekundenzeiger im Blick ist auch hilfreich. Damit habe ich mich geistig nach vorn gebracht. Immer vor Augen: Gleich ist die Wehe vorbei. Keine Sekunde kommt zurück. Und weiter.

Affirmationen und Visualisierungen. Effektiver als ich dachte, aber wirklich gut.
„Merle und ich arbeiten zusammen.“
„Ich bin stark.“
„Ich nehme an und lasse los.“
Vor dem inneren Auge den Atmen „sehen“, wie er das Baby nach unten schiebt.
Sich die Wirbelsäule als Rutsche vorstellen (habe ich von einer Leserin als Tipp bekommen, danke dafür!).
Sie sich Vagina als sich öffnende Blüte/Iris vorstellen. Das Gewebe dort ist sehr dehnbar. Niemand muss sich vorstellen, wie eine Wassermelone durch einen Gartenschlauch gepresst wird, denn das ist nicht der Fall.
Sich öffnender Vorhang.
Ein offenes, freundliches Lächeln.
Unter den Presswehen habe ich mir vorgestellt, das ich tauche. Damit konnte ich länger pressen, weil ich dachte ich tauche so weit ich kann nur mit dem Joker, dass ich ja jederzeit Luft holen kann, wenn ich will.
Affirmationen und Visualisierungen sind individuell, das hier waren ein paar von meinen Bildern und Gedanken. Vielleicht ist da auch etwas für euch dabei.

Ein modernes Krankenhaus. Damit meine ich hier keine Hightechmedizin (wobei ich die auch gut finde, bei gegebenem Anlass). Ich meine, dass die Kreißsäle mit gedämpftem Licht gearbeitet haben, um das Baby nicht zu blenden. Dass wir zwei Stunden Bondingzeit hatten. Dass es keinen obligatorischen Dammschnitt gab (nervt beim Abheilen, finde ich also gut, wenn man das nicht zwingend kriegt). Dass es professionelle Stillberater gab vom BDL (Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen) bzw. IBCLC (International Board Certified Lactation Consultant). Und dass es ein Familienzimmer gab mit 24-Stunden-Rooming-in, will heißen, das Baby wird nicht von der Mutter getrennt. Ich war so unbeweglich in den ersten Tagen, vor allem durch den Dammschnitt, dass ich sonst für jedes Stillen nach einer Schwester hätte klingeln müssen, da ich Merle nicht allein anlegen konnte, so war Benedict da. Auch toll war, dass die Babys nicht nur ganz selbstverständlich immer bei den Eltern waren, sondern auch, dass es Beistellbettchen (Babybay) gab, sodass Merle bei mir am Bett schlafen konnte. Und NOCH besser war, dass es auch völlig okay war, das Baby mit im eigenen Bett schlafen zu lassen. Dafür waren extra hochziehbare Gitter am Bett angebracht. Merle hat ab Tag 2 nur noch so geschlafen. Stichwort Familienbett und so. Anderes Thema, aber ohne es recherchiert zu haben, das ergab sich einfach. War logisch für mich und für niemanden dort ein Problem. Ich dachte erst ich krieg Ärger, wenn die Schwestern sehen, dass ich Merle bei mir liegen habe. So von wegen: „Wenn Sie sich auf das Kind daufrollen…!“ aber nichts. Einfach nur: „Ach schauen Sie mal, wir können hier die Gitter hochziehen, dann ist es noch sicherer.“ Großartig.

Was war weniger gut?

Wie so gut wie immer: Das Krankenhausessen. Nun, das wussten wir vorher und haben uns vorbereitet. Für die Rushhour konnte ja niemand was, aber ja, das hat mich sehr gestresst. Wäre ich eine der Gebärenden in der Warteschleife gewesen, ich wäre durchgedreht.

Was war anders als erwartet?

Die Stillfrequenz auf jeden Fall und auch die Dauer. Liegt vermutlich daran, dass ich nur Flaschenkinder bisher erlebt habe, da ist das ja etwas anders. Ich bin also die erste Stillende, die ich live miterlebe.
Thema HypnoBirthing: Da hatte ich weniger Erwartungen als Hoffnungen hinein gesetzt. Aber unter dieser Zwischenüberschrift passt es am besten. Für die erste Eröffnungsphase war das Buch und die Techniken darin viel wert. Schmerzfrei… war es dann aber nicht, das habt ihr schon rausgelesen. Also nichts von wegen das Baby runteratmen. Ich habe am Ende so fest gepresst, wie ich konnte und mir nur einmal gedacht: „Und wenn da jetzt was reißt, ist mir das sowas von egal! Raus da! Je schneller, desto besser.“ HypnoBirthing war gut für mich im Kopf. Die Unterstützung der Hebammen mit Atemanweisungen und Anfeuerung am Ende war aber wichtiger für mich.
Das Kristellern stand so definitiv nicht auf meiner Geburtswunschliste. Aber es war weit weniger schrecklich als befürchtet.
Schamgefühl? Ist grad aus. Wir hatten über 30 Grad in den Folgetagen und unser Zimmer hatte Südseite und ließ sich schlecht lüften. Zusammen mit kaputten Nippeln und Dammschnittnaht bin ich da drei Tage fast nackt rumgelaufen, weil es einfach am erträglichsten war. Ich glaube, den einen Praktikanten hab ich ein bisschen verstört, aber es war mir egal. Und ich würde das wieder tun. Gibt schlimmeres zu sehen als meine Brüste oder meinen Hintern in Netzschlüppi. Benedict und ich sind auch immer noch zusammen. 😉
Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Schmerz so schnell „vergessen“ würde. Aber es ist wahr, was fast alle sagen: Das verblasst extrem schnell. Ich weiß kognitiv, dass es die absolute Hölle war und ich kann mein Schreien erinnern. Aber es ist kein Traumaschmerz. Ich kenne Traumaschmerz, für den ein kleiner Trigger reicht, um wieder ganz in der Situation zu sein. Geburtsschmerz ist für mich nicht so. Tatsächlich hatte ich erwartet, den Schmerz auch danach objektiv bewerten zu können. Nein. Das konnte ich nur ein paar Stunden lang.

Tausend Dank

Ich war und bin insgesamt absolut begeistert vom Team des Josefs-Hospitals. Von der Reinigungskraft bis zum Oberarzt waren alle freundlich, professionell und warmherzig. Dass ich mit der einen Hebamme nicht auf einer Wellenlänge war, passiert eben und wurde ja sehr souverän gelöst.

Die Stillberatung war Gold wert. Kann man nicht anders sagen. Eigentlich mag ich alle -hebammen, Schwestern und Stillberaterinnen einmal knuddeln.

Auf der Suche nach dem Alltag

Und so sind wir nun zu Hause. Ziemlich verstrahlt und langsam lüftet sich „die Käseglocke“, wie es meine Hebamme nennt. Will heißen die Euphorie ist abgebaut und ich hatte meine ersten Nächte, in denen ich gedacht habe: „Das ist jetzt nicht allen Ernstes mein Leben! Ich will nicht!“ Dann kommt ein neuer Morgen und Merle ist einfach zuckersüß. Wenn ich wieder richtig sitzen und laufen kann, feiere ich mich noch mal eine Runde.

Bis bald, alles Liebe,
Heike, Benedict und Merle Annabelle

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64 Kommentare

  1. Liebe Heike,
    Herzlichen Glückwunsch zur Ankunft Eurer Merle.
    Ich freu mich sehr mit Euch und wünsche Euch eine gute Kennenlernzeit und ein gutes Zusammenfinden (evtl. auch einen Rhythmus zusammen finden) für den neuen Alltag zu dritt. Die Fotos sind sehr berührend, Merle ist echt eine Süße. Und vielen Dank für Deinen ausführlichen, ehrlichen Geburtsbericht. Der geht mir ganz schön unter die Haut auf ganz vielfältige Weise. Ich nehme das so wahr, daß Du Dir auf der ganzen Geburtsreise treu geblieben bist. Den Bericht empfinde ich als sehr hilfreich für das, was da bei mir noch kommen mag (so wie vieles andere, was Du hier auf dem Blog geteilt hast, für mich hilfreich und inspirierend ist).
    Danke Dir.
    Alles Liebe Euch,
    Jessica

    1. Vielen lieben Dank! Ich gebe mir immer Mühe auch persönliche Erfahrungen möglichst so aufzubereiten, dass sie auch für andere von Nutzen sind und nicht nur ein Erzählen über mich sind. 🙂

  2. Von Herzen alles Liebe zur Geburt Eurer Merle! Sei stolz auf Dich! Das hast Du großartig gemeistert. Herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht.
    (Meine Große wurde damals auch so aus mir herausgedrückt und ich fand das damals sehr unfreundlich vom Gyn ;-), aber durch abfallende Herztöne vom Kind war es notwendig. )
    Lasst es Euch gut gehen und Du Dich verwöhnen, wo es nur geht!

    1. Schön fand ich das Kristellern auch nicht, aber da ich wusste, wozu es da ist und ich dem Arzt vertraut habe, nachdem er beim ersten Mal Mitschieben das echt gut gemacht hat, war es dann in ordnung für mich.
      Und Danke schön. 🙂

  3. Willkommen, kleine Merle Annabelle! Das habt ihr prima hingekriegt. 🙂 Alles Gute der kleinen Familie. Lasst es euch gut gehen und genießt die schöne Zeit.

  4. Liebe Heike,

    Alles Glück und Ruhe für euch als Familie! Genießt die Babyflitterwochen und schmust und schmust <3
    Wenn du das Gefühl hast, du stillst den ganzen Tag, ist das ganz normal. Clustern nennt sich das. Da hilft nur schmusen, stillen, schlafen uns Schoki 🙂
    Ich stille bei meinem Hasenkind von 5 Monaten nachts stündlich, aber dafür liegen wir auch bis 11 uhr manchmal im Bett…

    Viele lieve Grüße von Sandra und Yuna

    1. Danke schön!
      Oh ja, mit dem Clustern haben wir schon Bekanntschaft gemacht. Ganz schön heftig… Ich will nichts beschreien aber aktuell sieht es so aus, als würde es besser werden. 🙂

  5. Mensch, Heike, da hast Du/habt ihr ja was mitgemacht! Ganz herzlichen Glückwunsch! Für mich als Kinderlose lesen sich Geburtsberichte stellenweise ja wirklich wie der blanke Horror – umso toller, dass sich nicht alle vor diesem großen Wagnis abschrecken lassen! 😉 Sehr herzlich möchte ich mich auch für Deine Offenheit bedanken, es ist wirklich besonders, auch als „Unbekannte“ an solchen Erlebnissen teilhaben zu dürfen. Da ich auch Lehrerin bin, kann ich mich dann oftmals viel besser in die Belange von Familien hineinversetzen. Ehrlich gesagt hatte ich bei allen Andeutungen fast „befürchtet“, dass es doch ein Kaiserschnitt wurde… Aber nun ist „es“ vollbracht und ich hoffe, dass ihr euch alle gut an euer gemeinsames Leben gewöhnen und es liebgewinnen könnt.
    Sehr dankbar bin ich übrigens für alle Artikel zum Thema Wohnen, es hat mich in meinen Ferien sehr inspiriert, hier bei mir zuhause in einem weiteren Bereich für gepflegte Ordnung zu sorgen.
    Liebe Grüße,
    die Mitleserin

    1. Hey, das ist schön, dass der Wohnungsartikel inspirieren konnte! das freut mich! 😀 Und Danke für die Glückwünsche!
      Geburt ist definitiv eine Grenzerfhrung für mich gewesen. Horro nicht, trotz Geburtsverletzungen, da kenne ich ganz andere Geschichten und bin letztlich einfach froh und dankbar, dass ich durchgekommen bin ohne Not-OP und ohne Komplikationen, die Angst gemacht hätten.
      LG, Heike

  6. Liebe Heike,

    vielen Dank für den ehrlichen Bericht! Bei mir ist es ja schon ewig her, es ist bis auf die Eckdaten und wenige Bilder im Kopf ganz weg. An Schmerzen erinnere ich mich garnicht mehr, nur an Druck.

    Ich kann mich aber noch gut erinnern dass damals immer wenn ich die Augen zugemacht habe, in diesen verschwommenen Schlaf-Still-Schlaf Phasen die Geburt immer sofort vor meinen Augen war. Ich habe sie wieder und wieder durchgespielt, aber mit der Sicherheit des Betrachters von aussen und in der Gewissheit ,es ist vorbei‘. (was auch der erste Gedanke war als Baby heraussen war… es ist vorbei, es ist überstanden)

    Alles Liebe dir und danke auch speziell für den Satz ,ist das jetzt mein Leben‘

    Daniela

    1. Oh ja! „Ist das jetzt mein Leben?!“ Das Wochenbett stelölt sich für mich tatsächlich heftiger dar als die Geburt an sich. Eigentlich ja kaum vergleichbar, aber so heftig die Geburt war, da wusste ich vorher, dass es auch bedeutend schlimmer werden kann. Beim Wochenbett bin ich von einer wesentlich ruhigeren, entspannteren Rumkuschelsituation ausgegangen und nicht von diesem extremen Dauerfüttern mit Heilungsschmerzen und kaputten Brustwarzen. Da machen für mich die Erwartungen also den Unterschied. So langsam wird es auch hier besser und ich komme mehr in der Verliebtheit an, die ich mir erhofft hatte. 🙂 Ist ja schon ein Schnuckelchen. Aber hui, das geht irgendwie ganz schön in den Hintergrund, wenn man übermüdet ist…

  7. Ein wirklich authentischer Geburtsbericht. Danke für den sehr ausführlichen Einblick in deine Privatsphäre 🙂
    Und es hat sich ja als wahr erwiesen, dass eine fitte, sportliche Frau viel besser durch die Schwangerschaft und Geburt geht. Von deinem Bauch eine Woche später ganz zu schweigen. Ein Traum.
    Deine ganze Herangehensweise ist bewundernswert. So logisch und durchdacht.
    Du bist bestimmt für viele Frauen ein Vorbild. Für mich auf jedenfall. Wenn wir mal so weit sind, dass wir ein Baby planen, dann hoffe ich das ich möglichst fit in die Schwangerschaft gehe. Und mit Sicherheit werde ich dann deine Einträge darüber studieren. 🙂

    Ich wünsche alles Liebe zur Geburt von Merle Annabelle ♡sie ist wirklich unglaublich süß ♡

    Liebe Grüße
    Sandra

    1. Danke schön! „Vorbild“ klingt immer so groß. 😀 Ich mag gern ein Beispiel sein, auf Augenhöhe, das finde ich super. Wenn du das als Vorbild siehst, gut, dann… freue ich mich einfach über das Kompliment. 😀
      Wenn es dann bei dir so weit ist: ich werde hier noch was zum Wochenbett nachliefern, weil hui, so gut ich mich auf Schwangerschaft und Geburt vorbereitet habe, so wenig wusste ich über diese krasse Zeit, da hab ich irgendwie auch nie groß was zu gefunden. Ich als Planer muss sagen: Ich wäre wesentlich weniger fertig mit den Nerven gewesen, hätte ich vorher gewusst, wie krass das sein kann. Drum werde ich das noch mal aufgreifen. 🙂
      Alles Liebe, Heike

  8. Auch an dieser Stelle noch mal herzlichen Glückwunsch! Schön, dass alles gut gegangen ist.

    Die lange Zeit Wehen erinnert mich an die Geburt meines Kleinen. Ich hatte die ersten Wehen in der Nacht zu Sonntag. Schmerzhaft, aber aushaltbar wurden sie erst am folgenden Abend. An Schlaf war in der Nacht darauf trotzdem nicht zu denken. Noch einen Abend später waren sie stark genug für den Kreißsaal. Allerdings war jede jeweilige zu kurz, als dass sich zeitnah etwas am Muttermund hätte tun können. Erschöpft, übernächtigt, Lachgas nicht vertragen, gezittert, gekrampft, gekotzt. PDA, eine Stunde dösen in den Wehenpausen. Immer noch mehrere Stunden Eröffnungsphase, auf dem Rückweg vom Klo zusammengeklappt. Dann endlich Muttermund voll geöffnet. Hab das Pressen als sehr befreiend empfunden. Hatte endlich das Gefühl, zu wissen, was zu tun ist. Möglichst lange drücken zu können, spielte bei mir keine Rolle, dafür waren bis zum Schluss die Wehen zu kurz. Dienstag, 13 Uhr, war der Kleine dann da.

    1. Wow, auch ein ganz schön heftiger Weg für dich. Es bleibt eine echte Grenzerfahrung eine „Urgewalt“ wie es meine Hebamme finde ich sehr treffend genannt hat. Irre, was da mit dem Körper passiert. Da denke ich auch immer dran, wenn mir grad die Heilung nicht schnell genug geht. Weil es eben weh tut und nervt. Aber eigentlich: nch dem, was da geleistet wurde kein Wunder.
      LG, Heike

  9. Wow, what a ride!
    Herzlichen Glückwunsch, du hast Großartiges geleistet!

    Vielen Dank für diesen ehrlichen Bericht.

    Ich denke nicht dass dir irgendjemand vorwirft, dass du bei der Ankunft im Krankenhaus etwas bitchy warst. Mildernde Umstände 😉

    Gibt es eine Theorie, was die Kopfschmerzen und das Erbrechen ausgelöst hat? Nochmal eine Hormonumstellung wenn der Körper sich auf die Geburt vorbereitet?

    Magst du vielleicht etwas zu der Atemtechnik sagen? Ich kann mir unter „Wehen veratmen“ gar nichts vorstellen.

    Ich wünsche euch alles Gute und bin gespannt wie es mit euch weitergeht.

    1. Ich habe zumindest keine Theorie, die ich irgendwie nachweisen könnte. Angeblich eine Art Großreinemachen noch mal vorher. Alles raus, was keine Miete zahlt. Macht aber keinen Sinne so zwei Tage vorher.
      Hab einfach nur sehr oft in Foren gelesen, dass das viele Mütter auch erlebt haben plus meine Schwester hatte dasselbe Phänomen bei ihrer Tochter.

      Veratmen heißt generell sich auf den Atmen zu konzentrieren und darauf zu achten nicht die Luft anzuhalten oder zu hyperventileiren. Also kontrolliertes Ein- und Ausatmen. Visualisiert wird das der Atem bis runter in die Gebärmutter geht und man beim Ausatmen locker lässt, sich öffnet. Vertonen hilft da bei starken Schmerzen, weil man brüllend oder singend ja auf jeden Fall ausatmet.

  10. Herzlichen Glückwunsch! Süße Maus 😀

    Toller Bericht! FInde immer wieder spannend, sowas zu lesen. Und wenn man sowas schon einmal hinter sich gebracht hat, denkt man dann ja doch immer wieder darüber nach, wie es noch bei einem selber war…

    Aber krass, dass die Wehen so lange gingen :-O Mir wurde immer gesagt, wenn man in der Schwangerschaft Sport gemacht hat, geht alles viel schneller. Ob das nun Zufall ist oder nicht? Weiß man ja dann doch irgendwie nicht.
    Bei mir war es von Blasensprung bis zur ersten Wehe 4-5 Stunden und ab erster Wehe bis Geburt nochmal 4-5 Stunden. Ich hab dann aber auch relativ schnell nach Schmerzmittel geschrien. Die Spritze war super.

    Ich weiß nicht, ob das evtl. was ist, aber frag doch im Krankenhaus mal nach dem Geburtsbericht. Ich hab ihn mir aus Interesse angefordert und fand ihn sehr interessant. Einiges war mir dann aufgrund der Spritze doch entfallen bzw. es ging alles so schnell, da war das dann doch echt spannend zu lesen.

    Habe meine kleine auch schon im Krankenhaus immer bei mir im Bett gehabt. Sie hat dann auch bis sie 2 Monate war, bei mir im Bett geschlafen. Da war das Babybay lediglich meine Ablage 😀 Jetzt mit bald 7 Monaten liegt sie immer noch im Babybay aber irgendwann nachts bleibt sie dann wieder bei mir im Bett und kuschelt (bzw. ich schlafe beim Stillen ein haha). Voll schön <3

    PS: Was war eigentlich jetzt letztendlich die Gebrurtsfrisur? Und hast Du Dich noch umgezogen oder war da der Punkt "scheiß-egal" schon erreicht?

    1. Den Geburtsbericht wollte ich auf jeden Fall auch mal anfordern. Aber hat Zeit.
      Geburtsfrisur war letztlich meine Schlaffrisur: also Topknot mit Krebsklammern. Hat faaaast bis zum Ende gehalten. Die Hebamme hat mir bei den Presswehen den Dutt dann einmal weiter hinten wieder angeklammert weil ich den schon auf den Augen hängen hatte.
      Ich hatte ja sehr lange nicht-muttermundwirksame Wehen, die zählen in der Rechnung von Hebamme und Gyn nicht mit rein, auch wenn sie mich natürlich ermüdet haben. Mit nur muttermundwirksamen Wehen war ich unter 12 Stunden dabei. eher so 7-8 und das ist vergleichsweise zügig für eine Erstgebärende. Mir wurde gesagt, ich hätte mich sehr gut geschlagen und gut mitgearbeitet. Es gab ja keinen Stillstand oder so.
      umgezogen habe ich mich ganz am Anfang als die Abstände noch bei 5-6 Minuten waren. Es war ja brüllheiß, da hatte ich nur mein Hemdchen an.

  11. Hallo Heike,

    erstmal: herzlichen Glückwunsch zur Geburt von Merle. Zuckersüß, die kleine Maus.

    Danke für deinen sehr ehrlichen und intimen Geburtsbericht. Ich werde in Zukunft jeden Tag Squats machen!!! Ich glaube nicht, dass es obligatorisch ist, dass der Arzt nach der Geburt ein Lob für die Mitarbeit ausspricht. Ich denke das war eine sehr ehrliche Aussage von ihm und ich denke darauf kannst du sehr stolz sein.

    Wie hat Benedict die Geburt erlebt? Ich fände es ja sehr spannend die Story“ aus seiner Sichtweise nochmal zu lesen. Seinen „Papa-Post“ fand ich schon sehr grandios. Meinst du er wäre vllt bereit (natürlich in Absprache mit dir) seine Sichtweise in einem Beitrag zu verfassen?

    Liebe Grüße,
    Maren

    1. Danke schön! Ach das freut mich total, dass Benedicts Artikel so gut ankam und hier nach mehr davon gefragt wird (nämlich nicht nur von dir 🙂 ). Er hat das tatsächlich aber auch schon von sich aus vorgeschlagen. Also sage ich mal, ja, da wird noch was kommen. 🙂

  12. Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen Geburt und zum gesunden Kind!
    Dein Bericht war sehr interessant zu lesen und motiviert mich, mehr Yoga zu machen, damit ich für die Zukunft gewappnet bin. ^^‘ Aber auch wenn das alles überaus spannend ist, frage ich mich manchmal, ob es nicht komisch ist, das Internet in einem solchen Ausmaße am Privatleben teilhaben zu lassen? Vielleicht wird Merle nicht wollen und es euch später vorwerfen, daß ihre Geburt quasi online vermeldet wurde? Oder macht ihr euch keine solche Gedanken?

    1. Doch natürlich haben wir die Frage nach dem Grad der Öffentlichkeit hier diskutiert. 🙂 Vor allem Benedict und ich zusammen, weil ich das, was unsere Tochter betrifft, nicht allein entscheide. Da hat jeder von uns ein Vetorecht.
      Geburtsbereicht war für uns beide in Ordnung, da es vor allem mich betrifft. Über Merle habe ich hier ja auch wenig geschrieben, außer, dass sie gesund ist.
      Ich habe aber grd auf Instagram etwas dieses Problem mit dem Wie viel will ich teilen, weil ich es gut und wichtig finde, dass authentische Berichte zu finden sind, ABER muss ich das sein, die diese Authentizität liefert und eben auch: Was wird Merle davon halten? Aktuell müsen wir uns da noch ein bisschen finden.

      1. Huhu! 🙂 Ich hab noch gar nicht gratuliert, das möchte ich gern hiermit hochoffiziell nachholen! =) Ein sehr süßes Kind ist sie! 😀

        Der Grad der Öffentlichkeit ist wirklich ein sehr heikler, und ich bin mir sicher, dass es absolut nicht zu deinem Persönlichkeitstyp passt, unüberlegt solche Dinge zu teilen 😉 Mir persönlich wären eigentlich nicht mal in erster Linie deine Inhalte zu „persönlich“, um sie zu teilen – was mich vom Bloggen allerdings sehr abhält, ist die deutsche Gesetzgebung mit ihrer Impressumspflicht… 🙁 Und das wäre mir in der Tat zu heikel. Mir wäre auch nicht wohl dabei, wenn ich wüsste, dass mein Kind (oder auch ich) mit vollem Klarnamen und Adresse im Internet zu finden wäre… Und da käme man ja nur drumherum, wenn entweder eine Firmenadresse im Impressum angegeben wäre oder man es eben darauf ankommen ließe, gegen diese Pflicht zu verstoßen, indem man es weglässt bzw. fiktive Angaben macht… Ich weiß, du hast bereits die Adresse so bearbeitet, dass sie nicht so leicht googlebar ist 🙂 Mir wäre dennoch irgendwie mulmig dabei, wenn sich mir unbekannte Menschen ohne mein Wissen oder meine Kontrolle so leicht so wahnsinnig viele Informationen über mich, meine Kinder und unseren Alltag zusammensuchen könnten.

        Nichts für ungut, ich finde das völlig in Ordnung, wenn andere Menschen diesen Grad an Öffentlichkeit aushalten können, wäre nur einfach nicht mein Fall 😉

        Beste Grüße!
        Julia

        1. Nachtrag: Ich halte übrigens auch genau diese Impressumspflicht für einen sehr wesentlichen Faktor, warum die deutschsprachige Blog-Landschaft so mau aussieht im Gegensatz zur US-amerikanischen, australischen etc. – wenn man sich da die Diskussionen in Bezug auf Privatsphäre wahren vs. authentischen Bloginhalt produzieren anschaut, ist es doch sehr auffällig, dass viele beispielsweise nicht ihr Haus in der Straßenansicht von außen zeigen wollen, sondern nur die Stadt oder Gegend posten, in der sie leben, wenn sie ihre Wohnräume präsentieren. Wenn die nun gezwungen wären, ihre Adresse öffentlich auf ihrer Seite zu hinterlegen… Ich glaube kaum, dass noch viele dann eine Hometour, Grundrisse und ähnliches veröffentlichen wollen würden…

          Aber gut, das bleibt Spekulation 🙂

        2. Kann ich verstehen. Das Impressum habe ich ja schon seit Jahren. Da habe ich seinerzeit auch viel drüber nachgedacht. Optimal ist das so auf keinen Fall, aber nun denn. Da findet sich in Zukunft eine Lösung für. Ist mit auf meiner Liste. 🙂

  13. Vielen Dank das du deinen Bericht geteilt hast! Und gut es überstanden zu haben, ne 😉?!
    Da warst du ja auch mit einigen Stunden dabei und wenn es über die Nacht/Nächte geht wird es richtig fies (ich hatte dir ja schon bei einem vorigen Artikel von meiner Geburtserfahrung geschrieben) von daher volles Verständnis für jeden Wunsch nach Pda😅..Aufs Kristellern konnte bei mir verzichtetet werden (bzw die Hebamme war sicher ich hab genug Kraft es so zu schaffen und hatte ich auch) das stelle ich mir auch krass vor! Interessant das bei dir geschnitten wurde, bei meinem kh wurde gesagt die lassen lieber reißen weil es besser heilt- so verschieden ist das überall.
    Wenn ich so zurück denke bin ich auch immer noch überwältigt von dem Erlebnis und war froh das es um war. Lustig das dein mann auch nicht abnabeln wollte- meiner wollte auch nicht. Ich hab dann selbst durchgeschnitten, 40 Wochen verbunden und dann selbst getrennt, da erinner ich mich noch total gut dran 😆. Würde dein Benedict eventuell auch was über die Geburt aus seiner Sicht schreiben wollen? Ich hab das Gefühl für meinen Mann war die Erfahrung fast noch krasser als für mich und Männer tauschen sich über sowas immer so wenig aus hab ich das Gefühl..

    1. Ich glaube, bei mir wurde aus etwas anderen Überlegungen heraus geschnitten: Babyrushhour. 5 Gebärende und 3 Kreißsäle, das alles mitten in der Nacht. Nach 2 Stunden Presswehen wollte man mich glaube ich vom Platz kriegen bzw. wurden die Hebammen auch bei anderen Frauen gebraucht. Ich kann das verstehen. Allgemein ja, gilt für das Josefs-Hospital auch: die machen keine obligatorischen Dammschnitte sondern lassen reißen für die bessere Heilung. Kann auch sein, dass nach eben 2 Stunden, was auch allgemein wohl als Maximum für die Austreibungsphase gilt, sie beschlossen haben, dass sie es jetzt beenden. Ich war wohl teilweise schon violett im Gesicht, sagt Benedict, also so beim Pressen. Ich hatte also nicht den Eindruck, dass man da aus Bequemlichkeit gemacht hat, bin da also niemandem böse. Auch wenn diese garstige Naht aktuell das ist, was ich echt am meisten verfluche.
      Und benedict hat von sich aus auch schon vorgeschlagen noch so einen Artikel zuv erfassen. Du bist auch nicht die erste, die danch fragt. Von daher: ja, es wird noch einen Papa-Artikel geben.

  14. Hallo. Erstmal auch von mir vielen Dank, dass du diese ganz persönlichen und privaten Erfahrungen mit uns teilst. Ich hatte sehr darauf gehofft, obwohl ich sagen muss, ich bin auch ein bisschen entsetzt ;-). Du hast sehr ehrlich berichtete wie es wirklich war und nicht viel beschönigt (so mein Eindruck). Ich muss aber sagen, ich hätte gedacht, dass es sich bei dir weniger schlimm anhört. Einfach aufgrund deiner guten körperlichen Verfassung und Vorarbeit. Ein bisschen denke ich mir schon, wie soll ich das überleben ohne eine so gute sportliche Vorarbeit/körperliche Verfassung und Erfahrungen mit Atmung/ Entspannungstechniken und deiner mentalen Stärke? Denn die Vorstellung so viele Stunden wach zu sein und dann sich so anstrengen zu müssen ist schon krass… ich habe wirklich immer gedacht, dass es eher selten vorkommt, dass Frauen über 24 Stunden in den Wehen lieben, aber ich glaube das war ein Trugschluss ;-). Wahrscheinlich auch, da es bei meiner eigenen Mutter immer ziemlich flott ging. Meine Mutter war bei mir ernsthaft (ich war aber auch das zweite Kind) morgens noch beim Arzt und der sagte alles in Ordnung und das dauert noch (ich kam 3 Wochen zu früh) und ich war mittags um halb 2 da!!! Ich wäre fast im Auto geboren, weil alles plötzlich so schnell ging!

    Ich finde es wirklich toll so ehrliche Berichte zu lesen, da es einen dann einfach besser drauf vorbereitet, was einen erwartet. Ich muss auch sagen, ich wusste nicht, dass man so häufig und lange stillt. Also vielen Dank für die Aufklärung. Das alles schreckt mich aber trotzdem nicht von meinem eigenen Kinderwunsch ab, es hilft nur es ein bisschen weniger verklärt zu betrachten ;-). Und wenn man sich deine Merle so ansieht will man doch auch sowas Zuckersüßes!

    Einen Bericht von Benedict fände ich übrigens auch echt der Hammer, da es von Vätern glaube ich sehr wenige Berichte gibt und das den Männern bestimmt helfen würde!

    Weiter alles Gute für deine Familie!

    1. Vergleich dich nicht mit mir. Wir sind alle so, so unterschiedlich. Ich für mich bin sehr zufrieden damit wie die Geburt gekaufen ist. Ich bin zwar fit in die Schwangerschaft und Geburt gegangen, aber ich war auch gut 2 Jahrzehnte meine Kebens einfach nur sehr sehr fragil (siehe Artikel Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kind – Oder warum gerade jetzt). Es hat sehr lange gedauert, bis ich mir ein Kind körperlich überhaupt zugetraut habe. In dem Kontext ist hier alles wirklich sehr gut gelaufen. Und es ist ja auch ein bisschen so wie bei den Haaren: Manche tun gar nichts dafür und haben trotzdem eine unverwüstliche Traummähne. Andere müssen ganz vorsichtig sein viel pflegen und sich optimal ernähren und kommen da trotzdem nicht dran, nur eben näher an das eigene Optimum. In meiner Familie dauern Geburten immer ewig lang, auch vor dem Hintergrund lief das gut. da hast du ja, wie du schreibst schon eine ganz andere Ausgangssituation. 🙂
      Ach und ja, das mit dem weniger verklärt auf die Situation schauen, das finde ich echt hilfreich. Für mich hätte das jetzt geradeden Anfang des Wochenebetts sehr entspannt, wenn ich vorher geuwsst hätte, was da kommen kann. Wusste ich aber nicht.
      Und ja, ein weiterer Papa-Artikel kommt. Ich freue mich so, dass der so gut ankam und Benedict natürlich auch. Er hat ihn schon angefangen. 🙂
      Liebe Grüße, Heike

  15. Ich bin eigentlich gar nicht so babyaffin und werde gerade so schon überfachtet mit Baby- und Schwangerschaftsthemen, weil um mich herum alle Nachwuchs bekommen, aber der Artikel war wirklich spannend zu lesen.

    Zum einen weil du eine Art zu schreiben hast, die sogar dann unterhaltsam ist, wenn einen das Thema weniger interessiert und zum anderen weil das für mich der erste Bericht zur Geburt ist, der so detailliert und vor allem so ehrlich ist. Die Geburt an sich ist ja sonst der einzige Teil, der einem nicht bis ins Detail erzählt wird. Die meisten sagen nur sowas wie ja hat alles gepasst, war erträglich. Oder war anstrengend, aber erträglich.

    Deshalb fand ich es als Außenstehende, die nie Kinder haben wird mal ganz interessant zu lesen wie sowas überhaupt abläuft oder ablaufen kann mit allen schönen und weniger schönen Details und dass es eben meist nicht nur ein ausschließlich schönes Erlebnis ist, auch wenn die Natur das mit den Endorphinen danach schon ganz geschickt eingerichtet hat.

    Last but not least…herzlichen Glückwunsch zum Baby und zur kleinen Familie! Eigentlich sollte man fast eher so etwas sagen wie reife Leistung, denn es ist schon eine Leistung so einen kleinen Menschen zu machen und dann zur Welt zu bringen.

    1. Aber Hallo, das denke ich mir auch immer wieder, wenn ich merle angucke. Da liegt ein kompletter kleiner Mensch vor mir und den soll mein Körper mit gebaut haben? Irre. Und sie ist jetzt ja noch leichter ls viele Babys bei Gebutr und ich kann mir nicht vorstellen wie ich diesen kleinen Brocken da raus gepresst haben soll. Brrrr….
      Und danke dir! Ach, die Schreiberei ist einfach so schön, ich fühle mich an den Tasten so zu Hause. Lässt ja schon tief blicken, dass ich trotz echt garstigem Wochenbett hier schon zwei Artikel rausgehauen habe und permanent auf Insta rumticker. 🙂

  16. Alles Gute zur Geburt!
    Da ich wirklich nichts über das Thema weiß, bin ich erstaunt, was es alles für Kleinigkeiten und Komplikationen gibt. Für mich klingt alles furchtbar anstrengend und schmerzhaft… Genießt die Zeit mit eurer Kleinen!

    1. Oh, das war bei mir noch relativ moderat. Also was die Kleinigkeiten und Komplikationen angeht. Ich denke, deshalb bewerte ich die Geburt auch als weniger schrecklich, als viele, die das hier lesen. Ich kenne hauptsächlich Geburtsberichte mit eher heftigen Komplikationen mit dauerhaften Schäden an der Mutter… leider. Erschreckend eigentlich.

  17. Liebe kleine Familie!

    Die herzlichsten Glückwünsche zur süßen kleinen Merle! Ein schöner Bericht, Heike. Und ehrlich.

    Es kommt immer anders als man denkt und letztlich wächst man daran. Ich wünsche Dir eine gute Heilzeit und Kraft für alles kommende. Deine schönen Bilder machen mir jedenfalls Lust auf Kind Nr.3 ;).
    Alles Liebe
    Linda

    1. Heilzeit trifft es wirklich. 😀 Kuchelzeit sagen ja auch viele. Ich empfinde es tatsächlich aber mehr als Reha. Ich glaube das große Knuddeln, das kommt für mich dann, wenn das Knuddeln auch etwas freiwilliger geworden ist und nicht mehr durch Dauerfüttern und „Leg mich bloß nicht ab“ ein Dauerzustand ist. 😉

  18. Ein toller Bericht. Man merkt, dass du gut bei dir bist und die Situation reflektierst. Das ist genauso wichtig, wie ein trainierter Körper. Und wird dir im Alltag mit einem Kind sicher noch weiterhelfen, wenn es stressig wird.
    Es freut mich, dass dir die „Wiebelsäulenrutsche“ tatsächlich weitergeholfen hat. Visualisierungen sind vielleicht ein bisschen wie Eselsbrücken: Ein bisschen komisch müssen sie sein, dann helfen sie besser. 😄
    Sonst würde mich bei Gelegenheit natürlich auch die Geburtsfrisur interessieren. Aber genießt euch erstmal ausgiebig, ich glaube das macht ihr ja schon.

    1. Danke! Ja, die Wirbelsäulenrutsche war gut. 🙂
      Als Frisur hatte ich einen TopKnot mit Krebsklammern und das hat fast, aber nur fast bis zum Ende gehalten. Einmal musste mir die Hebamme den Dutt weiter hinten wieder festklammern, weil ich die Haare schon über den Augen hängen hatte.

  19. Obwohl ich am Wochenende (in der Pampa) nur ganz schlechtes mobiles Netz hatte, musste ich deinen Geburtsbericht sofort lesen. Ich find solche Berichte (fand ich auch schon vor meiner Schwangerschaft) immer total spannend und interessant und finde es auch toll, wie offen du da bist! Ich finde es auch super, wie du deine Erfahrung im Verhältnis zu all dem (Stichwort Hypnobirthing), was du bisher gebloggt hast, reflektierst und bewertest. Es klingt zwar ziemlich abgedroschen und ich hab bevor ich selber eine Geburt erlebt habe auch immer die Augen gerollt, wenn ich das zu hören bekam, aber inzwischen bin ich davon überzeugt: Man kann eine Geburt erst einschätzen, wenn man selbst einmal eine erlebt hat. Und selbst dann ist ja jede Geburt nochmal super individuell!
    Vieles erinnert mich an J’s Geburt. Wir waren auch nach einer Nacht Wehen im Krankenhaus und wurden (sogar mit noch komplett geschlossenem Muttermund) wieder nach Hause geschickt (was mich tierisch genervt hat, sich aber als Segen entpuppt hat, weil ich mit der Hebamme morgens sicher innerhalb von Minuten aneinander geraten wäre). Dafür hatte ich zuhause nochmal Zeit ein Bisschen zu schlafen und zu essen und Kraft zu tanken. Als die Wehen endlich muttermundswirksam waren, ging es dann ziemlich schnell, so dass die Hebamme (das war abends dann eine super nette, mit der ich total gut klar kam), als ich irgendwann nicht mehr konnte und eine PDA wollte, meinte, dass ich schon so weit wäre, dass sich eine PDA gar nicht mehr lohnt (die wirkt ja erst nach einer Weile), so dass ich ohne PDA durchgekommen bin. Ich hab aber zweitweise bei jeder Wehe gedacht „Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, holt mich hier raus!“. Krass liest sich das mit dem Kristellern. Hat man dir erklärt warum das nötig war? Hast du wegen der PDA nicht mehr alleine gut genug pressen können? (Musst aber auch nicht antworten, wenn das zu persönlich ist) Mein Mann ist auch so auf die Welt „gedrückt“ worden, aber ich finde es spannend, dass du das nicht so negativ bewertest wie ich da immer von gehört habe.
    Jemand schrieb es schon in einem Kommentar über mir. Man kann sich wohl vom Krankenhaus den Geburtsbericht anfordern und mit etwas Abstand nochmal durchlesen. Das wollte ich (auch im Hinblick auf eine evtl. zweite Geburt) gern auch noch machen, weil ich sowas wie gesagt echt spannend finde.
    Ich weiß, dass ist eine sehr persönliche Sache und auch hier wieder musst du mir nicht antworten, wenn du nicht willst. Es liest sich so, als ob du dir kein weiteres Kind vorstellen kannst. War das von vorn herein der Plan oder die Folge der Geburtserfahrung? Ich frag nämlich, weil ich in den Wochen nach der Geburt auch erstmal davon überzeugt war, sowas nie nie wieder durch machen zu wollen, aber inzwischen kann ich mir ein weiteres Kind (aber auch nur eins) ganz gut vorstellen. Vor allem, da sowohl mein Mann als auch ich von Anfang an kein Einzelkind haben wollten. Aber ich kann auch voll verstehen, wenn ihr euch dafür entscheidet, es bei einem Kind zu belassen 🙂 (und das mein ich jetzt hier völlig wertfrei).
    Ich wünsche euch auf jeden Fall auf diesem Weg nochmal alles alles Gute. In dem Wissen, was es bedeutet und gleichzeitig in dem Wissen, dass keine zwei Geburten gleich sind: Das hast du, das habt ihr toll gemacht! Glückwunsch! Und erholt euch alle 3 gut davon. Genießt die erste Zeit. Auch wenn sie aus meiner Perspektive die schwerste ist (so die ersten 3 Monate waren echt eine Grenzerfahrung), ist es doch eine so kurze und intensive Zeit, die nie wiederkommt!
    Alles Liebe, Annie

    1. Aaalso. 🙂 Erst mal Danke schön. 😀 Geburtsbericht mag ich auch irgendwann mal anfordern, wenn ich hier etwas Luft habe. Mich interessieren medizinische Themen ja sowieso immer.
      Die PDA war bei mir auch grenzwertig, die Aussage habe ich auch bekommen, dass es nun vermutlich auch ohne gehen würde, aber die vielen Stunden wach haben da den Ausschlag gegeben, ich war einfach erschöpft. Ich habe aber eine „Walking PDA“ bekommen, darum hatte ich vorher auch gebeten. Ich war also nicht taub in den Beinen, es war nur kribbelig und etwas dumpfer. Als die PDA frisch war konnte ich tatsächlich nicht so fest pressen, wie später als sie schon abgeflaut war, aber generell ging es noch gut.
      Das Kristellern kam dazu denke ich weil ich ja fast 2h Austreibungsphase hatte, also relativ lang und ichv ermute, weil zu der Zeit so viele Gebärende da waren und Arzt und Hebammen da denke ich etwas im Sinne aller entscheiden mussten, und es bei mir beschleunigen wollten, um auch wieder die andern Frauen betreuen zu können.

      Ich finde Geschwisterkinder toll, ich wollte ich immer gern ähnlich alte Geschwister, aber hatte keine. Was für mich gegen Geschwister spricht ist un ser genereller Lebensentwurf im Moment. Das ist eher rational entschieden. Dazu eben diese krssen Schmerzen und das Wochenbett. Von daher ja, aktuell sind wir beide ziemlich fest der Meinung, dass wir kein weiteres Kind wollen. Ob sich das noch mal ändert? Weiß ich nicht. Im Moment wie gesagt denke ich, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir bei der Meinung bleiben.

      Alles Liebe, Heike, die jetzt wieder stillen muss. 🙂

      1. Danke für die liebe Antwort! Hab grad deine anderen Antworten hier gelesen und finde mich da auch total wieder. Für mich war Wochenbett (und bei mir war es seeeehr moderat, da kaum Geburtsverletzungen und verhältnismäßig gut schlafendes Kind) auch im Nachhinein mehr Grenzerfahrung als Schwangerschaft und Geburt. Vor allem die Tatsache, dass die Geburt endlich ist, das Baby aber gefühlt unendlich lang zu 100% auf einen angewiesen ist und man sich (zumindest in der ersten Zeit) komplett aufgibt, dazu noch das Hormonchaos… Das mit dem Kuscheln und der Verliebtheit in das eigene Baby kam bei mir auch erst Wochen wenn nicht sogar Monate nach der Geburt. Dafür ist es jetzt umso schöner 🙂 und das eigene Leben erkämpft man sich auch Schritt für Schritt zurück. Ich wünsch dir auf jeden Fall, dass es jetzt immer weiter besser wird, je nach Wachstumsphase war es bei uns auch immer mal wieder wieder sehr viel anstrengender… Aber jedes Kind ist ja anders 🙂
        Spannend, wie das eigene Erleben auch die eigene Lebensplanung beeinflusst. Mein Mann und ich hatten beide Geschwister und können uns aufgrund des eigenen Erlebens kein Einzelkind vorstellen. Wäre interessant herauszufinden, ob es da einen Zusammenhang gibt, dass Einzelkinder eher Einzelkinder kriegen? Ich werde auf jeden Fall hier gespannt alles weiter mit verfolgen, Lebenspläne können sich ja auch immer wieder ändern (und das soll jetzt nicht so klingen, wie viele sagen von wegen „spätestens dann und dann wirst du deine Meinung geändert haben und ein zweites Kind wollen“, denn solche Aussagen find ich einfach falsch und übergriffig!)
        Ich wünsch dir auf jeden Fall noch eine gute Heilungszeit und dass ihr euch immer besser findet. Auf den Wochenbett-Artikel bin ich schon sehr gespannt. Denn darüber gibt es meiner Meinung nach wirklich noch viel zu wenig Informationen (wahrscheinlich weil im Zuge von Stilldemenz und Hormonumstellung auch schnell wieder vergessen wird, wie grenzwertig das tatsächlich war bzw. man im Rückblick schnell romantisiert – das kann ich bei uns jetzt schon beobachten 😀 )
        LG, Annie

        1. Ich kann mir schon vorstellen, das die eigene Familienhistorie da Einfluss drauf hat, ob man auch mehrere Kidner möchte oder nicht. Wobei das dafür sprechen würde, dass wir noch ein Kind wollen, ich habe mir wirklich immer (auch jetzt noch) gewünscht Gewschister im ähnlichen Alter zu haben. Ich finde das ganz großartig und beneide andere da oft drum. Benedict hat ja eine Schwester nur 2 Jahre älter und si stehen einander sehr nahe. Dennoch sagen wir beide (im Moemnt, aber der Moment fühlt sich recht definitiv an, man wird sehen, was daeraus wird ) dass wir uns kein weiteres Kind vorstellen können.
          LG

  20. Ganz herzliche Glückwünsche zur Geburt eurer kleinen Merle!

    Das ist eine Premiere für mich…habe noch nie etwas kommentiert. Dein Bericht hat mich sehr berührt und an einen sonnigen Tag im November zurückkatapultiert…und nun ist meine Kleine fast 2 Jahre alt. Du wirst dich später wahnsinnig über deinen Bericht freuen, denn es ist doch leider wahr: man vergisst so schnell und sie werden so schnell groß.
    Ich habe mich gerade wieder daran erinnert, dass bei mir auch kristellert wurde und ich bis heute nicht weiß warum. Wahrgenommen habe ich das allerdings überhaupt nicht…irgendwann hatte ich die Augen nur noch geschlossen und habe gar nicht mitbekommen, wie die Habamme zuerst meinen Mann bat, mal zu schieben und wenig später der Gynäkologe auf meinem Bauch hing. Das hat mein Mann mir erst später erzählt und ich kann mir jetzt auch nicht mehr vorstellen, dass man davon einfach gar nichts merken kann und irgendwie fühlte ich mich hinterher übergangen. Vielleicht frage ich auch mal nach dem Geburtsbericht..Ansonsten war die Geburt recht schnell und ohne Komplikationen.

    Ein ganz großes Lob auch noch für deinen Blog insgesamt! Ich habe ihn vor kurzem entdeckt und er unterhält mich momentan während der Bahnfahrten ins Büro. Deine Themen, Gedanken, deinen Stil und deine Disziplin finde ich einfach klasse!

    1. Hey das freut mich, dass der Artikel hier für dich Grund war, auch mal zu kommentieren. 🙂 Ich freue mich ja grundsätzlich über alle Kommentare hier, ich finde, das macht meinen Blog sehr aus, dass hier so schön diskutiert wird. Da waren schon oft so gute Anregungen dabei, an die ich selbst nicht gedacht habe, und die haselnussblond einfach immer besser machen.
      Mir haben das auch ganz viele gesagt, dass man sehr schnell sehr viel vergisst und ich deshlab mit dem Geburtsbericht – sei er nun auf dem Blog oder nu für mich – nicht zu lange warten solle. Und es stimmt wirklich. Es verblasst schon sehr viel. Und ich denke… das ist auch gut so. Das ist nichts, worüber ich den ganzen Tag nachdenken mag. 🙂
      Viel Spaß also weiterhin hier, gibt ja viel zu lesen nach so vielen Jahren, auch wenn man natürlich schon merkt, wie unterschiedlich die Artikel über die Jahre sind. Was ja gut so ist. Wäre ja schade, wenn ich mich nicht weiterentwickeln würde.
      Liebe Grüße, Heike

      1. Dein Artikel hat mich nun tatsächlich angestupst und ich habe meinen eigenen Geburtsbericht geschrieben. Zwei Jahre danach ist besser als nie. Es sind doch noch viele Bilder und auch Sätze, die gesprochen wurden, ganz stark vorhanden. Ich bin mal gespannt, was mein Mann sagt…wahrscheinlich hat er es anders in Erinnerung.

        Respekt, du beantwortest alles aus dem Wochenbett! Ich war froh, wenn ich geduscht und vielleicht noch die Spülmaschine ausgeräumt hatte.

        Diese Woche ist die Betreuung ausgefallen und der kleine Dickkopf fordert mich ganz schön heraus…da wäre arbeiten gehen entspannter gewesen. Ein schönes Wochenende! Ich bin froh, wenn ich heute abend an meinen Mann abgeben darf. 😉

        1. Haha, das klappt auch nur in ausnahmefällen bisher, dass ich hier schreiben kann. Aber es ist eine meienr liebsten Auszeiten, für den Blog zu schreiben, von daher bin ich da vielleicht auch einfach anders. Ich frage mich aber ehrlich gedsagt grad selbst, wie ich die leztzten beiden Artikel auf den Weg gebracht habe trotz 3x täglich jeweils 3-4h Clusterfeeding. Dafür sind andere Dinge hier nicht erledigt worden. 😉
          Auf Benedicts sicht auf die geburt bin ich auch gespannt, er wollte dazu ja auch noch mal was runterschreiben.

  21. Liebe Heike,
    eure Merle ist wirklich unglaublich süß! <3 Herzlichen Glückwunsch und euch dreien weiterhin eine schöne Eingewöhnungszeit!
    Vielen Dank für deinen ehrlichen und ausführlichen Bericht! Er ist mir ganz schön unter die Haut gegangen. Aber ich fand ihn toll und interessant zu lesen. Eine einzige Frage bleibt offen: Was war schlussendlich deine Geburtsfrisur? 😉
    (Und Wahnsinn, dass du überhaupt schon wieder auf dem Blog schreibst, und sogar noch Artikel "zwischengeschaltet" hast. Wir Lesenden freuen uns natürlich über jeden Artikel, aber wir laufen dir auch nicht weg, wenn du im Moment nicht so zum Schreiben kommst. 🙂
    Alles Liebe, Jade

    1. Schreiben ist einfcah mein Ding! 🙂 Wann immer ich Zeit dafür habe, irgendwo, sitze ich eigentlich am Blog. Ich liebe das viel zu sehr. Ich hatte aber auch viel schon vorbereitet, bevor Merle kam. 😉
      Geburtsfrisur war ein Top-Knot mit Krebsklammern. Hat fast bis zum Ende gehalten. Fast. Die hebamme musste ihn mir einmal wieder weiter hinten anklammern, weil er mir dann doch über die Augen gerutscht ist. 🙂

  22. Liebe Heike,

    Noch einmal ganz herzlichen Glückwunsch. Eure Kleine ist wirklich zauberhaft.

    Aus Deinen Instagrameinträgen geht ja schön hervor dass Du schon ungeduldig darauf wartest endlich wieder Sport machen zu dürfen. Ich kann Dich sooo gut verstehen. Mir ist es auch schwer gefallen damit zu warten, aber nach wochenlang Bettruhe und Sportverbot vor der Entbindung und anschließend noch Heilungsphase musste ich mich auch sehr zurückhalten und habe es gaaanz langsam angehen lassen. Aber Zurückhaltung war auch bitter nötig und ich bin im Nachhinein froh dass ich nichts übertrieben habe und jetzt auf die langsame Art (5 Monate) wieder in meinen alten Körper gefunden habe.
    Danke, dass Ihr Eure Erfahrungen zur Geburt hier so offen teilt, das ist mutig, spannend und durchaus sehr viel lebensechter als dieses übliche „wenn Du Dein Baby erst im Arm hast ist alles vergessen“ der Mütter oder das „mein Lieber, vergiss nicht Dir was zu essen einzupacken und egal was Du tust, stell Dich bloß nicht ans Fußende“ der Väter.
    Obwohl das Resultat natürlich super ist hätte ich Euch ehrlich gesagt schon einen etwas weniger steinigen Weg gewünscht. Vieles davon kommt mir sehr bekannt vor. Klar, jede Geburt verläuft anders und wird auch subjektiv immer anders empfunden (wie Annie schon sagte), aber dennoch decken sich Deine Beschreibungen in sehr vielen Punkten mit meinen Erfahrungen und ich freue mich zu hören dass obwohl es auch bei Dir auch etliche Details gab auf die Du gerne verzichtet hättest Du Dich auch gut damit arrangieren konntest und kannst. Beim Lesen hatte ich einen ziemlichen Flashback, besonders das „Finale“ kam mir sehr vertraut vor. Aber dass Du vorab noch so einen heftigen Eröffnungsmarathon absolviert hast, liebe Güte, alle Achtung. Ich zweifle ob ich das so lange geschafft hätte. Starke Leistung.
    Weil bei Annie die Frage aufkam ob das ärztliche Assistieren bei der Geburt mit Schnitt und Kristellern wegen der PDA nötig wurde… muss nicht sein… bei uns war die Austreibungsphase auch ziemlich lang und wir brauchten das alles letztlich auch obwohl ich keine PDA hatte und auch sonst alle zufrieden mit meiner „Arbeit“ und Vorbereitung waren. Aber auch ich kann berichten dass das Kristellern für mich bei Weitem nicht so unangenehm war wie ich es mir vorgestellt hätte (nur ein paar blaue Flecken mehr…;-))

    Nun ist es endlich soweit und ihr dürft die vielen niedlichen Kleinigkeiten und Eigenarten Eures Babys entdecken. Auch wenn die ersten Wochen mit Stillen und Schlafen vielleicht noch nicht alles wie ein Uhrwerk läuft bin ich sicher dass Ihr Euch bald eingespielt habt. Bei uns gab es manchmal kurze Phasen von wenigen Tagen oder vielleicht einer Woche in denen irgendetwas nicht ganz rund lief obwohl sonst alles in Ordnung war (Wunde, Schlafrhythmus, Stillen, Wickeln, Tragen…) – jedes Mal hatte ich schon Bedenken ob das jetzt dauerhaft so bleiben würde und jedes Mal hat sich alles wieder geregelt und irgendwie eingespielt oder konnte gelöst werden, ich hoffe das ist bei Euch auch so.

    Liebe Grüße
    CaMaMia

    1. Oh ja, das Sporteln… 😀 Da freue ich mich wirkich sehr drauf. Aber vor allem langsam, da bin ich ganz bei dir. Diese blöde Naht macht mir enorm zu schaffen und ich werde den teufel tun und da irgendwas riskieren, was da die Heilung gefährdet, nur weil ich meine größere Schritte machen zu müssen oder oder oder. Ich mag ja gern auch wieder ein Video zu dem Thema rückbildung machen. Weil die, die ich so gefunden habe einen dermaßen hohen Schnarchfaktor haben, dass ich denke: Boah,d as geht auch anders! 🙂 Ich glaube, da machen nämlich viele Frauen dann vielleicht etwas aus Ungeduld kaputt, weil sie eben denken: Echt jeztzt? Ich soll da Minuntenlang auf dem Boden liegen, das Becken heben und senken und meditativ vor mich hin atmen? Da marschiere ich doch lieber stramm um den nächsten See!
      Die Rückbildungsgymnastik, die ich gefunden habe war einfach immer sowas von… ja, öde, da wundert mich nix, dass man da keine Lust drauf hat.

      Geburt: Oh ja, hätte gern leichter sein dürfen, aber naja. Ich habe mich ehrlich gesagt bei der Eröffnungsphase gar nicht gefragt, ob es wohl leichter gehen könnte, oder schneller. Da war ich denke ich tatsächlich sehr bei mir („Ich nehme an und lasse los“ und hab einfach immer nur eine Wehe weiter gedacht bzw. eine Wehenpause weiter. Das war dann so.

      Und danke für deine Erfahrungen bezüglich kleiner Unregelmäßigkeiten, die sich dann doch wieder einpendeln. Das klingt gut. Das behalte ich im Kopf.

  23. Nachtrag: und weil ichs gerade lese. Mach Dir um Himmels Willen keinen Kopf wegen Zufüttern. Hatten wir auch ein paar Tage lang > hat super geklappt, und wir hatten nur Vorteile Baby war satt und konnte endlich schlafen, Mama auch, und hatte somit Gelegenheit Milch und Kraftreseven zu mobilisieren. Nach ein paar Tagen war der Spuk vorbei und wir konnten ungestört weiterstillen, Baby war dann nicht mehr so grob zu mir (vermutlich weil nicht mehr so hungrig) und es gab danach kaum mehr Probleme und wir stillen heute noch…

    1. Oh das klingt großartig! Das hoffe ich ja auch, dass es bei uns ähnlich wird! Wir füttern jetzt seit 4 Tagen zu, nicht viel, aber genau so, dass die Kleine eben länger schläft und ich dadurch auch. Ist immer noch sehr anstrengend lles, sodass ich nicht bereit bin diese wiedergewonnene kleine Freiheit wieder aufzugeben, aber schauen wir mal, wie es in ein, zwei Wochen aussieht. 🙂

  24. Herzlichen glückwunsch zur ankunft eurer bezaubernden, kleinen merle. Genieß das wochenbett, auch wenn es manchmal anstrengend ist. Viel freude der kleinen familie.

    1. Danke! das mit dem Genießen fällt noch sehr schwer… es ist derzeit wirklich ganz schön hart. Aber es wird besser. Und die tollen Momente, die wir wirklich genießen, werden allmählich mehr.

  25. Liebe Heike,

    ja, ich weiß, ich bin spät – zunächst mal auch von mir noch alles Liebe zur Geburt der kleinen Merle! 🙂
    Die Bilder sind ja einfach mal zuckersüß!

    Vielen Dank, dass du so ehrlich über deine Erfahrungen schreibst.
    Und mein allergrößter Respekt! Ich selbst gehör ja ehrlicherweise zur Sorte „ich will nen Kaiserschnitt, weckt mich, wenns vorbei ist“, mal etwas übertrieben gesprochen, daher hörte sich das, was du da beschrieben hast, eher nach meinem persönlichen Albtraum an – aber da sind wir ja Gott sei Dank alle anders (ich kenne auch viele, die sagen, um Himmels Willen, bloß auf natürliche Weise!), und es freut mich wirklich, dass du es gar nicht als so furchtbar empfunden hast!

    Ich wünsche dir weiterhin eine tolle Zeit mit der Kleinen, ausreichend Schlaf, eine schnelle Heilung, und alles Gute für deine kleine Familie!

    Gruß
    Leia

    1. Hey Leia! 😀 Schön dich zu lesen!
      Ich habe es glaube ich auch deshalb als nicht so schrecklich empfunden (obwohl es schrecklich genug war um zu sagen: Brauche ich echt nicht noch mal!), weil ich zu viele echte Horrorstpries in meinem Leben gehört habe und zwar auch leider so direkt aus dem Umkreis. Mit bleibenden Schäden an Miutter und Kind, schweren Komplikationen, Intensivstation und… you name it.
      Mein Dammschnitt ist echt nervig, da hätte ich auch nicht gedacht, dass der mich so einschränken würde, aber gut. Das geht wieder weg.
      Ich kann deine Aussage zum Kaiserschnitt auf jeden Fall nachvollziehen. Ich wollte natürlich entbinden, weil natürliche Geburten in der Regel dann doch schneller ausheilen als Kaiserschnitte und ich dachte: dann nehme ich lieber den kurzfristigen Schmerz als dann ewig nicht richtig tragen und mich bewegen zu können/zu dürfen. Ich war da aber nicht dogmatisch. Hätte man mir ui einen Kaiserschnitt geraten, dann wäre mir da kein Zacken aus der Krone gebrochen. Ich bin bei sowas eher dankbar in einer Zeit und an einem Ort zu leben, an dem diese medizinischen Möglichkeitne vorhanden sind, die mich und das Baby im Zweifel retten können.
      Habe ich nicht gerbaucht und das freut mich. War aber eben auch nichts schönes und nichts, was ich mir ans Revers heften würde. Ich bin eher immer rnoche rstaunt schockiuert darüber, was mein Körper so aushalten kann.

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