28. April 2017

LPC – Liquid Protein Creme Haarkur

Ein Rezept, ein Rezept! Und zwar eins aus nur drei Zutaten. Okay, quasi.

Natürlich mehr als 3 Zutaten, weil ich fertige Produkte mische, die selbst schon Zutaten haben. 😉 Aber von Anfang an:
Ich habe ein Selbstrührrezept für euch, denn mein Ausprobieren mit Proteinkuren hat erste Früchte getragen. Und diese Frucht heute nennt sich:

Liquid Protein Creme – oder eben kurz: LPC

Das ist analog zu LOC, dem Liquid Oil Treatment, das ich auch sehr schätze, hier aber gar nicht gesondert vorgestellt hatte. Hole ich nach, sobald ich merke, dass meine Haare mal wieder geLOCt werden wollen und ich somit das Ergebnis zeigen kann. Wie der Name schon sagt, ist es aber sehr ähnlich: einfach Öl statt Protein verwenden, je nach dem, was eure Haare lieber mögen, denn das ist tatsächlich sehr individuell und lässt sich schlecht vorhersagen. Einfach ausprobieren und vergleichen.

Meine Haare mögen also Protein lieber, das war die Erkenntnis der letzten Monate und tatsächlich ist Öl gar nicht so hoch im Kurs, wie ich immer dachte. Drum habe ich also das Öl durch Protein ersetzt und jetzt läuft es für mich. Und es läuft seidig, weich und glatt fallend. Meine Haare haben trotz ihrer geringen Dicke tatsächlich sowas wie Gewicht und das liebe ich ja!

Rezept

Liquid = Feuchtigkeitsspender: Aloe Vera Gel (ich verwende das von alverde: günstig, leicht zu beziehen, wirksam)
Protein = Proteinspender: Seidenprotein (Spinnrad)
Creme = Emulgator und zusätzliche Pflege: Desert Essence Coconut Hairlotion

Aloe und Hairlotion zu gleichen Teilen verwenden, etwas weniger Seidenprotein. Für die Pre-Wash-Kur im Schälchen habe ich 10 Tropfen Protein genommen, für das Leave-In in meiner Hand 3-4 Tropfen. Gut vermischen und in die Haare einkneten. Je nach Haarbedürfnissen reicht auch weniger Protein, denn zu viel kann die Haare etwas steif machen. Da hilft es dann bei der nächsten Kur keine neue Proteipflege zu verwenden, sondern eher etwas auf Öl- und Feuchtigkeitsbasis. Bei mir schafft das den gewünschten Ausgleich. Ich bin großzügig mit den Längen und streiche am Oberkopf nur aufs Deckhaar, die Kopfhaut behandle ich dabei nicht mit. Die Menge im Schälchen reicht bei mir für die unteren Längen plus Deckhaar. Will ich richtig viel einmatschen, brauche ich die doppelte bis dreifache Menge. Bedenkt, dass ich eher dünneres Haar habe, die meisten von euch werden also deutlich mehr brauchen, auch bei kürzeren Längen als meiner.

Die Einwirkzeit liegt meist bei 1,5-2h und zwar während meiner (Wochenend-)Morgenroutine, während ich frühstücke, mich dehne, in mein Bulletjournal schreibe, sowas. Dann geht es duschen und ausgewaschen wird ganz simpel mit Shampoo für den Ansatz und Conditioner (normale Menge) für die Längen. Da verwende ich aktuell das Desert Essence Coconut Shampoo und die alterra Granatapfel Spülung.

Ergebnis

Haare mit „Gewicht“, glatt, seidig, trotzdem griffig und nicht strähnig. Damit alles, was ich will. 🙂 Nessas Aloe Joghurt Honig Kur ist noch etwas besser (Haare werden noch etwas gesättigter, schwerer dadurch), aber matschiger und sie ist nicht so schnell aufgetragen und vor allem auch nicht leave-in-tauglich wie diese hier. Beide Kuren sind derzeit meine Favoriten.

Jaaaa, wir sind ein bisschen eskaliert. Es gab ein 30-minütiges Zeitfenster mit Sonne, endlich an einem Tag direkt nach der Wäsche und ohne Duttwellen und, und, und. Wir hatten schon 3 Fotoserien gemacht, die alle Grütze waren, weil es erstens immer zu windig war und zweitens der Himmel bestechend hellgrau daher kam – was so ziemlich das übelste Licht für Haarfotos ist, gleich nach Neonröhre.

Auf jeden Fall seht ihr schön, wie unsträhnig und seidig die Haare fallen. Ich habe zwischendurch nur einmal neu gekämmt. Ich liebe das, wenn die Haare so wirklich einzeln liegen und nicht strähnen, bei dünnem Haar wirkt das Wunder, was die Optik der Dichte angeht, da Strähnen immer sofort den Rücken durchscheinen lassen. Und die Haare glänzen, obwohl ihr ebenfalls sehen könnt, dass ich durch die vielen Haarausfallschübe einfach Haarspitzen auf JEDER Länge habe und dadurch die Mähne keine geschlossene Spiegeloberfläche bietet, was ideal für Glanz ist. Also: Daumen hoch für auch eher dünnere Zopfumfänge, denn hier wird nicht überpflegt und das Fliegen der Haare wird nicht noch forciert.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Lasst mich gern wissen, wie es für euch klappt! Auch wenn ihr andere Proteine verwendet, da mag ich nämlich selbst noch mehr austesten, zumal ich irgendwie einen Bogen um Weizenprotein mache, weil Weizen schon im Essen nicht mein Freund ist.

***

Wenn ihr mögt, findet ihr hier gleich direkt die Amazon-Links. Das Aloe-Vera-Gel ist von dm und reicht für mich vollkommen aus. Natürlich gibt es da auch „edlere“ Bio-Varianten, die aber direkt so viel teurer sind und meist auch sehr flüssig, somit finde ich schwerer zu verarbeiten, so dass ich diesem hier bisher treu geblieben bin.
Die Desert Essence Hairlotion bekommt ihr zum Beispiel über iHerb.com, aber dafür braucht ihr eine Kreditkarte, das nervt mich immer etwas… ist aber günstiger und wenn ihr viel an Naturkosmetik bestellt, dann lohnt es (Zollfreigrenze beachten, sonst spart ihr nämlich nichts!). Auch diese hier via Amazon kommt nicht aus Deutschland sondern aus den USA, da Desert Essence leider keinen deutschen Partner-Shop hat. Ich hoffe ja sehr, dass sich das mal ändert.
Spinnrad Seidenproteine 10 ml
Desert Essence Kokosnuss Schein Haarlotion 190 ml

30 Kommentare

  1. Das klingt, als wäre das wie für meine Haare gemacht! Vielleicht muss ich bald mal wieder zu dm und Aloe Vera shoppen 😉 Und im Reformhaus nach Weizenprotein schauen. Seide finde ich ethisch nicht so dolle. (Ich hab Tiere sehr lieb und kann mich auch nicht zu einer Wildschweinborstenbürste durchringen, auch wenn die bestimmt gut für meine Kopfhaut wäre …)
    Wie verhält sich die Haarlotion zu den Conditionern von Desert Essence? Vermutlich weniger reichhaltig, oder? Ich habe nur den Kokos-Condi von DE hier, außerdem noch eine Garnier-Reismilch-Spülung, die etwas leichter und flüssiger ist. Zu welcher würdest du raten? Ich habe auch feines, sehr zu Spliss neigendes Haar, das unabhängig vom Fettgrad gerne mal in Strähnen „zusammenklumpt“.

    1. Genau wegen dem für viele ja relevanten ethischen Aspekt habe ich die Frage unten angekoppelt, was Erfahrungen mit anderen Proteinen angeht. Die veganfrage ist für mich nach wie vor eine, die ich nicht befriedigend für mich beantworten, abschließen und ablegen kann. Das wird noch ein Dilemma vor dem Herren, wenn ich Merle mal erklären darf, was Menschen so essen (und konsumieren) und warum und warum nicht und warum ihre Eltern und somit auch sie dann das isst, was wir eben essen… Wuäh.
      Zurück zur Haarpflege. Ich bin nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstehe: Also du kannst natürlich auch andere Conditioner zum Auswaschen der Kur verwenden, die Hairlotion geht eigentlich mit allen Condis gut raus, die von Desert Essence eingeschlossen. Ich hatte lange den Cocos Condi und auch den Island Mango liebe ich sehr.
      Die Hairlotion mit den Condis zu vergleichne… kann ich nicht. Es sind andere Produkte, ganz andere Anwendungen. Ich spüle ja weder mit der Lotion noch creme ich mit dem Condi, weil beides nicht geeignet ist. Von Desert Essence bevorzuge ich den Island Mango Condi, er ist vergleichbar mit der alterra Granatapfel Spülung. Bei Haircremes kann ich Desert Essence mit Lush R&B vergleichen sowie mit ein paar Pröbchen von Hay Mountain. Hay Mountain war für mich immer zu reichhaltig und geruchlich schwer erträglich, Desert Essence ist die festeste Creme, auch wenn sie sich Lotion nennt und pfegt die Haare zwar gut, aber für mich immer am besten in Komi mit ALoe, weil ich sonst Verteilungsprobleme bekomme und es leicht klebt. Pur ohne Rezept dazu ist Lush R&B für mich ungeschlagen. Sehr geschmeidig, tolles Ergebnis und der Geruch verfliegt, so dass ich mit dem auch leben kann. 🙂

  2. Ich bin gerade auch ein bisschen auf dem Protein-Trip. Weizenprotein, Keratin gemischt mit Arganöl, direkt nach der Wäsche. Wird erstmal ein bisschen hart (was mich geduttet nicht stört) und dann nach dem ersten Kämmen (so zwei Tage später) sind sie wunderbar weich. Dann gibt es gerne nochmal etwas Arganöl. Kokos versuche ich gerade etwas zu meiden, vielleicht mögen es meine Haare doch nicht so sehr. Oder nicht so viel. Mal sehen 😀

    Und gut das du es schreibst, ich wollte sowieso mal fragen, wie das Bulletjournal läuft. Machst du es nur für Jakob und Co oder hast du jetzt auch ein ganzes für dich? Würdest du nochmal ein Bild zeigen? Ich bin wirklich sehr am überlegen, aber ich schrecke wegen dem Aufwand zurück. Ich verliere mich doch gerne in Details…

    Und ich lese jetzt dank Lenja und dir Fettlogik. Bin gespannt, zu welchen Erkenntnissen ich komme!

    Allerliebste Grüße nach oben!
    Anna

    1. Hey cool, das mit der Fettlogik! Ich bin gespannt, was du am Ende sagst. Gestern erst hab ich mich auch wieder mit jemandem über das Buch unterhalten, auch da wieder: augenöffnend. 😀

      Mit Kreatin wollte ich mich auch mal befassen, wenn ich zeit und Muße habe. Ich experimentiere ja anch wie vor ungern mit Pflege rum, wenn ich nicht muss und da LPC für mich jetzt so rund läuft, bin ich erst mal wieder für ein Weilchen bedient. 😉

      Bulletjournal: Das für Jakob liegt komplett auf Eis. Immer wenn ich denke, ich komme jetzt zum Buchprojekt, kommt was neues dazwischen. Ich bin jetzt zwar wieder fit genug, dass ich das an einem freien Tag unterbringen könnte, aber seit dieser Woche bin ich im Homeoffice und tja, auch wenn das arbeiten von zu Hause aus ist, die Zeit ist ja weg. Arbeit, Schwangersein, Haushalt, gesunde Ernährung, minimale Fitness, ein Hund, Blog, Instagram UND noch das Buch, das geht einfach nicht. Und das Buch ist da leider wirklich am Ende der Aufzählung, auch wenn ich da echt traurig drüber bin. Ich hoffe sehr auf den Mutteschutz und auf die Elternzeit.
      Also ich habe ein Bujo für mich privat. Ich führe es nicht täglich, aber ich schätze es vor allem für große Übersichten, Kalenderarium, Ziele, To-Dos und wenn ich frei habe ist es außerdem auch Dankbarkeitstagebuch und Minitagebuch. Ich mag es sehr, aber ja, es ist aufwändig. 30min am Tag brauchst du, sonst bist du mit einer klassischen To-Do-Liste, dem Five-Minute-Journal und/oder dem Productivity Planner besser beraten. Die letzten beiden kosten zwar etwas, sind aber bedeutend zeiteffektiver. Bedeutend!
      Über mein BuJo wollte ich aber auch mal bloggen. Eben weil ich solche Planer so liebe. Kommt. 🙂

  3. Klingt nach einer tollen Kur, vor allem als Leave-In 🙂 Nessas Kur hat meinen Haaren nicht gefallen, ich vermute, es lag am Honig. Hast du eventuell noch andere/offline Quellen für Proteine? Oder könnte man da auch etwas anderes als Ersatz nehmen? Als Schülerin sind Internetbestellungen leider nicht so optimal für mich ^^ Ich werde vermutlich erstmal bei meiner LOC-Kur nach der Wäsche bleiben, da die für mich ganz gut funkioniert 🙂

    1. Hallo Hanna,

      du kannst Ei oder Joghurt/Quark ausprobieren, das hat man eigentlich zu Hause, bzw. man bekommt es leicht. Nach Seiden- oder Weizenprotein könntest du auch in einem Reformhaus suchen, wenn eins bei euch in der Nähe ist.
      Ich selbst habe mit Ei als Haarkur(bestandteil) Erfahrungen, wenn auch nicht soooo tolle. Im Sinne von: Ich mag den Geruch während des Einwirkens nicht und die Ergebnisse sind bei mir mit Seidenprotein deutlich besser. Allerdings kommen meine Haare mit Honig auch sehr gut klar, es kann also gut sein, dass deine Haare anders ticken.
      Eine wichtige Sache zu Kuren mit Ei: Spül die unbedingt kalt/kühl und sehr, sehr gründlich aus, sonst hast du hinterher Eistückchen in den Haaren hängen. Lern aus meinen Fehlern x’D

      Liebe Grüße,
      Katja

    2. Reformhäuser und Apotheken gehen oft noch, aber meist sind die teurer, als das, was du online bekommen kannst, wenn es das ist was du meinst mit „als Schülerin“. Sonst wie Katja schon schreibt kannst du mit Joghurt und Ei experimentieren, wobei die in der Anwendung ganz anders sind und im LHN mich auch jeamdn drauf angesetzt hat, dass die Proteine daraus zu groß wären, um ins Haar einzudringen. Joghurt funktioniert dennoch super für mich, vielleicht liegt es da an was anderem. Wenn Honig nicht so deins war, könnte aber Protein generelle vielleicht nicht so passend sein, auch Honig ist eine Proteinquelle fürs Haar. Probeor einfach mal, ansonsten wäre der nächste Schritt mit einer Feuchtigkeits-Öl-Kur zu testen.

  4. Oh du verführst mich wieder 😀
    Proteine hab ich vor X Jahren, in der Anfangszüchterphase, auch ausprobiert, aber es ist schon so lange her, dass ich nicht bestimmen könnte, ob meine Haare es mochten oder brauchten. Kann mich an keine Verbesserung oder Verschlechterung erinnern – und hab deshalb auch nichts nachbestellt, als die Flasche leer war….
    Meine Feen sind ja sehr pflegeleicht und schnell überpflegt, weshalb ich außer gelegentlich Condi eigentlich nichts verwende.
    Aber du fixt mich gerade zu einem neuen Versuch an 😉 Mal sehen ob mir mal im Reformhaus etwas entgegenspringt oder bei der nächsten Behawe-Bestellung vllt.

    1. Das klingt doch gut. 🙂 Probier einfach mal. WObei deine Haare echt gut gepflegt aussehen, wie dus chon sagst ist bei dir ja wirklich eher der Knackpunkt bloß nicht zu überpflegen. Ich wäre gespannt auf dein Ergebnis. 🙂

  5. Hallo Heike,

    ich bin über Nessas Honig-Aloe-Kur und deinen Kommentar im PP darauf gekommen, dass Protein für meine Haare auch ziemlich gut sein dürfte. Insofern bin ich auch seit ein paar Wochen mit LPC dran – und boah, ist das geil 😀
    Ich nehme statt der Dessert Essence Haarlotion gerne die Feuchtigkeitshaarkur von alverde. Oder die für strapaziertes Haar oder die Haarcreme für strapaziertes Haar. Muss ja weg *hust* Aber ja, die Ergebnisse sprechen für sich, ich freue mich riesig darüber 😀 Ich dutte im Moment meistens am ersten Tag nach der Wäsche, damit die Haare nicht so arg buschig sind, das sieht sonst halt doch strohiger aus, als es müsste.

    Protein ist auch hier an allen Ecken und Enden das Thema 😀

    Und Mensch, die Fotos sind toll und freudig – das ist richtig schön 🙂

    Ganz viele liebe Grüße,
    Katja

    1. So „muss ja weg“ Haarpflege habe ich auch. Da rühre ich dann immer was rein, damit sie besser wird, falls sie nicht optimal ist. Fast alles lässt sich ubauen wahlweise mit Aloe, dem khadi Öl, das ich so liebe oder Seidenprotein. Die Feuchtigkeitskur werde ich dann mal als Ersatz zur hairlotion testen, mir ist die nämlich eigentlich etwas teuer, auch wenn sie so gut funktioniert und duftet…

  6. Hallo Heike,
    deine Haare sehen auf dem Foto toll aus. Meine sind deinen Haaren sehr ähnlich, leicht gelockt in den Längen, auch durch Haarausfall und Neuwuchs unterschiedlich lang und Frizz- und Splissanfällig. Außerdem neigen sie genauso gerne zu Gruppenbildung und Strähnen.
    ich mische gerade Aloe Vera (leider sehr flüssig) mit Seidenprotein und Keratin mit etwas Arganöl. Bin aber mit der Konsistenz noch nicht zufrieden. Das Ergebnis machte die Haare erstmal ziemlich hart und erst am zweiten Tag nach dem Ausspülen weicher. vielleicht sollte ich das Keratin weg lassen und etwas Condi dazugeben. Du „wäscht“ deine Längen mit Condi? Sieht das dann nicht noch sträniger aus? Ich hab mal versehentlich mit Condi statt Shampoo gewaschen aber anschließend gleich nochmal mit Shampoo ausgewaschen.
    Hach, was tut man nicht alles für seine Mähne. Aber ich liebe sie halt.
    LG Sabine

    1. Auch eine interessante Mischung. Nessa und ich haben beide die Erfahrung gemacht, dass wir Öl und Protein nicht in einer Kur anweden, weild as Ergebnis schlechter ausfällt, als wenn entweder das eine oder das andere verwenden. Warum auch immer. Mit Keratin habe ich noch keine Erfahrungen, wollte ich aber mal ausprobeiren.
      Oh mit Conditioner statt Shampoo den Kopf zu waschen habe ich auch nur einmal probiert, das geht für mich auch nicht, das macht klätschige haare. Es reinigt nicht stark genug bei mir. Für die Längen dagegen, die ja nicht fettig sind, ist er optimal. Bei Ölkuren verwende ich zweimal Conditioner für die Längen, umd as Öl ganz rauszubekommen, einmal vor dem Shampoo 8das nur auf den Kopf kommt, nicht in die Längen) und einmal als Abschluss. Bei unöligen Kuren reicht einmal Condi.
      Würde ich die Längen shampoonieren, würde ich mir viel vom Pflegeeffekt wieder ruinieren, Shampoo nimmt einfach zu viel der Fette mit weg. Das habe ich bisher erst sehr selten machen müssen nach wirklich zu schweren Ölkuren (zu viel Öl, zu schweres Öl, wie z.B. Olivenöl. gehtg ar nicht bei mir).

  7. Das musste ich natürlich gleich mal ausprobieren, zum Glück war heute eh Waschtag 🙂 Ich hatte noch Aloe-Gel von Behawe da, die DE Lotion eh, habe aber statt Protein dann Öle genommen und alles quasi ad absurdum geführt, hat aber auch super funktioniert! Danke dir für die Anregung, beim nächsten Mal bestelle ich mir Protein mit!

    1. Also hast du LOC gemacht. 🙂 Auch eine tolle Kur und wäre eben genau die, die ich als nächsten anraten würde, wenn es mit Protein nicht so dein Ding sein sollte. 🙂

  8. Hallo Heike, danke für deinen Tipp. Ich werde zukünftig mal das Öl weglassen und sehen, ob das besser ist.
    War mir nicht bekannt, dass Öl und Protein nicht so gut zusammen passen. Außerdem wasche ich dann demnächst nur den Kopf mit Shampoo und die Längen werden mit Condi verwöhnt.

    Lasst es Euch am langen Wochenende richtig gut gehen!

    LG Sabine

    1. Hmmm, das muss ja nicht so sein, nur bei Nessa und mir kam das eben so raus. Wir sind ja erst mal nur zwei Leute, das sagt noch nicht soooo viel aus. Aber vielleicht auch doch, weil wir ja so grundverschiedene Haare haben und es trotzdem für uns aufs selbe rausläuft.

  9. Klingt sehr interessant. Mit Proteinen habe ich es bislang noch nicht probiert. Leider weiß ich nicht, wie ich das Rezept „nachkochen“ kann, weil ich bislang keinen Kondi/Leave-In gefunden habe, den ich vertrage und vom Alverde Après Gel so heftige Pickel gekriegt habe dass ich es wegschmeißen musste. Mmmmn!

    1. Oh krass… Pickel klingt auf jeden Fall nach einem No-Go für die Haut. Und Conditioner nichtv ertragen heißt, dass deine haare einfach dann nicht schön sind? Bin grad unsicher, wir hatten den Fall hier letztens schon, warst du das? Condi gehört nicht auf die Haut. Nur ins Haar, auch nicht auf die Kopfhaut.
      Leider kann ich dir da sonst nicht groß raten außer: weiter testen. Im Langhaarnetzwerk findest du unter den Produktbewertungen zig Conditioner, die da von den Usern bewertet wurden, das könnte dir helfen.
      LG, Heike

      1. Jepp, das war ich. Mit nicht so schön könnte ich noch leben. Es ist eher die Frage ob kämmbar oder unkämmbar. Seit ich darauf verzichte geht es meiner Kopfhaut wesentlich besser, aber ich reiße mir morgens entsprechend viel heraus. Ohne Condi haben meine Haare die Beschaffenheit von Stahlwolle und stehen ab.

  10. Moin,

    habe jetzt mal eine grundlegende Frage: Im Langhaarnetzwerk habe ich mal gelesen, dass die „großen“ Proteine aus Joghurt, Honig und so weiter sich nur ums Haar legen und einen optischen Effekt haben, aber kaum einen pflegenden. Wenn ich die Beschreibung der Seidenproteine von Spinnrad durchlese, klingt das für mich aber auch sehr nach reiner Anlagerung. Wo ist da der Unterschied, hast du das bei deinen Recherchen rausgekriegt?
    Liebe Grüße,
    Sajoma

    1. Hm, Sorry, da habe ich leider nichts zu. Ich kenne nur genau dieselben Aussagen, wobei ich immer davon ausgegangen bin, dass Seidenprotein eben zu den Proteinen gehört, die sich auch einlagern können. Allgemein, darf man sich da aber nichts vormachen: Eine Pflege ist immer nur ein optischer Effekt. Man kann Haar nicht reparieren, ist es aufgeraut, porös oder brüchig, dann können verschiedenen Substanzen den Schaden nur abschwächen: durch Anlagerung, durch Einbringen von Feuchtigkeit o.ä. Lässt man mit der Pflege nach, dann ist das Haar sehr schnell (teilweise nach einer Wäsche schon) wieder so wie vorher: geschädigt. Deswegen ist es so wichtig, das haar gesund zu erhalten. Und da können angelagerte Substanzen eben auch helfen.
      In dem dem Kontext ist auch silikonhaltige Pflege gar nicht mehr so der Teufel, denn auch das ist eine Anlagerung und eine Schutzschicht, die vor allem bei schon sehr geschädigtem Haar helfen kann, es länger zu erhalten. Am besten ist nach wie vor gesundes Haar von der Wurzel an, es wächst am längsten, bricht am seltenstens und sieht am besten aus. Dafür eben Schädigungen so klein wie möglich halten und da man um Waschen und kämmen zumindest kaum herum kommt, ist da das Werkzeug und die Wschmethode so wichtig.
      ALso in dem Sinne ist es mir Wurscht, ob Joghurt nun nur außen was anlagert oder tiefer eindringt. Mein Haar ist damit schön geschmeidig und glänzend, was immer ein Indikator dafür ist, dass es in dem Moment gut dabei ist. Silikone können auf Dauer austrocknen. Die Gefahr besteht bei wasserlöslichen Substanzen wie eben Joghurt oder Honig nicht.

  11. Wow also ich muss sagen: deine Haare sind ganz schön gewachsen! Lese nun schon seit einiger Zeit deinen Block und war schockiert über deinen radikalen Schnitt. Aber was muss das muss. Meine Haare haben eine recht ähnliche Haarstruktur wie deine und mir ist aufgefallen, dass sie sich immer gleich problematisch verhalten, egal in welcher Länge ich sie trage. Hatte sie von BSL zum Bob schneiden lassen, weil unten nur noch Fussel hingen. Ich musste feststellen, dass sie sich nicht wesentlich verbessert haben vom Erscheinungsbild her. Lasse sie nun seit einem Jahr wieder wachsen. Ich glaube man hat einfach zu sehr ein perfektes Haarbild im Kopf (durch Werbung oder bearbeitete Fotos bei Instagram) und meint dann man hätte kein „Recht“ seine „ungenügenden“ Haare der Öffentlichkeit zu präsentieren. So geht es mir jedenfalls ab einem gewissen Punkt. Deine sehen jedenfalls super aus! Wünsche dir auch weiterhin ganz viel Kraft für die Schwangerschaft und die Zeit danach 😉

    1. Danke schön. 🙂 Kraft für die Schwangerschaft kann ich immer gebrauchen. 🙂 Grad mache ich Päuschen auf der Couch mit Laptop auf dem Schoß.
      Was du beschreibst mit dem Verhalten der Haare egal auf welcher Länge, das kenne ich sowohl von mir, als auch von anderen im LHN und es ist ein recht typisches Phänomen für dünnes bis sehr dünnes Haar. Irgendwie ist immer derselbe Spitzenabschnitt (5cm/10cm/Xcm) durchscheinend, egal wie lang. Fast egal. Irgendwann verschwindet das Haar optisch ganz. Ich denke, das hat was damit zu tun, das sich haar in den Spitzen einfach immer etwas auffächert und etwas mehr absteht als in den bereichen, wo es zusammenliegen kann, also höher. Der Effekt hat bei mir immer erst nachgelassen, wenn ich wirklich zu einer deutlich anderen Dichte zurückgeschnitten habe. Wenn die Haare sehr gleichmäßig dünn sind, dann tut sich nucht viel, egal ob man 5 oder 10cm schneidet. Ein 1-2cm Trimm hilft dabegen optisch oft sehr viel, weil eben die Spitzen weniger aufplüschen. Für mehr Effekt braucht man dann den besagten Rückschnitt hin zu einer Länge mit bedeutend mehr Volumen.
      Deswegen auch mein Radikalschnitt. Die letzten 15-20cm waren ziemlich gleichmäßig sehr dünn. Ich hätte noch über ein Jahr, fast zwei Spitzentrimms machen müssen, um das rauszüchten zu können. Und keine Ahnung in dem Kontext auch, ob ich bis dahin nicht wieder Haarausfall gehabt hätte. Hätte ich das ausschließen können, ich wäre wohl geduldiger gewesen. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre aber und eben mit Baby im Bauch und der nicht unwahrscheinlichen Aussicht auf postpartalen HA habe ich geschnitten. Nach wie vor fehlt mir die Länge enorm. Aber ich finde auch, sie sind zumindest optisch deutlich gewachsen seit dem Schnitt. Gemessen tatsächlich nicht so viel, aber ich denke das liegt daran, dass meine Taille jetzt höher liegt, durch den Babybauch, das verschiebt meine Proportionen zugunsten der Langhaarwirkung.

      Und die Bilder die man im Kopf hat, weil man andere vorgesetzt bekommt… oh, ein sehr weites und schwieriges Thema. Inspiration und Druck liegen so nah beieinander. Instagram ist auch was Haare angeht noch mal besonders extrem. Wie eine Modebloggerin mal so treffend gesagt hat (also haare sind nicht ihre Leidenschaft so wie für mich und dennoch war ihr das klar): Der Schlüssel zu Instagram sind Haare. Lange, volle Haare. Ich kenne keine Plattform auf der auch so exzessiv mit Extensions gearbeitet wird, Tendenz immer mehr steigend. Zöpfe unter Halsdicke sind da schon eher, niedlich mittlweile (ich meine gestylte, breitgezogene dennoch, stramm geflochten sieht man sowieso selten).
      Jaja.
      Alles Liebe, Heike

  12. Das muss ich doch auf jeden Fall mal ausprobieren. Habe auch eher feines Haar, welches mein letztens gekauftes Shampoo-Bar zwar ganz klasse fand (seidig weiches Kuschelhaar! <3), nur leider macht meine Kopfhaut mal wieder nicht mit und fängt ganz furchtbar an zu jucken, wenn ich das zu oft benutze.
    Vielleicht sind Proteine ja mal eine alternative, denn Öl macht meine Haare extrem schnell strähnig. Das gibt es höchstens mal über Nacht, dann auch für die Kopfhaut.
    Was das Shampoo angeht werde ich wohl bei dem Tea Tree Shampoo von Deser Essence bleiben. So ungefähr das einzige, das meine Kopfhaut mag. Desert Essence kann man sonst auch bei mit-haut-und-haaren bestellen, allerdings ist es dort doch erheblich teurer. iHerb kannte ich noch nicht, werde ich nächstes mal aber mal testen. Macht ja schon einen großen Preisunterschied!

    Danke auf jeden Fall für das Rezept 🙂 Mal schauen, was meine Haare dazu sagen.
    (Vorerst werde ich es mal mit dem flüssigen Aloe Vera-Gel testen, welches ich noch hier habe. In der Hoffnung, dass das keine zu große Sauerei gibt :D)

    1. Oh den Shop kannte ich dann noch nicht! Danke fürs Drauf-stoßen. Das Rezept geht auch mit flüssigem Aloe vera Extrakt, ahtte jetzt welches hier. Bisschen vorsichtiger dosiert, dann geht das. 🙂 Das Gel ist einfach komfortabler.

  13. Liebe Heike,
    ich habe dein Rezept mit Weizenprotein probiert und bin restlos begeistert. Ich empfinde meine Haarstruktur deiner ähnlich und mit Öl hatte ich bisher nicht den gewünschten Effekt. Als ich deinen Artikel gelesen habe, wollte ich es gleich ausprobieren und hab mir Weizenprotein bestellt und meine Haare sind der Hammer. Außerdem habe ich festgestellt, dass meine Haare auch viel besser sind, wenn ich nicht ganz auf tierische Produnkte verzichte.
    Alles Liebe und vielen Dank für deine hilfreichen Tipps. 😉
    Susanne

    1. Ah, das ist super, dass du das berichtest! Dann kann ich nächstes Mal auch Weizenprotein ordern. Also kann ich ja sowieso, aber mit guter Erfolgsaussicht dann. Wäre ja ethisch nochmal besser als Seidenprotein und ich glaube auch sogar günstiger. 🙂
      Dass deine Haare nicht-vegan besser sind, glaube ich dir. Wobei man das ja nicht pauschalisieren kann. Kommt mmer drauf an, wie man vegan oder nicht-vegan ist und dann noch auf den individuellen Typ. Ich kenne aus dem belanntenkreis beide Richtungen gesundheitluch aufblühend unter vegan und gesundheitlich abbauen unter veganer Ernährung. Meist merkt man das recht zügig. Ich bin ja selbst vegetarisch schon mehr als am Limit. Ich T-Rex… nun ja. Ist eben so.
      LG

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