6. Juli 2017

Hurleywolf

Ein Leben das kommt und eines das geht.
Das hier ist für Hurley, den besten Babywolf, den wir uns je hätten wünschen können.
Das hier ist für Benedict und mich, für gestern und heute und die Tage die noch kommen.

We take photos as return tickets to moments otherwise gone.

Zumindest sind die Fotos noch da. Klar und deutlich und ich fühle und erinnere die Momente, in denen sie aufgenommen wurden.

Denn ich sitze vor einer leeren Seite, nachdem WordPress meinen Artikel gefressen hat und spüre schon jetzt, wie mir die Worte und Gedanken vom Vortag entgleiten. Einen Roman hatte ich geschrieben, über den besten Wolf von allen, keine Ahnung wie viele Worte, aber auf jeden Fall 5 Stunden lang. Vielleicht, so hoffe ich ein bisschen, wird es sogar besser, wenn ich es nochmal versuche. Vielleicht finden sich die Worte noch besser, in unter 5 Stunden, in der Essenz dessen, was mich seit Tagen bewegt und seit gestern zum Weinen bringt.

Mit dem Beginn unseres Lebens gehen wir in nur eine unausweichliche Richtung: auf das Ende zu. Was zählt, ist was dazwischen liegt.

Und Hurley hat es zählen lassen, er für uns und wir für ihn. 13 Jahre ist er geworden, vielleicht, geschätzt, denn so genau wissen wir es nicht, hat er doch nur die Hälfte davon bei uns verbracht. Die andere Hälfte bei jemandem, den er jetzt vielleicht wiedersieht. Bei jemandem, der so gut zu ihm gewesen sein muss, dass wir nach seiner kleinen Odyssee und Rettung aus der spanischen Perrera einen Hund bei uns aufgenommen haben, der nach anfänglicher Verunsicherung gezeigt hat, dass er sich vor nichts fürchtet – außer davor zurückgelassen zu werden. Unser sensibles Hündchen mit den feinen Löckchen, der sehr bald zu einem selbstbewussten dickbeflauschten Reviermarkierer wurde.

Ein Hund, der uns gespiegelt hat, wie es keine glatte Fläche und keine andere Metapher konnte. Wie oft haben wir gesagt:

„Wir müssen allein schon für das Wölfchen gesund sein!“

Denn hatte ich Bauchprobleme, hatte er die auch. Hatte ich Kopfschmerzen, hatte er Augenringe. Waren wir nervös und gestresst, war er es auch. Und so wie wir uns immer mehr gefunden haben und die letzten Unsicherheiten einer noch nicht so lang verstrichenen Jugend abgelegt haben, wurde auch er zu der Persönlichkeit, für die wir nichts anderes empfinden konnten als Liebe. Und wie war das mit dem Spiegel? Ich mag mich mit Hund lieber als ohne. Ich mag mich als die, dich ich mit Hund geworden bin.

Er war der perfekte Anfängerhauswolf und wäre auch der perfekte Familienhund gewesen: so freundlich und ruhig, der Intro-Wolf, der einfach immer nur dabei sein wollte. Und ab und an die Teller ablecken und natürlich in der Sonne liegen. Er, der sich uns in den Weg gesetzt hat, wenn wir hektisch waren, als wollte er sagen: „Mach mal langsam!“ Mit diesen großen dunklen Augen. Ein Blick hat soviel mehr gesagt als Worte gekonnt hätten. Hurley konnte sprechen, ohne zu sprechen. Etwas, was wohl viele Tierbesitzer kennen, ich aber bei den Hunden, die wir in unserer Familie vorher hatten nie so erlebt habe. Und ich habe zurück geschaut und er hat auch verstanden, trotz des ganzes Gebrabbels, das ich zwischen den für ihn relevanten Wortfetzen wie „Pipi machen“ „Ja Schätzelein!“  „Auf!“ und „Warte!“ von mir gegeben habe. Er wusste, ich bin seine. Und das war ich immer. Und ein bisschen später hat er auch begriffen, dass Benedict auch seiner ist und es am allerbesten ist, wenn wir alle drei möglichst eng zusammen sind. In einem Raum bitte. Dem mit der Sonne auf dem Fußboden, ja? Und nach neun Uhr abends bitte dem Raum mit dem Bett. Er nimmt auch vorher gern noch einen Streifen Entenfleisch. „Hallo? Entenfleisch! Ich sitze im Kücheneingang, Entenfleisch nicht vergessen!“

Und so war er immer dabei: zu Hause, an der Arbeit mit sogar eigenem Büroschild, im Urlaub, bei Familienfeiern. In all der Zeit brauchten wir nur dreimal einen Hundesitter. Denn für Hurley galt, was für uns auch für unser Kind gelten wird: Wir mussten nicht erst irgendwo ankommen, um uns für ihn zu entscheiden. Wir haben ihn mitgenommen. Überall hin.

Wir sind am Meer gerannt, haben Berge bestiegen, Seen umkreist, sind durchs Moor und durch die Heide gewandert. Er ist getrabt und gebummelt – oder wurde von uns im Rucksack über den Ostseestrand getragen, weil er sich am Tag zuvor eine Kralle ausgerissen hatte und nicht laufen konnte, den Bollerwagen aber auch ziemlich dämlich fand. Hurley ist Auto, Bahn, Fahrstuhl, Fahrrad und Rolltreppe gefahren. Furchtlos. Hauptsache dabei und am liebsten mit Wiese und einer höhlenartigen Liegefläche.

Er hat einen Schrank in der Küche gehabt, extra für ihn angefertigt, einen Hundeschrank, und große Körbe mit bullaugenförmiger Öffnung. Und einen Platz an der Heizung, für den bald wehen Rücken. Er hat so viel gemacht und war einfach immer da. Wie wohltuend allein seine Anwesenheit war, ist jetzt noch mehr spürbar, da er fehlt.

„Er hat euch freigegeben.“

Denn auch wenn die letzten Tage so schnell kamen und gingen, es waren die letzten Monate und Wochen, die uns Angst gemacht haben. Kurz bevor ich schwanger geworden bin, waren wir noch im Venner Moor wandern. Dann kam der Winter, typischerweise eine Zeit, die ihm mit Nässe und Kälte zugesetzt hat, aber da war der Heizungsliegeplatz, die Rotlichtlampe, ein Körnerkissen und Schaffelle, um sich darin so einzuschnuffeln, dass man nicht recht sehen konnte, wo der Hund aufhört und das Fell anfängt. Im Frühjahr wird es bestimmt wieder besser, dachten wir. Wie immer. Aber 2017 war nicht wie immer.

„Er ist so alt geworden.“
„Er hat ganz schön abgebaut.“
„Er hat Schmerzen, oder?“

Ich sitze hier immer noch und suche meine Worte, die sich so gut gefunden hatten für den verloren gegangen Artikel. Und ich habe Angst, dass sie mir entgleiten, so, wie mir irgendwann auch die Erinnerung an mein Hündchen entgleiten könnte. Ich will mir und euch davon erzählen, wie wundervoll der Kleine war:

Der Sonnenwolf, die Hundewurst, Flauschi, Babywolf, Böckchen, Schätzchen, Schnuffi, Hurleywolf. Wie süß er war und freundlich und wie dankbar ich bin, dass wir ihn hatten.

Mir zerrinnen die Beispiele, weil ich nur daran denke, dass er fort ist. Dass ich versuche das zu greifen, worüber Benedict und ich so viel geredet haben in den letzten zwei Tagen.

Noch ein Versuch:

„Er hat euch freigegeben.“

Denn neben all dem Schönen war da der letzte Weg, der irgendwann begonnen wurde, ohne dass wir wussten, dass wir ihn schon gehen. Und dann kam die letzte Etappe so plötzlich, dass wir immer noch nicht ganz realisieren können, dass die Vorboten der letzten Wochen und Monate doch eigentlich eindeutig waren. Obwohl wir da schon die Angst gespürt haben. Die Angst vor dem, was wir zum Glück gewagt haben sehr schnell auszusprechen:  In wenigen Wochen bekommen wir unser Baby und Hurley war so hilfebedürftig, dass wir nicht wussten, wie wir ihm und Merle gerecht werden sollten, sollte sich seine nächtliche Unruhe, seine Desorientierung, sein Verlangen nach Aufmerksamkeit und Beruhigung nicht bis zu ihrer Geburt gebessert haben. Es fühlte sich falsch und schrecklich an über den Tod zu reden, über Medikamente zum Ruhigstellen vorher hoffentlich, wenn man einen Hund vor sich hat, der einen nachts zwar so fertig macht, dass man sich beherrschen muss, nicht gemein zu sein, der aber tagsüber zur Begrüßung an die Tür gestakst kommt und Bartwurst direkt vom Grill immer noch rasant spannend findet.

Aber es war gut darüber sofort geredet zu haben, denn so haben wir um Hilfe gesucht. So schnell, wie es dann ging, hätte jeder Tag Aufschub für uns und Hurley ein ungleich dramatischeres Ende bedeutet.

Wie furchtbar war es, darüber nachzudenken, ihn abzugeben (das war ein Lösungsvorschlag, den wir bekommen hatten), aber das nicht zu wollen, natürlich nicht, unser Hundebaby, der kleine Opa, der ja so schon verwirrt war. So einen alten Baum noch verpflanzen? Und wer möchte denn so einen Hund aufnehmen, der einen nachts nicht schlafen lässt? Wie furchtbar war es zu wissen, dass es dann ab einem gewissen Punkt nur eine weitere Alternative geben würde? Und wie bestimmt man diesen Punkt? Wie findet man ihn, wenn die Uhr tickt und sich die Worte Kreißsaal, Wochenbett und Neugeborenes immer mehr in greifbare Nähe bewegen? Wie entscheidet man über ein Leben, das nicht das eigene ist? Vielleicht hat dann doch er entschieden… zumindest ein Stück weit. Zumindest möchten wir das gern etwas glauben.

„Er hat euch freigegeben.“

Denn es ging am Ende doch so schnell. So schnell, dass wir noch nicht mal mehr den Tag abgewartet haben, der nötig gewesen wäre, damit Hurley hier zu Hause entschlafen konnte, sondern wir ihn zum Tierarzt gebracht haben. An diesen Ort, an dem kein Hund sein will, aber wenigstens auf seinem Deckchen, nachdem wir in der Nacht zuvor mit der schlafraubenden Hoffnung ins Bett gegangen waren, dass er am nächsten Morgen einfach nicht mehr atmen möge. Aber er hat noch geatmet. Und hatte Schmerzen.

Hurley ist ein stiller Leider, wie wir jetzt wissen. So still und demütig, dass der erste Tierarzt, den wir schon früher aufgesucht hatten, uns ja auch erst noch gesagt hatte, er hätte keine großen Schmerzen, nur ein bisschen Arthrose, er würde simulieren, weil er spitz gekriegt hätte, dass wir ihm den Arsch nachtragen, wenn er sich leidend stellt. Altersstarrsinn. Da Hurley mit pharamzeutischen Produkten nicht gut klar kommt und sehr senibel auf sie reagiert (Spiegelwolf…), haben wir es zunächst homöopathisch und mit Nahrungsergänzungsmitteln für den alten Hund versucht. Was nicht half und uns zur zweiten Tierärztin brachte, die seine Schmerzen besser lesen konnte als ihr Kollege – und auch als wir.

Als mit den Schmerzmitteln unser kleiner Wolf plötzlich gar nicht mehr so dement wirkte, waren wir mehr als erschrocken. Und natürlich erleichtert, zunächst, sah es doch so aus, als könnten wir ihm so helfen, als wäre vielleicht sogar die Demenz eine Fehldiagnose gewesen und er einfach nur vor Schmerz benommen gewesen. Einfach nur… Ein furchtbarer Gedanke. Aber es war nur noch ein letztes Aufbäumen. Ein paar klare Momente und danach wieder Verwirrung, auch ohne  Schmerz, wieder sic ind er Wohnung verirren und wieder manchmal dieser Blick der nicht sicher war, wer wir sind, aber zumindest noch so viel Wissen mitbrachte, um einzuordnen, dass wir gut sind. Dass wir es sind, auf die man die Augen mit „Hilf mir!“ richtet. Und wir konnten nicht. Nach weiteren Medikationsversuchen und seiner schieren Verzweiflung, als wir sie zu zweit versucht haben ihn ihn reinzuzwingen, noch ein nicht minder verzweifelter Versuch ihm mit Tierphysiotherapie zu helfen.

Mit ihm zum Tierarzt zu fahren und zu wissen, was passieren würde war entsetzlich. Zurückzufahren mit leerem Körbchen nicht minder.

Und die Zeit dazwischen, in der wir ihm erzählt haben, wie sehr wir ihn lieben und wir sehr wie ihm danken. Er war schon nach der Beruhigungsspritze fast über die Regenbogenbrücke gegangen, die Überdosis Narkosemittel hat ihn mit erstem Ansetzen der Spritze den letzten Schritt machen lassen.

Sterben dauerte genaus so lang wie ein Ausatmer. Wieviel wiegt eine Seele?

In meinem Kopf so viele Konjunktive. Hätte, hätte, hätte. Und der Wunsch, dass er doch wieder da sein möge, um mich zu nerven. Diese Stille in der Wohnung. Morgens aufzustehen und da ist niemand, den ich begrüße und frage, wie er geschalfen hat, und ob er in den Garten will, Pipi machen. Da ist nur der Flur ohne Körbchen und Näpfe, stattdessen mit Fotos und einer Strähne von seinem Schwänzchen, das wir mitgenommen haben.

Der Preis für das Leben ist der Tod.

Und so grausam die Momente waren und sind, für die wunderbaren Jahre, die wir hatten, ist es diese Trauer so wert. Ich weiß nicht, ob ich daran glauben soll, dass er jetzt an einem besseren Ort ist oder alte Bekannte wiedersieht. Ich glaube vor allem, dass er jetzt keine Schmerzen mehr hat. Aber dass der Tod eben nicht nur Schmerz beendet, sondern alles andere auch. Nur ist Schmerz eben etwas, was auch im Leben ab einem gewissen Grad alles andere auslöscht. Deswegen möchte ich glauben, dass es gut so war, dass er gegangen ist. Dass wir ihn gegangen haben. Das Schlimmste an all dem…

Der Übergang von Geburt und Tod ist so ähnlich und macht mir zu schaffen. Das Kind kommt, wenn es reif ist. Der alte Mensch geht, wenn er bereit ist. Und ich mag daran glauben, dass es Situationen gibt, die ein Eingreifen in diese Freiwilligkeit rechtfertigen. Und ich mag daran glauben, dass nach dem Tod noch etwas kommt, so wie das Kind nicht wissen kann, was es nach der Geburt erwartet. Niemand kehrt je zurück in den Mutterleib oder ins Leben, niemand kann davon erzählen.

Ich begreife jetzt ein bisschen mehr, wofür viele Menschen ihren Glauben brauchen und die Idee von einem Leben danach.

Mir führt der Verlust vor allem vor Augen wie endlich unsere Zeit ist und welche Geschenke das Leben für uns bietet, jeden Tag.

Füll den Tag mit Leben und nicht das Leben mit Tagen.

Ich möchte in den Computer schlagen, weil mir so viel entgleitet. Wo ist mein Text, wo sind meine Gedanken von gestern und heute Nacht? Wie zeigt mir der Verlust dieses Dokuments schon an, wie begrenzt mein Hirn ist und wieviel Momente ich verpasse?

Hurley fehlt mir so. Und ich komme von der Trauer in die Wut. Dabei wollte ich euch von Dankbarkeit erzählen. Mir davon erzählen, es festhalten, als ein Versprechen, das Benedict und ich uns gestern gegeben haben, damit dieser Schmerz zu mehr dient, als nur für die Wertschätzung von etwas, was es nur noch als Rückschau gibt.

„Er hat euch freigegeben.“

Frei jetzt zu trauern und uns dann um unser kleines Mädchen, unser buchstäbliches Wunder kümmern zu können. Wir wollen unser Leben weiter so aufbauen, dass darin wieder ein Hund Platz finden wird. Wir stellen uns vor, wie Merle mit 2 oder 3 Jahren herumtanzt und singt
„Wir bekommen einen Hund! Wir bekommen einen Hund!“
Oder schon früher?
„Hund! Hund!“
Für ein Kind, das von einem Leben mit Tieren mehr lernt, als dass sie flauschig sind. Sondern Respekt vor dem Leben, Toleranz und das Verständnis für Andersartigkeit. Verantwortung und eine besondere Form von Liebe, oft eine bedingungslosere als die, zu der Menschen fähig sind mit ihrem so klugen und gleichzeitig so dummen Kopf.

Wir werden mit ihr in Tierheime fahren, auf der Suche nach einem neuen Wölfchen, das ein Zuhause braucht. Ein neuer kleiner Hund, dem wir ein gutes Rudel sein können, vielleicht sogar ein besseres als wir es schon für Hurley waren, denn wir haben ja gelernt, von ihm und durch ihn.

Und bis dahin, bis dieses Bild vom kleinen Mädchen, das im Garten auf der Wiese neben ihrem Hund hockt, ihn mit Grashalmen kitzelt und sich die Hände ablecken lässt, bis dieses Bild wahr wird, werden wir ihr ganz viel erzählen: Von den Abenteuern von Hurleywolf.

Ganz viel Liebe, Babywolf. Danke für alles.

 

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52 Kommentare

  1. Ich merke, der Schmerz lässt auch nach 3 Jahren kein bisschen nach. Ich hoffe du wirst dich nicht so unvollständig fühlen wie ich mich immer noch fühle.
    Danke, dass du mich mit deinem Artikel an so viele wundervolle Momente erinnert hast, die ich lieber verdrängt habe, weil das weniger schmerzt.

    1. Sage ich dazu jetzt „Bitte gerne?“ Vermutlich eher nicht… Es tut mir sehr Leid zu lesen, dass du immer noch so unter deinem Verlust leidest. Wirklich. Ich kann noch nicht wirklich beurteilen, wie es für mich werden wird, denn es ist der erste, der mich in meinem Leben so erwischt. Dennoch hoffe ich eigentlich, dass ich das tuen werde, was ich immer tue: das Beste draus machen. Hurleys Andeken in Ehren halten. Trauern, weil mir etwas fehlt und weil er es verdient hat. Und dann sehen, was mich mit dem Schmerz mache, was er mir sagen will, was ich daraus lernen kann. Ich habe jetzt schon gelernt, dass ich ein Leben mit Tieren für in vielerlei Hinsicht gut halte. Es fällt jetzt in seienr Abwesenheit noch mehr auf als es mir vorher schon bewusst war. Ich weiß eben, dass ich meiner Tochter Zugang zu Tieren geben will. Ich weiß, dass ich mit einem Hund aus der Vermittlung eine Seele aufnehmen kann, die sonst kein Zuhause hätte. Ich weiß, dass Tiere uns Menschen viel beibringen, gerade in ihrem Nicht-Sprechen. Schmerz ist ein guter Lehrmeister, leider immer schon. Er ist die Negation, er zeigt, was fehlt, was so nicht funktioniert, er ist die Peitsche hinter dem Zuckerbrot von Freude und Glück.
      Ich wünschte natürlich, dass Hurley noch da wäre. Ich wünschte imemr, dass Schmerz nicht nötig wäre. Aber manchmal geht es nicht um nötig, sodnern einfach nur darum, dass er unausweichlich ist. Und auchd amit lebe ich. Die Situation macht mich etwas Philosophisch aktuell. Auch das halte ich für gut. Schmerzhaft, aber gut. Heilsam. Sterben ist unausweichlich. Aber Hurley wird nicht umsonst gelebt haben und gestorben sein. Er hat Spuren hinterlassen und die werden bleiben.

  2. Dein Text transportiert so viele Emotionen und berührt mich. Ohne daß ich euren Hurleywolf gekannt habe, bin ich nun auch traurig darüber, daß er gehen mußte. Und froh darüber, was für ein schönes Leben er bei euch hatte. Wie viel er euch gelehrt hat. Abschiednehmen ist so traurig 🙁 Und doch sind Tiere etwas Wundervolles, für das sich diese Traurigkeit jedes Mal wieder lohnt. An die Geschichte von der Regenbogenbrücke glaube ich sehr gern.

    1. Ja, es ist die Trauer wert. Und ich bin dankbar,da ss ich trauere, weil es vorher so schön war und nicht, weil ich mir denke, „Ach hätte ich dieses und jenes doch mehr gewürdigt!“ Klar, ein bisschen was hätte immer besser gemacht werden können. Aber wir hatten eine wundervolle Zeit zusammen an der ich nichts kleinreden will. Ich trauere also etwas nach, was wirklich war und nichts, was hätte sein können. Das ist ein sehr gutes Gefühl.

  3. Das tut mir so schrecklich Leid für euch 🙁 Habe gerade auch ein paar Tränchen verdrückt, weil du das so gefühlvoll geschrieben hast! Man merkt, wie viel Hurley dir gegeben hat…
    Ich wünsch euch alle Kraft, die ihr jetzt brauchen könnt!

    1. Danke dir! Ja, das hat er. Und tut er noch, er wirkt noch nach und ich denke, das wird er auch noch lange tun. Besodners auch, weil wir ja beschlossen haben wieder einen Hund bei uns aufnehmen zu wollen. Das wird ihn dann noch mal wiederbeleben, als unseren ersten Lehrmeister und und eben unser erstes Wölfchen.

  4. Das war ein schöner Nachruf.
    Wenn du so erzählst wie es ihm die Zeit vorher ging muss ich an meinen Vater denken. Das klingt wahrscheinlich jetzt total gaga aber er war genau so bevor wir ihn quasi vom Notarzt abholen lassen müssten. Er hatte fast drei Tage nicht geschlafen, wusste zuletzt nicht mehr ob es morgens,abends oder Nacht war. Und Schmerzen muss er auch höllische gehabt haben. Alles still Leidens ertragen.
    Er ist auch kurz vor der Geburt meiner Tochter verstorben, nach fünf Wochen im künstlichen koma. Eine Woche trennt seitdem das schlimmste und beste Ereigniss meines Lebens.
    Ich fühle mit dir/euch, euer hurley wird eurer kleinen Merle ein guter Schutz(engel)hund sein.

    1. Das mit dem Schutzengel sagen wir auch die ganze Zeit! Wenn ich häkeln doer nähen könnte, würde ich ihr ein Kuscheltier machen, das etwas aussieht wie er und Flügel hat.
      Es tut mir sehr Leid, das mit deinem Vater zu lesen. Ich hoffe, du hast den Verlust dennoch gut verwinden können. Bei Menschen, die mir so nahe standen, hat der Tod bisher noch nicht Einzug gehalten. Meine Vorstellung wie das ist, ist somit begrenzt, wenngleich ich in der Regel gut darin bin, mich einzufühlen.
      Es tut mir sehr Leid. Eltern sind in gewisser Weise für uns ja unsterblich. Sie sind einfach immer da. Es ist wie ein gebrochenes Versprechen, wenn sie gehen.

  5. Liebe Heike
    Mir laufen die Tränen übers Gesicht und ich kann gar nicht sagen wie weh es mir tut !
    Ich musste auch schon Hunde gehen lassen und ich weiss, dass sie nicht nur gehen, sondern eine große Lücke hinterlassen.
    In den letzten Einträgen von Dir mit Hurley hatte ich immer gedacht : Wie alt ist der Hund und er sieht ein wenig so aus, als wenn er müde ist…als ich jetzt auf Deine Seite schaute, musste ich doch oft die Augen wischen um überhaupt weiterlesen zu können. Er war doch so oft dabei in Deinen Fotos und Dein ständiger Begleiter.
    Du hast einen wunderbaren Nachruf für Dein Fellkind verfasst, der zeigt, wieviel er für Dich und Euch war.
    Wie schön, dass ein Hundepartner sagt, dass er von seinem Tier gelernt hat…
    Eine größere Wertschätzung kann es für ein Tier nicht geben und ich denke, dass dies in seinem Leben die Aufgabe war…Dich begleiten, Dich froh machen, Dich spiegeln, Dich trösten und mit seinem ganzen Dasein Liebe und Verbundenheit geben.
    Ob er nur einfach zu Deinen Füßen lag während Du gearbeitet hast oder er in Deinen Armen lag…an Dich geschmiegt und mit seinem ganzen Körper Liebe gebend, so war er doch ganz Deins und Dein Text zeigt, dass Du es verinnerlicht hast und diese Momente in Deinem Herzen trägst.
    Es gibt kein schöneres Denkmal für einen Hund !
    Vielleicht hat er einfach gespürt, dass er seinen Lebenssinn erfüllt hat und Platz machen muss.
    Hunde lieben bedingungslos und vielleicht hat er Platz gemacht, für das Neue in Deinem Leben.
    Wie schade, dass Du Merle nur von ihm erzählen kannst…
    Es tut mir so leid und ich fühle mit Dir !

    Liebe Grüße
    Inga

    1. Oweh,, jetzt bin ich schon so gut hier durch die Kommentare gekommen, aber jetzt muss ich doch auch wieder weinen. Aber das ist gut so. Du hast mich verstanden und deine Worte treffen. Mein kleines Wölfchen. Es war einfach schön mit ihm, Ich hab ihn oft angeguckt und mir gedacht, „Du bist ein komischer kleiner Mensch!“ und er hat sich umgekehrt dasselbe über mich als Hund gedacht. War uns aber egal, das mit dem Komischsein, wir fanden uns gut.
      Ich wünsche mir einfach sehr, sowas noch mal erleben zu dürfen, weil ich die glückliche von uns beiden bin mit der höheren Lebenserwartung. Und merle möchte ich das eben auch von Anfang an zugänglich machen. DAs wra ja auch der Plan. Er war ja noch fit, als ich schwnager wurde. Müde, ja, wie du sagst, aber nichts hatd arauf hingedeutet, dass er so abbauen würde. Wie oft wir gesagt haben, wie niedlich es sein würde, wenn die beiden zusammen auf einer Decke liegen und er auf das neue Familienmitgleid acht gibt. Man hat ja imemr so seine Bilder im Kopf. SO wie ich eben jetzt mit Merle auf dem rasen mit Hund. Beide etwas diffus, weil ich weder weiß, wie sie aussehen wird, noch, was das für ein Hund sein wird. Einzig die größe und en Gesichtsausdruck des Hundes habe ich recht klar, genauso wie Merles gehockte Haltung und ihr konzentriertes Lächeln. Man fühlt soclhe Bidler ja mehr, als dass man sie sieht.

      1. Liebe Heike
        Es war mir klar, dass ich Dich mit meinen Worten treffe, aber die Absicht und Hoffnung dahinter war die , dass Du erkennst, dass es Menschen gibt , die so wie Du denken und fühlen, wenn es um einen Abschied von einem Tier geht.
        Ich habe nur geschrieben, was ich aus Deinen Zeilen und den vielen innigen Bildern lesen konnte. Mir ging es auch schon wie Dir/Euch und Hurleys Tod reisst bei mir viele alte Narben auf.
        Abschiedsschmerz, Verbundenheit und das vermissen eines Freundes, der Dir all seine Zeit gegeben hat und sich mit der Zeit die Du für ihn übrig hattest, zufrieden gegeben hat.
        Was für ein Geschenk !
        Wie verbunden ihr ward, sieht man sehr gut auf dem Bild auf dem Du kniest und er hingebungsvoll zu Dir hoch sieht…Du warst sein Zuhause ! Wenn Menschen sich entscheiden, einen Hund zu sich zu nehmen, passiert nicht immer dieser Gleichklang der Seelen ! Zitat: Es war einfach schön mit ihm, Ich hab ihn oft angeguckt und mir gedacht, „Du bist ein komischer kleiner Mensch!“
        Als ich geboren wurde, war der Hund schon da…eine Schäferhündin, tagsüber entweder im Zwinger oder auf dem Hof, nachts in der Gaststätte um Einbrecher aufzufressen ein sogenannter scharfer Hund der seine Arbeit zu verrichten hatte, aber auch sehr gut und mit Liebe in sein „ Rudel“ Familie integriert war. Sie war mein Kindermädchen, meine Kumpanin, meine Schwester, meine Mutter wenn mich keiner verstand und unsere Blicke gingen nicht nur vor die Pupille sondern immer ins Innerste. Irgendwann konnte man Hundeblicke lesen…eine Verbundenheit wie Du sie auch beschreibst.
        Als ich mit 9 Jahren dann aus dem Schullandheim zurück kam, war sie nicht mehr da…ich habe 2 Jahre kein Wort mehr gesprochen.

        Ich erzähle Dir das, weil ich denke, dass man abwägen muss, wie lange ein Hund lebt und in welchem Alter das Kind dann den Verlust verkraften muss – insbesondere wenn der Hund seit Anbeginn seiner Zeit da war. Wäre ich ein Teenager gewesen wäre es auch schlimm gewesen, aber da gibt es schon andere Interessen, Ablenkungen und eine andere Ar t der Verarbeitung.
        Es gab danach wieder Hunde und den Hund den ich mir mit 25 aus dem Tierheim holte, war auch so ein „Seelenhund“ der einem bis ins Innerste blickt. Dessen Tod hab ich auch lange nicht verwunden und ich habe nun eine fast 10 jährige Schäfermixhündin die ich nun jeden Tag betüddel , obwohl sie mehr an meinem Mann hängt.
        Das Aufwachsen mit einem Hund kann Segen oder Fluch sein…je nachdem wie sensibel man geboren ist. Der schöne Anfang beinhaltet leider auch den Abschied und den Schmerz.
        Bedenke das bitte für Merle
        Das vergangene Wochenende gingen mir das Wölfchen und Du nicht aus dem Kopf und ich stellte mir vor wie Du vielleicht oft seine Kosenamen flüsterst um so zu tun, als wenn er noch da wäre…
        Am schlimmsten war die Vorstellung, dass er nachts durch die Wohnung tappste und die einzige Hoffnung warst Du…die ihn in seiner Verwirrung auffing. Wie traurig und berührend !
        Und dann die Idee, dass er Platz gemacht hat…der Mohr kann gehen 
        Dann kam mir aber der Gedanke: Vielleicht hat er nicht Platz gemacht für Merle, sondern Merle hat sich überraschend schnell für Euch auf den Weg gemacht, weil Hurley gehen musste.
        Für jedes Leid gibt es auch Trost im Leben.

        Sorry, wenn ich zu ausschweifend war
        Ich wünsche Euch alles Gute und drücke alle Daumen für die Geburt
        Inga

        1. Oh Gott, bei den letzten zeilen zu merle, die kommt, um abzulösen hab ich nen Tränenkloß im Hlas. Irgs. Das ist… eine ebenfalls wundervolle Art über etwas eigentlich furchtbares zu denken, Denn du hast ja recht, sie kam früher in unser leben, als wir gedacht hätten, genauso wie Hurley früher gegangen ist, als erwartet. Obwohl beide Ereignisse nichts waren, in die wir blind hineingestolpert wären.

          Es tut mir sehr Leid zu lesen, wie sehr dich der verlust deiner Hpndin damals getroffen hat. Und ja, das werde ich mir merken, für merle. Denn oh ja, jeder ist da anders. Und ich kann nicht wissen, wie sie sein wird und letztlich gibt es nur wenige Menschen (und Tiere), denen man so in die Seele blicken kann und es ist nicht gesagt, dass ich das mit meiner Tochter haben werde. Zumindest nicht, wenn sie älter wird. Was nicht bedeutet, dass wir uns dadurch weniger lieben, aber so ein tiefes Einverständnis ist einfach enorm rar und – etwas ab vom Thema – etwas, was sich glaube ich viele für einen Partner wünschen, aber nur wenige finden. Wobei ich ja der Typ Mensch bin, der daran glaubt, dass wenn die Grundstimmung passt sich soetwas auch erschaffen lässt. Soetwas wächst. Dass es von vornherein da ist, ist noch mal seltener.
          Jetzt komme ich von Hölzchen auf Stöckchen und könnte über Liebe auf den ersten Blick philosophieren… Hach!

          Danke auf jeden Fall. Du hast etwas in mir bewegt und oh ja, ich werde mir deine Worte merken, wenn es soweit ist, dass Merle mal ein Haustier verabschieden muss.
          Alles Liebe, Heike

  6. Liebe Heike,
    noch mal hier alles Gute für Euch und viel Kraft 🍀 Ich habe es über insta erfahren und daraufhin hier gelesen. Das hast Du wirklich sehr schön geschrieben. Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen. Leider weiß man nie, wie es in dem Tier drinnen genau aussieht, es sind nur Vermutungen. Aber man kennt sein Tier und muss irgendwann abwägen, was man fürs Tier macht oder für sich selbst. Und das Wohlbefinden des Tieres muss immer an erster Stelle stehen. Ich kann mir denken, dass es ein harter Weg war diese Entscheidung zu treffen und ich finde die Vorstellung ganz furchtbar. Irgendwann muss ich sie sicherlich auch treffen, aber noch ist hier alles fit und gesund. Klopf klopf klopf! Ich drücke euch ganz fest in Gedanken. Die Erinnerungen werden immer bleiben :-****

    1. Danke dir! Ich bin grad vom Vorkommentar noch etwas heulig und weiß nicht, was ich sonst sagen soll. Aber Danke. Ich fidne es immer wieder erstaunlich, wie sehr Menschen hier Anteilnehmen, das ist wahnsinn. Da glaube ich imemr wieder daran, dass es viel Gutes auf der Welt gibt. Auch wenn ich genug Leute, um mich herum haben, die meine Bloggerei etwas skeptisch betrachten so von wegen: Jaja, das Internet, du kennst die leute eh nicht und die Wrlt ist schlecht und bäh. Die Welt ist auch schlecht. Aber nicht nur. Und ich mag diesen Ort hier, der sehr viel mehr gut ist als schlecht.

  7. Jetzt sitze ich da und heule. Richtig dicke Tränen fliessen. Ich habe Hurley nicht gekannt, aber ich weiss wie es ist, einen geliebten felligen Freund zu verlieren. Mehr noch, ein Familienmitglied. Bei meiner „grossen Liebe“ ist es jetzt achteinhalb Jahre her, dass wir ihn von den Schmerzen erlösen mussten, und ich vermisse ihn immer noch. Ich wünsche dir, dass du neben den traurigen auch immer an die schönen Zeiten denken kannst, die ihr zusammen erlebt habt. Fühle dich gedrückt…

    1. Danke! Das werde ich können, die die schönen Zeiten waren einfach wundervoll. Wären sie nicht so einprägsam gewesen würde ich wohl jetzt nicht hier sitzen und mit Bestimmtheit wissen, dass ich wieder ein Wölfchen haben möchte. Klar sind Tiere anstrengend und sie machen Dreck und kosten Geld. Menschen auch, sogar alles bedeutend mehr. Und trotzdem will ich niemanden meiner Lieben missen. 🙂 Und wenn man sie ebn doch missen muss, dann… weiß man um so mehr, was man an ihnen hatte. Ich weiß das. Und das ist gut.

  8. Mein Beileid.
    Da sind viele sehr schöne Bilder dabei, Hurley war wirklich ein hübscher Hund. Es ist doch beruhigend zu wissen, daß er ein gutes Leben bei euch hatte und auch an seinem Lebensabend sehr gut betreut wurde. Man darf nicht nur den eigenen Verlust beklagen, sondern sollte sich auch vor Augen führen, wie erlösend der Tod für ihn wohl gewesen ist. Außerdem ist es nicht gerecht, ihn nur in seiner letzten, demente Phase in Erinnerung zu behalten statt als gesunden, lebensfrohen Hund in den vielen Jahren zuvor. Leider neigen wir dazu, das Ende das zuvor gemeinsam Erlebte überschatten zu lassen und eine Art Determinismus darin zu erblicken, aber das kann weder in Hurleys noch in eurem Sinne sein.
    Viele Grüße und alles Gute.

    1. Da hast du sehr Recht. 🙂 Ich bin auch wirklich froh, dass Benedict und ich das beide können: sowohl sehen, dass es ein schlimmes Leid war, das besser ein Ende gefunden hat als auch dass es vorher wunderbare Jahre gabe. Das Ende gehört zum Leben, und das weiß ich ja nicht erst seit vorgestern. Es dann zuerleben ist natürlich was anderes, aber ich bin nicht der Typ Mensch, der darüber dann das Leben überhaupt in Frage stellt. Es war schön mit ihm, sehr lange und sehr ungetrübt. Und auch das Ende hat uns viel beigebracht. Nicht zu zögern, klar zu entscheiden und dabei dennoch immer mit Bauchgefühl. Der Zweifel war das Schlimmste und ich glaube, das lässt sich auf sehr viel mehr im Leben üebrtragen als nur auf den Abgang. Auchd as nehme ich mit.

  9. Liebe Heike,
    mein Beileid!
    Dein Nachruf hat mich sehr berührt, mir kullern die Tränen.
    Auch wenn es schon ein paar Jahre her ist und ich euch nur einen kurzen Besuch abgestattet habe, ist mir euer wunderbares Dreiergespann doch eindrücklich in Erinnerung geblieben, eure Wertschätzung und euer Respekt, wie man ihn auch in deinem Nachruf so schön lesen kann.
    Fühl dich einfach gedrückt!

  10. Ich wünsche euch alles Gute. Man spürt beim Lesen, wie sehr der Kleine fehlt.
    Ich denke aber auch, dass es die richtige Entscheidung war, wenn es einfach körperlich nur noch Schmerz gibt. Ich hätte genauso gehandelt und damit sicherlich kein schlechtes Gewissen.

    „eine besondere Form von Liebe, oft eine bedingungslosere als die, zu der Menschen fähig sind mit ihrem so klugen und gleichzeitig so dummen Kopf.“
    Das sagt für mich so viel aus. Du schaffst es selbst in einem Nachruf und mit Traurigkeit im Herzen so viel auszusagen…

    Allerherzlichste Grüße an Euch.

    1. Danke dir. Ich habe versucht so tief wie möglich in mich zu horchen und das, was ich dort finde, niederzuschreiben,. Deswegen war ich auch so… ach sauer! Als der erste Artikel verschwunden war. Er war vielleicht noch mal eindringlicher. „Nicht schlechter, anders“ hat Benny über den Nachruf jetzt gesagt. Vermutlich hat er Recht. Ich merke jetzt schon, dass jede Stunde Abstand die Verarbeitung weiter bringt und damit mein Denken und Fühlen verändert. Die Wunde blutet nicht mehr, auch wenn ich sie verletzte Stelle noch sehr, sehr schonen muss. Ich werde eine Narbe davon tragen. Aber eine schöne. Eher ein Tattoo. Und wie das mit Narben so ist: dieses Gewebe ist stärker als das umliegende. Auch wenn es manchmal etwas wetterfühlig ist.

      Liebe Grüße, Heike

      1. Das ist ein schöner und zutreffender Vergleich. 🙂 Letztendlich will man sich ja auch nicht an den Schmerz des Verlustes erinnern, sondern an die schönen Erlebnisse mit dem geliebten Wölfchen.
        Ich habe mich gefreut zu lesen, dass ihr bereits jetzt daran gedacht habt, irgendwann wieder ein Tier bei euch aufzunehmen. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es hilft. Ich habe mein Pony im Fohlenalter verloren und später einen neuen kleinen Pferdefreund gefunden. Die Erinnerung verblasst nicht dadurch, vielmehr kommen neue Erlebnisse hinzu und gerade durch die Ähnlichkeit der beiden in vielen Dingen erinnere ich mich gern und mittlerweile mit mehr Freude als Schmerz an meinen Kleinen.
        Ich hoffe, dass es Euch auch irgendwann so gehen wird. <3

        1. Ja, das hoffen wir auch. Ich stelle mir vor, wie das neue Wölfchen im Garten rumschnüffelt und Benedict und ich uns dann angucken und uns fragen, ob der Neuling jetzt wohl dieselben Pieselstellen aussuchen wird, wie Hurley. Oder sowas. So ein Kleinkram ist es letztlich ja auch. Man kennt die Routinen seines Tieres, die Marotten und wenn da ein anderes Tier ähnlich ist – oder auch ganz anders – belebt das die Erinnerung.

  11. Achje, ich fühle mit euch!
    Ich wurde schon von einigen Tierchen begleitet und kenne sowohl die schöne wertvolle Zeit mit ihnen, als auch das furchtbare Ende. Mein erstes Kaninchen bekam ich mit 6 Jahren und ich habe es abgöttisch geliebt.
    Ich wünsche euch wunderbare Erinnerungen an Hurley und auf dass ihr irgendwann wieder ein Plätzchen in euren Herzen für einen herrenlosen Hund findet! Nichts ist schöner für Kinder, als mit Tieren aufzuwachsen =)

    1. Danke dir! :-* In unserem herzen ist dafür auf jeden Fall Platz. Der spannendere Teil ist, wie wir mit merle unsere Alltag und unsere Arbeit werden gestalten können und ob dorthinein dann ein Hund wieder passt. Aber müsste eigentlich. Wir hatten ja auch damit gerechnet, dass Hurley eigentlich noch einige Jahre bei uns bleiben würde. Er hat also auf jeden Fall einen Platz freigehalten. 🙂

  12. Liebe Heike,
    deine Gedanken zum kleinen Wölfchen finde ich wirklich wunderschön, und ich kann dich so gut verstehen.
    Bei uns war es vor fast drei Jahren ganz ähnlich. Einen Monat zuvor waren wir noch mit Hund im Urlaub (zwar mit Rollstuhl aka Bollerwagen für das Hundchen, aber er war trotzdem dabei) und dann hat er innerhalb von zwei Tagen so abgebaut, dass er alleine nicht mehr aufstehen konnte und der Tierarztbesuch unumgänglich war. Das war das schlimmste, was ich in meinem Leben tun musste, aber es war auf der anderen Seite auch so schön, dass die ganze Familie dabei war, ihm nochmal sagen konnte wie sehr wir ihn lieben, ihn dabei nicht alleine zu lassen und bis zuletzt das Pfötchen zu halten.
    Bezüglich Kindern und Hund gibt es einfach nichts besseres was man einem Kind schenken könnte. Ich war gerade sieben geworden als wir den Hund abholen waren, mein Bruder erst drei, und für uns war es Liebe auf den ersten Blick, die danach immer noch mehr geworden ist.
    Mittlerweile hat unsere Familie nen „neuen“ Hund, wir haben es nicht lange ohne ausgehalten, es hat zu sehr etwas gefehlt nach 16 1/2 Jahren. Und trotzdem hat der „neue“ Hund den „alten“ nicht ersetzt, wir sitzen ganz oft da und vergleichen, wie Gerry war, wie Nick nun ist, was sie Gemeinsamkeiten haben oder sich unterscheiden. Durch unseren Nick denken wir auch ganz oft an Gerry. Und ich würde ihn immer noch sofort zurück nehmen wenn ich irgendwie die Chance dazu hätte.

    Ich wünsche euch ganz viel Kraft und irgendwann wenn die Zeit gekommen ist ein zweites Wölfchen!

    1. So stelle ich mir das auch vor! Nicht als Ersatz oder Lückenfüller, sondern einfach… eine Fortsetzung, die auch eben ganz viel dafür tut, dass man den anderen Hund nicht vergisst, weil es eben Hunde sind und man vergleicht. Das habe ich ja sowieso immer, wenn ich Hunde sehe, als früher schon, jetzt mehr: der sieht aus wie unser Hurley! Der da gebärdet sich genauso. Und natürlich, wie alle liebenden Mütter habe ich ganz oft gedacht: Hurley ist aber viel süßer als der da! 😉 Ein anderer Hund erinnert mich mehr an meinen als es die Abwesenheit eines Hundes tut.

  13. Puh ich hab einen mega Kloß im Hals und könnte gleich mit Mitheulen. Sich bewusst für so einen Abschied entscheiden müssen ist furchtbar 🙁 Wir mussten das mit unserem ersten Kater Luke miterleben, der nur wenige Wochen bei uns war, als die tödliche Krankheit sich zeigte. Man will sie einfach nicht gehen lassen, aber ihnen zusehen wie sie still leiden ist noch schlimmer.
    Rational und kühl betrachtet war es ein guter Zeitpunkt. Mit Merle schon im Arm wäre alles noch schlimmer gewesen. Ihr wärt zerrissen gewesen in der Pflege und Sorge für zwei ganz unterschiedliche Babys. Dennoch schrecklich traurig!
    Aber die Vorstellung von einem neuen Wöflchen für Merle finde ich sehr schön und mindert ja nicht die Liebe für Hurley. 🙂 Einmal Haustier, immer Haustier. Ich könnte mir ein Leben ohne Katzen auch nicht vorstellen.
    Fühlt euch gedrückt!

    1. Danke dir!
      Ja, genauso sehen wir das auch. Es wird ein neues wölfchen geben. Und ja, der zeitpunkt war so gut wie so ein zeitpunkt eben sein kann. Bitter und merkwürdig, aber rational gesehen wirklich gut so. So habe ich Zeit ihn zu würdigen, bevor Merle kommt.

  14. Das tut mir sehr leid! Ich finde es auch schön, wenn Kinder mit Tieren aufwachsen dürfen. Ich denke, das wird die kleine Merle freuen, wenn Ihr Euch gemeinsam auf den Weg macht, um ein weiteres Familienmitglied auszusuchen und willkommen zu heißen.
    Ich durfte es leider nicht und bin froh, dass unsere kleine jetzt mit 2 Katzen aufwachsen darf, wobei ich große Angst vor dem Tag habe, wenn sie uns verlassen müssen. Eine von beiden ist schwer krank (seltene Autoimmunerkrankung) und kann nur mit Medikamenten leben aber das zum Glück sehr, sehr gut.
    Aber sie wird nicht so alt, wie eine gesunde Katze werden. Das wird dann schwer: Wie erklärt man einem kleinen Kind, was da passiert ist? Natürlich findet man einen weg. Aber davor fürchte ich mich wirklich sehr 🙁

    1. Jaaa… sowas ist schwer. Aber immer. Nicht nur für Kinder. Ich finde das eigentlich auch gerade im Kontext mit dem Tod wichtig, dass Kinder Zugang zu Tieren haben. So erleben sie, dass Leben eben kostbar ist, weil endlich. Und sie kommen selbst irgendwann auf die Frage, wie das so ist, dass man Tiere zu hause lieb hat, aber die meisten Leute (vermutlich sie selbst in den meisten Fällen auch) andere Tiere auf dem Teller liegen haben und verspeisen. Verantwortung, Andersartigkeit, Tod… das sind sehr ethische Fragen, die ich für enorm wichtig halte und bei denen das Erleben denke ich immer ein so viel besserer Lehrer ist als das reine Lehren. Als Erwachsener hat man dann die Aufgabe zu leiten, Sicherheit zu geben und aufzufangen.

  15. Liebste Heike, mir kullern auch schon die Tränen. Und die Nase läuft… Mein herzliches Beileid! Ich fand Hurley ganz süß natürlich von den ganzen Fotos die ganze Zeit, aber auch wie er durch das Haarschneide Video dackelt. Das ist das schwerste am Leben – dass wir nicht alle zusammen gehen – aber mir fallen die Worte von Alfred Lord Tennyson ein „‚Tis better to have loved and lost than never to have loved at all.“ Morgen früh schaue ich meine Liebsten an und schätze sie um so mehr. Ich freue mich für Euch über Merles Kommen! Seid umarmt!

    1. Oh ja, sehr wahre Worte. So sehe ich das auch. So ist es ja mit sehr vielem im Leben. Vielleicht auch mit dem Leben an sich.
      das Video hatte ich schon gar nicht mehr im Kopf. Muss ich mir gleich ansehen. Mein Wölfchen auf YouTube, das hatte ich ganz vergessen. Ein kleines Stück mehr Ewigkeit für ihn.

      1. Minute 7.04 – „Cutting off my kneelong hair? How we did it“ – jetzt muss Du nicht suchen. Habe ich vor ewigen Zeiten geguckt, fand ich aber unvergesslich niedlig!

  16. Liebe Heike,

    ich lese schon seit einigen Jahren mit und manchmal schreibe ich auch was, und heute möchte ich Dir ein paar liebe Worte hier lassen. Ich habe mich immer über Beiträge mit Fotos von Eurem Wölfchen gefreut, weil ich Hunde mag und weil man auf Deinen Bildern eine tiefe Verbundenheit zwischen Euch erkennt. Es tut mir so leid, dass Ihr ihn gehen lassen musstet, so eine Entscheidung ist wahrscheinlich mit das schwierigste, was einem passieren kann… über Leben oder Tod zu entscheiden und sich zu fragen, ob man nicht vielleicht doch noch ein bisschen wartet und hofft… oder ob man den „richtigen“ Zeitpunkt schon überschritten hat. Ich bin mir sicher, Ihr habt richtig entschieden. Manchmal kann man nicht warten, bis ein Tierchen „sanft“ entschlummert, vor allem dann nicht, wenn es Schmerzen hat. Mir ist diese Verantwortung immer wieder bewusst, auch wenn ich hoffe, dass ich so eine Entscheidung für meine Tiere noch lange nicht treffen muss.

    Dein Post hat mich zu Tränen gerührt, es steht noch sovieles zwischen den Zeilen, man spürt ganz deutlich, wieviel Hurley Euch bedeutet. Ich glaube, dass uns unsere Freunde immer begleiten, ich habe vor drei Jahren einen kleinen Kater durch einen blöden Unfall verloren und ich kann nicht behaupten, dass ich ihn heute weniger vermisse als kurz, nachdem es geschehen war, aber es tut nicht mehr weh. Damals habe ich mich gefragt, wofür so etwas gut sein soll, aber ich habe durch dieses Katerchen und den Unfall etwas kostbares gelernt. Ich habe mich damals auch gefragt, ob es jemals nochmal so einen tollen, lieben Kater geben wird? Aber inzwischen leben zwei neue Vierbeiner bei mir und sie sind wunderbare Freunde geworden, genauso lieb und liebenswert, wenn auch auf eine andere Art. Auch die tiefe Verbundenheit mit ihnen kann ich wieder empfinden, genau das, was Du mit „sprechen ohne sprechen“ beschreibst. Dass man sich ansieht und irgendwie spürt, was der andere denkt oder vor allem fühlt. Auch diese bedingungslose Liebe ist wieder da und ich genieße jeden Tag mit meinen beiden, wohl wissend, dass wir Menschen nun einmal rein biologisch betrachtet unsere felligen Freunde überleben. Aber das, was bleibt, ist für die Ewigkeit. Und das ist schön.

    Und wenn Merle da ist, wünsche ich Euch einen wunderbaren neuen Freund, der genauso viel Freude und Liebe in Euer Leben bringt, wenn auch vielleicht auf eine andere Art und Weise. Und ich wünsche Euch, dass Euch Hurley und Eure Erinnerung an ihn Euch noch lange liebevoll begleitet. Das ist das schönste, was wir unseren Tieren am Ende schenken können: Sie für immer in liebevoller, dankbarer Erinnerung zu behalten.

    Ich wünsche Euch viel Kraft für die nächste Zeit.

    Ganz viele liebe mitfühlende Grüße,
    Peh

    1. Vielen lieben Dank! Sehr wahre Worte. Ja… diese Verbundenehit ist wirklich etwas, was mit Tieren eine ganz andere Qualität hat als mit Menschen, gerade durch die Abwesenheit von Sprache. Ich empfinde das als ähnlich, wie wenn man einen Partner oder Freund hat, mit dem die Verbindung irgendwann so stimmt, dass man eben nichts mehr sagen muss (aber natürlich kann). Ich hab immer gesagt und sage es noch: Ich muss mit meinen Lieben auch schweigen können. Eine stille Kommunikation von Einverständnis. Im Zusammenleben finde ich die essentiell. Und bei Tieren ist das ja die einzige Form, das wird deutlich, wenn sie da nicht klapp und Herrchen doer Frauchen die ganze zeit auf das Tier einredet, das nichts versteht außer Hektik und Geräusch und umgekehrt versteht der Mensch nichts außer „Du verstehst mich nicht!“
      Das ist auch wiederum etwas, was ich mir für Merle wünsche. Am Anfang, wenn sie noch nicht sprechen und verstehen kann, wird es ja unsere AUfgabe sein genau so eine Kommunikation mit ihr aufzubauen. Eine ohne Sprache. Oft eine stille. Mit Entwicklung der Sprache verliert sich sowas dann oft bzw. wird zurück gedrängt. Mit einem Tier ist man quasi „gezwungen“ die Sensibilität dafür zu behalten. 🙂

  17. Es tut mir furchtbar leid für euch. Ich habe auch einen wundervollen Hund und mag gar nicht daran denken, wie es wäre wenn er nicht mehr da wäre.
    Eine Freundin hat einmal bei einer Sterbebegleiter – Ausbildung gesagt, dass der Tod ihres Hundes der schwerste in ihrem Leben war. Und die Ausbilderin hat das bestätigt, dass es vielen so geht . Ich glaube, das liegt auch daran, dass unsere Hunde denken, wir könnten jedes Problem lösen und alles gut machen. Nur leider können wir das nicht wirklich.
    Es ist schön und tröstend zu lesen, dass du traurig bist, weil es schön war. Nicht, weil du denkst, man hätte dies oder das mehr tun können, mehr Zeit haben können oder ähnliches.
    Hurley hatte mit euch das beste kleine Rudel dass er sich wünschen konnte. Das liest man in diesem Text, aber auch in so vielen Berichten vorher.
    Ich wünsche euch, dass die Traurigkeit Raum bekommen darf, dass ihr sie aber auch loslassen könnt und die schönen Erinnerungen überwiegen.

    1. Ich glaube, wenn Tiere sterben ist das in gewisser Weise ähnlich, wie wenn ein Kind stirbt (ähnlich, nicht gleich, die Qualität ist sicherlich noch mal was anderes), weil es beides Schutzbefohlene sind. Omas und Opas haben die „Angewohnheit“ vor einem zu sterben. Auch Eltern, aber das ist auch schon eien Hausnummer, hben Eltern doch so etwas Ewiges an sich, weil sie immer da waren. Bei Haustieren fühlt es sich immer ein Stück an, als hätte man nicht genug getan, denn sie standen ja unter unserer Verantwortung.
      Ja, wir sind traurig und vermissen das Wölfchen. Aber ja, wir können ihn loslassen. Was wir behalten sind die schönen Erinnerungen. Das menschliche Gehirn wird irgendwann ziemlich viele davon aussortiert haben, aber das gute Gefühl, das wird bleiben. Man vergisst was Menschen gesagt haben. Man vergisst auch was sie getan haben. Aber man vergisst nicht das Gefühl, dass wir bei ihnen hatten. Bei Tieren dasselbe.

  18. Ich sitze hier und mir laufen die Tränen übers Gesicht. Du hast das so schön geschrieben und ich kann das so gut nachvollziehen. Ich habe seit meinem 11. Lebensjahr Wellensittiche und musste leider auch schon einige gehen lassen. Und ich vermisse jeden einzelnen von ihnen und denke immer wieder an sie. Aber ich denke immer daran: „Weine nicht, weil es vorbei ist – lächle, weil es schön war“. Und irgendwann wird es möglich sein, sich einfach nur an die schönen Momente zu erinnern ohne den Schmerz und die Trauer.

    1. Ja, das denke ich mir auch. Und ich kann ja im Moment auch gut lächeln und weinen gleichzeitig. Es ist sehr ambivalent, aber eben etwas, was mir viel beibringt. Über mich und ein bisschen philosophisch auch einfach über das Leben.

  19. Auch hier noch mein Beileid. Ich hab jetzt drei Anläufe für deinen Text gebraucht und der Kloß im Hals ist weiterhin sehr groß. Was für ein schöner Nachruf für euren Hurleywolf. So voller Liebe. Ich wünsch euch alles Gute :-*
    (und habe Angst vor dem Moment, wenn es unserem Hunde-Senior nicht mehr so gut geht)

    1. Danke dir. 🙂 Die Angst kann ich verstehen. Ich hab natürlich auch ein paar „Hätte man nicht noch das und das“ im Kopf, aber insgesamt überwiegt das Gefühl, dass wir eine wundervolle Zeit hatten und es mit dem Sterben ist wie mit ein paar anderen Meilensteinen im Leben auch: Es gibt nicht den richtigen Zeitpunkt dafür. Aber es gibt ein paar die besser sind als andere oder schlechter als andere. Wenn du sagst, dein Hund ist ein Senior, dann hat er schon ein großes Argument für einen angemessenen Tod irgendwann auf seienr Seite: Er hatte ein langes Leben davor. Und allein das ist ja bei weitem nicht allen vergönnt und somit eine gute Möglichkeit für die, die zurückbleiben dann loslassen zu können.
      ich wünsche dir mit ihm aber noch gaaanz viele tolle Tage, Stunden und wer weiß, vielleicht sogar Jahre. 😀

      1. Oh, er ist 13. Mein Mann hatte ihn schon als Welpen und ich habe ihn vor fast 10 adoptiert – mit dem Herrchen dazu 😉 Das ist schon recht alt für einen Schäferhundmix und ja, das merkt man. Strand ist zum Beispiel nix mehr und stundenlanges Laufen auch nicht, obwohl er immer noch drängelt und raus will. Nur eben kürzer. Ich hoffe er hat noch eine schöne Zeit bei uns.
        Und ich hoffe, wir haben dann den Mut und die Kraft wie ihr sie aufgebracht habt. Denn leiden soll er auf gar keinen Fall.
        Also auch aus dieser Sicht vielen Dank für deinen offenen Artikel 🙂

  20. Hallo Heike,
    Oh mann ich musste beim Lesen wirklich ziemlich Schlucken. *hmpf*
    Der Tod klopft nicht an die Tür und nach dem Öffnen lässt man ihn rein und bietet ihm eine Tasse Kaffee an… nein. Der Tod kommt immer überraschend, schleichend und leise oder plötzlich und laut. Wir wünschen uns zum Schluss immer noch ein bisschen mehr Zeit mit dem lieben Wesen zu verbringen oder Dinge noch zu sagen die man sich vorher nicht traute zu sagen, aber der Tod hat für sowas kein Verständnis… Aber so ist das Leben… Tod ist Veränderung, Erneuerung, Transformation.
    Ich kann deinen Schmerz gut verstehen und alles niederzuschreiben war für mich immer die beste Therapie. Ich habe meinen Vater und meine Großeltern vor Jahren verloren. Meine Katze Nahla musste eingeschläfert werden da sie von einem Hund gebissen worden ist. Ihr kompletter Körper war nach den Vorderpfoten gelähmt. Ich kann dich verstehen. Als ich ihre Pfoten hielt und mit ihr sprach als sie die Spritze bekam schnurrte sie so laut das ich heute wenn ich daran denke noch immer ihre Pfoten in meinen Händen spüre. Ich spüre noch immer ihre Wärme und ihr dankbares schönes Gesicht sehe ich noch vor mir. Und trotzdem war es für sie eine Erleichterung und ich stelle mir immer vor wie sie mit meinem Vater im Himmel herum tollt und mit ihm in der Sonnenliege kuschelt. Und Gott sei Dank, bleiben uns die schönen Erinnerungen immer im Gedächtnis. Die Bilder halten Momente (so wie in deinem Beitrag) erfüllt mit Emotionen fest und lassen sie uns noch einmal erleben. Liebe Heike, ich wünsche dir/euch alles Liebe, viel Kraft und viel Energie für euer neues Wunder. Euer Flauscheball wird euch vom Himmel aus beobachten und in Gedanken mit euch und eurer Merle mit durch die Wiese tollen… 🙂 LisaMarie

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