19. März 2017

Es ist ein… Willkommen zum Gender Reveal

Ein Mädchen! Ein Junge! Ein Junge? Doch. Nee. Moment. Doch ein Mädchen. Nee. Also es ist…! Ohhh, das tut mir aber Leid.

Hallo zusammen, hier bin ich wie versprochen mit einer der spannendsten Fragen, wenn es um das ungeborene Baby geht: Was wird es denn? Amerikanisiert und auch im deutschen Raum mittlerweile sehr gängig: der Gender Reveal (die Geschlechtsaufdeckung). Also, lüften wir das Geheimnis!

Und? Fragt ihr euch auch, was einem da Leid tun könnte? Ich hoffe, ihr fragt euch das. Spräche für euch. Siehe unten.

In Woche 13 haben wir ja bereits einen Tipp von meinem Frauenarzt bekommen und auch ein, wie ich fand, sehr aussagekräftige Ultraschallbild mit einem „Zipfelchen“.

Na, wenn das mal kein… Mooooment!

„Das Vorhandensein des Zipfels, heißt in dieser Phase der Schwangerschaft erst mal gar nichts“, so mein Arzt, „Spannender ist, in welche Richtung er zeigt. Das eine spricht eher für eine Klitoris, das andere für einen Penis.“

Aha, wieder was gelernt. Übrigens sind er und „das Internet“ unterschiedlicher Meinung, was da den Winkel bzw. die Interpretation dessen angeht. Hat er nicht gehört. So Google-Patienten sind nicht so seins.

Es wurde weiter spekuliert

Mein Bauchgefühl sagte mir ganz am Anfang mit dem positiven Schwangerschaftstest: Es wird ein Junge. Dann sehr schnell doch: Es wird ein Mädchen. Und das Gefühl: „Es wird ein Mädchen!“ blieb, auch nach dem Tipp vom Frauenarzt. Und dann schwankte es jeden Tag. Also von wegen als Mutter hat man das im Gespür. Mein Bauchgefühl ist sensibel genug, um Baby seit Ende Woche 15 sicher spüren zu können, aber ob ein Y-Chromosom vorhanden ist… dazu hat sich mein Bauchhirn ausgeschwiegen beziehungweise genauso wild spekuliert wie mein Kopf.

Ein Wunschgeschlecht hatte und habe ich nicht… beziehungsweise… na, doch ein miniminibisschen, das habe ich an der Art der Freude gemerkt, als wir es erfahren haben.

Online gibt es zig „Tests“, die angeblich einen Hinweis darauf liefern, ob das Kind ein Mädchen oder ein Junge ist. Je nach dem, worauf die Mutter Hunger hat, wie sie schläft, wie die Haut aussieht, wie der Ehering überm Bauch pendelt… (WTF?!) und vielleicht noch am „wissenschaftslichsten“ mit einem Mü Verschiebung hin zur Tendenz zum einen oder anderen Geschlecht, ob der Akt, der zum Baby geführt hat, vor oder nach dem Eisprung lag (vor dem Eisprung: Tendenz Mädchen, zum oder nach dem Eisprung: Junge) und wie alt die Mutter ist (je älter die Mutter, desto höher die Wahrscheinlichkeit für eine Tochter). All diese Tests zusammen genommen ergeben für mich: Ich bekomme einen Zwitter. Es ist ausgewogen.

Also: Prognose Woche 13: Es wird ein Junge

sagt der Gynäkologe, hat aber jetzt keiner gehört, sagt er. Soll ja Eltern geben, die dann farbtechnisch schon mal total eskalieren, was Kinderzimmer und Babykleidung angeht. Und besser keine falschen Hoffnungen oder Enttäuschungen befüttern. Moment… Enttäuschungen? Ja, gleich mehr dazu.

Von da an haben wir das Kind mit dem Jungennamen angesprochen und vom Söhnchen gesprochen. Vorerst. Mein unsicheres Gefühl blieb. Ich habe gewitzelt, dass das mal eine dieser todespeinlichen Anekdoten sein wird, die man dann im Teenageralter der Tochter erzählt: „Also auf dem ersten Ultraschall sah es so aus, als hättest du einen Penis!“

Dann irgendwann haben wir nur noch „unser Kind“, gleichzeitig aber „er“ statt „es“ gesagt. Mein Bauchgefühl schwankte weiter und ich halte davon auch nicht all zu viel, bei einer Trefferchance von 50% kann man sich denken, wie viele dann danach ausposaunen: „Ich hab es doch gewusst!“ und wer er eben daneben lag, ist in der Regel damit dann nicht all zu kommunikativ. Also. Spielerei.

In Woche 17 nun hatte ich den Ultraschall, der Klarheit gebracht hat.

Wir bekommen ein Mädchen! Und viel wichtiger: sie ist gesund und alles ist dort, wo es sein soll. Und mein Arzt meinte, das wäre ein prima Beispiel dafür, dass man sich als Gynäkologe mit den Prognosen in der frühen Schwangerschaft noch zurückhalten sollte. Ach, Herr Doktor, wir haben doch gequengelt! Und wir wollten unser Baby doch nur schon ansprechen können. „Das Kind.“ „Er.“ Hat ja gut geklappt. 😀 Wir freuen uns über jedes funktionstüchtige Organ, auch eben über die zwischen den Beinen, wir haben gehört, die sind ganz nützlich, sogar beide Sorten. 😉

Aber Moment mal…

Spannend fand ich schon früh, dass mir aufgefallen ist, dass die meisten Frauen (in meinem Beobachtungsradius, also nix Wissenschaftliches hier) sich mehr über eine Tochter freuen (würden) und die meisten Männer mehr über einen Sohn. Die Hauptbegründung ist, dass ihnen das Geschlecht näher steht. Wobei die Männer da meist entspannter zu sein scheinen und/oder allgemein nicht so mitteilsam. Dennoch war ich irritiert, wenn ich etwas gehört habe wie: „Ich freue mich so, es wird eine Tochter! Mein Mann war natürlich ein bisschen enttäuscht…“

Natürlich?! Über das „natürlich“ stolpere ich wohl am meisten. Aber ich sollte noch nicht nur stolpern sondern einmal richtig hart auf dem Boden der Realität aufschlagen. Benedict hatte keine Präferenz, ich ein Minibisschen tatsächlich doch Richtung Mädchen, was ich gemerkt habe, als die erste Prognose Richtung Junge kam. Ein kleines „Hach“ am gedanklichen Satzende nach der großen Freude, dass Baby gesund und toll ist. Da musste ich mir erst mal selbst eingestehen, dass ich ja wohl doch auch eine Vorliebe habe. Für das, was gleich kommt, hätte ich es am liebsten gehabt, ich könnte jetzt aus zutiefst ehrlichem Herzen das Gegenteil behaupten und sagen, dass es mir wirklich, wirklich ganz, ganz ehrlich vollkommen gleich gewesen wäre und ich nicht ein klein bisschen innerlich gehüpft bin, als es dann hieß „Dann bestätigen wir mal, dass es ein Mädchen wird!“ (Bestätigen? Jaja, Herr Doktor, wir haben schon alles blau gestrichen! – Natürlich nicht.)  Aber zumindest war und ist es mir lange gleich genug, um mich eben nun eine Runde zu entrüsten.

Unvollständig ohne Mädchen?!

Fast zeitgleich zu unserem persönlichen Gender Reveal hat Claudi von wasfuermich einen Artikel dazu verfasst, ob sie das Geschlecht ihres nun vierten Kindes wissen möchte. Und… ich empfehle ihn euch. Und auch die Kommentare allein unter ihrem Instagram Teaser-Bild haben mich vollkommen von den Socken gehauen. WIE KANN MAN NUR! Ich war entsetzt, gelinde gesagt. Claudi hat 3 Söhne und spricht davon wie es einerseits ist, wenn man sich ein Mädchen wünscht und es deshalb lieber nicht vor der Geburt wissen möchte, um das Baby in der Schwangerschaft voll genießen zu können und keine eigene Enttäuschung auf es zu projizieren. Wie schon erwähnt, finde ich es völlig legitim sich einen Jungen/ein Mädchen zu wünschen und ja, ich kann verstehen, wenn man 3 Jungs hat, dass man gern ein Mädchen hätte oder auch umgekehrt einen Jungen bei einem Haufen Mädels daheim. Ich habe damit auch zum ersten Mal wirklich nachvollziehen können, weshalb viele Eltern das Geschlecht nicht vor der Geburt erfahren möchten. Für mich als Frau Neugier war klar, dass ich ALLES wissen wollte, was ich wissen konnte und NATÜRLICH auch das Geschlecht. Was mich so schockiert hat, sind die an Frechheit und Diskriminierung kaum zu überbietenden Kommentare von Außenstehenden (in der Regel von anderen Frauen): Wenn da Mütter von Söhnen bedauert werden, dass es doch kein Töchterchen ist. Wenn man „Du Ärmste!“ sagt, weil es ja drei Jungs sind. Und so weiter, teils drastischer, teils subtiler. „Da fehlt dir bestimmt das Flechten!“ (Nein, das hat man nicht zu mir gesagt) „Mädchen kann man einfach hübscher anziehen, das ist schon schade.“ „Drei Jungs. Mutig!“ Was? Als wäre das eine Wahl. Und als wären das kleine Monster. Fassungslos. Wirklich.

Ich war wie erstarrt. Da erwartet man ein gesundes Kind (oder hat eines bekommen) und jetzt scheint es so zu sein, dass die Außenwelt schon erwartet, dass Mami bestimmt traurig ist und sich nicht vollständig fühlt ohne eine Tochter. Ich wiederhole mich: Wenn dem für die Mama so ist, ist das ja schade genug (und die meisten Muttis knabbern da ganz schön dran, dass sie sich dieses Gefühl eingestehen müssen) aber dennoch auch irgendwo nachvollziehbar, aber das von außen suggestiv an sie heranzutragen, finde ich eine bodenlose Frechheit. Würde man sowas zu einer Mutter von Töchtern sagen, dass man mit ihr fühlt, dass sie ja keinen Sohn bekommen hat, wäre das Geschrei nach Gleichberechtigung und Emanzipation groß. Aber so auf Jungs übertragen, ist das dann okay, weil eine Mami ja doch die Chance haben soll ein Prinzesschen zu haben mit süßer Kleidung und „wie die beste Freundin“ und niedlichen Frisuren und man geht zusammen einkaufen… Denn was ist es denn? Wird da schon vermisst, dass man da niemandem den Gebrauch von Tampons erklären darf? Sonst wäre vielleicht eine Puppe eine gute Alternative für Glitzer und Frisuren. Ich hab gehört, es soll auch Jungs geben, die gern tanzen und singen und malen und sich gern hübsch anziehen und boah, ich hab als Mädchen mit Pfeil und Bogen gespielt, sieht man ja, was da Missratenes draus geworden ist. Und wenn da jetzt einer mit dem Homosexuellenklischee um die Ecke kommt, raste ich aus. Zynismus hat jetzt bitte eben jeder herausgelesen.
„Mädchen sind aber schon anders!“ Ja, natürlich. Aber ich sag mal: Solange sowas in der Welt ist, ist es kein Wunder, dass da mehr anders ist, als die Fähigkeit zielgenau im Stehen pinkeln zu können oder auch nicht. Und dass da weniger Abweichungen akzeptiert werden, für die Eltern dann gern eine ganz große Besonderheit ihres Sprösslings heranbemühen müssen, um zu positivieren, dass ihr Mädchen aber ungewöhnlich in dem und dem Bereich ist für ein Mädchen, oder ihr Junge anders als die meisten Jungen. Siehe da: Es sind Individuen mit Persönlichkeit, aber sie sind noch nicht auf der Welt und wir haben schon Förmchen und Schublädchen für sie bereit. Argh!

Da möchte ich schreien. Mache ich jetzt quasi hier schriftlich. Das ist so diskriminierend, so engstirnig und unreflektiert, da kann ich nicht anders. Und was für ein Schlag ins Gesicht für all die, die sich einfach „nur“ ein Kind wünschen. Und noch eine Ohrfeige für alle, die sich um die Gesundheit ihres Babys sorgen. Und noch mal für die, deren Baby nicht gesund ist. Sie alle wissen, wie unglaublich egal das Geschlecht ist, sie haben es auf die harte Tour gelernt.

So. Und jetzt freue ich mich wieder über unser kleines Mädchen! Über unser GESUNDES kleines Mädchen, mit Armen, und Beinen und Gesicht und Organen im Körper. Wie wudnervoll, das in meinem Bekanntenkreis niemand auf so komische Kommentare gwkommen wäre, sondern da einfach Freude für uns war, egal ob man persönlich jetzt das eine doer andere toller fand oder nicht.  Und ich wünsche Claudi nur das allerbeste für einen ebenso wunderbar gesunden neuen Menschen in ihrem Leben!

Kleines Gerkrath-Mädchen: sei glücklich, sei gut und gesund. Wir zeigen dir, so gut wir können, wie das geht. Sei wer du bist.

Das wünschen wir uns für dich.
Ganz viel Liebe!

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

64 Kommentare

  1. Ich danke dir für diesen Beitrag!!!
    Ich finde es zum Beispiel auch immer wieder verwunderlich, dass mich Leute als allererstes fragen, was es wird. Was haben sie denn von dieser Info? Ich wollte das Geschlecht wissen, weil ich mich gerne auf einen Namen festlegen möchte und mein Kind auch schon so ansprechen will. Und ja, ich hatte ein ganz kleines bisschen den Wunsch, dass es ein Mädchen wird. Dem Mann war es tatsächlich vollkommen egal. Mir eigentlich auch, aber da ich selbst große Schwester bin, finde ich es nun eben schön, dass mein erstes Kind auch irgendwann große Schwester sein wird.
    Und wir haben kaum etwas in rosa, sondern in bunt und blau und neutral. Die Schwiegermama sagte dazu ganz entsetzt „Ein Mädchen muss aber rosa tragen!“ Ehm nein? Muss sie nicht. Und wenn sie ihr trotzdem nur rosa Kram kauft, kommt der ungetragen in ne Kiste. Übergriffig und sexistisch ist das. Könnte ich mich stundenlang drüber aufregen und ich führe tatsächlich auch ab und an mit Nichte und Neffe (8 und 6) meines Freundes Gespräche, in denen ich sie frage, wieso denn eine Ritterburg ein Jungsspielzeug sein soll oder rosa eine Mädchenfarbe.
    Ich bin Gott sei Dank nicht so erzogen worden und musste meiner Schwiegermutter heute drei Mal versichern, dass ich als Kind kein rosa getragen habe. Sie wollte es mir einfach nicht glauben und fragte sogar nach Fotos. Was ist denn da los?
    Also ehm ja – lange Rede, kurzer Sinn: Glückwunsch zum gesunden Kind und zu so viel Menschenverstand 🙂

    1. Danke schön. 🙂 Ich habe an sich gar nichts gegen rosa, genauso wenig gegen Babyblau. Ich mag das nur nicht, dass man es dazu verwendet sein Kind zu labeln. Ich trage selbst gern rosa und ich denke unsere Kleine wird auch ab und an rosa tragen, ich werde die Farbe verwenden, wie anderen Farben eben auch. Nur mit so Prinzessin-Kullerauge-Taille-schmaler-als-der-Kopf-Prints und Spielzeugen, da hört es für mich auf. Da kommt früh genug noch der ganze Unsinn, gegen den wir als Eltern dann erst mal anstinken müssen ohne für das Kind nicht nachvollziehbare verbote auszusprechen. Bei Jungs nervt mich das ganze Trara rund um mit Autos spielen und Piraten und Ritter… Viel zu tun. 🙂 Aber das wird schon. Ich wurde da selbst recht streng erzogen, was geschlechtsneutrales und pädagogisch wertvolles Spielzeug angeht und denke, ich werde einen nicht ganz so rigorosen Weg einschalgen wie meine Mutte damals, denn gar nichts davon haben zu dürfeng renzt wiederum aus, das fand ich auch sehr unschön. Für mich waren es primär Spielzeuge, die meine Freundinnen alle hatten und ich habe nicht verstanden, weshalb ich kein Mein Kleines Pony haben durfte. Zum Beispiel. Aber da gibt es ja eeeeewig viele Graustufen. Das wird sich zeigen, wenn es soweit ist. 🙂

  2. Mir hat auch niemand geglaubt, dass es mir in der dritten Schwangerschaft wirklich wirklich wirklich egal war, welches Geschlecht das Kind hat. Und das, obwohl wir doch schon zwei Jungs haben. „Aber ein Mädchen ist einfach was anderes.“ Als ob meine Söhne identisch wären! Und das Argument mit dem Haare flechten: Danke, ich habe mit meinen eigenen Haaren genug zu tun. Und tatsächlich ist mein langhaarigstes Kind ein Junge.

    1. 😀 Ich hab auch schon gewitzelt, dass ich dem Söhnchen dann nen richtig schicken langen Zopf wachsen lasse, so ein kleiner Elbenjunge. Letztloich hätte er tragen dürfen, was er will, solange gepflegt. Mädchen dasselbe. Sie wird lange Haare haben dürfen und wenn sie sie nerven, dann kommen sie eben ab, wenn Zopf nicht hilft. Ich kenne aber eigntlich fast nur Kinder (egal welches Geschlecht), die ihre Haare eigentlich echt mögen und nicht sodnerlich darauf erpicht sind, dass sie abgeschnitten werden. Wenn sie älter werden ändert sich das bei den Jungs dann ein bisschen, weil man sich der Gruppe anpasst. Ach, ich komme ganz vom Thema ab! Jetzt spinne ich schon wieder rum, ob es wohl benedicts oder meine haare haben wird. Oder Omas oder Opas oder oder oder. 😀

  3. Du sprichst mir sehr aus der Seele. Hauptsache gesund!! All diese Klischees und Geschlechtervorlieben – ICH HASSE SIE! Kann dazu aber leider zwei Beispiele aus unserer Familie bringen: mein Cousin bekam eine kleine Tochter und war tierisch in sie verliebt und himmelte die kleine an (soweit so gut und schön). Als sie dann das zweite Kind kamen, war er total erleichtert wieder eine Tochter zu kriegen, weil Töchter für ihn einfach das ultimativ beste sind. So süß, so niedlich. Ich bin ja sehr froh für sein zweites Kind, dass es eine Tochter wurde und kein ungeliebter Junge… Zweites Beispiel mein Papa… leider… Der bekam bekanntlich mich erstgeborene, eine Tochter (haha klar oder *wink*). Wahnsinniges Glück, wahnsinnige Vaterliebe und Hingabe. Das zweite Kind wurde ein Sohn… war für ihn weniger interessant – irgendwie homophob. Mit einem Jungen kann man nicht so kuscheln, das ist doch irgendwie schwul (WTF?!?!!). Jungs sind frech, wild, nicht süß und niedlich… Der Taufpate von meinem Bruder hat meinen Papa immer geschimpft, weil er sich nicht so um den Jungen kümmerte oder mehr mit mir spielte. Echt traurig und doof. Erst später als mein Bruder jugendlich und erwachsen wurde, konnte er mit dem Sohn etwas anfangen. Ich hab ihn schon oft darauf angesprochen, aber er kann angeblich nicht anders – was mir echt Sorgen macht. Was wenn unser zukünftiger Sohn spürt, dass Opa ihn nicht so lieb hat? Mir bricht es jetzt schon vorsorglich das Herz und ich mach mir Sorgen. 🙁 Wir werden ihn einfach vorher mit ganz viel Liebe und viel Kuscheln überschütten 😉
    Das man nach 2 oder 3 Kindern doch mal das andere Geschlecht möchte, verstehe ich sehr gut. Aber so prinzipielle Vorliebe und Abneigung zum anderen… brrr furchtbar. Das arme Kind!!
    Und Mädchen bedeutet nicht immer Glitzerparty 😀 Ich war auch ein Wildfang und mehr Junge als Mädchen. 😉
    Ich freu mich für euer kleines Mädchen, dass es so offene und liebevolle Eltern kriegt!

    1. 🙂 Ach, bei den Enkeln sind die Großeltern dann doch oft noch mal anders. Vielleicht auch weil sie rückblickend dann doch ein paar Sachen anders machen würden. Und euer Kleines einfach ganz schrecklich lieb zu haben, schadet so oder so nicht. 🙂
      Ich kenne das aus dem Bekanntenkreis aber auch, dass da an den jungen Papa, der sich wirklich großartig liebevoll um sein Söhnchen kümmert, herangetragen wurde: „Wie, du KÜSST deinen SOHN?!“ Ein Mann, der ein (noch dazu männliches) Kind küsst, ist also für manche Menschen immer noch widersinnig. Grässlich. Ich bin superfroh, dass ich im engeren Dunstkreis mit sowas nicht zu rechnen habe. Das sind dann Diskussionen, die ich nicht führen muss, spart Energie. 😉
      Baby darf sein, was es will. Und wenn es ganz viel rosa wollen sollte, nun, dann soll es auch das bekommen. Aber ich werde mich bemühen auch Gegengewicht zu geben. 🙂 Das Kinderzimmer wird auf jeden Fall nicht rosa und bei den Klamotten, ach, da werde ich rosa genauso nehmen wie anderen Farben auch. Hauptsache gefällt.
      Alles Liebe und Gute! 😀

  4. „Und was für ein Schlag ins Gesicht für all die, die sich einfach „nur“ ein Kind wünschen.“
    Wahre Worte. Uns beiden war es wirklich völlig egal. Hauptsache wir konnten irgendwann unser gesundes Kind in den Armen halten.

    Bzgl. der Klamotten-Farbe: Es ist ja teilweise so, dass man um diese Geschlechter-Sache nicht herum kommt. Man bekommt zum größten Teil rosa oder blau. Oder halt grau, weiß oder beige. Langweilig!
    Wir hatten das Ziel, neutral / bunt einzukaufen, aber das klappt nur bedingt. Naja… Was solls… Ist halt so. 🙂

    1. Klamottentechnisch sehe ich das nicht so eng, ich mag nur den vollen rosa Glitzeroverkill nicht. Rosa ist für mich erst mal eine Farbe wie jede andere auch und wenn mir da was gefällt, dann soll es so sein. Grau, weiß, beige ist ja voll mein Ding. 😀 😀 😀 Ich gehe eher stiften bei den meisten knatschbunten Sachen, aber ich weiß, dass Babys als erstes auf Knallfarben anspringen. Na, da wird sich ein Kompromiss finden lassen. 🙂
      Und wie schön, dass es dann für euch auch geklappt hat. Egal ob Mädchen oder Junge. 🙂

  5. Herzlichen Glückwunsch zu eurem gesunden Menschenkind! Ich hatte im Bauchgefühl einen Jungen, aber das ist ja – wie du schon sagtest – bei einer 50:50 Chance total nichtig. Und außerdem ganz egal 🙂

    https://www.hebammenblog.de/feindiagnostik-babyfernsehen-oder-fehlersuche/

    https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ultraschall-untersuchung-ia.html

    Diese beiden Links möchte ich dir gerne an die Hand geben. Vor allem der Hebammen Blog war für mich in der frühen Schwangerschaft sehr bereichernd. Alles Gute!

    1. Der Hebammenblog ist prima, den kenne ich schon. 🙂 Schaue gleich trotzdem noch mal in die Artikel rein. Zentrum der Gesundheit ist finde ich auch immer ein guter Startpunkt für recherchen, die haben immer schon recht viel und man kommt dann, wenn man möchte noch gut weiter. 🙂
      Alles Liebe!

    2. ich noch mal. Hebammenblog und Artikel: bin ich voll dabei. Den Artikel auf zentrum der gesundheit empfinde ich als einen der schlechtesten auf der Seite, den ich seit langem dort gelesen habe. Das, was dort beschrieben wird, empfinde ich als Panikmache. Kurz zusammengefast, ich hab mich da auch drüber schlau gemacht und vertrete die Meinung, dass der Ultraschall unbedenklich ist bzw. der Nutzen massiv über dem Risiko überwiegt. Mein Kind ist keine Fledermaus und kein Delfin, es kann Ultraschall nicht hören. Und die Natur verwendet Ultraschall (Fledermäuse, Delfine…) eben auch und zwar auch tiefgehend genug, dass Delfine „sehen“ also echoloten können, wenn jemand schwanger ist.
      Ich habe eine Hebamme UND meinen Frauenarzt, der wirklich moderne Geräte hat. Die Kombination aus Alternativmedizin und Schulmedizin hat sich für mich schon in vielen Bereichen sehr bewährt. Alternativmedizin empfinde ich als sanfter, langfristig nützlicher und nebenwirkungsärmer. Schulmedizin ist schneller und damit auch potenter in Ernstfällen, ist etwas für kurze Momente und langfristig gesehen mit Vorsicht zu genießen.
      Beides hat somit für mich seine Berechtigung und ich bin froh, auf beides zurückgreifen zu können, je nach Bedarf. Meine Erfahrungen mit meiner Migräne und meienr Colitis bestätigen mich da einfach bzw. haben mich da sehr geprägt. Ich rbauchte die schulmedizinische Diagnostik und teilweise auch die „chemischen Keulen“ um überhaupt erst für den alternativen bereich wieder therapierbar zu werden. Langfristig war die ALternative dann der Weg, um die Schulmedizin nicht mehr zu brauchen. Die Alternative hätte auch helfen können, aber seeeeehr viel langsamer, was bei akuten starken Schmerzen oder akuten Blutungen einfach… hm, eben ein Abwägen von Kosten und Nutzen ist. Darauf läuft es immer wieder hinaus und ist dann eine individuelle Entscheidung, die man am besten mit allen verfügbaren Informationen aus beiden Disziplinen trifft. Da Ärzte und Alternativmediziner and er Seite zu haben, denen ich vertauen kann, dass sie gut zusammenfassen können, ist unbezahlbar. Ich google trotzdem immer. 😉

      Alle Liebe, Heike

      1. „und zwar auch tiefgehend genug, dass Delfine „sehen“ also echoloten können, wenn jemand schwanger ist.“

        Das ist ja faszinierend! Ist das eine Rechnung über die Eindringtiefe oder gibt es da tatsächlich Verhaltensuntersuchungen mit Delfinen drüber?

        1. Boah, ich glaub, ich hab das aus ner arte-Dokumentation oder so… oder BBC? Ich kann mir vorstellen, dass es beides gibt, weil Delfine ja sehr intelligent sind und man mit ihnen prima Spielversuche machen kann, ähnlich wie mit Schimpansen. Ich meine, das mit den Schwageren war irgendwie in dem Kontext mit „Delfinschwimmen“ oder Delfintherapie“ und dass die Tiere mit Schwangere ganz anders umgehen… Irgendiwe so.
          Auf jeden Fall muss die EIndruingtiefe nicht groß sein, ein paar Zentimeter reichen da ja schon, ich meine beim Ultraschall liegt das Baby so in 8cm Tiefe plus minus (je nach Bauchspecki natürlich auch). Da der Mensch am Baich ja primär Wasser und Fett ist, ist das denke ich sehr leicht, das zu echoloten, ist ja weder Knochen noch Knorpel vor dem Baby.

    3. Nur ganz ganz kurz zu „Zentrum der Gesundheit“ : Da würde ich IMMER weiter recherchieren, und zwar unbedingt ganz bewusst in alle Richtungen, also auch der entgegengesetzten des jeweiligen Artikels. Wirklich unbedingt. Und tief durchatmen, denn ich habe den Eindruck da wird viel Angst vermittelt.
      Das sage ich, weil da in Bezug auf die Themen in denen ich mich selbst auskenne (Kinder- und Jugendpsychologie, ganz schlimm AD(H)S und Autismus), viel schlicht falsches, teilweise tatsächlich gefährliches kursiert. Und alle Statistiken die ich dort gelesen habe nicht korrekt dargestellt/interpretiert wurden… Bei anderen Themen kann ich das natürlich nicht beurteilen. Und da finden sich sicher auch viele wertvolle Anregungen die ich keinesfalls schlechtreden möchte.

      So. Entschuldige das offtopic liebe Heike! Ich hab den Eintrag zweimal geschrieben und wieder gelöscht, aber das ist so ein Herzensthema von mir, da kann ich ganz schlecht die Klappe halten.

      Und zurück zum Thema: Toller Artikel! Ich sehe das genauso wie du. Wie schön dass eure Tochter gesund ist und mit so offenen Armen empfangen wird 🙂 Und das Bild mit Gold ist einfach herzig!

      1. Die chemischen Themen auf Zentrum der Gesundheit haben mich (Chemikerin) absolut gruseln lassen. Ich meide die Seite, schont meinen Blutdruck…

        Ansonsten… Glückwünsch zum gesunden Mädchen. Ich gebe ja zu, mir wenn dann überhaupt ein Mädchen zu wünschen, aber Umtauschen ist ja eh nicht. Mir würde eine rosa Glitzerprinzessin trotzdem mehr zu schaffen machen als ein dunkler Mini-Ritter ^^ und um alles weitere mach ich mir Gedanken, wenn ich wirklich mal Kind/Kinder möchte.
        Bei dem Thema Kinder meint eh jeder Außenrum mitreden zu müssen. Von der Diskussion des Kinderwunsches bis zur Erziehung… brrr! Ich wusste nicht, dass Geschlecht auch ein Punkt für dumme Kommentare ist, ich merks mir 🙁

      2. Kein Offtopic finde ich, sondern sehr passend. Ich verwende Zentrum der Gesundheit ein bisschen so wie ein schlechter gegenrecherchiertes eso-alternativ-Wikipedia. Da sind viele gute Anregngen drin, sehr gute Startposition, aber. ABER eben. Hab da wie gesagt schon echt super Artikel gefunden und bei anderen besagtes Angstgeschäft ebenfalls deutlich verspürt. Die Schulmedizin/Pharmazie bekleckert sich da ja auch nicht grad mit Ruhm, wenn sie was verkaufen will, aber die Sprache, die da angeschlagen wird, ist anders. Bei letzterer muss man mehr herauslesen, dass da immer super sachlich geredet wird und einfach im Brustton der Überzeugung „Wahrheit“ verkauft wird. Bei den alternativen ist ganz viel… hm… wie soll ich das sagen… wischiwaschi mit dabei. Etwas, was zu einem Bauchgefühl passt, aber dann oft vernünftigen ARgumenten nicht mehr standhält. Vieles, das auf die Schiene „Hab ich doch schon immer geahnt!“ geht oder einfach tatsächlich korrekte Sachen mit etwas „süeziellen“ Theorien begründet. Klassiker für mich das Thema basische Ernährung. Da ist so viel ebsagtes Wischiwaschi bei, das ich allenfalls pseudowissenschaftlich nennen kann, aber dennoch, ja, es ist eine gesunde Ernährung. Denn unverarbeitet mit viel Gemüse und nur Mäßig Getreide, Obst und Fleisch zu essen, das tut den meisten gut. Ob man das jetzt Säure-Base nennt, mediterran, vollwert, whole foods oder sonst was.
        So. Das war jetzt Offtopic. 🙂

  6. Glückwunsch zum gesunden Kind! Wie aus dem Gesicht geschnitten! 😉 Und Glückwunsch auch dem Kind, daß es solche Eltern hat. Mich machen Gender-Schubladen auch sehr wütend. Wenn das Kind es von sich aus will… meinetwegen. Wie du schon sagst, kommt auch irgendwann von außen ein gewisser Gruppendruck dazu – ich kenne das auch, das erste Kind von zwei Lehrern, da muß man ja pädagogisch wertvolles Spielzeug anbieten… warum darf ich keine Bibi Blocksberg-Kassetten haben wie meine Freundin??! (Erklärung: zu flach 😀 ) Gleichzeitig bin ich auch ein eher jungenhaftes Mädchen gewesen und bin lieber mit den Jungs im Wald auf Bäume geklettert anstatt mit Puppen zu spielen. „Früher“ erschien mir das zu einem gewissen Grad auch irgendwie normaler und akzeptierter von Erwachsenen. Klamotten wurden aufgetragen, es gab weniger colorcoding. Generell, scheint es mir (aus meiner zeitlich nun auch schon etwas entfernten, vielleicht verklärten, Sichtweise), wurde sich tendenziell eher über Leistung als über das Aussehen definiert. Gut beim Sportwettbewerb? Gute Schulnoten? Super. Hübsches Püppchen? Na die hat ja sonst nichts im Hirn. Oder trägt Mamas Ladenauslage Werbung (die Tochter einer Kosmetikfachfrau – lustigerweise führt die heute das Geschäft ihrer Eltern, haben die also wohl irgendwas richtig gemacht, zumindest aus ihrer Sicht 😀 )

    Hach, bißchen deprimierend, das Thema. Vielleicht ganz gut, daß ich mich damit voraussichtlich nicht selbst auseinandersetzen muß. Obwohl ich es auch ein bißchen schade finde, daß ich keinen kleinen Menschen „formen“ und ihm meine Ansichten mitgeben kann. So grundsätzlich fände ich das schon spannend. Aber ich bin lieber die Tante. Die Nichten kann ich nämlich einfach wieder abgeben und meine Ruhe haben, wenns mir zu viel wird 😛

    1. Haha, da sagst du was! Wir haben auch in der Nachbarschaft so ein paar abschreckende Beispiele rumlaufen, die wir augenzwinkernd „akkustische Verkütung“ genannt haben, weil wir einfach immer sehr froh waren, uns das Geplärre nicht den ganzen Tag anhören zu müssen… obwohl die auch zwischendurch ganz niedlich sein können.
      ich habe eher den Eindruckd ass Mädchen nach wie vor mehr unter Druck stehen ALLES sein zu sollen: hübsch und niedlich, trotzdem tough und stark. Bescheiden und freundlich und trotzdem für ehrgeizig und mit Biss. Usw. Auf Jungs/Männer trifft das ach zu, aber oft nicht in dem Maße. Sie „Sollen“ nur dem männlichen Klischee entsprechen und das Weiblichere dabei ist ganz gern gesehen, aber kein Beinbruch, wenn es nicht klappt. Umgekehrt werden Männern döfer angeguckt, wenn sie stark zu den klassisch weiblichen Eigenschaften tendieren… ach ein weites Feld. Emanzipation geht auf jeden Fall immer in beide Richtungen wollte ich sagen. 🙂

  7. „Mein Bauchgefühl schwankte weiter und ich halte davon auch nicht all zu viel, bei einer Trefferchance von 50% kann man sich denken, wie viele dann danach ausposaunen: „Ich hab es doch gewusst!“ und wer er eben daneben lag, ist in der Regel damit dann nicht all zu kommunikativ. Also. Spielerei.“

    Danke, danke, danke!

    So viele Menschen sind sich dem Konzept der selektiven Wahrnehmung nicht bewusst. Klar, wir alle erliegen ihr, aber es schadet nicht ab und zu mal drüber nachzudenken, wie sehr wir unserer Wahrnehmung/Erinnerung vertrauen können.

    Ob Jane Austens Mrs. Bennett wohl sehr enttäuscht war, ob ihrer fünf Töchter? Wahrscheinlich schon, da hingen ja echte wirtschaftliche Überlegungen dran.

    Mein Großvater hätte sich schon einen Enkelsohn gewünscht. Stattdessen bekam er sieben Enkeltöchter 😀 Also er hatte da eine klare Präferenz, obwohl sich die Zeiten seit Jane Austen ja nun wirklich geändert hatten.

    Zum Thema Babykleidung: Ich sehe ein bisschen mit Verwunderung diese „Haarbänder“ mit Schleife/Blume, die viele amerikanische weibliche Babys anhaben. Damit Außenstehende die Kleine bloß nicht für einen Jungen halten… Dabei ist das doch im Babyalter so egal wie nur sonstwas.

    Hildegard Grzimek, die Frau des Zoologen und Zoodirektors Bernhard Grzimek, zog neben ihren Kindern auch Menschenaffenbabys groß, die von ihrer Mutter verstoßen worden waren, bis sie alt genug waren im Zoo in der Gruppe allein zurechtzukommen. Sie schreibt in ihrem Buch, dass sie die Affenbabys wie Menschenbabys im Kinderwagen mit zum Einkaufen nahm, denn alleine lassen konnte sie sie ja schlecht wenn sie noch ganz klein waren. Sie schreibt, dass viele Frauen sich verzückt über den Kinderwagen beugten mit der Frage „Wie alt ist es denn?“ (die sie wahrheitsgemäß beantwortete) und „entsetzt zurückprallten“ mit dem Ausruf „Das ist ja ein Neger“.
    Ich könnte mich kugeln bei der Geschichte 😀

    1. Haha, die Geschichte mit den Affenbabys ist der Hammer! Schlimm, dass sie natürlich auch bitter ist, aber dennoch sehr zum Lachen. 😀
      Zu Kleidung und Babies bilde ich mir aktuell noch mein Urteil. Ich bin noch nicht ganz sicher, wo och da für mich die Altersgrenze ziehen würde, auf jeden Fall erst bei einigen Lebensmonaten, vielleicht sogar noch später… denn ich denke schon, dass es zumindest für Kleinkinder schon wichtig ist, eindeutig ein Mädchen/ein Junge zu sein und zwar auch für die Umgebung erkennbar. Es ist mit das erste der Identität. Wenn man das Ich begriffen hat, den eignen Namen, die Familien. Ich habe noch keine Studien dazu gewälzt, aber meine Logik sagt mir, dass die Geschlechtsidentität da dann sehr rasch anschließt. Ob das nun natürlich so ist oder anerzogen ist… weiß ich nicht. Ich weiß nur von mir, dass ich es schon vor dem Kindergarten traurig fand, dass ich sehr oft für einen Jungen gehalten wurde. Das hat mich verletzt, ich war damit irgendwie kein vollwertiger Teil meiner Freundinnengruppe. Und Kinder untereinander sind da auch garstig. Ich weiß, dass ich unter anderen kleinen Mädchen mal beweisen sollte, dass ich keinen Schiepi habe. Das war demütigend. Das prägt. So eine Uneindeutigkeit finde ich deshalb grenzwertig doer doch zumindest schwierig. Vielleicht muss man dann aber auch einfach schon kleinsten Kidnern ganz früh ein Argument an die Hand geben, um sich gegen solche frühen Beleidigungen zu wehren… Spannendes Thema auf jeden Fall. Intuitiv sage ich: mir ist das wichtig, dass unsere Tochter als Mädchen erkannt wird, ja. Wenn man sie als Säugling verwechselt, nicht tragisch. Aber so spätestens wenn sie anfängt zu sprechen und zu laufen, da soll es bitte passen. Dafür komplett rosa beschleift zu sein halte ich da aber auch nicht für den weg der Wahl.

      1. Und dann „hoffen“ (darf man das so schreiben? Ich hab jetzt echt lange überlegt, meine das aber ziemlich neutral, obwohl es das Thema an sich nicht ist), daß das Kind auch sich selbst eindeutig als Mädchen empfindet. Das macht es natürlich einfacher für alle. Obwohl ich mir sicher bin, daß ihr als Eltern auch ein Transgender-Kind lieben würdet. Ist aber bestimmt auch eine Umstellung und ein Erlebnisprozeß – so ganz eindeutig ist das ja im ganz frühen Alter nur extrem selten. Ich meine natürlich nicht ein normales Ausprobieren, sondern ein offensichtliches „irgendwas stimmt mit mir nicht“-Empfinden. Aber so häufig kommt das ja auch nicht vor, also hoffe ich mal, eure Kleine macht es euch da einfach 😉

        1. Da bin ich völlig offen. Identitätsfindung ist wichtig, egal, was da am Ende bei rauskommt. Ich bleibe dabei: gesund, glücklich und gut, das wünsche ich mir. Welche Orientierung oder oder oder da an das geschlecht gekoppelt dran hängt, ist mir gleich. 🙂

  8. Oh Heike – ich gratuliere dir ganz herzlich! ♥ (das hätte ich auch geschrieben wärs ein Junge geworden 😉
    Unsere Story dazu:
    Mein Mann hat einen Sohn aus 1. Beziehung und hat mir erzählt als er es erfahren hatte, hat er sich stolz, groß und mächtig gefühlt und alle Männer haben ihm auf die Schulter geklopft und „Gut gemacht!“ gerufen und höchstwahrscheinlich ein grunzendes Männergeräusch von sich gegeben… (so stell ich mir das immer vor :-D)…

    Als wir erfuhren, dass wir ein Baby erwarten wünschte er sich ein Mädchen und ich auch.
    Ich kann nur sagen, als wir wussten das es ein Mädchen wird flossen bei meinem Mann nur mehr Freudentränen. Und wenn er heute Anderen erzählt das wir ein Mädchen erwarten dann erzählt er es ganz stolz, bekommt immer noch flackernde Augen, muss einmal schlucken und dann bekommt er so einen liebevollen und weichen Ausdruck im Gesicht. Ich kann diesen Ausdruck gar nicht beschreiben. Es berührt einfach mein Herz und ich LIEBE diesen Ausdruck. 🙂

    Ich wünsche euch 3 alles Glück dieser Welt.
    LisaMarie

    Ps.: Gold ist eine tolle Farbe! *

    1. Jaaa, Gold ist toll! Und sooo süße Geschichte! Ich bin nach wie vor so froh, das uns niemand mit so blöden Mitleidskommentaren gekommen ist, als es erst hieß es sei ein Junge oder jetzt mit Beglückwünschung dass es ja doch geklappt hat. Einzig ein paar Freundinnen haben mich beglückwünscht, aber das wren auch die, denen ich vorher gesagt hatte, dass ich mir das doch eingestehen muss, dass ich doch wohl eine kleine Präferenz für ein Mädchen gehabt hätte. Da hatten wir diese Gefühle schon thematisiert, weil ich das von mir ja voll daneben fand zu merken, dass ich doch lieber ein Mädchen gehabt hätte, wenn auch eben nur ein miniminibisschen lieber. Sie haben dann gesagt „Ja, guck, doch ein Mädchen!“ und sich für mich mit gefreut. Das finde ich legitim. 🙂

  9. Herzlichen Glückwunsch <3
    Als Zweifache-Jungsmama kenne ich das Thema. Beim ersten sagte mir eine Kollegin damals, dass es ihr leid tue und ich beim nächsten Kind sicher mehr Glück hätte. Der Satz schockt mich bis heute. Ich bin so froh 2 gesunde und zufriedene Kinder zu haben und auch jetzt beim 3. Baby ist mir vollkommen egal was es wird. Werden es diesmal auch wie beim 2. Kind schon halten und das Geschlecht nicht vor der Geburt verraten.
    Allein diese Frage nervt mich total, was wird es denn? Ein Baby.
    Wenn das Baby da ist, kannst dich übrigens schon mal auf die Frage, schläft es schon durch freuen.

    1. Oh ja, das Schlafthema. Tricky mal wieder, denn ich finde das baut Druck auf, der nicht sein muss, andererseits habe ich den Eindruck, dass das tpische Gesprächsopener sind, will heißen, diese Phrasen/Fragen sind erlernt als „Das sagt man zu jemandem, der schwanger ist/berade ein Baby bekommen hat.“ So, wei man Menschen zu Anfang eines Gesprächs fragt, wie es ihnen geht, selbst Fremde, von denen man keine ehrliche Antwort erwartet à lá „Oh heute schlecht gschlafen und außerdem hab ich Termindruck“ sondern ein „Ach läuft, viel zu tun, wie immer!“
      Ob das jetzt kommunikative und soziale Glanzleistungen sind, sei dahingestellt…
      Auf jeden Fall echt heftig, dass du nun auch hier bestätigst, was ich ja nur bei wasfürmich gelesen hatte. Brrr. Da läuft es mir immer noch den Rücken runter.
      Es ist schön, dass eure Kinder gesund und zurfrieden sind. Das ist toll. Das zählt. 🙂

  10. Wie toll, das alles in Ordnung ist!

    Ich habe drei Jungs. Und sollte ich noch mal ein Baby bekommen, ich würde das Geschlecht nicht wissen wollen, um mir diese unverschämten Kommentare wie „Du Ärmste bist sicher furchtbar enttäuscht „, “ Du hast aber immer ein Pech „, „Müsst ihr weiter probieren “ zu ersparen. Ich hab ziemlich problematische Schwangerschaften , ich freue mich jedes Mal über gesund und lebendig. Ja, eine Haarschmuckerbin wäre auch schön gewesen, hat aber meine Freude über einen Jungen trotzdem in keinster Weise trüben können.

    1. Richtig so, also dass du das so für dich entscheidest. Bitter, dass da echetr Selbstschutz von Nöten zu sein scheint.
      Mich fragen ja auch immer alle, ob ich dann bei einer Tochter (und jetzt da es sicher eine Tochter wird erst recht) auch flechten werde.
      Wenn sie es möchte. Ihre Haare. Klar, ich fänd das schön mit schönem Haar und werde allgemein dafür sorgen, dass mein Kind hübsch aussieht und sich hübsch fühlt, aber wenn das Küken mit langen Haaren nichts am Hut hat, dann nicht. Ich musste bis Ende der Grundschule Pottschnitt tragen. Mama fand das süß und praktisch und ja, doch, wenn ich mir die Fotos anschaue, war es auch. Aber ich wollte immer lange Haare. Habe mir Schals und alte Gardinen (!) um den Kopf gebunden als Zopfersatz und so. Haare sind ein Körperteil, über das ein Mensch früh selbst entscheiden kann. Tut ja auch nicht weh, also soll sie das ruhig tun. Auch wenn ich innerlich bestimmt schniefe, sollte sie wundervolles Haar haben und es kurz tragen wollen. Naja. So ist das eben.

  11. Hallo Heike,

    herzlichen Glückwunsch nochmal zum gesunden Kind 🙂

    Mein Freund meinte vorhin zu dem Thema nur: „Wenn wir ein Mädchen bekommen, dann wird das meine kleine Prinzessin. Die bekommt dann Politik, Staatswesen und Kriegsführung beigebracht, wie es sich für eine echte Prinzessin gehört.“ 😀

    >> „Mädchen sind aber schon anders!“ Ja, natürlich. Aber ich sag mal: Solange sowas in der Welt ist, ist es kein Wunder, dass da mehr anders ist, als die Fähigkeit zielgenau im Stehen pinkeln zu können oder auch nicht.

    Das trifft den Nagel auf den Kopf. Ich studiere im MINT-Bereich und bekomme die Werbung, die gemacht wird, um mehr Frauen in den Bereich zu locken, sehr intensiv mit. Dabei kann keine Werbung der Welt das ausgleichen, was in der Erziehung verbockt oder nicht gefördert wurde, von schlicht und ergreifend anders gelagertem Interesse mal ganz zu schweigen. *kopfschüttel* Zumal die Unterschiede zwischen einem Physiker und einem Historiker tendenziell größer sind, als die zwischen einem Physiker und einer Physikerin.
    Ich glaube, in ganz vielen Köpfen hängt auch noch drin, dass Männer nur mit Männern und Frauen nur mit Frauen (befreundet sein) können. Allein das rauszubekommen, wäre schonmal ein Fortschritt.

    Es freut mich unterm Strich einfach, dass eure Tochter so reflektierte Eltern hat.

    Liebe Grüße,
    Katja

    1. Guter Mann, der Herr Freund! Das Zitat könnte ich wohl adaptieren. 🙂 Wirklich.
      Ich glaube, wir sind da auch beide sehr reflektiert, weil wir beide für das Thema schon selbst sensibilisiert sind. Wir sind beide starke Persönlichkeiten, die daran gewachsen sind beide nicht „typisch Mann“ „typisch Frau“ zu sein, da ich viele klischeehaft männliche Tugenden und Fähigkeiten wirklich lebe und benedict viele klischeehaft weibliche Wesenszüge hat und NATÜRLICH wird sowas kommentiert. Allerdings seit einigen jahren nicht mehr. 🙂 Auch das Umfeld reift, das ist toll. Finde dazu ja immer noch dei Bingo Theor schön mit Masculine Strength Male, Masculine Strength Female, Feminine Strength Male und Feminine Strength Female. Einfach der Denkansatz gefällt mir.
      VG

      1. Bei uns ist es die gleiche Konstellation (ich MSF und er FSM), aber noch in der Kommentierphase, wenn auch selten. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass es mich nicht stören würde, wenn es heißt, dass ich in der Beziehung die Hosen anhätte. Eigentlich stört mich vor allem dieser Beigeschmack von „unterbuttern“ – den mag ich nicht haben. Aber. Aber die Tendenz zum Unterbuttern ist von meiner Seite im Moment noch da, auch wenn sich da in den letzten Jahren sehr viel getan hat. Ist halt noch ein Stück Weg zu gehen 🙂

        Und ja, der Herr Freund schießt oft den Vogel mit solchen Kommentaren ab. Eine der Eigenschaften, die ich sehr an ihm schätze.

        Liebe Grüße 🙂

        1. Oh ja, solche Kommentare kenne ich auch, wenn auch seit einigen Jahren bedeutend seltener. Klassiker bei uns: „Darf Benedict denn Pizza/kekse(füll etwas ungesundes aber leckeres ein) essen?“
          Ja, sieh an, der darf das selbst entscheien! Was bin ich denn für eine Furie…? Nun denn. Hab ich schon oft gehört auch von anderen. Sobald sie der aktivere/kommunikativere/extrovertiertere part in einer bezioehung ist wird da gern das Pantoffelheldvorurteil heranbemüht. Ich antwprte da wenn sowas noch kommt meistens auch sehr direkt drauf, dass das nicht nett ist, sowas zu vermuten, weder für ihn als der, der sich unterbuttern lässt, noch für mich, die ja dann der hausdrachen angeblich ist.

    2. „Edit“: Was ich mit „nur mit dem eigenen Geschlecht befreundet sein“ sagen will, ist, dass ich glaube, dass da die Überlegung drinsteckt, dass man nur mit „Seinesgleichen“ wirklich intensive Freundschaften/Partnerschaften/u.ä. haben kann, dann aber absolut zu kurz greift und das an äußeren Merkmalen festmacht.

      Und es gibt auch die, die Anziehpuppe spielen wollen *brr*

      Lieben Gruß,
      Katja

  12. Liebe Heike,

    ich habe nun auch schon eine Tochter (bald 2) und die Fragen musste ich auch über mich ergehen lassen. Wenn ich Kleidung für meine Kleine kaufe, suche ich bevorzugt nah neutralen Farben. Grün, Orange, Rot (wird mittlerweile auch schon als Jungsfarbe eingestuft „???“). Da ihre eine Oma ihr gern Mädelssachen in Rosa und Pink kauft hat sie auch eine rosa Mütze, die sie gern trägt, weil sie bequem ist. Trotz dessen wurde ich, wahrscheinlich wegen ihrer roten Jacke und den blauen Schuhen, schon mehrfach gefragt, was ich denn ein kleines Mädchen oder einen kleinen Junge hätte. Anfangs habe ich das ja noch verstanden, weil ich für mein Frühchen kleine Frühchen-Jungskleidung ausgeliehen hatte. Mittlerweile wundert es mich.

    Übrigens finde ich auch viele Kleidungsstücke für Mädchen in den normalen Läden einfach nur kitschig oder viel zu prinzessinnenhaft. Zu viel Glitzer, Tüll und Merchandise. Aber ich finde es schön ihr „schöne und schlichtere“ Kleider anziehen zu können.

    Was das Spielzeug angeht, achten wir darauf, dass es pädagogisch wertvoll ist. Bauen, basteln und Musik haben da schon mal höhere Priorität. Wenn ich sie beobachte, fällt mir, trotz ihres Interesses an Autos und Baggern, immer wieder auf, wie mädchenhaft sie sich doch benimmt.

    Liebe Grüße,
    Katharina

    1. Bei Kleidung bzw. „Genderfarben“ vollzieht sich glaube ich derzeit auch ein gewisser Wandel, weil die Knallfarben zumindest in einer bestimmten Zielgruppe einfach weniger angesagt sind. Da sind die hellen und pastelligen Töne die Mädchenfarben und die schweren, gesättigteeren Frben die Jungsfarben. Abweichungen im Bereich von Mädchenkleidung, die mit Fliegenpilzmuster und Co der kanllig daher kommt, aber ads ist ein ganz anderer Stil als der, den ich meine. Ich sag mal so ganz platt „die moderne modeinteressierte Mami“ kauft eben pastellhell für Mädchen und Navyblau, Braun, dunkelgrau etc für Jungs. Pi mal Daumen. Gelb ist da dann noch recht weiblich, da hell, Baucklotzfarben sind dagegen eher Junge, da kräftiger. Da wird nicht soooo sehr wzsichen rosa und blau unterscheiden, sodnern wzischen sanft und kräftig, was ja auch wieder sehr deutliche Klscihees sind, vom Wortlaut her eigentlich sogar übler als rosa und blau denn das benennt ja erst mal nur Farben und keine Eigenschaften…
      und geh mir weg mit dem Merchandise. Gibt es irgendein Mädchen ohne Frozen Elsa und Anna? Boah… Aber die stehen da alle drauf. Egal, wen ich da frage, die Mütter rollen in der Regel alle mit den Augen, aber es ist wie die Masern: ansteckend. Ich glaube in meienr generationv ergleichbar mit Barbie und Skipper. Zumindest stehen Elsa und Anna für ein bisschen bessere Werte, auch wenn sie immer noch mit Mikrotaille daherkommen und ziemlich glitzern… Ach, der Artikel zur Kinderkleidung, der wird mich auch wieder in Beschlg nehmen, da hab ich schon richtig Bock drauf. 😀
      Ich finde deine Einstellung auf jeden Fall gut, was Kleidung und Spielzeug angeht. Ich muss noch so viel lernen und für mich ehrausfinden und entscheiden, ich bin grad dankbar für jede gute Erziehung, die ich selbst genossen habe. 🙂 Und für Menschenverstand und eine große Portion kritisches Auge. 🙂

  13. Liebe Heike,
    richtig schön geschrieben!!!

    Alles Gute zum kleinen Mädchen. Es ist wirklich egal was es ist. „Es“ ist euer Kind!

    Ich habe zwei Jungen. Beide gesund. Das ist und war wichtig. Klar, ein Mädchen wäre auch schön gewesen, aber noch (zum Glück) kann man sich das nicht aussuchen. 😉
    Genieße weiterhin deine Schwangerschaft,

    alles Liebe
    Linda

    1. „Genieße weiterhin die Schwangerschaft,“ der war gut! 😀 😉 😀 Schwangersien war bisher eher so meeeeh mit der niedrigen Energie, dem vielen Kotzen und sehr eingeschränkten Essen, aber es ist gut, dass ich so wirke, als würde ich es trotzdem genißene. Das tue ich auch. Ich splitte das. Körperlich ist das echt nicht mein Lieblingszustand, lange nicht, aber emotional ist es super spannend und ich freue mich auf unser Kind. Ich hoffe aber sehr,d ass ich jetzt endlich mit grob 1-1,5 Monaten verzögerung dann in den Bereich komme, der ja so toll sein soll mit Glow und Energie und so. Bzw… also mir reicht es, wenn mir einfach nicht mehr übel ist, den Rest krieg ich hin. 🙂

      Dass man das geschlecht nicht aussuchen kann finde ich auch gut… ich glaube, da würde es Trends geben und es würde generationen mit Mädchenüberschuss und adneren mit Jungsüberschuss hervorbringen. Das macht dauerhaft auch nicht glücklicher…

      1. Ja, meine zweite Schwangerschaft war auch von Unwohlsein und Schmerzen geprägt. Aber Du hast wirklich eine sehr positve und glückliche Ausstrahlung.
        Und Du siehst auch sehr „gesund“ aus. Also von wegen Glow…;) Sieht so aus, als hättest Du den schon.

        1. Danke. 😀 Das sind natürlich auch die schönen Fotos. Die Ich-kotz-gleich-Selfies, die ich meienr Freundin geschickt habe, damit sie mich bei Bedarf dran erinnert, wie elend es mir ging, falls ich anfangen sollte mich zu überschätzen, nun, die habe ich nicht online. 😉 Aber Glow nehme ich gern. 4,5 Monate örgs haben gereicht. 😀 Ich finde, man sieht auf Fotos auch einfach immer die Laune und die war außer zu akuten Übelkeitsphasen, immer gut. Ab und an genervt, aber gut.

  14. Hallo Heike, ich bin derzeit mit meinem zweiten Kind schwanger (aber noch recht früh, 9. Woche), aber ich habe mich dieses Mal bewusst dagegen entschieden, dass ich das Geschlecht erfahren möchte. Der Grund ist ziemlich bekloppt: Beim ersten Kind hat meine FA gesagt, dass es ganz sicher ein Mädchen wird. Wenn sie sich irren würde, dann dürften wir sie zum Zimmer streichen bestellen. Tja, es kam der Tag der Geburt, und – Überraschung – es war ein Junge! Wir hatten keinen Namen parat und durch die Geburtsumstände war das auch erstmal schwierig zu besprechen. Naja, heute ist es eine lustige Geschichte. Aber wir haben damals (2011) auch keinen 3D Ultraschall machen lassen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich ein kleines bisschen mehr ein Mädchen gewünscht hatte, aber das hat sich komplett gelegt und einen Sohn zu haben ist richtig toll. Daher ist es mir jetzt auch wirklich egal, ob es ein Junge oder Mädchen wird, ich hätte auch kein Problem damit, zwei Jungs zu haben.
    Zu dieser ganzen Gender-Debatte kann ich nur sagen, dass ich es in dem Zusammenhang immer interessant finde, dass die meisten es total erstrebenswert finden, wenn Mädchen sog. „Jungssachen“ machen, kein Rosa tragen, nicht mit Puppen spielen, etc. Die gleichen Eltern können sich es aber absolut nicht vorstellen, ihrem Sohn rosa Kleidung anzuziehen und ihn „Mädchensachen“ machen zu lassen. Also eigentlich hab ich das Gefühl, dass viele Leute sich ein Mädchen wünschen, aber das soll dann bitte wie ein Junge sein (um jetzt mal in Klischees zu sprechen, was mit Junge/Mädchen assoziert wird). Ach so, und das pädagogisch wertvolle Spielzeug find ich auch immer interessant. Komme selbst aus nem Doppellehrer-Elternhaus, aber ich finde persönlich immer fraglich, warum das Spielzeug denn schon immer unbedingt etwas fördern oder lehren soll?! Warum kann das Kind nicht einfach nur Freude haben beim Spielen, ganz unabhängig davon, ob es jetzt super pädagogisch wertvoll ist oder nicht? Das heisst jetzt nicht, dass jeder Wunsch gedankenlos erfüllt werden muss oder sollte. Aber mein Motto: Einfach mal entspannen, sowohl bei den Klamotten, als auch beim Spielzeug.
    Aber es gibt kaum so ein schwieriges Gebiet, wie das der Kindererziehung, jeder meint ja, sein Weg sei der richtige und jeder andere Weg wird als Angriff auf die eigene Lebensweise verstanden. Schöne Beispiele sind Impfen oder Stillen. Ach so und natürlich Kaiserschnitt. Oh und ganz beliebt sind auch Hausfrauen. Meine Schwester ist eine „klassische“ Hausfrau. Was die sich alles anhören muss. Als ich nach einem Jahr angefangen habe, wieder Vollzeit zu arbeiten und mein Mann zu Hause geblieben ist und (bis heute, er hat nur nach drei Jahren noch ein Studium begonnen) sich hauptsächlich um unseren Sohn gekümmert hat, fanden das alle ganz toll, wie der arme Mann das mit dem einen Kind hinkriegt, echt bewundernswert. Meine Schwester hingegen ist nur die faule Hausfrau mit drei Kindern, die sich von ihrem Mann aushalten lässt. Es ist eine verrückte Welt.
    Ich hoffe, mein ewiglanger Text wurde jetzt nicht als Angriff verstanden, denn wenn ich es richtig gelesen habe, siehst du es ja auch so: einfach mal das Kind überwiegend machen lassen. Ich wollte nur mal meine Erfahrungen in der Hinsicht mitteilen, weil das doch teilweise interessant ist, was man so erlebt.
    Alles Gute noch für dich, lese hier sehr gerne ☺
    LG

    1. Oh, du musst dich nicht für den langen Text entschuldigen, im Gegenteil! Ich freue mich immer total hier mehr zu lesen als „He wow!“ oder „Oh toll, guck doch auch mal auf meinem Blog vorbei!“. Ich finde das genial, dass hier richtig diskuttiert wird. Ich freue mich immer am meisten auf die Kommentare, wenn ich einen ARtikel dann veröffentlicht habe. Bei haarthemen ist das natürlich überschaubar, das ist dann nur so für den Spaß für mich und zum Gucken für die Leser,w enn ich nette Fotos dabei haben sollte. Aber bei solchen Themen: immer her mit der Meinung!
      Wir gehen da aber tatsächlich sehr konform, was ich da so rauslese.
      Ich (wir) habe mich vor der Entscheidung für ein Kind schon mit vielen der ja besonders kontroversen Themen beschäftigt, die du ja auch nennst (Stillen, Kaiserschnitt, Hausfrau/Hausmann etc.) und letztlich läuft es doch darauf hinaus: leben und leben lassen. Aber bitte ohne Schauklappen. Von meinen mir lieben Menschen erwarte ich, dass sie reflektiert sind, aber das sind sie auch, auch deshalb habe ich sie so lieb. 🙂
      Das Kind überwiegend machen lassen empfinde ich übrigens als etwas pädagogisch sehr wertvolles. 🙂 Da geht es bei Montessori viel drum: dem Kind werden Dinge angeboten, was es damit macht, ist ihm überlassen. Der Erwachsene bietet an, beobachtet und hiolft bei Bedarf dem Kind sich selbst zu helfen/es selbst zu können. Und klar, da sind einige Spielzeuige dann etwas… eingeschränkter in dem, was sie anbieten als andere. 😉 Aber das Kind kann sie trotzdem mögen, weil es vielleicht genau das mag, was eben dieses vielleicht von den Eltern abgelehnte Spielzeug anbietet. Wenn es da um Barbiepuppen und bewaffnete Actionsifguren geht finde ich zwar schon, dass man als Eltern dann etwas gucken muss, dass mindestens ein Gegegngewicht besteht und vielleicht schaut man auch mal darauf, warum das Kind dieses Zeug mag (meistens ist die Erklärung einfach: „die anderen“ Kinder haben das Zeug auch und Werbemacher wissen schon mit welchen Psychotricks man die kleinen Kunden kriegt).
      Ach ja. Weites Feld mit viiiiiiielen Graustufen. Und Rosatönen und Blaunuancen… 😉
      Ich muss nicht perfekt erziehen, aber ich mag eine gute Richtung vorgeben, das ist der Plan. Wie beim Essen und beim Sport auch. Bitte mit Spaß und nicht bierernst. Solange die Richtung passt, kann man auch entspannt links und rechts mal rumhüpfen.

  15. Hab mir meinen Text jetzt gerade nochmal durchgelesen, und ich will ja nicht Wasser predigen und Wein saufen, daher wollte ich auch noch sagen, dass ich es natürlich auch ok finde, wenn jemand nur pädagogisch wertvolles Spielzeug für sein Kind kauft. Ich muss es ja nicht so handhaben und mein „rant“ (ich lese zuviele englischsprachige Blogs) bezieht sich auch mehr darauf, dass man vielleicht mal die eigenen Gedanken und Urteile hinterfragt, die sich so ganz unbewusst eingeschlichen haben (siehe Beispiel Hausfrau). Dabei schließe ich mich definitiv mit ein!
    LG

  16. Lustig, erst heute hat mich eine Bekannte angesprochen, ob ich nochmal eine Tochter haben wollte. Da habe ich herzhaft gelacht und geantwortet, dass ich mir das ja nun nicht aussuchen kann. Und dass das OK ist. Ich bin glücklich mit meinen zwei Söhnen. Und ich habe eine fünfjährige Nichte, mit kurzen Haaren und die kriegt nun ein Kleidchen von mir zum Geburtstag und darüber ihr eines kaufen zu können freue ich mich. Ansonsten: Ich wusste die Geschlechter meiner Kinder bis zur Geburt nicht. Denn ich wollte mich überraschen lassen und gleichzeitig freut man sich immer riesig in dem Moment, in dem man sein Kind auf den Bauch gelegt bekommt und ist nicht übers Geschlecht enttäuscht. Und somit war ich in keinem Moment über das Geschlecht meiner Kinder enttäuscht, denn sobald man sein Kind hat, liebt man es einfach, weil es das eigene ist. Und – natürlich – würde ich keinen meiner Söhne eintauschen gegen eine Tochter. Aus dem Blickwinkel betrachtet sollte hoffentlich deutlich werden, dass man seine Kinder nicht fürs Geschlecht liebt, sondern weil sie das Individuum sind, was sie sind. Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich hätte schon gerne eine Tochter. Zusätzlich versteht sich. Aber im Moment sind mir andere Dinge im Leben wichtiger, als noch ein Kind zu bekommen. Allerdings: Wenn ich beim dritten Kind die Garantie bekäme, dass es ein Mädchen wird, dann würde ich jetzt sagen, dass ich garantiert noch ein Kind bekomme. Ohne diese Garantie weiß ich das noch nicht. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Vor jeder Geburt meiner Söhne war mir das Geschlecht egal, mit kleinem „schön, wenn es ein Mädchen würde“, aber grundsätzlich egal. Und aus diesem Standpunkt sollte man wohl Kinder bekommen, denke ich. Nicht weil man unbedingt noch ein Mädchen will… Also bin ich ganz froh, dass ich keine Garantie vor einem eventuellen dritten Kind bekommen kann 🙂

  17. Im Prinzip ist es mir total egal ob junge oder mädchen….gesund ist das wichtigste! Deswegen will ich das Geschlecht gar nicht wissen, erst wenns dann auf der welt ist und ich mein Kind dann im arm halten kann und einfach nur überglücklich bin *traum ende* 😀
    Aber ich muss gestehen……als erstes hätte ich gern einen Jungen. Generell find ich jungs einfach unkomplizierter, auch weil ich mit dem ganzen mädchenkram selber nix anfangen kann (muss da aber wohl durch, wenn dann ne Puppe gewünscht wird ^^ ). Und mein Freund hätte lieber Mädchen….ob nur eins oder mehr weiß ich grad gar nicht, aber auf jeden Fall ein Mädchen. Auch ansonsten kenn ich drei Männer, die gerne Mädchen hätten/haben.
    Von daher kann ich das Frau gerne Mädchen und Mann lieber Junge hätte, weil gleiches Geschlecht (und wahrscheinlich gleiche Interessen (vorausgesetzt werden)), nicht bestätigen 😀

    Weiterhin alles gute 🙂

    1. Ach man kann da ja auch alle Vorlieben verstehen und begründen, nur eben echte Enttäuschung finde ich… bedenklich. Großer Bruder, kleine Schwester ist ja sehr beliebt, oder ein Brüderteam oder ein Schwesternteam (gleichgeschlechtlich lässt sich noch mehr Kleidung weiterverarben, auch ein ARgument wenn man geschlechtsspezifisch kauft).
      Und danke, das wird jetzt einfach alles toll. 🙂

  18. Liebe Heike,
    danke für deine Worte. Obwohl ich mich mit dem Thema schon länger herumschlage, ist mir der Ansatz „Gleichberechtigung“ noch nicht in den Sinn gekommen.
    Ich habe zwei Söhne (6 und 12) und hab lange überlegt, ob wir es noch einmal „versuchen“. Wenn ich mir früher vorgestellt habe, Mutter zu sein, hab ich mich automatisch als „Mädchen-Mama“ gesehen. Inzwischen bin ich froh, dass alles so ist, wie es ist und ich mit meinen drei gesunden Männern zusammenlebe. Aber ich hatte zwischendurch eine echte Anpassungsstörung, dass ich wohl tochterlos bleibe (denn ehrlich gesagt, wirklich Lust habe ich mit 35 und zwei so großen Kindern keine Lust mehr auf noch mal schwanger und Babykram).
    Herzlichen Glückwunsch also zum Töchterchen (bei mir waren 3D-Aufnahmen noch nicht so gängig – ganz so kann ich mich noch nicht entgruseln).
    Doro

    1. Ich finde die 3D-Aufnahmen immer gruselig bei anderen und auch bei uns. Kleiner Alien. Aber irgendwie ist es, als könnte ich hinter diese „Wachsschicht“ gucken. 🙂 Die sind wohl auch wirklich erst seit ein paar Jahren so verfügbar. Ich finde es toll. in 10 Jahren oder so siehtd as bestimmt noch nicht mal mehr wächsern aus.
      Dass du jetzt nach 6 Jahren nicht moch mal anfangen magst, kann ich verstehen. Man hat denke ich dann für sich auch einfach schon ein par Sachen abgeschlossen. Zumindest stelle ich mir das so vor. Ich hab mich nie besonders als Mädchen-mama oder Jungs-mama gesehen. Vielleicht auch, weil ich mich lange überhaupt nicht als Mama gesehen habe bzw. nur eine diffuse Vorstellung davon hatte, dass ich „mal Familie“ haben möchte. Ich wollte ein Kind/Kinder, genauer wurde das Bild in meinem Kopf nie. Vielleicht ganz gut so, ich bin ja so ein wüster Planer, auchd eshalb bin ich froh, dass es bei uns so schnell geklappt hat, bevor bei mir das Zerdenken überhaupt erst ansetzen konnte. 🙂

  19. wunderbar! ich gratuliere dir von ganzem herzen! mädchen sind wundervoll und jungs auch. ich hab schon an dich gedacht und ein bisschen gehibbelt was es wohl wird. es erinnert mich dann an meine schwangerschaft mit unserer tochter und die freude und liebe und das unglaublich schöne gefühl wenn alles passt und gesund ist. alles liebe, jess

    1. Hihi, Danke! Ich war auch einfach sooo neugierig! Jetzt visualisiere ich die kleine ganz anders. Ein Junge hat vor meinem inneren Auge immer ein bisschen ausgesehen wie Benedict, ein Mädchen stelle ich mir ganz langhaartypisch irgendwie meist in der Rückansicht vor, bzw. jetzt, da wir den 3D-Ultraschall des Gesichts haben, spinnt sich meine Fantasie auch ein gesicht drum herum zurecht. 🙂

  20. Herzlichen Glückwunsch, liebe Heike. Ich freue mich sehr für Dich.
    Das schlimmste, die saure Gurkenzeit ist rum! Jetzt fängt der Spaß an, zumindest für die nächsten Wochen. Am Schluss wird es nochmal beschwerlich, aber auch das kriegst Du hin!

    Ich hätte schwören können, dass Du einen kleinen Jungen in Dir trägst…bei dieser bomben Ausstrahlung. Aber…….es wird eine neue Genossin im Club der Langhaarverrückten. Jemand, an der Heike so all ihre Haarträume ausleben kann. Flechten bis um Abwinken, Dutten bis der Arzt kommt, Züchten was das Zeug hält…..SCHÖN!
    Dann noch rosa Kleidchen, Tutu und alles, was wir uns als kleine Mädchen selbst so sehr gewünscht hatten…..
    Ich freue mich sehr für Dich und ich fühle sooooo mit!

    Auch freue ich mich total über den weiteren Verlauf mehr zu erfahren.
    Ach, was ist das Leben doch schön!!!

    In diesem Sinne
    Auf bald
    Sabine

    1. Hehe, Ironie rausgelesen!. 😀 Natürlich muss sie auch mein politisches Programm leben und für mich die Welt retten. Und so. 😉 Ach, die Kleine wird toll, einfach weil ich sicher bin, dass sie eine bereicherung sein wird. Für wieviele Menschen und in welchem Umfang ist mir egal. Für Benedict und mich auf jeden Fall und das sind schon mal zwei, schon ziemlich viel allein für ein ungeborenes Baby. 😀

  21. Liebe Heike,
    herzlichen Glückwunsch. Ist es nicht einfach ein wunderbares Gefühl, zu wissen, dass man ein gesundes Kind erwartet? Ich habe beides: eine Tochter und einen Sohn und ich liebe sie beide von ganzem Herzen. Die Sache mit den Geschlechtern ist aus meiner Sicht total klischeehaft. Meine Große mag kein Rosa und trägt ihre langen Haare am liebsten wild, offen und frei und meine Kleiner liebte es, eine Zeit lang, meine Haarklammern zu tragen. 😉 Meine Schwester hat drei Jungs und sie ist immer ganz stolz, wenn sie erzählt, dass sie jetzt zu ihren vier Männern nach Hause fährt. Ich bin einfach so froh und dankbar, dass bei uns alles immer so einfach und meistens unkompliziert ist. Klar, bin ich auch manchmal genervt, müde oder lasse meine schlechte Laune an ihnen aus. Aber abends, bevor ich ins Bett gehe, schaue ich zu ihnen ins Zimmer, lausche ihrem Atem, streiche ihnen übers Haar und bin erfüllt von einer tiefen Liebe, für die ich keine Worte finde und einer Dankbarkeit, dass beide so gesund, wunderbar und einzigartig sind.
    Alles Liebe für euch drei,
    Susanne

    1. Oh Gott, welch wunderschöne Worte! Danke! Da wird mir ganz warm ums Herz bei den Bildern, die du gerade erschaffen hast. Wundervoll. Ich bin super glücklich mit dem kleinen Mädchen, das es wird, aber würde es nun doch aus technischem Irrtum heraus ein Junge, ich würde einfach lachen und ihn abküssen und hätte eine fette Anekdote für immer.
      Ich finde alle Kombinationen toll: Jungsbande (nicht umsonst sind meine Romanhelden Brüder), Schwesternteam (hab ich mir immer gewünscht als Kind, eine kleine Schwester) oder Bruder-Schwester-Kombinationen, wie ich sie z.B. von Benedict und seiner Schwester kenne und so bewundere. Menschen sind apnnend und sie sind toll und grässlich in allen Kombinationen. 🙂

  22. Herzlichen Glückwunsch nochmal zum gesunden, goldenen kleinen Menschenkind. Freue mich mit Euch.

    Du sprichst mir so aus der Seele mit dem, was Du schreibst.

    Bezüglich rosa und hellblau war das übrigens einige Generationen vor uns noch andersrum.
    Ich hab dazu einen Artikel ausgeschnitten, den find ich bloß grad nicht.
    Aber sinngemäß wars so:
    für Jungen war rosa gedacht, da es als „das kleine Rot“ galt. Rot sei als dynamische, kraftvolle Farbe fürs männliche Geschlecht passender und rosa somit für Jungen.
    Hellblau war „das kleine Blau“ und für Mädchen gedacht, da es als ruhige Farbe und z.B. auch die Farbe der Maria für Mädchen passender sei.
    Fand ich sehr erhellend, daß das alles nur in den Köpfen stattfindet und man es genauso gut umdrehen kann mit den entsprechenden Erklärungen. Und dann gilt das Umgekehrte als das neue „so ist es eben“.

    Alles Liebe für Euch weiterhin!

    1. Ja, das hab ich letztens auch erfahren, als ich mich mit einer Freundin zum Thema ausgetauscht habe, total spannend! Kann man gut weitergeben, wenn jemand sagt: „Naja, aber Mädchen mögen eben rosa und das ist schon sehr weiblich.“ Ja, aber erlernt, nicht per Geburt. 🙂
      Unsere Kleine wird genauso wie es auch ein KleineR bekommen hätte, in einem farblich geschlechtsneutralen Kinderzimmer wohnen. Wobei ich mich vermutlich bei der ein doer anderen Mädchenhaftigkeit, was Kleidung angeht, nicht zurückhalten werde, einfach weil ich das auch schön finde, nur eben nicht ausschließelich. So wie ich selbst auch rosa und Kleider an mir mag und mich gern so kleide, dass man schon sieht: „Jo, ist ne Frau!“ 🙂 Bei Babys gibt es da figürlich natürlich nichts, aber naja. Wie gesagt finde ich manches einfach niedlich. Erlernt wohl, nicht per Geburt. 😉

  23. Danke für diesen Beitrag! Auch wenn wir uns mittlerweile im Jahre 2017 befinden, habe ich das Gefühl, dass viele noch ein recht mittelalterliches Denken besitzen. Es ist eure Entscheidung, ob ihr das Geschlecht des Kindes bestimmen möchtest und eure Entscheidung, wie ihr es die erste Zeit kleidet. Am wichtigsten ist es doch, dass euer Kind gesund ist. Ich bin sehr froh darüber, dass meine Eltern kein rosafarbenes Puppenzimmer eingerichtet haben und mich mit Lego spielen ließen. Die Identitätsfindung übernimmt das Kind ab einem gewissen Alter sowieso… Und dann kann es sich immer noch entscheiden, mit was es spielt und ob das Zimmer rosa, blau oder gelb wird. Ich wünsche euch alles Gute 🙂

    1. Danke schön! Wir werden unser bestes tun, um ihr alle Wege offen zu halten und ihgr zu helfen, die guten von den schlechten zu unterscheiden, egal ob sie rosa oder blau sind. 😉

  24. Weißt du, bevor ich selbst schwanger war, waren zwei ganz sichere Fragen, bei denen man nicht viel falsch machen konnte „wisst ihr, was es wird?“ Und „wann ist Termin?“. Dass dann heute so viele uns das fragen, kann ich nachvollziehen – man will eben höflich sein und Interesse zeigen. Bei uns kamen aber keine Kommentare zum Geschlecht (vierfach bestätigtes Mädchen 😛).

    Mir wurde zu Beginn von sooo vielen Leuten eingeredet, dass wir einen Jungen bekommen (mein Mann hat Brüder und Neffen, die könnten keine Mädchen; Kotzerei bis in den 5. Monat, Bauch nach vorne, meine Augen würden so strahlen…, Etc pp.). Und dann in der 21. Woche sagt die Ärztin „Tendenz Mädchen“. Ich bin aus allen Wolken gefallen, so sehr hatte ich mich mit dem Jungen schon angefreundet. Ich hatte nie einen Wunsch, aber da wir so sehr überzeugt waren, dass es ein Junge wird, war das natürlich doch irgendwie ein … Schock? Mittlerweile freuen wir uns natürlich – auf das Baby, egal was rauskommt. Einen Jungsnamen habe ich in petto, für den Fall der Fälle… Aber es ist schön, die kleine Dame mit Namen anzusprechen, ich weiß genau wie euch das ging .

    Übrigens, da ich kurz vorm Ende meiner ebenfalls sehr anstrengenden und nervigen Schwangerschaft stehe. Wenn die Leute sagen, genieß es, dann hör nicht drauf 😛 Meckere, jammere, weine… Es ist ein Ende abzusehen. Wenn es dir gut geht, mach was schönes. Ansonsten genieß das Rumliegen!
    Viele Grüße, Sandra

    1. Danke! Vor allem, für den letzten Absatz! Das mit dem absehbaren Ende denke ich mir auch imemr, wenn wieder irgendein Brocken oben drauf kommt. Aber aktuell, da wieder so viel Schonung angesagt ist, fällt es mir recht liecht es achselzuckend hinzunehmen, weil Schonung auch gut im sonnigen Garten geht, zum Glück.

      Ich frage ja dasselbe, wenn ich jemand schwangeres treffe und es um smalltalk geht. Wann komtt es?, Wie geht es euch damit? und wisst ihr, was es wird? Die meisten reden ja gern über ihre Schwangerschaft und das sind eigentlich ganz unverfängliche Themen, wenn man nicht direkt mit Beschwerden und Gynäkologie ins Haus fallen will. Wie gesagt bin ich echt froh, das in meinem direktem Umfeld da niemand für irgendein Geschlecht des kindes bedauert wurde.

      Dann wünsche ich dir auf jeden Fall noch alles Gute für „die letzten Meter!“ bald geschafft und dann hast du ein Frühlingskind. Die meisten suchen sich den ET ja nicht aus, aber wenn es Nicht-Winter wird, finde ich das immer schön, weil dann Kidnergeburtstage auch Aktivitäten draußen beinhalten können und es nicht so nah an Weihnachten klebt.

  25. Ich stelle mir gerade vor wie das langersehnte Prinzesschen sich weigert hübsche Kleider anzuziehen und sich lieber beim Klettern die Jeans zerreißt oder beim Fußballspielen und Lagerbauen dreckig macht ober eben Pfeil und Bogen spielt und heimlich Saugnapfpfeile anspitzt und im Feuer härtet. Hab ich alles gemacht und die Leute haben früher immer gesagt ich wäre ein verhinderter Lausbub. Oder wie der Junge eben lieber kocht oder mit Puppen spielt.

    Selbst wenn man sein Wunschgeschlecht hat sagt das nichts über die Persönlichkeit des Kindes aus und es kommt oft anders als man sich das vorstellt. Deshalb glaube ich es ist besser seine Vorstellungen/Wünsche ein bißchen im Zaum zu halten und alles auf sich zukommen zu lassen, wie du das auch versucht hast. Wäre ja schade, wenn einen das Kind enttäuscht, allein weil es so ist wie es ist.

    1. 🙂 Sie wird das so oder so super machen. Man kann ja auch beides sein oder beides nicht. Kleid und Hüttenbauen. Kochen und Schlammschlacht. Vielleicht fänd ich das sogar am schönsten, weil sie dann einfach alles ausprobieren würde und Spaß macht ja alles davon. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.