11. September 2016

Jakob, Tom, Ellen, Anna – MBTI Personality types

Ich liebe Kategorisierungen! Als Wegweiser und um Dinge einfacher zu machen. Jenseit der Kategorien wird es dann oft so richtig spannend… Aber so für den Alltag ist es schon toll zu wissen, wo man steht, egal ob Figurtyp, Haartyp, Farbtyp, Ernährungstype oder Persönlichkeitstyp. Einfach, weil dann vieles einfacher wird.

Bereits letzten Sonntag habe ich euch die 16 Persönlichkeitstypen nach dem MBTI, dem Myers-Briggs-Type-Indicator vorgestellt. Wenn bei „MBTI“ bei euch im Kopf nur ein Fragezeichen aufleichtet, lest diesen Artikel auf jeden Fall zuerst. Außerdem findet ihr dort heraus, wie ihr mit der Recherche anfangt, um herauszufinden welcher Typ ihr selbst seid. 🙂
I love categories! As a guide and to simplyfy things. And beyond the categories it gets really exciting… But for daily life it is so cool to just know where you stand no matter if we talk about different body shapes, colour analysis, hair typing, way of diet or personality typing. Last Sunday I already introduced to you the 16 personalities referring to the MBTI, the Myers-Briggs-Type-Indicator. When all you see are questionsmarks in you head, reading this MBTI abbreviation I highly recommand to go back to this first article from last week before you proceed here. Besides that, it is that older article which shows you how to start research to find out which type you are. 🙂

Hier und heute mag ich etwas weiter gehen und den MBTI anhand von vier für mich sehr besonderen fiktiven Beispielen weiter erklären, nämlich an Jakob, Tom, Ellen und Anna, den Protagonisten meiner… Romanreihe?! (es soll mal eine werden). Legen wir direkt los!
Here and now I want to go a little bit further with the MBTI using it to type some very special fictional characters. I talk about Jakob, Tom, Ellen and Anna the four protagonists of  my… novel series (at least this is what they are suppsed to be). Let’s start right away!

Jakob, ISFJ // The Guardian in need of an Angel

Jakob ist diplomatisch, empathisch und hat ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Harmonie und vielleicht noch mehr nach heiler Welt. Auch wenn man ihn direkt als Quasselstrippe kennenlernt, die so gar nicht schüchtern wirkt, ist er innerlich doch ein Träumer, dem weniges wichtiger ist als das Gefühl, dass alles an seinem sinngebenden Platz ist, sein Herz eingeschlossen. Er braucht keinen großen Freundeskreis oder viel Gesellschaft, dafür aber um so dringender die Nähe seiner Lieblingsmenschen. Das alles macht deutlich, dass er, hoher Kommunikationsdrang hin oder her, ein introvertierter Mensch ist, wenn auch diese Introversion etwas verdeckt ist.
Jakob is diplomatic, empathetic and has a high urge for harmony or even an ideal world. Even though you come to know him as a motormouth who really does not seem to be shy, on his inside he is a dreamer who aches for nothing more than for the feeling that everythign is at its purposeful place, his heart included. He does not need a big circle of friends or a lot of company but being close to his loved ones is in fact one of his vital needs. Considering this, all his chatting can’t hide long that he is an Introvert.

Jakob ist ein sehr ausgeprägter Feeler, der durch seine Sensiblität zwar empathisch und warm anderen gegenüber ist, aber primär sehr verletzlich wird. Er kann dabei diese ihm naturgegebene Stärke nicht nutzen, ist es doch vielmehr das Zuviel an Emotion, das ihn besitzt und dominiert, als umgekehrt.
Jakob is a very pronounced Feeler who is warm and empathetic based on his sensitivity but in first place this emotional side in him leaves him vulnerable. He cannot own this naturally given strength as it is rather the other way round: this too much of feeling owns him.

I can’t carry myself, but I can carry you.

Ich habe lange geschwankt, ob er nun ein Sensor oder ein Intuitiver ist, aber der Sensor in ihm überwiegt, wobei ich diesen Apekt grundsätzlich am schwersten zu greifen finde. Ihr auch? Dann verweise ich noch mal auf meinen ersten Artikel. Bei der Unterscheidung Sensing/Intuition geht es nicht um Entscheidungen, es geht um Informationsverarbeitung – was sich schwer von Entscheidungsfindung abgrenzen lässt. Und das sist es, was diesen Punkt so schwierig macht.
Zurück zu Jakob. Daten und Fakten zu sammeln als Versuch sich und seine Umwelt zu objektivieren, ist dabei ein Aspekt, dieser Fähigkei asl Sensort. Der andere, stärker hervortretende Aspekt ist sein ausgeprägter Blick für Details, was ihn zusammen mit dem Feeler in ihm zu einem sehr aufmerksamen, zuvorkommenden Menschen macht, auf den jederzeit verlass ist und der ebreit steht, um euch zu helfen, oft sogar schon bevor ihr selbst merkt, dass ihr Hilfe braucht. Was ihn eindeutig als Sensor verortet, ist die genauere Analyse der Funktionen (dominant, auxiliary, tertiary, inferior), die mir noch sehr schwer fallen, aber, da Lenja, mit der ich letzten Sonntag ja zusammen gebloggt habe, wie Jakob ebenfalls in ISFJ ist und sie das so schön aufgeschlüsselt hat, hat mir das meine Recherche enorm erleichtert. Ich zitiere hier einfach mal eine der vielleicht zweifelhaftesten Quellen, Wikipedia, für die introvertierte Sensorik, welche Jakobs (und Lenjas) dominante Funktion ist:
„Vergleicht das aktuelle Geschehen auf subjektiver Basis mit Informationen aus der Vergangenheit und versucht Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu finden. Dabei können Informationsschichten überlagert werden, die nicht mehr differenziert werden können. Die subjektive Wahrnehmung kann Überreaktionen oder eine nichtobjektive Realitätssicht mit Tendenz zur Mystik oder Fantasie zur Folge haben.“
Ich wage nicht zu mutmaßen, wie viel davon Lenja ist, aber für Jakob ist das der berühmte Fall von Faust aufs Auge. Der Judger in ihm schlägt weniger durch massives Planen durch, auch wenn ihm Organisiation in jeder Hinsicht leicht fällt, sondern zeigt sich in einem gewissen Hang zum Materialismus mit ein paar mehr Brillen als nötig und einem großen Drang nach harmonischer Ordnung und Struktur und etwas zu viel Grübelei darüber, wie die Zukunft wohl aussehen könnte.
I struggeld for a longer time wether he is more the Sensor or the Intuitiv but this aspect is in general the one I find the most difficult to distinguish. If you have the same problem I refer again to my first article were I explained that the Sensing/Intuitive question is not a question of making decisions! It is a questions of how to deal with information. As information and decisions are usually closely linked this is tricky to keep apart.
Back to Jakob who turned out to be a Sensor. Observing facts and data is one aspect for him to get a better hold of his reality and also of himself. But it is more about his great sense for details which – combined with the sensitive Feeler in him – makes him an extraordinarily considerate person, always eager to help and be a gentle men you can rely on even before you know you might need some help. If I was still unsure about him being a Sensor my last doubts vanished as I read Lenja’s article last Sunday. First she is great in also talking about the four functions within MBTI which I… sort of ignored as I felt not comfortable with them when it comes to my own personality type. Second she is like Jakob an ISFJ and explained these functions on her example that it clicked in my head. But I want to quote the maybe most questionable source here, wikipedia, and what it says about the introverted sensing (translated from German back to English): Compares the present events with information from the past on a subjective basis and tries to find out differences and resemblances. Doing so information can get layerd and no longer been differented. The subjective way of taking in information can lead to overreactions and an not objective way of looking at reality with a tendency to mystic and phantasy.“ I don’t dare to assume how much of this counts for Lenja, but when it comes to Jakob this fits like chalk and cheese (chalk and cheese? Really, you english speakers are strange… German says „it fits like fist on eye“ which is rather brutal but you know somehow we just describe that something has an anatomical fit, strange maybe, but surprisingly funny). The Judger in Jakob does not show so much by massive planning even though organisation is something he is good at and does just straight from habit. It is more a rather materialistic way of dealing with possesions (like owning maybe too many glasses) and his urge for harmonic structure and neat tidyness. And well, he dwells a bit too much about how the future might look.

You can’t rush healing, darkness has its teaching.

Wächter, Beschützer, Guardian – es gibt einige markige und etwas (zu) plakative Titel für die MBTI-Persönlichkeitstypen, so wie diese hier für den ISFJ. Jakobs Analyse ist allerdings sowieso etwas mit Vorsicht zu genießen, da wir mit ihm den Bereich der klinischen Psychologie betreten, für die der MBTI explizit nicht gedacht ist. Seine Persönlichkeit ist so instabil, dass er selbst einen Beschützer bzw. Guardian bräuchte. Und dmit sind wir direkt bei einem seiner Dilemmata: Jakobs Hauptrolle im Leben lässt sich am ehesten als die des Unterstützers/Supporters zusammenfassen. Und zwar eines wirklich guten. Er ist nicht so präsent wie ein echter Protagonist, aber er ist auch weit davon entfernt nur irgendjemandes Sidekick zu sein. Als Supporter ist seine Lebensaufgabe klar umrissen (sein Pech, dass er MBTI nicht kennt): Er ist gut darin zu geben, zu helfen – zu lieben. Bitter für ihn, wenn das, was er zu geben hat, nicht gewollt wird.
Am Ende des Tages ist er quasi der ewige Zweite. Was ein Fluch und ein Segen ist, denn schließlich ist der Zweite immer noch ziemlich gut. In manchen Lebensbereichen besteht allerdings zwischen Zweitersein und Verlieren aber kein Unterschied.
Defender, protector, guardian – there are some titles for MBTI personalities like these her for the ISFJ, when you are out for research on the internet. But interprete these titles carefully as they are often a bit too much of a cliché. Additionally Jakob’s analysis has to be taken very carefully as we step over here from general psychology to clinical psychology. And this is somethignthe MBTI explicitely is not meant for. His personality is so instable that he needed a protector respectively guardian himself. And like this we are straight at one of his dilemmata: Jakob’s mainrole in life can be best summorized as the one of the supporter. And a supporter who really does a great job. He is not as present as a true protagonist but he is also far from only being someone else’s sidekick. As a supporter his life’s purpose is clear to seee (too bad he does not know MBTI): He is great at giving, at helping – at loving. Bitter for him, when what he has to give is not wanted.
At the end of the day he somehow is so eternal second. Which is a curse and a blessing, because being second means still to be very, very good. But in some areas being secong is just the same as being last.

Tom, ENFP // The Campaigner

Tom ist ein Macher. Du hast eine Idee? Großartig! Lass uns direkt loslegen! Zweifellos ist er extrovertiert. Vor allem wenn man ihn und Jakob zusammen sieht, wird Jakobs eigentliche Introvertiertheit offensichtlich im Kontrast zu Tom. Was Jakob in erster Linie verletzlich macht (Feeling) ist für Tom etwas, was er in große Stärker verwandeln kann, da er hochempathisch ist aber gleichzeitig das Selbstbewusstsein und die Selbstliebe mitbringt, die nötig ist, um seine Gefühle vor Negativität zu schützen.
Tom is a doer. Have an idea? Great! Let’s start right away. No question he is an extrovert. When you see Jakob and him together his tall brother’s hidden introversion becomes obvious in contrast to Tom. What Jakob makes vulnerable in first place (feeling) is something Tom can turn into great strengths, as he is highly empathetic but also has the confidence and selflove to defend his feelings from negativity.

Tom ist  zudem ein klassischer Intuitiver, der sich von zu vielen Details eher aufgehalten fühlt, wenn er einmal eine Idee hat. Außerdem ist er ein Perceiver, wenn es darum geht, wie er sein Leben leben will. Entspannt, inspirierend, unterhaltsam, erfrischend gelassen und dabei immer auf der Seite des Guten. Tom ist ein Weltverbesserer ohne erhobenen Zeigefinger, ein Gutmensch ohne Naivität – und ein Unternehmer ohne Sinn für Papierkram und andere nervige Erwachsenenpflichten. Für all das, was er aber für andere tut, sieht man gern über diesen kleinen Makel hinweg – oder wenn man eine so gut organisierte Person wie Jakob ist, dann bringt man das Problemchen für ihn in Ordnung.
Tom liebt, was er tut und tut, was er liebt. Und dafür liebt man ihn.

I can carry you. I count that as armday.

He is a typical intuitive who feels rather blocked when confronted with too many details, when he ignites for an idea. Tom is a Perciever so when it comes to how he wants to live his life he is a free spirit who really inspires others, is refreshingly relaxed and always on the side of good. Tom is a goodguy without the boring lessons, a do-gooder without the naivity – and an entrepreneur with no sense for paperwork and other boring adult obligations. For all he does for you, you are most likely to look over this little flaw – or if you are a well organized person like Jakob, you might fix it for him. Tom loves what he does and does what he loves. And that’s what you love him for.

Ellen, ESFJ // The hardened Consul

Ellen ist eine extrovertierte lebhafte Person mit großartigen Feeling Stärken, aber das Leben hat sie dazu gezwungen den Thinker in sich hochzutrainieren, um sich selbst zu schützen und – vielleicht noch wichtiger – auch die zu schützen, die sie liebt. Für dieses übergeordnete emotionale Ziel (welches somit eindeutig den Weg eines Feelers beschreibt) hat Ellen ihre eigentlich schwächerere Ressource des Thinkers so ausgebaut, dass sie zu einer zweiten Stärke wurde. Damit ist sie ein perfektes Beispiel dafür, dass ein natürlicher Feeler stärkere Kopfentscheidungen fällen kann als ein natürlicher Thinker, zumal da sie ein großartiger Sensor ist.
An extroverted lively person who has great feeling strengths, but life forced her to develope the thinker to protect herself – and more important: to protect those she loves. For this over all feeling goal Ellen developed her weakness until it became a second strength. Like this she is a perfect example of how a Feeling person can still be better in the Thinking realm than a truely Thinking person, especially as she is a great Sensor.

Extrovertiert und fröhlich spontan ist sie eine unterhaltsame Gesellschaft auch wenn sie etws grob werden kann, wenn sie der Meinung ist, dass jetzt Ende der Beschönigungen und Zeit für Klartext ist. Sie wird ungeduldig, wenn Menschen zu sehr an Träumen hängen, ohne für diese aktiv zu werden. Ihr Verständnis für die „Mal-Gucken-Mentalität“ etlicher Perceiver hält sich damit schwer in Grenzen. Ganz klar also: Ellen ist ein Judger. Der Feeler in ihr legt fest, was sich für sie richtig anfühlt, der Sensor sammelt die nötigen Informationen, um an dieses Ziel zu kommen, der Judger in ihr setzt diese Daten in Pläne um und als Extrovertierte wird auch nicht lange gefackelt sondern umgesetzt.
Being extroverted and happily spontanoues makes her a fun company, though she can be rude telling the truth and is rather impatient, when people hang on to their dreams too long and won’t get active. Her sympathy for many perceivers‘ „Let’s see what life will bring“ mentality therefore is very limited. So obviously Ellen is a Judger. The Feeler in her determines what feels right for her, the Sensor collects the necessary information to reach these goals, the Judger channels these information to plans and extroverted as she is she does not wait long times only talking but starts doing right away.

Never, never, never give up! I won’t and you won’t too!

Ellen ist geistig schnell und in jeder Hinsicht effektiv. Ihre Schwäche dabei ist, dass sie bei dieser Art von Dauersprint rasch übersieht, was links und rechts des Weges liegt. Manchmal sogar das Offensichtliche. Das im Nachhinein zu erkennen, ist für jemanden, der so viel auf seine sensorischen und empathischen Fähigkeiten Wert legt wie Ellen, eine dicke Kröte zu schlucken.
Like this Elle is very quick and in every sense effective. It is her weakness that she overlooks many things left and right her ongoing sprint. Sometimes she even misses the super obvious. To realize that in retrospect is hard for someone like her who relys a lot on her sensoric and emapthic abilites.

Mind over body, mind over heart. – And stop screaming, heart!

Sie und Jakob bilden ein Gespann, das enorm voneinander profitiert, ist es doch Ellen die Jakob zwingt aus seiner Konfortzone der Tagträumerei und Grübelei heraus zu treten, wohingegen er ihr mit schier endloser Geduld zeigt, dass es im Leben nicht nur darum geht, Dinge geregelt zu bekommen, sondern auch um die Kostbarkeiten zwischen den Zielen – und zwischen den Zeilen. Mit Tom teilt sie die Extrovertiertheit and damit den Spaß an Aktion and Witzeleien, wenn auch ihr Sinn für Humor bedeutend bissiger ist als seiner. Der Preis, den Ellen dafür zahlt, dass sie den Thinker in sich so gepusht hat, noch dazu als Sensor, die aber eigentlich ihrem Herzen folgen möchte, ist ein teilweise sehr harter Sarkasmus bis Zynismus, da Herz und Verstand ständig kollidieren.
She and Jakob form a duo which profit a lot from each other, as Ellen forces him to leave his comfort zone of daydreaming, wondering and overthinking whereas he shows her with endless patience that life is not all about having things fixed but also about the precious moments between goals, the magic between lines. With Tom she shares extraversion and therefore fun being active and joking, though her sense of humour is by far more biting. The price Ellen pays for her strongly developed Thinking skills combined with being a Sensor and someone who urges to follow her heart, is a tendency to be really sarcastic, or even zynical as her worlds of heart and brain constantly collide.

Smile, you can’t kill them all!

Der planende Judger in ihr muss permanent erkennen, dass das, was sie gern tun würde, schwer mit dem zusammen zu bringen ist, was getan werden muss. Sie entscheidet sich letztlich für den Weg des Thinkers, was sie von innen heraus zerfrisst, da es doch für sie bedeutet, ihre wahre Natur immer wieder zum Schweigen zu bringen.
The planning Judger in her realizes again and again, that what she desires to do is hard to bring together with what needs to be done. She decideds to do what is needed (Thinker), which hurts her a lot from the inside as this means constantly silencing her nature of making decions with the heart.

Anna, ENTJ // The Leader trapped in the life of a Waiter
Follow me now and thank me later.

Ich vermute ihr hättet etwas anderes von Anna erwartet mit ihrem zarten Figürchen und dem netten Lächeln. Aber vertut euch nicht. Anna hat buchstäblich Willenskraft für zwei. Mindestens. Auch wenn sie ihre Entscheidungen in erster Linie mit dem Kopf und nicht aus dem Herzen trifft, ist sie ausgeglichen genug, um ihre Kanten damit abzumildern und in gutem Kontakt mit ihren eigenen und den Gefühlen anderer zu bleiben. Sie hat ein hervorragendes Gespür dafür, was in bestimmten Situationen getan werden muss und übernimmt damit selbstverständlich die Führung – was in der Regel ebenso selbstverständlich von anderen akzeptiert wird, da diese ihre Stärke einfach so offensichtlich ist. Da sie generell eine sehr ausgeglichene und reife Persönlichkeit ist, besonders für ihr Alter, hat sie schnell begriffen, dass es ihren logischen Zielen zuträglich ist, wenn sie ihre Emotionen und ihre Intuition mit einbezieht, sodass ihre Entscheidungen zwar sauber kalkuliert sind aber dabei nie absichtlich verletzend. Diese Fähigkeitenkombination sind Annas Survivalkit, um sogar lange Durststrecken zu überstehen, wenn sie weiß, dass Warten gerade das einzig richtige ist, um auf lange Sicht ihre Ziele zu erreichen.
I guess you expected something else from her fragile frame und nice smile. Anna has litterally willpower for two. At least.  And even though she makes decisions with her head, not her heart in first place, she is balanced enough to soften these edges and keep her well in touch with her and other people’s feelings. She has a great sense for what is necessary in certain situations and as she generally is a very balanced and mature person especially for her age, she manages to not shut off her emotions, but use them as a ressource to make decisions which are logical but also never intentionally hurting. These skills are Annas survival kit to pass even a long time of being stuck as she is a leader trapped in a life of a waiter, when we come to know her.

So lernen wir sie kennen, als junge Frau, die weiß, was sie will, die aber einfach nicht voranschreiten kann, bis gewisse Weichen gestellt werden. Als vorausschauender Judger und somit Planer, weiß sie, dass sie die Durststrecke überstehen wird: mit Geduld und Hingabe – um dann zu strahlen wenn ihre Zeit gekommen ist. Nichts desto Trotz ist sie ein junges Mädchen und ihr Wille mag zwar stark sein, ihr Körper aber sehnt sich nach Ruhe – und ihre Hormone nach ein bisschen jugendlichem Leichtsinn.
Judging as she is, she knows, that with patience and commitement she will overcome this period to rise when her time has come. Nevertheless she is a young girl and even though her mind and will are strong, her body aches for rest and her hormones for a little adolescent fun.

I have not come this far to only come this far.

Jakob stellt ihre Lebenssituation ziemlich auf den Kopf, nicht nur, weil sich durch ihn plötzlich Weichen stellen, die sie vorher noch nicht mal auf dem Plan hatte und damit Möglichkeiten eröffnenen, die einen schnelleren Ausweg aus der Warteschleife bedeuten, sondern auch weil sie etwas geblendet durch diese anfängliche Freude und Erleichterung erst recht spät bemerkt, dass seine vordergründige Souveränität nichts weiter ist als eine dünne Schale um einen schwer verletzten Kern. Seine starke Emotionalität hätte gut etwas sein können, was sie abgeschreckt hätte, aber Anna entscheidet sich dafür, dass diese Unterscheide zwischen ihnen beiden nichts sind, was sie stört. Sie tauschen an dieser Stelle einfach traditionelle Geschlechterrollen mit ihm als wesentlich empfindsameren, weicheren Part und ihr damit in der Rolle, die ihr auf den Leib geschneidert ist: in der Rolle deren, die führt.
Jakob makes a big change for her – especially as she realizes rather late, that his sovereignty is a fragile shell protecting is wounded insides. His great feeling aspect might have scared her away, but she decided that this difference between them was nothing she disliked as for this aspect they just swaped traditional gender roles, with him being the softer, weaker one and her being able to do, what she is made for: leading.

Follow me now and thank me later.

Tom und Anna sind die reifsten Persönlichkeiten, da sie beide bereits in vergleichsweise sehr jungen Jahren gelernt haben große Verantwortung zu tragen. Damit ist es kein Wunder, dass sie insgesamt in ihren Fähigkeiten am ausgeglichendsten sind und keine weitere Person brauchen, um diese Balance herzustellen. Sie verbringen Zeit mit Menschen nicht aus Bedürftigkeiten heraus, sondern rein um des anderen Willen. In gewisser Weise ist diese sehr gesunde Einstellung der Lohn für ihre frühen harten Zeiten, die sie beide mit Bravur gemeistert haben.
Tom and Anna are the most mature personalities as they had to deal with massive responsibilities at a quite young age, so no wonder they are the most balanced and both don’t need another person to compliment their lives. They choose people to live with not because of needs but because they enjoy their company. Somehow this is the reward for their early struggles they both mastered with bravery.

Energy: sorted from Introvert to Extrovert

Jakob, Ellen, Anna, Tom
Einen wirklich ausgeprägt introvertierten Charakter haben wir nicht, sodass Jakob als hidden introvert als erster genannt werden muss: gesprächig, (zu) offen und äußerlich souverän, innerlich dagegen sehr bei sich und oft mit dem Gefühl, dass andere ihn nicht verstehen. Aber er versteht sich ja selbst kaum. Ellen ist moderat extrovertiert, lebhaft und aktiv. Anna nur ein wenig mehr als sie, wenn auch leider in ihren Energien zu Anfang sehr gebunden. Sie blüht auf, als sie die Chance bekommt ihr Potential zu nutzen. Und – tatda! – hier ist Tom! Er ist noch nicht ganz durch die Tür gekommen und man weiß schon, dass er ein Musterbeispiel an Extroversion ist.
We don’t have a really distinct introverted character here, so that Jakob as a hidden introvert has to be named first: talkative, (too) open and at first glance sovereign, but on the inside very much focussed on himself and often with this feeling that others don’t understand his needs. But these needs are hard to understand for himself too. Ellen is an extrovert in moderation: lively and active. Anna is only slightly more extroverted than her even though we come to know her in the beginning with her energy mostly bound. She blooms as she gets the chance to live to her full potential. And here comes – tatda! – Tom! He is not fully through the door and you already know that he is a magnificent specimen of extroversion.

Information management: from Intuitive to Sensing

Tom, Anna, Jakob, Ellen
Tom lebt für Ideen und Möglichkeiten, er ist sehr begeisterungsfähig und scheut auch nicht vor unkonventionellen Ideen zurück. Es folgt Anna als sehr ausgeglichener Intuive/Sensor, deren Intuition hauptsächlich dadurch durchschlägt, dass sie nie den Blick für das Große Ganze verliert und von zu vielen Details eher genervt ist, als dass sie sie auch noch weiterverarbeiten wollte. Jakob dagegen kann sich in Details etwas verlieren – und damit allen anderen ganz schön auf die Nerven gehen, sogar Ellen, die ein ähnlich ausgeprägtere Sensor ist wie er. Sie hängt aber weniger an Details als an Objektivität: Analyse, Benennung, Umsetzung – das ist Ellens Art der Informationsverarbeitung.
Tom lives for ideas and possibilities, he is easily thrilled and does not recoil from unconventional concepts. Next is Anna who is a very balance Intuitive/Sensor, her natural intuition showing most by her preference of the big concept, whereas to many details are rather annoying for her. On the opposite there is Jakob who can even get a bit lost in details – and unnerves others with his way of dealing with them, even Ellen who is a Sensor of similar strength like he is but who is not so much bound to details but to objectivity: analysis, explaination, action – this is Ellen’s way of information management.

Decisions: from Feeling zu Thinking

Tom, Jakob, Ellen, Anna.
Tom, Jakob und Ellen sind alle drei im Herzen Menschen, die nach Werten und Gefühl entscheiden. Tom tatsächlich mehr noch als Jakob, auch wenn Jakobs Tendenz stärker ins Auge springt. Tom „owns his strength“, was ihn zum Meister in diesem Bereich macht. Für Jakob gilt, dass diese seine vielleicht größte Stärke, gleichzeitig seine größte Schwäche ist. Feeling und Thinking ist Ellens Kernkonflikt, da sie den Thinker in sich mehr braucht als ihr lieb ist. Anna ist hier in gewisser Weise Ellens Pendant: sie ist ein logischer Entscheider, ein Thinker, der aber öfter als sie eigentlichgern würde ihre Fähigkeiten als Feeler heranbemühen muss, um ein übergeordnetes Thinking Ziel zu verfolgen. Das ergibt auch für sie einen Konflikt, der sich bei ihr in leicht genervter unterschwelliger Ungeduld äußert, obwohl sie weiterhin nachsichtig und geduldig nach außen bleibt.Am Ene setzt sich der Thinker allerdings durch und trifft Entscheidungen, die für andere dann eventuel sehr plötzlich kommen, da sie den Konflikt zuvor innerlich ausgetragen und ihre Entscheidung allein gefällt hat.
Tom, Jakob and Ellen are all humans who decide with their heart depending on their values and moral standards. In fact Tom is an even more distinct Feeler than Jakob, even though the Jakob-Feeler is more obvious. Tom owns his strength, which makes him a master in this realm, whereas in Jakob’s case his great strength turns out to be his biggest weakness. Feeling versus Thinking is Ellen’s permanent inner conflict as she needs the Thinker in her more than she would like to. Anna somehow is Ellen’s pendant: she makes logical decisions, she is a natural Thinker, but she needs to work with the feeling ressource more often than she would like to to not endanger her superior Thinking goals. This leads to conflicts for her too as she turns annoyed and sligtly impatient on the inside while she holds up a face of indulgence and patience on the outside. In the end the Thinker in her takes over which may lead to decisions which seem to come all of a sudden, because Anna fought the conclct on her own and made the decsion alone.

Lifestyle: from Perceiving zu Judging

Tom, Anna, Jakob, Ellen
Tom ist easy going, sehr gelassen, zwar mit großen Träumen, aber sicherlich niemand, der dafür eine Liste anlegen würde. Er ist der einzige echte Perceiver unserer vier Helden. Anna ist schon im Judgingsegment, aber eher aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus. Für sie hat sich eine Perceiving Einstellung als zu riskant heraus gestellt, ab und an schmachtete sie aber noch in Richtung der entspannten Möglichkeiten, eines nicht so geplanten Lebens – und in Richtung einer jugendlichen Leichtigkeit, die sie nicht hatte. Jakob legt viel Wert auf sichtbare Organisation und Struktur und er hat recht klare Vorstellungen davon, wie sein Leben aussehen soll. Sehr klar in ihrer diffusen Ausprägung. Eigentlich hat er keinen Plan. Aber er hätte sehr gern einen, das ist sein Plan. Ellen dagegen hat für alles einen Plan. Immer. Und wenn nicht, dann darf man sich Sorgen machen.
Tom is easy going, very relaxed and though he has big dreams he apperently is nobody who would make a list for that. He is a true and the only Perceiver among oru four heros. Anna is closest to him but already more of a Judger, as her need for feeling secure is too high to live perceiving. But still she often glances longingly in the direction of relaxed unbound possibilities of a less plannes life – and in the direction of adolescent easyness which she did not have when it was her time. Jakob appreciates visisble tidyness and structure a lot and has a clear vision of how his life should be lived. Clear in its foggy image. Actually he has no plan. But he would really like to have a plan, this is his plan. But Ellen has a plan. Always. And if not there is reason to worry.

Und da wären wir. Der MBTI ist unglaublich komplex und ich bin geneigt mich noch ein bisschen weiter in das Thema hineinzusteigern, aber, ach ja, das Leben, das Universum und der ganze Rest wollen irgendwie, dass ich noch andere Sachen mache, als das Internet danach zu durchforsten, was jetzt beispielsweise der genaue Unterschied zwischen INFJ- und ISFJ-Persönlichkeiten ist. Ich „befürchte“ mit dem MBTI wird es für mich sein, wie mit den Farbtypen: da lesen wir uns noch mal wieder.
So here we are. The MBTI is really complex and I feel like drowning myself even deeper in this topic, but well, life, the universe and all the rest want me to do other things too but searching the internet for the specific difference between INFJ and ISFJ personalities for example. So I am afraid, the MBTI will be for me soon what the colour seasons already are: something to write about again after a certain time has passed and I feel more familiar with the topic.

Und ja, das ist eine kleine Ankündigung. Ich mag zu den Farbtypen noch mal was machen. Aber nun ja, ich habe schon gelernt, dass ich zu den Persönlichkeitstypen gehören, die sich eher zu viel als zu wenig aufhalsen. Für die Erkenntnis brauchte ich keinen MBTI, war aber witzig, das mal wieder bestätigt zu sehen.
And yes this is a little teaser. I love to post about the colour seasons again. But well, I just learned that I am part of the personality types which tend to saddle themselves with too much. Okay, for this insight I did not need the MBTI, but funny to see it verified again.

In diesem Sinne: Wir lesen uns Sonntag mit der Bingo Theory, die bedeutend leichter ist, als der MBTI.
By these lines: We will read us again on Sunday with the Bingo Theory, which is so much easier than the MBTI.

Genießt den Tag!
Have a wonderful day!

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9 Kommentare

  1. Sehr interessanter Ausflug. Anhand deiner Figuren kann man sich nun viel besser vorstellen was die Typen bedeuten. In einer meiner Geschichten hab ich eine Figur, die sehr labil und launenhaft ist und nie das tut, was man erwartet. Wie soll man solche Personen diesem Schema zuordnen? Oder ist es das, was gefühlsbetonte Entscheidungen und intuitives Handeln gerade ausmacht?

    1. Hm, schwierig. Wenn du sagst labil, wird es für den MBTI sowieso tricky, da es danngrenzwertig klinisch wird und das System dann nur noch sehr bedingt greift. Intuitives und gefühlsbetontes Handeln ist berechenbar, genauso wie logisches Entscheiden und das Sammeln von kalten Fakten.
      Man darf nicht vergessen, dass es fiktive Figuren sind. Ich hatte z.B. mit Ellen echte Schwierigkeiten sie einzuordnen, was aber daran liegt, dass ich a) erst dahinter kommen musst, was es für ihre Persönlichkeit bedeutet, wenn sie zwar wie ein Thinker handelt, aber eigentlich ein Feeler ist und b) dass sie nicht so sauber konzipiert war. Ich nutze en MBTi für meine Figuren auch dafür, um sie glaubwürdig zu machen. Wirkliche Unberechenbarkeit empfinde ich bei Roman- oder Filmfiguren als unstimmig. Wenn Unberechenbarsein von der Figur eingesetzt wird, um damit ein gewisses Ziel zu verfolgen, lässt das auf einen Thinker schließen und geht meist damit einher, dass die Figur entweder fast nichts von sich preisgibt oder bewusst falsche Informationen streut. Unberechenbareit aus Labilität dagegen lässt auf Problematiken schließen, die eher in die klinische Psychologie gehören. Unebrechenbarkeit, die sich nicht begründen lässt, zeigt eine Schwachstelle in der Konzeption der Figur. Das so ganz kurz.
      Mir hat das wie gesagt hier sehr geholfen, weil ich jetzt weiß, warum mir ein zwei Szenen nie so ganz zugesagt haben: ich habe dort meine Figuren komplett wider ihrer Natur handeln lassen, was zwar einen guten Spannungsmoment für die Geshichte geschaffen hat, aber beim leser (hab ja ein paar Beta-Leser)und auch bei mir im Nachhinein das Gefühl von: „Also eine Person wie XY hätte so nie gehandelt. Das passt nicht!“ Warum hat sie das dennoch gemacht? Wenn man darauf keine andere Antwort hat, außer dass man das für die Geschichte gern so gehabt hätte, weil man es eben schreiben wollte, hat die Geschichte dort eine Schwachstelle. Ich habe damit in meiner Story einen ziemlichen Pferdefuß ausfindig machen können und ich hab ganz schön schrauben müssen, um den im Nachhinein noch zu korrigieren.
      Durchdachte Charactere erleichtern einen sauberen Plot ungemein. 🙂

    2. Sehr interessanter Aspekt, bei dem du definitiv Recht hast. Ich achte bei den Plots auch penibel darauf, dass die Figuren konsequent und in ihrer Welt logisch handeln. Ich hasse es nämlich wenn jemand seine Deus Ex Machina anmacht und dann zufällig genau die richtige Lösung für das Problem vom Himmel fällt…
      Es macht besagte Figur aus, dass sie unberechenbar und launisch ist. Die meisten Entscheidungen der restlichen Charaktere kannst du nach ca. 100 Seiten erahnen. Einer grübelt alles tot, der andere handelt vorschnell usw. Dann kommt der eine dazwischen, der alles über den Haufen wirft und irgendeinem total verqueren Ansatz nimmt. Es gibt Situationen, indem aber genau dieses verquere Denken und Handeln immense Vorteile bringt – Manchmal hat es die Probeleser richtig geschockt, wozu besagter Charakter bereit ist. Es wird natürlich erklärt, warum der Charakter so labil ist und er wird sich (recht spät) auch bewusst über den Mist den er dadurch (teilweise unwissentlich) verzapft. Irgendwann wird aus dem chaotisch unberechenbaren auch ein taktisch unberechenbarer Kopf.

  2. Sehr hilfreiche Beschreibung! Ich hab mich mit den Typen auch etwas beschäftigt, man ist ja doch immer etwas neugierig was man selbst ist. Allerdings fand ich sie nicht sonderlich hilfreich, da ich keinen wirklichen Nutzen rausziehen kann, wobei ich irgendwie auch keine so ganz passende Ecke für mich gefunden habe. Habe natürlich den Test auf 16personalities.com gemacht (2 mal mit einigen Wochen Abstand) und dort kam INFJ raus.

    An dem Introvertiert gibt es nichts zu rütteln. Da brauchte ich aber auch keinen Test der mir sagt, dass ich doch deutlich am Rand der Skala liege.

    Das Inuitive find ich nicht ganz leicht einzuordnen aber als ich mir klar gemacht habe, worauf es mir wenn ich Dinge lerne ankommt, so sind das eindeutig die Zusammenhänge. Wozu ich bitte Jahreszahlen auswendig können soll, war mir noch nie klar 😀 Die Details sind insofern wichtig, damit man aus diesem die Zusammenhänge ableiten kann oder wenn man die Zusammenhänge kennt, sich die Details einfach folgern lassen. Insofern würd ich sagen, das Testergebnis könnte in der Hinsicht schon passen.

    Judging passt denke ich auch. Pläne mache ich schon ganz gerne, allerdings eher über kürzere Zeiträume. Über längere Zeiträume mit zu vielen offenen Variablen bevorzuge ich dann doch das „mal sehen was kommt“. Ansonsten leb ich doch eher geträu dem Motto. „Wenn ich alle Eventualitäten ausreichen durchgeplant habe, kann ich auch spontan sein.“ Vorallem aus dem Grund, dass ich nicht gut schnelle Entscheidungen treffen kann und schnell überfordert bin, wenn ich wissen muss was ich will. Womit ich auch gleich beim Problempunkt angekommen bin, dem Feeling…

    Feeling ist einmal mit 62% und einmal mit 67% rausgekommen und obwohl einige Punkte in der Beschreibun durchaus passen, so ganz passt das nicht. Ich hab mich auch schon immer als Kopfmensch bezeichnet, mit dem Entscheidungen zu treffen fällt mir deutlich leichter. Und obwohl ich mich in einigen Punkten von INFJ durchaus weiderfinde, so ganz bin ich das nicht. Die Beschreibung von INTJ passt besser, aber in einigen wichtigen Punkten, bin ich dann den Gefühlen doch deutlich näher als beschrieben, bzw. wäge deutlich mehr je nach Fall ab. Beim Entscheidungen treffen, gübel ich auch immer ewig, informiere mich und am Ende komm ich dann meist an einen Punkt an, wo die ich dann per Gefühl entscheide was ich mag. Aber um an den Punkt zu kommen, an dem ich weiß was ich mag, muss ich doch meist die großen Umwege gehen. Auch denke ich, dass ich Menschen und ihre Emotionen doch ganz gut verstehen kann und auch durchaus mitfühlend bin, allerdings scheitert es dann meist daran, dass ich oft nicht so ganz weiß, was jetzt die besten Reaktionen wären. Ich würde demnach vermuten, das ich auf der Skala eher mittig liege. Ich bin definitiv ein geübter Thinker und fühle mich damit wohl, aber eventuell liegt meine Basis ja doch noch auf der Feeling-Seite? Deine 3 verschiedenen Balken sind für die Einordnung in dieser Hinsicht echt hilfreich.

    1. Ja, das Erlernte verbirgt dann doch schnell die Basis, deswegen fand ich diese Balken auch echt wichtig. Hilfreich ist es immer zu gucken: wie handle ich, was bevorzuge ich, wenn ich unter großen Druck stehe? Welcher Teil übernimmt dann, wenn ich nicht aufschieben und abwägen kann?
      Je älter man ist und/oooooder je reifer/intelligenter/geschulter, desto breiter werden auch tendenziell die „Erlernt-Balken“. Das verdeckt dann zusätzlich die eigentliche Basis. Relative Ausgeglichenheit ist wie gesagt überhaupt nichts Schlechtes, weil beide Ressourcen genutzt werden können – was aber automatisch in die ZWickmühle führt, dass man sich dann schon gut kennen muss, um dadurch in kein „Das oder das? BEIDES!-Dilemma“ zu kommen.
      Ellen mag ich hier als Thinker/Feeler-beispiel echt gern, zumal sie denke ich damit auch bei weitem nicht allein ist. Der Thinker ist in der Lage den Feeler zu schützen, umgekehrt eher weniger. Genauso gibt es viele Introvertierte, die extrovertiert auftreten, weil sich das gesellschaftlich/im Job oft auszahlt. Umgekehrt ist das eher seltener. Wenn ein Extrovertierter sich zurückzieht, liegt meistens was im Argen. Sensorik wird gesellschaftlich auch bedeutend stärker gepuscht als intuitive Informationsverarbeitung, sodass auch dieser Bereich eine eigentlich intuitive Basis oft maskiert. Und ebenfalls gesellschaftlich gesehen kommt man Judging weiter als Perceiving. Daurch entsteht ein „Idealtyp“ eine ESTJs und das ist jemand der ganz schön spitze Ellenbogen hat, das ist es, was eben genau damit auch bezeichnet wird. Die Ellenbogengesellschaft. Dreist gewinnt. ESTJs sind nicht per se schlecht, aber sie haben scharfe Waffen. Wie sie sie ensetzen liegt dennoch bei ihnen. Sehr ähnliches gilt für den ENTJ. E(x)TJs wissen einfach ziemlich gut, was sie wollen, damit kann man erst mal viel anfangen.

  3. Hallo Heike,
    ich hatte vor deinem Post vom MBTI noch nicht gehört. Weil ich aber immer für Tests zu haben bin, habe ich den bei 16personalities gemacht. Ich bin laut Test ISFJ und ich muss zugeben, dass die Beschreibung tatsächlich ziemlich gut zu mir passt.
    Allerdings ist es natürlich so, wie du ja auch schon schreibst, dass es nur einen Teil der Persönlichkeit darstellt. In meinem Fall, stimmt zwar nahezu alles was dort steht, aber es fehlt eben auch ein großer Teil.
    Bei meinem Freund, der laut Test ESFP sein sollte, finde ich die Beschreibung nur halb so passend.

    Du hast ja in deinem letzten Post geschrieben, dass sich Introvertiertheit bzw. Extrovertiertheit mehr auf das bezieht, woher man seine Energie zieht. Demnach müsste ich was meine Aktivitäten mit anderen Menschen angeht eindeutig extrovertiert sein. Ich stopfe mir die Wochenenden immer sehr voll mit Treffen/Besuchen von Familie und Freunden um auch allen gerecht zu werden. Empfinde es aber nicht als Belastung. Ich werde eher unzufrieden wenn ich daheim rumsitze. Dann bekomme ich auch schnell das Gefühl meine Zeit zu verschwenden.
    Die Kategorisierung deiner Romanfiguren finde ich eine tolle Idee, man glaubt Sie gleich viel besser zu kennen.
    Wirklich ein interessantes Thema, wo ich gerade total lust habe mich noch ein bisschen einzulesen.
    Liebe Grüße,
    Vicky

    1. Ja fein! Das freut mich! 😀 Vor allem, dass die Charakterisierung von Jakob und Co auch Menschen Spaß macht, die nicht so im Thema und so verliebt in die Figuren sind wie ich. 😀 Der MBTI ist echt ziemlich komplex. Ich musste mich da wirklich einige Wochen ziemlich intensiv mit auseinandersetzen, bis ich mich gut gefühlt habe mit meinen Artikeln hier.
      Intro-Extro: Ein ISFJ (so wie Jakob ja auch 😉 ) braucht Kontakt! Sehr sogar. Aber eben nicht unbedingt im Sinne von Kontakte knüpfen und Feiern gehen, sondern eher die Menschen zu sehen, die man bereits kennt und die einem wichtig sind. Daraus zieht dieser introvertierte Typ viel Energie, was auch einfach zu einem Supporter/Guardian passt. Das geht ja nur im Kontakt mit denen, für die man da sein mag. Für mich ist Introversion auch noch nicht vollständig vom Tisch. Betrachtet man das, woraus ich Energie ziehe, ist das derzeit ganz klar Ruhe und wie beim ISFJ der Kontakt nur mit den Liebsten. Ich bin generell offen und habe Spaß daran neue Leute kennenzulernen, bzw. es fällt mir leicht. Es kann sein, dass ich aktuell einfach zu viel um die Ohren habe, sodass mein Bedürfnis nach Ruhe nichts mit intro-extro zu tun hat, sondern mit generell zu viel los in meinem Leben. 🙂 Aber bald wird es ja ruhiger. Ich werde noch mal in mich hineinhorchen, wo ich mich sehe, wenn ich mich wieder ganz als ich selbst fühle, wenn ich etwas runtergekommen bin.

      Liebe Grüße, Heike

  4. Hi 🙂
    Sind ENFPs nicht genauso wie ENTPs bekannt dafür, nichts fertig zu bekommen ;)? Dann mal Hut ab vor einem, der Dinge anpackt und nicht sofort auf die nächste Idee kommt.

    Tatsächlich ist die Sache mit intuitive/sensing bei manchen Menschen sehr offensichtlich und bei manchen sehr unoffensichtlich. Viel schlimmer als das finde ich aber judging/perceiving, da die Strukturiertheit oft gar nicht so viel darüberaussagt! Hast du dich mal in die functions eingelesen? Es ist zum Beispiel mein Freund ein INTP und ich ein INTJ und er ist der, der sich stundenweise einteilt, was er tun wird, und ich die sage: Mal gucken was heute fertig wird 😉

    1. Hallo Julia, ja, mit den functions habe ich mich beschäftigt – aber nach diesem Artikel hier dann erst wirklich im Detail. Ich werde mit dem MBTi nicht abschließend glücklich, hat was mit Hochsensibilität in meinem Fall zu tun, dazu wollte mal gesodnert schreiben, aber was ich so alles will… Nur kurz: Ich kann mich selbst z.B. nicht sauber einordnen, weil ich mehr Ressourcen nutze als andere. Kehrseite ist ein schneller AAusbrennen… bladibla, sehr spannend auf jeden Fall und mit dem MBTI bin ich noch nicht ganz durch, ich denke für den werde ich ähnlich lange brauchen wie für die Farbtypen und da habe ich 2 Jahre gebraucht. 🙂
      Für meine fiktiven Charaktere reicht die etwas flacherer Einteilung wie man sie online findet, aber völlig aus, um sie sauber weiter konstruieren und erklären zu können. 🙂

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