25. März 2015

How to cut other girls‘ hair

Na, habt ihr es bei Nessa schon gesehen? Ich habe ihr bei meinem Besuch letztens die Haare geschnitten. Und da Nessa gefilmt hat, könnt ihr jetzt mal sehen, wie das so aussieht, wenn ich anderen Leuten die Haare schneide. Diverse andere Schnitte und Trimms findet ihr hier ja bei mir fotografisch festgehalten unter der Kategorie „cuts“.

Worauf ich beim Schneiden achte:

Oberste Prämisse: Es wird auf keinen Fall mehr abgeschnitten als die Mähnenträgerin möchte. Ich treffe meist ziemlich genau oder unterschreite die Vorgaben. Den berühmt berüchtigten 3-5cm langen Frisörzentimeter gibt es bei mir nicht. Mein zentimetergefühl ist eher 8-10mm lang. 😉
Ich bin immer ehrlich und gebe meine Einschätzung ab, was abmüsste, wenn es z.B. um eine deutliche Kantenverbeserung geht oder darum Schäden zu elimineiren. Ich sage meinen Mädels aber auch, wenn ich es total überflüssig finde etwas zu schneiden. Da empfiehlt sich dann oft ein 5mm Microtrimm. Fürs Gefühl geschnitten zu haben. Manchmal ist der Haarverlust dann noch nicht mal messbar (geschweigedenn, dass man die gefallen Spitzen irgendwo auf dem Boden sehen würde), aber man merkt es trotzdem am Haarpinsel.
Es wird immer vorsichtig gekämmt. „Du musst nicht SO vorsichtig sein!“ Doch, muss ich. Ich habe es früher wie die Pest gehasst beim Frisör zu sitzen und schon zu wissen, dass es ziepen wird. Ich habe damals schon darauf bestanden vorher immer selbst zu kämmen. Und trotzdem war das immer ein Gerupfe. Mag ich nicht. Mache ich also auch nicht bei anderen. Knoten werden vorsichtig gelöst, wenn nötig Haar für Haar auseinander gezupft. Da wird nichts abgerissen.
Ich fange an in der Mitte die Grundlänge wegzuschneiden und arbeite mich dann zu den Seiten vor. Je länger und dicker die Haare sind, desto mehr Feinkorrekturen brauche ich, da die Haare zwischendurch auffgeschüttelt werden müssen. Gerade bei einem U-Cut oder V-Cut übersieht man sonst Haare, die ein bisschen schräg gelegen haben.
Zwischendurch und am Schluss die Symmetrie überprüfen. Ich hab schon öfter Freundinnen die Haare nachgeschnitten, die vom Frisör kamen und die eine Seite war 3-5cm kürzer als die andere.
Wenn die Haare „kürzer“ sind (Taille und kürzer) ist es auch ganz wichtig noch mal zu schauen, ob die Haare nach vorn genommen symmetrisch fallen. In dem Zusammenhang: Immer zum Schneiden den Scheitel so ziehen, wie er auch im Alltag (meistens) liegt.

Nessa hatte um 8-10cm gebeten, es wurden dann 6cm. Bei ihr geht es darum noch Haar nach und nach wegzutrimmen, das noch nicht in den vollen Genuss jahrelanger perfekter Pflege gekommen ist. Was die Kantenfülle angeht, das seht ihr selbst, ist da nichts nötig. Und bei ihrer Länge ist es sowieso relativ unauffällig, ob die Haare 5cm länger oder kürzer sind. Es geht also auch hier eher um das gute Gefühl von vom Ansatz bis in die Spitzen gepflegten, gesunden Haaren. Und das hat Nessa. Ein bisschen was geht natürlich immer, aber auf einer Perfektionsskala von 1-10 haben ihre Haare die 9 schon hinter sich. Finde ich.

Hello my dears! Today I can show you how it looks like, when I trim other girls’ hair. 

Nessa of haartraumfrisuren.de who I visited recently filmed how I cut her almost knee length hair. 
 
What is important for me, when I cut:
  1. I never ever cut more, than the head under the hair wants me to. Most times I cut exactly what we discussed before, or I cut even a bit less. Experiencing that a hairdresser’s centimeter is in fact 3cm long won’t happen, if I cut. My centimeters are 8-10mm long. 😉
  2. I am always honest. I tell the girls how much I would cut for a neat hemline/getting rid of damages/a nice shape or the other way round: I also tell them when I see no need to cut at all. If they persist on getting a cut, we mostly go for a microtrim of about 5mm. Something hardly measureable but you still feel it and that counts for many girls. 🙂
  3. I am a gentle comber. No teasing, no pulling. I used to hated it to go to the hairdresser  already with the knowledge, that it will hurt when my hair is brushed. So I always insisted to brush on my own first. So even if one of the girls tells me, that I can brush faster, I won’t. And if I find a knot I will detangle it. Even if it is necessary to do it hair by hair.
  4. I start in the middle to adjust the basic hairlength and than work my way to the sides. Shaking the hair inbetween is important, especially, when I cut a U- or V-shape on very long hair. And I always take a special look at the symmetry. I often had to adjust friend’s haircuts, when they came from the hairdresser with one side several centimeters longer than the other. The „shorter“ (waistlength and shorter) the hair is, the more important it is to have a look from the front to check if it is all even. 
In Nessa’s case I cut 6cm. She asked für 8-10cm, so you see what I mean with: my centimeter is 8-10mm long. She just wants to get rid of old hair that did not get the full attention of perfect haircare like the rest of her mane. Her hair is already very close to perfection, so this is just a little adjusting to maintain and slowly slowly improve the overall health. 
 
And the braid Nessa braided on my head is nice too, isn’t it? 😉

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2 Kommentare

  1. Oh ja, da war auch mein allererster Gedanke, dass da eigentlich gar nichts weg müsste. Da bewundere ich schon ihre Disziplin und ihre Geduld. Ich selbst gehe da eher nach meinem altbewährten Rezept: einfach wachsen lassen. Und alle paar Jahre überkommt es mich und dann wird geschnitten. Früher waren das jeweils grössere Schnitte von 20cm oder mehr, doch heute reut mich jeder Millimeter und ich bin seit viereinhalb Jahren schnittfrei – noch macht die Kante mit.

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