2. Mai 2017

Heiki liest: Hautnah von Dr. Yael Adler

Wer sich schönes Haar wünscht, tut gut daran zu lernen, wie gesunde Haut funktioniert.
Und schönere Haut gibt es dann quasi nebenbei.

Erinnert ihr euch noch an den Darm mit Charme? Ich war sehr begeistert von diesem Buch und habe mir am Ende gewünscht, dass Giulia Enders doch bitte einen Folgetitel auf den Markt wirft zum Thema Haut, also von der Innenoberfläche zur Außenoberfläche quasi. Giulia hat das nicht gemacht, aber Yael Adler, ihres Zeichens Hautärztin. Das Buch ist auch optisch schon an den Superbesteller Darm mit Charme angelehnt (Cover, Schriften, Innenillustrationen) und da ich mir genau sowas ja gewünscht hatte, habe ich es natürlich gelesen.

Heute bekommt ihr mein Review dazu.

Ich habe also mit großen Erwartungen die Lektüre begonnen

und wie das mit hohen Erwartungen so ist, ist die Gefahr dann leider groß enttäuscht zu werden und das wurde ich. Für die Dicke des Buches habe ich unglaublich wenig echte Informationen heraus ziehen können. Yael (ich bleibe wie gewohnt beim Vornamen) beschreibt ziemlich plastisch, was die Haut so alles kann und tut und was Hautärzte alles können und tun. Obwohl ich echt hartgesotten mit Ekelthemen bin, allein weil ich den Darm so spannend finde und ich allgemein es auch wichtig finde, den Körper nicht zu tabuisieren und Dinge benennen zu können, war mir das auf leider sehr vielen Strecken einfach zu… effekthascherisch eklig. Ich konnte rauslesen, dass sie Spaß daran hatte auszubreiten, wie siche welche Konsistenzen und Gerüche darstellen und das hatte für mich nichts mehr mit Information und Erkärung zu tun, sondern mit Freude am Ekeln. Was ich bei Giulia meist unterhaltsam und niedlich fand, fand ich hier nur bäh.

Ekel mit und ohne Mehrwert

Da nicht jede Schreibe zu jedem Leser passt, kann das aber gut sein, dass Yael mich da einfach total auf der falschen Wellenlänge erreicht hat. Aber ich habe mich mehr geekelt als bei der Lektüre anderer Bücher zum Thema Ernährung, wenn mal Tacheles geredet wurde über Stuhlgang und die Wichtigkeit dessen, was wie am Ende rauskommt. Ich kann mich prima über Kacke unterhalten. Kommt vielleicht auch, weil ich eine Colitis habe und einen Hund, dessen Häufchen ich seit Jahren aufsammele und mich mit Benedict darüber austausche ob das Wölfchen „gut konnte“ oder eher nicht, warum (davon hängt nämlich ab, wie wir seine Fitness einschätzen können, seinen Stresspegel und ganz wichtig: was er an Futter verträgt und was nicht und was er somit am Tag des Häufchens noch bekommt und was nicht. Ich vermute, das Thema wird noch präsenter, wenn unser Baby da ist und mir ja jetzt schon immer alle sagen: „Man unterhält sich ständig über Kacke!“ Warum auch nicht. Ist völlig natürlich und lebensnotwendig. Stinkt eben und erfordert eine bestimmte Hygiene. So ist das. Wer aber weiß, was oben reinkam und sieht, was unten dabei rauskommt, kann ganz gute Rückschlüsse daraus ziehen was zwischendrin im Dunkeln passiert ist.

Aber im Kontext mit der Haut… war mir das zu viel. Zu viele Talgkonsistenzen, Stinkigkeiten, Krusten, Schuppen, Popel, Borken, Schleime… Ich glaube, es könnte den Unterschied machen, dass es da um Krankheiten ging. Eine gesunde Haut schwitzt und fettet, sie müffelt an verschiedenen Stellen schneller als an anderen, Schleimhäute heißen nicht umsonst so und oh weh, mein Gott, auch ich habe Ohrenschmalz! Aber absatzweise zu beschreiben, dass ein Hautarzt da gern drückt und verreibt und schnüffelt… brrrr… Es mag die Realität sein, aber ich war an der Stelle raus. Vermutlich eben vor allem deshalb, weil die Beschreibung dieser Konsistenzen für mich keinen Mehrwert hatte. Es ging nicht darum zu sagen: „Wenn es so ist, dann heißt das das und das“ sondern es war einfach eine Beschreibung.

Eine Frage des Blickwinkels?

Hinzu kommt, dass ich persönlich einfach auch einen anderen Ansatz habe als Yael Adler. Das fängt bei der Bewertung von pflegenden Ölen an (lehnt sie ab, fast kategorisch, Alternativ empfiehlt sie Linolsäurehaltige Salben – was ich auch gut finde, aber nicht statt Ölen sondern für andere Anwednungen), geht weiter über die Verharmlosung von manchen chemischen Zusatzstoffen mit der Begründung, dass man da ja auch im Alltag trotzdem noch viel Kontakt mit hat und das bisschen in Pfegeprodukten würde den sinngemäßen Braten auch nicht mehr fett machen (ich persönlich finde die Schadstoffe sind in keinem bereich in Ordnung), weiter zu Sonnenschutz, den ich auch anders bewerte als sie (auch da ging es mir um die chemische Verharmlosung meiner Meinung nach) und hört auf bei Yaels Befürwortung von Botox (so eingesetzt, dass man es eigentlich nicht sieht. Ich sage: Es ist eins der giftigsten Neurotoxine überhaupt und wenn ich mir das spritzen lasse, dann muss mein Körper den Dreck abbauen, auch wenn es keine Dosis ist, die mich komplett lähmt oder umbringt).

Ihr Buch stellt also einen Gegenpol zu dem dar, was mir und vermutlich den meisten meiner Leser hier nahe ist, nämlich einen eher ganzheitlichen Ansatz. Yael ist klar Schulmedizinerin und dieser Standpunkt kann positiv sein, um eigene ganzheitliche Meinungen zu hinterfragen, aber mir ist er streckenweise einfach zu scheuklappig. Ich habe das Buch zu Ende gelesen genau als das: als den Blickwinkel der anderen Seite. Ich bleibe dennoch beim Oil Cleansing und werde mir auch in Zukunft kein Aluminiumdeo unter die Arme schmieren und was den Sonnenschutz angeht, kommen mir die chemischen Blocker mit Nanopartikeln auch weiterhin nicht ins Haus.

Viele Ausschmückungen, wenige Informationen

Ich hatte auf große Kontexte gehofft, auch im Zusammenhang mit dem Darm, aber hm… das wird zwar angerissen aber es ist eher mau. Der Darm mit Charme hilft mehr beim Verständnis dafür, wie man eine gesunde Haut bekommt, als dieses Buch. Es sei denn man gehört wirklich zu den Leuten, die noch glauben, dass es am wichtigstens ist, sich mehrmals täglich überall mit Seife (oder möglichst teueren Kosmetik-Produkten…) und warmem Wasser zu waschen. Für die ist das Buch gut, denn das unterschreibt auch Yael nicht. Haut will vor allem in Ruhe gelasen werden.

Das wusste ich auch vorher schon. Schade also. Auch zu Haaren so gut wie nichts zu finden. Dafür Beschreibungen verschiedener spezifischer Krankheitsbilder. Ich für mich bin für meinen Alltag genauso schlau wie vorher:
So sanft wie möglich reinigen, nicht verbrennen,
nicht mit Chemikalien penetrieren, viel trinken und nährstoffreich essen
und ein gesunder Darm ist eine Grundlage für gesunde Haut
genauso wie Hormone einfach irre mächtig sind (bitte, warum kam dazu nicht mehr?!).

Größter Mehrwert: Ich weiß jetzt warum Mücken mache Menschen bevirzugt stechen. Aber bis auf den Rat sich als typisches Mückenopfer nicht auch noch verschwitzt schlafen zu legen, sodnern die Schweißklamoten am besten in ein anderes Zimmer zu legen, um damit die Mücken dorthin zu locken, war da nichts rauszuholen. Der beste Schutz gegen Mückenstiche ist eine Person in der Nähe, die ein Mückenmagnet ist. Davon hat letztere herzlich wenig.

Alternative Informationsquellen zum Thema Haut

Wenn ihr wirklich etwas für eure Haut tun wollt, schaut mal auf dem Kanal von Holistic Habits vorbei. Die von ihr vorgestellte Oil Cleansing Method hat mir schon sehr geholfen und sie hat auch sonst noch gue Ansätze dabei, die nicht nur für vegan/vegatarische Menschen hilfreich sein können. Ist eben sehr ganzheitlich alternativ, aber für mich bedeutend logischer.
Der Darm mit Charme erklärt den großen Zusammenhang der Körperoberflächen, und weshalb es eben so wichtig ist, sich innen zu pflegen, wenn man außen ein Resultat will.
Praxisbezogen und mit vielen Rezepten findet ihr genau dazu was in dem sehr plakativen Ratgeber The Beauty Detox Solution/Der Beauty Detox Plan von Kimberly Snyder.
Und wenn euch das mit den Hormonkaskaden interssiert, vor allem eben mit denen, die direkten Einfluss auf unsere Optik haben, dann sind wir wieder bei It starts with food/Es beginnt mit dem Essen von den Hartwigs. Die Infos zur Haut muss man sich dann rausziehen, aber es sind immer noch mehr, als in Hautnah.

Ich selbst habe vor ziemlich genau einem Jahr bereits schon mal einen ganzen Artikel zum Thema Haut und Ernährung verfasst, der ziemlich gut zusammenfasst, was ich als am wichtigsten empfinde.

Also: Keine Buchempfehlung heute. Geld gespart. Ist ja auch immer ganz gut zu wissen, was man sich verkneifen kann. 😉

27 Kommentare

  1. Ich kann dem nur voll und ganz zustimmen. Das Buch war eine totale Enttäuschung. Für jemanden, der sich sowieso mit solchen Themen beschäftigt, bringt es keinerlei Mehrwert. Der Eckelfaktor ist absolut unnötig. Empfehlungen sind teilweise sehr widersprüchlich. Manche Informationen sind schlichtweg falsch oder/und veraltet. Ihren Seitenhieb gegen die Seifensieder fand ich zudem ziemlich herablassend.

  2. Moin!
    Schöne Buchkritik. Zu den Nanopartikeln: Die sind ja vor allem in mineralischen Sonnenschutzcremes, oder nicht?
    Hab mich dazu auch mal umgesehen und keine guten Alternativen gefunden. (Welche nutzt du?)
    Diese Studie https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19690452 ist auch erstmal ein recht guter Hinweis darauf, dass Ablagerungen jedenfalls nicht so leicht entstehen, wie man befürchten könnte. Andere Studien haben zwar erhöhte Level Zinks/Titaniums im Blut gemessen, konnten aber den Mechanismus nicht herausfinden (sprich, es könnte auch eine Fehlerquelle vorherrschen). Ich bin ganz deiner Meinung, dass man Nanopartikel nach Möglichkeit meiden sollte – vor allem bei Kindern und in Kombination mit Sprühflaschen oder Pulvern, siehe hier: https://www.beyer-soehne.de/nanopartikel-in-der-sonnencreme/, aber ehe man sich nicht eincremt, lieber das. (Da bin ich nicht der Meinung von HolisticHabits, die ja meint, es reicht, sich ordentlich mit diversen Ölen einzuschmieren.) Bin mal gespannt, was die Forschung in den nächsten Jahren dazu sagt. :]
    Grüße,
    Sajoma

    1. Ich vertrage Sonnencreme sowieso sehr schlecht. Ausschlag, Rötungen, Pickelchen. Da habe ich also schon nichts von gehalten, bevor ich von Nanopartikeln und Co wusste. Tatsächlich mache ich es wie Sarah von Holistic Habits: ich nehme Kokosöl und auch ich kann bestätigen: seit die Ernährung passt, verbrenne ich bedeutend später. Die Eigenschutzzeit hat sich locker verdoppelt bis verdreifacht. Ansonsten gehe ich dann eben nicht mehr in die Sonne, bedecke die Haut, sitze im Schatten, trage Hut. Ich will mich dazu aber noch belesen. 🙂

      1. Wie determinierst du die Eigenschutzzeit? Ich nehme mal an, bis du die ersten Zeichen eines Sonnenbrandes spürst. Mir ist das halt zu spät, so vom Hautkrebsrisiko her (und, davon abgesehen, auch von der Hautalterung her). Aber selbst ohne diese Zeichen kommt es ja möglicherweise bereits zu Schäden. Ist ein verzwicktes Thema, ich wäre da sehr an einem Artikel von dir dazu interessiert… ^-^

        1. Erfahrungswert. Ich weiß ganz gut, ab wann ich verbrenne und gehe vorher aus der Sonne. Ist jetzt nichts, was ich jemand anderem irgendwie erklären könnte. Ich merke das einfach. 🙂

    2. Hallo Samoja,

      ich klinke mich ganz kurz ein, weil ich einen rothaarigen Bruder habe, der auch mit der 50er Sonnencreme extrem schnell verbrennt – da hilft wirklich nur im Schatten zu bleiben und/oder lange Kleidung anzuziehen.
      Ich persönlich habe mit weiten Baumwollsachen gute Erfahrungen gemacht, darunter wird es auch nicht so warm.

      Lieben Gruß,
      Katja

      1. Moin,

        das ist natürlich auch eine gute Alternative. Schön wär’s natürlich trotzdem, wenn’s irgendwo eine gute Sonnencreme gibt, mit der man aus dem Schatten und den langen Baumwollkleidungsstücken rauskann. Denn letztlich führt dieser Konflikt dazu, dass ich viel einfach so rausrenne, ohne Kopfbedeckung, ohne Sonnencreme, ohne lange Kleidung. Hab nicht die empfindlichste Haut, aber ordentlich Leberflecken, insofern sehe ich mich da doch als Risikokandidaten… Ich werde mich jedenfalls nochmal nach Sonnenschutzkleidung umsehen. :] Danke für den Tipp.
        Liebe Grüße, Sajoma

  3. Guten Morgen liebe Heike,
    es ist noch sehr früh am Morgen und da ich gerade noch meine Nachtschicht zu Ende mache und meine Arbeit bereits getan habe, möchte ich doch gleich die erste sein, die ihren Senf zum neuesten Thema abgibt.

    Vielen Dank erstmal für diesen sehr informativen Artikel und Deine ehrliche Meinung dazu.
    Ich selbst arbeite auch seit vielen Jahren im medizinischen Bereich und vertraue oft auf die klassische Schulmedizin. Ist einfach ein langjähriger Erfahrungswert , dennoch bin ich davon überzeugt, dass auch die Schulmedizin ohne Naturheilkunde nicht funktioniert, und andersrum. Ich stehe da eher zum Ganzheitlichen.

    Als ich nun also hier gesehen habe, dass Heike ein neues Buch gestartet hat, war ich neugierig, denn wie auch Du war ich von Darm mit Charme mehr als begeistert. Dieses Buch ist derart gut, informativ und erheiternd geschrieben und es sucht seines gleichen.

    Deine Meinung nun zu diesem neuen Buch kann ich verstehen, denn so wie sich das anhört gehört dieses Buch dann doch eher in die Kategorie „Studium mit allen Konsequenzen“, als zur Aufklärung und Information dienend für den Ottonormalverbraucher.

    Auch verstehe ich Deine Bedenken bezüglich Aluminiumsalzen oder anderweitige Dinge und Konservierungsstoffen in kosmetischen Pflegeartikeln. Wir sind eh schon so vielen Umweltgiften ausgesetzt, gegen die wir uns nicht wehren können, wieso also dann freiwillig ein weiteres in Kauf nehmen. Ich rauche schon aus dem Grund nicht, da ich absolut keinen Sinn darin sehe, weshalb ich meinem Körper wissentlich Gift zuführen sollte. Noch dazu eines, das noch nicht einmal schmeckt und schlechten Atem, schlechte Haut und irgendwann extreme gesundheitliche Wirkungen mit sich bringt. Davon ganz abgesehen, dass das ins Geld geht und dazu bin ich auch zu geizig.

    Ich bin hin und her gerissen, ob ich das Buch lesen soll, denn zum einen habe ich ja auch schon viele medizinische Bücher gelesen und weiß um deren oft sehr zähen und teils unverständlichen Wortlaut. Zudem stimmt die ganze Aufmachung zu diesem Buch einfach nicht, wenn als mehr als Studienbuch geschrieben ist. Ich werde da nochmal in mich gehen und quasi eine Nacht drüber schlafen, ob ich dieses Wissen brauche.

    Danke für Deine Informationen hierzu.
    Auf bald
    Alles Liebe , Sabine

    1. Oh, erwarte da kein medizinisches Buch, wirklich nicht. Es ist sehr populärwissenschaftlich geschrieben und die Informationsdichte ist wirklich eher gering.

  4. Danke für die Kaufwarnung. Das Buch stand tatsächlich auf meiner gedanklichen Wunschliste und hab schon öfters überlegt es zu kaufen – aus den selben Gründen wie du. Darm mit Charme war einfach grandios. Aber dieses Buch liest sich echt unbrauchbar. Zum Glück geht es mir hauttechnisch gerade richtig gut. Psoriasis ist dank Schonung, viel-viel Trinken und vegane Ernährung inkl. viel pflanzliche Proteine fast unsichtbar und meine Gesichtshaut ist sehr pflegeleicht. Da genügt Oil Cleansing.
    Vllt sollten wir eine Anfrage an Giulia schreiben 😀

    1. Deine Haut ist echt toll geworden, das ist mir auch schon aufgefallen. Du müsstest mal einen Vergleich machen von Anfang deiner Langhaarzeiten bis jetzt nur eben bezüglich der Gesichtshaut. Da liegen Welten zwischen. Du siehst so viel frischer aus.
      Spar dir das Buch, wirklich. Für deine Psoriasis wirst du nichts neues lernen.

  5. Hallo Heike,
    vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ich hätte mich auch über ein gutes Buch gefreut aber da reitet anscheinend jemand auf der Welle von Darm mit Charme – schade. Bei der ähnlichen Aufmachung erwartet man ja dann auch irgendwie ähnliches im Inhalt. Wer haut sich schon gerne freiwillig Butox, Konservierungsstoffe, Nanopartikel und mehr ins Gesicht. Zum Glück ist meine Haut im Gesicht total unauffällig und nur an den Beinen gerne mal bereit sich verwöhnen zu lassen. Ich hätte eine Frage zum Deo – welches benutzt du? Ich benutze leider immer noch teils eins mit Aluminium, weil ich leider noch kein adäqutes gefunden habe, das mich durch den ganzen Tag bringt, jedenfalls im Sommer – im Winter genügt ein „normales“ Deo. Allerdings lässt sich bei uns im Büro die Heizung nicht einstellen, so haben wir halt DAUERHAFT 30° und mehr!

    LG Sabine

    1. Liebe Sabine, hmmmm, ich benutze seit Jahren gar kein Deo mehr. Ich hatte früher mal Probleme mit starkem Schwitzen und habe ich sämtliche Antitranspirants bis hin zu Apothekenprodukten durch gehabt. Hat alles nix genützt bzw. nur marginal. Das hat sich erst mit der verbesserten Ernährung gelöst. Wenn ich geschwitzt habe, wasche ich mich und wechsle das Oberteil. Aber über einen normalen Arbeitstag komme ich damit gut, außer es ist echt brüllheiß. Dann habe ich ein Wechselobeteil dabei.
      Ich pflege die Achselhaut mit Kokosöl. Täglich. Seit ich das tue (also kein Deo, gutes Essen, Kokosöl) hab ich auch kein Problem mehr mit Rasurbrand. Ich stinke eigentlich nur, wenn ich krank bin, oder wenn ich Mist gegessen habe. Ich schwitze chemische Zusätze quasi aus, man riehct auch, dass das irgendwie künstlich riecht. Eine zeitlang war ich dann unsicher, ob ich nicht doch müffel. Aber ich hab dann immer gefragt und die antwort war immer: „Du? Du riechst nie!“
      Hoffe, das hat dir geholfen, Heike

      1. So ähnlich geht’s mir auch, obwohl ich noch die alkoholfreien Naturkosmetikdeos von DM und Rossmann benutze. Aber eher, weil ich gerne nach Kräutern rieche. Ich finde, ich habe einen durchaus riechbaren Körpereigengeruch, aber wenn ich Leute frage, ob sie das bemerken, verneinen sie es (bis auf meinen Freund, aber der ist auch darauf sensibilisiert, weil er ihn mag). Entweder liegt es daran, dass man in unserer Gesellschaft solche Gerüche, solange sie nicht freiheraus stinken, ausblendet, oder ich weiß auch nicht…

    2. Guten morgen,

      Ich habe die Erfahrung gemacht dass ich stärker Schwitze und „düfte“ wenn ich Kaffee trinke. Für mich persöhnlich funktionieren die Deocremes von Ponyhütchen ganz gut. Ansonsten versuchen Baumwolle zu tragen, da man mit synthetischen Stoffen schneller müffelt. Wenns ganz heiss ist im Sommer und dürch Umständen (Kaffee, Polyestert-shirt, Knoblauch, …) ich doch unter den Achseln rieche -> schnell auf Toilette und mit den Händewascheseife die Achseln waschen. Hilft dann wieder für die nächsten Stunden und lässt sich schnell machen. 🙂

      LG

  6. Das Buch wäre inhaltich interessant für mich, weil ich schon zig Hautpflegemethoden ausprobiert habe und bei mir Hopfen und Malz verloren scheint. Wenn es nach meinem Hautarzt ginge wäre ich immer noch auf Cortisol. Er hat sich nie mit dem Problem auseinander gesetzt, sondern immer nur versucht, meine Beschwerden zu lindern.
    Seit gut 5 Jahren teste ich alles mögliche durch und komme damit am besten voran. Staubtrockene Haut habe ich nach 3l Wasser und Öl-Reinigung immer noch, aber es ist wesentlich besser geworden. Ich weiß jedoch immer noch nicht, was für mich am besten ist. Manchmal habe ich meine Haut gut im Griff und manchmal nimmt sie einfach gar nichts an. Die Suche nach Produkten ist für mich nach wie vor ein Spießrutenlauf. Cortisol benutze ich mittlerweile nur bei Reaktionen. Statt der 360 Tage im Jahr sinds nur noch 2-5.

    1. Nein, das Buch kannst du dir da echt schenken, du wirst keine Pflegeempfehlungen für dein Problem finden. Linolsäure und Urea steht drin als Tipp und eben möglichst in Ruhe lassen.
      Ich würde wieder meine alte Laier anstimmen wollen: kümmere dich um deine Ernährungmit oberster Priorität. Der Darm muss gut drauf sein für eine gute Haut. Omega-3 Fette sind relevant, Vitamine, Ballaststoffe, viel, viel trinken, Grünzeug und vor allem: keine industriell verarbeiteten Produkte. Zucker und Milchprodukte sind ebenfalls ganz weit vorn auf der Ausschlussliste.
      Ich hab auch lange rumgetestet für meine Haut und tue es noch. Aber es bewahrheitet sich ein ums andere Mal: Pflege macht nur einen Bruchteil aus. Erst das Essen, dann das, was von außen kommt.
      Ich wasche fast aussschließlich mit Wasser und nur meine Hände (und nach Barfußlaufen meine Füße) bekommen Handwaschseife ab. Oilcleansing und African Blacksoap für Gesicht und Rücken (meine Pickelproblemzonen). Trockenes Bürsten als Peeling und zur Anregung der Durchblutung. Abschminken mit Wasser und Kokosöl. Hautpfege ist Kokosöl und Aloe Vera für alles, was nicht Gesicht udn Rücke ist, Gesicht und Rücken bekommen Jojoba und Aloe. Ich schminke mich wenig und nur wasserlöslich.
      Ich habe nicht eine fertige Creme, nicht eine Lotion, nicht einen Toner im Schrank gelassen. Bringt nix. Schadet mehr als dass es nützt.
      Frischluft und Schlaf machen auch mehr aus, als man wahrhaben will. Cremen klingt so viel bequemer. Aber es sind echt die Basissachen, die den Unterschied machen. Im Prinzip all das, was ich in meiner Grow Long Hair with the Magic Seven Reihe beschreibe.

      ich hoffe, du findest eine Lösung für deine Haut. Für viele ist es tatsächlich der vegane Weg. Für ein paar andere der Paleo-Weg. Für die meisten ist es einfach Clean Eating, egal ob nun vegan pder paleo oder sonst was. Whole Foods. Kein Dreck. Und „leider“ sehr konsequent. Nicht nur einfach besser als vorher, nein,w as Haut angeht zeigen all meine Recherchen, da muss man wirklich streng sein und zwar dauerhaft, sonst wird das nix. Leider weil anstrengend. Aber eigentlich logisch.

      Liebe Grüße, Heike

  7. Hallo Heike,

    lassen wir das Buch mal stehen, wo es steht, meins ist es nach der Leseprobe auf Amazon aber auch gar nicht. Dafür wird Darm mit Charme jetzt endlich bestellt. So 😀
    Die Mückenopfertipps probieren wir mal aus, den Herrn Freund fressen sie nämlich mit Wonne.

    Mich würden mehr Informationen über Ölreinigung ja echt interessieren – kannst du außer Holistic Habits was empfehlen? Ich bin grundsätzlich sowieso mehr der Lesetyp, aber der Dame von HH konkret mag ich nicht zuhören, die ist mir zu amerikanisch (aka zu viel „das ist das alllllllllerbeste überhaupt und eveeeeeer“ und dabei zu wenig Inhalt). Am Ende bleiben einfach die Fragen: Kann ich auch mein Sonnenblumenöl aus der Küche nehmen? „Muss“ ich zwangsläufig Öle mischen oder reicht auch eins? „Muss“ ich wirklich minutenlang an meinem Gesicht rummassieren? Kann ich das Öl auch anders wieder abnehmen? Blabla.
    Also falls du einen Artikel darüber schreiben willst, immer gerne her damit 🙂

    Viele Grüße,
    Katja

    1. Ich bin mal so frei 😀
      Du musst keine Öle mischen und ja, auch das Sonnenblumenöl aus der Küche tut’s. Ums massieren kommst du beim Ölreinigen nicht drumrum, aber minutenlang ist definitiv nicht nötig. So 😀

      Die Ölreinigung funktioniert dadurch, dass Fette fettlöslich sind. Die (gesunde) Haut ist immer von einer Schicht Hautfett bedeckt. Massiert man nun anderes Fett (in dem Fall: Öl) in die Haut, verbindet sich dieses mit dem Hautfett und löst es somit samt allem, was sonst noch an Schmutz und Makeup darauf liegt von den Hornzellen der Haut ab.
      Dann ist das Zeug zwar „gelöst“, hängt dir aber immer noch im Gesicht, irgendwie muss das Öl also wieder runter. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man nimmt es mechanisch mit einem warmen Waschlappen ab, oder man hat das Öl mit einem Emulgator gemischt, dann kann man es einfach mit Wasser abwaschen. Beim einmassieren sollte das Gesicht aber in beiden Fällen trocken sein.
      Öle mischen kannst du, um den Anwenungskomfort zu erhöhen und das ganze generell an deine Bedürfnisse anzupassen (Konsistenz, Reinigungswirkung, Pflegewirkung etc). Reinigen tut aber prinzipiell jedes Öl, manche wie Rizinus oder Distel mehr als andere, da musst du einfach schauen was zu dir passt. Grundsätzlich nötig ist mischen wie gesagt nicht (und auch Rizinusöl als Bestandteil nicht, das liest man manchmal dass das die einzig reinigende Komponente sei. Stimmt nicht. Das entfettet einfach ganz besonders stark.).

      Für mich selbst habe ich mittlerweile festgestellt dass Ölreinigung nicht das beste für mich ist, ich denke weil da zuviel schützendes Hautfett gelöst wird, jedenfalls trocknet es auf Dauer immer aus. Ich kenne aber viele glückliche Anwenderinnen, also probier einfach mal 🙂

      1. Aber gerne doch und vielen Dank 🙂

        Ich habe gestern einfach mal das Sonnenblumenöl, das ich auch für Salat o.ä. nehme, zum Abschminken benutzt. Das Makeup ist vollständig runtergekommen, die Haut fühlt sich heute gut an, wenn auch ich ein bisschen skeptisch bin, ob ich alles ordentlich abgenommen habe, weil ich meine, dass sie etwas fettiger ist als sonst, aber noch im Rahmen des Normalen. (Es kann aber auch gut sein, dass meine normale Reinigung trotz Creme-Gel-Zeugs hinterher unterm Strich zu sehr entfettet.)
        Ich teste das auf jeden Fall weiter – wenn die Ölreinigung für mich funktioniert, wäre es großartig, weil ich ab Herbst für ein halbes Jahr im Ausland bin und nur bedingt Lust habe, mich irgendwann durch das Kosmetikangebot vor Ort zu testen bis ich etwas finde, das passt. Gutes Öl brauche ich aber sowieso zum Kochen und wenn die normalen „Öle aus der Küche“ reichen, wäre das doppelt gut 😀

        Liebe Grüße,
        Katja

      2. Ah sehe ich jetzt erst. Danke dir für deine Antwort. 😀 Auch weil du adnere Erfahrungen gemacht hast als ich, das finde ich spannend, da kann ich gut weiter recherchieren. 🙂 Katja, schau, es gibt mal wieder (wer hätte das gedacht 😉 ) nicht DIE Wahrheit. Aber hier ist bestimmt jetzt schon viel für dich bei.

    2. 🙂 Notiert. 🙂 Ich schreibe dir trotzdem schon mal die Antworten auf deine Fragen auf:
      Andere Empfhelung so als Link habe ich nicht, da mein Wissen sonst einfach aus diversen Büchern, Blogs, Quellen generell wieder über die jahre zusammengetragen wurde und sich einfach wieder das berühmte Puzzle zu einem Bild zusammengesetzt hat.
      Welche Öle: Rhizinus ist beinahe Pflicht, da es sehr klebrig zäh ist und damit gut reinigt. Viele Öle (wei besagtes sonnenblumenöl) schmieren mehr. Jojoba ist gut, da dem sebumd er Haut sehr ähnlich und gleiches löst gleiches. Kokosöl als günstigere Alternative geht auch aus dem selben Grund. Die anderen Mischungen sind Feinschliff und kommen drauf an, was du willst. Ich mag Rosmarinöl, weild as antiseptisch ist und gut gegen Pickelmale hilft (hab das schon in anderen Hautpflegeprodukten gehabt und es war immer toll).
      Minutenlang massieren: Ja. Musst du. und auch eher feste. Ich merke immer erst so nach 3-5Minunten, dass die Mitesser rausgehen. wie kleine sandkörner, die plötzlich mit im Ölfilm sind. Geht besodners gut an Partien mit Knochend arunter, also Stirn und Schläfen. Wangen und Kiefer ist oft fast zu fleischig, da muss ich noch länger massieren. Rücken geht dementsürechend besser als Gesicht, weil ich da feste gegen Rippen, Wirkebl und Schulterblätter drücken kann.
      Hitze und Wasser ist Methode der Wahl ja, du kannst damit gut gucken wieviel Ölfilm noch bleiben soll. Mit Seifen nimmst du im Zweifel zu viel runter und musst dann nachölen/nachpflegen.
      Kaltes Wasser bringt es nicht.
      Ich pflege danach noch mal mit wenig aloe und Jojoba nach und das war’s. Meine Erfahrung ist außerdem die, dass ich das nicht täglich machen darf. Einmal die Woche reicht völlig, sonst stresse ich meine aut zu sehr. Vorher Peelen ist auch echt hilfreich (ich bürste trocken), damit die Poren nicht mit Schüppchenv erstopft sind, sonst kommst du auch mit dem Öl nämlich nicht rein.
      Hoffe die damit schon mal geholfen zu haben. 🙂
      LG, Heike

      1. Hallo Heike,

        vielen Dank auch dir 😀 (Oder vielleicht gleich ein ganzer Artikel zu Hautpflege und Kosmetik?)
        Ich gehe jetzt einfach mal mit meinem Kokosöl liebevoll schrubben und kucke, was passiert.
        Wenn am Ende Sonnenblume oder Kokos für’s Abschminken funktionieren und ab und an Rhizinus zur Tiefenreinigung dran darf, wäre das auch schon einiges wert. 🙂

        Meine Haut reagiert tatsächlich einfach am schlimmsten auf Stress und Mist essen. Stress, weil ich dann mehr dran rumkratze, und Mist essen aus offensichtlichen Gründen. Ich probiere und beobachte mal – in den letzten Tagen gab es ein bisschen viel Mist, aber weniger als sonst bei solchen Gelegenheiten. Teilsieg sozusagen, aber halt auch Teilverwüstung der Haut. Dü-düm.

        Was so durchklingt, pflegst du deine Haut ja sehr viel mit Kokosfett – wie ist das mit dieser Sache, dass cremen/ölen dazu führen soll, dass die Haut verlernt sich selbst zu fetten? Ist das quasi eine Fettlogik (haha) oder braucht deine Haut das einfach?

        Viele Grüße,
        Katja

        1. Ich creme sie nur nach Entfettung, also nach einer Dusche. Wenn ich mich normal wasche, dann nicht. Ständiges Ölen mag meine Haut auch nicht und ich nehme auch wirklich nicht viel, zumal ich das ja zusammen mit Aloe auftrage, dadurch wird es noch mal ergiebiger. Also eine etwa haselnussgroße Portion für das ganze Bein von Fuß bis Po plus selbe Menge Aloe Vera Gel.

          Das mit dem Stresskratzen kenne ich auch nur zu gut. Leider. Macht viel aus. Und auch SIGNIFIKANT: Schla bzw. Schlafmangel. Ich hätte nicht gedacht, dass „Schönheitsschlaf“ so wörtlich zu nehmen ist, zumal Falten (noch?) nicht mein Thema sind. Für Pickel gilt offensichtlich dasselbe.

      2. Hallo Heike,
        du verwendest also eine Mischung aus Rhizinus, Jojiba und Rosmarinöl? Könntest du verraten, wie dabei das Mischverhältnis aussieht? Ich habe das Oilcleansing nun ein paar mal mit Kokosöl versucht und bin vom Ergebnis schon recht angetan 🙂 Jetzt würde ich es gerne mal mit einer passenden Mischung versuchen.

        1. Jojoba und Rhizinus etwa halb halb und Rosmarinöl dann nur ein paar Tropfen dazu. 🙂 Ich ische immer direkt in den Händen, fürs gesicht reicht eine Ladung, für den Rücken brauche ich zwei, Dekoltee bekommt auch eine. Im zweifel immer ein bisschen mehr Rhizinus.
          LG, Heike

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