4. März 2017

Farbtypen Teil 2: Das 12er-System (und das 16er-System!)

Den eigenen Farbtypen zu kennen hat so seine Vorteile: zu allererst natürlich den, dass die Farben immer zueinander passen – und vor allem zu euch selbst. Wem das 4er-System zu ungenau war oder wer einfach Blut geleckt hat, der bekommt heute von mir das 12er-System erklärt – und sogar ein bisschen mehr!

Und somit hallo zusammen, hier ist er nun endlich, denn auch viele, viele kleine Schritte führen zum Ziel: Hier ist der Folgeartikel zu den Farbtypen, die ich euch mit einer Einführung und dem 4er-System letztens schon vorgestellt habe. Das 4er-System unterteilt in Farbtypen, also Menschen die unterschiedliche Farbgruppen unterschiedlich gut tragen können. Den Sommertypen, dem kalte gedämpfte Töne stehen, den Herbsttypen, dem warme gedämpfte Farben stehen, den Wintertypen, dem klare kalte Farben stehen und den Frühlingstypen, dem klare warme Nuancen stehen. Für das erste Grundverständnis empfehle ich euch dringend mit dem Artikel zum 4er-System anzufangen. Hier geht es jetzt schon richtig an die Feinheiten.

Danke schön!

Eure Kommentare zum ersten Artikel waren ehrlich Gold wert! So konnte ich sehen, wo es noch Verständnisprobleme gibt, die sich aber ganz leicht lösen lassen. Bevor ich also das 12er-System im Detail aufschlüsseln mag, hier die wichtigsten Stolperfallen und wie ihr sie umgeht. Meistens ist es einfach eine Frage der Begrifflichkeit.

Klare Farben

Klare Farben sind die Farben des Frühlings und des Winters. Sie sind gesättigt und leuchtend. Viele verstehen aber unter gesättigten, leuchtenden Farben schwere, kräftige Farben, also dunkle Blautöne, Weinrot, Tannengrün, Schokobraun. Manche verstehen leuchtende und klare Farben als helle Farben, also Gelb, Rosa, oder Maigrün. Das sind per se klare Farben.

Winter vs. Dunkler Sommer

Das ist wohl tatsächlich die gängigste Verwechslung, die genau auf dem obene genannten Missverständnis basiert. Viele, die gut schwere, dunkle Töne tragen können, halten sich für einen Winter. Aber: gedämpfte Farben sind nicht per se grau, kräftige Farben sind nicht zwingend leuchtend und klar. Dazu bei den einzelnen Typen gleich mehr. Wenn ihr hier stolpert, lest vor allem den Absatz zum Soft Summer Dark und haltet durch bis zum16er-System (das kommt recht weit unten).

Mir steht schwarz, ich bin ein Winter!

Leider nein, das ist kein Kriterium, wenn ihr neu im Thema seid. Schwarz ist gesellschaftlich enorm etabliert und akzeptiert, Schwarz und Weiß gelten als klassische, edle Farben. Vielen gefällt einfach der Look, egal an welchem Farbtyp. „Schwarz lasse ich mir nicht wegnehmen/ausreden!“ ist einer der häufigsten Sätze im Zusammenhang mit Farbtypbestimmung, wenn für den Neuling herauskommt, dass er nun mal „leider“ kein Winter ist. Es ist völlig legitim Schwarz  zu mögen und zu tragen, das hat nur einfach dann nichts mit Farbtypen zu tun (ich hab auch noch recht viel Schwarz im Schrank und habe auch nicht vor das groß zu ändern, Herbsttyp hin oder her. Aber ich weiß, wie ich es tragen „muss“, damit es mich nicht total hart und alt macht). Selbes gilt übrigens für: „Mir steht nur Silberschmuck!“ Auch das ist eher erlernt, weil Silber etablierter ist. Gold verliert aber seit ein paar Jahren allmählich seine Oma-Assoziationen. Zum Glück!

Mir stehen Beerentöne und Petrol. Was für ein Typ bin ich?

Diese Farben stehen in unterschiedlichen Nuancen fast allen Farbtönen (siehe weit unten „Freundliche Farben“) und sind deshalb ungeeignet, um den Farbtyp herausfinden zu wollen. Magenta als Grundfarbe der Beerentöne ist neutralwarm, Petrol als Mischung aus Gelb und Cyan mit mehr oder weniger Dämpfung ist ebenfalsl neutral, genau wie Türkis. Diese Farben sind einfach sehr gefällig und unkompliziert. Es sind Farben, bei denen man auch gut beim Nachbarfarbtyp leihen kann. Versucht eher über die No-Gos und die sehr typischen Farben zu bestimmen. Erfahrungsgemäß ist das Ausschlussverfahren hilfreicher (also die No-Gos), als es die typischen Farben sind.

Kann ich als rothaarige Person ein Sommer oder Winter sein?

Eindeutig: ja – für den Sommer! Tatsächlich ist das eher selten, aber es kommt hier wirklich nur auf den Hautton an (ich habe leider kein Beispiel zum Verlinken für euch). Und überlegt mal, wie viele Rotschöpfe es gibt, die sehr eindeutig einen kühlen, sehr rosigen Hautton haben. Tatsächlich ist das ein typisches Problem von Rothaarigen und Rotblonden: Hier kann sich Haut- und Haarfarbe sogar beißen, Naturfarben hin oder her. Vermutlich fällt euch auch direkt so jemand ein, mit erdbeerrotblondem Haar und dazu ferkelrosa wirkendem Gesicht, vor allem, wenn derjenige erhitzt oder nervös wird. Damit wäre ein bisschen widerlegt, das die Naturhaarfarbe IMMER optimal zum Teint passt, leider. Das ist wie mit anderen Köpereigentschaften auch: es ist nicht immer ootisch optimal, auch wenn es gesund und natürlich ist. Sehr kurze beine fallen auf, abstehende Ohren, schiefe Nasen. Da geht es nicht um Hässlichkeit, sondern um Besonderheiten, um Symmetrien, Proportionen oder bei Farben eben Harmonien. Manche sind einfacher als andere. Es gibt also auch schwierigere Farbtypen, so wie eben sehr rosiger Teint zu orangigem Haar oder auch sehr gelber Teint zu aschfarbenem Haar. Auch eine übliche schwierige Haar-Haut-Kombi ist ein sehr aschiges Blond oder Braun mit blassgräulicher oder olivtoniger Haut. Hier verschwimmt Haut und Haar dann oft miteinander, dem Gesicht fehlt Kontur und Kontrast. Kontrast spielt bei den Farbtypen keine Rolle (was ich sehr bemängel für die Alltagstipps), aber Kontrast ist ebenfalls eine Frage der Farbe, deswegwen erwähne ich das hier schon mal. Zurück zur Frage. Orange ist die Killerfarbe für den Sommer – eigentlich. Aber wir reden da ja von Kleidung, Ich sagte schon, dass es bei Make-up schon sehr viel differenzierter wird und bei eigenen Körperfarben sowieso. Also ja, rothaariger Sommer geht, wird aber tricky und die meisten „rothaarigen“ Sommer sind tatsächlich eher nicht orangerot, sondern haben einfach sehr goldiges Haar. Auffällig wird das bei Männern, deren Bartfarbe oft entgegen dem Haupthaar deutlich roter ist, dennoch bleiben sie damit in ihrem Farbtyp.
Ein naturrothaariger Winter dagegen ist mir wirklich so gar nirgends bisher begegnet. Wenn ihr einen kennt, hinterlasst mir einen Kommentar, das fänd ich total spannend! Ausschließen würde ich ihn nicht, denn wie gesagt, der Hautton hat Vorrang und da der Winter primär klar in den Farben ist, könnte er besonders bei sehr leuchtendem Orangerot damit tendenziell noch beser umgehen als der gedämpfte Sommer.

Wichtig: Nicht perfekt in eine Farbtypschublade zu passen, ist kein „Problem“! Die passende Palette zu finden, wird dann ein bisschen schwieriger, aber dafür auch besonderer. Ungewöhnliche Farbkombinationen haben etwas Spannendes. Spielt damit, nicht ärgern, ausprobieren!

Und nun zum 12-er System!

Hier werden alle Hauptjahreszeiten in drei Untertypen weiterkategorisiert.

Was bedeutet das für die Typen und das Drapieren?

Nicht jeder ist ein eindeutiger Klischee-Sommer/Winter/Frühling/Herbst des 4er-Systems. Kommt ihr an der Stelle nicht weiter, ist das 12er-System sehr hilfreich, denn es gibt euch andere Prioritäten beim Drapieren. Testet ihr beim 4er-System immer mit Farben die ZWEI Eigenschaften tragen müssen (z.B. warm und gedämpft oder kalt und klar), so testet ihr hier nur eine Farbeigenschaft und endlich ist auch die Helligkeit mit dabei!

Ihr testet jetzt also:

Warm: Generell warme Farben, egal ob hell oder dunkel, gedämpft oder klar.
Cool: Generell kalte Farben, egal ob hell oder dunkel, gedämpft oder klar.
Soft: Generell gedämpfte Farben, egal ob hell oder dunkel, warm oder kalt.
Bright: Generell klare Farben, egal ob hell oder dunkel, warm oder kalt.
Light: Generell helle Farben, egal ob warm oder kalt, klar oder gedämpft.
Dark: Generell dunkle Farben, egal ob warm oder kalt, klar oder gedämpft.

Addiert ihr hier jetzt einfach noch die 4 Grundtypen vom 4er-Sytem dazu, habt ihr schon ein 10er System, das aber in den Grenzbereichen etwas schwächelt, denn ein Soft Summer und ein Soft Autumn sind schon verschieden, auch wenn es beide Softs sind. Für einige reicht das 10er-Sytsem hier aber schon. Aber ich gehe jetzt direkt weiter zu den einzelnen Typen des 12er-Systems und beginne mit dem Frühling:

Bright Spring

Der Bright Spring ist der leuchtendste/klarste der drei Frühlingstypen, genauso wie der Bright Winter, der leuchtendste Winter ist. Hauptsache die Farben knallen richtig! Dabei als Bright Spring bitte warm, als Bright Winter bitte kalt. Beiden steht Weiß dazu hervorragend. Bitte lest euch auch den Bright Winter durch (Ende der Auflistung)! Der Bright Spring ist an sich leicht zuerkennen, bzw. für die allermeisten sehr leicht auszuschließen. Typisch für die Brights ist eine recht begrenzte Farbpalette, da ihre Farben einfach keine Dämpfung vertragen und auch eher schlecht heller abgeschwächt werden können.

True/Warm Spring

Der sogenannte „echte“ Frühling ist ebenfalls leuchtend und der wärmste der drei Frühlinge, steht er doch genau mittig zwischen den kalten Jahreszeiten Winter und Sommer. Das heißt, hier ist am wenigsten Cyananteil zu finden, Gelb überwiegt massiv und leuchtet wie für den Frühling üblich. Beachtet hier die Nachbartypen Bright und Light Spring ebenso wie den True/Warm Autumn zur Abgrenzung und zum Vergleich! Diese Typen sind in verschiedenen Bereichen dem True Spring am ähnlichsten, hier könntet ihr eventuell Farben leihen. Muss aber nicht.

Light Spring

Der weißeste und pastelligste Frühling, ja, der hellste Frühling eben. Die leuchtenden Blumenfarben gehen etwas mehr in den Fruchteiscremebereich. Tendenziell verträgt dieser Frühling wieder etwas mehr Cyananteil, da er sich schon dem Light Summer zuneigt und Farbwärme für ihn weniger dominant ist als für den gerade erwähnten Warm/True Spring. Der Bereich des Lights wird also dominiert durch Farbhelligkeit. Es ist der Farbtyp für Weiß in Kombination, nur bitte lieber ein Warmweiß, kein Blauweiß. Nicht wegen der damit einhergehenden leichten Dämpfung, sondern wegen der subtilen Wärme. (Der Light Spring ist sehr weit weg von meinem eigenen Farbtypen, aber einer meiner absoluten Lieblinge zum Anschmachten an anderen.)

Light Summer

Gerade schon erwähnt: Der Schwesterntyp des Light Springs ist der Light Summer. Der Sommer ist primär kalt und als Light dabei hell und damit sehr pastellig. Hier wird die Abgrenzung zum Soft Summer von den Begrifflichkeiten her schwierig, da der Soft Summer ebenfalls oft verunglimpfend als „Pastellwüste“ beschrieben wird. Auch der Light Summer ist gedämpft, aber nicht so stark wie sein Nachbartyp der True/Cool Summer oder der gerade erwähnte Soft Summer. Am einfachsten wird es für euch, wenn ihr den Light Spring verstanden habt und dann die Farbwärme herausnehmt, also vom Gelbbereich in den Cyanbereich verschiebt. Der Light Summer hat somit helle Blautöne, viel Mint und Türkis, zarte, helle Rosatöne ohne zu starke Graubeimischung, helles, sanftes Flieder und ein immer noch helles, aber gebrochenes Weiß dazu. Die Weißtöne der Lights sind praktisch identisch, denn der Light Summer braucht den leichten Gelbanteil hier für die Dämpfung und das Gelb ist so subtil, dass es nicht als solches Wahrgemnommen wird. Klares Blauweiß dagegen ist zwar kalt aber für Sommertypen generell zu hart. Denkt an Brautkleider. Bitte eher Ivory als Schneeweiß. Der Light Summer hat somit auch noch ein sehr typisches helles Sommergelb, an sich für den Sommer ein No-Go ist es ein sehr bestimmter Farbton irgendwo zwischen Vanillemilch und Zitroneneis. Ein sogenanntes „kühles“ Gelb. Schwer zu beschreiben, aber sehr eindeutig, wenn ihr es seht.
Bitte weiter unten den Absatz zum Soft Summer Light auch lesen!

True/Cool Summer

Der „echte“ Sommer ist kalt und dabei gedämpft. Cyan ist seine Grundfarbe, allerdings nicht klar und rein, sondern gebrochen durch eine weitere Farbbeimischung. Der True Summer ist dunkler als der Light Summer und weniger gedämpft als der Soft Summer, aber immer noch weit entfernt von klar und leuchtend. Tatsächlich finde ich den True Summer irgendwie am schwersten zu packen. Er ist sehr blaulastig, mehr als seine beiden Nachbartypen, auch wenn er natürlich auch Beerentöne und Mints tragen kann, aber blau, blau blau (cyan, cyan, cyan…)  sind seine absoluten Lieblingsfarben. Nur eben nicht leuchtend, weil das ja Winter wäre. Dennoch steht der Cool Summer dem Cool Winter nahe und beide können ab und an voneinander leihen ohne komplett daneben zu greifen. Ja, die Farben können kräftig und präsent seint, aber sie sind nicht klar und leuchtend!

Soft Summer

Wir betreten den Bereich der Softs: Soft Summer und Soft Autumn. Hier wird sehr oft nicht nur von Nachbar- oder Schwesterntypen gesprochen, sondern direkt von Zwillingstypen, weil diese beiden Typen sich wirklich sehr ähneln. Das liegt in der Natur der Farbmischung. Die anderen Typen (Bright, Light und Dark) unterscheiden sich genauso wie die Softs voneinander nur durch die Farbwärme, ABER die Softs sind die einzigen, die durch ihre Dämpfung alle Farbregler (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) ansteuern, deswegen ähneln sie sich noch mal mehr als eben die Lights, die Darks oder die Brights untereinander. Das ist zur Abgrenzung tricky, für den Alltag aber eigentlich ganz nett, da die Softs ziemlich gut beim Zwilling leihen können, ohne dass das sofort auffallen würde, plus ihre Farben sind untereinander sehr gut kompatibel, was bei den anderen Grenzjahreszeiten nicht unbedingt der Fall ist.
So. Der Soft Summer ist also primär gedämpft und dabei kalt. Er wirkt gräulicher als der ebenfalls pastellige Light Summer. Im Gegensatz zum Light Summer kann der Soft Summer, aber auch recht dunkel sein mit schweren Beerentönen, dunklem Navyblau (beides Klassiker, die ebenfalls in der Soft Autumn Palette auftauchen) und sogar ein paar bestimmten, schwereren Grün-Petroltönen. Der Soft Summer KANN aber auch sehr hell sein, Farbhelligkeit ist für ihn nicht weiter wichtig. In Abgrenzung zum Light ist er dabei – richtig! – deutlich gedämpfter. Wenn ein Soft Summer vergleichweise viel Kontrast abkann (ist im 12er-System wie gesagt kein Kriterium) kann der Soft Summer auch noch gut beim Cool Summer anleihen.

Bitte unbedingt weiterlesen bis zum 16er-System, die Softs sind etwas besonders!

Soft Autumn

Huhu, hier bin ich! Zum Soft Autumn muss ich jetzt nicht mehr so viel sagen, außer, dass er eben das wärmere Pendant zum Soft Summer darstellt. Primär gedämpft, dabei bitte warm. Wie beim Soft Summer auch gibt es helle und dunkle (und mitteltonige) Soft Autumns, da Farbhelligkeit für sie im 12er-System nicht ausschlaggebend ist. Der Soft Autumn Light wird oft fälschlicherweise für einen Frühlingstypen gehalten, weil seine Farben warm und hell sind: Sandtöne, sehr weiche, sanfte „Fellfarben“, milde helle Grüns. Aber diese Töne sind dabei immer noch gedämpft, was man bei hellen (und dunklen) Tönen nur oft nicht so eindeutig erkennt, wie bei mittleren.  Soft Autumn Dark geht stark in Richtung Dark/Deep Autumn, beide kann man praktsich nicht erklären ohne den anderen zu erwähnen, da sie sich ebenfalls so stark ähneln. Und da habe ich es doch schon wieder angerissen, das 16er-System. Bitte vollständig weiter unten lesen!

True/Warm Autumn

Der wärmste Herbsttyp, da er genau mittig zwischen den kalten Jahreszeiten Sommer und Winter liegt, zwar ebenfalls gedämpft wie der Sommer, kann ein True Autumn in der Regel nicht mehr aus der Sommerpalette leihen, außer eventuell die sehr neutralen Beerentöne. Der True Autumn ist eine sehr präsente Farbjahreszeit trotz der Dämpfung  und viele True Autumns verstehen dann auch erst mal nicht so ganz, was das jetzt heißen soll, von wegen „gedämpfte“ Farben. Ihre Farben sind warm, schwer, reich und kräftig. Helligkeit spielt zwar keine ausschlaggebende Rolle aber wirklich helle Warm Autumn-Farben sind bis auf das Gelbsegment fast nicht möglich, da sie eben per se schwerer sind. Helle und pastelligere Herbsttöne gehören dem Soft Autumn (Light), beide können aber voneinander leihen.

Deep/Dark Autumn

Wo der Warm/True Autumn schon sehr kräftig daher kommt, wird der Dark Autumn noch mal dunkler, der Farbauftrag wird noch höher. „Deep“ trifft es sehr gut, die Deeps/Darks sowohl Autumns als auch Winters haben sehr tiefe, schwere Farben. Der Deep Autumn ist dabei warm, der Deep Winter kalt und klar. Durch die sehr dunklen Töne (anders als bei mitteltonigen Farben) wird die Unterscheidung hier schwer, sodass beide sehr gut voneinander leihen können, obwohl sie sich in  zwei Kriterien (Kälte und Klarheit) unterscheiden. Der Dark Autumn ist die Nicht-Winter-Farbjahreszeit mit der höchsten Schwarztoleranz (so wie der Light Spring die Nicht-Winter-Jahreszeit mit der höchsten Weiß-Toleranz ist), da sein primäres Merkmal die Dunkelheit ist. Ideal ist dabei für ihn aber „warmes Schwarz“. Das kennt ihr von Haarfarben: Blauschwarz ist kalt, Braunschwarz ist warm. Im Gegensatz zum Dark Winter kann der Dark Autumn aber noch gut vom True Autumn leihen, da auch diese Farben sehr kräftig sind und dabei warm, ebenfalls geht er weit in den Bereich des Soft Autumn Darks hinein bzw. im Soft Autumn Dark hat er einen Zwilling.

Deep/Dark Winter

Der Bruder des Dark Autumns ist der Dark Winter. Primär dunkel, dabei als Winter leuchtend und kalt. Wenn wir richtig streng sind und das sind wir jetzt mal, hat der Dark Winter eigentlich eine sehr, sehr begrenzte Farbauswahl. Denn: Ich sagte es schon beim 4er-System, der Winter hat per se die geringste Farbauswahl, da er klar ist und damit wenig Farbmischung verträgt und ihm ohne Gelb (weil er ja kalt ist) fast die ganze Grünpalette abgeht. Jetzt auch noch zwingend dunkel sein zu wollen, eliminiert die Grenzfarben Reingelb (100% Gelb), Grasgrün (100% Gelb 100% Cyan) und Knallrot (100% Gelb, 100% Rot), die der 4er-Typ-Winter oft noch toleriert, weil auch diese Farben klar sind, wenn auch nicht kalt. Diese Farben sind für den Dark Winter zu hell. Es bleiben ihm seine Hausfarbe Schwarz sowie Königsblau und leuchtendes Violett mit ein paar Nuancen und selbst der pinkere Magentabereich ist schon weider beinahe zu hell. Der Dark Winter ist damit der Winter, der dann im Kleiderschrank wirklich idealerweise eine Menge Schwarz hat und die anderen Winterfarben (vor allem die eben genannten um Violett und Blau) sind seine Sekundärfarben, also für kleinere Stoffbereiche, Muster oder Accessoires. Da Schwarz die Farbe ist, die andere Farben leuchten lässt wie keine zweite und auch diese Sekundärfarben trotz ihrer Dunkelheit strahlen, ist der Dark Winter trotz dieser Dunkelheit ein sehr präsenter Farbtyp.

True/Cool Winter

Ich komme ein bisschen ins Schwärmen für den Winter – obwohl ich persönlich doch sehr glücklich mit meinem eigenen Farbtypen bin. Aber ich verstehe, weshalb der Winter so beliebt ist, verbindet er doch Präsenz und Eleganz wie kein zweiter Farbtyp. Der True oder Cool Winter hier ist der kälteste Wintertyp, das heißt, hier fliegen leuchtendes Gelb und Knallrot und die Grüntöne  streng genommen auch wieder raus. Königsblau ist hier die „Masterfarbe“ zu der sich die anderen Farben zukombinieren lassen: Schwarz, Violetttöne. Pinks und Rots wie gesagt eher bedingt. Meist trägt der True Winter dennoch am ehesten schwarz und kombiniert die anderen Farben dazu. Nur eben damit ihr eine Vorstellung habt, wie ihr zum Dark Winter abgrenzen könnt. Cool Winter ist einfach noch blaulastiger, Dark ist schwärzer. Der Cool Winter verträgt Knallgelb und Knallrot als Sekundärfarbe dabei ähnlich gut oder schlecht wie der Dark Winter, nur aus anderer Begründung. Für den Dark Winter sind diese Töne tendenziell zu hell, für den True/Cool sind sie zu warm. Der True/Cool Winter kann außerdem noch besser mit der beliebten Schwarz-Weiß-Kombination umgehen, als der Dark. Klar oder? Weiß ist hell, das ist für den True Winter nicht wichtig, für den Dark aber schon.

Bright/Clear Winter

Überraschung, DIESER Winter ist der Klischeewinter, gar nicht der True Winter, auch wenn das der Name impliziert. Zumindest… okay, also zumindest ist er das für mich. Der typische Wintertyp ist für mich ein Schneewittchentyp bei Frauen und der typische schwarz-weiß-rote Smokingträger bei den Herren. Und das ist super typisch Bright/Clear Winter. Schwarz-weiß-rot ist eine der prominentesten und auch beliebtesten Winterfarbkombinationen überhaupt, kombiniert man hier doch den größtmöglichen Kontrast mit der der Signalfarbe Rot. Rot ist dabei für den Winter einfach auch „bekömmlicher“ als Gelb, da nicht ganz so warm. Dennoch, wenn ein Winter trotzdem super mit diesem leuchtenden Gelb und auch mit Grasgrün umgehen kann, dann dieser hier. Der Bright Winter ist damit automatisch nicht nur der strahlendste, klarste Winter, sondern auch der hellste, da er eben Gelb und Rot noch mit aufnehmen kann, die hellsten Winterfarben nach Weiß. Von allen drei Wintern hat der Bright/Clear Winter die größte Farbpalette, die er bespielen kann. Er kann außerdem noch in den Frühlingsblaus und Pinks gut leihen. Nicht wie die anderen beiden Winter eher bei den dunklen Sommerfarben, die ja gedämpft sind, nein, der Bright braucht Farben mit Bums! Wem das für die eigenen Person zu erschlagend ist, geht oft auf Schwarz-Weiß zurück mit Accessoirefarben vor allem aus dem Blau- und Grünbereich, denn Blau und Grün sind im Gegesatz zu Gelb und Rot Farben, die viel Fläche brauchen, um sich wichtig zu machen. Farbenlehre erstes Semester, einer meiner liebsten Kurse. 🙂

Und damit schließt sich der Jahreskreis, wir sind wieder beim Bright/Spring angekommen, dem „Warmen Bruder“ 😉 des Bright/Clear Winters. Und? Sie sind doch einfach alle schön, oder? Ich habe subjektive Lieblinge, aber wirklich, sie alle haben ihre ganz eigenen großartigen Stärken, die gut ausgespielt einfach klasse aussehen.

Toll für alle – außer für die Softs

Das 12er-System ist schon sehr schön genau und reicht für die allermeisten, zumal ihr damit wunderbar online weiterrecherchieren könnt, denn es ist recht gut etabliert. Weswegen ich damit nicht 100%ig glücklich werde, habt ihr schon rauslesen können: Einigen Farbtypen fehlen weitere Unterteilungen und zwar sind das konkret die gedämpften Farbtypen (die Softs), da sie mit der größten Farbmischung die größte Vielfalt bieten. Hier noch mal geordnet:

Soft Summer „True“

Dieser Soft Summer unterscheidet nicht nach Helligkeitsgrad. Er ist der klassische Soft Summer nach dem 12er System.

Soft Summer Light

Dieser Soft Summer braucht vor allem die hellen Farben der Soft Summer Palette. Er ist der Typ, der sehr oft mit dem Light Summer verwechselt wird, aber der Light Summer ist vorrangig hell, der Soft Summer Light vorrangig gedämpft(er)! Diese beiden Typen sind sich tatsächlich aber irre ähnlich (siehe Übersicht weiter unten) und das ist schon ganz schön spitzfindig.

Soft Summer Dark

Dieser Soft Summer braucht dagegen vor allem die dunklen Töne der Soft Summer Palette. Er ist der Typ, der sehr oft mit dem Dark Winter verwechselt wird, aber auch hier: die Farben sind immer noch primär gedämpft, auch wenn sie sehr schwer und reich an Farbe wirken, der Winter dagegen ist klar und leuchtend. Vergleicht ihr in der Übersicht seht ihr dass Soft Summer dark und dark Winter wirklich was ganz anderes sind, kein vergleich zu den Zwillingtypen Light Summer und Soft Summer Light.

Soft Autumn „True“

Dieser Soft Autumn unterscheidet nicht nach Helligkeitsgrad. Er ist der klassische Soft Autumn nach dem 12er System.

Soft Autumn Light

Dieser Soft Autumn braucht vor allem die hellen Farben der Soft Autumn Palette. Er ist der Typ, der sehr oft mit dem Light Spring verwechselt wird, nicht weil sie sich so ähnlich wären (siehe Übersicht), sondern weil viele immer noch denken, dass ein heller, warmer Farbtyp automatisch ein Frühling sein muss. Dem ist nicht so.

Soft Autumn Dark

Dieser Soft Autumn braucht dagegen vor allem die dunklen Töne der Soft Autumn Palette. Er ist der Typ, der sehr oft mit dem Dark Autumn verwechselt wird und ähnlich wie beim Soft Summer Light und dem Light Summer sind Soft Autumn Dark und Dark Autumn extrem ähnlich. Hier kommt es nur auf die Gewichtungsreihenfolge der Aspekte Soft und Dark an. Soft Autumn Dark ist vorranging gedämpft, Dark Autumn ist vorrangig dunkel, aber ehrlich, es sind Nuancen, ich bin geneigt zu sagen, dass es hier schon beinahe kleinlich wird.

Siehe da: Das 16er-System!

Und genau da sind wir nun. Mit Soft Summer Light und Dark sowie Soft Autumn Light und Dark haben wir das 16er-System komplettiert, das komplexeste Farbtypsystem, das noch gängig im Umlauf ist.

Warum macht es keinen Sinn die anderen 10 Farbtypen des 12er-Systems auch noch weiter unterzukategorisieren? Weil es die Farbdämpfung ist, die die Unterteilung möglich macht. Klare Farben haben weniger Farbmischung, es gibt weniger Nuancen, das seht ihr sofort. Die sehr gedämpften Soft-Typen dagegen mischen alles, was da ist nur in sehr unterschiedlichen Mischverhältnissen, das macht ihre Vielfalt aus. Auch die nicht ganz so stark gedämpften Farbtypen des Sommers und Herbstes bleiben wie sie sind.
Beispiel: Ein True Summer bleibt ein True Summer. Wollen wir ihn in Light und Dark unterscheiden, kommen wir beim Light automatisch zur Light Summer Palette, beim Dark automatisch zur Palette des Soft Summer Darks. Diese Farbtypen „müssen“ einfach nicht weiter unterscheiden. Für einen True Summer spielt Farbhelligkeit keine Rolle, Hauptsache er bleibt kalt und gedämpft.

Wer gut aufgepasst hat, wird sich vielleicht erinnern, die gedämpften Töne waren es schon im 4er-System, die es uns schwer gemacht haben. Denn, kurze Wiederholung:

Frühling: primär klar, sekundär warm
Sommer: primär kalt, sekundär gedämpft
Herbst: primär warm, sekundär gedämpft
Winter: primär klar, sekundär kalt

Es gab bzw. gibt hier keine primär gedämpfte Kategorie! So. Und Jetzt versteht ihr denke ich noch mal besser, weshalb so, so viele recht weit am Anfang der Farbtypspielerei das Handtuch werfen, denn es gibt einfach in unseren Breiten verdammt viele Softs und die kommen mit dem 4er-System nicht weiter und wenn sie sich durch das 12er-System durcharbeiten, bleiben immer noch Fragen offen, weil sie irgendwie immer noch Farben in ihren online vorgeschlagenen Paletten haben, die nicht passen wollen, dafür aber andere, die doch eigentlich ein anderer Typ sein müssten.

Sind Farbtypsysteme für Softs also doof? Nein!

Nur leider komplizierter. Wenn ihr dann noch nicht Klischee-Teint und -Haarfarbe mit bringt, eine besondere Augenfarbe betonen oder eine Haut- doer Haarfarbe etwas abmildern wollt, dann wird es tricky. Aber! Und jetzt wird es schön: die Softs haben gerade dadurch, dass ihre Paletten so eine große Vielfalt haben, wirklich viel Spielraum und viele Nachbartypen zum Anleihen. Die eigene perfekte Palette zu finden kann sich echt ziemlich ziehen, dafür sehen kleinere Fehlgriffe, so lange sie eben gedämpft sind wirklich nicht schlimm aus, man kann sich hier sehr schön ausprobieren.

Fehlt noch was? – Kontrast!

Wir haben die Farbwärme, die Klarheit/Sättigung und die Helligkeit nun auch. Was aber die Farbtypen nicht darstellen, ist das Zusammenspiel der Farben, wenn es um Kontrast geht, was vor allem für die Farbtypen interessant ist, die nicht nach Dark und Light unterscheiden, also die Trues und Brights. Wenn wir nämlich nach Light und Dark unterscheiden, nehmen wir fast automatisch Kontrast raus, da es kein großes Helligkeitsgefälle mehr gibt. Kontrast durch Komplementärfarben ist im Farbtypsystem raus durch die zu wichtige Farbwärme. Da aber praktisch alle Farbytpen mit Weiß, Schwarz oder sehr dunklem Navyblau und Offwhite arbeiten (manche können das besser als andere), gibt es den Kontrastaspekt dennoch für alle Typen. Das ist jetzt sehr im Detail und verlässt damit den Bereich der Farbtypen und geht über zu Stil, Vibe und sogar Bodytype. Deshalb nur kurz: Es gibt Menschen, die hervorragend in monochromen Outfits aussehen mit geringem Kontrast aus nur einer Farbfamilie (z.B. nur Blaus), anderen strahlen in Kontrastoutfits, was z.B. Beerentöne in Kombi mit Grün oder Blau (je nach Farbwärme des eigenen Typs) sein können. Kontrastarm ist auch ein hellhäutiger Mensch in heller Kleidung, ein dunkelhäutiger in dunkler Kleidung und kontrastreich eben umgekehrt. Thema Nudetöne, siehe unten.
Mir ist das denke ich deshalb aufgefallen, weil Kontrast in meiner eigenen Gardrobe essentiell ist und ich andere Freunde habe, die umgekehrt einfach am besten aussehen, wenn alles ineinander übergeht. Aber da geht es wie gesagt schon sehr auch um Figur und Vibe. Und: Farbtypen sind eben nur ein Teil der Garderobe. Ein gezielter Bruch hat seine ganz eigene Spannung.

Ihr tut euch immer noch schwer?

Nicht verzagen, Farbgespür kommt nicht über Nacht und auch nicht mit einem Monstroblogpost, sondern es ist eine geschulte Sehgewohnheit. Wie alles, wird es besser durch Übung. 🙂 Aber hier sind ein paar Notfalltipps, falls ihr sie braucht:

„Freundliche“ Farben

Ihr habt vielleicht auch beim Lesen gemerkt, dass es Farben gibt, die fast zu allen Farbtypen gut aussehen. Wenn ihr euch also sehr schwer tut, euch zu bestimmen oder zu sehen, was euch steht, seid ihr mit diesen Tönen vergleichsweise sicher unterwegs, AUSSER ihr seid ein Frühling, aber der ist wie gesagt am eindeutigsten und für die meisten gut zu erkennen.

Mitteltonige bis dunkle Beerentöne
Mitteltonige bis dunkle Petrole und Mints
Schwere, dunkle Navyblaus
Mitteltonige, bis dunkle Grüns mit nicht zu dominantem Gelbanteil

Schön ist, dass diese Farben auch untereinander gut harmonieren. Blöd, dass ihr mit ihnen beim Drapieren euren Farbtyp kaum werdet bestimmen können, dafür sind sie einfach zu gefällig. Weiß, schwarz und grau sind definitiv keine freundlichen Farben, obwohl es die Farben sind, die die meisten Menschen intuitiv wählen, wenn ihnen das ganze Gezerre rund um „Steht mir das?“ zu blöd ist. Kann man natürlich weiterhin machen, tut aber weniger für euch, als die oben genannten Farben, es sei denn, ihr seid Winter und der wiederum mag Grau eigentlich nur als Silber.

„Schwierige“ Farben

Wenn ihr euch also noch schwer tut, seid mit diesen Farben hier eher vorsichtig, es sind die, die immer sehr eindeutig für eine Farbpalette stehen.

Grundsätzlich die Frühlingstöne (Sonnengelb, Orange, Knallrot). Ich sagte ja bereits, das seht ihr sowieso ziemlich schnell, ob die gehen oder nicht. Wenn ihr unsicher seid, heißt das in der Regel schon genug. Besser weglassen.
Senfgelb und Rostrot (Herbst)
Hellflieder und Taubenblau (Sommer)
Magenta und Königsblau (Winter)

Nudetöne sind ebenfalls sehr mit Vorsicht zu genießen, da wir – Thema Sehgewohnheiten – sehr darauf bewusst oder unterbewusst geschult sind, Hauttöne zu unterscheiden. Wir erkennen im Antlitz des Gegenübers weit mehr als ob die letzte Sonnenbräune schon ein paar Monate her ist. Echte menschliche Hautfarbe ist nicht nur hell oder dunkel, warm oder kalt. Hautfarbe setzt sich zusammen aus Gelb, Orange, Rosa, Rot, Braun, Blau, Lila, Grün und Schwarz. Deswegen ist Make-up so ewig schwierig. Deswegen ist Menschenzeichnen, wenn man es realistisch machen will, irre schwer. Fehler fallen sofort auf und sei es nur eine zu perfekte Ebenmäßigkeit. Nudetöne sind dafür prädestiniert etwas an der Haut herauszustellen, was nicht ganz nach taufrischem Frühlingsmorgen aussieht, also Blässe, Augenringe, Rötungen, Äderchen. Ein perfektes Nude ist eine traumhaft edle Farbe. Ein unperfektes macht optisch krank. Also Vorsicht mit (hellem) Altrosa, Beige, Pastellbraun und manchen Khakitönen.

Tada! Fertig!

Ich hoffe, ihr hattet Spaß und konntet etwas für euch mitnehmen. Lasst es mich wissen, wenn euch ein Aspekt noch fehlen sollte. Und gaaaanz wichtig: Das hier ist der theoretische Abriss, um Farbtypen zu verstehen. Wie schon mehrfach erwähnt, es geht nicht darum Farben zu verbieten, Spielereien auszuschließen, Stilbrüche zu unterbinden oder sonst eine harte Regel aufzustellen: „Geht ja gaaaar nicht!“ Das ist wie zu verstehen, dass Tomaten mit Balsamico und Olivenöl eine leckere Kombi sind, oder Apfel mit Zimt. Wenn man dann sicherer geworden ist, kann man festellen, dass Tomaten auch echt eine super Marmelade sein können und Äpfel echt lecker im Kartoffelauflauf sind. Aber Tomate it Zimt bleibt doch etwas… speziell. Ein Sommer kann also auch Goldschmuck tragen. Einfach nehmen und anziehen. Ist wie mit dem Bikinibody: have a body, wear a bikini. Das ist alles.

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61 Kommentare

  1. Hui, was für ein wahnsinns Post! Ich freue mich dass du ihn doch schon so bald online stellen konntest, habe schon ganz gespannt darauf gewartet :))
    Und für mich ist das ganze jetzt wirklich nochmal aufschlussreicher geworden.
    Dass ich selbst in den Bereich eines Sommertypen falle, soviel hab ich schon mal herausgefunden. Ein eher kühler Typ, der leider viiiel zu gerne Schwarz trägt. Also bisher. Seit ich mich nun noch auch schon intensiver mit dem Farbtypen-Jahreszeitensystem befasse bin ich nämlich trotzdem neugierig geworden. In meiner Garderobe finden sich jetzt immerhin schon etliche graue Oberteile 😀 wirklich, ich liebe grau! Das zumindest hab ich schon herausgefunden. Trotzdem hab ich noch immense Schwierigkeiten mich ganz einzuordnen. Da werde ich deinen Beitrag nochmal intensivst studieren und vieles ausprobieren. Mein Problem ist nur, dass ich nicht weiß wie ich das machen soll, weil – ich kann ja jetzt schlecht -zig Oberteile Kaufen und testen ob die Farben passen. Und am Schluss liegen die dann alle da und ich brauche sie nicht ^^
    Hast du da vielleicht noch ein paar Tipps, wie man sich am besten wirklich selbst so gut wie möglich (entgültig) einordnen kann? Oder sollte ich da doch mal eine Farbtypberatung machen lassen? Das ist bei mir schwierig, da weiß ich echt nicht wo bei mir in der Nähe der nächste Ort ist.. und was fast noch viel schwieriger ist, ist möglichst realistische Vergleichsbeispiele zu finden. Gerade unter den Promis, denn die haben ja wirklich alle gefärbte Haare und immer Makeup aufgetragen. Hast du da vielleicht noch Websites oder Foren in denen man nach sowas stöbern kann?

    Also vielen Dank dafür dass du dir so viel Mühe gemacht hast mit diesen umfangreichen und aufschlussreichen Posts, gerade auf deinem Blog und in deinem Stil ist das für mich viel besser zu verstehen 🙂

    Viele liebe Grüße aus Bayern,
    Natascha

    1. Also.
      Beautyjunkies, Farbtypthread.
      Truth is Beauty
      Farben-Reich
      Google die mal. 🙂 Da kannst du gut nach Farbtypbeispielen gucken. Pinterest eher mit Vorsicht zu genießen, weil da jeder pinnt und du nicht sehen kannst, ob da jemand Ahnung hatte.

      Du musst die Oberteile ja nicht kaufen, um sie zu drapieren. Kannst ja einfach im Laden anprobieren/anhalten. Endgültig ist wie gesagt so ein Ding: Das ist eine geschulte Sehgewohnheit und besonders schwer wird es dabei subjektiven Geschmack dann auszublenden, wenn es dir um die Typisierung geht. Mein Beispiel: Ich liebe Altrosa, obwohl das für meinen Farbtyp eigentlich zu hell ist. Ich trage und kaufe es trotzdem, weil ich es eben liebe, das hat aber nichts mit Farbtyp zu tun sondern mit: ich mag es und ich weiß, wie ich es kombinieren muss, damit es wieder stimmig wird. Viele stylen auch intuitiv für die schwierige Farben dann in Kombination so, dass die trotzdem gehen, gut aussehen und gar nicht falsch, das erschwert die Bestimmung, ist aber natürlich für den Alltag goldrichtig und sollte man sich nicht abtrainieren. Nur eben zum Drapieren besser nicht direkt kombinieren, sondern nur die Farben testen. Deswegen haben

      1. Vielen lieben Dank für die Links und Tipps 🙂
        Hm, ich hätte vielleicht erwähnen sollen dass ich schon ewig nicht mehr richtig Shoppen war, sondern in letzter Zeit eher über Online-Versandhandel eingekauft habe. Das hatte den Grund, dass man da an Übergrößen mehr Angebote findet. Jetzt bin ich aber wieder um einige Kilo leichter und zwei bis drei Kleidergrößen weniger, da könnte ich das mit dem Shoppen freilich mal wieder probieren. Da hab ich jetzt zuerst überhaupt nicht dran gedacht, soweit isses schon 😀
        Und ja, dass ich mich komplett und bedingungslos an die Farben meines Farbtyps halten werde halte ich selber eher für unwahrscheinlich, da hängt mein Rocker-Herz trotzdem noch zu sehr an der Farbe Schwarz. Trotzdem will ich wirklich versuchen hin und wieder meine „freundliche“ Seite auch nach außen zu zeigen und werde erst mal weiter rumsuchen, -experimentieren und -ausprobieren.

        Nochmals vielen Dank und ein schönes und ruhiges Wochenende wünsche ich dir noch 🙂

        1. Ah okay, online hat man dann natürlich irgendwann eine Liefergrenze erreicht, wenn man auf Rechnung bestellt… Aber vielleicht, wenn du sowieso mal Basicteile brauchst, Tops oder so, die nicht so teuer sind und dann einfach ein, zwei Farben mehr dazu packst, und dann geht eben das, was nicht gut harmoniert retour.
          Liebe Grüße!

  2. Liebe Heike,

    vielen Dank für den tollen und ausführlichen Post! Bisher habe ich immer nur eifrig mitgelesen, habe nun jedoch eine Frage. Vom Typ her bin ich Dir relativ ähnlich (meine Haare sind noch etwas rötlicher), weswegen ich mich auch direkt als Herbst gesehen habe. Die Farben gefallen mir auch richtig gut. Nun trage ich jedoch ein (etwas nerviges) Merkmal namens „hektische Flecken“ mit mir rum.. Auf Dekolleté oder Gesicht ist eigentlich immer irgendwo eine gerötete Stelle zu finden. Deswegen habe ich mich gefragt, ob ich mir mit Herbst-Farben wirklich einen Gefallen tue oder ob ich — analog zum „Schrankalarm“-Fall — eher ein Sommer bin (Frühling und Winter habe ich rein vom Gefühl direkt ausgeschlossen).

    Vielen Dank im Voraus für Deine Antwort und herzliche Grüße! 🙂
    Elena

    1. Liebe Elena, bei deutlichen Hautregelmäßigkeiten gilt, egal welcher Farbtyp: je ähnlicher der Farbtpn der Kleidung, desto mehr betont er das. Das heißt für dich, dass wenn du ein Herbst bist, genauso, wie wenn du ein Sommer sein solltest, die an sich ja freundlichen beeren- und Rosétöne für dich eher schwierig sind, weil sie die Flecken dann schnell unterstreichen. Teste mal, ob du mit gelblich gedämpften Grüns besser zurecht kommst (Herbst) oder mit rauchigen Blaus (Sommer), beide haben die Möglichkeit ausgleichend zu wirken auf die Flecken und sind eindeutiger bei der Farbtypbestimmung.
      Für mich gilt ja deshalb auch, dass ich die Finger von Gelbs und Ockers lassen muss, weil meine Haut eben sowieso schon sehr gelb ist und sobald ich etwas schwächel, wird sie noch gelber. Bei mir dadurch auch der Effekt, dass ich im makeup mit kühlen Soft Summer gegensteuere. Bei dir wäre es wieder die Frage, ob die bei make-up eher gaaaanz leicht in die grünliche oder in die bläuliche Richtung gehen musst. Bei mir ist es blau, komplementär zu meinem gelbstich. Bei dir wäre grün vermutlich besser, da komplementrär zu rot, aber ganz vorsichtig zu betrachtemn, das mit dem Grün. Oliviges, schönes Make-up ist rar.

      Liebe Grüße,
      Heike

  3. Danke für Deine Mühe mit diesem ausführlichen Blogpost, liebe Heike!

    Ich habe mich mit Hilfe Deiner Erklärungen, den tollen Farbpaletten und dem Ausschlußprinzip inzwischen an immerhin „nur noch“ drei für mich in Frage kommende Farbtypen herangeschlichen. 😉 Ich habe das erstmal grob mit Paint gemacht: Ein Bild genommen, auf dem ich in gutem (Tages)licht ungeschminkt zu sehen bin und habe dann unter meinem Gesicht einen Farbblock gebastelt, den ich nach und nach mit den verschiedenen Farben ausgefüllt habe – zugegeben, man sieht so nicht, wie sich die Farbe tatsächlich im Gesicht reflektiert, aber bei manchen Farben konnte ich trotzdem direkt sehen, dass die für mich einfach nicht passen. Das Finetuning werde ich nach und nach beim Shoppen machen. 😀 Sehr gut erklärt, vor allem diese Abstufungen mit dem hell/dunkel, klar/gedämpft. Ich glaube, ich habe es jetzt tatsächlich verstanden! Ha, der Inhalt meines Kleiderschranks besteht echt nur aus lauter „freundlichen Farben“! Aber jetzt kommen bestimmt bald noch andere dazu und ich freu‘ mich drauf!

    Liebe farbenfrohe Grüße,
    Peh

    1. Das freut mich, das ist doch schön! 😀 Farben am Monitor sind immer ein bisschent ricky, weil auf sie ja nie dasselbe Licht einwirkt, wie auf das Gesicht, das man fotografiert hat, um das man die Farbe dann drumherum zeichnet. Außerdem leuchten Monitorfarben per se stärker, weil sie ja aus Licht bestehen und nicht aus lichreflektierendem Stoff. Hätte ich noch dazu schreiben sollen… ach vielleicht in einem anderen Artikel. 🙂 Trotzdem für eine erste Tendenz nicht schlecht, weil schnell und kostengünstig gemacht.
      Wünsche dir ganz viel Spaß, beim weiter austesten und Farbenfinden! 😀
      LG, Heike

  4. Hallo Heike,

    nochmal vielen Dank für die ausführliche Erklärung 🙂

    Ich schlage mich gerade noch mit den letzten Resten einer Erkältung rum – das ist zum Drapieren natürlich praktisch *lacht* Jedenfalls habe ich für mich heute nochmal sehr eindrucksvoll die Prioritäten für den Bright Winter nachvollziehen können: erst bright, dann kalt. Oder in Kleidung gesprochen: kräftiges Blau – toll, Gelborange – oh, Augenringe, aber sonst gut, Flieder (gedämpft und kalt) – ungesunde Kalkleiste.

    Geschminkt komme ich übrigens auch mit einem knallorangenen T-Shirt und einem schokoladenbraunen Cardigan weg, das funktioniert sehr gut. (Um Welten besser als Pastelliges.)

    Was mich aber nach wie vor irritiert ist, dass Weiß an mir eher schwierig ist, im Sinne dessen, dass es mir tendenziell die Farbe aus dem Gesicht zieht. Schwarz-weiß finde ich an mir auch nicht so überzeugend – dunkelblau und weiß ist mir lieber. Ich will gar nicht ausschließen, dass ich einfach zu warme Weißtöne erwische, aber wenn ich dich richtig verstanden habe, gehen Kontrastfragen oft nochmal in eine andere Richtung (Vibe und Figurtyp). Hast du vor dazu, früher oder später, noch einen Artikel zu schreiben? Bzw. kennst du für Vibe und Figurtypen (jenseits von X, O und A) gute Anlaufpunkte?

    Ich drücke dir die Daumen, dass die Schwangerschaft weiterhin gut läuft und die Übelkeit sich wieder einkriegt.

    Viele liebe Grüße,
    Katja

    1. Nachtrag: Ich habe heute nochmal bei Lichte drapiert – reines, kaltes Weiß geht schon. Warmweiß wird… ungesund. Bei schwarz-weiß bleibt der Reflex Farbe ins/ans Gesicht bringen zu wollen, aber ich glaube, da spielt der Geschmack die Hauptrolle.

    2. Hallo Katja!
      Ich überlege gerade, ob für weiß dasselbe gelten könnte wie für Nudetöne: nah am Hautton, was bei einem Schneewittchenwinter ja auch wirklich passen würde. Das kann dann vielleicht zu viel des guten sein, vor allem eben ohne weiteren Kontrast… Aber da spekuliere ich grad nur. Erscheint mir so plausibel. So wie mein Phänomen mit: Ich bin ein herbst, aber Gelb geht gar nicht, weil meine haut am sich so gelb ist. Natürlich genauso wenig wirklich gelb wie deine Haut wirklich weiß sein wird, aber es könnte der selbe Effekt nur bei anderen Farbtypen sein. Analog zu einem sehr bläulichen Sommer, der dann mit Flieder und hellblau nicht so gut klar kommen sollte, wie von der Theorie vorgeschlagen oder einem sehr rosigen Frühling, dem die Pfirsichtöne abgehen, wenn er nicht aussehen mag, wie mit schlechtem Selbstbräuner bearbeitet… Doch, ich glaube, das könnte es sein. 🙂

      Zu Firgutypen hätte ich wirklich erst mal das Buchstabensystem genannt, denn für die meisten hilft das schon enorm weiter. Zu Vibe und Co empfehle ich den Blog „Einfach Haferbrei“ und da die Kleiderschrankserie und alles zu Kibbe. Links sind da eingettet. Direkt findest du da keine bzw. nur wenige Bilder, aber von dort aus geht die Recherche gut weiter, Texte sind sehr gut. Kibbes Figurtypen sind schon sehr differenziert, ähnlich, wei wenn man vom 4er-Farbtypsystem zum 16er geht, nur das die Benennung bei Kibbe etwas anstrengend sind. Ich bin ein Flamboyant Natural. Aha. Weißte Bescheid. Das ist am Anfang etwas zäh, weil man immer wieder gucken muss: WAs war das jetzt noch mal? Nicht alle sind so leicht zu verstehen wie Classic oder Romantic.
      Aber das wären so die Tipps, ja.
      Zu den Buchstabenfigurtypen kann ich mir vorstellen mal was zu machen. 🙂 Aber nicht in den nächsten Wochen. Hab noch zu viele Themen vorbereitet und auf Halde und mit schwanger und Baby mag ich lieber keine Versprechen machen, die ich dann nicht halten kann. Aber Bock drauf habe ich. 🙂 Aber am Interesse scheitert es bei mir ja eigentlich nie, eher an der zeit. 🙂

      VG, Heike

      1. Hallo Heike,

        ja, die Überlegung könnte hinkommen. Auf Truth is Beauty gibt’s einige Bilder von Alek Wek (afrikanisches Model), sie ist laut TiB ein Bright Winter, aber nur schwarz ist an ihr bei weitem nicht so toll wie rot oder violett (und was für rot und violett), das spricht auch dafür.

        Bezüglich meiner Schwarz-Weiß-Problematik, könnte ich mir auch vorstellen, dass beide Farben zu weit außerhalb dessen liegen, was meine eigene Pigmentierung an Helligkeit hergibt. Ein bisschen wie die Farbklammer der Modeflüsterin, nur mit Kontrast: Bei einem Outfit, das komplett oder größtenteils außerhalb des Helligkeitsbereichs am Kopf liegt, fängt das Gesicht an „rauszufallen“. Das würde zu einem gewissen Grad erklären, warum Schwarz-Weiß an mir geht, wenn ich mich schminke, warum weiß mit mittelhellem Türkis ungeschminkt geht und warum sich viele Farbtypen den Kontrast für schwarz anschminken können.

        Hmja, die Buchstabentypen finde ich semi-hilfreich. Ich meine, ich bewege mich irgendwo zwischen X und V (Y mit viel Busen) und das reicht um zu verstehen, dass Taillierung gut und Extravolumen an den Schultern bäh ist, dass mehr Volumen auf der Hüfte nicht schadet. Was Vieles sehr schnell aussortiert 😀
        Aber bezüglich Schnitten, Mustern und Kontrasten finde ich es nur semi-hilfreich. Ich meine, ich sehe, was nicht toll ist, aber ich hätte gerne Anregungen, was noch gehen könnte. Die gängigen Vorschläge für X-Figuren sind zwar im Buisnessbereich toll, aber das ist für meinen Alltag overdressed.
        Ich muss mich nochmal im Detail in Kibbe einlesen, glaube ich. (Und ja, materialfehler hat die Sachen ziemlich gut aufgeschlüsselt, darüber bin ich zum ersten Mal auf Kibbe gekommen ^^)

        Vielen Dank und liebe Grüße,

        Katja

        1. Ja, also wenn du wirklich was zu Mustern, Schnitten und kontrasten suchst, kommst du um Kibbe kaum drum herum. Ich bin eher so der Typ Mensch, der versucht immer ähnliche Menschen um mich herum zu finden und an ihnen zu sehen, was mir an ihnen gefällt und was nicht und dann herauszufinden warum und das auf mich zu übertragen. Das ist wieder was mit geschulter Sehgewohnheit, lässt sich aber natürlich nicht so schön in regeln verpacken, wie mit den Buchstabenfigurtypen oder mit Kibbe. Ich gucke da dann gezielt eben noch Menschen die aussehen wie ich/meine mama/eine Freundin/mein Mann, um dann eben zu wissen, was ihnen/mir steht. Ich bin buchstabentechnisch auch ein Mischtyp: Zwischen H und A, dabei aber ein „breites H“, also mit breiten Schultern, die aber dabei trotzdem fragil sind. Also zwar dünn, aber von vorn viel Abstand. Ich kann also nur begrenzt die Tipps vom A-Typus aufnehmen, um oben Gegengewicht zu schaffen, weil ich dann vonr vorn wuchtig werde, obwohl eigentlich schmal. Ha geht fast immer, trotz des 1-2 Nummern größeren Popos als dem Rest. Aktuell wachsen ich ja sowieso erst mal in ein O. 😀 😀 😀

          1. Vielen Dank, dann kucke ich mal nach ähnlichen Leuten, bzw. lese mich nochmal in Kibbe ein.
            😀 Viel Spaß beim zum O wachsen 😀

  5. Do you have 2 versions of this blog ( English & German?) I’m sure I read this in English but now I can’t find it at all. Thanks! 🙂

    I’m a Bright Winter, but it took a long time to figure out. I wouldn’t care at all if your natural haircolour clashes or not. Most people have somewhat warm-ish hair anyway due to sun-lightening (compare it to for example extremely cool-toned burgundy or black DYED hair) unless they are greying. My hair is a warm caramel colour but what’s more important is what happens to the skin when you put colour next to it. Mustard yellow makes my face look sallow, thick and it makes the fine hairs on the face super noticeable. Gray is not that bad except it makes my eye whites look slightly gray as well. Crazy bright magenta? Yay! Thin face, immediately noticeable eyes. Also as a BW I can wear some spring colour combiations, except that it looks a bit too soft on me, like as if I was wearing pyjamas 😀

    1. Yes, I have two versions of this blog since a few weeks. Normally you should automatically be redirected to the English version when your browser language is English. But if not, look above, top right over my header is a button to switch the languages. Still the English version is very inclomplete only the newest articles are available on both sites of the blog. But my English translations for the older articles are still there, as they used to were just in italics in the German articles. It is a bit annoying for not-German readers, I know, as you might have to switch manually now several times, to find what you are looking for, but in the long run it is supposed to be more comfortable and easier to read with seperated languages.

      What you say about natural hair and dyed hair is so right! But its not only about the warmth it is also about the saturation. Natural hair except for blueish black and some bright gingers are more or less muted. Skintones are what really matters for colopur analysis. Its the only thing which matters therefore. But of course most people take their haircolour into considertation, when they choose their platte. I do too. I like contrast to my hair, so browns and oranges close to my haircolour are no colours I like a lot for tops and pullovers. Except for cognac brown, it is just one of my favourite colours and so beautiful to combine with my other colours. <3

  6. Lustig, deep dark winter sind genau die Farben aus meinem Schrank. Ich bin vom Typ her auf jeden Fall der kühle Typ mit hellblauen Augen, Haare dkl aschblond mit erstem Silber. War aber über 20 Jahre dkl braun gefärbt (lasse derzeit raus wachsen). Super interessantes Thema! Ich weiß zwar jetzt immer noch nicht meinen offiziellen Farbtyp, wie gesagt die deep dark winter Palette hängt exakt in meinem Schrank 🙂 Lg Isa

    1. In meinem Schrank hängt auch noch viel Soft Summer, einfach weil ich manche Sachen davon einfach zu schön finde. Es ist ja eben nicht nur der Farbtyp, sondern vor allem, das gute Gefühl bei Kleidung und der Farbtyp hilft enorm dabei, sich von vornherein in einigen Frben besser zu fühlen, als in anderen. 🙂
      Bei Dunkelblond würde ich an deiner stelle mal die dunklen Töne des Cool Summers und die Palette des Soft summer Darks gegentesten. Ist einfach eine häufige Kombi, also Dunkelblond und Sommer. Dunkelblond und Winter dagegen sehr selten bis je nach dem wo man ließt angeblich unmöglich. Unmöglich halte ich für zu krass, aber sagen wir: ungewöhnlich. 🙂

  7. Schon der Bericht zu den 4 Farbtypen war klasse, aber der hier ist nochmal … wow!
    Ich finds gut, dass du als Soft-Typ auch diese Reise gemacht hast und weißt, wie ätzend die Paletten sind, wenn man sich zur dunklen Seite hingezogen fühlt^^
    Bei mir hat die Reise angefangen, als ich festgestellt habe, dass schwarz mir nicht steht (was so gegen Ende der Pubertät eine deprimierende Erkenntnisse ist – jedem steht schwarz aber mir irgendwie nicht … wtf!?) was dann schnell den Winter rauskickte. Frühling war nie in der Diskussion und Herbst auch eher schnell erledigt. Sattes Orange und Terrakotta und so. Börks. Genau wie die Sommerpaletten. Ähm… ich glaube meine Farbreise ging erst weiter ,als ich irgendwann mal Paletten gefunden habe, die auch dunkle Ecken haben 🙂
    Ich hab auch nochmal über deine Beschreibung, dass so ein Softer Typ recht viel Fehler verträgt nachgedacht und ja, das triffts. Bei mir sinds gedämpft, kalt, dunkel, so lange ich zwei davon treffe und bei der dritten nicht völlig daneben liege, ist die Farbe tragbar. Danke Waldgrün und so, ich liebe diesen Farbbereich und als Sommertyp guckt Frau da ja doch eher in die Röhre. Und auch gut, da ich vom Farbgefühl gerne mal leicht daneben liege. Von den letzten Soft-Autumn-Gelbs habe ich mich erst vor kurzen getrennt, denn die waren dann doch schon echt grenzwertigst herbstig und haben gar nicht so recht zu allem anderen passen wollen. Da vor allem dieses einfache kombinieren für mich total wichtig ist, war das das Ende von den Oberteilen ^^ und das KO-Kriterium für die Honey-Bee-Flexi, die mein Herz total gebrochen hat, weil ich sie wunderschön aber unkombinierbar für mich finde *jammer* Das Metall wäre sogar noch gegangen (dieses gedämpfte Gold geht), aber das Gelb war dann doch ein bisschen arg zu viel.
    Bei den „freundlichen Farben“ fühle ich mich trotzdem irgendwie ertappt, weil das echt viel meines Kleiderschranks beschreibt 😉 beim Vergleich mit der Soft-Summer-Palette aber gar nicht sooo überraschend, hoffe ich.
    Ich bin mal gespannt, wann meine Brauns wieder modern sind, da gehen mir langsam die Oberteile aus.

    Auf deinen Tipp hin habe ich die Frühlings-Paletten aus diesem Beitrag mal auf dem Tablet Vergrößert und meinem Mann ans Gesicht gehalten. Die bright war teilweise ganz gut, die light gruselig und die true ging bei wumms auch. Aber nachdem er bei diesem gelbgrün grau-tot im Gesicht aussah würde ich sagen, Frühling ist raus, ich bleib bei Winter für ihn. ^.^

    1. Oh, da hast du ja dann ausprobiertechnisch auch schon einiges hinter dir! 😀 Manchmal kam ich mir auch echt veräppelt vor, weil es irgendwie… immer an einer Ecke nicht gepasst hat. Aber sich eben online bestimmen zu lassen ist doppelt und dreifach schwierig, weil es nur Fotos sind. Weil Monitore immer verfälschen und Kameras auch und das summiert sich auf. Weil ich keine drapierstoffe hatte, sondern eben einfach nur wie die meisten das, was ich im Schrank hatte und das ist ja das, was man tendenziell mag. Weil auch online Foren, die viel Spaß am Thema haben, alles andere als unfehlbar sind. Weil ich die Diskrepanz habe mit Make-up und Kleidung sind bei mir völlig verschiedene Paar Schuhe. Etc. Rückblickend, wenn ich auch alst und sehr alte Fotos anschaue, sehe ich es schon bei Kinderfotos und spätestens als Jugendliche, obwohl da keine Spur war von Augenringen oder so: Herbst. Die Lieblingspullis, das waren Herbste – oder die „freundlichen“ Farben. Immer. Bordeaux, Petrol, Cognacbraun. Letzteres hat den Ausschlag gegeben. Ich hatte eine lila Phase, die einfach bombig zu meinen Haaren war (und ist), was viel verschleiert hat und lila macht aus mir einen gaaaanz anderen Typ, lila macht mich blass und etwas durchscheinend, was man in gewisser Kombination an eine, jungen Mädchen als ätherisch durchgehen lassen kann. Ich sag mal bös: Jetzt Ü-30 sehe ich damit primär ein bisschen blass und müde aus.

      So Flexis habe ich auch… Die Flitter-Into-Fall. Typische Frühlings-Flexi. Ich behalte sie trotzdem, weil zur Haarfarbe geht sie gut und manche Sachen behalte ich für dei Stimmung und die Flexi macht mich fröhlich und sonnig. Oder die Caleidoscope. Eigentlich zu halt für mich,a ber sie ist meine Sommerflexi, so zu wei und Jeans. Ich hab schon so ft davor gestanden und mich gefragt: Wieso hast du die eigentlich? Darum. Sie machen mir Freude. Und was Freude macht, darf bleiben. 🙂

      Liebe Grüße,
      Heike

  8. Vielen lieben Dank für diesen super ausführlichen Artikel!

    Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher dass ich ein Herbst bin, rostrot und warmes olivgrün sind einfach meine Farben. Grün braucht auf jeden Fall ein bisschen gelb für mich. Welcher Untertyp des Herbstes ist dann aber wieder schwierig, echtes orange geht zum Beispiel wieder nicht so gut. Also eher kein true autumn?
    Bei den freundlichen Farben habe ich auch zustimmend genickt, außer vielleicht bei der letzten Zeile, die Sache mit dem grün wieder…

    Ich finde es auch total schwierig, das vom eigenen Geschmack zu trennen. Ich musste mir widerstrebend eingestehen, dass mir altrosa steht. Ich trags trotzdem nicht 😛
    Jahrelange tomboy „igitt, rosa“ Phase.

    Also langsam blicke ich ein bisschen durch beim Thema Farbtypen. Was ich noch nicht geschafft habe, ist meine Erkenntnisse auf das Thema Makeup zu übertragen. Während warme Farben bei Kleidung bei mir ja super sind, geht ein warmes braun als Lidschatten wiederum gar nicht. Puh…

    Einkaufen ist total schwierig wenn man als vorrangiges Merkmal „gedämpft“ hat. Es gibt so viel Kleidung in klaren Farben und wenn gedämpft, dann ist das ein gedämpftes blau. Hmpf. Vor allem jetzt im Frühling.
    Und dann wird es noch immer weiter eingeschränkt wenn es zum Beispiel an Abendmode geht. Oder Business Mode. Oder Subkulturen. Gothic oder Rockabilly, keine Chance. Steampunk wäre mein Genre 😛

    Wenn du die Serie weiterführen möchtest, würde ich mich freuen, wenn du auf das Thema „Antifarben“ weiter eingehst. Wenn Farbe X bei mir gar nicht geht, welchen Typ kann ich dann ausschließen? Du hast es kurz angerissen, aber vielleicht magst du da noch etwas weiter ins Detail gehen.
    Oder das Thema neutrale Farben: Brauntöne, schwarz, weiß, creme etc für die Typen.

    P.S.: Meine Browsersprache auf diesem Rechner ist Englisch und ich bekomme den Artikel auch auf Englisch angezeigt. Diese Einstellung klappt also.

    1. Hi Florence,

      bei uns ist es so, dass die viele Modeketten in meiner Heimatstadt ziemlich viel gedämpftes Zeug führen, in der Nachbarstadt (~20 km Entfernung) aber sehr kräftige Farben. (Da ist das Gras auf der anderen Seite wirklich grüner :D)
      Ansonsten würden mich die Läden/Ketten ja interessieren, in denen du nichts findest, ich brauch als Bright Winter nämlich genau das. Meine größten Problemfälle sind h&m und Esprit, falls dir das weiterhilft.

      Liebe Grüße,
      Katja

      1. Disclaimer: Meine Meinung ist hoch subjektiv und durch selektive Wahrnehmung verfälscht 😛
        Ich hab mich oben auch nicht präzise genug ausgedrückt, ich suche ja gedämpft UND warm. Irgendwie war in meinem Kopf eine Dämpfung ins Helle hinein nicht bei „gedämpft“ dabei, sorry.

        Wo ich die Kleidung an sich sehr schön finde, es aber schwierig finde was in meinen Farben zu finden, ist zum Beispiel Armed Angels. Die Kollektionen dort sind gefühlt sehr sommerlastig, viel grau und verschiedene Blautöne. Wenn grün, ist es eigentlich nur waldgrün, was ich für mich zum Beispiel zu kühl finde.
        Aber ich hab gesehen, dass es aktuell dort senfgelb gibt. Yay!

        Als ich das letzte Mal bei P&C nach Abendkleidern geschaut habe, war viel schwarz, marine und rot. Petrol ist öfter mal dabei, aber dann hörts auch schon auf für mich…

        1. Bei Armed Angels habe ich auch das Problem, dass die Sachen zu sommerlastig sind x’D Und in der Regel auch zu gerade geschnitten, als dass es an mir gut aussehen würde. Leider, leider.

    2. Erst mal Danke für den Hinweis mit der Browsersprache, das finde ich schon mal gut. 🙂
      Zu den Antifarben habe ich eigentlich alles gesagt, was ich weiß: die schwierigen Farben schließen meist eine Saison aus und dann eben noch tricky Nudes und allgemein Farben, die mit der Haut korrespondieren. Da sind wir dann zu schnell im vollindividuellen bereich, wo manche farbem No-Gos sind, OBWOHL sie eigentlich zum Farbtyp gehlren, weil sie aber mit einer Hautunregelmäßigkeit zu sehr zusammen gehen, wie eben der Effekt bei Menschen die stark erröten, die SEHR graumüde AUgen haben oder wie ich, die sehr gelblich sind. Das mit dem starken Erröten und mit dem ziemlich gelben Teint kommt recht oft vor und ist dann auchd er Gtrund weshalb Kleidungsfarbtyp und passende Make-up-Farben nicht unbedingt zusammen gehen.

      Findest du, dass es so wenig gedämpfet Farben gibt? Finde ich gar nicht. Aber ja, wenn du Risa nicht magst und blau für dich raus ist, weil du einen herbst bei dir vermutest, ja dann wird es enger. Herbstfarben gibt es primär im herbst, ich empfehle dann Kaufen auf Vorrat. Letzten Herbst ga es sehr sehr viel im Beerentonbereich, außerdem Brauns und Grüns, da hab ich mich ziemlich eingedeckt mit allen Basics auch für den Sommer.

      VG

      1. Puh, ich sehe schon, das Thema ist echt nochmal deutlich komplexer als ich jetzt überblicke.

        Ja, ich finde tatsächlich dass gedämpft und warm irgendwie schwierig ist (vor allem außerhalb der Jahreszeit Herbst). Ich suche seit Jahren nach dem perfekten olivgrünen Abendkleid 😉
        Aber ich glaube da ist auch ganz viel selektive Wahrnehmung dabei. Man guckt sich so durch in einem Laden, sortiert die Dinge aus bei denen einem der Schnitt nicht gefällt, dann wo sich das Material nicht gut anfühlt, dann die bei denen die Farbe nicht gefällt und schwups bleibt hängen „hier gibt es ja gar nichts für mich“.
        Bei vielem denk ich mir auch „das in lang“ oder „das mit Trägern“ oder „das in einer warmen Farbe“ und letzteres bleibt dann hängen als „hier gibt es nur was für die anderen Farbtypen“.

        1. Guck mal im Artikel zum 4er-system, da hab ich genau das auch mit drin: welche Kleidungsstile für welchen Farbtyp besodner einfach und besonders schwer sind. Abendgarderobe ist tatsächöich für Herbste schwer. Unser Farbtyp ist prädestiniert für Kuschelklamotten, Casual und Outdoor. Abendgarderobe, Kinderkleidung und zeilweise auch luftig sommerliches ist dagegegn vergleichsweise schwierig bzw. eben nur saisonal erhältlich. Am leichtesten haben es Sommertypen und Wintertypen, die finden immer was. Frühlinge haben es am schwersten, weil gerade seriöse Stile für sie richtig, richtig schwerzu bekommen sind und sie da fast immer ausweichen müssen und dann nur mit Accessoires ihren Farbtyp wieder aufnehmen können.

          1. Danke für den Tipp, ich hab gerade den Artikel über das 4er-System gelesen und gemerkt, dass du die gleichen Subkulturen erwähnst die ich auch in meinen Kommentar geschrieben habe.

          2. Aber haben nicht Herbsttypen all die braun beige rostrot etc. Farben, die sich doch oft gut für seriöse Stile sind. Z.B. hab ich nen beigen Blazer und Mantel, die mir leider als Sommertyp nicht stehen, aber hervorragend und seriös für den Herbst sein dürften.

          3. Sicher, haben sie. Als Sommer hast du Navyblau, Taubenblau, Grau, Altrosa, geädmpfte Mintgraus und petrolgraus in den „seriösen“ Farben. 🙂

  9. Hallo Heike,

    danke für den super langen, tollen Artikel! Dass du dafür im Moment Nerven hast, Respekt! Hat mich auf jeden Fall sehr gefreut noch mehr zu den Farbtypen zu lesen. Ich hoffe, dir geht es etwas besser.

    Wenn ich mal Zeit habe, versuche ich herauszufinden, was ich denn genau für ein Farbtyp bin. Ich hoffe mal, True Summer oder Soft Summer Dark – das wären zumindest meine Lieblingsfarben 😀
    Aber an sich habe sowieso fast nur die „freundlichen Farben“ im Kleiderschrank hängen, (dunkles) Navy, Grün ohne Gelbanteil, viel Grau, schwarz, etwas Petrol, etwas weiß (nicht weil es mir unbedingt steht, aber für Business Kleidung leider notwendig) . Das passt schon sehr gut 😉 Aber wenn jetzt der Frühling kommt, traue ich mich vielleicht auch mal wieder an etwas hellere Farben, also ein paar andere Blauschattierungen 😉

    Liebe Grüße
    Simone (Mölli)

    1. Du, der Artikel ist ein Projekt über Monate gewesen, er war so gut wie fertig, bevor mich die Schwangerschaft ausgeknockt hat und ich hab dann eben etwa 3-5 Wochen gebraucht, um den Kleinkram noch Schritt für Schritt fertig zu machen. 🙂 Und sowas macht mir ja einfach Spaß. Das entspannt mich, wenn ich denn Energie dafür habe. ich fand deine Balugrautöne an dir schon sehr stimmig, fand ich schön. Mit so ein paar Rosas und Mauves würdest du sicherlich auch toll aussehen!
      Liebe Grüße,
      Heike

      1. Rosa und Mauve? Das wäre für mich mal was ganz neues 🙂 Klar als Kind hab ich rosa getragen, sah auch süß aus. Und irgendwann mal so vor über 15 Jahren war rosa und braun mal so ein Ding. Das sah dank des braun an mir aber immer nur so lala aus. Aber testen werde ich das auf jeden Fall mal! So lange es nicht das tolle pink meiner Laufshirts ist… Das geht so gar nicht 😀 Was freu ich mich, dass ich letztens im Outlet von Lululemon mir ein paar Sportsachen in dunkel lila/navy ergattern konnte. Aber das hast du ja schon in dem Post zum 4er System geschrieben – Sportsachen sind echt immer schwierig. Aber ja zum Glück auch fast egal im Vergleich zu Businessklamotten und ähnlichem.
        Liebe Grüße
        Simone

  10. Was für ein ausführlicher und aufschlussreicher Post! Ich habe wirklich viel gelernt. Vielen Dank für all die Mühe!

    Ich habe mich sehr lange gefragt, zu welchen Autumns ich gehöre. An mir sahen das klassische rostorange und dunkelgelb einfach nicht gut aus, während ich mich in allen Schattierungen von petrol, teal und dunkelgrün wohl fühlte. Viele ordnen mich aufgrund meiner mittleren Haarfarbe eher bei den Soft Autumn ein, aber warmes taupe und helles khaki lösen in mir das Unbehagen aus, weil ich mir damit wie ein blasses Mauerblümchen vorkomme. In der Dark Autumn Palette fand ich schließlich meine Rot- und Grüntöne, aber so richtig konnte ich mich mit extrem dunklen Farbtönen wie Aubergine nicht anfreunden, zumal mich schwarz recht blass macht. Über Umwege bin ich auf die 16er Theorie gestoßen und fühlte mich zum ersten Mal richtig wohl seit ich die Soft Autumn Dark Farben für mich entdeckt habe. Verstehe ich es richtig, dass ich 1. gedämpft, 2. warm und 3. dunkle Farbtöne suchen sollte oder ist die Prioritätenliste bei den Softs anders zu verstehen?

    Allerdings weiß ich nicht, wie ich solche Farben im späteren Berufsleben oder gar auf einer Hochzeit auf die Reihe kriegen soll. Schwarz in Kopfnähe macht mich unglaublich blass – In weiß fühle ich mich wie ein Neon-Werbeplakat. Wenn ich wirklich weiß anziehen MUSS, tendierst du als Soft dann eher zu Eierschale, warmen Beige oder Reinweiß? Oder wird man heutzutage nicht mehr schief angeguckt, wenn man mit ner grünen Bluse antanzt und in einer kräftigen Farbe heiraten will?! Eigens für ein Praktikum musste ich mich mal in einen schwarz-weißen-Einheitsfummel zwängen. Jeder hat mir angesehen, dass ich mich damit nicht wohl gefühlt habe.

    Zum Thema rothaarig und Wintertyp hätte ich so einen Fall, den ich selbst nie ganz einordnen konnte. Einem sehr blassen Kommilitonen von mir steht dieses krass leuchtende Neonorange der niederländischen Nationalmannschaft außerordentlich gut – Und komischerweise auch so Farben wie Weiß, Magenta, Zinnoberrot und Grasgrün. Er besaß wirklich in allen erdenklichen Farben Hosen und Shirts. Ist das ein extrem leuchtender Frühling oder ein Winter? Ich habe ihn weder in schwarz noch in warmen Gelbtönen gesehen.

    1. Dein Kommilitone klingt erst mal eher nach Frühling, wegen des Oranges, dem Grasgrün und dem Zinnoberrot. Das sind gute Farben für den Frühling und für den Winter nur Farben, die er kombinieren kann (aber nicht muss).

      Reihenfolge Soft Autumn Dark: Hmmmm, da bin ich selbst vorsichtig mit. Ich habe den Eindruck, dass das individuelle variiert, was am wichtigsten ist, aber die optimale Palette erfüllt eben alle drei Kriterien. Meine eigene Priorität wäre: Gedämpft, Dunkel, Warm. Was dazu passt, dass ich mich nicht ganz festlegen kann ob Dark Autumn oder Soft Autumn Dark, aber da bin ich auch ambitionslos, das ist so nah, da fühle ich mich genau genug bestimmt. 🙂 Also gedämpft ist für mich ein Muss, Dunkel absolut wünschenswert und wenn die beiden Kriterien erfüllt sind, es es gar nicht so wichtig, ob warm oder kalt, aber warm geht besser.
      Hochzeit: Da würde ich mir an deiner Stelle absolut gar keine Sorgen machen. 🙂 Bis auf Wintertypen ist für alle anderen Farbtypen reinweiß eher raus, deswegen werden führen die meisten Brautmodengeschäfte auch viel mehr Ivory als Weiß. Auh wenn du ein dunkler Farbtyp bist, so gewiss, du findest dennoch ein klassisches Brautkleid. Warum? Weil die einfach viel mehr sind als nur ihre Farbe. Kleider sind an sich die Kleidungsstücke, die für eine Frau am meisten tun können, sie sind am variabelsten in Schnittführung, Stil, Formung, Betonung, Kaschierung. Und brautkleider, die dann ja noch mal angepasst und an den eigenen Körper angepasst werden noch mal mehr. Der Unterscheid zwischen „von der Stange gekauft“ und „auf mich angepasstes Brautkleid“ ist enorm. Auch als Dark wirst du in „deinem Kleid“ einfach nur Wow sein, ganz ohne Aber.
      Ich habe zwei kleider, die das für mich sehr eindrücklich belegen: Ein Sommerkleid in weiß, türkis, pink blumig bunt, das alles ist nur kein Herbst und schon gar kein Darm und dennoch ist es vom Schnitt und vom Stil einfach so toll für mich, dass es Wow ist. Ich käme nie auf die Idee, es herzugeben, weil es nicht mein Farbtyp ist. Zum anderen mein Brautkleid. Tatsächlich habe ich es ja gekauft, als ich noch keine Ahnung von Farbtypen hatte, aber ich wusste schon, dass ich mit Kontrast und Gold echt gut arbeiten kann. Mein brautkleid hat einen der dunkelsten Weoßtöne, die man so regulär bekommt: Es ist vor mit darüber gelegtem „cappuchinofarbenem“ Spitzentüll. Je nach dem, wen man fragt heißt die farbe auch „Blush“. Es ist ein softes, braunrosa, ein typisches Braun aus der Soft AUtumn Light Palette, wie ein sehr stark aufgehelltes Kupfer oder Roségold. Gick mal hier unter „wedding“ da findest du einige unserer Hochzeitsfotos und irgendwo ist auch was bei, wo ich verschiedene Metallfarben auf die Spitze lege, um zu schauen, ob Silber, Gelbgold, Kupfer oder Roségold am besten passt. Es ist damit ein Klein, das relativ viel Kontrast hat.
      Aktuell ist Tattoospitze ja sehr angesagt oder Brautkleider mit großem Anteil von Nude, was wirklich wie ein hautfarbener Body unter der Spitze ist, das könnte auch sehr gut gehen, weil es wieder abdunkelt, die weiße Spitze dabei aber strahlen lässt. Kleider mit Perlenstickerei gehen gut, weil man da oft auch roséfarbene oder goldene Perlene findet.
      Also: keine Bange, Brautkleid weiß geht für alle. Immer. Da kommt dann wirklich eher das Kontrastelement dazu. Alternativ für einen herbst sind goldene Brautkleider, gerade in den letzten Jahren gibt es da viele tolle. Guck mal auf http://www.bhldn.com oder einfach auf Pinterest „wedding gown gold“ da wirst du fündig. Auf meiner Pinterest Pinnwand zur Hochzeit müsste auch einiges sein, aber die ist irre groß (und mein GEschmack hat sich auch schon verändert).
      Du siehst, es ist mir ein Anliegen, dass du da glücklich wirst. Es ist eine wudnervolle Sache, ein tolles gefühl. Ja, nur ein Kleid und es geht um den Mann dazu, aber ich liebe Kleider viel zu sehr, um das jetzt runterspielen zu wollen. Hat schon nen Grund weshalb ich grad schwanger „Zwischen Tüll und Tränen“ gucke, obwohl ich ja schon längst verheiratet bin. ich liebe Hochzeiten einfach. Und vor allem die Kleider.

      Liebe Grüße,
      Heike und ihre Tippfehler 😉

      1. Danke für die ausführliche Antwort!
        Mein Bauchgefühl sagt irgendwie auch, dass mir warm und kalt relativ egal ist. Ich besitze sowohl auch als im Kleiderschrank und werde nach und nach überwiegend graue und helle Sachen ausmisten, weil ich mich damit nicht wohl fühle.
        Bevor etwas falsch verstanden wird: Ich werde so schnell nicht heiraten und werde mir sicher auch viel Zeit für diesen Entschluss nehmen ^^. Wir hatten das Thema letztens, weil eine Freundin von mir bloß-nicht-in-weiß heiraten möchte. Der nächste Gedanke war direkt Pastell. Ich hab vor ner Weile mal richtig schöne Bilder von einer Hochzeit in blaugrau gesehen und könnte es mir an ihr auch vorstellen. Ich kam jedoch ins Straucheln, als sie mich gefragt hat, denn weder weiß noch pastell machen mich glücklich. Deine Gedanken zum Thema Brautkleid sind echt interessant! Du hast wohl Recht, dass man da auch auf andere Faktoren achten sollte, wie z.B. Schnitt und Accessoires. Deinen Hochzeitspost sehe ich mir gerne nochmal an, der ist mir nicht mehr so präsent. Die Kleider aus dem Onlineshop sind echt mal eine interessante Inspiration, danke!
        Ich glaube, ich weiß welches Sommerkleid du meinst. So einen Fall hatte ich auch mal im Schrank. Da war der Schnitt einfach 1A, aber ich musste das Kleid mit andersfarbigen Schuhen kombinieren, damit es gepasst hat. Farbe in Farbe sah dann doch sehr komisch aus.
        Vielen lieben Dank 🙂

    2. Nur mal kurz zum Heiraten – Dein Tag, deine Farbe. Ich hab (nur Standesamt) in eher kräftigem Blau geheiratet weils den Wunschkleidschnitt nicht in Grün gab. Hat keiner gemeckert, ich war schließlich nett und hab a) alle auch eingeladen statt hinterher nur Infokarten zu verschicken und b) nichtmal verhängt, dass alle anderen in Weiß aufkreuzen müssen 😀

      Blusen gehen wenn es nicht der strengste Dresscode ist grade als Frau auch in nicht-weiß, meine farblich beste Bluse ist irgendwas zwischen rosa und flieder (vom Gefallen her brrr!), vielleicht tuns für dich Sand-Töne? Anzüge/Kostüme im Beige/Braun Bereich bis ins ganz dunkle gibts auch (notfalls dunkelblau, recht einfach zu bekommen und sehr klassisch, war meine Soft Summer Lösung, sollte für dich auch noch funktionieren) und der kleine Fleck Bluse ist optisch gar nicht so dominant.

      1. Und einmal kurz zum Thema Business Kleidung:
        Also ich bin kein Autumn, aber ich trage meine weißen Blusen auch nicht sonderlich gerne… Es ist mittlerweile bei den meisten Arbeitsstellen aber kein Problem auch andere Farben zu tragen. Ich habe neben weißen Blusen auch verschiedene hellblaue Töne, navy und auch einige schöne dunkelgrüne. Ich habe sogar einen wunderbaren smaragdgrünen Blazer. Der sieht mit dunkelblauer oder schwarzer Hose toll aus und kann auch mit halten, wenn meine Kollegen im klassischen dunklen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte unterwegs sind. Ich habe auch Kolleginnen, die viel in braun und beige/sand Tönen tragen. Sollte also alles gehen 😉
        Liebe Grüße

      2. Danke, dass du deine Erfahrungen teilst. Standesamtlich wäre es wohl ziemlich egal wie man da aufkreuzt, aber die kirchliche Hochzeit in weiß ist so ein kulturelles Ding, gegen das recht wenige verstoßen.

        Ich habs damals echt bereut, mit keinen petrolfarbenen Hosenanzug zu kaufen. Der war ein Traum, aber ich dachte so: Ach, Vorstellungsgespräch kann noch ein paar Jahre dauern. Dumm von mir, denn jetzt fehlt tatsächlich so ein Teil und ich will nicht nur um irgendetwas im Schrank zu haben das nächstbeste in Schwarz kaufen. Ich habe sehr selten andere Farben als schwarz, grau und dunkelblau gesehen und hab mir letztes Jahr auch nen Wolf nach einer Bluse gesucht. Letztendlich hab ich eine gefunden, die gut zu mir passt, aber sie dunkelrot und bedruckt. Ich fühl mich zusammen mit einer schwarzen Hose wohl, aber ist das too much für manche Gemüter?!

        Simone beruhigt mich aber gerade, dass wohl auch unterschiedlich farbige Lösungen für Blazer und Hose/Rock gehen. Das war tatsächlich meine größte Sorge, weil viele einen abgestimmten Anzug tragen (plus weiße, hellblaue oder hellrosane Bluse) oder ein Etuikleid mit etwas ähnlich farbigen drunter. In Braun oder wärmerem Dunkelblau hab ich die Sachen leider schon lange nicht mehr gesehen, aber ich besitze zum Glück eine Armee von Blazern und eine schwarze Hose.

    3. Hi Lila,

      ich reihe mich für’s Berufsleben auch in die Fraktion ein, die sagt, dass es geht. Solange es keinen sehr strengen Dresscode oder Einheitskleidung gibt. … und selbst bei einem sehr strengen Dresscode könntest du über Halstücher oder anthrazit statt schwarz und warmem Weiß statt Reinweiß wahrscheinlich noch was rausholen.
      Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass du als Frau a) eh ein bisschen mehr Spielraum bezüglich Farben hast und b) dunkle gedämpfte Farben besser angenommen werden als sehr grelle.

      Bezüglich der Hochzeit: Eine Bekannte hat standesamtlich in schwarz (Cocktailkleid) geheiratet, das war auch absolut kein Problem.

      Liebe Grüße,
      Katja

      1. Vielen Dank für die Tipps, Katja!
        An Tücher und Accessoires habe ich bislang nicht gedacht, aber das könnte das harte Schwarz etwas brechen. Ja klar, bei so strengen Dresscodes wie bei Airlines kannst du nicht viel tun. Aber damit werde ich durch mein Studium weniger zu tun haben. Es kann höchstens passieren, dass ein klassischer Business-Dresscode erwünscht ist und ich mir 3x überlegen muss, in wie fern ich den mitmache oder für mich auflockere ohne den Laden aufzumischen. Die große Shopperei kommt eh erst, wenn ich eine Stelle habe, aber man will nicht schon beim Vorstelungsgespräch komplett aus der Reihe tanzen.

  11. Hui, so viel Input! 😀 Und endlich begreife ich das mit dem 12er und 16er System auch mal… halbwegs… irgendwie. XD
    Denn irgendwie bin ich doch immer wieder etwas verwirrt. Ich wurde ja schon öfter (von mehreren Personen unabhängig) als Herbst „diagnostiziert“. Das bin ich auch total gerne, das hätte ich mir auch „gewünschft“, ich liebe Herbstfarben. ABER… ich hatte mich letztes Jahr ja nun auch mal wieder um Make Up gekümmert, also um Foundation. Da haben mir wiederum mehrere Personen unabhängig voneinander gesagt, dass ich nicht nur einen sehr hellen Ton brauche (das wusste ich ja schon), sondern auf jeden Fall auch rosa-stichig und auf keinen Fall gelb-stichig. Das passt dann doch eigentlich gar nicht, oder? *verwirrt bin* Ich hatte mir jetzt NW10 von MAC besorgt. Die Farbe passt meiner Meinung ganz gut (dunkelt nur leider dann etwas zu dunkel für mich nach, ich bin halt ne Kalkleiste).
    Also, das verwirrt mich, wenn ich doch als Herbst eher einen goldig.gelben Unterton haben sollte? An AMU mag ich aber warme Farben wieder ganz gern. Von den Paletten hier sprechen mich vor allem die Soft Autumn True und True Autumn an, also vom persönlichen Geschmack her, die würde ich auch tragen und behaupten, dass mir die meisten davon stehen…?
    Du hast mich ja schon öfter „in echt“ gesehen, hast Du ne Meinung dazu? ^^

    1. Huhu!
      Make-up und Kleidung sind noch mal verschieden. Der Effekt tritt sehr häufig auf, dass es da dann scheinbar widersprüchlich ist. ich bin auch ein herbst und brauche in jeder Hinsicht Soft Summer Make-up, sowohl als Foundation als auch zum Abdecken oder für Augenmake-up. Wieso? Weil ich eine sehr gelbliche haut habe, ich brauche also etwas, was mich da ausgleicht, statt noch zu verstärken. Du vermutlich also auch. Den

  12. Hallo Heike,

    Vielen Dank für den tollen Blogeintrag 🙂

    Ohje es wird lang, sorry schon mal vorab.

    Ich habe das 12er System vor ein paar Jahren entdeckt und sofort erleichtert aufgeatmet, da ich mich endlich als dunklen Herbst erkannt habe. Laut 4er wäre ich Winter, was natürlich aufgrund der Kälte gar nicht geht und der klassische Herbst geht -außer in Sommermonaten- aufgrund der hellen und weniger gedämpften Farben einfach nicht.

    Ich habe damals etwas recherchiert und bin ins Stocken geraten, als dem dunklem Herbst wieder einige Winterfarben zugeordnet wurden mit der Begründung, dass Winter und Herbst sich nahe ständen, sogar ineinander verschwimmen. Ich weiß nicht genau nach welchem 12er System ich mich informiert hatte, weiß aber noch, dass auch in einigen Foren das 12er System als Mischtypen System erklärt wurde. Selbst eine Kosmetikfirma stellt Produkte her, die auf diesem Mischtypen System basiert, danach wurde ich in Hamburg im Alsterkaufhaus einmal beraten.
    Tatsächlich kann ich besonders die klassische Herbstpalette im Gesicht nicht sehr gut tragen (dass dir das ähnlich geht, hast du ja auch in deinem Blogeintrag erwähnt), weshalb mir die Erklärung der Mischtypen irgendwie schlüssig erschien.

    Ich dachte also, ich hätte endlich das richtige System für mich gefunden, denn bis dahin habe ich ziemlich oft farblich daneben gelegen. Meine Mutter ist eine (Winter) Asiatin und hat mich unbewusst oft in Winterfarben gekleidet, was ich lange so beibehalten habe.

    Jedenfalls habe ich mir dann einen Farbpass für den deep autumn im Internet bestellt und war doch etwas enttäuscht, dass einige Farben doch wieder so gar nicht passten. Einige waren zu hell, einige zu kühl und einige zu leuchtend/klar und Schwarz sei -laut Farbpass- sowieso eine hervorragende Farbe für den dunklen Herbst. Ja es geht in Kombination und ich trage es viel und oft, aber es ist einfach nicht wirklich perfekt – wie es beim Winter der Fall ist. Das waren die Gründe, weshalb ich den Farbpass irgendwann wieder in die Schublade gelegt und das ganze erstmal wieder für ein paar Jahre vergessen und nach Instinkt eingekauft habe. Leider waren auch wieder Unmengen an Fehlkäufen dabei 🙁 ich habe gerade ein Kind bekommen und bei Umstandsmode scheint es ja nur Sommerfarben zu geben :-/

    Und nun habe ich hier deine 12er System Erklärung gefunden und bin endlich begeistert!
    Es passt perfekt und klingt logisch. Ich glaube sogar, dass auf mich noch besser der soft autumn dark aus dem 16er passt, da gedämpft scheinbar noch wichtiger zu sein scheint als dunkel.
    Ich hab mir deine Palette sofort ausgedruckt und endlich sind die Farben draußen, die mich gestört haben wie zB cremeweiß, beige, lachs, marine blau, terracotta, klares türkis, ocker, Senfgelb, helles gelb usw.

    Natürlich hätte man ja auch selbst mal darauf kommen können, bin ich aber einfach nicht. Ich hab mir damal sogar verschiedene Halstücher gekauft, die natürlich meist in den (vermeintlich richtigen) falschen Farbe waren und habe mich gewundert, weshalb es denn wieder nicht passt mit mir und den Farben.

    Nun möchte ich natürlich unbedingt Quellenangaben haben. Wo finde ich mehr dazu und
    Wo bekomme ich einen Farbpass?
    Ich habe natürlich schon wieder ein bisschen gegoogelt und bin irgendwie wieder bei dem alten 12er System von „damals“ gelandet :-/ und zum 16er finde ich es noch schwerer, etwas gescheites zu finden.

    Zudem glaube ich angeregt durch deinen Artikel, dass mein Mann (rothaarig) doch irgendwo beim Frühling einzuordnen ist, anstatt Herbst (auch wenn er niemals nur Frühlingsarben tragen würde) und meine Tochter beim Sommer.
    Kannst du nicht noch ein paar Beispiel Personen verlinken wie du es im 4er Blogeintrag gemacht hast, damit man noch mehr Anhaltspunkte hat, sich und andere bestimmen zu können?

    Also nochmal vielen, vielen Dank und vielleicht hat meine Suche ja jetzt ein Ende 🙂

    Glg Perla

    1. Hui, da hast du ja einiges hinter dir. 🙂 Also:
      Make-up und Kleidungsfarbtypen sind zu unterscheiden. Ich beziehe mich hier nur auf Kleidung. Make-up kann sehr anders ausfallen, weil hier nicht nur der Farbtyp reinspielt, sondern Make-up ja auch explizit dafür da ist Makel auszugleichen. Ich bin z.B. sehr gelb und vertrage nicht noch mehr gelb auf der Haut, ohne leberkrank auszusehen. das widerspricht meinem Farbtyp, ist aber so. Ich wurde deshalb auch schon mal als Sommertyp einsortiert (Onlinebestimmung anhand von Fotos bei den Beauty Junkies). Für Make-up auch wie gesagt nicht ganz daneben, aber kleidungstechnisch eben voll.
      Quellenangaben habe ich für dich keine konkreten. Ich habe mich damit einfach sit zwei Jahren mehr doer weniger intensiv beschäftigt und habe viel einfach mein Auge geschult. Dazu kommt mein Wissen um Cyan-Magenta-Yellow-Key-Farbmischung allein schon jobbedingt (Grafikerin) und aus dem allem zusammen konnte ich die Logik hinter beiden Farbtypartikeln ableiten ebenso wie ich daraus die Farbpaletten entwickelt habe. Ich habe keine Vergleichspaletten genommen, sondern jede Farbe selbst angemischt eben nach den Kriterien von Farbwärme, Sättigung, Helligkeit und Dämpfung. Ich habe also keine anderen Paletten interpretiert und zusammengestellt, ich habe meine Paletten logisch entwickelt. Es gibt somit also auch keine, auf die ich verweisen kännte, die du kaufen könntest.
      Vorsicht mit meinen Paletten aber auch: es sind Monitor-Farben, Kleidungsfarben wirken immer etwas anders durch die Textur und weil es Farben sind, die durch reflektiertes Licht entstehen. Monitorfarben sind Farben aus Licht und damit per se leuchtender.
      Die Paletten erheben auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie zeigen nur, was typisch ist für einen Farbtyp, ich schrieb ja schon: viele können bei den Nachbartypen so gut leihen, dass es stimmig wirkt. Und: gerade bei hautähnlichen Farben kann es gut sein, dass man für sich einzelne Farben doch wieder ausschließen muss, weil sie eventuell eine Hautunregelmäßigkeit betonen, die man farbtypunabhängig hat. Typisch ist hier starkes Erröten oder hektische Flecken, was die Rotpalette (Rosaeinschließlich) dann starlk einschränkt oder sogar ausschließt, genauso wie sehr gelbe Hat oft mit gelb in der Kleidung auch nicht mehr gut klar kommt. Wer sowieso schon unterkühlt bläulich aussieht (niedriger Blutdruck z.B.), der kann mit Blau noch kränklicher aussehen, auch wenn man eigentlich ein dazu passender Sommertyp wäre, da sind dann Beerentöne dankbarer.

      Ich glaube, das müsste deine Fragen beantwortet haben. 🙂 Liebe Grüße, Heike

    2. P.S.: Beispieltypen zum 12er bzw. 16er System kann ich nicht verlinken, weil es da zu differenziert wird und man da sehr schnell an die Grenze stößt, was man sich da reininterpretiert. Die meisten personen online sind geschminkt UND oft noch bearbeitet, das erschwert es doppelt. Ich weiß auch tatsächlich nicht zu allen Typen auch nur ungefähre Beispiele. Da würde ich dir raten: googeln. Und eben auch das eigene Auge schulen. Du siehst, es ist irre komplex und gutes Gespür durchdringt sich mit logischer Farblehre. Deswegen sind gute Farbberater super – und selten. Der Begriff ist ja nicht geschützt, ich dürfte mich auch so nennen. 😉

      1. Wow das ist ja toll! Dann bin ich umso dankbarer für deinen Artikel und die Farbpaletten bzw die ganze Mühe die dahinter steckt. Ich habe in meinem Umfeld wieder einmal verstärkt darauf geachtet und es ist wirklich unglaublich was die Farben ausmachen. Ich bin froh, dass ich mich dem Thema jetzt nochmal angenommen habe und es quasi nur etwas feinjustierung bedurfte, damit ich doch mit meinem Farbtyp zurecht komme 🙂

  13. Soft Summer True + etwas Soft Autumn Dark entspricht am ehesten den Klamotten, die ich gerne und viel trage und die mir am besten stehen. Für mich war es vor ein paar Jahren ein aha-Erlebnis, das verwaschene und ausgebleichte Farben mir am besten stehen, und dass es ganz bestimmte Farbnuancen sind, die funktionieren, ganz ähnliche aber nicht. Zu mir passen viele Farben, deren Namen Wortneuschöpfungen sind: greige, taupe, taubenGRAU, aschiges borkebraun … Mein Teint ist zwar eher oliv-beige-grau, aber ich habe viele Rötungen. Meine Haare sind eher aschig-braun, bleichen an der Sonne aber zu einem warmen braun. Tja. Deshalb verlasse ich mich auf mein Hauptmerkmal: gedämpft. Ob das richtig ist, weiß ich nicht, aber es fühlt sich gut an und ich sehe darin besser aus.

    Danke für diesen tollen Artikel!

    1. Bitte gern. 🙂 Für viele reicht diese Verortung ja auch völlig aus: Du bist also ein Soft. Das kann genügen, genauso wie es vielen reicht zu wissen, dass sie ein Sommer sind, welcher genau ist gar nicht so wichtig. Das mit dem verwaschenen das kenne ich. Das ist mir aufgefallen an Nessa, die so zwei Lieblingsoberteile in der mache hatte, als ich sie das letzte Mal besucht habe und wir damals bei ihr noch bei Dark Winter waren und das einfach nicht passen wollte bei den so totgeliebten Teilen. Sie ist eindeutig ein kalter Farbtyp, aber da ist mir zum ersten mal augefallen, dass Dämpfung für sie VIEL wichtiger ist als Dunkelheit. Da kannte ich das 16er-System noch nicht und war schwer verwirrt, weil ihre Palette einfach dermaßen dunkel für einen Sommer ist… tada! Soft Summer Dark. Faust aufs Auge. 🙂

  14. Hallo Heike,

    Seit deinen Posts gehe ich diesbezüglich mit etwas offeneren Augen durch die Welt. Ich glaube heute bin ich einem richtigen Frühling begegnet: Eine dunkelhäutige Frau (es geht ja nur um kalt/warm/klar/gedämpft, das lässt sich sicher auf jede Hautfarbe anwenden oder?) die mit Knallpink, Sonnenblumengelb, Limettengrün und dazu Goldschmuck einfach fantastisch aussah. Die meisten von uns würden von so einer Farbkombination sicher erschlagen werden.
    Tatsächlich besteht auch mein Kleiderschrank aus sehr vielen „freundlichen Farben“. Obwohl ich schon zugeben muss, dass schwarz nicht das beste für meinen Teint ist. Das geht nur, weil die Leute wie gesagt an Schwarz gewöhnt sind und ja auch der Schnitt etc. eine Rolle spielt. Besser als schwarz ist aber z.B. ein dunkles Violett für mich. Spontan würde ich vielleicht Soft Summer True bei mir sagen, zumindest etwas in die Richtung. Geht bei Summers eigentlich Goldschmuck?

    1. Ja, bei sommern geht auch Goldschmuck – als Accessoire eben, gezielt eingesetzt, auch als Kontrast. Aber eigentlich (!!!) ist der sommer eine Farbjahreszeit für Silberschmuck, Roségold und Kupfer. Bei Gold lieber die nicht ganz gelben Töne, also eher champagnerfarben oder auch messingtöne, die gehen auch oft noch besser, vor allem, wenn eine Toleranz Richtung herbst besteht. Ich als herbst kann auch silber tragen, muss ich aber besser kombinieren und ist kein „geht immer“ Schmuck für mich. 🙂

      1. Auch super aufschlussreich. Ich philosophiere immer noch, was denn ein Sommer mit Nickelallergie für ein Haarband bei Lillarose bestellen kann 😀

          1. Alles silbrige/graue ist mit Nickel ^^. Bei Flexis ist das nicht so schlimm, die waren bei mir nie direkt an der Haut, aber die Hairbands sind eben alle recht direkt auf der Haut

  15. Hallo Heike,
    Dein Post ist super aufschlussreich, da ich das 16er System gar nicht kannte und dann immer dachte, dass nur ein light summer helle Sommerfarben ankann, das tut aber anscheinend auch der soft summer light. Hmm, ich würd mich ja gern drapieren, aber ich erkenn den Farben selbst eher weniger an, welchem Typ sie denn jetzt nu angehören. Dieses soft da rauszuschauen finde ich doch recht schwer.

    Hach ja, und mein geliebtes royalblau würde ich auch so gerne weitertragen, aber stehen tut mir das ja auch nicht.

    Danke auch, dass du das mit der Haarfarbe gesagt hast. Ich kenne tatsächlich jemandem mit sehr rosigem Gesicht und rotblonden Haaren, bei der ich mich immer gefragt habe, warum sie denn immer so nicht ideal aussieht obwohl sie eigentlich ein recht hübsches Gesicht hat und ihre Hautfarbe per se auch gar nicht ungesund aussehen sollte.
    Liebe Grüße

    1. Schön, dass ich noch weiterhelfen konnte. 🙂 Farben wirklich auch in den Kategorien sehen zu können ist wirklich Übungdsache. Man sieht ja bei den Paletten in der Übersicht auch echt ganz gut, dass es wirklich fließend ineinander üebrgeht, das macht es nicht leichter für die bestimmung, aber eben im realen Leben dann auch nicht so „schlimm“, wenn man dann nur den Nachbarfarbtyp erwischt statt den tatsächlich eigenen.

  16. Hallo Heike,
    Erstmal: Klasse Post, hat mir wirklich weitergeholfen und die Farbpaletten sind spitze 😊
    Bei mir war es im 4er-System nie eindeutig, ob nun gedämpftere Frühlingsfarben passen oder hellere Herbsttöne.
    Mit dem Soft Autumn light wird mir da Einiges klarer, denn das sind wirklich meine Farben.
    Gibt es zu diesem Farbtyp noch mehr Infos? Was ich bisher beim online-Suchen so gefunden habe, ist doch leider sehr widersprüchlich.

    1. Ah das freut mich, dass der ARtikel für dich hilfreich war. Dass googlen allein eher widersprüchlich ist, kann ich mir vorstellen. Ich habe auch nur die absolute basis ergoogelt, der rest ist logisches Ableiten aus der Farbmischung. Von daher kann ich dir da jetzt auch leider nicht weiterhelfen mit eienr Quelle, wo du speziell etwas zum soft Autumn Light finden kannst. Nur denselben Tipp für dich, wie für alle anderen auch: probieren, probieren, probieren und einfach auf Farben an dir und anderen achten, das schult das Auge und dann kommt man ganz gut rein. 🙂

  17. … Und was ist eigentlich mit Merkel?

    Eine Frage, die ich mir in meinem Alltag eigentlich nicht stelle, aber ich bin im Internet über diese Blazersammlung (http://thespectacleofthetragedy.eu/#24189987690) gestolpert und finde es wirklich schwer zu sagen! Ich finde irgendwie nichts davon gut an ihr. Könnte aber auch an meiner Abneigung zu diesem Blazerschnitt liegen. Oder an Merkel. Wer weiß?

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