20. September 2016

Feminine and Masculine Strength & The Bingo Theory

Auf der Suche nach Mr. oder Mrs. Right – oder einfach nur nach sich selbst? Die Bingo Theory ist wie eine gute Freundin, die sagt: „Hey, du brauchst niemanden, um dich zu komplettieren, du bist selbst schon toll! Aber weil Zweisamkeit doch echt nett ist, gucken wir uns das trotzdem an.“

Die letzten zwei Sonntage habe ich genutzt, um euch die 16 Personalities nach dem Myers-Briggs-Type-Indicator zu erklären. Die Stärke und gleichzeitig Schwäche des MBTIs ist seine Komplexität und damit auch relative Genauigkeit. Er ist damit schwer greifbar, nachdem ihr nur einmal bei Heiki den Artikel gelesen und dann einen Schnelltest irgendwo im Internet gemacht habt. Viele fühlen sich in so engen Kategorien (manche möchte wohl auch Schubladen dazu sagen) nicht wohl. Der MBTI bietet nicht viel Raum für Überschneidungen und Ausgewogenheiten, beziehungsweise, wenn ihr an dem Punkt angekommen seid, dann habt ihr vermutlich schon ein paar Wochen recherchiert… Ihr erinnert euch vielleicht: Ich selbst habe viel Gutes für mich aus dem MBTI ziehen können, aber nach wie vor kann ich mich noch nicht klar einem Typus zuordnen. Auch nach andauernder Recherche nicht. Und ich habe euch letztens schon gesagt, dass ich gerade für diese Unbestimmtheit wirklich froh bin, über die Bingo-Theory gestolpert zu sein, denn sie ist erstens einfacher aufgebaut und zweitens ist es diese Ausgeglichenheit, die es für MBTI schwierig macht, die hier im Vordergrund steht. Sie ist sogar das Ziel.
Looking for Mr. or Mrs. Right – or just for yourself? The Bingo Theory comes to you in the look of a relationship or even dating guide but it actually is more like a good friend telling you: „Hey, you don’t need somebody to complete you, you are amazing on your own! But romance is really nice so we will have a look at this too.“
The previeous two Sundays I introduced to you the 16 personalities based on the Myers-Briggs-Type-Indicator. Both strength and weakness of the MBTI is its complexity and therefore relative accurateness. It is hard to capture only after you have read Heiki’s article and doing some quick free tests on the internet. Maybe you also don’t feel comfortable in the limited borders of the 16 categories (they can feel like boxes). The MBTI does not give a lot of range for intersections or balances or at least, when you get to this point, you have spent already a long time researching, some weeks probably… Maybe you remeber that I could draw a lot of goodness  from the MBTI for me but also that I still can’t chose that one specific personality type for myself. Even not after ongoing research. I already mentioned last times, that I was really happy to stumble upon the Bingo Theory while I was parallely looking for the solution of this „problem“ of not matching personality types because the Bingo Theory is way simpler and what is hard to capture with the MBTI – the balance, the intersctions – is the explicit topic and even goal of the Bingo Theory.

Bingo What? Ich bin doch nicht im Seniorenheim…

„Bingo! Gewonnen!“ Bingo ist, wenn es passt. Und es ist eben dieses Gefühl, das namensgebend für die Bingo Theory war. Es passt mit einem Partner, der euch ausgleicht und bestärkt und es passt für euch allein, in dem ihr euch ausgleicht und stärkt. Letzteres ist der Schlüssel zu diesem Konzept, denn die eigene Balance zu finden, mit sich selbst im Reinen zu sein – auch allein – das ist es, was uns die Beziehungen zu anderen erleichtert, wie nichts anderes.
Bingo what? I am not at a retirement home… „Bingo! Winner!“ Bingo is if it all matches. And it is this feeling which gave the name for the Bingo Theory. Something matches with a partner who balances and empowers you and something matches for you alone when you balance and empower yourself. This last aspect really is the key to this concept, because being in balance, feeling comfortable and at home with one self – also when alone – this is what makes the best for every other relationship, more than anything else.

 4 Personalities

Wenn die Stärke des MBTIs seine Differenzierung ist, so ist die Stärke der Bingo Theory die Vereinfachung. MBTI mit 16 Persönlichkeitsstilen ist genauer, die Bingo Theory bringt das wichtigstes besser auf den Punkt. Ich mag beide. Mimi Ikonn unterteilt die Persönlichkeit in vier mögliche Ausprägungen:
When the strength of the MBTI is to differ, it is the strength of the Bingo Theory to simplify. The MBTI with 16 personalites is more accurate, the Bingo Theory ist just on point. I love them both. Mimi Ikonn subdives the personalities in four possible categories:
Feminine Strength Female
Masculine Strength Female
Feminine Strength Male
Masculine Strength Male
Male oder female benennt das biologosche Geschlecht (Hoden oder Eierstöcke), beziehungsweise die Identität einer Person (empfinde ich mich als Mann oder als Frau?).
Feminine oder Masculine Strength benennt die Rolle, die jemand vornnehmlich spielt, beziehungsweise wichtiger, die ihm natürlich zugrunde liegenden Stärken. Herauszufinden, ob man eher nach dem Feminine oder dem Masculine-Muster aufgebaut ist, ist ein wichtiger Punkt des Buches. Feminine oder Masculine sind hier Vereinfachungen. Mimi hätte das auch Yin und Yang nennen können oder weich und hart oder Alpha und Omega. Es geht um die Polaritäten im Auftreten, die kulturell gesehen so gut wie immer mit weiblich und männlich assoziiert werden. Unter weiblich und männlich kann man sich einfach schnell gut etwas vorstellen. Keep it simple.
Im Buch gibt es sowohl einen Selbsttest als auch die Beschreibung der vier Stereotypen, was es dann deutlich erleichtert, sich selbst einzusortieren. In aller Kürze:
Male and female term the biological gender (testicles or ovaries) respectively the identity of a person (do I feel like being a man or a woman?). Feminine and Masculine Strength name the role someone plays predominantly, respectively more importantly, it names the natural strengths of somebody. To find out whether you are a Feminine or Masculine Strength person makes a bigger part of the book. Feminine and Masculine are names to keep it simple here. Mimi could have called that also yin and yanfgor alpha and omega or soft and hard. Basically it is about polarity in character’s appearance which is almost always defined by culture to be typically female/feminine or typical male/masculine. And it is easy for readers to understand the concept calling it male and female. Keep it simple. The book contains a littel selftest as well as detailed descriptions of the four stereotypes which makes it much easier to find you own categorie. In super brief:

Feminine:
liebevoll, helfend, mit Blick für das Schöne, familiär / loving, nurturing, helping, with a sense for the fine things and beauty
Masculine:
ambitioniert, stark, fordernd, aktiv, schützend / ambitious, strong, demanding, activ and protective

Und das ist alles andere als diskriminierend, es ist sehr emanzipiert, denn beide Ausprägungen treten unabhängig davon auf, welches Geschlecht bzw. welche Identität eine Person hat. Wieder, es geht um eine Vereinfachung. Es geht darum zu sehen, worin man natürlicherweise gut ist. Und darum zu sehen, wo die Schwächen liegen. Gleicht man diese aus, ist das der von Mimi beschriebene Bingo.
This is all less discriminating than it may seem, in fact it is very emancipated as both characteristics manifest not bound to biological gender or identity. Again, it is all for keeping it simple. It is meant to see easily what you are naturally good at and also to find your weaknesses. Working on these weaknesses to balance them creates what Mimi calls a Bingo.

Be you own Bingo

Wahres Glück und tiefe Liebe hat viel weniger damit zu tun den Partner fürs Leben zu finden, als wir als Teenager noch glauben mögen und was uns regaleweise Liebsromane- und Filme glauben lassen wollen (weil Verliebtsein ja auch ein unglaublich tolles Gefühl ist, das steht außer Frage). Mimi kommt immer wieder darauf zurück: Own your strength. Nehmt euch an, als die, die ihr seid und erweitert euren Horizont in die Richtung, die ihr eher schwierig findet. Was ihr damit erreichen könnt ist Selbstwert und Selbstliebe, die euch im Leben weiter bringen wird, als es eine romantische Beziehung kann. Diese ist letztlich einfach eine wundervolle Ausprägung menschlicher Natur, die das Leben schöner macht. Aber ein Partner ist nicht für euer Lebensglück verantwortlich, das seid ihr selbst für euch. Für den ersten Moment mag das anstrengend und vielleicht sogar einsam klingen. Aber das ist es nicht, denn wenn ich mich selbst liebe, kann ich Liebe geben um der Liebe will und nicht aus Bedürftigkeiten heraus.
True love and happiness has much less to do with the perfect partner for life as you might have believed as teenagers or as endless shelves of romantic novels and movies want to make you believe (because being in love is such a great feeling, that’s true, don’t be mistaken here). Mimi repeatedly comes back to state her most important message: Own your strength. Take yourself as you are, love yourself, for what you are and push your horizon in the direction of your weaknesses. Building yourself like this can lead you to more selflove and self esteem which will bring you further in life than a romantic relationship could do. Romance is just a wonderful appearance of human nature which makes life even better. But a partner is not responsible for your happiness, only you are. At first glance this sounds stressfull and demanding or even lonely. But it is not because when you love yourself you can give love just for the purpose of giving love and not because of being needy.

Feminine Strength Menschen tun gut daran, ihre masculine Seite zu fördern und ihre sanftere weibliche Seite als die anzunehmen und zu lieben, die sie ist: ihre Natur, etwas, was ohne größere Anstrengung zu ihnen gekommen ist. Es geht nie darum etwas abzuschwächen oder zu leugnen, es geht immer darum einfach den schwächeren Teil zu fördern. Genauso wie Masculine Strength Menschen diese Fähigkeiten und Eigenschaften lieben und schätzen dürfen und sollen, aber einfach weiter kommen, persönlich wie auch zwischenmenschlich und ganz allgemein, wenn sie ihre weibliche Seite fördern. Betrachtet dieses Arbeiten an den Schwächen nicht als Aufgabe, die unter Druck setzt, sondern als eine Möglichkeit den Lebensweg angenehmer zu gestalten, offener zu werden und einfach auch mehr vom Leben zu sehen.
Feminine Strength persons do good building there masculine side and appreciating their softer, feminine side as it is: their nature, something they are and live with strength without big effort. It is never about denying or weakening the strengths, it is always about building the weaker side to get balance. So on the other way round Masculine Strength persons may embrace their abilities but for real success in life and love they profit a lot from empowering their softer feminine side. Look at these strategies to empower the weaker side not as tasks which set you under pressure but as possibilities which can make you go your way smoother, which lead to a life more open and therefore also so much richer in abundance.

Being Single: Find your Bingo

Also macht es aber schon Sinn als Feminine Strength Person eine Masculine Strength Person zu suchen und umgekehrt? Tatsächlich ist der Ansatz gar nicht so verkehrt, denn ja, solche Konstellationen harmonieren gut. Aber so einfach dann auch wieder nicht. Jede mögliche Konstellation hat ihre Stärken und Schwächen und blanke Harmonie ist für viele Menschen gar nicht das, was sie suchen. Wobei es bedeutend leichter ist eine harmonische Beziehung spannend zu halten als eine spannungsreiche auszugleichen.
So it just makes sense to look for a feminine Strength partner if you ar a Masculine Strength person, and the other way round, right? In fact this approach is not that bad as such constellations assort well with each other. But it is as always not that easy. Every constellation has its strengths and its weaknesses and pure harmony is not what some people search in romantic realtionships. But it is way easier to create  little tensions and sparkle in harmonious relationship than to balance a burning one.

Feminine Strength Females können von der Polarität eines Masculine Strength Males sehr angezogen sein, der alles ist, was sie nicht sind oder aber auch von dem Gefühl, dass sie ein Mann dennoch in ihrer Weiblichkeit sehr gut versteht, wenn sie ein Auge auf einen Femine Strength Male geworfen haben.
Feminine Strength Females can be attracted to the polarity between them and a Masculine Strength Male but as well they may fall in love with the sensitivity of a Feminine Strength Male who is very understanding for their natural feminitiy.
Masculine Strength Females können einen Masculine Strength Male sehr attraktiv finden, da er ein deutlich männlicheres Auftreten hat, als sie selbst, was ihnen das Gefühl für die eigenen Weiblichkeit deutlicher macht, oder aber sie sind von der weichen Art des Feminine Strength Males angetan, mit dessen sanfteren Seiten sie sich sehr harmonisch ergänzen, der anders ist als sie und dennoch ähnlich.
Masculine Strength Females can get attracted to a Masculine Strength Male as they appear more masculine than the women themselvesand therefore feel more feminine again. Or they love the sensitive habit of Feminine Strength Males which harmonize with them naturally by beining different but at the same time very equal.
Ein Masculine Strength Male kann also auch sein Gegenstück, die Feminine Strength Female, sehr attraktiv finden, eben weil sie so anders ist. Er kann aber auch eine Masculine Strength Female lieben, dafür dass sie beide wunderbar an einem Strang ziehen können, dass sie sich verstehen und gegenseitig pushen.
A Masculine Strength Male can get attracted to his counterpart, the Feminine Strength Female, as they both complete each other and have a lot of tension because they are so different. He can also love a Masculine Strength Woman a lot as they both function similar and can push each other to success.
Ein Feminine Strength Male kann somit eine Feminine Strength Female anziehend finden, weil sie ihm im Kontrast seine eigene Männlichkeit deutlicher spüren lässt oder aber er fühlt sich zu einer Masculine Strength Female hingezogen, da sie einander ergänzen und anders, aber doch sehr gleich sind.
A Feminine Strength Male can be very attracted to a Feminine Strength Female as with her in contrast he feels his own masculinity more. Or he falls in love with a Masculine Strength Female as they balance each other very well and are different but still very close.

Letztlich kommt es beim Verlieben ja auch auf bedeutend mehr an als auf diese Persnlichkeitstypen. Was ich sagen will: keine Konstellation ist falsch. Sie alle haben ihre Vorteile genauso wie ihre Fallstricke. Und: Das, wonach die meisten suchen, ist gar nicht der extreme Pol eines ausgeprägten Typus, sondern die meisten Menschen suchen einen Bingo:
Frauen beschreiben den Traummann oft plakativ als starken, erfolgreichen (masculine) und dabei liebevollen Familienmenschen (feminine). Das kann sowohl ein Mann sein der natürlichehrweise eher maskulin geprägt ist und das Feminine aber ebenfalls in sein Leben gelassen hat oder umgekehrt. Männer beschreiben Traumfrauen ebenso vereinfacht oft als liebevoll, herzlich und verspielt (feminine) und dabei eine Person, die weiß, was sie will (masculine). Und so macht es wieder sehr viel Sinn für sich und für eine Partnerschaft, erst mal vor der eigenen Haustüre zu kehren und zu schauen: Wer bin ich? Was kann ich, was fällt mir schwer?
Finally there is so much more to fall in love with than only personality types. What I want to say is: no constellation is better than the other. Every one has it adcantages and disadvantages. And: What most people are looking for in relationships is opartner who is a Bingo: Womean often decribe the dream man as strong, successfull (masculine) and at the same time a loving husband and father (feminine). This description macthes as well a Masculine Strength Male who has build his femine side as well as Femine Strength Male who build is masculinity.  The other way round men seem to love women who are both loving, caring and playful (feminine) and who know what they want (masculine). So we come back to that very point: it makes totally sense to work on oneself first and have a look at what ypu are, what comes easy and what doesn’t.

You attract who you are not who you want.

Der Einfachkeit und Kürze halber belasse ich die Beschreibung hier bei der für heterosexuelle Paare, wobei homosexuelle analog funktionieren mit dem kleinen Unterscheid, das für sie die Balance eventuell noch ein bisschen wichtiger ist, da sie sich schon das Geschlecht teilen. Werden auch die Persönlichkeiten geteilt, kann es zu einem deutlichen Übergewicht einer Fähigkeit kommen – was immer besondere Stärke aber auch besondere Schwäche bedeutet. Tatsächlich merkt man die Wichtigkeit des Ausgleichs aber hier auch an einer Formulierung, die wohl schon alle homosexuellen Paare mal gehört haben: „Wer ist denn in der Beziehung der Mann/die Frau?“ Das ist nicht wirklich die netteste Art zu fragen, wie es so läuft und einfach auch sehr stereotyp, aber jeder weiß, was gemeint ist. Heterosexualle Paare mit einer Masculine Strength Female und einem Feminine Strength Male, werden mit ähnlichen Vorurteilen konfrontiert, wenn unterstellt wird, dass sie die Hosen an hat und er unter ihrem Pantoffel steht. Beide Sprüche outen einen Sprecher mit einem Horizont von hier bis zur Wand. Jemand, der an seienr femininen Seite mal arbeiten sollte…
To keep it short und simple I don’t analyze in detail the homosexual pendants here but they work the same. In fact homosexual couples have one difficulty more as they already combine the gender they can be very unbalanced if they also share their personality type here. This can lead to big strengths as they add up but also to big weaknesses on the other side. In fact you can notice this urge for balance in a very common statement I guess every homosexual couple has heard at least once: „Who is the man/the woman in this relationship?“ This is not the kindest way to ask how somebody is feeling but it shows very well what is meant with balancing each other. heterosexual couples of the Femine Strength Male with a Masculine Strength female can get confronted with very similar prejudices when people state the she is the ruler and he just the servant. Both prejudices out a speaker with a jorizin from here to the wall. Someone who should work a bit on his feminine side…

In Relationships: Build your Bingo

Aber nicht alle sind auf der Suche, viele haben ihren Partner ja schon. Und den jetzt vor die Tür zu setzen, um einen passenderen Bingo zu suchen ist jetzt nicht im Sinne des Erfinders. 😉 Partner können aneinander und miteinander wachsen, das ist es, was Beziehungen erst richtig spannend macht. Nicht nur das Sein, auch das Werden.
Okay not everybody is out there looking for his/her perfect match, some already have their partners. Questioning these realtionships because there might be a better Bingo out there is definitely not what the Bingo Theory is about. Partners can grow with each other. This is what really builds a relationship and makes it exciting: not only the being but also the becoming.

Wie im Singleabschnitt schon angerissen, seht ihr, dass alle Konstellationen ihre Stärken und Schwächen haben. Ich habe außerdem nach bekannten Beispielen gesucht, damit ihr ein besseres Gefühl für die Paare bekommt.
As already shown int the paragraph about singles looking for their match you learned that every constellation has its strengths and weaknesses. I looked for well known examples so you get a better feeling for the couples.

Feminine Strength Female / Feminine Strength Male: Große Gefühlstiefe, viel Wärme und Nähe, aber das Vorankommen auch außerhalb der Beziehung (Job, Lebensträume) ist schwieriger als bei anderen Konstellationen, da beiden der Ehrgeiz und die Zielstrebigkeit der maskulinen Seite nicht in die Wiege gelegt ist. Das ist ein Punkt, an dem sie zusammen arbeiten können, was aber mit größeren Anstrengungen verbunden sein kann, da beiden diese Stärker natürlicherweise nicht zufliegt und keiner von beiden den anderen anleiten und pushen kann.
Deep feeling, warmth and being really close – but successfull progress beyond the relationship (job, dreams)  is more difficult to reach for such couples than for others as edge and ambition are not part of their nature. It is an aspect they can both work on together but which needs a bigger effort as none of them has the strength to do so natuirally and lead the other..
Examples: Molly und Arthur Weasley (Harry Potter) / Spiderman und Mary Jane

Masculine Strength Female / Masculine Strength Male: Über Biss und Ehrgeiz können sich zwei maskuline Partner nicht beklagen. Hier wird gearbeitet, vorangeschritten und erschaffen. Beide Partner sind aber natürlicherweise anfällig dafür etwas im Machen-Machen-Machen unterzugehen und das Sein zu vernachlässigen. Das ist als Einzelperson schon schwierig, als Partner, die sich gegenseitig noch pushen, wird es noch mal wichtiger sich Zeit für die Dinge zu nehmen, die, die man nicht erarbeitet und kauft. Zwei Maskuline Partner können viel erreichen, laufen aber Gefahr als Paar an Nähe zu verlieren und eher schon Businesspartner zu sein, die ihre kleines Zweimann (!) Unternehmen nach vorn bringen. Wie auch bei der Feminine/Feminine-Konstellation ist diese Aufgabe keine Leichte, da die Partner sich nicht gegenseitig anleiten können, wenn sie nicht schon selbst sehr ausgeglichen sind.
Edge and ambition is definitely nothing this constellation lacks. These couples work and proceed together. Both partners are prone to get trapped in only doing not being. This is somethin tricky to learn for a single person but as a couple it can be evenm more difficult as they constantly push each other, they might even compete. Taking time time to enjoy lifes beauty you cannot buy or build is one of their bigger tasks to find balance to avoid ending up more as businesspartners than lovers. As for the Femine-feminine constellation, working on the weaknesses is hard, as the partners cannot teach each other if they are not already pretty balanced themselves.
Examples: Frank and Claire Underwood (House of Cards) / Katniss Everdeen und Gale Hawthorne (The Hunger Games) / Ironman und Pepper

Masculine Strength Male / Feminine Strength Female: Der Stoff aus dem die Schnulzen sind. Diese Konstellation kann sich auf ein sehr klares, traditionelles Rollenmodell einlassen, womit beide auch erst mal gut zurecht kommen, macht es doch vieles einfacher und viele Entscheidungen müssen gar nicht ausgefochten werden, da jedem die Rolle zufällt, für die er/sie sich bestimmt fühlt, sowohl im Alltag als auch in der Intimität. Nachteil ist, dass eine Aufteilung dieser Art eben immer genau das ist: eine Aufteilung. Beide Partner funktionieren als Team eventuell sehr gut, brauchen den Partner aber tatsächlich als Ausgleich für eigene Schwächen. Brauchen ist nie eine gute Grundlage für Beziehungen, da  Brauchen und Gebrauchtwerden zu einer Abhängigkeit führt, die der eine oder andere ausnutzen kann, bzw. den einen oder anderen unterlegen werden lässt. Oder schlimmer: Wenn einer geht, bleibt der andere beinahe im Wortsinne wie amputiert zurück. Beide können viel voneinander lernen, sie müssen das aber wollen, was nicht selbstverständlich ist, weil es bedeutet recht gemütliche Kofortzonen zu verlassen.
This constellation can live a traditional clearly defined role model. And both can live quite well with it as they both can stay in their comfortzones, playing the role they feel naturally made for so they don’t have to battle about responsibilities. Disadvantage of this constellation is that it is exactly that: staying in comfortzones and dividing resposibilites. Such couples can be really great teams but in fact they need the other one to balance them and do what they cannot do alone. Needing somebody is never a good base for a relationship as it leads to being dependent. One partner can easily take advantage of this dependence. Or even worse: if one partner leaves, the other one can be left behind feeling really amputated. Both can learn a lot from each other, but they need to be willing to leave their realy nice comfortzones.
Examples: Anastasia Steel und Christian Grey (Shades of Grey) / Bella Swan und Edward Cullen (Twilight) / Robin Hood und Maid Marian / Rapunzel und Eugene

Masculine Strength Female / Feminine Strength Male: Ein Paar, das sich von Natur aus gut ergänzt. Anders und doch gleich, ist es nicht schwer den anderen zu verstehen, gemeinsame Konzepte zu entwickeln, Ziele zu verfolgen aber auch sich wirkliche nahe zu sein. Diese Konstellation hat hohes Potential beide Bereiche, den emotionalen wie den ehrgeizigen, gut verbinden zu können. Der größe Fallstrick einer solchen Partnershaft ist dabei ein zuviel an Harmonie. Solche Paare können symbitoisch werden, was etwas Geschwisterhaftes annehmen kann. Damit lebt es sich eine Weile gut, aber, das Risiko ist, ihr ahnt es, Langeweile. Die Masculine Strength Female sehnt sich eventuell auch danach, mal nicht die zu sein, die das Zepter schwingt und sich mehr auf ihren Partner verlassen zu können, weil der doch schließlich „Eigentlich der Mann ist!“, der Feminine Strength Male kann sich von seiner maskulin ausgeprägten Partnerin etwas überrollt fühlen, vielleicht sogar entmannt. Diesen Paaren tut ein bisschen traditionelles Rollenklischee gut, um die Polarität zu erhalten, die für romantische Beziehungen so wichtig ist, um den Funken nicht erlöschen zu lassen. Wie gut, dass sie jeweils einen Partner haben, der sie in diesen Bereichen gut anleiten kann.
A couple which balances naturally. They are different but yet equal and so it is easy to understand the partner and develope concepts together, strive for life goals and to be really close to each other. This constellation has great potential to prosper in both areas – the emotional and the ambitious – and to connect them well. The biggest pitfall for such realtionships is too much of harmony as these couples can live really symbiotic almost like siblings. Like this you can live quite well for an even longer time but they risk, you guessed it, bordeom. Additionally the Masculine Strength Female might whish for a man more masculine to give away some of her responsiblities and have a shoulder to lean on. The other way round the Feminine Strength Male can feel a bit overpowered by his partner or even emasculated. Such couples do good to play a bit traditional role model to maintain or push the polarity which is helpfull to prevent the sparkle from ceasing. Good for both of them that their partner can teach them.
Examples: Katniss Everdeen und Peeta Mellark (The Hunger Games) / Ron Weasly und Hermione Granger (Harry Potter) / Walter und Skylar White (Breaking Bad) / Mimi und Alex Ikonn

Besonders gut zeigen es die Beispiele: Je ausgeglichener die Partner selbst sind, desto besser funktioniert egal welche Beziehungskonstellation. Keine ist besser als andere. Die Arbeit an sich selbst ist damit der erste Schritt.
Especially the examples show quite well: the more balanced the partners are as individuals the better for their relationships. None is better than the others. But working on yopur own is always the first step.

The 5th Personality – Androgynous

Und nun noch zu einem für mich echten Aha-Erlebnis bei der Lektüre. Polaritäten bedeuten nicht nur, dass es Schwarz und Weiß gibt, sondern auch das Grau dazwischen. Die von Mimi beschriebene Persönlichkeitsstile sind ebenfalls im Fluss. Es sind nicht nur die Extreme von Männlich und Weiblich, es gibt auch alles dazwischen und je nach Lebensapsekt kann es auch mal so, mal so sein, allerdingt bleibt in der Regel die Tendenz. In der Regel. Besonders kreative Köpfe aus dem künstlerischen Bereiche, aber auch unter Erfindern haben eine Persönlichkeit, die sich gleichgewichtet beider Ressourcen bedienen kann, die androgyne Persönlichkeit. Nicht zu verwechseln mit jemandem, der sich einfach nicht so recht entscheiden kann. Es geht darum beide Stärken zu besitzen, nicht darum beide Schwächen zu haben. Androgyne Persönlichkleiten sind von Natur aus ausgewogen, auch sie reifen mit dem Alter und vor allem mit der Arbeit an sich selbst. Diese personen haben letzetres nur etws leichter, da sie in sich bereits beide Stärken vereinen.
And now I want to talk about an in fact smaller paragraph in the book but a one which was so eye-opening for me. Polarities do not only mean that there is black and white but also grey inbetween. Also the personalitiy types Mimi describes are fluid. There is more then the two poles of masculine and feminine, there is everything in between and sometimes we act more masculine in certain situations and more feminine in others, but still the large majority of us have a tendency to one side. Most of us. Especially creative minds, artists and inventors often have a tendency to draw from both ressources, which can be called an androgynous personality. Not to be mistaken with somebody who cannot decide! It is about owning both strengths not both weaknesses. Andrognynous personalities are balanced by nature, somethingn very rare. But of course they too become more mature when they get older and especially when they work on their strengths and weakenesses. Andrognynous does not mean, that somebody is already a perfect Bingo. These persons just can teach themeselves way better as they own both sides.

Und ich…?

Ich bin eine Frau, die Männer scharf findet und generell tolle Menschen liebt. Meine Persönlichkeit ist, tja, am ehesten wohl die einer Feminine Strength Female, wenn ich mich nicht uneigentlich  am meisten beim Masculine Strength Male wiederfinden würde. Der kleine Absatz zum Thema androgyne Persönlichkeit hat bei mir einen Nerv getroffen. Wir dürfen hier aber einen nicht unwichtigen Faktor nicht vergessen: Natürlich mag ich mich damit auch angesprochen fühlen, ist es doch eine sehr komfortable Nische. Künstler oder Erfinder zu sein, bzw. in einem Atmezug genannt werden zu können, ist ein großes Kompliment, was ich damit an mich mache. Ds ist hier also etwas mit Vorsicht zu genießen, aber sei es drum. Weshalb ich mich aber in dieser Nische doppelt wohl fühle, liegt nicht nur daran, dass ich wirklich sehr gleichgewichtet aus beiden Ressourcen schöpfen kann (etwas was mir beim MBTI schon bei der Frage nach introvertiert vs. extrovertiert und Intuitive vs. Sensing aufgefallen ist), sondern auch daran, dass meine Identität ein Beispiel dafür ist, dass auch dies ein fluides Modell ist. Ich bin eine Frau, fühle mich als solche und finde das auch ganz prima (außer zu dieser einen Phase im Monat…). Aber ich sage oft: Wäre ich ein Mann geworden, wäre das auch kein Drama gewesen. Vermutlich hätte ich mich einfach damit arrangiert und es könnte gut sein, dass ich dann schwul wäre. Wer weiß. Ich erzähle euch das, weil ich glaube, dass man all diesen Männlich-Weiblich-Konstrukten noch etwas anderes gegenüberstellen sollte: Ich identifizeire mich nicht über mein Geschlecht, meine Rolle, meine Orientierung. Mein Ich, das sind meine Gedanken, meine Werte, meine Entscheidungen und das, was ich tue. Das zählt für mich, das definiert mich. Ob mit oder ohne Y-Chromosom, mit oder ohne gewisse optische Besonderheiten, mit oder ohne gesellschaftlich definierte Männlich-Weibliche Attribute, das ist mir ziemlich egal. Ich liebe Menschen für das, was sie sind, egal ob Mann oder Frau. Nur eben in der Romantik, da habe ich meine Vorlieben. Rollen sind dazu da sie zu spielen. Eine Rolle definiert aber nicht mein Sein, sie ist nur ein Aspekt davon.
I am a woman who is attracted to men and in general loves wonderful human beings. My personality should be closest to the Masculine Strength Female, but actually I feel even closer to the Femine Strength Male. The little paragraph about fluid personality and especially the androgynous personality made all the difference for me. This is something I feel comfortable with. But keep in mind: of course this is comfortable, maybe I just want to have this niche, because being creative, an artist or even an inventor, is a huge compliment I give to myself like this. So, careful here. But why I feel so at home in this niche has another reason: It is not only that I can draw from both ressources equally (something I already noticed when it came to Introverted vs Extroverted and Intuitive vs Sensing with the MBTI), it is because of my identiy. I am an example to prove that this concept is artificially made, made be human minds to categorize and give structure. I am a woman, I fell like a woman and being female is really something I enjoy (except for that one week each month). But I often state, that if I was a man, that would have been perfectly fine as well. I guess if I looked in the mirror as a small kid, realizing that yes, that what everybody is telling me, that I am a boy is biologically proven that would have been totally okay and I would have grown up as a happy boy. Maybe I turned out to be gay, but who knows? My self, my inner me, these are my thoughts, my values, my decisons and my actions. This is what counts for me, what defines me. Whether I had an Y chromosome or not, wethere there are certain anatomical aspects, weather there are society’s male-famela-role-models , this does not matter to me a lot. I love people for what they are, no matter if they are male or female. But solely for the romantic I have my preferences. Roles are there to play them. But a role does not define my self, it is just one aspect of it.

Heiki & Benedict

Ich bin also wahlweise der androgyne Typ oder eine Masculine Strength Female. Benedict ist ein eindeutiger gut balancierter Feminine Strength Male. Als wir uns kennengelernt haben, waren wir beide für uns allein kein Bingo, also nicht ausgeglichen (mit Anfang zwanzig ist das auch eher selten… Persönlichkeit braucht Zeit, um zu wachsen, also keine Panik). Aber ich behaupte, wir sind es mittlerweile beide und werden es immer mehr. Weil wir aneinander und miteinander gewachsen sind. Als wir uns kennengelernt haben, habe ich ihn gebraucht und er wurde gern gebraucht. Darüber sind wir hinaus. Wir sind ein Paar, weil wir zusammen bessere Einzelpersonen sind und als Team mehr sind als die Summe unserer Eigenschaften. Wir wachsen nicht aneinander fest, sondern miteinander in die Höhe. Es gibt kein besseres Gefühl, als zu wissen, dass ich ihn als Partner nicht brauche und er auch mich nicht, wir uns aber dennoch immer wieder dafür entscheiden genau das zu sein: Partner. Aus Liebe. Und wenn man sich ab und an doch braucht, weil man einfach nicht immer nur stark ist, dann ist das ebenfalls okay.
So I am either the androgynous type or the Masculine Strength Female. Benedict is a typical, well balanced Feminine Strength Male. As we started dating we both were no Bingo as individuals, we were not balanced. Balanced early twenty somethings are rather rare, by the way. Personality needs time to grow. By now I say that the two of us are balanced individual Bingos. Because we have grown together. Not grown around each other, but with each other. When we were younger I needed him and he liked to be needed. This is a state we left behind. We are together because together we are better individuals than we are alone. As a team we are more than the sum of our abilities. There is no better feeling than that to know, that we don’t need each other but nevertheless we decide every day again to be exactly that: a couple, partners. Because of love.

Wenn euch das Buch interessiert, habe ich hier den Amazon-Link für euch:
The Bingo Theory: A revolutionary guide to love, life, and relationships.

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26 Kommentare

  1. Dass man sich selber Vervollständigen soll, finde ich völlig richtig und wichtig. Ein Partner kann einen nie völlig glücklich machen und das Leben ausfüllen – das muss man zum Großteil schon auch selber. Umgekehrt kann man ja auch nicht den Gegenüber verantwortlich für eigene Unzufriedenheit machen.
    Wie geht der Spruch? Man ist seines eigenen Glückes Schmiede – nicht dein Mann! Der kann nur einen Bonus an Glück und Liebe oben drauf geben. Den Berg an Lebensfreude musst du dir selber schaufeln.

    Aber bei allem anderen steig ich leider aus 😀 Die Typisierung ist mir viel zu wage, sexistisch und altmodisch. Leider! Klang in den vorherigen Posts und Chatgesprächen interessant – aber ich brauch doch konkretere Einstufungen, psychologische Erklärungen und mehr Hintergrund. Feminin ist sanft und mag das schöne – maskulin ist stark und rau…. Nein so einfach ist das nicht. Ich pack genauso hart an wie mein Mann auf Baustellen und er ist sehr sanft zu Kindern, dennoch mein starker Bär.
    Nein ich bleibe bei MBTI und ganz wichtig: den Funktionen – und natürlich persönliche Entwicklung, Erfahrungen und Erziehung. Darf man nie vergessen. Kein ISFJ ist wie der andere usw.
    Vllt hast du ja doch irgendwann mehr Zeit und freien Kopf und erkennst den größeren Sinn bei MBTI. Aber muss ja nicht 🙂 Jeder womit er am besten zurecht kommt.

    1. Oh weh, wir missverstehen uns grad total. 🙁 Das kann ich so nicht stehen lassen (was sagt das über meinen MBTI aus?)
      Es ist eben gar nicht sexistisch. Psychologische Einstufungen und Hintergrund sind im Buch, das hätte hier total den Rahmen gesprengt. Ich dachte, ich hätte es deutlich gemacht, als ich gemeint habe, dass Mimi das auch statt Feminine /Masculine hätte Yin und Yang oder sonst wie nennen können. Das, was du für dich und ihn beschreibst, ist der von ihr beschrieben Bingo, das Sowohl-als-auch. Das ist wunderbar! Die Beispiele, die ich rausgesucht habe zeigen ja auch deutlich Paare, die ihre Stärken sehr verschieden einsetzen. So wie die Underwoods als wirklich übles Negativbeispiel und Katniss und Gale als sehr positives für den selben Typus, weil es eben um die Balance geht, die den Underwoods z.B. fehlt.
      Bingo und MBTI ist kein Entweder-Oder. Ich hatte tatsächlich noch überlegt die MBTI-Typen im Bingo-System einzuortieren, denn das tendenziell gut möglich. Es ist ähnlich wie bei den Farbtypen mit dem Vierer (Bingo) und dem 12er-System (MBTI, auch wenn der 16 hat).
      Gerade die Feminine Strength Males und Masculine Strength Females finde ich sehr wichtig mal darzustellen. Kann auch sein, dass mir das so wichtig ist, weil Emanzipation für mich immer ein riesien Thema war (es war ein Thema für meine Mutter und somit für mich gezwungenermaßen auch…) und ich schon immer es sehr ätzend fand, dass darauf gepocht wurde, dass man jetzt doch so und so sein muss, um emanzipiert zu sein. Die Feminine Strength female muss sich heute gesellschaftlich ab und an schon schämen, wenn sie sagt, wie wichtig ihr Familie und Nähe ist. Eine Masculine Strength Female wird gelobt für ihr Vorankommen, aber uch sie spürt, dass sie dadurch einen teil von sich verleugnen „muss“. Masculine Strength Males haben es seit Jahrhunderten gesellschaftlich leichter und haben es noch, wobei sie mittlerweile damit konfrontiert werden, dass sie zu hart seien. Was einfach unausgewogen ist, ja, aber ein Stück weit eben auch ihre Natur. Feminine strength Males finden sich ganz schnell in der Weicheischublade wieder und man lobt sie zwar dafür, wie toll sie Familie können und ihre Frauen darin unterstützen sich zu emanzipieren, umgekehrt findet da aber oft eine Diskriminierung statt, weil gerade diesem Typus Mann unterstellt wird, er wäre selbst nicht Manns genug.
      Emanzipation funktioniert für beide Geschlechter und echte Emanzipation zielt ja genau wieder darauf ab, was Mimi Bingo nennt (auch nicht mein Lieblingswort dafür, aber so heißt es jetzt eben bei ihr). Viele Männer haben einzig und allein in ihren Paar-Beziehungen die Möglichkeit für sich wirklich auch die feminine Seite zu leben, zu nutzen zu zeigen ohne belächelt zu werden. Das ist unglaublich schade, weil ihr Potential so hoch ist, eben in ihrem besonderen Bereich. Ach ja… ich glaube, ich krieg die Kurve nicht mehr. 🙁
      Ach schade.
      Wirklich. Jetzt habe ich Sorge, dass man den ganzen Artikel missversteht und ich mag ihn eigentlich immer noch… Den Artikel und die Botschaft: sei du selbst und entwickle dich weiter. Der MBTI ist besser darin Kleinigkeiten aufzuzeigen, die große Auswirkungen im Alltag haben. Bingo sagt: Es ist schön, dass du so und so und so bist. Super! Nutze das! Und jetzt schau, was du nicht bist, hier leigt dein größtes Potential für Wachstum. Great things never come from comfortzones.
      Aber ich mag Komfortzonen auch sehr… eben weil sie ein Rückzugsort sind, etwas, wo ich mich ganz bei mir fühle. Bingo fordert mehr. MBTI stellt fest.
      Vielleicht hab ich die Kurve j doch noch gekriegt… 🙂

      1. Also ich will dich beruhigen, für mich war es eindeutig, dass die Aufteilung nicht „sexistisch“ gemeint ist. Deine Erklärung, dass es auch Yin/Yang hätte heißen können hat es noch zusätzlich verdeutlicht. Im Gegensatz zu Lenja bin ich aber gefühlt weniger empfindlich bei dem Thema.
        Ich finde nicht, dass dein Artikel missverständlich ist, sondern sehr interessant 😉

        1. 😀 Nessa, die robuste. 😀 So liest sich das grad. 😀 😉 😀 Aber Danke! Und, was ist deine Natur? Dich finde ich schwer einzuschätzen, du bist vor allem für dein Alter schon sehr weit, das fand ich auch vor Jahren schon. Also bezogen auf den Artikel: du bist schon ein sehr ausgeglichener Bingo. Ich glaube du kommst von der Femininen Seite her, das andere ist erlernt, kann aber auch umgekehrt sein und so oder so kannst du beides super bedienen. Unser Einhorn ist z.B. finde ich eindeutig Feminine Strength. Im Kontrast zu ihr sind wir beide sehr Maskulin. 😀 Dieses Kotnrastieren finde ich immer ganz hilfreich. Liebe Grüße! 😀

        2. Ich unterschreibe bei Nessa. Sehe es auch nicht als sexistisch. 🙂

          Ich bin eine sehr eindeutige Feminine Strength Female. Also wirklich extrem, glaube ich. So extrem, dass mir schon vor diesem Artikel klar war, dass es ein Problem darstellt.
          Mein Freund ist ein Feminine Strength Male, von dem ich glaube, dass er die Lebensgeschichte hat die er hat, ausgewogen zwischen Feminie und Masculine wäre mit Tendenz zu Feminine.
          Wir ergänzen uns in Bereichen sehr gut: ich glaube ich könnte mit einem Masculine Male keine Beziehung führen, weil dieser mir vermutlich nicht die Nähe und das Verständnis für meine Emotionalität und Überempfindlichkeit geben könnte und ich damit überfordert wäre.
          Wir müssen beide an uns arbeiten und versuchen tougher und rationaler zu werden. Wissen wir beide, ich besonders denn bei mir ist es deutlich extremer.

          Ich hab von solchen Typisierungen nie viel gehalten weil ich immer das Vorurteil hatte, dass das doch nur weiteres Schubladendenken fördert und einen nicht weiterbringt. Dies revidiere ich nun. 😉

          Liebe Grüße!

          1. Ach das freut mich, dass du deine Eminung da revidierst. Schubladendenken ist nicht für den dauergebrauch gedachtm, es ist für Entscheidungen im Moment. Menschen brauchen sowas, das ist eine lebensmotwedige Fähigkeit. Man bewertet Situationen und Menschen danach, ob sie eine Gefahr darstellen oder nicht. Man ist besser dran, wenn man da die passenden Schubladen schnell findet. Aber, das ist wieg esagt etwas für die Blitzentscheidung im Moment. Leider ein sehr mächtiges Überlebensinstrument, führt es doch dazu, dass diese Blitzentscheidungen auch dauernde Voruteile schüren. Das ist die Kehrseite. Schubalden helfen zu orientieren und einen sichereren, angenehmeren, leichteren Weg zu gehen. Legt man sie aber zu starr aus, verwehrt man sich wertvollen Einblicke und Menschen.
            Ich kenne auch eine sehr, sehr typische Feminine Strength Female. Sie bevorzugt aus denselben Gründen wie du Feminine Strength Males: mehr Wärme, mehr Verständnis. Als ich das Buch gelesen habe, hab ich innerlich so oft gelacht und gedacht: Das ist ganz genau so wie XY! Aber so was von. 😀

            Liebe Grüße, Heike

      2. Ok ich war zu schnell heute Mittag 😀 Ich versuche mein „Dislike“ anders zu erklären:
        Ich finde man kann keine Person (egal ob weiblich oder männlich) in eine Yin/Yang Richtung kathegorisieren. Vllt habe ich das Glück und kenne keine Klischee-Personen und alle um mich herum sind immer ein interessantes Zusammenspiel von beidem. Stark, sanft, beschützend, hilfsbereit, aktiv,…
        Ich wüsste nicht mal was ich bin. Ja ich bin emotional, einfühlsam und fürsorglich, aber genauso stark, aktiv (grab, schaufel, bohr und arbeite hart mit) und kann ganz schön stur und beschützend sein. Und das nicht erst seit kurzem. Ich war schon als Jugendliche ziemlich genauso, höchstens zickiger 😀
        Ich finde das Bingo System sehr eindimensional – und irgendwie bringt es (mir?) auch nichts.
        Selbst wenn ich jetzt jemanden damit einstufe, was dann? Ob ein Mann Feminine Strength Male ist, sagt nichts über seinen Charakter oder Beweggründe an. Wieso ist er so? Wie reagiert er auf die Außenwelt und wie fällt er Entscheidungen? Es hilft mir nicht um ihn zu verstehen.
        Das „Liebe dich selber“ und „sei dein eigener Lebenspartner“ ist ganz unabhängig von dem Buch und dem Bingo-System ein gutes Ding. Darüber will ich gar nicht streiten. Da sind wir uns einig. 🙂
        Und ich bin sehr dafür, dass Männer Gefühle zeigen oder halt nicht, je nachdem was sie wollen. Genauso wie bei Frauen. Ich finde Geschlechterdenken hier total rückschrittlich, genauso wie diese gestörte Homophobie und Ausländerfeindlichkeit.
        Aber als Partnersuche eignet sich das System gar nicht und zum Verstehen und Analysieren leider auch nicht.
        So jetzt bitte nicht hauen oder traurig sein! Ich wollte deinen langen Beitrag nicht zerreißen. Hätte ich vllt einfach nichts posten sollen? :/ Hätte dir sicher den Tag nicht so versaut! Sorry! Wenn es dir hilft: ich fühle mich jetzt mies und wünschte ich hätte gar nix dazu gesagt 😀

        1. Nein, alles gut. 🙂 Natürlich fühle ich mich nicht besser, weil du dich jetzt mies fühlst. Bloß nicht. Das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Wir verstehen die Bingo Theory nur offensichtlich beide ganz anders. Was ja auch okay ist. Ich finde sie sehr hilfreich, weil sie ganz viel beantwortet, was ich bei sehr vielen Singles beobachte: diese Suche nach dem Richtigen, am besten mit einer Art Wunschliste, was er/sie denn alles sein soll. Das ist aber eher was, was man bei Anfang- bis Mittzwanzigern beobachtet, die Zielgruppe hier ist denke ich eher jung und selbst noch nicht so ausgeglichen, sodass es für sie eine echte Erkenntnis ist, zu verstehen, dass sie ihres eigenen Glückes Schmied sind. Ich finde die Bingo Theory macht offener und verständnisvoller. 🙂 Sie ist vor allem für Menschen, die recht starre stereotype Rollenbilder im Kopf haben (sowohl was die Ansprüche an andere als auch an sich selbst betrifft) echt hilfreich.
          Der MBTI hilft MNenschen zu verstehen, wie sie sind. Die Bingo Theory hat eher den Ansatz, das beste aus jedem Menschen machen zu können. Einmal sein und einmal werden. MBTI hilft damit mehr im hier und jetzt, Bingo sagt: dazu: ah okay, MBTI hat mir erklärt, warum jemand so und so ist, aber was machen wir jetzt für die Zukunft damit? Mit abfinden und sagen „Ich bin halt so?“ Nein. Wir machen, wie immer, das beste daraus.
          Das ist ein Ansatz der mir sehr entspricht. Ich denke, auch deshalb bin ich damit so sehr zufrieden. 🙂 Und ich glaube ich weiß aber auch gut, weshalb er nicht deiner ist. Weil du viel mehr in dir ruhst als ich. Weil du Dinge viel besser einfach SEIN lassen kannst, im Moment, im Hier und jetzt. Du erkennst, verstehst und bist wohlwollend dabei. In gewisser Weise ist das meine Schwäche: ich bin sehr affin für höher-schneller-weiter. Und da trifft die Bingo Theory bei mir einen Nerv. 🙂
          Liebe Grüße und hier fühlt sich jetzt keine von uns mehr mies. 🙂 Wobei ich jetzt versuche zu vertsehen (nach MBTI) warum wir heir so anders reagieren). Ich habe den Eindruck, das ist wieder der Jiudger in mir, der hier ganz viel will und eine extrovertierte Persönlichkeit. Egal ob ich jetzt intro oder extro bin, aber mehr extro im Vergleich zu dir denke ich schon. Hmhmhm… Oder ist das ein Besiepil von Sensing vs Intuitive? Du bist ja, wie du selbst sagst, ein super Sensor, sehr detailverliebt. Das passt zum MBTI. Ich glaube mich erschlagen diese Details tatsächlich gerade etwas, auch, wenn ich sie verstehen möchte und sie ganz offensichtlich spannend für mich sind. Aber mich reizt an beidem Bingo und MBTI mehr die Idee, das Konzept als solches. Zumkindest… im Vergleich zu dir. 🙂
          Ach ja. 😀

  2. Dein Artikel ist wirklich gut, danke dafür!
    Ich habe ihn – glaube ich – auch so verstanden wie er gemeint war und finde deine Darstellung sehr klar.

    Und an Lenja: Gerade das vage an diesem Modell empfinde ich als eine Stärke. Weil es nicht darüber hinwegtäuscht dass jede Kategoriesierung eine Vereinfachung mit Informationsverlust bedeutet. Ob das hilfreich ist oder nicht hängt unter anderem davon ab wieviel Raum gelassen wird um abstrakte Konzepte mit individuellen Informationen zu füllen ohne dass die Zusammenhänge, die das Modell aufzeigt verloren gehen. Diese Theorie lässt meines Eindrucks nach 8ich habe das Buch nicht gelesen) sehr viel Raum dafür.

    Der MBTI ist ziemlich unübersichtlich, und vemittelt durch seine Komplexität einen Eindruck von Genauigkeit, Wissenschaftlichkeit und Vollständigkeit, der gar nicht den Tatsachen entspricht. Und er lässt wenig Raum um komplexe Informationen zu integrieren, das läuft dann immer auf „Biographie und Erziehung“ hinaus. Was in diesem Zusammenhang nicht viel mehr ist als eine Restkategorie um Unterschiede abzufangen die das Modell nicht erklären kann.
    Sind die MBTI Dimensionen wirklich die, anhand derer sich Persönlichkeit am besten beschreiben lässt?
    Ist es zutreffend dass alle der Dimensionen bipolar sind und die beiden Pole jeweils die Enden desselben Kontinuums darstellen?
    Das ist vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes mindestens stark anfechtbar, meiner Meinung nach in vielen Aspekten definitiv nicht haltbar.
    Nur weil etwas sinnvoll klingt und logisch ist, heisst das nicht dass es zutrifft. Gerade in der Psychologie. Das Lieblingswort eines meiner Dozenten war kontraintuitiv 😀
    Wenn die Beschäftigung mit dem MBTI Menschen dazu bringt sich mit sich selbst zu beschäftigen, sich besser kennenzulernen und zu sehen, dass wir alle die Welt unterschiedlich wahrnehmen, dann finde ich das toll. Das Modell an sich finde mittelmäßig schrecklich 😀

    1. Je länger ich darauf rumkaue, desto besser finde ich eigentlich,d ass jemand (war nun eben Lenja) das Sytem kristisiert. Dadurch verschiebt sich der Blickwinkel und ich glaube, da kann ich für mich noch mal einiges rausziehen, gerade, indem ich die System Bingo und MBTI gegeneinanderstelle. 🙂
      Ich finde die größte Schwachstelle des MBTIs ist ja tatsächlich die, dass er nicht für klinische Psychologie geeigent ist. Da aber praktisch jeder mindestens eine fiese Leiche im Keller hat, greift das System an diesem Punkt dann nicht mehr. Denn klinische Psychologie betrifft ja nicht nur die beim Therapeuten, sondern alle, die ihre Wunden davon getragen habe. Und meiner Erfahrung nach hat da so gut wie jeder eben sein Päckchen zu tragen und das wirkt sich meist massiv darauf aus, wie sich Eigenschaften und Fähigkeiten im Alltag manifestieren. Dennoch finde ich den MBTI sehr spannend. Für mich vor allem für die Konzeption meiner Rimanfiguren aber tatsächlich auch um im Alltag in Situationen nachsichtiger reagieren zu können, weil ich weiß, das Person XY einfach anders gestrickt ist als ich. Das wusste ich vorher auch, aber die MBTI-Kategorien machen es etwas leichter. Ist ein bisschen so, wie wenn man Körpersprache bewusst zu deuten lernt. Man kann das auch vorher schon intuitiv unterschiedlich gut. Aber wenn man einmal verstanden hat, was Beckenneigung und Fußstellung aussagen können, dann wird vieles eindeutiger und leichter. 🙂
      Liebe Grüße,
      Heike, die Kategoprien liebt. Ist auch ne Aussage. 😀 Ich kleiner Kontrolletti.

      1. Kurz noch zum Thema Klinische: Lass es mich mit einer Metapher sagen: Der Mensch ist ein Puzzle. Wenn er von etwas traumatisiert wird, kann es passieren, dass er Teile verliert. Wenn er heilt, setzt er diese Teile wieder ein. Je schwerwiegender das Trauma, desto mehr Teile verliert er. Manche Leuten fehlt nur ein Puzzlestückchen im Hintergrund, anderen fehlen große Teile des Motivs, sodass gar nicht mehr erkennbar ist, was eigentlich auf dem Puzzle ist. Ich möchte das an der Stelle nicht weiterspinnen, könnte man aber (wie kann man trotz unvollständigen Puzzles versuchen wie ein ganzes zu wirken, was ist, wenn man fremde Puzzleteile einbaut, was ist, wenn man aus den Resten versucht, was Neues zu bauen und ähnliches).
        Ich habe bei Leuten, die schwere Traumata erlebt haben, oft das Gefühl, dass die in sich unvollständig sind – im klinischen Bereich (soweit ich das beurteilen kann) dann so unvollständig, dass die Typisierungen nicht mehr greifen können. Ich könnte dir bei ein paar Leuten im Bekanntenkreis nämlich nichtmal sagen, in welchem Bingotypen die landen.

        Liebe Grüße,
        Katja (so, und jetzt mache ich mich wieder an die Arbeit…)

  3. Liebe Heike,

    ein schöner Artikel.
    Um die in der Antwort auf Lenjas Kommentar geäußerten Zweifel zumindest ein bisschen zu zerstreuen: Für mich kommt rüber, was du meinst. Bzw. ich habe ein ganz gutes Bauchgefühl in der Hinsicht, die Adjektive sind schon etwas klischeehaft.

    Ich finde, dass das System, soweit ich das deiner Beschreibung entnehmen kann, einige Dinge gut auf den Punkt bringt. Besonders, was Interaktion und Fallstricke angeht.
    Ich würde mich bei Masculine Strength Female wiederfinden („der coole Typ mit langen Haaren“ *lacht*), meinen Partner bei Feminine Strength Male. Einfach vom Bauchgefühl her. Ich bin ein Macher, er ist ganz natürlich eine sehr nährende, unterstützende Person. Wir können uns beide aber auch gut bei der jeweils anderen Seite bedienen und das ist gut so. Ich habe inzwischen gemerkt, dass ich einen Partner möchte, der beides kann. Mimis Bingo eben. Ohne die emotionale Komponente gehe ich ein und ohne eine gewisse Stärke von seiner Seite aus hab ich Probleme ihn als Partner ernstzunehmen, weil ich das Gefühl habe, ihn unterzubuttern, obwohl ich eigentlich eine Partnerschaft auf Augenhöhe möchte.
    Ich habe seine ruhige Stärke zu schätzen gelernt und er ist in der Beziehung selbstbewusster und sicherer geworden. Am Ende des Tages ist eine Beziehung einfach eine Menge Toleranz, Geduld, Reden, Zuhören und Weiterentwickeln. Vor allem sich selbst.

    (Kennst du eigentlich „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“?)

    Mich würde übrigens sehr interessieren, wie du MBTI und Bingo zusammenbringst und wie Androgynous da reinpasst.

    Liebe Grüße,
    Katja

    1. Hallo Katja, mit dem was du beschreibst kann ich mich richtig gut identifizieren. 🙂 Aber wir teilen da ja auch offenbar viel. Das Bich, das du nennst kenne ich nicht, nein. MBTI und Bingo zusammenzubringen wäre auch eine Überlegung wert. Lenja und ich kommen ja irgendwie nicht überein, aber ich glaube gerade in diesem Missverständnis liegt viel Potential. Mal gucken. Kommt auf den Aufwand an. Aktuell mag ich keine Aussagen mehr darüber treffen wann ich was wieder update. Zeit ist gerade echt knapp. Wenn ich etwas schaffe, ist das super, wenn nicht, mag ich das nur vor mir rechtfertigen müssen… aber ja, da hätte ich Bock drauf. Ich glaube ganz plump in die Richtung köööönnte es gehen:
      Masculine: ESTJ / Feminine: INFP als Extreme. Aber das ist zu einfach, lässt es doch die Funktionen außen vor. Auch gibt es z.B. ja auch extrovertierte Femine Strength Females. Hmmm… ich mag das noch mal auseinander nehmen. Nur mal sehen, wan ich das tue. 😉

      1. Hallo Heike,

        schon, ist auch einer der Gründe, warum ich deinen Blog so gerne lese 🙂

        Ich glaube der Punkt mit Lenja ist – so wie ich das gerade herauslese – dass es nicht allzu viel nutzt, die Bingokategorie von jemand anderem zu kennen. Aus MBTI kann man dahingehend mehr ziehen, gerade auch was den Umgang mit den Leuten angeht. Bingo ist weniger am Jetzt interessiert sondern mehr am Ausgleich, MBTI ist statischer (die Typen ändern sich ja auch nicht, oder?). Das sind zwei unterschiedliche Fokuspunkte, die beide ihren Wert haben. Zu MBTI habe ich übrigens eher über den Intellekt einen Zugang, zu Bingo extrem übers Bauchgefühl.

        Was das Zusammenbringen angeht: Nimm dir die Zeit die du brauchst. Wenn du es mal in der Form hast, dass es für den Blog passt, lese ich es gerne, wenn nicht dann halt nicht. *schulternzuckt* 🙂

        „Liebe dich selbst“ ist eigentlich ein Beziehungsratgeber, aber ein sehr ganzheitlicher in meinen Augen (nicht, dass ich viele kennen würde). Unterm Strich geht es darum, dass jeder sein Päckchen an Erwartungen und Problemen mitbringt, darum, dass es, wenn mein Partner etwas tut, das mich trifft, es mich insofern betrifft, dass ich da mal aufräumen sollte, und dass gemeinsame Veränderung selten so läuft, wie man sich das vorstellt. Und naja, darum, sich selbst zu lieben.

        Liebe Grüße,
        Katja

  4. Hallo Heike,

    Ich denke, ich verstehe, wie das Prinzip gemeint ist. Daher ist es auch nicht sexistisch – im Gegenteil, oder? Da ja jede der Richtungen völlig gleichwertig auf beide Geschlechter angewendet werden kann. Wie du schon sagtest: Man hätte auch völlig andere Begriffe nehmen können, „masculine“ und „feminine“ sind nur besonders griffig (was die Plakativität angeht vielleicht etwas unglücklich, aber darüber sollte man als emanzipierter Mensch doch drüber stehen 😉 ).
    Ohne das Buch gelesen zu haben oder mich tiefergehend damit befasst, würde ich mich spontan ziemlich eindeutig als Feminine Strength Female einordnen. Die Masculine Strength Eigenschaften gehören zu den Punkten, die mir schwerer fallen.
    Interessant, dass du Homosexualität ansprichst. Zwar finde ich Frauen attraktiv, bin aber deutlich schüchterner als bei Männern. Vielleicht ist es mit Frauen tatsächlich für mich (! bei anderen gleichgeschlechtlichen Paaren kann es natürlich völlig anders sein) schwieriger, einen Ausgleich der Persönlichkeit zu finden, denn gerade in der Feminine-Feminine Konstellation wagt keine so recht den ersten Schritt. Gottseidank kann ich „auswählen“, mit Männern komme ich einfacher ins Gleichgewicht.

    So oder so finde ich es ebenfalls wichtig, sich selbst ausgleichen zu lernen. Schritt für Schritt.

    Bein „Androgynous“ Abschnitt dachte ich übrigens gleich an dich; nicht, weil ich dich persönlich kennen würde, sondern weil du beim letzten Artikel über Persönlichkeiten bemängelt hattest, dass dort kein Platz für Zwischentöne und Ausgeglichenheit ist.

    Alles Liebe,
    emalya

    1. Liebe Emalya, ja, als ich mit dem MBTi angefangen habe, da bin ich da ständig drüber gestolpert, dass eine echte Balance in dem System schwer darstellbar ist bzw. man da wirklich, sehr, sehr in die Tiefe gehen muss, um das dann zu verstehen. Und als ich den Artikel zum MBTI geschrieben habe, da hatte ich die Bingo Theory gerade gelesen und war deswegen auch echt happy, dass es bei dieser Theorie eben mehr darum geht, wie man sich entwickelt und dass Ausgeglicheneheit hier keine Schwierigkeit ist, die es tricky machen, die passende Kategrie zu finden, sondern etwas erstrebenswertes ist. 🙂
      Ich fand das total wichtig Homosexualität zumindest mit anzusprechen. Das wird immer noch viel zu oft ausgeklammert. Damit wird ab und an gern kokettiert („Mein schwuler Freund!“ Oder so), aber im Alltag ist es für viele doch immer noch oft etwas, was man sich anguckt wie bei einem Zoobesuch. Meine Erfahrung. Leider. Aber es wird besser. Auch meine Erfahrung. 🙂

      1. Hallo Emalya,

        zum Thema Homo-/Bisexualität und Ausgleich: Ich habe bei Frauen nicht das Problem, dass ich zu schüchtern wäre, allerdings waren die Mädels, die mich angesprochen haben in der Regel so weich, dass ich in einer Beziehung mehr Rahmen hätte sein müssen, als mir für meine Balance auf Dauer lieb gewesen wäre. Die Problematik hatte ich mit sehr weichen Männern in schwächerer Form zwar auch, aber nicht so ausgeprägt. Ob die als Charaktere doch härter waren als die Mädels oder ob das doch mit dem biologischen Geschlecht (sagen wir mal auf Hormonebene) oder der Sozialisation zusammenhängt könnte ich so aber nicht beantworten.

        @Heike: Bei den frühen 20ern ist das inzwischen sehr normal, hab ich den Eindruck. Man schaut vielleicht zweimal, aber eher um zu gucken, ob man sich aus dem Augenwinkel nicht vertan hat.

        Liebe Grüße,
        Katja

  5. Liebe Heike
    „Es gibt kein besseres Gefühl, als zu wissen, dass ich ihn als Partner nicht brauche und er auch mich nicht, wir uns aber dennoch immer wieder dafür entscheiden genau das zu sein: Partner. Aus Liebe. Und wenn man sich ab und an doch braucht, weil man einfach nicht immer nur stark ist, dann ist das ebenfalls okay.“

    Das hast du wundervoll ausgedrückt und auch richtig erkannt. Und nebenbei eine grosse Hauptsache: wundervolle Bilder – ihr seid wahrlich ein schönes freies Paar. Danke für deine Einblicke.

    1. Danke schön. 🙂 Manchmal wünschte ich, ich könnte mit dem Wissen und der Reife, die ich jetzt habe, noch mal 18 sein. Vermutlich denke ich das in 10/20/30 Jahren wieder. Man entwickelt sich ja.
      LG

      1. Hihi… geht mir auch so…. ich bin 42…. und manchmal denke ich, hätte ich das bloss alles mit 20 und 30ig gewusst….
        Komme daher zum Schluss: alles muss wohl so sein, wie es ist…sonst würden wir doch in der Entwicklung stehenbleiben…. wir müssen gewisse Schicksale erleben, um vorwärts zu kommen – denn du weisst ja, der Mensch bewegt sich nur, wenn er muss…. also meistens zumindest 😉 – nennt mal dann wohl reifen…. oder so…
        Schönen Tag dir 🙂

        1. „Der Mensch bewegt sich nur, wenn er muss“, den kannte ich noch nicht, also so als Metapher. Aber sehr schön. merke ich mir. Dir auch einen schönen Tag. 😀

  6. Liebe Heike,

    jetzt, nachdem ich deinen Artikel durchgelesen habe, sind mir einige Dinge über meine Beziehung klar geworden, die ich früher nie richtig benennen konnte. Und das macht mich gerade ziemlich glücklich. 🙂
    Als wir zusammen gekommen sind war ich (noch) 18 und er (noch) 21. Also ziemlich jung. Die ersten 2 Jahre unserer Beziehung war ich die typische Feminine Strength Female und er der typische Masculine Strength Male.
    Ich war angetan von seiner männlichen Stärke und er von meiner weiblichen weichen Seite. Funktionierte ganz gut, bis die „rosa rote Brillenphase“ abgeschlossen war. Dann wurde es anstrengend.
    Ich verstand nicht, warum er mich nicht versteht, er verstand nicht, warum ich selten die Initiative ergreife.

    Ich denke mal, dass einige Beziehungen an der Stelle scheitern.

    Wir haben uns dann einfach Zeit gegeben, zuende zu reifen. Jeder für sich. Erstmal als einzelne Person finden und an den Schwächen arbeiten. Wir haben uns nicht getrennt, sondern jeder hat mehr Zeit für sich alleine bekommen.

    Und dann, „plötzlich“, kam bei ihm eine Seite zum Vorschein, die mich versteht und mich ernst nimmt. Und ich habe meine männliche Seite entdeckt. Ich kann den Ton angeben, uns weiter bringen und ihn beschützen. Auf meine Art.

    Eine Beziehung zu führen bedeutet für uns, den Entwicklungsprozess zuzulassen.
    Wobei ich sagen muss, dass wir das „zulassen“ nicht geplant haben. Es ist einfach passiert. Aber wir waren beide fest entschlossen, uns nicht zu trennen.

    Jetzt, nach 4 Jahren und 5 Monate Beziehung werden wir nächstes Jahr heiraten. Ich mit knapp 24 und er mit 27. Immer noch sehr jung. Aber wild entschlossen, beide Seiten so einzubringen, wie die Situation sie erfordert. 😀

    1. Dann erst mal herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung! 😀 Und ich finde es toll, wie du schreibst, dass ihr beide so entschlossen seid an euch zu arbeiten. Halte ich für eine gute Vorraussetzung, einfach weil das für viel Offenheit spricht. Liebe Grüße und viel Spaß bei den Hochzeitsvorbereitungen! Die sind stressig, aber auch mit das Schönste! 😀

  7. Zuerst, ich finde deinen Artikel sehr gut und zutreffend geschrieben. Deine Aussage kommt klar herüber und von dem Buch habe ich nicht mehr als die Leseprobe gelesen. Und ich muss leider sagen, das ich das Buch sehr wischwaschi empfinde. Man ist das eine und das andere und der Partner ist auch das eine und das andere und von einem hat man mehr und vom anderen weniger und dann mischt man fröhlich drauflos und verändert die Anteile. Da bekomme ich einen Drehwurm und letztendlich sind das doch eher Allgemeinplätze und gar nicht zu fassen.

    Sehr viel Lebenshilfe im amerikanischen Stil. Spricht mich allgemein immer mal wieder an, lässt mich aber mit einem unbefriedigtem Gefühl zurück.

    1. Schade. Aber muss ja auch nicht. Gerade solche Kategorisierungen sind ja eben oft sehr eindeutig etwas, was man mögen muss – oder eben nicht. 🙂 Dass die Bingo Theory eher pberflächlich bleibt, da gebe ich dir recht, empfinde ich aber an dieser Stelle nicht ls Schwäche, weil sie nicht als Psychologisches Werk verstanden werden will, sondern einfach als, das, was du ja auch sagst: Lebenshilfe. Sehr leicht zu fassen, benötigt wenig Ressourcen, um es zu verstehen un etwas heraus zu ziehen. MBTI dagegen ist kognitiv ein echter kleiner Kraftakt. Einer, der es auch wert ist – so für mich – aber der wirklich fordert.

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