17. Juli 2013

Ab jetzt wird alles besser!

Es ist Zeit für ein Haarausfall-Update!

Ich habe das Thema hier ja für einige Wochen (bald schon zwei Monate) ruhen lassen und das war auch gut so.
Ich will euch gar nicht lange auf die Folter spannen:

Es ist vorbei!
Endlich!

Der Tangle Teezer sieht wieder normal aus und manchmal sogar schon optimal. Der tägliche Haarverlust liegt im Mittel stabil unter 100 Haaren/Tag, Tendenz sinkend. Tage mit weniger als 50 Haaren Verlust gibt es wieder.
Der Oberkopf hat wieder Stand und Ansatzvolumen, Neuwuchs ist überall als kleine Antennen sichtbar, an der Stirun bildet sich tatsächlich (wieder…) eine Art Minipony in zweiter Reihe. Nickike hat beim Flechten bestätigt, dass der ganze Oberkopf ein einziges Neuwuchsflauschnest ist (sehr zu ihrem Bedauern, denn sie ist ja der absolute Oberpingel, wenn es um gleichmäßige Frsiuren geht und da darf kein Härchen rausgucken 😉 ).Klar gibt es noch Tage, an denen ich für meinen Geschmack zu viele Haare in der Hand habe, wenn ich m,al so durchgreife, aber das ist kein Vergleich mehr zu dem Zustand im April und Mai. Ich habe es ja schon vor Wochen bemerkt, dass endlich eine Abwärtstendenz spürbar war mit ungefähr 10 Haaren am Tag im Wochenschnitt weniger.

*klick* für volle Tabellenansicht

Die Tabelle zeigt ganz gut, dass die Spitzenwerte mit dem abgesetzten Haarwasser korrelieren. Ebenfalls wird deutlich, dass mehr Kohlenhydrate für meinen Körper besser sind.

Im Langhaarnetzwerk hatte ich mir aus lauter Frust über den scheinbar nicht enden wollenden Haarausfall und die damit einhergehende Unzufriedenheit, vor allem was die (gefühlt sich stetig verschlechternde) Optik der Längen anging, ein 2-Monats-Ultimatum gesetzt, bis zu meinem Geburtstag Ende August. Dann wollte ich entscheiden, ob ich bereit bin wieder monatlichen Zuwachs zu trimmen oder ob ich einen größeren Cut machen werde, um mich von den gröbsten Haarausfallschäden zu verabschieden.

Nun auch Brautkleid hin oder her, die Entscheidung ist bereits gefallen. Die Haare bleiben dran und werden erst mal wieder auf 97cm gezüchtet, was die perfekte Länge für meine Tressen ist und somit optimal für alle offenen Frisuren und alles, was ich so gern an meinem großen Tag tragen würde. Dann wird wieder getrimmt. Und ich hoffe einfach sehr, dass das, was ich mit meiner grundsätzlichen Gesundheit im letzten Jahr geschafft habe, sich auch auf meine Haare ausweiten wird.
In diesem Post habt ihr gesehen, wie dicht, glänzend und gesund meine Haare früher mal waren. Und ich glaube ehrlich gesagt, dass ich das wieder haben kann, auch wenn ich mittlerweile doppelt so alt bin, wie das Mädchen auf dem Foto.

Aber schauen wir erst mal, wie sich der Istzustand nach fast einem halben Jahr leichtem bis mäßigem Haarausfall darstellt. Wohlgemerkt, das war kein starker Haarausfall! Das geht deutlich schlimmer und ich leide immer sehr mit denen im Forum mit, die es so grässlich erwischt hat. Was bei mir zu Buche geschlagen hat, war vor allem die Dauer.

Zopfumfänge
Stand 29.12.2012
Hoher Zopf: 7cm
Nacken/tiefer Zopf: 5,8cm
Schulter: 4,8cm
APL: 4,2cm
BSL: 3,0cm
Taille: 2,4cm
Hüfte: 1,8cm
Steiß: Haare zu Ende

Stand Februar 2013
Hoher Zopf: 7,5cm

Stand Ende April 2013
Hoher Zopf 7,8cm

Stand 10.07.2013 (Vergleich zu Dezember 2012)
Hoher Zopf: 7,3cm (+0,3cm)
Nacken/tiefer Zopf: 6,6cm  (+0,8cm)
Schulter: 5,5cm (+0,7cm)
APL: 4,2cm (+/-0cm)
BSL: 3,0cm (+/0cm)
Taille: 2,5cm (+0,1cm)
Hüfte: 1,5cm (-0,3cm)
Steiß: Haare zu Ende

Ich kam von 7,5cm Zopfumfang im Februar vor dem HA und bin jetzt bei 7,3cm. Durch den Newuchs der letzten Sheds 2011 und 2012 wird das stark verfälscht, ich habe deutlich mehr Haare gelassen als nur 2mm Umfangverlust vermuten lassen würden. Zwischenzeitlich ist mein Zopfumfang trotz Shed auf 7,8cm geklettert (Eisenmangelneuwuchs). Das heißt, eigentlich habe ich 5mm verloren. Ohne Shed wäre der ZU wohl noch weiter angestiegen. Wenn ich mir die Werte weiter unten angucke, wo nichts nachgedickt ist, obwohl von oben ja ganz offensichtlich massig Neuwuchs nachschiebt, ich in der Zwischenzeit außerdem über 10cm Wachstum und 17cm Trimms zu verzeichnen hatte und dann noch die Tatsache mit einbeziehe, dass mir die kürzesten KPOs wieder LOCKER passen, meine M-Flexi zu groß geworden ist (von den L-Flexis rede ich jetzt gar nicht…) und bei Ficcare die S-Größe bündig schließt, denke ich, dass ich diesmal grob 1-1,5cm an ZU am Oberkopf gelassen habe. In den Längen seht ihr selbst hat es sich bei plus minus Null halten lassen. Zwischenzeitlich sah es schlimmer aus, aber den Effekt kenne ich schon von anderen Haarausfallphasen: so lange der Shed anhält, sehen die Haare sowieso nicht toll aus, egal was irgendwelche Zahlen sagen. Mir fehlt also zwar Länge und die untersten Spitzen haben gelitten, es gab keine Verbesserung trotz teils sehr großzügiger Schnitte, aber ich habe den Zustand halten können. Das ist mehr als ich zwischenzeitlich zu hoffen gewagt hatte. Und es stimmt mich positiv, dass ich auch langfristig mit dieser Länge gut werde arbeiten können.

Das Knäul hier ist also von 10 Wochen Haarausfall. Es ist wenn ich es zusammendrücke etwa halb so groß wie mein Dutt jetzt. Und der HA dauerte ja deutlich länger als 10 Wochen, eher 20 bis 25. Ich habe also so eine ungefähre Vorstellung davon, wie groß meine Dutts jetzt sein könnten, wäre dieser erneute Haarausfallschub nicht dazwischen gekommen. Aber von hätte, würde, könnte hat ja keienr was. Ich auch nicht.
Leider habe ich keine Vergleichsbidler von Februar auf verschiedenen Untergründen, sondern nur welche vom Dezember. Vor HA-Beginn hatte ich da ja schon 6cm gekillt.
Im Vergleich zu Dezember kann sich das aber wirklich sehen lassen, was ich habe retten können.

Damit hätte ich nie gerechnet, dass es so gut aussehen würde. Man erkennt ja sogar die Kante auf Weiß. 🙂 Und ihr könnt hier sehr gut sehen, was ich mit „Stand am Oberkopf“ meine. Da kommt so einiges.

Klar, kürzer. Aber sonst? Die liegen astrein. Sehr kooperativ, glänzend, volumig und lebendig. Netter Nebeneffekt: das Dip-Dye ist jetzt komplett weg. Was ihr auch seht ist neben der leider nicht ganz vergleichbaren Perspektive (deswegen endet mein Po auf den rechten Bildern immer weiter unten), dass mir die neue Ernährungsweise echt gut tut. Zwischen den Bildern liegen fast 5kg. Und ich muss überhaupt nicht darauf achten megaviel zu essen. Das, was ich zu mir nehme, scheint endlich anständig verstoffwechselt zu werden. Und das, obwophl ich tendenziell weniger Kalorien zu mir nehme durch das viele, viele Gemüse.

Der Zustand auf Weiß hat gegen alle Erwartungen sogar verbessert, einfach dadurch dass die ganz dünnen Spitzen eliminiert wurden. Auf Petrol und auf Ringeln liegen sie einfach besser, sahen aber auch vorher okay aus. Der Zopf hat im unteren Abschnitt Dicke verloren, dafür im oberen Abschnitt durch den Eisenmangelneuwuchs gut zugelegt.
Scheint als hätte ich mehr Glück als Verstand gehabt. Oder doch nicht? Hat der Verstand mein Glück getragen?
Denn wenn ich mir eins nicht vorwerfen lassen muss, dann das, das ich mich nicht gekümmert und informiert hätte.

Resumee: Ursachen
1. Haarwasser abgesetzt.
Das hätte ich so nicht tun sollen. Dadurch fielen viele Haare wieder aus. Die erneute Sheddingphase, die diesmal über Monate ging, war das Grauen und kollidierte mit dem Haarverlust der allein schon durch dsa Absetzen kam.
2. Vergiftung
Zeitgleich habe ich meine Weisheitszähne raus bekommen. Körperlicher Stress, Schmerz und die Betäubungsmittel waren sicherlich nicht förderlich.
3. Entgiftung
Ebenfalls zeitgleich habe ich innerhalb von noch nicht mal 3 Wochen von meiner normalen größtenteils Bio-Ernährung, die Zuckervermeidung schon eingeschlossen hatte, auf Paleo und dann auf AIP umgestellt. Ich habe eine deutliche Erstverschlimmerung erlebt, bedingt durch die dann aus dem Körper ausgeschwemmten Giftstoffe. Mein Darm hat sich entzündet, meine Akne flammte auf. Und dass ich beim Haarausfall später mit dystropischem Haar auseinandersetzen musste, was an sich typisch für Vergiftungen durch eine Chemotherapie ist, das fand ich wirklich schockierend. Wurde ärztlich bestätigt und gleichfalls bestaunt, dass das möglich ist nur über die Ernährung sowas zu verursachen. Und ich hab vorher schon nach den geläufigen Maßstäben echt gesund gegessen. Das heißt, auch wenn das für mich schon eine große Umstellung war, für jemanden, der von „gut bürgerlicher Küche“ oder Instanttütensuppen und Fastfood kommt, für den wäre die Umstellung wesentlich drastischer gewesen. Allerdings muss ich auch dazu sagen, das ich wirklich immer empfindlich auf Umstellungen reagiere. Ich habe das Gegenteil eines Stahlmagens.
4. Mangel
Da ich nicht lange genug recherchiert hatte, um die Diät perfekt durchzuziehen, kam ich sowohl in den hypokalorischen Bereich als auch in die Ketose bedingt durch zu wenig Kohlenhydrate. Gewichtsverlust ist in meinem Fall alles andere als wünschenswert. Haare mögen sowas auch gar nicht. Zusammen mit der Entgiftung wird das ebenfalls das Auftreten der dystropischen Haare begünstigt haben. (Anmerkung: dystropische Haaare entstehen dann, wenn etwas die Haarwurzel so schädigt, dass sie das alte Haar absterben lässt, dieses ausfällt und die Haarwurzel so mitgenommen ist, dass sie danach kein gesundes, neues Haar produzieren kann. Dystropisches Haar ist oft schwach pigmentiert, rau und wie gekreppt. Es fällt meist nach wenigen Zentimetern aus. Es kann mehrere Anläufe brauchen, bis die Haarwurzel wieder ein gesundes Haar wachsen lassen kann. Ich vergleiche diese Haare gern mit meinem Hund. Die waren so wie seine Unterwolle: fusselig, aber trotzdem nicht glatt.)
5. Übersäuerung
Paleo war vor allem am Anfang sehr fleischlastig. Ich vermute fast, dass das auch noch mal einen Kick gegeben hat. Tierprodukte werden sauer verstoffwechselt. Selbst mit viel basischem Gegenfutter hätte ich diese Mengen niemals kompensieren können.
6. Mauser
Ebenfalls fast zeitgleich hat ein ganz neuer Lebensabschnitt für mich angefangen. Mein erster „richtiger“ Job, der dadurch veränderte Tagesrhythmus, so viel Neues, dann die geplante Hochzeit. Die Ernährungsumstellung hätte wohl schon als deutliche Veränderung gereicht, aber so kam noch mehr von außen dazu. Alles Dinge, die mich bereichert haben, aber für Haare, die zu androgenetischer Alopezie neigen, sind krasse Veränderungen leider eher ein Stolperstrick.
7. Stress, negative Rückkopplung
Haarausfall selbst stresst natürlich auch. Kann man nicht leugnen, das macht es dann nicht besser.

Und nun, für die Zukunft?
Anmerkung vorweg: Das ist der auf mich zugeschnittene Weg, der über zwei Jahre Arztrücksprache und -kontrolle, sowie die selbe Zeit an intensiver Eigenrecherche beinhaltet. Das ist keine Patentlösung für jeden. Bei Haarausfall, Mangelzuständen o.ä. ist ein Arzt der richtige Ansprechpartner. Die Erfahrung lehrt, dass da leider Kontrolle besser als Vertrauen ist, also stellt Fragen, steht für euch ein und haltet eure Werte nach. Lösungssuche bei so etwas diffusem wie Haarausfall ist zu individuell. Ich schreibe es dennoch auf, da vieles allein deshalb schon für andere auch interessant sein kann, da es eine mögliche Rechercherichtung aufweisen kann. Oft sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht.
1. Eisenwerte weiterhin im Blick behalten.
Wobei sich auch dieser Bereich immer weiter bessert. Durch die angepasste Ernährung brauche ich schon weniger Eisen zusätzlich als noch vor einem Jahr. Siehe oben. Mein Körper resorbiert endlich vernünftig. Ziel wäre es natürlich hier komplett ohne Substitution auszukommen. Bei diesem Punkt bin ich auf meinen Hausarzt angewiesen und das ist auch richtig so. Eisenüberdosierung ist kein Spaß, also bitte nicht in Eigenregie an sich rumdoktorn und Tabletten schmeißen.
2. Vitamin D über den Winter substituieren, im Sommer sonnenbaden (nicht exzessiv, nicht verbrennen! Das schöne Vitamin D nützt nichts, wenn ihr stattdessen euer Hautklrebsrisiko hochschraubt).
Vitamin D ist ein Thema für sich, Nahrungsergänzungsmittel muss man mit Bedacht auswählen, aber um es ganz kurz zusammenzufassen: Das Vitamin D aus Sonnenbädern ist weit besser für uns als das aus der Tablette. Ist ähnlich wie mit anderen Vitaminen aus der Kapsel oder aus dem Gemüse. Auch hier gilt: bevor ihr was schluckt, Blutwert bestimmen lassen. Nicht einfach blind auf Verdacht Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Dann wie gesagt lieber schön sonnen (Sonnenstudio bringt nichts, ihr braucht UVB-Strahlung, die ist dort ausgefiltert). Zu Vitamin D habe ich zu viele Quellen, um das in einer angemessenen Gewichtung wiedergeben zu können. Zum Einstieg (!) kann ich aber den Vitamin-D-Thread bei den Beautyjunkies empfehlen. Obacht, wer dort schreibt, der springt in der Regel sehr auf das Thema an. Es ist in erster Linie ein Informationssammel- und Erfahrungsaustauschthread. Bitte behaltet dabei eine kritische Position bei. Das Buch, das im Zusammenhang mit Vitamin D immer wieder empfohlen wird, nämlich  „Gesund in sieben Tagen“ von Dr. med. Raimund von Helden habe ich selbst hier zu Haus liegen und kann es nur eingeschränkt empfehlen, da es mir zu einseitig ist. Vitamin D wird fast als Wundermittel verkauft und das kann ich immer nur sehr schwer einfach so stehen lassen. Sehr empfehlenswert ist dagegen „Leben ohne Krankheit“ von Dr. David Agus, auch wenn Vitamin D dort nur ein kurzes Kapitel bekommt, ist dieses differenzierter, kritischer und hilfreicher als das gesamte Buch von von Helden. Meine Recherchebücher hatte ich aber sowieso noch vor jeweils mal gesondert zu rezensieren. Auf jeden Fall: wer viel substituiert schüttet nicht nur eventeulle Mangellöcher zu, sondern verändert den Körper auch noch an anderen Stellen. das ist alles zu verzahnt. Wer außerdem viel substituiert, der veranlasst die Zelle weniger Rezeptorstellen für das entsprechende Substrat auszubilden. Das wiederum führt dazu,d ass wenn man die Substitution absetzt, die Zelle wenig „angeln“ hat, um das entsprechende Vitamin o.ö. einfangen zu können. Ohne Pillen ist aber leider wieder viel weniger verfügbar sodass man nicht nur wenig Substrat hat sondern auch noch Schwierigkeiten das wenige, was da ist gut aufzunehmen. Deshalb: vorsichtig. Fragt euch immer, ob etwas in so hoher Konzentration (isoliert!) auch in der Natur vorkommt. Wenn nicht, Vorsicht. Gilt im Übrigen auch für solche Alltäglichkeiten wie Salz und Zucker.
3. Zucker, Weizen (glutenhaltiges Getreide) und (Kuh-)Milchprodukte werden zu Genussmitteln erklärt.
Und da wären wir also auchs chon beim Zucker. Ich konsumiere die genannten Produkte genauso, wie ich Alkohol trinke: enorm selten, sehr wenig und nur zu besonderen Anlässen. Und in dem Wissen, dass ich mit Pickeln und Augenringen dafür bezahlen werde. Das gilt für alle 4 Kategorien. Das gehört für mich mit zu den Aspekten, die auch für den Haarausfall relevant sind, da alle genannten Nahrungsmittel hier sauer verstoffwechselt werden und eine Übersäuerung mit zu Haarausfall beitragen kann (unter anderem könnt ihr hier mehr dazu lesen). Davon ab gehören Haare zum Organsystem Haut. Und wenn ich mir wie gesagt angucke, wie meine Haut auf Zucker, Weizen, Alkohol oder Kuhmilch reagiert, dann werden meine Haare von deren Konsum erst recht nicht profitieren. Hier gilt: die Dosis macht  das Gift. Manche Menschen haben einen Magen aus Stahl, manche einen aus … Seidenpapier? Will heißen, das sind Nahrungsmittelgruppen, die für viele problematisch sein können aber nicht für jeden problematisch sein müssen. Ich lasse sie weg, da ich vom Meiden profitiere.
Was ich zum Thema Säure-Base schon mal recherchiert habe, findet ihr auf meinem Blog und zwar hier. Das bezieht sich hauptsächlich auf basische Pflege – bei der ich nach wie vor sehr kritisch bin, auch wenn ich sie teilweise umsetze, da sie in gewissen Situationen funktioniert – aber ich erläutere auch den Ernährungsansatz. Den ich mittlerweile besser verstehe als damals, als ich den Säure-Base-Post geschrieben habe, aber grundsätzlich steht dort alles, was ihr zum Einstieg braucht, um euch eine eigene kritische Meinung bilden zu können.
Wen das Thema Weizen (und Gluten) interessiert, dem lege ich das Buch „Die Weizenwampe“ von Dr. William Davis ans Herz. Noch ein Buch auf meiner Rezensionsliste. Und wieder eins mit so einem brutal amerikanischen Sensationstitel. Der Inhalt ist aber wesentlich wissenschaftlicher als der aufmerksamkeitsheischende Titel vermuten lassen würde.
4. Täglich bis spätestens alle 2 Tage Yoga, Dehn- und Atemübungen und Sitzmediation. 
Wer sich jetzt einen grinst, der hat das noch nicht probiert. Das entspannt ungemein, sowohl mental als auch tatsächlich die Muskulatur. Ich bin in 3 Wochen so beweglich geworden, wie ich es keine Ahnung wann zuletzt war. Mit 14? Mit 12? Ein gesenkter Stresslevel ist etwas, wovon der gesamte Organismus profitiert. Letztlich also auch die Haare. Autosuggestion ist mehr als nur „Ich bin ganz ruhig“ und „Ich werde das schaffen“. Wer sich mehr dafür interessiert, dem empfehle ich den Spiegel 21/2013: Der heilende Geist. So zum Einsteigen.
5. Meine Ernährung wird sich weiterhin rohvegan orientieren
Hülsenfrüchte und Getreide werde ich aber nicht so stark runterfahren, wie zumeist empfohlen, da Low-Carb für mich nicht funktioniert hat und Gewichtsverlust keine Option darstellt. Fleisch wird es enorm selten geben, komplett streichen werde ich es nicht, dafür habe ich von Paleo zu sehr profitiert. Das wird ein sehr langsamer Prozess des immer weniger werden. Eier ebenfalls. Hauptsache sehr viel mehr Rohkost, bunt und frisch.
Mein bisheriges Programm wird sich um grüne Smoothies und einiges aus der Detox-Ecke erweitern. Das, wovon ich mit Paleo profitiert habe, wird beibehalten.
6. Wasser und Tee nur noch in gefiltert, Schadstoffe meiden
Und viel! Wenn ihr einmal gefiltertes Wasser probiert habt, dann ist das noch nicht mal mehr nur eine Frage der Gesundheit sondern des Geschmacks. Das Wasser ist also schadstoffärmer, es müssen keine Kisten oder Sixpacks mehr geschleppt werden und preislich läuft es aufs selbe hinaus. Deutsches Trinkwasser hat zwar einen sehr guten Ruf, aber ich für meinen Teil misstraue ziemlich dem, was da in den Leitungen des Hauses verbaut wurde, in welchem ich wohne. Da man bei einigen PET-Wasserflaschen den Kunststoff wirklich riechen kann, ist auch das nichts, womit ich meinen Körper füllen möchte. Wollt ihr mehr dazu wissen? Sagt Bescheid.Wenn ihr bei PET-Flaschen skeptisch seid, guckt euch mal eure Käseverpackung an… leider ist die Recherche zu solchen Umweltgiften ein Fass ohne Boden. Für mehr Informationen:
Unser täglich Gift – lief gestern auf arte, wird bei dem Link gestreamt und wird für alle, die es auf dem Fernseher haben wollen, Montag um 9.00 wiederholt.
Haare entgiften den Körper. Nicht umsonst können in den Haaren Schwermetallvergiftungen und Drogenkonsum nachgewiesen werden.
7. Sport.
Mäßig. Und am besten draußen. Mal sehen, wie schnell ich mich steigern kann, aber ich werde das recht ehrgeizlos angehen. Hier geht es mir nur um die Erhaltung und Verbesserung von Kraft und Kondition. Optisch habe ich nichts, woran ich rumschrauben wollte. Nur eben bitte nicht dünner. Merh Kraft und Kondition = gesünder = gleich widerstandskräftiger = bessere Haare. 😉 Wer Sport treibt hat aber natürlich einen höheren Nährstoffbedarf als ein Nichtsportler.
 8. Haarwasser absetzen?
WAAAS? Bist du irre?
Nun, das ist die logische Konsequenz aus allem, was ich bisher gelesen und gelernt habe. Ich bin ein eitler Vogel und ich werde das nicht vor meiner Hochzeit tun, aber danach schon. Langsam. Und ich habe da noch so ein paar Dinge auf der Liste, die ich erst recherchieren möchte. False Daisy zum Beispiel, eine Pflanze, der eine ähnliche Wirkung wie Minoxidil zugesprochen wird. Das Haarwasser ist hormonhaltig. Für Hormone gilt „die Dosis machtd as Gift“ wenn überhaupt nur begrenzt. Das ist nichts, was ich dauerhaft auf dem Kopf haben möchte. Und wenn ich alles richtig verstanden habe, dann sollte es möglich sein, das Haarwasser wieder abzusetzen. Da androgenetischer Haarausfall nicht bedeutet, dass man ein Gen hat, das bestimmt, dass einem die Haare ausfallen, sondern das dafür sorgt, das man die Disposition trägt. Wie ich mich verhalte und wie ich lebe, bestimmt aber letztlich, ob das Gen aktiviert wird. Ob man es wieder abschalten kann, nachdem es einmal angesprungen ist, das weiß ich wie gesagt nicht. Aber ich werde das nächste Jahr nutzen, um mich auch dahingehend einzulesen.

Ich bin sehr, sehr zuversichtlich, dass ich viel erreichen kann. Und dass mir auf meinem Rechercheweg noch viel begegnen wird, was mich weiter bringt. Mich und meine Umwelt. Denn, und das möchte ich betonen, so viele Regeln das auch sein mögen, sie fühlen sich nicht als solche an. Mein Horizont hat sich enorm erweitert, vieles ergibt plötzlich ein Gesamtbild, was für mich eine so große Erkenntnis und so eine Bereicherung darstellt und dann ist das Ganze auch noch gesünder für mich und meine Umwelt – ich wüsste nicht, weshalb ich je wieder zu dem zurück wollen sollte, von dem ich kam. Vieles, was ich gelernt habe ist zutiefst beunruhigend. Aber nach dem ersten Schock ist es besser das Wissen zu haben, als sich weiter in der trügerischen Sicherheit des Unwissenden zu wiegen. Ich rede von Umweltverschmutzung, Lobbyismus, Genmanipulation, gefälschten Studien, Tierquälerei der Sorte, die mich daran zweifeln lässt, ob ich tatsächlich zur selben Spezies gehöre wie die Menschen, die diese Grausamkeiten begehen.
Und das Wissen, dass ich das System unterstütze, dass ich Teil davon bin, schlicht schon dadurch, dass ich in dieser Gesellschaft lebe.
Aber je mehr ich weiß, desto mehr Schrauben finde ich, an denen ich drehen kann. Schrauben, die mich gesünder, mein Gewissen leichter und vielleicht sogar die Welt ein kleines bisschen besser machen. Und das ist es, was mich weiterlesen lässt und was mir enorm viel Energie gibt.

Ab jetzt gibt es das beste Haar, das ich je hatte! Dichter, voller, gesünder. Und wenn es Rückschläge geben sollte, dann werde ich die auch managen.
Stellt euch vor, ich hätte nicht recherchiert. Ich hätte immer noch Eisenmangel, keine 5cm ZU mehr, dann noch androgenetischen HA und dann im nächsten Jahr noch mal. Wie würde ich wohl aussehen und wie würde ich mich wohl fühlen, hätte ich nicht gefragt, gelesen, gesucht und kombiniert?
Ich will es ehrlich gesagt gar nicht wissen. Wirklich nicht.

Also nach vorne!
Geht ihr mit mir? Begleitet ihr mich ein Stück? Ich habe kein Problem damit meinen Weg allein zu machen, aber ich würde mich über jeden Weggefährten freuen. Wobei ich ja eigentlich schon lange nicht mehr allein gehe bzw. nie allein gegangen bin.
Wenn ich hier für mich blogge, liest sich das immer so, als wäre ich das allein.
Aber dem ist nicht so. Ich habe enorm von anderen profitiert und versuche das, was mir geholfen hat für wiederum andere aufzubereiten, denn es ist so universal einsetzbar  und leider sind so unheimlich viele betroffen. Die Lösungen sind oft beides: komplex und einfach zugleich. Am Anfang so unübersichtlich, doch dann ergibt sich ein Bild und jede neue Information fügt sich problemlos ein und zeigt ein weitere Detail des großen Granzen.


Nach vorne!
Wissen ist Macht.
Lasst eure Nahrungsmittel eure Heilmittel sein.
Du bist, was du isst.
Mens sana in corpore sano.

Rapunzel, lass dein Haar herunter.
Und so weiter.

Liebe Grüße

20 Kommentare

  1. Sehr guter Blogpost. Ich muss sagen, dass das LHN einen echt ganzheitlicher denken lässt. Vor allem, wenn man Probleme hat. Ich freue mich immer von deinen Recherchen zu lesen. Vielen Dank. Wie du schon schreibst, jeder muss die Ernährung finden, die sein Körper braucht.

    Liebe Grüße,
    Thari

  2. Viel Erfolg auf deinem weiteren Weg. Finde das sehr spannend und beeindruckend, dass du das so energisch und zielstrebig verfolgst.
    Ich habe mich mit meinem Haarausfall nie so intensiv beschäftigt und ihn immer als so-isses-halt hingenommen, bis ich feststellte, dass durch Haarprodkte- und Ernährungsumstellung plötzlich viel weniger Haare in der Bürste und unter dem KOpfkissen waren… Und jetzt habe ich da richtig Ehrgeiz bekommen. Kann ich evtl. sogar lange Haare züchten? Das wär toll.
    Also, ich bin auf jeden Fall dabei auf deinem Weg!
    Ganz liebe Grüße!

  3. Hallo Heike,

    mein wichtigster Tipp für Ernährung ist die Eiweißzufuhr! Ich esse kein Fleisch und nur selten Fisch und so ist es schwer, auf die Mindestmenge Eiweiß zu kommen, die empfohlen wird. Wenn man wenig Milchprodukte und wenig Eier isst, kann man gar nicht so viel Hülsenfrüchte essen, um das auszugleichen bzw. es wäre eine sehr eintönige Ernährung. Zudem ist die Wertigkeit des Eiweißes niedriger und man bekommt unter Umständen nicht alle essenziellen Aminosäuren ab.

    Seit ich gegelentlich mit Eiweißshakes ergänze, ist mein Haarwachstum schneller geworden (1,5cm im Monat).

    Liebe Grüße
    Alba

  4. Hallo Alba,

    klar sind Eiweiße wichtig, da stimme ich dir vollkommen zu. Ob man die besser aus tierischen Lebensmitteln oder aus pflanzlichen bezieht, weiß ich noch nicht, in die Richtung muss ich noch mehr lesen. Ich weiß, dass tierische Produkte oft höhere Nährstoffdichten aufweisen, allerdings kommt es da dann auch wieder stark auf die Zubereitung an. Da Fleisch, Fisch, Ei und Milchprodukte in der Regel nicht roh verzehrt werden, kommt da noch ein ganz anderer Aspekt dazu. Außerdem der Aspekt der sauren Verstoffwechslung.
    Wenn Eiweißshakes für dich funktionieren, ist das doch erst mal schon mal gut. 🙂 Das wäre dann aber Casein in Reinform, zumindest wenn du ganz klassisch Whey-Protein nimmst, das ist Molkenprotein. Mit Casein komme ich persönlich nicht gut zurecht. Alternativ gibt es noch viele Produkte aus Soja mit hohem Proteingehalt (was ich auch nicht gut vertrage) und aus Weizen (Gluten pur, Gluten ist das Weizeneiweiß), was ich auch nicht vertrage. Die meisten Shakes beinhalten außerdem Süßstoffe und andere Pülverchen, die ich mit der Zange nicht anfassen würde.
    Also echt schwierig.
    Das ist ein Grund, weshalb ich auch derzeit nicht auf vegan umstellen mag, auch wenn ich die Idee noch so gut finde. Eier sind geblieben ebenso Meeresfrüchte und ab und an was vom Bio-Metzger.

    Aber gut, dass du es erwähnst, in den Bereich muss ich auf jeden Fall noch weiter reinlesen.

    Was ich in dem Zusammenhang super finden würde: hast du eine Quelle für mich? Woher hast du die Empfehlungen der Eiweißmengen und die Aussage, dass Hülsenfrüchte nicht ausreichen?

    VG,
    Heike

  5. sorry bin grad nicht eingeloggt daher anonym… vielen lieben Dank für Deine hochinteressanten Beiträge!! Die Doku auf ARTE habe ich gesehen, ich war schockiert – und das was gezeigt wurde war sicher nur die Spitze des Eisbergs. Aber Du hast Recht: Wissen und sich informieren ist das allerbeste und wichtigste, denn nur so KANN man etwas / sich selber (!) ändern. Bitte weiter so tolle Einträge schreiben! LG Lythande

  6. Freut mich sehr, dass dein Haarausfall endlich aufgehört hat! Deine neuen Längenbilder gefallen mir auch ausgesprochen gut, sie sind zwar ein Stück kürzer als im Januar, aber das sieht insgesamt sehr harmonisch und schön aus.
    Kannst du noch ein bisschen was zum Thema gefiltertes Wasser sagen? Mir gehts wie dir und ich trinke seit einiger Zeit nur noch Leitungswasser, aber ich habe doch etwas Bedenken wegen den Wasserleitungen im Haus und Hormonen und anderem Mist im Wasser. Meines Wissens kann man mit einem normalen Filter doch nur Kalk herausfiltern?

    Wenn du noch weitere Buchtipps hast ("Weizenwampe" ist schon notiert), immer her damit! 🙂

    LG, Narya

  7. Hallo liebe Heike,

    sorry für die späte Antwort, ich war übers Wochenende so gut wie gar nicht online.

    Hier eine Quelle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:
    http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=3&page=9

    Du sprichst sehr richtig an, dass es unterschiedliche Arten Protein gibt bzw. dass nicht jedes Lebensmittel alle relevanten Aminosäuren enthält. Gut ist, wenn man eiweißhaltige Lebensmittel klug kombiniert (tierische und pflanzliche Quellen, wenn man nicht vegan lebt).

    Hier noch weitere Infos:
    http://www.dr-gumpert.de/html/aminosauren.html

    Für mich ist die gelegentliche Einnahme eines Shakes (von der dm-Hausmarke), damit meine ich konkret zwei, drei Mal die Woche, eine gute Lösung, da ich an manchen Tagen schon mal sehr eiweißarm esse.

    Natürlich sind NEMs eine schwierige Sache, aber wie gesagt fahre ich gut damit.

    Liebe Grüße
    Alba

  8. Zum Thema Wasserfilter hab ich schonmal was an Heike geschrieben. Hier ein Link zur DGE zum Thema Wasser:http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=162
    Daraus ein Zitat zum Thema Leitungswasser: "Grundsätzlich sind die Grenzwerte für chemische Stoffe so angesetzt, dass bei lebenslangem Genuss von täglich 2 Liter ungünstige gesundheitliche Auswirkungen praktisch auszuschließen sind. Die bei den regelmäßigen Kontrollen in den Wasserwerken ermittelten tatsächlichen Werte liegen in der Regel um ein Vielfaches unter den Grenzwerten."

    Beim BfR (Bundesinstitut für Risikobewertungen findest du fast immer Antworten auf solche Fragen wie "Sind Hormone im Trinkwasser?". Wissenschaftlich belegt, daher immer sehr lang, im Fachkauderwelsch, aber mit klarem Fazit. Meistens. Hier der Link: http://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/trinkwasser-4677.html

    Viele Grüße,
    Inga

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