2. August 2016

Me and my men – Heiki, Tom, Jakob, Benedict

Drei Wochen ohne meinen geliebten Blog – aber mit Sicherheit nicht drei Wochen ohne Bleistift!

Ich bin gar nicht so schlecht darin anderer Leutes Gesichter zu portraitieren. Auch so, dass man sie erkennt. Auch meine Hauptcharaktere gelingen mir in einem wiedererkennbaren Stil. Aber irgendwie… mich selbst bekomme ich nur sehr schwer auf Papier gebannt.
Deswegen habe ich geübt – und beantworte im selben Zuge mal ein paar FAQs zu meinen männlichen Protagonisten.
Three weeks without my beloved blog – but of course not three weeks without pencil. I am not that bad at portraying other people’s faces. They are recognizable. And also for my original character I managed to draw them consistently. But when it comes to my own face I tend to fail. That is why I have practiced. And as we are just here I will answer some FAQs concerning my male protagonists. 

Jakob und ich.

Naaa, also eigentlich ist die Pose so unrealistisch. Er ist mit 2m ja wirklich groß, ich mit fast 1,80m aber auch. Denoch es hat mir zu gut gefallen, als dass ich es noch mal hätte abändern wollen. Jakob ist Teil von mir, vielleicht mehr als all die anderen Charaktere, die ich erschaffen hab.  Das ist er aber nicht, weil ich ihm so wahnsinnig ähneln würde, sondern weil ich in ihn wohl die meiste Liebe investiert habe. Er ist die merkwürdige Mischung aus geistigem Kind, Alter Ego eines vergangenen Selbsts und der Fantasie eines 14-jährigen Mädchens (in dem Alter habe ich ihn erschaffen), das es toll gefunden hätte, wenn es um sie herum Jungs gegeben hätte, die größern gewesen wären als sie. Gab es aber nicht. Was grauenvoll war, damals, ehrlich.
Naaa, actually this pose is quite unrealistic. He is pretty tall with 2m but so am I with almost 1,80m. But I liked the result of the first sketch too much to alter it again. Jakob is part of me, maybe more than all my other characters I created. But this is not because I have so much in common with him. It is more because I invested the biggest love in him. He is a mix of creative child, alter ego of a past self and the phantasy of of fourteen year old girl (which is the age I inveted him ), would have loved it so much to find boys around her age being taller than her. But there were none. Which was really horrible, honestly.
Also ja, ich finde große Männer toll. Und ja, ich mag sein Gesicht. Aber um die am häufigsten gestellte Frage zu beantworten: Nein, ich wäre nicht gern mit ihm zusammen. Wirklich nicht. Ich liebe ihn, so, wie man nur eine eigene Schöpfung lieben kann. Und er tut enorm viel für mich, so wie es eben nur das, eine eigene Schöpfung, tun kann. Aber genau das war es dann auch. Er ist nicht meine Fantasie eines Partners, auch wenn er das mit vierzehn vielleicht noch war. Er ist meine Leinwand für Projektion, Reflektion und vieleicht sogar für ein bisschen Kunst.
So yes, I have a thing for really tall men. And yes I like his face. But to answer the most frequently asked question right away: No, I would not want him to be my boyfriend. Really not. I love him as you can only love your own creation. He does a real lot for me, just as only an own creation can do. But that is exactly what he is made for. He is not my phantasy of a partner as he maybe was at the age of fourteen. He is my canvas for projection, relection and maybe even a bit for art.

Tom und ich.

Hier kommt die Körpergröße hin. Und wärst du gern mit Tom…?
Sagen wir so: lieber als mit Jakob. Tom ist wie sein Bruder auch primär Projektionsfläche, er erfüllt eine bestimmte Rolle, die ich ihm zugedacht habe. Und er ist ein Teil von mir, der wächst. Was mich glücklich macht. Natürlich tut es das. Tom ist Glück. In vielerlei Hinsicht. Die Kehrseite dieser strahlenden Medaille eingeschlossen.
Alle, die die Geschichte ganz oder in Auszügen kennen, lieben ihn. So auch ich. Jemanden wie Tom hätte ich tatsächlich gern selbst zum Bruder – und dann ich würde versuchen ihn mit einer meiner besten Freundinnen zu verkuppeln!
Here the height is matching. So tell us, is Tom your dream man…? Let’s say it like this: I’d rather be with Tom than with Jakob. Tom is just as his brother primarily a projection surface. And he is part of me, a part which is growing. Which makes me really so, so happy. Of course it does as Tom is happiness in so many senses. The flipside of this shiny coin included.
Everyone who knows the whole story or parts of it fell in in love with him. And so did I. Someone like Tom would be my dream brother. And if this was real I would do my best to hook him to one of my best friends!

Benedict und ich.

FAQ Number one: „Soll Jakob so aussehen wie Benny?!“
Nein! Wie gesagt, ich habe Jakob mit 14 erschaffen. Und bis ich Benedict kennengelernt habe, habe ich mich auch noch in andere Jungs verliebt, die optisch wenig bis gar nichts mit Jakob zu tun hatten. Benedict ist Brillenträger, Haarschnitt und -farbe sind Jakobs nicht unähnlich, beide haben ein schmales Gesicht. Kennengelernt habe ich Benedict allerdings bedeutend goldblonder, mit längerem, welligem Haar und ohne Brille. Also noch mal nein, da gibt es keine Kausalität. Aber es ist sehr witzig, dass er mittlerweile optisch mehr zu Jakob tendiert. Das ist unbestreitbar so, sonst würde ich nicht ständig diese Frage hören.
FAQ number one: „Is Jakob supposed to look like Benny?!“
No! Just as mentioned above, I created Jakob at the age of fourteen. And until I met Benedict, I fell in love with other guys who had few to nothing in common with Jakob. Benedict wears glasses too, haircut and colour have some similarity, both have the opposite of a wide face. But I came to know Benedict much golden blonder, with longer, wavy hair and without glasses. So no, there is no causality. But funny fact that obviously Benedict shiftet into Jakobs direction over the years. That’s undeniable when you consider how often I get asked this question.
In meinen Büchern gibt es keinen Akteur, der so ist wie er. Ich glaube, weil ich zu viel Respekt davor habe. Ihn abzubilden würde von mir das Höchstmaß an Perfektion abverlangen, damit ich sicher sagen könnte, dass ich ihm gerecht geworden bin. Allgemein gibt es in meinen Büchern nur sehr wenige Akteure, die wirklich eine lebendige Vorlage haben. In der Regel mische ich und lehne nur an.
Aber um den Bogen zurück zu spannen: Mit Benedict bin ich gern zusammen. Hab ihn wohl deshalb geheiratet.
In my books there is no actor which is like Benedict. I guess because that would be an act of creation which I have my highest respect for. To portrait him would demand the ultimate perfection from me to give him the tribute he deserves. In general I have no copied characters in the story. I just borrow here and there and find my inspiration in real people. But to come back to the start: Yes, I love to be together with Benedict. Seems like I married him because of that.

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2 Kommentare

  1. Ich glaub diese „Welche Beziehung hättest du mit deinem erschaffenen Charakter XY“ ist eine typische Künstlerfrage 😀 Ehrlich gesagt könnte ich die Frage für mich bis heute nicht beantworten, weil ich zu viele zwielichte Charaktere erschaffen habe xD An manchen Tagen bin ich regelrecht verliebt und dann gibts Tage an denen ich mir sicher bin, dass ich diesem Charakter im reellen Leben lieber aus dem Weg gehen würde. Wie im echten Leben erschaffe ich keine perfekten Charaktere, sondern Charaktere mit Ecken und Kanten – Ergo gibt es den personifizierten Traumtypen nicht. Er wäre eine Mischung aus drei Charakteren, wobei jeder Nachteile besitzt, über die ich nicht hinweg sehen könnte (übertriebener Beschützerinstinkt, kriminelle Ader und wenig Selbstvertrauen). Ich gebe auch offen und ehrlich zu, dass ich jeden meiner Protagonisten genau so viel liebe wie auch hasse.
    Ich finds cool, wie du dieses Thema auf’s Papier gebracht hast und ja – Man kann dich erkennen 🙂

    1. Ach das ist schön, dass das jetzt langsam klappt mit der Wiedererkannbarkeit. 🙂
      Vielleicht hast du Recht, das das eine typische Frage ist. Auf jeden Fall aber damit, dass man seine Charactere genauso lieben wie hassen kann. Komplett schöngezeichnet ist auch einfach nix. Tom ist großartig, aber nicht weniger tragisch. Irgendwas ist immer. Jedem seine Leichen im Keller. 😉

      Liebe Grüße, Heike

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