12. Juni 2016

Grow long hair with the Magic Seven – #2 Food

„It starts with food.“
Der Titel dieses Buches hat sich mir in seiner Wahrheit so eingebrannt, dass er zu einem Teil meines Selbstverständnisses geworden ist. Eigentlich ist Food meine Nummer 1. Uneigentlich habe ich dieses Thema schon so weit abgearbeitet, dass es für mich fast ein Selbstläufer geworden ist und somit die Ruhe für mich Priorität Nummer eins geworden ist.
„It starts with food.“ The title of this book has sunken so deep into my conciousness that it feels like part of me by now. Actually food is my number one. Non-actually I worked on this topic so much, that it is a self runner for me and rest overtook this aspect to become my new number one.

 

Willkommen also zum zweiten Teil meiner Sonntagsserie zu den Magsichen Sieben:
Wasser, Essen, Bewegung, Ruhe, Licht, Luft und Liebe
So welcome to the second part of my Sunday series about the Magic Seven: 
water, food, move, rest, light, air and love

Ihr findet hier auf meinem Blog in der Food-Kategorie etliche Rezepte und auch etwas theoretische Kost (pun intended), unter Health meine über die Jahre gesammelten Erkenntnisse, die auch zum großen Teil diesen Teil der magischen Sieben beackern und unter Books ebenfalls eine Menge Empfehlungen, wie ihr an das Thema heran gehen könnt.
On my blog you find many recipes in the food section as well as some theoretical input about food. In the health section you also find mostly articles around nutrition and diet, as well as in the book section

Eat, sleep repeat. Oder so. 🙂

Das will ich jetzt nicht alles wiederkäuen (pun intended…). Aber wo stehe ich jetzt?
Populär ausgedrückt wohl am ehesten bei Clean Eating. Letztens auf Instagram habe ich sehr über das Synonym #nobullshit gelacht, aber das trifft es ebenfalls. Kein fancy low oder high irgendwas. Keine verbotenen Lebensmittel. Einzig es sollten tatsächlich Lebensmittel sein. Etwas, was aus einem Labor kommt, braucht auch vereinfacht gesagt ein Labor, um wieder zerlegt zu werden.
Abgesehen von Nobullshit ist mein wichtigstes Credo: Menschen sind Individuen. Wir brauchen unterschiedlich viel Schlaf, vertragen unterschiedlich viel UV-Strahlung, sind eher der Typ Dauerkuschler oder der mit sich selbst vollkommen zufriedene Kaktus. Warum also erwarten, dass etwas so komplexes wie Ernährung, bei dem anderen Lebewesen assimiliert werden, die ja auch wieder alle individuell sind, dass das für uns alle vereinheitlicht werden könnte?
Manche Leute pupsen wie eine Blaskapelle von Zwiebeln. Manche nicht. Manche sind gesunde, satte Veganer, manche bedienen mit dieser Diät eher das blasse Klischee von vor ein paar Jahren. Manche lieben Bananen. Manche könnten vom Geruch schon brechen.
I don’t want to ruminate (pun intended)  all that. Aber wo stehe ich jetzt?
In popular terms the closest describtion would be: clean eating. I recently laughed out loud as I found on Instagram someone using #nobullshit as a synonym, but yes, that’s the point. No fancy low or high whatsoever. No verbidden foods. Except for that I eat real food only as something made in laboratory is most likely to need a lab to be broken down again too. Besides from nobullshit my most important credo is: humans are individuals. We need different amounts of sleep, can deal with different amounts of UV rays, are the all time snuggler or the happy to be left alone cactus. So why expecting that something as complex as diet, when it comes to assimilation of other lifeforms which are individuals too, could be made equal for everybody? Some people fart from onions like a brass band, some don’t. Some are happy, satisfied vegans, some show a rather weak and pale version of themselves with this way of eating. Some love bananas. Some could throw up only when they smell them.

Eat better not less.

Ich versuche deshalb so kurz wie möglich das Thema Essen für euch in sehr einfachen Richtlinien zusammenzufassen:
This is why I tried to break down the food topic down to the very basic guidelines for you.

Esst Lebensmittel. Whole foods. Keine Chemie. No bullshit.
Eat whole foods. No chemicals. No bullshit.
Du bist, was du isst – und was dein Essen vorher gegessen hat.
You are what you eat – and what your food ate before.
Essen ist hochgradig individuell.
Food is highly individual.
Der Mensch ist nicht per se Pflanzenfresser, Omnivor oder laktoseintolerant. Der Mensch in der Gesamtheit seiner Spezies ist nicht nur was seine Ernährung angeht vor allem eins: sehr, sehr variabel und anpassungsfähig. Überlegt mal, was Tiere fressen und was wir essen. Was für eine Vielfalt!
Human beings are not all the same vegan, omnivor or lactoseintolerant. Human beings in the entity of their species – not only talking about how they eat – are at first place one thing: very, very variable and adaptable. Think about what certain animals eat. And what we eat. Such an abundance!
Gemüse ist egal bei welcher Ernährungslehre immer euer Freund. Esst es. Keine Ausreden.
Vegetables are you friends, no matter which healthy diet you want to follow. Eat your veggies. No excuses.
Die Dosis macht das Gift.
The dose makes the poison.
Ausreichend versorgt ist nicht dasselbe wie optimal versorgt. Zielt auf das Optimum.
Sufficiantly supplied is not the same is optimally supplied. Aim for the optimum.
Bevorzugt nährstoffdichtes Essen. Je geringer die Nährstoffdichte, desto mehr müsst ihr essen, um euch gut zu versorgen. Wer da nicht viel Bewegung ins Spiel bringt, läuft Gefahr vor allem zu viel an Energieträger aka Kalorien aufzunehmen.
Prefer food dense in nutrients. The lower the density of nutrients is, the more you have to eat to get the nutrients you need. If you don’t move around a real lot, you risk to take in way to much energy this way. Talking about calories here. 
Esst besser nicht weniger. Denn wenn ihr besser esst, erledigt sich das eventuelle Zuviel meist sowieso von selbst.
Eat better not less. Because if you eat better the risk of eating too much is vanishing almost on its own.
Verdauung beginnt im Mund. Bitte anständig kauen. Also langsam, lange genug und ohne euch die Zähne kaputt zu mörsern, weil ihr gleichzeitig unterbewusst noch versucht den Stress der letzten Tage zu zerbeißen.
Digestion starts in your mouth so please, chew thoroughly. This means: slowly, take your time and don’t grind your teeth because you unconciously try to bite down your day’s stress.
Je kleiner die Partikel eures Essens sind, desto größer ist im Verhältnis zum Volumen die Oberfläche, desto mehr Nährstoffe könnt ihr aufnehmen. Also nochmal: bitte gut kauen. Und Smoothies sind auch deshalb eine feine Sache.
The smaller the particles of your food, tha larger is their surface compared to their volume which means more sufrace to take in nutrients. So again: chew thoroughly. And smoothies are a good choice also because of this. 
Essen ist nicht nur eine Frage des Was, sondern auch des Wann, des Wie und des Mit-wem. Genuss ist etwas Großartiges. Geselligkeit ist etwas Tolles. Damit das gut mit dem Essen klappt, braucht es Toleranz und Gelassenheit – aber auch Disziplin. Tut mir Leid, doch, letzteres auch.
Eating is not only a question of what but also of when, how and with whom. Savour your food. Have company when eating. To make this work for you, you need to be tolerant, relaxed and disciplined. Well yes, disciplined too, sorry that I have to disappoint you here, but it still is a bit of work too.
Wenn ihr ungeübt seid: Vertraut nicht eurem Hunger. Der sagt: Gib mir Zucker! Gib mir Fett! Gib mir Geschmacksverstärker und Salz! Ich brauche das! – Braucht ihr in der Regel dann nicht.
If you are not skilled don’t trust your carvings! They say: give me sugar, give me fat, give me flavour enhancers and salt! We need that! – Mostly you don’t.
Wenn ihr geübt seid: Vertraut eurem Hunger. Heißhunger auf etwas spezielles hat meist einen Grund, also gebt ihm nach.
If you are skilled: Trust your cravings. If you really feel the need for a certain food, this probably is for a reason. So eat it. 
Essen ist keine Religion.
Food is no religion.
Generell, achtet darauf gut entsorgen zu können. Andere Stoffwechselendprodukte, die nach außen gelangen, waschen wir extra ab: Schweiß, Talg, Popel…  Den Darm zu säubern wird da schon schwieriger. Eine gute Wasser- und Ballaststoffversorgung ist hier die absolute Basis und ein indiskutables Muss. Also: was oben rein geht, muss unten wieder raus. Zeitnah. Oder um es mit Schwiegerpapas Worten zu sagen (Willkommen im Ruhrpott): „Kacken gehn ist eine Not, denn wer nicht kacken kann, geht tot!“
Make shure that you can purge well. Other metabloic end products which reach the surface usually get washed away with our help: sweat, sebum, boogers… To clean your colon is way more difficult. So plenty of water and fibre is the absolute unquestionable base. Keep in mind: what you fill in has to come out again soon. Or as my father in law states (Ruhr area sense of humour is a bit bold, I try to translate literally even though I lack the little rhyme): „Shitting well is a big need. Because if you can’t shit you will decease!“ Hm, almost a rhyme, I did my best.

Eat your veggies. Cucumbers from our garden.

Also dann: Wie wär’s mit einer Portion mehr Gemüse heute? Einfach eine mehr als gestern. Das schafft ihr. 🙂
So far: How about an extra serving of veggies today? Just one more than yesterday. You can do it! 🙂

You might also like:
Why I eat what I eat – food diary
Futtergrundausstattung / Food basics

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10 Kommentare

  1. Hallo Heike!

    Ich muss dir jetzt mal ein großes Lob aussprechen für deinen tollen Blog! Ich lese ihn regelmäßig und kucke auch bei vielen anderen Haar- und Beautybloggern vorbei, aber auf deine Beiträge freue ich mich immer besonders und werde nie enttäuscht! Ich finde die Mischung der Themen aus Haare, Ernährung, Lifestyle, philosophischen Denkanstößen und Kunst richtig gut und es wird nie langweilig hier. Außerdem schreibst du sehr schön. Ich hoffe, dir gehen nie die Ideen aus! 🙂

    Viele Grüße, Eva

  2. Liebe Eva,
    vielen lieben Dank für das tolle Kompliment! 😀 Das freut mich sehr. Nein, dass mir die ideen ausgehen könnten, ist sehr unwahrscheinlich. Ich habe grundsätzlich mehr Ideen als Zeit für die Umsetzung. War schon immer so. Luxusprobleme. 😀 😀
    Viele Grüße, Heike

  3. Liebe Heike,
    ich weiß nicht, wie Du es machst, aber (fast) alle Deiner Themen interessieren mich dermaßen, dass ich Deine Beiträge meist verschlinge, oft aber auch – wegen des Lerninhaltes – ein paar Mal lese.
    So wie jetzt wieder: tief in mir drin wusste ich längst, dass ich nicht immer gesund gegessen habe, manchmal sogar kaum. Vor einiger Zeit fing ich aber an, ehrlich zu mir zu sein und zu reflektieren, was ich da eigentlich in mich hineinstopfe. Ich bin dabei, das umzustellen. Es fällt mir recht schwer, da ich auch nicht alles, was gesund ist, gerne mag oder aber nicht essen kann (Allergie). Aber ich bemühe mich immer mehr zu diesem Thema in Erfahrung zu bringen und es immer mehr umzusetzen. Und dann schau ich bei Dir vorbei: und schwupps! Ein neuer Post zu dem Thema. Kannst Du hellsehen? 🙂
    Nein, im Ernst: ich liebe Deinen Blog genau für diese toll recherchierten Beiträge. Das, was in anderen Blogs gerade mal an der Oberfläche angekratzt wird, vertiefst Du mit Deinen eigenen Erfahrungen und Recherchen. Da kann man wirklich noch etwas lernen!

  4. Ja, Schwiegerpapa haut manchmal ganz schön einen raus. 😀 Und Danke für dein tolles Feedback! Das freut mich sehr!
    Dass du viele gesunde lebensmitel nicht magst, wenn du an ungesundes Essen gewöhnt bist, ist ganz normal. Das braucht ein paar Monate, bis man sich umgestellt hat. das funktioniert genauso, wie man als Kind ja auch kaffee eklig fand und plötzlich schmeckt er doch irgendwie auf seine eigene Weise gut. Oder bittere Tees. Oder herbere Gemüse. Gesüdneres Essen ist weniger süß und eben oft auch herber. Das übt sich. Wirklich. Musst ja nicht direkt mit Grünkohl anfangen. 😉 Was allergien angeht, auf freiknuspern.de gibt es toller allergiekerfreundliche Rezepte. Ich folge mal wieder auf Instagram. 🙂

    Viele liebe Grüße, Heike

  5. Oh, danke für deine tollen Tips. Da werde ich doch direkt mal zu freiknuspern.de herüberlinsen. 🙂
    Und ich glaube, dass Du recht hast. Ich habe schon einige Lebensmittel gehabt, die ich früher nicht mochte, mittlerweile aber schon (Birne, Kiwi, Avocado, Mango…). Ich gebe also nicht auf und werde es immer wieder probieren!

  6. Ich glaube, ich werde jetzt fast jeden Artikel kommentieren müssen. >.< 😀

    Also das Thema Essen ist bei mir so eine Sache. Ich lebe ultra ungesund, versuche mich aber hier zu bessern. Meisten ist es die Faulheit, die über das Kochen siegt. Kochen dauert für mein Empfinden einfach zu lange. Da bin ich um 4, halb 5 zu Hause und um halb 6´, 6 kann dann erst gegessen werden. Und das finde ich wiederrum fast zu spät. Ein ewiger Teufelskreis. Aber hey, ich habe mir für die Arbeit Gemüse gekauft, das ich hier kleinschnibbel und zwischendurch (anstatt Schoki) mir zwischen die Kiemen schieben kann.

    Aber mein Weg ist definitiv die gesündere Ernährung. Ich muss nur meinen Popo hochbekommen, die Woche besser strukturieren (was Einkaufen angeht) und es einfach tun! Ich glaub da fest an mich!

    Danke für den tollen Artikel. Motivationsschub pur!

    1. Gern geschehen! Motivation ist immer eine tolle Sache. 🙂 Kochen ist Übung. Unter der Woche gibt es bei uns nichts, was mehr Vorbereitungzeit braucht als 30min. Da hätte ich keinen Nerv zu. Meine Kuchen dauern länger, aber die Mahlzeiten sind schnell gemacht. Bei uns gibt es viel Ofengemüse oder anderes aus dem Ofen, was man nur anstellen muss und dann alleine garen lassen kann, oder Suppen, Salate oder Pfannengerichte, die ebenfalls fast nur Kleinschneidezeit brauchen. Klassisches Kochen mit mehreen Töpfen (eine Pfanne für Fleisch, ein Topf für Gemüse, einer für Reis oder Kartoffeln) gibt es bei uns praktisch nie. Zu aufwendig für zu wenig Effekt.
      ich wünsche dir auf jeden Fall gutes Gelingen bei deinen Vorsätzen. 🙂
      Gut geplant ist halb erledigt.

  7. Ich liebe Deinen Blog, ich lese hier schon lange mit, und nehme mir ein Beispiel.
    Viele Deiner Rezepte habe ich schon ausprobiert.
    Kannst Du kein Buch rausgeben in dem alles zum Nachblättern drin ist?

    Mach weiter so, auch wenn die Zeit in Zukunft wohl eher knapp sein wird mit Nachwuchs 😉

    Heimliche Mitleserin

    Jessica (Lubaya)

    1. Huhu Lubaya! 🙂 Oh ja, Bücher schreioben, voll mein Thema! Ehrlich! ich brauche irgendwie diesen Timeturner (wie heißt der im Deutschen?) von Hermine, damit ich erst mal mehr schlafen kann und dann all meine Ideen umsetzen kann. 😀 Auf jeden Fall voll toll, dass dir meine Rezepte gefallen. 🙂 Hab schon länger keins mehr gepostet, muss ich mir mal notieren. Hab da noch welche, die ich längst gezeigt haben wollte.
      Liebe Grüße, Heike

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