9. Februar 2015

The return of the boar bristle brush

Einer meiner Vorsätze für 2015: mehr Kopfhautpflege.
Da ich generell für meine Hautpflege sehr gut mit Bürsten fahre (ich habe eine Clarisonic für mein Gesicht und eine normale Naturborstenbürste von dm für den Körper), bin ich jetzt auch für die Kopfhaut zurück zur guten alten Wildschweinborstenbürste gekommen. Trockenes Abbürsten soll ja auch beim Entgiften helfen. Anregung des Lymphflusses und so.
Ich kann dazu bloß sagen: Davon merke ich bewusst jetzt nichts, aber es ist super, wenn man die abgestorbenen Hautschüppchen so los wird. Das macht weichere Haut, weniger Pickelchen, weniger Haarwurzelentzündungen und generell ist die Haut rosiger. Das reicht mir schon, um es beizubehalten. Anfangs fand ich es kratzig. Nach einer Woche mochte ich es richtig gern. Wenn ihr das auch probieren wollt: angeblich soll man immer Richtung Herz bürsten und unten anfangen. Im Zweifel ist es aber auch einfach nur eine Bürste, also nicht zu bierernst nehmen. 😉

So Kopfhaut also. Die ist ja gern zickig und empfindlich und juckt leicht bei falschem Shampoo, Heizungsluft, Kälte, Stress, zu wenig Pflege, zu viel Pflege… Gern bilden sich da auch kleine Griesel, die dazu verführen zu kratzen. Das ist erstens unschön, zweitens eben auch unangenehm und drittens lösen sich dabei auch oft eigentlich noch gesunde Haare mit der kompletten Wurzel. Das will ich natürlich nicht! Also sollen die Griesel und der latente minimale Juckreiz weg, damit ich weniger unbewusst in den Haaren rumfuhrwerke und damit auch weniger Haare verliere. So der Plan.

Clarisonic (online gekauft), Wildsau aus der Drogerie, Körpermassagebürste ebenfalls aus der Drogerie

Deswegen verwende ich jetzt seit über einem Monat wieder die Wildsau. Nicht, um Sebum zu verteilen und in die Längen zu bürsten (sehr geteilte Meinungen dazu im LHN von „Oh wow, super!“ bis hin zu „Oh Gott, das macht ja irre viel Spliss!“ ist alles dabei), sondern nur, um die Kopfhaut zu massieren und vorzureinigen. Die Längen werden also gar nicht beansprucht (siehe Bilder oben: weiter runter bürste ich nicht.). Dabei wird gebüüüüüüürstet. Nicht GESCHRUBBT!!!
Eher eine Massagebürstung und nichts, um durchzukämmen: kurze, langsame Striche, kleine Kreise, kein Filzen, kein Zerren.

Fazit
Was ich mir erhofft habe, hat funktioniert. VIEL weniger Griesel und Schüppchen, dadurch auch viel weniger Kopfkratzen. Kein vermehrter Haarausfall durch das Bürsten, allerdings auch nicht weniger durch das verminderte Kratzen. Die Menge blieb konstant. Ich werde das also beibehalten: Es hat einen merklichen Effekt, ist einfach und kostet nichts weiter als eine einmalige Investition in eine Bürste.

Wer nicht glaubt, wieviel das ausmachen kann und nicht sofort den Kopf hinhalten will, dem empfehle ich mal eine Woche eine Kniescheibe oder einen Ellenbogen zu bürsten, die/den andere/n nicht. Am Ende der Woche mal den Fühltest machen, was weicher, glatter und gleichmäßiger ist. Ich wette, ihr bürstet dann sofort auch die anderen Gelenke. Und eben vielleicht auch eure Kopfhaut. 🙂

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Blogupdate: „über haselnussblond“ ist fertig aktualisiert, ebenso „Flechtwerk“, die Links und das Glossar.


One of my resolutions for 2015 was and is to take better care of my scalp. So I started an experiment with my old boar bristle brush. I am a fan of body brushing as I have a Clarisonic (which I love!) for my face and a usual massage brush for my body. Dry brushing is supposed to be detoxing and so, but I can’t really tell you if it is or not. But I like the softer skin, the peeling effect, less grown in hairs on the legs, softer knees and ellbows and a better complexion, because of a slight blushing effect. That’s sufficiant for me to cling to this beauty habit. And so I thought I can also peel and massage my scalp too and help it get rid of dead skin particles or clogging sebum.
As I mentioned often before, my scalp is super sensitve and reacts to a lot of things (heat, cold, dryness, dampness, wrong shampoo, too much or too few care) with itching or even rash. Chemical cleanse is the most difficult for me, so I thought of helping the mechenical way.
And hey, it works! My scalp improved. It is still super sensitive and tends to react with itching if it dislikes certain circumstances, but it became better: less itchy therefore less scratching, therefore less irritations. 
I only brush my head and as always when I treat my hair, I treat it carefully. No scrubbing, just gentle, short brushstrokes, some circling massages and no brushing of the length.
On the LHN you find very different oppinions on the boar bristle brush. Some consider it to be one of the biggest split end monsters, others swear that it is a perfect tool to spread sebum from the roots to the tips as THE optimal hair treatement.  As above mentioned, I don’t brush trough my whole hair, I only treat my scalp, therefore the risk of split ends is small. 

As my scalp likes the brush massage I think I will cling to this new habbit. It is easy, has a remarkable effect and it costs nothing more than one investion in a brush. 
If you don’t want to test the brush on your head, go for it for one week an one knee or ellbow and than compare it to the other. I guess you will immediately start to brush the other joint too. 🙂 And maybe your scalp as well.

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8 Kommentare

  1. Ich bin ja schon ewig ein Fan der Schweini-Bürste und merke es sofort, wenn ich vergessen habe vorm Waschen zu kämmen. Das Shampoo löst einfach nicht den ganzen Dreck und ohne Vorpflege kratzte ich viel rum und hab unnötige Schuppen und die Haare fetten auch viel eher (vllt regt das Rumkratzen die Drüsen an?).
    Außerdem sehr hübsche Haarbilder!! Diese immense Masse ist beeindruckend und sie sehen sehr gepflegt und weich aus. 🙂

  2. Oh super, ich lese dein Blog jetzt seit 2013 und solche Posts von dir liebe ich ja! Vielen Dank dafür. Eine Gesichtsbürste habe ich auch, allerdings keine elektrische, sondern eine ganz einfache, günstige vom dm. Dann hab ich noch den Tangle Teezer, mit dem ich allerdingd die Haare entwirre, der also eben gerade nichts oder nur wenig für die Kopfhaut tut. Das mit der Wildschweinbürste werde ich mir daher mal überlegen (denn der Tangle Teezer kratzt zu sehr auf der KH). Allerdings bleibt in so ner Wildschweinbürste immer so viel Staub, Haar, Sonstiges hängen und man bekommt es viel schwerer raus als aus einer Plastikbürste. Wie machst du das, wenn ich fragen darf?
    Und PS: ich warte ganz sehnsüchtig auf deinen Farbtypenpost. Du wolltest doch mal was zum Frühjahrstyp, Wintertyp, Herbsttyp, Sommertyp machen. =)

  3. Oh das ist ja ein super Tipp mit der Bürste!

    Ich hab zwar nur so eine halbe Wildsau, aber vielleicht gehts damit ja auch schon.. ich hab nämlich leider immer ziemlich viel Schuppen..

    Darf ich fragen, in welcher Drogerie du deine Bürste gekauft hast? Dachte immer, richtige Wildschweinborstenbürsten (:ugly: tolles Wort) gibts in normalen Drogerien gar nicht.

    LG Jenny

  4. Meine Bürste ist von ebelin, also von dm. Ist aber schon 5 Jahre alt. Ich weiß grad gar nicht… aber ich glaube dschon, dass die die noch im Programm haben. Ansonsten führt culumnatura Naturbostenbürsten. Meine Bürste hat unterschiedlich lange Borsten. Das finde ich besser als auf eine Länge runtergeschorene Borsten. So eine Bürste hatte ich vorher, diehat es irgendiwe nicht so gebracht, kam nicht gut bis auf die Kopfhaut durch und blieb oberflächlich.

  5. Ich reinige meine Bürsten (sowohl TT als auch die Wildsau) mit Rasierschaum. Aufsprühen, reindrücken, einwirken lassen, rausdrücken und mit hartem Wasserstrahl ausspülen. Danach noch mal mit Küchenrolle durchgreifen und letztes Gefluse rausziehen. Oder mit Zahnstochern durchkämmen, dann kommen noch Flusen und Haare raus.
    Mit dem Schaum belibt viel Schmutz haften,d er dann ausgespült wird. Geht besser als mit Shampoo doer Seife.
    Ach ja, der Farbtyppost. Geschrieben habe ich den schon komplett. Aber ich habe einfach keine guten eigenen Bilder und das stört mich arg. Mal gucken, wie ich das mache. Aber wenn mir diesen Monat nichts einfällt, dann poste ich eben ausnahmsweise mal schwach bebildert…

  6. Wow, "immense Masse", das schmeichelt mir jetzt aber. Sind eben Parandiwellen, die machen bei mir immer super Big-Hair.
    Mit den Fingern in den Haaren rumfummeln macht definitiv schneller nen Fettkopf. Was auch ein Grund ist, die Bürste zu benutzen. 🙂

  7. Wirklich schöne Löckchen! 🙂 <3
    Für die Kopfhaut nutze ich ja inzwischen lieber meine Holzbürste, damit komme ich nämlich deutlich besser an die Kopfhaut und die Massage ist schön intensiv. Hat aber wahrscheinlich den gleichen Effekt wie bei dir… 🙂

  8. Danke für den Tipp, dann werd ich das auch mal mit Rasierschaum versuchen :). Und hui, na dann freu ich mich. Vielleicht findest du ja noch Fotos, gerade bei dem Thema wär das natürlich hilfreich. Aber wenn du keine findest, wird es sicher trotzdem sehr interessant 🙂

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