21. August 2016

Get things done with the Productivity Planner

Who fails to plan, plans to fail!

Ich bin ein Planer, ich stehe dazu und ich liebe es. Wer zu viel plant, plant zweimal? Wegen mir auch dreimal, ich mache das gern. Es entspannt mich, einen Plan zu haben – im Übrigen auch einen Plan fürs Loslassen und den Buckel runter rutschen. 😉 Ich plane Zeiten ein ohne Plan. Und damit bin ich ziemlich glücklich.
I am a planner I am proud of it. Who plans too much, plans twice? Totally fine, I will even plan thrice, I like it and it relaxes me, to have a plan. So I even plan my letting go and easyness. I plan times without plans. Like this I am pretty happy.

Wie in meiner großen Ankündigung schon erwähnt, habe ich den Productivity Planner zusammen mit dem Five-Minute Journal auf Instagram (@beproductive, @fiveminutejournal) über Mimi und Alex Ikonn gefunden und die Dinger waren sofort meins. Zum Journal komme ich ein anderen Mal, heute mag ich euch nur den Planer vorstellen.
A nice planner makes planning nicer. As I told you in my big announcement,  I found the Productivity Planner together with The Five Minute Journal on Instagram (@beproductive, @fiveminutejournal) via Mimi and Alex Ikonn. These tools were so me, I needed them immediately. I will cover the journal another day, here for now I want to introduce the planner to you.

Ein schöner Plan macht das Planen schöner.

Der Productivity Planner ist für mich tatsächlich ein besserer Terminkalender, eine goldene To-Do-Liste. Jeden Sonntag notiere ich mir die Ziele der Woche in der Reihenfolge ihrer Priorität. Jeden Tag arbeite ich dann meine Ziele in Reihenfolge der Priorität ab. Ich muss mich aber nicht stressen und meine fünf wichtigsten Wochenziele direkt an Tag eins, abarbeiten (auch wenn da super ist, wenn es klappt), sondern die Tagesplanstruktur sieht ein großes Ziel pro Tag vor. So kann ich mir jeden Tag ein großes Ziel vorknöpfen. Ist dieses erledigt, erinnert der Plnner daran, dass das ein echter Grund ist, zufrieden mit sich zu sein, denn das Wichtigste wurde geschafft. Alle anderen folgenden Aufgaben sind nur dafür da, den Tag besser im Sinne von produktiver zu machen, wenn sie erledigt wurden. Sie sind optional. Insgesamt gibt es maximal fünf Projekte pro Tag, die alle jeweils zwischen einer halben und zweieinhalb Stunden dauern sollen. Bei kürzeren Projekten fasst man mit verwandten Themen zusammen (z.B. Haushalt wird zusammengefasst und nicht in die winzigen Handgriffe zergliedert), bei längeren, empfiehlt es sich sie zu splitten (z.B. Lernen für eine Klausur).
The Productivity Planner in fact is like a better appointement calender for me, it is a golden to-do-list. Every Sunday I note my weekly tasks in order of priority. Depending on this order, I sort the tasks day after day in my daily schedule, still in order of the priority I layed down for the whole week. So there is always one big task of the day: completing it should reward you with the feeling of being satisfied because you did first things first. All following tasks are just noted to make the day even better in the sense of more productive, when they were tackled. They are optional. In total there are only a maximum of five tasks per day, which all should be completed in times between half an hour and two and a half hours. If tasks can be completed in shorter times, you can combine them (like household is a better task than splitting this into all the tiny bits for example), if projects need more time, you subdivide them (for example learning for an exam).

Bevor ich mit einem Projekt loslege, notiere ich mir, wie viele halbe Stunden ich für das jeweilige Ziel ansetze. Ziel ist es so lange am Projekt zu arbeiten, bis es abgeschlossen ist und für jede halbe Stunde, die es tatsächlich gedauert hat einen Kreis auszumalen. Wenn ich fertig bin, sehe ich ob ich mit meiner Schätzung richtig lag. Hier geht es nicht um Zeitersparnis und seine eigene Einschätzung zu unterbieten, sondern darum besser einschätzen zu lernen, was wirklich wie viel Zeit braucht. Und man merkt gut, dass nach 2,5 Stunden auch wirklich Zeit für ein größeres Päuschen angebracht ist und man das Ziel besser kleinschrittiger angegangen wäre.
Am Ende des Tages kann man seine Produktivität auf einer Skala zwischen 1 und 10 bewerten und durch Notizen ergänzen,  wenn zum Beispiel etwas dazwischen gekommen ist, was euch daran gehindert hat zu arbeiten wie ihr es vorhattet. Das kann euch in den Folgewochen helfen, von solchen Unterbrechungen nicht total aus dem Timing geworfen zu werden. Auch bei der Bewertung geht es nicht darum sich an die 10 heranzuhecheln, es geht darum zu sehen, was z.B. das Gefühl am Ende des Tages mit der tatsächlichen Produktivität gemeinsam hat. Ich habe zum Beispiel Tage, an denen ich das Gefühl habe unglaublich viel gemacht zu haben, aber wenn ich dann schaue, was ich tatsächlich von meinen wichtigen Zielen erledigt habe, stelle ich fest, dass das wenig war und ich mich mit Kleinigkeiten und Ablenkungen aufgehalten habe. Umgekehrt geht es auch, dass man das Gefühl hat so gar nicht voran zu kommen, aber man sich eigentlich auf die Schulter klopfen darf, wie viel man geschafft hat.
Before I start working on a certain project I estimate the time I think I need to complete my tasks and write them down. Every completed half hour working is a circle you fill. When you are done with the project you can compare your estimated time with the time it really took to finish. This is not meant to try to need less time or beat your own estimation. It is meant to get a feeling for how long projects really need to get done. At the end of the day you can rank your productivity on a scale from 1 to 10 and make some notes, like when something happend which interrupted your work and made it impossible for you to go on as you wanted to. Like this you are better prepared for following weeks, because unforeseen things will happen. But if you know about this possibilty and probabiulity you can work without risking your deadlines. The ranking is not meant to put you under pressure to reach a ten every day, it is meant to give you a feeling of what you really have accomplished. Because there are days when you feel so exhausted from work, but when you see on your list you realize, that in fact you managed only pretty few from your tasks, because you did not work according to priorities and spent your energy for distractions. On other days you might even feel like you were terribly slow and got nothing done, but then you realize, that though you were not super busy, you clinged to your list and were productive – which is a really rewarding feeling.

Don’t count the days. Make the days count.

Man lernt sich selbst dabei einfach ziemlich gut kennen, vor allem, wie man sich selbst  austrickst, um manche Dinge nicht zu tun.
Der Planer hilft dabei sich nicht extra zu stressen, sondern sich selbst für das Geleistete anzuerkennen. Am Ende der Woche wird resümiert und dann – nach 2 Tagen Pause (oh ja, der Planer hat keine 7-Tage-Woche!) – wird die neue Woche geplant.
You really come to know yourself and especially your way of working better when you use the planner. Especially our specific habits to avoid certain tasks and postpone them forever. The planner helps not to stress but to acknowledge your work. At the end of each week you resume your learnings … and after a break of 2 days (oh yes, the planner has no 7-day-schedule!) you plan the upcoming week.

So also in aller Kürze funktioniert das Ding. To-Do-Liste-Deluxe, garniert mit ein paar psychologischen Kniffen, die helfen, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist und ehrlich mit sich selbst zu sein. Antreibend, wenn nötig (hallo Prokrastination!), lobend und milde für den Perfektionisten, der sieht, dass er schon genug gestrampelt hat.
This was the brief summary of how the Productivity Planner works, I mean, how you work with it. It is a to-do-list deluxe pimped with some psychological hacks to help you stay focussed and be honest to yourself. It is pushing if needed (hello procrastination!), but also applauding and mild for the perfectionists, who finally see, that they have spent enough time in their rat race.

Meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse

Ich arbeite nun seit mehreren Monaten mit dem Planer. Und ich muss gestehen, zwischendurch, war ich richtig sauer auf das Teil. Mittlerweile liebe ich es. Ihr könnt das hier gern überspringen, wenn es euch nur um ein allgemeines Review geht. Das Fazit folgt weiter unten.
My personal experiences and insights as I work with the planner for months now. And I have to admit that there were times I was really angry about this tool. Meanwhile I love it. You can skip this here if you only look for a normal review. The summary is following down below.

Woche 1: Oh wow, der Planer hat ja nur fünf Tage statt sieben pro Woche! Ich musste tatsächlich etwas lachen. Denn eine klassiche Woche sah bei mir so aus: Montags bis Freitags arbeiten als angestellte Grafikerin, nach Feierabend Haushalt, Essen und Kleinkram erledigen, ca. zwei Stunden pro Tag für eigene Projekte.  Samstag und Sonntag wurde dann in der Regel sechs bis acht Stunden am Tag an meinen Projekten gearbeitet. Die Erholungsphase am Wochenende war also tatsächlich meine Hauptarbeitszeit, auch wenn ich da ausschlafen und meine Zeit freier einteilen konnte.
Und damit hatte ich schon eine entscheidene Schwäche des Planers aufgedeckt: Er passte nicht zum Lebensrythmus einer Angestellten mit Nebenjob und großen Träumen. Dass es eine Schwäche meiner Lebensrealität war, kam dann eine Erkenntnis später. Vorerst war ich etwas angenervt,
Week 1: Oh wow, the planner has only 5 not 7 days per week! I really had to laugh a bit about that. Because till then a typical weekly schedule of mine looked like this: Monday to Friday I wirked at the office as an employed graphic designer. After work I did household, made food and got smaller tasks done. I had around 2 hours per day for my own projects. Saturday and Sunday I usually worked 6-8 hours each day on my projects. SO in fact the tine which was meant to be recreational acutally was my main working time, even though I was free to sleep in and plan my time freelier. And so in week one I found out a big weakness of the planner: It did not fit the rhythm, the lifestyle of a parttime employee with a freelancing second job and big dreams. That this weakness was a weakness of my lifestyle, not the planner came one insight later. At first I felt slightly annoyed.

Woche 2: Okay, Pausetage waren dann bei mir Donnerstag und Freitag. Da ist bei uns üblicherweise an der Arbeit der größte Druck raus und ich habe dann etwas Ruhe, bevor ich im nächsten Wochenende wieder voll in meine Projekte investiere. Das war eine sehr gute Entscheidung, fand ich, das sollte mich doch entspannen. Donnerstag und Freitags arbeitete ich trotzdem etwas an eigenen Projekten. An den beiden Tagen gab es keine To-Do-Listen. Da ließ ich mich tatsächlich treiben. Und es war schön zu sehen, dass es mich auch dann zu meinen üblichen Themen hintrieb. Mein Weg fühlte sich sehr richtig an. Aber ich war immer noch so müde und die Wochenenden fühlten sich falsch an.
Week 2: Okay, fine, I need restdays and I chose Thursday and Friday. Usually theses days are rather mild at the office and so I had some rest right before the weekend when my main productivity time took place. This decions lead in the right direction and was meant to relax me. But still I worked on my projects on Thursday nd Friday. There were no to-do-list, I was really just drifting. And I felt happy about the fact that even without a plan I was driven to my projects, as they were so pleasant for me. The way felt right. But still I was so tired and the weekend felt wrong.

Woche 3: Frust. Nach der angestellten Arbeit bleibt nicht genug Zeit und Energie übrig, um an meinen großen Träumen zu arbeiten. Ganz einfach, weil es ja toll ist zu sagen, dass mein Traum Priorität eins hat, aber bei Lichte betrachtet muss ich blöderweise vorher einkaufen gehen, Wäsche waschen, mich bekochen (und so gern ich das tue, es ist aufwändig), Sport machen und meine Pausen einhalten. Denn tue ich das nicht, bricht das System zusammen. Das macht diese Alltäglichkeiten immer wieder zu den wahren Prioritäten. Vor allem anderen. Erkenntnis: Der Planer ist vor allem für Menschen toll, die ausschließlich als Freelancer oder im eigenen Unterernehmen arbeiten. Für alle anderen hilft er SEHR dabei, den Blick für die Prioritäten beizubehalten und wirklich eben das Leben am Laufen zu halten, aber an Träumen arbeiten kann auch dieser Planer nicht vereinfachen. Denn Zeit ist auch mit ihm endlich. Und das wird sehr schnell, sehr deutlich. Das tat weh, wirklich.
Week 3: Frustration. After my office job there was just not enough time and energy left to work on my big dreams. Simply because it sound great to say, that big dreams should be first priority, but seen with open eyes, I had to admit, that I had to go grocery shopping, had to do the laundry, had to cook (and even I love that, it is pretty timeconsuming), had to make my rests and do my sports. Because if I don’t the system breaks down. This simple fact turned the daily obligations into first priorites again and again. Insight: The planner is great for people how work as freelancers only or run their own business. For everybody else it helps A LOT to keep an eye on priorities and keep on leading a well organized daily life, but working on your plans does not get easier with the planner. Because also with it time is limited. And this surfaces very, very quickly. And it hurt a lot, really.

Woche 4: Zeit ist also endlich. Ich Blitzmerker. Ist ja nicht so, als hätte ich darüber nicht schon zigfach lamentiert. Und nun? Minimalismus ist immer wieder Thema: je weniger Dinge und Verpflichtungen ich habe, desto freier werde ich. Allerdings hat mir der Planner ziemlich deutlich gemacht, dass ich da jetzt nicht anfangen muss meinen Putzplan zu optimieren, oder noch mal meinen Kleiderschrank auszumisten (auch wenn ich das auch getan habe). Er war deutlich darin mir zu sagen: du musst an einen der großen Zeitfresser ran, wenn du entspannter arbeiten willst. Meine Träume sind Zeitfresser. Also sie aufgeben? Nein, niemas! Meinen Blog? Nein, er ist die Basis für meine Träume, von hier aus navigiere ich. Sport, Essen, Schlaf? Wie gesagt nein, ich brauche das, um zu funktionieren. Ohne Gesundheit ist alles nichts. Keine Diskussion, ich spare nicht am Schlaf. Was ja auch ziemlich dämlich wäre, wenn es mir doch darum geht entspannter arbeiten zu können. Ich habe enge soziale Kontakte, aber keine ausufernden. Auch das ist kein Punkt. Trotzdem hatte ich ganz schön die Hosen voll, als ich auch hier weider einmal an diese eine große Grenze gestoßen bin, die Grenze, die sagt: Dein Job füllt deinen Kühlschrank, aber er frisst deine Zeit. Lasst mich ehrlich sein: Ich habe dann nicht einfach in die Hände geklatsacht und beschlossen mein Leben zu ändern. Ich hatte einen kleinen Breakdown mit heulen am Schreibtisch. Nicht wegen des Planners, aber weil ich keine Möglichkeit mehr hatte, mich vor der Erkenntnis zu verstecken, die mich seit Monaten schon im Nacken gepackt hat: Ich konnte so nicht weiter arbeiten. In den Folgetagen habe ich mit wichtigen Menschen gesprochen, noch ein paar Mal darüber geschöafen, letzte Recherchen betrieben und dann um Stundenreduktion gebeten. Ich habe sie bekommen und seit dem nerve ich meine gesamte Umgebung mit: Noch bis November! Noch bis November! Ich bezahle mit weniger Gehalt, natürlich. Aber oh du Hölle, ich bin frei.
Week 4: So time is limited. I am such a smartypants! Not to mention that I lamented about that a thousand times before. But what now? Minimalism was a topic again and again: the less things I have, the less obligations I have the more I can make free decisions. But the planner made clear, that this was not about optimizing household or declutteriong my wardrobe again (though I did). It made clear  that I had to tackle the big time consumers if I wanted to work more relaxed. My dreams are time consumers. So giving them up? No, never! My blog? No, it is the base for all I want to do. From here I navigate. Sport, sleep and mealprep? Also no as these are crucial for health and without health everythign else is determined to fail. And really, no discussion, I won’t cut short on sleep. This totally made no sense as I wanted to be more relaxed. I have a close social life, but nothing sprawling. So this also is no point. nevertheless it freaked me out  to realize also here again, that I stood in front of the one big wall again, I wall which told me: You job fills your fridge, but it eats your time. And let me be honest with you, I did not just clap in my hands, rolled up my sleeves and  decided to change my life. In stead I had an ugly little breakdown, crying at my desk. Really, not because of the planner, but because there was no way left to hide from what I already knew for months and which scared the sh** out of me: i could not continue working like this. In the following days I talked to close people, made some last research and asked for reduced working hours. I got that. And since then I go on everybody’s nerves around me: Till November! Till November! Of course I paid this decision with a lower wage. But, Oh my god, I am free!

Woche 5: Glückseligkeit und Einhornpupse, ich werde frei sein. Ist aber noch ein Eckchen hin bis November. Entspannungstage am Donnerstag und Freitag. Mit Arbeit im Büro vorher. Du Scherzkeks. Vergiss es. Wochenende ist Wochenende, sonst wird das mit echter Erholung nichts. Ich habe einen kleinen Break gemacht, auf einen neuen Montag gewartet und eine klassische Arbeitswoche von Montag bis Freitag gewählt. Besser! Und sowieso besser, weil ich jetzt ein sehr konkretes Ziel hatte, auf das ich zusteuern konnte.
Week 5: Joy and unicorn farts, hooray, I will be free. But ouf, still a long time to push through until than. So recovery days on Thursday and Friday? Wit working at the office before. You are kidding. Forget it. Weekend is weekend, otherwise you won’t recover as neede. So I made a littel break, waited for a new monday and started over new with a typical working week from Monday to Friday. Better! And of course even better because now I had a big goal to walk straight to it.

Woche 6 und folgende: Es läuft. Ich bin sehr produktiv unter der Woche mit einem großen Aber: meine täglichen Ziele sind klein. Weil die Zeit für sie so sehr begrenzt ist. Will heißen, icht trage nicht nur ein, welcher Blogpost ansteht, was ich zeichnen und welchen Foodporn ich produzieren will. Nein, ich trage auch ein, wenn ich ein Nickerchen machen will. Was täglich ist. Sport ist dabei, putzen auch, Termine sowieso. Es schmerzt mich nach wie vor sehr zu sehen, dass meine Träume die niedrigste Priorität in meinem Alltag haben müssen, damit der Alltag überhaupt funktioniert. Oft schaffen meine Träume es gar nicht auf die Tagesliste. Aber so ist das jetzt. Durchhalten bis November! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ich diese Zeit herbei sehne! Ich glaube ich habe noch nie zuvor etwas so herbei gewünscht. Außer vielleicht als Kidnergartrenkind den eigenen Geburtstag. Ja, doch, der Vergleich ist stimmig. Stellt euch vor ihr seid vier Jahre alt und wisst, dass ihr in einer Woche Geburtstag habt (was in Kinderzeit noch fast zwei Monate von euch weg ist). So fühlt es sich an. Und ich will und werde sowas von einen riesigen Kuchen haben! Oh ja!
Week 6 and the following: It works. I am very productive on weekdays with a big But (haha, pun in English, not in German): my daily tasks are really small. Because, still, time is limited. This means I not only write in the planner which blogpost is pending, what I want tto dra and which foodpornI want to prepare. No. I also write down, that I want to make a nap. Which is daily. My exercises are scheduled, cleaning our home too, appointment of course too. It still hurts me a lot to see that my dreams often have the lowest priority on my daily schedule and on some days they are even so low incompared to other priorities, that they don#t occur on my list. But this is the only way for now to keep my daily life going. Hang on until November! I am longing for this time desperately. I think I have never ever whished for a date to come like this. Except… maybe for the time as a toddler when I wanted to have birthday. Well, yes, this comparison works. Imagine you are four years old and know that in one week it is your birthday (which is in children’s time some months in the future). This is how it feels. And I want to have a giant cake! Oh yes!

Fazit/Summary

Großartiges Tool für alle, aber wer mehr als einen Job hat, der wird dennoch ins Strampeln geraten. Das liegt nicht am Planer, das liegt einfach daran, dass auch so ein Büchlein aus einer Doppelbelastung keine Einfachbelastung machen kann. Das, was den Planer für mich so wertvoll macht, ist nicht, dass ich nach First things first mit ihm arbeite, sondern, dass ich mittlerweile bedeutend realistischer einschätzen kann, welche Projekte wie viel Zeit brauchen. In der Regel unterschätze ich Aufgaben nämlich grandios. Und der Planer hat mir eben auch sehr, SEHR deutlich gemacht, dass ich es schaffen muss, mehr frei verfügbare Zeit zu haben, wenn ich das, was ich liebe, tun will. Er kann mir keine Zeit verschaffen.
It is a great tool for everybody but who has more than one job will still probably stumble. This is no fault of the planner, it is just that also this nice little book can’t reduce a double burden to a single burden. What makes the planner best for me is not that I work first things first with it, but that I am now far better in estimating how much time I really need to complete certain tasks. Because normally I terribly underestimate that. And the planner showed me very explicitly tht I had to find time, to do, what I love, it can create none for me.

Mir hilft der Planer also sehr. Trotz und auch wegen meiner Doppelbelastung. Denn er macht mir sehr deutlich, dass ich nicht bereit bin etwas mir nicht wirklich wichtiges in mein Leben zu lassen, denn meine Zeit ist vielleicht das kostbarste, was ich habe. Eine Erkenntnis, die viele Menschen erst spät im Leben haben, wenn bereits viel Zeit verstrichen ist, oder wenn das Schicksal sie so trifft, dass sie sich der Endlichkeit ihrer Existenz durch einen Schock bewusst werden. Dann ist es doch ganz nett, mal ein paar Wochen sauer auf einen Planer zu sein und dann mit einem Lächeln auf den Lippen oder auch nur im Geiste das zu tun, was wichtig ist. Und… das kann sehr glücklich machen. Mich zumindest.
For me the planner is a real gift. Despite or because of my double burden. Because it shows me very, very clearly that I am not willing to let things in my life which are not of real importance to me, as my time as maybe the most precious gift I have been given. This is an insight many people get only rather late in theri lifes or by circumstances which hit them so hard, that they wake up shocked. So I think it is pretty nice to better be angry about a planner for some weeks and than proceed with a smile on your lips or maybe even in your minde, doing what is really important. And… this can make you really happy. At least this counts for me.

Besten Dank an Mimi and Alex Ikonn, einem der inspirierendesten Pärchen auf Instagram überhaupt. So liebeswert, so hilfreich, so positiv und dabei so ehrlich. Bitte mehr Küsschenfotos, ich nehme euch als Zeichenvorlage! Demnächst. Das muss ich dann noch im Planner unterbringen. 😉
A big smiling thank you to Mimi and Alex Ikonn, one of the most insiring couples I have found through social media. You are adoringably cute, helpful, so positive and at the same time so honest. Please post more kissing photos, I take you as a drawing reference! I mean, later. Because for this I need to make  priority in my planner. 😉

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4 Kommentare

  1. Das nenn ich mal ehrgeizig ^^ Ich hab To Do Listen, Planer und Co vor ein paar Jahren sein gelassen, weil ich viel mehr Zeit mit dem Planen als mit dem Angehen verplämpert habe und die Listen irgendwann so lang wurden, dass sie mich demotiviert haben. Für mich lebt es sich besser ohne Planung. Das, was wirklich wichtig ist, hab ich eh im Hinterkopf und den Rest mach ich so wie es mir gerade passt. Ich find die Zitate auf dem Planer aber toll 🙂

    1. Das ist natürlich super, wenn du die wichtigen Dinge sowieso tust. Im Hinterkopf habe ich die auch immer, aber das mit dem Tun ist eben so eine Sache, wenn Zeit einfach rar ist. Ja, der Planer hat da noch mal Druck aufgebaut, auch Listen tun das. Aber für mich war denn eben die Frage: lasse ich das Planen und die Listen sein und mache einfach weniger, oder versuche ich Zeit frei zu bekommen um dadurch den Druck rauszubekommen und das zu tun, was mir wichtig ist. Letzteres war ja dann mein Weg. 🙂 Listen ignorieren habe ich auch schon über ein paar Monate getestet. Das ist für mich im Moment immer sehr angenehm, aber rückschauend könnte ich dann wirklich weinen, wenn ich sehe: oh schon wieder ein jahr vorbei und du bist fast nicht vom Fleck gekommen, was ein bestimmtes Projekt angeht. Das tut mir mehr weh als der temporäre Druck. Wobei ich ja wie gesagt den Druck dann auch rausnehme und das auch jedem empfehlen würde da zu gucken, dass es sich entzerrt. Nichts ist so kostbar wie Zeit. Sie kommt einfach nicht wieder. Und ich wollte Zeit die sowohl einfach da ist ohne To-Do als auch Zeit, die ich nutze, um das Leben zu erschaffen, dass ich mir erträume. Ob ich das schaffe, wird sich zeigen. Aber zumindest bin ich auf dem Weg. 🙂

  2. hihi Du bist ja eine noch krasserer Planfreak als ich. Sehr cool!
    Ich mag Kalender und Planer auch total gerne und am liebsten noch handschriftlich. Der Kalender am Handy war mir immer zu unübersichtlich und selbst im Büro habe ich einen Stehkalender, wo ich alle anstehenden Dinge notiere (und auch die privaten Events in der Woche, damit ich sehe worauf ich mich freuen kann 😉 ). Nur To-Do-Listen schreibe ich manchmal in der Notiz-App, weil man die zu zweit bearbeiten kann. Praktisch bei Gartenprojekten und der Möbel-Einkaufsliste.
    Ich glaube aber mit dem Planer käme ich dennoch nicht so zurecht. So große Projekte wie du habe ich dann doch nicht und die verhasste Hausarbeit erledige ich lieber an fixen Wochentagen oder spontan. Wobei man es vllt probieren müsste 😉

    1. Huhu Lenja!
      Im Büro bin ich genauso. Ich bin ein großer Freund von Tisch- und Wandkalendern. Den digiotalen nutze ich kaum. Ich vermute aber auch vor allem deshalb, weil er so hässlich ist und ich tue mich sehr schwer mit Dingen zu arbeitrn, die ich nicht hübsch finde. Außerdem stehe ich auf das Durchstreichen nach getanenen Ätzarbeiten bzw. auf die Häkchen, wenn etwas gut war. 🙂
      Ich nutze den Planner aktuell viel weniger für Großprojekte als ich das gern würde, einfach weil diese Prioritäten eben immer runterfallen. Er hilft mir aber sehr meine Blogposts zu organisieren und solche nervigen Dinge ie Steuerberaterunterlagen fertig zu machen. Und eben Sport und Pausen zu machen. Da Bei mir die Top 3 Prioritäten Ruhe, Essen und Sport sind und ich mich wirklich daran erinnern muss die auch zu priorisieren (weil ich sonst nämlich standig sschreiben und zeichnen und fotografieren würde – aber dann nach ein paar Tagen total fertig wäre), ist der Planer aktuell mit diesen Alltäglichkeiten gut gefüllt. Leider. Aber bald habe ich ja mehr Zeit. Wie schon erwähnt ist er eben vor allem für Freiberufler toll. Neben einem Vollzeitjob ist er ganz nett und sicherlich gut, um alles im Blick zu behalten, aber emhr zeit kann er ja auch nicht erschaffen. 🙂
      Liebe Grüße, Heike

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