15. August 2017

Postpartaler Haarausfall / Haarausfall nach der Geburt – Vorbeugung

Prävention? Ist postpartaler Haarausfall denn nicht genetisch? Da kann man doch nichts gegen machen! Das ist einfach so. Oder… doch nicht?

Voll und glänzend, pflegeleicht und einfach schön – so könne viele Schwangere ihr Haar genießen und ich muss auch direkt mit einstimmen: Es ist toll! Wie wunderbar wäre es, wenn sich der Schopf so erhalten ließe? Denn das ist leider so gar nicht selbstverständlich.

Haarausfall nach Schwangerschaft ist etwas, wovon viele Frauen erst erfahren, wenn sie Haare strähnen- oder büschelweise in Kamm und Händen finden. Wer davon weiß, dass die Haare nach der Geburt stark ausfallen können, versucht sich in der Regel damit zu trösten, dass es eben dazu gehört und man ja das Kind bekommen hat. „Ist eben so.“

Aber von „Ist eben so“ habe ich ja noch nie viel gehalten.

Dass das Kind hier wieder mal als Trostpflaster herhalten soll für eine lädierte Mutter, ist mir auch nicht Recht. Das fand und finde ich schon immer eher zweifelhaft, wenn das Baby über heftige Geburtsschmerzen, teils ja wirklich drastische Geburtsverletzungen, diverse Schwangerschaftsbeschwerden, Bindegewebsrisse, massive Gewichtszunahme und was sonst nicht auch immer hinwegtrösten soll.

Ich vertrete den Standpunkt, dass das Kind nicht der Ausgleich für körperliches oder psychisches Leid ist, sondern etwas Eigenständiges und somit Frau sehr wohl sich um ihr Baby UND um sich selbst sorgen und kümmern darf. Außerdem halte ich nichts von der Schicksalhaftigkeit, dem Zufallsprinzip oder auch einfach nur dem „Glück gehabt“. Daran festzuhalten lähmt. Es ist Ausrede und faules Trostpflaster in einem.

Und genau diesen Standpunkt vertrete ich auch wenn es um postpartalen Haarausfall geht. Ja, sehr viele Frauen erleben ihn (etwa 60-70% wenn wir eine nicht repräsenatitve Umfrage im Langhaarnetzwerk mal heranziehen, die ich vor Jahren zum Thema mal gestartet habe. Nicht repräsentativ, da im LHN natürlich der Fokus auf Haaren liegt, es sowieso nur eine einfache Forenumfrage und nichts Wissenschaftliches ist, aber ich denke, ihr seht eine gute Tendenz) und für die meisten bedeutet er sehr starken Haarverlust. Viel mehr als der gängige Spruch von „Nur die Haare, die man in der Schwangerschaft nicht verloren hat.“ Viele verlieren zwischen 20 und 60% ihres Volumens. Eine große Spanne also. Von ein Strang im 5er-Zopf weniger bis hin zu zwei Stränge im normalen Flechtzopf weniger. Weniger ist auch möglich natürlich, mehr sehr selten. Kahl wird Frau durch diese Art Haarausfall nicht. Aber er ist ein Grund, weswegen viele Mamas bald diesen praktischen Kurzhaarschnitt haben, der ja so verschrien ist. Oder weswegen Mütter von Kleinkindern oft so zerrupft aussehen. Nicht nur wegen der Anstrengungen eines mütterlichen Alltags, nein, auch wegen des Neuwuchses, der dann voll durchschlägt und überall herauslockt und büschelt.
Aber das wäre die gute Nachricht: So gut wie immer wächst das verlorene Haar voll nach. Es dauert eben wie bei jedem Haarausfall, bis die alte Länge wieder erreicht ist unter Umständen etliche Jahre.

Ich sage: Das muss nicht sein

Ich sage aber nicht, dass es einfach ist, dem vorzubeugen und leider habe ich noch viel weniger eine Garantie zu bieten. Dennoch setze ich im Moment alles in meinem Wissen und damit in meinem Einflussbereich stehende ein, um eine maximale Prävention zu ermöglichen. Und das ist noch ein Grund weswegen ich von „Ist halt so“ nichts halte. Jemand der das akzeptiert, macht sich nicht schlau und kommt gar nicht erst in die Lage zu hinterfragen und vielleicht anders handeln zu können.

Aber von Anfang an.

Steckbrief postpartaler Haarausfall

Haarausfall nach (post) der Entbindung (partum).

Beginn: ca. 8-12 Wochen nach der Geburt.

Dauer: ca 6 Monate, also bis das Baby etwa 9 Monate alt ist.

Art: diffuses Effluvium, also über den Kopf verteilt, nicht partiell (keine kreisrunden betroffenen Stellen). Obwohl diffus sind die Schläfen- und Scheitelpartie in der Regel am stärksten betroffen und damit die Haare, die auch bei anderem telogenen Effluvium am stärksten ausgehen.

Stärke: Von kaum bemerkt bis massivem Haarverlust ist hier alles dabei.

Regeneration: Außer bei einem verschleppten Mangel, der dann noch behoben werden muss, wächst das Haar in der Regel voll nach. Bevor das Kind etwa 1 Jahr alt ist, ist meist schon deutlicher Neuwuchs zu sehen.

Ursachen: Polyfaktorisch, also eine Kombination aus Ursachen. Hormonumstellung, Mangelerscheinungen, Schlafmangel, Stress allgemein, Trauma, unter Umständen Narkosemittel. Geburt und erste Zeit mit Baby bieten viele Gründe, von denen jeder allein schon Haarausfall verursachen kann.

Und jetzt schauen wir uns die Ursachen der Reihe nach mal an. Direkt zusammen mit dem, was ich herausgesucht habe, um diese Ursachen möglichst im Vorfeld schon so klein wie möglich zu halten oder gar abzuwenden.

Obacht: Meine Quellenlage hier ist gelinde gesagt dürftig. Nichts desto trotz erscheint mir vieles logisch. Ich versuche euch deshalb meine Gedankengänge so nachvollziehbar wie möglich zu machen, damit ihr euch selbst ein Urteil bilden könnt.

Hauptursache: rapide absinkender Östrogenspiegel nach der Geburt

Mit der Geburt ist nicht nur das Baby aus dem Körper heraus, sondern auch die Plazenta. Die Plazenta hat in den letzten Monaten für einen hohen Östrogenspiegel gesorgt und viel Östrogen ist in der Regel vereinfacht gesagt haupthaarfreundlicher als wenig. Dazu kommt die hormonelle Umstellung durch das Stillen, die sich zurückbildene Gebärmuttter und die Eierstöcke, die alsbald wieder den gewohnten Monatszyklus ablaufen lassen wollen.

To-Do: Den Körper beim zügigen Hormonausgleich unterstützen und das Absinken des Östrogenspiegels abfangen, was wenn überhaupt nur minimal möglich ist. Östrogenhaltige Haarwässer (werden z.B. bei androgenetischem Haarausfall verwendet) könnten einem da in den Sinn kommen, sind aber nicht zu empfehlen, vor allem wenn gestillt wird. Außerdem tragen sie nicht zur Selbstregulation des Körpers bei. Sie behandeln symptomatisch, nicht ursächlich und sind auch nicht für postpartalen Haarausfall konzipiert, sodass generell fraglich ist, ob sie hier greifen.
Ernährung dagegen hat Einfluss auf das System. Androgener/androgenetischer Haarausfall wirkt ähnlich wie postpartaler Haarausfall nur hier nicht durch ein Weniger an Östrogen sondern mit einer Überreaktion auf Dihydrotestosteron. Wenn ihr auf ein ausgeglichenes hormonelles Zusammenspiel in eurem Körper abzielt, beinahe egal in welchem Kontext, ist es hilfreich Insulinpeaks zu vermeiden, da sie oft der erste Stein in einer ganzen Kaskade an hormonellen Reaktionen sind, die eine Balance verhindern bzw. erschweren. Also wie man so vereinfacht sagt: Keine schnellen Kohlenhydrate wie Zucker, Weißmehl und auch einige Obstsorten (wobei ihr Obst gut zu anderen Lebensmitteln dazu kombinieren könnt, um es abzupuffern). Weitere Mitspieler in dieser Hormonkaskade sind Cortisol und eben auch die Geschlechtshormone. Eine gute Zusammenfassung über hormonelle Interaktionen findet iht im Buch „It starts with food“/“Alles beginnt mit dem Essen“, das ich aus diversen Gründen auf meiner absoluten Leseempfehlungsliste habe. Hier wurde es für mich wieder bestätigt.
Stress vermeiden, denn mit Stress fällt ein weiterer Dominostein (Cortisol, gerade erwähnt), in der Hormonkaskade. Cortisol abbauen durch Entspannungstechniken und angemessenen Sport sowie Schlaf (!) hilft ebenfalls.
Selbstversuch, keine Quellen dazu, ob das was bringt: Soja enthält Phytoöstrogene, somit plane ich viel mehr Tofu, Sojamilch und andere Sojaprodukte zu essen als sonst.
Es lassen sich online Heilpflanzen ergooglen, denen ein positiver Effekt auf den Hormonhaushalt zugeschrieben wird: Yamswurzel, Mönchspfeffer, Bockshornklee, Nachtkerze, Schafgarbe, Frauenmantel, Rotklee, Passionsblume, Hopfen und Traubensilberkerze. In der Regel als Tee oder Tinktur. Ob die was bringen? Ich werde mir  aus einigen Pflanzen davon vermutlich einen Tee anmischen lassen, den ich dann sowohl trinken als auch als Rinse verwenden mag. Frauenmantel trinke ich z.B. sowieso schon. Auch hierzu habe ich nichts anzubieten, um das zu verifizieren. Sowohl so ein Tee als auch Sojaprodukte halte ich aber für einen Versuch wert, das schlimmste, was mir passieren kann ist, dass ich Soja nicht gut vertrage und an dem Punkt würde ich den Versuch sofort abbrechen. Gesunde Verdauung vor auf Biegen und Brechen versuchen was für meinen Schopf zu tun. Zumal ich sicher bin, dass meine Haare mehr davon profitieren, wenn es meinem Darm gut geht, als wenn ich mich zwinge Soja zu essen.

Kein To-Do, sondern eine Möglichkeit, über die man bei Recherchen stolpern kann (oder auch einfach nur über einen Flyer bei einem Kurs rund um Geburt und Baby…), denn Vorsicht meine zartbesaiteten Leser, jetzt geht es einmal ganz tief in die Ekelkiste:
Plazentapräparate sollen auch helfen. Diesen Punkt zähle ich nur der Vollständigkeit halber auf, damit ihr nicht bei eigenen Recherchen drüber stolpert und euch dann fragt, ob es das vielleicht bringt. Denn: Wenn die Plazenta weg ist, ist es dann denn nicht einen Versuch wert, sie wieder reinzukriegen? Quasi? Es gibt Placenta humana als Globuli und da wir hier von einem echten Hormonungleichgewicht reden, sage ich jetzt mal: Vergesst das. Homöopathie arbeitet mit Verdünnungen ins Unendliche. Davon ab, dass ich das eklig finde, dürfte da eigentlich nicht ekliges mehr drin sein und somit eben auch kein Wirkstoff. Eigentlich. Ich kenne selbst genug Situationen, in denen Globuli offenbar oder zumindest scheinbar gewirkt haben, aber ABER eben.
Walfischplazenta gibt es wohl auch als Kapseln. An dem Punkt bin ich raus. Aber sowas von. Das ist artfremd und in meinen Augen blanke Geldmacherei auf der selben Schiene wie man irgendwelche anderen Tierkörperteile als Potenzmittel vertreibt. Ich vermute, da war jemand im Marketing spitzfindig und hat sich gedacht. „Hm unsere Walfischfänger haben auch manchmal trächtige Wale dabei. Was machen wir denn mit der riesigen Plazenta? Wegwerfen? Ach nee, wir machen ein eigenes Produkt daraus…!“ So in etwa. Aber Spekulation.
Frau kann die Plazenta, also die eigene, auch essen. Muss man vorher im Kreißsaal sagen, dass man sie haben will, dann kann man sie eingefroren mitnehmen und damit machen, was man will. Viele vergraben sie ja auch und pflanzen einen Baum drauf… ohne daran zu denken sie zu essen. Kulturell ist die Planzenta auf jeden Fall spannend.
Soviel also noch zum Thema Plazenta. Das Organ ist tatsächlich interessant und auch in meiner Hebammenpraxis liegen Flyer aus, in denen dafür geworben wird, das Organ einzuschicken und als Pillen bzw. Globuli aufbereiten zu lassen. Kann also eben gut sein, dass ihr darüber stolpert. Von allem, was man mit der Plazenta machen kann, ist essen wohl noch am sinnführendsten aber gleichzeitig auch das größte Oh-mein-Gott. Jetzt wisst ihr Bescheid.
Dass es kein Muss ist, vermute ich jetzt einfach mal, da wir ja einen stabilen zweistelligen Prozentbereich an Frauen ohne postpartalen Haarausfall in der LHN-Umfrage haben und irgendwie glaube ich nicht, dass die alle Plazenta gegessen haben.

Kurzgefasst: Insulinpeaks vermeiden, andere Heilpflanzen und Soja testen, Schlaf hoch priorisieren, Entspannungstechniken, moderater Sport – das kann zu einem schnell(er) wieder ausgeglichenen Hormonstatus beitragen.

Und durchatmen. Noch sowas Ekliges habe ich nicht für euch. Ab jetzt wird es sachlicher, wenngleich auch nicht unbedingt einfacher von Geldmacherei abzugrenzen.

Mangelerscheinungen

Blutverlust bei der Geburt plus 40 Wochen Babybau und nun folgende externe Babyernährung (auch bekannt als Stillen) kann zu Nährstoffmängeln führen, die typischerweise auch Haarausfall begünstigen. Besonders wichtig: Eisen (Blutverlust bei der Geburt plus vorher schon Babybau), Zink (stark erhöhter Bedarf beim Stillen), Biotin (ein B-Vitamin, alle sind wichtig, dieser für Haare besonders und nicht umsonst sind Schwangerschaftsnahrungsergänzungmittel auch B-Vitamin-Kombipräparate und nicht nur Folsäure). Ebenso Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Vitamin D und K ebenfalls.

To-Do: Blutwerte testen lassen, gezielt supplementieren, Ernährung auf den Punkt und damit sehr nährstoffdicht gestalten und zwar im Idealfall schon vor der Schwangerschaft! Keine nährstoffarme Diät nach der Schwangerschaft, um schlanker zu werden! Wer abnehmen will, sollte die leeren Kalorien eliminieren, also Zucker, Weißmehlprodukte (auch schon wegen dem schon genannten hormonellen Gleichgewicht) und schlechte Fette und sobald möglich viel spazieren gehen und den Körper langsam wieder an den Sport zurückführen (Cortisolabbau, insgesamt besserer Stoffwechsel und damit bessere Nahrungsverwertung und damit Nährstoffaufnahme). Vorbereitet sein auf wenig Zeit in der Küche und immer nährstoffdichte Snacks im Haus haben, am besten dort, wo auch gestillt wird, damit es gar nicht erst dazu kommt, dass Frau Ende des Tages festellt, dass sie nicht zum Essen gekommen ist. Hier kann der Partner sehr gut unterstützen. Und längst nicht nur wegen der Haare! Vorbeugend also am besten schon vor oder zumindest in der Schwangerschaft schon die Speicher gut auffüllen und mit den Bluttests nicht bis nach der Geburt warten. Ihr bezahlt eventuell sowieso eine Menge Bluttests in der Schwangerschaft, um geringe Risiken abzuklären. Ein paar Vitamin- und Mineralstatus mit testen zu lassen ist da noch ein eher geringer Posten, aber ein in meinen Augen sehr sinnvoller. Längst nicht nur wegen der Haare! Für alles. Auch das Baby möchte ja gut versorgt sein und auch wenn man sagt, dass es sich vom Körper der Mutter schon nimmt, was es braucht: Wo nichts ist, kann auch nichts genommen werden.

Bei meinen Recherchen (rumgooglen primär, also wieder astrein wissenschaftsliches Arbeiten von meiner Seite aus. Nicht.) empfohlene Nahrungsergänzungsmittel in diesem Kontext, abgesehen von den schon genannten Mikronährstoffen: Hirseextrakt, L-Cystein, Medizinalhefe, Panthotensäure (weiteres B-Vitamin, ich empfehle deshab ein Vitamin-B-Kombi-Präparat), Kollagen.

Was halte ich davon?
Hirseextrakt ist das, was ihr normalerweise als Goldhirse bekommt. Es ist normale Hirse im Gegensatz zu Braunhirse. Reich an Eisen, Silicium, Magnesium und anderen Haarfreunden. Also: absolut dafür, schadet auf keinen Fall.
L-Cystein ist eine Aminosäure (ein Cystin besteht aus zwei Molekülen L-Cystein, nur falls über wie ich über die unterschiedlichen Schreibweisen stolperen solltet. Danke an der Stelle an meine liebe Lesering Mareike für die Aufklärung!), also auch ein natürlicher Nahrungsmittelbestandteil. Es ist eine nicht-essentielle Aminosäure, das heißt, der Körper kann sie sogar selbst bilden. Wer zufüttern mag, findet gute natürliche Quellen von L-Cystein in Sojabohnen, Cashewnüssen, Paranüssen, Seezunge, Garnelen und dann mit etwas Abstand (aber immer noch gute Quellen) in verschiedenen Fleischprodukten und Eiern.
Hier findet ihr die Liste, die ich mir auch angeschaut habe. Mit Soja bin ich ja schon wegen der Hormone im Selbsttest und Nüsse esse ich auch viele. Außerdem ist L-Cystein in allen Proteinpulvern enthalten und da lohnt sich das Rechnen, um mal zu vergleichen, was ihr in Kapseln bekommt und was übers Essen oder eben durch so ein etwas mehr auf Masse ausgelegtes Supplement. 4g Cashews (100g enthlten laut Tabelle 500mg L-Cystein) bringen euch genauso weit wie eine Kapsel Pantovigar, wenn es jetzt nur um die 20mg  L-Cystein geht. Das könnten so ein bis zwei Nüsschen sein… Wie ihr in der Aminosäurenauflistung meines Whey-Pulvers sehen könnt, ist auch dort L-Cystein enthalten. Bei 15 Portionen in einer 450g-Dose macht das 0,18g L-Cystein pro Portion, also 180mg.

Medizinalhefe bitte nicht mit Backhefe oder gar Hefeextrakt (ein netter Euphemismus für Glutamat) verwechseln. Medizinalhefe ist ein Probiotikum und verwandt mit der bekannteren Bierhefe. Sie wird bei Durchfällen häufig verschrieben, da sie pathogene Keime im Darm verdrängt. Über weitere Probiotika habe ich im Haarausfallkontext noch nicht ausreichend recherchiert, aber wie ihr vom Darm mit Charm und etlichen anderen meiner Futter- und Gesundheitsrecherchen wissen könnt, hängt Darmgesundheit stark mit Haut- und somit auch Haargesundheit zusammen (hier ist ein Artikel von mir extra über diesen Zusammenhang).

Die großen Marken Pantovigar und Priorin enthalten sowohl L-Cystein als auch Medizinalhefe und eine Kombination aus B-Vitaminen und Eisen. Ich selbst habe mal Pantovigar vom Arzt empfohlen bekommen, einen Effekt konnte ich im akuten Haarausfall nicht feststellen – was mich rückblickend aber auch nicht so sehr wundert, liegt die Vermutung nahe, dass damals kein Mangel in der Verantwortung für den Haarausfall war (sondern Stress und „Mauser“, siehe unten). Und bei der Beispielrechnung zu L-Cystein oben wundert mich sowieso nichts mehr.

Kollagen ist ein natürlicher Bestandteil in Fleisch. Ihr kennt es außerdem aus der Werbung für Beautycremes. Und ja, man kann das nicht nur cremen sondern auch essen. Wie bei vielem, was ihr für Haut und Haar tun könnt, macht das auch mehr Sinn es zu essen, statt aufzutragen, da ihr so nicht von außen Lücken füllt (was nur begrenzt geht), sondern von innen die Versorgung sicherstellt.

Ich habe mich bereits im Kontext mit Makronährstoffversorgung (Kollagen gehört zu den Eiweißen) mit Kollagen beschäftigt und fand es irgendwie komisch hydrolysiertes Weiderind in Pulverform zu kaufen – und zu konsumieren. Mittlerweile ist es wie ihr seht bei mir eingezogen, nachdem ich weiter recherchiert habe und es auch für das Bindegewebe und die Gelenke gute Dienste tun soll, was ich vor allem jetzt mit der dicken Babykugel echt gut gebrauchen kann. Zu Eiweißen bzw. Makronährstoffen und Diättracking kommt beizeiten noch mal was gesondert. So weit bisher: Der Effekt auf die Haut war bei mir deutlich spürbar gut und abgrenzbar vom Schwangerschaftsglow. Geschmacklich ist es neutral.

Kurztrip Richtung Darm-Haut-Haar-Lunge-Organsystem: Wasser, Wasser, Wasser, frische Luft, Atemtechniken, Ballaststoffe, Stressmanagement, Schlaf, Probiotika, Timing, Tageslicht und so weiter, siehe oben verlinkter Artikel von mir. Lunge und Darm müssen Höchstleistungen hinlegen um Mutter und Baby in der Schwangerschaft gemeinsam zu versorgen trotz weniger Platz. Also: pfleglich behandeln. Nach der Geburt sind die Organe wieder entlastet, aber der Darm muss immer noch hocheffektiv arbeiten, um die Rohstoffe für die Muttermilch und ein immer größer werdendes Kind zu liefern.

Ich persönlich supplementiere bzw. esse einiges sehr gezielt, denn meine Historie mit vielen Haarausfallepisoden, einer sehr sensiblen Haut und einem Darm, den ich gerade erst stabil zu einem Freund statt zu einer Diva habe füttern können, legt nahe, dass es Sinn macht, gesunde Ernährung hin oder her. Ich empfehle immer Rücksprache mit dem Arzt (habe ich für mich gemacht), damit ihr nicht einfach nur teures Pipi produziert oder gar eine Überladung mit einem Stoff riskiert. Ich weiß, dass der Haupteffekt von Nahrungsergänzungsmitteln für viele beim Thema Haarausfall auch ein psychologischer ist: man tut etwas, fühlt sich weniger hilflos und das kann für die Lebensqualität mit Haarausfall Gold wert sein (wer das noch nie hatte: der Leidensdruck ist sehr groß, auch wenn nichts körperlich weh tut!). Bevor ihr zu Wunderpillen oder kuriosen Haarwässern greift, versucht lieber das. Und wie gesagt: Arzt fragen, Blutbild checken lassen. Bitte. Kostet zwar was, aber im Zweifel weniger als so ein Wässerchen oder Pillchen. Dann seid ihr auf der sicheren Seite und verlasst euch nicht nur auf meine Worte hier, ihr seid alle individuell! Hirse essen und sich richtig mit Gemüse vollstopfen schadet sowieso nicht. Das also immer vorneweg. 🙂 Vitamin D und K supplementiere ich schon deshalb, weil es selbst Neugeborenen verabreicht wird, weil Muttermilch in der Regel nicht genug davon enthält. Das macht mich ja schon skeptisch. Wieso ist das so? Wie kann dieses perfekte Nahrungsmittel nicht perfekt sein? Eigentlich gibt es dafür nur eine logische Erklärung: Ist die Mutter unterversorgt, steht auch nicht genug für die Milch bereit. Ich habe ein paar Artikel dazu gefunden, dass es hilft die Mutter mit Supplementen aufzufüllen, sodass dadurch die Muttermilch wieder genug Vitamin D für das Baby bereitstellen kann. Ob oder ob nicht das Baby dann Supplemente bekommen soll ist ein eigenes extrem weites Feld und sprengt den Rahmen dieses jetzt schon gigantischen Artikels. Bleiben wir hier bei der Mutter und ihren Speicherständen und da macht Vitamin-D-Supplementieren eher mehr als weniger Sinn.
rabeneltern.org: Pressemittleiung der La leche League zum Thema Vitamin D und Muttermilch

Kurzfassung: Blutwerte checken lassen, gezielt Mängel beheben, schon in der Schwangerschaft oder noch besser davor. Nach der Geburt auf jeden Fall erneut checken, Supplemente falls nötig anpassen. Sehr nährstoffreich essen, vor allem auf Eisen, Zink, B-Vitamine, Vitamin D und K sowie Eiweiß achten. Viele verschätzen sich hier massiv, weswegen es helfen kann das Essen zumindest eine Weile zu tracken, um einen Überblick zu bekommen, was man wirklich isst. Besonders bei Eiweiß verschätzen sich erfahrungsgemäß so gut wie alle, besonders Frauen, die nicht aus dem Fitnessbereich kommen. Probiotika in die tägliche Nahrungsaufnahme integrieren (muss keine Pille sein, Sauerkraut, Joghurt und Co sind auch weit vorn). Wenn euch die Haare da nicht Argument genug sind: das sind auch Nährstoffe, an denen es dem Baby sonst mangeln kann.
Keine Crashdiäten nach der Geburt, langsam abnehmen falls nötig bzw. gewünscht. Vorbereitet sein, um gutes Essen im Haus zu haben. Späße wie Kollagen und L-Cystein sind optional, hier kann ich keine validen Quellen nennen, aber wer ein bisschen seine Makronährstoffe im Blick hat, fährt hier schon ganz gut.

Schlafmangel

Augenringe bei Neueltern sind bekannt, Erschöpfung auch. Die Haut reflektiert stark, ob wir genug Schlaf bekommen. Haare gehören zum Organsystem Haut und es ist nur logisch, dass sie mit beeinflusst werden. Außerdem braucht der Körper den Schlaf für die Regeneration nach der Geburt, diese Priorität ist höher als Haut und Haar. Es braucht also viel Schlaf und Ruhe, um die Mutter komplett bis in die Haarwurzeln zu regenerieren und zu versorgen. Zum Thema Schlaf kommt bald noch etwas gesondert, da habe ich mich mal wieder eingelesen und werde für euch „Sleep Smarter“ rezensieren. Wer bis dahin nicht warten mag, hat hier schon den Buchtipp.
To-Do: Goldene Regel: Wenn Baby schläft, schläft auch die Mutter. Wenn das nicht geht, macht zumindest echte Pausen. Kein lesen, daddeln oder fernsehen. Ruhe und/oder Meditation. Partner zur Hilfe einspannen. Stillen kann nur die Mutter, alles andere kann auch der Partner, um die Mutter ruhen zu lassen. Es geht nicht darum das Baby „abzugeben“, wenn es sich richtiger anfühlt, es bei sich zu behalten! Es geht darum, dass man dann nicht noch alles andere auch macht.
Wochenbett heißt nicht umsonst Wochenbett. Ruhe. Natürlich soll Frau nicht nur liegen, sondern auch zwischendurch umhergehen, sich strecken und generell dafür sorgen, dass der Körper einmal durchbewegt wird, aber damit sind keine Einkäufe oder großen Verwandtschaftsbesuche gemeint. Betrachtet das Wochenebett in etwa so, wie die Erholung von einer fiesen Grippe. Macht langsam, schlaft, wann immer ihr es braucht und könnt.
Kurzfassung: Schlafen wann immer möglich, Partner einspannen bzw. sich helfen lassen. Echte Pausen, gern Meditation. Wochenbett bzw. Wochencouch.

Psyche/Umstellung

Ein Baby verändert alles. Starke Veränderungen führen bei einigen Menschen zu einer Art Mauser. Der Körper spiegelt die Umstände, er somatisiert. Wir kennen das pominenter von verspannten Nacken und Schultern, bei einer schweren Last, die man psychisch trägt, bei Dingen, die uns „auf den Magen schlagen“ oder Situationen, in denen man „die Zähne zusammenbeißt“. Die Umstellung plus der Schlafmangel (dann noch in Kombination vielleicht mit einem Nährstoffmangel, der den Energiepegel zusätzlich senkt), können uns „dünnfelliger“ machen.
Eine Mauser ist abgeschlossen mit einem neuen Federkleid, was passend ist zur neuen Rolle als Mutter. Klingt schwer esoterisch, aber ich glaube allmählich ist das auch in der Schulmedizin angekommen, dass solche Verkörperlichungen gar nicht so selten sind und nicht als „Jaja, psychosomatisch!“ abgetan werden sollten. Körper und Psyche sind untrennbar.
To-Do: Schon in der Schwangerschaft mit der Mutterrolle auseinandersetzen, Affirmationen, Visualisierung, Meditation. In sich ankommen, bevor das Baby ankommt, zumindest so nah wie möglich. Schlaf und stille Ich-Zeit sind hier enorm hilfreich. Ebenso wie freundliche, unterstützende Menschen. Oft hilft es einfach schon, etwas auszusprechen und schon wird die Sorge kleiner.

Trauma

Eine Geburt kann nicht nur ein Lebensmeilenstein sein, sondern auch traumatisch, wenn es zu Komplikationen kommt. Ein Trauma ist sehr starker körperlicher oder psychischer Stress. Unter der Geburt tritt dieser dann leider öfter in Kombinantion auf.
To-Do: Eine gute Geburtsvorbereitung schließt das Auseinandersetzen mit möglichen Komplikationen mit ein, um dann für sich zu entscheiden, welchen Weg man idealerweise nehmen möchte – auch wenn es dann der Weg ist, die Komplikationen von sich zu weisen und nur auf das Positive zu fokussieren. Das ist ein möglicher Weg (nicht meiner, aber meiner ist nah dran). Ich habe für mich beschlossen, dass ich mir die Horrorstories weiter anhören kann (aber ich bitte garantiert nicht darum!) und dann immer nach dem Kontext frage und für mich gedanklich festlege, was ich mir für mich für so eine Situation wünschen würde. Beispiel: Sollte es zu einem Not-Kaiserschnitt kommen, wünsche ich mir, dass Benedict bei mir bleiben kann und meine Hand hält. Bzw. wenn er das nicht darf, das so lange wie möglich tun darf und so früh wie möglich wieder. Auch wenn ich unter Narkose stehe, bin ich sicher, dass mein Selbst schon sehr viel früher wieder die Anweseheit eines Vertrauten spürt, als sich mein vernebeltes Gehirn später erinnern kann. Über meine persönlichen Ängste und Worst-Case-Szenarien habe ich mit dem Oberarzt und der Hebamme in der Klinik im geburtsvorbereitenden Gespräch geredet, genauso wie mit meiner Gynäkologin und mit Benedict und Luise.
EDIT: Trauma und Psyche sind sehr sensible Bereiche, die einen sehr großen Einfluss auf das Gesamtkunstwerk Mensch haben. Ich empfehle euch deshalb sehr, euch einen eigenes Netz bzw. einen doppelten Boden vor der Geburt schon aufzuspannen und für euch einen Notfallplan zu haben, was passiert, wenn es euch den Boden unter den Füßen wegziehen sollte. Bei diesem sensiblen Thema möchte ich hier nicht näher ins Detail gehen, denn es geht um persönliche Ängste, Erschöpfungszustände bis hin zur postpartalen Depression, die sich nicht mit ein paar Tagen Babyblues kleinreden lässt. Die Thematik hier ist bewusst kurz gehalten, denn sie ist noch individueller als alles andere, was ich euch schon rausgesucht habe und bedarf wie gesagt einer Feinfühligkeit und Kenntnis der persönlichen Situation, die ich hier als Bloggerin nicht abbilden kann.

Narkosemittel

Narkosemittel haben leider ebenfalls als gängige Nebenwirkung Haarausfall im Repertoire. Und es ist nicht ungewöhnlich, dass sie bei einer Geburt eingesetzt werden, bei einem Kaiserschnitt in jedem Fall.
Kein To-Do: Das ist bitte selbsterklärend.

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Und das wären sie, die Gründe, für postpartalen Haarausfall. Alle Ursachen können gemeinsam auftreten oder in wilder Kombination. Ihr seht schon, da kann man recht viel abgreifen, wenn es nicht gut läuft. EDIT: Überlegt für euch, welche Bereiche für euch schon in der Vergangenheit eher schwierig bis problematisch waren, das sind dann vermutlich die, die ihr am höchsten priorisieren solltet. Beispiel: Wenn Schlaf für euch schon immer schwer war, macht euch darüber besonders schlau (dazu kommt demnächst hier noch eine Buchrezension von „Sleep Smarter“, denn oh ja, man kann da enorm viel mehr tun als „sich einfach hinlegen“.). Wenn ihr schon öfter Mangelerscheinungen hattet, klärt das ab. Wenn ihr mit großer Angst auf die Geburt und die Zeit danach schaut: arbeitet daran.

In meiner Logik ist es dann nur nachvollziehbar, dass postpartaler Haarausfall oft so sehr heftig ausfällt, denn eine Kombination von Ursachen ist relativ wahrscheinlich und zumindest um den ersten Punkt (Plazenta weg, Hormonumstellung) kommt keine Frau drum herum. Alles, was ich also vermeiden kann, schwächt den Verlauf zumindest ab. Und darum geht es mir. Wie schon erwähnt, ist bei den Haarausfallquoten bzw. den Knäuelgrößen in der Bürste bei dieser Art Haarausfall jeder Tag, den das Shedding früher endet, ein gewonnener Tag.

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Ist Stillen dabei gut oder schlecht?

Zunächst einmal: Ob gestillt wird oder nicht, sollte nicht davon abhängig gemacht werden, ob das Einfluss auf das mütterliche Haupthaar haben könnte.
Stillen erhöht den Nährstoffbedarf der Mutter, da die Ernährung des Babys rein durch sie übernommen wird. Mangelerscheinungen werden damit wahrscheinlicher, ebenso Schlafmangel bis hin zu Erschöpfung, da der Partner nicht unterstützen kann. Stillen an sich macht keinen Haarausfall, aber das, was aus dem Stillen resultieren kann, kann das also sehr wohl. Ich wiederhole hier auch noch mal: Bitte nach dem Baby keine Diät anschließen! Ja, die meisten Frauen nehmen in der Schwangerschaft zu und wollen dann rasch zurück zur alten Figur und raus aus den großen Klamotten, aber da ist immer noch ein Baby, das versorgt werden muss, nur eben nicht mehr intern, sondern extern. Macht langsam, wenn es um das Gewicht geht. Für eure Haare tut ihr euch in jedem Fall einen Gefallen, wenn ihr euren Körper nicht noch zusätzlich ein Kaloriendefizit (und dann eben leicht auch ein Nährstoffdefizit!) zumutet.
Ob die Hormone, die durch das Stillen ausgeschüttet werden, helfen den Haarausfall abzupuffern oder ihn noch verstärken, kann ich nicht sagen. Beides könnte ich logisch begründen:
-> Macht mehr Haarausfall, weil nach wie vor kein Vor-Schwangerschafts-Hormonspiegel erreicht werden kann.
-> Schwächt den Haarausfallverlauf ab, weil die Hormone, die durchs Stillen ausgeschüttet werden, die drastische Umstellung zu einer milderen, langfristigeren Umstellung machen.
Beides also möglich.

Haarpflege

Wie ihr seht, setze ich den Fokus ganz klar auf die inneren Prozesse, denn Haarausfall kommt ja von innen. Dennoch habe ich auch ein paar besondere Pflegemaßnahmen für mich ausgewählt, mit denen ich sofort anfangen werde zu arbeiten, sobald Merle geboren wurde.

  1. Kopfhautölen mit Bhringaraj. Das ayurvedische Haaröl kenne ich von alternativen Behandlungen bei androgenetischem Haarausfall. Ihm wird eine ähnliche Wirkung wie Minoxidil zugeschrieben (Wirkstoff in Regaine). Ich kann für mich sagen: pflegt auf jeden Fall gut und meine Kopfhaut mag es. Ob es wirklich Haarausfall abschwächt… hm. Alternativ könnte ich noch das vitalisierende Haaröl von khadi empfehlen. Es enthält Bhringaraj ebenso wie Amla und weitere Öle, die sich positiv auf die Kopfhaut auswirken.
  2. Amla-Shampoo. Generell ist Amla also eine weitere typische Heil- und Pflegepflanze aus der Ayurveda für volles, gut wachsendes Haar. Es als Öl zu benutzen, macht deshalb genauso Sinn. Das Shampoo hat eine sehr geringe Waschkraft ist damit gut für tägliche Wäschen geeignet. Passt dazu, dass ich das Bhringarajöl täglich als Pre-Wash verwenden möchte. Ab und an werde ich mit meinem geliebten Desert Essence Coconut Shampoo waschen, um wirklich alles Öl runter zu bekommen. Achtet bei der Wahl eures Shampoos aber immer primär darauf, dass ihr es vertragt! Wenn euch der Kopf juckt, dann bleibt lieber bei dem, was sonst für euch geklappt hat. Ihr wollt in jedem Fall eine friedliche Kopfhaut. Das Amla-Shampoo habe ich als Unterstützung gewählt und keinesfalls als zusätzlichen Reiz.
  3. Kopfhautbürsten mit der Wildschweinborstenbürste. Hat zwei Vorteile, nämlich zum Einen, dass es die Durchblutung anregt, die Kopfhaut damit stimuliert und pflegt und zum anderen, dass sich mit dieser Bürste abgestorbene Haare gut lösen. Das kann man mögen oder nicht, ich persönlich bürste mir die Haare lieber aus, die ich bei Haarausfall so oder so verliere, als dass ich sie in der Wohnung und auf meiner Kleidung großzügiger als nötig verteile. Außerdem kann man mit der Wildsau auch gut Haaröle im Haar verteilen, was zusätzlich pflegt. Bürsten ist immer eine mechanische Belastung für das Haar, auch mit der Wildsau, also bitte sanft. Hier habe ich einen Artikel zur Wildschweinborstenbürste.
  4. Inversion Method. Eher umstritten, ob das nun funktioniert. Dabei wird die Kopfhaut mit vornübergbeugtem Kopf mit einer speziellen Ölmischung minutenlang vor dem Haarewaschen massiert, was angeblich zu schnellerem Haarwuchs führen soll. Ich werde das einfach mit machen, weil ich sowieso mit Kopfhautöl und Wildschweinborstenbürste dabei sein werde.
  5. Tee-Rinse. Und zwar aus dem Tee aus Heilpflanzen, wie ich ihn oben schon bei der hormonellen Umstellung erwähnt habe (Mönchspfeffer, Bockshornklee, Nachtkerze, Schafgarbe, Frauenmantel, Rotklee, Passionsblume, Hopfen und Traubensilberkerze).

Was die Pflege angeht, bewege ich mich also vom Recherchehintergrund her auf dünnem Eis, dennoch mag ich da nichts unversucht lassen, zumal alle Methoden nicht schädlich sind und auf jeden Fall einen pflegenden Effekt haben, wenngleich die Haarausfallprävention da sehr in Frage gestellt werden darf.

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Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich diesen Artikel veröffentlichen will oder nicht, da mir die wissenschaftliche Grundlage fehlt und auch wenn das hier ja meistens der Fall ist und wir dennoch zu sehr guten Artikeln, Diskussionen und Infosammlungen kommen, ist die Kombination aus Haarausfall und Schwangerschaft doch eine so sensible, dass ich eine große Verantwortung dabei empfinde, wenn ich euch hier meine Recherchen zuteil werden lasse.

Ich habe mich für die Veröffentlichung entschieden, da es doch auch ein Herzensthema für mich ist und ich hoffe, dass ich wieder einigen von euch helfen kann, wie ich es zur Haarausfallthematik schon öfter konnte. Aus meiner Logik heraus. Aus meinen Recherchen heraus und auch damit, dass ich euch offenlege, wenn ich etwas nicht weiß oder skeptisch bin. Nicht zu teilen, erschien mir unverantwortlicher als es zu teilen. Es bleibt aber eine Gratwanderung. Seid euch bitte meiner Fehlbarkeit bewusst.

Diese Informationssammlung entstand somit nach bestem Wissen und Gewissen. Ich kann nicht für eventuelle Konsequenzen, die ihr aus diesem Artikel zieht, verantwortlich gemacht werden. Wenn es gute Konsequenzen sein sollten, so freue ich mich aber natürlich, wenn ihr sie mit mir teilt. 🙂

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Fazit

Durch all diese gesammelten Recherchen nun bin ich persönlich sehr entspannt beim Thema postpartaler Haarausfall. Ich habe nun das Gefühl den Gegner zu kennen und habe Strategien für mich, um ihm zu begegnen. Die Umfrage im Langhaarnetzwerk macht deutlich, dass eben nicht alle Frauen darunter leiden, wenn auch sehr viele. Ich bin anfälliger in dem Bereich als die meisten, aber auch bedeutend informierter und proaktiver. Also alles offen. Ganz klar priorisiere ich Schlaf und Ernährung über der Haarpflege. Also wenn ich mal einen Tag oder auch zwei oder drei es nicht schaffen sollte meine Kopfhaut zu ölen und zu bürsten, zu massieren und zu rinsen, dann eben nicht. Kein Stress ist wichtiger als ein Pflanzenaufguss für mich. Und dass jetzt keine von euch denkt, dass ich da schon im Kreißsaal anfange zu rotieren. 😉 Eins nach dem anderen.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass nichts passieren wird. Und dieses Gefühl trage ich mit mir. Baby-Merle hat mich viel Kraft in den ersten Schwangerschaftswochen gekostet. Danach hat sie mir schöne Haare, eine enstapnnte Haut und viel innere Ruhe geschenkt. Und unglaublich gesteigerte Nahrungsmitteltoleranzen. Warum sollte sie mir das wegnehmen, nur weil sie nicht mehr in mir wohnt und die Plazenta mitnimmt? Nun, ja, genau deshalb vielleicht. 😉 Da geht es ja nicht um Intention sondern darum, was einfach körperlich passiert. Dennoch. Ich denke, es wird gut werden. Und wenn nicht, weiß ich, dass ich ein großes Leiden mit Sicherheit nicht haben werde: den psychischen Kummer darüber, dass ich mich vielleicht vorher hätte informieren und vorbeugen können. Denn das habe ich dann getan.

Also dann. Wir lesen uns mit einem Erfahrungsbericht zu dem Thema denke ich irgendwann Frühjahr/Sommer 2018 wieder.

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Hirseflocken, Hirse, Omega-3-Kapseln, Vitamin-B-Kombipräparat, Wildschweinborstenbürste: dm und/oder Rossmann

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Rezepte für Energiebällchen habe ich hier etliche für euch.

Bhringaraj Haaröl

khadi Amla Shampoo

Vitamin D von Goldmann

Vitamin K von Goldmann

Bio-Chlorella Tabletten

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53 Kommentare

  1. Hallihallo, erst einmal toller Artikel!
    Vieles davon klingt wirklich plausibel, einige Dinge sind aber in der Praxis für mich etwas schwer.
    Du hast aber völlig recht dass wir auch mal öfter die Blutwerte kontrollieren lassen sollten. Nichts ist so wichtig wie unsere Gesundheit,und das lassen wir oft außen vor.

    Eiweiß: ich mache einmal die Woche EMS und wollte gezielt meinen Rücken unterstützen und den Muskelaufbau sanft fördern. Nach Rücksprache mit Hebammen und Stillberaterinnen ist zusätzliches Eiweiß wie Whey (ich habe auch ein rein veganes) bedenklich, weil der erhöhte Eiweißwert in der Muttermilch zu viel für die Nieren des Kindes sein kann. Wer also nicht genau rechnet, kann schnell etwas falsch machen. Ich versuche daher Eiweiß über das normale Essen zu holen, trinke aber keinen Shake.

    Schlaf, wenn das Baby schläft: die ersten vier Wochen habe ich mit Baby viel geschlafen. Aber eher so von 20 uhr bis 9 uhr morgens. Tagsüber ging es einfach nicht. Entspannung ist wichtig. Daher finde ich eher besser zu sagen: mach etwas für dich, wenn das Baby schläft. Du wirst sehen, Bad putzen ist wie Wellness wenn das Kind schläft ^_^

    Bei mir sind die Haare jetzt ab etwa drei Monaten nach Geburt ausgefallen, vor der Geburt war es wie bei dir kaum noch. Ich bürste zweimal am Tag, habe aber keine ganzen Strähnen. Da ich auch ähnlich lange Haare habe wie du sieht es vielleicht auch nur so lang aus.
    Der Kurzhaarschnitt ist bei mir auch demnächst dran (zum Schulterkurz), weil das Ausfallen einfach nervt. Und die kleinen Babyhände greifen jetzt in die Haare, bis das vorbei ist sind sie wieder schön lang und ich kann sie offen genießen 😉

    1. Oh also wenn es dir um die babhände geht, würde ich so ziemlich jede Haarlänge empfehlen, nur nicht Kinn- bis Schulterlänge, das ist die, die man am schlechtesten wegfrisieren kann. Je lägner desto besser da eigentlich, denn damit lässt sich besser dutten und zopfen.
      Bezüglich Whey und anderen Eiweißpulvern: das Argument der Hebamme bzw Stillberaterin kann ich absolut nicht nachvollziehen. Gerade wenn man ein bisschen rechnet ist es eigentlich für die meisten Menschen absolut erschreckend wie unglaublich wenig Eiweiß sie konsumieren. Empfehlungen je nach Quelle (die sind sich da wirklich uneinig) sind 0,5 bis 2g pro kg Körpergewicht, mit 1g pro kg Körpergewicht ist man da aber eigentlich bei so gut wie allen Quellen dabei. Wenn ich keine Shakes trinke muss ich wirklich sehr sehr rechnen, um auf meine 70g am Tag zu kommen bzw. für mehr (ich eprsönlich ziele auf ca. 1,5-2g ab, weil schwanger plus Sport plus ich bin jemand der was die Ernährungstypen angeht sehr viel Eiweiß verträgt und braucht) und ich bin schon ein ausgepräger Fleisch- und Eieresser…

  2. Hallo Heike,

    mit Interesse hab ich deinen Artikel gelesen, ich fand ihn recht interessant (weil ich auch Haarausfallgeplagte bin). Allerdings habe ich schon mal im LHN in deinem Projekt (ich gebe zu, da bin ich stille Mitleserin) schon einmal gelesen, dass du das sogenannte „Zentrum der Gesundheit“ als vernünftige Quelle und erste Anlaufstelle für Gesundheitsthemen ansiehst. Ich weiß nicht, inwiefern du da mal drumherum gegoogelt hast, ich sehe diese Seite als eine gefährliche Quacksalber-Seite an und stufe alles, was die für sinnvoll halten, als erst einmal hinterfragenswürdig ein. Hier findest du schon mal eine erste Kritik, die einen zusammenzucken lässt (https://www.psiram.com/de/index.php/Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrungsheilkunde). Ich habe mir beim Artikel von ZdG zum Thema „natürliches Vitamin C“ mal die Mühe gemacht, die Quellen zu prüfen – nur mal so als Beispiel – und die haben zwar Studien angegeben, die behaupten, dass Ascorbinsäure – die hier ohne jegliche Grundlage im Gegensatz zu Vitamin C gesehen wird – schädlich ist. Die Studie hat in keiner Weise einen Unterschied zwischen Vit. C und Ascorbinsäure gemacht (weil das ja auch einfach nicht geht) und sie hat auch keinen negativen Effekt auf unsere Gesundheit ausmachen können. Außerdem vertritt ZdG viele Verschwörungstheorien, unter anderem auch die, dass es AIDS nicht gebe. Alles in allem keine gute Informationsquelle.
    Auch über deinen Ekel-Teil musste ich sehr schmunzeln, vor allem, dass du das nicht unbedingt als Empfehlung rausgibst. Die eigene Plazenta zu verspeisen ist ja in den USA recht beliebt, allerdings stellte sich das neulich auch als gefährlich heraus: Neulich ging durch die Medien, dass sich eine Frau, die in Pillenform ihre Plazenta verspeist hat, sich dadurch mit Keimen infiziert hat (http://www.spektrum.de/news/plazenta-kann-gefaehrliche-bakterien-enthalten/1481905).
    Ich hoffe, du nimmst mir den Kommentar zu ZdG nicht übel, ich lese sehr gerne deine Blogartikel und folge dir auf Instagram und ich staune, wie du dich und deine Ernährung im Griff hast (ich habe selber eine Intoleranz und ich kann leider nicht so konsequent sein).
    Liebe Grüße,
    Gabriela

    1. Auf keine Fall nehme ich dir den Kommentar übel! Ich editiere das gleich mal mit rein, dass die Quelle erh zweifelhaft ist. Ist mir beuwsst, dass die nicht der Brüller ist, allerdings mag ich sie tatsächlich für ein paar gegenpositionen durchaus…
      Ich bin da letztens noch drüber gestolpert als es darum ging, dass Babys ja beim Ultraschall sich vor dem Lärm wegdrehen. Und ich mir dachte: Was? Wir sind doch keine Fledermäuse. Es ist Ultraschall… den Artikel auf ZdG fand ich dazu nicht gut, wobei ich die Aussagen hier zu hormonell bedigntem HA durchaus logisch und nachvollziehbar finde. Bin da also zwigespalten.

    2. Artikel ist editiert und ZdG als Quelle rausgenommen. Ich danke dir! Kommentare von Lesern wie dir machen diese Seite hier besser. Und mich. 🙂

      1. wow – du bist ja echt flink! Freut mich, dass ich dir ein bisschen helfen konnte. Ich finde bei ZdG das größte Problem, dass sie eben auch manche wahre Dinge in ihre Artikel streuen, da ist es nicht immer leicht, das wirklich rauszufiltern (weswegen ich es auch komplett lasse).
        Ich hoffe, wir können alle noch ein paar deiner Artikel lesen bevor das Kleine schlüpft – aber auch darauf bin ich sehr gespannt.
        Take care 🙂

        1. Vermutlich hatte ich einfach zu viele von den recht wahren bis halbwahren Arzikeln vorliegen und fand die deshalb ganz gut. Aber boah, Backpulver gegen krebs, mich schüttelt es immer noch…
          Noch ist Merle drinnen, aber ich schütte schon fröhlich Himbeerblättertee in mich rein und lasse mich akupunktieren. 😀 Hab aber tatsächlich ein paar Artikel vorbereiten können. Also selbst, wenn sie sich heute noch auf den Weg macht, ein paar Posts habe ich noch. 🙂
          10 Tage bis zum ET. Ich bin gespannt.

          1. Ich Teile die Skepsis gegenüber ZdG, empfehle aber dann auch etwas Hinterfragen der Seite Psiram. Ich gebe jetzt keine Links an, kann man bei Interesse schnell googeln. Weiterhin alles Gute!

  3. Hallo Heike,
    hach, heute vor genau 20 Jahren hieß es um diese Uhrzeit: „Machen Sie sich bereit, wir müssen die Geburt nun einleiten.“ Und heute ist der Bengel in Norwegen mit einer Jugendgruppe und feiert dort einen hoffentlich wunderschönen Geburtstag. Diese Geburt hat mir kaum Haare gekostet. Dafür die seines älteren Bruders. Damals musste ich wegen einer Thrombose nach der Geburt noch 3 Monate Heparin spritzen. Nach der folgenden Haarausfallphase waren von den superschönen Schwangerschaftshaaren noch etwa ein Drittel übrig.
    In Schwung gebracht hat mich nach 3 Wochen KH meine Freundin, die mich jeden Tag mit ihrem jungen Hund zu einem Spaziergang abgeholt hat. Sie hat den Kinderwagen geschoben, ich den Hund an der Leine und wir haben viele tolle Gespräche beim Gehen geführt. Das Spazierengehen habe ich auch bei den anderen beiden beibehalten. Kind knartschig, Mutter genervt, also raus und 1 bis 2 Stunden Bewegung/aktive Ruhe haben viel wieder gerade gerückt. Und alle haben nachts fast immer gut geschlafen.
    Alles Gute für Euch!

    1. Danke dir!
      Heparin ist leider bekannt dafür deutlichen Haarausfall zu verursachen. 🙁 Tut mir Leid das zu lesen.
      Spazierengehen and er frischen Luft ist auf jeden Fall eine gute Sache, egal wofür. 🙂 Ach und mit Hündchen natürlich besonders schön.

  4. Hi! Ich bin selbst nicht schwanger und bin sicher, du hast da eine Menge toller Informationen zusammengetragen, auf die ich bestimmt zurück komme, wenn ich mal schwanger bin (meine Mutter hat in der Schwangerschaft drei Viertel ihrer vorher und nachher sehr vollen Mähne verloren, worauf ich nicht so scharf bin).

    Ich möchte nur anmerken, dass Zentrum der Gesundheit eine extrem fragwürdige, esoterische, profitorientierte und pseudowissenschaftliche Website mit einer riesigen Fülle an Falschinformationen ist. Unter anderem werden wirkungslose, enorm teure „Heilungsmittel“ an Krebspatienten verkauft mit dem Hinweis, dass die „Schulmedizin“ bei Krebs nicht wirksam ist usw. Deshalb würde ich sie an deiner Stelle nicht als Quelle für irgendwas herbeiziehen oder zitieren bzw. mich über die Seite informieren

    https://www.psiram.com/de/index.php/Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrungsheilkunde
    http://blog.gwup.net/2017/06/13/video-vermeintliche-krebs-wundermittel-und-das-zentrum-der-gesundheit/
    http://indyvegan.org/zentrum-der-gesundheit-pseudowissenschaftliche-geschaefte/

    LG,
    Lena

    1. Danke dir! Darauf hat mich gerade schon eine andere Leserin aufmerksam gemacht. Dass es so drastisch ist, war mir nicht bewusst (vielleicht auch weil ich nie nach krebsthemen dort gesucht habe oder nach anderen harten Themen sondern eher bei Hautgesundheit, Darm und Haaren war und da war immer sehr vieles bei, was ich auch schon von anderen Quellen gefunden hatte… Mist. Ich hab im Text schon editiert, dass man da kritisch lesen muss. Ich schaue mir das gleich noch mal genauer an. Danke auf jeden Fall für die Links! Ich passe dann den Artikel an.
      Liebe Grüße, Heike

      1. Freut mich, dass du mir den Kommentar nicht übel genommen hast! 🙂 Ich schätze deinen Blog und dein Instagram übrigens sehr, deine Posts sind sowohl interessant, als auch sehr unterhaltsam und sympathisch geschrieben. Eigentlich blöd, dass ich nur kommentiere, wenn ich mal an irgendeiner Kleinigkeit etwas zu mäkeln habe! Sonst lese ich immer sehr interessiert mit, kommentiere aber nie, weil ich bzgl. Schwangerschaft und co. selbst (noch) nichts mitzureden hab.

        1. 🙂 Das passt schon. 🙂 Der Ton war doch total nett, du warst hilfreich und nicht angreifend, das finde ich total gut. Ich sage noch mal Dankeschön. So kann ich mit dem Artikel jetzt auch viel besser leben.

  5. Liebe Heike,
    ich wünsche Dir von Herzen, dass das alles so nach der Geburt läuft, wie Du Dir das vorstellst. ❤️

    Leider weiß ich aus eigener Erfahrung, dass bei vielen Frauen der Haarausfall das kleinste Problem ist, dass mit der Hormonumstellung und der Geburtserfahrung einhergeht. Natürlich tut man gut daran vorzubeugen, wenn es geht. Aber was mich aber etwas umtreibt ist dieses „wenn Frau dieses oder jenes macht, dann klappt das“.

    Ein Kind stellt oft das Leben der Mutter von Grund auf auf den Kopf. Auf manches kann man sich nicht vorbereiten. Mit schlafen, wenn das Kind schläft oder spann den Partner ein, war mir nicht geholfen. Ich würde es eher so formulieren: Fordere jede Hilfe ein, die Dir zusteht und nimm jede Hilfe an, die Dir geschenkt wird, wenn sie Dir hilft. Frau/Paar muss und kann das eben oft nicht allein schaffen.

    Bei mir war es so, dass ich nach der Geburt zwei Jahre lang so mit meinem Leben zu kämpfen hatte, dass ich eines Tages den Dutt öffnete und siehe da: Alles wieder wie zuvor nur 25 cm länger. ☺️

    Von Herzen alles Gute wünscht
    Mone

    1. Oh natürlich ist nicht alles planbar, darum geht es ja auch nicht. 🙂 Ich wollte hier eine Informationssammlung anbieten zu dem, was man machen kann oder auch nicht. Eigenversantwortung dinde ich dabei schon sehr wichtig, eben weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es sonst in vielen bereichen einfach ein böses Erwachen gibt und sich die meisten dann wünschen sie hätte vorher dieses und jenes gewusst. Ich bin auf jeden Fall so ein Mensch, der die Infos haben will. Ob ich die dann alle umsetzen kann und werde, steht auf einem anderen Blatt, aber ich habe für mich so eine Orientierung.
      Und sicher geht es um viel mehr als Haare. Nur so für mich mit meiner Haarausfallhostorie und mit einem Blog der sich seit Jahren mit Haaren beschäftigt, war es klar, dass ich das angehen würde. 🙂

      1. Dass es in Deinem Blog um Haare geht, hab ich schon verstanden, liebe Heike. 🙂 Du bereitest in allen Bereichen so akribisch auf die Geburt und das Elternsein vor, dass mir das Herz aufgeht. Aber mir fehlt der doppelte Boden, das Netz, dass Dich im Notfall auffängt. Oft spricht bzw. schreibt man da nicht gern drüber, leider. 10 bis 15% aller Mütter bekommen eine Wochenbettdepression. Das ist Fakt. Wenn der Haarausfall schlimm wird, verlierst Du Dein Haar, wenn die Depression schlimm wird, Dein Leben. Auch hier kann man vorbeugen: Mit dem Arzt auch darüber sprechen, Adresse von Wellcome raussuchen, mit der Familie besprechen, wer wie unterstützen kann, wenn’s hart auf hart kommt. Auch das ist Eigenverantwortung. Die Themen Erschöpfung, Trauma und Ängste spielen eben für den Gesamtzustand nach der Geburt (auch den der Haare) eine wesentlich größere Rolle, als ihnen in Deiner Informationssammlung zukommt.

        1. Sagen wir so: die Thematik ist mir sehr bewusst, ich habe die hier aber bewusst nicht größer ausgebreitet, weil sie unglaublich sensibel ist und ich eine psychologische beratung noch viel weniger leisten kann als eine, die eben primär auf Haarausfall abzielt. Das ist mir zu heikel, da sind zu große Empfindlichkeiten bei betroffenen Lesern, was ich ja auch bei dir rauslese. Da kann ich nicht das anbieten, was sinnvoll wäre und das möchte ich auch nicht, das ist für mich die Grenze dessen, was ich als nichtmedizinische Autodidakten-Bloggerin leisten kann bzw. will. Das sauber zu integrieren hätte enorm viel mehr Recherche bedeutet und ich hätte dennoch kein gutes gefühl dabei gehabt. Deswegen nur die recht kurze Abhandlung.
          Ich für mich habe mich mit dem Thema stark auseinander gesetzt, denn solche traumatischen Erfahrungen sind mir in meinem Leben und in denen meiner Lieben auch schon näher gekommen, als mir lieb war. Von daher existiert mein Netz und doppelter Boden. 🙂 Es ist nur eben meine Absicherung, und nichts, was ich auf dem Blog teilen mag.
          Ich habe aber einen Satz dazu editiert, ich denke, der kommt dir entgegen. 🙂

          1. Lieben Dank für Deine Erläuterung. Meine Anmerkung war auch wirklich böse gemeint. Ich wünsche Dir alles Gute für die Geburt und der ganzen Familie eine entspannte Kennenlernzeit.

          2. Wirklich NICHT böse gemeint, sollte das natürlich heißen. So geht’s, wenn man den Mittagsschlaf der Kleinen nicht ausnutzt und selber schläft. 🙂

  6. Woher bekommst du dein Eisenpräperat? Aus dem Internet?
    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du mit diesen Tipps den Haarausfall verhindern oder zumindest stark reduzieren kannst. Und natürlich vorher alles Gute für den Rest Schwangerschaft und die Geburt!
    Liebe Grüße Kerstin

    1. Link ist eingebunden. 😉 Ja über Amamzon. Frag bitte vorher deinen Arzt, obd as Sinn macht. Eine Eisenüberladung ist auch nicht toll.
      Wenn ich nach der geburt nur einen moderaten Haarausfall erleben sollte so, dass es wirklich zu dem spruch „Nur das, was man in der Schwangerschaft nicht verloren hat“ passt, sehe ich das als vollen Erfolg an. Denn dann ist die Rechnung ja plus-minus Null.

  7. Vielen Dank für den wie immer tollen Artikel!

    Zum Thema Plazenta essen (hat mir zufällig jemand die letzten TAge erzählt, abgesehen davon, dass ich persönlich es total widerlich finde):
    https://www.tag24.de/nachrichten/plazenta-essen-geburt-baby-saeugling-schwangerschaft-mutter-lebensgefahr-b-steptokokken-blutvergiftung-285386

    Liebe Grüße und weiterhin ene gute Schwangerschaft, mal schaun ob eure Merle vor unserem Kleinen schlüpft 😉

    Anne

    1. Ja, das ist schon ziemlich speziell, oder? Manche braten sie sich eben auch… Nun denn… Ich brauche den Affenemoji, der sein Gesicht versteckt… viele davon.

  8. Eigentlich wollte ich ja jetzt zu ZdG kommentieren (nachdem ich vorhin in der Bahn deinen Artikel gelesen habe). Da das aber vor mir zwei Damen schon getan haben schreib ich was ganz anderes.

    Ich schätze deinen Blog/dein Internet-Ich ja schon lange, aber dein Umgang mit „unsicheren“ Quellen sowohl im ursprünglichen Artikel als auch als Reaktion auf die Kommentare: Applaus. Du zeigst Ehrlichkeit, dass du zur eigenen Haltung stehst und diese bei überzeugenden Argumenten anpassen kannst und willst. Das macht dich nicht nur sympathisch, sondern auch glaubwürdig. Warst du beides eh schon, aber jetzt nochmal mit nem Schippchen drauf 🙂

    1. Oh wow, dankeschön! 😀 Mir ist gestern erst mal ganz schönd as herz in die Hose gerutscht, als ich ZdG dann nachrecherchiert habe. Peinlich! Meine Herren… Bin ich froh, dass ich hier so freundlichd arauf aufmerksam gemacht wurde. Das hätte bei weniger lieben lesern auch einen echten Shitstorm geben können und zwar auch durchaus berechtigt. So ist das natürlich besser. 🙂
      Ich lerne für mich daraus, dass ich in Zukunft solche Gesundheitssartikel noch länger nachrecherchieren werde, das ist mir doch zu heikel. Ich möchte bessere, wissenschaftlichere Quellen, auch wenn das mehr Arbeit bedeutet. Ich mag haselnussblond ja immer besser machen und da sauberer zu recherchieren und zu zitieren geht auf jeden Fall in die richtige Richtung.

  9. Hallo Heike,

    ich bin noch nicht ganz durch den Artikel durch und werde damit heute auch nicht mehr fertig, nur eine Anmerkung zu Placenta Humana: Das als Plazentaersatz zu futtern ist a) wegen der Verdünnung nicht zweckführend (schreibst du ja auch) und b) zur Haarausfallprävention vollkommen gegen die Indikation des Mittels. Man kann von Homöopathie halten, was man will, aber wenn man sie grundsätzlich falsch anwendet, dann kann sie nicht funktionieren. Ich nehme doch auch kein Antibiotikum gegen meine Erkältung und wundere mich, dass nichts passiert, außer, dass sie von allein abklingt und ich mir die Darmflora zerlege. (Das Beispiel ist so schön in der Hinsicht, dass viele Leute den ersteren oder zweiteren Unfug fabrizieren. Man denke sich ein Augenrollen.) Wenn man Homöopathie gegen postpartalen Haarausfall anwenden möchte, sollte man lieber einen guten Homöopathen suchen, als auf Verdacht irgendwas zu nehmen.

    Im Zusammenhang mit Yams bin ich vor Jahren mal auf Mexican Wild Yams gestoßen, der angeblich zur Verhütung verwendet werden kann. Irgendeine Wirkung scheint Yams wohl schon zu haben, aber, naja, die Ergänzung hat gerade insgesamt mehr Zentrum-der-Gesundheit-Niveau. Kann stimmen, muss man aber sehr genau prüfen und als alleinige Lösung würde ich es nicht benutzen 😉

    Mein Eiweißartikel ist übrigens fertig. Ich schicke ihn morgen Nadja, er sollte dann, jenachdem, wie es ihr geht, im Laufe der nächsten Tage kommen.

    Liebe Grüße und eine gute Nacht,
    Katja

    1. Oh wie cool, der Eiweißartikel! Da freue ich mich ja schon so lange drauf! 😀 Voll gut! dann kann ich meinen nachziehen und auf dich und Nadjas Seite verweisen, das finde ich ganz großartig!
      Ja da mit der Antibiose bei viralen infekten ist echt so ein Dauerbrenner… ich frage mich, wann das mal ausstirbt.
      Yams habe ich noch nie gegessen hab das aber in anderem Kontext schon öfter gelesen, dass es eigentlich ganz lecker sein soll, ähnlich wie Süßkartoffel und eine prima Kohlenhydratquelle ist, Knolle/Wurzel. eben.
      Bei Homöopathie bin ich immer sehr skeptisch. Obwohl ich selbst meinem Hund mal Globuli gegeben habe und der kann ja nun echt keinen Placebo habe. Gewirkt hat es. Deutlich. Schon merkwürdig. Ich beäuge das immer ein bisschen mit Abstand und weiß nicht so ganz, was ich davon halten soll, weil es mir dermaßen gegen die Logik geht. Aber wie gesagt. Hurley hat die Dinger auch bekommen, weil wir an einem Punkt waren, wo wir gedacht haben: Hauptsache es hilft. Und wenn es keiner erklären kann, dann ist mir das auch egal.
      Liebe Grüße, Heike

      1. Ich glaube, ich habe Yams bisher höchstens in gut sortierten Asialäden gesehen, insofern bin ich gespannt, was du sagst, wenn du an welchen rankommst.

        Ach, Homöopathie ist so ein furchtbares Streitthema. Ich bin mit einer Homöopathin aufgewachsen, insofern habe ich einen anderen Blickwinkel auf die Thematik.
        Was die Sache mit Hurley angeht, würde dir der Homöopathiekritiker sagen, dass es placeboähnliche Effekte bei Tieren gibt, weil die Besitzer sich dann anders verhalten. Dagegen könnte sprechen, dass du der Homöopathie kritisch gegenüberstehst. Mag ich jetzt nicht weiter drauf rumreiten, ein Datenpunkt ist halt nicht aussagekräftig.
        Ich hatte auf meinem alten Laptop einen Artikel gespeichert, der eine Erklärung für die Wirkung hochpotenter Mittel beschrieben hat – grob gesagt ging es um irgendwelche Mineralverbindungen oder sowas, an denen dann doch noch Wirkstoff hängt. Der alte Laptop ist leider kaputt, ich hätte dir den gerne verlinkt – das war nämlich ausnahmsweise ein guter Artikel über Homöopathie. Ich kann dir aber ganz allgemein einen TedTalk über den Placeboeffekt anbieten: https://www.youtube.com/watch?v=0tqq66zwa7g Kurz gefasst geht es in dem Vortrag darum, dass Erwartungen die berichtete Effektivität von (schulmedizinischen (ich meine das nicht negativ, sondern einfach als Unterscheidung)) Medikamenten stark beeinflussen.
        Ich kann nachvollziehen, dass die Wirkweise unlogisch erscheint. Kein Thema. Für mich spielt hier ganz stark rein, dass ich damit aufgewachsen bin, insofern fällt das für mich in die Kategorie „ist halt so“. Mir wäre auch unbekannt, dass es inzwischen eine allgemein anerkannte Erklärung für die Wirkweise gäbe.
        Was mich gleichzeitig aber ärgert, ist dass die Wirkweise in Studien oft nicht berücksichtigt wird. Mein Bruder und ich haben zum Beispiel verschiedene Homöopathika gegen die gleiche Erkältung bekommen, weil die Symptomatik leicht unterschiedlich war. Wenn man sowas in einer Studie nicht berücksichtigt, liest sich das für mich überspitzt gesagt immer, als würde man ein Erkältungsmittel an einer Gruppe von Erkälteten und Leuten mit Heuschnupfen testen und zu dem Schluss kommen, dass das Medikament nichts taugt. Oder man sich daran aufhängt, dass das Mittel gegen Schnupfen aber nichts gegen Halsschmerzen getan hat und daher nicht wirken kann.
        Daher auch die Abneigung gegen „Hausfrauenhomöopathie“ – dass man „nichts falsch machen kann“, heißt nicht, dass man es automatisch richtig macht. Wenn man was verschleppt, weil „man ja was Homöopathisches genommen hat“, ist es auch scheiße. Ich nehme mir als medizinischer Laie doch auch nicht raus, von vornherein genau zu wissen, welches Medikament für mich passt und das vor allem besser zu wissen, als Leute mit einer mehrjährigen Ausbildung in dem Bereich.
        Ich stehe grundsätzlich an der Position, dass Homöopathie und Schulmedizin beide ihre Berechtigung haben, aber Kosten und Nutzen abgewägt werden müssen. (Eigentlich, wie immer, wenn es um ganzheitliche und schulmedizinische Ansätze geht. Oder generell Medizin.) Als Ergänzung zu psychotherapeutischer Behandlung oder bei (manchen) chronischen Erkrankungen kann Homöopathie großartig sein und aufgrund von fehlenden Nebenwirkungen schonender. Zur Unterstützung bei akuten Erkrankungen auch, je nach Verlauf und Krankheit (bzw. der Schwere möglicher Komplikationen) sollte man aber unbedingt einen Schulmediziner zu Rate ziehen. Mit nem offenen Bruch oder sowas gehe ich ins Krankenhaus.

        Liebe Grüße,
        Katja

        1. Ein weites Feld, ein weites Feld… Macht alles Sinn, was du schreibst. ich denke damit setze ich mich beizeiten noch mal auseinander, wenn es passt. Es ist auf jeden Fall mit auf meiner Liste von Dingen, die ich gern verstehen möchte. Aber ich vermute mal, du hast es dir schon sofort gedacht: die Liste ist lang! 😀 Manchmal denke ich, ich möchte den ganzen Tag lesen und ALLES behalten können, einfach damit ich das Leben verstehe. Aber dann lebt man ja nicht mehr. 😉
          Also eins nach dem anderen. Ich bin ganz froh, dass mir lernen so leicht fällt. Vermutlich aber wohl auch Übungssache. Homöopathie steht auf jeden Fall mit auf meinem Curriculum. Zumindest die Grundlagen woll ich nachvollziehen können.
          LG, Heike

          1. Mach das. Es ist ein hochinteressantes Thema. Ich finde den Umgang in der Debatte, ob Homöopathie denn jetzt wirkt oder nicht nur in den meisten Fällen sehr unsachlich und dogmatisch. Die Frage ist ja grundsätzlich berechtigt, nur die Art wie damit umgegangen wird, finde ich enttäuschend. Das ist auch einer der Gründe, warum ich da irgendwann nicht weiter gebohrt habe – ich verwende meine Zeit dann doch lieber auf Anderes.

            Ich bin mit deinem Artikel inzwischen durch und möchte ein riesiges Lob aussprechen. Er ist informativ und transparent. Ich denke, dass rüberkommt, was du möchtest, und dass es so rüberkommt, wie du es möchtest.

            Liebe Grüße,
            Katja

  10. Hallo Heike, bitte entschuldige wenn ich mit meiner Frage nicht wirklich auf den Artikel eingehe, aber ich muss sie gerade los werden, sonst vergesse ich es nur wieder ^^
    Ich wollte fragen: wie gehst du eigentlich die Sache mit der Haut an deinem Bauch an? Hauptsächlich meine ich damit das Ausdehnen der Haut. Hast du da in deiner Schwangerschaft bisher auch Vorbeugungsmaßnahmen ergriffen oder verlässt du dich darauf, dass sich die Haut quasi selbst und mit Sport wieder regeneriert und möglichst viel Spannung wiedererlangt? Weißt du ich frage gerade deswegen, weil ich selbst in den letzten Monaten viel abgenommen habe und immer noch dabei bin weiter abzunehmen (es waren bisher 25 Kilo und werden wohl nochmal etwa 15 – 20 werden), und auch wenn die Haut am Rest meines Körpers eine gute Spannung wiederzuerlangen scheint, so hab ich ein paar wenige Bedenken am Bauchbereich. Gut, klar, da war sie auch am meisten „beansprucht“. Und man kann jetzt schon sehen, dass da wohl mal ein etwas lockerer Fleck bleibt, wo sich die Haut nicht mehr ganz zurückbilden wird. Es könnte wenn ich Glück habe, zumindest noch so aussehen wie diese Fältchen nach einer Schwangerschaft.
    Hast du dir überlegt was du machen würdest wenn das nach deiner Schwangerschaft bei dir der Fall ist? Wenn die Haut am Bauch nicht mehr ganz so straff wird? Würdest du da operativ was machen lassen? Mich würde wirklich sehr interessieren wie das viele Frauen handhaben, aber leider habe ich nicht wirklich viele Damen in meinem Freundeskreis und kann nur ganz schwer persönliche Eindrücke sammeln, ob nun durch Schwangerschaften oder starken Gewichtsverlust. Falls du die Frage an der Stele unangebracht findest, dann entschuldige ich mich schon mal aufrichtig Und falls du zu dem Thema ohnehin einen Blogpost machen wolltest, dann werde ich den sehr geduldig abwarten 🙂
    Liebe Grüße, Natascha

    1. Die Frage ist völlig berechtigt. 🙂 Erst mal für den Moment empfehle ich dir das Buch Fettlgik überwinden, das ich ja auch schon renzensiert habe. Nadja Hermann hat selbst ja von einem enormen Kampfgewicht abgenommen, ich meine es waren über 50kg… müsste ich nachlesen. Auf jeden Fall von deutlich über 100kg auf unter 70kg. Wichtigste Aussage von ihr: Zieh den Gewichtsverlust durch. Die Haut kann sich dann wieder straff an den Muskel anlegen, wenn kein Fettpolster (Restfettpolster) mehr dahinter liegt, das sie runterzieht. Haut an sich ist ja nur millimeterdünn (je nach Körperpartie noch dünner), das darunter ist Unterhautfettgewebe. Wenn man sich das vor Augen führt, wie zart dieses Organ eigentlich ist und wie stark es bei Übergewicht teilweise gedehnt wurde und wie viel trotzdem ja auch noch eine kleine Fettrolle tatsächlich wiegt, dann ist das logisch, dass dieses Fettgewicht reicht, um die zarte Haut hängen und runzeln zu lassen und die letzte Rückbildung zu verhindern.
      Wichtig ist dann natürlich, dass das Fett wegbleibt, damit die Haut eben „unbeschwert“ die Möglichkeit hat, sich ganz zusammenzuziehen und anzulegen. Und das dauert je nach Alter, Gesundheit etc. dann noch mal lange. Monate auf jeden Fall, aber auch länger.

      Ich persönlich muss noch recherchieren, was ich nach der Geburt machen kann, um die Haut pflegend zu unterstützen, damit sie sich zusammenzieht. Durchblutungsförerung ist immer gut aber ich vermute starkes Massieren ist dann eher raus, weil das die Haut ja wieder dehnt. Aber ja, da wollte ich dann noch zu schreiben. Ich habe über die Schwanegrschaft meinen Bauch gepflegt, indem ich die Haut unterstützt habe geschmeidig und dehnbar zu bleiben. Tägliches trockenes Abbürsten, Zupfmassage mit Jojobaöl und Aloeveragel und nur wenig Sonneneinstrahlung für den Bauch zusammen mit Yoga Stretching sind da so die wichtigsten Punkte gewesen. Zupfmassage halte ich wie gesagt für danach nicht für sinnvoll. Öl und Feuchtigkeitspflege dagegen schon, Bürsten eventuell auch, aber noch vorsichtiger.
      LG, Heike

      1. Im Hinterkopf habe ich das Buch auch schon einige Zeit, werde mir es dann nun doch mal endgültig kaufen. Und dran bleiben am Gewicht Verlieren will und werde ich sowieso. Auf den Level auf dem ich schon mal war werde ich sowieso nicht mehr zurückfallen, da hat sich meine komplette Ernährungsumstellung schon viel zu sehr gefestigt 🙂
        Vielen lieben Dank für die Antwort!

        1. Komplette und gefestigte Ernäjhrungsumstellung klingt super! 😀 Finde ich toll, dass du da gerade für dich auf einem guten Weg bist. Hab mich da letztens erst wieder drüber unterhalten wie schwachsinnig ich solche Geschichten finde wie „in 8 Wochen zum Sixpack) und dann essen die kerle da nur Quark, Kabeljau und Hühnchen und als Goodie gibt es ein Portionchen Sauerkraut und eine halbe Banane. Dazu Eiweißshakes mit Wasser. Ja, das finktioniert, das Abnehmen. Aber wäh! Noch unausgewogener geht es kaum und das kann und will ja auch danach um Gottes Willen niemand so fortführen.
          Also. Weiterhin gutes gelingen und viel Gesundheit, und Freude an der neuen Kraft und Leichtigkeit!
          LG, Heike

  11. Liebe Heike,
    Vielen Dank für diese Ideensammlung! Im Alltag mit einem Neugeborernen wird es für die meisten Frauen aber sehr schwer sein das alles zu berücksichtigen um dem Haarausfall vorzubeugen. Ich persönlich bin schon der Typ „gut informiert“ und ebenfalls sehr ambitioniert in solchen Dingen (hab erfolgreich einen Akneschub verhindert zu dem ich bei Hormonumstellung neige, hatte nach 4 Wochen meine Figur wieder, nach 8 Wochen war ich wieder in der Arbeit). Bis auf die Plazenta-Geschichte habe ich alles mehr oder weniger, eben soweit praktikabel, berücksichtigt und trotzdem innerhalb von 3 Monaten meine Haare von ZU 7,0 auf 5,8 verloren, das war verdammt bitter. Man steckt nicht drin, ich glaube nicht dran dass man es in der Hand hat postpartalen Haarausfall zu bremsen. Inzwischen habe ich einen ganzen „Besen“ an Neuwuchs auf dem Kopf und alles wird gut. Ich wünsche Dir dass diese Maßnahmen bei Dir besser greifen bzw. du gar nicht erst dazu neigst! Liebe Grüße!

    1. Danke für deine Erfahrungen! Genau an sowas fehlt es mir ja, da findet man einfach nicht wirklich was im Netz (oder sonst wo, ich wüsste gar nicht, wo ich da gucken sollte). Also Erfahrungsberichte von Frauen, die auch ein bisschend as Drumherum mit abbilden. Nur von Hirse allein 😉 wird sich da nichts abfangen lassen. Aber es gibt eben auch Frauen, die eine fürchterliche Geburts- und Anfangsstuatiin hatten und trotzdem ihre Haare behalten haben. oder ebn auch solche, die wenn man es so betrachtet wie ich gerade, alles richtig machen und es fällt trotzdem aus.
      7 Auf 5,8 ist schon gemein. Unter 6cm merkt man einfach deutlich. Ich für mich hoffe einfach sehr, dass ich über 6cm bleiben kann oder doch zumindest über 5cm. Ich war ja schon zweimal haarscharf unter 5cm und das ist eine Dichte mit der egal welche Frisur wirklich schwer wird. Vor der Schwangerschaft bin ich ja bei 6cm gewesen. Weißt du, wie den ZU vor der Schwangerschaft war?
      Liebe Grüße, Heike

      1. Ich hatte vor der Schwangerschaft auch so 6,8 bis 6,9. In der ersten Hälfte der Schwangerschaft hatte ich auch etwas Haarausfall (ernährungsbedingt, da könnte ich wegen Hyperemesis praktisch nur von Infusionen leben), aber bei weitem nicht so schlimm, und in der restlichen Schwangerschaft dann gar nicht mehr.
        Es ist glaub ich ähnlich wie mit Schwangerschftsstreifen: die einen cremen wie wild und kommen trotzdem wie Streifenhörnchen raus und die anderen tun gar nichts und haben keinen einzigen Streifen.

        1. Hmmm schwierig dann zu bewerten, eben wegen der Hyperemesis dabei. Dann hast du ja über die Schwangerschaft das an Dichte etwa wieder reingeholt, was dir am Anfang nach dem starken Erbrechen verloren gegangen ist. Wäre das nicht gewesen, hättest du vermutlich einen deutlich geringeren Haarverlust insgesamt erlebt also mit 6,8-6,9cm als Ausgangswert (vor Schwanegrschaft) und dann eventuell nur ein verlust runter auf knapp über 6cm. Das ist auch noch deutlich, den Bereich bespiele ich ja auch rauf und runter, aber eben was anderes als von einem 7er zu einem 5 Komma x Zopfumfang. Verluste von knapp 8 runter auf 5cm sind ja auch bei vielen Frauen drin, von daher finde ich deine Erfahrungen hier eigentlich sogar ziemlich passend bzw. in dem bereich, den ich als ,leicht bis moderat ansehen würde. Ideal wäre natürlich höchstes ein Haarverlust zurück auf Vorschwangerschaftsniveau. Aber spekulativ natürlich.
          Ich glaube weiter daran, dass es möglich ist vorzubeugen und zumindest den Verlauf abzuschwächen. Es ist extrem schwer zu verifizieren. Wie meine Ärztefreundin sagt: „Klingt alles erst mal gut, aber… Wäre super, wenn du jetzt eine Zwillingsschwester hättest, die das alles nicht macht und sonst identisch lebt.“
          Für mich ist es eben eine Frage von Logiken und Wahrscheinlichkeiten. Bei einem Thema das so viele verschiedene Ursachen haben kann ist es super schwer da dann zu sehen, ob und wenn ja was dann hilft. Deswegen arbeite ich für mich nun mit der Schrotschussmethode und gucke einfach, was passiert.

          1. Ja, in den 9 Monaten passiert so viel mit dem Körper, das ist echt schwer zu bewerten und jeder hat ein anderes Päckchen zu tragen. Bei mir war’s die Hyperemesis. Dafür war die Geburt so „ich geh dann mal ein Kind kriegen, bis morgen“, also ganz schnell ohne Komplikationen, Schmerzmittel oder irgendwas.
            Aber das wichtigste ist ja (neben einem gesunden Baby, das ist das allerwichtigste!), also das wichtigste im Hinblick auf die Haare: sie wachsen nach. Klar will man sich ein-zwei doofe Haar-Jahre ersparen aber die Zeit geht auch schnell rum.

          2. Das stimmt. Da regeneriert der Körper vollständig, wenn man ihn läasst. Im gegensatz zu Zähnen… das ist mein Lieblingsvergleich. Zähne wachsen nicht nach. Sind sie kaputt, sind sie kaputt. Also jetzt unabhängig von Babythemen. 🙂

  12. Was für ein riesen Artikel! Er spricht wirklich vieles an, da könnte ich meterlang kommentieren. Keine Angst, das werde ich nicht. Nur zum Thema Plazenta möchte ich was sagen. Ich finde es irgendwie schräg, dass die meisten Leute ein Stück totes Tier lecker finden, das zu Lebzeiten selbst nur mit Müll gefüttert wurde und das vermutlich nie das Tageslicht gesehen hat. Aber die eigene Plazenta (die ja irgendwie bio und aus Freilandhaltung ist) wird als total widerlich empfunden. Nein, ich bin keine Vegetarierin und meine Plazentas (Plazenten? Plazentae? Also die Nachgeburten) sind auf dem Müll gelandet. Die Leute, die ich kenne, braten die auch nicht oder fressen die roh und an einem Stück, sondern trocknen die und verwenden das Pulver (teilweise auch für äußerliche Anwendungen) oder schlucken in den Tagen nach der Geburt ein bis drei erbsengroße Stückchen. Und das finde ich persönlich weniger eklig, als eine eingeschweißte Hühnerbrust vom Diskounter. (Ich glaube, mein kinderloses, jüngeres Ich wendet sich gerade angeekelt ab.)
    Ansonsten finde ich es super, wie hier kommentiert wird. Und wie du damit umgehst. Sehr professionell.

    1. Ich kann deine Gedanken total gut nachvollziehen, entspricht in weiten teilen meinen eigenen. Das wollte ich nur nich so prominent weiter behandeln, weil damit das Veagn- bzw. vegetarischfass wieder aufgemacht wird, was ich ein super Diskussionsthema finde, aber hui, dann komme ich hier glaube ich aus dem Moderieren und Antworten nicht mehr raus.
      Letztlich in den selben Kontext gehören Behandlungen mit Eigenurin oder Speichel, dann gibt es noch solche Eigenkotimpfunge, Stuhltransplantationen und so weiter. Mega spannend alles, aber man muss da finde ich sehr gut recherchieren und sich selbst auch immer wieder von außen betrachten und sich eben fragen: Warum ekel ich mich? Macht das an der Stelle Sinn doer ist das erlernt? Und so weiter.
      Die Plazenta mit ihren Stammzellen halte ich wirklich für sehr spannend. Das Drumherum mit der Aufbereitung allerdings ist mir etwas suspekt, deswegwen habe ich das im Artikel mit „spannend“ und „essen macht dann da noch am ehesten Sinn“ stehen gelassen.
      Ich habe auch nicht vor den Mutterkuchen wörtlich zu nehmen, bin da aber hin und her gerissen zwischen Faszination, Neugier und Ekel.

      Und danke schön. 🙂 Ich hab micn zwischendurch recht unprofessionell gefühlt bei dem ZdG-Klopper,der mir da unterlaufen ist. Nun denn. Ich lerne weiter. 🙂

  13. Liebe Heike,
    möglicherweise wird es ein gewisser Ausfall geben – ABER die nächsten 3+ Jahre werden die Haare vor lauter Manducas, Tragetücher etc und Babyhändchen ganz sicher hochgesteckt, gefühlt 24/7 – und bis dahin sind wieder 36 cm Haar-Nachwuchs da. Es ist blöd, liegt sicherlich an die hormonelle Umstellung – ich würde abgesehen von gesunder Ernährung nicht versuchen dagegen zu steuern, auch nicht absichtlich Sachen essen, die hormell wirksam sind. Haare hochstecken, Babylein geniessen, sie wachsen nach – versprochen. Been there, done that – 2x. Jetzt sind meine Mädels ein Stück größer und ta da – alle Haare sind wieder da!

    1. Das mag sein, dass ich hauptsächlich hochstecken werde, trotzdem mag ich einfach alles probieren, was ich für mich als sinnvoll erachte und was in die Kategorie „scahdet eh nicht“ fällt. Soja ewäre da ja tatsächlich die härteste „Droge“ 😉 und die wird von so vielen auch sehr gesundheitsbewussten Menschen ständig gegessen, dass ich mir da keinen Kopf mache. Außer eben mein Darm rumpelt, dann lasse ich es sein.
      3 Jahre und 36cm und mehr Neuchwuchs ist natürlich schön, aber eigentlich auch einfach sehr wenig, wenn man sehr langes Haar tragen möchte. Mit 36 cm könnte ich gerade so wieder dichte Schulter- bis Schlüsselbeinlänge haben, alles darunter wäre immer noch deutlich ausgedünnt und das ist einfach etwas, das tut mir in meiner Langhaarseele weh. Deswegen denke ich mir: Tu was geht und wenn es nichts hilft, dann wächst es eben nach. Wenn es hilft, freust du dich. 🙂
      bie nicht gar so heftigem haarausfall reichen 1-2 Jahre, um wieder so aufzufüllen, dass es nicht auffällt, weil es da mehr um das Oberkopfvolumen geht. Bei Haarverlust,d er auf einen Zopfumfang von unter 6cm hinausläuft, muss das Haar eigentlich üebr die gesamte Lägne nachwachsen und das wäre bei meiner geliebten Steißlänge, die ich ja seit den Haarausfällen bisher deshalb nie wieder erreicht habe 85cm (15cm habe ich Scheitellänge, macht zusammen meinen geliebten Meter). 85 durch 12, also gut 7 Jahre. Das ist schon ne Wucht. Dann wäre ich 40. Ich mag gern vorher auch wieder bzw. noch die Haare haben, die ich so liebe. Wenn nicht, dann nicht. Aber eben. 🙂
      LG, Heike

      1. Liebe Heike,
        wenn eine es schafft, dann bist Du es! Ich drücke Dir die Daumen! Deine Überlegungen werden bestimmt Früchte tragen.
        Wie immer – Danke Dir für alles! Ich bin mit Deinen Tips schon sehr weit gekommen, die Verwandlung von Stroh zu – na ja, nicht ganz Seide – aber wesentlich besser. Ich hätte ohne Dich nie aufgehört, die Haare zu färben. Und das ganze macht einfach Spass. Deine Seite zu lesen, die Haare zu pflegen – es ist alles ein wunderbarer Ausgleich zum sehr vollen Alltag – es tankt wieder auf, man hat reichlich Kraft für den nächsten Tag. Minimalismus umzusetzten wird noch ein bißchen dauern, aber danke für den Impetus!
        Herzliche Grüße und alles Gute für die Geburt!

        1. Oh Dankeschön! Das klingt ganz, ganz wunderbar! 😀 An der Verwandlung zu Seide arbeite ich ja auch noch, aber hey, manchmal sieht es fast so aus, als hätte es geklappt. 🙂 Muss ja auch erst mal alles gesund nachwachsen, schon vorgeschädigte Haare zu reparieren ist ja nur sehr begrenzt möglich.
          Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Spaß auf haselnussblond! Und natürlich seidige Haare. 🙂
          Alles Liebe, Heike

  14. Sehr schöner Artikel! Und auch wenn ich an die ganze Sache eher blauäugig-uninformiert ran gegangen bin (wäre mal interessant rauszufinden was ich so für ein Typ bin, definitiv kein Recherchierer :D), habe ich entweder vieles intuitiv richtig gemacht oder einfach Glück gehabt. Baby ist jetzt 6 Monate alt und ich hab nicht mehr wirklich erhöhten Haarausfall. Genau kann ichs nicht sagen, da ich weder vor der Schwangerschaft gezählt habe, wie viel täglichen Haarverlust ich habe, noch danach. Auch den ZU hab ich seit einer Weile nicht mehr gemessen, aber gefühlt bin ich auf dem Vor-Schwangerschaftsniveau, auf jeden Fall aber nicht weit drunter. Und wenn, ich trag sowieso fast nur Dutts und der Haarschmuck passt auf jeden Fall noch, Kopfhautblitzer sind auch kein Problem.
    Wenn ich einen deiner Tipps sehr gewissenhaft umgesetzt habe, dann war das Schlaf. Wir haben aber auch das große Glück ein von Anfang an gut schlafendes Baby (v.a. Nachts) zu haben, so dass die Zeiten der Übermüdung und Augenringe allenfalls mal einzelne Tage waren (und die Erholungszeit nach der Geburt, waren immerhin fast 2 durchgemachte Nächte mit Vorbereitungswehen und allem). Die Wochencouch (war einfach bequemer als das Bett) hab ich intensiv ausgenutzt.
    Ich bin mal gespannt, ob du mit deinen Maßnahmen Erfolg hast, v.a. da du da denk ich sicher nochmal anfälliger bist. Wünschen würd ich es dir auf jeden Fall! Denn auch wenn sich der Haarausfall in Grenzen hält, hab ich andere „Zipperlein“ von der Geburt davon getragen, die mich auch jetzt noch teilweise nerven…
    Aber ich würde deine Positivität da einfach mal überzeugt unterstützen, denn du bist körperlich um ein vielfaches fitter und besser auf die Geburt vorbereitet als ich es war! Das wird schon! Und wenn doch was anders kommt, dann bin ich mir sicher, dass du dir mit deinem geballten Wissen und deiner Freude an der Recherche sicher sehr gut selbst helfen kannst!
    LG und alles Gute für den Endspurt! Genießt eure Zweisamkeit!
    Annie

    1. Danke, das tun wir! Also die Zweisamkeit genießen. Es ist irgendwie schon eine unwirklich Phase, jetzt, da es jeden Tag soweit sein könnte, dass wior so wirklich zu dritt sind.
      Meine Anfälligkeit für Haarausfall macht mich hier ja auch leider alles andere als irgendwie repräsentativ, sollte es also nicht funktionieren und ich büscheln. Andererseits: WENN es klappt, dann klopfe ich mir gehörig auf die Schulter für all den Lifestylewandel, die recherche und die konsequente Umsetzung. Wir werden sehen.
      Ich glaube ja auch einfach, dass Merle gut schlafen wird. Sie ist jetzt im Bauch schon ein gut berechenbares Baby, was ihre Schlaf- und Wachphasen angeht. Spekulation natzürlich, aber ich mag es glauben. 🙂

      LG, Heike

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