20. November 2017

Heiki liest: artgerecht – Das andere Baby-Buch von Nicola Schmidt

„Lies das!“ das ist die Kurzfassung wirklich etlicher Empfehlungen, die ich zu diesem Buch bekommen habe, als Merle dann da war und ich doch in einigen Bereichen dastand wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg. Und wie so oft: Was an mich herangetragen wurde, kann ich hier direkt weiterempfehlen. Drum heute dieser Artikel zu einem Buch, das ich einfach allen Jungmamis und Schwangeren aufs Auge drücken möchte.

artgerecht

Das klingt erst mal irgendwie sehr nach Tierhaltung oder – wenn man sich viel mit Ernährungsweisen beschäftigt – nach Paleodiät, die sich dieses Prädikat ja auch ans Revers heften mag. Ob diese Ernährungsweise das zu Recht für sich beansprucht, ist ein anderes Thema. Diesem Buch und der Diät gemeinsam ist aber, dass sich auf die menschlichen Ursprünge berufen wird, also den Steinzeitmenschen oder doch zumindest auf den Menschen, der noch nicht durchzivilisiert in seiner 2-4 Zimmerwohnung seine Kernfamilie aus Mama, Papa und eher ein bis zwei als mehr Kindern versucht durchzubringen und das Ganze dann auch bitte möglichst gesund, glücklich oder doch zumindest entspannt und zufrieden.

Was ist also artgerecht, wenn man ein Menschenbaby bekommen hat? Was entspricht den Bedürfnissen eines so kleinen Homo Sapiens, der sein zweites Sapiens noch erst ausbilden muss? Wie stellt sich eine natürliche Schwangerschaft und Geburt dar (kurze Einführung im Buch) und wenn es dann da ist: Was braucht es, wenn es um Stillen, Schlafen, Saubersein und emotionalen Zuspruch geht?

entspannt und undogmatisch, Möglichkeiten statt Regeln

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12. November 2017

Haare im November: 2 Monate post partum

Neuer Monat, neue Haare und das ist dieses mal wörtlich zu nehmen. Zwei Monate nach Merles Geburt haben sich meine Haare deutlich verändert.

Neuwuchs und Haarausfall

Die gute Nachricht: ich habe viele 1-2cm lange neue Haare, die sich am Haaransatz und am Scheitel entlang wichtig machen. Die weniger gute: Mein Tangle Teezer ist nun fraglos wirklich voll nach dem Kämmen. Wir nähern uns nun auch steil der spannenden Phase mit rund 12 Wochen nach der Geburt, wenn der postpartale Haarausfall losgehen könnte, aber so wie es aussieht, schleicht der sich bei mir schon langsam an. Die Bürste ist voll, Tendenz steigend. Ich habe mal eine Stichprobe ausgezählt und kam auf 130 Haare, hatte aber auch schon Tage, an denen der Tangle Teezer bedeutend voller war. Nicht so schön, aber eben auch nicht ungewöhnlich. Ebenfalls anders ist das Sebum, das natürliche Fett, das die Kopfhaut produziert. Die Haare sind jetzt ziemlich genau so wie ganz am Anfang der Schwangerschaft: sehr bauschig, stumpf-trocken und schwer kämmbar. Sie neigen stark zum Verfilzen und ich habe morgens oft echte Probleme durchzukommen. Normalerweise bürste ich vielleicht 30 Sekunden und bin fertig. Jetzt brauche ich mehrere Minuten.

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7. November 2017

Bio Eiweißpulver im Vergleich

Ob man Eiweißpulver nun „braucht“ oder nicht, das sei dahingestellt. Weshalb wir es verwenden und weshalb es in bestimmten Situationen Sinn machen kann, obwohl echte Lebensmittel erste Wahl sind, findet ihr im ersten allgemeinen Artikel zum Thema Eiweiß

Hier und heute geht es jetzt wirklich nur um den Vergleich. Denn Benedict und ich haben schon einige Eiweißpulver durchprobiert, einfach weil sie verschiedenen Anforderungen gerecht werden sollten: Verträglichkeit, Geschmack, Konsistenz, möglichst bio und Vielseitigkeit wäre auch ganz nett.

Übersicht

Das sind sie, unsere Pülverchen. Eine ganz schöne Auswahl. 5 vegane Produkte, drei nicht-vegane, davon eins ohne Milchproduktbasis, eins ist nicht bio, sodnern nur aus Weidehaltung und eins ist definitiv nicht bio, aber eins der bekanntesten Pulver und deshalb gut für den Vergleich hier.

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24. Oktober 2017

Eiweiß! – Wer braucht wieviel, was ist dran am Hype und was machen wir damit?

Wir, denn Benedict und ich haben ganz unterschiedliche Voraussetzungen und trotzdem eine ähnliche Ernährungsweise. Das ist für euch dann hilfreicher, weil es nicht nur um eine schlanke Frau geht, die derzeit stillt, sondern auch um einen Mann mit sportlichen Ambitionen, der trotz wirklich guter Grundfigur immer mit dem Bauchspeck kämpft. Außerdem habe ich noch Luise mit ins Boot geholt, um für euch einen weiteren weiblichen Vergleich dabei zu haben. Also lasst uns das Mysterium Eiweiß sowie den Eiweißbedarf näher erkunden.

Auf diesen Artikel freue ich mich irgendwie schon total lange, ich weiß auch nicht warum. Aber ich habe mit ihm gewartet, bis eine meiner liebsten Leserinnen Katja (wir kommentieren uns hier sozusagen die Finger blutig 😉 ) ihren Artikel veröffentlicht hat, den sie nämlich für Nadja Herman als Gastbeitrag auf fettlogik.wordpress.com verfasst hat. Ich durfte vorher schon mal reinschauen und hab nun nur noch eben auf die Veröffentlichung gewartet, damit ich euch direkt drauf stoßen kann und sagen kann: Da guckt! Lest das! Das ist gut! Wenn ihr meine Texte mögt, dann ihre auch. Und dann… habe ich eine Runde Wochenbett überstehen müssen, aber voilá! Da wären wir. 🙂

Long Story short: Wer sich durch die Quellen wühlt, findet unterschiedliche Eiweißmengenempfehlungen in der Regel von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag (abgekürzt g/kg/d) bis zu 2,0g/kg/d. Es gibt für Ausnahmen auch Empfehlungen darüber, allerdings dann in der Regel nicht für eine dauerhafte Ernährung, sondern dann eher im Bereich des Bodybuildings bzw. Leistungssports, wo über eine kurze Phase soviel Protein konsumiert wird.

Für mich mit meinen nun grob 65kg macht das einen Bedarf von 52-130g Eiweiß am Tag.
Für Benedict mit seinen ca. 80kg kommen wir auf einen Bedarf von 65,6-160g Eiweiß am Tag.
Für Luise mit ihren etwa 55kg kommen wir auf einen Bedarf von 44-110g Eiweiß am Tag.

Das ist eine ziemlich große Spanne und wer sich für das Thema deshalb interessiert, weil er bzw. sie genauer darauf achten möchte, ob die Makronährstoffverteilung passt, für den ist das viel zu ungenau.

Deshalb schauen wir mal, welche Faktoren den Bedarf in die eine oder andere Richtung verschieben.

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18. Oktober 2017

Benedicts Schoko-Erdnuss-Protein Energiebällchen

Klingt das jetzt versaut? Ich glaub, ich bin grad pubertär… So oder so: Benedict liebt dieses Rezept, ich werde zur Nachproduktion angehalten bzw. zur Not macht er sie sich eben selbst. Oweia. Nun ist es ganz vorbei.

Ich wollte doch nur mal wieder ein Rezept mit euch teilen, wie ist das denn jetzt hier passiert? Nun denn. Da wären wir. In diversen Schwangerschaftsposts habe ich meine Liebe zu Energiebällchen besungen, weil sie einfach prima für die Vorratshaltung funktionieren und dabei eine echte Alternative zu konventionellen Süßigkeiten darstellen. Diese hier sind wie gesagt Benedicts Lieblinge. Und Luise und Cordula haben auch schon bekudnet, dass sie sich daran wälzen könnte. Mir sind sie etwas zu stückig, Benedict und Luise finden sie gerade dadurch genial. Dass wir da noch extra Eiweißpulver reingehauen haben, das geht auch auf Benedict. Der Herr macht Sport, dass ich vor Neid erblasse. Ist also optional, die gehen auch ganz wunderbar ohne und sind dann immer noch gut mit Eiweiß bestückt (und mit Fett und Kohlenhydraten, kalorienreduiziert findet ihr hier bei mir ja eher weniger).

Stillkugeln

Oder auch Lactationballs. Sowas muss ja immer einen Namen haben… Und tatsächlich habe ich diversen Energiebällchen schon so betitelt gefunden. Ich bleibe bei Energiebällchen. Aber ja, die machen sich ganz hervorragend auf dem Beistelltisch neben Spucktuch und Stilleinlage und einem Glas Wasser.

Zutaten

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12. Oktober 2017

Haare im Oktober: 1 Monat post partum

Alles eine Frage der Prioritäten. Das hätte auch die Überschrift für diesen Monat sein können. Was passiert also mit der Langhaarmähne, wenn plötzlich ein Baby da ist?

Zuallererst mal: Die Haare sind nebensächlich und sie müssen aus dem Weg. Babys Greifreflex ist ziemlich stark und das ziept nicht nur bei mir, das ist auch ziemlich lästig, die einzelne lange Haare aus den Fäustchen zu bekommen, ohne dass es schneidet. Also: Dutt oder Zopf.

Meine Go-To-Frisur…

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7. Oktober 2017

Healthy Mindset – Alles eine Frage der Einstellung

Über  habe ich mich ja schon mehr als einmal ausgelassen. Heute geht es an die Grundlage all dessen: Wie bekomme ich das eigentlich hin, das alles zu wollen, zu tun und mich dabei gut und nicht unter Druck gesetzt zu fühlen?

Das ist so ein Artikel, von dem ich längst nicht gedacht hätte, dass ich ihn mal schreibe. Mindset. Mir ist dieser Begriff in verschiedenem Kontext immer wieder begegnet: Einstellung, Achtsamkeit, Meditation, Haltung, Positivität, Affirmation, Visualisierungen, Dankbarkeit, Disziplin, Dedication, Commitement… Das waren die Begleitbegrifflichkeiten. Meist kam das Thema an mich heran durch Fitnessrecherchen und auch über meine Liebe zum Minimalismus.

Und nun bin ich doch da. Und mag mit euch teilen, denn offenbar bin ich so nah zu diesem Kern vorgedrungen, dass ich es so soweit ausstrahle, dass ihr mich danach fragt, wie ich das mache. Was für mich ein enormer Ritterschlag ist. Tausend Dank dafür!

Was wirklich zählt, ist das Innere

Das Innere, das seid ihr, das Selbst, das ist was euch wirklich ausmacht. Es ist die Kraft und Macht eurer Gedanken, die letztlich bestimmt, wie ihr euch selbst und eure Umwelt wahrnehmt und wie ihr auf sie reagiert.
Bei solchen Sätzen war ich lange Zeit total raus. Ist ja toll, hab ich gedacht, und was, wenn mein Inneres aber ein Zweifler ist und irgendwie da drin alles so vollgestopft ist und ein bisschen oder auch ein bisschen mehr durcheinander und unsortiert und ab und an auch dunkel, zynisch und vielleicht sogar agressiv oder deprimiert? Klar, da sind auch andere, schöne Seiten in mir, aber wie soll denn meine Kreativität, mein Intellekt, mein „Und es ist mir nicht egal!“, wie soll das denn die andere Teile kompensieren? Muss ich die kompensieren? Das bin doch auch ich? Ruht ihr mal alle schön in euch selbst, Menschen sind unterschiedlich und ich bin so eben nicht!

Und da bin ich dann gestolpert. Denn das kollidierte mit einer meiner grundsätzlichsten Säulen meines Selbst- und Weltverständnisses: Es ist eben nicht einfach so! Und so hab ich ein Auge auf das Thema behalten. Ein skeptisches.

Ich funktioniere von außen nach innen

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28. September 2017

Wochenbett – Das Schöne und das Andere

Denn ich hatte ja keine Vorstellung… Was ist das Wochenbett denn nun wirklich? Kennenlernzeit, Kuschelzeit, Heilzeit oder einfach nur viel Zeit daheim, weil ohnehin im Mutterschutz?

Ich dachte: letzteres. Bisschen viel stillen, bischen wenig Schlaf, bisschen rumhumpeln, weil zwischen den Beinen noch alles etwas lädiert ist. So in etwa. Nun, fast. Als ich gemerkt habe, dass die Realität für mich ziemlich anders aussah, habe ich das gemacht, was ich immer tue: recherchieren. Wieso? Weil mir das Sicherheit gibt und ich damit einschätzen konnte, wie normal oder schlimm es tatsächlich war. Und was ich teilweise tun konnte (oder auch nicht), um die Situation zu verbessern.

Mir ist bei meinen Recherchen vor allem ein Satz im Kopf geblieben. Nämlich der, dass sich junge Mütter/junge Familien keine Vorstellung davon machen, wie das Wochenbett wirklich ist, weil man so gut wie keine authentischen Berichte dazu findet. Die meisten laufen gefühlt vor eine Wand, wenn sie sich vorstellen, wie das das süße Neugeborene im Stubenwagen schlummert, man ihm beim Stillen verträumt den glatzköpfigen oder auch flaumigen Schädel streichelt und es in die niedlichen Miniklamotten packt – und dann kommt die Realität. In der all das stattfindet. Vielleicht. Aber eben eher… nicht nur und wenn es nicht ganz so toll läuft, auch eher nur am Rande. Mit der Wand zum Dagegenlaufen habe ich also auch Bekanntschaft gemacht. Mehrfach.

Und deshalb schreibe ich für euch hier mal zusammen, wie das Wochenbett eben tatsächlich ist bzw. sein kann. Allgemein und speziell auch bei uns. Denn mir hätte es unglaublich viel geholfen, vorher zu wissen, was mich da erwartet. Aber ich wusste es eben nicht. So viel man zu Schwangerschaft und Geburt findet, so wenig zu der Zeit unmittelbar danach. Ich bin jetzt etwas über 4 Wochen post partum, das Thema ist somit noch nicht durch, aber das Bedürfnis darüber zu schreiben war in der letzten Zeit einfach sehr hoch, drum gibt es den Artikel jetzt.

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15. September 2017

Haare im September: Sie sind noch dran! – Und: Babyhaar

Schneiden oder noch nicht schneiden, das ist ja die ewige Frage, wenn man auf Länge züchtet, aber die Spitzen ziemlich empfindlich sind. Ich habe meinen geplanten Mikrotrimm also aufgeschoben.

Wieso? Ist die Geburt dazwischen gekommen?
Auch das. Aber vor allem wollte ich einfach lieber mehr Länge haben. Beste Vorbereitung hin oder her, ich weiß ja nicht, wie lang ich meinen Schopf so erhalten und genießen kann, drum nehme ich jetzt einfach noch jeden Zentimeter mehr an Länge mit, den ich kriegen kann. Und so richtig gut wird meine Länge für mich auch erst ab 90cm, aber geradeso. Ihr wisst ja, ich will den Meter.

Daten für September

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9. September 2017

Willkommen Merle! – Geburtsbericht

Und damit willkommen zum vermutlich spannendsten, anstrengendsten und abgefahrendsten Tag meines Lebens. Und mit Sicherheit einem der längsten.

Merle Annabelle Gerkrath

Geboren 2017, am 28.08. um 0:08 Uhr
2886g schwer (paar Millimeter mehr Nabelschnur und wir hätten noch eine 8…)
54cm lang
33,5cm Kopfumfang

Damit ist unser Töchterchen lang und schlank, aber kein Stück schwach. Ich habe ja gegen Ende der Schwangerschaft schon die ganze Zeit gesagt: „Die kommt raus und kann laufen!“. Nun, das nicht, aber ihren Kopf hat sie schon ganz gut im Griff und, da die Stillberaterin ihr den Spitznamen „Schnappschildkröte“ verpasst hat, könnt ihr euch denken, was da sonst noch mit richtig viel Power funktioniert. Aua für mich, aber läuft und ist ein anderes Thema. 🙂

Wie alles begann. Donnerstag.

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