7. August 2016

Build a life you don’t need vacations from

Endlich kann ich es euch sagen! Auf diesen Moment habe ich seit Wochen gewartet!

Aber erst musste der Blogumzug fertig werden – auch deshalb war ich so schrecklich ungeduldig. Und dann noch ein paar längst überfällige Posts veröffentlichen. Und dann und dann. Aber hier sind wir, hier bin ich und ich platze fast, habe mich auch schon hier und da in Unterhaltungen auf Instagram oder so teilweise verraten: ich lebe mein Ändern. Ab November.
Finally I can tell you! I have been waiting for this moment for weeks! But first the blog move needed to be done – which was a major reason why I was so impatiently waiting for this to happen. And then some long postponed articles needed to be published. And then, and then. But here we are and I am almost bursting as I already gave some hints in some conversations on Instagram and can’t hold it any longer: I live my change! Starting this November.

Was? – Ich meine… Wie Bitte?

Ab November werde ich nur noch drei Tage die Woche im Büro arbeiten. Die übrigen vier Tage werde ich Dingen widmen, die sich in den letzten Monaten als unumstößliche Prioritäten in meinem Leben herausgestellt haben.
What? I mean… excuse me? – From November onwards there will be only three days of work in the office for me. The other four days of the week will finally be dedicated to what turned out to be my real priorities in life.

Es sind die Magischen Sieben und meine fast schon wütende Erkenntnis, dass ich nicht länger bereit bin mich zeitlich, emotional, mental und gefühlt auch körperlich zu vierteilen, um all dem zu entsprechen, was ich weiß, was gut für mich ist und Priorität haben sollte – ja müsste!  – und gleichzeitig dem, was angeblich nötig ist. Es ist die Zerreißprobe zwischen Blog, Buchprojekten, einer fragilen Gesundheit, die gerade erst Fitness werden will und eben dem, was sich Bürojob nennt. Und ihr wisst schon, dem ganzen Kram rund um Haushalt, Freundschaftspflege und so auch noch.
It is a lot about the Magic Seven and my almost raging insight, that I am no longer willing to cut myself into four pieces talking about time, emotions, sanity and physically to get on the one hand side everything done I know is necessary and good for me and needed to be a priority therefore and on the other hand the things which demands my daily attention. It is the pull test between blog, book projects, a fragile health which is just even on the verge of fitness and this thing called office job. And you knwo, all that stuff around household and having a social life on top.

Es ist vor allem Jakob. Den ich nicht loslassen kann und will. Es sind all die Ideen in meinem Kopf, die unendlichen Listen mit Dingen, die ich tun könnte, wenn ich nur die Zeit dafür hätte. Und diese Zeit nehme ich mir nun. Der Preis, den ich dafür bezahle, ist in jedem Sinne ein Preis, denn natürlich werde ich dann weniger verdienen, aber dennoch. Zunächst. Denn der Plan sieht vor, dass ich das anders kompensieren werde.
First of all it is Jakob. Who I don’t want to and cannot let go. There are all these ideas in my head, the endless lists of things I could do if only I found time for them. And I take this time now. The price I pay is in every sense of the word a price, as of course I will get alower salary. But only at the start. My plan includes compensation for this lack of money.

Wie kam es zu der Entscheidung? / How did I make this decision?

Ruhe / Rest

Die Grippe war eine Auszeit, die nötig war, um das, was ich mir vorher schon eingestanden hatte endgültig zu zementieren: ich in nicht mehr bereit meine Gesundheit für einen Job, ein Hobby oder was auch immer anzugreifen. Kein Lebensumstand allein ist bei mir gesundheitsgefährdend. Es ist die Summe, das Zuviel, was mir zusetzt. Seit Herbst/Winter mache ich tägliche Tagträumpausen. Momente in denen mein Leben langsam und still wird und mir mein Geist deutlich sagt: „Du musst einen Teil loslassen. Mindestens einen. Es ist zu viel.“ Alles klar. Botschaft angekommen, verstanden und die Umsetzung folgte – ich musste also „nur“ noch herausfinden, was von all dem Zuviel ich wirklich loslassen wollte.
The flue was long needed timeout to cement what I already admitted some time ago: I am no longer willing to sacrifice my health for a job, a hobby or what ever. None of my living conditions is a helath risk as such, but as the sum the add up to somethign really threatening. It is the too-much which hurts me. Since fall/winter I practice daily daydreaming recoveries. Moments which slow and calm down my life and my mind clearly states: „You have to let go. One part. At least. It is too much.“ Okay, message received, understood and I am working on the realization. Well I „only“ had to find out what to dismiss from my daily routines.

Ananalyse / Analysis

Ich habe mehrere psychologische Strategien angewendet, um genau das heraus zu finden. Zum einen dieses Heftchen aus der Flow, das über einen Zeitraum von 30 Tagen einfach die richtigen Frage gestellt hat. Was mich glücklich macht. Was mich wütend macht. Was meine Stärken sind und was meine Schwächen. Einfache Fragen, kein großes Psychokino. Aber aufschreiben statt nur denken ändert viel. Bloggen ist da dann übrigens noch einen Schritt weiter, verbindet es doch das Aufschreiben mit dem Teilen…
I worked with several psychological strategies to find out what to let go. At first there was this leaflet I got with the flow magazine. Over the time ov 30 days I worked with it answering the questions in it. No big deal, just questions like What are your strength?, What are your weaknesses? What makes you angry?. But writing things down instead of only thinlking them makes a huge difference. And so does blogging, as it is writing AND sharing…

Dann war da noch das Five Minute Journal, ein Dankbarkeitstagebuch. Es sagt viel aus, wenn man sieht, welche Dinge sich immer wieder wiederholen, für die man dankbar ist und auch, wenn „What would make today great?“ immer wieder mit demselben Wunsch beantwortet wird. Vor allem, wenn sich dieser Wunsch einfach so selten erfüllen lässt aus purer Zeitknappheit.
Then there was The Five Monute Journal, a gratefullness journal. You learn a lot about yourself when you are gratefull again and again for the same things and also when you keep repeating the answer to „What would make today great?“ especially when this whish gets fulfilled so rarely as you simply have no time for it.

Außerdem habe ich den Productivity Planner genutzt. Ebenfalls ein Tool von Mimi und Alex Ikonn. Wenn ihr Zeit habt, hilft er euch effektiver und zielgerichteter zu werden. Für mich, die ich das bereits bin, war er Gold wert, weil ich so gesehen habe, dass es rein rechnerisch nicht möglich ist, über so viel Zeit zu verfügen, wie ich für meine Herzensprojekte benötige und –  vielleicht noch wichtiger – wo die Zeit stattdessen gebunden ist. Man weiß es in der Regel unterbewusst oder auch bewusst schon länger. Aber es Woche um Woche, Tag um Tag aufzuschreiben, manifestiert dieses Wissen. Und die Notwendigkeit des Handelns, denn schön ist es das nicht, wenn bei allem Engagement und Mühen das, was wirklich herzenswichtig ist immer und immer wieder von alltäglichen Prioritäten überrollt wird.
Besides that I worked with the Productivity Planner which is also a toll created by Mimi and Alex Ikonn. If you have power over your time it helps you to work more effective and focussed. For persons like me who is already both but is lacking time it showed me quickly that it is a simply mater of calculation, that I have not enough time available to persue my heartprojects. And maybe more important it showed me where this time was bound. Most likely you alreaady know that subconciously or even conciously. But writign it down day by day, week by week manifests the knowledge and demands action to change things. Because it really hurts to see it clerly written down, that your hearts desire is overrun by daily obligations. This makes you think again about what real obligations are.

Ich habe ein Visionboard angelegt, um mir zu verbildlichen – in einem rein positiven Sinne – wohin ich mit meinem Leben will. Das ist ein bisschen für Träumen für Menschen mit To-Do-Listen. Und ein Freibrief für Pinterestexzesse. Sorry, aber mein Boar ist privat. 😉
I created a visionboard to visualize – only in the positive sense here! – what I want my life to look like in the future. This is like dreaming for people who love to-do-lists. And it is a licence to excessive pintersting. Sorry, but my board is private. 😉

Ich habe einen Brief an mich selbst verfasst aus der Warte meines zukünftigen Ichs. So habe ich mir selbst geschrieben, wie es mir in der Zukunft geht (Wunsch, Visualisierung) und wie ich dorthin gekommen sein werde (Hindernisse und deren Überwindung, Strategien im Detail). Je nach dem, worauf ihr euren Schwerpunkt legt, wird das zu einem an die Hand nehmen der eigenen Ängstlichkeiten oder schon zu einem Businessplan nur ohne ätzende Exceltabellen.
I wrote a letter to myself from the point of view of my future self. So I wrote to myself how I live and fell in the future (whish and visualization) and how I got there (pointing at obstacles and how to voercame them, strategies in detail). Depend on your focus this letter becomes a guide through anxiety and fears or even a little businessplan except for the boring excel tabels.

Ich habe gelesen. Das Spiegel-Wissen-Heft zum Thema „Endlich Zeit“. Die Bücher „Blog Inc“ und „Creative Inc“ sowie „Wir können auch anders.“  Vor allem die Bücher haben deutlich gemacht, dass für den Weg, den ich gehen möchte, der klassische Karriereweg eine Sackgasse ist.
I read. A lot. The Spiegel-Wissen-magazine about „Finally having time“ (German only). The books „Blog Inc“ und „Creative Inc“ as well as „Wr können auch anders“ (German only) which quickly pointed out that the regular way of career is a deadend for me.

Im Zusammenhang mit Visiualisierung, Positivität und selbsterfüllenden Prohezeihungen mag ich noch das Buch von Gabriele Oettingen „Die Psychologie des Gelingens“ nennen. Sie geht darin sehr wissenschaftlich (Harvard Professorin für Psycholgie, Positivität ist ihr Schwerpunkt) das Themas Positivity only an und weshalb es eben only nicht funktioniert. Eine Wohltat. Ihr wisst vielleicht schon, wie allergisch ich auf solchen Bauernfang wie das Gesetz der Anziehung  und „The Secret“ reagiere…
In the context of positivity, visualization and selffullfilling prophecies I want to mention the book of Gabriele Oettingen „Rethinking positive thinking“ (available in German and English, hooray!). She is talking scientifically (Harvard professor for psychology, focus on positivity) about the phenomenon of positivity only and why it does not work „only“. It was balm to my mind. As you might already knwo I react pretty allergic to dupery like the law of attraction and „The Secret“…

Dann war da noch „Die Alles-ist-möglich-Lüge“.  Ein Buch, das mich mit einem Gefühl unsäglicher Ohnmacht und auch Wut zurückgelassen hat.  „Damit du klar siehst und nicht frierst!“ hat meine Mama solche Informationen immer genannt. Es ist wie Nachrichten gucken. Besser fühlt man sich danach sicherlich nicht. Aber man weiß ziemlich gut danach, warum es sinnvoll war es sich dennoch anzutun. Wenn man die Informationen nicht hat, hat das Leben allerdings die angenehme Angewohnheit trotzdem weiterzugehen. Im Moment sogar vielleicht angenehmer. Die unangenehmen Überraschungen kommen dann später.
Then there was another German-only book which I want to mention as the title tells it all: „Die Alles ist möglich Lüge“, literally translated as „The everything is possible lie“. The information in there was eye-opening in the hurting sense. Like watching the news. You really don’t feel better afterwards, but you also know why you did anyways, because the information is important. Just as for the news life has the friendly tendency to just go on even if you don’t watch/read the news or if you don’t read the book. And you even feel better for the moment. The unpleasant surprises tend to find their way to you later.

Ich habe mich selbst beobachtetet in den verschiedenen Situationen. Im Glücksgefühl, wenn ich eine Zeitinsel erreicht hatte, um zu arbeiten, so wie ich es wollte. Im Gefangensein in Verpflichtungen, dem Gefühl nicht Herr über meine eigene Zeit zu sein. Ich habe mich quer durchs Internet gegooglet, Videos geschaut, Blogs gelesen, Artikel aufgestöbert und von Menschen in ähnlichen Situationen gelesen und gelernt.
Und natürlich habe ich mit den mir nahestehenden Lieben gesprochen.
I observed myself in the different situations: when I was in that happy flow when I reached a island of time to get creative just as I wanted to. And also when I was trapped in obligations feeling as if I had no power over my time and life at all. I googled around, read blogs an articles, watched videos made by people in similar situations like mine. And of course I talked with my loved ones too.

Alle, wirklich alle Recherchewege, Analysemethoden und Erkenntnisse wiesen in dieselbe Richtung: Das größte Energie- und Zeitpotential lag und liegt in meinem Bürojob. Und da stehe ich nun. Ab November nur noch drei Arbeitstage die Woche. Das schreit nach einem fetten Kuchen, wenn ich mein letztes Projekt Mitte Oktober abgeschlossen haben werde. Vielleicht kaufe ich sogar Hütchen und Tröten. Denn es sind wohl vor allem zwei Instanzen denen ich danken muss: meinem Arbeitgeber, der mir diesen Weg hier möglich macht – und meinen Lieblingsmenschen, die unermüdlich darin waren, mir zu sagen, dass sie an mich glauben und ich mich trauen soll. Alle. Ich möchte euch alle drücken (okay, mein Chef ist glaube ich nicht so ein Knudller, ich gebe ihm lieber die Hand). Ohne euren Rückhalt und euer Vertrauen würde ich wohl immer noch wie ein Zombie am Schreibtisch sitzen.
Every, I really mean every research, analysis land insights pointed in the same direction: The biggest potential to free time was to free me from my office job obligations. And here I am. From November onwards there are only three working days left. This demands for a giant cake after i will have finished off my last project in October. And maybe I will even buy some fancy party hats and horns. Because there are two entities I have to be thankful for: My employer who made my new working hours possible for me and my loves who constantly encouraged me, believing in my and telling me to do the jump. I want to hug you all (okay, my boss it no hugger, I shake hands with him). Without your support and your trust in me I might still be sitting at my desk like a zombie.

Vielleicht seid ihr nun mit mir gespannt, was ich ab November zu tun gedenke. Hier sind meine Top-3:

Maybe you are now curious what I am up to do with that new free time. Well, here are my Top-3:
1. vollständig genesen und wirklich fit werden / recover completely and getting really fit
2. Jakob Winter!
3. YouTube

Und ihr? Das hier ist ein sehr persönlicher Artikel geworden, aber ein Teil von mir hofft, dass ihr nun da sitzt und nicht nur gespannt seid, was dann so kommen wird, sondern auch für euch überlegt, wo ihr steht und wo ihr hinwollt. Soll ich vielleicht auf ein Buch oder Tool noch mal genauer eingehen? Oder gibt es einen Aspekt meines Weges, den ihr gern näher betrachten würdet? Schreibt es mir einfach in die Kommentare.
And how about you? This article is a very personal one but part of me hopes, that you are sitting there now not only curious about what I am up to but also thinking about your own life, thinking about where you are and where you want to go to. If you like, let me know if there is a book or a tool I mentioned which you want to be presented in detail here. Or is there something about my way you want to get a closer look at? Let me know in the comments!

Und damit wünsche ich euch nun einen schönen Sonntag!
Ich freue mich auf November wie ein Kind auf seine Geburtstag!

I whish you a happy Sunday!
And I am looking forward to November like a kid for its birthday!

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29 Kommentare

  1. Huhu Heike, ich finde es toll, dass Du auf drei Tage runter schraubst, Dir Zeit für Sachen nimmst, die Dir wichtig sind. Dazu gehört auch viel Mut….und positives Denken 🙂 Ich denke auch so oft über meinen Job, mein Leben nach, was ich gerne machen würde, aber ich bin der totale Sicherheitsmensch und würde ungern auf einen Teil meines Gehaltes verzichten. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg für Deinen neuen Weg und bin gespannt, wie es weiter geht. Was hast Du denn für youtube geplant? Und Jakob…..hat sich schon was in Sachen Verlag getan? Lg Isa

    1. Liebe Isa, mein Sicherheitsbedürfnis ist auch nicht unbedingt klein und ich bin jemand, der sehr gründlich recherchiert vor so eienr Entscheidung. Hätte man jetzt nicht gedacht. 😉 😉 😉 Nein, ehrlich. Der Wunsch in mir ist schon sehr reif, aber ich habe mich lange nicht getraut. Ich hätte ja auch alles auf eine Karte setzen können und ganz kündigen, aber das habe ich eben aus diesem Sicherheitsbedürfnis heraus nicht gemacht. Außerdem finde ich es erst mal auch nicht flasch weiter meinen Bürojob zu haben. Er erfüllt mich nicht, so wie es meine freien Arbeiten tun, aber an sich ist es ein guter, sinnvoller Job, ich mag meine Kollegen und auch wenn so sehr früh aufstehen doof ist: es ist gut die Regelmäßigkeit zu haben. Und, platt gesagt, die Krankenversicherung.
      Liebe Grüße, Heike

  2. Hallo Heike,
    ich hoff du verstehst meinen Kommentar nun nicht falsch :). Aber ich muss es einfach sagen: Das ist der erste Artikel seit längerem auf deinen Blog, bei dem ich das Gefühl habe, dass du wirklich komplett unbefangen und aus vollem Herzen schreibst. Ich habe das Gefühl, dass mit dieser Entscheidung nun ein Stein von deinem Herzen gefallen ist und du dich nun ganz dir selbst widmen kannst (in einem nicht egoistischen Sinn). Natürlich lehne ich mich mit dieser Annahme weit aus dem Fenster, da ich dich ja nur vom Bloggen her kenne, aber ja, das ist mein Eindruck. Ich gratuliere dir zu dieser Entscheidung, wirklich klasse, dass du deinen Weg vor dir siehst und diesen auch gehen wirst!! Ich selbst stehe noch am Anfang meiner Karriere, da wird ein solcher Schritt nicht möglich sein, aber auch ich bin daran, mich zu verändern (in meinem Fall: besseres Zeitmanagement & mehr quality time, bessere Ernährung, mehr Fitness, räumliche Veränderung, neuer Job, neue Herausforderungen,..). Ich hab gemerkt, dass ich was ändern muss, weil ich so oft so müde bin trotz scheinbar genug Stunden Schlaf, so kraftlos, und weil ich oft das Gefühl habe, nicht wirklich das zu tun, was ich eigentlich will. Minimalismus hat mir da schon sehr geholfen. Ist Minimalismus bei dir eigentlich noch ein Thema? Ich fand deine Einträge dazu toll.

    Bei dir habe ich häufig das Gefühl, dass du dein Leben wirklich gern lebst und dankbar bist dafür. Und das ist etwas, was ich über all die Zeit, in der ich deinen Blog bereits lese, von dir gelernt habe: Es ist wichtig, auf sich zu achten; es ist wichtig, auf sich selbst zu hören und in sich hinein zu hören; es ist wichtig, seinem Herzen zu folgen; es ist wichtig, seinen Körper zu achten und zu pflegen (so blöd das nun klingt). Man hat ja nur ein Leben, und dieses eine sollte man auch wirklich „richtig leben“.
    Nun interessiert mich brennend, was du mit YouTube meinst. Wirst du einen eigenen Kanal haben? Spannend.

    Liebe Grüße aus dem schönen Ba-Wü :D, Nadine aka Curlyfee

    1. Liebe Nadine-Curlyfee,

      nein, das verstehe ich ganz und gar nichzt falsch. 😉 Mir geht es ja genauso! Es ist eine Herzensentscheidung, aber ich musste meinen Kopf da erst noch gut überzeugen, weil der – zu Recht – gesagt hat: „Und wer füllt dann deinen Kühlschrank, zahlt die Miete und die Versicherungen?!“ Der Weg so ist für mich der beste Kompromiss.
      Minimalismus ist immer noch Thema, allerdings hatte ich dazu in letzter Zeit nichts, was ich hätte bloggen können, also keinen neuen Ansatz oder Schwerpunkt. Aber wir haben z.B. diese Woche den Quatsch aus dem Keller entsorgt, den wir letztes Jahr bei der großen Entrümplungsaktion eingemottet hatten. Nur sehr wenige Dinge, sind wieder aus den Kisten heraus gekommen.
      YouTube soll für mich eine Ergänzung zum Blog werden. Ich habe gemerkt, wie viel Spaß es mir macht (bei dem Video mit Nessa) und, naja, meine lieben Leser fragen ständig danach. 😀 Also mag ich es versuchen. Es wird also Laberposts geben, genauso wie Tutorials. Ich werde keine zweite Nessa und kein x-ter Flechtaccount. Braucht keiner, gibt es genug. Lifestylekrempel zwar auch, aber das ist dann doch mehr meins. Eine Mischung eben. Ideen habe ich wie gesagt genug, aber YouTube kann ich wirklich erst angehen, wenn ich meine Stunden reduziert habe. Aktuell kämpfe ich genug damit das Level, das ich derzeit fahre aufrechtzuerhalten.

      Viele liebe Grüße, Heike

  3. Wieso scheiint es vor allem Frauen zu betreffen… dieses Aufteilen der eigenen Lebenskraft, das Zerrissensein zwischen „ich muss“ und „ich würde gerne“? Ich hatte überlegt zu studieren, ich wollte mein Buch endlich fertig schreiben, einen Hund in meinen Alltag integrieren, meine Familie öfter besuchen, meine Hobbies und vor allem meine Freundschaften intensiver pflegen. Und Sport wollte ich bei alldem irgendwie auch noch machen.

    Seit Herbst/ Winter 2015 ging es mir nicht mehr richtig gut und seitdem habe ich überlegt, woran es liegen könnte. Bin zu einem ähnlichen Schluss gekommen wie Du. Der Bürojob frisst viel Zeit und Energie, noch dazu, wenn man das, was man macht, in einem Umfeld macht, in dem man sich nicht wirklich wohl fühlt, darauf aber keinen Einfluss hat. Ich werde den Kompromiss machen und auf 75% reduzieren. Damit bleibt schon viel Zeit und Energie für andere, schönere Dinge, die mir wirklich gut tun.

    Ich habe mir aber auch überlegt, ob ich einfach zu viel will. Vielleicht muss man auch da ansetzen? Und so habe ich darüber nachgedacht, wieso ich etwas möchte und was es mir bringen würde, wenn ich den Wunsch in die Tat umsetzen würde. Angefangen beim Studium, das ich lange Zeit so intensiv wollte, um dann zu merken, dass ich hier nur einer Erwartungshaltung von früher entsprechen hätte, die mehr von außen kam als von mir selbst. Schreiben macht mir viel mehr Spaß als Lernen, und es liegt mir. So fiel es mir nicht schwer, die Entscheidung gegen ein Studium zugunsten des Schreibens zu treffen, denn letzteres tut mir gut. Mein erstes Buch ist jetzt fertig und ich überlege nun, ob ich die Bilder dazu selbst zeichne oder es illustieren lasse.

    Bei meinen Hobbies muss ich vermutlich Schwerpunkte bilden und mich auch mal von etwas trennen – sehr schwierig für vielseitig Interessierte, aber machbar. Meine Familie habe ich dieses Jahr bereits dreimal besucht – das ist dreimal mehr als voriges Jahr um diese Zeit! Meine Freunde sind so wunderbare Menschen, die mich durch diese fiese Zeit begleitet haben, sie werden sich sicher auch über „nur“ ein kleines bisschen mehr Zeit und Zuwendung freuen. Was den Sport betrifft… nun ja, da muss ich meinem inneren Schweinehund mal kräftig in den Hintern treten, der ist nämlich sehr bequem…

    Dein Blog gefällt mir jetzt übrigens noch viel besser als vorher, ich schaue den zwar immer noch altmodisch auf dem PC an, aber er wirkt auch da schöner. Da ich ein großer Fan Deiner Aufräumaktion bin, gucke ich dort immer wieder rein um mich zu inspirieren. Immerhin habe ich „schon“ zwei Schubladen neu strukturiert und der Schreibtisch ist seit Monaten eine einladende weite Fläche zum malen, basteln, schreiben.

    Ich wünsche Dir, dass Du diese „neue Zeit“ genießt und bin jetzt schon neugierig auf Deinen youtube Channel. 🙂

    1. Liebe Peh (ich gehe davon aus, dass du eine Liebe bist, kein Lieber 😉 ),
      wenn dich das wirklich interessiert, dann würde ich dir von den oben genannten Büchern vor allem „Die Alles ist Möglich Lüge“ empfehlen, auch wenn sie eben schmerzhaft zu lesen ist. Es geht genau darum, Frauen und das Problemd er Vereinbarkeit. Für einen adneren Blickwinkel würde ich noch „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“ empfehlen. Zusamen wird dann ein Schuh draus.
      Zwei Gründe in Kurzfassung: unsere Gesellschaft ist auf männliche Persönlichkeits-, Rollen- und Erfolgsmodelle ausgelegt. Weibliche Spielarten haben es im globalen Kapitalismus per se schwerer. Der andere Grund, du wirst es dir denken: Frauen bekommen die Kinder. Punkt. Unser Zeitfenster für bestimmte Selbstverwirklichungswünsche ist kleiner als bei Männern und dadurch sehr viel unflexibler.
      Ich persönlich kann nichts gegen meine Biologie tun und nur sehr begrenzt gegen die Gesellschaft. Sehr, sehr begrenzt. Mich aber aus dem regulären Bürojob zurückzuziehen ist eine meiner Konsequenzen. Ich will keine Abhängigkeit von anderen. Weder von einem Ehemann noch von einem Arbeitgeber. Nur bedingt möglich ja, aber ich arbeite daran. Wenn ich unabhängig bin kann ich so leben, wie ich will. Aber wie gesagt, für Frauen ist das allein biologisch schon härter.
      Zu YouTube werde ich erst im Herbst/Winter kommen. Aktuell habe ich genug damit zu tun meinen status quo aufrecht zu erhalten.

      Pass gut auf dich auf und ich wünsche dir viel Freude mit deinen Büchern. Ich nutze meinen Blog ja selber fast nur am Rechner. Mobil habe ich Apps, aber so zum Lesen und schreiben bevorzuge ich große Monitore. 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Heike

      1. Liebe Heike,

        ja, ich bin eine „Liebe“ (zumindest gebe ich mir meistens Mühe lieb zu sein… 😉 )

        Danke für den zusätzlichen Buchtipp. Für mich war es immer wichtig, selbstständig und unabhängig zu sein, insofern finde ich den Titel „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“ an sich schon sehr ansprechend. Ich lese gerne und ich freu‘ mich drauf, auch auf „Die Alles ist Möglich Lüge“. Es darf beim lesen ruhig mal weh tun, das ist ein bisschen wie Muskelkater für die Seele, oder? Auf den „Trainingseffekt“ bin ich jetzt schon gespannt.

        Liebe Grüße von der Peh (kommt von Petra)

        1. Liebe Petra, für mich war es einr echt heftiger Muskelkater, wenn du so willst. 🙁 Eher wie ein Stock vors Schienbein… Ich habe das Buch gelesen in der Hoffnung Lösungsansätze zu finden. Aber die Realität sieht leider düster aus. Es gibt Ansätze, aber das sind sehr langfristige, politische, von denen dann hoffentlich Folgegenerationen etwas haben. Wer jetzt noch sehr jung (also gerade erwachsen) ist, kann noch versuchen einen anderen Lebensentwurf zu wählen. Tatsächlich bin aber ich mit meinen gerade mal Anfang 30, was sich nicht alt für mich anfühlt für etliche Modelle schon zu alt. Für mich bleibt nur ein recht drastischer Schwenk, den ich ja jetzt wähle. Schlussendlich bleibt zu sagen: der Feminismus ist lange nicht abgeschlossen und durchexerziert. Wir sind nur mittlrweile an einem Punkt, an dem viele Frauen glauben, sie seien gleicchberechtigt – und deshalb nicht mehr aktiv werden. Das Ungleichgewicht trifft Männer ebenfalls, aber anders.
          LG, Heike

  4. Du sprichst mir gerade aus der Seele.

    Ich versuche auch gerade irgendwie Ordnung in das Chaos in meinem Kopf zu bringen und Prioritäten zu setzen. Meine beiden größten Stressfaktoren sind mein unterbezahlter, geistig nicht fordernder, unkreativer Job und meine Beziehung die langsam auf die zehn Jahre zugeht, wo ich mich aber langsam frage, ist es die Beziehung fürs Leben, ist es Gewohnheit oder was hält mich. Oder lässt sie sich retten. Glücklich macht sie mich nicht.
    Beides Dinge wo ich noch am Abwägen bin, ob es das wert ist oder nicht.

    Nachdem ich jahrelang halbherzig bis überhaupt nicht gebloggt hab, möchte ich das auch gern wieder aktiv anfangen, habe gerade komplett auf Neuanfang gesetzt, mich in meinem Blogger-Account wieder häuslich eingerichtet und lustigerweise (wenn auch weniger ausführlich und strukturiert) heute morgen einen ähnlich persönlichen Blogeintrag geschrieben.

    Also auf die persönliche Balance und Zufriedenheit!

    ps: übrigens erinnert mich der „Stand Still Stay Silent“ Comic in deinen Links vom Stil total an „Year in Hereafter“
    Könnte dir vielleicht gefallen, falls du ihn nicht schon kennst 🙂 http://yihcomic.com

    1. Liebe Mona,
      erst mal direkt vorweg: Wow, der Comic gefällt mir sehr gut! Danke für den Tipp! Da weiß ich ja, was ich demnächst lesen werde. 😀
      Ich wünsche dir, dass du für dich einen guten Weg findest mit Job und Beziehung umzugehen. Gleich zwei so wichtige Säulen als wackelig und schwach zu empfinden ist nicht einfach. Pass gut auf dich auf!
      auf die Balance, wie du schon sagtest. 🙂
      Liebe Grüße, Heike

  5. Hallo liebe Heike,

    ich lese nun seit langem ganz, ganz still regelmäßig in deinem Blog mit. Anfangs hab ich nur hin und wieder mal hier reingeschaut, aber mittlerweile bin ich schon immer ganz gespannt auf dein nächstes Update. Übrigens geht es mir ganz genauso mit Lenjas Blog 🙂
    Dieses Thema nun ist etwas extrem Interessantes für mich. In erster Linie kann ich dir aber gar nicht so genau erklären warum, dafür versuche ich es erst mal mit meinem persönlichen Ansatz:
    Im Februar diesen Jahres hat es mein Mann (eher Freund, aber nach acht Jahren Beziehung will man das nicht mehr so sagen 😉 ) seinen absoluten Traumjob gefunden. Er ist viel unterwegs und macht das, was ihn absolut glücklich macht, und das mit seinen Jungen 25 Jahren. Ich war von Anfang an auf seiner Seite und werde ihn in allen Punkten so gut es geht unterstützen, denn das haben wir uns beide geschworen. Und wie ich das sage, so mein ich es. Denn am Schluss profitiere ich ja auch davon und das in keinster weise in finanzieller Hinsicht.
    Bei mir ist es so, dass ich nach wie vor den Beruf ausübe, den ich nach der Schule erlernt habe; Mechanikerin in der Industrie, sehr zufriedenstellendes Gehalt, vier Schichten, nur eine 35 Stunden Woche. Eigentlich alles sehr stressfrei. Und doch… Nachdem nun mein Mann so bald schon etwas erreicht hat, was er immer wollte und ich auch bei dir nun lese was sich tut stellt sich auch bei mir wieder der Wunsch nach einer Veränderung ein. Das schlimme ist nur, ich weiß nicht so genau was ich will. Das heißt, ich weiß schon welche Punkte ich gern verändern würde; seit Jahren will ich mir zum Beispiel wieder einen Hund anschaffen. Aber bei meiner Schichtarbeit und der Tätigkeit meines Mannes, der oft die hälfte der Woche unterwegs ist – undenkbar! In meinem Beruf arbeitszeittechnisch etwas zu ändern ist ebenfalls so gut wie unmöglich, Schichtarbeit ist einfach nicht zu vermeiden. Und eigentlich, ja, eigentlich mach ich meinen Job re-la-tiv gerne. Nur Zeit hätte ich auch gerne etwas mehr.
    Versteh das jetzt nicht als einen Beitrag mit der abschließenden Frage „… und was meinst du, liebe Heike, könnte ich da nun tun? Um mein Berufsleben auch etwas schöner und mit mehr Freizeit zu gestalten?“ – Nein, keine Sorge! 😉
    Ich bin seit Monaten selber intensiv am suchen, nach Weiterbildungsmöglichkeiten die mich vielleicht mal aus der Schichterei und Produktion in ein Bürostühlchen katapultieren könnten. Und so betrachtet hab ich ja auch noch viel Zeit an meinem Leben was zu ändern, bin ich doch selber „erst“ 26 😛
    Nichts desto trotz will ich dir sagen, dass deine Beiträge mich immer wieder daran erinnern und motivieren, dieses Thema nicht aus den Augen (oder im Moment viel mehr aus dem Hinterkopf ) zu verlieren. Dran zu bleiben mein Leben so zu verändern dass ich irgendwann mal wieder Zeit für Dinge habe, wie ich sie früher hatte. In meiner Jugend. In der Schulzeit war ja alles so viel besser 😀

    In diesem Sinne will ich dir ganz herzlich danken, zum Einen für die immer wieder sehr anregenden Denkanstöße und zum Anderen dafür, dass du dir mein Palaver hier durchliest, wo du deine Zeit so viel sinnvoller verwenden könntest. Kleiner Scherz 😉 aber ich weiß sehr zu schätzen dass du dir für jeden deiner Mitleser viel Zeit nimmst.
    Ich wünsche dir für deine große Veränderung im Leben alles, alles Gute und ich werde weiterhin sehr neugierig mitlesen, was sich bei dir tut.

    Und jetzt werde ich mich mal mental auf meine Nachtschicht vorbereiten. Also viele Liebe Grüße aus Bayern und einen schönen und erholsamen Sonntag noch.

    Liebe Grüße, Natascha

    1. Liebe Natascha,
      natürlich lese ich deinen Kommentar hier! Ich lese immer alle, auch wenn mir beim Antworten mal einer durchgehen sollte. Wobei das auf dem Blog geht, auf Instagram pssiert das öfter, weil man die Kommentare schlecht wiederfindet.
      Erst mal gaaaanz lieben Dank für deine vielen, tollen Worte. Das bedürfnis nach veränderung zu haben ist ja erst mal nichts schlechtes. Kritisch wird es dann, wenn man anfängt darutner zu leiden, dass Veränderung nicht geht. Aber so, wie du es beschreibst bist du primär inspiriert durch deinen Freund und jetzt auch durch meinen Artikel hier. Und das ist doch toll. So hast du es im Hinterkopf, dass es noch mehr geben kann. Was genau, das muss man dann eben heraus finden. Es hat ja letztlich auch viel mit Mut zu tun. Die Ideen für meine Projekte sind nicht neu, ich hätte das alles schon früher tun können, einzig, ich habe mich nicht getraut. Ich brauchte erst einen gewissen Leidensdruck. Wenn meine Artikel dazu beitragen dass mehr Menschen sich für ein besseres Leben entscheiden, ohne vorher zu leiden, ist das doch toll. 🙂 Solche Interkation ist auch letztlich das, was mir am Bloggen am meisten bedeutet. Ich dokumentiere gern, ich habe Spaß am Schönen, aber zu merken, dass ich etwas bewirke, das ist der beste Lohn überhaupt.
      In diesem Sinne: Ganz viel Glück und Mut und alles nötige Wissen für deinen Weg!
      Liebe Grüße, Heike

  6. Hallo Heike,

    toll was du vorhast, da werde ich total neidisch. Wie oft hab ich mir schon gewünscht und mich häufig des lieben Geldes wegen nicht getraut. Aber ist es nicht so viel schöner sich auf das Wesentliche und Schöne im Leben zu konzentrieren, als nur auf Sicherheit, Geld und was weiß ich was.
    Ich wünsche die für deinen Weg alles LIEBE UND GUTE UND und plane für mich diesen Schritt in spätestens fünf Jahren auch verwirklicht zu haben.
    Gruß Sabine

    1. Liebe Sabine,
      cih danke dir! Ich wünsche dir auch, das du deinen 5-Jahresplan 😉 dann umsetzen kannst. Finanzen sind ein kritisches Thema bei solchen Veränderungen. Aber kurz gesagt: ich glaube nicht an das Modell Altersvorsorge, wie es derzeit anngewendet wird, weder das staatliche noch das private, noch glaube ich an all die Vericherungen… ich habe keine Immoblie oder ähnliches und somit bin ich da etwas freier als viele andere Menschen. Ohne ein gewisses Maß an finanzieller Basis wird so eine Entscheidung extrem schwer bis fast unmöglich je nach Verpflichtungen, die man noch hat. Ich bin froh wenige zu haben, sie machen mich handlungsfähiger.
      LG, Heike

  7. Ich habe deine Blogreihe zu den magischen Sieben sehr gerne gelesen und auch einige Tipps für mich befolgt. Mir geht es wesentlich besser seit ich mein Leben etwas entschleunigt habe. Im nächsten Semester werde ich meine Abschlussarbeit schreiben und habe mir vorgenommen, wesentlich ruhiger an die Sache heran zu gehen. Das letzte Mal wollte / musste ich so schnell wie möglich fertig werden und es hat mich zu sehr aus dem Gleichgewicht gebracht. Da es nach dem Abschluss für mich (hoffentlich) ins Berufsleben geht, mache ich mir jetzt schon Sorgen, wie ich mit der wenigen Freizeit umgehen soll. Positives Denken fiel mir schon immer schwer… und ich glaube auch nicht daran, dass das Einreden von positiven Ereignissen und positiver Power dauerhaft etwas bringt.

    Man sieht es deinem Artikel an, dass du wesentlich zufriedener mit deinem Leben bist als vor gut einem Jahr oder gar zuvor. Ich finde es bewundernswert wie eifrig du planst. Dein Ziel, so zufrieden mit dem Leben zu sein, dass man sich nicht nur auf den Urlaub freut, kann ich definitiv unterschreiben. Weiterhin viel Gelingen

    1. Liebe Lila,
      wegen dem Einreden des positiven, dann wäre vor allem „Die Psychologie des Gelingens“ etwas für dich. 🙂 beim Gesetz der anziehung wird ja jegliche Verantwortung für alles Glück und Unglück in die Hände des jeweiligen Individuum gelegt. Du musst es nur genug wollen! Ähm ja, nein. Oettingen dagegen gibt echte Strategien, wie man positiv an seinen Zielen arbeiten kann und man darf zwischendurch auch eine Menge Dinge doof finden. Kernpunkt ist, dass du das positive Ziel vor Augen behältst und daran arbeitetst, das was negativ im Weg steht zu erkennen, zu umgehen oder zu überwinden. Und dafür muss man eben auch wissen, was im Weg stehen kann. Ich finde das sehr entspannt zu lesen, denn man darf endlich auch mal sagen: Boah,d as und as ist ätzend! Ohne abgewatscht zu werden, weil man Bad Vibrations verbreitet. Nur eben drin suhlen gilt nicht. Problem erkannt, Strategie entwickelt und weiter geht’s. 🙂
      Und ja, ich bin sehr viel zufriedener. 🙂 Die Phase des Erkennens von Hidnernissen habe ich ja auch hier widergespiegelt. Allem voran das Zuviel. Minimalismus ist für mich nach wie vor großes Thema. Gar nicht so einfach, denn ich bin durchaus materialistisch. Wer hätte das gedacht bei der großen Haarschmuckkategorie hier. *hust* 😀

      Liebe Grüße, Heike

  8. Ein toller Artikel, danke dafür! Mir geht es ähnlich, ich habe im letzten Winter beschlossen, weniger arbeiten zu wollen, und kann das dann voraussichtlich zum kommenden Januar umsetzen. Mir fehlt Zeit für mich selbst – mir fällt ja schon das ganz normale Alltag-Bewältigen schwer. Zum Träumen und Ausruhen und Entspannen komme ich fast gar nicht. Das macht mich traurig. Ich denke mir oft, mit einem Partner wäre das vielleicht einfacher, denn so muß ich für mich selber sorgen und dann auch wieder abwägen: wie viele Stunden kann ich mir eigentlich überhaupt leisten, zu reduzieren? Wie du schon sagst, von irgendwas muß der Kühlschrank befüllt werden (und nicht mit Nudeln und Reis – eine etwas natürlichere Ernährung ist auch nicht immer so billig wie die Cornflakes aus der Packung, muß ich dir ja nicht sagen). Es ist ein ständiger K(r)ampf zwischen noch abzuzahlendem Studienkredit und dem Wunsch/Bedürfnis nach Zeit für mich. Als ich letztes Jahr meinen beiden Kolleginnen davon erzählt habe, daß ich gern weniger arbeiten würde, sagte die eine gleich schulterzuckend: „Das war mir eh klar, du bist einfach nicht der Typ dafür.“ Also wenn es selbst für Außenstehende so offensichtlich ist… tja. Bleibt nur immer noch das doofe Finanzthema. Eigentlich bin ich es leid, mit Mitte 30 immer noch so zu leben wie zu Studentenzeiten – komm halt gerade rum über den Monat, was zurücklegen oder ansparen ist nicht wirklich möglich (und bitte keine Katastrophen wie kaputte Waschmaschine etc.).

    Ich freue mich jedenfalls für dich, daß du das bewältigt bekommst (da hab ich auch gar keine Zweifel dran! 🙂 ) und bin neugierig, was die Zukunft für dich bringen wird. Deine Blogbeiträge sind mir sehr oft Vorbild und Inspiration – es zeigt mir, da ist jemand, dem es manchmal ein bißchen ähnlich wie mir geht, und wie du die Probleme angehst und löst, finde ich toll. Manches davon kann ich übernehmen, oder zumindest mal darüber nachdenken, wie ich es für mich umsetzen könnte. Danke dafür! 🙂

    1. Ach, über mein Gejammer habe ichs ganz vergessen: ich wollte dich noch nach dem Productivity Planner fragen. Da ich selber jemand bin, der, anders als du, Schwierigkeiten mit der Strukturierung und Planung und „dem Anfangen“ hat, bin ich immer mal wieder am Schauen, wie ich so etwas lernen kann. Kannst du etwas zur Selbstorganisation empfehlen?

      1. Liebe Rebecca,
        oh, wie ich deine Situation nachempfinden kann! Wirklich! Ich habe im Studium eine Zeit gehabt, in der es wirklich ständig Nudeln mit Ketchup oder Reis mit Frischkäse gab, weil ich einfach pro Monat nicht mehr als 70-100 Euro für Essen asugeben konnte. Ich hätte vor diesem Hintergrund auch tatsächlöich mein Studium beinahe abbrechen müssen – meine Oma hat mich lettlich „gerettet“. Ohne sie wäre das n icht möglich gewesen. Was einen sehr schmerzlichen Punkt wieder mal beweist: sich aus schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen hochzuarbeiten ist extrem schwer, Bildungsaufstieg ist schwer. Chancengleichheit hört bei der sozialen Schicht leider auf, auch wenn es ja eigentlich nicht so sein sollte. Ich habe im Studium immer arbeiten müssen, auch trotz Oma. Tatsächlich ist das Beurfsleben für mich eine Erleichterung im Vergleich zum Studium, weil ich nun nur noch die Arbeit habe und nicht mehr Arbeit und Lernen. Wenn du sagst, dass du gar keine Zeit zum Ausruhen hast, finde ichd as sehr bedenklich… das geht nicht lange gut. Und du bist auch nicht mehr Anfang Zwanzig – was ja einen größeren Unterscheid macht, als man das gern wahr haben würde.
        Pass gut auf dich auf!
        Und für dich in deiner Situation hätte ich nur einen weiteren Tipp: beschäftige dich mehr mit Minimalismus. Wirklich. Minimalismus räumt nur auf den ersten Blick deine Schränke auf. Auf den zweiten setzt er Energien frei, zeitliche und auch finanzielle Ressourcen. Aber es braucht etwas Übung. Beispiel: zwei Autos wären für uns praktischer. Aber wir brauchen es nicht. Eine größere Wohnung mit mehr Platz wäre toll. Aber wir reduzierne lieber das, was darin ist, sodass wir nicht mehr Miete zahlen müssen und trotzdem Raum und Licht haben.
        Ah, da könnte ich doch ml wieder zu bloggen, das Thema ist präsenter als ich dachte…
        Der Productivity Planner ist ein tolles Tool. Ist notiert, den erläutere ich noch mal im Detail. An ich ist es kein großes Kino, aber er ist simpel (Minimalismus) und aufs Wesentliche konzentriert. Die Techniken funktionieren. Aber wie ich schon im Hauptartikel hier geschrieben habe (habe ich? Ich glaube schon) hat der Planner mir vor allem gezeigt, was meine Zeit tatsächlich bindet, sodass ich das, ws ich tun will, nicht tun kann. Ziemlich großer Aha-Effekt, der mir fast peinlich ist: als ich den Planner zum ersten Mal benutzt habe, war ich erstaunt, dass die Wochenunterteilung nur 5 Wochentage vorsieht, nicht sieben. Natürlich nicht. Weil du nicht nur arbeiten sollst. Das war deutlich.
        Liebe Grüße, Heike

        1. Danke, Heike! Ja, Minimalismus… ich glaube, ich habe viel zu viel „clutter“, und weil es so viel ist, mag ich mich dem gar nicht stellen. Die Angst vor dem Anfang, und so. Gefallen tut es mir auch nicht immer, hier reinzukommen in eine Rumpelbude, aber ich bin gut im Ausblenden… (funktioniert zum Überleben, aber gesund ist das auch nicht, ist mir völlig klar).
          Mal sehen, wie sich meine Arbeit demnächst verändert, es gibt Personalveränderungen im Büro (und ich hab heute erstaunlicherweise auch mal wieder nach neuen Jobs geguckt, denke aber immer „ach, so schlecht habe ich es hier doch gar nicht“ und zögere), und wie gesagt, ab Januar, denke ich, gibts dann die Viertagewoche. Sind ja nur noch fünf Monate… urks, so ausgeschrieben ist das doch ganz schön lang.

          1. Ja, fünf Monate klingt noch viel. Als ich meine Stundenreduzierung durch bekommen habe waren es noch fast 4 Monate. Ich war einerseits so froh, andereseits habe ich gedacht. Oh Gott! So lange noch!
            Aber es geht. Jeden tag ein Stückchen näher am Ziel. 🙂
            1. Boden freiräumen.
            2. Alles so aufräumen, dass alle Türen gescheit aufgehen.
            3. Fenster freiräumen.
            Dann solltest du schon so eine deutliche Veränderung sehen, dass du weiter machen möchtest.
            Karen Kingstons Buch Clean your clutter with feng-Shui bzw. die deutsche Übersetzung davon ist nach wie vor mein ungeschlagener Liebling für Motivation in dem Bereich. Ich habe schon sehr, sehr viele echte Härtefälle mittlerweile erlebt, die damit wirklich gut voran gekommen sind. 🙂
            Liebe Grüße, Heike

  9. Liebe Heike,
    ich hab ja schon lange nix mehr kommentiert (dafür aber fleißig gelesen 😉 ). Aber hier sprichst du mir aus der Seele, herzlichen Glückwunsch zu diesem Schritt 🙂
    Da kann ich auch ziemlich genau nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich habe selber ungefähr ein Jahr mit mir gehadert und überlegt und ab September diesen Jahres werde ich ebenfalls weniger Zeit in meinem Bürojob verbringen. Nur noch 4 Tage die Woche und die auch nicht Vollzeit.
    Allerdings habe ich im Gegensatz zu dir noch keinen Plan, was ich an diesem freiem Tag tun werde/möchte. Erst mal reicht mir, dass er frei ist. Wirklich frei, Zeit einfach nur für mich, worauf auch immer ich dann Lust habe. Ich habe Zeit dafür, auch wenn es nix tun ist, schlafen oder „nur“ mal wieder im Garten sitzen und evtl. ein Buch lesen. 😉 Das wird schön.
    Ich freu mich für dich 🙂 Das wird sicher eine gute Zeit.
    LG Steffi

    1. Liebe Steffi,
      wow, das klingt herrlich entspannt! Tolle Entscheidung! Niemand wünscht sich am Ende des Lebens länger im Büro gewesen zu sein. Das finde ich grad sehr passend.
      September ist ja schon sehr nah. *kleinerNeid*
      Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deiner freien Zeit. Oft braucht man ja auche rst mal wieder genau die, um herauszufinden, ob man mit ihr etwas planen möchte. oder ob man sie um ihrer selbst Willen genißen mag. Kann ich zum Beispiel eher schlecht. 😀 Ich hab ja immer was vor. 😉
      Liebe Grüße, Heike

  10. Liebe Heike,
    ich finde es total mutig und bewundernswert dass du dich traust diesen Schritt zu gehen.
    Nach zwei Jahren im Berufsleben sehne ich mich auch nach mehr Zeit für mich. Vor allem fürs Reisen.
    Gerne würde ich 2-3 Monate eine größere Reise unternehmen.
    Ich habe leider den klassischen Zeitpunkt nach Abi und Studium verstreichen lassen und muss mich jetzt fragen warum eigentlich? Bis vor kurzem war ich noch der Meinung, dass es fast nichts wichtigeres gibt als den Job/Karriere. Und obwohl ich wirklich gern arbeite gibt es noch so viel mehr.
    Jetzt heißt es für mich erstmal sparen und dann brauche ich noch den Mut 😀
    Ich wünsche dir für deine Projekte viel Erfolg. Das wird bestimmt super!
    Liebe Grüße,
    Vicky

    1. Liebe Vicky,
      ja, diese klassische pause nach dem Abi vor dem Studium habe ich auch nicht wahrgenommen – aber absichtlich. Ich wollte so schnell wie möglich unabhängig werden, finanziell gesehen. Tatsächöich würde ich aber jedem raten sowas dennoch zu tun. Man bekommt eine andere Unabhängigkeit durch so ein Jahr, vor allem Work & Travel halte ich für sehr sinnvoll und spannend. Wenn du sparen und Mut verbinden willst, mach dich mal schlau über ein Sabbatical. Vielleicht ist das ja etwas, was dir entgegen kommt. Wenn du jetzt Anfang 20 bist, kannst du dann Mitte/Ende zwanzig ein Jahr bezahlte Auszeit nehmen. Sofern dein Arbeitgeber da mit zieht. Nicht ganz einfach durchzukriegen, aber an sich eine tolle Möglichkeit, die man zumindest mal anrecherchieren sollte. 🙂
      Liebe Grüße, Heike

  11. Liebe Heike,
    herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung. Ich lese diesen Artikel und Deine Freude ist so ansteckend, dass ich mich einfach für Dich mitfreuen muss. 🙂 Solchen Entscheidungen fallen schwer und erfordern viel Kraft und Mut. Doch ich habe vor einiger Zeit – ok jetzt wo ich den Artikel nochmal rausgesucht habe (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/entscheidungen-im-job-so-trifft-man-im-zweifel-die-richtige-wahl-a-973577.html) stelle ich fest, es war vor einigen Jahren – gelesen, dass wir viel mehr das bereuen, was wir nicht getan haben, als die Dinge, die wir getan haben und die dann vielleicht nicht ganz so gut funktioniert haben. Das hat mich persönlich sehr nachdenklich gemacht und heute kann ich sagen, es stimmt. Seitdem wäge ich bei jeder Entscheidung ab, wie sehr ich mich fragen würde „Was wäre wenn … ?“ und seitdem fällt es mir viel leichter, Dinge einfach zu machen. (So bin ich zu meinem Blog gekommen.) Und wenn die dann schiefgehen, dann geht das Leben auch irgendwie weiter. Aber die Frage „Was wäre wenn …?“ belastet dann nicht mehr und das schafft so viel Zeit und Kreativität, so viel Freiheit. Deshalb glaube ich (und wünsche es Dir von ganzem Herzen), dass Deine Entscheidung Dich in jedem Fall freier und glücklicher macht.
    Liebe Grüße
    Pia

    1. Liebe Pia, das ist ein total schöner Gedankenansatz! Und auch Danke für den Link. Ich glaube, da muss ich heute auch ein bisschen drüber nachdenken. Es bewegt mich. Danke noch mal.

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