31. Juli 2017

Der Papa-Post – Benedicts Sicht auf meinen Bauch und das Leben darin

Hallo – richtig, heute ist es nicht Heike, die etwas schreibt, sondern ich: Benedict. Von Anfang an schon habe ich versprochen einen Artikel zu verfassen.
„Wie fühlt es sich an Vater zu werden“. Der letzte Schwangerschaftsmonat ist angebrochen, also dann mal los!

Ich muss euch gestehen, dass ich zu Beginn der Schwangerschaft sehr euphorisch war, gleichzeitig jedoch auch besorgt. Ich habe mich riesig über das zukünftige Glück in unserem Leben gefreut, aber auch vor der neuen Verantwortung geängstigt. Mir gingen und gehen auch jetzt noch so viele Szenarien durch den Kopf:

Wie kann ich mich auf die Schwangerschaft und das Kind vorbereiten?
Wie sieht die finanzielle Seite aus? Was ist bürokratisch zu regeln?
Wie sieht das Gleichgewicht zwischen Elternsein und Beziehung aus? Wird die Schwangerschaft unsere Beziehung verändern und wenn ja wie?

Dies alles hat am Anfang große Unsicherheit geschürt. Knappe 4 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bewerte ich die Situation aber ganz anders. Ich hatte genug Zeit mir über das Vaterwerden meine Gedanken zu machen und habe die oben formulierten Fragen eigentlich alle schon innerlich für mich beantwortet.

Die Veränderung war es, die mich verunsichert hat.

Zum Beispiel Gewohnheiten und Tätigkeiten aufgrund des Kindes zu ändern oder gänzlich darauf zu verzichten: Kann ich das, will ich das und habe ich überhaupt eine Wahl? Denn dass die Zeit zu zweit und auch für mich allein deutlich weniger werden würde, war klar. Trotz aller Vorfreude auf unser Kind, ist das auch beinahe ein bisschen „bedrohlich“ für jemanden wie mich, der gern seine Ich-Zeit genießt. Über die bürokratischen Hürden hatte sich Heike schon mal hier und da ausgelassen. Spaß ist was anderes.

Unser kleines Wunder

So abgedroschen diese Formulierung ist, sie so wahr ist sie auch. Ich freue mich so sehr auf unsere Kleine. Jeder Tritt und jeder Boxer zeigt mir täglich, wie präsent sie ist. Wenn Heike mir sagt: „Komm, fass mal meinen Bauch an! Sie ist wach“, in diesen Momenten bin ich schon ganz Vater. Ich spüre jedes Mal meinem Lächeln und meinem Gesichtsausdruck nach, wenn ich die Bewegungen des Kindes spüre, ich kann gar nicht anders als zu grinsen.

Die sichtlichen oder spürbaren Veränderungen sind es, die Emotionen und Instinkte in mir erwachen lassen. Wenn ich die Bewegungen des Kindes spüre und dabei Heikes Gesichtsausdruck sehe, dann weiß ich ganz genau – ich bin schon Vater und scheine diese Rolle gut auszufüllen. Dies kann ich sagen, da mich Heike jedes Mal regelrecht anstrahlt und sagt: „Du bist ein toller Papa!“. Mehr als ihre Worte es mir sagen können, erkenne ich es jedoch schon Momente vorher an ihrer Mimik und an ihren Gesten. Ich freue mich darauf das kleine Kind in meinen Armen zu halten und zu sagen: „Schlaf schön kleines Mädchen. Mama und Papa haben dich lieb und passen auf dich auf.“ Das ist einer dieser Instinkte: Ich will auf unser Töchterchen aufpassen, es behüten und liebhalten.

Der Begriff schwanger zu sein, bringt das Gedankenkarussell also ziemlich in Fahrt – positiv sowie negativ.

Wie habe ich mich auf die Schwangerschaft und das Kind vorbereitet?
Die Antwort hierauf ist: Auf jeden Fall nicht alleine.

Neben den selbstverständlich täglichen Gesprächen über Merle und wie weit sie jetzt wohl schon ist und wie es Heike dabei geht, gab es jeden Sonntag zum Wochenwechsel beim Frühstück ein konkretres Update zur Kindes- und Schwangerschaftsentwicklung von der Internetseite www.windeln.de. Heike hat sie rausgesucht und gemeint „Die ist besser als die ganzen Apps und etliche Bücher, trotz ein paar Tippfehlern!“. Sie hat vorgelesen und wir haben uns hiernach immer darüber ausgetauscht. Oft hat Heike auch nur gelacht und gesagt: „Von wegen!“ Sowas wie „Die Übelkeit des ersten Trimesters lässt jetzt nach.“ oder „Das Baby kann sich nun aus Platzmangel nicht mehr drehen.“ Da hat man dann schön gemerkt: Es ist alles doch sehr individuell. So war ich auf jeden Fall immer auf dem Stand der Dinge, habe mich gut informiert gefühlt und konnte gut nachvollziehen, warum jetzt dieses und jenes gerade etwas schwieriger – oder auch leichter – für Heike ist.

Eigentlich ist es ganz einfach: Redet miteinander.

Teilt eure Gedanken, Ängste und eben auch die Informationen, die ihr gefunden habt. Kommunikation ist die Basis. Nicht nur, was unsere Tochter angeht, sondern allgemein für unsere Beziehung.

Papa to go

Als weitere Quelle hat Heike mir das Buch „Papa to go“ mitgebracht (Anmerkung von Heike: Mir wurde es empfohlen, nur so zu meiner Verteidigung!) Ich kann hierüber sagen, dass es sehr informativ ist, jedoch gefällt mir die Verpackung der Informationen… weniger gut. Es ist meiner Ansicht nach an zu vielen Stellen flapsig formuliert. Der Autor erwähnt schon im Vorwort, dass er die Leser gern direkt und ohne Umschweife an das Thema heranführt. Dies tut er auch, aber in einer Art und Weise, die mich persönlich nicht anspricht.

Noch eine Anmerkung von Heike: Das Buch ist zum Fürchten! Ehrlich. Der Autor redet über schwangere Frauen als mopperige, launische Wasserbüffel, bei denen man aufpassen muss, nicht unter ihren Fleischmassen begraben zu werden, wenn man ihnen mehr aus den Rippen leiern kann als einen „brüderlichen Blowjob“. Zudem schlecht recherchiert (Durchschnittliche Gewichtszunahme nach dem 2. Trimester 6kg? – Haha! Das ist ideal, nicht Durchschnitt, mein Herr! Da liegen Welten zwischen.) Insgesamt geht das gesamte Buch darum, den Vätern Mitgefühl auszusprechen dafür, dass die einst grazile Bettgefährten jetzt zu einer Planschkuh mutiert ist, aber nur Mut meine Herren, ihr werdet euer Baby super finden. Damit hätte er eigentlich alles gesagt. – Benedict hier ist einfach zu nett für einen Verriss direkt in seinem ersten Artikel. 😉 Also mache ich das.

Wie war das noch mit der Ich-Zeit?

Wir sind viele Wege zusammen gegangen. Nicht alle, aber die meisten. So hat Heike den Geburtsvorbereitungskurs nicht mit mir, sondern mit einer Freundin besucht. Ich muss gestehen, dass ich auf die Vorstellung mit anderen Paaren im Kreis zu sitzen und Übungen zu absolvieren nicht besonders scharf war. In Absprache mit Heike ging dies auch in Ordnung. Sie hat mir immer erzählt was gemacht und besprochen wurde und wir haben uns hierüber teils köstlich amüsiert. Ich habe es also nicht vermisst im Kurs „Äpfel zu schütteln“ (Pobacken der Frau halten, die im Vierfüßlerstand kniet und dann rütteln, damit der Babykopf besser ins Becken kommt). Einmal war ich mit dabei und ja doch, kann man machen, muss man aber nicht. Wie gesagt haben wir uns auch so ausgetauscht und ich habe mich gut informiert gefühlt. Ich habe die Zeit in den Abendstunden, wenn Heike beim GVK war, dann lieber damit verbracht zu Hause unseren kleinen großen To-Do-Berg abzuarbeiten – und manchmal tut ein anderes Thema auch gut, genauso wie einfach mal allein einen Kaffee trinken und schweigen. 😉

Was für bürokratische Dinge waren zu erledigen?

Eine Menge: Mutterschaftsgeld, Elternzeit, Elterngeld, Versicherungsschutz für das Kind (Krankenversicherung natürlich aber vielleicht noch was zusätzliches?), Vermieter informieren, ab wann müssen wir uns um eine Betreuung kümmern, wenn die Elternzeit dann vorbei ist und wir beide wieder arbeiten (Antwort: hier im Ballungsgebiet Dortmund sehr früh!). Was für ein Glück, wir sind verheiratet und wir müssen uns nicht auch noch um eine Vaterschaftsanerkennung kümmern – aber wo haben wir jetzt noch mal die Heiratsurkunde abgeheftet, um das dann zu beweisen? Ach ja, hier… Optional sind solche Geschichten wie: Wollen wir für den Worstcase eine Vorsorgevollmacht haben? Wie sieht es mit einem Geburtsplan aus (keine echte Bürokratie in dem Sinne, aber eben auch Papierkram)?
Und am Ende: Wo muss ich als Vater nach der Geburt dann überall hin, um welche Formulare in welcher Stückzahl abzugeben oder mir aushändigen zu lassen? Ein eigener Ordner hat sehr schnell Sinn gemacht… Ich empfehle dringend vorher alles vorzubereiten, sodass dann nur noch der Geburtstermin eingetragen werden muss, teilweise sind die Beantragungszeitfenster eher eng…

Beispiel Elternzeit

Heike und ich haben hierüber ausführlich geredet und sind zum Schluss gelangt, die maximal möglichen 14 Monate Elternzeit  zu nehmen (maximal sind 3 Jahre Elternzeit möglich, aber es werden nur je nach Modell 12-24 Monate mit Elterngeld unterstützt. Für unser Modell waren 14 Monate das Maximum: 12 Monate kann damit ein Partner nehmen, 2 Monate der andere. Nur 1 Monat zusätzlich geht zum Beispiel nicht und ab 3 Monaten und mehr für den anderen Partner gäbe es kein Elterngeld mehr). Für Heike war schnell klar, dass sie zwölf Monate mit dem Kind verbringen möchte, allein auch schon, um lange stillen zu können, was ich unterstütze. Mir ist die Zeit mit unserer Tochter auch sehr wichtig und somit habe ich die maximal noch mögliche Zeit von zwei Monaten gewählt. Es ist schon ein bürokratischer Dschungel… Man muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass nur 60-65% des eigentlichen Gehaltes in dieser Zeit zur Verfügung stehen, wir haben deshalb viel gerechnet, damit es in dieser Zeit dann keine böse Überraschung geben würde. Außerdem haben wir mit dem Steuerberater sowie einer externen Finanzberaterin die Zeit nach der Geburt des Kindes erörtert. Dies kann ich nur empfehlen. Und ja, auch diese Rechnerei hat dazu geführt, dass sie zwölf Monate daheim bleibt und ich nur zwei.

Wie hat die Schwangerschaft unsere Beziehung verändert?

Hierzu kann ich mit Sicherheit sagen, dass unsere Beziehung sich nochmals intensiviert hat. Wir erwarten ein kleines Kind, das aus uns beiden gemacht worden ist und das empfinde ich eben einfach als Wunder. Merle wird unser Leben auf jeden Fall bereichern. Wir sind schon ganz gespannt darauf, wie ihre Persönlichkeit sein und wie sie aussehen wird. Die Gespräche über unser Kind verbinden uns und entwickeln unsere Beziehung weiter.

Was hatte ich mir noch zu Beginn der Schwangerschaft anders vorgestellt?

Ich habe mir den Bauch eher rund vorgestellt. Naja, in der Realität hat er nun diverse Formen. Mal ist er rund, dann auch mal eiförmig. Mein Favorit ist allerdings die eckige Form. Da hat sich das Kind dann so positioniert, dass es sich quasi aus dem Bauch herausdrücken möchte.

Heikes Gang erinnert manchmal an den eines Pinguins. Das klingt jetzt böse, aber wir haben hierüber schon gescherzt. Ich habe gedacht, dass Schwangere aufgrund der Anstrengung einfach ein wenig langsamer sind, habe aber eine gewisse Schonhaltung nicht berücksichtigt. Hieraus ist der leicht watschelige Gang wohl herzuleiten.

Das Essen: Ich habe mich schon darauf vorbereitet jegliches Essen, basiert auf Heikes Gelüsten, ob salzig, scharf, süß oder sauer, zu jeder Zeit heranschaffen zu müssen. Nein. Das gab es nicht. Heike hat weitestgehend normal gegessen und wir konnten unsere geplanten Wocheneinkäufe wie immer durchführen. Das fand ich ziemlich entspannt.

Aussichten

Mittlerweile sind wir so weit in der Schwangerschaft, dass es jeden Augenblick so weit sein kann. Und ab dann wird es für mich als Vater ja dann wirklich spannend. Wie oft hat Heike abends gesagt: „Jetzt kannst du sie mal tragen!“ Nun, das werde ich dann wohl bald tatsächlich tun können. Und müssen. Und wollen. Wir sind gespannt.

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25 Kommentare

  1. Hallo Benedict!

    Ein sehr gelungener Artikel.
    Ich finde es total spannend, auch mal die Seite des werdenden Papas zu lesen, die hast du offen und ehrlich (und mit Humor – ich musste mehr als einmal herzlich lachen) geteilt.
    Du wirst ein großartiger Papa, davon bin ich überzeugt!

  2. Hallo Benedict,

    schöner Artikel – es ist sehr interessant auch mal die andere Seite zu lesen. Mich würde auch ein Folgeartikel interessieren, wenn Merle dann da ist – was waren die Erwartungen an den Alltag, wie gestaltet er sich konkret, sowas.

    Hallo Heike,

    du hast normalerweise ein ganz tolle aufrechte Haltung (auf Fotos, in RL kann ich das ja nicht beurteilen). Auf Fotos mit Benedict machst du dich immer kleiner – die Haltung ist dann ja an sich ganz knuffig-mädchenhaft, aber der allergrößte Teil deiner Fotos und dein Schreibstil sind eben nicht knuffig-mädchenhaft (dein Kommentar über Papa to Go ist es ja auch nicht – und gerade diese Ehrlichkeit mag ich ja so an dir, dieses nicht Knuffig-Mädchenhafte, dieses Ernstzunehmende), deswegen kommt mir die Heike auf den Pärchenbildern immer etwas… fremd vor. Mensch, ihr führt eine Beziehung auf Augenhöhe. Wortwörtlich. Ich finde, da kann man stolz drauf sein und das auch zeigen 🙂

    Liebe Grüße,
    Katja

    1. Ich habe es ihm ausgerichtet. 🙂
      Und… wo du Recht hast, hast du Recht! Das ist noch so ein Überbleibselan jugendlicher Unsicherheit. Ich hab ja einfach auch jahrzehntelang im Kopf gehabt, dass Frau bitte kleiner zu sein hat als Mann. Hat für mich auch nach wie vor etwas mit Attraktivität zu tun, so viel zum Thema Ehrlichkeit, da kollidiert also meine mittlerweile sehr aufrechte und gleichberehctigte meinung mit… ja was denn? Veraltet Vorstellungen und sexuellen Schlüsselreizen?!
      Gewöhne ich mir ab. So.
      Ich trage ja auch wieder hohe Schuhe, weil ich sie schön finde. Eine zeit lang hab ich mir die verboten weil dann größer als er. Schwachsinn. Aber das ist dann wohl mein kleines noch nicht emanzipuertes Päckchen, was ich noch mit mir rumtrage.
      Das mag ich ablegen.
      Danke für den Hinweis. Mir fällt das gar nicht so auf, ist einfach so drin.
      LG, Heike

      1. Gerne 🙂

        Ich würde aus eigener Erfahrung sagen, dass die Sehgewohnheit zumindest einen Anteil hat. Wenn man sich die statistische Größenverteilung anguckt, sind zwischen den jeweils zweiten und dritten Quantilen (naja, pi-mal-Daumen-Quantilen) 15cm Abstand, d.h. 15cm und mehr sieht man eben am häufigsten. Insofern würde ich schätzen, dass sie deutlich reinspielt. (Daten von hier: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rpergr%C3%B6%C3%9Fe#Statistik:_K.C3.B6rpergr.C3.B6.C3.9Fe_der_Bundesb.C3.BCrger – die Grafik daneben ist mit ganz ganz großer Vorsicht zu genießen, weil zwischen Bins interpoliert wurde.)
        Dazugehörenwollen kann auch sein, war bei mir jedenfalls ein großer Punkt.

        Liebe Grüße,
        Katja

        1. Ich hab letztens (haha vor Monaten, deswegen finde ich den jetzt nicht mehr) noch einen Artikel gelesen da ging es auch um Größenverteilung. 12cm ist weltweit der Durschnittsgrößenunterschied wohl zwischen Mann und Frau. Benedict und ich haben 7cm. Da er aber bedeutend krummer steht als ich, sind wir optisch gleichgroß bzw. viele halten ihn sogar für kleiner. Ihm ist das ziemlich gleich, mir nicht so, kann mich da schwer von frei machen, werde aber immer besser. Er ist außerdem ein „Sitzzwerg“, weil er einfach ewig lange Beine hat bzw ich bin eine Sitzriesin mit (sehr) langem Oberkörper. Bei mir denken ja imemr alle ich hätte so lange Beine. Habe ich auch, also absolut in Zentimetern, aber proportional gar nicht so. Sitzen wir nebeneinander bin ich tatsächlich 5-10cm größer als er. Auch wenn wir uns beide gerade halten. Ist mir besonders bei unseren Hochzeitsfotos aufgefallen, bei denen, wo wir im Standesamt sitzen.

          Ich hab allgemein aber eine Vorliebe für sehr große Männer, da kann ich nicht ganz aus mir raus. Ich mag optisch Größenunterschiede von einer Kopflänge am liebsten, also sie so mit dem Scheitel auf seiner Schulterhöhe.
          Manchmal simulieren wir das beim Rolltreppefahren. Ist dann aber immer wieder gut, wenn wir unten bzw. oben angekommen sind. Das ist zwar irgendwie ganz kuschlig, aber meine Güte, gibt das Genickstarre! 😀 Ist auch im Alltag einfach ewig praktisch: Spiegel auf einer Höhe, Autofahrersitz muss fast nicht verstellt werden, wir können uns ein Fahrrad teilen, Küchenarbeitshöhe passt für uns beide und so weiter. Kostengünstig sozusagen. 😀

          1. Das klingt so, als könnte Benedict für Fotos einfach mal gerade stehen, anstatt dass ihr beide krumm rumhängt ;P

            Probleme mit Nackenstarre hatte ich nur bei einem Freund, der gute zwei Meter groß war (ich bin 1,64m). Da freut man sich über jede hohe Bordsteinkante xD
            Herr Freund ist laut unserer Ausweise 16cm größer, das kann man aber noch gut ausgleichen, finde ich: Er steht leicht gegrätscht und ich auf den Fußballen/Zehenspitzen, das geht noch sehr gut ohne den Nacken beim Küssen zu verrenken 😉 Es ist auch zumindest zum Tanzen mein Lieblingsgrößenunterschied, sonst bin ich hinsichtlich der Größe nicht so wählerisch – von 1,72 bis 2,02 war eigentlich alles dabei.

            Achja, die Vorlieben – bei mir sind’s lange Haare (wobei Herr Freund wirklich nicht der Typ dafür ist – den finde ich mit 2cm auch super). Ich muss dir ja nicht sagen, in welchen Situationen die unpraktisch sind – das wird bei zwei Leuten auch nicht besser *lacht*

            Liebe Grüße,
            Katja

          2. Hihi, ja, die langen Haare! Benedict hatte auch mal lange Haare und tatsächlich seinerzeit meist in dem, was sich heute Man-Bun schimpft. Sah gut aus, aber das war vor meiner Zeit. Seit wir uns kennen hat er nie längeres Haar als 20cm gehabt und da auch nur Oberkopf und Ponybereich, also immer im Nacken kurz. 5mm kenne ich an ihm auch. Muss jetzt nicht sein finde ich, aber nun denn.

            Und ja, er sollte mal gerader stehen. Weniger wegen mir, als für seinen Rücken. Aber wenn ich davon auch was habe, dann ist das ja auch nicht schlecht. 🙂 Ich hab einen 2m-Mann im Freundeskreis, der sich ab und an einen Spaß damit erlaubt zur Begrüßung oder Verabschiedung so zu umarmen, dass man an ihm halb erstickt wird. Hat was. Nicht. 😀 Da kollidiert bei mir dann auch Vorstellung und Realität ähnlich eindrücklich wie auf der Rolltreppe.
            Aber ja, das mit dem Geradestehen, das ist so ein Ding. kriegen wir beide hin. Ich für mein emanzipatorisches Ego, er für seinen Nacken. 🙂 Beides gute Beweggründe.

  3. Sehr gelungene Premiere (?). Da lernt man auch mal den Mann hinter den Kulissen kennen. Ich empfehle euch mal das Buch „Das Wochenbett: Alles über diesen wunderbaren Ausnahmezustand“ von Stern und Gaca. Ich fand das Buch angenehm vernünftig und rationell. Außerdem gibt es da auch einen Vater-Teil.

  4. Hallo Benedict 🙂
    Einen tollen ersten Blogbeitrag hast du geschrieben. Sehr sympathisch und kann mich gut mit dir identifizieren 😀 Muss mich da mal mit Heike noch näher unterhalten, aber ISFJ ist sehr wahrscheinlich! Kurz gesagt: ich ticke echt ähnlich wie du und kann deine Gedanken sehr gut verstehen. Die Sorge der Änderung, die ungewisse Zukunft dann vorbereitend zu klären, besprechen, mögliche Szenarien planen und sich schonmal gedanklich darauf vorbeiten. Voll mein Ding!
    Was ich so von dir weiß, was nun nicht die Welt ist, und was man so in dem Blogpost liest, wirst du ein toller Papa sein 🙂 Heike hat hier sicher auch nen super Riecher und natürlich einen super zukünftigen Papa geheiratet 😉
    Ich freu mich tierisch für euch und wünsche euch eine wunderschöne Zeit mit der kleinen Merle. Ihr werdet sie sich sehr intensiv und gut nutzen!
    Alles Liebe weiterhin und ich freu mich schon auf Fotos von der Kleinen!

  5. Lieber Benedict,

    vielen Dank für deine Sichtweise! Ich würde mich freuen, auch in Zukunft von dir lesen zu können.

    Ich plane aktuell kein Kind, aber mit diesem Satz konnte ich mich gut identifizieren:
    „Trotz aller Vorfreude auf unser Kind, ist das auch beinahe ein bisschen „bedrohlich“ für jemanden wie mich, der gern seine Ich-Zeit genießt.“

    Es ist schon nicht schlecht, dass es ja eine doch recht lange Zeit braucht, ein Kind „auszubrüten“. Das gibt allen Beteiligten Zeit, sich an die neuen Gedanken zu gewöhnen und sich auf die neue Situation vorzubereiten.

    Heikes Kommentar hat mich sehr zum Lachen gebracht 😀
    „Benedict hier ist einfach zu nett für einen Verriss direkt in seinem ersten Artikel.“

    1. Benedict sagt: Danke schön! Wenn sich ein Thema ergibt, sehr gern.
      Ich-Zeit ist super wichtig! Wir haben die Wohnung jetzt auch extra so umstrukturiert, dass auch mit Kind es gut möglich ist sich zurückzuziehen. Heike und ich haben von Anfang an gesagt,d ass es uns beiden wichtig ist, dass wir uns gegenseitig Auszeiten verschaffen können. Und du hast ganz Recht: Es ist sehr gut, dass die Schwangerschaft so lange dauert. Man(n) ist auch im Kopf mitschwanger und das braucht etwas Zeit, um in der neuen Situation anzukommen. Es ist auch jetzt noch ab und zu unwirklich, dass da bald ein neuer Mensch sein soll.

      Heike sagt: Eine musste es ja aussprechen. 😀 😀 😀 Also dass das Buch grauenvoll ist.
      „Bauen wir da dann trotzdem den amazon-Link ein?“
      „Nein!!!“
      😀

  6. Erstmal auch von mir ein dickes Lob für den Artikel und an den werdenden Papa! Als bald zweifache Mutter (sind fast „gleich weit“) weiß ich, wie emotional belastend und doch wundervoll die Schwangerschaft auch für den Vater ist. Ich glaube zum Beispiel auch, dass die Geburt an sich für meinen Mann wegen der fehlenden Hormone traumatischer war als für mich, ich kann mich ja an fast nichts mehr erinnern…

    Eine kleine Anmerkung zum Elterngeld/Elternzeit: ich denke, ihr wisst es selber und es ist nur undeutlich formuliert, aber ich bekomme immer wieder die selbe Frage von schwangeren Arbeitskolleginnen und Freundinnen:
    Elternzeit und Elterngeld sind nicht dasselbe. Elternzeit kann man bis zu einem gewissen Alter des Kindes (ich glaube 8) bis zu 3 Jahre nehmen. Das Elterngeld ist auf 14 Monate (28 bei Elterngeld plus) beschränkt.

    Ich wünsche alles gute für die restliche Kugelzeit 😉

    1. Korrekt, Elterngeld und Elternezit sind nicht dasselbe. Aber Elterngeld kann man nur in der Elternzeit bekommen. Hab dazu ja in dem anderen Artikel mich breiter ausgelassen. Oh ich bin so froh, wenn das endlich zu den Akten gelegt ist 🙂
      Lob richte ich aus! ich fänd es auch toll, wenn er noch mal etwas schreiben würde. 🙂

      1. „Heike und ich haben hierüber ausführlich geredet und sind zum Schluss gelangt, die maximal möglichen 14 Monate Elternzeit zu nehmen“

        Ich wollte das nur klarstellen, falls es da Verwirrung gab.

        Liebe Grüße!

  7. Sehr schöner Artikel… Nur das mit dem Buch, da können wir nicht ganz zustimmen. Mein Mann hat „Papa to go“ gerne gelesen und mir auch immer wieder Stellen draus vorgelesen. Ich glaub da braucht man einen bestimmten Humor für das Buch, wir haben uns auf jeden Fall köstlich amüsiert 😀 .
    Ich wünsche euch beiden auf jeden Fall noch einen ganz tollen Endspurt und dann eine möglichst schöne Eingewöhnungszeit (aka Veränderungsschock)!
    Wir feiern heute schon halben Geburtstag :-O und warten jeden Tag auf den ersten Zahn…
    LG, Annie

    1. Ui, jetzt wirklich? Ich fand das Buch entsetzlich. Eins der schlechtesten, das ich seit langem in den Fingern hatte. Und einfach absolut frauenverachtend. Das kann ich auch nicht mit Humor schönreden.

      Wahnsinn, ein halbes Jahr schon. Bei Zähnen hätte ich etwas Sorge dann, wie es mit dem Stillen weitergeht…

  8. Lieber Benedict
    Wie schön auch mal den werdenden Papa kennenzulernen…und es ist schön zu lesen, wie er reflektiert !
    Ein toller Papa !
    Zitat: „Ein kleines Kind , dass aus uns beiden gemacht worden ist“
    Ja, sichtbar gewordene Liebe !!!
    Alles Gute für Euch Drei !

    Gruß, Inga

  9. Hallo Benedict,

    schön von dir zu hören -zu lesen- bitte mehr davon! Es gibt unzählige Blogs, aber auf einem von beiden zu lesen, das find ich sehr spannend. Durch Heikes Berichte aus den letzten Monaten freu ich mich auch schon darauf von der kleinen Amsel zu lesen!
    Ihr werdet tolle Eltern, alles Gute für die Zukunft.
    Liebe Grüße, Josepha

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