9. November 2015

Less is more! – 6 more tipps for decluttering

Die neue weiße Couch. Ich liebe sie. Und mein gutes altes, unvollständiges Canon-Logo ist auch immer noch da. Yes we can!
The new white sofa. I love it. And my good old incomplete Canon-logo is still there. Yes we can!

Und wie versprochen folgt heute der zweite Teil meiner Ausmiste-Tipps. Den ersten Teil findet ihr hier. Also, Ärmel hoch und ab dafür!
And as promised here comes the second part of my decluttering tipps. The first part can be found here. So roll up you sleeves and let’s do it!

6. Das kann man noch verkaufen! – Kann schon, aber bringt es das?
Die meisten Ratgeber empfehlen verschiedene Kategorien fürs Ausmisten: behalten, spenden, wegwerfen und je nach Quelle gibt es noch eine Vielleicht-Kiste (also meine Kellerkisten hier). Ich habe mich immer gewundert, weshalb keine Verkaufen-Kiste dabei war! Ich sage euch weshalb.
Ich bin echt gut unterwegs bei ebay. Aber. Bei solchen Ausmistaktionen behaltet im Kopf, was ihr damit bezwecken wollt: primär jeden Euro rauszuschinden oder euch von Rumpel zu befreien, um mehr Zeit und Freiraum zu gewinnen? Ich wollte letzteres. Und damit war alles raus, was bei ebay oder auf dem Flohmarkt unter 10 Euro Gewinn (kommt ja noch Versand und Provison in die Rechnung) gemacht hätte. Dafür setze ich mich nicht hin, fotografiere, vermesse, bearbeite, betexte, behalte die Auktionen im Auge und verschicke. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Ein Flohmarkttag wäre eine Möglichkeit gewesen, wenn genug Dinge dafür zusammengekommen wären. War aber nicht so.
Also: Verkaufen-Kiste ist nur sehr eingeschränkt zu empfehlen. Sie bringt das Entrümpeln massiv ins Stocken und kann den Prozess sogar zum Abbruch bringen.
6. But you can sell this! – Yes you can, but is it worth it? Most coaches and guidebooks advice three boxes for decluttering: keep, donate and throw away and depending on the coach there might be a maybe-box too (which is my cellar box). I have always been wondering why there was no sell-box! Now I tell you why.
I am really active on ebay. But. Keep in mind why you are decluttering, what you are aiming at: hunting every Euro or freeing yourself of clutter to get more time and space? I wanted the last mentioned. And therefore I won’t sell things which promise under 10 Euro profit (costs for shipping, provision and packaging comes on top). Because for this tiny amount of money I don’t sit down, take photos, edit them, measure the objects, write a description, watch the auction, answer questions and prepare for shipping. My time is worth more than that. A day on the fleamarket might have been an option if there were enough objects, but this was not the case. So in the end: use the sell-box rarely if at all. It will slow down the decluttering process terribly and you might stop because of this filling box.

7. Emotionaler Wert
Erinnerungsstücke sind so eine Sache. Emotionaler Wert wird gern vorgeschoben, wenn man sich doch nicht recht von Zeugs trennen mag. Obwohl man nichts damit macht, es in Kisten verrottet oder man es sogar eigentlich hässlich findet. Dieser Punkt ist für mich relativ einfach, ich weiß aber aus dem nächsten Bekanntenkreis, dass er der ist, der die meisten Diskussionen übers Ausmisten erzeugt.
„Das kannst du doch nicht wegschmeißen! Das ist doch von Person XY!“
Doch, ich kann. Ich will nämlich Person XY nicht mit Plunder in Verbindung bringen, sondernm ich möchte etwas von ihr haben, was mich positiv stimmt. Selbes gilt für Urlaubsmitbringsel. Eins reicht (okay, sind wir mal großzügig und sprechen von einer Handvoll). Und oft tun es auch einfach Fotos. Und auch von denen braucht ihr keine ganze Festplatte voll mit immer wieder demselben Sonnenuntergang.
7. Emotional value. Mementos and souvenirs are tricky. Emotional value is often an excuse when you don’t want to part with something. Even though the thing is useless, it rots in boxes or you even think it is ugly. This point is relatively easy for me, but I know from friends and relatives that this can cause the biggest discussions about letting go of things. „You just can’t throw this away! It is from person XY!“ Oh yes, I can. Because I want to keep person XY in mind positively and not connected with clutter. Same goes for holiday souvenirs. You don’t need that many. And often photos are sufficiant. As we are talking about photos: keep the best and toss the rest. You don’t need to clog your harddrive with series of always the same sunset.

Platz! Man sieht endlich auch wirklich was von der goldenen Wand. Sie ist nicht mehr so zugestellt (niedrigeres Sidebaord, IKEA Besta, wen es interessiert, ein Reagl weniger).
Space! Finally the golden wall can really shine because there are less and smaller furnitures blocking it (lower lowbaord, haha, which is IKEA Besta if you are interested, one shelf is gone)

8. Horten für Dritte – oder gar die Nachkommen
„Das könnte man noch mal gebrauchen!“ Konjunktive sind ziemlich eindeutig. Sie sagen klar: Eventuell, vielleicht, vielleicht auch nicht, könnte „MAN“ dieses und jenes noch brauchen. Aha. Und wer ist „man“? Wirklich ich? Oder jemand anderes? Horte ich gar für eine dritte Person? Aufheben bis zum Beinahezerfall für noch nicht mal existente eventuell zukünftige Kinder ist unter Leuten meines Alters sehr verbreitet… wir sind doch alle so hippe Nostalgiker. Nun, ich verkünde keine rasende Neuigkeite wenn ich sage: Wenn Kinder dann mal da sind, dann vermehrt sich Gerümpel exponentiell. Also sicher, dass ihr all die Boxen mit alten Büchern und retro 80er-90er-Jahre Spielzeug noch braucht, nur damit das Kind sicher etwas analoges zu Gesicht bekommt? Das kriegt ihr auch ohne die Mottenkisten hin, die ihre jahrzehntelang durch diverse Umzüge mitschleift, da glaube ich ganz fest an euch!
8. Hoarding for third persons. „Maybe eventually you could use this here one day.“ Sure? And who is „you“? Reall you? Or another person? Am I even hoarding for another person already? Hoarding for not yet existing future children is something I found very often among people my age… you know, we are all those crazy nostalgic hipsters, aren’t we? But maybe I am not the first person to tell you this: if you have children, the amount of clutter will rise exponentially. So are you really shure that you want this boxes full of retro 80s-90s stuff just to offer your offspring some analogous toys? I guess you can manage that also without tons of boxes you keep over decades and moving from home to home (cellar to cellar). I firmly believe in you!

9. Kompletter Neustart – zumindest gedanklich
Was jetzt? Echt, alles weg und ganz von vorn? Nein. Das kann man machen, ist aber wirklich… Ausmistprofiliga, denke ich. Uns hat es aber enorm geholfen uns vorzustellen, wir hätten eine leere Wohnung zu bestücken. Welche Dinge dürften wieder mit einziehen? Wie würden wir einrichten, was würden wir anschaffen wollen, wenn wir ganz von vorn anfangen würden? Es ist nämlich echt schwer sich gedanklich von all dem Krempel zu lösen, der da ist, weil man ja weiß: Hölle, ich muss in das Zimmer aber irgendwie noch  zwei Schränke reinkriegen, denn wo kommen denn sonst all die Sachen rein?
Stellt euch vor, die Sachen wären nicht da. Richtet euch ein. Und füllt gedanklich die Schränke. Die, die ihr überhaupt noch aufstellen wollen würdet. Was bleibt liegen? Das sind gute Kandidaten für die Abschussliste. So war uns schnell klar, dass wir drei Regale zu viel hatten, die wir eigentlich gar nicht mehr wollten. Vom unsäglichen Inhalt gar nicht zu sprechen. Wer käme denn auf die Idee bei einem Neustart erst mal 15 Verlängerungskabel in die Kommode zu stopfen? Kabel, die älter sind als ihre Besitzer noch dazu…
9. Complete new start – at least imagine it. Really a full new start right from nothing is… possible but something for the minimalist professionals in my eyes. Nevertheless it was a helpfull mind game to imagine a completely empty flat which we could fill again. Which things will move inside (again)? How did we want to arrange, to style, to store – to live? It is really hard to let go even only mentally of all your possesions because you know: hell, I need to fit in this other wardrobe too into this room because where would I store all my belongings if not there? Imagine there were no belongings. And then first furtinute your home. Then fill the drawers. What is left? These are the candidates which most likely end on the discarding pile. Like this we quickly realised that there were three shelves which were simply to much for our flat. Not to mention the horrible clutter in the shelves… Who would try to store 15 cables in an open shelf first after a newstart?! Cables which were older than their owners, by the way…

Wie war das mit Dinge kommen zu einemn, wenn man sie braucht? Der aktuelle SPIEGEL-Wissen hat meinen Nerv natürlich voll getroffen. Meinen Kuscheldecken-Nerv ganz offensichtlich übrigens auch (Decke wurde von Mama selbstgestrickt).
What did I say about thing finding their ways to you when you need them? The SPIEGEL-Wissen is titles „Less is more“ and really hit a nerve. Obviously also the nerve for cozy knittd blankets (made by my mom, by the way).

10. Full House – Das Brabbeln der Dinge
Wenn ich mir diese Kisten so angeschaut habe, wie sie sich auf dem Sofa getürmt haben, wie sie an den Wänden gestapelt waren oder wie da auch diese Regale rumstanden und einfach Platz verdrängten, habe ich mir vorgestellt, wieviele Menschen stattdessen diesen Raum einnehmen könnten. Hui, da kam eine kleine Party zusammen! Und wir alle wissen, wie gedrängt sich Räume anfühlen können, wenn sie voller Personen sind. Zeug ist da nicht viel anders. Zwar in der Regel statisch (aber dafür weichen sie einem auch nicht aus, wenn man durch will), aber bloß weil sie die Klappe halten, heißt das nicht, dass sie nicht permanent mit uns kommunizieren würden. Die Botschaften sind: Räum mich auf! Nimm mich in die Hand. Magst du mich? Du magst mich nicht, oder doch? Nein? Ich bin schmutzig! Wo gehöre ich eigentlich hin? und ganz trivial: Beachte mich!
Also. Weg damit. Ich mag Dinge haben, die sagen: ich bin da und das ist gut so. Ich bin nützlich. Ich bin schön. Komm und erschaffe etwas mit mir. Erfreue dich an mir. Ich bin für dich da.
Ich will Dinge, die anbieten, nicht Dinge, die fordern. Okay, das Putz-mich bleibt nicht ganz aus… Aber man kann es kleinhalten.
10. Full House – the noise of things. When I looked at my boxes how they were piled on the floor, how they occupied the couch or even how the shelves just stood there, consuming space, I imagined how many people could take their place instead. Gosh, I got a little clutter party in my house! And we all know how crammed rooms full of people can feel. Stuff is not that different. Okay, objects are static (but this also means, that they don’t step aside, when you want to pass) but only because they are not talking this does not mean, that they are not communicating with you all the time. Their messages are: Tidy me up! Pick me up! Do you like me? You don’t like me, don’t you? No? I am dirty! Where do I belong? and almost trivial: Look at me! 
See? Better make your party smaller, more private. I like to have things around me which tell me: I am here and this is fine. I am useful. I am beautiful. Come on, create! Enjoy! I am there for you. I want things which serve, not things which demand. Okay, the „clean-me“ won’t go a way completely… but you can minimize it.

11. Was ist euch der Krempel wert?
Und da waren sie dann: 17 Kisten, die ja auch wieder irgendwo hin mussten. In den Keller, war der Plan. Und da dann einfach wieder stapeln und man kommt nirgends dran? Also brauchen wir ein Regal.
Jetzt ernsthaft? Will ich ein Extramöbelstück anschaffen, um meinen Plunder zu verstauen? Schlimm genug, dass ich schon einen ganzen Raum mitmiete für das Zeug!
Und noch mal in die Kisten geschaut, reduziert, weggeworfen. Das war wirklich der übelste Teil. Diese Kisten, die man ja sowieso schon für so minderwertig deklariert hat, dass sie in den Keller gewandert waren (aus den Augen aus dem Sinn…), die dann noch mal durchzugehen. Deswegen beachtet auf jeden Fall den Rat Nummer 4 und behaltet eure Vielleicht Kisten im Auge. Sonst habt ihr schnell einen Vielleicht-Schrank oder gar einen ganzen Vielleicht-Keller.
Kann eventuell ganz heilsam sein, das dann so geballt zu sehen. Aber ich behaupte, die meisten erschrecken sich dann einmal und gehen schnell raus aus dem Keller, um nicht zur glotzenden Salzsäule zur erstarren.
Unser Keller ist immer noch Herberge für Kram. Aber zumindest mussten wir kein Regal kaufen. Und das Regal, das wir haben, hat sogar nun Platz für etwas, was ich wirklich gern im Keller habe: Vorratsgläser mit Muttis Marmeladen und Chutneys, Kürbisse und Kartoffeln. Die esse ich nämlich wirklich und horte sie nicht nur bis sie schlecht werden.
11. How much are you willing to pay for your clutter? And here they were: 17 boxes with stuff which had to be stored elsewhere. In the cellar, that was the plan. But but what to do there? Stockpiling and again no way of getting hold of something from a lower box? So we needed a shelf. Ehm, really? Buying extra furniture to store my clutter? Bad enough that I pay the rent for a whole room dedicated to this stuff. So we sorted the boxes again, reduced, tossed. This really was the most annoying part. To sort through those boxes again which were already declared to be filled with stuff I did no longer want to have up in the flat. Therefore definitely keep in mind tipp number 4 to use the maybe-boxes sparingly. Otherwise you end up with a maybe-shelf or even a whole maybe-cellar. Eventually it can be curing to see all this clutter in one place. But I guess most people are shocked for a moment by the sheer amount and than quickly close the door of the cellar and that’s it. Our cellar still is home for clutter. But we did not need to buy new shelves, we just moved some of the no logner neede shelves downstairs. And I now have space for things I really want to store in my cellar: shelves for apples, marmelade, chutney, pumpkins and potatoes.

Und wie geht es weiter?
Fast sieben Wochen haben wir gewütet. Wirklich. Mit teils schon erschreckender Energie. Wo kam die her? Alle schreiben immer, die wäre vorher in dem Gelörre gebunden gewesen und dann frei geworden… Trotz diverser Ausmistaktionen vorher schon (und die waren auch schon immer recht enthusiastisch), sind BERGE an Kram abgetragen worden.
Die ersten drei Wochen haben den größten Ruck gegeben. Dann sind wir bereits übergeangen in die zweite Phase: Neustrukturierung. Denn unser erklärtes Ziel war ja ein ansprechendes Arbeitszimmer.
Sieben Wochen sind ein sehr kurzer Zeitraum. Selbst wer in einem halben Jahr ganz mit dem Entrümpeln durchkommt (also wirklich vollständig!), der ist immer noch schnell.
Somit sind wir auch noch nicht perfekt fertig, aber fertig genug nun, um erst mal die neu geschaffene Ruhe zu genießen. Diese stellte sich tatsächlich bereits nach den ersten drei Wochen allmählich ein. Und das, obwohl vor allem das Arbeitszimmer wirklich ausgewaidet aussah. Nicht harmonisch. Aber offener. Leerer. Heller. Bereits nach drei Wochen kam die Ahnung von dem auf, von dem ich so geträumt hatte. Von Harmonie in den Räumen. Von einem Ruhepol. Von einem Ort, der mich nicht mit endloser Hausarbeit erwartet, sondern der mich aufnimmt. Meine Ladestation.
Es war genial. Und ist es noch.
Review and preview – How will we proceed? There were almost seven weeks in which we rocked this decluttering topic. Really. It was almost frightening sometimes with how much energy we worked. Where did it come from? Everybody writes about energy freed from the clutter which is discarded. Even though we did some decluttering rounds before over the last years (and these also were pretty enthusiastic) this time we really moved mountains. The first three weeks made the biggest change. After that we already transitioned to the second phase: rearranging. Because this was the declared goal: to create an inspiring, motivating workspace. Seven weeks is a very, very short time for a complete decluttering. If you need around half a year (to really come to the ground!) you are still pretty quick. So we are not yet perfectly done, but we are done so that we can now really enjoy the peace and the new space we created in our home. In fact this peaceful silence became“visible“ already after three weeks of tidying. Even though the office still looked slaughtered and terribly untidy. But there was space, light and air. Such a difference! So already after three weeks I got an impression of what was comeing: a home which embraces me calm and friendly. A place which does not wait for me with housework but with that warm feeling of home. My homebase really. It was such a pleasant experiemnce. And still is.

Und noch so ein Ding. Ein kleines Heftchen, das einer alten Ausgabe eienr Flow beigelegen hatte. Habe ich auch beim Ausmisten gefunden und tatsächlich über die Wochen dann gefüllt. Jeden Tag stehen Fragen darin, um für sich selbst herauszufinden, was man wirklich will und wie man dahin kommt. Nettes kleines Selbstanalysespielchen. Und hat mich sehr in all meinen Vorhaben bestätigt.  Aufräumen im Kopf sozusagen.
Another object which found me. A littel leaflet which was part of an older issue of Flow magazine. I found it while I was tidying and in fact I filled it over the weeks. Every day you get a question, to find out for yourself, what you really want and how to get there. It confirmed me with everything I was and am up to. Nice littel self analysation game. Tidying up in your head, if you like.

Also ja und nein, es geht weiter.
Ja, aber nicht jetzt. Denn Nein, ich möchte mich jetzt erst mal um ein paar ander Dinge wieder kümmern. Die für die ich die Aktion nämlich angefangen habe. Meine anderen Projekte. Tätsächlich habe ich aber nicht vor den finalen Schlag, das wirklich auf Null fahren, das 100%ige was das Ausmisten angeht auf eine zu lange Bank zu schieben. In grob zwei Monaten habe ich noch mal ein Zeitfenster dafür reserviert (Termine mit sich selbst zu mahchen ist gut für  alle möglichen Projekte, egal ob Ausmisten oder etwas anderes). Denn ich habe auch hier noch einen weitern Post für euch, mal wieder eine Buchvorstellung.
Marie Kondo: The life changing magic of tidying.
Und ich nehme nicht zu viel vorweg, wenn ich sage, dass sie zwar mein Lieblings-Feng-Shui-Buch nicht vom Thron gestoßen hat, sie mich aber auf jeden Fall mit einem Grundpfeiler ihrer Herangehensweise komplett überzeugt hat. Und der besagt eben: Mach es einmal richtig. Richtig richtig. Fertig fertig. Miste einmal wirklich perfekt aus. Denn dann wirst du nie wieder ausmisten müssen, es wird von selbst so bleiben.
Ich bin jetzt schon nah genug dran, um zu wissen, dass sie Recht hat.
Also dann
Wir lesen uns bei Marie Kondo.
Oder natürlich auch einfach die Tage wieder mit Haarcontent und was leckerem zu Essen.
So yes and no, we continue. Yes, but not now. Because no, I want to tackle other projects now. Projects which I had in mind, when I started this great decluttering, projects which I wanted to do but felt unable to fit in all my time- and spaceclutter. But actually I don’t want to postpone the final strike to really come down to the perfect base, to my 100% of clutterfree, I don’t want to postpone that too far. In around two month I schedule a time for this (making assignments with yourself is very helpful to tackle any projects not only those concerning decluttering). Because I have another article planned for you, a book review again! Marie Kondo: The life changing magic of tidying. And I don’t spoil to much when I say, that maybe this book did not push my alltime favourite Feng-Shui book from its poleposition but that it convinced me with its main priciple: Do it once and do it perfect. Clear your home of clutter once and for all. Perfectly. 100%. Done. Done done. Because like this you will never ever have to tidy on a larger scale again. It will stay clear almost on its own. 
And I am close enough already to know, that she is right. 
So well, we will read us at Marie Kondo’s!
Or of course pretty soon with hair- and food-content.  

Die Couch ist IKEA Kivik. Bezüge sind abnehm- und somit waschbar. Wir hatten ja vorher auch eine kleine weiße Couch und haben die trotz Hund nicht eingesaut, somit haben wir uns das jetzt einfach getraut.
The sofa is IKEA Kivik. You can wash the pillowcases. We had a small white Couch the year before and did not mess it so we just we brave and bought what we thought was most beautiful: white.

Vorher-Bilder könnt ihr hier finden: Zeig doch mal dein Wohnzimmer!
Before-pictures can be found here: Just show us your livingroom!

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14 Kommentare

  1. Mit inzwischen über 20 Umzügen (7 davon alleine) in meinem Leben kenne ich mich mit Gerümpel ziemlich gut aus. Mit meinem letzten Umzug (in eine gemeinsame Wohnung) habe ich dann auch von vornherein ein Farbschema, sowie ein Einrichtungsschema festgelegt- das Gefühl, das man in unserer Wohnung haben soll. Und es hilft! (Leider sind die Provisorien sehr langlebig, aber es wird. ^^) Freien Raum finde ich dabei extrem wichtig.
    Eure goldene Wand finde ich sehr schön gemacht! Auf den Bildern strahlt der ganze Raum.
    LG Nieve

  2. Hallo Nieve,

    wow 20 Umzüge. Uff. Das glaube ich gern, dass du da schon Profi bist. 🙂 Das mit dem Farb- und Stilkonzept kann ich nur so unterschreiben. Haben und hatten wir auch immer, einzig erst jetzt als Doppelverdiener ist es uns möglich das wirklich zielstrebiger auch durchzuziehen. Ist sonst einfach zu teuer. Meine Farbkonzepte früher waren deshalb auch immer darauf ausgelegt so viel wie möglich schon vom Vorhandenen so zu integrieren, dass es gewollt aussieht – auch wenn es das nicht war. Stichwort rote Couch.
    Und ach ja, die goldene Wand. Ich liebe sie. Der Raum hat insgesamt nämlich sehr kaltes Licht durch den schattigen Nordgarten hinterm Fenster, der kaltgrüngrauen Licht in den Raum drückt. Da war die Wand – Achtung haha! – Gold wert. 🙂
    LG, Heike

  3. Das Wohnzimmer sieht echt toll aus! Da passt alles sehr schön zusammen und erzeugt eine tolle Wohlfühl-Stimmung finde ich 🙂
    Bei Punkt 6 kämpfe ich leider gegen meinen Mann, der Geschäftsmann durch und durch ist. Dass online verkaufen irre viel Zeit beansprucht, ist ihm irgendwie egal, wenn man wo noch 5€ verdienen kann. Uaaaa *heul* 😀

  4. Liebe Heike,
    erst kommentiere ich jahrelang gar nicht, dann schreibe ich zwei Kommentare in drei (?) Wochen.
    Aber du sprichst mir derzeit so aus dem Herzen mit jeglichen Deiner Themen.
    Auch ich habe Anfang des Jahres einen Rappel bekommen. Zuviel Zeug auf zu wenig Raum. Dachte ich.
    Mittlerweile hat sich das relativiert: zu viel Zeug auf völlig ausreichendem Raum.
    Daher habe ich nach und nach angefangen zu entrümpeln. Angefangen habe ich mit dem Keller. Dort hatte ich vor zwei Jahren schon einmal durchgewuselt und damals bereits 8 blaue Müllsäcke voll Zeug zum Wertstoffhof gebracht. In diesem Frühjahr dann das gleiche Spiel: erneut 8 große, blaue Müllsäcke zur Deponie gebracht. Allein für diese 16 Säcke sollte ich mich schämen, aber das war noch lange nicht alles: ich machte weiter in der Wohnung. Angefangen im Wohnzimmer. Dort ist jetzt alles soweit ausgemistet, wie es ein soll, außer ein größerer Schrank – der steht mir noch bevor.
    Daraufhin folgte das Bad, dort habe ich – ebenso wie in der Küche – mein 100%iges Ausmistziel erreicht.
    Ich kann nicht genau sagen, wieviel dort weg kam, weil ich immer nach und nach etwas weggeworfen habe und das dann im laufenden Hausmüll mit unterbekommen habe.
    Im Sommer habe ich dann mit dem Flur weitergemacht. Habe 9 Paar Schuhe im Internet verkauft und den Rest noch gut erhaltener Schuhe an Freundinnen weitergegeben und die, die sie nicht wollten, in die Altkleidersammlung gegeben.
    Es folgte mein Kleiderschrank, den ich innerhalb von ca. 2 Monaten ganze 3 mal aussortiert habe (hatte hier auch große Probleme mit den Vielleicht-Kisten). Das Ende vom Lied: 5 Säcke voller Kleidung haben ihren Weg zur Schwester, Freundinnen, wohltätigen Organisationen oder einfach in den Müll gefunden.
    Soweit bis jetzt.
    ich habe ca. 4/5 geschafft. Es bleiben noch der o.g. Schrank aus dem Wohnzimmer sowie ein großer Schrank im Schlafzimmer, eine Kommode im Schlafzimmer und ein Quadratmeter Fußboden vor der Kommode, der ein paar Papierstapel beherbergt.
    Und ich denke, dass ich mit den noch zu bewältigenden Sachen auch noch bis Ende des Jahres zu tun haben werde. Ein Jahr habe ich dann mal mehr, mal weniger regelmäßig ausgemistet und sortiert. Es ist unglaublich, wie befreit ich mich schon jetzt fühle, obwohl noch nicht einmal alles komplett fertig ist.
    Ich konnte viele Deiner angesprochenen Punkte eins zu eins nachvollziehen.
    Vor allem ist es mir unglaublich, wieviel Zeug man einfach hortet. Und ich habe auch vor diesem Jahr nicht in einer Messiebude gehaust, sondern lege schon immer viel Wert auf Ordnung. Aber es sind die Schränke, die einfach vollgestopft sind bis zum letzten Millimeter – mit Zeug, was man gar nicht benötigt.
    Deine Nachher-Bilder sind toll und mir bis zum Ende meiner Aktion eine große Inspiration.
    Liebe Grüße!

  5. Ah Punkt 9 hat mir heute einige Augen geöffnet! Eine super Idee alles gedanklich nochmal neu einzurichten. Keine Kompromisse und "sich danach richten". Wozu sich räumlich verbiegen, wenn man es ganz anders gestalten könnte? Danke für diesen Tipp!

  6. Oh wow, Heike!!
    Ich beneide dich fast ein bisschen. Ich will auch!!! Dank deiner wunderbaren Tipps dürfte ich da vorwärts kommen (meine aussortierten Klamotten kommen jetzt nicht zum Second hand Geschäft, sondern in die Altkleidersammlung). Aber andererseits zweifle ich da noch stark… Zeitlich. Mengenmäßig. Und mein Mann denkt da auch ganz anders als ich. Ich muss es ohnehin aufteilen in Häppchen. Großes geht mit kleinen Kindern nicht gut. Daher Raum für Raum, in jedem Raum Schrank für Schrank und in jedem Schrank Schublade für Schublade,…
    Hast du eigentlich so etwas wie eine Erinnerungskiste? Mit angestaubten Fotoalben, Tagebuch, irgendwelchen ganz besonderen Gegenständen? Mein Mann hat so etwas. Er guckt das nie an. Aber als ich ihn kennengelernt habe, fand ich es schön, das mit ihm anzugucken, weil ich ihn da auch von anderen Seiten kennenlernen konnte.
    Viele Grüße!

  7. Dann fordere ihn mal auf das durchzuziehen mit den vekäufen. Wenn er doch so Geschäftsmann ist, wird er schnell merken, dass er in den STUNDEN, die dabei drauf gehen etwas anderes hätte tun können, was ungleich viel mehr geld eingebracht hätte. Ich bin da nämlich eigentlich auch so ein Pfenningfuchser und habe imemr sehr viel verebayt. Aber diesmal hatte ich die Nase einfach voll. So viel Aufand, so wenig Effekt.
    Und Danke für das Wohnzimmerkompliment. 🙂 Ich fühle mich da auch, sehr, sehr wohl. Das mit dem neueinrichten ist und eingefallen als wir wie so oft Möbel auf Millimeterpapiergrundrissen geschoben habe. Vor dem Ausmisten gab es praktisch keine freie Wandfläche bei uns. Man musste alles auf den zentimeter genau ausmessen. Jetzt reicht es einmal hinzugucken und man sieht schon, ob es passt. Weil eben einfach Platz da ist. Beim Millimeterpapiergeschiebe blieben dann einfach immer deri Regale übrig, die wir nicht wirklich unter bringen konnten. Das war ihr Abschussurteil. 🙂

  8. Wow, das liest sich großartig! Ich bin ehrlich beeindruckt! Toll! Den Kleiderschrank werde ich wohl auch mehrmals noch durchgehen, aber das wie gesagt eher in zwei Monaten noch mal. Jetzt grad bespaße ich andere Projekte. Ist aber tatsächlich so, dass ich mich auf den nächsten Ausmisteschwung schon richtig freue. Einfach auch, weil dann viele neue Sachen gekommen sind, für die vorher gar keine Ressourcen (Platz, Geld, Inspiration) vorhanden waren.
    Und freut mich total, dass dich meine Themen hier so ansprechen. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass ich da wieder ziemlich auf der Trendwelle mitreite (ob das jetzt gut oder schlecht ist, ist mir erst mal Wurscht, das bin eben einfach ich grad). Viele haben einfach zu viel vom Zuviel. 😉 Es ist dieses Wohlstandsproblem, was wir ja auch schon mit Übergewicht haben. Zeiten des Mangels sind vorbei, selbst, wenn man wenig Geld hat. Auch Armut schützt nicht vor Übergewicht oder Kramhorten, eher im Gegenteil. Auf jeden Fall ein Phänomen unserer gesellschaftr. Und die Wohnung auf Diät zu setzen fand und finde ich gerade nur passend und gut. 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Heike

  9. Hallo Ayula,
    ja mein mann und ich haben beide Erinnerungskisten (jeder für sich und auch gemeinsame) und Fotoalben. Tatsächlich schauen wir die recht oft an. Mehrmals im Jahr auf jeden Fall. Was für mich ein sicheres Zeichen dafür ist, dass die Dinge, die darin sind auch wirklich Dinge sind, die ich behalten möchte. Allerdings miste ich auch diese Kisten ab und an aus. Denn man wird älter und es kommt mehr dazu. Und so behalte ich dann z.B. nicht alle Briefe aus einer Zeit sondern nur den einen, der mir wirklich nahe ging. z.B.
    Dass das mit Kindern noch mal schwieriger ist, glaube ich dir. Aber vielleicht auch grad noch mal wichtiger. 🙂

    Liebe Grüße,
    Heike

  10. Wow wow wow! Danke für deinen tollen Beitrag!
    Ich kenne auch diese "Magie" des Ausmistens. So gut, dass ich mit meinen 20 Jahren ein super cleanes Zimmer habe und außer ein paar Kinderbuchklassikern und meinem Lieblingsteddy nichts mehr aus meiner Kindheit besitze. Um das zu schaffen, musste ich ein Regal mit über 300 Kinderbüchern wegwerfen, das tat richtig weh. Aber was soll man im Endeffekt damit? Man muss ja nicht sein Leben lang damit angeben, wie viel man als Kind und Teenager gelesen hat 😀

    Deine goldene Wand ist der absolute Hammer. Sowas kann ich mir auch gut in meiner zukünftigen Wohnung vorstellen, und mein Freund ist auch ein Fan von gelb. Woher hast du die Wandfarbe?

  11. Wie viele dieser Gedanken kann ich exakt so unterschreiben?! Es tat richtig gut, Fotos von Feuerwerken und Parkrunden zu löschen, weil sie nicht einzigartig genug sind um dauerhaft festgehalten zu werden. Wirklich wichtige und gute Fotos landen bei mir eh im Fotoalben und das sind dann so 5-6 Fotos im Jahr.
    Da ich ungenutzte und gut erhaltene Dinge sehr ungerne wegschmeiße, versuch ich's auch häufig mit dem Verkaufen oder Verschenken. Es dauert natürlich eine halbe Ewigkeit, bis die Sachen den Besitzer gewechselt haben, aber wenn man's nicht eilig hat, halte ich es für eine gute und nachhaltige Idee. Ich geb der ganzen Sache eine Deadline. Was bis dahin nicht weg ist, wird weggeworfen oder aufgebraucht. Die Sache mit dem Vielleicht-Schrank kenne ich zu gut.. Sobald ich etwas mehr Zeit habe, werde ich mich erneut an meine Ordner und Zeitschriften wagen. Ich hab davon zwar schon sehr viel weggeworfen, aber da ich sie schon 6 Monate nicht mehr angerührt habe, wird es Zeit noch mehr davon wegzuwerfen und lediglich eine Quintessenz, die man nicht ohne Weiteres im Internet findet, einzuscannen.

  12. Das ist Wandfarbe von Signeo. Gekauft habe ich die im Hellweg-Baumarkt. Das ist "Glamour-Gold. Es gibt drei verschiedene Goldtöne, dieses hier ist der gelbste davon. Die adneren sind lühler, sehr edel. Aber wir brauchten ja was passendes zum kräftig gelbem Fußboden.
    Hui 300 Bücher weggeworfen. Ich muss ja sagen, ich habe bisher nichts weggeworfen was "richtig weh getan" hätte. Es war immer das Gefühl, dass es so richtig war. 🙂

  13. 🙂 Das mit der Deadline ist gut! Das gucke ich mir ab. Die wertigeren Dinge mag ich ja auch nicht einfach so entsorgen, das finde ich auch nicht richtig. Aber sich eine Deadline zu setzen finde ich da wirklich hilfreich. Also Dankeschön zurück dafür. 😀

  14. Hallo liebe Heike,
    der Post ist zwar schon länger her, ich weiß. Aber ich habe eine Ergänzung zu meinem Kommentar: ich hatte letzte Woche zunächst ein weiteres Glücksgefühl, als ich endlich den Boden vor meiner Kommode im Schlafzimmer komplett (!) freigeräumt habe. Leider aber hatte ich dann gestern einen Rückschlag in Form von saisonaler Deko.
    Irgendwie hatte ich die Oster- und Weihnachtssachen komplett vergessen, weil sie in einem Auszug unter meinem Sofa lagern, den ich eigentlich nicht öffne, außer in der Vorweihnachtszeit und eben vor Ostern.
    So eben auch gestern. Mich hat fast der Schlag getroffen, als ich den ganzen Kram gesehen habe. Und das schlimme: UNSORTIERTER Kram. Alles durcheinandergeworfen – heul !
    Du denkst jetzt sicher, wieviel kann das schon sein? Ein paar Sterne hier und ein paar Kugeln da. Aber von wegen: Mit meiner Weihnachtsdeko könnte ich bestimmt drei Wohnungen in der Größe von meiner dekorieren. Und das noch schlimmere: ich konnte mich spontan von nichts trennen, obwohl ich nur einen Teil der Sachen jetzt verdekoriert habe.
    Ich glaube, da steht eine Stunde "nachsitzen und sortieren" am Wochenende für an, seufz.
    Hoffentlich begegnen mir nicht noch mehr solch vergessener Verstecke, die Rückschläge auslösen. Ich werde berichten…. 🙂
    Liebe Grüße!

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