5. Juni 2016

Grow long hair with the Magic Seven – #1 Rest

Oder: Tu dir doch einfach mal was Gutes. Es ist so einfach – und doch so kompliziert. Genau wie Haare wachsen zu lassen: einfach nicht schneiden, nicht wahr? Fast.
Or: Just do something good for you! It is so easy – and at the same time so complicated. Like growing hair: just don’t cut. It is that easy, right? Almost.

 

Willkommen somit zum ersten Teil meiner kleinen Sonntags-Serie zu den Magischen Sieben
Wasser, Essen, Bewegung, Ruhe, Licht, Luft und Liebe
Welcome to the first part of my little Sunday series about the magic Seven
water, food, move, rest, light, air and love.

In meinem Intro-Artikel habe ich euch bereits kurz erklärt, wie ihr auch herausfinden könnt, welche der sieben Aspekte besonders wichtig für euch persönlich sind: an sich müsst ihr nur wirklich hinsehen und hinhören.
In my intro-article I already told you in brief how you can find out for yourself which of this seven aspects are the most important for you: acutally it is all about listening and having a closer look.

So kam ich sehr schnell zu meiner persönlichen Nummer 1, mit der ich dann heute starte:

Es ist die Ruhe.

Like this I quickly found out my personal number one which is my first Sundy topic now: Et is rest.

Woher weiß ich, dass ich Ruhe brauche?
„Tu dir mal die Ruhe an.“
„Nimm das nicht so ernst.“
„Willst du nicht mal langsam ins Bett gehen?“
„Nimm’s gelassener.“
Das sind die Sätze, die ich oft höre von Menschen, bei denen ich darauf vertraue, dass sie nur mein Bestes wollen.
Horche ich (horchte ich… aber bleiben wir der Einfachheit halber im Präsens) in mich hinein, merke ich gut, dass da zwar mein Unrast von Geist immer noch dreißigtausend andere Ideen ausbrüten und begackern will, der Rest von mir aber eigentlich grad intensiv nach dem Aus-Schalter sucht, oder zumindest gern auf Stand-by wäre.
Schaue ich in den Spiegel und betrachte mich als eine andere Person, der ich etwas raten müsste, würde ich sagen: „Mädchen, schlaf dich mal aus, lass locker. Du siehst erschöpft aus.“
Also dann.
Diese nette kleine Erkenntnis ist nicht neu. Beschlossen mich nach ihr zu richten, habe ich aber erst im April. Relaxed since April 2016. Tatsächlich ist auch das so einfach und so kompliziert: Ich habe es einfach beschlossen. Und seit dem läuft es.
How do I know that it is rest I need the most?
„Have a rest!“ „Don’t take it too serious.“ „Better go to bed now, hm?“ „Relax a little.“ Suggestions of people I know who just want my best. When I listen to my inner self (or better: when I listened, as it should be written in past tense to be correct, but lets cling to present to make it more simple) I easily feel that my restless mind is up to a thousand more ideas but the rest of me of is longing for the on-off switch or at least the stand-by mode. When I look in the mirror, looking at myelf as if I were another person who asked me for advice I would say: „Girl, go get some sleep, relax. You look exhausted.“ So well. This nice insight is not new, but I only just decided in April to follow the advice of rest. Relaxed since April 2016. In fact it is that easy and that complicated: I just decided to do so. And since then it works.

Das hängt über unserem Bett und erinnert mich daran, dass ich das eben nicht von Natur aus bin, sondern diesen Aspekt lernen musste und muss. Und ja, das kann man lernen. So wie Sport und Kochen und Freundlichkeit auch.
This here is hanging right above our bed and reminds me that I am not naturally relaxed, but had to learn it. And yes, you can learn it. Just like sports, cooking are kindness

Und da es eben nicht einfach so einfach ist, spiele ich doch noch mal den Erklärbären.
Was ist denn Ruhe überhaupt? Nämlich lange nicht nur Schlafen und die Abwesenheit von Geräuschen.
Ruhe ist primär die Basis für Regeneration: körperlich, mental und emotional.
And as easy is not that easy I will play teacher today. What is rest? Because it is far more than only sleep or not moving. Rest is the base of regenration: for your body, your mind, your soul.

Die Königsdiziplin ist sicherlich – ihr habt es euch schon gedacht – der Nachtschlaf. Wie wichtig er ist, merkt ihr, wenn ihr krank seid und euer Körper mehr Schlaf einfordert. Schlaf ist eines DER Mittel des Körpers sich gegen Umwelteinflüsse zu erwehren, sie zu verarbeiten, aus ihnen zu lernen und auch an ihnen zu wachsen: gegen Infektionen, gegen muskuläre Anstrengungen, gegen emotionale Krisen, gegen geistig einfach zu viel Input, für Erkenntnis, für Lernerfolg, für Entscheidungen, für „zu den Akten legen können“.
8 Stunden Schlaf mit möglichst großem Block davon vor Mitternacht ist der allgemeine Richtwert. Ich sage: Menschen sind unterschiedlich. Schlaft so lange, dass ihr ausgeschlafen seid. Schlaft möglichst dann, wenn euer Körper sagt: Zeit zu schlafen. Je nach Jobsituation wird es hier schon schwierig.
Supreme discipline is for shure – you guessed it – sleeping at night. How important it is becomes very obvious when you are sick and your body demands more sleep. Sleep is THE way of your body to deal with environmental stress, to digest it, to learn from it, to grow. The stress can be an infection, muscular stress, emotional crisis, mentally too much input – it can be anything which draws energy from you. 8 hours with a bigger block before midnight  are often recommended. I say: everybody is different. Sleep as long as you need to wake up awake. Go to sleep when your body tells you so. Depending on your job, this can cause some difficulties.
Nickerchen, gern gesellschaftlich aufgewertet als „Powernap“. Wobei ich tatsächlich das Wort Nickerchen bevorzuge. Beim Powernap schwingt schon wieder mit, dass man doch gefälligst danach Leistung zu liefern hat. Ein Nickerchen ist aber manchmal auch einfach deshalb toll, weil danach alles ein bisschen langsamer ist als vorher und vielleicht auch ein bisschen weicher. Das reicht mir als Begründung. Ich muss danach nicht meine Steuererklärung in einem Rutsch machen. Wenn das doch klappt, um so besser.
Allgemeiner Ratschlag ist hier ein Schläfchen von 20 bis maximal 40 Minuten, um danach wieder gut hoch zu kommen. Ich sage: Stimmt. Aber wenn ihr länger schlaft ohne von selbst wieder wach zu werden, dann ist das ein sicherer Indikator dafür, dass ihr zu wenig Nachtschlaf bekommen habt.
Naps. Often upgraded by calling them „powernaps“. But let’s cling to naps only as a powernap automatically includes, that you have to be productive afterwards. But sometimes it is really sufficiant to feel the world became a bit slower and smoother after a nap. That is sufficiant for me. I don’t have to rush through my paperwork afterwards in one go. If I do, the better, but not obligatory. General recommandation is to sleep for 20 to a maximum of 40 minutes to avoid being more tired afterwards than before. I say: right. But when you really sleep longer without wakeing up without an alarm this is a very good indicator for lack of night’s sleep.
Tagträumen finde ich mindestens genauso schön. Hinlegen mit dem festen Vorsatz jetzt aber einen Powernap machen zu wollen ist… recht anfällig dafür zu scheitern und eine halbe Stunde später wieder aufzustehen, etwas frustig, weil man jetzt nicht geschlafen hat und außerdem noch Zeit verbummelt hat. Aber hinlegen/hinsetzen und einfach nichts tun und vor sich hin denken, einschlafen nicht ausgeschlossen, das ist schön. Das sind meine Intervalle, die mir deutlicher als alles andere machen, was ich wirklich noch mit der verblieben Wachzeit machen will. Und mit den nächsten Wochen und meinem Leben überhaupt.
Daydreaming is something wonderful if you ask me. Maybe even better than a nap. To lie down with the strong intention to powernap is very likely to fail and to stand up 30min later a little frustrated that you did not sleep and lost time for your projects. But lie down or sit down to just do nothing and let your mind wonder is really relaxing and nice. These are my intervals in which I find out best what I want to do in the remaining time of the day. Or the following week. Or my life. 
Meditation. Wer es kann, nur zu. Wohl eine der besten Methoden den Geist aufzuräumen und zu regenerieren. Vermutlich bin ich zu sehr Anfänger, denn ich kann es bisher nicht, habe da aber auch wenig Ehrgeiz. Ich tagträume gern. Wenn ich das, was ich tue Meditation nennen würde, hätte ich wieder unterschwellig Ehrgeiz jetzt aber bitte meinen Geist entleeren zu müssen um danach mit der großen Lebenserkenntnis frisch zur Tat zu schreiten. Fragt mich nächstes Jahr noch mal.
Meditation. If you can, have a go! Might be one of the best methods to clear and refresh your mind. Probably I am to much of a beginner, because I am not able to do „real“ meditation, but I am not very ambitious when it comes to this. I prefer my daydreaming. If I called that meditation my subconciousness would feel urged to succeed in emptying my mind and getting up afterwards with the biggest insight, ready to change the world. Well, just ask me again next year. 

Photo taken by echtandrea

 Weniger ist mehr. Alles, was ihr wahrnehmt, wird von euch verarbeitet und zieht somit an euren Ressourcen. Und es prasselt unheimlich viel auf uns ein. Fragt mal eure Eltern wieviel Input sie in eurem Alter täglich hatten und was auf uns heute einstürzt. An sich ist es ein Wunder, dass wir überhaupt noch geradeaus laufen. Je ruhiger und strukturierter mein Umfeld, desto klarer meine Gedanken. Je weniger, ihr verarbeiten müsst, desto weniger Verarbeitungszeit (also Schlaf, Auszeiten…) braucht ihr. Das ist ein Plädoyer gegen Dauerberieselung, ständiges Handychecken, Mulltitasking, Zu-viel-Tasking, allen gerecht werden wollen, Lärm und Unordnung. Letzterer ist einer meiner Lieblingspunkte, da er still ist und gern übersehen wird, dabei aber enorm viel ausmacht, ist er einmal bereinigt. Siehe diese Artikel zum Thema Entrümpeln. -> 1 / 2 / 3 / 4 / 5

Less is more. Everything you perceive has to be dealt with and therefore needs energy ressources. And there is a LOT to deal with nowadays. Just ask your parents about the input they had our age and what is happening today. The longer I think about it the more magic it seems, that we are still able to walk upright. The more structured my surrounding is, the clearer are my thoughts. The less is generated around you, the less you have to re-generate (sleep, time-outs). This is a plea against information overload, all time smartphone checking, multitasking, too-much-tasking, wanting to please everybody, noise and clutter. The last aspect is definitely one of my personal favourites as it is silent and easily gets overlooked but it changes a lot in your energy level once this point is cleared. Read more in my articles about decluttering. -> 1 / 2 / 3 / 4 / 5

Quality time vs. quantity time. Quality time wurde in den letzten Jahren so hoch gelobt: Zeit für sich und die lieben Menschen, den Moment leben. Aber gut gemeint – und in den allermeisten Fällen schlecht gemacht. Wer sich in der Hektik des Alltags schon Gedanken um Quality time macht, erwartet fast automatisch, dass dieser eine schöne Moment mit unseren Lieben oder unserer Leidenschaft jetzt bitte den Stress der Restzeit drum herum aufwiegen soll. Das führt zu Druck und Freizeitstress bzw. Qualitytime-Stress. Wehe der Moment wird dann nicht so toll wie erwartet! Und dafür habe ich meine kostbare Zeit investiert…? Na. Toll. Verbummelt. Dabei ist es für die Regeneration genau das, was wir brauchen: die Möglichkeit auch mal einfach Zeit sein zu lassen, sie nicht mit etwas zu füllen, das wir labeln. So ein wirklich mal komplett versumpfter Tag oder gar ein ganzes Wochenende. Ich habe oft den Eindruck, dass meine Generation plus minus, das wenn überhaupt nur noch mit Netflix und Bingewatching kann. Für viele bleibt es bei der Vorstellung davon, wie schön es doch mal wäre Pyjamas all day der To-Do-Liste den Mittelfinger zu zeigen. Gerade Familien sprechen viel von Quality time. Und es tut mir ehrlich weh zu sehen, dass es für sie oft die einzige Möglichkeit ist mit der Ressource Zeit noch umzugehen. Die Quantität ist in anderen Hamsterrädern gebunden.
Quality time vs. quantity time. Over the last years quality time has been hyped a bit: time for yourself, for the ones you love – live the moment! The road to hell is paved with good intentions… Who is thinking in his or her hectic everyday life abut qualitiy time is most likely to build new pressure because the expectations about this quality time are high. Quality time is easily supposed to compensate the stress in the remaining time. Dare you, moment, if you don’t become the best relaxing time of the day! If not why should I fiddle away precious time on you? Because it is exactly that what you need for regeneration: the feeling you experience when fiddling away letting time just be time and no schedule. Like a whole lazy day or even weekend. I often get the impression that my generation plus minus is only able to do so by Netflix and binge watching. And for many it even stays pure imagination about pajamas all day showing your to-do-list your middle finger. Especially families talk about quality time. And it really hurts me to see that this seems to be the only way for them to deal with their so limited ressoure of time as the quantity is bound in other rat races.
Auszeitmomente. Durchatmen. An die frische Luft gehen. Neuen Tee kochen gehen. Lange auf dem Klo sitzen. Einfach mal machen. Raucher schaffen soclhe Auszeitmomente mehrmals täglich, wenn auch ziemlich ungesund. Nur so für den Fall, dass ihr sagt, selbst das sei nicht möglich. Doch, ist es. Je unmöglicher ihr es empfindet, desto mehr. Diese Momente hier sind Notnägel. Wenn selbst die ein Kampf sind, läuft etwas sehr falsch.
Timeout moments. Breath. Go outside to catch some fresh air. Make new tea. Sit on the toilet longer than necessary. Just do it. Smoking people manage to fit in those tiny break severeal times daily, but the unhealthy way. So can you with a healthier choice. The more impossible you feel it is, the more you need it. But keep in mind that this is only a band-aid. If it is a fight for you to get just these little breaks, something goes really wrong.
Auszeittage. Siehe Quality and Quantity Time und so. Wochenenden sind nicht nur dafür da, die Einkäufe zu erledigen, zu putzen und die Menschen zu treffen, die ihr sonst nicht seht. Achtet regelmäßig darauf einfach mal nur für euch zu sein. „Für euch sein“ kann auch heißen mit jemandem zusammen zu sein, mit dem man schweigen und nichtstun kann. 😉 Kein Besuch, für den man vorher noch das Bad putzt oder vor dem man sich für den Wäschekorb im Flur entschuldigt. Der Punkt hier wird übrigens bedeutend entspannter, wenn ihr den Weniger-ist-Mehr- Punkt gut für euch gelöst habt. Dann steht da sowieso nicht wirklich was rum, was ihr bei Besuch meint wegräumen zu müssen.
Timeout days. See above, quality and quantity time. Weekends are not only meant for grocery shopping, cleaning your home and meeting the people you otherwise won’t see. Make shure that you have regularly days only for yourself. „Only for yourself“ can mean in company of someone you can stay silent with and for who’s visit you don’t start to hectically clean the bathroom before or appologize for the laundry in your hallway. This point becomes significantly more easy when you fixed the aspect about less is more (read above). Because then there will be just less clutter you feel the need to put away first when someone comes for a visit.
Urlaub. Selbsterklärend, oder? „Erhol dich gut!“ ist nicht nur eine Floskel. Es ist der eigentliche Sinn eines Urlaubs. Je nach Energielevel kann das dann durchaus sehr aktiv sein. Schaut euch mal das englische Wort an: vacations. Vacant ist etwas ohne Inhalt.
Vacation. This stands for itself, doesn’t it? „Come back relaxed!“ is not only an empty phrase, it hits the deeper sense of vacations. Depending on your energy level this can be an active way of relaxing. Look at the word itself: Vacations. Vacant means with nothing in it.
Krankheit. Was? Im Ernst jetzt? Ja. Das wollt ihr natürlich nicht. Aber wer sich dauerhaft die Ruhe versagt, der erfährt über kurz oder lang, dass „mind over body“ Blödsinn ist. Mind with body. Und wenn wir auf den Kopf nicht hören, dann kümmert sich der Körper eben selbst.
Sickness. What? For shure? Indeed. Of course you don’t want that. But when you refuse to give you the rest you need, your self will find ways to force you. If your conciousness won’t listen, your body will become loud. It is not mind over body. It is mind with body.

Danke an Nickike für das Foto. Ich liebe die Unschärfe. Nicht alles, was man als Fail empfindet, ist einer.
Thanks to Nickike for the photo. Not everything you think is a fail at first glace actually is a fail.

Ihr habt es schon gemerkt, Ruhe ist der zeitintensivste Part der magischen Sieben, gleichzeitig aber eigentlich auch der bequemste. Ruhe wird gesellschaftlich derzeit sehr ambivalent betrachtet: Zum Einen hat sie keine gute Lobby, wenn Ruhe und Erholung mit Faulheit und Trägheit verwechselt werden, also dem Zuviel an Ruhe, die wieder nichts mit Regenration, sondern mit Stagnation zu tun hat. Aber ich sage jetzt mal: Ruhe ist Mangelware in „meiner Zielgruppe.“
Leiser Stupser in die Seite: Haare mögen keine Mangelzustände. Das gilt nicht nur für Eisen, Zink und Co.
You already see it: rest is the most timeconsuming aspect of the magic seven, but funnyly also the most comfortable one. Rest is looked upon very ambivalently in these times and society. On the one hand side rest has no good lobby as it is easily mistaken for lazyness and sloth, the too much of rest, which has nothing to do with regeneration but with stagnation. But let’s face it: in „my target group“ and also my peer group, rest is a scarce good. Little poke in the side: Hair does not like deficiancies. That does not only count for iron, zinc and other nutrients. It counts for the magic seven also.
Zum anderen bewundern wir diese entspannten Menschen, die sich einfach (haha) nicht  stressen lassen. Das wird schön wiedergespiegelt durch den „Schnappschusstrend“ in der aktuellen Lifestylefotografie. Ein bisschen nebenbei, ganz ungezwungen, ganz natürlich. Entspanntheit ist geradezu ein Statussymbol in der Welt der gestressten Hamsterradler. Aber bitte da auch wieder nur, wenn derjenige vorher was geleistet hat, sonst ist er ja doch faul, oder? Das lasse ich jetzt mal so stehen.

Und wo steht ihr?

On the other hand side there are these relaxed people which simply (haha) don’t stress themselves and which we admire like iconic figures. This is ironically reflected by the common trend in temporary lifestyle photography: everything is just a snapshot, undone, so easy and natural. Being relaxed is a status symbol in a world of running rat races. But, please, only if the relaxed persons are productive! Because otherwise they are lazy, aren’t they? I will leave the point like this.

And what is your point?

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The illusion of everything is possible

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14 Kommentare

  1. uff.. harte Kost.. ich hab mich sehr auf diesen Beitrag von Dir gefreut und finde ihn sehr.. na, sagen wir beruhigend 😉
    seid ich meinen neuen Arbeitsplatz hab, ist bei mir im Kopf nur noch Hektik.. hinzu kommt, dass ich die Wochenenden lieber in Slow-Motion und alleine verbringen will, was dazu führt, dass sämtliche Verwandtschaft sich beschwert, "weil man sich ja niiiiie sieht".. die Ansage, dass man einfach mal ein bisschen Zeit für sich braucht, zählt bei vielen nicht, weil es bei ihnen ja genauso streßig ist..
    ich empfinde es derzeit eher als anstengend, Ruhe zu machen.. weil ich mich selbst dafür ständig rechtfertigen muss.. aber Dein Beitrag zeigt mir wieder: es ist richtig so..
    für mich werde ich vor allem das "Abschalten" auch als solches versuchen.. Handy und Rechner inklusive.. 🙂

    ich danke Dir auf jeden Fall schon mal für diese Serie an Beiträgen und bin gespannt auf die restlichen 🙂

    einen ruhigen Sonntag wünsche ich noch
    shira

  2. Hallo Shira-Hime,
    ja, es ist nicht ganz so kuschlig, wenn man sich mal ernsthafter und jenseits von leeren Floskeln à lá "Lass dich einfach nicht stressen!" mit dem Thema beschäftigt. Man kommt wieder sehr schnell an den Punkt, an dem man sich fragen muss, wofür man seine Zeit aufwendet. Und wenn es um Gesundheit geht, muss man eben recht klar sagen: Die allermeisten Menschen verwenden zu wenig Zeit für sich selbst (was Egoismus trotzdem nicht ausschließt 😉 ).
    Gerade das mit den Freunden und Verwandten, die noch alle an einem zerren ist ein typisches Mittzwanzigerproblem. Passt das? Ist das dein Alter? 🙂
    Ende Zwanzig, Anfang Dreißig sind dann alle eigentlich soweit, dass sie gelernt haben, wie kostbar Zeit ist. Was dazu führt, dass sich der Freundeskries verkleinert und man sich wirklich seltener sieht. Ich empfinde das nur manchmal als Verlust. Ttrotzdem in Kontakt zu bleiben ist über soziale Netzwerke und WhatsApp und Co so einfach geworden.
    Sich abzugrenzen ist eine Fähigkeit, die man auch erst trainieren muss. Es übt sich. Und alle Menschen, mit denen ich Zeit verbringe, wissen dann auch genau, dass ich das gern tue, denn ich bin mittlerweile recht deutlich, wenn es darum geht, dass andere mich für etwas einspannen, was ich nicht will. Wenn ich also da bin, dann bin ich es ganz. 🙂

    Hab einen schönen Sonntag und genieß die Sonne! der Artikel zum Thema Licht kommt bald. 🙂

    Liebe Grüße, Heike

  3. Toller Beitrag und interessant zu lesen wie du es umsetzt und was du brauchst oder tust, um genug Ruhe zu bekommen.
    Genug Nachtschlaf ist wirklich wichtig und zwickt mir enorm viel Zeit ab, leider. Aber da ich um 5:45 Uhr aufstehe und vorm eigentlichen Schlafen mind. 1 Std. lesen will (um runter zu kommen und meinen Geist auf Reisen schicken zu können, meine persönliche Variante von Meditieren), muss ich zwischen 20-21 Uhr schon ins Bett wandern. 🙁
    Nickerchen oder tagsüber schlafen konnte ich noch nie, aber scheine ich auch nicht zu benötigen, also stress ich mich nicht weil ich es nicht "kann".
    Zeit für sich einfordern und nicht dauernd Verwandte besuchen zu wollen, stößt oft auf Unverständnis und Beschwerden, wieso man sich so selten blicken lässt. Dieses Bedürfnis nach trauter Ein- oder Zweisamkeit und den Genuss mal am WE nur daheim rumzuhängen und niemanden treffen zu wollen, teilt leider nicht jeder. Dabei kann ich mir nichts anstrengenderes vorstellen, als jede Woche Sa und So total verplant zu sein. Wann kann ich da Luft holen? Wann Energie tanken? Da wäre ich am Mo noch kaputter als am Fr.
    Bin schon auf das Thema Licht gespannt!
    Liebe Grüße und einen wunderschön entspannten Sonntag 🙂

  4. Das Ruhe wichtig ist habe ich leider viel zu spät gelernt. Ich habe dieses Semester nur sehr wenig Fächer belegt und es geht mir sehr viel besser… Ich mache am Wochenende auch grundsätzlich nichts mehr für die Uni. Dafür ist der Montag da -.-
    Früher ins Bett gehen? Ohne mich, ich bin ne Nachteule 😛 Ich weiß nicht, wie ich das im Berufsleben hinkriegen soll, weil ich es hasse (!!!) früh aufzustehen und vor Mitternacht sowieso nicht die Ruhe finde um ins Bett zu gehen. Dagegen hilft auch nicht lesen, fernsehen uswusf.
    Mittagsschlaf würd ich auch gerne (wieder) machen aber das ist etwas schwierig, wenn man um 17h nach Hause kommt… Ich wüsste nicht wie ich den Wecker stellen soll, wenn ich nur ein Nickerchen machen möchte. Leider brauch ich ziemlich lange zum einschlafen.

  5. Danke schön. 🙂 Vielleicht habe ich mit den Absagen bei Freunden und verwandten einfach mehr Übung bzw. eine gute Ausgangslage. Obwohl… ob die so gut ist? ich war vor nicht ganz 10 Jahren ja lange sehr krank und habe da ständig absagen müssen, weil ich Schmerzen hatte oder einfach todeserschöpft war. Das hat irgendwann niemand mehr in Frage gestellt. Umgekehrt wussten aber alle, dass wenn ich komme, ich auch richtig Bock drauf habe. Benedict ist sowieso ein Mensch, der viel Ich-Zeit braucht. Auch in seienr Jugend schon (vor mir), da haben ihn seine Freunde immer etwas geneckt "Na, Benny, machste dir nen Ruhigen?" War schon fast ein geflügeltes Wort. 😀 Auf jeden Fall wissen alle, dass wir so sind, dass aber nichts mit Desinteresse oder nicht vorhandener gastfreundschaftlichkeit zu tun hat. Aber wie gesagt, wir "praktizieren" (wie das klingt!) das schon seit über einem Jahrzehnt so. Benny schon länger und ich habe da viel von ihm gelernt.
    das hat auch was mit Introvertiertheit und Extrovertiertheit zu tun. Hätte ich vielleicht noch in den Artikel aufnehmen können, fällt mir grad ein. Gaaanz grob runtergebrochen: Extrovertierte ziehen Energie aus Aktivitäten mit anderen. Sie verkümmern allein. Introvertierte sind sich oft selbst genug. Benny und ich sind beide introvertiert. Er ganz klassisch: nach außen auch sehr ruhig und niemand, der im Mittelpunkt stehen muss. Ich bin eher ein verstecketer Intro da ich psychologisch einen starken Narzissmus aufweise plus ein ausgeprägtes Machtmotiv habe (das ist wertungfrei, hat nur was mit den Antrieben zu tun). Ich liebe solche Themen. Total spannend. Persönlichkeitsstile und so. Blabla. Auf jeden Fall brauche ich auch deshalb mehr Ruhe, als die meisten um mich rum denken, dass ich brauche. Ich bin ja nicht grad zurückhaltend. 🙂
    Liebe Grüße, Heike

  6. Manche Jobs sind besser geeigent als andere für Nachteulen. Redakteure z.B. fangen klassischerweise erst recht spät am Vormittag mit der Arbeit an, so gegen 9-10 Uhr meist. Wohingegen Arbeiten auf Behörden, die um 7:00 schon öffnen natürlich bitter sind. Du musst ja keinen "Mittags"Schlf machen. 17.00 hinlegen ist doch auch okay. Und wenn du eben nicht schläfst, dasnn eben nicht. Nickerchen machen übt sich auch. Man muss ein bisschen hinhören, aber an sich merkt man diese Zeitfenster ganz gut, in denen der Körper gut in den Schlaf gleiten kann. Ich glaube alle 45min oder alle 1,5 Stunden öffnet sich so ein Fenster, müsste ich nachrecherchieren. Ist mit dem Aufwachen ähnlich: wenn ich verfrüht wach werde und noch 15 schlafen könnte, besser aufstehen. Sonst schließt sich das "leichtes Aufstehen fenster" wieder und man ist 15min später schlimmer müde als vorher, trotz an sich mehr Schlaf.
    VG, Heike

  7. Interessanter Artikel 🙂 Habe ihn heute früh gelesen und öfter über Tag darüber nach gedacht. Jeder Mensch ist ja auch anders, der eine braucht mehr Zeit für sich, der andere weniger. Ein Pauschalrezept gibt es da glaube ich nicht. Jeder sollte auf seine innere Stimme hören, was er gerade braucht. Ich nehme mir auch die Zeit, die ich brauche, merke aber, dass ich da fast schon zu egoistisch bin. Mir fällt es mittlerweile schwer Verabredungen weit im Voraus zu planen, da ich nicht weiss, ob ich in dem Moment dann auch Lust dazu habe oder lieber meine Ruhe will. Und ich benutze gerne die Ausrede stressige Woche, muss entspannen. Man darf sich da nicht einen Freifahrtsschein mit geben. Familie und Freundschaften müssen gepflegt werden und das läuft nicht nur über Telefon, sondern über Treffen. Und diese Zeit muss man sich nehmen, auch wenn es nur für eine Stunde ist, weil man noch Zeit für sich haben will 😉 Das gesunde Mittelmass halt. Lg Isa

  8. Zu dem Punkt komme ich beim Aspekt "Liebe" noch mal. Denn klar hast du Recht: immer vertrösten geht nicht. Um niemanden kurzfristig vor den Kopf zu stoßen plane ich grundsätzlich keine zwei Aktivitäten an einem Wochenende, nur eine. Wenn ich dann doch noch Bock auf eine zweite habe, ist das Kür und eben spontan. Aber mir ist Verbindlichkeit sehr wichtig, deswegen natürlich auch in meinem Verhalten. Vielleicht ist das ja auch für dich etwas? Also nur einen Termin machen bzw. nur Termine, von denen du weißt, dass du sie 90%iger Wahrscheinlichkeit halten kannst. 🙂
    Liebe Grüße, Heike

  9. Da sind wir auf einer Wellenlänge 😀 Wir sind beide auch introvertiert (durch Materialfehler bin ich voll im Bilde!), mein Mann benötigt durch seine Hochsensibilität sogar mehr Pausen oder ist schneller gestresst von Dauer-Input. Lustigerweise steht er aber "gerne" im Mittelpunkt, mischt voll bei Diskussionen mit, wogegen ich beides hasse 😀
    Meine Eltern, einige engere Verwandte und auch unsere Nachbarn sind leider sehr extrovertiert und lieben Gesellschaft, haben gerne dauernd Leute bei sich und können eben so entspannen. Wogegen ich froh bin, wenn meine beste, liebste Freundin, nach einem tollen quasselreichen Nachmittag, wieder heim fährt 😀
    Und ich liebe solche Themen auch total! 🙂

  10. Ich kann keinen Mittagsschlaf um 17h machen, wenn ich um 6h morgens aufstehen muss :/ Ich bin zwischen 9 und 11 halbwegs wach, krieg dann ganz hefigen Heißhunger. Mein absolutes Tief ist so gegen 15-16 Uhr. Danach mache ich meistens all daen Kram, der absolut keinen Spaß macht (lernen!!), damit ich den Abend für mich habe. Ich drehe gegen Mitternacht wieder voll ab…. und das kann dann bis 4h morgens gehen.
    Wenns nach mir ginge, sollte die Arbeit erst nach 10 beginnen, meine Mittagspause gegen 14h sein, Kaffeepause gegen 17h und dann kann ich auch problemlos bis 20h produktiv und glücklich sein. Ich merke echt, dass es einen riesigen Unterschied macht ob ich um 6 oder 10 aufstehe, ganz unabhängig davon wann ich ins Bett gehe.
    Das was du über den Schlafrythmus schreibst ist ganz interessant. Kann man das irgendwie messen oder herausfinden?

  11. na, so Ende Zwanzig trifft's ;o)
    bei uns sind die Freunde weniger das Problem, eher die richtige Familie ist in den letzten Jahren regelrecht nervig geworden.. ^^''
    wahrscheinlich geben sie erst Ruhe, wenn man eine Ausrede in Richtung Kleinkind hat.. wobei, dann wollen sie ja evtl. ständig das Enkelchen sehen.. oh weh ^^

    der Licht-Post ist auch sehr interessant – gerade für mich hellhäutiges Wesen (mit derzeit mächtig Sonnenbrand).. ich drück mich liebend gerne vor der Sonne und ähnlichem, aber so ein bisschen Schatten ist vielleicht doch besser, als sich nur in der Wohnung zu verstecken.. ;o)

    ich danke Dir auf jeden Fall (wieder und immer wieder) für Deine Serie! 🙂

    liebe Grüße
    shira

  12. Super toller Artikel! Da freue ich mich drauf, direkt die anderen Artikel zu verschlingen!

    Erstaunlicherweiße bin ich mit meinen 22 Jahren und berufstätig recht entspannt und gönne mir genau das! Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich das Thema „Arbeit“ nicht als lebenserfüllend ansehe und es nur tu, um eben Leben zu können. 😉

    Triffst es aber so ziemlich genau auf den Punkt, mit allem was du da schreibst. Das sollten viele Menschen lesen und sich das zu Herzen nehmen.

    1. Liebe Shanita,
      du hast recht sicherlich laufen vor allem die Gefahr sich keine Ruhe zu gönnen, die sehr ehrgeizig sind – auch oder besonders im Beruf. Allerdings habe ich den EIndruck dass für die meisten Menshen das Zuviel an sich ein Problem ist. Da istd er Job nur ein Aspekt, wenn auch ein sehr großer. dass du noch sehr jung bist, spielt da zu deinem Vorteil. Es ist genau so, wie alle immer sagen: je älter du wirst, desto mehr drängt in dein Leben. Erst die Selbstorganisation nach Ende der Schule, eine eeigne Wohnung, plötzlich sowas wie versicherungen und Stererklärung, ein Auto, um das man sich selbst kümmern muss, Technik, die man selbst am Laufen halten muss, ein Partner, zu Freunden kommen noch Kollegen, vielleicht ein Haustier, ein Kind und man probiert neue Hobbies ohne alte ganz abzulegen. Und allein das mehr an Objekten, das man über die Jahre ansammelt.
      Mitte Zwanzig war für mich entscheidend, da war für mich eine große Schwelle des Zuviels erreicht und an Ruhe wirklich kaum noch zu denken. Das hat mich sehr geprägt. Es war kein Schicksalsschlag oder ähnliches. Es war einfach, dass die Gesellschaft, die Lebensphase mit all ihren Verpflichtungen zu der Zeit zu viel war. Termine, Formulare, Aufgaben, Menschen, Dinge… Wenn ich zurück blicke, ist es erstaunlich, dass ich das überhaupt eine Weile habe halten können.

      Viele Grüße, Heike

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