27. August 2017

Babybauchshooting mit Tanja Weber Fotografie & Duedate!

Happy Birthday to me! Und da wären wir. Am Tag, der darüber entscheidet, ob ich meinen Geburtstag weiterhin für mich habe oder ob ich ganz wie berechnet eine Tochter dazu geschenkt bekomme.

Statistisch gesehen kommen nur so 3-6% aller Babys am ET zur Welt (je nach dem, wen man fragt oder wo man liest), aber dieser Post ist terminiert, das heißt: Wer weiß, ob ich grad daheim sitze und Waffeln mampfe (oder noch schlafe, je  nach dem, wann ihr lest) oder im Krankenhaus unser Kind auf die Welt bringe?

Für heute habe ich ein paar wunderschöne Fotos dabei, die ich eigentlich schon längst habe zeigen wollen, aber irgendwie hatte ich sie dann doch nur auf Instagram. Wollte sie mir hier für den Blog aufheben „für gut“, für einen besonderen Artikel. Ich finde der ET ist da nun wirklich passend, auch wenn ich heute meinen Bauch noch mal in Woche 34 präsentiere. Tanja Weber hatte „damals“ nämlich mit mir, Luise und Désirée Fotos gemacht, Anfang Juli. Haariges, Bauchiges und Portraits. Hier ist auch ihr Instagram: @tanja_weber_fotografie

Und sonst so? Wie war die Schwangerschaft? Kleiner (tatsächlich!) Rückblick

Die erste Hälfte haken wir einfach mal ab unter notwendiges Übel. Erbrechen, keine Energie und in einer Tour dadurch krank geschrieben. Spaß war anders. Glow war anders. Nicht mehr geradeaus denken zu können ist jetzt auch nicht unbedingt toll.

Die zweite Hälfte dagegen war… doch, die war ziemlich super. Je weiter ich gekommen bin, desto besser. Und ich bin froh, dass es so rum war, denn der große Kraftakt Geburt, der kommt ja am Ende. Ich war fit, fröhlich und hatte kaum Zipperlein. Gen Ende war ich dann auch etwas watscheliger unterwegs, aber sonst? Nee wirklich, das war schon eine schöne Zeit. Und womit ich nicht gerechnet hätte: emotional eine der stabilsten Zeiten überhaupt. Ich kann mich derzeit ziemlich gut leiden, zweifle nicht und habe keine Ängste oder große Aufreger. Hat jetzt garantiert nicht nur was mit der Schwangerschaft zu tun, aber ich mag den Einfluss derselben da nicht ausklammern.

Erwartungen und Realität

Die Übelkeit hatte ich mir weniger heftig vorgestellt, genauso die damit einhergehende geistige Umnachtung.

Ich hatte mit einem viel größeren Bauch gen Ende der Schwangerschaft gerechnet, hatte ich doch rund um Woche 20 so eine Murmel wie manch andere in den 30er-Wochen.

Nie hätte ich erwartet, dass man Babybewegungen so von außen würde sehen können. Ich dachte die spürt man bloß beim Handaufdenbauchlegen und vielleicht kommt irgendwo eine Minibeule raus. Nix da. Spitzbauch, Pyramidenbauch, Fladenbrotbauch, Wackelbauch, Gummibauch. Ach da sind die Füße und da der Hintern. Hab mir bestätigen lassen, bei mir sieht man das auch echt extrem, aber wie gesagt, damit gerechnet hatte ich sowas von nicht.

Ich dachte, ich würde mit dem Baby fremdeln. Mit diesem kleinen Alien in mir (erst recht wenn man die besagten Bewegungen und Beulen bedenkt). Das fand ich nämlich früher immer sehr… ja schon gruselig. Die Vorstellung, dass da jemand in mir wohnt. Nichts dergleichen. Ich fand es faszinierend. Jetzt auch nichts, woran ich vermutlich voller Verliebtheit zurückdenken werde, aber einfach echt faszinierend.

Ich dachte ich muss dann ständig aufs Klo. Nö. Glück gehabt. Große Brüste gab es auch nicht und Schwangerschaftsstreifen auch nicht.

Ich dachte, ich würde mich ständig sorgen, ob auch alles gut ist, mit dem kleinen Ding. Nein. Es gab in den ganzen 40 Wochen nur eine einzige Situation, in der ich unruhig war. Da hatte sie sich länger nicht bewegt und ich habe dann von außen geschubst, bis sie wach war und sich wieder bewegt hat. Dann war gut. Sorry Merle.

Zu Anfang war ich ja noch nicht soooo selbstsicher, mit meinen körperlichen Fähigkeiten. Mittlerweile vertraue ich da praktisch blind. Ich hatte befürchtet nicht zunehmen zu können (und als ich gemerkt hatte, dass das klappt, hatte ich dann doch Angst, plötzlich fett zu werden) und dass Merle ein Frühchen werden könnte. Nun, heute ist wie gesagt ET. Ich hab 10kg drauf und finde das ziemlich perfekt.

Die schönsten Momente

Der positive Schwangerschaftstest und dieses Gefühl von „Ach du mein Gott, das ist nicht wahr. Das ist total irre! Echt jetzt?“ Zu Benedict zurück ins Bett krabbeln und füstern: „Wir bekommen ein Baby.“ Und er flüstert zurück „Wir bekommen ein Baby.“

Das erste Mal einen Minimenschen im Ultraschall sehen.

Namenssuche.

Sich über einen Sohn freuen.

Sich dann genauso doch über eine Tochter freuen! 😀

Der erste Tag nach der Übelkeit und im Restaurant meine Portion verschlingen und noch ganz viel von Mama und Willi (Stiefpapa) und Benedict zugeschustert bekommen. Und ein Stück Kuchen hinterher.

Wieder viel mehr Lebensmittel vertragen (Joghurt! Quark! Bohnen! Temporär ging ja sogar Weizen!).

Vollere Haare bekommen.

Erste Babykleidung kaufen.

Erste Kindsbewegungen spüren. Später große Augen machen bei den gigantischen Beulen, die aus dem Bauch rauskamen.

Benedict dabei beobachten, wie er meinen Bauch ansieht.

Mit der dicken Kugel im Garten rumhängen und Kirschen essen. Oder Melone. Oder beides. Gaaanz viel lesen.

Resturlaub und Mutterschutz. So lange am Stück frei hatte ich noch nie. Nie nie. Und das hat mich persönlich unglaublich nach vorn gebracht. Uns. Denn perfekterweise ist das voll in die Sommerferien gefallen, sodass Benedict und ich zusammen Zeit hatten. Wir hatten noch nie länger als 2 Wochen zusammen frei. Diese 5 Wochen waren der Hammer.

Beste Tipps für noch oder zukünftige Schwangere

Kümmert euch mit dem positiven Schwangerschaftstest direkt um eine Hebamme.

Schiebt Anträge und generell Behördliches nicht auf, macht es immer sobald wie möglich. Wir hatten einen Aspekt, der sich dann sehr verzögert hat, weil wir ein Sonderfall sind. Das stresst sonst nur hinten raus.

Bauchfotos machen. Viele. Regelmäßig und in immer gleicher Pose, wenn ihr es schafft auch in immer gleichen Klamotten. Egal wen ich frage: Entweder sind die Schwangeren total happy die Bilder zu haben, spätestens dann am Ende für den Vergleich oder gar Verlauf oder sie bedauern es, sie nicht gemacht zu haben. Spiegelselfie tut es dabei völlig, alles darüber hinaus ist einfach Spaß.

Bewundert euren Körper, nach wie vor ist es der einzige Ort, an dem ein neues Menschenleben wachsen kann. Auch wenn Schwangerschaft für euch vielleicht nicht bei einer einmaligen Sache bleibt, es ist doch einmalig. Kein Tag lässt sich wiederholen. Sowieso nicht. Aber in dieser speziellen Situation noch mal weniger. Und wenn ihr euren Körper eine Runde bewundert habt, dann lächelt für euch und eure Seele. Die verändert sich nämlich auch und das ganz ohne dabei den Bauchnabel rauszuploppen.

Noch etwas?

Nö. Ich glaube… wir warten dann jetzt mal ab, ob ich heute tatsächlich allein Geburtstag habe. Oder den eben von nun an teilen werde.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

26 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch liebe Heike ♡
    Ich glaube ja, dass Merle so ab Mittwoch bis Sonntag zur Welt kommen wird. 🙂
    Nicht das ich Ahnung hätte, ist eher ein Gefühl 😀
    Und ich muss etwas loswerden, was gar nicht zu dem Blogpost hier passt: deine Haarfotos haben mich dazu gebracht, meine natürliche Haarfarbe rauswachsen zu lassen! 🙂 Die ist nämlich fast genau so wie deine. Nur ein bisschen weniger warm.
    Meine Hennarot-Reste waren fast weg und was mache ich ?! Richtig: mit Khadi dunkelbraun Färben .. kurz danach hab ich ein Foto auf @haselnussheike gesehen, auf dem du einen dunkelroten (?) Pullover trägst (zusammen mit den Fellpuschen) und ich wusste schlagartig: ich lasse rauswachsen!
    Also ab zum LHN und sämtliche Tricks zum Farbeziehen abspeichern.
    Seit dem werden deine Haarbilder regelmäßig gescrennshootet und abgespeichert. 🙂
    Du hast mir die liebe zu meiner natürlichen Haarfarbe gezeigt. Danke dafür 🙂

    Liebe Grüße
    Sandra

    1. Vielen lieben Dank! 😀 Ist ja nun Montag geworden (wow, schon fast zwei Wochen her!). Und ich freue mich total, dass du dich jetzt mit deiner Naturhaarfarbe so gut anfreunden kannst. Ich liebe meine Farbe. Wenn alles an meinen Haaren mal doof ist, die Farbe tröstet mich immer. Ganz viel Erfolg beim Farbeziehen und Rauswachsenlassen.

  2. Happy Birthday erstmals.
    Schöner Post und ganz tolle Fotos.
    Unsere Maus ist genau am errechneter ET auf die Welt gekommen und hat somit am selben Tag Geburtstag wie ihr Papa. Was ich eigentlich überhaupt nicht wollte…naja man kann es sich nicht aussuchen wann die kleinen kommen möchten.
    Das ist nun kein Witz!!! Unsere 3 Tochter kam am 33 Geburtstag von ihrem Papa um 3.03 Uhr mit 3130 gr. auf die Welt 🙂
    Ich wünsche Euch jetzt schon alles Gute und viel Liebe.

  3. Erstmal alles Gute zum Geburtstag und natürlich viel Erfolg und Kraft bei der Geburt.
    Ich finde deine Fotos wie immer wunderschön. Dein Blog war der einzige, dessen Schwangerschaftsposts ich mir durchgelesen habe. Meistens ging mir das Thema am A* vorbei, aber du hast es auf eine sehr realistische und informative Weise geschrieben, sodass sie meine Neugier befriedigt hat. Deswegen gibt es von mir ein großes Kompliment!

    1. Danke schön! Für die Glückwünsche aber vor allem für das Blogkompliment! Ich konnte auch meist wenig mit Schwangerschaftsartikel anfangen, als ich selbst noch nicht in der Lebenssituation war. Und selbst in schwanger fand ich vieles einfach nur… säuselig. Das ist nicht so meins. Von daher freue ich mich imemr total, wenn ich so ein Feedback bekomme. Das ist toll!

  4. Alles Gute zum Geburtstag. 🙂
    Ich finde es einfach mega spannend deine Schwangerschaft mitzuverfolgen und irgendwie fiebere ich schon richtig mit wann es denn soweit ist. Komisch oder? Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass die Geburt genauso entspannt wird wie deine 2. Hälfte der Schwangerschaft.

    Liebe Grüße
    Rosi

    1. Danke dir! 😀 Ich würde behaupten, ich hatte eine gute Geburt, trotz Schmerzen und Gebrüll. Was für mich zählt, ist, dass es selbstbestimmt war, ich in keiner Situation Angst hatte und ich mich rundum gut betreut gefühlt habe. Merle ist ein Zuckerschnütchen. Ich dachte ja, das baby kommt total zerknautscht raus, aber es gab sogar noch diesen Bonus eines hübschen Gesichtchens. Nicht, dass ich eine Knautschnase dann doof gefunden hätte. 😉 Es war einfach eine tolle Überraschung.

  5. Herzlichen Glückwunsch und alles erdenklich Gute zu deinem Geburtstag. Den nächsten feiert ihr auf jeden Fall zu dritt. Ich wünsche dir alles Gute für die kommenden Tage. Genieße sie von Herzen.

  6. Liebste Heike!
    HAPPY BIRTHDAY! Möge es ein toller Start in ein wunderschönes neues Lebensjahr werden!
    Heute warst Du in Gedanken bei mir – als ich aufgeräumt und ausgemistet habe, Ziel: Minimalismus. Danke für das tolle Vorbild und die Inspiration! Alles Super-Gute für die Geburt! Das wird! Denk dran: wenn es furchtbar wäre hätte es sich schon rumgesprochen 🙂 – Denk: Muskelarbeit! – der erste Blick auf das neugeborene Kind ist super schön!
    Grüße über die Meilen!

    1. Oh ja: Muskelarbeit, das habe ich gemerkt. Was war ich dankbar für jeden Squat und jeden Liegestütz. Der erste Blick auf Merle war eher: Oh du mein Gott, das ist echt ein vollständiger Mensch! Und: Es ist geschafft. Endlich. Die große Emotionalitöt hat mich ein paar Tage später erst erwischt. Vorher war ich einfach groggy. Und es war furchtbar. Nur wird das hormonell echt dermaßen schnell weggewaschen, das ist schon beachtlich.

  7. Ich kam am Geburtstag meiner Mama zur Welt. Wir haben jedes Jahr zusammen gefeiert. Jedes. Bis sie viel zu früh gestorben ist. Seit zwei Jahren feiere ich allein Geburtstag und überlege, ihn fortan zu verlegen, weil ich es nicht ertrage, ohne meine Mama Geburtstag zu haben.
    Falls Merle an Deinem Geburtstag schlüpft: Geniesse es – es wird Euch sehr verbinden. Und natürlich alles Liebe nachträglich!

    1. Oh wie schön und wie traurig zugleich. Fühl dich gedrückt! Aber vielleicht kannst du bald einfach den Tag als wieder das sehen, was er war: etwas besodneres. Trotz der Trauer. Alles Liebe!

  8. Hejsan. Hab grad erst gelesen, dass du Geburtstag hattest und offensichtlich im Kreißsaal „gefeiert“ hast. Herzlichen Glückwunsch zu beiden Ereignissen! Ich wünsche euch alles Gute. Lasst euch ordentlich verwöhnen von der (Wahl-)Verwandtschaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.