9. Juli 2013

Food – Bunte Hirsepfanne – oder doch Hirsesalat?

Hallo ihr Lieben!

Ich freue mich sehr, dass mein erster Food-Beitrag so großen Anklang gefunden hat. Ihr habt mir ja sogar geschrieben, dass ihr nachgekocht habt! Da war ich dann schon ein bisschen stolz auf meinen Frühstückspfannkuchen.

Heute gibt es eher was für den Mittag oder den Abend.
 
Hirsepfanne
vollwertig / vegetarisch / vegan / glutenfrei / laktosefrei

Das Gemüse
Alles, was ihr habt! Je bunter, desto besser. Der Sommer ist dafür ja gerade perfekt. Bunt ist wörtlich zu verstehen. Je unterschiedlicher das Gemüse, desto mehr verschiedene Pflanzenstoffe nehmt ihr auf. Und ich achte ja immer (okay, fast immer…) darauf möglichst gesund zu essen.

In meiner Pfanne sind:
Tomaten
Paprika
Champignons
Möhren
Frühlingszwiebeln
Zucchini
Aubergine

Alles schön klein schneiden, Möhren und Paprika zuerst in die Pfanne geben (mit Olivenöl oder einem anderen guten Öl), die brauchen nämlich am längsten. Pilze und Tomaten zum Schluss, die sind sehr schnell gar.

Die Gewürze
Auch hier gilt: mehr ist mehr. Nur beim Salz nicht. Alles, was getrocknete Pflanze ist, rein damit. Abschmecken übt sich. An meinem Bild könnt ihr schon sehen, dass ich mit Gewürzen nicht geize. Nehmt auch deshalb eher mehr, weil hinterher ja noch die Hirse dazu kommt, die wieder viel Geschmack aufsaugt.

In meiner Pfanne sind:
Salz (derzeit noch das übliche vom Discounter, wenn das leer ist gibt es nur noch welches ohne Rieselhilfe und ohne Zusatzstoffe, dafür mit jodreichen Algen aus dem Bioladen)
bunter Pfeffer, frisch aus der Mühle gemalen, viel!
Knoblachgranulat (Bio. Erstens sowieso und zweitens ist das so viel intensiver. Drittens könnte man eigentlich aber frischen nehmen…)
getrocknete Kräuter, viel! Nicht streuen, kippen! (Da bin ich ja doch faul. Ich hab die Salatkräutermischung von Netto aus dem Schraubglas)
Brennnesselsamen, auch hier kann ich viel nehmen, da ich auch sonst viel würze. Die Samen muss man aber sonst etwas vorsichtig dosieren, sonst hinterlassen sie einen bitteren Nachgeschmack (eine der bekannteren Haarfutterpflanzen, guckt mal hier im Thread im LHN , meine Samen habe ich bei ebay bestellt. Das geht natürlich auch besser in Bio, aber nun habe ich sie schon mal)
Kurkuma, ebenfalls ein sehr potentes Gewürz. Ihr kennt es wohl am ehesten als einen Bestandteil aus Curry. Anticancerogen und mit noch diversen anderen positiven Eigenschaften. Kurkuma ist eine Knolle, ähnlich dem Ingwer

Was Kräuter angeht, bin ich leider noch ein ziemlicher Dilettant und ganz am Anfang meiner Kochrecherchen. Deswegen mag ich auch Mischungen so gern. Wenn ihr einen eigenen (Balkon-)Kräuergarten habt und frische Kräuter nehmen könnt, um so besser. Kräuter und Gewürze haben in der Regel eine sehr hohe Nährstoffdichte – nur isst man davon ja nicht ganze Mahlzeiten, sondern eher Tee- oder Esslöffelportionen. Wenn ein Gericht also viel Gewürz verträgt: immer ran damit. Je mehr Kräuter ihr einsetzt, desto weniger Kochsalz braucht ihr außerdem letztlich.
Oh, und bitte, bitte lasst die Finger von Maggi, Fondor, Brühwürfeln und wie sie alle heißen. Glutamat hat als Zusatzstoff im Essen nichts zu suchen. Wenn ihr davon Blähungen und Pickel kriegt, ist das vielleicht noch ein geringes Problem. Glutamat per se ist nicht schlecht, es ist natürlich auch in Eiern und Tomaten enthalten (weswegen ihr auch gut Tomatenmark zum würzen verwenden könnt, das bringt euch im Zweifel deutlich weiter), aber hier macht ganz klar wieder die Dosis das Gift. Und Glutamat in Würzmitteln ist immer viel zu hoch dosiert. Außerdem überdeckt es eigentlich alle anderen Geschmacksnuancen, dafür ist das schöne Gemüse echt zu schade. Glutamat heißt auch: Mononatriumglutamat, Hefeextrakt, Würze oder Würzmittel. Besonders fies ist das Hefextrakt, weil diese Bezeichnung vorgaukelt, dass es kein künstliches Aroma wäre. Ist es ja auch nicht. Aber das ist mehr so eine Spitzfindigkeit. Wer auf Glutamat reagiert, sollte Hefeextrakt auch weglassen. Und wie gesagt, die Dosis. 

Die Hirse
In Salzwasser kochen. Dabei stehen bleiben! Hirse kocht ähnlich ein wie Milchreis und brennt schnell an. Im Idealfall ist das Wasser so dosiert, dass ihr weder abschütten müsst, noch dass es anbrennt. Da muss ich noch üben. Mir passiert in der Regel entweder das eine oder das andere. Also immer schön umrühren. Kochdauer ähnlich wie Reis.
Hirse ist ähnlich wie die Brennnesselsamen ein sehr beliebtes Lebensmittel unter Haarzüchtern. Viel Eisen, Kieselsäure und diverse andere Nährstoffe, die ich gerade nicht parat habe.
EDIT: Guckt mal in den Kommentaren, da steht, wie man Hirse ohne Anbrennen gar kriegt. 🙂 Danke meine lieben Leser, ich hab es m,ittlerweile schon einmal nach eurer ANleitung nachgekocht, es hat funktioniert. 🙂

Und zum Schluss…
halbe bis ganze Dose Kokosmilch über das Gemüse (optional)
2-3 TL Zuckerrübensirup, um die Süße des Gemüses etwas mehr rauszukitzeln
Hirse drauf, umrühren, fertig

Ihr könnt das Essen auch genauso zubereiten und nur den Schritt mit dem Erhitzen in der Pfanne weglassen. Dann auch die Hirse etwas abkühlen lassen und ihr habt ein wunderbares Sommeressen. Eigentlich ist das so wie Bulgursalat, nur eben ohne Weizen.

Manchmal esse ich lieber warm, manchmal lieber roh. Rohkost hat viele Vorteile, was die Nährstoffe angeht, besonders was Obst und Gemüse betrifft. Bei Getreide verhält es sich ein bisschen anders. Aber Getreide ist sowieso ein anderes Thema.

Wenn ihr viel Gemüse schneidet, habt ihr definitiv einen besseren Geschmack am Essen und auch mehr Nährstoffe für euch (und die Haare! vergesst die Haare nicht! 😉 ). Aber auch mehr Menge. Schnibbeln kostst immer Zeit, aber meine Pfanne, so wie ich sie hier gemacht habe, reicht für 2 Personen für zwei Tage. Damit macht man dann den Aufwand wieder wett.

Ich hoffe es schmeckt euch.

Und zum Schluss-Schluss

Betonung auf „grow“, das ist in also in Arbeit, ich werde nicht von jetzt auf gleich alles umstellen.
Und was soll das heißen? Vegetarisch? Vegan? Rohkost?
So ähnlich.
Ich recherchiere nun seit einigen Wochen sehr intensiv, denn ich möchte nicht nur für mich und meine Haare gesundheitlich, sondern auch verantwortungsbewusst gegenüber anderen Lebewesen die beste Ernährung finden, eigentlich geht es da sogar um Kosum grundsätzlich, nicht nur Ernährung. Ich bin immer noch in der Informationssammelphase, setze aber bereits einiges um. Grob gesagt wird sich meine Nahrungsmittelauswahl in Zukunft an drei großen Haupternährungsphilosophien orientieren, nämlich roh, vegan (hier die gesundheitsorientierte Strömung) und paleo. Bei allen drei Diäten gibt es einen sehr großen Überschneidungsbereich der da heißt: Gemüse, Gemüse, Gemüse! Am besten grün (bzw. bunt), am besten roh und natürlich bio. Außerdem kein Zucker und was die Verwendung von Weizen angeht, sind sich auch alle drei zwar nicht einig, weisen aber doch in die selbe Richtung. Andere Bereiche scheinen erst mal nicht kompatibel, vor allem natürlich die Frage nach dem Fleisch.
Dem Ganzen werde ich aber einen eigenen Post in Zukunft widmen, denn ich möchte euch meine Quellen verlinken (oder falls nicht möglich, doch zumindest bibliografieren), damit ihr euch selbst eine Meinung bilden könnt.
Und wer sich weiter nur für die Haare interessiert, keine Sorge, es wird auch in Zukunft um Haare gehen. 🙂

I am so happy (and a bit proud) that you liked my first post about food so much. So I do what you aks me for and add another recipe for you. Of course all healthy and very good for your hair.
It’s all about vegetables, spices and millet. You can prepare it hot in a pan or fresh and raw (besides the millet) as a colourful summer salad.
Take all the vegetables you like, the more colorful the better. Cut it and prepare it in a pan with oliveoil und spices. I like it with curcuma (anticancerogenic), stinging nettle seeds (one of the favorated seeds among longhairs, for excample because of the iron), lots of dryed herbs, pepper, garlic and only few salt.
Add the cooked millet and serve warm or cool, as you like.

And in addition I want to make a statement:  I will go on a new journey: 
Mai Glöckchen eats greener, as to say: Mai Glöckchen grows green.
I would be happy, if you want to join me on me quest through, raw, vegan and paleo in search of my personal way of eating as healthy a spossible and in addition to that act responsible concerning the lifes of other animals and the planet as such. 

But don’t be afraid,  after all this will stay a hair blog. 🙂

14 Kommentare

  1. Hallo,
    ich koche meine Hirse so: Hirse + doppelte Menge Wasser aufkochen, salzen/würzen, kurz köcheln lassen (1-2 min), Herdplatte ausschalten und Hirse bei geschlossenem Deckel auf der heißen Platte quellen lassen (ich gehe in der Zwischenzeit zum Sport, zur Arbeit, zum Einkaufen etc.). Es brennt nix an und die Flüssigkeit wird auch komplett aufgenommen.

  2. Oh das sieht echt lecker aus, das muss ich demnächst mal nachkochen. Ich bin auch was Kräuter und Gewürze (außer Pfeffer, Currypulver und bisschen Paprika) angeht ein voller Dilettant und nicht immer schmeckt mein Essen so wie ich mir das vorstelle… 🙂 aber es wird so langsam, wenn man ein paar Mal nach Rezept gekocht hat und ein Gefühl dafür kriegt, was womit zusammenpasst und zu welchem Gericht man das geben kann.
    Ich freue mich schon sehr auf deinen angekündigten Post zum Thema roh, vegan und paleo. Alle drei Thesen/Philosophien/whatever haben was für sich und alle sprechen mich irgendwie an, aber das Fleisch ist bei mir der Knackpunkt. Esse jetzt seit Januar vegetarisch (drei Monate auch vegan), aber so ganz glücklich bin ich nicht. Aber ich will eigentlich nicht wieder anfangen Fleisch zu essen, da fühle ich mich dann als ob ich alle Prinzipien überbord geworfen habe und mir das schönrede… alles nicht so einfach.
    Aber umso mehr bin ich auf deine Recherche und Gedankenergüße dazu gespannt! 🙂

    LG, Narya

  3. Hallo Narya!
    Du verdienst erst mal meinen vollen Respekt, dass du vegan durchziehst. Ich komme ja quasi von der anderen Seite: ich fahre ganz gut mit Paleo, aber so der Weisheit letzter Schluss war das auch nicht für mich. Zu viel Fleisch und das wollte ich nicht länger so durchziehen. Schon gar nicht, nachdem ich mal in Richtung vegan angefangen hatte zu recherchieren. Da ist mir buchstäbdlich schlecht geworden bei den Schrecknissen, auf die ich gestoßen bin. Gewusst habe ich das alles wohl vorher schon lang, aber nicht in dem Ausmaß, nicht in der Grausamkeit.
    Ich esse jetzt schon sehr fleischreduziert (etwa 1/10 der Menge unter Paleo) und möchte das auch noch weiter runterschrauben. Von jetzt auf gleich vegan zu werden war allein schon aus den Erfahrungen der letzten Monate heraus nie mein Plan. Will heißen, mein Körper findet drastische Umstellungen ja immer eher ätzend, auch wenn er lanmgfristig davon profitiert.

    Ich freu mich auch irgendwie schon auf den Post. Ich hab schon so viel gelesen und gelernt, ich muss das auch für mich mal runterschreiben und zusammentragen, damit ich nichts vergesse.
    LG, Heike

  4. Sieht sehr lecker aus!
    Wobei ich die Brennesselsamen vom Geschmack her nicht leiden kann 😉

    Wünsch dir viel Erfolg bei deiner Ernährungsumstellung! Du packst das bestimmt.

    Liebe Grüße Ella

  5. Danke für das Rezept! Hab schon seit Jahren nicht mehr mit Hirse gekocht (zuletzt auch süß mit Äpfeln) und brauch dringend ein neues Rezept für die Arbeit. Das muss ich bald mal probieren!

  6. Couscous besteht aus Weizen. Weizen ist das Getreide, das ich aus diversen Gründen vollständig von meinem Speiseplan gestrichen habe. Gluten ist nicht nur ein Problem für Zöliakiepatienten, da hängt noch ein enormer Rattenschwanz dran, was dieses Getreide sonst noch zu etwas macht, was ich nicht auf meinem Teller respektive in mir drin haben will.

  7. Ha, mein Couscousrezept! (ich mach noch Ajvar rein, für ein bisschen Schärfe) Aber das wird ab jetzt mit Hirse ersetzt. Wieso eigentlich nicht? Stand gestern im Bioladen davor und hab mir das schon vorgenommen, wenn mein Couscous leer ist, verzichte auch schon großteils auf Weizen und v.a. Weißmehlprodukte.

    Ernährung ist generell ein sehr schwieriges Thema, so viele Informationen, soviel Meinungen, soviele komplexe Vorgänge im eigenen Körper, die teilweise gar nicht geklärt sind.
    Respekt, dass du dich da durchkämpfst! Was du über das Ausmaß der Grausamkeit schreibst und dass sie einem nicht bewusst ist, ist auf den Punkt getroffen.

    Ich bin jetzt sein einem knappen Jahr Vegetarierin (nachdem ich 2 Jahre sowieso vegetarisch gekocht habe, wegen meines Freundes) und lasse immer mehr weg in Richtung vegan…ist eine spannende Sache =) Ich entdecke sehr viel Neues, ernähre mich gesünder und fühle mich insgesamt besser.
    Was tatsächlich schwer ist zu finden, sind vegane UND vollwertige Rezepte, da werde ich dann immer kreativ, aber Anregung habe ich trotzdem gern, also immer her mit neuen Rezepten!
    Bin natürlich auch sehr gespannt auf deine Ernährungsposts.

    LG, Kim

  8. Huhu,

    ich habe mich heute auch mal an der Hirsepfanne versucht!

    Ich muss schon sagen, sehr lecker! Hirse habe ich vorher noch nie gehabt (nur Bulgur).
    Kam auch sehr gut an, allerdings können wir davon jetzt wohl 3 Tage essen… aber hat den Vorteil, dass wirs mit zur Arbeit nehmen können.

    Der Früchtepfannkuchen wird demnächst auch noch getestet!

    Gute Rezepte kann man immer gebrauchen, also nur her damit! 😉

    Gruß
    PrincessLeia

  9. Oh ja Ajvar ust auch was Feines. Aber schwer zu kriegen ohne Zusatzstoffe. Bisher hatte ich erst einen und das ist ewig her und ich weiß nicht mehr, wo es den gab.
    Mein größtest Problem bei veganem Kochen ist eher, dass ich ja keinen Weizen und kein Soja esse und Mais nur ganz selten. Ich hätte gern veganes Paleo, aber das ist leider nicht möglich. Dann dürfte ich wohl den ganzen Tag nichts anders mehr tun als Gemüse kauen. Weil man dann seine Kalorien einfach nicht mehr voll bekommt. Das ist es, was mir die Suche grad so enorm erschwert. Aber du hast Recht, die Informationsflut ist gewaltig. Und dabei ist einfach auch soviel Halbwissen, allein das auszufiltern ist schon schwer genug.

  10. Ja, das gibt ordentlich Menge, oder? :)Finde ich aber eigentlich immer ganz gut, vor allem, wenn ich aufwändiger gekocht habe. Dann bin ich froh, dass ich am nächsten Tag nicht wieder ran muss.
    Freut mich, dass es geschmeckt hat. 🙂

  11. *grummel* Hoffentlich wurde der erste Kommentarversuch nicht ausversehen abgeschickt, falls doch, bitte nicht veröffentlichen. Danke.

    Zum Thema:
    Ein tolles Rezept!

    Bei meinen "freien Variationen" über das Thema Hirsepfanne sind mir zwei Dinge passiert, die sich zu teilen lohnen, insbesondere nach der Gewürzdiskussion hier, die mich zum Experimentieren verleitet hat. Kenne mich da auch nicht so super aus und taste mich noch vor, als Tipp aber soviel: Es hilft, sich die Zutaten von Gewürz-/Kräutermischungen, die man mag, einzeln zu kaufen, dann kann man einerseits die Mischung nachstellen, lernt die Kräuter aber auch einzeln kennen.

    Experiment Gewürze:
    Seit Ewigkeiten steht hier ein Gläschen mit Anissamen herum, mit denen ich nie etwas anzufangen wusste. (Man kann sie gut in Waffelteig unterbringen, aber ich hab kein Waffeleisen.) Die machen sich super in der Sauce, ich hätte sogar noch etwas beherzter damit sein dürfen. Auch Ingwer in Maßen finde ich passend, dann geht es aber sehr in die asiatische Richtung. Trotz Gewürzschlacht war ich erstaunt, wieviel Salz in diesem Essen versinkt, ohne dass man etwas davon schmeckt.

    Experiment Saucenergänzung:
    Ein großzügiger Schluck Orangensaft fand den Weg in mein Essen. Weil damit schon etwas süß(-saur)es drin war, habe ich dafür den Sirup weggelassen.

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