19. August 2017

Home Makeover – Wohnen mit Baby

Unser Wohnkonzept für 3 Zimmer auf 90qm und… wo soll jetzt das Arbeitszimmer hin?
Meine Top 10 für ein ruhiges Wohnkonzept mit vielen Themen. Mit und ohne Kind, aber in unserem Fall natürlich nun sehr bald mit!

Hier ist er also, der nächste besonders nachgefragte Artikel rund um die Babyvorbereitungen – wenngleich es hier nun wirklich nur sehr am Rande um unsere Tochter geht (morgen Woche 40!). Was ich euch vorstellen mag, ist wie wir planen und umsetzen, um all unsere Lebensthemen auf einer doch überschaubaren Anzahl an Quadratemtern unterzubringen und das Ganze dann auch noch in hübsch. Ich bin sicher, da könnt ihr für euch auch ganz viel mitnehmen, egal ob mit Kind oder ohne. Und… wow, also bei den Vorherbildern entfuhr mir dann doch ab und an ein dezent erschrockenes „Alter…!“ Unsere Wohnung kommt also sicherlich nicht vom höchsten Designniveau und hat sich bloß nur noch in Details verbessert, sondern „Makeover“ trifft es wirklich. Wenn auch keines, das an einem Wochenende stattfand, sondern mit Weitsicht und Konsequenz über die letzten 2,5 Jahre mit einem großen Ruck im letzten Halbjahr. Seid ihr bereit?

Der Wunsch

Wir lieben helle, offene Wohnkonzepte mit ruhigem Farbschema und Luftigkeit und Deko, die als solche wirken kann, weil die Flächen sonst frei sind. Bei all der Helligkeit und Ordnung soll es bitte warm und gemütlich sein, Ecken zum Sicheinkuscheln sind uns wichtig, Rückzugsorte genauso wie Raum für gemütliche Geselligkeit, außerdem bitte mit praktisch kurzen Wegen, um an alle Notwendigkeiten heranzukommen, ohne vorher groß rumräumen und um Ecken greifen zu müssen.

Ob man da jetzt Feng Shui anlegt oder einfach nur eine Runde bei Pinterest rumgescrollt und sich etwas in den Scandi-Stil verguckt hat – egal! Das ist auf jeden Fall das, was wir uns gewünscht haben und wie wir unsere Wohnung so weit als uns möglich eingerichtet haben.

Ausgangssituation

Nun, wir wohnen im einem 80er-Jahre-Mehrparteienhaus mit normaler Deckenhöhe (die ich immer schon als niedrig empfunden habe), orangegelben Türen und Türzargen, einer Mischung aus etwas in die Jahre gekommenem Stäbchenparkett und Fliesen, denen man ihre 30 Jahre Lebenszeit ansieht. Die Wände haben Strukturtapete, das Gästeklo bietet Bahamebeige mit Blümchenzierde, das große Bad ist 08/15 weiß mit Dekorleiste. Daran ließ sich nicht viel ändern, außer vielleicht die Tapete, aber da hatten wir beim Einzug schon keine Lust drauf, obwohl wir bekennende Glattputzfans sind und am Keine-Lust-haben aufs Tapezieren hat sich nichts geändert.
Aber doch, es ließ sich viel ändern, nämlich die Wirkung des Ganzen.

Schauen wir uns einmal den Grundriss an:

3-Zimmer-Wohnung auf 90qm.
Ziemlich großer Flur, der keine Wandfläche für Schränke bietet, ein Tanzflur sozusagen, kleine bis mittelgroße Küche, normalgroßes Schlafzimmer, normalgroßes Arbeitszimmer (in der Skizze schon als Kinderzimmer angelegt), mittelgroßes bis großes Bad plus winziges Gästeklo. Und ein großes Wohn-Ess-Sport-Zimmer.
Daran seht ihr jetzt auch schon, was ich subjektiv als groß oder auch klein empfinde (das kann ziemlich von euren Empfindunge abweichen, in beide Richtungen). Wir haben keine Abstellkammer und auch keinen Wandschrank, dafür aber einen Kellerraum. Der Waschkeller wird gemeinschaftlich genutzt. Wenn ich mir die Skizze so angucke dann denke ich: Gute Größe, aber ziemlich voll. Wir haben also ganz schön gepuzzelt.

Knackpunkt 1: Das Arbeitszimmer

Ui, was haben wir uns gesträubt das aufzugeben! Benedict ist Lehrer und ich schwöre euch, ich könnte euch in Unterrichtsmaterial einmauern! Für seine Fächerkombination (Mathe und Physik, sehr experimentlastig) sowie die Schulform (Montessori) benötigt er allerdings auch viel mehr als nur Papierkram und damit Aktenschränke.
Meine angestellte Arbeit ist nichts, was Platz wegnehmen würde. Alles aber rund um Blog und Buch, das braucht dagegen mehr Raum und eigentlich bräuchte ich allein schon für die Fotos in der dunklen Jahreszeit ein Studio bzw. zumindest eine freie Wand mit so viel Platz davor, dass die Beleuchtung und das Stativ auch mal stehen bleiben könnten. Haben wir auch so mit Arbeitszimmer vor Merle nicht gehabt.

Knackpunkt 2: Der Essbereich

Wir haben einen Tisch in der Küche (hier hatte ich euch unsere kleine Traumküche schon mal vorgestellt, sie ist fast komplett so geblieben), aber da kann man eigentlich nur zu zweit dran essen, zu dritt ist es schon der totale Krampf. Im Wohn-Esszimmer hatten wir einen Tisch von etwa Schreibtischgröße mit vier Stühlen. Sobald aber mal fünf Personen da waren, war es schon sehr eng, weil der Tisch zu klein war, um da wirklich noch jemanden vor Kopf setzen zu können. Vater, Mutter, Kind plus Großeltern und schon sind es fünf. Wir haben öfter Besuch und das soll bitte auch so bleiben. Dass der Tisch zu klein war, war uns schon lange aufgefallen, aber wir hatten es immer wieder aufgeschoben, ging ja irgendwie.

Knackpunkt 3: Weder Schlaf- noch Arbeitszimmer können gleichzeitig Babyzimmer sein.

Ein Baby braucht kein eigenes Zimmer. Es braucht einen ruhigen Schlafplatz und man muss irgendwo Wickelkommode und Stauraum für Babysachen unterbringen. Der ruhige Schlafplatz ließ sich aber nirgends in einen Raum integrieren. Unser Schlafzimmer ist zu klein, um ein Babybett unterzukriegen, das wird mit dem Beistellbett schon eng (ja, ich empfinde das als eng). Das Wohnzimmer ist alles andere als ruhig, da halten wir uns ja auf, wenn die Kleine auch schlafen würde. Also blieb nur das Arbeitszimmer. Und wir haben lange überlegt, ob das irgendwie geht. Und uns dagegen entschieden. Das Raumklima mit all den technischen Geräten fanden wir grässlich. Ich will ja auch nicht dort schlafen, wo die Computer stehen, all die Kabel rumhängen, der Drucker harrt und nee. Das dann später kindersicher zu bekommen, wäre auch eine Herausforderung.

Lösung: Zwei Multifunktionszimmer

Kinder-Gäste-Stauraum-Zimmer

Merle hat auf den ersten Blick nun ein eigenes Kinderzimmer. Tatsächlich ist es Kinder- Gäste- und Stauraumzimmer. Außerdem Ausweichschlafplatz falls nötig. Hier hatte ich euch schon eine Tour durch ihr Zimmer gegeben. Jetzt ganz fertig ist es aber einfach noch mal viel, viel schöner geworden! Bei ihr im Raum werden kindersichere Dinge aufbewahrt, wie eben viele Bücher und Unterrichtsmaterialien oder aber auch die Polster für die Gartenstühle.

Wohn-Ess-Sport-Arbeitszimmer

Das Wohn-Ess-Sportzimmer ist mit dem Arbeitsbreich um eine Funktion erweitert worden. Dafür musste unser Bücherregal gehen (Bücher sind bei Merle im Zimmer, in den Truhen der Sitzbank, sowie eine Auswahl meiner aktuell liebsten Sachbücher auf den Schuhregalen, die eher ein hübsches Bord abgeben), ebenso wie eine antike Anrichte, die uns immer als Geschirr- und Stauschrank gedient hatte. Ihr Inhalt wurde sinnvoll in andere Staubereiche der Wohnung in andere Zimmer verteilt.

Das Wohn-Ess-Sport-Arbeitszimmer hat damit einiges an Investition gekostet, ermöglicht uns aber nun das angestrebte ruhige und helle, offene Raumkonzept (was uns irre wichtig war, ich weiß, vielen ist es da nicht, aber ich krieg zu viel in dunklen, vollgestopften Räumen), wir haben endlich genug Platz für Gäste und haben einen Arbeitsplatz erhalten können, der wirklich anregend ist. Eigentlich sogar besser als zuvor im Arbeitszimmer, denn wir gucken jetzt nicht nur vor die Wand, sondern sehr leicht in den Garten. Zur gleichen Zeit können wir dort zwar nur begrenzt arbeiten, aber einer kann eigentlich immer auf den Laptop ausweichen, dann geht es wieder.

Einziger Knackpunkt sind noch die Hanteln, die haben wir bisher noch nicht gut unterbringen können. Das war auch vorher schon so, weil sie zu schwer sind, um sie in normale Schränke zu tun, deshalb lagern sie halb hinter, halb neben dem Sofa. Mag ich ja gar nicht. Lösung ist in Planung, aber noch nicht in Arbeit. Dafür werden wir etwas bauen, wenn Zeit ist, vielleicht sogar noch diese Sommerferien, ich hab da schon was entworfen…

Rückzugsmöglichkeiten

Ganz großes Thema! Gerade nun ohne Arbeitszimmer war es uns enorm wichtig Bereiche zu haben, in die wir uns sowohl zum Arbeiten als auch für Freizeitaktivitäten zurückziehen konnten. Nicht nur vor dem Kind (oh ja, ich mag bitte ab und an nur für mich sein), sondern auch vor dem anderen.

Lenja hätte jetzt wieder ihren Spaß am MBTI, sind das doch sehr typische Bedürfnisse von Introvertierten, ich für meinen Teil bin mir aber gar nicht sicher, ob ich ein Intro bin, ich glaube es eher nicht… Auf jeden Fall muss ich mal die Tür zu machen können vor der Welt und ja auch vor mir lieben Menschen. Und Benedict braucht das auch. Wichtigster Komplize in dem Kontext ist der Laptop, der uns variables Arbeiten ermöglicht. Außerdem musste es mehrere Tische geben. Mit Schreibtisch, zwei Esstischen (Küche und Wohnzimmer) sowie noch dem Schminktisch war das gegeben. Außerdem haben wir vier Berieche, um sich so richtig schön einzukuscheln: Couch, breite Sitzeckenbank, Gästebettsofa und Schlafzimmerbett. Im Sommer Balkon und Terrasse. Würde nur das Wohnzimmer sowohl Arbeits- als auch Entspannungsbereiche anbieten, wir würden uns ziemlich schnell auf die Nerven gehen. So kann jeder für sich sein.

Wir sind ein sehr enges und harmonisches Paar. Und ich denke, wir sind es auch deshalb, eben weil wir uns auch immer in Ruhe lassen, wenn wir das brauchen. Sagt Beziehungscoach Heiki oder so…

Wie haben wir unsere Wohnziele erreicht?

1. Minimalisieren! Und zwar drastisch. Artikel zu dem Thema findet ihr hier, hier und hier. Nun mit Merle im Bauch haben wir noch mal sehr gründlich aussortiert, der Blogflohmarkt war da nur die Spitze des Eisbergs. Unser größter materieller Klotz am Bein sind Unterrichtsmaterialien und Kleidung (siehe Projekt Pax: ich liebe schöne Kleidung, plus jetzt schwanger brauchte ich noch mehr und Benedict wechselt regelmäßig durch zwei Größen und braucht noch Schulkleidung). Alles andere ist gut überschaubar. Wir besitzen viel Werkzeug und viel Küchenequipment, was aber beides ständig in Gebrauch ist. Von daher darf zur Idealwohnung mit Fitnessraum, Arbeitszimmer/Studio und separatem Kinderzimmer eigentlich noch ein Werkelkeller hinzugerechnet werden. Wir bauen viel selbst, nicht nur für den Garten.

2. Farbkonzept und Weiß! Weiß zieht sich als Grundfarbe durch alle Räume. Weiß macht hell und ist universell kombinierbar. Da wir auch bei den Kontrastfarben in allen Räumen bei Gelb-Goldtönen, Cremetönenen (auch ein Gelbton letztlich), türkis, petrol und grau geblieben sind, lassen sich Möbel gut variieren, wenn ein Raum umstrukturiert werden muss. Es gibt nur wenig, was wir nicht für einem anderen Raum nutzen könnten, weil es dort fehl am Platz wirken würde. Gelb-Gold-Naturtöne waren die einzige Möglichkeit die orangegelben Türen so zu integrieren, dass sie nicht mehr wie Fremdkörper wirken. Wichtigster Tipp, wenn ihr anfangt, umzustrukturieren: Beschränkt euch pro Raum auf maximal drei Farben, kickt also raus, bzw. ersetzt, was nicht dazu passt. Eigentlich zählt Weiß auch dazu. Also Weiß plus zwei weitere Farben, drei aber echt als Maximum. Farbabstufungen sind okay.

Ihr seht, Küche und Kinderzimmer haben wirklich drei Farben plus Weiß, es sind auch die anregendsten Räume. Das Schlafzimmer ist mit Abstand am ruhigsten, mit Absicht. Das Wohnzimmer hat noch hier und da ein paar weitere Farben (Teppich, Can), die es aber verträgt, da es sonst farblich sehr ruhig gehalten ist. Grau, Gelb und Weiß haben wir somit in jedem Zimmer. Dadurch sind wir sehr variabel und die Wohnung wirkt als Einheit.

Ich mag auch Wohnungen, die sich nicht dem Weiß-Trend verschrieben haben, aber eigentlich nur und wirklich NUR! wenn es sehr, sehr viel Licht gibt. Das bedeutet hohe Decken, große Fenster und vermutlich kein Erdgeschoss und bitte mit viel Luft, besser bekannt als Platz. Wenn diese Kriterien nicht erfüllt sind, empfinde ich fast jede andere Grundfarbe als drückend, egal ob warmes Naturholz, kindgerecht bunt oder edle fast schwarze oder ganz schwarze Töne.

3. Kaum offene Regale. Da wir so viel Kram unterbringen müssen, der eher unruhig bis unschön ist, haben wir bei Schränken bewusst solche mit Türen und Schubladen genommen, keine Vitrinen oder offenen Regale. In der Küche ist das noch etwas tricky, geht aber. Der offene Kleiderschrank war Absicht, wobei es sein kann, dass ich mir das leid sehe. Keine offenen Regale ist auch automatisch kindersicherer.

4. Niedrige Möbelhöhen. Das ist nicht ganz leicht umzusetzen, wenn man viel zu verstauen hat und deshalb die dritte Dimension am liebsten voll mitnutzen möchte, macht aber bei niedrigen bis eben normalen Deckenhöhen enorm viel aus. Die Räume werden dadurch optisch höher, dadurch luftiger und größer. Merkt man eindrücklich im Schlafzimmer, wo wir das mit dem Kleiderschrank dann nicht durchgezogen haben. Hohe Möbel verschieben gefühlt die Wände nach innen und die Deckenhöhe nach unten. In Wohn- und Kinderzimmer sowie in der Küche haben wir das durchgezogen. Keine Hochschränke, keine hohen Regale. Luft!

5. Sauber planen. Ich bevorzuge ganz altmodisch Millimeterpapier und ausgeschnittene Möbelpapierchen. IKEA bietet für einige Produktserien Planungssyoftware an. Sowohl für den Pax-Schrank als auch für das Besta-System (unsere Aktenschränke bzw. TV-Möbel) und ihre Küchen.
Plant außerdem für länger als nur bis zum nächsten Jahr. Wohnen ist etwas längerfristiges. Gestaltet es also entweder flexibel und/oder vorausschauend. Wir sind 2014 hier eingezogen. So eine große Wohnung hätten wir damals nicht zwingend gebraucht. Aber wir wussten, dass das Kinderthema aktuell werden würde, bevor wir vermutlich noch mal umziehen würden. Beziehungsweise wir hatten keine Lust noch mal Zeit und Geld in einen neuerlichen Umzug stecken zu müssen, sollte die Familienplanung konkret werden. Nie bereut so geplant zu haben.

6. Wenig Deko. „Stehrümchen“ hat meine liebe Niiickike mal zu sowas gesagt. „Nippes“, sage ich. Deko ist toll, sie macht sehr viel aus, ist aber wie bei Accessoires am Körper: nicht zu viel, sonst wird es ein Christbaum. Und bitte in einem Stil bzw. in einer bestimmten sinnvollen Art passend. Deko wirkt dadurch, dass drum herum nichts steht. Merken. 🙂 Das ist der größte Trick. Dann lieber verschiedene Deko haben und in Kisten einmotten und ab und an wechseln, anstatt alles immer rumstehen und rumhängen zu haben. Wenn ihr dann eingemottet habt und eh nicht wechselt, dann wisst ihr, dass ihr den Kram auch gar nicht braucht. Wir haben z.B. bis auf Weihnachtsdeko keine Wechseldeko. Ich kenne das aber von vielen auch sehr minimalistischen Wohnbloggern, dass sie verschiedene Farbkonzepte haben, die sie wechseln oder eben mehr Jahreszeitendeko als nur Weihnachten und Rest-des-Jahres.

Überladene Deko kann ihren eigenen Charme haben, ist aber tatsächlich fast schon Königsklasse, wenn es um Interior geht, damit dass dann wirklich schön, gemütlich, kreativ und anregend wirkt und nicht einfach nur vollgestopft. Ich kenne Menschen, die sowas können und mag ihre Wohnungen. Aber nur, um dort zu Besuch zu sein, Wohnen mag ich so nicht.

7. Ordentlich aber mühelos. Ich kenne viele Wohnungen, die sehr clean und minimalistisch sind, denen aber die Wärme fehlt. Ein bisschen steril oder bestenfalls möbelprospektartig. Der Trick ist, Dinge offen liegen bzw. stehen zu lassen, die dem Betrachter sagen, was mit ihnen gemacht wird. Lose drapierte Decken sind ein Klassiker, das geht aber auch mit Taschen, die an der Garderobe hängen, offen sichtbarem Geschirr (ungleich Vitrine), einem sichtbaren Wäschekorb (die Dreckwäsche muss man nicht sehen) oder anderen schönen Gebrauchsgegenständen.

An unserem Bespiel: Eine schöne Trinkflasche am Bett statt einer Plastikflasche. Der antike Spiegel auf dem Schminktisch, der da liegt, wie gerade erst benutzt. Ölfläschchen im Bad (da lohnt sich das Umfüllen!). Obstkörbe in der Küche sowie ein hübsches Teeregal und hübsche Teetassen beim Wasserkocher. Schöne Schreibwaren auf dem Schreibtisch, kein Werbekuli und ausgeleierter Collegeblock (haben wir auch, aber in Schubladen. 😉 ). Kerzen sind fast immer toll. Pflanzen auch, wobei wir kaum Pflanzen drinnen haben, weil ich die Flächen lieber frei habe. Und wir hatten zu oft Trauermücken, die nerven… Und Instrumente sind sowieso ganz weit vorn.

8. Texturen. Daran arbeiten wir noch, ist aber nach dem Farbkonzept ein absoluter Interior-Klassiker, leider aber auch meist ein ziemlich teurer. Varianz in den Texturen erschafft Wärme und Spannug (im positiven Sinn). Allein dadurch, dass wir unterschiedliche Oberflächenstrukturen sehen, wird der Tastsinn angesprochen in der Vorstellung. Das macht den Raum sofort gemütlicher. Man möchte berühren. Nur glatte Oberflächen erzeugen das Gefühl von Sterilität und Kälte. Sehr gängiges Phänomen im Bad, vor allem im klassischen Fliesenbad (also ohne Naturstein oder bewusste andere Stilmittel, um die Glätte zu brechen), wenn die Handtücher nicht offen sichtbar sind und es keinen Teppich oder Vorleger gibt.

Klassiker sind bei sehr minimalistischen Wohnungen, um das Cleane zu brechen und aufzuwärmen: Decken, Steine, unbehandeltes Holz (gern Treibholz oder andere natürliche Ast- und Wurzelstrukturen z.B. als Bilderrahmen oder Lampenfuß), Kissen mit verschiedenen Hüllen. Aktuell sehr angesagt sind extrem grob gestrickte Decken, Kissen mit Häkel- oder Strickoptik, Knotenkissen, geknüpfte Wanddeko und Vasen mit geometrischer Struktur (Noppen, Schuppen, Perlen, Riffel, Origami, Ananas) sowie offene Drahtdeko für Windlichter oder Terrarien. Kontrast erschafft hier Spannung: glatt und rau. Kühl und weich. Kontrast in Texturen ist fast immer positiv. Kontrast in Farben dagegen wird sehr schnell erschlagend, wenn nicht sehr gezielt eingesetzt. Wie meistens im Design gilt: entweder wirklich gleich bzw. aus einer Familie oder so anders, dass klar ist, dass das Absicht ist. Bei Farben beißt es sich sonst schnell, bei Texturen wirkt es etwas unruhig, ohne dass man direkt benennen könnte weshalb.

9. Licht. Großer Effekt – leider meist auch im Portmonee. Schöne Beleuchtung macht unglaublich viel aus, zumal der Sommer hier nun wirklich nicht ewig andauert. Licht finde ich am schwersten, weil ich da wirklich kaum Ratschläge geben kann, außer: immer Augen auf halten nach schönen, günstigen Lampen. Ich habe einen außerordentlich teuren Geschmack bei Leuchten, was mich oft sehr wurmt. Wir haben in der Regel Amazonrestposten abgestaubt oder sind dann doch bei IKEA gelandet, weil sich das als bester Kompromiss zwischen Design und Preis herausgestellt hat (nicht unbedingt was die Qualität angeht…). Auf ebay kann man auch ab und an Glück haben. Westwing, Impressionen und Monoqi haben meinen Geschmack, aber in der Regel nicht meine Preisklasse.

Ich liebe Hängeleuchten, aber nicht in dieser Wohnung. Zu niedrige Raumhöhe, extrem drückend dadurch, das geht in dieselbe Kategorie wie die niedrigen Möbelhöhen. Ziel waren so flache Lampen wie möglich, mehrflammig (am besten 5 und mehr) und dabei keine Spots. Das allein ist schon gar nicht so leicht. Bei Lampen hat man leider auch immer das Kabelagenproblem. In einer Mietwohnung kann ich dann versuchen mit Kabelschellen und Kabelkanälen den optischen „Schaden“ gering zu halten, aber nichts geht über unter Putz verlegten Kabeln.

10. Second Hand und Upcycling. Vor allem wenn ihr nicht in einem Ballungsgebiet wohnt, könnt ihr auf Antik- und Trödelmärkten oder in Second-Hand-Läden richtig Glück haben. Ich habe den direkten Vergleich durch Dortmund hier (sehr schwer ein Schätzchen zu finden, das dann nicht total überteuert ist) und das sehr ländliche Nordhessen, wo meine Eltern immer noch wohnen. Sie haben für uns schon wirklich großartige Möbel gefunden, teils für Preise, die konnte ich nicht glauben. Da das dann häufig wirklich so günstig ist, kann man sich dann auch noch gut überlegen, ob man die Möbel selbst aufwertet. Allein ein neuer Anstrich wirkt da oft Wunder.

Mein wundervoller Schminktisch und die dazu passenden Nachtschränke haben meine Eltern mal für mich gefunden. Für 60 Euro. Für 60 Euro bekommt man hier eine alte, verranzte Leiter bei ebay Kleinanzeigen, weil es grad Trend ist die als Handtuchhalter ins Bad oder als Gardorbe in den Flur zu stellen…

Interior-Hack: Essbereich

Wir haben einen ausziehbaren IKEA Bjursta Esstisch über ebay Kleinanzeigen ergattert (dafür habe ich mehrere Wochen auf der Lauer gelegen), dem alten Tisch dafür die Beine abgesägt und ihn zur Liegeecke des Essbereichs umfunktioniert. Wir freuen uns immer noch total über diesen genialen Einfall. Keine Extrakosten an der Stelle, der Tisch kommt mit den Maßen einer Kindermatratze, womit wir dann auch sofort die Bepolsterung hatten und unsere Sportbank kann darunter verschwinden, ebenso wie die Langhantel und die Matten.

Und da wären wir.

So wohnen wir jetzt also noch zu zweit, bald mit Kind und mit einer Menge Themen. 🙂 Na, jemand enttäuscht, das es bis auf das Kinderzimmer so gar nicht nach Nachwuchs aussieht? Eine Wohnung muss für uns vor allem ruhig und geborgen sein, anregende Farben und Formen, die bekommt Merle natürlich auch, aber eben nicht dauerhaft als Raumkonzept, sondern als Spielzeuge. Ich liebe diese Wohnung. Sie ist das beste Zuhause, das wir bisher jemals hatten. Und dass das so ist, ist dem zu verdanken, was wir daraus gemacht haben.

P.S.:

Wir bekommen oft gesagt, dass es bei uns gut riechen würde, irgendwie wie Ferienwohnung (auch als wir noch das Wölfchen hatten, von wegen Hundemief). Ich kann nicht genau sagen, woran das wohl liegt, zumal wir auch gern Fisch und Kohl essen 😉 , aber ich glaube es liegt daran, dass die Luft eben so gut zirkulieren kann. Davon ab soll frischer Kuchen ja eine Wohnung heimelig duften lassen. Und dass ich sehr oft Energiebällchen, Kuchen, Bananeneis, Quarkspeisen, Müsli und Pfannkuchen oder Waffeln mache, ist auch kein Geheimnis. Ist doch auch ein Grund sowas selbst zu machen, oder? 🙂

Merken

Merken

Merken

Merken

55 Kommentare

  1. Wunderschön! Dein Bullet Journal ist auch beeindruckend.
    Die weiße Eckcouch ist sehr schön – wo hast Du sie gefunden? Unser Wohnzimmer hat sehr viele ungünstig platzierte Türen und Fenster, da muss eine Eckcoach her, aber meistens sehen sie zu rustikal/bäuerlich aus – oder sind zu wuchtig. Danke und liebe Grüße! Und alles erdenklich Gute für die Entbindung!!!!

    1. Danke schön. 🙂 Die Couch ist Kivik von IKEA, die kannst du dir also zusammenstellen, wie du sie von der Größe her brauchst. Das mit den ungünstig platzieten Türen haben wir hier auch. Kann man auf dem Grundriss erahnen. Die sind fast immer mit einer Türzarge so nah an der Wand, dass man dahinter nichts stellen kann, im WOhnzimmer zum Beispiel gingen auch nur die Schuhregale, ein normales Regal oder gar ein Schrank wäre zu tief gewesen. In der Küche ist eine Unterschrankzeile extra nur 40cm stattd er üblichen 60cm tief. Und usnere Türen sind schmaler als die meisten. 68cm Durchgang z.B. in die Küche. Es gab nur einen einizgen großen Kühlschrank, der da überhaupt durchgepasst hat. Muss man total drauf achten, je nach dem, was man sich anschafft, ob man es zerlegen kann.

  2. Liebe Heike,
    hab‘ vielen Dank für diesen Post, auf den habe ich schon lange gewartet und ich kann tatsächlich einiges für mich mitnehmen.
    Wir haben ja momentan nur zwei Räume – ein normalgroßes Schlafzimmer und ein riesiges „Wohnzimmer“, das sich über die komplette Hausseite erstreckt. Wir haben auch schon ein bisschen umdisponiert und so ist es nun ein Wohn-, Ess-, Arbeits- und Gästezimmer.
    Zum Glück ist das alles aber sehr gut aufgeteilt und wirkt, dank inzwischen (fast komplett) einheitlichem Farbkonzept, sehr ausgeglichen.
    Trotzdem habe ich gerade wieder ein paar Ideen bei dir sammeln können, um das alles noch ein bisschen optimaler zu gestalten. 🙂
    Achja und den Vergleich Antikmöbel Stadt vs. Kand habe ich auch – ich habe lange in Berlin gewohnt, bin aber nun zurück in Nordhessen und habe manchmal echt überlegt, hier Möbel, Geschirr etc. zu kaufen und in Berlin einen Laden aufzumachen – wenn man da bereit ist, für Tasse, Untertasse und Kuchenteller 25,-€ oder so zu bezahlen. 😉
    Habt schon mal eine wunderbare erste Zeit in eurer neuen alten Wohnung mit eurer Tochter. <3
    Viele liebe Grüße,
    die Waldgängerin

    1. Den Gedanken hatten wir auch schon mal! Irre, oder? Meine Eltern finden da wirklich manchmal Schätze, ds ist toll. Unser Wohnzimemrteppich ist auch aus dem Second Hand Möbelhaus. Keine Ahnung wieviel hunderte Euro ich für den hier hätte hinblättern müssen.
      Freut mich auf jeden Fall sehr, dass ich noch ein paar Anregungen geben konnte. 🙂

  3. Eure Wohnung ist wirklich sehr schick und dabei gemütlich. Ganz anders als mein Geschmack, gerade bei Deko bin ich wohl das Gegenteil von Dir. 😉 Bis jetzt hat sich aber noch kein Besuch beschwert, sondern es hieß immer, daß meine Wohnung sehr gemütlich und individuell ist und mich gut wiederspiegelt.
    Was ich aber genau wie Du absolut wichtig finde, ist das Farbkonzept mit höchstens drei Farben.
    Ich ziehe gerade zurück in mein Elternhaus nach Kirchhörde und habe da die Möglichkeit, endlich alles so zu gestalten, wie es mir gefällt. Meine Farben sind ja Schwarz, Grau und Türkis-/Petroltöne, bzw. Weiß, Grau und Türkis.
    Ich mußte gerade echt schmunzeln, weil ich auch auf der Suche nach einem Ikea Bjursta Tisch war, den ich alternativ als Zuschneidetisch benutzen kann und bei Ebay Kleinanzeigen einen knapp verpaßt habe. Den hast Du mir dann wohl vor der Nase weggeschnappt. 😉 Ich habe dafür einen weißen Tisch mit geschwungenen Beinen im Shabby-Look gefunden, der paßt auch super.

    Liebe Grüße, Kitty

    1. Danke schön! 🙂 Kann sein, dass ich das war. Vor drei Monaten etwa haben wir den ergattert. 😀 Türkis-Petrol ist voll deins, das sieht man ja sofort. 🙂 Ist eine sehr dankbare Farbe auch fürs Wohnen, weil sehr gut kompatibel und eigentlich auch immer trendig genug, dass man Sachen findet. Grün oder Orange wären zum Beispiel wesentlich schwieriger, wenn man die bevorzugen würde.

  4. Wirklich schön geworden! Mit wirklichen Wohnkonzepten werd ich mich erst beschäftigen können, wenn wir mal umziehen – bei 60 m² zu zweit (dabei auch ein Tanzflur), sagenhaften 4 m² Kellerabteil und zubehörintensivem Hobby ist „alles irgendwie unterkriegen“ leider doch die höchste Priorität. Immerhin genieße ich auch den Vorzug, von meinem Schreibtisch aus in den Garten schauen zu können. Das ist wirklich toll!
    Wenn wir uns räumlich mal vergrößern sollten, werd ich aber mal wieder in deine Einrichtungsposts schauen zur Inspiration …

    1. Das kann ich total verstehen, dass dann der Stauraum einfach auf Platz 1 ist. Wobei da dann gerade ein ruhiges Farbkonzept und geschlossene Schrnänke total viel ausmachen, damit man nicht optisch total erschlagen wird. Im prinzip oist das dann noch „wichtiger“ das durchzuzihene, da kleine, vollgestopfte Räume weniger Farbe- udn Stilunruhe vertragen als große, offenere Räume. Aber eben auch viel schwieriger umzusetzen. LG

  5. Oh, auf diesen Post habe ich mich gefreut! Und ich habe ihn verschlungen. Viel habe ich mir ja schon aus deinen letzten Posts mitgenommen. Leider merke ich immer wieder, dass ich vor allem mir selbst im Weg stehe. „Etwas ändern? Ja, ein bisschen, aber dies und das auch? Nein, das geht doch noch….“ So sieht es bei mir oft aus. Für andere immer gern aber mich selbst so ‚wichtig‘ zu nehmen um Geld und Arbeit und die Nerven meiner Familie (durch den Umbau) zu strapazieren – das fällt mir schwer! Aber ich nehme Ideen für einige Bastelarbeiten mit. Und wieder viele Inspirationen.
    Und ich finde auch, dass die Wohnung nicht von Anfang an an allen Ecken bunte Reize für Kinder bieten sollte. Später kommt aber einiges von allein – ein bunter Hocker im Badezimmer, ein Töpfchen, kinderstuhl in der Küche, kleine bunte Jacken an der Garderobe… Unserem Haus sieht man die Kinder inzwischen in jedem Zimmer an.

    1. Oh man soll einer Wohnung ja auch ansehen, wer in ihr lebt. 🙂 Und Kinder eben auch. Kleidung, Bilder, Spaziergangmitbringsel, Gebasteltes… sowas ist doch schön! Merle wird ihren eigenen Geschmack entwickeln, wenn es um Dinge geht, die sie benutzt und da wird sie Mitspracherecht haben. Warum sollte ich ihr einen knatschbunten Teller verwehren, wenn sie den toll findet? Aber bei Mäbeln und allem fest installierten ind er Wohnung würde ich mir dann doch die Entscheidungshohheit lassen. In ihrem Zimmer wird sie da dann mehr Wünsche erfüllt bekommen. Ich wollte als Kind immer eine Wand mit riesigen Bumen darauf gemalt haben. Gab es nicht. Wenn Merle sich sowas wünscht, warum nicht? Aber eben die Hauptwohnung möchte ich ruhig halten. 🙂
      Binde deine Familie doch mit ein in Umbauten, dann sind sie bestimmt auch weniger genervt. Zusammen etwas erschaffen macht sowieso mehr Spaß. 🙂

  6. Oh das schaut wirklich gut aus 🙂 Ich finde die goldene Wand mega schön! Aber ich glaube, sowas würde ich hier niemals durchgesetzt bekommen. Was ich aber evtl. gerade als Idee aufschnappe, ist die Sitzbank. Wir haben den gleichen Esstisch in dunkel und das wäre eigentlich perfekt, da es etwas Platz machen würde… Danke für diese Inspiration!

    Kindersicher machen… Wir müssen uns jetzt auch bald Gedanken machen… Da wir Katzen haben, gibt es eh nicht viel Deko. Aber als wir Kleinkind-Besuch da hatten, wurden uns hier deutlich noch vorhandene Schwachstellen gezeigt haha…
    Habt Ihr eigentlich ein Laufgitter für’s Wohnzimmer geplant, oder gar nicht? Also nicht nur wegen „mal eben ablegen“… Auch wenn Baby Tagsüber viel schläft… Man hält sich ja viel im Wohnzimmer auf, da fand ich es immer schön, wenn ich sie im gleichen Zimmer liegen hatte. Oder nutzt Ihr das Babybay mit Rollen und Gitter dafür?

    Und ja es stimmt… Baby braucht noch kein Zimmer. Wir sind da jetzt auch mit 6 Monaten nur zum Wickeln drin. Sie schläft nach wie vor bei uns im Schlafzimmer im Babybay. Eigentlich habe ich immer gesagt: Mit 6 Monaten möchte ich sie langsam an ihr Zimmer gewöhnen, aber irgendwie durch das stillen finde ich es doch schöner, wenn sie bei mir ist. Und ich gebe es zu: Ich bin faul *G*

    1. Wir würden am Anfang das Babybay als Stubenwagen nutzen, also mit Gitterchen. Einen Laufstall haben wir aber auch, der ist noch im Keller. Da gucken wir dann mal, wie es läuft.
      Wann ich sie an ihr eigenes Zimmer gewöhnen mag, weiß ich noch nicht. Das wird sich zeigen. 🙂

  7. Wow, wieder ein Post, du bist echt produktiv!
    Total interessant, deine Gedanken zum Einrichten zu lesen.
    Bei diesen Themen wird mir dann immer wieder verdeutlicht, dass man sich über Geschmack echt nicht streiten sollte. Ich liebe zum Beispiel dunkle Naturholzmöbel und hätte nicht senf-/honiggelb mit roségold kombiniert.

    Hier in der Wohnung hat es ziemlich zusammengewürfelten Studentenbudencharme. Nicht überraschend. Als mein Freund und ich zusammengezogen sind, haben wir festgestellt, dass seine Schlafcouch und mein Sessel vom Flohmarkt genau den gleichen Orangeton haben. Zufälle gibts. Leider gefällt mir besagter Orangeton überhaupt nicht mehr, aber solange wir beide noch Studenten sind, wird es erst mal so bleiben.

    Zum Thema „Tanzflur“ hab ich den Kopf geschüttelt und mich gefragt, wie man als Architekt auf so eine Raumaufteilung kommt. Was für eine Platzverschwendung! Wir haben 50 m² mit einem Mini-Mini-Bad und eine echt kleinen Küche. Auch noch mit Schräge, weil Dachgeschoss. Aber der Vorteil ist, dass von den 50 m² genug für ein echt großes Wohnzimmer übrigbleibt.

    Das Vögelchen auf dem Wolkenmobile ist sehr niedlich!

    1. Der Tanzflur ist echt dämlich. Wir können da noch nicht mal den Kinderwagen parken. Aber die WOhnung hat hier so einige besodnerheiten, bei denen man sich fragt, was sich dabei gedacht wurde. Im Zweifel wohl eher weniger… Der Flur klaut uns locker 5-10 Quadratmeter, die wir natürlich mitmieten, aber die neben einfach nur Luft sind. Naja. So ist das eben. Ich mag die Wohnung trotzdem. 🙂
      Antike Echtholzmöbel liebe ich auch sehr. Wir haben lange mit sehr dunklen Möbelng ewohnt und sie haben ihren eigenen Charme. Allerdings war das in den zwei vorangegangenen Dachgeschosswohnungne, der Unterscheid in der Helligkeit ist enorm. Diese Erdgeschossdunkelheit war für mich einer der Hauptgründe, weshalb ich bei dieser Wohnung dennoch anfangs überlegen musste, ob es die richtige für uns ist. Die Dunkelheit und die fürchterlichen Fliesen (ich glaub die sind auf gar keinem Foto zu sein… So knäckebrotfarbene 80er-Jahre Steingutgeschmacklosigkeiten…). Deswegen liegt ind er Küche Eichenparkett, da konnte ich die echt nicht dulden. 😉
      Ja, die Vögelchen sind süß. Waren mal Deko an einem Hochzeitsgeschenk. 🙂

  8. Man sieht du (ihr) habt euch viel Mühe mit der Wohnung gemacht und ich finde die Umgestaltung ist euch gelungen! Eine Sitzecke hat immer etwas gemütliches und läd zum Verweilen ein. Was mir persönlich noch fehlen würde, wäre eine Vorhangschiene mit schönen Leinen Vorhängen. Sie geben den Raum Gemütlichkeit und Verdecken unschöne Rolladengurte und Steckdosen.
    Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit mit deiner Familie.

    1. 🙂 über Voirhänge haben wir eeeewig diskuttoert. Dass da keine sind, hat damit zu tun, wie der raum vorher aufgeteilt war. in Kidnerzimmer udn Schlafzimmer haben wir genau solche Vorhänge: lang und weiß. Im Wohnzimmer lassen wir es derzeit noch so, weil wir noch nicht sicher sind, ob der Arbeitsbereich so bleibt. Wenn er bleibt wären Vorhänge da schlecht, weil sie den Schreibtisch vom Licht abschirmen würden und er steht so schon so ziemlich in der dunkelsten Ecke des Raumes. Aber wir stehen da tatsächlich echt vor dem Fenster und überlegen. Besodners weil die Rollogurte ja auch so bestechend vergilbt sind… Am liebsten hätte ich neue weiße Rollogurte. Aber Mietwohnung. Und dafür müsste man den Rollokasten aufmachen, was für eine Sauerei… Von daher leben wir damit. Damit und mit den Fliesen und den nicht so schönen Lichtschaltern und dem ollen Thermostat. Naja. Da lernt man direkt, worauf man beim mal eigenen Zuhause dann achtet. 🙂
      Und Dankeschön! 🙂

  9. So so so so fantastisch! Mir geht das Herz auf!

    Ich würde SO gern schön wohnen. Aktuell als Studentin mit wechselnden WGs und davor eine Zeit im Wohnheim, da ist das natürlich schwierig, aber mir graust es auch schon ein bisschen vor später, denn mein Liebster hat leider so gar kein Gespür für Interieur. Sein liebstes Stück ist eine dunkelbraune, fast schwarze, ULTRA-abgeranzte Ledercouch, die er vor 7 Jahren bei seinen Eltern aus dem Keller gefischt hat. Ich hasse dieses Teil mit glühender Leidenschaft. Noch wohnen wir nicht zusammen und ich hoffe wirklich, dass ich ihm die später ausreden kann. Eigentlich ist sie auch schon zu kaputt, um nochmal umzuziehen, aber er kann da sehr stur sein. Begleitet wird sie in seinem WG-Zimmer übrigens von zwei weißen Poängs, einem Korbtisch, einem Korbstuhl, fünf verschiedenen Naturholzmöbeln (natürlich alle unterschiedlich), dazu noch ein rotes und ein schwarzes Regal und sage und schreibe fünf Aquarien. Eines davon ist eigentlich nur eine Vase, aber dennoch. Ich mag Aquarien, aber es sind wirklich viele, in der Küche steht noch eines und ich habe selbst auch eines. Das wird später unsere größte Herausforderung. Von innen sind sie sehr nett, aber diese schwarzen Plastikdeckel finde ich schrecklich. Ich weiß schon, warum ich mich bei mir für das weiße entschieden hab.

    Seine Möbel sind also echt durcheinandergewürfelt, während ich bei mir über die Jahre fast alles auf weiß umgestellt habe. Ich bin gespannt, ob ich mich da durchsetzen kann, wenn wir zusammenziehen, was so für 2018-2019 angedacht ist, je nach dem, wie schnell ich mit dem Studium fertig werde und wie schnell wir was finden (Wohnung in Hamburg? HA!).

    Aber in deinem Artikel ist so viel Inspiration, so viele tolle Bilder – Ich kriege ihn schon noch rum, dass er mir da vertraut 😉

    1. Klar bekommt ihr das hin! Wir sind ja auch als Studenten zusammen gezigen und huiuiui, das war schon zusammengewürfelt. Aber das ist ein eigener Lebensabschnitt mit seinem ganz eigenen Charme. Gerade auch durch das Zusammenfinden und ehraus finden, wie man da gemeinsam etwas erschafft, was beiden gefällt und zu beiden passt. Ich hatte bei Benedict auch so ein paar Hassobjekte, bei denen ich echt an mich halten musste. Eine entsetzliche Spardoese: zwei Ferkel ind er Badewann… Ein Freund von uns hat sich beim Umzug erbarmt und sie ist ihm „aus versehen“ rutntergefallen. Fair war das nicht und würde ich so auch definiti nicht wieder machen!!! aber so viel zum Thema etwas wirklich, wirklich hässclih finden. War nicht mein ruhmreichster Moment und das gab bestimmt zwei Monate lang Karmapickel oder so… Ich wollte nur sagen: We’ve come a long way. 😉 Poäng und Rattan und Kupferschüsseln und schäbige Lampen und Billoteppiche und geerbte Couches inklusive.

      1. Das macht mir doch gleich etwas Mut! 🙂 Ich habe auch nochmal mit ihm drüber gesprochen und wir finden da schon Kompromisse. Ich darf auch all seine Möbel weiß anstreichen. „Wenns dich glücklich macht! Mir ist das doch total egal, welche Farbe die haben. Echt. Hauptsache, du schmeißt die nicht weg, nur um neue in weiß zu kaufen.“ Ich hab ihn lieb 🙂 Und umstreichen reicht mir total. Ich will ja auch keine guten Möbel wegtun! und so ein 5×5 Expedit kann man auch gar nicht mehr kaufen, dabei ist das echt ein praktisches und vielseitiges Regal.

        Insgesamt freue ich mich ja auch darauf, wenn wir endlich zusammenziehen können. Ich mache mich da manchmal selbst ein bisschen fertig, ich sehe, was du alles geschafft hast und was meine Freunde stellenweise schon auf die Beine gestellt haben und muss mir immer wieder vergegenwärtigen, dass ich einfach auch rund fünf Jahre jünger bin als die meisten meiner Freunde. Ich hab noch Zeit. Ich muss nicht in zwei Jahren verheiratet sein und Kinder haben und die perfekte Wohnung. Ich muss erstmal gar nichts! Kommt Zeit, kommt Leben. Oder so.

        Danke, dass du mich wieder ein bisschen auf den Teppich geholt hast 🙂

        1. Richtig so. 🙂 Eins nach dem anderen. Wir haben auch Freunde, die schon im eigenen Haus wohnen. Aber die anderen, das ist ja nie man selbst. Eigener Lebenslauf, eigene Prioritäten und Entscheidungen. 🙂

  10. Ich finds interessant und beeindruckend, wie viel ihr aus der Wohnung durch Minimalismus und Umstellen der Möbel herausgeholt habt. Mir sagt dieser aufgeräumte Stil sehr zu – Und ich finde es durch die farbigen Akzente auch nicht zu steril. Auch das was du über offene und niedrige Regale schreibst finde ich super. Je mehr Platz man hat und sieht, desto eher füllt man es. Ich hab beschlossen dass ich künftig nur noch meine Bücher und CDs offen zeige, der Rest kann ruhig mit Tür sein. Und auch bei der Deko teile ich das Gleiche. Ich freu mich schon wenn ich ausziehe, dann darf ich viel ausmisten und neues beschaffen. Ich freu mich vor allem auf das Thema Farbkonzept.

    1. Farbkonzept ist auch absolut mein Tanzbereich, da verbringe ich viel Zeit mit. Es ist einfach die Basis. Wenn das steht, dann läuft der Rest einfach so viel besser. Das mit den niedrigen Regalhöhen habe ich auch vor kurzem erst gelernt, hatte es vorher aber intuitiv schon richtig gemacht. Ich wünsche dir ganz viel Spaß, wenn du dann ausziehst. Eine eigene Wohnung ist einfach großartig, ein wunderbarer Schritt im Leben.

      1. Apropos Farbkonzept: Hast du da eher nach Inspirationen gesucht oder hast du dich mit Raum- und Farbwirkung beschäftigt? Oder bist du „mit offenen Augen“ durch andere Wohnungen spazierst und hast das ein oder andere aufgesaugt?

        1. Ich bin studierte Grafikdesignerin, von daher liegt mir das sowieso schon sehr nahe. 🙂 Davon ab: eher Inspirationen gesucht (Pinterest primär, aber auch auf Instagram). Andere WOhnugen, die man selbst ebtreten kann, sind ja nicht sehr viele und dann noch welche, die meinem Geschmack entsprechen… hm… die kann icb an eienr hand abzählen, die für mich echte Vorbilder sind. Also vor allem Suche online.

  11. Wow, die Wohnung gefällt mir! Dabei hätte ich mich nie als Minimalistin bezeichnet, Chaosnudel mit Hang zur Deko trifft es eher^^ Kann man dich engagieren, wenn ich mal umziehe? 😉
    Bei deinen Interiorposts hab ich immer das Bedürfnis, anschließend aufzuräumen, umzuräumen und was zu verändern, aber bei 15 qm Studentenbude ist das schwierig… Ich könnte hier mehr Platz haben und Möbel rauswerfen, aber bin nicht bereit, den Preis dafür zu zahlen – meine Bücher rausschmeißen, um das Regal loszusein? Undenkbar. Fernseher hätte ursprünglich kleiner sein sollen, die waren aber alle viel teurer, Schreibtisch mit Aufbau für den Stauraum… Und damit haben wir den Schlamassel.
    Immerhin hab ich beim Einrichten schon instinktiv auf die Farben geachtet, weil ich nicht wieder so einen Mischmasch wie im Kinderzimmer wollte. Jetzt gibt es hellblaue Wände (und leider Decke, vorher war alles gelb), hauptsächlich weiße Möbel und Bett und ein Regal aus schwarzem Metall, mit kleinen Ausreißern zu Buche. Deko dann gerne noch mit zusätzlichem Rosa und meine Freunde sagen, dass die Wohnung schön und bedacht wäre.
    Aber irgendwann muss noch mehr gehen…

    LG, Lisa

    1. Ui also 15qm sind natürlich eine Ansage, da muss man sehr genau schauen, wie man da alles unterbringen kann. Du kjönntest für Anregungen bei Pinterst oder YouTube mal nach „Tiny Home“ gucken. das sind zwar meist mobile Container-ZuHause (in stylisch), aber oft sehr, sehr gut in den STaumöglichkeiten durchdacht und dabei trotzdem ruhig im Design.

  12. Sehr schöne Einrichtung, und ich hoffe für euch, dass ihr das Kinderzimmer nutzen werdet…
    in meiner Krabbelgruppe sind alle wunderschön eingerichteten Kinderzimmer bisher ungenutzt, in zweien schläft das Kind immerhin nachts. Tagsüber sind die Kinder immer überall, aber nicht im Kinderzimmer. Und unsere Kinder sind inzwischen alle anderthalb und älter. Keins der Kinder spielt im Kinderzimmer, sondern da, wo Mama ist, in der Küche, im Wohnzimmer, meiner mit Vorliebe im Bad und da am liebsten mit Klopapier…
    Die ersten sind schon dabei, die Kinderzimmer wieder umzuplanen, da die Babyzimmer halt irgendwie nicht Kleinkindgerecht sind. Und die hübschen Babyzimmer wurden halt nie genutzt.

    Mein Kind wird, wenn es nicht bei jemandem im Bett liegt, alle 50 Minuten wach, es schläft also noch bei mir im Bett. Mit anderthalb. Und ich sehe es nicht kommen, dass sich das so bald ändert, mir reicht schon das abends, wenn er schläft und wir noch wach sind Gerenne für jedes Mal Wachwerden. Hier wird es auf absehbare Zeit kein Kinderzimmer geben, unser Schlafzimmer ist jetzt halt sehr bettdominiert, mit 2,70 Bettbreite und sonst im Endeffekt nichts mehr drin. Wickeltische hasst mein Kind auch wie die Pest und versucht seit er sechs Monate ist, runterzuspringen, seitdem wickeln wir einfach irgendwo auf dem Fußboden.

    Und für alle, die planen zusammenzuziehen: Freunde von mir haben ein Vetorecht ausgemacht, jeder durfte bei zwei Möbelstücke beim Zusammenziehen ein Veto einlegen, dass sie auf keinen Fall in die Wohnung dürfen. Vielleicht hilft euch ja sowas.

    Heike, ich wünsche euch viel Freude an der kleinen Merle. Kinder sind was wunderbares! (Und zur Vollständigkeit: Das muss man sich nur immer wieder sagen!) Du hast bei der Vorbereitung aufs Kind einen sehr anderen Ansatz gewählt als ich und ich habe bei einigen deiner Vorbereitungposts den Kopf geschüttelt, aber ich glaube ja, dass jeder auf seine Art glücklich werden kann und grade bei der Sache, wie man das mit Kindern und die Vorbereitung darauf angeht, gibt es soviele richtige Wege. Ihr werdet euren finden.

    Liebe Grüße
    Iris

    1. 🙂 Das Kidnerzimemr ist ja Multifunktionszimmer, also wir nutzen es auch jetzt schon. Als weiteren Rückzugsort, wenn einer im WOhnzimmer arbeitet, einer auf dem Tagesbett mit Laptop. Dann sind dort viele Materialien und so weiter. Mit dem Wickeln wird man sehen und beim Schlafen auch.
      Ich glaube, was hier viele überlesen bzw. verkennen ist, dass ich natürlich für die Artikel bedeutend weiter ins Detail gehe, als ich das nur für mich und uns tue bzw. tun würde. Einfach weil ich ein möglichst vollständiges Bild abliefern mag. So wie beim Artikel zu den Namen. Generell bin ich aber jemand, der lieber einmal genauer hinschaut. Bei Themen, die meine Zeit, meine Gesundheit und generell meine Ressourcen 8somit auch Geld) angehen bin ich absolut bei dem Sprüchlein: „Who fails to plan, plans to fail.“ DAs bewahrheitet sich ja nicht immer. Ich hatte auch genug Situationen im Leben, bei denen es einfach funktioniert hat. Quasi von selbst. Aber ich hatte auch genug Situationen, in denen es eben nicht geklappt hat, die Digne einfach auf mich zukommen zu lassen. Zu planen und zu recherchieren hat sich dagegen noch nicht einmal als Fehlinvestition meiner Zeit und Energie herausgestellt. Deshalb überlege ich mir gut in welchem bereich ich da einfach sehe was kommt und in welchem ich EInfluss nehe so giut ich kann. 🙂

      Liebe Grüße,
      Heike

  13. Liebe Heike,
    musste lächeln als ich die Aloe Pflanzeauf dem Foto sah, haben bestimmt viele von uns zu hause – mit dem Gedanken mal eine Haarkur daraus zu machen 🙂 Hast Du frische Aloe schon mal für die Haare probiert oder bleibst Du bei DMs Gel? Ich habe bisher die Pflanze für zB Verbrennungen verwendet und noch nicht für die Haare – es wäre ja alkohol-frei, was prinzipiell gut wäre… die Konsistenz ist allerdings recht schleimig, ich weiß nicht ob es sich gut verteilen lies… Hmm…

    1. Ich hab mal eine ALoe auch weiterverarbeitet, ja. Und bei uns im Bio.Sueprmarkt gab es mal Blätter zu kaufen, richtig gigantische Teile, so lang wie mein Unterarm, da habe ich das Innenleben sowohl in Hautpflege getan als auch in den Smoothie (geschmacklich nicht so meins…). Diese kleine Pflanze ist so hübsch, dass ich sie nicht kappen mag. Aber ja, ursprünglich hatte ich sie für Haut- und Haarpflege verwendet. Aloe direkt aus der Pflanze ist sehr klebrig, ist also nichts, was ich auf der Haut lassen mag. Da mag ich das Gel von dm lieber, wobei ich lieber wirklich reines Aloe Vera Gel hätte, einfach um noch cleaner in der Hautpflege sein zu können. Bisher waren mir die Produkte online aber einfach zu teuer, da bin ich noch unschlüssig.

  14. Oh wow auf diesen Post habe ich auch schon gewartet ;-). Wir haben auch eine 3-Zimmerwohnung und werden irgendwann über Kinderzimmer vs. Arbeitszimmer nachdenken müssen. Unsere Wohnung ist allerdings noch ein bisschen größer und ein Neubau! Das bedeutet konkret hohe Decken (3,60 m) und wirklich sehr hell! Das liebe ich absolut! Wir haben dabei auch einen großen Flur, in dem man aber auch schön was stellen kann, ein großes Wohn/Esszimmer mit offener Küche, ein mittelgroßes Schlafzimmer, ein etwas kleineres und längliches Arbeits/Kinderzimmer und dann natürlich noch Bäder ;-). Wir werden wahrscheinlich eine Kombination aus Arbeitszimmer und Kinderzimmer machen. Erstens ist das Zimmer recht länglich sodass man gut mit Raumteiler arbeiten kann und zweitens ist das Schlafzimmer so groß, dass neben mein Bett ein großes Kinderbett passt. Dies stört auch kaum das Raumkonzept, da meine Bettseite eh zur Wand zeigt. Außerdem sind bei uns die Rollen vertauscht ;-). Hier bin nämlich ich die M/Ph Lehrerin. Und ja man braucht wirklich viel dafür, aber da ich dann in Elternzeit gehe wird es da weniger mit zuhause arbeiten, da mein Mann nicht viel zuhause macht.

    Vom Farbkonzept ist unsere Wohnung bisher (wohnen noch nicht ganz so lange dort) eigentlich nur weiß mit Holzboden und Möbeln in weiß mit Holz. Wir haben bisher als Farbtupfer nur Bilder an der Wand. Mal sehen ob sich da noch was in nächster Zeit ändert. Ich finde es dabei sehr gut, dass das Kinderzimer ruhige Farben hat und nicht so typisch Babyzimmer blau oder pink ist. Dies ist mir oft zu übertrieben und unruhig. Später wenn das Kind was spezielles möchte finde ich ist es früh genug das zu ändern. Das heißt nicht, dass es nicht ein bisschen Farbe haben darf, ich finde zum Bsp. eine halbe Wand in blau und dann mit Fisch Wandtatoos schön, aber halt nicht zu übertrieben…

    Vielen Dank für den Post und liebe Grüße,

    Melanie

    1. Freut mich, dass dir der Artikel (und unsere Wohnung) gefällt. 🙂 Man liest bei dir auch richtig raus, wie glücklich du mit eurer Wohnung bist, das ist doch absolut perfekt! So soll es sein. Es macht einfach so viel aus, wie man sich in seinen vier Wänden fühlt. Die spiegeln so viel auf einen zurück. Weiß, hell, Holz und hohe Decken, das ist ja was, worauf wir auch abzielen, wenn es mal wieder um einen Umzug gehen sollte. Und Platz! 😀 Der Tag, an dem ich mein erstes eigenes Arbeitszimmer/Studio habe wird gefeiert. Da freue ich mich schon total drauf.
      Klingt bei euch auf jeden Fall auch nach einem schönen Raumkonzept für das Baby und bei den Kinderzimemrfarben sind wir uns dann wohl einig. 🙂 Bisschen rosa oder babyblau fidne ich auch voll okay. EInfach weil sich dann viel Babykram auch besser integrieren lässt. Ich hätte ja auch nie gedacht, dass merle mal so viele rosa Klamotten haben würde. Aber da wir fast ausschließlich Second Hand unterwegs sind, ist die Kombinierbarkeit da einfach Gold wert. 🙂
      LG, Heike

  15. Liebe Heike,

    was mich ja stutzen lässt: war es ein bewusster Entschluss, euer Zuhause nicht „typisch Montessori“ für Merle herzurichten, zumal Benedict offenbar „vom Fach“ ist, was das angeht…? Sprich: habt ihr Konzepte wie das Floorbed (oder auch das Familienbett) etc. bewusst ausgeschlossen und euch stattdessen für Kinderbettchen, Babybay, Laufstall etc. entschieden und für geschlossene Aufbewahrung = kindersicher vs. offene niedrige Regale und was sonst noch aus diesem Bereich häufig ist…?
    Von dem, was ich auf den Bildern sehen kann, hätte das ja auch zu einer anderen Raumaufteilung führen können, da ein Familienbett oder ein Floorbed in eurem Schlafzimmer doch gut reingepasst hätte? Mit einem Bewegungsbereich im Schlafzimmer auf dem Boden und einer Wickelmöglichkeit hättet ihr dann doch die Option gehabt, euer Arbeitszimmer mit einem Ausweichschlafplatz zu ergänzen und dadurch das zurückgezogene Arbeiten weiter erhalten zu können?

    Reines Interesse meinerseits, das wäre nämlich für mich persönlich nah dran an einer Idealaufteilung mit Baby 😉 Und ich finde es in der Tat verwunderlich, wenn Montessori-Pädagog*innen sich gegen „Montessori zuhause“ (zumindest was die Einrichtung angeht) entscheiden, das würde mich ja brennend interessieren, wie es dazu kam 🙂

    (Falls es missverständlich sein sollte: das Familienbett wollte ich nicht als „klassisch Montessori“ darstellen, daher in Klammern gesetzt^^)

    LG!
    Julia

    1. Die Antworten sind in diesem Fall eine sehr einfache: Wir haben im Frühjahr die Planung abgeschlossen und benedicts Ausbildung zum Monterssori-Pädagogen ist erst vor wenigen Wochen beendet gewesen. Er ist ja Lehrer als Quereinsteiger (er ist Ingenieur, Masterstudiengang Umwelttechnik und Ressourcenmanagement) und er hat hauptsächlich für die Altersgruppe Grundschule und aufwärts eine Fortbildung bekommen. Kinderhaus und 0-3-jährige wurde nur sehr knapp angerissen. Das heißt, einiges ist uns erst sehr spät begegnet und da waren die wohnlichen Entscheidungen schon gefallen.
      Warum wir nicht noch mal umgeschmissen und neu gemacht haben? Kosten. Leider an der Stelle so hart und so einfach. Ein Familienbett ist allein deshalb schon raus gewesen. Unser Bett ist 1,60 breit und mehr möchte ich an Breite in dem Raum auch nicht haben, mit Baby bräuchten wir aber sicherlich 1,80m. Wäre es nur das nötige Gestell, da ließe sich drüber reden, aber mit Matratzen und Co… hui… aktuell einfach zu teuer.
      Ich selbst beschäftige mich gerade erst frisch mit Montessoripädagogik für 0-3-jährige und ja, wir wollen davon viel übernehmen, sind aber nicht bereit dafür alles wieder umzuwerfen. Was ich z.B. toll finde sind die Mobiles oassend zu den Entwicklungsstufen, das Spielregal muss ich genau so nicht haben, aber mir ist wichtig, dass es immer nur wenig Spielzeug in der direkten Auswahl gibt und auch der Ansatz, dass die Kinder mit echten Dingen spielen, nicht mit Kinderversionen (außer natürlich etwas, was an ihre Größe angepasst ist), finde ich super. Was ich von einem Laufstall halten soll, weiß ich noch nicht, wir haben einen geschenkt bekommen. Ich assoziiere damit ja immer ein kleines Kindergefängnis… aber alle sagen er sei einfach so irre praktisch. Ist jetzt nicht das finale Argument für mich, Schnuller sind wohl auch praktisch, trotzdem halte ich von denen nichts, aber da lese ich mich noch ein, wenn es so weit ist bzw. eben vorher. Wie gesagt, da stehen wir und vor allem ich noch am Anfang. Deshalb siehst du davon hier in der Hometour so ziemlich mal nichts. 😉
      Ich lese aber derzeit zum Beispiel sehr gern auf dem Blog elternvormmars.com da finde ich viele schöne Anregungen.
      Liebe Grüße, Heike

      1. Alles klar, das klingt logisch! 🙂 Matratzen kosten tatsächlich ne ganze Stange Geld, da hast du recht.

        Mich hatte vor allem interessiert, ob aus eurer Sicht irgendetwas dagegen spräche, aber das scheint ja nicht der Fall zu sein 😉 Vielleicht legt ihr eure Babybett-Matratze ja doch noch irgendwann auf den Boden* oder so, das wäre ja ohne große Kosten machbar 🙂

        Ja, bei elternvommars lese ich aus sehr gern =)

        *… wobei es vermutlich bei euch in der Erdgeschosswohnung recht kühl am Boden sein könnte, was?

        1. Merle wird auf einem Schaffell auch auf dem Boden liegen, und ja, da können wir die Kindermatratze dann rausnehmen. Das mit dem Spiegel nebend er Krabbeldecke fand ich auch eine schöne Idee. Da haben wir schon üebrlegt, wo wir das bauen können. 🙂 Wenn es zugig ist, dann tatsächlich natürlich eher nicht. Aber da findet sich schon was, was ihr gefällt. 🙂

  16. Hehe wir haben einen seeeehr unterschiedlichen Geschmack! Aber stilvoll ist es bei euch allemal! =)

    Ich mag Wohnungen auch nicht, die irgendwie zusammen gekleistert sind. Ist leider oft so, da es vielen Menschen egal ist oder sie kein Gespür haben. Muss ja meinen Geschmack nicht treffen, aber so ein Roter Faden ist Gold wert. So richtig bunt, schrill und voll schaffen es nur die wenigsten, das gut und gelungen umzusetzen.
    Bei mir auf 30qm Studentenbude bleibt natürlich nicht viel Spielraum. Möbel sind alle von Ikea, teils vom Flohmarkt/Ebay Kleinanzeigen und selbst aufgearbeitet, dazu eine Kommode von Urgroßmutter. Alles natürlich schwarz. Das in einem Altbau mit 4m hohen Decken und weißen Wänden (abgesehen von einer lila Wand im SZ) passt echt gut zusammen.
    Einen Stilpreis würde ich sowieso nie gewinnen, da zu „gruftig“ und zu viel drin, obwohl ich mir schon Mühe gebe. Bei viel Kleidung, Hobbyutensilien, kleiner Wohnung, viel Küchenzubehör usw muss das ganze Zeug eben wohin und den Keller kann ich nur bedingt nutzen (alter Lehmbodenkeller mit Feuchtigkeit).
    Nach dem Studium habe ich aber groooooße Pläne und freue mich schon sehr darauf! Richte ebenso gerne wie du ein und habe bestimmte Vorstellungen. Mit mehr Platz wirkt auch schwarz und die Menge nicht mehr erdrückend.
    Meinem Freund ist das eher egal, obwohl wir gut zusammenpassen vom Stil her. Ich denke, im Falle eines Zusammenzugs würde er mir recht viel Freiraum geben, da mir das wichtiger ist als ihm und zur Not gibt es ja noch ein Veto Recht. Das einzige, was ihn nervt ist „wie viel Schminke und Kleidung kann man denn gebrauchen?!“ 😀 ich dagegen mag auch ein zwei Dinge in seiner Wohnung nicht so, könnte aber damit leben – man muss ja Kompromisse finden. So richtig gruslig finden wir aber nichts an der jeweils anderen Wohnung, zum Glück!

    LG Valandriel

    1. Das klingt super! So allein vom Erzählen wäre ich ja schon total neugierig auf deine Wohnung jetzt und erst Recht auf die dann nach dem Studium. So ein eigener Stil konsequent umgesetzt ist einfach toll, das hat so viel Charakter. Da sind wir ja noch ziemlich austauschbar bis auf unsere goldene wand vielleicht. 😉 meine Schwägerin wohnt auch konsequent sehr bunt. Und schön! Für mich so gar nichts, aber zu ihr so passend. Und sie sagte dazu mal: All ihre Freundinnen würden in weiß, beige und grau wohnen. Das würde alles gleich aussehen. Langweilig. Das wollte sie nicht.
      Finde ich super. Ich finde sogar, sie sollte noch mehr auf den Putz hauen. Einfach weil das so sie ist und ich das mag, wenn eine Wohnung nach den Menschen aussieht, die in ihr leben. Sie ist fröhlich und bunt. Das muss so sein. 🙂

  17. Hallo Heike,

    so ein schöner Post! Ich bin ein bisschen hin- und hergerissen, weil ich auf der einen Seite hier gerne mal ausmisten und umräumen würde (beim Ausmisten im großen Stil kam mir dieses Semester das Studium in die Quere), andererseits bin ich von Freitag bis Ende Januar im Ausland.
    Von der Wohnseite her werde ich das für Minimalismus (in diesem Fall ein Euphemismus für 12qm zu zweit (und nicht zu zweit mit Herrn Freund, wohlgemerkt)) und Einrichtungsrecherchen benutzen.

    Grundsätzlich hätte ich es gerne aufgeräumt-ordentlich, Herr Freund gemütlich. Schwarzweiß-Foto-monochrom möchten wir beide nicht, ihm ist das zu steril, mir zu steril und zu langweilig – wahrscheinlich wird’s was in Richtung skandinavisch mit Holz, Zimmerpflanzen, blauen (bzw. pink über blau bis grünen durch Alltagsgegenstände) Farbklecksen und ein paar zusätzlichen Schranktüren 😉

    Liebe Grüße,
    Katja

    1. Das klingt schön! Ich mag das auch sehr, wenn mehr mit Farbe gespielt wird, finde das bei uns mit dem gelebn Holz nur immer echt schwer zu integrieren, weil Gelb ja gesetzt ist. Und wir haben so eine sehr kostengünstige Farbkombi in jedem Zimmer, das war auch ein großer Faktor. Ich hätte beim Kinderzimmer ja so gern Türkis und Corall kombiniert, aber Corall ist eine Trendfrbe und vermutlich bald schwer zu bekommen und dann ist es doch wieder rosa. Oder Mossgrün und Fuchsrot. War auch im Renne. Aber aber die gelebn Türen und der gelbe Fußboden. So wurde es dann grau, gelb rosa. 🙂
      Und hui, 12qm mit jemand anderem zu teilen als dem Lieblingsmenschen, das ist eng. Ich glaube… da bin ich mittlerweile zu alt für. 😉 Nee, aber das wäre auf jeden fall eine sehr krasse Umstellung für mich. selbst in WG-Zeiten hatte ich deutlich mehr Platz für mich allein.

      1. Ich wollte nochmal kurz was zur aktuellen Wohnsituation korrigieren: Es sind zum Glück keine 12qm zu zweit geworden. Ich schätze eher 16-18. Jedenfalls ist es ok. Mit Anfang dreißig würde ich das auch nicht mehr machen wollen, aber Anfang zwanzig ist es für ein halbes Jahr schon ok. Man gewöhnt sich auch extrem schnell an eine neue Umgebung (was mal wieder zeigt, warum man keine Provisorien anschaffen sollte – sie lebt sich unglaublich schnell fest).

        Euch alles Gute mit Merle, ich hoffe, die Gewöhnung tritt ähnlich schnell ein und es entwickelt sich alles gut.

        Ganz liebe Grüße aus Sankt Petersburg,
        Katja

  18. Hallo Heike,
    danke für deine Anregungen. Ich merke, dass das bei uns auch schon wieder Thema sein muss. Zum Glück habe ich gerade noch 2 1/2 Wochen Urlaub und wollte eigentlich im Garten für Ordnung sorgen. Dank des Wetters und eines Arbeitsanfalls war unser Wintergarten Wohnzimmer dran. Endlich auch die letzten ollen Pflanzen raus, alles mindestens 10 mal wischen, um den klebrigen Blattläusemist weg zu kriegen und endlich eine Relaxecke für meinen Mann geschaffen.
    Dein farbkonzept ist auch total meins. Petrol und Grau mag ich sehr gerne und deinen Goldton finde ich toll. Kannst du mir verraten was für eine Farbe bzw. RAL Nummer das war?

    Liebe Grüße und viel Spaß mit der nunmehr dann doch bald größeren Familie

    Sabine

    1. Hallo Sabine,

      ui, der Petrolton in der Küche ist schon so lang her… war eine Schöner-Wohnen-Farbe, meine ich. Der Grauton ist ebenfalls von Aschöner Wohnen und nannte sich „Graphit“, ist aber nicht mehr im Sortiment soweit ich weiß, da habe ich letztens schon mal gesucht, weil ich nach der Farbe ziemlich oft gefragt werde. Der Goldton nennt sich „Glamour Gold“ von… puh, dieser Jett Joop Kollektion. „Signé“ oder so hieß die Linie.
      LG, Heike

  19. Eure Wohnung erinnert mich etwas an unsere. Zumindest haben wir auch den Tanzflur (ich musste lachen als ich das gelesen habe) und die honigfarbenen Türen. Die hätte ich mir selbst auch nicht ausgesucht. Und obwohl wir eine Eigentumswohnung haben, bin ich bisher vor dem großen Aufwand zurückgeschreckt.
    Zu schicken Altbau Flügeltüren werden sie ja dadurch leider auch nicht 😉
    Euer weißes Sofa gefällt mir übrigens sehr gut!

    1. 🙂 Danke schön! ich glaube, wäre das unsere Wohnung, wir hätten Türen und Böden direkt beim Einzug gemacht und was anderes als Weiß kommt mir für Türen gar nicht mehr in Frage. Damit es auf jeden Fall zu den Wänden passt. Aber ist schon ein krasser Aufriss… da hast du wohl Recht. Das weiße Sofa ist Kivik von Ikea. 🙂 Die Bezüge kann man waschen. War uns seinerzeit sehr wichztig, weil wir da ja schon den kleinen Wolf hatten, der ab und an mit uns dort gelegen hat und sich vor allem sehr gern am Polster gerieben hat. Lässt sich gut sauebr halten. 🙂 Schokolade und Kaffee ist auch schon drauf gelandet. 😉

  20. Mein Kommentar kommt vielleicht ein bisschen spät, dafür tut es dieser Artikel hier in keinster Weise. Der kam zum richtigsten Zeitpunkt wie es in meinem Leben nicht besser hätte sein können.
    Mein Partner und ich stehen gerade vor unserem Umzug, von einer 90qm Wohnung in ein Haus. Da ich als INTP (ja, ich mag die Sache mit dem MBTI-Typen auch irgendwie gern 🙂 ) ein echt schauschlechter Planer bin und mir oft mal eine feste Struktur in sämtlichen Lebensabläufen fehlt, lese ich mir schon seit Tagen diesen und die verlinkten Artikel durch. Unser neuer Wohnbereich wird zwar auch nicht größer als 100qm, dafür aber kann man viiiele viele Dinge im riesigen neuen Keller unterbringen um in der Wohnung nur noch den nötigsten Krempel zu haben. So der erste Plan. Momentan bin ich tatsächlich auch schon am radikal Ausmisten, was ich echt nicht mehr brauche kommt WECH! Und auch an meinen Partner hab ich schon appelliert, der sammelt auch ganz gerne mal, wenn auch nicht ganz so arg wie ich ^^ Somit bleibt auch der Keller erst mal wieder clean, in dem ich ja sowieso mein eigenes kleines Fitnessstudio einrichten möchte.
    Und in einem deiner „Less is more“-Artikel hast du mich zu einer mega Erkenntnis gebracht. Eine, auf die du wohl auch erst selbst kommen musstest: Raum für Kreativität schaffen! Ich bin selbst eine kleine Hobbykünstlerin, gerade mit Zeichnen kann ich mich stundenlang beschäftigen. Naja, konnte. Das war mal, das liegt jetzt echt schon JAHRE zurück. Und von Monat zu Monat merke ich mehr, wie mir das fehlt und umso frustrierter werde ich, weil ich merke, dass eben nichts mehr geht und das wiederum fördert die eh schon vorhandene Blockade. Ziemlich blöde Teufelsspirale. Nun hab ich überlegt woher das kommt, denn in meiner Schulzeit war ich quasi NUR am Zeichnen. In den Unterrichtsstunden hab ich mir oft Ärger eingehandelt weil ich immer am scribbeln war, all meine Matheblöcke waren Kunterbunt. Und auch danach während meiner Ausbildung hab ich noch oft viel Zeit und vor allem Muse gefunden, irgendwas zu kreieren. Also, wann wurde es schlechter? Ich denke, als wir vor viereinhalb Jahren, mein Partner und ich, in unsere erste gemeinsame Wohnung gezogen sind. Vorher hatte ich immer meinen Schreibtisch, mein eigenes kleines Reich für mein künstlerisches Chaos. Das fiel jetzt weg. Mein Platz zum Zeichnen war jetzt auf der Couch, der Laptop auf dem erhöhtem Wohnzimmertisch und unten in der Tischablage und rechts neben mir lagen überall meine Skizzen, Papiere, Werkzeuge, Stifte, ect. alles rum. Ich schwöre dir, wenn du je einen Fuß in unser Wohnzimmer gesetzt hättest wärst du mit den Händen über dem Kopf rücklings wieder raus. Es war ohnehin schon klein, aber dann noch vollgestopft mit all dem Zeug… puhh!
    Jetzt haben Männlein und ich unsere Plätze für unsere kreativen Machenschaften schon auserkoren. Das Wohnzimmer wird wieder zum Wohnzimmer, wenn auch nach wie vor klein, aber dennoch.
    Deshalb will ich an dieser stelle ein dickes DANKE an dich richten, dass du immer so viele Themen auch aus deinem Privaten Leben mit uns teilst. Denn ehrlich, vieles davon hat mir wirklich auch schon geholfen 🙂
    Oh und btw, was du aus eurer Wohnung immer so rausholst ist echt fantastisch! Du hast ein echt gutes Auge für Inneneinrichtung, mir gefällt es immer wieder deine Fotos von den Räumen anzuschauen 🙂

    Viele Liebe Grüße aus Bayern,
    Natascha

    1. Danke schön. 🙂 Du klingst echt begeistert! Vor allem von der neuen WOhnung bzw. dem Haus. Wäre ich aber auch! Ein eigenes Fitnessstudio ist natürlich ein Träumchen. Da würde ich auch niemals nicht nein sagen. Und bezüglich Raum für Kreativität: ich brauche den Raum vor allem im Kopf. Wenn ich da noch 1000 andere To.Dos habe, dann wird das nix. Deswegen mag ich Minimalismus so gern, weil er mittel- bis langfristig genau auf diese Ruhe zwischen den Ohren abzielt. Meditation hilft auch, aber ich bin besser darin erst mal aufzuräumen. 😉 Obwohl ich mittlerweile auch meditiere. Sogar schon eine ganze Weile, wie mir gerade auffällt… Auf jeden Fall finde ich das toll, wenn du für dich auch merkst, hey, da ist etwas, das liebe ich doch! Das will ich wiede rhaben. Zu oft werden solche Dinge vom Alltag einfach verdrängt mit der üebrmächtigen Rechtfertigung: Ja mein Gott, wir sind eben nun erwachsen und „im richtigen Leben“ angekommen.
      Ob das nämlich immer so richtig ist, das wage ich mal zu bezweifeln. 😉
      LG, Heike

  21. Hach, solche Wohnpostings liebe ich ja! <3 Das Babyzimmer ist wirklich sehr süß geworden! 🙂 Und generell hat sich bei euch in den letzten Jahren ja ordentlich etwas getan in der Wohnung. Von den Farben und insgesamt wirkt es echt viel harmonischer!

    Aus meiner Sicht bräuchtet ihr nun noch ein neues Bett, welches vom Stil besser zu den Nachtschränkchen passt, wobei du das mit der neuen Tagesdecke schon gut kaschiert hast 😉

    Und zumindest auf meinem Bildschirm beißt sich die goldene Wand im Wohnzimmer etwas mit der Farbe der Tür und des Rahmens…? Weiße Altbautüren sind wirklich ein Geschenk und ich liebe unsere aktuellen heiß und innig, wobei es da sicherlich noch schönere, detailreichere und besser erhaltene Ausführungen gibt als unsere.

    Second Hand Möbel sind echt klasse! Ich habe erst heute ein Superschnäppchen auf Eb** Kleinanzeigen gemacht und zwei wunderschöne alte weiße Nachttische für zusammen 120 € ergattert! 😀 Dafür hätte sie woanders, in Hamburg oder so, locker das Doppelte nehmen können! Dafür bin ich nun auch zwei Stunden in der Pampa herumgefahren – aber es hat sich gelohnt! 🙂 Ich hoffe, dass mein Mann (schon noch etwas ungewohnt, das zu schreiben… ;)) sie auch mögen wird, denn der wird sie erst am Freitag zu Gesicht bekommen.

    Liebe Grüße!

  22. Ach ja, eben ganz vergessen: Ich gehe auch voll im Einrichten und Dekorieren auf 🙂 Bei uns hat fast jedes Zimmer einen eigenen Stil und ein eigenes Farbkonzept. Als rote Linie ziehen sich aber die weißen Möbel durch. Das ist echt praktisch, da man dann beispielsweise auch mal den Spiegel vom Gästezimmer ins Schlafzimmer stellen kann.

    Ich merke allerdings, dass ich mit fortschreitendem Alter auch eher zu gedeckteren Farben tendiere 😉 Als „Altlasten“ schleppe ich noch aus meiner WG-Zeit Weinrot mit, das jetzt alles (heißt Vorhänge, Sofa, Kissen und ein paar wenige Dekoartikel, die es überlebt haben ;)) im sog. Teezimmer gelandet ist, das wir wenig aktiv nutzen, sondern eher als Stauraum. Mein Schlafzimmer wurde nachm Studium in meiner ersten Wohnung Weiß, Schwarz und Dunkellila. Ich hatte früher sogar eine Wand in dieser Farbe gestrichen, als ich noch alleine gewohnt habe. Und ich habe dafür viele Komplimente bekommen, sogar von Männern 😉 Es ist aber auch ein sehr dunkles und angenehmes Lila, das gut zu diesem Ort der Ruhe passt. Ich hatte ja auch bei Haarschmuck früher eine sehr große Liebe zu Lila, die sich nun mittlerweile gelegt hat, obwohl ich die Farbe immer noch gerne mag. Im Schlafzimmer bleibt das Lila jedenfalls, da ich zu faul und vor allem zu geizig wäre, Bettwäsche, Teppich und Vorhänge neu zu kaufen 😉

    Im Grunde wäre es aber recht einfach möglich, jedem Raum schnell eine neue Note zu verleihen, da die Möbel wie gesagt alle weiß sind und eher in die Shabby/Landhaus-Richtung gehen und damit gut zu kombinieren sind. Man müsste also quasi nur das Drumherum (KIssen, Vorhänge ec.) ändern.

    Eigentlich bin ich auch ein großer Fan von kleinen Farbakzenten durch eine farbige Wand in jedem Raum. Unsere weißen Möbel würden auch noch besser zur Geltung kommen. In meiner alten Wohnung hatte ich das auch, aber dadurch, dass wir die neue Wohnung (fast 100 qm) komplett streichen mussten beim Einzug und ich teilweise noch meine alte kleine Wohnung, fehlte uns der Elan. Und wenn erstmal alles steht, ist die Motivation auch nicht die größte… 😉 Zumal ich bei einer Mietwohnung auch nie genau weiß, wie lange man tatsächlich darin wohnen wird und ob es sich nun noch lohnen wird.

    1. Huhu! 😀
      Das Gold passt ziemlich gut zu den Türen, muss am Foto liegen. Da haben wir ja seienrzeit eeeewig gesucht, bis wir was gefunden haben, was zu diesem Eicheton passt. Zum Glück ist es honigfrbene Eiche und nicht diese grünstichige. Ich glaube, da hätte ich mir tatsächlich überlegt, ob ich hier überhaupt einziehen will… Türen streichen wäre eine Möglichkeit, aber ich denke nicht, dass wir das dürfen. Außerdem hast du es schon gesagt, wieviel investiert man in eine Mietwohnung? Wir schon relativ viel, aber irgendwo denken wir uns dann auch einfach zu oft: Und wie lange haben wir dann was davon? Ich muss Spaß an der Arbeit haben und mir viel vom Effekt versprechen, dann mache ich das. Das ist auch der Grund weshalb wir nicht abtapeziert haben. Blöde Aufgabe für zwar einen tollen Effekt, aber trotzdem ist die Aufgabe uns zu anstrengende.

      Und man gewöhnt sich an das „mein Mann“. Nach 8 Jahren „mein Freund“ war es für mich auch komisch. Aber irgendwie auch einfach sehr schön. Trotzdem hat mein Hirn dann in einigen Situationen „mein Benedict“ draus gemacht, was dann ein bisschen albern klang, aber da kann man dann ja drüber lachen. 😀
      LG, Heike

      Lila Schlafzimmer klingt super, generell mag ich da auch so sehr dunkle Töne. Wir hatten ja lange ein richtig schweres Aubergine, das war auch toll. Aber hier im Erdgeschoss mit der Deckenhöhe eben… es erdrückt. Heller und höher hätten wir bedeutend mehr Bums in der Farbgebung, das ist sicher. Aber so hier eben nicht.

    2. Ah ach so. Das Bett. Ja, das ist nicht so der Knaller. Aber es ist vorhanden. 😉 Und macht sich nicht soooo wichtig. Wir liebäugeln mit einem echt tollen aus Holz von maison du monde, aber im Moment sind andere Ausgaben wichtiger. Und was mir persönlich ja ein größerer Dorn im Auge ist, das sind die Teppiche im Wohnzimmer. Die Sisaldinger. Die haben es einfach hinter sich. Die hab ich für die Fotos saubergephotoshoppt. Die Flecken gehen nicht mehr raus und ein eingetretener Kaugummi hängt auch drin. Wuäh. Aber Teppiche sind ähnlich teuer wie Betten. Da hoffe ich darauf, dass mir mal was über den Weg läuft. So wie beim Teppich in der Essecke. Der war ein Schnapper.

  23. Hallo Heike,
    schön habt ihr´s! Die Kombination aus Farbe und weiß gefällt mir richtig gut. Nur weiß mit ein paar Farbigen Akzenten, wie man es oft in Wohnzeitschriften oder anderen Blogs sieht, mag ich nicht so gerne. Das ist mir irgendwie zu kühl. Aber hier lasse ich mich gerne inspirieren. 😉
    Alles Liebe,
    Susanne

    1. Ich hätte gern noch mehr Farbe, ein bisschen mehr Bums hinter allem, aber ich empfidne die Räume als zu voll dafür und zu dunkel. Wie voll sie sind, zeigt eigentlich am besten der Grundriss. Bei den Fotos hab ich noch ganz gut was mit dem weitwinkligen Objektiv rausgeholt. Und die helligkeit habe ich auch über die Kamera und Nachbearbeitung natürlich verbessern können. Deswegen ist es bei uns wirklich sehr sehr viel nur mit weiß. Ich finde ja auch Raumkonzepte mit Weiß, Schwarz und einer Drittfarbe toll. Wenn nicht schwarz, dann sehr dunkelpetrol, sehr dunkelblau oder dergleichen. Das hat sowas… kräftiges. „Bold“ im Englischen. Ich mag den Kontrast, jede Farbe steht dadurch so schön für sich selbst und komplimentiert die andere. Sehe ich für diese Wohnung hier aber leider nicht. Und schon gar nicht eben mit unseren Türen und Fußböden. 😉

  24. Sehr interessanter Artikel! Hat mir, als ich ihn Samstag abend beim Einschlafstillen gelesen habe dummerweise eine halb schlaflose Nacht beschert, weil ich unsere 2 Tage vorher gemachte Planung (auch Besta hier) für unser neues Wohnzimmer gedanklich immer wieder umgeworfen und umgeändert habe :-D. Morgen geht’s zu Ikea und mein Mann und ich sind uns noch nicht ganz einig. Aber ich glaube wir müssen das auch erstmal vor uns sehen und es eilt ja nicht. Noch sind ja noch nichtmal alle Kisten ausgepackt.
    Insgesamt bin ich ein großer Fan von weiß. Unser Schlafzimmer ist komplett in weiß gehalten (mit Rot-Tönen als Farbtupfer und Kontrast und dann nur noch dem Holz vom Fußboden und Tür dazu) und sowohl in der alten als auch in der neuen Wohnung (die Möbel sind nicht verändert worden, nur die Anordnung ein Bisschen) mein Lieblingszimmer, weil einfach am stimmigsten. Das Kinderzimmer wird auch weiß, auch wenn wir da evtl. nochmal ein neues Bett kaufen (oder das geschenkte streichen) müssen, mal sehen wie faul wir sind :-D.
    Nur im Wohnzimmer passen einfach keine weißen Möbel. Die Couch und der Teppich sind zu hell (beides aber kein weiß, eher so in die creme/beige Richtung) und verlangen nach Kontrast. Also haben wir schwarze Möbel im Wohnbereich als Kontrast zu Couch und Teppich (und unsere weißen Wände, wir sind ehrlich gesagt zu faul groß zu streichen und setzten da lieber auf Bilder und/oder Wand-Tatoos). Im Essbereich sind die Möbel aus hellem Holz (einheitlich, mit weißen Bezügen auf den Stühlen zB). Jetzt sind wir beim Besta am diskutieren, das ähnlich wie bei euch Fernseh- und Stauraummöbel werden soll. Unser Wohnzimmer ist zwar ziemlich groß, trotzdem will ich mir nicht die Wände mit zu viel Möbeln zustellen, vor allem nicht, wenn sie schwarz sind… Eine schwarze Hemnes-Kommode haben wir auch noch für das Wohnzimmer… Naja, mal schauen was unsrer morgiger Ikea-Besuch bringt :-D.
    Danke dir auf jeden Fall für diesen strukturieren Input. Das hilft total, als Grundlage zum diskutieren und planen und als Orientierungshilfe! Auch wenn wir uns farbtechnisch auf einer völlig anderen Welle befinden, aber Geschmäcker dürfen (und sollen!) ja verschieden sein :-).
    Und jetzt bin ich mal gespannt, ob Merle schon unterwegs ist, da ich dich heute noch gar nicht auf Instagram aktiv gesehen habe…
    LG und alles Gute, Annie

    1. Hihi, hast du gut bemerkt, am Tag deine Kommentars ist sie ja geboren worden. 🙂 Farblich bin ich relativ offen. Ich richte mich da gern nach den Gegebenheiten und bei der dunklen Wohnung war die Auswahl dann doch sehr eingeschränkt. Nur sehr grell bunt mag ich so gut wie nie.
      Ich hoffe, ihr habt euch schon ein bisschen einleben können. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.