19. April 2018

Meine gar nicht so geheime Superkraft: Ich bin hochsensibel

Wenn man über ein Thema stolpert und viele kleine Puzzelteile finden wie von Zauberhand endlich ihren Platz und ergeben ein stimmiges Bild, dann hat man diesen unglaublich tollen Aha-Effekt von tiefem „Oh ja, klaaaar!“
Verständnis und Erkenntnis nennt man das korrekterweise. So ging es mir mit dem Thema Hochsensibilität.

Ich höre ein paar von euch innerlich oder auch tatsächlich etwas genervt oder unwillig stöhnen. Gerade euch mag ich aber direkt abfangen: Genau so ging es mir auch, als ich dem Thema zum ersten Mal begegnet bin. Ich fand es ein bisschen lächerlich. Ein bisschen „Mimimimi, also ich bin hochsensibel, deswegen empfinde ich viel mehr als andere, bitte Rücksicht nehmen, ich habe nämlich jetzt eine Entschuldigung für alles!“

Nun, es mag Menschen geben, hochsensible Menschen, die mit der neu gewonnenen Erkenntnis, dass sie genau das sind, also bedeutend empfindsamer als „andere“, genau so umgehen. Und tatsächlich empfinde ich das auch eher als etwas für auf meiner Seite inneres Augenrollen. Aber für die allermeisten Hochsensiblen ist es wirklich eine Offenbarung, wenn sie zum ersten Mal darüber stolpern, dass es für das, was sie bisher mehr oder weniger bewusst oder unterbewusst schon als ihre besondere Eigenschaft wahrgenommen haben, einen Namen gibt. Und mit dem Namen, also dem Begriff der Hochsensibilität, kommen dann auch viele Erklärungen, Verständnis statt Entschuldigungen und Ausreden. Aus einer vermeintlichen Schwäche wird einfach eine Eigenschaft, die mit beidem daher kommt: Stärken und Schwächen. Und da das wirklich toll für diese Menschen ist, sich plötzlich verstanden zu fühlen und sich selbst vielleicht auch besser zu verstehen, teile ich mit euch meinen eigenen kleinen Weg der Erkenntnis. Er ist vermutlich auch ein bisschen anders als bei den meisten Hochsensiblen… aber dazu gleich mehr, nachdem ich die Begrifflichkeit etwas geklärt habe.

Was ist Hochsensibilität?

Ein HSM (Hochsensibler Mensch) bzw. eine HSP (hyper sensitive person, ich bevorzuge den Begriff HSP) zeichnet sich dadurch aus, dass er oder sie mehr empfindet und wahrnimmt als der berühmte Durchschnittsmensch. Weiterlesen

11. April 2018

Wieder fit nach Schwangerschaft und Geburt

„Da war doch nie ein Baby drin!“ „Du hast aber wirklich Glück mit deiner Figur!“ Doch, war es. Und jein, etwas Glück gehört dazu, aber bei Weitem sehr viel mehr einfach richtige Entscheidungen. Und somit auch einiges an Anstrengung.

Mit einem neuen Workoutvideo kann ich derzeit (noch? Mal sehen) nicht dienen, aber nichts desto Trotz habe ich auch eine Menge zu sagen zu einem der typischsten Frauenfitnessthemen überhaupt: zum Thema „After Baby Body“.

Nach der Geburt ist Frau post partum. Und zwar ihr Leben lang.

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30. März 2018

Babyfarbtyp: Merle ist ein Sommer

Farbtypen! Oh ich liebe sie so sehr, denn wenn man sie einmal durchschaut hat, und danach die Kleidung auswählt, passt plötzlich alles zusammen und alles ist schmeichelhaft. Ich selbst bin ein Soft Autumn. Und ich habe mich schon schwanger so sehr darauf gefreut, dann herauszufinden, welchen Farbtyp unser Kind wohl haben wird. Es ging einfacher als erwartet!

Farbtypbestimmung ist nach wie vor ein großer Spaß für mich. Eigentlich alle Menschen, die ich kennenlerne, ordne ich im Kopf für mich zu und wenn sie Freude daran haben, dann unterhalten wir uns auch darüber. So oft werde ich dazu mittlerweile um Rat gefragt und ich werde dabei richtig leidenschaftlich. Deshalb musste dieser Artikel jetzt auch sein. Für alle, die sich selbst einordnen mögen – oder eben wie ich heute – ihre Kinder.

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17. März 2018

Wie ist das Leben mit Kind? – 6 Monate altes Baby

Der zweite Einblick in „Wie ist es denn nun wirklich?“ im Vergleich zu den Vorstellungen, die ich noch schwanger hatte. Oder auch noch vor ein paar Monaten.

Realität entsteht im Kopf

Das ist wohl die wichtigste Lektion, die ich jetzt nicht nur begriffen habe (das schon länger), sondern auch wirklich lebe. Nichts ist so wichtig wie die Einstellung, mit der ich durch meine Tage und Nächte gehe. Das gilt grundsätzlich, mit Kind aber noch mal mehr. Ich habe den Artikel hier zigmal angefangen, an ganz unterschiedlichen Tagen. Ein euphorischer war dabei, ein niedergeschlagener, einige gute und ein paar weniger Tage. Alle Standpunkte sind wahr und real, aber ich entscheide, was ich teilen will, denn es erschafft meine Realität mit. Gerade in Instagrams polierten Momentaufnahmen wirkt schnell alles schöner als es im Tagesmittel  tatsächlich ist, aber ich halte mir zu Gute, dass meine Texte immer authentisch sind und ich auch bei den Fotos keine Plastikwelt entwerfe, aber doch ja, ich lächle lieber auf Fotos. Bildmaterial zu völlig fertigen Tagen banne ich nicht für die Ewigkeit. Aber ehrlich darf und soll es weiter sein. Ich bin der Typ Mensch, der davon profitiert, wenn er weiß, was auf ihn zukommen kann, auch wenn es dann vielleicht nicht oder doch anders passiert. Deshalb teile ich auch hier das, was mich und euch weiterbringt: Ein Sandwich aus positiven Entwicklungen, realistischen auch härteren Alltagskämpfen und positiven Ausblicken.

Merle ist jetzt ein Babykind

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17. Februar 2018

Heiki goes (fast) pesci vegetarian

Jawohl! Richtig gelesen. Frau Paleofriendly hat das Fleisch vom Speiseplan gestrichen. Wie, wieso und überhaupt? Und auch: Was mache ich denn dann jetzt mit meinem Beikostbaby?

Zunächst einmal: Wieso?

Aus moralischen Gründen. Ich war schon mal aus Überzeugung ein Jahr vegetarisch unterwegs und ich habe mich rund um 2013/2014 auch viel mit Veganismus auseinander gesetzt, um nicht nur einsieitig die Paleosichtweise zu betrachten. Der moralische Ansatz hat für mich, was vegetarisch/veganes Essen angeht, schon immer gewonnen, die Umsetzung hat sich für mich aber schwierig gestaltet. Dazu gleich mehr unter „Wie?“. Dass ich mich nicht für einen vegetarischen Lebensstil entschieden habe, hat immer an mir genagt und ich habe diesen Konflikt gepflegt wegignoriert, denn ich bin im inneren Zwiegespräch einfach nicht vor und nicht zurück gekommen.

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8. Februar 2018

Heiki liest: Oje, ich wachse

Jedes Baby durchläuft dieselben Entwicklungsschübe – aber nicht jedes Baby ist dabei gleich. Viele sind dann für die Eltern besonders anstrengend. Sie selbst sind wohl vor allem verwirrt. Dieses Buch wurde mir sehr oft empfohlen, um mich wappnen zu können. Meine Gefühle beim Lesen waren und sind aber doch sehr gemischt: Von „Oh Gott wie toll, jetzt verstehe ich das!“ bis „Das kann man doch unmöglich so stehen lassen!“  war alles dabei.

Zu früh geboren.

Eigentlich sind Menschenbabys physiologische Frühgeburten, will heißen ihre termingerechte Geburt ist zwar normal und gesund, aber eigentlich ein fetter Kompromiss. Menschenbabys sind vor allem kognitiv noch sehr unreif, wenn sie auf die Welt kommen, müssen aber kommen, wenn sie kommen, denn sonst passt das große Gehirn nicht mehr in den kleinen Schädel, welcher noch durch den Geburtskanal muss.

Neben einigen anderen Reifeprozessen ist es also vor allem das Gehirn, das sich außerhalb des Mutterleibes noch deutlich weiter entwickeln muss, um in der Außenwelt bestehen zu können. Diese Entwicklung verläuft nach einem mehr oder weniger festen Schema bzw. einer bestimmten Reihenfolge. Immer wenn das Baby etwas neues lernt (wenn sein Gehirn reift), ist das erst mal verunsichernd und erst nach abgeschlossener Entwicklung eine Bereicherung. Und ein verunsichertes Baby ist meist ein „schwierigeres“ Baby. Das ist der Ansatz von „Oje, ich wachse.“

Die legendären Schübe

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3. Februar 2018

Haare im Februar 2018: Good bye postpartaler Haarausfall!

5 Monate nach der Geburt der kleinen Merle gibt es, was die Haare angeht, nur Grund zur Freude. Und beinahe hätte ich hier mit 90-60-90 getitelt.

„Echt jetzt?“ Das ist ja so mein Standardausspruch, wenn ich etwas selbst noch nicht ganz glauben kann. Etwas positives. Und wie positiv!

90

Der postpartale Haarausfall hat aufgehört. Erst zwei Wochen ausschleichend, dann ganz plötzlich innerhalb von 2 Tagen war es einfach vorbei. Geschafft. Ich verliere wieder unter 100 Haaren am Tag. Das wäre dann die erste 90 hier.

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29. Januar 2018

Geflochtene Bettschlangen von Anni & Ava

Es gibt sie, die Schnittmenge aus Rapunzeltraum und verrrückt nach süßem Babykram: den kuschligsten, dicksten Flechtzopf, den man sich wünschen kann!

Und deshalb musste ich euch meine neue Errungenschaft auf jeden Fall zeigen. Noch dazu, weil ich Anni & Ava einfach toll finde. Eigentlich sind es Robert und Caro, aber das Elternpaar hat ihr kleines Label nach den Namen ihrer 2017 geborenen Zwillinge benannt. Ich könnte also haselnussblond vielleicht noch mal in H&M umbenennen… Ach ja, da war ja was mit Markenschutz. 😉

Bettschlangen…?

Ich kannte den Begriff bis vor kurzem überhaupt nicht. Bettschlangen sind im Prinzip hübschere Zugluftdackel (und in der Regel auch länger), also wurstförmige, lange Kissen, die man ins Kinderbett legen kann oder in den Lauftstall oder wie bei uns an das Bettschutzgitter am Familienbett und innen in die Wickelauflage. Weiterlesen

23. Januar 2018

Wenn ich noch mal schwanger wäre – Top 10 Tipps (und mehr) für meine Freundinnen

Denn hinterher ist man ja immer schlauer. Das war schon bei der Hochzeit so und ist jetzt mit Baby nicht anders. Manches muss man erlebt haben, um zu wissen, was wirklich gut war – und was nicht.

„Und wenn ich dann schwanger bin, dann schreibst du mir das sowieso alles noch mal auf!“, hat eine Freundin zu mir gesagt seinerzeit als ich noch schwanger war und ich davon erzählt habe, was grad so los ist.

„Ja klar, hab ich gesagt!“

Et voilà! Versprechen gehalten.

Ich freue mich ja immer noch so sehr mit meiner lieben Freundin Lenja. Sie erwartet nach langen Jahren des Kinderwunsches Zwillinge! Irre, oder? Einfach toll. Ich habe so mitgefiebert. Und da sie nicht die einzige ist, der ich ein bisschen was mitgeben kann, kommt heute dieser Artikel. Natürlich total subjektiv, denn direkt vorweg: Jede Schwangerschaft ist anders, jede Mutter, jedes Kind. Klingt nach Phrase, ist aber, wie ich mittlerweile finde sehr, sehr wahr. Aber wenn ich noch mal schwanger wäre, dann würde ich manches genau so wieder machen – und manches auch nicht.

Ach ja. Noch mal meine herzlichsten Glückwünsche! An alle unter euch, die ich nur via Instagram oder Blog kenne und noch mal mehr an meine Lieben im realen Leben. Da gibt es aber durchaus Schnittmengen. 😉 So oder so, ich freue mich mit euch!

Ich habe hier mal wieder einen gigantischen Text herunter geschrieben, deswegen gibt es meine Top 10 Tipps direkt zu Anfang UND dann am Ende noch mal. Damit man sie nicht vergisst. 🙂

Top 10 für den Schnellstart

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11. Januar 2018

Heiki liest: Kinder verstehen von Herbert Renz-Polster

Besser gesagt: Babys verstehen. Und genau dafür ist das Buch absolut Gold wert. Ich war mehr als einmal einfach nur erleichtert zu lesen, dass ich mich nicht anstelle, mir dieses jenes nicht einbilde und es völlig normal ist, dass manches grad furchtbar ist, obwohl wir uns hier beide Beine für das Kind ausreißen. Herr Renz-Polster, wollen Sie Merles Kinderarzt werden?

Denn genau das ist,Herbert Renz-Polster: Kinderarzt. Ich kannte seinen Blog „kinder-verstehen“ bereits und habe den euch auch schon mal empfohlen. Und bei fast allen Fragen, die ich zwischenzeitlich hier rund um „Warum zur Hölle ist Merle grad so und so, ist das normal und was kann ich tun?“, bin ich über kurz oder lang auf Artikel von ihm gestoßen. Und die waren so gut, dass ich irgendwann direkt „Renz Polster“ mit in meine google Suchanfragen geschrieben habe. Kann ich ebenfalls empfehlen. Man bekommt sinnvollere Treffer und nicht nur kilometerweise Forengescrolle…

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