13. Januar 2014

Frag den Strunz! – Doppelrezension

*please scroll down for translation*

Liebe Leserschaft, Frau G. hat sich wieder weitergebildet. Diesmal bin ich etwas spezifischer geworden, nachdem ich die großen Diätweisen jetzt schon oft genug in den Händen hatte (okay, ein paar Bücher habe ich da noch auf Halde) und ich merke, dass es anfängt, sich stark zu wiederholen.
An sich bin ich kein großer Freund von künstlichen Nahrungsergänzungsmitteln, aber nach all meinen Recherchen ist es enorm schwer den eigenen Körper mit der optimalen Menge an Nährstoffen zu versorgen. Ausreichend geht wohl noch – je nach dem, was man als ausreichend erachtet – aber optimal ist das in der Regel nicht. Wenn man dann noch zu einer Risikogruppe gehört, dann wird es schnell schwierig, somit fand ich es nicht falsch, mich mal genauer mit der Materie auseinander zu setzen.

Die liebe Lenja von waldelfentraum.blogspot.de kennt ihr schon von unserer Flechtwerkkooperation. Wir haben uns in den letzten Wochen öfter über das Vitaminthema allgemein und auch im Speziellen über die Strunz-Bücher ausgetauscht. Auch sie hat heute einen Artikel für euch zum Thema verfasst. Und wow, wie ausführlich! Bei ihr bekommt ihr noch einen größeren Erfahrungsbericht. Schaut mal rein!

Das „Vitamine“-Buch hat es bei mir auf Anhieb auf Platz 2 meiner bisher liebsten Gesundheits- und Ernährungsratgeber geschafft, direkt hinter Kris Carr und ihrer Crazy Sexy Diet, die nach wie vor auf ihrem Thron sitzt. Liegt aber daran, dass Kris ganzheitlich argumentiert und Strunz bei diesem Buch sehr ins Detail geht – also eigentlich gar nicht vergleichbar.
„Vitamine“ ist populärwissenschaftlich aufgearbeitet, man braucht keine biochemischen Vorkenntnisse. Strunz erklärt, was Vitamine sind, warum sie wichtig und so schwer zu erhalten sind (Stichwort Lagerung und Zerfall von Vitaminen durch Licht, Luft und Zubereitung), wo Risiken bestehen und welche Irrtümer in den letzten Jahren durch die Presse gegangen sind. Das Buch ist rappelvoll mit Studien und Tabellen ohne dabei auch nur an einer Stelle langweilig zu sein. Ich war noch nicht durch, da habe ich mit das Pendant auch noch gekauft: „Mineralien“, welches Strunz zusammen mit Andreas Jopp verfasst hat. Das Buch ist von 2006 und teilweise merkt man, dass einige Passagen nicht mehr up to date sind – z.B. wenn es um das Kalzium aus Milchprodukten geht. Strunz bezieht sich in beiden Büchern auf die Steinzeiternährung, in „Vitamine“ nennt er Paleo sogar explizit. Was ich ja ganz interessant fand, hatte ich das Buch doch nicht vorsätzlich gekauft, weil es meine Paleo-Diät unterstützt (mittlerweile muss ich sagen: meine paleo-oriniertierte Diät…).

Nach der Lektüre fühle ich mich jetzt endlich in der Lage wirklich einschätzen zu können, was an Nahrungsergänzungsmitteln Sinn macht. Wichtig dabei ist ein Blutbild und somit ein Arzt oder Labor, mit dem man zusammen arbeiten kann. Das ist unter Umständen nicht ganz einfach, da es sich hier um individuelle Gesundheitsleistungen handelt, wenn nicht ein besonderer Umstand so ein größeres Blutbild rechtfertigt. Das heißt, das kann sein, dass es abrechenbar über die Krankenkassen ist – kann aber auch nicht sein, das liegt im Ermessen des Arztes.

Ich kann euch das Vitamine-Buch nur empfehlen, Mineralien als Erweiterung. Ich weiß, dass gerade unter den Haarzüchtern enorm viel an frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln geschluckt wird. Blind auf gut Glück einzuwerfen, halte ich für wenig sinnvoll oder zielführend, in einigen Fällen sogar für fahrlässig. Mit diesen Büchern dürfte vielen geholfen sein.

Wichtig, nicht vergessen: Nahrungsergämnzungsmittel heißen so, weil sie die Nahrung ergänzen sollen!

Es geht immer erst mal darum über die Ernährung so viel wie möglich an Vitaminen und Mineralien aufzunehmen. Wenn das nicht reicht, dann und nur dann machen künstliche Präparate Sinn.

Ich habe nach der Lektüre etliche Vitamine und Mineralien bestimmen lassen und siehe da, manche Supplemente machen Sinn für mich, andere brauche ich gar nicht. Das zu wissen, spart Geld bzw. setzt Ressourcen an der richtigen Stelle ein und verhindert, dass man nur unnötig teuren, mit Vitaminen angereicherten Urin produziert, nur für ein besseres Gefühl. Da gibt es günstigere Placebos. Umgekehrt halte ich es für wenig klug erst zu warten, bis man Mangelsymptome hat, bevor man sich kümmert. Leider ist das oft gängie Praxis.

Für meine Haare ist also körperlich auf jeder Ebene nun der Weg geebnet sich bei ihrem vollen Potential zu entfalten. Und ich glaube, damit haben sie vor ein paar Monaten auch schon angefangen. 🙂

Einer von mehreren Aha-Effekten während der Lektüre: man kann durch das Timing und die Kombination der Nährstoffe noch deutlich Einfluss darauf nehmen, wie gut sie aufgenommen werden. Man muss sich deshalb aber auch nicht stressen und streng nach der Uhr seine Pillchen werfen. Kein echtes Lebensmittel ist ein Monopräparat. In der Natur gibt es nur Multivitamine und Multimineralstoffkomplexe, also keine Panik wenn ihr mal Eisen mit Calcium gegessen habt. Zum Beispiel.

Today’s topic is a review of two books concerning vitamins and minerals. Among longhairs supllements are very popular – but not everything which promises health and beauty actually works. I guess deep within we already know, that a pill is not the solution. But sometimes pills help, right? And it is so difficult to get all the nutrients you need from normal food, isn’t it? Our food is processed and not ripe, not fresh, it’s shelflife is too long… so why not helping a bit?
These were exactly the questions I asked myself. So I did what I always do, when I want to learn: I studied. In fact we shoudl always strive for a diet which supports us with all nutrients we need, we should get sufficiant from our food – but sufficiant is hardly optimal. And we all want  optimal health not only health that is enough not to become sick.
The two books I read (both of the German Dr. Strunz, therefore not in English) really helped me to get an overview and some deeper insight in the matter. After the lecture I get severeal blood levels testet and, together with my docotor I can now optimize my nutrient intake. But let’s say: my levels are already very good, which means: my diet works. Not that I needed the bloodlevels to feel that, but having it printed black on white makes it somehow more objective.
So no need for me to produce expensieve urin, just because I through certain supplements, because maybe they will help… I cling to my diet and the specific needs of my body and that’s it. Best circumstances for healthy hair to grow, I guess. 🙂

One of severeal new insights: you can do a lot with the timing and combination of your nutrients to help them get absorbed in an optimal way. But no need to worry about time schedules. In real food we don’t find mononutrients, we always have multivitmins and multiminerals. So don’t stress yourself only because you took iron and calcium at a time. For example.

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