9. November 2013

Scalp-Wash

*please scroll down for translation*

Und wieder ein Punkt weniger auf der Coming-Soon-Liste. 🙂

Scalp-Wash oder zu Deutsch „Ansatzwäsche“ ist die Waschmethode, für die ich mich entschieden habe, da ich so meine eher empfindlichen Längen schonen kann, ohne auf frisch gewaschene Haare verzichten zu müssen. Vielleicht kennt ihr das ja auch: die Haut fettet eher schneller und spätestens nach zwei oder drei Tagen ohne Wäsche sind die Haare dadurch sehr platt und ja, eben fettig geworden. Tägliche Wäschen sind recht strapaziös für die Haare. Gern zitiere ich den Vergleich mit dem Kaschmirpullover: den wascht ihr auch nicht täglich, wenn er schön bleiben soll. 365 mal im Jahr waschen und trocknen und Shampoo und Bürsten… das stellt eine nicht zu vernachlässigende chemische, thermische und auch mechanische Balstung dar. Nasses Haar quillt immer etwas auf und wird dabdurch viel empfindlicher als es trockenes Haar ist. Das Aufquellen und wieder Zusammenziehen an sich ist schon bei häufiger Wiederholung nicht zuträglich. Auch Waschen alle zwei Tage ist noch recht häufig.
Da langes Haar etliche Jahre auf dem Buckel hat, ist die Überlegung also einleuchtend zu versuchen, nicht so oft zu waschen oder doch zumindest vor allem das ältere Haar zu schonen.
Ein Fettkopf kam und kommt für mich dabei aber nicht in Frage. Deshalb also Scalp-Wash. Dabei wird nur der Oberkopf nass und das 0 bis 3 Jahre alte Haar bis knapp über Schulterlänge.

Was braucht man dafür?
Je nach Haarlänge einen eher eng sitzenden BH oder eine Krebsklammer.
Darf ich vorstellen? Mein mit Abstand am häufigsten zum Einsatz kommender Haarschuck: meine goldene Leopardenkrebsklammer! Trash!
Ach und ein Haargummi braucht ihr auch. Besser ein eher dickeres.

How to scalp-wash
Flechtet einen sehr lockerne Zopf (vor allem im Nacken sehr locker) und fixiert das Ende mit einem ruhig eher dickeren Haargummi. Darf unproportional und hässlich sein, ist ja nur zum Waschen.
Den Zopf fädelt ihr unter dem BH durch. Wenn ihr den Kopf dann nach vorne neigt, stoppt das dicke Haargummigeknubbel am BH und hält den Zopf fest.
Alternativ bei zu wenig Länge oder wenn euer Zopf ebenfalls in den Längen sehr dünn ist so wie meiner, nehmt eine Krebsklammer. Bei mir rutscht der Zopf nämlich dann doch manchmal unter dem BH weg.
Die Krebsklammer klammert ihr dann an eurem Shirt oder Pulli mitsamt dem Zopf fest. Achtet nur darauf, dass ihr keinen Rollkragen oder ähnliches tragt, ansonsten geht das mit allen Klamotten, da wird nichts nass.
Ihr seht, ich hab dafür den fetten Winterpulli mit seinem dicken Kragen ausgezogen, das wäre nämlich so ein eher suboptimaler Fall.
Beugt euch über das Waschbecken/die Badewanne/die Duschtasse und macht den Kopf unter dem Hahn oder noch besser mit der Duschbrause nass. Immer schön vom Nacken wegzielen.
Einshampoonieren und beim Ausspülen den Nacken etwas gründlicher spülen, da hängt sonst gern Shampoorest fest.
Das war’s. Abtrocknen, Zopf öffnen, ausschütteln und entwirren. Nicht erschrecken, ihr habt erst mal einen kräftigen Busch auf dem Kopf, das lässt sich aber i.d.R. sehr gut entwirren. Ich bin ja jemand, der vorsichtig mit dem Tangle Teezer das nasse Haar kämmt. Habe dadurch nie Schäden feststellen können. Betonung aber definitiv auf VORSICHTIG! Nasses Haar ist wie gesagt sehr empfindlich. Wenn ich das aber nicht mache, trocknen meine Haare sehr verknickt und frizzig, da habe ich dann auch nichts von.

Der zeitliche Aufwand bei der Scalp-Wash-Methode ist viel geringer als bei einer Komplettwäsche, da die ganze Conditionerbehandlung wegfällt und ich festgestellt habe, dass es so auch schneller trocknet. Alle 5 bis 10 Tage wasche ich komplett. Je nach dem, wie „dreckig“ die Haare geworden sind, ob ich sie geölt habe oder ölen will oder ob ich will, dass sie ganz glatt sind oder tolle Flechtwellen annehmen, denn dafür müssen sie vorher sowieso nass gemacht werden. Okay, und wenn ich bade, dann werden sie auch immer komplett gewaschen. Ich liebe baden einfach, da müssen die Haare durch (und nein, Kopf die ganze Zeit über Wasser ist keine Option). 🙂

And yet anathor point from my to-do-list. I am almost done. 🙂
I wanted to explain to you how I wash my hair with the scalp-wash-method.

What is scalp wash?
Scalp wash means you only wash your head and leave the length of your hair untouched. Like that the older longer hair is not stressed that much by heat, water and chemicals and therefore stays healthier for longer.
I chose this method because it is quicker than a complete wash, as I just said, I can take care of my fragile lengths and that’s really important to me, as I need to wash my hair every day or at least every other day. It becomes greasy a bit faster than other people’s hair but the more important aspect is my hairtonic which I have to wash off regularly because it is a bit sticky.

What do you need?
Well, a tight fitting bra or a claw clip. See that cheetah-golden-beauty above? Trash-i-licious! 😉 In fact it is the hairtoy I use the most. Ah and you need a scrunchie, better a thicker one.

How to scalp wash
Make a low English braid and braid very losely especially right at the start. Secure the ends with the scrunchie und pull the braid under your bra-strap. If your braid is shorter than waistlength, or is rather thin like mine, you should chose the claw-clip-version. Put on a sweater or t-shirt and claw-clip your braid to your shirt’s back.
Bend forward over your bathtub or showersink and water your head. Always aim away from your neck. Like that you won’t soak your shirt. Shampoo, wash and rinse and that’s it.
Afterwards your head will look really bushy, but don’t worry, it is easier to detangle than it looks like first.
I open my braid and headbang before I use my Tangle Teezer. Yes I brush my wet hair. But I am super careful! Like that I never noticed any damage. But really be carefull, wet hair needs to be treated like finest silk.
If I don’t brush, my hair ends up as a kinky, frizzy mess after drying, so I prefer to take my time detangling it when still wet, even though maybe, maybe! that can cause some damage.

So scalp-wash is my almost daily haircare routine. All 5 to 10 days I do a complete hairwash with deep treatments and conditioning. How often I wash depends on how „dirty“ my hair got and how I want it to look: all straight or braidwaved or up in a bun… Okay and when I decide to have a bath I always do a complete wash and don’t care about whether my hair needs a complete wash or not. I love bathing. 🙂

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5 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Anleitung! Ich habe das vor Monaten auch schon mal getestet, aber hatte dann das Problem dass ich die Längen zum trocknen im Handtuch nicht so lagern konnte, dass nicht das ganze Wasser trotzdem reinzieht. Am Ende waren meine Haare dann doch fast bis zu den Spitzen durchnässt. Wie machst du das zum trocknen? Also bis sie mal nur noch feucht sind und man den Zopf öffnen kann?

    LG, Narya

  2. Hallo Narya,
    ich wickle mir das Handtuch um den Kopf, wenn der Zopf noch festgeklamnmert ist. Erst dann mache ich die Klammer ab. Der Zopf ist also gar nicht unterm Handtuchturban, so wird er auch nicht nass.

  3. I found the same hair clip in German shop with cheap stuff, here in Poland :):) It holds my hair so well! I mean… it's too small for it all, but anyway it holds strongly. It's my hairtoy to use around the house.

    I used to consider scalp-only washes. But I ended up deciding for no. After all, I don't use shampoo on my length and I don't use blow dryer at all. No harm here. The only problem may be handling itself, but my hair doesn't tangle during a wash so it doesn't suffer the detangling process either. The good thing it, a wash is a perfect occasion to nourish hair. I think mine would be in much, much worse shape if I did scalp washes only.

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