18. Juli 2014

Mehr als eine Rezension: Clean your clutter with Feng Shui *** Part 2

Willkommen zum zweiten Teil meiner Doppelrezension, die doch mehr zu einem Erfahrungsbereicht geworden ist. 🙂 Den ersten Teil findet ihr wenn ihr runterscrollt – oder gern auch direkt hier.
Welcome back to the second part of my bookreview which turned out to be rather a report on my experiences. You’ll find the first part when you scroll down – or simply by clicking here.

Gestern habe ich ja mit folgenden Worten geschlossen: „Schaut euch um. Seth ihr, was ihr sehen wollt?“
Damit haben wir die Überleitung zu den konkreten Ratschlägen, die ich aus den Büchern mitnehmen konnte.
Yesterday I finished with the words: „Have a look around. Do you like, what you see?“
And like this we can transition so the advices I found in the books, at least some of them.

Karen Kingston empfiehlt ihren Lesern:  

Geht durch eure Wohnung, schaut euch um und versucht die Augen eines Fremden dabei zu haben. Wonach sieht eure Wohnung aus, wie würdet ihr sie kurz und prägnant einer dritten Person beschreiben? 

Naaa…?
In meinem Fall war mein Ergebnis letzten Sommer dieses: vollgestopft, kreativ, liebevoll, realtiv dunkel und VOLL-GE-STOPFT!
Huch, dachte ich. Ups!
Kreativ und liebevoll, das war der Plan, aber warum diese anderen Attribute? Die mochte ich ja so gar nicht.
Wenn ich mich jetzt – nach einem vollen Jahr konsequenten Auf- und Ausräumens! – umsehe, dann haben sich die Adjektive unserer Wohnung verändert: kreativ, liebevoll, wirkt größer, als sie von den Quadratmetern her ist („großzügig“ kann man das aber immer noch nicht überall nennen) und viel zu sehen. Und es gibt jetzt sogar drei Zimmer, die man ganz ehrlich „hell“ nennen kann.
„Viel zu sehen“ ist wesentlich besser als „VOLLGESTOPFT!“
Mein ganz eigenes Gefühl zur Wohnung ist: wie nach einem Umzug. Es wurde eine andere Wohnung, obwohl es natürlich dieselbe geblieben ist. Sie ist nun auch nahezu „fertig“ und das fühlt sich wirklich wahnsinnig gut und befreit an.
Karen Kingston asks her readers to go through their homes and see it witrh the eyes of a stranger. How does your house or flat look like? How would you describe it to a third person in brief? In my case the words which came to my mind, were: crammed, creative, loving, relatively dark and, yes, OVERSTUFFED!
oops. That was not what I expected and  really not what I wanted to „hear“. Creative and loving, yes, that was intended, but: dark and crammed? Hell, no, please!
If I look at our home now – after a full year of cleaning, throwing away, structuring and reorganising, the attributes have changed: still creative and loving but now also: seems to be bigger than it acutally is concerning floor area (not yet really spacious, but much more room than before), and there is much to see. „Much to see“ is so much better than „crammed and overstuffed“. 
My own impression is, that I feel like we moved. It is somehow a new flat and now it feels almost „done“. A nice feeling for a home. Relieved and freed.

Eine andere Übung, die von mir ist und nicht von Frau Kingston, eine Übung:  

Wenn jetzt Besuch käme, was würdet ihr als erstes noch wegräumen?

Lauft ihr sofort hektisch herum und stopft Dinge (welche?) in Schränke und Schubladen? Macht ihr schnell eine Zimmertür zu? Wofür würdet ihr euch entschuldigen?
Habt ihr überhaupt eine Chance, die wichtigsten Peinlichkeiten aus dem Weg zu räumen, bevor jemand eure Wohnung betritt? Oder verfahrt ihr da nach: „Wer mich kennt, der nimmt mich auch mit meiner Unordnung!“? Was auch völlig legitim ist. Freunde nicht reinlassen wegen unaufgeräumter Bude geht auch irgendwie gar nicht. Aber es gibt einen Unterschied zwischen belebter und etwas siffiger Unordnung… Letztere ist die unangenehme, muss ich wohl kaum sagen. Denn wer ist denn immer bei euch zu Haus und siehtd as immer? Ihr selbst. Und eure Familie. Also eigentlich die Menschen, für die ihr doch per se nur das beste wollte (sparen wir uns SPitzfindigkeiten wie „meistens“ an dieer Stelle). Für Schwiegermama würdet ihr den Kram also aufräumen, aber nicht für euch selbst? Und es geht jetzt nicht darum der Familie den hintern nachzutragen, nur weil man die Bude schön haben will. Es geht darum für sich selbst einen Ort zu erschaffen, in dem man sich wohl fühlt.
Another exercise, my idea not Kingston’s: look around you. What if someone rings at the door and comes to visit you. Right now, totally spontaneously.  Do you get hectic,m jumping around, grabbing this and that, throwing things in drawers or even in a hole room (a room which the visitor is not allowed to see today!). Are there things you have to apologize for? Do you even have the slightest chance of bringeing your home to a state which is okay for you in that short time, your visitor need tto climb the stairs? Or do you act like this: „Who knows me takes me as I am and my chaos is part of me!“ That’s totally okay, if you feel comfortable like this. But if not maybe you should thinbk again about your rooms and your tidyness… But to state that: better let your friends come in even thopugh they see your mess than closing the door infront of them. 😉 And I guess you can tell the difference between a living home that shows with a certain untidyness, that there are people living in it, and a flithy, chaotic mess. The last one it the mess we are actually talking about here. A certain living chaos can be soemhow refreshing too in a predoinantly neat and acurate home.

Bei Teenagern ist das Spiel recht beliebt: stellt dir vor, der Junge, für den du schwärmst, erwärmt sich wirklich für dich und er kommt dich bei dir zu Hause besuchen. Wie könnte er dein Zimmer finden?
Als meine Freundin mir diese Frage einmal stellte, habe ich meine Pferdeposter abgehängt und stattdessen ganz viele Windowcolourherzen geklebt.
Ob es das schöner gemacht hat? Man weiß es nicht. 😉 aber es zeigt gut, dass man von Zeit zu Zeit seine Umgebung mit anderen Augen betrachten sollte, um zu sehen, ob sie sich mit uns weiterentwickelt hat oder ob es Zeit ist sie an unser neues Leben und unsere neuen Träume anzupassen.
Among teenagers there is another popular game: imagine THE boy, your heartthrob is comeing along and will see your room. How could he judge your room? What might he think about you? My bestfriend asked me that quastion once (upon a long, long time 😉 ) and my response was to get rid of my horse posters and place sticky window colur hearts everywhere around the room. Did my room look better afterwards? Questionable. But it shows that time after time we should take a second glance at our home to see if it still fits our life and our dreams.

Wenn wir nun also beim Entrümpeln sind, mag ich noch auf mein Lireblingsthema eingehen: Energie fließen lassen, also Wege freiräumen, Blockaden beseitigen. Ich erzählte euch bereits mehrmals von unserem Arbeitszimmer, das eine einzige Blockade war, ständig musste man ausweichen: den Stühlen, den Regalen, den Sachen, die aus den Regalen herausragten, der Blume, den Computern auf dem Boden und wäh! Das Zimmer der Schande eben. Es so zu nennen, war schon bezeichnend genug. Habt ihr auch sowas? Eine Rumpelkammer? Ein „Verließ“? Einen Schandflecken? Und jetzt sagt nicht, das man das ja braucht. Man braucht Abstellmöglichkeiten und Stauraum für hässlichere Dinge, da bin ich dabei. Aber diese Abstellfläche dann selbst zuzumüllen ist nicht wirklich angenehm. Allein schon, weil man schlecht etwas wiederfindet. Verschwendete Energie beim Suchen und Daraufherumdenken, wo nun wieder die Wasserwage abgeblieben ist…
My favourite topic concerning cleaning away my clutter was and is: flowing erngy, which means getting obstacles out of the way, erase blockades, make room for light and air. I told you several times before about our homeoffice which was one big blockade itself: you always had to be carefull not to walk in sheves, the plant, things which protruded out of the sheleves, des desks, the chairs… whenever you entered the room you hit something – unevitably! So annoying. We called it „the chamber of horrors“. Do you have such a place in your flat too?I totally agree that you need a place for storage. But storage does not automaticcaly mean clutter. Just remeber the last time when you were on the hunt for your screwdrivers. Such a waste of time! Better tidy up and find them immediately.
Vielleicht habt ihr es überlesen.
Die Wohnung und generell unseren Besitz in einen Zustand zu bringen, der sich wie „so gut wie fertig“ anfühlt, hat ziemlich genau ein Jahr gedauert. Und ich war konsequent.
Ich kann nicht mehr sagen, wieviele SÄCKE an Müll und alten Textilien unsere Wohnung verlassen hat. 

Ich weiß, dass wir allein durch den Verkauf von Dingen (vornehmlich Kleidung und Möbel, die wir noch nie mochten) knapp 1000 Euro eingenommen haben.

Und da gab es diese ungezählten Situationen, in denen ich dastand, irgendso eine Unsäglichkeit in den Fingern und mich gefragt habe, wie zur Hölle dieses hässliche, überflüssige Ding es geschafft hat über drei Umzüge mitgeschleppt zu werden.
Maybe you just skipped the fact we needed a whole year to clean and transformour home into a place which really feels right. One year. And I wasn’t lazy! I cannot tell how many bags of clutter left our home, how many bags of clothes, we donated, how many packages I brought to mail and shipping. Only by selling old stauuf which we really did not like at all, which clogged our wardrobes and kitchenfurniture (or furniture itself), we earned about 1000 Euros. Not to mention the countless situations in which I stood there holding this incredibly ugly thing in my hand asking myself how this freaky object survied three flat moves.

Fast fertig heißt: Das ehemalige Zimmer der Schande, das Arbeitszimmer, ist immer noch das schwarze… nein, nur noch mittelgraue Schaf der Wohnung. Aber jeden Tag ein bisschen besser.:)

Kingston empfiehlt auch sich die Räume einzeln anzusehen (oder auch nur vorzustellen) und danbn ganz ehrlich mit sich zu sein und aufzuschreiben, wieviel Platz mit Gerümpel belegt ist. Das Ergebnis war für uns erschreckend.

Wir kommen von einer Wohnfläche, die zu 30% von Rumpel okkupiert wurde (WTF?!). 
Aber nun, nun sind es nur noch 9%.

Ihr könnt also so vielleicht nachvollziehen, weshalb es sich anfühlt, als wäre die Wohnung größer geworden.
Zu unserer Ehrenrettung: zu dem Rumpel zählt alles, was Kingston als Gerümpel definiert: „echtes Gerümpel“, Kaputtes, Dreckiges, Ungeliebtes, Provisorien, Überflüssiges, Hässliches. Dire letzten vier haben bei uns den Braten fett gemacht. Die ersten drei waren dagegen recht zahm.
We are almost done means: the former chamber of horrors, the home office, is still the black… I mean the dark grey sheep of our flat. But every day we improve. Progress not perfection, ou know? 😉
As I have no before-and-after-pics for you I made some graphics and made some pics around our flat yust like it is now.
You see, we started with 30% of clutter (WTF?!). And we are now at 9%. So you can tell why it feels as if we have an extra room now? As retrieval of our honor: the 30% of clutter comprise all sorts of clutter as Kingston defines it: „reeal clutter“, broken things, dirty things, onloved things, provisories, redundant things and ugly things. The last four made the biggest part for us. Also because it is harder to tell weather it is clutter or not.

Zeig mir, wie du wohnst und ich sag dir, wer du bist.
Wenn ihr Anregungen braucht, wie schön ein Zuhause sein kann, hier ein paar Links (meine Fotos sind jetzt vielleicht nicht unbedingt die besten Inspirationen… Da mir wie erwähnt die Vorher-Nachher-Fotos fehlen, habe ich ein bisschen durch die Bude geknipst, wie ihr seht…) Da stöbere ich gern, wenn ich meinen Augen etwas Gutes und meinem Hirn eine Inspiration gönnen will. Manches ist nur zum Gucken, manches kann man kaufen.
Show me how you live and I tell you who you are.
If you need some inspiration hwhat a nice home can look like, I have some links for you. Some are only to watch, some are to shop.
SoLebIch
natürlich mal wieder Pinterest
westwing.de
fab.de
look, pimp your room
Ohhh…Mhhh
Wiener Wohnsinn

Würdet ihr gern mehr zu solchen Themen lesen und sehen (wohnen, leben, Interior, aufräumen, strukturieren)?

 

Und hier sind noch mal die Links für die beiden Bücher direkt zu Amazon. Mein Favorit wurde sogar aktualisiert und erweitert.
Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags: Richtig ausmisten – Gerümpelfrei bleiben
Nummer zwei sieht aus wie eh und je:
Heilige Orte erschaffen mit Feng Shui: Ein Anleitungsbuch

16 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag, Heike!! Zum Thema Wohnen/Dekorieren/etc. würde ich sehr gerne mehr von dir lesen.
    Wir haben eine ziemlich große Wohnung mit ziemlich viel Zeugs drin (nicht alles von uns, längere Geschichte), vor allem viele Provisorien und demgegenüber stehen zwei Studenten"gehälter"… Das wird also eine längere Aufgabe, aber es macht ja auch Spaß. Und deine Posts, inkl. Bilder, sind sehr motivierend! 😀

  2. ich liebe das buch von kingston – seit vielen jahren entmülle ich immer mal wieder nach ihren prinzipien. das funktioniert wunderbar und befreit. an feng shui ist schon echt was dran ;o) übrigens hab ich auch etliche verschnörkelte goldrahmen – bei mir daheim sind sie auf / um eine/r alten seemannskiste arrangiert.

    liebe grüße,
    stefanie

  3. Ja, definitiv mehr davon 😉

    Ich habe das Buch zu meinem Umzug vor 3 Jahren gelesen und mich auch von einigem Gerümpel getrennt, muss aber noch sehr an mir arbeiten, um wirklich alles gehen lassen zu können.

    Weiterhin alles Gute und nachträglich die herzlichsten Glückwünsche zur Hochzeit – du warst eine BEZAUBERNDE Braut mit einen wirklich schicken Mann an deiner Seite 🙂

    Maria

  4. Ja, ich möchte gern mehr über solche Themen lesen! "Aufräumen" als großes Überthema beschäftigt mich schon seit… praktisch mein ganzes Leben, war früher ständig starker Reibepunkt zwischen mir und den Eltern, später dann dem (jetzt Ex-)Partner, und nun bin ich mit mir und meinem Chaos allein. Einerseits nett, weil ich es niemandem recht machen muß außer mir. Andererseits unnett, weil – ich mache es mir oft nichtmal selbst recht! Von daher finde ich das sehr spannend: wie machen andere das, was kann ich daraus für mich selbst lernen, worauf bin ich überhaupt noch nicht gekommen? Danke dafür! 🙂
    Rebecca

  5. Hallo Heike,
    ich finde deine beiden Teile sehr schön und inspirierend. Ich würde auch sehr gerne mehr davon lesen. "Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags" habe ich auch daheim stehen 🙂
    Liebe Grüße!

  6. Hallo Heike,
    unglaublich aber wahr – dank deines Posts von gestern habe ich heute einen Kofferraum voll Elektromüll weggebracht, der seit einem Jahr ÜBERALL verteilt rumsteht und NERVT! Dein Beitrag war der Tritt in den Hintern, der mir fehlte. Das ist sooo befreiend! DANKE!
    Morgen ist der second Hand Karton dran 😉

    Erleichterte Grüße,
    Gloria

  7. Kurz: möglichst viel helle Farben verwenden. Wände weiß oder in hellen Farben streichen, Möbel hell. Wenig Zeug rumstehen haben und möglichst viel freie Wandfläche. Fenster natürlich frei und wer mag kann auch mit Spiegeln mehr helligkeit in die Räume brignen. Spiegel sind laut Feng Shui aber mit Vorsicht zu genießen. 😉

  8. Wir haben auch nur wenig Budget. Deswegen geht auch alles nur nach und nach. Man muss aber gar nicht viel Geld loswerden. Beim Grundentrümpeln wird man erst mal viele Dinge los die evtl. sogar Geld bringen (siehe Artikel, bei uns alos echt viel). 🙂

  9. Die habe ich mal im Sperrmüll gefunden. Auch wirklich nur CAN das ON fehlte. Ich hatte früher eine Canon. Jetzt habe ich eine Sony. 😉 An der arbeit habe ich eine Nikon. Letztlich ist sowieso das Objkektiv entscheidend, habe ich den Eindruck.

  10. Unheimlich motivierend, danke für die schönen Bilder und den Buchtipp! Ich sehne mich immer wieder nach mehr Ordnung/weniger Gerümpel/bessere Energien daheim und würde deshalb auch gerne noch mehr zum Thema lesen!

    LG, luna

  11. Als der Froschkönig und ich letzten Sommer ausgemistet haben, haben wir uns immer wieder gegenseitig gefragt – wenn der eine sich von irgendetwas nicht so wirklich trennen konnte – ob wir das wohl auch mitnehmen würden, wenn wir nach Australien auswandern. Die Antwort war fast immer "nein" und nur wenige Sachen durften trotzdem bleiben.
    Und dennoch war zumindest ich bei vielen Sachen inkonsequent. Anders kann ich mir nicht erklären, dass jetzt schon wieder ein ganzer Sack voll Altkleidergedöns seit Wochen unser Schlafzimmer "ziert". Von dem halben Zimmer voll "Gerümpel" für eBay und Co. fange ich gar nicht erst an… ich schiebe das Fotografieren und Angebote einstellen vor mir her…

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